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BTS - Winterzauber (V Ff)

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45 Kapitel - 54.088 Wörter - Erstellt von: - Aktualisiert am: - Entwickelt am: - 37.999 mal aufgerufen - User-Bewertung: 5 von 5.0 - 27 Stimmen- Die Geschichte ist fertiggestellt - 81 Personen gefällt es

Nur noch 24 Tage bis Weihnachten.
Es wird immer kälter, die Tage werden immer kürzer und schön langsam breitet sich die Weihnachtsstimmung aus.
Aus den Geschäften dudelt Weihnachtsmusik und überall riecht es nach Lebkuchen und Punsch.
Doch wir alle Wissen Weihnachten ist nicht nur ein Fest der Freude, sondern auch das Fest der Liebe!

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    ((bold))Steckbrief:((ebold)) ((ebold)) ((unli))Name:((eunli)) Emilia Klee ((unli))Alter:((eunli)) 19 Jahre ((unli))Größe:((eunli)) 1,67 m ((unli))Au

    Steckbrief:
    Name: Emilia Klee
    Alter: 19 Jahre
    Größe: 1,67 m
    Augenfarbe: braun
    Haarfarbe: braun
    Land: Österreich
    Hobbys: sprachen Lernen, Museen besuchen, schwimmen, lesen, Gedichte
    Eigenschaften: humorvoll, sarkastisch, direkt, introvertiert
    Ausbildung: Dolmetscher, jobbt in einem kleinen Hunde-Kaffee („To the bone“)
    Eltern: Vater und Mutter leben in Korea

    1. Dezember

    „Ein Kaffee- Latte, bitte!“
    Schnell stellte ich eine Kanne unter die rechte Düse und heiße Milch sprudelte wie weiße Wolken heraus. Ich mochte das Geräusch aufschäumender Milch und den Duft des frisch gemahlenen Kaffees. Ich atmete tief ein und lächelte dem alten Mann an der Theke freundlich zu. „Einen Moment noch!“ „Ach, keine Eile junges Fräulein! Ich habe Zeit!“ Ich grinste breit und dachte:“ Ja, das mag ja sein, aber die 10 Personen hinter Ihnen scheinen ziemlichen Stress zu haben!“

    Die blonde Frau hinter ihm tänzelte nervös auf ihren hohen Hacken herum und glotze im Sekundentakt auf ihre rosa-glitzernde Swarovski Uhr. Ihr kleiner Chihuahua sprang dabei kläffend auf und ab, was dem bärtigen Bauarbeiter hinter ihr gerade den letzten Nerv zu rauben schien. Missmutig beäugte er den kleinen Hund und brummelte etwas Unverständliches vor sich hin.

    Im nächsten Moment blinkte das grüne Lämpchen auf und ich nahm die Kanne von der Maschine. Mit einer geübten Handbewegung füllte ich die braune Brühe in einen Kaffee Becher to-Go und legte ein Päckchen Zucker dazu. „Schönen Tag noch“, lächelte ich freundlich und reichte dem alten Herren sein Getränk. „Auf Wiedersehen, gnädiges Fräulein“, schmunzelte dieser scharmant und grüßte zum Abschied mit seinem beigen Hut.

    Oh, hey ich hab‘ mich ha noch gar nicht vorgestellt. Mein Name ist Emilia. Ich bin 19 Jahre alt und das hier ist ein völlig normaler Montagmorgen in meinem Leben. Eigentlich bin ich bereits ausgebildete Dolmetscherin, das heißt ich übersetze Sprachen, für Leute, die diese nicht verstehen, doch in meiner Freizeit jobbe ich nebenbei im Hunde-Café „To the bone“. Ich weiß ein makabrer Name, aber irgendwie passt er zu diesem Ambiente. Warum ich das mache, wenn ich bereits einen Beruf habe? Ach, das liegt daran, dass ich mit 19 Jahren eine der jüngsten Dolmetscherinnen momentan bin. Ich habe einige Semester im Studium übersprungen, weil ich bereits seit ich klein bin 7 Sprachen spreche.

    Glaubt ihr nicht? Ich erkläre euch wieso. Also, meine Mutter ist Österreicherin und mein Vater ist Italiener. (daher habe ich vermutlich auch mein südländisches Temperament) Aufgezogen wurde ich aber dreisprachig, da meine Mutter fand, ich sollte auch Englisch schon von klein auf lernen. Also, da wären wir schon bei drei Sprachen. Die vierte, das war Spanisch, die lernte ich in der Schule. Ich tat mir leicht, da ich bereits Italienisch konnte und merkte schnell, dass ich außerdem ein Talent für neue Sprachen hatte. Es dauerte nicht lange, da wollte ich unbedingt auch Französisch und Russisch sprechen können, weil diese ebenfalls zu den Weltsprachen zählen. So da war ich ca. 14 Jahre alt und konnte bereits 6 Sprachen fließend sprechen.

    Meine Lehrer wurden damals nicht schlau aus mir und konnten sich nicht erklären, wie ich innerhalb von wenigen Wochen bereits alle Grundlagen dieser Sprachen beherrschte. Mit 18 dann, wollte ich mir meinen größten Traum erfüllen und endlich Koreanisch lernen. Meine Familie hatte schon immer einen kleinen Fabel für die Asiatische Kultur, da auch meine Urgroßmutter aus Korea kam. Wie ihr seht, stamme ich also aus einer bunt gemischten Familie. Tja, und damit wären wir schon bei 7 Sprachen. Das sind sechs mehr, um sich mit Menschen aus anderen Ländern zu unterhalten. Ist doch toll, oder? Ich finde, wenn man erst die erste Barriere, die der Sprache überwunden hat, steht einem im Leben alles offen😊
    Aber jetzt mal weiter im Text. Heute ist also Montag. Montag der 1. Dezember.

    Ja, ich weiß in 23. Tagen ist schon Weihnachten. Gehört ihr auch zu diesen Menschen, die immer die Tage zählen, bis es endlich soweit ist? Also, ich schon.

    Hier in Österreich ist es zwar schon warm, aber geschneit hat es leider bisher noch nicht. Ganz in Gegenteil zu Korea, wo meine Eltern mittlerweile über ein Jahr leben. Damit haben sie sich ihren großen Traum erfüllt. Sie haben Urgroßmutters altes Haus geerbt und sich dort gut eingerichtet. In den Winterferien, wenn ich alles erledigt habe, möchte ich sie dort besuchen…..

    „Entschuldigung?“ Ich riss aus meinen Gedanken hoch. „Mein Kaffee!“ „Oh, es tut mir unfassbar leid!“, stotterte ich und reichte der blonden Dame ihren Chai Latte. Sie sah mich nur mit einem spöttischen Blick an und zog einen kläffenden Chihuahua hinter sich aus dem Café. Die anderen Hunde blickten ihm genervt nach und sahen mich aus großen Augen an. Ich grinste. Es gab nun mal nicht nur angenehme Gäste.

    Schnell wischte ich die etwas feuchte Theke vor mir mit einem Tuch ab und widmete mich dann meinem nächsten Gast. Überrascht stellte ich fest, dass der Bauarbeiter gegangen war, denn nun stand ein gutaussehender junger Mann vor mir. Er hatte graue Haare und große mandelförmige braune Augen. Es schien so als käme er Japan, oder war es doch Korea? Ich war mich nicht 100% sicher, also wartete ich einfach seine Bestellung ab.

    „Äh….ein Haselnuss Kaffee, bitte“, brachte er in brüchigem English hervor. Ich lächelte ihn freundlich an und setzte auf Korea. „Mit oder ohne Zucker?“, fragte ich in schönstem Koreanisch. Er sah mich verblüfft an und wusste gar nicht wie er auf meine Frage reagieren sollte. Schließlich stotterte er. „Ähhm…äh…mit Zucker, bitte!“ „Gute, Wahl“, meinte ich. Kommt sofort.“ Ich machte mich freudig daran meinen eigenen Lieblingskaffee zu mixen. Diese Sorte konnte abhängig machen, also verstand ich den Jungen voll und ganz bei seiner Wahl.
    Während ich den Kaffee zubereitete, merkte ich, wie er mich interessiert von der Seite beobachtete. Ich lachte in mich hinein. Es machte mir Spaß Leute mit meinen Sprachkenntnissen zu überraschen. Allein die verdutzten Gesichter, wenn sie überrascht waren, dass man ihre Sprache beherrschte waren es sowas von wert.

    Ich reichte ihm den dampfenden Becher und er bezahlte. „Schönen Tag noch“, verabschiedete ich mich von ihm. „Danke“, meinte dieser nun auf Deutsch und lachte zurück. Er hatte ein schönes Lächeln. Es war wie ein sonniger Frühlingstag, wie das eines glücklichen Kindes. Zufrieden sah ich ihm nach, wie er mit dick eingepackt in Wintermantel und Schal den Laden verließ. Auf dem Weg nach draußen streichelte er „Beany“ und „Bounty“, die beiden Dackelwelpen, und ließ dann dir Tür hinter sich ins Schloss fallen….

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    ((bold))-währenddessen in Korea- ((ebold)) ((unli))Sofies Sicht: ((eunli)) „We wish you a merry Christmas, we wish you a merry Christmas, we wish y

    -währenddessen in Korea-

    Sofies Sicht:

    „We wish you a merry Christmas, we wish you a merry Christmas, we wish you a merry Christmas and a happy new year……”. Weihnachtsmusik dudelte aus dem Radio und Jin klapperte mit den Töpfen in der Küche. Ich saß auf der Couch hatte meine Füße auf den Wohnzimmertisch gelegt, mir eine Tasse Tee gemacht und war damit beschäftigt einen meiner Lieblingskrimis zu lesen.

    „Mord im Orientexpress“, entzifferte Suga den Schriftzug am Buchcover, als er sich über mich beugte. Er grinste breit und setzte zu einem vernichtenden Schlag an: „Sowas altes liest du?“ „Hinterfrage ich deinen Musikgeschmack?“, warf ich ihm als Gegenfrage an den Kopf. Er schnaufte verächtlich und machte sich auf in die Küche. Aus dem Augenwinkel sah ich, wie er Jin zwei rohe Zimtsterne vom Blech stibitze und blitzschnell in seiner Hosentasche verwinden ließ. Ich schmunzelte und widmete mich wieder meinem Buch.

    Ich denke ihr wisst es schon, aber seit Ende November hat sich unsere kleine Familie um ein Mitglied erweitert. Xenia, die mittlerweile nicht nur Sugas feste Freundin war, sondern auch unsere Songs abmixt, war uns richtig ans Herz gewachsen. Gerade war sie mit RM im Tonstudio und nahm mit ihm seinen neuen Song auf. Ach, bei Gedanken an sein neues Lied, wurde mir wieder warm ums Herz. Er hatte es mir gewidmet und „Finding Love“ getauft, war das nicht romantisch?... Aber jetzt genug von mir, ich muss euch etwas über V erzählen. Eigentlich ja über uns alle, aber V ist schon dort.

    Also, weil die Jungs in diesem Jahr so hart gearbeitet haben, hat uns mein Vater angeboten, doch ein wenig Urlaub zu machen. Am besten weit weg, damit wir uns mal so richtig entspannen können. Und ich glaube ihr könnt euch vorstellen, wie meine Jungs reagiert haben. Das war nicht mehr normal… Wie Suga immer sagt:“ Die Energie, die die fürs Blöd sein brauchen, steck ich lieber in etwas Produktives!“ Sie sind wie Flummis durch das ganze Haus gehüpft und ich wundere mich bis heute, dass wir keine Anzeige der Nachbarn, wegen Lärmbelästigung erhalten haben.

    Aber jetzt zum Interessanten. Das Reiseziel, über das wir einstimmig abgestimmt haben, war Österreich, also genau genommen Wien. Ich wollte da unbedingt hin, weil….naja, es ist mein zuhause. Xenia hatte, da ihre Muttersprache Deutsch ist, auch nichts dagegen und die Jungs wollten da sowieso schon immer mal hin. Nur blöd, dass mir die Uni wieder mal einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Genau Mitte Dezember habe ich noch zwei wichtige Prüfungen, die ich auf keinen Fall ausfallen lassen kann. Das heißt, ich kann zwar mitkommen, fliege aber erst später nach Österreich, als der Rest. Auch Xenia wird erst später anreisen, da sie noch etwas Zeit mit ihrer Mutter verbringen möchte. Das konnten wir alle gut verstehen, also legten wir fest, dass sowohl Suga und Xenia, als auch RM und ich erst am 17. Dezember dort sein werden.

    V gefiel das gar nicht. Er war richtig enttäuscht, da er sich es schon lange wünschte mit mir gemeinsam die Museen in Wien zu besuchen. Doch ich versprach ihm gleich am ersten Tag mit ihm in die Albertina zu gehen (bekanntestes Museum in Wien). Das beruhigte ihn. Trotzdem wollte er so schnell wie möglich nach Wien und so war er der erste, der übriggebliebenen fünf Jungs, der abflog. Er meinte, er würde sich schon mal nach den besten Plätzen der Stadt umsehen. Jin, Jimin, Jungkook und J-Hope fliegen dafür erst übermorgen weg. Und ich muss ehrlich sagen, er war zwar erst seit gestern Abend fort, doch ich vermisste meinen besten Freund bereits….

    Ich schlug seufzend das Buch zu und starrte den knisternden Kamin an. Langsam stieg mir der Geruch von den gebackenen Zimtsternen in die Nase und…..was war das……war das etwa…?“ Ich sprang auf und flitzte in Windeseile in de Küche. Hustend vor Rauch stellte ich den Ofen ab und öffnete das Backrohr. „JIIIIINNNN!“, rief ich panisch und wedelte mit einem Topflappen den Qualm zu Seite. Ich öffnete ein Fenster und atmete die frische Luft ein.

    Im nächsten Moment sprintete auch schon ein überraschter Jin um die Ecke und sah mich entgeistert an. „Aber ich hab doch den Wecker gestellt! Hat er nicht geläutet?“ Hustend sah ich zur Eieruhr, die auf der Kommode stand. Sie war stecken geblieben. „Nein“, meinte ich und zeigte auf das unnütze Ding. „Morgen kaufen wir eine neue. Sonst fackelt bald unsere Wohnung ab!“

    „Tut mir leid“, seufzte er. Ich legte ihm tröstend eine Hand auf die Schulter. „War doch nicht deine Absicht!“ Leidend warf er einen Blick auf seine dunkelbraunen Kekse, die nun keinen besonders genießbaren Eindruck mehr machten. „Komm, wir machen neue!“, versuchte ich ihn aufzumuntern. Ich nahm das Blech aus dem Ofen und schaufelte alle angebrannten Zimtsterne in eine Schüssel.

    Keine Sekunde später steckte Suga seinen Kopf um die Ecke und warf einen finsteren Blick in die Küche. „Hier stinkts“, meinte er nur knapp. Dann entdeckte er die Schüssel mit den Keksen. „Wenn die keiner mehr isst, nehm‘ ich sie!“ Und bevor wir etwas dagegen einwenden konnten, hatte er auch schon nach der Schüssel gegrabscht und sich schmatzend aus dem Staub gemacht…

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    ((bold))-zurück im Cafe „To the bone” in Wien- ((ebold)) ((unli))Emilias Sicht: ((eunli)) Es war bereits Mittag. „Zeit für meine Pause!“, da

    -zurück im Cafe „To the bone” in Wien-

    Emilias Sicht:

    Es war bereits Mittag. „Zeit für meine Pause!“, dachte ich und drückte den zwei Mädchen vor mir jeweils einen heißen Kakao in die Hand. „Schönen Tag noch!“, verabschiedeten sie sich, dann befreite ich mich von der braun-gemusterten Schürze und öffnete meinen hohen Zopf, sodass mir meine langen kastanienbraunen Haare über die Schultern fielen.
    „Luisa?“ „Ja?“ Meine Kollegin drehte sich zu mir um und ich reichte ihr den Kassenschlüssel. „Ich mache Schluss für heute“, erklärte ich und schlüpfte in meinen roten Mantel.

    Ich kenne Luisa schon seit der Grundschule. Wir sind praktisch gemeinsam aufgewachsen, doch irgendwie sind wir nie wirkliche Freundinnen geworden, sie war eben eine Bekannte und Kollegin. In der Oberstufe waren wir auch einmal gröber aneinander geraten. Wir stellten beide fest, dass unsere Einstellungen einfach zu verschieden waren, also beließen wir es dabei uns gegenseitig zu akzeptieren und uns einfach aus dem Weg zu gehen. Natürlich könnte ich mir eine bessere Kollegin vorstellen, die mit mir in diesem Cafe arbeitet, jedoch hat es auch den Vorteil, dass ich mich so besser auf die Arbeit konzentrieren kann und nicht dauernd plaudern muss.

    „Gehst du einkaufen?“, fragte sie mich lehnte sich an die frisch geputzte Theke. „Nein, ich geh nach Hause“, log ich und band mit meinen kuscheligen Lieblingsschal um.

    Luisa hatte die Angewohnheit mich immer darum zu bitten für sie etwas einzukaufen. So auf die Art „Wenn ich schon mal unterwegs war, brauchte sie dann nicht mehr zu gehen!“ Grundsätzlich hatte ich ja nichts dagegen. Ich helfe gerne. Doch was mich daran stört, ist dass sie mir das Geld, dass ich für sie ausgegeben habe, bis heute noch nicht zurückgegeben hat.
    „Schade“, meinte sie nur knapp. „Bis morgen“, verabschiedete ich mich. Kurz streichelte ich noch die Dackelwelpen Bounty und Beany (sie sind meine Lieblinge), dann verließ ich mit schnellen Schritten das Cafe.

    Draußen fuhr mir ein eiskalter Wind durch die Haare und ich zog mir fröstelnd den Schal tiefer ins Gesicht. Ich sah mich um und rieb dabei meine Hände aneinander, um sie zu wärmen. Die Einkaufsstraße war wie immer voller Menschen und überall hörte man Musik aus den kleinen Läden dudeln. Gegenüber war wie jedes Jahr zu Weihnachten ein kleiner Maroni-Stand aufgebaut worden. Der alte Johann, saß wie immer auf seinen kleinen Hocker und trank eine Tasse Tee, aus seiner großen Thermoskanne.

    Lächelnd ging ich auf ihn zu. „Servus Maroni!“, grüßte er mich freundlich und lächelte mich an. „Servus Johann“, grinste ich. Er strich sich wie immer, wenn er lachte über seinen langen weißen Bart und schnäuzte sich dann in sein blau-weiß-gestreiftes Stofftaschentuch. Vor Jahren hatte er einmal festgestellt, dass sowohl meine Haare, als auch meine Augen die Farbe seiner Maroni hatten, also gab er mir kurzerhand diesen Spitznamen.

    Ich war seit meinem 12. Lebensjahr Stammkundin bei ihm. (Seine Maroni sind einfach die besten) Ich mochte ihn. Er war wie eine Art Großvater für mich. Immer wenn ich vorbeiging unterhielten wir uns über die letzten Tage und er erkundigte sich bei mir, wie es mir denn so geht.

    „Hast du noch eine Portion Maroni für mich übrig“, fragte ich und reichte ihm eine zwei Euro Münze Er nahm sie dankend an und verstaute sie in seiner kleinen Kassa, die ich ihm vor drei Jahren zu Weihnachten geschenkt hatte. „Natürlich meine Kleine.“ Er füllte großzügig die dampfenden Maroni in ein kleines Säckchen und reichte es mir. Ich bedankte mich und sah auf die Uhr. „Oh, es wird Zeit!“ „Musst du nachhause?“, brummte er und steckte seine Hände in die wärmenden Jackentaschen. „Nö, ich habe um 13:30 einen Termin bei so nem Typen aus Korea. Der möchte, dass ich für ihn in dem nächsten Monat alles dolmetsche!“

    „Na, dann beeil dich Marnoni. Du hast noch 10 min!“ Ich schnaufte auf. „Mist, ich bin dann mal weg. Danke! Schönen Tag noch!“ Und schon flitzte ich los….

    Durch die Leute zu kommen, war gar nicht so einfach. Ich hatte das Gefühl, als würde ich als einzige gegen den Strom laufen. Du was Dummes. Können die nicht ausweichen?
    Gestresst hastete ich über die Mariahilferstraße Richtung Stephansplatz. Mein Ziel: Das Cafe „Meindl“ am Grabe. Sau teuer, gut fürs Geschäft. Auf der Uni lernten wir, wie wichtig es war einen guten Eindruck zu hinterlassen. Und gerade die Kunden aus den asiatischen Länden legten viel Wert auf Qualität. Also traf ich meine Kunden immer dort. Mittlerweile kannte ich den Geschäftsführer und ich bekam sogar etwas Rabatt, wenn ich dort war. Praktisch nicht?

    Fünf Minuten zu spät erreichte ich schnaufend mein Zeil. „Verdammt ich hoffe, der ist auch zu spät“, dachte ich schnaufend und betrat den Laden.

    Warme Luft strömte mir entgegen und wärmte meine roten, eiskalten Wangen. Ich überflog die Gäste und suchte nach einem potentiellen Kunden. Blonde Haare, weiße Haare, alte Dame, Familie, kleines Kind….Ich überflog die Köpfe fand aber keinen Mann der meiner Vorstellung entsprach. Wie war die Beschreibung noch? Etwa 22 Jahre alt, 1,80. groß, Koreaner.
    Plötzlich legte jemand seine Hand auf meine Schulter. Ich erschrak und riss herum.

    „Emilia!“ „Puh, hast du mich erschreckt, Andreas!“ Erleichtert sah in das Gesicht des Geschäftsführers und atmete erleichtert aus. „Er sitzt da hinten!“, meinte er und nickte zu einem jungen Mann mit…..grauen Haaren? Er grinste breit. „Scheint interessant zu sein, dein neuer Kunde! Und gutaussehend ist er auch noch!“ Ich verdrehte die Augen und lachte. „Hey!“ Ich schubste ihn sanft zu Seite. „Das sag ich deinem Freund!“ „Wehe“, meinte dieser. „Der bringt mich um!“ „Na, dann ist es ja nur noch eine Frage der Zeit“, scherzte ich und ging auf den jungen Mann zu.

    „Guten Tag, mein Name ist Emilia Klee wir haben telefoniert!“, grüßte ich in bestem Koreanisch. Er stand langsam auf und drehte sich zu mir um. Überrascht sahen wir einander an, dann setzte er abermals sein wunderschönes Lächeln auf, welches mir nur zu gut in Erinnerung geblieben war. Er streckte mich die rechte Hand entgegen und stellte sich vor: „Hallo, mein Name ist Kim Taehyung aber alle nennen mich nur V!“

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    Ich ergriff und schüttelte sie. „Freut mich Sie kennenzulernen!“ Er lachte. „Bitte sag „du“, sonst fühl ich mich alt!“ Grinsend nickte i

    Ich ergriff und schüttelte sie. „Freut mich Sie kennenzulernen!“ Er lachte. „Bitte sag „du“, sonst fühl ich mich alt!“ Grinsend nickte ich. Wir setzten uns und ein kleiner dicker Kellner kam und legte uns die Speisekarten vor die Nase. „Wissen Sie schon, was sie möchten, oder soll ich in ein paar Minuten noch einmal kommen?“ V sah mich fragend an? „Er fragt, ob du schon weißt, was du trinken und essen möchtest“, übersetzte ich in Koreanisch. „Achso“, er lachte peinlich berührt und gab seine Bestellung in brüchigem Englisch auf. „I want coffee….and….cake, please!“ Der Kellner nickte und notierte die Bestellung. „Eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen.“ „Bringen sie ihm ein Stück Sachertorte, bitte!“, meinte ich und klappte die Speisekarte zu. „Und für mich bitte ein Stück Apfelkuchen und einen Kakao!“ Er beendete seine Aufschriften. „Kommt sofort!“

    Als der Kellner weg war wendete sich V an mich. „Warum kannst du so gut Koreanisch?“ Ich kicherte. „Ich bin Dolmetscherin!“ „Ja, aber warum hast du dich entschieden Koreanisch zu lernen?“ „Naja, es war schon immer mein Traum Koreanisch zu lernen. Meine Eltern wohnen in Seoul und meine Urgroßmutter stammt auch von dort.“ Er lächelte. „Das macht allerdings Sinn!“

    Der Kellner kam und brachte uns unsere Bestellung. Er stellte und die dampfenden Tassen auf den Tisch und platzierte daneben die Teller mit dem Kuchen. „Danke“, sagten V und ich gleichzeitig. Ich räusperte mich. „Also, als ich letzte Woche angerufen wurde, war aber jemand anderes am Telefon. Das warst nicht du, oder?“ „Nein“, erklärte er und nippte an seinem Kaffee. „Das war unser Produzent!“ „Unser? Bist du mit deiner Familie hier?“ Er lachte. „Ja, so zu sagen. Ich bin in einer Koreanischen K-Pop Band?“ Ich runzelte die Stirn. „Und wie viele Mitglieder hat deine Band?“ „Sieben, aber die sind noch in Korea. Ein paar davon kommen morgen hier an und zwei bleiben bis Mitte Dezember dort, weil sie noch etwas zu erledigen haben.“

    „Das heißt, ich bekomme mehr Arbeit in den nächsten Tagen!“ Er grinste breit. „Oh, ja das hast du bestimmt?“ Gierig widmete sich seinem Kuchen. „Das hier ist der Wahnsinn!“ Ich lachte und klopfte mir innerlich selbst auf die Schulter. „Er war also Typ „Hauptsache Schokolade“. „Achja“, V sah auf und sah mich bittend an. „Wäre es möglich, dass du uns jeden Tag um 9 Uhr vorm Hotel Sacher abholst?“ „Klar geht das!“

    „Mensch, die mussten nicht schlecht verdienen. Ein Monat Hotel Sacher muss mal sich mal leisten können!", dachte ich und zog anerkennend die rechte Augenbraue hoch. Ich musterte ihn. Er hatte wirklich lange Wimpern für einen Jungen. Er war wirklich gutaussehend.

    Wir sprachen noch einige Zeit über dies und das und ich erfuhr, dass er sich sehr für Kunst und Museen interessierte. „Wenn du Lust hast können wir morgen Früh einen Abstecher in die Albertina machen! Ich habe eine Jahreskarte dafür.“ Ich merkte wie seine Augen aufleuchteten. „Das wäre der Wahnsinn!“ „OK!“ Ich sah auf die Uhr. „Du sagtest sie kommen morgen um 16:00 Uhr an?“ „Ja!“ „Dann treffen wir uns morgen um 9:00 Uhr vorm Hotel, dann gehen wir ins Museum und um 16:00 holen wir die anderen vom Flughafen ab?“

    Er lächelte zufrieden. „Das klingt nach einem tollen Plan! So machen wir das!“ Ich warf noch einmals einen Blick auf die Uhr. „Gut, ich muss los. Wir sehen uns morgen. War schön dich kennenzulernen!“ Er grinste. „Gleichfalls!“ Ich verabschiedete mich. Dann ging ich zum Ausgang.

    Auf dem Weg nach draußen bezahlte ich bei Andreas und legte etwas Trinkgeld oben drauf. „Und wie wars?“ Ich sah ihn schelmisch an. „Das würdest du gern wissen was?“ Lachend hielt er mir die Tür auf. „Bis zum Nächsten Mal!“ „Tschüss!“
    Erneut wehte mir der kalte Wind ins Gesicht. Bibbernd lief ich los. Vorbei an den kleinen beleuchteten Geschäften und durch einen Weihnachtsmarkt hindurch. Ich roch die frisch gebrannten Mandeln und den Glühwein und spürte die Weihnachtliche Stimmung in mir. Schließlich erreichte ich summend die U-Bahn setzte mich in den ersten Wagon.

    -20 min später-

    Ich eilte die schmalen Mamorstiegen nach oben in den dritten Stock. Meine Schritte hallten im Stiegenhaus und ich hörte Stimmen aus den einzelnen Wohnungen. Endlich erreichte ich meine Wohnung. Ich striff meine Schuhe ab, dann trat ich ein. Der vertraute Geruch von Gewürzen und Waschmittel stieg mir in die Nase und ich warf meinen roten Mantel über die Garderobe.

    „Bin zuhause“, rief ich und schlüpfte in meine kuscheligen Hasenpantoffeln. „Kai?“ Ich sah zuerst in die Küche und dann ins Wohnzimmer. Schließlich entdeckte ich ihn im Schlafzimmer auf dem Bett. Er war am Handy und hatte seine Füße unter die warme Decke gesteckt. „Hey, Baby schon zuhause?“ ich verzog das Gesicht zu einer Grimasse. „Ich hab dir doch schon hundert Mal gesagt, du sollst mich nicht so nennen!“ Ich legte mich zu ihm ins Bett, doch er sah nicht von seinem Handy auf. „Aja, Baby ich treffe mich nachher mit meinen Jungs im Club, also warte nicht auf mich heute Abend.“

    Ich seufzte und verdreht die Augen. „Ich dachte, wir wollten uns heute einen schönen Abend machen?“ „Aber das haben wir doch“, verteidigte er sich. „Ich gehe fort und du kannst dich hier entspannen. Ich wollte meinen Kopf gerade auf seine Schulter legen, als er aufstand. „Ich geh duschen!“ Und schon war er wieder weg….

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    ((bold))((big))2. Dezember((ebig)) ((ebold)) ((bold))-BTS – Apartment- ((ebold)) ((unli))Sofies Sicht: ((eunli)) „Habt ihr alles?“ Ich zählte i

    2. Dezember

    -BTS – Apartment-

    Sofies Sicht:

    „Habt ihr alles?“ Ich zählte in Gedanken noch einmals alles auf. „Rucksack, Koffer, Handy, Geldbörse, Pass, Ausweis,…!“ „Mach dir nicht so viele Sorgen“, tadelte mich Jin und kniff mir in die Wange. „ Ich pass schon auf die kleinen auf!“

    Jungkook stand neben ihm und funkelte ihn an. „Wen nennst du hier klein?“ Ich grinste und bemerkte Suga und Xenia, die aneinandergekuschelt im Türrahmen standen. „Fahrt ihr schon?“, erkundigte sich Suga. „Ja in einer Stunde geht unser Flug!“, erzählte Jimin und zog sich seine Jacke an. „Na, ob das eine gute Idee war?“, murmelte Suga und konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. „Was?“, fragte J-Hope und schulterte seinen ledernen Rucksack. „Euch vier Deppen alleine nach Europa fliegen zu lassen. Es wäre vermutlich sicherer gewesen euch als Gepäckstücke abzugeben, da kommt ihr wenigstens sicher im richtigen Land an.“ Jimin schoss einen Schuh nach Suga und alle lachten.

    „Also, auf jetzt!“, drängte ich Jimin, Jin, Jungkook und J-Hope. „Der Flieder wartet nicht!“ Alle verabschiedeten sich von einander und ich drückte meine Jungs zum Abschied. „Macht euch eine schöne Zeit, wir kommen blad nach. Und richtet V schöne Grüße aus!“ „Wird gemacht Sir“, riefen alle vier im Kommando und verließen die Wohnung.

    Kaum hatten sie die Tür hinter sich zugemacht seufzte Suga erleichtert. „Endlich Ruhe!“ RM legte von hinten seine Arme um mich. „Es ist erst 9:00 Uhr, wollten wir uns noch einmal hinlegen?“ Ich grinste breit. „Da fragst du noch?“ Auch Suga und Xenia sahen sich vielsagend an. „Die zwei haben brillante Ideen, oder?“ „Ja, aber sowas von!“, stellte Suga fest. Und so schnappte auch Xenia Sugas Hand und sie machten sich auf in ihr Zimmer, um sich noch einige Stunden aufs Ohr zu hauen.

    -währenddessen vorm Hotel Sacher in Wien-

    Emilias Sicht:

    Ich sah gespannt auf meine Uhr. „Exakt 9:00! Er musste jeden Moment da sein.“ Ich wartete jetzt schon etwa 10 min. Ich war extra früher losgegangen, denn ich wollte nicht schon wieder zu spät kommen. Einmal war schon peinlich genug gewesen…..
    Ich beobachtete die Leute, die aus dem Hotel Eingang hinausströmten. Unter ihnen waren alte Damen mit dicken Pelzmänteln, für die bestimmt an die 100 Hermeline ihr leben lassen mussten, elegant gekleidete Herren mit Anzug und Fliege und zwischendurch auch einzelne Familien, die eindeutig zu viel Geld hatten.

    Das Hotel Sacher war das berühmteste Hotel Wiens und schön langsam fragte ich mich, was für eine K-Pop Band das sein musste, dass sie sich dieses Ambiente hier leisten konnte. Ich kenne mich in diesem Genre so gut wie gar nicht aus. Ich höre zwar gerne Musik und kann auch ganz gut singen, zumindest meiner Meinung nach, bin aber eher in der westlichen Musik zuhause. Klar habe ich schon ab und an ein paar Songs gehört, als ich meine Eltern in Korea besucht habe, jedoch eben nur so nebenbei und nicht bewusst.

    Endlich entdeckte ich einen grauen Haarschopf, der mit hastigen Schritten durch die Drehtür eilte. Ich grinste. Er viel eindeutig auf. Mit seiner lässigen Jeans, seinem ockerfarbenen Mantel und den schwarz-weiß gestreiften T-shirt stach er eindeutig aus der Menge.

    „Guten Morgen“, grüßte er und blieb mit einigem Abstand vor mir stehen. „Bereit in die Welt der Kunst einzutauchen?“, fragte ich mit einer übertrieben mysteriösen Stimme. Er lächelte. „Ich bin bereit geboren worden!“ „OK, dann gehen wir mal los. Von hier aus sind es ca. 20 min bis zur Albertina!“ Er machte eine einladende Handbewegung. „Ich folge dir!“

    Also marschierten wir los. Einige Minuten schwiegen wir. Ich wusste nicht recht was ich ihn fragen sollte. Doch dann eröffnete er das Gespräch. „Sag mal, kennst du unsere Band eigentlich?“ Ich warf ihm einen beschämten Blick zu. „Wie heißt denn eure Band?“ „BTS“, meinte er und streckte seine Hände in die Manteltaschen. „Nein, tut mir leid. Noch nie gehört!“ Es war mir peinlich, aber in Punkto Pop Kultur in Korea, hatte ich eindeutig noch viel nachzuholen.

    Er lachte und sah mich von der Seite an. „Das muss dir wirklich nicht peinlich sein! Was man nicht kennt, kann man ja kennenlernen!“ Mit einem Mal zog er sein Handy aus der Hosentasche. „Du zeigst mir das Museum. Ich zeige dir unsere Musik!“ Er reichte mir einen seiner beiden Kopfhörer. Ich sah ihnen verwundert an. Er grinste. „Keine Angst, unsere Musik ist nicht so schlecht!“ Gespannt steckte ich mir den linken Kopfhörer und ins Ohr. „Was möchtest du hören? Was Trauriges, was Melodisches, oder was mit viel Power?“ Ich überlegte. Im Prinzip konnte es mir egal sein, ich kannte die Lieder nicht. Also wählte ich instinktiv.

    „Spiel mir etwas Melodisches vor!“ Er nickte und tippte auf seinem Handy herum. Schließlich ertönten die ersten Takte des Liedes. „Das hier heißt DNA. Es ist Sofies Lieblingslied.“ „Wer ist Sofie?“, erkundigte ich mich und hörte währenddessen gespannt zu. Es war wirklich gut. Die Melodie hatte man schon nach einigen Sekunden im Ohr und vor allem der tiefe Part gefiel mir gut. „Sie ist meine beste Freundin!“ Ist sie auch deine Freundin?“, fragte ich mich und hätte mich im nächsten Moment ohrfeigen können. „Emlila!“, ermahnte ich mich selbst in Gedanken. „Das ist eine viel zu intime Frage.“ Er lachte. „Nein, sie ist mit RM zusammen.“ „Und wer ist das schon wieder?“ „Das ist unser Leader!“, erklärte er. Ich nickte.

    „Also ich finde das Lied wirklich gut!“, meinte ich und summte leise zur Melodie. Er lächelte zufrieden. „Wer singt den tiefen Teil am Anfang? Das war die schönste Stelle!“ Nun sah er etwas schüchtern zu Boden. „Das bin ich.“ „Wow“, dachte ich nur. Und nun erreichten wir die Albertina.

    „Wir sind da“, meinte ich und zeigte auf das große alte Gebäude. „Rein ins Warme, würde ich sagen. Mir frieren schon die Zehen ab!“ „Gute Idee“, hustete er. Gemeinsam liefen wir die Stiegen nach oben und betraten der Museum.

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    Als wir die große Eingangshalle betraten, sah sich V beeindruckt um. „Wow….das ist…!“ „…der Wahnsinn?“, vollendete ich seinen Satz und

    Als wir die große Eingangshalle betraten, sah sich V beeindruckt um. „Wow….das ist…!“ „…der Wahnsinn?“, vollendete ich seinen Satz und grinste breit. Er nickte sprachlos. Der weiße Mamorboden glänzte und an den Seiten führten große Steinsäulen zur Decke. Die alten Gemälde waren von kostbaren Goldrahmen umgeben und die Skulpturen saßen auf antiken Steinsockeln.

    Langsam spazierten wir den Gang entlang und ich reichte im Vorbeigehen einem der Kontrolleure meine Jahreskarte. Er lächelte uns freundlich zu und ließ uns durch das rote Absperrband. „Wo möchtest du zuerst hin“, fragte ich ihn höflich und steckte meine Jahreskarte zurück in die Geldbörse. „Ist mir egal“, murmelte er und musterte die filigrane Deckenmalerei. Ich musste lächeln. Er war wie ein Kind im Spielzeuggeschäft….
    „OK“, meinte ich schließlich. „Dann beginnen wir mal bei den Impressionisten und Expressionisten. „Du kennst dich damit aus?“; fragte er verwundert. „Ja, ich habe hier früher in den Ferien gearbeitet. Ich interessiere mich schon seit ich klein bin für Kunst. Ich bin aber nicht gerade die beste Zeichnerin, sonst hätte ich vermutlich Kunst studiert!“ Er riss die Augen auf. „Was für ein Zufall! Sofie studiert Kunst!“ „Ah, die schon wieder“, dachte ich. „Wir schienen ganz schön viel gemeinsam zu haben. War das gut? Ich wusste es nicht genau. Also lächelte ich einfach und meinte:“ Ach wirklich?“

    Vs Sicht:

    Wir betraten den ersten Ausstellungsraum. Die Bilder waren, klein, groß, mit goldenem, mit silbernem, oder auch mit hölzernem Rahmen. Ich war überwältigt von der Vielfalt und der Geschichte, die sich in diesem Raum befand. Das hier war es, wofür ich mich wirklich interessierte.

    Emilia stand neben mir und ich musterte sie von oben bis unten. Sie war ein hübsches Mädchen. Etwas kleiner als ich. Vielleicht 1,67. Sie hatte große braune Augen, die mich an die eines Rehs erinnerten. Oder warte, nein sie sahen aus wie Kastanien, oder Maroni. Ja, das traf es. Ich legte den Kopf schief. Sie war mir recht sympathisch. Ich glaube, wenn Jimin herkommt, werde ich die beiden mit einander verkuppeln. Ich kicherte in mich hinein.
    „Was ist?“, fragte sie und sah mich interessiert an. „Nichts“, meinte ich nur knapp und versuchte sie abzulenken indem ich sie nach dem Maler des Bildes links von uns fragte.

    In den nächsten Stunden wanderten wir durch die Ausstellung. Emilia erzählte mir viel über die berühmtesten Bilder, die hier ausgestellt waren und ich merkte, dass sie dabei selbst völlig in ihrem Element war. Es machte Spaß mich mit ihr zu unterhalten. Langsam hatte ich das Gefühl, wir könnten Freunde werden.

    "So und das hier ist die Sternennacht von Van Gogh!“ Sie wies auf ein wunderschönes Bild in Blau- und Gelbtönen, das mir nur allzu bekannt war. „Das kenne ich“, grinste ich. „Und woher“, erkundigte sie sich. „Van Gogh ist mein Lieblingsmaler und das hier“, ich wies auf das alte Gemälde. „Das ist mein Lieblingsbild.“ Als ich das sagte, sah sie mich sorgenvoll an. „Schön langsam wird’s gruselig V!“ „Wieso?“, ich legte meine Stirn in Falten. „Das ist auch mein Lieblingsbild!“, erklärte sie.
    Wir sahen uns an, dann begannen wir fürchterlich zu lachen. „OK“, sie sah auf die Uhr. „Es ist 15:30! Ich denke, wir sollten schön langsam zum Flughafen und deine Freunde abholen!“ Nickend beruhigte ich mich wieder und schob sie grinsend in Richtung Ausgang. „Ich bin schon gespannt was du zu ihnen sagst!“ Sie hopste energiegeladen zur Seite:“ Na vermutlich „Hallo“!“ Ich verdrehte die Augen und sie boxte mir verspielt in die Seite.

    Als wir nach draußen kamen blieben wir stehen und sahen wie sie überall Wasserlacken gebildet hatten. Es hatte geschüttet in der Zeit, als wir im Museum waren. „Sind deine Schuhe wasserdicht“, fragte sie und sah besorgt auf die Straße, die sich mittlerweile in einen kleinen Fluss entwickelt hatte. „Nö!“, gab ich zurück. „Deine?“ Sie schüttelte den Kopf. „Dann gehen wir jetzt entweder schwimmen, oder wir springen über die Lacken!“
    „Zum schwimmen ist es mir zu kalt!“, grinste ich. Wir sahen uns an und im nächstem Moment hüpften wir wie kleine Kinder zwischen den nassen Flächen hin und her. Es war gar nicht so einfach, denn durch die kalten Temperaturen waren bestimmte Stellen bereits gefroren, und man musste sich bemühen nicht auf ihnen auszurutschen.

    Ich hatte meinen Spaß. Wer mich gut kennt weiß, dass ich für jeden Blödsinn zu haben war. Und das hier war alles andere als schlau.

    Plötzlich hörte ich wie Emilia hinter mir aufschrie:“ Mist!“ Ich riss herum und sah, dass sie ausgerutscht war und nun direkt auf eine große Matschlacke zusteuerte. Schnell machte ich einen großen Schritt auf sie zu und schnappte ihren Arm. Mit einem Ruck zog ich sie zu mir. Ich keuchte erleichtert auf und spürte, wie ihr Herz wie wild hämmerte. Sie sah mich perplex an und stotterte: „Ähmm…….ääähhh…danke!“ Kurz sahen wir uns an, dann trat ich etwas zurück.

    „Keine Ursache. Aber pass auf, sonst tust du dir noch weh!“ Sie richtete ihre Haube zurecht und dann ging es auch schon weiter, doch diesmal langsamer und ohne zu hüpfen.😊

    -16:00 Uhr am Flughafen Wien-

    Emilias Sicht:

    „Wie sehen sie denn aus?“, wollte ich wissen und lugte über die Köpfe der anderen Menschen, die in der Ankunftshalle warteten. „Also, Jimin ist klein und hat momentan blonde Haare. Er kleine Hamsterbacken und sieht einfach zum anbeißen aus.“ Ich sah ihn etwas verstört an. „Wenn du Hunger hast, sollten wir dir vielleicht noch etwas zu Essen holen, meinst du nicht?“ Er lachte. „Nein, nein passt schon.“ Er fuhr fort. „Jin und Jungkook sind die beiden größten und momentan beide schwarze Haare. J-Hope hingegen ist weder groß noch klein und hat irgendeine undefinierbare rot-braune Haarfarbe.“ Ich grinste. Vs Beschreibung seiner Freunde war alles andere als liebevoll. Aber ich kannte ihm mittlerweile schon gut genug, um zu wissen, dass das nur Spaß war.

    „Hey, da drüben sind sie ja!“ Er hüpfte aufgeregt auf und ab und wies mit seinem Finger auf vier junge Männer, die die Halle betraten. Er winkte aufgeregt. „Hyungs! Wir sind hier!“

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    Die vier Jungs entdecken uns und hoben erfreut ihre Hände. „Hey V!“, rief der kleinste der vier, der wohl Jimin hieß, und rannte auf uns zu. V u

    Die vier Jungs entdecken uns und hoben erfreut ihre Hände. „Hey V!“, rief der kleinste der vier, der wohl Jimin hieß, und rannte auf uns zu. V umarmte ihn lachend und drückte ihn fest an sich. „Ich soll dir Liebe Grüße von Sofie ausrichten“, meinte Jimin schließlich, als er sich von ihm löste. „Sofie hat gesagt, wenn sie wieder da ist, geht sie mit dir in die Albertina.“ „Zu spät“, grinste V und wies auf mich. „Das hat Emilia bereits getan.“ Nun kamen auch die anderen zu uns und begrüßten V herzlich.

    Als sie mich entdeckten sahen sie V fragend an. Er kicherte und erklärte:“ Das ist Emilia, sie ist für dieses Monat unsere Dolmetscherin. Herr Nam Lee hat sie für uns angergiert, weil Sofie, Namjoon und Xenia ja noch in Korea sind und weder unser Deutsch noch unser Englisch ausreicht, um uns hier zu verständigen!“ Sie nickten verständnisvoll und reichten mir einer nach dem anderen die Hand. „Jimin hat wirklich kleine Hände“, dachte ich grinsend als er mich mit einem süßen Lächeln begrüßte.

