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BTS - Liebe, das gibt es nicht (Suga Ff)

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58 Kapitel - 46.750 Wörter - Erstellt von: - Aktualisiert am: - Entwickelt am: - 27.339 mal aufgerufen - User-Bewertung: 4.95 von 5.0 - 20 Stimmen- Die Geschichte ist fertiggestellt - 79 Personen gefällt es

Hey ich bin Xenia!
Mein Leben läuft momentan nicht gerade rosig...
Woran das liegt? Fragt meine Eltern...
Liebe ist für mich etwas, dass nicht wirklich existiert, es ist etwas, dass wir Menschen uns vorspielen, doch wenn es darauf ankommt, kümmern wir uns immer um uns selbst.

Das ist meine Einstellung zum Leben und so starte ich jeden Morgen in den Tag hinein.

Bis zu dem Tag, an dem ich einem seltsamen Jungen Mann begegne.....

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    Name: Xenia Frost Alter: 18 Jahre Größe: 1,66 m Augenfarbe: blau-grün mit Sprenkel Haarfarbe: weiß Land: Deutsch-Koreanisch Hobbys: Musik produzie

    Name: Xenia Frost
    Alter: 18 Jahre
    Größe: 1,66 m
    Augenfarbe: blau-grün mit Sprenkel
    Haarfarbe: weiß
    Land: Deutsch-Koreanisch
    Hobbys: Musik produzieren, Musik hören, schlafen, denken, Kampfsport
    Eigenschaften: kalt, abweisend, liebevoll
    Ausbildung: DJ, Musikproduzentin

    Ich lächelte. Zufrieden nahm ich meine Kopfhörer ab und legte sie zur Seite. Stolz betrachtete ich mein Werk, dass ich in den letzten Stunden vollbracht hatte.
    Die Melodie war traurig, aber angespannt und regte zum Tanzen an. Wenn ich morgen ein gutes Publikum haben würde, könnte ich das Lied zum Test bestimmt einmal auflegen.

    Schnell speicherte ich das Lied auf meinem Stick ab und loggte mich aus. Ich sah auf die Uhr. Schon 21:30. Es war Zeit aufzubrechen. In einer Stunde war mein Auftritt in der der Shadow-Bar gleich hier um die Ecke. Sie ist eine der berühmtesten Discos hier in der Gegend und ich hatte lange gebraucht mich in diese Szene hochzuarbeiten.

    Ich bin noch nicht lange DJ, erst seit ca. 2 Jahren. Doch es war schon immer mein Traum selbst Musik zu machen und sie mit anderen zu teilen. Schnell warf ich einen Blick in den Spiegel und bemerkte, dass ich noch immer meine Jogginghose anhatte. Genervt sprang ich auf und wühlte in meinem Kasten nach etwas Brauchbarem zum Anziehen.

    Schließlich wurde ich fündig und kombinierte ein bauchfreies, schwarzes T-shirt zu einer zerrissenen schwarzen Hose. Mit gekonnten Handgriffen band ich mein rotes Bandana neu und sprühte mir ein wenig Parfüm hinter das Ohrläppchen.
    „So, fertig!“, dachte ich und schnappte mir meine Umhängetasche.

    Plötzlich rumpelte es im Wohnzimmer und Gläser klirrten. Ich zuckte zusammen und lauschte. „Verschwinde, verschwinde aus meinem Haus“, hörte ich meinen Vater schreien. Dann klatschte es laut und jemand wimmerte elend um Einhalt. „Mama“, flüsterte ich traurig und setzte mir die Kapuze meiner schwarzen Weste auf.

    Mein Vater schlug uns in letzter Zeit immer öfter. Und das alles wegen diesem verdammten Alkohol….. Mama versuchte deshalb der Wut meines Vaters zu entgehen und lies sich immer seltener bei uns blicken. Ich wusste nicht genau, wo sie in der Zwischenzeit immer war, doch ehrlich gesagt, wollte ich das auch gar nicht wissen…..

    Ich nahm all meinen Mut zusammen und drückte mich zwischen dem Spalt meiner Tür hindurch, auf den Flur hinaus. Auf leisen Sohlen schlich ich mich Richtung Eingangstür und zuckte bei jeder Stelle zusammen, an der der Holzboden ein Knarren von sich gab.

    Plötzlich stand mein Vater, mit wütendem Blick und einer Vodka-Flasche in der Hand, in der Tür zum Wohnzimmer. „Du auch, komm sofort her, dann bekommst du was du verdienst!“ Ich fluchte und rannte los. Rannte so schnell mich meine Beine trugen und stolperte aus unserer Wohnung. Ich hastete die Stiegen herunter und rannte dabei fast die alte Dame aus dem Dritten um. Entschuldigend setzte ich meinen Weg fort und blieb erst stehen, als ich vor der Bar stand.

    Der Nachthimmel war klar und die Sterne funkelten hell. Ein kalter Wind blies mir ins Gesicht und wehte meine weiß-silbernen Haare unter der Kapuze hervor. Die Wahl der Haarfarbe, war einst ein Rebellionsakt gegen meine Eltern, doch mittlerweile war sie zu meinem Markenzeichen geworden. So bekam ich auch meinen Künstlernamen: „Silver fox“.

    Niemand hier kannte meinen Namen. Ich hatte es für die beste Wahl gehalten lieber anonym zu bleiben, so konnte ich jederzeit abtauchen und ein neues Leben beginnen.

    Ich sah auf meine Armbanduhr. Die Bar war schon ziemlich voll für diese Urzeit, das würde heute sicher ein erfolgreicher Abend werden.
    Ich sah mich noch einmal um, atmete tief durch und betrat ich den Laden….

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    Die Musik drang in meinen Kopf und breitete sich schlagartig in meinem ganzen Körper aus. Dumpfe Bässe schallten durch die Bar und vibrierten in mei

    Die Musik drang in meinen Kopf und breitete sich schlagartig in meinem ganzen Körper aus. Dumpfe Bässe schallten durch die Bar und vibrierten in meinem Bauch. Schnell warf ich einen Blick durch den Raum.

    Auf der Tanzfläche lieferten sich die jungen Leute der Koreanischen High Society epische Dancebattles, die meiner Meinung nach echt Brodway reif wären. Dass es hier so viele gute Tänzer gibt, liegt unter anderem daran, dass viele der Gäste aus berühmten K-Pop Bands sind. Sie besuchen gerade diese Bar, um sich von ihrem stressigen Alltag als Star eine Auszeit zu nehmen, weil hier alles anonym von Statten läuft. Hier werden weder Fotos noch Namen oder Filmmaterial an die Medien weitergegeben. Daher hat der Laden seinen Namen: „Shadow Bar“, weil die Stars und Sternchen hier wie Schatten ein und aus gehen können, ohne bemerkt zu werden.

    Aber natürlich können es sich auch die Kinder der neureichen Geschäftsführer aus Seoul leisten hier her zu kommen. Die sitzen aber meist entweder schmachtend und flirtend an der Bar, oder verhandelten in den kleinen schwarzen Sitzecken im VIP Bereich über hochkarätige Geschäfte.

    Als nächstes warf ich einen kurzen Blick hoch zum DJ Pult, wo immer noch mein Kumpel Jackson stand, der nur darauf wartete, dass ich ihn ablöste, um endlich nach Hause zu kommen. Als er mich entdeckte, wies er mit einer gestressten Handbewegung an, endlich nach oben zu kommen. Ich konnte ihn gut verstehen, denn zuhause warteten seine Freundin Mina und seine 1-jährige Tochter Rosie auf ihn. Früher hatte ich seine Schichten, die meist früh am Nachmittag begannen und schon am Abend wieder endeten. Doch als seine Freundin schwanger wurde, bot ich ihm an seine Zeiten zu übernehmen. Das Angebot hat er damals dankend angenommen und seitdem arbeite ich von 22:00 bis 04:00 in der Früh.

    Im Vorbeigehen grüßte ich mit einem flüchtigen „Hi“ So Yung, die gerade die frisch gewaschenen Gläser in den Kasten einräumte und mich freundlich anlächelte. Als ich an den tanzenden Menschen vorbei ging, zog ich mir die Kapuze tiefer ins Gesicht und schlich mit schnellen Schritten die Stiegen hoch.

    „Hey“, begrüßte mich Jackson mit einer freundschaftlichen Umarmung und drückte mir die Kopfhörer in die Hand. „Viel Spaß noch Kleine, ich muss dann los!“ Ich grinste breit. Und schon war er wieder weg. „Gib Rosie einen Kuss von mir“, rief ich ihm noch nach. „Mach ich.“ Er hob zum Abschied seine Hand, schnappte sich seine Tasche und eilte die Stufen nach unten Richtung Ausgang.

    „Na, dann machen wir uns mal ans Werk!“ Ich setzte die Kopfhörer über meine Kapuze und schloss diese an meinem Laptop an. Mit einer routinierten Handbewegung steckte ich meinen USB-Stick in den Laptop und stellte mich ans Mischpult. Ich drückte einige Knöpfe und schon lief der erste Song auf meiner Playlist an.

    Ich bewegte mich im Rhythmus der Musik und hüpfte wie in Trance auf und ab. Das war sie…meine Leidenschaft…die Musik. Ich schloss die Augen und gab mich ihr voll und ganz hin.

    Nach einer Weile öffnete ich die Augen und ließ meinen Blick über die Tanzfläche wandern. Ich machte mir ab und an den Spaß zu erkunden, welche Berühmtheiten hier herumtorkelten. Ich konzentrierte mich auf die tanzenden Menschen und entdecke die Mädchen von TWICE und Red Velvet und die Jungs von Big Bang. Etwas abgelegen erkannte ich GOT7 und……wer war das daneben? Ich kniff die Augen zusammen und fokussierte sieben Gestalten. Das musste wohl BTS sein. Die sah ich das erste Mal hier. Ich kannte sie nicht besonders gut…..war ja schließlich noch nie ein richtiger Fan irgendeiner Band gewesen.

    Was mich interessiert sind nicht die Personen, sondern lediglich deren Musik. Und ich muss sagen, die von BTS gefällt mir wirklich gut.

    Prompt änderte ich die Musik und wählte den Song „DNA“ von BTS. Ich fand es ziemlich lustig die einzelnen Bands dabei zu beobachten, wie sie reagierten, wenn ihr eigener Song gespielt wurde. Ich späte gespannt zu ihnen hinüber und konnte mir ein kleines Grinsen nicht verkneifen, als ich sah mit welchen Moves sie sich zu der Musik bewegten.

    Im nächsten Moment bemerkte ich überrascht, dass nicht alle sieben Mitglieder tanzen. Einer der Jungen -ich denke er hatte ebenfalls weiße Haare- bewegte sich nicht, sondern starrte mich direkt an…..

