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Lisa und die Klassensprecherwahl

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4 Kapitel - 1.928 Wörter - Erstellt von: - Aktualisiert am: - Entwickelt am: - 556 mal aufgerufen - User-Bewertung: 5,0 von 5 - 7 Stimmen- Die Geschichte ist noch in Arbeit - 3 Personen gefällt es

Titel des Buches: Lisa
Untertitel: die Klassensprecherwahl

In Lisas Klasse steht die Klassensprecherwahl an! Auch Lisa und ihre beste Freundin Miuky wollen Klassensprecher werden. Aber werden sie es schaffen?

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Kapitel 1: der rabenschwarze Pechtag

„Lisa, aufstehen, du hast verschlafen!“
„Hmmm?“, grummelte Lisa und drehte sich auf die andere Seite.
„Lisa, schnell! Du musst noch Frühstücken und Zähne putzen und es ist viertel vor acht!“
„Was!“ Mit einem Satz sprang Lisa aus dem Bett.
„Verdammt! Ausgerechnet heute! Frau Meidner wollte uns etwas sehr wichtiges mitteilen!“
„Oh je! Dann gehe ich jetzt schnell runter und mach dir was zu essen während du ins Bad gehst“, schlug ihre Mama Mona vor. Lisa nickte dankbar und hopste in Richtung Badezimmer.

„Bis später Mama!“
„Tschüss, mein Schatz!“
Lisa schnappte sich ihren Roller und flitzte zur
U-Bahnstation. Dort wartete ihre beste Freundin Miuky, von allen nur Mimi genannt, schon ungeduldig auf sie.
„Mensch, Lisi! wo warst du!“ Frau Meidner wird uns die Köpfe abreißen wenn wir ausgerechnet am Tag ihrer“ - Miuky malte mit dem Zeigefinger Gänsefüßchen in die Luft - „"wichtigen Mitteilung" zu spät kommen!“
„Tut mir wirklich leid!“, sagte Lisa. „Ich hab verschlafen!“
Mimi schüttelte den Kopf. „Sonst kommst du an stinknormalen Tagen überpünktlich aber heute-“
„Wenn wir jetzt noch lange hier stehen und quatschen verpassen wir auch noch die U-Bahn!“, unterbrach Lisa sie. „Komm, wir gehen runter.“
„Okay, okay!“ Schnell folgte Miuky ihrer besten Freundin hinunter in den U-Bahnhof.

„Soso, die beiden Trödelelsen sind jetzt auch da!“ Frau Meidner hielt ihnen die Tür auf und Lisa und Mimi schlüpften eilig an ihr vorbei ins Klassenzimmer.
„Woran liegt denn die Verspätung, wenn ich fragen darf?“
„Wir haben verschlafen! - Wir haben uns verlaufen!“, platzten Lisa und Mimi gleichzeitig heraus und blickten sich an.
„Aha - verschlafen und verlaufen! Na, das scheint ja ein Morgen der übelsten Sorte gewesen zu sein.“
Während Miuky eifrig nickte verdrehte Lisa die Augen. Frau Meidner scheucht sie auf ihre Plätze.
„Genug geredet! Wir haben schließlich Wichtigeres zu tun! Zum Beispiel...“
„Warum hast du ihr nicht die Wahrheit gesagt?“, flüsterte Lisa Mimi zu, als sie auf ihren Plätzen saßen.
„Verschlafen - das klingt nach fauler Ausrede! Verlaufen ist viel spannender! Wenn es zum Beispiel so gewesen wäre“, sie senkte die Stimme, „wir kamen zu einem See, und waren völlig erschöpft, deshalb wollten wir uns ans Wasser setzen um uns auszuruhen. Doch da schoss plötzlich ein metergroßer, ach was, ein kilometergroßer Hai aus dem Wasser! Ahhhhhh!, schrien wir, wir wollten nach Hause, nichts lieber als das! Aber wir kannten den Weg nicht, also rannten wir, stolperten, rappelten uns wieder auf, als auf einmal-“
Lisa seufzte. Typisch Mimi. Im Geschichten erfinden war sie einfach unschlagbar.

„Lisa?“
Lisa schreckte auf. „J-j-ja?“
„Worüber haben wir gerade gesprochen?“
„Ööhhh...“
„Klassensprecherwahl“, flüsterte Miuky neben ihr, „mensch, wo warst du denn mit deinen Gedanken?“
„Rassismus-Wal“, wiederholte Lisa artig, ohne zu merken, was sie da für einen Quatsch ausgesprochen hatte. Die Klasse brach daraufhin in Gelächter aus und Lisa lief puterrot an.
„Ruhe!“, übertönte Frau Meidner das Lachen der Schüler und wandte sich wieder an Lisa: „Nun, so ähnlich. Wir haben über die Klassensprecherwahl geredet.“
Klassensprecherwahl? Die Gedanken in Lisas Kopf surrten umher wie im Bienenstock. Mist, da passte man einmal nicht auf, und schon verpasste man etwas Wichtiges. Da wunderte es sie nicht, dass Miukys beste Note seit langem eine 4+ war. Schließlich passte diese so gut wie nie auf.
„Wann ist denn die Wahl?“, fragte Lisa Mimi leise.
„Donnerstag“, zischte sie zurück, „den Rest erklär ich dir später.“
„Alles klar“, flüsterte Lisa und hörte Frau Meidner jetzt genau zu. Nach und nach erfuhr sie alle Einzelheiten. Sie würden also am Donnerstag ihre zwei neuen Klassensprecher wählen. Bisher waren das Christina und Paula gewesen, und Lisa fand, dass die beiden es verdient hatten, die Klasse noch ein Jahr zu vertreten, schließlich waren sie nett, hilfsbereit und selbstbewusst. Doch das war unwahrscheinlich. Meistens wurden nicht die selben Klassensprecher wie im letzten Jahr gewählt.
Und dann gab es noch ein paar Regeln: nicht sich selbst wählen, nicht zwei mal den gleichen Namen auf das selbe Papier schreiben, und so weiter. Frau Meidner würde ihnen das Donnerstag noch einmal ganz in Ruhe erklären.

„Und, freust du dich auf die Klassensprecherwahl? Ist doch super, oder?“
„Klar!“
Lisa und Miuky hüpften nebeneinander die Treppe hinunter.
„Klar freu ich mich“, wiederholte Lisa und fügte tonlos hinzu: „Aber mich wählt sowieso keiner.“

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