    Als Jin mir die Hand reichte bemerkte ich seine breiten Schultern und stellte fest, dass sein Gesicht unheimlich perfekt war. „Ich hoffe, du weißt, wo es hier gute Sachen zu Essen gibt“, erwähnte er flüsternd. „Ich habe nämlich einen riesen Hunger“. Er deutete auf seinen Bauch, der bedrohlich zu knurren begann. „Keine Sorge“, grinste ich. „Es ist Weihnachten. Das heißt, es gibt hier an jeder Ecke Essensstände.“ Ich mochte ihn auf Anhieb. Er war diese Art Mensch, dessen Persönlichkeit eindeutig nicht mit seinem Aussehen übereinstimmte, denn bei dem Erscheinungsbild könnte er sich eindeutig viel hochnäsiger geben.

    J-Hope entpuppte sich schon in den ersten paar Minuten, in denen ich ihn kannte, als wahrer Sonnenschein. Nein, jetzt mal im Ernst. Wie kann ein Mensch alleine so gute Laune verbreiten. Jungkook hingegen hatte einen sanften Händedruck und schien beinahe eingeschüchtert von mir zu sein. Als ich ihn besorgt ansah und V meinen Blick bemerkte legte er seinen Arm um Jungkooks Nacken. „Ach, er braucht immer ein bisschen, um warm zu werden, aber eigentlich, ist er genau so schräg drauf wie wir alle.“

    Jungkook boxte ihn in die Seite. „Sag das nicht, sonst hat sie noch ein falsches Bild von mir!“ Ich grinste. „Ich mach mir mein Bild schon schön selbst, keine Sorge!“

    „Also, Jin hat Hunger und wie siehts bei euch aus?“ Die fünf sahen sich vielsagend an. „Essen geht immer!“, meinte J-Hope und richtete seinen Schal. „Ist es kalt draußen?“, erkundigte sich Jimin. „-4“, antwortete ich. Augenblicklich zückte er seine Handschuhe und schlüpfte in sie hinein. Als er fertig war klopfte er seine Hände lächelnd zusammen. „Jetzt bin ich bereit.“ Ich grinste. Er war schon irgendwie süß.

    -1h später am Christkindlmarkt-

    „Das hier ist der Wahnsinn!“ Jungkook, V, Jimin und J-Hope drehten sich staunend im Kreis und bewunderten die vielen Lichter über ihren Köpfen. Zu Weihnachten verwandelte sich die Wiener Innenstadt immer in ein Winterwunderland. Überall glitzerte und funkelte es und die verschneiten Fußgängerzonen, erstrahlten in einem weihnachtlichen Glanz. An jeder Ecke roch es nach winterlichen Gewürzen, Honigkerzen, Seife, Lebkuchen, gebrannten Mandeln und Punsch. Das hier war für mich Weihnachten….

    „Siehts hier immer so aus“, fragte Jin sprachlos, der die ganze Zeit neben mir her sparzierte. „Ich weiß nicht“, gab ich sarkastisch zurück. „Feiert ihr das ganz Jahr über Weihnachten?“ Er schnitt eine Grimasse und steckte seine Hände in die Manteltaschen. Wenn wir ausatmeten, konnte man bei diesen Temperaturen bereits unseren Atem sehen. V und Jimin, die vor uns gingen, fanden das anscheinend so komisch, dass sie keuchend durch die Gegend hüpften und kleine Rauchwolken produzierten.

    Bei dem Anblick grinste Jin. „Ach, jetzt haben sie sich wieder. Jimin war schon die ganze Zeit so unruhig. Wenn sie nicht bei einander sind scheint ihnen immer etwas zu fehlen!“ Ich sah zu ihm hoch. „Sind sie so gute Freunde?“! „Oh, ja“, er fuhr sich durch die Haare. „Das sind sie!“

    Ich beobachtete sie interessiert. Sie wirkten wie zwei Kinder, die endlich wieder miteinander spielen durften. Es war schon irgendwie niedlich. Sie gingen so liebevoll miteinander um. V zog Jimin immer zur Seite, wenn ihnen Leute entgegenkamen, die nicht auswichen. Es waren kleine freundschaftliche Gesten, die ich nicht einmal von meinem eigenen Freund bekam. Bei dem Gedanken an ihn seufzte ich.

    Kai und ich waren jetzt schon zwei Jahre zusammen, doch die anfängliche Liebeseuphorie war verschwunden. Ich mein, ich liebe ihn noch, doch ob er mich noch liebt, das ist hier die Frage. Wo waren unsere gemeinsamen Filmeabende, die langen Abendspaziergänge, oder die gemeinsamen Ausflüge, die wir früher immer gemacht haben. Ich vermisste das….
    „Alles OK?“, V stand plötzlich neben mir und sah mich besorgt an. „Ja…ja….i…ich war nur in Gedanken“, stotterte ich und konzentrierte mich schnell wieder auf die Gegenwart.
    Plötzlich entdecke ich einen Wüstelbude, die auch Gulasch-Suppe anbot und machte die Jungs darauf aufmerksam, um von mir abzulenken. „Hey, hab ihr Lust auf Würstel und Suppe. Das hier ist typisch für Österreich, also ich weiß nicht, ob ihr das von zuhause kennt!“

    „Egal“, grinste Jin. „Was wir nicht kennen wird eben ausprobiert!“ Er leckte sich über die Lippen und steuerte gezielt mit Jungkook, Jimin und J-Hope auf die kleine Bude zu. Mir war mittlerweile eiskalt. Ich versteckte mich tiefer in meinem Schall und klapperte mit den Zähnen. Als V das sah kam er zu mir, schnappte mich an der Hand und meinte:“ Komm, wir holen uns eine Punsch. Sonst erfrierst du noch.“ Und ehe ich es mir versah heilt mich V an der Hand und zog mich in Richtung des Punschstandes….

    Hey meine Lieben,
    ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn ihr meine Ff bewertet.
    Hab euch lieb<33

    LG Fleur0109

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    Es war ein seltsames Gefühl, das sich in meinem Bauch ausbreitete. Das letzte Mal, hat es so gekribbelt, als Kai und ich Hand in Hand am Stand entlan

    Es war ein seltsames Gefühl, das sich in meinem Bauch ausbreitete. Das letzte Mal, hat es so gekribbelt, als Kai und ich Hand in Hand am Stand entlanggelaufen sind. Mir wurde augenblicklich heiß und als V und ich beim Punschstand ankamen, entriss ich mich schnell seinem Griff.

    „Was willst du trinken?“, fragte er und studierte dabei, die Angebotstafel. „Ich glaube, ich nehme einen Orangenpusch“, meinte ich immer noch etwas abwesend von seiner Berührung. Er nickte und ging zu dem Punschverkäufer. Er wollte gerade ansetzen seine Bestellung aufzugeben, als er feststellte, dass er ja kein Englisch oder Deutsch sprach. Er drehte sich zu mir um und lächelte mich verlegen an. Als ich ihn so sah, musste ich mir das Lachen verkneifen und ging schnell zu ihm.

    „Auch einen Orangenpunsch?“, fragte ich. Er nickte. „2 Orangenpunsch, bitte“, richtete ich meine Bestellung an den Verkäufer. „Das macht 4 Euro!“, meinte dieser und füllte zwei rote Tassen mit einer dampfenden orangen Flüssigkeit. Ich kramte gerade in meiner Tasche nach meiner Geldbörse, als V dem Verkäufer plötzlich einen 5€ Schein in die Hand drückte.

    Ich sah entgeistert zu, wie der Mann den Schein entgegennahm und V 1€ zurückgab. „Hey“, schimpfte ich etwas wirsch. „Ich sollte dich einladen und nicht du mich! Ich werde schließlich bezahlt hierfür!“ Er grinste und reichte mir eine der beiden dampfenden Tassen. „Ich hätte gedacht wir sind mittlerweile Freunde. Darf ein Freund nicht eine Freundin auf ein Getränk einladen?“

    Ich verdrehte die Augen und musste lächeln. Er war ein richtiger kleiner Charmeur. Ich boxte ihn etwas trotzig in die Seite. „Danke“, murmelte ich und nippte etwas verlegen an meinem heißen Orangenpunsch.

    Vs Sicht:

    Langsam schlenderten wir zurück zu den anderen, die etwas weiter beim Würstlstand gerade verzweifelt versuchten, dem Verkäufer mit Händen und Füßen ihre Bestellung aufzugeben.
    Als Emilia die vier so sah, eilte sie schnell zu ihnen und half beim Übersetzen. Ich blieb etwas abseits stehen und beobachtete die Szene.

    Ich war fasziniert davon, wie sie zwischen Koreanisch und Deutsch hin und her switchte und so eine Verständigung ermöglichte. Sie erinnerte mich an RM, wenn er für und bei Interviews, oder Reden das Wort übernahm. Immer wieder strich sie sich ihre langen Kastanienbraunen Haare hinters Ohr und lächelte abwechselnd die Jungs und den Verkäufer an. Sie hatte ein wunderschönes Lächeln. Es war warm und herzlich und vor allem….. ehrlich.

    Es gibt nichts, dass ich mehr hasse, als Menschen, die nicht echt sind. Menschen, die anderen nur etwas vorspielen und nicht ehrlich zu anderen sind. Ich bin, ohne dass das jetzt eingebildet klingen soll, eines der Mitglieder, die am besten bei den Fans ankommt. Doch sie mögen mich nicht, wegen meiner Persönlichkeit, sondern die meisten himmeln mich wegen meines Aussehens an.

    Ich fühle mich zwar geehrt, dass ich ihnen gefalle, doch ich finde man sollte Menschen nicht bloß wegen ihres Aussehens mögen, sondern vor allem wegen ihrer tollen Persönlichkeit. Ich wünsche es mir bis heute nur einmal einen Brief eines Mädchens zu lesen, in dem nicht steht, dass sie mich hübsch findet, sondern, dass sie meinen Humor mag, oder meine liebevolle Art….

    -währenddessen im BTS Apartment-

    Xenias Sicht:

    „Noch einmal bitte!“, orderte ich an und drückte erneut auf den Aufnahmeknopf. Suga begann zu rappen und ich klopfte den Takt des Liedes mit dem Stift mit. Ich schloss die Augen und sog die Melodie des Liedes in mich auf.

    Sugas Song hieß „Better together“ und handelt von einem Paar, dass gemeinsam alles schaffen kann. Und ja, ihr denkt wahrscheinlich richtig. Es geht hier um uns, um Suga und mich. Wir haben es gemeinsam geschrieben und war mittlerweile unser ganzer Stolz. Ich öffnete die Augen und beobachtete Suga, wie er mit wilden Gesten seinen Text begleitete.

    Ich war beeindruckt wie gut er war. Ich persönlich finde, dass er der beste Rapper von BTS ist, aber das ist vermutlich Geschmackssache und Suga war nun mal mein Geschmack😊
    Als er fertig war drückte ich erneut den Knopf und stoppte somit die Aufnahme. Ich reckte ihm stolz beide Daumen entgegen und grinste ihn breit an. „Gut gemacht“, formte ich mit meinen Lippen und hob mich aus meinem Stuhl. Suga setzte seine Kopfhörer ab und kam aus dem Aufnahmeraum heraus. „Das nehmen wir“, erklärte ich. „Das war einfach nur perfekt.“ Er kam lächelnd zu mir und legte mir die Hände um den Hals. „Perfekt, so wie du?“ Ich gab ihm einen kleinen Schubs und wurde rot. „Hör auf, du weißt doch, dass ich das nicht mag, wenn du sowas sagst!“

    Er grinste schelmisch und zog mich näher zu sich. Er sah mir tief in die Augen…
    Dann legte er seine warmen Lippen auf meine und küsste mich.

    Sofies Sicht:

    „Wo sind Suga und Xenia?“, erkundigte sich RM, der gerade ein Buch las und mit seinem Kopf auf meiner Brust lag. „Im Tonstudio“, murmelte ich ebenfalls in ein Buch vertieft. „Meinst du wir sollen sie fragen, ob wir gemeinsam Essen gehen sollen?“ Ich überlegte kurz. „Warum nicht! Hast du schon Hunger?“ Ich sah auf die Uhr 18:00 Uhr. Eigentlich Zeit zum Essen…

    „Ja“, seufzte er. „Sag mal Xenia, ist dein Buch auch so schlecht wie meines?“ Ich nickte und schlug es demonstrativ zu. „Ja, das ist es!“ „Wollen wir tauschen?“, schlug er vor und reichte mir seinen Thriller. Ich lächelte und reichte ihm mein Buch. „Ich hoffe du magst Krimis!“ Er lachte auf. „Die sind harmlos im Vergleich zu meinen Thrillern!“ Ich kniff die Augen zusammen. „Wollen wir wetten nicht?“

    Er funkelte mich wettbewerbsgierig an. „OK, die ersten fünf Kapitel entscheiden!“ „Top die Wette gilt“, grinste ich und machte mich an das neue Buch.

    Und wiedermal vergaßen sowohl Xenia und Suga, als auch RM und ich aufgrund unserer Zweisamkeit auf alles andere um uns herum. Wir hatten uns und das war alles was wir zum Glücklichsein brauchten….

    Liebe Leser,
    in meinen Ffs geht es immer wieder um Kunst und das Zeichnen. Ich selbst male und zeichne auch. Wen das interessiert kann gerne mal auf meiner Instagram Seite vorbeischauen. (Das würde mich sehr freuen:))

    Instagram: sofies_art_factory

    LG Fleur0109

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    ((bold))((big))3. Dezember ((ebig)) ((ebold)) ((bold))-am nächsten Morgen-((ebold)) ((unli))Emilias Sicht: ((eunli)) Gähnend strampelte ich die Bett

    3. Dezember

    -am nächsten Morgen-

    Emilias Sicht:

    Gähnend strampelte ich die Bettdecke von mir und warf einen Blick auf meinen Sterne-Wecker. Es war 8:30. Das heißt ich hatte noch genau eine halbe Stunde Zeit, um mich fertig zu machen, Frühstück zu essen und zum Hotel der Jungs zu laufen, bevor ich sie wieder traf.

    Gestern sind wir noch lange Zeit über den beleuchteten Weihnachtsmarkt sparziert und haben uns die volle Dröhnung an Kalorien gegeben. Zuckerwatte, kandierte Äpfel, gebrannte Mandeln, Schokoladefrüchte und Waffeln. Vor nichts haben die fünf Halt gemacht. Ich hatte schon Angst ihnen würde Schlecht werden, aber nix da!

    Leicht beschwipst vom Orangenpunsch, hatten vor allem V und ich unseren Spaß. Wir fanden alles was um uns herum passierte einfach nur noch lustig. Und als V irgendwann dachte, er würde mit einem Mädchen tanzen, als er an einer Straßenlaterne hing, stellten wir fest, dass es wahrscheinlich das beste war, sich nach Hause auf zu machen. Erschöpft vom vielen gehen und dem Schluckauf, den wir dank unsrer Lachflashs hatten, spazierten wir gegen 23:00 Uhr endlich zurück zum Hotel.

    Jimin und Jim boten mir freundlicher Weise an, mich nach Hause zu bringen. Doch als ich das Argument brachte, dass ich mich in Wien vermutlich besser betrunken auskannte, als sie nüchtern, sahen sie es schließlich ein und wünschten mir eine gute Nacht.

    Ich quälte mich aus meinem Bett und öffnete ein Fenster. Ich lies die frische Morgenluft hineinwehen und sog den Geruch der weihnachtlichen Innenstadt in mich auf. Ich strich mir meine Haare aus dem Gesicht und begann das Bett zu machen. Als ich mich an Kais Hälfte des Betts machte, stutzte ich. Nanu? Ist er in der Nacht denn gar nicht nachhause gekommen. Seine Seite des Betts war quasi unbenutzt und es waren keine Spuren einer Übernachtung zu finden. Ich strich gedankenverloren die Bettdecke glatt und zog mein Handy raus.
    Geschrieben hatte er auch nichts……

    Ach, egal jetzt. Ich habe sowieso keine Zeit mir länger darüber Gedanken zu machen.

    -eine halbe Stunde später -

    Frisch geduscht und mit vollem Bauch kam ich beim Hotel Sacher an. Die Jungs standen bereits vor dem Eingang, dick eingepackt in Mantel, Haube und Schal und winkten mir freundlich entgegen. „Guten Morgen“, begrüßte wir uns und ehe ich es mir versah bekam ich sogar von jedem der fünf eine kurze Umarmung.

    „Was machen wir heute?“, fragte Jungkook gespannt und sah mich aus interessierten Augen an. Ich grinste. Ich wusste genau, dass unsere heutige Aktivität alle liebten. Das hatte mir V gestern erzählt und ich habe es mir sofort notiert. „Ich gebe euch eine TIPP“, spannte ich sie auf die Folter. „Es ist auch bei euch in Korea eine beliebte Freizeitaktivität im Winter!“ Die Jungs überlegten und man sah ihnen förmlich an, wie ihre Köpfe arbeiteten.

    „Eis essen?“, scherzte Jin und klopfte seinem Nachbarn, J-Hope, dämlich lachend auf die Schulter. Ich schmunzelte. Die anderen verdrehten nur die Augen. „Hör nicht auf ihn“; erklärte Jimin. „Er denkt immer nur ans Essen!“ „Schi fahren!“, schlug J-Hope nun vor und war sich beinahe sicher, dass er Recht hatte. „Nein“, grinste ich. „Aber so ähnlich!“ V stand neben mir und lehnte sich etwas zu mir. Dann rief er laut:“ Eis laufen, wir gehen Eis laufen!“ Ich verfolgte instinktiv Vs Blick mit meinen Augen und stellte fest, dass er das Prospekt in meiner Handtasche entdeckt hatte.

    Ich gab ihm einen etwas festeren Schubs. „Hey, du kleine Ratte! Du hast geschummelt!“ Alle lachten und ich warf V einen trotzigen Blick zu. „Aber ich hab‘ doch Recht?“, fragte er zur Sicherheit noch einmal nach. „Ja“, murrte ich etwas beleidigt, weil ich sie nicht länger auf die Folter spannen konnte.
    Augenblicklich brachen alle in lautes Jubeln aus und ich war überrascht, dass ihnen ihre Lautstärke kein bisschen peinlich war. „Yaaaaaaayyyyy, Juhuuuuuuu!“

    Als sie auch noch zu tanzen begannen, verdünnisierte ich mich. „Hey wo gehst du hin?“, fragte V. „Ich geh schon mal zu Eislaufbahn. Ihr seid mir peinlich“, warf ich ihm über die Schulter zu und bemühte mich ihm dabei nicht mein breites Grinsen zu zeigen. „Also, wenn ihr mitkommen wollt, solltet ihr mir jetzt folgen.“

    „Warte auf uns“, riefen sie im Chor und augenblicklich waren wieder alle bei mir und hopsten fröhlich neben mir her.

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    ((bold))-am Weg zum Eislaufplatz-((ebold)) ((unli))Vs Sicht: ((eunli)) Wie’s mir gerade geht? Da fragt ihr noch? Einfach großartig! Ich bin in Urla

    -am Weg zum Eislaufplatz-

    Vs Sicht:

    Wie’s mir gerade geht? Da fragt ihr noch?
    Einfach großartig! Ich bin in Urlaub, es ist Weihnachten und gleich gehe ich mit meinen Freunden Eislaufen und…..ich liebe Eislaufen. Jetzt mal ernsthaft, wer nicht?😊

    Aufgeregt lief ich hinter Emilia her.

    Ich mochte sie von Tag zu Tag mehr. Sie verstand meine Witze, lies sich gelegentlich von mir ärgern und war nebenbei auch ziemlich intelligent. Humor und Intelligenz, das war mir das Wichtigste bei Mädchen, denn mit solchen Mädchen unterhalte ich mich gern. Bei Gelegenheit muss ich noch einmal darüber nachdenken, ob das wirklich eine gute Idee wäre, sie mit Jimin zu verkuppeln. Ich meine, die beiden würden schon ein tolles Paar abgeben, aber irgendwie nervte es mich, wenn die beiden zu viel mit einander sprechen.

    So wie jetzt. Er hat gerade etwas gesagt und sie lacht schon wieder so komisch. Sie kichert so dämlich wie die verliebten Mädchen im Fernsehen. Pffff……


    Ich zog eine Augenbraue nach oben und drängte mich zwischen die beiden. „Hey Emilia, kannst du eigentlich gut Eislaufen?“ Sie war überrascht über mein plötzliches Kommen, lächelte mich aber freundlich an und strich sich eine kastanienbraune Haarsträhne hinters Ohr. „Naja, geht so“, grinste sie. Anstatt zu aber antworten sah ich fasziniert in ihre großen Reh-Augen. Ich verlor mich darin und grinste sie einfach nur an. „Ähh…V?“ Sie schnipste eifrig vor meinem Gesicht herum und schnitt dabei Grimassen.

    Mit einem Mal schreckte ich hoch. „Äh…
    wie..was….ah….entschuldigung….ich war gerade in….äh…Gedanken!“ Jimin hatte meinen Blick gesehen und sah mich nun vielsagen an. „Was?“, fragte ich übertrieben betont. „Ach nichts“, kicherte er nur und ließ sich zurück zu J-Hope, Jungkook und Jin fallen.

    -angekommen am Eislaufplatz-

    Das Teil war einfach gigantisch. Als wir ankamen, glänzte da eine riesige Eisfläche, die schimmerte wie tausend Kristalle. Wenn man sich darüber beugte, konnte man sogar sein Spiegelbild darin erkennen.

    „Wooooow“, stauenden wir und sahen uns beeindruckt um. „Ich gehe Schuhe ausborgen!“, meinte Emilia und lies ihre Tasche auf eine Bank fallen. „Ihr könnt solange hier warten, wenn ihr möchtet!“ „Meine Füße tun sowieso schon weh“, jammert Jin und lies sich auf die Bank plumpsen. Emilia wollte gerade gehen, als sie sich noch einmal umdrehte. „Was habt ihr für Schuhgrößen“, erkundigte sie sich. „Alle 41, nur V hat 42“, erklärte J-Hope schnell und holte seine Trinkfalsche aus seinem Rucksack.

    „Ok, danke. Bin gleich wieder da!“ Und fort war sie.
    Ich setzte mich neben Jimin auf die Bank und legte meinen Kopf in den Nacken. Ich seufzte auf und stieß dabei eine weiße Atemwolke aus. „Was ist grinste Jimin breit, verliebt?“
    Ich sah ihn augenblicklich an und riss überrascht die Augen auf. „Nein, nein….ich mein…wie kommst du denn darauf? Ich hätte doch sowieso keine Zeit für eine Beziehung!“
    Die anderen sahen sich vielsagend an. „Was haben wir da jetzt nicht mitbekommen“, erkundigte sich Jungkook und stützte seinen Kopf interessiert auf seiner Hand ab. „Erklär ich euch nachher im Hotel“, lächelte Jimin teuflisch. „Jimin, ich bring dich um wenn du….“

    Aber weiter kam ich nicht mehr. Emilia war wieder da und stellte die ausgeborten Eislaufschuhe auf den Tisch. „So das sind einmal 38iger für mich, 4x 41iger für euch und die….die hier sind für dich V!“ Sie reichte mir großen weißen Eislaufschuhe in der Große 42 und mir stieg augenblicklich die Röte in die Wangen, weil mich alle Jungs breit grinsend anstarrten.

    Emilia sah mich fragend an, als sie die lachenden Gesichter der anderen sah. „Was ist denn?“, erkundigte sie sich und begann sich ihre Schuhe auszuziehen und in ihre Eislaufschuhe zu schlüpfen. „Ich…..ich….ich muss auf die Toilette!“, meinte sich schließlich stotternd und machte mich auf die Suche nach einem Klo.

    Emilias Sicht:

    Ich runzelte die Stirn. „Was hat er denn?“, erkundigte ich mich nun bei den Jimin, Jin, J-Hope und Jungkook. Aber die vier sahen mich nur unschuldig an und zuckten anscheinend unwissend mit den Schultern. Ich widmete mich wieder meinen Schnürsenkeln. Komisch…..
    Seit heute Morgen war es so anders..... Er sah mir dauernd in die Augen…..

    „Ich bin soweit!“, erklärte Jungkook und ging voller Vorfreude in Richtung Eislaufbahn. „Können wir schon?“, fragte er wie ein kleines Kind, das erst um Erlaubnis bitten musste. „Du musst mich nicht fragen, geh einfach“, lachte ich und deutete ihm an einfach loszulegen. Auch die anderen gingen auf wackeligen Beinen in Eislaufschuhen zur glatten Eisfläche und versuchten ohne Sturz auf das gefrorene Wasser zu gelangen.

    Ich wollte gerade aufstehen, da reichte mir jemand die Hand. Es war Jimin. Er steckte mir lächelnd seine kleine Hand entgegen, um mir aufzuhelfen. Ich ergriff sie dankend und wir gingen gemeinsam bis zur Eislaufbahn. „Ich hoffe V ist nicht ins Klo gefallen“, scherzte ich und sah mich um, ob er bereits irgendwo zu entdecken war. „Keine Sorge“, beruhigte mich Jimin. „Der taucht schon wieder auf.“ Und tatsächlich. Gerade als Jimin mir erneut die Hand gegeben hatte und mir nun auf die glitschige Eisfläche half, kam V um die Ecke und hampelte etwas unbeholfen auf seinen Eislaufschuhen aus uns zu.

    Als er uns sah, legte er einen Zahn zu und ich wollte ihm gerade zurufen langsam zu machen, als ich plötzlich den Halt verlor und wie ein Sack Sand auf das Eis plumpste. „Hey!“ Jimin half mir hoch. „Alles gut? Ich hab dir doch gesagt, du sollst dich nicht ablenken lassen.“ „Wenn man aufs Eis steigt muss man sich konzentrieren!“ „Hab ich doch“, protestierte ich. „Ich wollte nur V warnen nicht zu schnell zu laufen, sonst hätte er noch hinfallen können!“

    „Ha, Karma“, lachte J-Hope hinter mir, der anscheinend alles aus gegebenem Abstand beobachtet hatte. Ich warf ihm einen vernichtenden Blick zu. „Na warte du! Gleich hab‘ ich dich!“ Ich rappelte mich auf und kam wieder auf beiden Beinen zu stehen. Er quiekte auf und eine wilde Verfolgungsjagd begann.

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    ((unli))Vs Sicht:((eunli)) Vorsichtig setze ich den ersten Fuß auf das spiegelglatte Eis und hangelte mich entlang der Bande in Richtung meiner Freun

    Vs Sicht:

    Vorsichtig setze ich den ersten Fuß auf das spiegelglatte Eis und hangelte mich entlang der Bande in Richtung meiner Freunde. J-Hope und Emilia lieferten sich währenddessen eine wilde Verfolgungsjagd und J-Hope sah jeden Moment so aus, als würde er gleich auf seinen Hintern plumpsen.

    Emilia war überraschend gut. Ich hätte immer gedacht sie wäre so ein Typ Mädchen, das nicht besonders viel von Sport hielt, aber sie war anscheinend ziemlich begabt. Immer wenn J-Hope sie fast geschnappt hatte, machte sie eine scharfe Kurve, drehte sich am Stand um und flitze in die entgegengesetzte Richtung davon. Ich war beeindruckt und beobachtete sie fasziniert. Es wirkte fast als würde sie tanzen….

    „Hyung? Brauchst du Hilfe?“ Jimin fuhr zu mir und bremste knapp vor mir ab. Er legte mir eine Hand auf die Schulter und sah mich besorgt an. Ich, noch immer am Rand klammernd, warf ihm einen genervten Blick zu. „Glaubst du ich kann das nicht?“ Er zog überrascht die Augenbrauen hoch und machte eine abwehrende Handbewegung. „Hey, kein Grund gleich schroff zu werden!“ Er sah mich noch kurz an, dann drehte er sich um und fuhr davon.

    Er brauchte gar nicht so unschuldig zu tun. Ich habe genau gesehen, dass er Emilias Hand gehalten hat….Es nervte mich und nun war ich mir sicher. Das mit dem Verkuppeln war eine doofe Idee gewesen…..das wollte ich jetzt doch nicht mehr….
    Ich schnaufte verächtlich und versuchte verzweifelt, dass sich meine Füße nicht verselbstständigten. Ich war nie besonders gut im Eislaufen gewesen, aber es lag vermutlich auch daran, dass ich in den letzten acht Jahren keinen Fuß mehr auf einen solchen Platz gesetzt hatte.

    Verdammt und wie sollte ich das jetzt machen? Ich konnte ja schlecht am Hintern über den Platz rutschen….

    Emilias Sicht:

    „Na warte, gleich hab ich dich!“, rief J-Hope und griff nach meiner Kapuze. Doch ich bremste ab, drehte mich einmal im Kreis und fuhr ihm so wider mal davon. „Da musst du schon schneller werden!“, ärgerte ich ihn und streckte ihm im Vorbeifahren die Zunge raus. Er lachte und nahm erneut die Verfolgung auf.

    Plötzlich fuhr jemand ganz nahe hinter mir und rief meinen Namen. „Emilia? Emilia?“ Ich stoppte und blieb stehen. Es war Jimin. Er bremste ebenfalls ab und hielt sich an der Bande neben uns fest. „Ja, was gibt’s denn?“ Ich sah ihn fragend an. „Könntest du bitte V helfen? Ich würde ja gerne, aber er lässt sich nicht von mir helfen. Er ist vermutlich angefressen auf mich?“ Ich runzelte die Stirn. „Warum denn?“ „Ach, nicht so wichtig“, erklärte er und sah mich erneut bittend an. „Klar, bin schon weg!“, grinste ich und fuhr los.

    Ich fragte mich, was zischen den beiden vorgefallen war. Sie waren doch angeblich unzertrennlich…..
    In Gedanken versunken überquerte ich den ganzen Platz und blieb schließlich vor meinem gutaussehenden neuen Freund stehen. Ich streckte ihm die Hand entgegen und lächelte ihn freundlich an.

    „Komm! Sonst wächst du hier noch fest?“ Er blicke etwas grummelig auf und versteckte sein Gesicht hinterm Schal. „Ich schaff das alleine“, beteuerte er schmollend und entfernte sich vorsichtig cm für cm vom sicheren Rand des Platzes. „Weißt du V?“, fing ich an. „Als ich noch klein war, sind mein Papa und ich immer zu zweit Eis gelaufen! Er hat immer gesagt, wenn man jemand zweiten bei sich hat, fällt einem alles leichter!“ Er schwieg.

    Ich seufzte. „Mann kannst du ein Stimmungstöter sein, wenn du möchtest! So kenn ich dich ja gar nicht!“ Grinsend schnappte ich seine rechte Hand und zog ihn vorsichtig in die Mitte des Platzes. Es überraschte ihn, denn er schwankte gefährlich hin und her. Doch nach einigen Sekunden hatte er die nötige Körperspannung gefunden und bewegte sich recht elegant übers Eis.

    „Na siehst du?“, meinte ich. „Geht doch!“ Nun lachte auch er und ich bemerkte erst jetzt, dass er meine Hand immer noch fest umschlossen hielt. Gott sei Dank hatte ich bereits rote Wangen, denn sonst hätte man mir vermutlich sofort meine Verlegenheit angesehen. Schnell lies ich seine Hand los und drehte mich so, dass ich nun rückwärts vor ihm herfuhr. „Wann bist du da letzte Mal Eis gelaufen?“, erkundigte ich mich und überwand die große Kurve, immer bereit V eine stützende Hand zu sein, falls er hinfallen sollte. „Ahh….das ist schon lange her!“, lächelte er und wurde immer selbstsicherer beim Fahren.

    „Hey, das wird ja immer besser!“, lobte ich ihn überrascht. „Wer weiß, vielleicht wirst du nach deiner K-Pop Karriere ein bekannter…. -WUMMS-

    Mit voller Wucht knallte ich gegen einen Mann, der meine Bahn geschnitten hatte und ohne auf mich zu achten direkt in mich hineingelaufen war. Ich schrie auf und viel direkt in Vs Amre.
    Überrascht fing er mich auf. Ich brachte ihn aber aus dem Gleichgewicht und so plumpste er unsanft auf den Boden und ich direkt auf ihn drauf. Unsere Gesichter waren kaum einen Zentimeter von einander entfernt. Angespannt hielten wir die Luft an. Alles in mir begann zu kribbeln….

    Die Welt um uns herum bewegte ich plötzlich in Zeitlupe und es war, als würde die Zeit stehen bleiben. Ich starrte in diese großen braunen Augen und roch Vs Parfum, das ich schon in den letzten Tagen immer wieder wahrgenommen hatte.
    Wir sahen einander bestimmt Sekunden lang in die Augen, als plötzlich eine Schneeflocke auf Vs Wange landete und sich augenblicklich durch Vs Körpertemperatur in einen Wassertropfen verwandelte. Immer mehr dicke weiße Flocken landeten auf uns…..

    Im nächsten Moment schaffte ich es mich seinem Blick zu entreißen und rappelte mich auf. „Es…es tut mir …äh….leid!“, stotterte ich und stand auf. Nun kamen auch die anderen hinzu, die unseren kleinen Unfall anscheinend mitbekommen hatten. „Habt ihr euch verletzt?“, erkundigte sich Jin. „Geht’s euch gut?“, fragte nun auch Jungkook. „Ja, ja alles…..OK!“, murmelte V und musterte mich mit einem verwirrten Blick.

    Jimin reichte ihm die Hand und half ihm auf. „Wie ist das denn passiert?“, fragte J-Hope und überprüfte, ob ich mich irgendwo aufgeschürft hatte. „Ein Typ ist mir einfach so reingefahren“, erklärte ich und konnte meinen Blick immer noch nicht von V lösen. „Ja, der hat einfach nicht aufgepasst“, erklärte auch V gedankenverloren als er mir in die Augen sah.

    Jimin und die anderen warfen sich vielsagende Blicke zu und signalisierten einander mit einem Handzeichen, dass sie sich jetzt verziehen sollten. „Wenn alles OK ist, können wir ja wieder weiterfahren!“, meinte Jimin und zog die anderen mit sich mit.

    Weiße, glitzernde Schneeflocken landeten auf meinen Haaren und meiner Kleidung. Eine fand sogar einen Rastplatz auf meiner Nase, wo sie sofort kondensierte. Es war richtig kitschig. Doch V und ich hatten uns immer noch keinen Zentimeter bewegt und starrten einander immer noch verwirrt an….

    12
    ((bold))((big))4. Dezember((ebig))((ebold)) ((bold))-bei Emilia zuhause-((ebold)) ((unli))Emilias Sicht: ((eunli)) ((cur))In der Nacht hatte sich eine

    4. Dezember

    -bei Emilia zuhause-

    Emilias Sicht:

    In der Nacht hatte sich eine dicke, glitzernde Schneedecke über die Stadt gelegt. Aus den Rauchfängen quollen dicke Rauchschwaden und verpassten der Winterlandschaft den letzten Schliff. Es hatte gefroren und an den Dachrinnen der Wohnungen und Geschäfte klirrten nun kristallklare Eiszapfen. Überall funkelte und schimmerte es und nun hatte die Weihnachtsstimmung auch den letzten Menschen gepackt.

    Gestern waren die fünf Jungs und ich noch in einem guten Restaurant und haben uns einen schönen Nachmittag in der Stadt gemacht, bis ich sie schließlich zurück zu ihrem Hotel gebracht habe. Es war einfach nur schön mit ihnen. Wir haben viel geredet und hatten immer etwas zu lachen. Ich war eigentlich nicht die Art Mensch, die schnell Freundschaften schloss, doch diesmal war das anders. Mein Bauchgefühl sagte mir, dass sich hier richtige Freundschaften entwickeln könnten und wir uns bestimmt auch noch nach diesem Monat wiedersehen würden. Wenn da nur nicht die Sache mit V wäre….

    Ich konnte mir helfen, aber seitdem ich auf ihn gefallen bin, war irgendwie alles anders zwischen uns…. Er warf mir immer wieder Blicke zu, aus denen ich nicht schlau wurde. Er verwirrte mich und ich wusste selbst nicht genau, was ich von all dem halten sollte. Schließlich hatte ich einen Freund….. Es fühlte sie irgendwie falsch an glücklich zu sein, wenn V mich berührte, oder er mich zum Lachen brachte. Es fühlte sich an, als würde ich Kai betrügen….

    Für heute hatte ich mir überlegt, dass wir uns einen schönen Tag in der Therme machen könnte. Es war arschkalt draußen und so hielt ich es für eine gute Idee sich ein bisschen im dampfenden Wasser aufzuwärmen.


    „Baby, hast du meine neue Jean Hose gesehen?“ Kai kam, nur mit der Unterhose und einem Hemd bekleidet, ins Bad, wo ich mir gerade die Zähne putze. „Nein“, erwiderte ich nuschelnd. „Hast du sie nicht gestern in die Wäsche getan?“ „Nein, aber ich hab‘ dir gesagt, dass DU sie waschen sollst!“ Ich verdrehte die Augen und verkreuzte die Arme vor der Brust. „Kai, ich bin gestern um 23:00 Uhr nach Hause gekommen! Ich habe es nicht mehr geschafft die Waschmaschine aufzudrehen, ich war einfach zu müde!“ Er schnaubte verächtlich auf und ging zurück in Schlafzimmer. „Na toll“, fluchte er und fuhr sich wütend durch die Haare. „Du hast doch eh so viele Hosen! Nimm dir einfach eine andere!“, schlug ich vor und spuckte die Zahnpasta ins Waschbecken.

    „Wo warst du eigentlich gestern so lange!“, rief er aus dem Schlafzimmer während er seinen Kleiderschrank durchwühlte. „Ich hab fünf junge Männer aus Korea begleitet!“, antwortete ich und begann mir ein wenig Wimperntusche aufzutragen. „Ich dolmetsche für sie jetzt das ganze Monat. Ist das nicht toll? So einen großen Auftrag hatte ich noch nie!“ „Ja, gaaanz toll Baby!“, antwortete Kai mit einem komischen Unterton. „Kann man mit den Schlitzaugen hier überhaupt Essen gehen? Die Essen doch nichts außer Reis?“

    Ich schwieg. Ihm auf diese bescheuerte Frage eine Antwort zu geben, war mir einfach zu blöd. „So ein Arsch!“, verfluchte ich ihn innerlich und fragte mich wieder einmal, warum ich überhaupt noch mit ihm zusammen war. Ich bekam ihn eh so gut wie nie zu Gesicht. Ständig traf er sich mit irgendwelchen Geschäftspartnern und Freunden, die ich nicht kennenlernen durfte. Sobald ich mal nicht die Hausarbeit erledigte, wenn er da war, beschwerte er sich und nebenbei sprachen wir von Tag zu Ta weniger.

    Ja es ist nun mal so, dass er zur Zeit viel zu Tun hat, das stimmt. Er wurde erst vor einem halben Jahr zum Geschäftsführer einer großen Firma befördert. Aber war das wirklich ein Grund seine eigene Freundin dermaßen zu vernachlässigen?

    Anfangs habe ich sehr darunter gelitten und mir abends die Augen ausgeheult, doch mittlerweile hatte ich gelernt es zu ignorieren. Tief im inneren hoffte ich immer noch, dass es sich eines Tages wieder änderte und er mir plötzlich wieder Aufmerksamkeit schenken. So wie früher eben…..

    -im Hotel Sacher-

    Vs Sicht:

    Ich war verwirrt.
    Ich konnte seit gestern an nichts anderes mehr denken. Emilia ging mir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Diese Augen…….ihr Lachen……ihre Art…….sie war einfach…..

    „Aishh!“, ich vergrub mein Gesicht in meinem Kissen und schrie verzweifelt hinein. Warum musste das Leben nur so kompliziert sein…..

    „Na, bist du gerade in einer Sinneskrise?“ Jimin kam frisch geduscht aus dem Bad und lies sich seufzend auf das Bett fallen. Wie immer teilten wir uns ein Zimmer während die andren zu dritt ihr zuhause für das nächste Monat bezogen hatten.

    „Nein“, brummte ich schmollend in das Kissen und drehte mich auf den Rücken. „Vielleicht solltest du sie einfach mal fragen, ob sie mit dir gemeinsam ins Kino gehen will, oder so?“, schlug mir Jimin vor und legte seinen Kopf auf meine Brust. „Hey, deine Haare sind noch ganz nass!“, protestierte ich und schubste ihn von mir runter. Er kicherte und schüttelte sie wie ein Hund, der gerade baden war.

    Jimin und ich haben gestern noch lange geredet. Er hatte mir klar gemacht, dass er sehr wohl gemerkt hatte, dass ich Emilia „mag“ und ich nicht denken soll, er wolle mir eine Konkurrenz sein. Er hat mir erklärt, dass er sie auch mag, aber eben nur auf freundschaftliche Art und Weise.

    Mein Vater hat mir immer erklärt, dass es sehr wichtig sei, jemanden zu haben, mit dem man über alles sprechen konnte. Für mich war dieser „jemand“ Jimin, und ich würde ihn um nichts in der Welt hergeben wollen.

    Wir haben uns ausgetauscht über die Erfahrungen in den letzten Tagen und haben uns alles von der Seele geredet, was uns belastete. Er versuchte mich zu beruhigen und hat gemeint, ich solle das alles etwas lockerer angehen. Ich solle einfach mal warten, mich so verhalten wie immer und sehen was passiert.
    Immerhin wusste keiner von uns beiden bis jetzt, was Emilia von mir hielt…..

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    ((bold))-vor der Therme-((ebold)) ((unli))Emilias Sicht: ((eunli)) Ich hatte den Jungs den Standort geschickt und so trafen wir uns ausnahmsweise, mal

    -vor der Therme-

    Emilias Sicht:

    Ich hatte den Jungs den Standort geschickt und so trafen wir uns ausnahmsweise, mal nicht vor dem Hotel, sondern bereits vor der Therme.

    Auf dem Weg zu ihnen stiefelte ich durch den knöchelhohen Schnee und schleppte keuchend meine riesige, gestreifte Badetasche hinter mir her. „Guten Morgen, gut geschlafen?“ Ich begrüßte jeden der Fünf, wie es mittlerweile zur Gewohnheit geworden war, mit einer herzlichen Umarmung. Als ich bei V angekommen war zögerte ich kurz, sprang aber über meinen Schatten und drückte ihn kurz an mich. Mein Herz pochte und zwar so laut, dass ich augenblicklich Angst bekam, er könnte es hören.

    Verlegen trat ich einen Schritt zurück und sah zu Boden. „Also, ich hab‘ noch keine Tickets gekauft, das heißt wir müssen leider noch an der Kassa anstehen, bevor es los geht.“ „Kein Problem“, grinste Jimin. „Ja, wir haben Zeit“, erklärte Jin und schob mich sachte zum Eingang. „Los jetzt, ich freu mich schon so aufs Rutschen!......Gibt es da überhaupt Rutschen?“ Wir alle mussten lachen. „Jin, du bist der älteste und benimmst dich wie ein Kleinkind. Ist dir das nicht ab und zu auch mal peinlich?“, neckte ihn Jungkook und legte ihm eine Hand um die Schulter. „Nö, wieso? Ich hab meinen Spaß, das reicht mir schon. Mein Schamgefühl hab‘ ich an dem Tag verloren, als ich euch getroffen habe, da war das nicht mehr nötig!“ J-Hope verpasste ihm eine Kopfnuss und grinste. „Kommt lasst und reingehen!“

    -15 Minuten später-

    Jimins Sicht:

    „Komm, du bist dran!“, ich schubste ihn in die freie Umkleidekabine und schloss die Tür hinter ihm. „Jimin, ich will nicht!“, jammerte mein bester Freund und stampfte wütend auf den Boden auf. „V, jetzt reiß dich doch zusammen! Sie wird dich schon nicht fressen!“ Ein unverständliches Grummeln kam aus der Kabine. Ich seufzte.

    Seit V Gefühle für unsere junge Dolmetscherin entwickelt hatte, war er unaushaltbar. Andauernd zweifelte er an sich selbst und überlegte, was wäre, wenn. Ich habe ihn ja lieb, aber auf Dauer ist das wirklich anstrengend. Ich würde ihn ja gerne Mut zusprechen, doch zuerst musste ich mit Emilia sprechen. Wer weiß, vielleicht treten wir in ein Fettnäpfchen und am Ende hat sich noch eine Freund?....

    „Mach weiter, ich muss mich auch noch umziehen!“, hämmerte ich an die Tür und lehnte mich an die Wand. „Bin ja schon fertig“, kam es aus der Kabine und V öffnete die Tür. Er sah gut aus! Wie immer halt. Ganz ehrlich? Ich wusste wirklich nicht woher seine immer wiederkehrenden Selbstzweifel und seine Schüchternheit kamen. Andere Typen, die so aussahen wie er, trotzten im Normalfall nur so von Selbstbewusstsein. „Gute Wahl, Hyung!“; grinste ich, wies auf seine schwarz-weiß gestreifte Badehose und klatschte bei ihm ab. Nun lachte er wieder.

    Also hier ein guter TIPP von mir für den Alltag: „Wollt ihr euren Freund aus einem emotionalen Tief holen? – Ja? – Dann überschüttet ihn mit Komplimenten! (Das hilft immer😊)

    Ich legte ihm meinen Arm um die Schulter und wir schlenderten gemeinsam zurück zu den anderen.

    „Man Jimin, warst du im Fitnessstudio?“, erkundigte sich Jungkook und zeigte auf meinen trainierten Bauch. „Schon möglich“, grinste ich selbstgefällig und überprüfte schnell, wer schon aller da war. Jin lehnte neben Jungkook und musterte interessiert seine Nägel, J-Hope kam gerade aus der Umkleide und legte sich lässig sein Handtuch über die Schulter und Emilia…? Ja, wo war eigentlich Emilia?