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    Sugas Sicht: Ich kniff die Augen zusammen. Wer war der DJ der gerade übernommen hatte? Sie war gut! Ich beobachtete fasziniert, wie sie Lieder übere

    Sugas Sicht:

    Ich kniff die Augen zusammen. Wer war der DJ der gerade übernommen hatte? Sie war gut! Ich beobachtete fasziniert, wie sie Lieder übereinander spiele, und sie so abmixte, dass sie einander ergänzten.

    Würde sie nicht eine so zierliche Figur haben, hätte ich wetten können, dass sie ein Junge war. Interessiert musterte ich sie von oben bis unten. Das musste ihr aufgefallen sein, denn nun blieb auch ihr Blick auf mir haften. Als sie mich entdeckte, zog sie sich ihre Kapuze tiefer in Gesicht. Dabei fiel ihr eine silber-weiße Strähne ins Gesicht. Sie glänzte im Licht der Scheinwerfer…

    Nun wusste ich wer sie war.
    Das musste „Silverfox“ sein. Von ihr hatte ich in letzter Zeit so einiges gehört, weil sie DIE DJ Newcommerin aus Seoul ist. Soweit ich wusste, war sie in letzter Zeit ausgebucht….
    „Hey, Erde an Suga!“ Jimin trat vor mich und wedelte dämlich mit seiner kleinen Hand vor meinem Gesicht herum. Ich entriss mich meinem Gedankengang und schnitt ihm eine ebenso dämliche Grimasse. „Darf man denn nicht mal mehr nachdenken?“ Er grinste mich an und legte mir seine Hand auf die Schulter. „Statt immer nur so viel zu denken, könntest du auch mal tanzen. Wir sind hier in einer Bar und nicht in deinem Arbeitszimmer. Ich funkelte ihn neckisch an. „War das eine Herausforderung zu einem Tanzduell?“ Jimin lachte auf. „Das wäre doch überflüssig, wir wissen doch beide, dass ich derjenige bin, der besser tanzen kann.“ Er stubste mich liebevoll in die Seite. Spättisch hob ich eine Augenbraue.
    „Bist du dir da so sicher?“ Kurz verschränkte ich die Arme vor der Brust, dann legte ich los.

    Xenias Sicht:

    Nach kurzem Blickkontakt wendete ich meinen Blick von dem mysteriösen Jungen ab und konzentrierte mich wieder auf die Musik. Doch irgendwie, konnte ich ihn nicht aus dem Kopf bekommen. Ich bemühte mich nicht mehr an ihn zu denken, doch ich schaffte es nicht meine Gedanken abzulenken.

    -zwei Stunden später-

    Ich sah auf die Uhr. So, jetzt hatte ich eine halbe Stunde Pause. Ich warf einen Blick auf die tanzenden Partygäste. Es schien heute wirklich gut zu laufen. Die Stimmung war hier drin schon lange nicht mehr so gut gewesen. Stolz umspielte ein Lächeln meine Lippen und ich setzte meine Kopfhörer ab. Mit einem „Klick“ lief meine Pausenplaylist an und ich machte mich auf den Weg nach unten.

    Klein und beinahe unsichtbar drückte ich mich durch die Menschenmassen. Gezielt steuerte ich auf meine Lieblingsecke an, in der selten viele Menschen standen. Als ich sie erreicht hatte, stelle ich genervt fest, dass sich hier eine Gruppe reicher Jungs eingefunden hatte. Ich verdrehte die Augen, stöhnte auf und wollte mich gerade wieder umdrehen, als jemand meine Hand schnappte und mich zu sich zog.

    „Hallo, Süße, was hat dich denn hier her verschlagen.“ Angewidert rümpfte ich die Nase und wich zurück. Vor mir stand ein etwa 30-jähriger Mann mit fettigen Haaren und einem gruseligen Lächeln. Das Gesicht des Typen, war nur einige Zentimeter von meinem entfernt und sein Atem roch nach Zigaretten und Alkohol. Er hatte eindeutig schon etwas zu viel getrunken….

    „Nichts“, gab ich ihm als Antwort und wollte mich aus seinem Griff befreien. „Ich arbeite hier.“ Doch er gab nicht nach, sondern festigte den Druck an mein Handgelenk.
    „Ach so ist das“, säuselte der Typ und ein breites Grinsen breitete sich in seinem Gesicht aus. „Dann werde ich dich in Zukunft hier noch öfters sehen!“ Genervt versuchte ich ihn durch Worte abzuwimmeln. „Ich werde es nicht noch einmal sagen!“ Ich biss die Zähne aufeinander. „Lass mich los!“ „Wieso? Wir haben uns doch gerade erst kennengelernt!“ Er hob mein Kinn mit seiner Hand und strich langsam über meine Wange. Gänsehaut lief mir über den Rücken…. Ich versuchte erneut mich loszureißen, doch er drückte mich mit einem Ruck an die Wand.

    Mit einem angewiderten Blick drückte ich ihn von mir weg. „Lass mich!“ „Oooch, hast du etwa Angst vor mir?“ Der eklige Typ setzte einen falschen mitleidigen Blick auf und näherte sich mir gefährlich schnell. Ich drückte mich and die Wand und wünschte, sie würde mich verschlucken, doch stattdessen ereilte mich mein größter Albtraum…..

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    Mit einem Mal drückte er seine Lippen auf meine und steckte mir seine Zunge in den Hals. Ich riss die Augen auf und versuchte ihn von mir wegzustoße

    Mit einem Mal drückte er seine Lippen auf meine und steckte mir seine Zunge in den Hals. Ich riss die Augen auf und versuchte ihn von mir wegzustoßen, doch er drückte meine Arme wie Schraubstöcke an die Wand. Tränen der Verzweiflung liefen mir über die Wangen und ich zappelte hilflos hin und her. Es war so ekelhaft. Er hatte Mundgeruch und stank nach Alkohol. Außerdem küsste er auf eine Art, die mich mehr an eine Vergewaltigung, als an einen romantischen Kuss erinnerte.
    Verzweifelt ballte ich die Fäuste……..und biss zu.

    Mit einem Mal schreckte er zurück und fasst sich entgeistert auf seine blutende Unterlippe. „Verdammte Scheiße, was fällt dir ein?“ Nun lachte er nicht mehr, ganz im Gegenteil, er biss die Zähne zusammen und sah mich mit einem verabscheuenden Blick an. Ich spuckte auf den Boden, in der Hoffnung, den ekeligen Geschmack in meinem Mund loszuwerden.
    Mit größter Anstrengung versuchte ich Zittern zu unterdrücken, welches sich langsam in meinen Gliedmaßen ausbreitete und machte einen Schritt auf ihn zu.

    „Das sollte ich dich fragen, was fällt dir ein mich…….“ Doch dazu kam ich gar nicht mehr, denn plötzlich stand der Junge mit den weißen Haaren vor mir und verschränkte emotionslos die Arme vor der Brust.

    Sugas Sicht:

    Ich sah dem Arsch tief in die Augen und bemühte mich nicht mit der Wimper zu zucken. Der hatte mir wirklich meinen Abend hier versaut. Ich musterte ihn kurz. Für mich sah er aus wie ein typisch 30-jähriger, der die Kontrolle über sein Leben verloren hatte, und sich deshalb jeden Abend in Bars volllaufen lässt, und kleine Mädchen begrapscht. Ein schelmisches Lächeln umspielte meine Lippen. „Was ist du Zwerg“, fuhr mich dieser an. „Findest du mich etwa unterhaltsam?“ „Nein“, erwiderte ich kurz. „Bloß bemitleidenswert!“ Er rief rot an und die Pulsader an seiner Stirn pulsierte immer schneller. „Du…..du…..blöder…!“ Jetzt hatte ich ihn wohl aus dem Konzept gebracht.

    Selbstbestätigend grinste ich ihn an und drehte mich um.
    Sie sah mich immer noch überrascht an, doch in ihrem Blick lag noch etwas anderes, etwas Abschätziges. Trotzdem fasste ich sie kurzerhand an ihrem Handgelenk und zog sie zu den anderen, die weiter hinten noch immer zur Musik tanzen. Wäre ich nicht auf dem Weg zur Bar gewesen, hätte ich ihr vermutlich nie zur Hilfe kommen können. Ich war stolz auf mich, wieder einmal eine gute Tat vollbracht zu haben und wartete gerade auf ein „Dankeschön“ ihrerseits, als sie sich plötzlich von meiner Hand losriss und stehen blieb.

    „Sag mal geht’s noch?“, fuhr mich das silberhaarige Mädchen entrüstet an. „Ähhh…bitte?“ Verwundert zog ich die Augenbrauen nach oben. Kein „Danke“, kein „Du bist mein Held, wie kann ich dir das jemals danken?“. Jetzt war ich sprachlos.
    „Ich brauche deine Hilfe nicht“, spie sie mir entgegen. Ihre Lippen bebten und sie hatte ihre kleinen Hände zu Fäusten geballt. „Aber…, ohne mich wärst du ihn doch nie losgeworden!“ „Woher willst du das wissen? Ich wollte ihm gerade meine Meinung sagen, als du mich unterbrochen hast.“ Ihre Kapuze rutschte etwas nach hinten und enthüllte eine kleine Stupsnase und ein rotes Bandana. „Ach komm schon“, meinte ich beschwichtigend und legte ihr eine Hand auf die Schulter. „Du hättest ihn doch nie loswerden können, wenn er handgreiflich geworden wäre.“ „Achja, ist das so?“ Ihre Augen blitzten.

    Mit einem Ruck packte sie meine Hand und verdrehte sie mir hinter dem Rücken. Ich ächzte auf. „Ich sag dir jetzt mal was! Wenn ich was nicht bin, dann ist das hilflos. Ich habe nicht um sonst jahrelang Karate gelernt. Und der Grund warum ich mich nicht gleich befreit habe, war der, dass er mich einfach überrascht hat…..Ich hätte die Situation auch ohne dich in den Griff bekommen.“ Ich schluckte. Dann lies sie mich los.
    Alle Achtung, dieses Mädchen war alles andere wonach sie aussah, das stand fest….

    Xenias Sicht:

    So ein aufgeblasener Mensch. Ich wette er hat das nur gemacht, um die Anerkennung und den Dank von mir zu bekommen. Es ist ja nicht so als wäre es nicht nett von ihm mir zu Hilfe zu kommen, doch ich müsst wissen, wenn ich etwas überhaupt nicht leiden kann, dann ist es das, wenn mich andere Menschen für hilflos oder bemitleidenswert halten. Ich habe in meinem Leben schon so einiges überstanden und das habe ich auch alleine ohne fremde Hilfe geschafft.