    Ich sah mich fragend um. „Hat wer von euch Emilia gesehen?“ Bei dem Namen zuckte V instinktiv zusammen, worauf hin ich ihm meinen Ellbogen in die Seite rammte. „Mann V, jetzt übertreib doch nicht!“ „Ich glaube die ist sich noch schnell abduschen gegangen!“, unterrichtete uns Jin und beendete die Erkundung seiner Fingernägel.

    Der nächste Moment, war wie diese Zeitlupenaufnahmen mit viel Wind in den koreanischen Dramen, wenn ein hübsches Mädchen eingeblendet wird. J-Hope klappte die Kinnlade herunter und V zwinkerte nicht mal mehr. Sie sah einfach nur Hammer aus. Unter welchen Klamotten hatte sie bitte bis jetzt diese Figur versteckt? Sie schien nicht eines von diesen Mädchen zu sein, die sich viel aus ihrem Aussehen machte, denn ganz ehrlich: Sie könnte sich, bei dem Körper viel vorteilhafter kleiden.

    Mit einer schnellen Handbewegung schloss ich J-Hopes Mund und schluckte. Sie hatte einen schwarz-weiß gestreiften Bikini an, an dessen Enden jeweils drei goldene Perlen glitzerten. Ihre kastanienbraunen Haare, die sie normalerweise zu einem unordentlichen Dutt hochgesteckt hatte, vielen ihr nun wallend über die Schultern und umspielten ihr hübsches Gesicht.

    „Ha!“, unterbrach Jin den beklommenen Moment und zeigte auf Emilia und V. „Ihr seid im Partnerlook!“ Dieser Kommentar nahm die Spannung von uns allen und wir brachen in schallendes Gelächter aus. Es sah wirklich lustig aus. Als hätten sie sich abgesprochen!

    Als wir uns wieder beruhigt hatten, meldete sich Emilia zu Wort:“ OK, wir haben vier Stunden Zeit, dann müssen wir wieder draußen sein! Also, wo wollt ihr zuerst hin?“ Kurz überlegten wir. Mir persönlich war es egal, also lies ich die anderen wählen.

    „RUUTTSCHEEN!“, schrie Jin plötzlich, riss beide Arme in die Höhe und rannte voller Freude los. Ich verdrehte die Augen und konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. „JIIIN“, rief Emilia ihm lachend nach. „Da geht’s wieder nach draußen! Wir müssen da lang!“ Sie zeigte in die gegengesetzte Richtung und stützte die Hände in die Hüften. „Wie alt ist er noch einmal?“, raunte sie V und mir hinter vorgehaltener Hand zu und zog die Augenbraun hoch. „Älter, als er sich verhält“, fügte nun auch Jungkook hinzu, der sichtlich stolz über seine eigene Reife war.

    Schließlich folgten wir Jin, der bereits zu den Rutschen losgedüst war…

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    ((unli))Emilias Sicht: ((eunli)) Als wir die Becken im Thermeninneren erreichten, kamen mir heißer Dampf und der Geruch von Ätherischen Ölen entgeg

    Emilias Sicht:

    Als wir die Becken im Thermeninneren erreichten, kamen mir heißer Dampf und der Geruch von Ätherischen Ölen entgegen. Ich machte nur kleine Schritte und war sichtlich konzentriert darauf nicht schon wieder auszurutschen. Währenddessen spähte ich immer wieder zu V hinüber. Er schein so ruhig und schüchtern zu sein heute. Das war ich gar nicht gewohnt von ihm…..

    Im nächsten Moment schwankte ich gefährlich hin und her und suchte verzweifelt nach etwas Festem zum Festhalten. Augenblicklich reichte mir V seine Hand als Stütze und bewahrte mich so vor einem erneuten Kontakt mit dem harten Boden. Ich sah überrascht zu ihm auf und lächelte ihn schließlich dankbar an. Als wir merkten, dass wir uns immer noch an der Hand hielten, ließen wir beschämt voneinander ab und sahen zu Boden. Irgendwie war alles komisch zwischen uns….

    „Hey, da drüben sind die Rutschen!“ Jin zeigte aufgeregt auf ein Schild, auf dem das Symbol einer Rutsche abgebildet war und bog direkt in diese Richtung ab. „Kommt ihr auch mit?“, wandte sich Jimin an V und mich. Wir waren etwas zurückgefallen und tapsten nun etwas abseits auf dem rutschigen Boden hinter den anderen nach. „Klar“, meinte V und sah mich erwartend an. „Jap“, meinte ich nur knapp und legte einen Zahn zu, um das nervöse Kribbeln in meinem Bauch loszuwerden, das ich schon wieder, seit unserer letzten Berührung hatte.

    -oben auf der Rutsche-

    „Darf man jetzt auch zu sechst rutschen?“, frage J-Hope und drehte sich zu mir um. „Schau aufs Schild mit den Regeln!“, meinte ich und zeigte auf die große Anschlagtafel neben der Rutsche. Er studierte sie kurz und sein Blick erhellte sich augenblicklich. „Yass!“ „OK, wir rutschen alle hintereinander in einer Reihe! Da sind wir bestimmt sechs Mal so schnell!“ Ich schluckte. Eigentlich hasste ich schnelle Rutschen….

    „Emilia, du bist ganz vorne!“, meinte Jungkook und drückte mich zum Eingang der Rutsche. „Warum ich?“, jammerte ich und setzte mich gezwungener Weise an den Rand der Rutsche. „Ich bin der Letzte!“, freute sich Jin. „Dann kann ich am besten antauchen!“ „Los jetzt“, drängte er uns. „Hinten warten schon die Nächsten!“ Schnell schubste Jimin V nach vorne, drückte ihn auf den Platz hinter mich und setzte sich dann selbst hinter V. Er grinste breit und ich wusste genau, dass er das mit Absicht getan hatte.

    Mein Herz hämmerte los, als V seine Arme um meine Taille legte, um mich bei sich zu halten. Ich biss mir überwältigt auf die Lippen. Was war nur los mit mir? Warum brachten mich seine Berührungen nur so aus dem Konzept?

    „3, 2, 1! Festhalten!“, rief Jin und stieß sich als letzter in der Schlange ab. Und schon flitzen wir los. Es war verdammt schnell. Im inneren der Rutsche war es stockdunkel und ich hatte das Gefühl in ein Loch zu fallen. Panisch klammerte ich mich an Vs Hände und drückte diese. Ich wusste gar nicht mehr, was mich mehr überwältigte. Vs Hand zu halten oder meiner Angstgefühle, wegen dieser verfluchten Rutsche.

    Hinter mir kicherte es dämlich und ich verfluchte mich selbst innerlich, mich zu dieser Rutschfahrt überredet haben zu lassen. An manchen Stellen blinkten uns blaue, rote und grüne Lämpchen entgegen, die mich eher irritierten, als unterhielten. Mir stieg das Adrenalin in den Kopf, bis ich schließlich ein Licht am Ende entdeckte. Erleichtert atmete ich auf. Doch nix da…..

    Im nächsten Augenblick ging es steil nach unten und ich fühlte mich wie im freien Fall. Es war dieses grausame Gefühl im Bauch, dass man auch bekommt, wenn man zu hoch schaukelt. Angsterfüllt schrie ich auf und auch die Jungs hinter mir kreischten wie verrückt.

    „RUMMS!“ Endlich waren wir unten angekommen. Mein Herz war am explodieren und ich bemühte mich verzweifelt mich wieder zu beruhigen. „Daaaas waaar der Waaahhhnsinnn!“, jubelte Jin und riss beide Hände in die Höhe. „Noch Mal!“ „I…ich….bin raus!“, stammelte ich in meinem Schockzustand gefangen und klammerte mich immer noch an Vs Arme. „Alles gut bei dir?“, erkundigte sich V, beugte sich über meine Schulter und sah mich besorgt von der Seite an. „Da…das sag ich dir, w….wenn mein…H…Herz wieder schlägt, wie…wie das eines gesunden..M…Menschen!“, stotterte ich und versuchte zitternd aufzustehen!“ „Warte, ich helf‘ dir!“, meinte er, zog mich sanft an der Hüfte hoch und stützte mich, da meine Knie immer noch wie verrückt schlotterten.

    „Wir wollen auch noch Mal!“, meinte Jungkook und zeigte auf J-Hope, der grinsend neben ihm lehnte. Jimin sah in die Runde und hatte schließlich eine Idee. „Also, ich würde sagen wir machen das so: Jin, J-Hope, Jungkook und ich gehen noch einmal rutschen und V kümmerst sich ein bisschen um Emilia! Ich könnt‘ ja, solange wir rutschen sind ins Salzwasserbecken gehen! Soweit ich weiß gibt’s da Unterwassermusik!“ Ich sah V an und fragte, mich was gerade in seinem Kopf vorging.

    „OK, so machen wir das!“, meinte er schließlich. Ich freute mich über seine Entscheidung. Doch gelichzeitig hatte ich ein verdammt schlechtes Gewissen. „Also, sehen wir nachher?“, fragte Jimin. „Ja, bist später“, gab nun auch ich das Einverständnis zu dieser Idee.

    Hier trennten sich also unsere Wege. V und ich machten uns auf zum Salzwasserbecken und der Rest fieberte schon der nächsten Rutsche entgegen.

    „Warst du hier schon oft?“, erkundigte sich V, als wir langsam in das heiße Wasser glitten und gemächlich zur Mitte des Salzwasserbeckens schwammen. Ich zuckte mit den Schultern. „Naja, als Kind hin und wieder mit meinen Eltern. Sie haben mit mir am Wochenende immer Ausflüge unternommen und da ich bis heute gerne schwimme, sind wir auch öfters hier hin gekommen!“ Seine Augen leuchteten auf. „Warst du nie mit deinen Eltern schwimmen?“, fragte ich irritiert und macht in der Nähe eines kleinen Wasserfalls halt. „Nein, ich bin bei meinen Großeltern aufwachsen und meine Eltern hatten nie wirklich viel Zeit für mich…..Sie haben immer sehr hart gearbeitet!“ „Achso“, erwiderte ich nachdenklich und zeichnete Muster in das dampfende Wasser.

    Plötzlich erweckte der kleine Wasserfall meine Aufmerksamkeit. Ich wollte V ablenken, denn irgendwie sah er traurig aus. Also machte ich einen großen Schritt nach rechts, packte V am Arm und zog ihn mit unter den Wasserfall. Wir lachten auf, als uns das heiße Wasser übers Gesicht lief und spritzen uns gegenseitig mit dem salzigen Wasser ab. „Waa, ist das salzig!“, spuckte V und verzog das Gesicht zu einer Grimasse. Ich grinste. So gefiel er mir schon wieder viel besser!

    Plötzlich wurde V von einem dicken Mann gerammt, der vor dem Wasserfall stand. Er taumelte zurück und wir stolperten beide hinter den Wasserfall. Mit einem Mal standen wir pitschnass hinter der salzigen Wasserwand und lauschten dem rauschenden Storm des Wassers.

    Vs Sicht:

    Mein Herz pochte wie verrückt. Ich konnte meine Augen nicht von ihr wenden…… Es war eine beklommene Stille, geladen von Gefühlen und unausgesprochenen Tatsachen. Ich war verwirrt und der Dampf des heißen Wassers stieg mir zu Kopf. Sie sah mich aus ihren großen, braunen Reh-Augen an und in mir spielte einfach alles verrückt. Mit einem Mal übermannte es mich und ich machte einen Schritt auf sie zu. Ich legte meine Hände auf ihre Wangen und näherte mich ihr ganz langsam. Sie erstarrte. Ich hörte den Herzschlag in meinem Kopf und schloss die Augen….

    15
    ((unli))Emilias Sicht:((eunli)) Mein Körper fühlte sich an wie gelähmt. Ich war hin und her gerissen. V kam mir immer näher und die Berührung sei

    Emilias Sicht:

    Mein Körper fühlte sich an wie gelähmt. Ich war hin und her gerissen. V kam mir immer näher und die Berührung seiner Hände auf meinen Wangen löste ein Prickeln auf meinem gesamten Körper aus. Ich starrte ihn an und beobachtete, wie er langsam immer näher kam. Als er plötzlich die Augen schloss packte mich das schlechte Gewissen und die blanke Panik.

    Ich tauchte ab.

    Jimins Sicht:

    „Hey, da sind sie ich hab‘ sie gefunden!“, rief ich den anderen zu und wies auf die Stelle hinter dem Wasserfall. Ich watete durch das Becken bis zu meinem Freund, der verwirrt auf das Wasser starrte. Ich runzelte die Stirn. „V, alles OK?“ Er schien mich gar nicht zu hören und hob nicht mal den Kopf. „Hyung, was ist los?“, fragte ich nun etwas lauter und bestimmter.

    Besorgt rüttelte ich ihn an der Schulter. „Wie?...Was?....Wer?...“ V schreckte hoch und sah mich geschockt an. In seinen Augen sah ich tiefe Enttäuschung und einen Hauch von Wut. „Was ist passiert?“, fragte ich diesmal langsam und deutlich und warf ihm einen eindringlichen Blick zu.

    Plötzlich kamen die anderen dazu und Jin klopfte dem perplexen V auf die Schulter. „Mann, habt ihr was verpasst! Das war der Wahnsinn! Da war so eine Rutsche, die……“ Aber dann stoppte er als neben uns blubbernde Luftblasen aufstiegen und jemand aus dem Wasser auftauchte.

    Überrascht machte er einen schnellen Schritt zur Seite und quiekte auf. Emilia japste nach Luft und strich sich die klatschnassen Haare aus dem Gesicht. Sie kräuselte die Nase und wischte sich das salzige Wasser aus dem Gesicht.

    „Du warst tauchen? Hier?“, erkundigte sich Jungkook verwundert und deutete auf das salzige Wasser. „Ich…äh…ich….naja, ich war schon immer eine kleine Wasserratte“, argumentierte sie stotternd, doch ich nahm ihr diesem Grund beim besten Willen nicht ab. Sie warf V einen entschuldigenden Blick zu, aus dem ich irgendwie nicht schlau wurde. Er aber, biss sich nur verärgert auf die Unterlippe und drehte sich weg.

    „Ich geh ins Schimmerbecken! Kommt wer mit?“, murmelte er und richtete seine Haare, was er immer tat, wenn er unsicher war und ihm eine Situation unangenehm war. Ich studierte ihn besorgt. Was war nur wieder zwischen den beiden vorgefallen? Ich seufzte. „Klar, bin dabei!“ „Wir sind weg!“, meinte V knapp und drehte sich um, ohne Emilia auch nur noch eines Blickes zu würdigen. Oh, oh, das musste was Schlimmes gewesen sein.

    -in der Umkleidekabine-

    Emilias Sicht:

    Die Schuldgefühle zerfraßen mich innerlich. Ich hatte so ein verdammt schlechtes Gewissen…… Aber wenn ich ehrlich war, wusste ich gar nicht, wegen wem. Zum einen tat mir V leid und ich bereute es ihn nicht geküsst zu haben. Hätte ich auf mein Herz gehört, hätte ich das vermutlich auch getan. Ich meine, mein ganzer Körper hat sich zu ihm hingezogen gefühlt, aber mein Kopf und mein Gewissen haben mich davon abgehalten. Ich führe schließlich eine Beziehung. Und ich möchte bestimmt keine Freundin sein, die so hinterhältig ist und ihren Freund betrügt.

    In mir kochte Wut und Verzweiflung. Was sollte ich bloß machen? Wütend schlüpfte ich in meine Socken und starrte in den Spiegel. Was war nur falsch mit mir?

    Die gesamte letzte Zeit nach dem Vorfall, hatten V und ich damit verbracht uns anzuschweigen. Er ignorierte mich und ich wusste nicht, wie ich ihm das erklären sollte. Er wusste schließlich noch nicht einmal, dass ich einen Freund hatte. Ich hätte es ihm sagen sollen. Es war ein Fehler gewesen ihm das vorzuenthalten.

    Jungkook, Jin und J-Hope sind mit mir letztendlich, als Jimin und V fort waren, für die restliche Zeit in die Sauna Welt gegangen. Es war gut für mich, denn der heiße Dampf lenkte mich von meinen wirren Gedanken ab und machte den Kopf frei. Noch dazu hatten wir ziemlich viel Spaß. Sie erzählten mir, wo sie herkamen, und wie sie zum K-Pop Idol geworden sind.

    Wenn ich ehrlich bin, kenne ich mich bis jetzt nicht ganz mit dem System aus, das da dahintersteckt. Mir ist auch noch nicht klar, wie bekannt sie eigentlich sind, denn mir sagte BTS genau nichts. Doch was ich erfuhr war, dass sie alle den selben Traum hatten. Nämlich durch Singen und Tanzen (bzw. rappen) etwas in der Welt zu verändern….

    Schnell schnappte ich mir meine schwarzen Boots und schlüpfte hinein. Ich sah auf meine Armbanduhr. Noch 10 Minuten, dann müssten wir draußen sein, sonst zahlen wir noch Strafe. Ich schloss die Umkleidekabine hinter mir und sah den Gang entlang, wer schon aller fertig war.

    „Können wir?“, fragte ich und schulterte die gestreifte Badetasche. „Ja, alle da!“, lächelte Jimin und zählte noch einmal durch. Ich lies meinen Blick ebenfalls über die Jungs schweifen und suchte nach V. Ich entdeckte ihn ganz hinten, etwas abseits. Er hatte den Kopf gesenkt und sich seine Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Ich versuchte verzweifelt Augenkontakt zu erhaschen, um aus seinen Blicken schlau zu werden, doch er drehte sich augenblicklich weg.

    -10 Minuten später-

    Vs Sicht:

    Fertig ausgecheckt und ermüdet von dem Thermenaufenthalt, warteten wir fröstelnd an der Bushaltestelle auf den Bus, der uns zurück in die Innenstadt bringen sollte. Der Schnee lag, trotz steigender Temperaturen immer noch und glitzerte uns freudig entgegen. Ich hatte verflucht noch einmal, keine Lust auf die Weihnachtliche „wir-haben-uns-alle-lieb-Stimmung“, die bei den anderen vier schon komplett angekommen war und zog mir meine Kapuze tiefer ins Gesicht.

    Jungkook und Jin formten mit bloßen Händen Schneebälle und schossen sich lachend gegenseitig damit ab. Ich verdrehte die Augen und grummelte in mich hinein. „Weihnachten kann mir gestohlen bleiben“, murmelte ich und wollte mir gerade meine Kopfhörer in die Ohren stecken, als Emilias Handy zu läuten begann.

    Sie griff in ihre Jackentasche, zog es heraus und musterte die Rufnummer. Sie atmete tief durch und legte seufzend auf. Sie sah traurig aus. Aber das war ich auch. Wie konnte sie mich nur so bloßstellen. Ich hatte all meinen Mut zusammengenommen und sie tauchte einfach ab. Ich fühlte mich einfach verarscht…..

    Es klingelte erneut. Sie kramte ihr Handy wieder hervor und stöhnte genervt, als der Bildschirm aufleuchtete. „Scheint wichtig zu sein“, meinte J-Hope. „Nimm doch ab!“ Sie legte die Stirn in Falten und hob ab. „Was gibt’s“, fragte sie etwas wirsch. …….. „Ja, ich hab dir das Essen in den Kühlschrank gestellt.“ …….. „Ja, deine Wäsche liegt vor dem Schrank!“ ……….. „Wo dein Lieblingshemd ist? Ich hab‘ keine Ahnung, Kai! Vielleicht in deinem Kasten, da wo es immer hängt!“…….“Ich komme um 18:00 Uhr nach Hause!“…….“Könntest du bitte…?“….“Nein, kannst du nicht?“…….“Hab ich mir ja gedacht!“…..“OK, na dann bis nachher!“

    Sie legte abrupt auf und verstaute das Handy in ihrer Tasche. „Wer war das?“, fragte Jungkook, der mittlerweile die Schneeballschlacht gegen Jin beendet hatte. „Das war mein Freund“, sagte sie kaum hörbar und schloss für einen Moment die Augen.

    16
    ((bold))((big))5. Dezember((ebig))((ebold)) -bei Emilia zuhause-((bold)) ((ebold)) ((unli))Emilias Sicht: ((eunli)) Ich wachte auf und sah aus dem Fen

    5. Dezember

    -bei Emilia zuhause-

    Emilias Sicht:

    Ich wachte auf und sah aus dem Fenster. Draußen entdeckte ich die dicke Wolkendecke und bis jetzt hatten noch keine Sonnenstahlen den Weg hindurch gefunden. Es schneite und ich hatte das Gefühl, es könnte heute noch einen heftigen Schneesturm geben. Ich drehte mich zur anderen Seite und merkte überrascht, dass Kai zur Abwechslung mal noch hier war und nicht direkt um 6:00 Uhr außer Haus gestiefelt war.
    „Guten Morgen Baby“, gähnte er und drückte mir einen Kuss auf die Wange. Nanu, was war denn nun los? Träumte ich. Zur Kontrolle zwickte ich mich leicht in den Arm. Nein, das hier war echt….

    Mein Freund hatte mir einen guten Morgen gewünscht und mich geküsst, hatte ich etwa Geburtstag? So nett war er sonst nie! Aber wartet……….das macht er doch sonst nur, wenn er ein schlechtes Gewissen hat!

    Ich dachte fieberhaft nach. Was konnte passiert sein, dass ER ein Schuldgefühl mir gegenüber bekommen hatte?
    Apropos Schuldgefühl. Ich denke keiner kennt sich damit besser aus, als ich seit gestern. Jetzt wusste er also, dass ich einen Freund hatte... War doch klar, dass das herauskommen würde. Ich hätte es ihm schon von Anfang an sagen sollen. Aber ich hatte nicht nur Schuldgefühle, ich bereute es auch noch. Ich mochte V……. Nein, halt! Ich glaube ich hatte mich in ihn verliebt…..

    -in Jimins und Vs Hotelzimmer-

    Vs Sicht:

    Leise Regentropfen trommelten an mein Fenster und draußen tobte ein eisiger Schneesturm. Seit heute Morgen lag ich nun schon in meinem Bett und kritzelte gedankenverloren auf meinem Block herum. Der einst dampfende Früchte Tee, den mir Jimin ans Bett gebracht hatte, war längst ausgekühlt und konnte mir nun gestohlen bleiben. Fröstelnd kuschelte ich mich in meiner Decke und schloss für einen Moment die Augen.

    Heute war Freitag und Emilia arbeitete vormittags wieder in dem kleinen Cafe. Deshalb haben wir unser Programm heute erst nachmittags angesetzt. Doch wenn es nach mir gehen würde, könnte es auch komplett ausfallen. Ich hatte keine Lust sie zu sehen…..

    Es war mir so peinlich was geschehen war. Jedes Mal, wenn sie mich ansah, würde ich am liebsten im Boden versinken…..
    Wut kochte in mir hoch. Und….sie hatte wirklich einen Freund. Hatte sie etwa nur mit meinen Gefühlen gespielt? Fand sie es lustig mich so bloßzustellen. Allein der Gedanke an sie schmerzte und versetzte mir einen Stich ins Herz. Endlich hatte ich ein Mädchen gefunden, von dem ich dachte, es würde mich mögen, ohne zu wissen, dass ich ein berühmter K-Pop Star bin. Aber nix da. Nun stellt sich doch wirklich heraus, dass ich nur ein Spielzeug für sie war, das bloß ihrer Unterhaltung diente.

    Ich lies den Block sinken und legte den Tisch zur Seite. Was für ein beschissener Tag heute nur war…

    Emilias Sicht:

    Meine Gedanken überschlugen sich. Ich kannte mich kein Stück mehr aus. Kai hatte mir heute Morgen doch tatsächlich Frühstück gemacht. Er hat auch seine Wäsche selbst gewaschen und noch dazu an den Wäscheständer gehängt. Er hat sie dafür interessiert, was ich heute vorhatte und mich über die Jungs ausgefragt. Auf meine Frage hin, warum er sich plötzlich für all das interessierte, meinte er bloß, dass ihm seine Freundin nun Mal wichtig war.

    Mit einem „wir sehen uns heute um 18:00 Uhr“, hatte er sich schließlich verabschiedet und mir einen Kuss auf die Stirn gedrückt. Es war einfach nur gruselig…. War er überhaupt noch derselbe Mensch?

    Eigentlich sollte ich mich freuen. In mir erwachte seid langem wieder ein Funken an Hoffnung, dass unsere Beziehung sich vielleicht doch noch zum Guten wenden konnte. Ich war so lange betrübt darüber, dass mein Liebesleben den Bach runter war und nun schien alles wieder beim Alten zu sein? War das überhaupt möglich?

    Grübelnd stapfte ich durch den glitzernden Neuschnee und bahnte mir einen Weg durch die Menschenmassen zum Cafe. Mein Leben war wirklich eine Achterbahnfahrt an Gefühlen. Manchmal hatte ich das Gefühl ich würde selbst nicht mehr wissen, was ich nun eigentlich will! Ich seufzte. „Man ist die Liebe kompliziert!“

    -am Ende meiner Schicht im Cafe-

    Ich warf einen Blick auf meine Armbanduhr. Die Jungs hatten gemeint, sie würden mich hier um 13:30 Uhr abholen. Unser Programm für heute: Shoppen, Kino und Essen gehen. Es war eher ein Notfallprogramm, denn bei dem Wetter, konnte man draußen sowieso nicht anderes mehr machen. Momentan war das Cafe quasi leer, also machte ich mich daran Tische zu putzen und etwas Ordnung in die Aufstellung des Geschirrs zu bringen.

    Plötzlich klingelte die Türglocke und sechs Männer betraten das Cafe. Freundlich winkte ich ihnen entgegen. Sie waren es. Anfangs war ich so abgelenkt von dem trübselig dreinschauenden V, dass ich den sechsten Mann hinter ihnen gar nicht wahrnahm. So war ich umso überraschter, als dieser auf mich zukam und mir einen Kuss zur Begrüßung auf die Lippen drückte. „Kai?“, fragte ich verdattert. „Was machst du denn hier?“ „Ich hab frei bekommen“, meinte er. „Und da dachte ich, ich könnte dich doch mal bei deiner Arbeit begleiten.“ Ich runzelte verwirrt die Stirn. Das war definitiv ein Traum!

    Die anderen sahen uns überrascht an. Überrumpelt meinte ich: „Ähn…ah….das ist mein Freund…äh Kai!“ Nach kurzem Zögern streckten sie ihm schließlich die Hand entgegen. Sie begrüßten ihn übertrieben freundlich und er setzte dabei so ein komisches, schmalziges Grinsen auf. Auch V gab ihm die Hand, wirkte dabei aber, wie ein eingeschüchtertes kleines Kind. „Was ist den los?“, fragte Kai, als ihm V die Hand reichte. „Habt ihr Asiaten keine Kraft, oder wie?“ Dabei deutete er auf Vs Arme und ahmte seine Schwäche pantomimisch nach. Doch an ihren Gesichtern sah ich ganz deutlich, dass sie das sehr wohl verstanden hatten.

    Verärgert stieß ich ihm den Ellbogen in die Rippen. „Lass das“, nuschelte ich und warf den anderen einen entschuldigenden Blick zu. Nun lachten sie nicht mehr, sondern warteten darauf, dass ich das Wort für sie ergriff. „Also…“, versuchte ich Kai irgendwie abzuwimmeln. „Ich will dir keine Umstände machen, du musst nicht mit uns mitgehen! Ich mein, das ist doch nicht deine Arbeit, sondern meine und wir sehen uns doch sowieso heute Abend um 18:00 Uhr, oder?“ Ich warf ihm einen sorgenvollen Blick zu und versuchte ihm damit anzudeuten, doch bitte zu gehen.

    Er stemmte die Arme in die Seite und musterte V und die anderen. „Nein, nein. Ich mache das gerne. Und ich glaube, dass kann ein recht lustiger Nachmittag werden!“ Amüsiert lächelte er in die Runde. „Das will ich mir doch nicht entgehen lassen!“

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    ((bold))-auf dem Weg zum Einkaufscenter-((ebold)) ((unli))Jimins Sicht: ((eunli)) „Ich mag ihn nicht!“, nuschelte Jungkook in seinen Schal hinein

    -auf dem Weg zum Einkaufscenter-

    Jimins Sicht:

    „Ich mag ihn nicht!“, nuschelte Jungkook in seinen Schal hinein und spähte verstohlen zu ihm und Emilia hinüber. Der Wind heulte uns um die Ohren, als wir das Cafe verließen und nun irrten wir durch den eisigen Schneesturm. „Er ist komisch“, fügte Kookie noch hinzu. „Ich hab‘ zwar nicht verstanden, was er zu V gesagt hat, aber ich glaube es war nichts Nettes!“ Ich kickte einen Stein vor mir her und nickte zustimmend. „Ja, glaub ich auch. An dem ist irgendwas faul!“

    Ich beobachte Emilia und Kai. Sie gingen schräg vor Jungkook, V und mir und hielten Händchen. Aber irgendetwas passte nicht bei diesem Bild. So idyllisch es auch aussah, Emilia wirkte eindeutig nicht glücklich, wenn nicht sogar genervt und etwas verwirrt. Sie machte einen leicht verstörten Eindruck auf mich. Das gefiel mir gar nicht. Bei Gelegenheit musste ich unbedingt darauf ansprechen.

    Doch noch mehr Sorgen machte ich mir um V. Er hatte mir gestern Abend ausführlich geschildert, was passiert war und sich einmal so richtig bei mir ausgeheult. Wenn ich ehrlich bin, wusste ich gar nicht wie ich reagieren sollte, denn nachdem ich erfahren hatte, dass Emilia einen Freund hatte, konnte ich durchaus verstehen, warum sie V nicht geküsst hat. Ich wollte das in Vs Gegenwart nicht erwähnen, aber ich bin nicht der Meinung, dass es komplett falsch war, was sie getan hat. Sie ist schließlich in einer Beziehung und wollte ihren Freund nicht betrügen. War das nicht eigentlich ein guter Grund? Ich meine, das schließt doch auch nicht aus, dass sie keine Gefühle für V hat. Das bedeutet doch nur, dass sie ein gutes Herz hat und niemanden belügen, oder betrügen möchte.

    Wie ich vorhin bemerkt hatte, konnte V Kai so gar nichts ab. Aber das war ja auch irgendwie klar…. Ich wusste ja nicht wie viel Kai von V und Emilia wusste, aber wenn er irgendetwas davon erfahren hatte, dann war das vielleicht der Grund, warum er so seltsam freundlich zu uns allen war. Ich verengte meine Augen zu kleinen Schlitzen. Ich musste das unbedingt weiter beobachten. Wenn der Typ, es auch nur einmal wagen würde meinem Freund wehzutun, bekommt er es mit mir zu tun. So viel ist sicher.

    -im Einkaufscenter-

    Vs Sicht:

    Wie es mir gerade geht?
    Beschissen. Sonst noch Fragen?
    Warum ich nicht um sie kämpfe?
    Jetzt schaut euch den Kerl doch mal an. Der ist riesengroß, hat Monster-Oberarme und sieht aus wie ein Model. Außerdem scheint zwischen den beiden ja alles super gut zu laufen, was man bei uns beiden nicht gerade sagen kann…..

    Ich ballte meine Hände zu Fäusten, als Kai breit grinsend vor mir seine Jacke in der Garderobe abgab und seine Hände um Emilias Hüften legte. Er war so ein Arschloch. Glaubte er wirklich ich hatte nicht verstanden, was er vorhin zu mir gesagt hat? Ich kann nicht gut Englisch sprechen, das stimmt schon, aber ich bin bestimmt nicht blöd! In solchen Momenten wünsche ich mir Namjoon her. Er würde uns alles übersetzen und selbst eine schlagfertige Antwort geben, bei der dem Deppen da bestimmt die Luft wegbleiben würde.

    Apropos Namjoon. Ich fragte mich, wie es ihm, Sofie, Suga und Xenia wohl gerade ging?

    -im Bts Apartment in Korea-

    Sugas Sicht:

    „Hey ich hab‘ Hunger, macht weiter“, murrte ich und stand bereits ungeduldig vor der Haustür. Sofie und Namjoon brauchten wie immer ewig. Kommt davon, wenn man nebeneinander auf der Couch einschläft und nicht fähig ist ein Power Nap zu halten. Ich schaffe das immer ohne Probleme, aber die beiden da, die waren jetzt müder, als vor ihrem kurzen Nickerchen. „Suga, nerv nicht rum“, gähnten beide im Chor und schlüpften in ihre Schuhe. „Es ist aber gleich 14:00 Uhr und wir haben Xenia doch versprochen, dass wir uns genau um die Zeit im Restaurant treffen!“ Sofie war nun fertig und kam zu mir nach draußen. „Jetzt mach dir keine Sorgen, sie wird schon nicht denken, wir haben auf sie vergessen, wenn wir 10 min zu spät kommen.“ „Es sind bereits 15“, grummelte ich und zerrte RM aus dem Haus.

    Schnell sperrte ich zu und lies den Schlüssel schnell unter der Fußmatte verschwinden. „So, auf gehts!“, kommandierte ich. Die beiden anderen grinsten sich wie immer an, wenn sie sich über mich lustig machten und amüsierten sich köstlich, weil ich mich über sie aufregte.

    -im Sushi Restaurant-

    Sofies Sicht:

    Das hier war mein absolutes Lieblingsrestaurant. Es hatte das beste Essen, das netteste Personal und lag neben bei auch noch direkt um die Ecke. Überall standen Aquarien mit bunten Fischen und wegen des gemütlichen Ambientes, fühlte man sich hier einfach wohl. Ich lies mich auf den weichen Sessel neben Namjoon fallen und studierte die Speisekarte.

    Erst jetzt viel mir auf, das Xenia ja noch gar nicht da war.
    Suga schein sie bereits nach ihr Ausschau zu halten, denn er irrte suchend bei der Eingangstür herum. „Hat sie dir nichts geschrieben!“, rief ich ihm zu und deutete auf mein Handy. E warf einen Blick auf seine neuen Nachrichten und schüttelte den Kopf. „Komm her“, forderte Namjoon ihn auf. „Ich bin mir sicher sie wird jeden Augenblick da sein.“ „Bis dahin können wir ja schon mal das Trinken bestellen!“

    Dieser Vorschlag schein Suga zu reichen, denn nun kam er zurück und setzte sich gegenüber von uns an den Tisch. „War sie mit ihrer Mutter heute im Spa?“, erkundigte ich mich bei Suga und brach währenddessen meine Stäbchen auseinander. „Ja“, nun grinste er glücklich. „Sie haben sich heute ein Mädchen-Verwöhnprogramm gegönnt und sind danach noch shoppen gegangen!“

    Ich freute mich für Xenia. Sie hatte so viel durchgemacht in den letzten Jahren und nun hatte sie alles, was ihr von klein auf gefehlt hat. Eine Mutter, die sich kümmert, einen Freund, der sie über alles liebt und ihre besten Freunde, die nebenbei auch noch ihre Familie waren. Ich musste lächeln. „Sie hatte es aber auch verdient dachte ich“, und studierte interessiert die Speisekarte.

    Plötzlich ging die Tür auf und Xenia kam herein. Und mit ihr auch noch ihre Mutter und mein Vater. „Nanu? Papa? Was macht ihr denn da?“ Also, damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Xenia grinste über beide Ohren und fiel Suga überglücklich um den Hals. „Was ist den passiert?“, fragte er verdattert. „Das erfährst du gleich!“, schmunzelte sie und drückte ihm einen liebevollen Kuss auf die Lippen. „Komm setz dich erst mal!“

    „Wusstest du was davon?“, fragte ich Namjoon und zog ihm verwirrt am Ärmel. „Nein, keine Ahnung“, erwiderte er ebenso unwissend wie ich. Alle setzten sich erst mal und hängten ihre Jacken über ihre Sessel. „Jetzt klärt uns doch bitt endlich auf“, beschwerte ich mich und rutschte nervös auf meinem Sessel herum.

    „Also“, mein Vater grinste breit und zwinkerte Xenias Mutter vielsagend zu. „Carina (Xenias Mutter) und ich, wir haben euch was zu sagen!“

    Liebe Leser,
    Bin schon gespannt was ihr sagt, wie es weiter geht!:)
    Was denkt ihr, gibt es für Neuigkeiten?
    Wer ist eigentlich euer Bias und warum?
    Seid ich auch so Menschen, die nach einem Power Nap immer müder sind als zuvor? Also ich schon: DD
    LG Fleur0109

    18
    ((bold))-währenddessen im Einkaufscenter in Wien-((ebold)) ((unli))Vs Sicht: ((eunli)) Ich starrte beim Vorbeigehen, in die weihnachtlich geschmückt

    -währenddessen im Einkaufscenter in Wien-

    Vs Sicht:

    Ich starrte beim Vorbeigehen, in die weihnachtlich geschmückten Auslagen der Geschäfte und versuchte mich so, von meinen betrübten Gedanken abzulenken. „Merry Christmas, everyone“, rief ein dicker Weihnachtsmann neben einem zu groß geratenen Luftballon-Rentier und läutete eine große Glocke. „Pff“, schnaubte ich. Und wandte mich genervt ab.

    Eigentlich mochte ich diesen übertriebenen Weihnachtskitsch, aber dieses Jahr war das anders….

    „Riiiinnnnng, Riiinnnnggg!“ Mein Handy klingelte und vibrierte dabei laut in meiner Jackentasche. Genervt fischte ich es heraus und nahm ab. „Ja bitte?“

    „Aaaaaaahhhhh!“ Eine Mädchenstimmte kreischte übertrieben laut in den Lautsprecher und ich hielt das Handy instinktiv einen halben Meter von meinem Ohr weg. „Sofie, willst du das ich taub werde?“, fragte ich etwas unhöflicher, als es eigentlich klingen sollte. „Oh Gott, V. Ich muss dir als erstes die Neuigkeit erzählen!“ „Welche Neuigkeit?“ Nun wurde es interessant. Ich runzelte die Stirn und wartete daraus, das Sofie fortfuhr. Es kicherte am anderen Ende. „Wer ist da noch bei dir“, fragte ich und musste lächeln. Sofie lachen zu hören, lies mich meine Sorgen für einen Augenblick vergessen. Ich vermisste sie bereits.

    „Das ist Xenia“, gluckste sie glücklich. „Wir sind jetzt Schwestern, also eigentlich Halbschwestern, aber das ist ja egal!“ Ich verstand nur Bahnhof. „Sofie, hast du getrunken?“ Ich setzte einen besorgten Gesichtsausdruck auf. „Nein“, meinten beide im Chor und amüsierten sich köstlich über meine Frage. „Jetzt sagt schon“, drängte ich ungeduldig. „Was ist bei euch los? Was ist passiert?“ „Puh“, Sofie atmete aufgeregt durch. „OK, halt dich fest!.......Mein Vater und Xenias Mutter werden heiraten!“ Stille.

    Für einen Moment war ich sprachlos. Ich musste erst Mal meine Gedanken ordnen. Dann setzte ich ein breites Grinsen auf und jubelte auf. „Dein Ernst?“, lachte ich überglücklich. „Das ist ja der Wahnsinn!“ „Ja finden wir auch“, kam es vom anderen Ende. „Gratulation an das Brautpaar!“, meinte ich und sah mich nach Jimin um. „Warte Sofie, ich geb‘ dir Jimin. Der wird vor Freunde ausrasten!“

    Ich winkte Jimin her und reichte ihm das Handy mit funkelnden Augen. „Alles OK?“, fragte er verwirrt. „Deine Stimmungsschwankungen sind echt spooky, wenn du mich fragst!“ Ich lachte. „Sofie ist dran“, und zeigte auf das Handy. „Sprich mit ihr, dann verstehst du mich gleich!“
    Er sah mich unsicher an. Griff aber nach dem Handy und legte es ans Ohr. Ich sprang glücklich in die Luft und lief zu den anderen. Ich musste ihnen unbedingt erzählen was passiert war!

    Sofies Sicht:

    Ich ging mit Kai vor den anderen. Unser Ziel: ein neues Sushi Restaurant am anderen Ende des Einkaufscenters. Ich war einfach nur genervt und wollte so schnell wie möglich, dass dieser Tag vorbei war. Kai war mir so peinlich. Und dass er V verarscht hat, das ging ja mal gar nicht. Sobald wir zuhause waren, würde ich ihn darauf ansprechen und da konnte er was erleben.

    Was glaubte er überhaupt. Ich kam schließlich auch nicht einfach zu ihm in die Arbeit und mischte mich in seine Angelegenheiten ein. Es fühlte sich einfach ungut an und die Spannungen, die in der Luft lagen, sagten mir, dass die Jungs und Kai sich nicht ansatzweise leiden konnten.
    Alleine Jungkook und Vs Körpersprache hatte sich binnen Sekunden verändert und sie versteckten sich nun eingeschüchtert hinter Jin und Jimin.

    Apropos V. Ich musste das unbedingt klären. Das letzte was ich wollte, war ihn als Freund zu verlieren. Es hat doch alles so gut begonnen zwischen uns zwei und nun sprachen wir nicht einmal mehr miteinander.

    Wütend stapfte ich neben meinem Freund her. Was hatte ihn eigentlich wirklich dazu veranlasst heute mitzukommen? Welchen Grund könnte es geben, dass er sich plötzlich in meine Angelegenheiten einmischte? Ich musste es herausfinden!

    Ich bemühte mich einen freundlichen Gesichtsausdruck aufzusetzen und lächelte Kai dämlich an. „Kai, wie findest du die Jungs? Sie sind doch echt sympathisch, oder?“ Er sah zu mir herunter und grinste selbstgefällig. „Naja, sie sind wohl eher etwas weiblich angehaucht, meinst du nicht?“ Ich riss mich zusammen und sammelte alle meine Schauspielerskills, um mir nichts anmerken zu lassen. „Aber dein kleiner Freund da….wie hieß er noch einmal?....Ah, V. Ja der ist ja soll ja sehr beliebt sie in Korea. Also der beliebteste von BTS, meine ich.“

    Ich ballte eine Faust. „Woher weißt du das? Du hast sie doch erst vor einer halben Stunde kennengelernt?“ „Ach“, meinte er mit einem komischen Unterton. „Weißt du, ich war gestern zufällig in der Therme und da konnte ich ein paar außergewöhnliche Dinge beobachten!“ Mir stockte der Atem. Scheiße, hatte er uns etwa gesehen? „Warum warst du gestern in der Therme?“, fragte ich zaghaft und sah beschämt zu Boden. Wenn er V und mich gesehen hatte, dann wusste ich jetzt woher der Wind wehte.

    „Ich war mit einer Arbeitskollegin dort“, meinte er knapp. Ich zog die Stirn in Falten. „Eine Arbeitskollegin, also?“ „War es auch die Arbeitskollegin, mit der du letztens noch etwas Essen warst?“ Er sah mich etwas überrumpelt an. „Verdammt Emilia, lenk nicht vom Thema ab. Es geht hier um dich und nicht um mich.“ Ich schnaubte verächtlich auf. „Ach, wenn du uns angeblich gesehen hast, dann weißt du ja auch, dass nichts zwischen und war!“ Verärgert machte ich am Absatz kehrt und ging nach hinten zu Jimin, der gerade breit grinsend telefonierte. So ein Arschloch!

    -beim Mittagessen-

    Schmatzend saßen wir alle um einen Tisch und vertilgten unser Sushi. Das Essen war gut und den anderen schien es zu schmecken, aber mir war der Appetit eindeutig vergangen. Kai musste meine persönlichen Unterlagen durchsucht haben, nachdem er V und mich beobachtet hatte. Sonst könnte er nicht wissen, wer sie waren und dass ihre Band BTS heiß, denn ich hatte ihm das nie erzählt.

    V schien mittlerweile wieder bessere Laune zu haben. Das musste irgendwie mit den Neuigkeiten aus Korea zusammenhängen. Ich hatte nicht komplett verstanden worum es ging, als ich neben Jimin hergelaufen war. Aber irgendwas mit Hochzeit und Familie hatte ich verstanden. Ich schätze es war etwas Tolles, denn er lachte endlich wieder und seine Wut auf mich schien fast verschwunden zu sein.

    „V?“ Ich saß gegenüber von ihm und stieß ihn unterm Tisch mit meinem Fuß an. Er schob sich gerade ein Gurken Maki in den Mund uns sah mich überrascht an. „Hast du nachher Zeit das wir nachher reden?“, flüsterte ich und sah verstohlen zu Kai hinüber, der gerade ein weiteres Getränk orderte. „Wieso?“, mampfte er und ich merkte, dass er mir doch immer noch ein bisschen böser war. „Bitte V, gib mir eine Chance das alles zu erklären, ich halte diese Stille zwischen uns nicht mehr aus!“ Er legte die Stäbchen ab und stützte sich auf seine Ellbogen. „Aber nur, wenn der da nicht dabei ist!“, nuschelte er und musterte Kai mit einem vernichtenden Blick. „Der da…..!“, meinte ich und meine Augen wurden zu kleinen Schlitzen. „…der hat Scheiße gebaut und hat gerade größeren Ärger am Hals, als du dir vorstellen kannst!“

    Er überlegte kurz, dann nickte er. „OK, wo wollen wir uns treffen?“

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    ((unli))Vs Sicht:((eunli)) ((bold))-nach dem Mittagessen-((ebold)) Ich war verwundert, dass Emilia mich plötzlich sprechen wollte. Mir wäre nicht au

    Vs Sicht:

    -nach dem Mittagessen-

    Ich war verwundert, dass Emilia mich plötzlich sprechen wollte. Mir wäre nicht aufgefallen, dass es sie gestört hatte, dass wir uns in der letzten Zeit kaum gesprochen hatten. Eigentlich war ich ihr noch immer ein wenig böse…….. Jedoch hatte es die Neuigkeit aus Korea geschafft, mich etwas aufzumuntern. Ich konnte es immer noch nicht glauben. Ich freue mich so für Sofie und Xenia. Jetzt würden sie eine richtige kleine Familie werden.

    Als wir gezahlt hatten und das Restaurant verließen, warfen Emilia und ich uns vielsagende Blicke zu. „Und wo wollen wir als nächstes hin?“, erkundigte sich Jin und sah sich interessiert um. „Also ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich muss noch mal auf die Toilette!“, erklärte Emilia und versuchte dabei möglichst unschuldig zu wirken. „Ich auch“, log ich schnell. Die anderen, wie auch Kai verneinten. „Ok, dann warten wir hier auf euch!“

    Emilia und ich nickten und machten uns auf den Weg zu den Toiletten. Doch bevor wir uns von ihnen abwandten bemerkte ich den misstrauischen Blick, den Kai mir zuwarf. Hatte er uns etwa durschaut?

    -bei den Toiletten-

    Wir ließen uns auf die Sitzmöglichkeit vor den Klos fallen uns starrten uns für eine Weile an. Ich wurde ungeduldig und durchbrach die Stille. „Was gibt’s jetzt?“, fragte ich etwas forsch.

    Emilia sah etwas verlegen zur Seite und fixierte einen Punkt an der Wand hinter mir. „Also ich….ich wollte dir sagen, dass es mir leid tut!“ Ich ließ mir nichts anmerken und sah sie einfach weiterhin emotionslos an. Sie musste schon eine gute Erklärung haben, um mich davon zu überzeugen, dass ich etwas falsch verstanden hatte.

    „Ich wollte dich damals nicht verletzen!“, fuhr sie verzweifelt fort. „Wirklich nicht!“ Ihre Stimme wurde brüchiger und leiser. Und als ich sie so sah, tat sie irgendwie leid. „Und warum…..warum hast du mich dann damals bloß gestellt? Ich hätte gedacht du empfindest so für mich, wie ich für dich?“

    Als ich das gesagt hatte, japste Emilia nach Luft. Meine Worte schienen sie mehr als nur überrascht zu haben. In mir kochten die Gefühle hoch und meine Oberlippe begann zu beben. „Dachtest du wirklich, ich mag dich nur als Freundin?“ Ich ballte wütend die Faust. „Dachtest du wirklich ich würde nichts fühlen, als ich dich küssen wollte?“

    „Nein….ich…..ich….“, sie stockte und nun sah sie mir tief in die Augen. Sie schluckte und wischte sich eine Träne von der Wange. „Ich wollte dich doch küssen….aber…ich….ich konnte nicht!“ Mein Herz machte einen riesen Satz und pochte wie wild. „Du wolltest mich küssen? Du wolltest nicht nur mit mir spielen?“ Sie sah mich entsetzt an. „Was glaubst du von mir, ich bin doch kein Monster!“ „Ich wollte nur nicht meinen Freund betrügen!“ Sie senkte wieder ihren Blick. „Ich habe doch erst in der Therme bemerkt, wie stark meine Gefühle für dich geworden sind.“

    Mein Bauch kribbelte und ich wollte ihr vor Freude um den Hals fallen. „Das heißt du magst mich doch?“ Sie lachte traurig auf. „Ja, aber natürlich.“ Ich lächelte. „Und was ist mir Kai? Was hat er getan?“ Ihre Miene verfinsterte sich augenblicklich. „Er hat mich ausspioniert und hat uns damals in der Therme beobachtet. Abgesehen davon war er einfach gemein zu dir.“ „Er hat uns gesehen?“ Überrascht riss ich die Augen auf. „Ja, und jetzt folgt er mir überall hin und lässt mich nicht mehr alleine machen!“ „Eigentlich wollte ich früher immer, dass wir mehr gemeinsam unternehmen, weil er nie zuhause war, aber er hat sich so verändert…..“ Sie wirkte traurig. Und ich legte tröstend meine Hand auf ihre. „V?“ „Ja?“ Sie sah zu mir auf. Ihr Blick verwirrte meine Sinne und ich war plötzlich einfach glücklich. „V, ich möchte mit ihm Schluss machen! Ich kann so nicht mehr leben!

    Plötzlich stand Jimin neben uns. Wir erschraken und ich lies augenblicklich Emilias Hand los. „Wenn ihr noch länger braucht, wird Kai misstrauisch!“ „Oh, Gott Jimin, jag uns nicht so einen Schrecken ein!“ Beschämt lachten Emilia und ich auf. „Wir kommen ja schon!“

    Auf dem Weg zurück zu den andren zog mich Jimin zu sich und warf mir einen vielsagenden Blick zu. Er grinste breit. „Und? Wie ist es gelaufen?“ „Psssst, nicht so laut“, flüsterte ich und deutete auf Emilia die etwa zwei Meter vor uns ging. „Jetzt sag schon“, meinte Jimin und stieß mir in die Seite. Nun konnte auch ich mir das Grinsen nicht mehr verkneifen. „Sie wollte mich damals in der Therme auch küssen, aber hatte einfach ein schlechtes Gewissen wegen ihrem Freund“, verriet ich ihm steckte die Hände verlegen in die Hosentaschen. „Mann V, dass ist der ist der Wahnsinn!“ Jimin legte mir stolz den Arm um die Schulter und klatschte bei mir ab. „Na siehst du, ich hab dir doch gesagt, das wird wieder!“

    „Jaja“, grinste ich und beobachtete Emilia verliebt, als sie in kleinem Abstand vor uns herlief.

    10. Dezember

    Emilias Sicht:

    Mittlerweile waren fünf Tage vergangen.
    Zwischen V und mir war wieder alles gut, jedoch war da immer noch Kai zwischen uns. Er hörte nicht auf misstrauisch zu sein und folgte mir auf Schritt und Tritt. Seit Tagen versuchte ich mit ihm Schluss zu machen. Doch irgendwie fand ich nie den geeigneten Augenblick. Ganz nebenbei schaffte er es immer wieder mich davon zu überzeugen unserer Beziehung noch kein Ende zu setzen.

    An einem Tag kochte er für mich, an einem anderen brachte er mir Blumen ins Cafe. Doch auch wenn ich ihn längst nicht mehr liebte, konnte ich ihm in solchen Momenten nicht wehtun. Es war wirklich süß zu mir, wenn nicht sogar etwas zu süß für meinen Geschmack. Mein Herz aber, da war ich mir nun sicher, schlug mittlerweile für einen anderen und ich wollte ihm das so schnell wie möglich sagen. Doch ich hatte mir geschworen, mich erst mit V zu treffen, wenn ich mit Kai Schluss gemacht hatte. Ich hoffte nur V würde das verstehen.

    Heute waren die Jungs und ich im Zoo. Die Gehege waren noch immer völlig zugeschneit und bis auf ein paar Bären und Hirsche bekamen wir kaum Tiere zu Gesicht. Aber das war uns egal. Mir machten uns eine schöne Zeit und hatten viel Zeit zum Reden. Kai hatte heute ein wichtiges Geschäftsgespräch und so hatten wir endlich wieder richtig Spaß miteinander.

    -im Zoo-

    „Du bist mal von einem Welpen angefallen worden?“ Jin, Jimin, V, J-Hope und ich prusteten los. „Hey, das war nicht lustig! Da war ich 3 Jahre alt“, rechtfertigte sich Jungkook und setzte einen trotzigen Blick auf. „Ja, aber ein Welpe!“, lachte J-Hope und klatsche lachend auf Jins Rücken. „Ok, ok! Beruhigen wir uns wieder“, gluckste ich und warf Jungkook einen verständnisvollen Blick zu.

    Lachend hakte ich mich bei V und Jimin unter. „Wollten wir uns nicht die Pandabären ansehen? Ich glaube die sind gleich da drüben!“

    20
    ((bold))-am Abend des 10. Dezembers- ((ebold)) ((unli))Emilias Sicht: ((eunli)) „Puh, geschafft!“ Erschöpft überwand ich die letzte Stufe des Tr

    -am Abend des 10. Dezembers-

    Emilias Sicht:

    „Puh, geschafft!“ Erschöpft überwand ich die letzte Stufe des Treppenhauses und stand schließlich vor meiner Wohnung. Völlig erledigt kramte ich in meiner Tasche nach meinem Schlüssel und fand ihn schließlich zwischen einer angefangenen Packung Pfefferminzkaugummi und meiner Geldbörse.

    Ich klimperte etwas herum, bis ich den richtigen Schlüssel in der Hand hielt, dann stecke ich ihn in das Schloss.
    Aber, was war das? Es war bereits offen? Verdutzt gab ich der Tür einen kleinen Tritt und sie ging langsam auf. War Kai etwa schon zu Hause? Ich sah auf meine Armbanduhr. Mhmm, es war doch erst 17:00 Uhr. Die Jungs und ich trafen uns nachher in einer Karaoke Bar hier um die Ecke und da wollte ich mich vorher noch einmal umziehen. Aber, dass Kai schon so früh von der Arbeit zurück kam, war irgendwie seltsam. Ich dachte, er hätte heute ein Geschäftsgespräch mit der Chefin einer angesehenen Firma. Zumindest hat er mir das so erzählt. Aber doch nicht bei uns zuhause…

    Vorsichtig und darum bedacht keinen Mucks von mir zu geben schlich ich mich an der Garderobe vorbei ins Wohnzimmer. Wer weiß, vielleicht war auch eingebrochen worden. Zur Sicherheit schnappte ich mir einen Regenschirm, der zum Trocknen auf der Heizung lag, und setzt bewaffnet meinen Weg fort. Ich hörte etwas….nein, jemanden.

    Als ich vor unserem Schlafzimmer stand stolperte ich beinahe über ein paar Stöckelschuhe, das am Boden lag. Verärgert hob ich sie auf und wollte sie zur Seite legen, als ich stutze.
    Moment mal, das waren doch gar nicht meine!
    Schön langsam verstand ich was hier los war. Instinktiv griff ich nach der Türschnalle und riss die Tür mit einem Ruck auf. „WUMMS!“ Sie knallte gegen die Wand. Und was ich nun zu sehen bekam, lies mir Hören und Sehen vergehen. Eine junge Frau mit langen blonden Haaren, vielleicht ein, zwei Jahre älter als ich, schrie auf und wickelte ihren nackten Körper blitzschnell in die Bettdecke ein.

    Kai bewegte sich hingegen keinen Zentimeter. Er starrte mich entgeistert an und stammelte vor sich hin. „Emilia,….ähh…..es….es…..i…..ist...ni cht….so…..wie….äh….es….aussieht!“ Ich schluckte und mir war nicht klar, ob ich lachen, oder heulen sollte. Ich stolperte einige Schritte in das Zimmer hinein und sah mich perplex um. Ich lachte kurz auf. „Hast du wirklich….“ Ich hielt inne und starrte ihn nun wütend an. „….hast du wirklich mit einer Fremden Frau in meinem Bett geschlafen?“ Er räusperte sich, doch er fand keine Worte sich zu erklären.

    Ich war einfach sprachlos. Voller Entsetzten starrte ich die beiden an. Im nächsten Moment lachte noch einmal auf und raufte mir entsetzt die Haare. „Und weißt du was?“ Ich lies die Arme wieder sinken und atmete tief ein und aus. „Ich war wirklich so blöd und habe mich von dir täuschen lassen. Ich habe nicht mit jemand anderem rumgemacht, den ich liebe, nur weil ich dir loyal sein wollte, solange wir zusammen sind und du……du schläfst währenddessen einfach mit deiner Arbeitskollegin?“

    „Ich bin nicht seine Arbeitskollegin, ich bin seine Freundin!“, meinte die Blondine schnippisch, die halbnackt auf meinem Bett lag. Ich biss die Zähne zusammen. „Achja, und wie lange geht das jetzt schon so?“, erkundigte ich mich und kam ihr drohend etwas näher. „Zwei Jahre“, meinte sie knapp und schien dabei kein schlechtes Gewissen zu haben. „Zwei Jahre?“, widerholte ich und sah Kai entsetzt an. „Ohhh, du bist wirklich ein Arsch!“, murmelte ich schnaubend und ging mit schnellen Schritten auf ihn zu.

    Gerade hob ich meine Hand, um ihm eine gewaltige Ohrfeige zugeben, als ich es mir anders überlegte. „Nein, warte…….“ Ich wischte mir die salzigen Tränen von der Wage und zog die Nase hoch. „Eigentlich sollte ich dir danken!“ Kai sah mich fragend an, so als hätte ich jetzt komplett den Verstand verloren. „Das hier ist meine Wohnung, richtig?“ Er nickte langsam. „Und wenn ich jetzt mit dir Schluss mache und dich rauswerfe, kann ich alles machen, was ich möchte richtig?“ Er nickte erneut und verstand langsam was ich vorhatte. „Nein, Emilia. Nein, das wirst du nicht tun“, rief er nun mit einer kräftigen fast flehenden Stimme. „Oh, und wie ich das tun werde“, meinte ich forsch.

    Ich wollte mich gerade abwenden und aus dem Zimmer stürmen, als er mich grob am Arm packte und festhielt. „Wenn du das tutst….dann……dann……“ „Was dann?“, äffte ich. Ich musterte sie noch einmal mit einem durchdringenden Blick, dann riss ich mich von ihm los. „Und wenn ich am Abend wiederkomme, möchte ich das ihr verschwunden seid, alle beide!“ Ich deutete mir dem Finger auf Kai. „Und du, nimm deine Sachen gleich mit. Das wars, ich möchte dich nie wiedersehen!“

    Wutentbrannt knallte ich die Schlafzimmertür hinter mir zu. Ich hatte es wirklich getan, ich hatte mich von Kai getrennt. Ich war endlich frei.

    Schnell hastete ich aus der Wohnung und rannte die Stiegen hinunter. Das waren also seine Geschäftstermine all die Jahre gewesen. Er hatte sich mit IHR getroffen. Kein Wunder, dass er nie zu Hause war. Als er damals in der Therme war, war er mit ihr dort und hat mich gesehen. Vermutlich wollte er sich dann einen Spaß daraus machen, mir ein schlechtes Gewissen zu machen und nebenbei auch noch meine Beziehung zu V zerstören. Meine Gedanken überschlugen sich und als ich draußen an die frische Luft kam, versuchte ich mich zu beruhigen. Doch seltsamer Weise waren da noch andere Gefühle. Gefühle, die ich vorhin noch nicht wahrgenommen hatte. Gefühle wie Trauer und Eifersucht.

    Langsam kullerte mir eine dicke Träne nach der anderen die Wange hinunter. Bis ich schließlich bitterlich zu weinen begann. Erst jetzt löste sich der Knoten von Frust und Traurigkeit, der sich all die Jahre in unserer Beziehung in meiner Brust gesammelt hatte. Alle die Male kamen in mir hoch, als er mich versetzt hatte, mich alleine gelassen hatte und das nur wegen ihr.

    War sie etwa hübscher als ich? Intelligenter als ich? Erotischer als ich? Ich wusste es nicht. Verzweifelt lies ich mich auf den eiskalten Randstein fallen und vergrub mein Gesicht in den Händen. Langsam fielen dicke weiße Flocken herab. Es begann wieder zu schneien. Ich sah auf und beobachtete schniefend, wie die kleinen Eiskristalle mit dem Wind auf und ab tanzen, wie zu einer kleinen Melodie. Schließlich landete eine kleine Flocke auf meiner Hand. Kurz blieb sie liegen.
    Sie war wunderschön…….

    Dann tropfte eine meiner heißen Tränen darauf und sie verwandelte sich in eine kleine Wasserlacke.

    21
    ((bold))-Karaoke Bar-((ebold)) ((unli))Vs Sicht:((eunli)) Wir gingen in die kleine Karaokebar und stampften fröstelnd unsere vollgeschneiten Stiefel

    -Karaoke Bar-

    Vs Sicht:

    Wir gingen in die kleine Karaokebar und stampften fröstelnd unsere vollgeschneiten Stiefel auf der Matte ab. „Es ist arschkalt“, klapperte J-Hope mit den Zähnen und hängte seine Jacke auf der Garderobe auf. „Ja, aber dafür schneit es wieder“, argumentierte Jimin und zog sich die Haube vom Kopf. „Es gibt hier Kakao und Tee was wollt ihr?“ Ich studierte weiter die Speisekarte und wartete auf eine Antwort meiner Freunde. „Kakao“, meinten alle geleichzeitig und lachten los.

    „OK, bin gleich wieder da“, grinste ich und zischte zur Bar, um meine Bestellung aufzugeben. Als ich voll bepackt mit sechs Tassen dampfenden Kakao wiederkam, standen plötzlich alle auf und nahmen gierig die Tassen vom Tablet. Zufrieden ließen wir uns auf die Couch fallen und nippten an der süßen Flüssigkeit. „Wie hast du das eigentlich bestellt?“, wollte Jin wissen und kuschelte sich in eines der weichen Kissen, die neben ihm lagen. „Mit Händen und Füßen“, grinste ich. Die anderen lachen und machten ulkige Bewegungen nach, die mich wohl darstellen sollten, wie ich die Kakaos geordert hatte. „Zeit, dass Emilia kommt! Die Bedienungsanleitung für die Karaoke-Station können wir nämlich nicht entziffern“, stellte J-Hope fest und legte das kleine Heft enttäuscht zu Seite. „Sollte sie nicht schon längst da sein?“

    „Vielleicht, hat sie die U-Bahn verpasst?“, meinte Jin und sah auf seine Armbanduhr. „Ja, sie ist bestimmt gleich da“, lächelte Jungkook und legte seine Füße auf den Couchtisch. „Hey, Käsefüße runter vom Tisch“, schimpfte Jin. Jungkook aber, sah ihn nur frech an und streckte ihm die Zunge raus. „Hey, du!“ Jin versuchte über Jimin und mich hinweg nach Jungkook zu greifen, doch wir kitzelten ihn solange, bis er aufgab.

    Plötzlich sprang die Tür auf und ein verschneites, von Tränen triefendes Mädchen stand in der Tür. „Emilia?“ Entsetzt stellten alle ihre Tassen ab und eilten zu dem Häufchen Elend, um sie zu stützen. „Was ist passiert?“, fragte ich besorgt und wischte ihr die Tränen mit meinem Ärmel vom Gesicht. Sie schniefte und ging auf wackligen Knien zu Couch. „Ich…..schnief……ich……hab mit Kai Schluss gemacht!“ Wir warfen uns vielsagende Blicke zu und machten uns daran ihr wie ein eingespieltes Team, die Jacke, den Schal, die Haube und die Schuhe auszuziehen, wickelten sie in eine dicke Decke und drückten ihr eine Tasse Kakao in die Hand.

    „So, und jetzt mal ganz langsam!“, meinte ich und setzte mich neben sie auf die Couch. „Was ist passiert? Und warum weinst du? Ich dachte du wolltest ihn unbedingt loswerden.“ „Ich bin ja auch froh, dass ich ihn los bin“, wimmerte sie und schnäuzte sich in ein Taschentuch, das Jin ihr reichte. „Ja und wo ist da das Problem?“, grübelte Jimin und legte die Stirn in Falten. Ihr stiegen wieder die Tränen in die Augen und ich legte ihr schnell eine Hand auf den Rücken, was sie zumindest etwas beruhigte. „Als ich vorhin nach Hause kam hab ich ihn erwischt!“ „Wobei“, wollte J-Hope wissen. „Er hat mit einer anderen in meinem Bett geschlafen. Und ich bin genau in dem Moment hineingekommen!“

    Die anderen Jungs verzogen schmerzverzerrt ihr Gesicht und auch mir war das Entsetzen deutlich anzusehen. „Auuu, das tut weh“, murmelte Jin und legte mir tröstend eine Hand auf das Knie. „Und dann…..dann…..schnief….hat sich auch noch herausgestellt, das er bereits seit zwei Jahren was mit ihr hat!“
    Jetzt hätte man eine Stecknadel fallen hören können.

    Geschockte klappte Jin und J-Hope die Kinnlade herunter. Ich aber, ballte die Fäuste und in mich kochte die Wut hoch. „Wenn ich den erwische“, knurrte ich zähneknirschend und wollte gerade aus dem Zimmer stürmen, als sie mich am Handgelenk zurückhielt. „Lass es V, es hat doch keinen Sinn!“

    Sie sah mich flehend mit ihren großen braunen Reh-Augen an und ich setzte mich augenblicklich wieder. Nun aber lächelte sie. Aber wisst ihr was das Gute an der ganzen Sache ist?“, fragte sie und wischte sich die Tränen aus den Augenwinkeln. „Jetzt muss er ausziehen und wir haben endlich unsere Ruhe.“ Sie lächelte uns an und wartete auf unsere Reaktion.

    „Weißt du was“, meldete sich Jungkook plötzlich und legte Emilia tröstend eine Hand auf die Schulter. „Ich konnte den Typen von Anfang an nicht ausstehen!“ Als Emilias Mundwinkel zu zucken begannen, prusten wir alle los und heilten uns die Bäuche vor Lachen.

    Schließlich wechselte sie das Thema. „Hey, wer von euch hat eigentlich den Kakao bestellt?“ Alle zeigten auf mich und ich wurde augenblicklich rot. „Warum überrascht mich das nicht“, lächelte sie und sah mir verliebt in die Augen. Mein Herz begann wie wild zu pochen ich lehnte mich glücklich zurück. „Kannst du uns zeigen wie man die Karaoke-Station einstellt“, bat J-Hope und reichte ihr die Anleitung. Sie lachte auf. „Ach, das ist einfacher als es aussieht. Man muss einfach den Fernseher aufdrehen, den Rest haben schon die Mitarbeiter für dich eingestellt!“ Ein Raunen ging durch den Raum. Und Jungkook warf J-Hope einen Blick zu der wohl sagen sollte: „Man Hyung, da hättest du aber auch drauf kommen können!“ J-Hope zuckte nur mit den Achseln und ich musste grinsen.

    „Auf Koreanisch?“, erkundigte sich Emilia, als sie die Einstellungen festlegte. „Ja, bitte“, meinten wir im Chor. „Dabei würde euch ein bisschen Englisch Training gar nicht schaden“, ärgerte uns Emilia und legte ihre Füße auf den Couchtisch.
    Empört richtete sich Jungkook auf du rüttelte an Jins Arm. „Da, siehst du sie macht das auch. Warum darf sie das?“ „SIE, hab ich nicht aufgezogen und erzogen!“, meinte Jin knapp und bemühte sich sichtlich nicht laut loszulachen. Schmollend verkreuzte unser jüngster die Arme vor der Brust und zog die Unterlippe vor. „Manno, das ist so unfair!“

    Ich seufzte erleichtert und lehnte mich nach hinten in die weichen Polster der Couch. Emilia reichte Jimin die Fernbedienung. „Da, such dir was aus!“ Interessiert scrollte er durch die Songs und überlegte, was ihm bekannt war. Auch Emilia schien müde zu sein, denn sie gähnte und schnappte sich ein Kissen. Das legte sie auf meine Schulter und ihren Kopf darauf. „Ich hoffe das stört nicht“, meinte sie verlegen. „Nein, nein“, erwiderte schnell und wandte den Blick ab, sodass sie nicht sehen konnte, wie rot ich wurde.

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    ((unli))Emilias Sicht: ((eunli)) Mein Herz klopfte, als ich so an V gekuschelt da lag, doch ich war glücklich. Glücklich wie schon lange nicht mehr.

    Emilias Sicht:

    Mein Herz klopfte, als ich so an V gekuschelt da lag, doch ich war glücklich. Glücklich wie schon lange nicht mehr. Die bunten Lichter der Karaoke-Anlage tanzten entlang der weißen Wände und im Hintergrund dudelte eine melodische Ballade. Zufrieden nippte ich an meinem heißen Kakao und beobachtete Jimin und Jungkook, die gerade begonnen hatten das erste Lied zu singen.

    Es war ein Wunder wie sich ein so schrecklicher Tag zu so etwas schönem entwickeln konnte…..

    11. Dezember

    -An der Bus Station-

    „Und, waren Kais Sachen weg, als du gestern nach Hause gekommen bist?“ erkundigte sich Jimin als ich auf die Jungs traf, die bereits an der Bushaltestelle auf mich warten. Ich grinste. „Na drei Mal darfst du raten!“ Er grinste zurück und klatschte bei mir ein. „Du musst ihm aber ganz schön Feuer unter dem Hintern gemacht haben, dass der so schnell weg war!“ „Du hast mich auch noch nie wütend gesehen“, meinte ich mit einem gespielt grimmigen Gesicht und warf ihm einen finsteren Blick zu. „Oh Gott, zu Hilfe“, schauspielerte Jimin. „Der Teufel persönlich hat es auf mich abgesehen!“ Ich verdrehte kichernd die Augen und schubste ihn liebevoll zur Seite.

    Gestern war der schönste Abend, denn ich seit langer Zeit erlebt hatte. Wir haben den ganzen Abend gesungen, gelacht und getanzt. Als ich J-Hope schließlich dazu überreden konnte auch zu singen und nicht nur zu rappen, musste ich im Gegenzug einige Tanzschritte lernen und habe mich eher tollpatschig, als geschickt angestellt. Trotzdem machte es Spaß und ich war wirklich beeindruckt wie talentiert sie waren.
    Das Highlight des Abends war für mich trotzdem mein Lied mit V.

    Seine Stimme war einfach unfassbar schön. Die Art wie er sang, löste in mir ein so warmes, wohliges Gefühl aus, ich wünschte er würde nie aufhören zu singen. Schließlich brachten mich die fünf nach Hause und ich hatte mich in mein leeres Bett geschmissen, dass nun nur mir alleine gehörte. Irgendwie schmerzte der Gedanke immer noch ein wenig, dass Kai mich bereits vor 2 Jahren betrogen hatte, doch ich denke mit diesem Schmerz muss ich wohl auch noch in der nächsten Zeit auskommen. Und selbst wenn, es würde bestimmt von Tag zu Tag besser werden….

    „Habt ihr alles mit, was ihr für zwei Tage braucht?“, erinnerte ich die Jungs zur Sicherheit und deutete auf meinen Rucksack. „Sie ist wie Sofie“, flüsterte Jin zu Jungkook und verstummte augenblicklich, als ich mich zu ihnen drehte.
    Plötzlich bog unser Bus um die Ecke und parkte gekonnt in er kleinen Einfahrt des Hotels. „Auf geht’s“, jubelte J-Hope und streckte jubelnd die Faust in die Luft. „Ab zum Ski-Fahren“, freute sich auch Jungkook und stieg in den Bus ein. „Nach dir“, lächelte V und deutete mir an, vor ihm in den Bus einzusteigen. Ich lächelte ihn dankbar an und ergriff seine Hand, mit der er mir in den Bus half.

    Es war eine spontane Entscheidung gewesen, die wir gestern Abend getroffen hatten. Aber wir waren uns einig, dass alle Lust auf Schi fahren hatten. So buchte ich gestern noch ein Hotel für eine Nacht und lies mir online 6 Schi Pässe ausstellen. Ich freute mich total auf unseren Ausflug in die Berge und war schon gespannt was wir in den zwei Tagen alles erleben würden.

    -im Hotel angekommen-

    „So das hier sind die Zimmerschlüssel!“ Ich nahm die elektronischen Schlüsselkarten von der Frau an der Rezeption entgegen und bedankte mich herzlich. Doch als sie noch einmal etwas in ihrem Computer checkte sah sie mich entschuldigend an. „Es tut mir wirklich leid Frau Klee, aber wir haben leider kein Einzelzimmer mehr.“ Ich sah zu den Jungs rüber die mir fragende Blicke zuwarfen. „Was sagt sie“, fragte V und schulterte seinen Rucksack. „Ich habe ein Einzelzimmer für mich gebucht, aber das gibt es nicht mehr“, übersetzte ich schnell und wendete mich wieder an die freundliche Dame. „Aber ich kann sie zum Zimmer einer der jungen Herren dazu legen. Da schläft ja einer alleine in einem Zimmer für zwei Personen, wenn mich nicht alles täuscht!“ Sie wartete auf meine Antwort und ich überlegte kurz.

    „Ja, wenn das nicht anders geht, werden wir das wohl so machen müssen!“ Sie lächelte und tippte schnell etwas in ihren Computer. „Gut Frau Klee, dann wünsche ich Ihnen und ihren Freunden noch einen schönen Aufenthalt in unserem Hotel!“ Ich bedankte mich und ich ging zurück zu den Jungs.
    „Was hast du jetzt gemacht?“, wollte Jungkook wissen und steckte seine Hände in die Jackentaschen. „Ich muss mich leider zu einem von euch dazu legen. Alle Einzelzimmer sind ausgebucht!“ Ich sah fragend in die Runde. „Wer wäre denn alleine gelegen?“ „V, V wäre alleine gelegen“, meinte Jimin schnell und schubste ihn etwas nach vorne. „Äh..ja…ich?“, wiederholte V eher fragend als wissend und alle mussten lachen.

    -10 Minuten später auf Vs und meinem Zimmer-

    Nach vielem Hin und Her, haben schließlich alle ihr Zimmer gefunden und sich geeinigt, wer mit wem schläft. Jin lag also bei J-Hope und Jimin bei Jungkook. V und ich waren gerade dabei unsere Sachen aus unseren Rucksäcken auszuräumen und uns etwas einzurichten, als es wieder zu Schneien begann. „Ich hoffe es kommt kein Schneesturm heute Abend“, meinte V und lies sich auf das große Doppelbett fallen.

    Ich wusste immer noch nicht recht, was ich von der Tatsache halten sollte, dass wir heute Nacht im selben Bett schlafen würden, aber irgendwie gefiel mir die Idee auch. Aber, das durfte V auf keinen Fall wissen. Ich befand mich sowieso in einem Dauerzustand in dem mein Herz bei jedem Blick, den mir V zuwarf, in die Hose rutschte und ich an nichts anderes mehr als ihn denken konnte.
    So musste es sich wohl anfühlen wieder verliebt zu sein, oder?

    Vs Sicht:

    Ich konnte es nicht fassen! Ich würde heute Nacht gemeinsam mit Emilia in einem Bett schlafen. Allein bei dem Gedanken daran, verging mir Hören und Sehen und ich konnte nur noch an sie denken. Ich war so furchtbar aufgeregt und glücklich zur selben Zeit.

    Draußen legte sich der Neuschnee wie eine dünne Wolkendecke auf die frisch präparierten Pisten und aus den kleinen Hütten quoll der Rauch der winzigen Ziegelschornsteine. Dieser Ort war einfach wunderschön und ganz anders, als alles was ich aus Korea kannte. Verträumt starrte ich aus dem Fenster, als mich plötzlich ein Kissen von der Seite traf. „Hallo? Lebst du noch!“ Ich war völlig in Gedanken gewesen, sodass ich alles um mich herum vergessen hatte.

    Emilia lächelte mich an und setzte sich neben mich auf das Bett. „Ich bin froh, dass wir hier sind“, seufzte sie und lies sich zurück auf Bett plumpsen. Mein Bauch kribbelte und ich legte mich neben sie. „Ich auch!“ Als wir so nah aneinander lagen, hielten wir beide augenblicklich die Luft an. Nach ein paar Sekunden der Stille drehten wir die Köpfe zu einander. Als wir uns in die Augen sahen prusteten wir beide los und schlugen uns verlegen ein Kissen entgegen.

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    Jimins Sicht: ((unli)) ((eunli)) „Hast du eine zweite Haube eingepackt?“ Jungkook durchsuchte etwas hilflos seine Sporttasche und kramte verzweife

    Jimins Sicht:

    „Hast du eine zweite Haube eingepackt?“ Jungkook durchsuchte etwas hilflos seine Sporttasche und kramte verzweifelt nach seiner Lieblingshaube. Nach einer Weile klappte er schnaubend den Koffer zu. „Ich glaube ich habe meine daheim vergessen!“ „Da, fang!“ Ich schoss Jungkook eine meiner zwei entgegen und er fing sie gerade noch rechtszeitig auf. „Danke Hyung!“, grinste er und verstaute sie in seinem Teil des Kleiderschranks.

    „Was glaubst du machen Emilia und V gerade?“, meinte er mit einem frechen Unterton und schloss die Schranktür. „Wer weiß“, kicherte ich. „Geh hin und sieh nach!“ Er verdrehte die Augen und ließ sich stöhnend aufs Bett fallen. „Och, Mann. Wenn ich da jetzt anklopfe, lässt er mich bestimmt nicht rein!“ Er rollte sich auf den Rücken und schnappte sich ein Kissen. „Geh du doch zu ihnen. Dir erzählt er bestimmt wie's gerade so läuft!“

    Ich grinste breit und stellte meine Duschsachen auf das Waschbecken im Bad. „Ach, ich lass die zwei lieber in Ruhe. Ich denke, ich werde in nächster Zeit einfach abwarten, beobachten und genießen. Ich bin glücklich, wenn mein bester Freund glücklich ist. Mehr brauche ich gar nicht zu wissen.“ Schmollend zog Jungkook die Unterlippe vor. „Du bist echt ein Spielverderber!“

    Gerade wollte Jungkook unter die Decke kriechen, als es an der Tür klopfte. Schnell lief ich ans andere Ende des Zimmers und öffnete.

    „Was? Ihr seid noch nicht fertig?“ Jin und J-Hope standen gut gelaunt vor der Tür und hatten sich bereits in volle Schi-Montur geschmissen. Ich sah auf die Uhr. „Mist, das habe ich total verschwitzt!“, stöhnte ich und hastete zum Kleiderschrank. „Jungkook, raus aus dem Bett! Wir treffen uns in einer viertel Stunde unten bei der Rezeption. Wir wollten ja noch eine Abfahrt machen, bevor wir etwas Essen gehen!“
    Gestresst zog ich Jungkook die Decke weg und kramte all meine Schi-Sachen aus dem Schrank. „Sind Emilia und V auch schon fertig?“, erkundigte ich mich während ich in meine Schi-Hose und meinen Anorak schlüpfte. „Nö!“, erwiderte Jin knapp. „Keine Ahnung, was die schon wieder so lange treiben. Aber, als wir an ihrem Zimmer vorbeigegangen sind, haben wir so komische Geräusche gehört.“ J-Hope verzog vielsagend sein Gesicht nickte in Richtung des Bettes.

    Als Jungkook das hörte, riss er die Augen auf und sah uns geschockt an. „Hab ich gerade richtig gehört?“

    -währenddessen in Vs und Emilias Zimmer-

    Emilias Sicht:

    „Das Lied ist der Hammer“, grölte V und hüfte im Takt der Musik am Bett auf und ab. Auch ich tanzte durch den Raum und lies mich lachend auf die weiche Matratze fallen. „Und du hättest gedacht ich höre nur Liebeslieder!“ Er zuckte mit den Achseln und warf mir einen versöhnenden Blick zu. „Nichts für ungut, aber die meisten Mädchen, die ich kenne, halten nichts von Hip Hop und Rock-Klassikern!“ Ich sprang ebenfalls auf das Bett und tanzte nun mit V gemeinsam zur rockigen Musik. „Seh‘ ich aus wie „manche Mädchen“?“, grinste ich und verzog mein Gesicht zu einer komischen Grimasse. „Nein“, lachte er. „Eher wie „seltsame Mädchen“!“

    Ich kräuselte belustigt die Nase und gab ihm einen Schubs. „Du bist so ein…….!“ Er aber, zog mich mit sich und wir vielen gemeinsam auf die weiche Matratze. Ich viel direkt auf ihn und wir hielten einen Moment inne. „….netter Mensch?“, vollendete V meinen Satz und setzte ein selbstgefälliges Grinsen auf. Mein Bauch begann wieder zu kribbeln, doch diesmal fühlte ich mich viel wohler in seiner Gegenwart. Mein Herz pochte wie verrückt und ich lächelte verlegen. „Genau das wollte ich sagen“, flüsterte ich und kam ihm langsam näher. Er legte die Arme um mich und ich schloss die Augen. Ich legte gerade meine Lippen auf seine, als plötzlich jemand an unsere Tür hämmerte. „Hallo? Dürfen wir reinkommen, oder sehen wir dann Sachen, die wir nicht sehen wollen?“

    Bei dem Klopfen an der Tür schreckten wir hoch und stöhnten lachend auf. „Nein, nein, kommt rein!“ V warf mir einen entschuldigenden Blick zu, mit dem er sich wohl für die ungebetenen Gäste entschuldigen wollte. Ich drückte kurz seine Hand, dann stiegen wir aus dem Bett. Gerade noch rechtzeitig, denn im selben Moment ging auch schon die Tür auf.

    -eine Stunde später auf oben auf der Piste-

    Kalter Wind wehte mir ins Gesicht und die warmen Sonnenstrahlen blendeten mich und brachten die winterliche Schneelandschaft zum Glitzern. Alles war weiß und von hier aus konnte man in die wunderschöne Gebirgslandschaft blicken. Es waren viele anderen Menschen auf der Piste und es kamen immer mehr aus der Richtung des Lifts nach.

    Die Jungs standen aufgereiht neben mir und genossen überwältigt den tollen Ausblick. „Das ist der Wahnsinn“, staunte Jimin „So was Schönes hab ich noch nie gesehen“, schwärmte Jin und hielt sich die Hand zum Schutz vor der Sonne vors Gesicht. „Ich schon“, murmelte V und sah in meine Richtung. Ich verdrehte verlegen grinsend die Augen und meine Wangen begannen zu glühen.

    „Na, worauf warten wir noch, lasst uns losfahren!“ Wir nickten einander lachend zu und setzen unsere Schi-Brillen auf. „Wohooooo!“, jubelten V und Jimin nun und hoben die Arme mit den Schi-Stöcken in die Luft. „Auf geht’s“, jauchzte Jungkook und schon ging es los. Einer nach dem anderen startete und schmiss sich mit vollem Elan die Anfahrt hinunter. „Wer als Letzter unten ist zahlt das Essen“, grinste Jin und überholte mich mit einem teuflischen Lachen. Er war der einzige der ein Snowboard fuhr, aber das war keinesfalls ein Nachteil für ihn. Ganz im Gegenteil, er war richtig gut und schnell.

    „Hey, wartet auf mich“, lachte ich und flitzte hinter ihnen den Abhang hinunter.

    24
    ((bold))-währenddessen im BTS Apartment in Korea-((ebold)) ((unli))Xenias Sicht:((eunli)) Das Kaminfeuer prasselte und wir hatten uns alle gemütlich

    -währenddessen im BTS Apartment in Korea-

    Xenias Sicht:

    Das Kaminfeuer prasselte und wir hatten uns alle gemütlich zu einer Tasse Tee auf die Couch geschmissen. Sofie und RM kuschelten im großen Ohrensessel und ich hatte meine Füße auf Sugas Schoß gelegt. „Ich kann‘s immer noch nicht glauben“, grinste Sofie und lehnte verträumt den Kopf auf RMs Brust. „Bin ich der einzige der es gruselig findet, dass ihr jetzt verwandt seid?“, murmelte Suga und drehte seinen Kopf abwechselnd zu mir und zu Sofie.

    „Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass wir jetzt in die selbe Familie einheiraten, wenn wir die beiden heiraten würden? Also, das finde ich eher gruselig!“, argumentierte RM mit einem breiten Grinsen. Sofie und ich warfen uns einen kurzen Blick zu und schmissen unseren Freunden jeweils ein Kissen ins Gesicht. „Na wartet“, kicherte Sofie. Euphorisch machten wir uns daran die Jungs von allen Seiten mit Kissen zu befeuern. Nach einigen Sekunden entwickelte sich eine wilde Kissenschlacht daraus, bis wir schließlich lachend und hustend am Boden endeten und glücklich an die Decke starrten.

    Sugas Sicht:

    „Noch eine Woche, dann sehen wir die anderen wieder!“, meinte ich und streichelte sanft mit meinen Fingern über Xenias weiße Haare. „Ja“, seufzte Sofie. „Ich freu mich schon. Aber irgendwie find ich’s auch schön, dass wir mal Zeit nu für uns haben.“ „Stimmt“, grinste RM. „Endlich mal Ruhe“, brummte ich zufrieden. Wir schwiegen und man konnte das Ticken der Küchenuhr hören.

    „V hat mir gestern geschrieben“, unterbrach Sofie plötzlich die Stille. „Wirklich?“, staunten Xenia und ich. „Ja, er hat mir von einem Mädchen erzählt!“ Plötzlich konnte sie nicht anders, und setzte ein stolzes Lächeln auf. „Sag bloß……“, raunte Xenia überrascht. „Ja, du hast schon richtig verstanden“, prahlte sie und drehte sich zu uns herüber. „Er hat sich verliebt!“ Mir klappte die Kinnlade herunter. Als Xenia das sah lachte sie auf. „Was überrascht dich da? Er ist doch ein netter, attraktiver, junger Mann!“ Ich legte den Kopf schief. „Aber, er ist so…….so…..“ „…..kindisch?“, vollendete RM meinen Satz. „Ja genau“, stimmte ich zu und setzte mich etwas auf.

    Xenia und Sofie warfen uns etwas eingeschnappte Blicke zu. „Also, als ich euch das erste Mal sah, fand ich euch beide im Vergleich am seltsamsten“, meinte Xenia knapp und wuschelte mir frech durchs Haar. „Hey“, protestierten RM und ich gemeinsam, schafften es aber nicht ernst zu bleiben und brachen in schallendes Gelächter aus.

    -auf der Schi-Piste in Österreich-

    „Aaaaachtuuuungg!“, schrie Jungkook und fuhr mit vollem Karacho auf mich zu. Gerade noch rechtzeitig stoppte ich ab und kam zitternd neben Jin am Abhang zu stehen. „Verdammt das war knapp“, lachte ich erleichtert und rutsche auf weichen Knien etwas den Abhang herab. „Tut mir leid“, entschuldigte sich Jungkook und fuhr zu mir, um zu überprüfen, ob es mir auch gut ging.

    „Nichts passiert“, meinte ich versichernd und hob beschwichtigend die Hände. „Seht mal da unten“, lachte ich. „Da ist das Restaurant, bei dem wir essen wollen! Also, ich weiß nicht wie’s euch geht, aber ich bin als Erste dort!“ Grinsend tauchte ich mich mit meinen Schi-Stecken vom Platz und rauschte den Berg hinab. „Hey“, beschwerten sich Jin und Jungkook lautstark und rasten mir nach.

    Wir fuhren über kleine Hügel und etwas eisige Stellen, bis wir beinahe das kleine Häuschen erreicht hatten. Auf den letzten Metern erspähte ich Jimin, V und J-Hope die sich sichtlich bemühten nicht von uns eingeholt zu werden. Grinsend wedelte ich den Berg hinunter und fuhr auf gleiche Höhe auf. „Na ihr? Seid ihr schon müden, oder warum fahrt ihr so langsam!“ Mit einem frechen Grinsen gab ich abermals Gas und lies die drei verdutzt zurück.

    -unten beim Restaurant angekommen-

    „Ersteeee!“, rief ich jubelnd und riss beide Hände in die Luft. „Zweiter“, meinte V stolz und kam neben mir zum Stehen. „Dritter“, freute sich Jimin und staubte uns beim Stehen bleiben mit einer kleinen Schneelawine ein. „Vierter“, lachte J-Hope fast ein wenig enttäuscht. Gemeinsam nahmen unsere Schi-Brillen ab, kniffen die Augen zusammen und blinzelten gegen die Sonne den Hang hinauf. „Seht ihr die beiden?“, erkundigte sich V und suchte die Piste angestrengt nach unseren Freunden ab.

    Es dauerte einige Sekunden, dann kiekste Jimin auf. „Ja, ich seh‘ sie! Da drüben!“ Er zeigte auf zwei Punkte. Auf einen knall gelben, das war Jin, und einen rot-schwarz gestreiften, das musste dann Jungkook sein. „Was glaubt ihr, wer kommt als Letzter unten an und muss uns zum Essen einladen?“, grübelte ich und steckte meine Schi-Stecken in den Schnee. „Ich tippe auf Jin!“, meinte J-Hope. „Ich auch“, stimmten V und Jimin ihm zu. „Mal sehen“, meinte ich und verfolgte die zwei mit meinen Augen.

    Als sie in der Zielgeraden waren, feuerten wir sie wie wild an und riefen ihnen aufmunternd zu. Mit einer kleinen Laolawelle begrüßten wir sie im Ziel und der Verlierer stand fest. „Also, eh alles wie immer“, lachte Jungkook. „Jin läd uns ein und wir schlagen uns die Bäuche voll!“ Jin warf mir einen wehleidigen Blick zu. „Jaja, macht nur, aber übertreibt es nicht!“ Tröstend legte ich ihm eine Hand auf die Schulter. „Ich erinnere dich ja nur ungern, aber das war deine Idee!“

    Es war eine kleine, etwas abgeschiedene Holz-Hütte und so waren bis auf uns fast keine Leute dort. Sie stand an einem großen Abhang und wirkte wie ein kleiner Felck an Zivilisation in einer großen, weiten Winterlandschaft. Gut gelaunt lehnten wir unsere Ski an die Hauswand und betraten die wohlig warme Hütte. Bevor ich die Tür hinter mir zuzog warf ich noch einen Blick nach draußen. Irgendwas stimmte nicht. Die Sonne war verschwunden und über uns waren graue Wolken gezogen. Ich hoffte inständig, dass V nicht recht behalten würde und ein Schneesturm auf uns zukam…..