    Sein grinsen verschwand. Er wirkte fast ein bisschen enttäuscht.
    Plötzlich kamen sieben Personen auf uns zu und hoben die Hände zur Begrüßung. „Hey, wen haben wir denn da?“ Ein gutaussehender großer Junge grinste mich an und fuhr sich durch seine schwarzen Haare. Dazu stellte sich ein kleinerer Junge mit schönen Lippen, ein weiterer der immerzu tanzte, einer der ebenfalls ein Bandana trug, einer der etwas schüchtern zurückblieb und ein großer junger Mann der ein hübsches Mädchen an der Hand hielt, dass mich irgendwie an Schneewittchen erinnerte…..

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    Ich sagte kein Wort und hoffte, sie würden mich einfach in Ruhe lassen und ich könnte in den Massen verschwinden. Doch alle acht musterten mich inte

    Ich sagte kein Wort und hoffte, sie würden mich einfach in Ruhe lassen und ich könnte in den Massen verschwinden. Doch alle acht musterten mich interessiert. Schnell senkte ich den Kopf, um mit meiner Kapuze mein Gesicht zu bedecken. Das letzte was ich jetzt wollte, war ein angeregtes Gespräch zu führen. Für mich war der Abend sowieso gelaufen…..

    Der Junge kleine Junge mit den schönen Lippen ging in die Knie, sodass er mein Gesicht von unten erkennen konnte. „Warst du nicht der DJ von vorhin?“
    „Na super“, dachte ich. Was hatte ich gesagt……..
    Ich seufzte, hob langsam den Kopf und schob die Kapuze nach hinten. Jetzt war es auch schon egal. „Ja bin ich.“ Ich sah genervt in die Runde. „Du bist ein Mädchen?“, stieß der kleine de noch immer tanzte aus. „Nein, ich bin dein Vater“, scherzte ich und verdrehte die Augen.

    Sofies Sicht:

    Sie sah aus wie eine kleine Elfe mit ihren silbernen Haaren, ihrer kleinen Stupsnase und ihrer zierlichen Figur. Ich musterte sie von oben bis unten. Schwarz war wohl ihre Lieblingsfarbe…
    Irgendwie mochte ich ihre Ausstrahlung. Sie hatte etwas rebellisches, emanzipiertes an sich, das mir sehr gut gefiel. Ich lächelte sie freundlich an.
    „Ach lass dich von den Jungs nicht überrumpeln. Die haben einfach kein Feingefühl“. „Heeee.“ Die Jungs sahen mich protestierend an und ich musste lachen.

    Seitdem wir wieder in Korea sind, bin ich kurzerhand in ihre BTS-Familie aufgenommen worden. So wohne ich bei RM im Zimmer und kümmere mich gemeinsam mit Jin um den Haushalt. Nebenbei besuche ich die Angewandte Kunst Uni in Seoul und gebe Malkurse für Kinder. Ich habe eigentlich alles was ich mir für mein Leben im Moment gewünscht habe, erreicht. Ich warf RM einen verliebten Blick zu und drückte seine Hand. Er erwiderte mein Lächeln und gab mir einen Kuss auf den Kopf.

    Xenias Sicht:

    Das Mädchen, das anscheinend die Freundin des großen jungen Mannes war, schenkte mir einen entschuldigenden Blick. Ich mochte sie auf Anhieb. Sie hatte etwas Einzigartiges an sich. Sie war schön, doch nicht, weil sie sich zurecht gemacht hatte, sondern weil sie es von Natur aus war. Dann streckte sie mir die Hand entgegen und ich ergriff sie nach kurzem Zögern. „Ich bin Sofie und das da ist BTS!“ Ich sah in die Runde und wie auf ein Kommando stellte sich alle sieben vor. Der tanzende Junge heiß anscheinend J-Hope, der kleine mit den schönen Lippen Jimin, der mit dem Bandana V, der schüchterne Jungkook, der hübsche hörte auf den Namen Jin und der Freund von Sofie hieß RM oder Namjoon.

    Schließlich streckte mir auch mein unerwünschter Retter die Hand entgegen und ich ergriff sie mit einem unsicheren Blick. „Ich bin Suga. Ähhm… und es tut mir leid, dass ich mich eingemischt habe, ich habe gedacht du brauchst Hilfe!“ Nun hellte sich mein Gesicht auf. Er schien also doch ganz nett zu sein…. „Ach ist schon OK, ich habe wohl auch etwas überreagiert!“ „Ich bin übrigens Xenia.“

    „So, dann hätten wir das geklärt“, meinte Jimin und steckte seine Hände in die Hosentaschen. „Ich gebe eine Runde aus, wer hat Lust auf einen Drink?“ „Du bist natürlich auch eingeladen“, meinte er und lächelte mich aufmunternd an. „Ähhhm, danke, aber ich muss gleich wieder auf die Bühne. Ich habe nur meine Pausenplaylist laufen gelassen.“ „Och.., das ist schade“, sah mich V mit großen Augen an. Dieser Typ schein eine ziemlich schräge Persönlichkeit zu haben, denn er zog nebenbei die schrägsten Grimassen. Ich musste lächeln. „Viellicht sehen wir uns ja heute noch einmal“, beschwichtigte ich ihn. „Meine Schicht ist schließlich auch bald zu Ende!“ „Dann sehen wir uns nachher?“ Jin zog die Stirn in falten und sah mich fragend an. „Von mir aus!“ Ich bemühte mich einen freundlichen Gesichtsausdruck aufzusetzen und winkte ihnen zum Abschied.

    Sie scheinen alle ganz OK zu sein, aber ich war eigentlich nicht der Mensch der gerne neue Freunde fand. Ich brauche eigentlich nur die Musik um glücklich zu sein……

    Als ich mich von meinen neuen Bekannten entfernte, drehte ich mich noch einmal um und suchte nach Suga. Auch er hatte noch einen Blick über die Schulter geworfen und so trafen sich unsere Blicke….

    Verlegen wandten wir uns ab und ich zog mir meine Kapuze über den Kopf. Dieser Typ war wirklich schräg, doch irgendwie mochte ich ihn……

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    Sugas Sicht: Ich merkte wie ich leicht errötete und wandte mich schnell ab. Ihre Persönlichkeit war außergewöhnlich für ein Mädchen ihres Alters

    Sugas Sicht:
    Ich merkte wie ich leicht errötete und wandte mich schnell ab. Ihre Persönlichkeit war außergewöhnlich für ein Mädchen ihres Alters. Irgendwas hatte sie an sich, dass ich faszinierend fand. „Du magst sie was?“ Sofie grinste mich breit an und stupste mich liebevoll in die Seite. „Stimmt gar nicht.“ Ich schmollte und zog die Unterlippe vor. „Ach, erzähl mir keinen Blödsinn. Ich hab doch bemerkt wie du sie angesehen hast. Du magst sie, weil sie dir widersprochen hat und nicht so naiv und kindlich wie die meisten Mädchen hier ist.“

    Ich grummelte kurz etwas Unverständliches dann setzte ich mich an die Bar. Das war Sofies nervigste Angewohnheit. Sie war gut im analysieren und kannte uns mittlerweile schon besser als wir uns selbst. Ab und an war das echt gruselig….
    Wir bestellten unsere Getränke und unterhielten uns über die verschiedensten Themen. Auch wenn ich Malta sehr schön gefunden hatte, war ich froh wieder in Seoul zu sein. Erst jetzt fühlte ich mich wieder wie zuhause….

    Ich warf einen Blick über die Schulter zur Bühne. Xenia war mittlerweile wieder bei ihrem Pult angekommen und hatte sich die Kopfhörer aufgesetzt. Gerade legte sie ein Lied von Big Bang auf und riss das Publikum so total in ihren Bann. Ich lächelte. Sie sah glücklich aus….

    Xenias Sicht:

    -am Ende meiner Schicht-

    Es war 04:00 Uhr morgens. Viele Gäste waren bereits gegangen. Nicht aber BTS.
    Als ich mich vorsichtig die Stiegen hinuntertastete, standen sie bereits am Ausgang und warteten auf mich. „Wir haben gedacht, du freust dich sicher, wenn wir dich nachhause bringen. Wir wollen ja, dass du sicher zuhause ankommst.“ Namjoon nickte mir freundlich zu und legte den Arm um Sofies Schulter.

    Ich war überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass sie wirklich auf mich warten würden. Mein Blick blieb kurz bei Suga hängen.
    „Also eigentlich wohne ich hier gleich um die Ecke“, erklärte ich entschuldigend. „Ach, macht doch nichts“, meinte Jimin. „Wir bringen dich auch bei einem kurzen Weg nachhause!“
    Ich lächelte verlegen. Das war ich gar nicht gewohnt….Sie waren alle so nett zu mir. Vielleicht hatte ich sie doch falsch eingeschätzt…..

    Ich nahm die Kapuze ab und ließ so meine langen silbernen Haare über die Schultern fallen. „Na dann würde ich mich sehr über eure Gesellschaft freuen“, brachte ich verlegen hervor.
    Ich stockte kurz. Es war schön….dieses Gefühl, dass sich jemand um dich kümmerte….

    „Na dann geh mal vor“, Sofie forderte mich mit einer einladenden Geste auf die Richtung vorzugeben.
    Als wir durch die dunklen, engen, verwinkelten Gassen schlichen, tauchte plötzlich Suga neben mir auf und verwickelte mich in ein kurzes Gespräch.

    „Du bist also schon zwei Jahre lang DJ.“ „Ja, das ist eigentlich noch nicht lange, aber für mich fühlt es sich nach einer halben Ewigkeit an!“ „Dafür bist du schon echt gut“, erklärte er uns sah verlegen auf den Boden. „Ähm…danke.“ Unsicher strich ich mir die Haare aus dem Gesicht und warf einen Blick in den tiefschwarzen Nachthimmel. Schnell wechselte er das Thema, um die beklemmende Stille zwischen uns zu überwinden. „Und hast du Geschwister?“ „Nein, ich bin ein Einzelkind. Ich hab nur Mama und Papa. Und du?“ „Ich auch. Meine Eltern meinten, sie hatten damals schon genug Arbeit mit einem Kind!“ Ich lachte Kurz auf. „Das erinnert mich an meine Eltern als ich noch klein war, das haben sie mir damals auch so erklärt.“ „Sind sie jetzt etwa anders?“, erkundigte sich Suga fragend.

    Ich schwieg kurz. Dann antwortete ich schnell: „Nein, sie sind immer noch so!“ Ich starrte eine Straßenlaterne an. Das war eine gewaltige Lüge, doch das musste er doch nicht wissen. Das ging schließlich niemanden außer mich und meine Eltern etwas an…..