    25
    ((bold))-in der kleinen Hütte-((ebold)) Ich schloss die Tür hinter uns und überflog den Raum mit einem kurzen Blick. Die Stube war sehr rustikal un

    -in der kleinen Hütte-

    Ich schloss die Tür hinter uns und überflog den Raum mit einem kurzen Blick. Die Stube war sehr rustikal und einfach eingerichtet. Das Zentrum des Raumes war eindeutig der riesige Backsteinkamin. Mir gefiel es hier. Ich fühlte mich sofort wohl, auch wenn ich hier noch nie zuvor gewesen war.

    „Mann, hab ich einen Hunger.“ Jin rieb sich den Bauch und sog den Geruch des frisch gekochten Essens, der aus der Küche kam in sich auf. „Servus!“ Eine alte Frau kam freundlich lächelnd aus der Küche und streckte uns die Hand entgegen. „I bin die Roswitha, aber ihr könnt gern Rosi zu mir sagen! Ma, I grfrei mi, dass endlich mal wieder wer bei uns hereinschneit!“ Die Jungs schüttelten ihr überfordert die Hände, lachten aber und freuten sich über den herzlichen Empfang. „Sie heißt Rosi und sie freut sich, dass ihr hier seid!“, übersetzte ich und schüttelte ihr ebenfalls die Hand.

    Als sie meine Übersetzung erhalten hatten, grinsten sie breit und setzten sich an den ersten Tisch. „Es is scho koit draußen, ned?“, wuselte die alte Dame um uns herum und deckte den Tisch, an den wir uns gesetzt hatten. „Ja, aber wir sind so dick angezogen, da werden wir schön warm gehalten!“, lächelte ich und zog meine Jacke aus. Rosi war mir sofort sympathisch. Sie erinnerte mich an meine Oma. Etwas verwirrt aber liebevoll.
    Die Jungs warfen mir fragende Blicke zu, was Rosi zu bemerken schien. „Kennan die ka Deutsch? Woher kumman, denn die jungen Herrschaften? (Können die kein Deutsch? Woher kommen denn die jungen Männer?) Ich musste lachen, denn die dämlichen Gesichter meiner Freunde, waren einfach zu komisch.

    „Nein, meine Freunde kommen aus Korea. Sie sind hier auf Urlaub und können leider kein Deutsch. Aber dafür haben sie ja mich. Ich dolmetsche für sie!“ Freudig schlug sie ihre runzeligen Hände aneinander:„Ma, des is aber liab von dir mei Kind! (Das ist aber lieb von dir, mein Kind!“) Sie lächelte den Jungs liebevoll zu und verschwand dann in der Küche, wahrscheinlich, um das Besteck zu holen.

    „Ich versteh nur Bahnhof“, meinte Jimin und zog sich hilflos die Haube vom Kopf. Ich kicherte und gab jedem eine Speisekarte. „Ach, keine Sorge. Alles was wichtig ist, werde ich euch schon übersetzen.“ Die anderen seufzten erleichtert. „Soll ich euch vorlesen, was es zu Essen gibt?“ Die Jungs nickten eifrig. „Gibt’s Schnitzel?“, fragte V und studierte hungrig die Speisekarte. „Ich denke schon, aber schauen wir doch einfach mal nach!“

    -eine halbe Stunde später-

    Wir hatten uns auf sechs Gerichte geeinigt, von denen wir alle kosten konnten. Rosi brachte uns schon nach kurzer Zeit das Essen und nun dampften Schnitzel, Germknödel, Käsespätzle, Schweinsbraten mit Sauerkraut, Berner Würstel mit Pommes und Kaiserschmarren in unserer Mitte. „Mahlzeit, lassts as euch schmecken!“, lächelte Rosi und verschwand tippelnd wieder in der Küche. Kaum war sie um die Ecke verschwunden, stürzten sich die Jungs auf das Essen.

    Vs Sicht:

    Ganz ehrlich? Das ist das beste Essen im Ausland, dass ich je gegessen habe!“, meinte ich schmatzend und stach erneut in das Schnitzel. Währenddessen machte sich Jin über die Käsespätzle her, wobei er sichtlich mit den langen Fäden, die der Bergkäse zog, zu kämpfen hatte.

    Ich beobachtete Emilia von der Seite und legte den Kopf schief während ich weiter auf meinem Essen kaute. Sie hatte so ein schönes Lachen…. Sie unterhielt sich gerade mit Jungkook und strich sich, wenn sie lachen musste, immer wieder die Haare hinter die Ohren.

    Als ich sie so ansah, ärgerte ich mich wieder darüber, dass die Jungs vorhin einfach so in unser Zimmer geplatzt sind. Hätten sie nicht noch 10 Minuten warten können? Ich war so nah dran gewesen sie endlich zu küssen……
    Tja, es war wohl unser Schicksal. Seufzend legte die Gabel auf meinen Teller. Trotzdem, so schnell würde ich nicht aufgeben….

    -eine Stunde später-

    Satt und zufrieden lümmelten wir auf unseren Plätzen und hielten uns die vollen Bäuche. „Noch einen Bissen und ich muss kotzen!“, presste Jin hervor und öffnete den obersten Knopf seiner Hose. Emilia und ich grinsten uns an. „Jiiiin, ich hätte da noch ein bisschen vom meinem Grammelknödel“, säuselte Emilia und wedelte mit dem Teller vor seinem Gesicht herum.“ Wie auf Kommando wendete sich Jin mit einem Würgereiz ab. „Ich meins ernst!“, stöhnte er. „Ich kann kein Essen mehr sehen!“ Ein Raunen ging durch den Raum. „Das ich das mal von unserem Meister-Esser hören würde, hätte ich auch nicht gedacht“, grinste J-Hope und alle musste lachen.

    Emilias Sicht:

    „Hots eich ollan gschmeckt?“ (Hat es euch allen geschmeckt?), erkundigte sich Rosi und servierte behutsam die Teller ab. Schnell übersetzte ich und als Antwort hielten ihr alle einen Daumen nach oben entgegen. „Na des gfreit mi aber!“ (Na, das freut mich aber!“), lächelte sie und verschwand wieder in der Küche.

    Voll gegessen wanderte mein Blick durch den Raum, bis er schließlich am Fenster hängen blieb. „Mist!“, fluchte ich. „Schaut mal nach draußen!“ Ich zeigte auf die weiße Landschaft vor dem Fenster, wo mittlerweile Eisige Schneewolken tobten. „V hatte recht“, stellte Jungkook fest. „Ist das ein…?“ „Schneesturm?“, vollendete ich Jimins Satz. „Ja, ja das ist es!“

    Gebannt starrten wir aus dem Fenster. Die sonst so weichen, weißen, Flocken prasselten eisig gegen das kleine Fenster. Es klang, als würde tausende kleine Eiswürfel zerspringen. Von der Piste war mittlerweile kein bisschen mehr zu sehen. Der vorpräparierte Weg war verschwunden und auch die Pfeiler, die uns sonst zur Orientierung dienten, waren völlig eingeschneit.

    „Emilia“, murmelte V. „Wie lange dauert so ein Schneesturm?“ Ich biss mir nervös auf die Unterlippe und legte meine Hand beruhigend auf seine. „Unterschiedlich!“ Er sah mich aus großen Augen an. „Was heißt das?“ „Naja, es kann sein, dass der in einigen Minuten wieder vorbei ist, es kann aber auch sein, dass das noch ein paar Tage so weiter geht! Wir sind hier in den Bergen, da ist das Wetter unberechenbar!“

    Die anderen sahen mich entsetzt an. „Einige Tage?“, wiederholte J-Hope etwas lauter, als er es beabsichtigt hatte. Ich biss die Zähne zusammen.

    Was die Jungs nicht wussten: Die Dauer des Schneesturms und die zugeschneite Piste war unser kleineres Problem. Schlimmer war es, dass das Haus, in dem wir saßen, so klein war, dass es mit Leichtigkeit vom Schnee bedeckt werden konnte. Was also sollten wir machen, wenn wir hier gar nicht mehr raus konnten?......

    Hey Leute,:)
    Hier ein kleiner Geheimtipp für euch.
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    BTS-So verschieden und doch so gleich (Suga Ff)

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    ((bold))-drei Stunden später-((ebold)) ((unli))Jimins Sicht: ((eunli)) Wir saßen hier jetzt schon eine gefühlte Ewigkeit fest. Die Fenster waren be

    -drei Stunden später-

    Jimins Sicht:

    Wir saßen hier jetzt schon eine gefühlte Ewigkeit fest. Die Fenster waren beinahe zugeschneit und durch die Ritzen der alten Holzbretter wehten kalte Luftzüge, die mich erschauern ließen. Irgendwann gab uns Rosi ein paar Decken, um uns zu wärmen, doch mittlerweile hatte sich die Kälte im ganzen Raum ausgebreitet.

    „Können wir nicht den Kamin anzünden?“, erkundigte sich Jungkook und kuschelte sich tiefer in seine Decke hinein. „Ich frag mal“, schlug Emilia vor und wendete mich an unsere freundliche Gastgeberin. Als sie übersetzt habe, erhielt sie aber eine weniger erfreuliche Antwort. „Na, des tuat ma lad, owa der is zu oit, den ko ma nimma ozindn, sunst fackelt uns die ganze Hüttn ob!“ („Nein, das tut mir leid, den kann man nicht mehr anzünden, der ist zu alt, sonst brennt die ganze Hütte ab!“)

    Enttäuscht übersetzte sie abermals, aber diesmal für uns und erntete von allen Seiten enttäuschte Blicke. Rosi war bereits so lieb gewesen und hat uns angeboten hier die Nacht zu verbringen, falls sich der Schneesturm nicht legen sollte. Wir haben das Angebot natürlich dankend angenommen, würden aber eindeutig lieber wieder zurück in unser warmes Hotel.

    Vs Sicht:

    Ich atmete erschöpft aus und es bildete sich eine kleine, weiße Wolke vor meinem Mund. Es war so bitterkalt…..

    Zähneklappernd sah ich mich im Raum um. Jeder hatte sich auf ein Kissen gesetzt, sich in eine Decke gewickelt und eine Tasse heißen Tee vor sich platziert. Wir bemühten uns, durch Gespräche und Blödeleien unsere Körper warm zu halten, doch das war schwerer als gedacht.

    In den letzten Minuten hatte ich fieberhaft überlegt, ob ich Emilia anbieten sollte, sich zu mir zu setzen, um sich zu wärmen, doch irgendwie wäre mir diese Frage unangenehm gegenüber meiner Freunde. Bis auf Jimin wusste schließlich noch keiner der Jungs von uns……denke ich jedenfalls….

    Immer wieder spähte ich zu ihr hinüber. Sie hatte sich an die Wand neben den Kamin gelehnt und ihren Kopf zur hälfte unter die Decke gesteckt. Ihre Hände zitterten und ich sah wie sie immer wieder auf die Uhr starrte. „Was ist denn?“, fragte ich sie und deutete auf das Ziffernblatt der Uhr. „Bis 18:00 Uhr haben die Lifte geöffnet. Vielleicht könnte ich versuchen zu Fuß die Mittelstation zu erreichen und Hilfe zu holen!“

    „Spinnst du!“, empört über ihre Idee sahen wir sie alle gleichzeitig eindringlich an. „Wenn du da raus gehst, erfrierst du!“, argumentierte J-Hope. „Und woher willst du wissen wie weit de Station entfernt ist?“, meinte Jin. Überrascht über unsere plötzliche Attacke zog sie den Kopf ein.

    „OK, Ok, war nur so eine Idee!“ Wir schwiegen uns an. Keiner wusste so recht, was wie es jetzt weitergehen sollte.
    Nach einigen Minuten hielt ich es nicht mehr aus, stand auf und setze mich neben Emilia an die Wand. „Ich habe eine Idee!“ „Jetzt bin ich aber gespannt“, bibberte Jimin und setzte sich näher zu uns. „Lasst uns ein Spiel spielen!“ Jungkooks Augen leuchten auf. „Bin dabei!“ Ich grinste. Hab ich doch gewusst, dass das die Stimmung anheben würden. „Ok, das Spiel geht so“, erklärte ich uns wandte mich an die anderen. „Jeder von uns überlegt sich eine Frage. Diese Frage muss dann jeder von uns ehrlich beantworten. Achja, uns eine Antwort darf nicht doppelt sein!“

    „Mann, ich bin schlecht in solchen Spielen“; verzog J-Hope genervt das Gesicht. „Immer noch besser als hier festzufrieren und sich anzuschweigen, findest du nicht?“ J-Hope seufzte und setzte sich gemeinsam mit Jin ebenfalls zu uns. Wir saßen nun in einem Kreis, so dass wir einander gut sehen konnte. „Wer beginnt?“, wollte Jungkook wissen. „Immer der, der fragt“, grinste ich und lehnte mich zurück gegen die kalte Wand.

    Kurz überlegte er, dann räusperte er sich:
    „Was wolltet ihr schon immer mal machen?“

    Jimin: eine Weltreise machen
    J-Hope: meine eigene Tanzschule eröffnen
    Jin: mein eigenes Kochbuch herausbringen
    ich: einen Tag lang nur verrückte Sachen machen
    Emilia: nach Seoul ziehen

    Als ich das hörte war ich wieder hell wach. „Du willst nach Seoul ziehen? Ich dache du wohnst hier in Österreich?“ Sie lachte und legte den Kopf schief. „Ja schon, aber meine Eltern leben in Seoul und eigentlich lebe ich momentan nur noch in Österreich wegen meines Jobs. Sobald ich irgendwo fix angestellt werde, bin ich flexibler und kann auch umziehen!“ In mir erwachte ein Gefühl der Hoffnung. Könnte das bedeuten, dass ich sie auch nach Weihnachten wiedersehen könnte?

    „Hey, wir sind auch noch da“, beschwerte sich Jin und wedelte vor meinem Gesicht herum. „Sorry!“, meinte ich knapp. Ich hatte gar nicht gemerkt, dass ich mich von den anderen abgewandt hatte, und sie aus unserem Gespräch komplett außen vor gellassen habe. „Ähh…Jimin, du bist dran“, grinste ich und rückte etwas näher an Emilia heran.

    Jimin setzte sich auf und überlegte kurz. Plötzlich wanderte ein breites Grinsen über seine Lippen. „Oh Gott, was hatte er jetzt schon wieder vor?“

    „Was mögt ihr am meisten an V?“

    Verflixt. Ich kniff die Augen zusammen und warf ihm einen vernichtenden Blick zu. „Was soll das?“, nuschelte ich kaum hörbar. Doch Jimin ignorierte mich und setzte einfach fort.

    Jimin: Also, ich mag seine Hände.
    J-Hope: Ich mag seine Haare.
    Jin: Ich mag…..ähm…..seine Nase.
    Jungkook: Das ist einfach. Ich mag seine Augen.

    „Ok, Emilia? Du bist dran“, grinste Jimin und gab ihr einen kleinen Schubs.
    Ich hätte damit gerechnet, dass sie etwas schüchtern reagieren würde, doch sie lies sich nichts anmerken. Ich hörte wie mein Herz wie wild zu schlagen begann. Ich konnte nicht abwarten. Was würde sie sagen?

    Ruhig sah sie auf und musterte mich einige Sekunden. Bei diesem Blick begann alles in mir zu kribbeln. Mein Bruskorb hob sich immer schneller und ich merkte, wie die Blicke aller auf mir ruhten. „Ich glaube….“, sie legte lächelnd den Kopf schief. „….ich glaube ich mag an V am meisten…….seinen Humor…..nein, eigentlich seine Persönlichkeit.“

    Mein Herz machte einen Satz und ich schnappte überrascht nach Luft. Die anderen Raunten und Jimin grinste noch immer übers ganze Gesicht. „Das hast du mit Absicht gemacht“, dachte ich, konnte mich aber nicht bei Jimin beschweren, weil ich mich nicht von Emilia abwenden konnte.

    Mir stieg die Röte in die Wangen und sie schien das zu bemerken. Augenblicklich lächelte sie und legte ihren Kopf auf meine Schulter. „Aber natürlich gefällst du mir so auch ganz gut!“

    Die anderen lachten, doch ich konnte an nichts anderes mehr denken.
    Endlich hatte ein Mädchen das gesagt, was ich mir immer gewünscht hatte……

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    ((bold))-17:00 Uhr-((ebold)) ((unli))Emilias Sicht: ((eunli)) Ich öffnete zaghaft die Augen und sah mich um. Aneinandergekuschelt saßen alle an der

    -17:00 Uhr-

    Emilias Sicht:

    Ich öffnete zaghaft die Augen und sah mich um. Aneinandergekuschelt saßen alle an der Wand und waren in einen sanften Schlaf gefallen. Leises Schnarchen war zu hören und als ich Jimin zusammengeknautschtes Gesicht sah, huschte mir ein kleines Lächeln über die trockenen Lippen. Ich hauchte in meine rot-gefärbten Hände und rubbelte mir die Kälte aus den Gliedern. Fröstelnd sah auf die Uhr. „Scheiße, schon so spät?“ Ich richtete mich auf und zwängte mich unter Vs Arm hervor, den er schützend um mich gelegt hatte.
    Vorsichtig legte ich seine Hand zurück auf seinen Bauch, um ihn nicht aufzuwecken. Es sah so friedlich aus…..

    Kurz musterte ich ihn, dann drückte ich ihm einen kleinen Kuss auf die Stirn. Bei meiner Berührung gab er schmatzende Geräusche von sich und brabbelte etwas Unverständliches im Schlaf. Ich grinste. Sobald wir hier wieder heraus waren, würde ich im sagen wie ich empfinde.

    Der Schneesturm tobte immer noch draußen und die Jungs hatten sich schon damit abgefunden die Nacht hier im Haus zu verbringen. Rosi war mittlerweile wieder in der Küche verschwunden. Sie hatte vor uns noch eine warme Suppe fürs Abendessen zu kochen.

    Ich schlich mich auf leisen Sohlen zur Garderobe und schnappte mir meine Jacke vom Kleiderständer. Schnell schlüpfte hinein, wickelte mir meinen kuscheligen Schal um den Hals und setzte mir meine dicke Winterhaube auf. Ich warf noch einmal einen Blick zurück zu den Jungs, dann öffnete ich die Tür….

    Eisiger Wind schnitt mir ins Gesicht. Ich kniff die Augen zusammen und bemühte mich etwas in den Schneemassen zu erkennen. Es lagen sicher 1,5m Schnee und ich konnte vor lauter Schnee kaum meine eigene Hand vor den Augen sehen. Dennoch trat ich aus der kleinen Hütte und machte den ersten Schritt hinaus in den Schnee.

    Ich hatte ein schlechtes Gewissen, ohne den Jungs etwas zu sagen, einfach wegzugehen, doch ich war mir sicher hier in der Nähe eine Gondelstation gesehen zu haben. Wenn ich die erreichen würde, könnte ich Hilfe holen und die Pistenaufsicht benachrichtigen.

    Ich kämpfte mich mit all meiner Kraft durch den Schneesturm, kam aber nur sehr langsam voran. Die Kälte schmerzte im Gesicht und meine Füße fühlten sich von Sekunde zu Sekunden tauber an. Ich war mir aber sicher, ich würde das schaffen!

    -eine halbe Stunde später in der kleinen Hütte-

    Vs Sicht:

    Als ich aufwachte, fasste ich mir instinktiv an die Stirn. Ich fühlte einen leichten Druck auf der Haut, so als hätte mich etwas dort berührt. Ich war verwirrt. Verschlafen sah ich mich um, und stellte fest, dass meine Freunde immer noch im Land der Träume waren. Ich tastete neben mich um…….halt……..ich hielt inne…..wo war…..Emilia?

    Panisch riss ich den Kopf herum und suchte nach ihrem Gesicht. Doch….nichts! Sie war weg! Ich lehnte mich zum schnarchenden Jimin hinüber und rüttelte ihn an den Schultern. „Jimin! Wach auf!“, flüsterte ich und legte ihm meine eiskalten Hände auf die Wangen. Augenblicklich zuckte er zusammen. „Ahhhh, V! Erschreck mich nicht so!“ Als er meine Hände an seiner Wange bemerkte, schlug er sie konsequent zur Seite. „Verdammt bist du kalt!“

    „Jimin, Emilia ist weg“, erklärte ich nun schon mit einer verzweifelt klingenden Stimme. „Wie? Was meinst du mit weg?“ „Naja, wenn sie nicht da, ist wo soll sie sonst sein“, argumentierte ich und deutete auf den leeren Platz neben mir. Er starrte auf das Kissen auf dem zuvor noch Emilia gesessen hatte und sah mich entgeistert an. „Meinst du……?“ „….sie ist raus gegangen, um die Gondelstation zu finden?“, vollendete ich seinen Satz. „Ja, das kannst du laut sagen!“

    Aufgebracht standen wir beide auf und liefen zum Fenster. „Kannst du irgendwas erkennen?“, hauchte Jimin und wischte mit seinem Ärmel über die beschlagenen Fensterscheiben. „Nein, du?“ „Nein“, seufzte er und lies sich auf die harte Holzbank plumpsen. „Was, wenn sie nicht mehr zurückfindet?“, phantasierte ich uns warf Jimin einen besorgten Blick zu.

    Wir schwiegen uns einige Sekunden an. „Ich muss sich suchen gehen!“, meinte ich schließlich bestimmend und rannte aus dem Zimmer. „Spinnst du?“, schimpfte Jimin. „Du verläufst dich da draußen!“ Ich zog die Stirn in Falten. „Aber, ich kann sie doch nicht alleine lassen. Ich würde mir das nie verzeihen, wenn ihr was passiert!“

    Jimin sah mich entgeistert an. „V!“
    Doch ich hörte schon nicht mehr. Ich schnappte mir meine Jacke und stürmte hinaus in den Schneesturm. Ich musste sie finden, komme was wolle!

    Emilias Sicht:

    Mein ganzer Körper zitterte vor Kälte. Meine Wangen pochten und meine Nase lief. Auf meinen Wimpern lagen bereits Schneeflocken, die festgefroren waren und meine eigentlich braunen Haare, waren von einer weißen Schicht bedeckt worden. Keuchend setzte ich einen Fuß vor den anderen und stellte mich gegen den Starken Wind. Ich merkte, wie von Sekunde zu Sekunde meine Kräfte schwinden und langsam verlor ich auch die Hoffnung darin, mein Zielt zu erreichen.

    Heiße Tränen liefen mir über die Wangen, doch ich wusste selbst nicht genau, ob das wegen des Winds war oder wegen meiner Enttäuschung. Was hatte ich mir dabei nur gedacht? Hatte ich wirklich geglaubt ich würde das schaffen?

    Irgendwann sah ich ein, dass ich einen Fehler gemacht hatte. Ich sank erschöpft auf die Knie und vergrub das Gesicht in meinen Händen. Ich konnte nicht mehr, ich war so müde…….ich musste……eine kurze Pause machen……
    Ich zog mich mit letzter Kraft in eine Nische eines kleinen Verschlags zwischen einem Holzstapel und schloss die Augen….

    Vs Sicht:

    Ich sah mich hektisch um. „Emilia!“, schrie ich in den Sturm hinaus. „Emilia, wo bist du?“
    Nichts.

    Ich war so blöd, wie konnte ich auch denken, sie würde mich bei dem Wind hören. Verzweifelt stapfte ich weiter. Der Schnee peitsche mir ins Gesicht und die Kälte fuhr mir in alle Glieder. Lange würde ich das hier nicht durchhalten……

    -eine halbe Stunde später-

    Völlig erschöpft erreichte ich ein kleines Haus. Nein, ich glaube es war eine alte Scheune. Mittlerweile hatten mich meine letzten Kräfte verlassen. Das einzige, dass mich noch weitersuchen lies, war die Hoffnung Emilia wiederzufinden. Ich biss verzweifelt die Zähne zusammen und stapfte weiter.
    In der Scheune war sie nicht. Ich suchte alles ab, doch sie war nirgends zu finden. Verzweifelt lehnte ich mich an die Außenwand der Hütte und senkte ausgelaugt den Kopf. Mein Körper bebte. Ich war verzweifelt du frustriert. Wütend schrie ich ihren Namen. „EMILIA, EMILIA, EMIIILIAAAA!“

    Salzige Tränen rollten über mein Gesicht und tropfen in den Schnee. Ich keuchte und wollte gerade aufgeben, als ich ein leises Wimmern hörte.

    Ich riss herum und rannte hinter die Scheune. Plötzlich breitete sich erneut Hoffnung in mit aus und ich schöpfte neue Kräfte. Etwa fünfzig Meter entfernt war ein kleine Holzhaufen. „EMILIA“, rief ich gegen den heulenden Wind. „EMILIA, bist du da?“
    „Mhmmmm“, wimmerte jemand herzzerreißend. Als ich auf den Holzhaufen zulief, bemerkte ich einen roten Schal. Jemand hatte ihn um einen Stock gebunden, der im Schnee steckte. Als ich den Schal erreicht hatte, entdecke ich sie. Emilia kauerte hinter den Holzspaten, völlig ausgelaugt und ohne Kraft.

    Als sie mich wahrnahm öffnete sie die Augen und streckte ihre zitternde Hand nach mir aus. Mit letzter Kraft hauchte sie mir zu: „V, hilf mir!“

    28
    Dann fielen ihr die Augen zu und ihr Körper sackte völlig in sich zusammen. „Emilia“, stöhnte ich erleichtert auf und rannte zu ihr. „Ich hä

    Dann fielen ihr die Augen zu und ihr Körper sackte völlig in sich zusammen.

    „Emilia“, stöhnte ich erleichtert auf und rannte zu ihr. „Ich hätte schon gedacht ich würde dich nie wiederfinden!“ Den Tränen nahe, legte ich meine Hände auf ihre eiskalten Wangen und drückte keuchend ihren zitternden Körper fest an mich. „Ich bin so froh, dass ich dich gefunden habe!“

    Hecktisch sah ich mich um. Wo sollten wir hin?
    Den ganzen Weg zurück zu gehen, würde sie nicht mehr schaffen? Außerdem hatte ich doch selbst kaum noch Kraft und Emilia zurück zur Hütte zu tragen, war unmöglich.
    Mein Blick blieb an der alten Scheune hängen. Ob ich da hineinkam? Ich zögerte kurz, denn legte ich einen Arm unter Emilias Rücken und einen unter ihre Knie und hob ihren schlappen Körper in die Höhe. Sie atmete nur noch ganz schwach. Ich musste mich beeilen.

    Angestrengt stemmte ich mich mit Emilia in den Armen gegen den Sturm an und versuchte verzweifelt die kleine Scheune zu erreichen. „Aaghhrr“, brüllte ich und sammelte meine letzten Kräfte. Ich kämpfte mich durch die dicken Schneemassen, bis ich endlich das große alte Tor erreicht hatte. Ein letztes Mal spannte ich all meine Muskeln an und zog an dem dicken Riegel.

    „KLACK!“

    Das Tor sprang auf und ich stolperte erleichtert ins Innere der schützenden Wände. „Emilia!“, lachte ich und wischte mir den Schnee aus dem Gesicht. „Emilia, wir haben es geschafft! Wir sind in Sicherheit!“

    Doch Emilia blieb stumm.
    Sie sagte nichts.
    Sie bewegte sich nicht einmal.

    „Emilia?“ Geschockt legte ich sie auf das weiche Stroh, das in einer Ecke der Scheune angehäuft wurde. „Emilia, hörst du mich?“ Panisch rüttelte ich an ihren Schultern.
    Nichts.

    Tränen stiegen mir in die Augen und kullerten über meine roten Wangen. „Emilia, lass mich jetzt nicht alleine!.......EMILIA!........Ich muss dir doch noch so vieles sagen!“

    Doch Emilia regte sich nicht.

    Weinend legte ich mein Ohr auf ihre Brust. „DUM…….DUM…DUM!“ Ihr Herz schlug noch. Erleichtert stöhnte ich auf. Ich musste jetzt handeln. Ich orienteierte mich im Raum und entdeckte zu meiner Erleichterung eine Decke. Ich holte sie mir und breitete sie über Emilia aus.

    Zitternd setzte mich zu ihr und streichelte ihr sanft übers Haar. „Halte noch ein bisschen durch! Die anderen suchen bestimmt schon nach uns!“

    Es war immer noch so eiskalt. Es fühlte sich fast so an, als wäre es drinnen genauso kalt wir draußen, nur mit dem Unterschied, dass hier kein Wind wehte und einem nicht der Schnee ins Gesicht flog. Zähneklappernd zog ich die Hände in die Ärmel meines Mantels und setzte mir die Kapuze auf.
    „V?“ Plötzlich öffneten sich Emilias Augen und sie drehte mühevoll ihren Kopf zu mir. „V…..mir…..mir…..ist…s…..so….ka….a alt!“, stotterte sie. „Emilia“, rief ich erleichtert und beugte mich über sie. Ich lächelte und strich ihr liebevoll über die roten Backen. „Bitte, jage mir nie wieder so einen Schrecken ein!“ Sie lächelte ebenfalls bemüht und wollte gerade etwas sagen, als sie laut zu husten begann. Ich beobachtet sie hilflos. Ich wusste nicht was ich tun sollte.
    Wenn wir hier nicht bald rauskamen würden wir beide erfrieren. Soviel war sicher.

    „V!“, flüsterte sie und zog mich zu sich. „V, zieh dich aus?“
    „WAS!“, fragte ich empört. „Warum ausziehen? Es ist arschkalt!“ „Frag nicht, mach einfach!“; befahl sie und begann selbst damit sich bis auf die Unterwäsche auszuziehen.
    Plötzlich viel mir ein worauf sie hinaus wollte.

    Das hatten wir mal in der Schule durchgemacht. Wenn man keine Hilfsmittel hat, um seinen Körper zu wärmen, war ein zweiter lebender Körper die beste Möglichkeit sich warm zu halten. Das geht aber nur, wenn man Körperkontakt hat. Denn nur über die Haut kann die Wärme unseres eigenen Körpers weitergegeben werden.

    Ich zog mir die Jacke aus, schlüpfte aus meiner Hose und streifte mir das T-Shirt vom Leib. „Die Unterwäsche kann ich aber anlassen, oder?“ Sie lächelte erschöpft. „Ja, kannst du, keine Sorge.“

    Sie hob die Decke etwas an, sodass ich mich zu ihr legen konnte. Ihre Lippen waren mittlerweile blau geworden und als sich unsere Körper berührten, merkte ich wie sie am ganzen Leib zitterte. Sie war eiskalt…..

    Vorsichtig legte ich einen Arm um sie, und als sie nichts dagegen einwendete, zog ich sie fest an mich. Ihr Brustkorb bewegte sich immer langsamer auf und ab, bis sich ihr Atem sich wieder reguliert hatte. „Besser?“, erkundigte ich mich und sah ihr tief in die Augen.

    Ich konnte ihren warmen Atem spüren und erst jetzt war mir bewusst, wie nahe wir uns eigentlich war. Ich hatte eigentlich immer gedacht, wir würden uns erst küssen und dann gemeinsam schlafen, doch wie es aussah, war es nun genau anders rum.

    In mir begann alles zu kribbeln und mein Herzschlag beschleunigte sich augenblicklich.
    „Ja, viel besser, danke!“, flüsterte sie uns kuschelte sich an mich. Gerade dachte ich sie würde die Augen schließen und einschlafen, als sie sich plötzlich räusperte.

    „V?“ „Ja?“ Ich strich ihr eine Haarsträhne hinters Ohr und musterte ihr hübsches Gesicht. „Ich bin so froh, dass du da bist! Ich hätte schon gedacht ich würde da draußen sterben und das wollte ich nicht! Weißt du warum?“ „Nein“, murmelte ich und fuhr sanft mit meiner Hand über ihre nackten Körper.
    „Ich wollte dir sagen……“, sie machte eine kurze Pause, dann sah sie zu mir auf. „Ich wollte dir sagen, dass ich dich liebe!“
    Ich mir entfachte ein Feuer. Ein Feuer, dass ich nicht mehr bändigen konnte. Überwältigt von meinen Gefühlen zog ich ihren Kopf zu mir. „Endlich“, lächelte ich verliebt. „Endlich hast du es gesagt!“

    Dann küsste ich sie. Leidenschaftlich ertasteten meine Lippen die ihren, während ich sie mit meinen Armen noch fester an mich presste. Endlich konnte ich sie halten, sie an mich drücken, sie lieben. Es war wie ein wundervoller Traum, ein Traum in dem endlich alle meine Wünsche wahr wurden……

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    ((bold))1((big))2. Dezember((ebig))((ebold)) ((bold))-in Korea im BTS Apartment-((ebold)) ((unli))Sofies Sicht: ((eunli)) Die Sonnenstrahlen weckten m

    12. Dezember

    -in Korea im BTS Apartment-

    Sofies Sicht:

    Die Sonnenstrahlen weckten mich an diesem kalten Wintermorgen und kitzelten mich an der Nasenspitze. Gähnend rollte ich mich aus RMs Armen und stand auf. Noch mit halb geschlossenen Augen öffnete ich ein Fenster, um frische Luft hereinzulassen und schlurfte zurück zum Bett. „Aufstehen, Schatz“, gähnte ich und drückte ihm einen liebevollen Kuss auf die Wange.

    Murrend rollte er sich auf den Bauch und hielt verbissen seine Decke fest, die ich ihm gerade wegziehen wollte. „Lass mich noch schlafen!“ grummelte er und kuschelte sich noch einmal fest in den flauschigen Stoff. „Hey, es ist gleich 9:00 Uhr. Wir wollten doch noch einkaufen gehen!“, grinste ich und wollte gerade mein Handy vom Nachtkasten nehmen, als er mich plötzlich an der Hüfte schnappte und mich zu sich zog.

    „Hey“, lachte ich, als er mich an sich drückte. „Komm, lass uns noch ein bisschen liegen bleiben! Nur noch ein paar Minuten, bitte!“ RM sah mich aus großen Augen an und legte den Kopf schief. Ich verdrehte die Augen. „Na gut, aber nur noch 10 Minuten! Ich will dann noch V anrufen!“ „Hat er sich noch nicht bei dir gemeldet?“, erkundigte sich Namjoon und breitete die Decke erneut über mich. „Nein“, meinte ich enttäuscht. „Du machst dir Sorgen, oder?“ Namjoon streichelte mir beruhigend über die Haare. Ich nickte. „Ich vermisse ihn! Es ist ungewohnt ihn so lange Zeit nicht mehr zu sehen!“ „Ich versteh dich“, meinte RM. „Mir fehlt er auch!“

    Wir schwiegen einige Zeit. Dann fiel mein BIick auf mein Handy. Ich griff danach und entsperrte es.
    „Und?“, fragte Namjoon. „Nichts“, murmelte ich enttäuscht und klickte mich durch meine eingegangenen Nachrichten. „Dann ruf ihn doch einfach mal an!“, schlug er vor. Meine Miene erhellte sich augenblicklich und ich wählte schnell seine Nummer.

    Ich legte das Handy an mein Ohr und wartete.

    -währenddessen in der kleinen Hütte in Österreich-

    Jimins Sicht:

    „Brrr……brrrrr….“, ein Handy vibrierte und ich öffnete zaghaft meine Augen. Verschlafen sah ich mich im Raum um. Es war mitten in der Nacht und die Jungs lehnten immer noch schlafend an der Wand neben dem Kamin. Verwirrt versuchte ich einzuordnen aus welcher Richtung das Summen kam.
    War das nicht Vs Handy? Im Halbschlaf und auf allen Vieren kabbelte ich zu Vs Rucksack und kramte nach dem Handy. Gerade noch rechtzeitig erwischte ich es und hob ab.

    „Hallo?“, brummte ich mit verschlafener Stimme. „Jimin?“, kam es vom anderen Ende. „Sofie?“ Verwundert setzte ich mich auf die Bank neben dem Rucksack. „Jimin, warum hebst du bei Vs Handy ab? Schläft er noch?“ „Mann Sofie, bei euch ist es 7 Stunden später als bei uns. Hier in Österreich ist es mitten in der Nacht!“ „Oh Gott“, sie machte peinlich berührt eine Pause. „Das tut mir leid, das hab‘ ich ja völlig vergessen!“ „Ach, schon OK. Jetzt wo ich wach bin, ist das auch schon egal!“

    Ich hörte ein Kichern vom anderen Ende. „Wie geht’s euch?“, erkundigte sie sich. Ich seufzte. „Ach, das ist eine lange Geschichte! Die erzähl ich dir ein ander Mal!“, wich ich geschickt ihrer Frage aus. Ich wollte nicht, dass sie sich Sogen unser wegen machte und so tat einfach so, als würden wir wie geplant im sicheren Hotel übernachten. „Wie geht’s V?“, fragte sie schließlich.

    „V? Ach, der…..“, ich sah mich im Raum um, da viel es mir wie Schuppen von den Augen. „Scheiße!“, fluchte ich und legte das Handy zur Seite. „Jimin? Jimin, was ist los?“, kam es aus dem Lautsprecher, doch ich ignorierte die Stimme.

    Ich musste vorhin eingeschlafen sein, als ich auf V gewartet hatte. Ich wollte die anderen nicht aufwecken und war mir sicher gewesen, dass er bald zurückkommen würde, also hatte ich mich einfach zurück an den Kamin gesetzt und gewartet. Doch das war ein Fehler gewesen! Das wusste ich nun, denn er war bis jetzt nicht zurückgekehrt. Panisch lief ich im Raum herum. Was sollte ich nur machen? Die Schuldgefühle trieben mich in den Wahnsinn. Was wenn den beiden was passiert war? Emilia war schließlich auch immer noch da draußen!

    Verzweifelt lief ich zur Garderobe und stolperte dabei über einen kleinen Schemel. Es krachte und er viel scheppernd um. „Jimin?“, die Jungs wachten einer nach dem anderen auf und rubbelten sich gähnend den Schlaf aus den Augen. „Was ist los?“, brummte Jin und stand langsam auf. Ich raufte mir hin und hergerissen die Haare.

    „V und Emilia….sie…..sie…sind…….da draußen!“ Es dauerte ein bisschen bis die anderen verstanden, was ich ihnen sagen wollte. Doch an ihren Blick merkte ich schließlich, dass sie sehr wohl verstanden hatten, was das bedeutete. „Wie lange schon?“, fragte Jungkook besorgt und kam zu mir. „Ich weiß es nicht!“ Ich sah auf die Uhr. „Vielleicht vier Stunden?“

    Die anderen warfen einander vielsagende Blicke zu und es war kaum zu übersehen, wie viel Angst nun alle um die beiden hatten. „Ich wähle den Notruf“, meinte Jin schließlich knapp.
    All die Freude und der Spaß waren aus dem Verhalten meiner Freunde verschwunden, denn alle wussten nun, wie ernst die Lage war. Ein dicker Klos bildete sich in meiner Brust. Ich hatte so ein schlechtes Gewissen…..

    -2 Stunden später in der alten Scheune-

    Emilias Sicht:

    Jemand hämmerte an der Tür, dann sprang sie auf. Ich schaffte es nicht mehr mich aufzurichten. Mir fehlte die Kraft dazu. Ich merkte wie auch V sich neben mir aufrichtete, doch bis auf ein paar krächzende Geräusche konnte ich nichts von mir geben. Ich hörte Stimmen, Stimmen die mir fremd waren und Stimmen, die ich kannte.

    Plötzlich lies V mich los und jemand schien ihn hochzuheben. Er wurde weggebracht. In mir stieg die Panik auf. Sie sollten ihn nicht wegtragen, sie sollten ihn bei mir lassen. Ich wollte schreien, doch es ging nicht. Ich wollte ihnen sagen, dass sie mich nicht zurücklassen sollten, doch ich konnte nicht.

    Plötzlich hörte ich Jungkooks beruhigende Stimme. „Schhhht!“ Er legte seine Arme um meinen Körper und drückte mich gemeinsam mit der Decke an seine Brust. „Alles wird wieder gut! Wir haben euch gefunden. Alles wird wieder gut…..“

    Erleichtert schloss ich die Augen und fiel in einen tiefen Schlaf…..

    Hey meine Lieben,
    ich hoffe euch gefällt die Geschichte bis jetzt ganz gut und ihr lasst mir eine Bewertung und ein "Gefällt mir" da. Das freut mich immer sehr. (Also ich meine, die die das noch nicht getan haben:))

    Ich bin so froh, dass ich endlich wieder meinen Laptop habe und endlich weiterschreiben kann.

    Trotzdem werde ich in Zukunft nicht mehr jeden Tag ein Kapitel online stellen, sondern nur alle zwei Tage. (Di, Do, Sa) Es geht sich bei mir zeitlich in letzter Zeit einfach nicht aus und ich möchte deshalb nicht irgendwelche schnell geschriebenen, halbherzigen Kapitel online stellen, sondern welche, die mir selbst auch gefallen.

    Ich hoffe ich versteht das und schaut trotzdem noch regelmäßig bei mir vorbei!:))


    LG Fleur0109

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    ((bold))((big))17. Dezember((ebig))((ebold)) ((unli))Emilias Sicht: ((eunli)) Es war jetzt bereits sechs Tage, also fast eine Woche, her, seitdem V un

    17. Dezember

    Emilias Sicht:

    Es war jetzt bereits sechs Tage, also fast eine Woche, her, seitdem V und ich beinahe in dieser eiskalten Nacht umgekommen waren. Im Nachhinein frage ich mich immer noch, was ich mir dabei gedacht habe. Schließlich hätte alles ein böses Ende haben können….

    Wir hatten echt ein riesen Glück, dass Jin es geschafft hat, einen Rettungshubschrauber zu organisieren, der uns ins Tal zu einem Krankenhaus fliegen konnte. V und ich waren total unterkühlt und mussten dringend medizinisch versorgt werden. Die anderen Jungs waren natürlich mitgekommen und so saßen wir am 13. Dezember alle gemeinsam in einem kalten weißen Krankenhauszimmer und starrten die Wand an.

    Jimin hatte immer noch Schuldgefühle V gegenüber, weil er ihn nicht aufgehalten hat. Er fühlte sich schlecht, weil er dachte, er hätte seinen besten Freund im Stich gelassen. Schließlich erklärten wir ihm aber, dass wir, und vor allem ich, nur deshalb überleben konnte, weil er V nicht zurückgeholt hat. Nach langem hin und her sah er das schließlich ein und lehnte sich erleichtert in seinem Stuhl zurück.

    Irgendwann setzte Jungkook ein breites Lächeln auf und fragte uns, warum wir denn halb nackt unter der Decke gelegen hatten. V und ich warfen uns einen kurzen Blick zu und waren plötzlich viel zu erschöpft, um weiter erzählen zu können. Wir schickten die anderen nach draußen mit der Erklärung, dass wir ihnen, das ein ander Mal erzählen wollen, aber nun würden wir gerne etwas schlafen.

    Noch am selben Tag bekam V einen Anruf aus Korea von Sofie, die sich anscheinend riesen Sorgen um die Jungs gemacht hatte. Als V sie schließlich beruhigen konnte und er sich verabschiedet hatte, stieg er aus seinem Bett und legte sich in meines, das nur etwa einen halben Meter weiter rechts stand. Wir kuschelten uns aneinander, froh diesen Schock endlich überstanden zu haben, und schliefen ein.

    -im Hotel Sacher-

    Vs Sicht:

    „Ihr fliegt gleich weg?“ Ich drückte den Hörer fester ans Ohr, um die nervigen Nebengeräusche, die Jungkook und J-Hope produzierten auszublenden. „Ja“, kam es vom anderen Ende. „Unsere Koffer sind gepackt und unsere Tickets liegen bereit!“ Ich musste lächeln. „Mann, ich freu mich schon so auf euch!“ Gleichzeitig warf ich Jungkook einen vernichtenden Blick zu, der gerade singend auf seinem Bett hüpfte und mir eine seiner beiden Socken entgegenschnalzte. „Sollen wir euch abholen?“, widmete ich mich wieder meinem Gespräch. „Hey das wäre toll“, kicherte es aus dem Hörer. „Na gut, dann morgen um 10:00 Uhr?“ „Morgen um zehn!“, wurde mein Vorschlag freudig bestätigt und ich legte auf.

    „War das Sofie?“, erkundigte sich Jin und ließ sich mit einer Cola aus der Mini-Bar auf sein Bett fallen. „Ja“, grinste ich. „Sie kommen morgen um zehn am Flughafen an. Wir holen sie dann alle gemeinsam ab!“ Die Augen meiner Freunde leuchteten auf. „Na endlich, dann sind wir wieder alle zusammen!“, jubelte Jimin.

    Ich sah auf die Uhr. „Was schon so spät?“ Wie von der Tarantel gestochen sprang ich auf und schlüpfte in meine Boots. „Wo willst du noch einmal hin?“, fragte Jin und schlürfte seelenruhig an seiner Cola. „Er hat ein Date“, meinte Jimin und zog vielsagend die Augenbraun hoch. Ein übertriebenes Raunen ging durch den Raum und ich wusste genau, dass sie mich damit bloß aufziehen wollten. „Wenigstens habe ich ein Liebesleben“, grinste ich schließlich. „Was andere in diesem Raum ja nicht von sich behaupten können.“ Das Grinsen erstarb augenblicklich. Oje, da hatte ich wohl einen wunden Punkt meiner Freunde getroffen.