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    Schließlich hatten wir mein zuhause erreicht. „Wir sind da!“ Mit einem flüchtigen Kopfnicken wies ich auf das Wohngebäude links von uns. „Hie

    Schließlich hatten wir mein zuhause erreicht. „Wir sind da!“ Mit einem flüchtigen Kopfnicken wies ich auf das Wohngebäude links von uns. „Hier wohnst du?“ Suga warf einen fragenden Blick nach oben. „Ich weiß, ist nicht gerade eine Luxusgegend hier, aber ich bin’s gewohnt und wenn ich ehrlich bin, brauche ich gar nicht mehr!“ Kurz schwiegen alle.

    Dann ergriff ich erneut das Wort. „Danke fürs herbringen, das war wirklich nett von euch!“ Ich lächelte. Irgendwie fühlte ich mich sicher, wenn sie in meiner Nähe waren. Das war ein komisches Gefühl, weil ich mich eigentlich nie sicher fühlte – nicht einmal bei mir zuhause. Ich machte einen Schritt auf die Eingangstür zu.

    „Es war schön dich kennenzulernen“, meinte Sofie und winkte mir zum Abschied. „Bis bald“, grinste J-Hope. „Wir sehen uns sicherlich bald wieder.“ „Tschüss!“ Auch ich hob die Hand zum Abschied und zog mir meine Kapuze tiefer ins Gesicht. Kurz beobachtete ich noch, wie Suga sich zu den anderen drehte und ihnen folge, dann steckte ich den Schlüssel ins Loch und trat ein.

    Sugas Sicht:

    Ich kickte einen Stein die Straße entlang, als neben mir und Jimin, V auftauchte. „Findet ihr sie nicht auch etwas seltsam?“ Jimin gluckste los. „Wenn du mit seltsam meinst, dass sie die weibliche Version von Suga ist, ja, dann ist sie wohl äußerst seltsam. Aber ich mag sie. Sie ist ehrlich und das schätze ich an Menschen sehr.“ Entrüstet sah ich Jimin und V an. „Sie ist überhaupt nicht wie ich!“ „Ach, gib doch zu was offensichtlich ist. Ihr habt ja sogar dieselbe Haarfarbe!“ Jimin stupste mich neckisch in die Seite und ich boxte ihn verärgert zurück.

    „Aber jetzt mal ehrlich Suga, hat sie sich wirklich bei dir beschwert, weil du sie von dem grauslichen Typen weggezogen hast, und ihr so die Möglichkeit genommen hast, ihm die Meinung zu sagen!“ Ich nickte wortlos. „V, ich muss sagen, das ist mir noch nie passiert. Das Mädchen hat mehr Temperament als ihr zwei zusammen! Ich habe einfach nicht damit gerechnet, dass sie so regiert.“ Ich zuckte mit den Achseln. „Sie ist halt……besonders?“

    „Nein, sie ist wie du, Suga. Du hättest in dem Fall genauso reagiert. Du magst es ja auch nicht, wenn wir dir bei Sachen hilft, die du eigentlich alleine schaffen kannst!“, Jimin legte mir die Hand auf die Schulter und grinste mich breit an. Ich schnaufte auf. „Jetzt hör eidlich auf uns miteinander zu vergleichen, so ähnlich sind wir uns gar nicht!“ Die Nase rümpfend steckte ich die Hände in die Jackentaschen und legte einen Zahn zu, um dem Verhör der beiden entkommen. Als ich sie abgehängt hatte, hörte ich es hinter mir tuscheln und kichern. Ich seufzte und verdrehte genervt die Augen. Diese Kinder…..

    Xenias Sicht:

    Leise schloss ich die Tür zu unserer Wohnung auf und schloss sie mit einem leisen „Klick“ hinter mir. Ich schlüpfte aus den Schuhen und machte mich auf Zehenspitzen in mein Zimmer auf.

    Als ich am Wohnzimmer verbeitapste, hörte ich den Fernseher laufen und meinen Vater laut schnarchen. Erleichtert atmete ich auf. Gott sei Dank, er war eingeschlafen! Das verschaffte mir genug Zeit kurz in die Dusche zu hüpfen. Ich machte einen großen Schritt auf die Nebentür zu und verschwand kaum hörbar im Bad…..

    Nach einer heißen Dusche und gründlichem Zähneputzen, um endlich den grauslichen Geschmack im Mund loszuwerden, schlich ich in mein Zimmer und schmiss mich auf mein Bett. Ich schlüpfte in meinen Pyjama und kuschelte mich in die Decke, die nach meinem Parfüm roch.

    Einige Minuten starrte ich nachdenklich die Wand an, dann musste ich irgendwann eingeschlafen sein….

    -am nächsten Morgen-

    Es klingelte. Ich fuhr hoch und warf einen Blick auf den Wecker. Mist, schon 11:00 Uhr. Ich hatte wirklich lang geschlafen. Schnell schlüpfte ich in meine Hausschuhe und macht mich auf zur Eingangstür. Wer läutete bitte um diese Urzeit bei uns an? Wir bekamen doch nie Besuch.

    „Xenia, mach auf da ist wer an der Tür!“, schrie mein Vater vom Fernseher aus an und nahm einen weiteren Schluck von seinem Bier. Na toll, das fing ja schon gut an. Wenn er so weitermachte, war er diesmal bereits am frühen Nachmittag sturzbesoffen. „Geh schon“, rief ich zurück und schob mich durch Karton uns Dosen, die am Boden lagen auf die Tür zu.
    Wer auch immer das war bekam sicher einen riesen Schreck, wenn er dieses Chaos hier sehen würde.

    Mit einem Ruck öffnete ich die Tür. Ich starrte einen kleinen Mann im mittleren Alter an, der mich freundlich anlächelte. „Guten Tag. Ich bin Kim Yun Lee, der Produzent von BTS. Meine Tochter schickt mich. Ich hätte da ein Angebot für Sie……

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    Mir blieb der Mund offenstehen….. Das war Kim Yun Lee der momentan erfolgreichste Musikproduzent in ganz Korea. Er hatte schon hunderte Auszeichnung

    Mir blieb der Mund offenstehen….. Das war Kim Yun Lee der momentan erfolgreichste Musikproduzent in ganz Korea. Er hatte schon hunderte Auszeichnungen und Preise gewonnen und auch seine Frau war einmal eine berühmte Sängerin gewesen, mit der er viele Hits veröffentlicht hat. Schnell schloss ich ihn wieder und drängte meine Gedankenströme zur Seite, um mich seinem Angebot zu widmen.

    „Sie sind dann wohl Xenia Frost oder auch „Silver Fox“ wie man sie in der DJ-Szene nennt!“ Ich nickte langsam und konzentrierte mich darauf nicht auszurasten. „Also meine Tochter hat mir ein Video von ihrem Auftritt in der Shadow-Bar gezeigt und ich muss sagen ich bin begeistert.“ Er riss die Augen auf und lachte mich warmherzig an. Bei dem Gedanken, dass ich das alles Sofie zu verdanken hatte, könnte ich sie gerade küssen. Innerlich loderte ein Feuerwerk in mir, doch ich schaffte es meine Gefühle im Zaum zu halten und ruhig zu antworten.

    „Das freut mich, aber was genau meinen sie mit „einem Angebot“?“ „Das wird ihnen gefallen, meine Liebe.“ Er machte eine dramatische Pause….. „Ich…., das heißt wir würden uns sehr darüber freuen, wenn du mit BTS gemeinsam ein Mini-Album produzierst!“

    Für einige Sekunden setze mein Herz aus, dann breitete sich ein breites Grinsen in meinem Gesicht aus. „Es wäre mir eine Ehre“, erklärte ich nun mit erwachsener Stimme und hielt ihm feierlich die Hand hin. Er seufzte erleichtert. „Da bin ich aber froh, Sofie und die sieben Jungs werden sich sicherlich über deine Zusage freuen!“ Er schüttelte zufrieden meine Hand und reichte mir seine Telefonnummer. „Alles weitere werde ich ihnen in den nächsten Tagen telefonisch mitteilen“, er reichte mir seine Visitenkarten und verbeugte sich höflich zum Abschied. „Danke Herr Lee wir sehen uns!“ Glücklich winkte ich ihm nach und schloss die Tür hinter ihm.
    Der Tag hatte ja schon mal gut begonnen.

    Sugas Sicht:

    Ich nahm einen weiteren Schluck von meinem Tee und lehnte mich in meinem Schreibtischsessel zurück. Gestern Abend hat Sofie den ganzen Abend mit ihrem Vater telefoniert und versucht ihn zu überreden, „Silver Fox“ um eine Kooperation zu bitten. Die anderen waren völlig ausgeflippt und fanden die Idee super. Vor allem J-Hope, da nun auch die Rede von einem neuen Mini-Album war und er hofft, dass er endlich seinen Solo Song bekommt.

    Ich weiß noch nicht ganz was ich davon halten soll. Ich meine, ich finde Xenia sympathisch, doch ganz ehrlich, ich denke, dass wir nicht die ganze Wahrheit über sie kennen. Irgendwas ist da im Busch und mein Bauch sagt mir, dass sie etwas verbirgt.
    „Hey Suga, wir müssen gleich los. Das Tonstudio wartet nicht.“ RM stand in der Tür und hate bereits seinen Mantel an. Seit er mit Sofie zusammen war, ging es ihm seelisch viel besser. Er hatte, nicht mehr so wie früher Depressionen, oder Angst vorm Versagen, ganz im Gegenteil, er war richtig fröhlich und gut gelaunt. Dafür bin ich Sofie sehr dankbar, weil sich das auf uns alle auswirkt. Es ist zwar ab und zu echt nervig, die beiden Turteltauben ertragen zu müssen. Aber mit diesen Folgeaspekten, kann ich darüber hinwegsehen.

    „Ja, bin schon soweit. Ich ziehe mir nur noch meine Schuhe an!“ Schnell schlupfte ich in meine Boots und setzte mir meine Sonnenbrille auf. „Los geht’s“, er legte mir lächelnd einen Arm um die Schulter. „Die anderen warten schon im Auto!“

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    Sofies Sicht: Ich war den ganzen Tag schon auch 180. Ich konnte es nicht fassen, dass ich tatsächlich gefragt wurde ein Mini-Album gemeinsam mit eine

    Sofies Sicht:

    Ich war den ganzen Tag schon auch 180. Ich konnte es nicht fassen, dass ich tatsächlich gefragt wurde ein Mini-Album gemeinsam mit einer international bekannten Band aufzunehmen. Mein Lebensziel hatte ich damit mir nur 18 Jahren erreicht. Aufgedreht ging ich in meinem Zimmer auf und ab und wartete darauf von BTSs Produzenten angerufen zu werden. Ich konnte es kaum erwarten endlich loszulegen. Gespannt starrte ich das Handy an. Doch nichts passierte. Nach vier Stunden gab ich schließlich auf und ließ mich auf mein Bett fallen.

    Wer weiß, vielleicht ist ihm was dazwischengekommen, versuchte ich mich selbst zu beruhigen und drückte meinen Kuschel Fuchs an mich. Kurz lauschte ich. Papa war anscheinend nicht zuhause, denn sonst würde er schon längst nach mir schreien um ihm etwas zu essen zu bringen. Es war bereits 16:00…. Bald war es soweit und er würde wieder zum Monster werden.

    Ich atmete tief aus und ein. Seitdem mein Vater trank war er kaum wiederzuerkennen. Er schlug mich und Meine Mutter, kümmerte sich nicht mehr um sich selbst, müllte unsere Wohnung zu und dachte nicht mehr daran arbeiten zu gehen. Würde ich nicht genug Geld wegen meins DJ Jobs verdienen, würden wir vermutlich schon längst auf der Straße sitzen.

    Es gab einst eine Zeit in der wir, Mama, Papa und ich, eine glückliche Familie waren. Ich vermisse diese Zeit. Damals dachte ich, die Welt wäre ein schöner Platz ohne Ängste und Gefahren, doch nur ein paar Jahre Später – ich war etwa 14 Jahre alt – wurde ich vom Gegenteil überzeugt. Weil ich eine Freizeit mit arbeiten und Hausarbeit verbrachte, hatte ich auch nie Zeit gehabt mich mit Schulkollegen oder Freunden zu treffen. So hatte ich sie mit der Zeit vergessen und sie mich. Anfangs brach mein Leben deswegen für mich zusammen, doch je älter ich wurde, desto mehr schaffte ich es mit dieser Situation klarzukommen. Schon bald stellte ich fest, dass ich nicht viele Menschen um mich brauchte. Ich hatte gelernt mich selbst zu beschützen und meine Probleme selbst zu lösen. Ich hatte schließlich die Musik, die mir in all meinen Lebenssituationen beistand.

    Manche Bekannten meinten, dass ich immer ruhiger und kälter gegenüber Menschen geworden war, ohne zu wissen, dass das für mich ein Schutzmechanismus war, um nicht verletzt zu werden.

    „Riiiiiiinnggg!“ Meine Handy läutete und ich sprang aus dem Bett. Schnell hob ich ab und drückte das Handy ans Ohr. „Hallo?“ Kurze Stille am andern Ende.

    „Ja, hier ist Kim Yun Lee, ich wollte Ihnen nur mitteilen, dass wir Sie in der nächsten Stunde im Tonstudio erwarten.“ Mein Herz hüpfte vor Freunde. „Ich bin sofort da!“ „Das, freut mich. Ich schickte Ihnen die Adresse per SMS. Dann sehen wir uns gleich, bis dann!“ „Bis gleich!“ Ich legte auf und hüpfte aufgedreht auf und ab. Dabei schnappte ich mit meinen schwarzen Pulli und zog ihn über. Schnell schlüpfte ich in meiner schwarze zerrissene Jeans und band meine Haare in einem hohen Pferdeschwanz zusammen. Ich warf einen kontrollierenden Blick in den Spiegel. Ich war zufrieden mit dem was ich sah. Trotzdem aber, setzte ich mir die Kapuze auf und zog sie tief in mein Gesicht.

    Geschmeidig wie ein schwarzer Panter schnappte ich meine Laptoptasche und meinen Rucksack und verließ die Wohnung.

    Sugas Sicht:

    Alle hatten sich bereits im Tonstudio zusammengefunden und gammelten auf der Couch herum. V war mittlerweile wieder auf Jimin eingeschlafen und auch Jimin döste langsam ein. Sofie und RM hatten sich gemeinsam auf den Rand der Couch gekuschelt und kicherten dämlich herum. Ich verdrehte die Augen. Ich hatte bis jetzt noch nie eine Freundin gehabt, und so konnte ich ihr Pärchengehabe mit bestem Willen nicht immer nachvollziehen. Jungkook saß auf einem Drehstuhl und rollte mit voller Geschwindigkeit auf mich zu. Ich stoppte ihn mit einen Füßen und sah ihn genervt an.

    „Schau nicht so schlecht gelaunt! Freust du dich denn gar nicht auf Xenia?“ „Geht so“, erwiderte ich kalt und wandte mich ab. „Hier koste mal“, Jin drückte mir mit seinen Stäbchen etwas Warmes, Krustiges in den Mund, das mich nach Hähnchen erinnerte. „Und wie schmeckts?“ Gezwungener Weise kaute ich den Brocken und schluckte ihn herunter. „Sehr gut Jin“, log ich. „Du hast dich mal wieder selbst übertroffen!“ Er sah mich entgeistert an. „Das habe ich gerade vorher in dem Laden um die Ecke gekauft!“ Ich hustete los und hätte mich selbst ohrfeigen können.
    Ich sollte in Zukunft erst denken und dann reden. Peinlich berührt wandte ich mich an ihn. „Oh, also das schmeckt so gut, ich hätte wetten können, das hast du gemacht!“ Zufrieden grinste er mich an und wandte sich wieder seinem Essen zu. Schnell spuckte ich das Essen in ein Taschentuch und versenkte es im Mülleimer.

    Plötzlich ging die Tür auf und eine schwarze Gestalt betrat den Raum. Sie blieb kurz stehen und sah einige Sekunden in die Runde. Dann nahm sie die Kapuze ab und mir viel die Kinnlade herunter…..

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    Sie hatte ihre langen silbernen Haare, die bis zu ihrem Becken reichten, zu einem Pferdeschwanz gebunden und zeigte so ihr hübsches Gesicht. Ihre kle

    Sie hatte ihre langen silbernen Haare, die bis zu ihrem Becken reichten, zu einem Pferdeschwanz gebunden und zeigte so ihr hübsches Gesicht. Ihre kleine Stupsnase wurde von winzigen Sommersprossen umrandet. Darüber blitzten mich blau-grüne Augen an, in denen goldene Sprenkel funkelten.
    J-Hope klopfte mir auf den Rücken, sodass ich schnell den Mund schloss. Ich räusperte mich überrumpelt. „Hi“, brachte ich hervor und wendete mich verlegen ab. Sie lächelte mich schüchtern an und ging langsam auf uns zu. „Danke, dass ich da sein darf.“

    „Hallo, Xenia setz dich doch!“ RM erhob sich von der Couch und zog einen Rollsessel zu ihr. Dankend nahm sie die Sitzgelegenheit an und setzte sich.

    Eine beklemmende Stille breitete sich im Raum aus. Niemand wusste recht, über was wir reden sollten. Xenia klappte wortlos ihren Laptop auf und steckte ihn an den Verstärker an. Sie loggte sich mit ihrem Passwort ein und startete ein Musikprogramm. Wir alle beobachteten sie fasziniert. Als sie uns bemerkte zuckte sie zusammen und setzte ihre Kapuze auf. Ich merkte, wie unwohl sie sich fühlte. Mir war, als hätte sie Angst, dass wir sie verletzten könnten. War das vielleicht der Grund dafür, dass sie sich ständig unter ihrer Kapuze versteckte?

    Schließlich brach Sofie das Schweigen. „Jetzt werdet mal ein bisschen locker! Wir sind alle ca. im selben Alter. Schaffen wir es da etwa nicht ein gemeinsames Gesprächsthema zu finden?“ Ich entdeckte ein kaum merkbares Lächeln das Xenias Mundwinkel umspielte. Dabei tat sie immer noch so, als wäre sie sehr vertieft damit, ihr Musikprogramm zu starten.
    „Ich habe eine Idee!“ V, der mittlerweile aufgewacht war, sprang auf und stellte sich in die Mitte des Raumes. „Lasst uns doch gemeinsam singen!“ Ich verdrehte die Augen. Woher dieser Mensch immer die Energie bekam, würde mich echt interessieren. J-Hope, Jungkook und Jimin waren total begeistert. „Ich verbinde mit den Boxen!“ Jin zog sein Handy aus der Hosentasche und holte ein Kabel aus einer Kiste. „Was wollt ihr hören?“ Er scrollte durch seine Playlist und blieb schließlich bei einem Song stehen. „Nein, wartet ich habe schon was gefunden.“ Jin drückte auf das Lied und die ersten Töne erklangen.

    Xenias Sicht:

    Ich bin nicht gerade ein gesprächiger Mensch, so traute ich mich nicht wirklich die anderen anzusprechen. Es war etwas anderes gewesen, als wir uns am Abend in der Shadow-Bar im Dunkeln und im Schein der Straßenlaternen unterhalten hatten.
    Ich fand es nett von RM und Sofie mir helfen zu wollen, indem sie die Stimmung etwas auflockerten. Vs Idee kam mir gerade Recht, denn Musik half mir immer in schwierigen Situationen.
    Ich hörte die ersten Töne aus den Boxen und wusste schon welches Lied Jin gewählt hatte. Es war ihr eigener Song „Not today“.

    Amüsiert beobachtete ich wie Jungkook und J-Hope gemeinsam mit Jin, Jimin und V zur Musik tanzten. Sie waren wirklich gut uns es machte mir Spaß ihnen dabei zuzusehen. Schließlich bleib mein Blick an Suga hängen der immer noch im Schneidersitz in seinem Drehsessel saß. Er war wohl auch eher ein ruhigerer Typ, der wenig Emotionen zeigte. Ich grinste verstohlen. Er hatte einen sehr abwesenden Gesichtsausdruck aufgesetzt und sah echt dämlich aus. Als er mein Lächeln bemerkte beherrschte ich mich und setzte mein Pokerface auf. Misstrauisch kniff der die Augen zusammen.
    Dann hatte ich eine Idee….

    Sugas Sicht:

    Ihre Blicke nervten mich. Einmal sah sie gelangweilt, ein anderes Mal amüsiert in meine Richtung. Ich wurde einfach nicht aus ihrer Mimik schlau. Und das war es vermutlich was mich an ihr störte. Sie war undurchsichtig für mich; ich konnte sie nicht durchschauen.

    Plötzlich schnappte sie sich das Launchpad, das am Schreibtisch stand und schloss es am Laptop an. In derselben Sekunde ertönten dumpfe Bässe. Ich war fassungslos....
    Dieses Mädchen überraschte mich immer wieder…..

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    Xenais Sicht: Ich drehte den Lautstärkenregler nach oben und legte los. Die Boxen vibrierten und die Jungs horchten auf. Kurz mussten sie sich an die

    Xenais Sicht:

    Ich drehte den Lautstärkenregler nach oben und legte los. Die Boxen vibrierten und die Jungs horchten auf. Kurz mussten sie sich an die tiefen Töne gewöhnen, dann begannen ihre Köpfe zum Takt der Musik zu nicken und schließlich bewegte sich ihr ganzer Körper im Einklang des Rhythmus.