    Gerade noch rechtzeitig verschwand ich aus dem Hotelzimmer, bevor mich der Polster treffen konnte, den J-Hope nach mir geschossen hatte.

    Ich eilte zum Aufzug, drückte den großen Knopf und wartete.
    Emilia und ich waren zwar offiziell immer noch kein Paar, aber das sollte sich heute ändern. In den letzten Tagen, seid unserer waghalsigen Aktion, haben wir uns immer wieder alleine getroffen. Wir sind zusammen ins Kino gegangen, waren in einem tollen Restaurant essen, oder sind einfach nur durch die nächtlichen Straßen von Wien geschlendert. Ich war einfach glücklich. So eine Art Beziehung hatte ich mir immer gewünscht. Ganz nebenbei entdecken wir Tag für Tag mehr Gemeinsamkeiten. So fand ich beispielsweise heraus, dass sie ebenfalls für einige Jahre Saxophon gespielt hat.
    „PLING!“ Der Aufzug war da und ich stieg ein.

    -währenddessen im Café „To the bone“-

    Emilias Sicht:

    Mit einem Klacken rastete der Behälter mit dem frisch gemahlenen Kaffee in der Maschine ein und ich drückte auf den ersten Knopf. Es brummte und nach und nach strömte heißer dampfender Kaffee aus der Düse und ein wohliger Duft breitete sich im Raum aus.

    „Ein Espresso, bitte“, bestellte ein Herr im mittleren Alter und hielt mir einen Geldschein entgegen. „Kommt sofort“, lächelte ich und legte ihm das entsprechende Wechselgeld auf die Tresen. Leise Summend machte ich mich an die neue Bestellung und lies dabei die Eingangstür nicht aus den Augen.

    V würde jeden Augenblick da sein und mich abholen. Eigentlich musste ich ja noch arbeiten, aber da ich heute mit Gassi gehen dran bin, dachte ich mir, dass nichts dagegenspreche, wenn V mich begleiten würde. Ich freute mich schon wie verrückt darauf und ich wurde von Minute zu Minute nervöser.

    V und ich hatten uns bis jetzt erst einmal geküsst und das war in dieser einen Nacht gewesen, doch ich war mir jetzt sicher, dass er mehr für mich war, als bloß ein „Freund“. Trotzdem war ich froh, dass wir das Ganze langsam angingen. Wir kannten uns schließlich erst seit einem halben Monat, also war es eine gute Idee gewesen, sich erst noch etwas besser kennenzulernen.

    Schnell verschloss ich den heißen Becher mit einem Deckel und reichte dem Herrn seinen Espresso. „Bitteschön, und einen schönen Tag noch!“ Gerade wollte ich mich umdrehen, um frische Milch in den Milchschäumer zu gießen, als plötzlich eine bekannte Stimme zu hören war.

    „Ein Haselnusskaffee bitte, aber ohne Schlagobers!“ Ich verharrte kurz, dann drehte ich mich grinsend um und viel dem jungen Mann um den Hals.

    „Na endlich, ich hätte schon gedacht du kommst nicht mehr!“, lachte ich, löste mich von ihm und legte meine Schürze ab. „Tut mir leid, ich hab länger hierher gebraucht, als erwartet!“ „Schon gut“, lächelte ich. V musterte jeden der Hunde genau und sah sich im Raum um. Und mit welchen von denen gehen wir jetzt Gassi? „Nur mit einem“, erklärte ich kurz. „Mit den Dackelbabys war ich schon heute in der Früh und der Rest war schon mit einer Kollegin draußen.“

    „Und wer ist der glückliche?“ „Es ist eine Sie!“, erwiderte ich und deutete auf eine junge Shiba, die in der Ecke in ihrem Körbchen lag. Entzückt leuchteten Vs Augen auf und er ging langsam auf die junge Hündin zu. „Na du? Freust du dich schon, endlich an die frische Luft zu kommen?“ Liebevoll streichelte er ihr übers flauschige Fell und kraulte sie hinter den Ohren. Sie schien ihn vom ersten Augenblick an zu mögen.

    „Und, wie heißt sie?“, erkundigte er sich. „Carmel“, grinste ich und beobachtete die beiden selig. „OK, Caramel. Dann wollen wir mal los!“, meinte V und legte ihr die Hundeleine an, die ich ihm entgegengestreckt hatte.

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    ((unli))Vs Sicht:((eunli)) Glücklich schlenderten Emilia Hand in Hand mit Caramel an der Leine durch die Straßen. Wir staunten zusammen über die gl

    Vs Sicht:

    Glücklich schlenderten Emilia Hand in Hand mit Caramel an der Leine durch die Straßen. Wir staunten zusammen über die glitzernde Weihnachtsbeleuchtung, die die Gassen in ein wohlig warmes Licht hüllte. Draußen begegneten wir einem älteren Mann, der einen Maroni-Stand betreute. Emilia lächelte ihn an und grüßte mit einem „Servus, Johann!“ Der Mann grinste nur breit, als er uns zusammen sah und meinte:“ Na junger Mann, passen Sie gut auf meine Maroni auf! Sie ist wirklich was Besonderes!“

    Ich lachte verlegen und grüßte freundlich, hatte aber keine Ahnung was er gemeint hatte. „Spricht der von dir?“, erkundigte ich mich verdutzt. Emilia sah zu mir auf und zwinkerte mir zu. „Von wem den sonst?“ „Ja, aber warum nennt er dich Maroni?“ „Liegt an meinen Haaren“, lächelte sie und fuhr sich in Gedanken durch die Haare.

    Und jetzt sah ich es auch. Das mir das nicht schon früher aufgefallen war. „Ja, macht Sinn“, lachte ich und bewunderte Emilias lange kastanienbraune Haare. „Hast du eigentlich auch einen Spitznamen?“, fragte sie schließlich, als wir vorbei an einer Pferdekutsche über eine Brücke gingen. „Naja, V eigentlich mein Stagename und mein echter Name ist Taehyung, aber das weißt du ja schon.“ „Was ist ein Stagename?“, unterbrach sie mich und legte den Kopf nachdenklich zur Seite.

    Ich lachte auf. „Mann, du hast echt keine Ahnung von K-Pop, oder?“ Augenblicklich schoss die Röte in ihre Wangen und sie versteckte sich tiefer in ihrem dicken Schal. „Nein, nicht wirklich“, murmelte sie verlegen.

    Wenn ich ehrlich bin, war ich froh, dass das so war. Denn Emilia sah mich als Person, nicht als Star. Sie kannte sich nicht aus in dieser ihr so fernen Welt und das machte sie zu etwas Besonderem für mich. Ich konnte mir bei ihr sicher sein, dass sie echt und ehrlich war und nichts konnte das je ändern, denn wir hatten uns genau so kennengelernt.

    Instinktiv drückte ich ihre Hand. „Das macht nichts. Ich erzähl dir einfach etwas darüber und sobald morgen die anderen Jungs kommen, können wir uns als komplette Band bei dir vorstellen!“ Sie lächelte dankbar. „Aber zurück zu deiner Frage! Manche Freunde nennen mich auch Tae. Ich würde sagen, das ist mein richtiger Spitzname, denn den haben mir meine Freunde gegeben. V musste ich mir selbst aussuchen für meine Auftritte auf der Bühne, damit sich die Fans sich meinen Namen besser merken können!“

    Emilia nickte verständnisvoll. „Dann nenn ich dich ab jetzt Tae, ist das okay für dich?“ In mir kam ein warmes Glücksgefühl hoch, das noch im selben Moment meine Augen zum Leuchten brachte. „Ist mir egal, Hauptsache du bist bei mir!“ Ich zog Emilia etwas dichter an mich, die Hundeleine von Caramel immer fest im Griff. Emilia gluckste glücklich und wir setzten unseren Weg fort.

    -eine Stunde später-

    Wir hatten einen wunderschönen, kleinen Park in der Stadtmitte erreicht in dem bereits einige andere Hunde herumtobten und ihre kleinen nassen Nasen in den Schnee steckten. „Du kannst ihn von der Leine lassen“, meinte Emilia und deutete auf sein Halsband.

    Sobald der Verschluss des Halsbandes zum zweiten Mal geklackt hatte, rannte Caramel blitzschnell eine Runde im Park, bis er schließlich wieder bei und angekommen war. Durch denn vielen Schnee, was sein Fell, aber über und über mit dem weißen Pulver geschmückt und sobald er sich schüttelte, spritzten Emilia und mir die kalte Masse ins Gesicht.

    Wir quietschten auf und sahen uns an, nur um noch im selben Moment ebenfalls nach einer gewaltigen Menge Schnee zu grabschen und sie dem anderen entgegen zu schießen. Mein Ball landete direkt in Emilias Gesicht. Erschrocken hielt ich mir die Hand vors Gesicht. „Tut mit leid…ich….“ Ich musste mir sichtlich bemühen nicht in lautes Gelächter auszubrechen, denn sie sah einfach zu komisch aus.

    Schnaubend wischte Emilia sich den Schnee aus dem Gesicht. „Na warte du…..das kriegst du zurück!“ Mit einem Kampfschrei stürzte sie sich auf mich und rieb mich mit Schnee ein. Doch es dauerte nicht lange, bis ich wieder die Oberhand in diesem Kampf erlangt hatte. Und so rannte Emilia quietschend und verfolgt von Caramel und mir durch den kleinen Stadtpark.

    Es war ein wunderschöner Tag und die Sonnenstrahlen blitzten durch die schneebehangenen Bäume und malten kleine Schatten auf die unberührte Schneeschicht. Der Schnee war ganz anders, als in dieser einen Nach. Er war nicht kalt und gefährlich, nein, er war wunderschön und strahlte seltsamer weise eine gewisse Wärme aus.

    Lachend plumpsten Emilia und ich schließlich in den Schnee. Carmel schleckte uns den Schnee vom Gesicht und wir wehrten und glucksend dagegen. „Hey, Caramel…….stop……das kitzelt!“ Lachend legten wir uns beide auf den Rücken. „Schon mal einen Schneeengel gemacht“, fragte ich sie und funkelte sie voller Tatendrang an. „Jetzt hör mal, ich bin praktisch im Schnee aufgewachsen!“

    Und so malten wir zwei unterschiedlich große Schneeengel in den Schnee. Meiner war etwas großer, dafür hatte Emilias eindeutig die schöneren Flügel. „Na, was meinst du Caramel?“, kraulte ich die Hündin hinter den Ohren. „Wer hat das besser gemacht?“ So als hätte sie verstanden, was ich zu ihr gesagt hatte, rollte sie sich augenblicklich selbst über den Boden und malte ein eigenes Muster in den Boden. Emilia und ich lachten. „Ich glaube, sie findet, sie hat gewonnen“, meinte Emilia und zuckte mit den Achseln.

    Übertrieben zog V die Unterlippe vor uns setzte ein enttäuschtes Gesicht auf. „Und was ist mit den Verlierern? Bekommen die wenigstens einen Trostpreis?“ Emilia setzte ein verschmitztes Lächeln auf. „Mal sehen….“ Sie kramte in ihrer Jackentasche. „Also, ich hätte da einen Kaugummi, ein Taschentuch, oder ein Hustenbonbon im Angebot!“ Sie sah mich neckisch and und verstaute alles wieder in ihrer Jackentasche. „Ich weiß was Besseres“, konterte ich schließlich und zog sie an mich ran.

    Kurz sah ich ihr in die wunderschönen großen Reh-Augen, dann legte ich meine Lippen auf ihre und sie erwiderte meinen Kuss. Es war einfach……..schön.

    -währenddessen in Korea-


    Sugas Sicht:

    „Habt ihr alles?“ Sofies Stimme schallte durch das ganze Haus, bis sie endlich selbst mit ihrem Koffer im Vorraum angekommen war. „Ich kann meine Lieblingsunterhose nicht finden“, kam es aus Sofies und Namjoons Zimmer. Genervt schnaufte sie auf und stapfte zurück, um ihrem Freund bei der Suche nach seiner Unterhose zu helfen.

    Ich gab ein verächtliches Geräusch von mir und packte noch schnell meine Ladekabel und meine Kopfhörer in den Koffer. Ich klappte ihn zu und stellte ihn zu Xenias an die Wand. In Gedanken ging ich noch einmal alles durch. „Handy, Gewand, Duschsachen, Schuhe,…………Reisepass?“ Ich sah mich verwirrt um. Hatte ich den nicht vorhin hier auf den Kasten gelegt? Ich kniete mich auf den Boden und untersuchte alle Ritzen, in die er eventuell gefallen sein könnten.

    Plötzlich klopfte mir jemand von hinten mir einem kleinen Gegenstand auf den Hintern. „Suchst du den hier?“, grinste Xenia und baumelte mit meinem Reisepass vor meiner Nase herum. Ich atmete erleichtert aus. „Du bist mein Retter, danke!“ Ich drückte ich einen kurzen Kuss auf den Mund und verstaute ihn sicher in meinem Rucksack. „Wo hast du ihn gefunden?“
    Zwischen den Betten. Du hast dich vorher aufs Bett gesetzt und da muss er in die kleine Ritze gefallen sein. Ich hab ihn gerade gefunden, weil ich noch das Bett machen wollte, bevor wir gehen!“

    Ich grinste breit. Was würde ich nur ohne Xenia machen.

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    ((bold))((big))18. Dezember((ebig)) ((ebold)) ((bold))-10 Uhr vormittags am Flughafen Wien-((ebold)) ((unli))Emilias Sicht: ((eunli)) Es waren alle da

    18. Dezember

    -10 Uhr vormittags am Flughafen Wien-

    Emilias Sicht:

    Es waren alle da. Jimin, Jungkook, J-Hope, Jin, V und ich. Wir standen am Geländer der Ankunftshalle und starrten auf die Leute die herzlich von ihren Familien mit bunten Luftballons und riesigen Plakaten begrüßt wurden. Es war ein Ort der Emotionen. Kinder lachten, Frauen weinten und Männer klopften einander lachend auf die Schulter. Ich mochte solche Orte. Sie zeigen auch noch in der heutigen grausamen Welt, wie menschlich wir eigentlich waren.

    Ich lehnte eingehakt an V und legte in Gedanken versunken meinen Kopf an seine Schulter.
    „Wie sind sie eigentlich so?“ „Wer?“, V sah zu mir herab und löste seinen Fokus von den hereinströmenden Menschen. „Na deine Freunde! Ich weiß ja, dass ihr zu siebt seid, das heißt es müssen hier gleich zwei junge Männer hereinkommen, oder? Wie sind die so?“

    Er lachte. Auch die anderen hatten unser Gespräch von der Seite lächelnd beobachtet und kamen nun etwas näher. Seitdem V den Jungs erzählt hatte, dass wir jetzt quasi miteinander ausgingen ließen sie uns plötzlich viel mehr Freiraum. Sie warfen sich zwar noch vielsagende Blicke zu, wenn wir uns etwas vom Rest der Gruppe absonderten, um Zeit für uns zu haben, doch sie unterstützen eindeutig unsere Beziehung. Das finde ich echt nett von ihnen.

    „Also, eigentlich sind es vier“, lächelte Jimin und lehnte sich neben mir an das Geländer. „Genau“, bestätigte Jin. „Zwei Jungs und zwei Mädchen!“ In mir ging ein Licht auf. „Ach, ist das eine Mädchen diese Sofie?“ J-Hope nickte. „Ja, sie ist die Freundin von Namjoon unserem Leader und nebenbei und noch die Tochter unseres Produzenten.“ „Und meine beste Freundin“, fügte V noch grinsend hinzu. Ich atmete einmal anerkennend aus. Auf Sofie war ich schon mehr als gespannt…..

    „Ok, also Namjoon und Sofie und wie heißen die anderen zwei?“, erkundigte ich mich. „Die anderen zwei?“, grinste Junkook. „Das sind unsere zwei Grummelbären, Suga und seine Freundin Xenia!“ „Wieso Grummelbären?“ Die anderen Lachten augenblicklich. „Naja, man könnte auch Eiszapfen, Koalas, oder Blicke der Vernichtung zu ihnen sagen“, gluckste Jin und hielt sich den Bauch vor Lachen.

    „Du musst wissen, Suga und Xenia scheinen von außen meist sehr kalt und abweisend, wenn man sie nicht kennt, doch eigentlich kümmern sie sich ganz liebevoll um alle anderen!“, erklärte Jimin und warf einen Blick zurück zu den hereinströmenden Menschen. „Aber in ihrer natürlichen Un den Umgebung, unserer Wohnung, bekommt man sie nur selten zu Gesicht“, ergänzte nun auch V. Als er meinen Fragenden Blick sah fügte er noch folgendes hinzu. „Ich mein, weil sie eigentlich dauernd am Schlafen sind!“ Alle lachten wieder und nun setzte auch ich ein kleines Grinsen auf. Die beiden hörten sich echt sympathisch an.

    Plötzlich wedelte J-Hope wie verrückt mit den Armen in der Luft herum. „Suga, Namjoon, Sofie, Xenia, wir sind hier!“ Die anderen rissen instinktiv herum und folgten den Blicken von J-Hope. Wie kleine Kinder ließen sie alles liegen und stehen und rannten auf ihre Freunde zu. Brüderlich fielen sie sich in die Amre und drückten sich. V rannte mit einem breiten Lachen auf das Mädchen zu, das neben einem großen gutaussehenden Mann herging. Sie fielen einander um den Hals und es schien, als wären sie Jahre getrennt gewesen und nicht nur einen halben Monat. V und das hübsche dunkelhaarige Mädchen, das nebenbei wie Schneewittchen aussah, wirkten so glücklich.

    In meinem Herz verspürte ich augenblicklich einen kleinen Stich.
    War ich etwa………..eifersüchtig?

    Nachdem sich alle begrüßt hatten, stellten mich die Jungs Namjoon, Sofie, Suga und Xenia vor. „Also, das ist Emilia. Sie war bis jetzt unsere Dolmetscherin hier und nebenbei…“, Jimin nuschelte nun leise in Sofies und Xenias Richtung. „…..ist sie auch Vs Freundin!“

    V und ich liefen augenblicklich rot an, doch die beiden Mädchen grinsten einander breit an und kamen auf mich zu. „Schön ein weiteres Mädchen in der Runde zu haben“, lächelte das kleinere Mädchen mit den weißen Haaren. Sie wirkte beinahe wie eine Elfe. Doch sie war eindeutig keine Asiatin. Ich lächelte. „Hallo, ich bin Sofie und das ist Xenia“, stellte sich das hübsche Schneewittchen auf Deutsch vor und hielt mir die Hand hier. „Bist du aus Österreich?“, fragte ich verwundert. „Ich hätte gedacht dein Vater ist aus Korea!“

    Sie lächelte. „Ja, aber meine Mutter war von hier. Wir haben früher auch in Wien gewohnt!“ Als sie „war“ sagte, zuckte ich zusammen. Irgendwas sagte mir, dass ihre Mutter bereits tot war, doch auf das würde ich sie ein anderes Mal ansprechen. „Ich bin Emilia“, meinte ich schließlich, aber wieder auf Koranisch. „Schön dich kennenzulernen“, grinsten nun auch Suga und Namjoon und hielten mir beide ihre Hände entgegen.

    Namjoon musterte mich interessiert. „Kannst du noch andere Sprachen, außer Deutsch und Koreanisch?“ Meine Augen funkelten. „Ja, so einige!“ „Sie ist ein kleines Sprachengenie“, fügte V noch hinzu uns legte seine Hand auf meine Schulter. „Hey“, unterbrach J-Hope unser Gespräch. „Wollt ihr hier Wurzeln schlagen, oder fahren wir mal zurück zum Hotel? Wir wollen schließlich heute noch was erleben!“
    „Er hat recht“, meinte ich. „Eure Freunde wollen sich er ihre Koffer auf ihre Zimmer bringen!“

    -eine Stunde später im Hotel Sacher-

    Vs Sicht:

    Jetzt fühlte ich mich endlich wie zuhause. Mein Zimmer war jetzt zwar voll mit neun Menschen, dafür war es umso schöner, und gemütlicher, dass wir endlich wieder alle zusammen waren. Emilia war noch einmal zurück in ihre Wohnung gefahren, um Buchungspapiere zu holen, die wir für heute brauchen.

    Was wir vorhaben?

    Wir gehen heute in eine Trampolinhalle. Ist das nicht der Hammer? Ich freue mich schon den ganzen Tag drauf. Aufgeregt hüfte ich auf meinem Bett auf und ab und dachte dabei über meine beiden Mädchen nach. Ob sich Sofie und Emilia verstehen würden. Eigentlich konnte da doch nichts schiefgehen. Ich mein, sie sind beide klug und nett und bemühen sich sehr um ihre Mitmenschen, also warum sollten sie sich nicht mögen. Sie haben sogar so einige Gemeinsamkeiten, wie die Kunst und die Tatsache, dass sie anfangs beide keine Ahnung von unserer Musik hatten.

    Ich sah mich um. Suga und Xenia schliefen anscheinend noch ihren Jet-Leg aus, denn sie hatten sich auf einer Seite des Betts zu einem kleinen Hörnchen zusammengerollt und lieferten uns nun zusammengekuschelt ein kleines Schnarch Konzert. Sofie und ich hatten uns einiges zu erzählen, doch sie hatte mich auf nachher vertröstet, denn sie schrieb gerade mit ihrem Vater, der sie nach ihrer Meinung über die Dekoration für seine Hochzeit fragte. Jin und Jungkook lieferten sich ein hartes Rennen auf der Play-Station und J-Hope und Namjoon bestellten gerade Pizza für uns alle.

    Jimin kam zu mir über das Bett gerobbt und setzte sich neben mich an den Rand des Bettes. Er legte den Arm um meine Schulter und lächelte mich von der Seite an. „So, endlich wieder alle zusammen, was?“ Ich nickte und starrte gedankenverloren aus dem Fenster hinaus in die verschneite Landschaft. „Ja, endlich wieder alle zusammen!“ Doch irgendwie war alles zu perfekt um wahr so sein……..

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    ((bold))-in Emilias Wohnung-((ebold)) ((unli))Kais Sicht:((eunli)) Wutentbrannt donnerte ich in die Wohnung hinein. Ich sah mich schnaubend um, auf de

    -in Emilias Wohnung-

    Kais Sicht:

    Wutentbrannt donnerte ich in die Wohnung hinein. Ich sah mich schnaubend um, auf der Suche nach Dingen, die man leicht zerstören konnte. Mein erstes Opfer – die Fotos von Emilia und ihrer Familie. Ich stürmte zu der Wand und riss sie zu Boden. Es klirrte und scharfe Splitter wurden in alle Richtungen geschleudert. Brüllend trat ich auf ein Bücherregal ein und brachte es zu schwanken, bis es schließlich mit einem scheppernden Geräusch auf den Boden krachte.

    Ich schrie meine Wut heraus und zerstörte dabei, ohne zu zögern, alles was mir in die Hände geriet. Gläser und Teller zersprangen, Holz splitterte und der teure Flachbildfernseher, den wir uns zu Weihnachten gekauft hatten, hatte nun einen fetten Riss in der Mitte.

    Noch einmal schrie ich auf und knallte solange mit der nackten Faust auf die Glastischplatte, bis Blut aus meiner Hand tropfte.
    Meine Lippen bebten und mein Brustkorb hob und senkte sich angespannt im Rhythmus meines Atems. Ich war stinksauer. Ich hatte Lust alles, um mich im Bruchteil von Sekunden zu vernichten und das, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken.

    Ich hatte mich gerade damit abgefunden nun einen neuen Weg gehen zu müssen, doch dann habe ich die beiden gesehen. Ich habe Emilia und diesen koreanischen möchtegern Sänger dabei gesehen, wie sie turtelnd und händchenhaltend durch die Innenstadt sparziert sind. Es ist nicht so, als würde es mich stören, dass sie jetzt einen anderen hatte. Nein, damit hätte ich schon allein deswegen kein Problem, weil ich sie nie wirklich geliebt hatte. Naja gut, vielleicht mal ganz am Anfang, aber das ist schon lange her.

    Nein, was ich ihr so gar nicht gönnte war, dass sie so schnell wieder glücklich geworden war. Sie hatte jetzt alles und ich hatte nichts. Alicia, das war die blonde mit der ich in letzter Zeit was hatte, hatte mich vorgestern verlassen und nun hatte ich nicht mal mehr eine Freundin, geschweige denn eine Wohnung. Ich hatte wirklich rein gar nichts. Und sie, was macht sie?

    Emilia spaziert einfach seelenruhig und überglücklich durch die Stadt und verschwendet nicht mal einen Gedanken daran wie es mir geht.

    Nein, halt-
    Eigentlich, ist doch sie diejenige, die mir all das angetan hat. Wegen ihr muss ich jetzt bei meinen Kumpels schlafen, und wegen ihr, hat auch Alicia mit mir Schluss gemacht. Sie hat einfach alles zerstört in meinem Leben. ALLES!
    Ich sackte in mich zusammen und schrie all meinen Frust heraus. Alles was sich in den letzten Stunden in mir angesammelt hatte, brüllte ich einfach in den Raum hinein.
    Schließlich ballte ich die Fäuste und stand wieder auf. Eine Ader pochte auf meiner Stirn und ich biss wütend die Zähne aufeinander.

    Nein, ich würde mir das nicht gefallen lassen! Mit mir nicht, NEIN! Ich werde mich rächen, für das was sie mir angetan hatte. Ich werde ihr glückliches Leben so zerstören, wie sie meines dem Erdboden gleich gemacht hat. Mit einem entschlossenen Blick starrte ich auf die Zerstörung, die sie zu meinen Füßen ausgebreitet hatte. Ja, genau und das hier,………. das war erst der Anfang!

    -eine halbe Stunde später-

    Emilias Sicht:

    Glücklich eilte ich die Stiegen zu meiner Wohnung hoch. Ich nahm immer gleich zwei auf einmal und summte dabei ein Lied, dass Tae mir vorhin über sein Handy vorgespielt hatte. Die Wohnungsschlüssel klimperten in meiner Handtasche, bis ich sie im endlich entdeckt hatte und grinsend herauszog. „Also da habt ihr euch versteckt!“, lächelte ich versonnen und steckte den Schlüssel ins Schloss.

    Ich war seit unserer Abfahrt in die Berge noch nicht hier gewesen. Ich hatte meine Wohnung vermisst und vor allem mein warmes Bett. Jetzt wo Kai nicht mehr da war, war sie mein kleines Reich, das nur mir alleine gehörte.
    Ich wollte den Schlüssel gerade umdrehen, als die Tür von alleine aufsprang. „Scheiße“, dachte ich. „Ich bin so blöd! Die Wohnung war die letzten Tage nicht verschlossen gewesen!“ Das letzte was ich jetzt brauchen konnte, war ein Einbrecher, der hier eingedrungen war.

    Ich machte die Tür auf und taumelte augenblicklich zurück. Voller Entsetzen starrte ich auf mein zerstörtes zuhause. Alles war umgeworfen und zerschlagen worden. Meine Lieblingsbilder lagen zersplittert am Boden und sogar die Teller und Gläser standen nicht mehr an ihrem Platz.

    Wie in Trance starrte ich in meine Wohnung. Irgendwann stiegen mir die Tränen in die Augen strömten wie in Zeitlupe über meine geröteten Wangen. Ich war wie erstarrt und konnte mich nicht bewegen. Welcher Einbrecher machte so etwas. Das war doch kein Einbruch mehr, das war Vandalismus! Zitternd ging ich in die Hocke und raufte mir die Haare. Tränen tropften auf meinen bunten Teppich und versickerten zwischen den einzelnen Wollfänden.

    Verstört und verzweifelt zu gleich griff ich nach meinem Handy. Zuerst tippte ich eine Nachricht an V, dann wählte ich die Nummer der Polizei…..

    Vs Sicht:

    Zehn Minuten später war ich mit Jimin als Unterstützung bei Emilia. Ich hatte ihre Nachricht gelesen. Es war ein simples „HILFE!“, doch es war Grund genug für mich, mit Jimin im Schlepptau das Hotelzimmer zu verlassen und ohne viel zu sagen loszurennen. Unterwegs erklärte ich Jimin, das ich selbst nicht wusste, was los war, doch er verstand meine Besorgnis. Die anderen würden wir unterweisen, sobald wir mehr wussten.

    Im Moment machte ich mir einfach nur Sorgen. Ich mein, welcher Freund machte sich keine Sorgen, wenn seine Freundin ihm eine Nachricht schreibt, in der nicht mehr als „HILFE“ steht. Wenn ich so darüber nachdenke, kommt das doch immer in diesen amerikanischen Serienkiller Serien vor. Nein, bei der Vorstellung schüttelte es mich!

    Aber das Beste wisst ihr ja noch gar nicht. Emilia und ich sind seit gestern zusammen. Ich habe sie nach unserem Spaziergang im Park gefragt. Zuerst dachte ich, sie würde nein sagen, doch dann ist sie mir nur wortlos um den Hals gefallen und hat mich geküsst. Wenn ich nur daran denke, würde ich am liebsten vor Freude schreien.

    Als ich sie entdeckte, saß Emilia zusammengekauert, neben einem Polizeibeamten am Boden vor ihrer Wohnung und starrte auf die zerstörte Einrichtung. Ich verharrte. Kurz überlegte ich, was ich man in solch einer Situation am Besten sagte, doch dann kniete ich mich einfach neben sie und nahm sie wortlos in die Arme.

    Ich Körper bebte und sie drückte ihr verweintes Gesicht in meinen Pullover. Ich umschloss ihren Körper mit meinen Armen und hielt sie einfach fest an mich gedrückt. Jimin warf Emilia einen mitleidigen Blick zu und gab mit zu verstehen, dass er nun die anderen anrufen würde. Ich nickte nur kurz und strich Emilia sanft übers Haar.

    Wer ihr das auch immer angetan haben sollte, der würde es noch mit mir zu tun bekommen!

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    19. Dezember

    -im Café „To the bone“-

    Vs Sicht:

    Wir hatten uns alle hier getroffen, um zu beraten, wie es weitergehen sollte. Gestern war so einiges los gewesen. Emilia musst eine Aussage bei der Polizei machen, Papiere unterschreiben und ihre Wohnung auf Gegenstände untersuchen, die eventuell fehlen könnten. Doch es war alles da. Nichts wurde gestohlen, es ist nur zerstört worden.

    Komisch wenn ihr mich fragt. Wer bricht schon in eine fremde Wohnung ein und schlägt alles kaputt, ohne etwas mitgehen zu lassen. Aber das sollte uns nicht länger beschäftigen. Emilia und ich waren uns einig, dass es das Beste war, jetzt wieder zur Normalität zurückzukehren und zu versuchen, das Geschehene hinter sich zu lassen.

    Solange, bis wir ihre Wohnung wieder auf Vordermann bringen würden, sollte sie deshalb bei uns im Hotel schlafen. Jimin, der mit mir im Zimmer lag, machte das nichts aus, und so war die Sache besiegelt.

    Und so saßen wir alle zusammen in der großen Sitzecke des Cafés, schlürften unsere Heißgetränke und unterhielten uns über die folgenden Tage.

    „Können wir die Trampolinhalle nachholen, jetzt wo wieder alles geregelt ist?“, erkundigte sich Jungkook und sah Emilia flehend an. Sie konnte schon wieder lächeln, was mich freute und zwinkerte Jungkook vielversprechend zu. „Klar, die Tickets hab‘ ich noch!“ Sie zog zehn kleine grüne Zettelchen aus ihrer Geldbörse und legte sie vor uns auf den Tisch. „Seid ihr alle dabei?“ J-Hope und Suga grinsten sich breit an. „Das musst du verstehen“, erklärte J-Hope und legte mir eine Hand auf die Schulter. „Sie kennt uns noch nicht gut genug, um zu wissen, wie wir drauf sind, wenn wir alle bei einander sind!“

    Sofie und Xenia kicherten und legten jeweils eine Hand auf die Oberschenkel ihrer Freunde. „Du wirst schon noch sehen Emilia, mit uns hast du dir was eingetreten. Wir können ganz schön anstrengend werden!“ Emilia legte den Kopf schief und sah mich an. „Ach, ist das so?“ Sie kräuselte die Nase und ich fuhr mich verlegen durch die Haare. „Heißt das, du bist gar nicht so ruhig und gelassen, wie du dich bis jetzt gegeben hast“, warf sie mir vor und boxte mir sanft in die Seite.

    „Naja…..“, stammelte ich und warf Sofie einen hilflosen Blick zu. Sie grinste böse. „Sagen wir mal so Emilia, den anstrengendsten hast du dir eingetreten!“ Entrüstet plusterte ich mich auf und funkelte meine beste Freundin wütend an. Doch die ignorierte mich einfach und amüsierte sich köstlich mit den anderen über meine übertriebene Reaktion.

    „Wie siehts aus mit Mittagessen?“, fragte Jin plötzlich. „Würde mich auch wundern, wenn dich mal was anderes interessiert!“, murmelte Xenia frech und kassierte dafür einen bösen Blick vom Ältesten der Runde. Suga aber grinste und klatschte bei ihr ab. Die beiden passten schon echt gut zusammen.
    Emilia sah auf die Uhr. „Also es ist erst halb zehn, ich würde vorschlagen, wir gehen zuerst in die Trampolinhalle und gehen dann essen. Wie klingt das?“ Sie sah fragend in die Runde. „Nach einem Plan, würde ich sagen“, meinte Jimin und trank seine Tasse leer. „Also ich bin so weit“, grinste Jungkook voller Vorfreude. „Können wir?“ Alle nickten und als wir fertig gezahlt hatten, verließen wir das kleine Hunde Café.

    -in der Trampolinhalle-

    Emilias Sicht:

    Hier her zu kommen, war eine verdammt gute Idee gewesen. Als ich die Jungs so springen sah, merkte ich erst wie viel Energie in ihnen stecken konnte. Wie kleine Flummis hüften sie durch die Hallen, schlugen Räder, machten Saltos und ließen sich mit dem Hintern zuerst ins Netz fallen.

    Sofie, Xenia und ich hüpften etwas abseits auf einem eigenen Netz und beobachteten kichernd das Geschehen am anderen Ende der Trampolinhalle. „Ich hab‘ gar nicht gewusst, dass sie so etwas können!“, staune ich und beobachtete Jimin, Jungkook und J-Hope, die eindeutig die besten Akrobaten der Gruppe waren. „Hast du sie schon mal tanzen gesehen?“, erkundigte sich Xenia, die etwas unbeholfen neben Sofie und mir herhampelte. „Nein!“, meinte ich knapp. „Dann hast du aber was verpasst!“, grinste sie. „Stimmt, das ist einfach magisch, wenn sie alle gemeinsam auf der Bühne stehen“, fügte Sofie hinzu und deutete einen Tanzschritt an, der wohl aus einem der Lieder, der Jungs stammte.

    Je länger ich mich mit den Mädchen unterhielt, desto mehr mochte ich sie. Mein anfänglicher Argwohn Sofie gegenüber wer verschwunden. Sie erzählten mir beide, wie sie auf die Jungs getroffen waren. Und mal ehrlich? Die Kennenlerngeschichten der zwei wären es Wert, um ein Buch darüber zu schreiben. Wobei ich Xenias Vergangenheit um einiges dramatischer fand. Doch wie man sieht hatten beide Geschichten ein Happy End und wie ich erfuhr waren sie nun sogar Halbschwestern, da ihre Eltern bald heiraten würden. Ich freute mich für sie und gratulierte ihnen gleich zu dieser tollen Neuigkeit.

    Und nun war ich an der Reihe. Ich erzählte ihnen, wie ich zu diesem Job gekommen war und warum ich eigentlich in einem Café arbeitete, warum ich hier in Österreich, ohne meine Eltern war, und was zwischen mir und meinem Ex-Freund vorgefallen war.

    Sie hörten mir aufmerksam zu, bis ich schließlich fertig war und meine Rede mit einem Seufzer beendete.
    Sofie lächelte mir aufmunternd zu. „Und wie du siehst, passt du mit der Geschichte perfekt zu uns!“ Sie deutete auf mich und Xenia und als wir verstanden was sie meinte, brachen wir in schallendes Gelächter aus.

    „Hey, warum lasst ihr uns an eurem Spaß nicht Teil haben“, beschwerten sich Namjoon, V und Suga und hopsten zu uns herüber. „Tut uns leid, aber das hier ist ein Mädchengespräch“, grinste ich frech und sprang V davon, der mich gerade in die Arme schließen wollte.

    Xenia und Sofie taten es mir gleich und so entstand eine wilde Verfolgungsjagd durch die ganze Halle. Quietschend rannten wir vor unseren Freunden davon, die sich mit übertriebenen Gesten und Geräuschen auf unsere Fersen hefteten. Irgendwann aber, hatten sie uns gefasst und wir änderten kichernd und glucksend in einem Haufen aus Armen und Beinen auf einem der Trampoline.

    Jin, Jungkook, J-Hope und Jimin kamen kopfschüttelnd auf und zu, sahen auf uns herab und stemmten die Arme in die Hüften. „Mann, muss Liebe schön sein“, grinste Jungkook und lies sich theatralisch in Jins Arme fallen. „Verlass mich nicht, meine Liebste“, stieg dieser sofort in das Schauspiel ein und strich Jungkook mit einem falschen Weinen über die Wange. Alle lachten los bei diesem absurden Anblick und hielten sie die Bäuche vor Lachen.

    Kais Sicht:

    Ich stand am Rand des Geschehens, doch niemand bemerkte mich. Ich beobachtete sie, wie sie lachend und schmachtend am Trampolin lagen und dabei wirkten, wie die glücklichsten Menschen auf Erden. Ich ballte wütend die Fäuste. „Nicht mehr lange…“, murmelte ich und kramte nach meinem Autoschlüssel. „….nicht mehr lange, dann ist das hier alles wieder vorbei!“

    Ohne mich noch einmal umzudrehen, machte ich am Absatz kehrt und lies die Tür der Trampolinhalle hinter mir ins Schloss fallen.

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    ((bold))-22:00 Uhr-((ebold)) ((unli))Emilias Sicht:((eunli)) Es war schon spät. Die Laternen warfen lange Schatten auf den zugeschneiten Gehsteig und

    -22:00 Uhr-

    Emilias Sicht:

    Es war schon spät. Die Laternen warfen lange Schatten auf den zugeschneiten Gehsteig und die Musik aus den Bars und Restaurants passte sich der weihnachtlichen Stimmung an. Hand in Hand schlenderten V und ich am Gehsteig die Straße entlang und genossen den klaren Sternenhimmel und die Abendluft. Die anderen hatten sich bereits vor drei Stunden, um uns nicht länger zu stören, so Jimin, zurück auf den Weg ins Hotel gemacht.

    Es war heute ein langer Tag gewesen, an dem wir so einiges erlebt hatten. Ganz nebenbei hatte ich meinen Gästen aus Korea gemeinsam mit Sofie die besten Food-Meilen hier in Wien gezeigt. Unser kleiner Abstecher zum Naschmarkt hatte sie beinahe umgehauen. Die Händler bombardierten sie von allen Seiten mit kleinen Kostproben und versuchten sie dazu zu überreden, etwas von den Produkten zu einem Freundschaftspreis zu erwerben.

    V hatte zu meiner Überraschung schon viel Erfahrung mit Märkten, denn er nahm die Kostproben dankend entgegen, lehnte aber das Geschäft ab. Ich erfuhr, dass er in sehr bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen war und deshalb früher oft mit seiner Mutter zum Markt gegangen war. Es freute mich, für die Jungs, dass nun wieder alle beisammen waren. Seit Xenia, Sofie, Namjoon und Suga wieder da waren, war es als würde der fehlendende Teil der fünf zurück sein. Sie verhielten sich viel selbstsicherer und genossen es wieder gemeinsam Spaß haben zu können.

    Namjoon und ich hatten uns lange über die Problematik der Sprachen unterhalten, und vor allem wie die Sprache eine Barriere sein kann mit anderen zu kommunizieren. Es war als hätte ich einen Seelenverwandten gefunden. Wir verstanden uns echt gut und man konnte echt tiefgründige Gespräche mit ihm führen. Irgendwie fühlte ich mich von Tag zu Tag wohler mit diesen Menschen. Sie waren fast so etwas wie eine kleine Familie für mich geworden.


    Ich lehnte meinen Kopf an Vs Arm und starrte in den klaren Sternenhimmel. Er sah zu mir herab und ein Lächeln huschte über seine Lippen. „Schön nicht?“ Ich nickte und war in diesem Moment einfach nur glücklich. Es war als hätte ich jetzt alles, was ich mir je gewünscht habe…..

    Gemächlich gingen wir entlang der Hauptstraße und beobachten die Menschen, die in dieser kalten Winternacht an uns vorüberzogen. Irgendwann wandte sich V an mich. „Emilia?“ „Hmmm?“ „Kommst du mit mir nach Korea, wenn wir wieder abreisen?“ Ich sah V aus großen Augen an und blieb neben einer kleinen Laterne stehen. „Du willst, dass nach Seoul ziehe?“ Er grinste und legte mir eine Hand auf die kalte Wange. „Nein, ich möchte, dass du bei MIR einziehst!“

    Ich runzelte die Stirn. „Bei euch im Apartment? Ist da nicht schon alles voll? Ich mein, ich seid doch bereits neun Personen!“ Er warf sein Haar zurück und lachte, als Antwort auf meinen besorgten Blick. „Nein, da ist noch genug Platz. Unser Apartment ist riesig, da können locker 15 Personen leben! Außerdem brauchst du ja gar kein eigenes Zimmer!“, argumentierte V verlegen und wurde dabei immer leiser. „Ich mein, du kannst doch bei mir….im….Bett….“ Er sah mich aus großen Hundeaugen mit einem bittenden Blick an. Ich musste lachen.

    Kurz musste ich überlegen. Was ich jetzt sagen würde, könnte mein Leben für immer ändern. Sollte ich wirklich einen so großen Schritt wagen? Mein Herz pochte vor Aufregung, doch schließlich riss ich mich zusammen und antwortete. „Es wäre mir ein Vergnügen!“, grinste ich und deutete einen leichten Knicks vor ihm an.

    Noch im selben Augenblick leuchteten seine Augen auf. Mit einem überglücklichen Gesichtsausdruck legte er seine Arme um mich, hob mich in die Höhe und drehte mich lachend im Kreis. „Du kannst dir gar nicht vorstellen wie glücklich ich gerade bin“, gluckste er und drückte mir einen euphorischen Kuss auf die Stirn. Ich kicherte und wuschelte ich ihm durch seine struppigen Haare. „Der arme Jin, jetzt muss er noch ein Maul mehr stopfen, als sonst!“ „Ach, der schafft das schon“, grinste V und setzte mich wieder am Boden ab.

    Wir sahen uns tief in die Augen und die Welt um uns herum schien einen Augenblick stehen zu bleiben. Er legte seine Hand auf meinen Nacken und ich schlang meine Arme um seine Hüften. Langsam zog er mich an sich heran, soweit, bis sich unsere Nasenspitzen berührten. Wir lächelten. „Ich liebe dich“, flüsterte ich leise und schloss meine Augen. „Ich liebe dich auch!“ Mit diesen Worten zog er mich endgültig zu sich uns legte seine kalten Lippen auf meine.

    Langsam fielen Schneeflocken herab und landeten sanft auf unseren Haaren und unserer Kleidung. Die Sterne glitzerten und die Autos rauschten an uns vorbei. Doch wir bekamen von all dem nichts mit. Wir waren in unserer eigenen Welt, versunken in diesem wunderbaren Moment.

    Vs Kuss schmeckte nach Orangenpunsch. Es erinnerte mich an unseren ersten Ausflug zum Christkindlmarkt, als ich das erste Mal dieses besondere Gefühl hatte, wenn ich V ansah. Alle die Erinnerungen schossen durch meinen Kopf und erfüllten mich mit Glücksgefühlen und wohliger Wärme.

    Irgendwann lösten wir uns voneinander, blieben aber weiterhin fest umschlossen am Gehsteig stehen. Wir sagten nichts. Wir lächelten uns einfach an, denn wir wussten beide, was der jeweils andere in diesem Moment dachte. Manchmal denke ich, sagt ein Lachen mehr als tausend Worte.

    „Gehen wir zurück ins Hotel?“, fragte V. Ich lächelte und nickte. Hand in Hand setzten wir unseren Weg fort. „Ich muss dir was zeigen“, meinte V plötzlich, lies meine Hand los und rannte los. „Wo willst du hin?“, rief ich ihm nach und beobachtete ihn, wie er die Straße entlanglief. „Ich glaube ich habe da drüben einen Fotoautomaten gesehen!“, rief er zurück und warf lachend den Kopf in den Nacken.

    Grinsend folgte ich ihm, doch er war um einiges schneller als ich. Keuchend sah ich wie er auf einen Kasten an der anderen Seite der Straße zeigte. Er winkte mir zu und ich winkte ihm zurück. Glücklich sprang der auf die spärlich beleuchtete Straße und tanzte die Augen auf mich gerichtet hinüber.

    Plötzlich leuchtete ein Lichtstrahl hinter ihm auf. Meine Augen weiten sich und mein Herz setzte einen Moment aus. „TAE!“, schrie ich voller Entsetzen, doch da war es schon zu spät. Ein Auto fuhr, ohne auch nur abzubremsen, direkt auf ihn zu und erfasste ihn an der Seite. Ich schrie auf.

    V wurde brutal zur Seite geschleudert und blieb leblos am Boden liegen. Für einen kurzen Moment hielt ich inne, dann sprintete ich los.

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    Autos quietschen und hielten direkt hinter dem Unfallort. Der Geruch von verbranntem Gummi breitete sich in der Luft aus. Wie in Trace hetzte ich zu d

    Autos quietschen und hielten direkt hinter dem Unfallort. Der Geruch von verbranntem Gummi breitete sich in der Luft aus. Wie in Trace hetzte ich zu dem leblosen Körper auf der anderen Seite der Straße hinüber und ließ mich direkt neben meinen Freund fallen. Der Wagen, der V erwischt hatte, fuhr einfach weiter. Er stoppte nicht, bremste nicht einmal.

    Doch jetzt war nicht die Zeit, um sich mit dem Täter auseinanderzusetzen. Es war jetzt nicht von Bedeutung wer Schuld hatte, wichtig war nur, dass V nichts Schlimmes zugestoßen war.

    Mit Tränen in den Augen hob ich Vs Kopf an und legte ihn auf meinen Schoß. Blut tropfte aus seinem Mund und von seinem Kopf. Hilflos versuchte ich mit meiner Hand die Blutung an seiner Schläfe zu stoppen. Doch selbst, als ich meine Finger über die offene Wunde legte, regte er sich nicht. Das machte mir Angst. Wie beruhigt wäre ich jetzt, wenn er die Augen aufmachen würde und mir sagen würde, dass wieder alles gut werde.


    „Tae?“ Ich rüttelte ihn an der Schulter und klopfte ihm vorsichtig auf die Wange, um ihm wider zu Bewusstsein zu kriegen. Doch keine Reaktion. „Mädchen?“ Hinter mir kamen eine Frau und ein Mann im mittleren Alter zu uns gelaufen. Sie mussten aus dem Auto gestiegen sein, dass als erste gehalten hatte. „Sollen wir einen Krankenwagen ru…..“ Doch als der Mann V erblickte kramte er sofort nach seinem Handy und wählte eine Nummer. „Mach schnell Liebling!“, meinte die Frau mit dem grünen Wintermantel und kniete sich neben mich.

    Mein ganzer Köper bebte. Mir war kalt und ich hatte eine riesen Angst um V. Tränen kullerten über mein Gesicht und landeten auf Vs Wange. Die Frau kramte in ihrer Tasche und reichte mir ein Taschentuch. „Da, beruhig dich erst mal! Es wird wieder alles gut!“ Sie legte eine Hand auf meine Schulter und streichelte mir sanft über den Rücken.


    „Darf ich?“, fragte sie und zeigte auf den verletzten V. Ich nickte schluchzend, hielt ihn aber immer noch fest mit meinen Armen umschlossen. Die Frau im grünen Mantel beute sich über ihn und inspizierte seine Wunden und kontrollierte seinen Herzschlag. „Sind sie Ärztin?“, fragte ich mit brüchiger Stimme. „Nein, Krankenschwester!“, antwortete diese und fuhr mit ihrer Untersuchung fort.

    „Muss er sterben?“, weinte ich und strich ihm eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Die Krankenschwester richtete sich wieder auf und sah mich mit einem beruhigenden Lächeln an. „Aber nein, meine Süße! Er ist nur bewusstlos und hat vermutlich eine Gehirnerschütterung. Doch wie ich das erkennen kann, hatte dein Freund hier ein riesen Glück! Der Wagen hätte ihn auch töten können, doch er muss sich wirklich geschickt abgerollt haben und hat so die schwersten Verletzungen verhindern können!“

    Ich deutlich hörbar, erleichtert aus und wischte mir die Tränen aus dem Gesicht. Ich legte meine Hände auf Vs Wangen und musterte ihn leise schluchzend. „Hörst du TAE? Es wird alles wieder gut!“

    „Der Krankenwagen kommt jeden Augenblick!“ Der Mann der Frau im grünen Mantel kam zurück und half seiner Frau auf. „Wo ist eigentlich der Kerl, der ihn angefahren ist?“, fragte dieser. „Weg“, murmelte ich und deutete die Straße hinunter. „So ein W....!“ Doch bevor der Mann fluchen konnte, warf ihm seine Frau einen warnenden Blick zu. „Aber Herbert, bitte!“

    „Danke“, meinte ich und sah abwechselnd zu V und zu unseren beiden Helfern. „Ich weiß gar nicht, wie ich, das ohne euch geschafft hätte!“ Die beiden lächelten und hockten sich wie zwei Eltern neben mich. „Das war doch selbstverständlich!“

    20. Dezember

    -im Krankenhaus-


    Emilias Sicht:

    Alle waren da. Sofie und Namjoon, Xeina und Suga, Jin und Jungkook, J-Hope und Jimin und ich natürlich. V war mittlerweile wieder auf den Beinen. Die Krankenschwester hatte recht behalten, denn der Arzt teilte uns mit, dass unser Freund bis auf eine Gehirnerschütterung keine weiteren Verletzungen erlitten hatte.

    Als ich das erfuhr, fiel mir buchstäblich ein Stein vom Herzen. Auch die anderen, die sich, nachdem ich sie angerufen hatte und ihnen erzählt hatte, was passiert war, riesige Sorgen gemacht hatten, waren nun wirklich erleichtert. Trotzdem wollte niemand V in diesem spärlich eingerichteten Krankenhauszimmer alleine lassen, und so saßen wir alle nun alle an seinem Bett und schlugen die Zeit tot.

    Sofie und ich hielten jeweils eine Hand von V und redeten abwechselnd auf ihn ein. „Jag mir nie wieder so einen Schrecken ein!“, motzte Sofie und drückte seine Hand etwas fester. „Warum läufst du auch ohne zu schauen über die Straße!“, fügte ich nun etwas vorwurfsvoll hinzu. „Ich wusste gar nicht, dass ich jetzt schon drei Mütter hab!“, grinste V frech und genoss sichtlich die Aufmerksamkeit, die er von uns allen erhielt. Sofie und ich warfen ihm gleichzeitig einen vernichtenden Blick zu und ließen aber trotzdem seine Hand nicht los.

    „Habt ihr eigentlich gesehen, wer der Fahrer war?“, wollte Namjoon wissen und rutschte unruhig auf seinem Sessel hin und her. V und ich dachten nach, doch mir viel nichts dazu ein. „Nein“, stammelte V. „Das ging es einfach zu schnell!“ „So ein Arsch“, grummelte Jimin und ballte die Fäuste. „Einfach weiterzufahren, ohne auch nur etwas zu bremsen!“ Die anderen nickten zustimmend und setzten ebenfalls einen finsteren Blick auf. „Einsperren sollte man den!“, fügte nun auch Jungkook hinzu und starrte aus dem Fenster. „Dazu muss man ihn erst mal fassen“, meinte Jin und holte uns damit auf den Boden der Tatsachen zurück.

    Ich war sichtlich fertig mit den Nerven. Das war heute einfach zu viel für mich gewesen und geschlafen hatte ich bis jetzt auch noch nicht. Ich war hundemüde, doch ich wagte erst gar nicht mich von V zu entfernen, denn wer weiß, vielleicht passiert an der nächsten Ecke gleich wieder so ein schrecklicher Umfall.

    Mir war das alles nicht ganz geheuer. Mein Bauch sagte mir, das hier etwas gewaltig schief lief, ich wusste nur noch nicht was!

    Plötzlich grummelte mein Bauch so laut, dass es alle hören konnten. Wie auf ein Kommando stand Jin auf und schnappte mich am Arm. „Ich glaube es wird Zeit, und was zu essen zu holen“, grinste er und schob mich vorsichtig aus dem Krankenzimmer. „Aber….Tae!“, protestierte ich. „Der kommt schon ganz gut zu recht!“, erklärte Jin und zwinkerte den anderen zu. „Du siehst ja, der hat genug Aufpasser!“ „Ist schon gut Emilia“, lächelte V. „Aber bring mir was leckeres zum Essen mit!“

    Noch einmal sträubte ich mich gegen Jins Griff, doch dann ging ich mit ihm mit. V hatte schon recht. Er kümmerte sich wirklich liebevoll um alle anderen, um sich herum, und war wie eine Mutter für die Gruppe.

    Etwas schläfrig tapste ich neben ihm her, als wir das Krankenhaus verließen und zur Food-Meile liefen. „Müde?“, fragte Jin und legte mir einen Arm um die Schulter. Ich nickte. Erst als ich das Krankenhaus verlassen hatte, merkte ich wie entkräftend die letzten Stunden für mich gewesen waren.

    Jin lächelte und blieb plötzlich neben mir stehen. „Komm spring auf“, meinte er grinsend. „Ich trag dich! Sonst schläfst du noch im Stehen ein.“ Ich war eindeutig zu erschöpft, um mich zu wehren, also lies ich es einfach geschehen. Jin nahm mich Huckepack und lief mit mir den restlichen Weg bis zu unserem Ziel. Ich legte meinen schweren Kopf auf seinen Rücken und schloss die Augen. Irgendwann musste ich dann eingeschlafen sein….

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    ((bold))((big))21. Dezember((ebig))((ebold)) ((unli))Emilias Sicht: ((eunli)) Nur noch drei Tage bis Weihnachten. Der Schneefall draußen hatte etwas

    21. Dezember

    Emilias Sicht:

    Nur noch drei Tage bis Weihnachten. Der Schneefall draußen hatte etwas nachgelassen und nun lag die Stadt ruhig und friedlich unter einer dicken Schneedecke da.

    Ich wohnte immer noch im Hotel bei den Jungs, konnte aber ab heute wieder in meine Wohnung einziehen. Der Tatort ist von der Polizei freigegeben worden und nun konnte ich alles wieder an seinen rechten Ort und Platz stellen.

    V wurde bereits heute in der Früh wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Er hatte zwar einen dicken Verband um den Kopf gewickelt, war aber schon wieder so aufgeweckt wie eh und je. Der Arzt hatte ihm eigentlich empfohlen sich ruhig zu verhalten und noch einige Zeit im Bett liegen zu bleiben, doch darum scherte V sich nicht. Stattdessen hatte er beschlossen heute seine Weihnachtseinkäufe zu machen. Gemeinsam mit Jimin und Sofie hatte er sich auf den Weg gemacht.

    Mich hat er gebeten auf ihn zu warten, denn ich sollte nicht sehen, was er für mich aussuchen würde. Ich fühlte mich etwas unwohl dabei ihn einfach so losziehen zu lassen, denn seid dem Unfall würde ich ihm am liebsten keinen Zentimeter mehr von der Seite weichen, um zu verhindert, dass ihm so etwas noch einmal passiert. Doch ich wusste, dass das nicht ging. Mich beruhigte es aber, dass Sofie bei ihm war. Sie wohnte früher auch in Wien und kannte sich hier mindestens genauso gut aus wie ich.

    Außerdem musste ich ja auch noch Vs Geschenk einpacken. Es war kein Geschenk, dass man kaufen konnte, sondern etwas, dass ich selbst gemacht hatte. Ich finde, Geschenke, die vom Herzen kommen, bedeuten einem am meisten, also habe ich mich dafür entschieden. Es war ganz simpel. Ich hatte ein großes Marmeladenglas mit einer roten Schleife versehen und darin lauter kleine Briefchen eingeschlossen.

    Genaugenommen waren es 24. Für jeden Tag einen, seid dem wir uns kannten. Auf den kleinen Zettelchen, die ich mit einem goldenen Band zusammengebunden hatte, standen 24 Dinge, die ich an V liebe.

    Ich weiß, das ist vielleicht ein bisschen kitschig, aber zum einen bin ich verliebt, da darf man ruhig ein bisschen kitschig sein, und zum anderen glaube ich, dass es V gut tun wird, wenn er nicht immer nur Komplimente über sein Äußeres bekommt, sondern auch über seinen Charakter. Ich meine schließlich ist er ein toller Mensch und ich glaube, das würde ihm sehr viel Selbstvertrauen schenken.

    Zum Glück wurde das Glas mit den Briefchen bei dem Einbruch in meine Wohnung nicht zerstört. Ich hatte es zur Sicherheit in eine Geheimlade gepackt, um sie vor V zu verstecken, falls er einmal in meine Wohnung kommen sollte.

    Als ich das Hotel verließ, verabschiedete ich mich von den anderen, die meinten sie würden solange hier im Hotelzimmer auf mich warten. Wir wollten nachher gemeinsam Essen gehen und außerdem wollte ich Namjoon die bekanntesten Orte hier in Wien zeigen. Als Suga und Xenia davon erfahren hatten, dass wir nach dem Essen eine kleine Stadtführung machen wollten, hatten sie zwar etwas gemault, ließen sich aber von dem versprochenen Essen dazu überreden, doch mitzukommen.

    -in Emilias Wohnung-

    Ich ergriff das Marmeladenglas und fuhr sanft über das kalte Glas. Zufrieden betrachtete ich mein Werk und stand auf. V würde sich bestimmt darüber freuen und ich war schon gespannt auf seinen Gesichtsausdruck, wenn er das hier sehen würde.

    Summend ging ich zurück in die Küche und stellte das Glas am Esstisch ab. Ich hatte bereits wieder alles aufgeräumt. Es hatte gedauert die vielen Scherben und Splitter zu entfernen und es schmerzte zu sehen, welche Erinnerungen kaputt gegangen waren, doch jetzt war alles vorbei. Ich musste nach vorne sehen, schließlich würde ich bald mit V nach Korea gehen. Achja, stimmt ich musste meinen Eltern unbedingt von diesen Neuigkeiten erzählen. Die dachten ja immer noch ich würde nur über die Weihnachtsferien zu Besuch kommen.

    Ich schlurfte in die Küche und lies mir ein Glas Wasser aus der Wasserleitung. Glücklich sah ich aus dem Fenster.
    Plötzlich hörte ich wie jemand meine Wohnungstür öffnete. Verwundet stellte ich das Gals ab, und ging zum Eingang. „Äh…hallo?............Wer ist da?.............Tae, bist du das?“ Vorsichtig lugte ich um die Ecke, doch ich konnte nicht bis zur Tür sehen. Ich hörte Schritte und der Boden knarrte.
    „Hey, das ist nicht lustig!“, bescherte ich mich. „Wer ist da?“
    Keine Antwort.

    Im Bruchteil einer Sekunde spürte ich plötzlich einen Luftzug und Kai stand vor mir. Er sah seltsam aus. Er hatte so ein angsteinflößendes Grinsen aufgesetzt und starrte mich durchdringend an. Ich schrie auf und taumelte vor Schreck etwas zurück.

    Er aber, griff nach mir und zog mich zurück zu sich. „Hey, lass mich los!“, beschwerte ich mich sofort und entriss mich seinen Griff. „Was machst du hier!“, fragte ich vorwurfsvoll und verschränkte meine Arme vor der Brust.

    Kai lächelte süßlich und legte den Kopf schief. „Darf man denn nicht mal mehr seine Ex-Freundin besuchen?“ Ich runzelte die Stirn. „Wer bitte macht das schon?“ „Ich“, säuselte er. „Ich wollte dich besuchen und dich fragen, wie es dir so geht! Dir und deinem Freund……wie heißt er noch gleich……Kim…..Kim Taehyung, richtig?“ Ich wurde misstrauisch und kniff die Augen zusammen.

    „Was interessiert dich unsere Beziehung? Das kann dir doch egal sein!“ Ich machte eine kurze Pause. „Und jetzt geh bitte, und kommt nie wieder! Ich will dich hier nicht mehr sehen!“ Er schnalzte mit der Zunge und warf etwas beleidigt den Kopf in den Nacken. Dann lachte er wieder.

    „Ach, Emilia! Du hast schon recht!“, meinte er und kam mir gefährlich nahe. „Mich sollte dein Freund nicht die Bohne interessieren, aber solltest du dich nicht um ihn kümmern?“ Ich ging einen weiteren Schritt zurück und sah ihn verwirrt an. „Das mach ich doch! Auf was willst du hinaus?“

    Er grinste selbstgefällig. „Sollte dir nicht gerade seine Gesundheit am Herz liegen?“ In meinem Kopf arbeitete es wie verrückt. Was wollte dieser Penner von mir? Er fuhr fort. „Ich meine, so weit ich weiß war dein Freund doch im Krankenhaus! Und wer weiß, vielleich passiert ihm demnächst etwas Schlimmeres, das er nicht mehr so einfach überlebt!“

    Ich starrte Kai entsetzt an. „Er könnte unabsichtlich von jemanden das Treppenhaus heruntergestoßen werden, er könnte aber auch etwas essen, das im schlecht bekommt, oder noch viel schlimmer, er könnte gekidnappt werden und langsam gequält werden, bis das Leben aus ihm weicht.“ Mittlerweile waren wir an der Wand angekommen. Ich war leichenblass.

    Jetzt wusste ich wer V angefahren hatte und ihm beinahe umgebracht hatte. Jetzt machte der Einbruch und die zerstörte Wohnung einen Sinn. Wie war ich auch so blöd gewesen, dass ich da nicht schon früher draufgekommen war. Kai, wollte mir wehtun, er wollte mir alles nehmen woran ich hing. Und so wie es aussah, war er gerade auf dem besten Weg, um das zu erreichen!

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    „Willst du mir etwa drohen?“, warf ich ihm entgegen und bemühte mich sichtlich mit gefestigter Stimme zu sprechen. Er lachte und seine Augen blit

    „Willst du mir etwa drohen?“, warf ich ihm entgegen und bemühte mich sichtlich mit gefestigter Stimme zu sprechen. Er lachte und seine Augen blitzten hinterlistig. „Nein, ich möchte dir nur sagen, dass es für Vs Gesundheit deutlich besser wäre, wenn du ihn ab jetzt links liegen lässt und ihm sagst, dass du wieder mit mir zusammen bist!“

    Ich japste nach Luft. „Spinnst du Kai? Hast du sie noch alle?“ Ich wollte ihn gerade eine Ohrfeige verpassen, als er meine Hand schnappte und diese wie ein Schraubstock im Griff hatte.
    Nun verfinsterte sich sein Blick und er drückte mich mit roher Gewalt gegen die Wand. Das verrückte Lachen war mit einem Mal aus seinem Gesicht verschwunden.

    „Ok, du scheinst wohl so blöd sein, das nicht zu verstehen, also formulier ich es noch einmal für ganz Dumme!“, krächzte er und bohrte seine Fingernägel in meine Handgelenke. „Du wirst mit V Schluss machen und ihm das Herz brechen! Wenn du das nicht tust, wird es ihm schlecht ergehen! Hast du das verstanden?“ Mein Herzschlag beschleunigte sich und ich versuchte mich von Kai loszureißen.

    Es war unwirklich ihn so zu sehen. All die Jahre, in denen ich dachte, ich würde ihn kennen und nun hatte ich eine reisen Angst vor ihm. Meine Nackenhaare stellten sich auf, als er mir immer näherkam. Bis ich schließlich seinen Atem spüren konnte. Ich drehte schnell meinen Kopf zur Seite und kniff panisch die Augen zusammen. „Hast du verstanden?“, knurrte er. „Trenn dich von ihm, oder ich bring ihn um!“

    Bei diesen Worten zuckte ich zusammen. Seine Fingernägel bohrten sich immer weiter in meine Handgelenke, bis plötzliches etwas Warmes daran herunterlief. Ich kämpfte mit den Tränen. Mein Kopf pochte und ich sackte zusammen. „Ja“, wimmerte ich mit zittriger Stimme. „Ja, ich hab‘ verstanden!“ Die Tränen liefen mir nun übers Gesicht und meine Sicht verschwamm vor den Augen. Kai lächelte zufrieden und lies endlich von mir ab.

    „Und dass das klar ist! Hintergeh mich nicht! Ich werde dich beobachten! Überall wo du hingehst!“ Mein ganzer Körper zitterte und ich kauerte mich verstört in die Ecke. Kai ging gemächlich durch den Raum, bis er schließlich vor dem Glas mit den 24 Gründen stehen blieb.

    „Was bitte ist DAS?“ Er warf dem Glas einen abschätzenden Blick zu, nahm es in die Hand und beäugte es von alles Seiten. Er las das Etikett laut vor, dass ich am Deckel des Glases platziert hatte. „24 Gründe, warum ich dich liebe!“

    Er zog sarkastisch die Unterlippe vor und schlug übertrieben die Augen auf. „Oooch, ist das nicht romantisch!“, säuselte er. „Bitte stell das wieder hin“, schluchzte ich. „Das…..das….bedeutet mir echt viel!“ Er lachte hinterhältig und streichelte sanft über das kalte Glas. „Ein Grund mehr dich vor dem Fehler zu bewahren, das hier herzuschenken!“ Kai warf mir kurz einen verabscheuenden Blick zu, dann lies er es los.

    Meine Augen weiteten sich ich sprang auf. Meine Hand griff nach dem Glas, doch ich war zu langsam. Voller Entsetzen musste ich beobachten wie das Marmeladenglas am Boden aufkam und in hundert kleine Teile zersprang. Das Geräusch war grausam. Es versetzte mir einen Schmerz, als all die harte Arbeit sich in Scherben verwandelte. Wortlos starrte ich darauf.
    Das war der Zeitpunkt, an dem ich aufgab. Ich konnte nicht mehr. Ich hatte Angst. Angst vor Kai und Angst V zu verlieren………

    -währenddessen in der Wiener Innenstadt-

    Vs Sicht:

    Shoppen in Wien war einfach himmlisch. So viele Geschäfte und an jeder Ecke gibt es etwas Neues zu entdecken. Die Weihnachtsbeleuchtung in den Einkaufsstraßen verpasste dem Ganzen etwas Ruhiges Besinnliches und versetzte mich gleich in Weihnachtsstimmung.

    Sofie und Jimin waren zwar keine wirkliche Shopping-Unterstützung, doch ich genoss die Zeit mit meinen Besten Freunden. Und mal ganz nebenbei. Ich glaube, die Hauptmotivation mit mir einkaufen zu gehen, waren eigentlich die vielen Essensstände gewesen, denn Sofie und Jimin probierten sich wortwörtlich durch die Straßen und Gassen.

    „Hier hast du das hier schon probiert?“, schmatze Jimin und steckte Sofie eine heiße Kartoffel mit etwas Soße in den Mund. Sie kaute und riss begeistert die Augen auf. „Mhmmmm, mann ist das gut!“ „Aber meine Maroni schmecken auch fantastisch!“ Sie hielt ihm die Tüte vor die Nase und er griff grinsend hinein.
    „Ist euch noch gar nicht schlecht?“, fragte ich verwundert und steuerte den nächsten Laden an. „Ne“, mampften beide im Chor und beschäftigten sich weiter mit ihrem Essen. Ich verdrehte die Augen und öffnete die Tür.

    Bis jetzt hatte ich zwar noch nicht das Richtige für Emilia gefunden, doch ich war mir sicher hier würde ich fündig werden. Es war ein kleiner verträumter Schmuck-Laden im Hinterhof einer Gasse. Mir gefiel es hier.

    „Hello!“, grüßte ich auf Englisch, als ich den Laden betrat. Eine ältere Dame stand hinter der Kassa und lächelte mir freundlich zu. Ich sah mich um. Es gab hier viele kleine filigrane Ohrringe und Armbänder. Genau das richtige für Emilia wie ich fand. Sie war nicht der Typ Mädchen, der auffälligen protzigen Schmuck trug, ganz im Gegenteil, sie besaß hauptsächlich elegante, unauffälliges Accessoires, die trotzdem gut ihre Persönlichkeit unterstrichen.

    „Suchst du Ohrringe?“, schmatze Sofie hinter mir und sah mir über die Schulter. „Nein, eine Kette“, murmelte ich. „Aber, sie muss..“ „….besonders sein! Ist schon klar!“, vollendete Jimin meinen Satz und legte mich grinsend einen Arm um die Schulter. „Bei dir ist immer alles einzigartig! Wir kennen dich doch mittlerweile schon ganz gut“, schmunzelte mein bester Freund und vertiefte sich in das weitläufige Angebot von Ketten.

    „Hier! Was hältst du davon?“, erkundigte sich Sofie und hielt mir eine kleine Herzkette entgegen. Ich überlegte kurz. „Mhmmm, nein, dass ist du klassisch!“ „Und was ist mit der?“, Jimin zeigte mir eine kleine Sternenkette in der die Buchstaben S und V eingeritzt waren. „Nein“, erklärte ich kritisch. „Die ist zu kitschig. Sofie und Jimin warfen sich vielsagende Blicke zu. „Mann, bist du wählerisch!“ Sie grummelten noch etwas vor sich hin, dann setzten sie ihre Suche fort.

    Meine Augen überflogen das Angebot bis sie schließlich auf einer kleinen goldenen Kette hängen blieben, die wie ein vier-blättriges Kleeblatt geformt war. „Die ist es“, murmelte ich fasziniert und nahm sie vom Ständer. Sie war wunderschön und glitzerte im Licht, wenn man sie hin und her bewegte. Ich stellte mir vor, wie sie an Emilia aussehen würde und musste lächeln, als ich sie mir damit vorstellte.

    „Leute ich hab sie!“, grinste ich und zeigte sie stolz meine Freunden. „Ja, die passt zu ihr“, lächelte Sofie und griff nach der Kette. „Gute Wahl, Hyung!“, meinte Jimin und klopfte mir auf die Schulter. „Ich geh schnell zahlen“, grinste ich glücklich. „Ja, wirklich!“, lachte Jimin. „Ich hab schon einen riesigen Hunger!“ Es zeige auf seinen Bauch und sah mich weinerlich an. „Als ob“, lachte ich nur und ging zur Kassa.

    39
    ((bold))-währenddessen in Emilias Wohnung-((ebold)) ((unli))Emilias Sicht:((eunli)) Ich kauerte am Boden - neben mir das zersprungene Weihnachtsgesch

    -währenddessen in Emilias Wohnung-

    Emilias Sicht:

    Ich kauerte am Boden - neben mir das zersprungene Weihnachtsgeschenk von V. Ich hatte meine Hände um meine Knie geschlungen und schluchzte leise in meine Hose hinein.

    Kai war nachdem er mir noch einmal gedroht hatte, einfach gegangen und hatte mich inmitten all diesen Scherben sitzen lassen. Eigentlich wollte ich ihn auffordern mir endlich den Wohnungsschlüssel zurückzugeben, sodass er nicht mehr heimlich meine Wohnung betreten konnte, doch dazu war ich nicht mehr gekommen.

    Ich konnte das alles immer noch nicht fassen. Mein Ex-Freund hatte meinen Freund umbringen wollen, und nun drohte er mir wieder damit, wenn ich mich nicht von ihm trenne, um mir das Herz zu brechen. Wenn ihr mich fragt, war das hier einfach lächerlich. Es erinnert mich an ein schlechtes Drama, mit viel zu viel Herzschmerz und Hinterlistigkeit. Nur das Problem hierbei ist. Das ist keine schlechte Serie, auch kein Low-Budget Film. Nein, das hier ist die Realität und mein Leben.
    Und nachdem ich Kai so erlebt habe, traue ich ihm nun alles zu, auch, dass er nicht davor zurückschreckt einen weiteren Mordversuch zu machen…..

    Und was, wenn ich V einfach warne?

    Nein, das kann ich nicht machen. Kai hat doch gesagt, dass er mich immer beobachtet und er sofort herausfindet, wenn ich mit der Wahrheit rausrücke. Außerdem geht es hier nicht nur um ein Menschenleben, es geht um Vs Leben. Und das Letzt was ich möchte, ist, dass ihm etwas Schlimmes passiert und er verletzt wird.


    Hin und hergerissen rang ich mit mir. Ich fühlte mich so klein und hilflos. Ich wusste einfach nicht mehr, was ich machen sollte. Verzweifelt raufte ich mir die Haare und wischte mir die Tränen vom Gesicht. Dieser verdammte Idiot! „Arghhhh!“, schrie ich all meine Wut heraus und knallte meine geballten Fäuste auf den Boden. Es tat weh, aber das war mir jetzt egal. Es war mir alles egal, alles nur nicht V….

    -währenddessen im Hotel Sacher-

    Xenias Sicht:

    Beunruhigt warf ich einen Blick auf die Uhr. Wollte Emilia nicht schon längst wieder zurück sein? Schön langsam machte ich mir Sorgen um sie. Sie schien schließlich nicht eine Person zu sein, die einfach so eine halbe Stunde zu spät kommen würde.
    „Glaubt ihr, sie hat vergessen, dass wir uns zu Mittag treffen?“, warf ich in die Runde und zupfte den schlafenden Suga am Ärmel. „He, wach auf! Sonst kannst du am Abend wieder nicht einschlafen!“ „Ich kann immer schlafen!“, grummelte mein Freund und drehte sich einfach auf die andere Seite.

    „Vielleicht ist ihr was dazwischengekommen“, spekulierte Jungkook und zuckte ratlos mit den Schultern. „Ich weiß nicht…..“, murmelte ich. „Mein Bauch sagt was anderes!“ „Ja, dass du Hunger hast! Meiner grummelt auch schon seit einer Stunde!“, grinste Jin und zeigte auf die Uhr. „Wenn sie nicht bald kommt, bestell ich was zu essen!“

    -auf dem Weg zum Hotel der Jungs-

    Emilias Sicht:

    Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte ich es geschafft mich aufzuraffen. Ich hatte alles in der Wohnung liegen und stehen gelassen und auch den Wohnungsschlüssel stecken lassen.
    Ich fühlte mich leer und ausgebrannt, als ich durch die Straßen stapfte. Ich hatte etwas beschlossen. Etwas, dass all das hier endgültig beenden sollte. Es war eine schwere Entscheidung, doch nun hatte ich sie getroffen und ich würde sie auch durchziehen.

    Auf dem Weg zu den anderen versuchte ich mich zu sammeln. Ich wischte mir die Tränen von der Wange und putzte mir die Nase. Die Jungs durften nicht merken, dass etwas geschehen war. Die beste Lösung für uns alle ist es, wenn ich die Rolle der Bösen übernehmen. So vergessen sie mich vermutlich am schnellsten. Ich musste mich einfach damit abfinden, auch wenn es mich innerlich zerriss.

    Bevor ich die Tür zu ihrem Hotel-Zimmer öffnete atmete ich noch einmal tief durch, dann drückte ich die Klinke nach unten.

    Jins Sicht:

    „Hey, Emilia! Wir hätten schon gedacht, du hast uns vergessen!“, lachte ich sie an, doch ich konnte keine Regung in ihrem Gesicht wahrnehmen. Sonst war sie eine der wenigen, die über meine Witze lachen konnten, doch nun…..-nichts-.
    Mein Lachen erstarb und ich musterte sie fragend. „Alles OK bei dir?“, erkundigte ich mich und stand besorgt von Bett auf. Sie sah mich ertappt an und schüttelte augenblicklich den Kopf. „Nein, nein, es ist alle Ok bei mir! Ich fühl mich nur nicht so gut!“ „Wirst du etwa krank“, fragte nun auch J-Hope, der kontrollierend eine Hand auf ihre Stirn legte.

    „Willst du hierbleiben, oder möchtest du mit zum Essen kommen?“, wollte Xenia wissen und begann ihre Sachen in ihre Umhängetasche zu packen und den schlafenden Suga vom Bett zu zerren. „Ach, macht euch keine Sorgen! Es ist wirklich alles gut bei mir! Natürlich komm ich mit euch essen!“, meinte sie nun und bemühte sich sichtlich etwas zu lächeln.
    Ich kannte Emilia noch nicht lange, aber mittlerweile verstanden wir uns doch recht gut und ich wusste genau, wenn sie log. Und das hier, war eine dicke, fette Lüge.

    Xenias Sicht:


    Ich warf Jin einen vielsagenden Blick zu. Ich wusste, dass sie log und ich wusste auch, dass Jin das bemerkt hatte. Irgendwas war geschehen, etwas das wir nicht wissen durften. Aber ich wäre nicht Xenia, wenn ich das nicht schon noch herausfinden würde….

    -währenddessen in der Einkaufsstraße-

    Sofies Sicht:

    V hopste glücklich vor mir her. Er hatte das Säckchen mit der kleinen Kette in seine Manteltasche gesteckt und kontrollierte alle zehn Sekunden, ob es eh noch darin war.

    Ich freute mich für V. Endlich hatte er auch jemanden gefunden. Ich hatte von Anfang an ein gutes Gefühl bei Emilia. Sie und V passten einfach perfekt zusammen und ihre Beziehung würde sicher lange, wenn nicht sogar ein ganzes Leben lang halten. Ich weiß, dass das jetzt etwas komisch klingt, aber für mich würden sie die perfekten Eltern abgeben. Sie können beide so liebevoll mit Menschen umgehen und sorgen sich immer um ihre Freunde und Mitmenschen.

    V erzählte mir gestern von seinen großen Plänen, Emilia mit nach Seoul zu nehmen. Natürlich freute ich mich für ihn. Er war so glücklich, dass wir beide vor Freude weinen mussten. Er hat mir erzählt, was er alles mit Emilia unternehmen wollte, wenn sie dort waren. Und das war echt eine Menge. Wenn ihr mich fragt, schwebt der Typ sowas von auf Wolke sieben, der weiß gar nicht mehr wo vorn und hinten ist! Aber jetzt sind wir auf dem Weg zu einem Restaurant. Jin hat mir gerade geschrieben, wo die anderen hingehen würden und mir den Standort geschickt.

    Wenn ich darüber nachdenke, wird es sowieso wieder Zeit was zu essen. Es ist schließlich schon eine halbe Stunde her, seitdem ich meine letzten Kartoffelspalten hatte. xD

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    ((bold))-im Restaurant-((ebold)) ((unli))Vs Sicht: ((eunli)) Als uns Emilia und die anderen entgegenkamen, zog ich schnell meine Hand aus der Jackenta

    -im Restaurant-

    Vs Sicht:

    Als uns Emilia und die anderen entgegenkamen, zog ich schnell meine Hand aus der Jackentasche. Ich wollte schließlich nicht, dass sie erfuhr, dass ich gerade ihr Weihnachtsgeschenk in meiner Tasche trug.

    Grinsend ging ich zu ihr und wollte ihr einen Kuss auf die Lippen drücken, doch sie wich mir aus und schloss mich in eine kurze Umarmung. Verdattert drückte ich sie an mich. „Hey, und wie siehts in der Wohnung aus? Alles wieder an seinem Platz?“ Sie löste sich von mir und starrte emotionslos an mir vorbei. Sie konnte mir nicht in die Augen sehen. Das verwirrte mich. Ihre sonst so funkelnden Reh-Augen, hatten den Schimmer verloren und wirkten nun wie kalte braune Steine.

    „Ja, es ist wieder alles da, wo es hingehört“, meinte sie nur knapp und starrte dann auf den Boden vor ihren Füßen. Die anderen musterten die Szene und warfen sich fragende Blicke zu. Jin befreite uns schließlich aus dieser beklemmenden Situation und schlug vor:“ Kommt, lasst uns reingehen. Sonst frieren wir hier noch fest!“ Alle nickten und folgten ihm ins warme Restaurant.

    In meinem Kopf arbeitete es. Was war geschehen? Hatte ich etwas falsch gemacht? Ging es ihr nicht gut? War sie vielleicht krank? All diese Fragen spukten in meinem Kopf herum, doch ich konnte mir einfach keinen Reim auf ihr Verhalten machen.

    Das Essen schmeckte gut, doch irgendwie hatte ich nun keinen Hunger mehr. Ich versuchte während des Essens ständig Emilias Blick zu erhaschen, doch sie wich mir einfach aus. Es versetzte mir einen kleinen Stich im Herz. Es war als wollte sie mich ignorieren. Nicht ein Lachen huschte in dieser Zeit über ihr hübsches Gesicht und nicht einmal wandte sie sich an einen von uns. Sie starrte einfach stumm auf ihr Essen und stocherte in diesem herum.

    Jimin zog mich sachte am Pulli. „Was ist passiert?“, flüsterte er und nickte in Emilias Richtung. „Seh‘ ich so aus, als würde ich das wissen!“, flüsterte ich zurück und spießte genervt eine Tomate auf meine Gabel auf. Jimin seufzte und beugte sich erneut in meine Richtung. „Sprich nachher doch mal mit ihr! Vielleicht liegt ihr etwas am Herzen!“ Ich nickte. „Ja, du hast vermutlich Recht!“ Ich widmete mich wieder meinem Essen, doch ich musste die ganze Zeit zur ihr herüber sehen….

    Xenias Sicht:

    Ich war verwirrt. Was war denn nun los. Kein Kuss für V von Emilia? Keine freundliche Begrüßung? Ist etwas zwischen den beiden vorgefallen? Nein, das kann ich mir nicht vorstellen. Irgendwas war hier im Busch! Ich stupste Sofie unterm Tisch an. Sie sah mich fragend an und ich nickte in Vs und Emilias Richtung. „Siehst du das auch?“ Sie seufzte. „Ja, komisch! Findest du nicht auch?“ „Das kannst du aber laut sagen!“, flüsterte ich zurück.

    Jins Sicht:

    Die Spannung, die am Tisch herrschte, konnte man förmlich spüren. Nicht nur, dass ich mein Essen deshalb nicht richtig genießen konnte, nein ich wurde auch noch dauernd von flüsternden Menschen um mich herum abgelenkt. V tuschelte mit Jimin, Xenia beugte sich zu Sofie und Jungkook und J-Hope, Namjoon und Suga warfen sich fragende Blicke zu. Ich fühlte mich wie das letzte Rad am Wagen, und das gefiel mir gar nicht.

    Irgendwann reichte es mir. „Stopp! Hört auf damit! Wir sind Freunde, sitzen an einem gemeinsamen Tisch und wechseln kein nettes Wort miteinander. Was ist denn los mit euch?“ Ich sah fragend in die Runde, doch keiner machte auch nur eine Anstalt, um zu antworten. Das machte mich wütend. „V, Emilia! Warum schaut ihr so drein? Ich dachte, wenn man verliebt ist, lacht man dauernd und schwebt auf Wolke sieben?“

    Die beiden sahen ertappt auf und ich wusste, dass ich damit genau ins Schwarze getroffen zu haben. Ich merkte wie unangenehm das Emilia war, denn nun starrten sie alle gespannt an.

    Nervös wischte sie sich die Haare aus dem Gesicht. „Ich……ähm……ich…..“ Stotternd sah sie plötzlich in Vs Richtung. Dann sprang sie von ihrem Platz auf und rannte aus dem Restaurant. Überrascht starrte ich ihr nach. „Hab‘ ich was falsches gesagt?“, stammelte ich peinlich berührt und sah zu V.

    Auch er stand auf und legte seine Serviette neben den Teller. „Entschuldigt mich bitte! Ich bin gleich wieder da!“

    Emilias Sicht:

    Ich rannte aus dem Restaurant heraus. Ich war den Tränen nahe und voller Wut. Paranoid sah ich mich um. Hinter welchem Balken könnte Kai stehen? Sah er mich von hier aus überhaupt? Panisch, kontrollierte ich mögliche Verstecke in der nahen Umgebung, doch ich konnte nichts Verdächtiges entdecken.

    Mein Herz schmerzte und ich drückte instinktiv eine Hand auf die Brust. Es tat so weh, V ignorieren zu müssen. Ich würde ihm am liebsten um den Hals fallen und ihm sagen, dass ich ihn nie wieder verlassen wolle, aber das konnte ich nicht. Ich konnte ihn nicht dieser Gefahr aussetzten. Nein, ich würde bestimmt nicht noch einmal sein Leben riskieren!

    Plötzlich legte jemand eine Hand auf meine Schulter und riss mich herum. „Emilia! Was ist los mit dir?“ V sah mich aus großen traurigen Augen an. Er wirkte so verwirrt und niedergeschlagen. „Tae, ich….ich…“ Ich brach mitten im Satz ab und wandte mich ab. Ich durfte jetzt nicht weinen. Ich durfte jetzt nicht einknicken. Ich musste stark bleiben. Es war das Beste. Das Beste für V, das Beste für alle anderen.

    Ich drehte mich wieder um und sah V an. Ich riss mich zusammen und bemühte mich nicht die Kontrolle über meine Gefühle zu verlieren. „Hey! Du kannst mir alles sagen, wenn es dir nicht gut geht!“ Er legte die Hand auf meine Wange und wollte mich an sich drücken, doch ich stieß ihn zurück. „Nein…….bitte nicht!“, stammelte ich leise. „Bitte geh weg!“ Er lachte verletzt auf. „Aber……warum…..was hab ich den getan?“ Tränen sammelten sich in meinen Augen. „Nichts“, gab ich zurück. „Du hast nichts getan!“ Er musterte mich verwirrt.

    „Bitte, denk nicht es liegt an dir! Es ist alles meine Schuld“, schluchzte ich. Er stand nur einen Schritt von mir entfernt und ich würde gerade nichts lieber tun, als ihn fest an mich drücken. Er sah so verletzt und hilflos aus, dass es mir das Herz zerriss. „Emilia!“, versuchte er es noch einmal. „Emilia, ich weiß immer noch nicht wovon du redest!“ Ich schwieg und starrte an V vorbei. Und da sah ich ihn. Er saß auf einer Straßenbank und starrte und beide interessiert an.

    Als Kai meinen Blick bemerkte deutete er auf V und machte eine Handbewegung, als würde er sein Genick brechen wollen. Erschrocken zuckte ich zusammen. „Emilia?“ V kam wieder einen Schritt auf mich zu, doch ich wich ihm aus. „Emilia, sag doch was!“ Ich merkte, wie auch er schön langsam verzweifelte. Auf seiner Stirn hatte sich eine sorgenvolle Falte gebildet und er versuchte andauernd zu mir durchzubrechen.

    Noch einmal sah ich zu Kai, dann wandte ich mich zurück an V. Noch einmal atmete ich tief durch und eine heiße Träne tropfte in den Schnee. „Tae……………..ich……..ich……mach Schluss mit dir! Ich liebe dich nicht………und………..und ich werde auch nicht mit dir nach Seoul ziehen!“

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    ((unli))Vs Sicht: ((eunli)) Ich taumelte benommen zurück. Emilias Worte trafen mich mitten ins Herz. Ich sah sie verwirrt an und raufte mir verzweife

    Vs Sicht:

    Ich taumelte benommen zurück. Emilias Worte trafen mich mitten ins Herz. Ich sah sie verwirrt an und raufte mir verzweifelt die Haare.

    „Aber, Emilia…ich….ich dachte…..ich dachte du liebst mich?“ Aus ihren Augen rannen Tränen, doch ihr Blick blieb starr und kalt. „Nein, hab ich nie“, antwortete sie monoton. „Ich hab dich angelogen! Ich habe nie Gefühle für dich gehabt!“ Sie stockte kurz. „Ich habe nur etwas mit dir angefangen, weil meine Beziehung mit Kai so schlecht lief.

    Ein zweites Mal spürte ich einen stechenden Schmerz in der Brust. Mein Puls raste und Schweißperlen bildeten sich auf meiner Stirn. „Und jetzt..“, setzte sie fort. „Und jetzt, wo Kai und ich uns wieder verstehen, brauche ich dich nicht mehr!“ Sie schluckte und sah zu Boden.

    Heiße Tränen rannen mir über die Wangen und ich ballte wütend die Fäuste. „Willst du mir damit sagen, dass du mich nur benutzt hast? War ich für dich etwa nur ein Spielzeug mit der du dir die Langeweile vertreiben kannst?“ Sie sah auf. „Ja!“

    Ich atmete geschockt aus. Ich wollte sie am liebsten an den Schultern nehmen und schütteln. Ich wollte sie so lange hin und her rütteln, bis sie wieder die alte Emilia war, die ich kannte, die in die ich mich verliebt hatte. Wer auch immer jetzt vor mir stand – ich kannte diesen Menschen nicht. Ich würde nur gerne wissen, wer nun die echte Emilia war. Das nette Mädchen, dass sich liebevoll um andere kümmerte, oder das, dass die Gefühle anderer Menschen manipuliert.

    Mein Kopf arbeitete auf Hochtouren. Ich versuchte fieberhaft aus der Situation schlau zu werden, doch ich schaffte es nicht. Ein letztes Mal versuchte ich noch einen Anflug an Gefühl in Emilias Blick zu finden, doch da waren keine.

    Schnell wischte ich mir die Tränen von der Wange. „Dann wars das jetzt also?“ Sie nickte. „Ja, das wars wohl!“ Und bevor ich etwas sagen konnte, drehte sie sich um und ging davon. Ich starrte ihr nach, starrte dem Mädchen nach von dem ich dachte, es würde mich aufrichtig lieben, aber da hatte ich mich wohl gewaltig getäuscht.

    -Emilias Sicht-

    Sobald ich um die nächste Ecke war, brach ich endgültig in Tränen aus. Es tat so weh, so unfassbar weh, ihn auf diese Art und Weise verletzen zu müssen. Seine Blicke waren die reinste Folter für mich gewesen. Wie er mich angesehen hatte…….wie eine Verräterin, eine Lügnerin…..