    Schließlich remixte ich spontan „Not Today“ mit „DNA“. Das gab ihnen den Rest und nun sprangen auch Sofie und RM auf um mitzutanzen. Auch ich lies die Musik einen Weg in meinen Körper finden und fühlte wie sie in meinem Bauch kribbelte. Nur Suga saß noch immer da und starrte mich an.

    -eine Stunde später-

    Mittlerweile konnte ich mich vor Fragen gar nicht mehr zurückhalten. Jimin und V belagerten mich von allen Seiten und wollte jedes Detail von mir erfahren.
    „Wo bist du in die Schule gegangen?“ „Kannst du auch singen?“ „Wer ist dein Vorbild?“ „Seit wann machst du Musik?“ „Bist du ein ARMY?“ „Kannst du auch Instrumente spielen?“

    Schließlich stand erhob sich jemand in meinem Augenwinkel aus dem Drehstuhl. „Jetzt lasst sie doch mal ausreden! Wenn ihr so weiter macht verkriecht sie sich gleich wieder in ihrem Pulli!“

    Zum einen war ich Suga dankbar dafür, dass er eingriff. Doch er erwähnte meine verletzbarste Stelle. Mein Pulli, indem ich mich immer verkroch, wenn ich Angst hatte. Wie eine Schildkröte und ihren Panzer. Hatte er mich etwa schon so durchschaut? Ich kniff die Augen zusammen und warf ihm einen bösen Blick zu.

    „Keine Sorge, ich kann alle diese Fragen beantworten!“ Ich richtete mich auf und setzte meine Kopfhörer ab. Sie schienen überrascht zu sein, wie selbstsicher ich nun war. Ich konnte es einfach nicht leiden, wenn andere Menschen meinen wunden Punkt entdeckten.

    „Ich bin an eine International-School in Seoul gegangen, nein ich kann nicht singen, definitiv nicht meine Eltern, seit ich 10 bin, nein, ich bin nur Fan von Musik nicht der von Menschen, ja, ich spiele Klavier, Gitarre und Cello!“

    Jetzt war ihnen die Sprache vergangen. Ich grinste.
    „Hey, sie kann ja auch lachen!“ J-Hope boxte mir freundschaftlich gegen die Schulter. Verlegen strich ich mir eine Haarsträhne hinter Ohr. Schließlich fasste ich Mut. „Und was ist mit euch? Wie habt ihr euch kennengelernt? Seit wann wohnst du hier, Sofie?“

    Sofie zog einen Stuhl an mich ran und setzte sich. „Das sind lange Geschichten. Magst du die wirklich hören?“ Ich legte den Kopf in den Nacken und lächelte. „Ich habe Zeit!“

    Sugas Sicht:

    Wir redeten lange. Je länger wir uns unterhielten, desto lockerer und sicherer schien sie sich zu fühlen. Man merkte es an ihrer Körperhaltung, denn sie richtete sich immer gerader auf, sodass sie nun auf Augenhöhe mit uns war. Ihre Augen……. Diese goldenen Sprenkel machten mich verrückt.
    Ich schüttelte meinen Kopf, um meine Gedankten zu verdrängen. „Hast du Lust uns mal zu besuchen?“ J-Hope war total begeistert von Xenia und hatte sich neben ihr auf einen Sessel fallen lassen. „Ähhm“, sie zögerte. „Wenn das für die andren OK ist, dann schau ich gerne mal bei auch vorbei!“ J-Hope, Jimin und V jubelten auf und sprangen wie Flummis im Raum auf und ab. So ein unnötiger Energieverbrauch. Ich verdrehte die Augen.

    „Natürlich, wir freuen uns, wenn du uns besuchen kommst!“ RM lächelte mir zu und drückte Sofie liebevoll an sich.

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    Xenias Sicht: -am nächsten Tag- Gestern ist es spät geworden. Die sieben haben mir erklärt, dass es sieben Songs in ihrem Mini Album gibt, die ich

    Xenias Sicht:

    -am nächsten Tag-

    Gestern ist es spät geworden. Die sieben haben mir erklärt, dass es sieben Songs in ihrem Mini Album gibt, die ich alle featuren darf, wenn ich möchte. Jeder einzelne war eine Solo Nummer, die jeweils von einem Mitglied gesungen wurde. Also musste ich mit jeden der Jungs alleine den jeweiligen Song bearbeiten. Ich war natürlich total begeistert von der Idee und habe mir gleich Notizen gemacht. Als sie das gesehen haben, lachten sie mich aus und erklärten mir, dass sie selbst die Songs erst aufnehmen mussten und das alles noch etwas länger dauern würde. Sie meinten, ich solle mich auf mindestens ein halbes Jahr vorbereiten, indem wir zusammenarbeiten würden.

    Mich störte das nicht, solange ich bezahlt wurde, denn neben meinem Job in der Shadow-Bar hatte ich sowieso keine Beschäftigungen.

    Als wir müde wurden, führten sie mich mit dem Auto nach Hause und wir verabredeten und für den nächsten Tag in einem kleinen Cafe, um die einzelnen Songs zu besprechen.
    Ich war so gespannt und hätte gerne die Titel der Lieder erfahren, doch auf meine Frage hin meinte Jimin, es sei doch viel spannender bis morgen auf die Antwort warten zu müssen.
    Etwas trotzig verabschiedete ich mich und betrat das Stiegenhaus.

    Sugas Sicht:

    Wir waren gerade wieder auf die Autobahn aufgefahren, als die Diskussion begann. „Und wir findet ihr sie?“ V sah uns mit großen Augen an und strahlte in die Runde. „Ich mag sie!“, erklärte J-Hope. „Sie ist wie Suga. Nur ist sie eine höflichere Version von ihm!“ Ich warf J-Hope eine einen finsteren Blick zu und verschränkte die Arme vor der Brust. „Ich finde sie wirkt verängstigt!“, stellte RM fest und sah Sofie mit einem mitleidigen Blick an. „Ja, sie wirkt so klein und unsicher. Dabei hat sie so viele Talente.“ Kurz blieb ihr Blick auf mir hängen. „Suga, du wirkst nicht gerade begeistert von ihrer Zusammenarbeit mit uns. Was stört dich denn?“ „Nichts“, brummte ich und wendete mich ab. „Jetzt sag schon!“, meinte sie und stupste meinen Fuß an. „Ich glaube, sie fühlt sich nicht wohl bei uns. Hab ihr gemerkt, wie sie bei jeder hastigen Bewegung, die wir gemacht haben, zusammengezuckt ist?“
    Die anderen schwiegen kurz. „Ja, das ist mir auch aufgefallen.“ Nun wandte sich auch Jungkook an die anderen.

    Das war untypisch, denn normalerweise brachten ihn neue weibliche Bekanntschaften total aus dem Konzept und ließen ihn schüchtern und leiste werden. „Aber jetzt denk mal nach. Diese Songs werden der totale Hammer. Ich meine, wenn sie so featured wie sie remixed, dann sind uns sieben Hits sicher!“ Er grinste uns breit an.

    „Und du Jin? Du hast noch gar nichts dazu gesagt?“ Er lehnte sich erschöpft zurück. „Ich kann euch erst ein Statement geben, wenn ich weiß wie sie kochen kann.“ Er lächelte Sofie an. „War ja bei dir auch so!“ Wir lachten alle.

    Xenias Sicht:

    Als ich schließlich in meinem Bett lag, konnte ich immer noch nicht fassen, was mir passiert war. Sie waren alle so freundlich zu mir. Würde wir vielleicht sogar…..Freunde werden? Ich gluckste in mich hinein. Dann schwenkten meine Gedanken zu Suga. Er war irgendwie…..anders….irgendwie war mir als würde ich ihn kennen, obwohl ich ihn erst seit zwei Tagen kannte. Von seinen Blicken hatte ich mich durchlöchert gefühlt. Sie waren mich nicht unangenehm gewesen, doch sie machten mich verlegen. Ich musste mich erst daran gewöhnen ohne Kapuze, von Menschen angesehen zu werden.

    Glücklich starrte ich die Decke an und kuschelte mich an meinen Fuchs. Ich war so fertig, dass ich komplett vergaß in meinen Pyjama zu hüpfen und schlief noch mit den Schuhen an den Füßen ein.

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    -einige Tage später- Ich hatte mich in den letzten Tagen öfters mit Sofie und RM getroffen. Die beiden schilderten mir ausführlich ihre Vorstellung

    -einige Tage später-

    Ich hatte mich in den letzten Tagen öfters mit Sofie und RM getroffen. Die beiden schilderten mir ausführlich ihre Vorstellung zu dem Mini-Album und welche Geschichte sie damit erzählen wollten. Dabei machte ich mir viele Notizen und versuchte ihre Vorschläge umzusetzen.

    Mittlerweile verstand ich mich sehr gut mit den beiden. Vor allem mit Sofie. Ich hatte noch nie richtige Freundin gehabt, doch sie kümmerte sich um mich. Und wie ich erfuhr, hatten wir auch so einige gemeinsame Interessen.

    Eigentlich verliefen die letzten Tage immer exakt gleich. Ich stand auf, arbeitete am Song-Konzept, machte meinem Vater Essen, wusch die Wäsche, putzte die Küche und ging wieder schlafen. Die anderen Mitglieder bekam ich in der Zeit nicht zu Gesicht, doch Sofie gab mir ihre Nummern, um immer in Kontakt mit ihnen stehen zu können.

    „Pling!“ Mein Hände läuchtete auf und zeigte eine neue Nachricht an. Mit einer schnellen Handbewegung entsperrte ich mein Handy und öffnete den Chatverlauf:

    RM: Xenia, hättest du heute Abend Zeit die einzelnen Songs mit uns zu besprechen?:)
    Ich: Ja, sicher wann genau?
    RM: Passt es um 18:00?
    Ich: Ist perfekt!:)
    RM: Wir sehen uns dann!
    Ich: Bis nachher😊

    Ich steckte mein Handy wieder in die Hosentasche und hopste glücklich auf und ab. Endlich würde ich die Namen der Lieder erfahren!

    Plötzlich rumpelte etwas in der Küche. Ich schreckte auf. Dann hörte ich jemanden durch den Gang auf mein Zimmer zulaufen. Es klopfte an der Tür. Immer stärker. „Mach sofort die Tür auf und sag mir wo deine Mutter ist!“ Ich stolperte zurück und viel beinahe über mein Ladekabel. Mein Vater brüllte und hämmerte gleichzeitig auf die Tür ein. Schnell stellte ich einen Sessel unter die Türklinke. Gott sei Dank sperrte ich immer ab, wenn ich in meinem Zimmer war……

    Ich war wütend und verängstigt zugleich. Er war so aggressiv, dass ich Angst hatte, dass die Tür gleich aus den Angeln gerissen werden könnte. Meine Knie zitterten und ich hockte mich in meinen Kleiderschrank. Ich konnte dieses Geschrei nicht mehr ertragen. Es tat so weh. Schnell schloss ich die Tür und hielt den Atem im Dunklen an. Ich zog meine Knie nah an den Körper und hielt mir schluchzend die Ohren zu. Was ist bloß aus Papa geworden? Wo ist die Zeit hin, in der er mit mir Filme schaute und in den Zoo ging?