    Ich kauerte mich an eine Hauswand und vergrub das Gesicht in den Händen. Mein ganzer Körper bebte und die Leute, die vorbei gingen, warfen mir besorgte und abschätzige Blicke zu. Aber das war mir jetzt egal. Ich hatte es getan. Ich hatte mich wirklich erpressen lassen, und einem Menschen etwas derart Grausames angetan. Ich fühlte mich wie der letzte Dreck……..
    Was hatte ich V nur angetan!....

    -währenddessen im Restaurant-

    Vs Sicht:


    Benommen und immer noch im Schockzustand ging ich zurück zu den anderen. Sie saßen alle immer noch am Tisch und sahen mich aus großen fragenden Augen an. Keine wagte zu fragen was passiert war, denn mein Gesichtsausdruck schien Bände zu sprechen.

    „Das wars!“, murmelte ich noch einmal leise vor mich hin. „Sie hat Schluss gemacht!“ Dann ließ ich mich in Jimins Arme fallen und begann bitterlich zu weinen……

    22. Dezember

    -in einem kleinen Hotelzimmer in Wien-

    Emilias Sicht:

    Ich hatte es nicht geschafft diese Nacht in meiner eigenen Wohnung zu verbringen. Ich wollte nicht dorthin zurück. Schließlich konnte Kai jede Zeit wieder dort auftauchen und er war nun der letzte Mensch, den ich in meinem Leben noch einmal zu Gesicht bekommen möchte.

    Also hatte ich mir ein kleines Hotelzimmer gebucht und dort die Nacht verbracht. Es war klein, aber gemütlich und ich brauchte nicht viel mehr als ein Bett. Was ist an diesem Tag die ganze Zeit getan habe? Ich habe nachgedacht. Stundenlang. Über alles was mir so in den Sinn kommt. Ich musste mit mir wieder in reine kommen und das schaffte ich nur, wenn ich Zeit für mich alleine hatte.

    Auch wenn ich in jeder halben Stunde einen erneuten Heulkrampf wegen V hatte, fühlte ich mich irgendwann wieder etwas besser. Ihr kennt das bestimmt. Wenn man ewig lang weint, hat man irgendwann keine Tränen mehr und es geht einem etwas besser.

    An dem Punkt bin ich gerade angekommen. Aus Frust habe ich mir deshalb ein Eis bestellt und mich damit ans Fenster gesetzt. Es war friedlich draußen. Die Schneeflocken tanzten wieder über den Himmel und alles wies drauf hin, dass in zwei Tagen Weihnachten war. Alles bis auf mein gebrochenes Herz….

    -währenddessen in Vs und Jimins Zimmer-

    Jimins Sicht:

    Es hat gestern lange gedauert V wieder zu beruhigen. Ich habe meinen besten Freund schon oft weinen gesehen, doch so schlimm war es noch nie. Es war eine Mischung aus Wut, Frust und Verzweiflung, die er an diesem Nachmittag aus sich herausgeheult hat.

    Die anderen haben versucht ihm in dieser Situation gut zuzureden, doch V war das egal gewesen. Irgendwann aber war der Punkt erreicht, da konnte er einfach nicht mehr weinen. Deshalb hab ich ihm gut zugesprochen und haben wir lange geredet. Wir haben uns stundenlang über alles was passiert war unterhalten und haben uns schließlich gemeinsam ins Bett gekuschelt. Irgendwann zwischen 02:00 Uhr und 02:30 Uhr mussten wir dann eingeschlafen sein.

    Heute war ein neuer Tag und es hatte wieder geschneit. V schlief noch immer und ich hatte in der Zwischenzeit Frühstück bestellt. Eier mit Kartoffeln und Speck. Das würde ihm sicher schmecken. Ein bisschen Aufmunterung würde ihm nach dem emotionalen Tiefpunkt bestimmt guttun.

    Als ich gestern erfahren hatte, was Emilia genau zu V gesagt hat, bin ich misstrauisch geworden. Für mich hörte sich das alles nach einer schlechten, billigen Notlüge an. Mir konnte Emilia bestimmt nicht weiß machen, dass sie keine Gefühle für V hatte. Seitdem in unserem Apartment in Seoul zwei Liebespaare wohnten, war ich es gewohnt turtelnde Menschen zu sehen und so erkenne ich es, wenn sich zwei Menschen aufrichtig lieben. Und bei V und Emilia, da war ich mir ganz sicher, hat es 100% gefunkt!

    Wenn ihr mich fragt, stimmt da was nicht! Irgendwas war vorgefallen, sonst hätte sich Emilia nicht so von Grund auf verändert. Ich habe deshalb den Entschluss gefasst, der ganzen Sache auf den Grund zu gehen, doch zuvor musste ich mir unbedingt Hilfe holen. Alleine in Wien herumzulaufen würde ich nicht schaffen, weil ich bestimmt Ewigkeiten brauche, bis ich die richtigen Wege finde. Aber mit einem Einheimischen wäre das schon was anderes.

    „Knock, knock!“ Ich lauschte ins Zimmer hinein, als ich an die Hotelzimmertür von Sofie und Namjoon klopfte. Ich hörte schlurfende Schritte, dann machte Sofie Tür auf. „Jimin? Es ist noch so früh! Warum bist du schon wach, du könntest bestimmt noch zwei Stunden schlafen!“

    „Ja, ich weiß“, erklärte ich gestikulierend. „Ich bin aus einem bestimmten Grund früher aufgestanden!“ „Und der wäre?“, Sofie stützte gähnend ihre Hände in die Hüften.

    „Ich brauche deine Hilfe!“

    42
    ((unli))Jimins Sicht: ((eunli)) Zehn Minuten später standen wir auch schon, dick in unsere Mäntel eingepackt, am Platz vor dem Hotel und überlegten

    Jimins Sicht:

    Zehn Minuten später standen wir auch schon, dick in unsere Mäntel eingepackt, am Platz vor dem Hotel und überlegten, wie wir nun weiter vorgehen sollten. Es war eisig und der kalte Wind blies uns um die Ohren. Ich fröstelte und rieb zitternd die Hände aneinander. Vorhin hatte ich Sofie im kleinsten Detail erzählt was ich wusste. Es war zwar nicht viel, da ich nur Vs Sicht auf die Dinge kannte, aber es war genug, um sich ein Bild machen zu können. Unsere erste Idee, Emilia anzurufen, hatte schon mal nicht funktioniert, denn sie hatte ihr Handy abgedreht…..

    „Also, wie sollen wir jetzt weitermachen?“, grübelte ich und starrte in die Menschenmengen, die über den Platz eilten. „Naja wo V ist, wissen wir ja!“ Sofie stützte nachdenklich die Hände in die Hüften. „Ich finde, wir sollten Emilia finden, und sie fragen was nun wirklich los ist. Wenn wir sie unter Druck setzen rückt sie bestimmt mit der Wahrheit raus!“ Ich nickte anerkennend und schulterte meinen Rucksack. „Klingt nach einem guten Plan!“

    -im kleinen Hotel-

    Emilias Sicht:

    Ich saß immer noch am Fenster und starrte nach draußen. Innerlich fühlte ich mich jetzt einfach nur leer. Nachdem ich mir erneut die Seele aus dem Leib geheult hatte, hatte ich beschlossen dieses Zimmer bis auf Weiteres nicht mehr zu verlassen. Ich denke es ist das Beste, wenn ich solange hierbleibe, bis die Jungs, Xenia und Sofie wieder abgereist sind. Die Angst sie draußen auf der Straße zu treffen, war einfach zu groß.

    Müde zog ich meine Beine an den Körper an und schlang meine Arme um die Knie. Ich legte meinen Kopf wieder in meinen Schoß und starrte gedankenverloren aus dem Fenster…

    -in Vs und Jimins Zimmer-

    Vs Sicht:

    Ich wurde von einem leisen Klopfen geweckt und richtete mich verschlafen auf. Ich sah mich um. Jimin war weg. Er musste zu den anderen gegangen sein. Vermutlich wollte er mich in Ruhe ausschlafen lassen.

    Tapsig stieg ich aus dem Bett und schlurfte zur Tür. „Zimmerservice!“, lächelte eine ältere Dame, als ich diese öffnete und mir immer noch den Schlaf aus den Augen rieb. Es roch fantastisch. Vor mir stand ein kleiner Wagen auf dem ein Tablet mit einem Glas Orangensaft, einem Körbchen mit Gebäck und ein Teller mit Kartoffeln, Eier und Speck standen. Mir lief alleine beim Anblick das Wasser im Munde zusammen.

    Dankend nahm ich den kleinen Wagen entgegen und lies mich voller Vorfreude zurück ins Bett fallen. Erst jetzt merkte ich wie mein Bauch knurrte. Vor lauter Weinen hatte ich in den letzten Stunden ganz darauf vergessen auch etwas zu essen. Hungrig stellte ich den Teller vor mich und schaufelte mir mein Frühstück in den Mund. Ein kleines Lächeln wanderte über meine Lippen. „Danke, Jimin!“, dachte ich und setzte meine Mahlzeit fort.

    -Stunden später in der Innenstadt bei Sofie und Jimin-

    Jimins Sicht:

    Wir irrten jetzt schon Stunden durch die Gassen und Straßen der Wiener Innenstadt, doch keine Spur von Emilia.
    Wir klapperten alle Plätze ab, von denen V uns erzählt hatte, dass er mit Emilia schon einmal dort gewesen war. Doch nichts.
    Irgendwann aber, kam Sofie auf die Idee in dem kleinen Café indem Emilia ab und an jobbte, nach ihr zu fragen. Nach langem hin und her fanden wir es wieder, wurden aber schon zwei Minuten später hart enttäuscht. Der Café-Besitzer wusste selbst nicht wo Emilia geblieben war, denn sie hätte heute Morgen zum Dienst erscheinen müssen.

    Anstatt sich um sie Sorgen zu machen, regte er sich hingegen fürchterlich über sie auf und wurde schließlich so wütend, dass er auch uns aus dem Laden schmiss.

    Enttäuscht setzten sich Sofie und ich auf die Bank vor dem Café und wollten gerade aufgeben, als uns der Maroni-Verkäufer gegenüber des Cafés auffiel.

    „Meinst du er kennt Emilia?“, seufzte Sofie und lehnte ihren Kopf erschöpft gegen meine Schulter. „Keine Ahnung!“, schmollte ich ausgelaugt. Wir schwiegen einige Sekunden. „Aber einen Versuch ist es wert oder?“ Sofie stupste mich an. „Komm schon, aufgeben können wir immer noch!“ Ich grinste. Ihr Durchhaltevermögen in aussichtslosen Situationen war wirklich enorm.

    Das Gespräch mit dem Mann musste Sofie führen. Sie konnte Deutsch und ich verstand kein Wort, also überlies ich ihr das Sprechen.

    „Und?“, fragte ich schließlich, als Sofie sich bedankt hatte und zum Abschied noch ein Säckchen Maroni gekauft hatte.
    „Ich habe ihre Adresse!“, grinste sie breit und biss in eine der Esskastanien. Ich jubelte auf. „Na endlich!“ „Sie wohnt nicht weit weg von hier“, erklärte sie schmatzend. „Ist gleich um die Ecke!“ „Perfekt“, meinte ich und grabschte ebenfalls nach einer der kleinen braunen Kugeln.

    -eine Viertelstunde später-

    Als wir die Wohnungstür von Emilias zuhause öffneten, wunderten wir uns, dass nicht abgeschlossen war. Der Schlüssel steckte sogar noch im Schloss. „Vorsicht würde ich das aber nicht gerade nennen“, meinte ich vorwurfsvoll und trat ein.

    Betreten klopften wir an die Tür. „Hallo? Emilia?........Jemand zuhause?“ Doch niemand antwortete. „Scheint so, als ist sie nicht da!“ Sofie sah sich neugierig im Vorraum um. Mir war das etwas peinlich. „Hey! Sollten wir nicht lieber wieder gehen? Ich fühl mich irgendwie schlecht, wenn wir ohne ihre Erlaubnis in ihre Wohnung gehen!“ Ich zupfte Sofie energisch an der Jacke, doch sie ignorierte mich und ging einfach weiter in die Wohnung hinein.

    „Jetzt sei nicht so ein Feigling!“, ermahnte mich meine Freundin. „Wir wollen V doch helfen. Und dafür müssen wir alle Hinweise finden, die uns zur Verfügung stehen!“ Ich atmete verächtlich aus. Manchmal konnte sie genau so sturköpfig wie Xenia und Suga sein. Das war hin und wieder echt anstrengend.
    Ich kam mir aber ungut vor, hier einfach stehenzubleiben und zu warten, also folgte ich ihr.

    Als ich ins Esszimmer kam, klappte mir die Kinnlade herunter. „Wie sieht es denn hier aus?“ Sofie saß am Boden über einen Haufen Scherben gebeugt und starrte mich entgeistert an. „Jimin, das wirst du mir jetzt nicht glauben!“

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    „Was ist das?“ Ich beugte mich nach vorne, um die Scherben genauer betrachten zu können. „24 Gründe, warum ich dich….“ „…..liebe!“,

    „Was ist das?“ Ich beugte mich nach vorne, um die Scherben genauer betrachten zu können. „24 Gründe, warum ich dich….“ „…..liebe!“, ergänzte Sofie und fügte zwei Scherben zusammen, die nun den Satz ergaben. Wir sahen einander an. „Ist das nicht süß?“, lächelte Sofie und bemühte sich die geschriebenen Briefchen aus den Scherben zu sortieren.

    In meinem Kopf ratterte es. „Mann Sofie! Weißt du denn gar nicht was das hier bedeutet?“ Sie sah mich fragend an. „Nein?“ „Das bedeutet, dass Emilia gelogen hat und sie V doch noch liebt! Ich wusste doch das was faul ist!“ Sofies Blick erhellte sich augenblicklich und sie lachte mich erwartungsvoll an. „Heißt das, es wird doch noch alles gut?“

    Ich legte die Stirn in Falten. „Das weiß ich nicht! Ich weiß nur, dass es einen Grund geben muss, warum Emilia mit V Schluss gemacht hat, denn wie wir sehen, hat sie das nicht gemacht, weil sie V nicht mehr leibt!“ Sie nickte verständnisvoll.
    „Wir sollten V das hier zeigen!“ Sie sammelte eifrig alle Briefchen zusammen und steckte sie in ein anderes Marmeladeglas, das neben dem Waschbecken stand.

    „Sollten wir nicht erst mit Emilia sprechen? Wir wissen schließlich immer noch nicht, warum sie so gehandelt hat!“ Sofie hielt inne und überlegte kurz. „Ja, du hast vermutlich recht! Suchen wir Emilia!“ Noch einmal sah sie auf das Marmeladenglas mit den Briefchen. „Aber, das hier nehme ich mit! Nur zur Sicherheit!“

    23. Dezember

    -im Hotel Sacher-

    Jimins Sicht:

    Emilia haben Sofie und ich gestern nicht mehr gefunden. Wir haben alle Geschäfte und Plätze im Umkreis von 3 km um ihre Wohnung abgesucht, aber sie blieb unauffindbar. Irgendwann, als es bereits stockdunkel war und uns einfach nur noch kalt war gingen wir zurück ins Hotel. Wir einigten uns aber darauf V noch nichts zu sagen. Wir wollten Emilia zuerst auf all das ansprechen.

    Außerdem wollten wir die ganze Geschichte erfahren, denn eins war sicher. Hinter all dem steckte mehr, als eine einfache Laune. Wir mussten uns aber beeilen, denn übermorgen war es bereits soweit und wir würden wieder zurück nach Korea fliegen.

    -währenddessen im Hotel bei Emilia-

    Emilias Sicht:

    Als mein Handy summte, streckte ich widerwillig meine Hand danach aus und grabschte nach dem kleinen Gerät. Ich hatte mich seid gestern immer noch nicht aus dem Zimmer bewegt. Ich hatte mich stattdessen in meine Decke eingelümmelt und hatte mir selbst leidgetan. Es war grässlich und ich merkte, wie ich V von Minute zu Minute mehr vermisste.

    <HERKOMMEN SOFORT!> Stand da in großen Blockbuchstaben. Es war mein Chef aus dem Cafe. Augenblicklich checkte ich das Datum…..

    „Scheiße, wir haben schon den 23. Dezember?“ Panisch prang ich aus dem Bett und schlüpfte in meine Jacke. Ich hatte wie es schein jegliches Zeitgefühl verloren, seitdem ich hier drin war. Ich hatte komplett vergessen, dass ich heute arbeiten sollte. Abgesehen davon, hätte ich schon gestern dort erscheinen müssen.

    Schnell setzte ich mir eine Sonnenbrille und die Kapuze auf. „Sicherheit geht vor“, dachte ich. „Nicht, dass mich Kai auch noch entdeckt!“

    -kurze Zeit später im Cafe to the Bone-

    Emilias Sicht:

    Nachdem mich mein Chef ca. 10min lang angeschrien hat, weil ich zu spät war und gestern nicht aufgetaucht bin, durfte ich mich wieder an die Theke stellen und weitere Bestellungen aufnehmen.

    Meine Laune hatte somit den heutigen Tiefpunkt erreicht. Am liebsten hätte ich dem Typen meine Meinung gegeigt und ihm an den Kopf geworfen, was in meinen Leben gerade alles den Bach runter ging. Doch das ließ ich lieber bleiben. Schließlich wollte ich den Job in Zukunft noch haben.

    Widerwillig stellte ich mich zur Kassa und bediente den nächsten Kunden. Ich war nicht in der Stimmung ihn übertrieben freundlich nach seiner Bestellung zu fragen, also wartete ich einfach ab. „Einen Muffin und einen Espresso bitte!“ Ich nickte und machte mich an die Arbeit.

    -währenddessen im Hotelzimmer von V und Jimin-

    Vs Sicht:

    Leise schlich ich mich aus dem Hotel. Jimin sollte nicht merken, dass ich mich aus dem Staub machte. Ich wollte ja nicht, dass er sich Sorgen meinetwegen macht. Ich hielt das hier drin einfach nicht mehr aus. Alle bemitleideten mich um meinen Verlust und die anderen Jungs versuchten mich mit übertriebenen Aktionen aufzuheitern.

    Ich musste raus. Raus an die frische Luft, wo ich endlich wieder klar denken konnte. Ich hatte lange nachgedacht und beschlossen mich noch bei Emilia zu verabschieden. Morgen war unser letzter Tag hier in Österreich und ich wollte nicht gehen, ohne Emilia noch einmal leb Wohl gesagt zu haben. Ich weiß, dass ist blöd von mir. Eigentlich sollte ich böse auf sie sein, aber das schaffte ich einfach nicht.

    Genaugenommen war ich das ja auch, aber nur kurz nachdem sie mit mir Schluss gemacht hat. Danach war ich einfach nur noch traurig und wollte sie zurückhaben. Außerdem waren wir ja auch Freunde und Freunde sollten sich voneinander verabschieden, wenn sie sich vielleicht nie wiedersehen.
    Ich hatte mich also auf den Weg gemacht, um Emilia zu finden. An den vielen Menschen vorbei erreichte ich irgendwann das kleine Cafe und öffnete die Tür. Ich stellte mich in die Schlange an und wartete.

    Emilia war auch da. Sie stand hinter der Theke und nahm die Bestellungen entgegen. Sie sah müde aus. Müde, und irgendwie auch traurig………
    War sie das etwa wegen mir?

    -Emilias Sicht-

    Völlig in meine Arbeit vertieft überhörte ich den Ton der Glocke, als die Tür erneut aufschwang und ein neuer Gast das Cafe betrat. Ich bediente weiterhin die anderen Kunden bis plötzlich…..

    „Ein Haselnusskaffe, bitte!“ Ich sah auf und starrte in die wunderschönen großen Augen von V. Mein Herz blieb augenblicklich stehen und ich brachte keinen Ton hervor. Er lächelte etwas schüchtern. „Und wenn das möglich ist, hätte ich auch gerne ein Gespräch unter zwei Augen!“ Er zog mich zur Seite. Ich sah ihn immer noch perplex an.

    „V? Was machst du hier?“ Er kratzte sich verlegen am Hinterkopf. „Ich..ähm……ich……..ich wollte mich…äh……verabschieden!“ Ich schluckte und spürte wieder den stechenden Schmerz in meiner Brust. Musste er das unbedingt jetzt sagen. Ich würde sowieso gleich in Tränen ausbrechen….
    Die anderen Menschen um uns herum sahen uns schon etwas schief von der Seite an. Ich warf einen kontrollierenden Blick in die Menge, ob Kai wohlmöglich irgendwo hier auf mich lauerte.

    Ich wandte mich wieder an V und bemühte mich, ihm noch einmal stark entgegenzutreten. „Gut, dann auf Wiedersehen!“ Ich sagte es kalt. Ganz so, als würde es mir egal sein, dass er geht, doch das war eine Lüge.

    Ich merkte, wie ihn meine Worte trafen und die Hoffnung aus seinen Augen verschwand. Er sah mich gekränkt an und senkte den Kopf. Er schwieg eine Weile, dann gab er mir eine Antwort. „Es war schön dich kennengelernt zu haben!.................Ich werde dich nie vergessen, auch wenn du das vielleicht eines Tages tust!“

    Tränen stiegen mir in die Augen, als V sich abwand und auf dir Tür zuging. Ich wollte etwas sagen, doch meine Stimme versagte.

    Plötzlich schepperte es und V fiel rücklinks zu Boden. Er war mit einem dunkelhaarigen Mädchen und einem kleinen asiatischen Jungen zusammengelaufen. „AU!“, schimpfte das Mädchen und fasste sich an den Kopf, während ihr der Junge wieder auf die Beine half. Als sie aufsah erkannte ich sie noch im selben Moment.

    Es war Sofie und sie hielt mein Glas mit den 24 Gründen fest mit beiden Händen umschlossen.

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    Ich sah sie alle überrascht an. „Was macht ihr denn hier?“ Auch V schien nichts von deren Besuch geahnt zu haben, denn er starrte sie ebenfalls v

    Ich sah sie alle überrascht an. „Was macht ihr denn hier?“ Auch V schien nichts von deren Besuch geahnt zu haben, denn er starrte sie ebenfalls verdattert an.

    Die Leute um uns herum fingen zu gaffen an und es bildete sich eine kleine Menschenansammlung um uns herum. „Ich glaube es ist besser wir besprechen das draußen“, erklärte Jimin schnell und schob uns beide aus dem Cafe.

    Draußen blies mir wieder der Wind um die Ohren und ich schlang meine Hände um meinen Körper, um mich etwas zu wärmen. Instinktiv sah ich zu der Bank hinüber auf der Kai das letzte Mal gesessen hatte und suche die Gegend nach im ab. Ich war mir sicher, dass er hier irgendwo war.

    Bevor sich Jimin und Sofie zu Wort melden konnten schritt ich dazwischen. „Ich sag das jetzt nur noch ein letztes Mal!“ Meine Lippen zitterten vor Kälte und ich spürte, wie sich langsam erneut in Klos in meinem Hals bildete. „Bitte V geh! Geh weg und werde glücklich! Aber ohne mich!“ Sein Blick wanderte verwirrt zwischen mir und seinen Freunden hin und her. „Bitte!“, stieß ich noch einmal hervor und ging langsam zurück. Doch V hielt mich am Handgelenk fest und zog mich sanft zu ihn zurück.

    „Emilia ich will nur noch eines wissen! Weil ich dir nicht glaube, dass du mich nur benutzt hast!“ Ich hielt die Lauft an und wartete auf seine Frage. „Hast du wirklich nie Gefühle für mich gehabt? Warst du nie glücklich, wenn du in meiner Nähe warst und hattes auch dieses wunderschöne Gefühl im Bauch?“
    Ich richtete mich wieder auf und sah, wie Vs Augen feucht wurden und Tränen über seine Wangen kullerten. Ich wollte gerade etwas sagen, a legte jemand von hinten seinen Arm um meine Schulter.

    „Nein hat sie nicht!“, grinste Kai breit und baute sich vor V auf. Er hatte ein siegerisches Lächeln aufgesetzt und genoss es sichtlich in allen Zügen V so leiden zu sehen. Wütend ballte ich die Fäuste, traute mich aber nicht einzugreifen. Zu groß war die Angst, dass er V etwas anhaben konnte. „Und jetzt belästige meine Freundin nicht weiter!“ Noch einmal warf er V einen abschätzigen Blick zu, dann wollte er mich davonziehen.
    „LÜGE!“ rief Jimin und stellte sich ihm in den Weg. „Das ist eine riesengroße Lüge, und das weißt du!“ Ich sah zu V, der nun mit gesenktem Kopf, wie ein geschlagener Hund mitten auf der Straße stand. „Was ist?“, lachte Kai und gab Jimin einen hefigen Stoß, sodass er zu Boden fiel. „Willst du dich etwa mit mir anlegen!“ Jimin rappelte sich wieder auf und rannte zum Marmeladenglas.

    Ohne Kai eine Antwort zu geben griff er hinein und las den ersten Zettel vor:

    1. V, ich liebe dich, weil du mich verstehst, auch ohne mit mir sprechen zu müssen!

    V sah auf und starrte auf den kleinen Zettel, den Jimin in der Hand hatte. Kai schnappte nach Luft, doch bevor er etwas dagegen einwenden konnte, hatte Sofie auch schon den zweiten Zettel geöffnet und las diesen vor.

    2. V, ich liebe dich, weil du mich immer zum Lachen bringst, auch wenn es mir einmal schlecht geht.

    Jimin setzte fort.

    3. V, ich liebe dich, weil du mich auf eine Art und Weise ansiehst, die mein Herz verrückt macht.

    „STOP!“ schrie Kai und rannte auf die beiden zu. „Hört sofort auf zu lesen! Sonst bringe ich euch alle um!“ Er grapschte nach dem Marmeladenglas, doch Jimin rettete es noch im letzten Augenblick. Blitzschnell stellte Sofie ihm ein Bein, als er an ihnen vorbeitaumelte und Kai fiel mit dem Gesicht zu erst in den Schnee.

    V war immer noch völlig neben der Spur, schien aber langsam zu begreifen, was all das bedeutete. Er sah zu mir und schenkte mir einen langen intensiven Blick.
    Als ich sah, wie Kai am Boden lag und Jimin und Sofie mit vereinten Kräften versuchten ihn in Schacht zu halten, lösten sich alle Sticke bei mir und ich rannte los. Ich rannte und rannte so schnell ich konnte und lies mich schluchzend in Vs Arme fallen.

    Alles fiel in diesem Moment von mir ab. Die Angst, der Frust und auch die Hemmung vor meinen wahren Gefühlen. Ich drückte V ganz fest an mich und vergrub mein Gesicht in seiner Schulter. „Tae, es tut mir so leid! V weinte auch und streichelte mir sanft über den Kopf. „Es tut mir so leid, was ich dir angetan habe, aber er hat gedroht dich umzubringen! Ich wollte nicht, dass er dir weh tut! Er war es, der doch angefahren hat, verstehst du? V, sag doch was!“

    Langsam löste er sich von mir und legte beide Hände auf meine Wangen. Lange sah er mir in die verheulten Augen und ich wartete auf eine Antwort. Doch stattessen zog er mich sanft an sich und legte seine Lippen auf meine. Vorsichtig und etwas verunsichert küssten wir uns, doch schon nach einigen Sekunden hatte uns die Leidenschaft gepackt und wir standen eng umschlungen unter dem verschneiten Hausdach.

    24. Dezember


    -Vs Sicht-


    Emilia hatte mir gestern alles erzählt, und erklärt warum sie gezwungen war mich zurückzuweisen. Ich muss sagen, nachdem ich die ganze Geschichte erfahren habe, konnte ich ihr auch gar nicht mehr böse sein. Ganz im Gegenteil, ich verstand sogar, warum sie all das getan hat, denn ich hätte in ihrem Fall selbst so gehandelt.

    Gegen Kai haben wir heute Morgen eine Anzeige eingereicht, wegen Körperverletzung, Stalking und mutwilligem Zerstören von fremdem Eigentum. Momentan sitzt er in Untersuchungshaft und es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis alle Fakten für seine Gerichtsverhandlung zusammengetragen sind, dafür werde ich sorgen.

    Auch die anderen hat es natürlich brennend interessiert was denn nun vorgefallen war und brauchten viele Kekse und mindestens zwei Tassen Kakao, um den Schrecken zu verdauen. Namjoon hat uns außerdem sofort geholfen sämtliche Paragraphen im Gesetzbuch zu finden, um Kai möglichst lange festzuhalten, sodass wir, ohne dass er etwas mitbekam von hier verschwinden konnten. Denn nun war es fix. Emilia kam mit uns mit nach Korea und zog ab sofort bei uns im Apartment ein.

    Wie ich das finde?

    Na, das könnt ich euch bestimmt denken! Natürlich platze ich vor Freunde😊 Endlich hatte ich sie wieder. Meine Emilia.

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    ((bold))-18:00 in Emilias Wohnung-((ebold)) ((unli))Emilias Sicht: ((eunli)) Alle zusammen saßen wir auf der großen Couch und starrten den geschmüc

    -18:00 in Emilias Wohnung-

    Emilias Sicht:

    Alle zusammen saßen wir auf der großen Couch und starrten den geschmückten Weihnachtsbaum an. Im Hintergrund dudelte leise Weihnachtsmusik und der Duft der Weihnachtsgans, die Jin und ich vorher in den Ofen geschoben hatten, breitete sich langsam im ganzen Raum aus.

    Es hatte etwas gedauert, doch mit ein bisschen Mühe und viel Liebe haben wir meine Wohnung in festliches zuhause verwandelt. Jimin und Jungkook haben mir geholfen die Dekorationen anzubringen, während sich V und J-Hope um den Christbaum gekümmert haben und Xenia und Sofie einkaufen gegangen sind. Wir alle waren komplett dem Weihnachtsfieber verfallen und genossen diesen Tag in vollen Zügen.

    Jetzt wo es Abend war und bereits die Kerzen am Christbaum brannten und warme Schatten an die Wand warfen, realisierte ich erst, was in den vergangenen zwei Tagen alles geschehen war. Es war gerade noch mal gut gegangen. Genau so hatte es V formuliert, um mich zu beruhigen. Doch er hatte Recht! Wir sollten das Vergangene ruhen lassen und ab jetzt in die Zukunft sehen. Schließlich begann ab morgen ein komplett neues Leben für mich.

    „Gib‘ mir mal bitte den Teller mit den Zimtsternen“, mampfte Suga zufrieden und schob sich noch schnell das zweite Stück Schokolade in den Mund. Xenia verdrehte die Augen und schob ihm den Teller mit den Apfelstücken vor die Nase. „Genug Süßes für heute! Iss den anderen nicht alles weg!“ Suga grummelte vor sich hin. „Wenn die sich nichts nehmen? Was kann ich dafür?“ Xenia knuffte ihn schnell in die Seite und er verzog das Gesicht.

    Alle mussten lachen. Xenia war wirklich die einzige, die Suga in jeder Lebenssituation unter Kontrolle hatte.

    „Also, morgen geht’s los!“, meinte Namjoon und legte seinen Arm liebevoll um Sofie. „Hast du schon alles gepackt?“, wandte er sich nun an mich nur um sich kurz darauf auch im Raum umzusehen. „Alles fix und fertig. Ich hab‘ die Koffer, das Ticket und all meine Papiere!“ Jimin und J-Hope grinsten breit. „Also sind wir jetzt schon 10?“, stellte Jimin fest. „Wenn wir so weitermachen können wir bald eine eigene Fußballmannschaft eröffnen!“ „Basketballmannschaft!“, verbesserte ihn Suga. „Das kann ich besser. Das macht mehr Sinn!“ „Ja, natürlich“, bestätigte Namjoon schnell und grinste in die Runde.

    „Also, wenn ab jetzt jeder von uns in einem Urlaub seine Freundin kennenlernt, dann sollten wir so bald wie möglich wieder verreisen!“, stellte nun auch Jungkook fest und stibitzte einen Schokoschirm vom Christbaum. „Findet ihr nicht auch?“ „Wie kommt ihr auf das?“, fragte ich verdutzt und wandte mich an V, der sich unter einer Decke an mich gekuschelt hatte. „Naja, Sofie und RM haben sich im Urlaub in Malta verliebt und du und ich hier in Österreich.“ „Und was ist mit Suga?“ „Die haben sich bei uns daheim in Seoul kennen gelernt“, erklärte er schnell. „Und es hat ein bisschen länger gedauert, bis sie sich leiden konnten“, fügte Jimin noch grinsend hinzu und erntete dafür einen vernichtenden Blick von Suga. „Ja genau“, lachte Jimin plötzlich und zeigte auf Sugas zorniges Gesicht. „Genau so hat Xenia ihn am Anfang auch angesehen!“

    Da konnte sich selbst Xenia das Lachen nicht mehr verkneifen und so prusteten wir alle los.

    Plötzlich ertönte das Geräusch der Küchenuhr und Jin sprang wie von der Tarantel gestochen auf. „Ich hole das Essen, setzt euch schon mal an den Tisch!“ „Soll ich die helfen?“, fragte ich und wollte gerade aufstehen. „Nein, nein. Das ist dein letzter Tag hier! Lass dich bedienen und genieß den Abend“, lächelte er und machte sich auf um die Weihnachtsgans aus dem Backrohr zu holen.

    -eine Stunde später-

    Mit vollem Bauch und zufriedenen Gesichtern hatten wir uns zurück auf die Couch gepflanzt und warteten darauf, wer nun als erstes mit der Bescherung begann. Die Jungs und auch Sofie und Xenia hatten für jeden eine Kleinigkeit besorgt und sogar für mich hatten sie sich etwas überlegt.

    „Ich finde Emilia sollte ihre Geschenkte als erstes bekommen“, argumentierte V und hielt dabei bereits ein kleines Päckchen in den Händen. Was da wohl drinnen war. „OK, dann fang ich an!“, lächelte Jin und überreichte mir ein Geschenk mit der Form und dem Gewichts eines Buchs. „Mach auf“, meinte er voller Erwartung. Ich öffnete es und erblickte das Cover eines Gastronomiereiseführers für Seoul. Er war auch Koreanisch und beinhaltete die besten Restaurants und Einkaufsmärkte, um gut Essen zu gehen. „Danke!“; grinste ich und umarmte ihn kurz. „Ich schätze du würdest das alles gerne mit mir gemeinsam abklappen. „Bin ich so offensichtlich“, grinste er und setzte sich wieder auf seinen Platz.

    Nach und nach kam nun jeder meiner neuen Freunde zu mir und überreichte mir ein kleines Geschenk. Von J-Hope bekam ich eine CD mit den besten K-Pop Songs und der Begründung, dass ich mich ab jetzt damit auskennen sollte, schließlich wohnte ich absofort in der Hauptstadt des K-Pop. Jungkook schenkte mir ein Bild, das er von der Wieder Innenstadt gemalt hatte, und es war gar nicht mal so schlecht. Namjoon überreichte mir ein Japanisch-Wörterbuch. Wir hatten bereits darüber gesprochen, dass das wohl die Sprache war, die ich als nächstes lernen wollte.

    Jimin hatte in der Stadt eine Sonnenbrille entdeckt, die im gut gefallen hat. Kurzerhand hat er sich deshalb dazu entschieden mit ebenfalls eine zu schenken. Ich wusste auch warum. Sobald ich dort ankommen würde, musste ich aufpassen wo man mich und vor allem wer mich erkannte. Schließlich durfte nicht bekannt werden, dass ich die Freundin einer der BTS-Mitglieder war.

    Sofie Und Xenia hatten mir jeweils einen Armreif geschenkt, den auch sie sich gekauft hatten. Sie meinten, es sei wichtig in einem Haufen voller Jungs, als Mädchen zusammenzuhalten und die Armreifen sollten ein Symbol für unsere Freundschaft sein.

    „Bin ich jetzt dran?“, fragte V und geduldig und schob Sofie und Xenie etwas zur Seite. Ich musste lächeln. Ich war immer noch so überglücklich ihn wiederzuhaben. „Also“, meinte er stolz und trat hinter mich. „Mach die Augen zu!“ „Warum?“, fragte ich überrascht. „Mach einfach!“, verlangte er und packte etwas aus der kleinen Schachtel aus. Verlegen schloss ich die Augen.

    Ich fühlte, wie etwas kleines kalten auf meinen Hals legte und machte nach kurzem Warten wieder die Augen auf. Ich erblickte eine kleine goldene Kette, in der Form eines Kleeblatts. Sie war wunderschön. Mein Herz klopfte wie wild und ich legte beschützend meine Hand auf den Anhänger. „Danke, V. Sie ist wunderschön“, erklärte ich glücklich und küsste ihn.

    Ein Raunen ging durch den Raum und V und ich lachten, als uns die anderen neugierig von der Seite ansahen. „Sucht euch ein Zimmer“, grinste Suga breit. Doch da zog ihn Xenia auch schon zu sich und drückte ihm ebenfalls einen Kuss auf die Lippen. „Und was ist mir?“, meinte Namjoon etwas beleidigt und warf Sofie einen bettelnden Blick zu. Sie lachte und legte den Kopf schief. „Na komm schon her!“, lächelte sie und legte ihre Lippen auf seine.

    „Jetzt fühl ich mich irgendwie fehl am Platz“, beschwerte sich Jungkook und musterte uns. „Willst du auch geküsst werden“, grinste Jimin frech und wollte sie gerade auf ihn stürzen, als er aufsprang und durch den Raum flitzte. „Nur über meine Leiche“, lachte er und versteckte sich hinter der Couch.
    Es wurde noch ein langer und gemütlicher Abend und wir genossen die Zeit vorm Tannenbaum, bis es schließlich spät wurde und alle noch ein letztes Mal in ihren Hotelzimmern verschwanden.

    „Jetzt sind alle weg“, meinte V und zog mich zu sich ins Bett. „Wollen wir auch schon schlafen gehen?“ Ich sah ihn verdutzt an. „Willst du denn gar nicht dein Geschenk haben?“ „Du meinst das Glas mit den 24. Gründen?“ „Ja!“ „Ich hätte gedacht, das ist kaputt gegangen?“ „Nein“, lächelte ich und zog es hinter meinem Rücken hervor.

    Vorsichtig nahm er mir es ab und begutachtete es von allen Seiten. Gerade wollte er es öffnen, da überlegte er sich es anders. „Ach, weißt du was?“, grinste er und stellte es auf dem Nachtkasten ab. „Ich glaube, ich heb mir die Gründe auf für Momente, wo ich sie brauche.“ „Jetzt brauchst du sie nicht?“, fragte ich verwundert. „Nein, brauche ich nicht“, lächelte er.
    „Ich bin gerade überglücklich, weil ich weiß, dass ich dich liebe und du mich auch. „Da ist es doch egal warum.“ Ich fuhr ihm sanft durch die Haare und zog ihn näher an mich heran. „Das ist allerdings wahr!“

    Glücklich legte er mir die Hand auf die Wange, die sofort zu prickeln begann und glühte. Alles war so, wie ich es mir immer erhofft hatte. Unsere Nasen berührten sich und wir lachten uns beide verliebt an. „Für immer?“, fragte V und sah mir tief in die Augen. „Für immer!“, lächelte ich. Dann legte er seine heißen Lippen auf meine und wir kuschelten uns in die flauschige Bettdecke.

    ENDE




    So, jetzt sind wir am Ende meiner 3. Ff. Ich hoffe es hat euch gefallen und ihr seid mit dem Ende zufrieden. Natürlich geht Sofies und Vs. Geschichte auch noch in den nächsten Teilen weiter, denn ihr wisst ja mittlerweile, dass all meine Geschichten zusammenhängen.

    Danke für eure vielen tollen Kommentare, die ich echt immer gerne lese. Und ich würde mich freuen, wenn ich auch bei meiner nächsten Ff wieder dabei seit.


    Achja, bittet bewertet meine Ff, wer das noch nicht getan hat. Das freut mich immer und man sieht, dass sich die viele Abeit gelohnt hat;D

    Hier noch einmal meine ersten beiden Ffs:

    1. Teil: BTS - Ein unvergesslicher Sommer (Namjoon Ff)

    https://www.testedich.at/quiz56/quiz/1536398506/BTS-Ein-unvergesslicher-Sommer

    2. Teil: BTS - Liebe, das gibt es nicht (Suga Ff)

    https://www.testedich.at/quiz57/quiz/1540481666/BTS-Liebe-das-gibt-es-nicht-Suga-Ff

    LG Fleur0109

Kommentarfunktion ohne das RPG / FF / Quiz

Kommentare (399)

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vor 196 Tagen
Awww die FF ist wirklich gelungen & ich hatte auch ziemlich viel Spaß beim Lesen. Ich könnte mir nichts Besseres vorstellen & meine Etwartungen wurden sogar übertroffen. Würde die Jin FF ein weiterer Teil dieser FF- Reihe sein?
vor 196 Tagen
@Tae

Wahrscheinlich in den Osterferien. Ich bemühe mich, dass ich bis dahin schon einigen Kapitel fertig habe, dann kann ich regelmäßig poste und habe keinen Stress. Aber keine Angst ich melde mich hier auf dieser Seite, sobald es weitergeht. :))
vor 196 Tagen
Wann kommt denn die neue Fanfiktion ?
vor 196 Tagen
@Sue
Ja, das mache ich natürlich.:))

@Blackcat
Dankeschön, freut mich, dass du einen so netten Kommentar hinterlassen hast.:D

@Lucy
Die nächste wird von Jin handeln, weil ich bereits eine Idee habe. Für Jimin muss ich mir erst etwas überlegen:D

@Feyza
Jin<3

@Tae
Wahrscheinlich in den Osterferien. Ich schreibe euch hier auf dieser Seite, wenn es soweit ist:))

LG Fleur0109
vor 198 Tagen
Wenn du angefangen hast kannst du dann die neue ff dann in den Kommentaren verlinken und war wie immer ein super schönes Ende
vor 198 Tagen
Hi!
Ich wollte nur mal sagen (oder schreiben), dass ich dich sehr für deinen Schreibstil bewundere. Ich lese viele ffs. ,aber deine gehören zu meinen Lieblingsstorys. Ich habe vor ca. 3 Monaten angefangen deine Storys zu lesen und fiebere seit dem immer mit (Auch, wenn ich nie Kommentiere 😅). Ich freue mich auf den nächsten Teil!!! Mach weiter so!! 💜🖤
vor 199 Tagen
Bitte schreib die nächste über Jimin
vor 199 Tagen
Über welchen Member wolltest du als nächstes schreiben 🤔😂
vor 199 Tagen
Aha , ooook , "alles klar , Kapitiän !"
vor 199 Tagen
Wann kommt die Jin Fanfiktion ?
vor 200 Tagen
@Vate
Und ich hab geschrieben: „Ja, gerne!“ Du hast ja meine E-Mail und mein Instagram Profil😂☺️
vor 200 Tagen
@Fleur0109
Aha ist gut , aber ich wollte Fragen ob wir beide in Kontakt bleiben ???
vor 200 Tagen
@Vante
Ja können wir gerne;)
Ich schau aber unter all meinen Ffs noch regelmäßig nach, ob neue Kommentare kommen, also könnt ihr ruhig auch hier schreiben, wenn ihr Fragen habt☺️
vor 200 Tagen
@Fleur0109
Neeeiiiiihhhiiiiiiinn nicht aufhören !!! ich finde sie passen alle zusammen du darfst noch nicht aufhören , das verbiete ich dir (AAAHHHEEEEMM)
vor 200 Tagen
@Fleur0109
Und diesmal hast du WIRKLICH fett 'ENDE' geschrieben 😊
vor 200 Tagen
@Fleur0109
Eine Frage , können wir in Kontakt bleiben ??? ( weil du dich ja allerwarscheinlichst hier nicht mehr melden wirst )
vor 200 Tagen
@junkoxchan
Du solltest, wenn du eine Ff erstellt hast eigentlich eine E-Mail bekommen haben in der ein Link dabei ist, um deine Ff weiter zu bearbeiten. Über diesen Link, solltest du eigentlich ein Kapitel hinzufügen können:))

Danke, für deine Idee, aber ich habe bereits den Grundstock meiner Geschichte. Bei Jins Ff wird's wie bei Suga wieder etwas düsterer und krimineller:)

@Jennie
Danke:)) Freu mich, dass es dir gefallen hat:DD

@Vante
Hey, cooler Zufall:DD

@Cassi
Ja, stimmt das habe ich mal vorgehabt, aber ich muss sagen mittlerweile find ich es recht angenehm, dass ich mir mit den ersten Ffs eine kleine Welt aufgebaut habe und ich brauche die unbedingt für meine nächste Ff. Es fühlt sich jetzt irgendwie ein bisschen falsch, an, wenn ich die kleine Familie, die über die letzten Monate entstanden ist einfach ignoriere. Außerdem wer weiß, vielleicht kommt auch irgendwann der erste Nachwuchs ins Boot:DD

LG und einen schönen Abend euch allen:)
Fleur0109
vor 200 Tagen
@Fleur0109

Wie immer super, ich bin froh, dass du deine Ffs immer mit happy ends beendest ❤😂

Mach weiter so 👍👌😅
vor 200 Tagen
Wow... eine Mega tolle FF!!!!!!! 😍 Und ist es Zufall dass ich grad "Sayonara" von Red Velvet gehört hab währen ich das Kapitel gelesen hab? xDD das passt iwie... naja ich freu mich schon auf die nächste FF <3
LG
vor 200 Tagen
Maybe ein Mädchen, dass Jin in was weiß ich.. Russland? kennenlernt, dass in einem Restaurant jobbt und dort von ihren Chef „misshandelt“ wird?
nur so nh Idee...