    Heiße Tränen rannen meine Wangen hinunter und ich biss die Zähne zusammen, um nicht aufschreien zu müssen. „Du kleines Stück Dreck, mach sofort die Tür auf!“, brüllte er. Ich kniff die Augen zusammen und legte meine heißen Wagen auf meine Oberschenkel. Mein Körper bebte.
    Dann krachte es und ich hörte Holz splittern. Ich schrie auf und hielt augenblicklich den Atem an. „Wo versteckst du dich schon wieder. Ich finde dich sowieso, du Miststück!“

    Er riss die Schranktür auf und grelles Licht blendete mich. „Du verrätst mir sofort wo deine Mutter ist!“ „Ich weiß es nicht“, schluchzte ich und hielt die Hände schützend über meinen Kopf. „Wie du weißt es nicht? Du wirst wohl wissen wo deine eigene Mutter ist, wenn sie nicht zuhause ist!“ Er packte mich an den Haaren und zog mich mit einem Ruck aus dem Schrank. Ich schrie auf vor Schmerz und lies mich auf die Knie fallen. „Bitte hör auf, ich weiß es wirklich nicht!“ Meine Sicht verschwamm mit den salzigen Tränen, die langsam zu Boden fielen. „Arghh!“ Er schrie auf und warf mich gegen mein Bett. Dabei stieß ich mir meine rechte Wange an einem Bettpfosten und stöhnte auf. Noch einmal trat er mit dem Fuß auf mich ein, dann torkelte er entkräftet aus meinem Zimmer.

    Ich sank zusammen und vergrub mein Gesicht in meinen Händen. Ich hasste mein Leben hier. Ich wollte hier einfach weg…. Und dann ließ ich los und weinte, weinte einfach solange, bis ich keine Tränen mehr übrig hatte….

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    Ich sah auf die Uhr. Schon 17:20. Bald traf ich mich mit BTS in ihrem Apartment. Meine Wange pochte und ich drückte meine zitternde Hand darauf, um s

    Ich sah auf die Uhr. Schon 17:20. Bald traf ich mich mit BTS in ihrem Apartment.

    Meine Wange pochte und ich drückte meine zitternde Hand darauf, um sie zu kühlen. Ich horchte, ob mein Vater in der Nähe war. Nichts, nur ein leises Schnarchen. Ich atmete erleichtert durch richtete mich auf. Schnell warf ich einen Blick in den Spiegel und stellte geschockt fest, dass sich ein großer roter Fleck auf meiner Wange befand. „Mist, das wird ein fetter Bluterguss“, jammerte ich und wischte mir die Tränen aus dem Gesicht.

    Verzweifelt versuchte ich die gerötete Stelle mit etwas Schminke abzudecken, doch man sah trotzdem deutlich die entstandene Schwellung. Schnell warf ich mir meinen Pulli über und lies meine Haare aber offen, um mein Gesicht damit verdecken zu können.
    Schließlich schnappte ich mir meine Sachen und verließ die Wohnung.

    Sugas Sicht:

    Ich sah auf die Uhr. Es war 17:50. Gleich würde Xenia bei uns auftauchen. Die anderen Jungs hatten sich dafür echt ins Zeug gelegt. Sie wollten einen guten Eindruck machen und ihre Gastfreundschaft beweisen. Jin hatte sogar extra für Xenia gekocht. Mir war das alles gleich….

    „Suga, bring doch bitte mal den Müll raus!“ Jin kam auf mich zu und drückte mir den Müllsack in die Hand. Ich grummelte etwas Unverständliches und schnappte mir den Sack. Langsam schlurfte ich nach draußen. Als ich den Abfall gerade in die Tonne warf, öffnete sich hinter mir das Tor und viel wieder ins Schloss. Ich drehte mich um und plötzlich stand ich ihr direkt gegenüber. Ihre großen blau-grünen Augen starrten mich überrascht an und die goldenen Sprenkel glitzerten im Sonnenlicht.

    Nach einigen Sekunden bemerkte ich den roten Fleck auf ihrer Wange, als ob sie jemand geschlagen hätte. Instinktiv legte ich meine Hand auf ihre Wange. Kurz berührten wir uns, doch sie erschrak und wich zurück. „Ähhh….tut mir leid….ich wollte nicht….!“ „Schon OK“, meinte sie schnell und sah schüchtern zu Boden. Wenn ich mich fragt, sah sie sehr verstört und eingeschüchtert aus. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie hatte ich das Bedürfnis se zu umarmen. Sie tat mir einfach leid…..

    „Was ist passiert?“, fragte ich vorsichtig und versuchte ihren Blick zu erfassen. „Nicht so wichtig“, krächzte sie und drückte sich an mir vorbei. Schnell schnappte ich ihr Handgelenk und zog sie zurück. „Jetzt verkauf mich nicht für blöd, ich sehe doch, dass das keine Verletzung ist, die man sich einfach so zuzieht!“ Sie starrte meine Hand an, die ihr Handgelenk fest im Griff hatte. Doch ich ließ sie nicht los, ganz im Gegenteil ich zog sie an mich heran. „Ich sag dir was, du von jemanden geschlagen wurdest, dann solltest du das jemanden erzählen! Ich weiß genau, wie so eine Verletzung aussieht!“ Nun riss sie sich los. „Das geht dich gar nichts an. Was mit meinem Körper passiert ist immer noch meine Sache!“

    So ein Sturkopf! Ich konnte es nicht fassen. Da versuchte man schon ihr zu helfen und sie wies dich einfach ab. Sie ging mit bestimmten Schritten an mir vorbei und läutete an der Haustür. Ich verdrehte die Augen. „Ich könnte dir auch die Tür öffnen?“ „Nein danke, deine Hilfe brauche ich nicht“, war ihre Antwort. Ich kochte innerlich. Seht ihr und das ist der Grund warum ich mich selten in sozialen Situationen bemühe, man bekommt schließlich eh selten das zurück, was man gerne hätte.

    Jimin öffnete die Tür und lachte sie freundlich an. „Xenia, komm doch rein, wir warten schon alle auf dich!“ „Suga, warum stehst du denn da wie bestellt und nicht abgeholt. Komm schon!“ Ich grunzte in mich hinein und ging an den beiden vorbei. Die konnten mich mal….

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    Xenias Sicht: Ihr Apartment war riesig. Ich staunte, als ich die große Eingangshalle sah, in der duftende Blumen drapiert standen. Es roch gut und ü

    Xenias Sicht:

    Ihr Apartment war riesig. Ich staunte, als ich die große Eingangshalle sah, in der duftende Blumen drapiert standen. Es roch gut und überall hingen Fotos der sieben an der Wand. Auf den neusten konnte man sogar eine achte Person, Sofie entdecken, die glücklich in die Kamera strahlte. Jimin führte mich ins Wohnzimmer, das gemütlich in warmen Farben eingerichtet worden war. In einem Kamin knisterte Feuer und es roch nach einer Apfel-Duftkerze. Ich fühlte mich sofort wohl hier. Es war ganz anders als daheim. Man merkte, dass sich jemand darum bemühte hatte ein zuhause zu schaffen.

    „Setzt dich ruhig!“ Er wies mit seiner Hand auf das große braune Sofa und setzte sich selbst darauf. Auch Suga lies sich im Schneidersitz ans Ende der Couch fallen und legte den Kopf in den Nacken. Dabei musterte ich ihn verstohlen von der Seite. Eigentlich war er ein wirklich attraktiver Junger Mann……
    Wenn da nur nicht die Tatsache wäre, dass er so eigensinnig und unempatisch war. Ich biss die Zähne zusammen. Wenn er jetzt allen anderen von dem Ursprung meiner Verletzung erzählte, würde ich ihn eigenhändig um die Ecke bringen. Als sich unsere Blicke trafen, kniff ich die Augen zusammen und blickte ihn trotzig an.

    Schließlich trafen auch alle anderen ein. RM und Sofie begrüßtem mich mit einer liebevollen Umarmung und setzten sich in den großen Couchsessel. V und J-Hope hopsten mit einem „Hi“ um die Ecke und pflanzten sich zwischen mich und Suga, was mir sowieso mehr als lieb war. Jungkook setzte sich an den Wohnzimmertisch auf den Teppich und schenkte mir ein schüchternes Lächeln. Und als auch Jin endlich zu uns stieß, wendete sich RM an mich. Er wollte gerade etwas sagen, als er stutzte. „Xenia, was ist denn mit deiner Wange passiert, das sieht ja echt schmerzhaft aus!“ „Ähmm…ich….ich…!“ „Sie ist gegen die Schranktür gelaufen!“, fiel mir Suga ins Wort. „Als sie’s mir erzählt hat, konnte ich gar nicht fassen wie blind man sein muss, dass einem so etwas passiert!“

    Ich wusste gar nicht was ich sagen sollte. Zum einen hätte ich ihm für diesen Kommentar gerne eine reingehauen, doch zum anderen war ich ihm echt dankbar, dass er mich aus dem Schlamassel befreit hatte. Ich hätte ihm das eigentlich gar nicht zugetraut. Ich schenkte ihm deshalb ein dankbares Lächeln und wandte mich wieder an den Rest. „Ja, es war mitten in der Nacht und ich wollte kein Licht anmachen!“ Dabei lachte ich, um meine Lüge zu überspielen.

    „OK, wenn es nur ein dummer Unfall war, können wir anfangen. Also, der Grund warum du heute hier bist, ist der, dass jeder von uns dir seinen Song vorstellen soll. Wir waren der Meinung, dass du noch vorm Aufnehmen der Lieder dabei sein sollst, um in jeder Entwicklung der Songs beteiligt zu sein!“ Nun wendete sich Sofie an mich. „Du darfst wählen, wer dir als erstes sein Lied vorsingt!“

    Ich grinste breit. „Dann würde ich gerne…….. J-Hopes Song hören!“ Dieser jaulte, sprang auf und gab mir ein High Five. „Gute Wahl, Xenia!“ Er tanzte an mir vorbei und stellte sich so, dass ihn alle gut im Blick hatten.
    Der Grund warum ich ihn gewählt hatte war ganz einfach. Ich mochte diesen verrückten Vogel. Er brachte mich zum Lachen und das schaffte nicht jeder.

    Gespannt stützte ich meinen Kopf auf meiner Hand ab und lächelte ihn an. „Na dann, hau mich um J-Hope!“
    Sein Song hieß: „Last Hope“ und handelte von zwei Menschen dessen letzte Chance glücklich zu werden, es war, einander zu lieben.

    Mir gefiel was ich hörte. Zuerst dachte ich, er schaffe es nicht, genug Emotionen zu vermitteln, weil er „nur“ rappte. Doch als er zu rappen begann, verlor ich mich in einer komplett anderen Welt.

    Als er fertig war standen wir alle auf und applaudierten ihm. Er grinste breit und verbeugte sich übertrieben. Jimin lachte dabei auf und drehte sich zu Jungkook um. Dabei gab er mir einen Schubs und ich stolperte nach vorne. Überrascht schrie ich auf und kniff die Augen zusammen. Doch bevor ich am Boden Wohnzimmertisch aufschlug, fingen mich schlanke Hände ab
    und zogen mich zurück auf die Couch.

    Als ich die Augen öffnete flatternden hunderte Schmetterlinge in meinem Bauch auf…

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    Ich lag auf seiner Brust und starrte direkt in die dunkelbraunen freundlichen Augen. Ich hatte das Gefühl ich würde in seine Seele blicken können.

    Ich lag auf seiner Brust und starrte direkt in die dunkelbraunen freundlichen Augen. Ich hatte das Gefühl ich würde in seine Seele blicken können. Langsam bewegte sich sein Brustkorb, auf der meine Hand lag, auf und ab. Mein Herz klopfte wie wild. Wegen diesem Typ würde ich in den nächsten Tagen noch verrückt werden. Einmal war er ein kompletter Arsch und ein anderes Mal der einfühlsamste Junge, den ich bisher kennengelernt hatte. Ich war es nicht gewohnt einem Mann so nahe zu sein, deshalb lief ich sofort rot an. Auch seine Berührung war mich nicht geheuer. Die letztem Male in denen ich von jemanden berührt wurde, wurde ich geschlagen….

    Beschämt drückte ich mich von Suga weg und richtete mich auf. „Sorry….ich…ich wollte nicht….!“ „Schon gut, ist ja nichts passiert“, antwortete er und kratzte sich ebenfalls verlegen am Hinterkopf. Wir traten instinktiv beide einen Schritt voneinander weg und setzten uns in gegebenen Abstand auf die Couch. Die warfen einander vielsagende Blicke zu.

    „Ähh…also…dein Lied J-Hope, es gefällt mir wirklich gut.“ Langsam bekam ich meine Sprache zurück. „Ich mag, was du mit dem Text aussagen willst. Das ist wirklich eine schöne Botschaft!“ „Danke.“
    J-Hope lächelte. „Mir ist der Text in meinen Songs immer besonders wichtig!“

    Sugas Sicht:

    Ich konnte meinen Blick nicht von ihr abwenden. Ich so nahe zu sein, hatte mich völlig vom Hocker gehauen. Sie wäre eine richtige Schönheit, würde sie sich nicht immer in ihren weiten Pullis verstecken.

    Ich fasste mir an die Stelle, wo mein Herz immer noch wie wild schlug. Sie und J-Hope besprachen gerade die Aussage des Songs näher und legten die Grundstimmung der Musik fest. Dabei saß sie schüchtern auf der Couch und hatte die Ärmel ihres Pullis über die Hände gezogen.

    Als Jimin meinen starren Blick bemerkte, boxte er mir grinsend in die Seite. „Na, da ist wohl jemand sehr von unserem kleinen Star angetan.“

    Ich warf ihm einen tödlichen Blick zu. „Gar nicht wahr!“ Schnell wendete ich mich ab, sodass er nicht das Lächeln sah, welches meine Mundwinkel umspielte.

    -eine Stunde später-

    Xenias Sicht:

    Die anderen wollten mir erst die Titel ihrer Songs verraten, wenn ich mit J-Hopes fertig war. Sie meinten es wäre besser sie hintereinander aufzunehmen. So konnte ich mich immer auf einen konzentrieren und würde nicht verwirrt werden. J-Hope und ich verabredeten uns für morgen um 14:00 Uhr, um den Song aufzunehmen und zu bearbeiten.

    Ich war voller Vorfreude und konnte es kaum noch erwarten. Das war schließlich meine erste Kollaboration mit echten Sängern.

    Im nächsten Moment kam V zu mir und stupste mich vorsichtig am Arm an. „Hey, hättest du Lust, bevor du nachhause gehst, noch einen Film mit uns zu schauen?“ Ich zuckte zusammen. „Wow“, ich lachte verlegen. „Jetzt hast du mich erschreckt! Aber, ja gerne. Welchen wollt‘ ihr den anschauen?“ Jungkook reichte mir drei DVDs. „Du darfst gerne wählen!“ Dankend nahm ich die drei entgegen und warf einen Blick auf die Titel. Da hatten wir: „Skyfall“, „Titanic“ und „Coco“. Als ich den neuen Disney Film sah musste ich kichern. „Was ist denn so lustig?“, wollte Jin wissen und sah mich fragend an. „Den haben sicher V, Jimin und J-Hope ausgesucht. „Woher weißt du das?“ Die sieben staunten. „Reine Intuition“, erklärte ich und legte zwei der drei Filme zur Seite. „Also ich bin für Skyfall! Ich mag Krimis!“ „Oochh!“, V Jimin und J-Hope setzten sich enttäuscht auf die Couch.

    Ich runzelte die Stirn „Wieso habt ihr ihn dann ausgesucht, wenn er euch gar nicht gefällt?“ „Den hat Suga ausgesucht“, grummelte V und drückte einen der Polster an sich.

    Mit meinen Augen suchte ich nach Suga, doch ich konnte ihn nicht entdecken. „Wo ist der eigentich?“

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    „Wahrscheinlich hat er sich in sein Zimmer geschlichen“, erklärte mir RM. „Ja, du musst wissen, er ist nicht gerade der gesellschaftstauglichst

    „Wahrscheinlich hat er sich in sein Zimmer geschlichen“, erklärte mir RM. „Ja, du musst wissen, er ist nicht gerade der gesellschaftstauglichste Mensch!“, grinste nun auch Jin breit und nickte die Stiegen nach oben. „Ist sein Zimmer im ersten Stock?“ Ich musterte den Stiegenaufgang und fragte mich, wie er es wohl geschafft haben mochte, die Stiegen lautlos hinaufzugehen. Schließlich musste er sich direkt an uns vorbeigeschlichen haben.

    „Ja“, wendete sich Jimin an mich. „Er und J-Hope wollten unbedingt oben wohnen, weil es da ruhiger ist. Ich konnte die beiden voll und ganz verstehen. Wenn man mit sieben anderen Menschen im selben Haus lebte, brauchte man auch mal seine Zeit für sich. Auch ich bewege mich eigentlich nie aus meinem Zimmer raus, aber ich denke der Grund dafür hat doch eine etwas andere Ursache.

    Plötzlich sprang V, grinste hinterhältig und schnappte mich am Arm. „Komm mit ich zeig dir sein Zimmer.“ „V, nicht schon wieder, er wird dich umbringen, wenn er aufwacht!“, jammerten RM und Sofie. Die anderen schienen genau zu wissen, was Vs Plan war. Ich aber, hatte null Ahnung und lies mich von ihm mit einem fragenden Blick an Sofie die Stiegen hinaufziehen.

    Als wir vor einer Tür standen, auf der „Private Zone“ stand, legte V grinsend seinen Zeigefinger auf die Lippen. „Pshhht, wir wollen ihn ja nicht wecken!“ Ich sah ihn zweifelnd an, doch er war schon dabei die Tür mit seinem Fuß aufzuschieben.
    Als wir das Zimmer betraten, kam mir der Geruch von frisch gewaschener Wäsche entgegen. Der ganze Raum war fein säuberlich aufgeräumt, vermittelte einem aber doch ein heimisches Gefühl. Links an der Wand stand ein schwarzer Konzertflügel und daneben ein kleines E-Piano. Auf dem Schreibtisch waren sämtliche Geräte aufgebaut, die auch ich gerne hätte, um meine Musik zu produzieren. Als mein Blick ans Ende des Zimmers schwenkte, entdeckte ich Suga, der in seinem Bett eingenickt war. Er sah so friedlich aus…

    „Suga ist wie ein Koala“, erklärte mir V und schnappte sich dabei einen schwarzen Filzstift. „Wenn er nicht genug Schlaf bekommt, ist er nicht lebensfähig.“ Wenn ich‘s mir recht überlege, erinnerte er mich wirklich ein bisschen an einen kuscheligen Koala, wie er da so zusammengekuschelt dalag.
    „Hey träum nicht rum, du verpasst ja das beste!“ V zog mich ins Zimmer und tapste auf leisen Sohlen zu seinem Bett. Mit einem leisen Klicken löste er den Stöpsel vom Stift und machte sich eifrig, und mit einem teuflischen Grinsen, auf Sugas Gesicht zu verzieren.

    Als der Stift Sugas Oberlippe berührte, schnarchte er einmal auf und wälzte sich auf die Seite. V und ich lachten auf und hielten und schnell die Hand vor den Mund, um ihn ja nicht aufzuwecken. Ich mochte V. Er war so aufgeweckt und fröhlich, da war seine Gesellschaft richtig ansteckend.

    Als V sein Werk vollendet hatte, machte er noch schnell ein Foto seines Gemäldes und hopste kichernd mit mir an der Hand aus dem Zimmer. „Das wird ein Spaß, wenn der aufwacht!“ Auch ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Sugas Anblick mit Bart und Monobraue, war einfach zu komisch gewesen.

    „Na, hast du schon genug Blödsinn für heute gemacht!“, fragte Sofie vorwurfsvoll als V unten angekommen war. „Das hab‘ ich doch nie“, erklärte er und zog eine Grimasse. Sofie strich ihm übers Haar und er drückte sie kurz von hinten.
    Die beiden schienen ebenfalls eine ganz besondere Beziehung zu haben, denn sie ergänzten sich förmlich, wenn sie zusammen waren. Ich fragte mich, ob RM da nicht eifersüchtig würde, doch er schien kein Problem damit zu haben. Ganz im Gegenteil, die beiden hatten anscheinend gerade ein Gruppenkuscheln eröffnet, denn nun hatten sich auch alle anderen fest an die beiden geknuddelt. „Komm her“, meinte J-Hope und zog mich an sich ran. „Liebe und Zärtlichkeit lässt man sich doch nicht entgehen.“ Und ehe ich es mich versah wurde ich von allen Seiten mit Liebe überhäuft.

    Zuerst war ich mir nicht sicher, ob mir das gefiel, doch nach einigen Sekunden war ich mir sicher, dass das das schönste war, was ich in den letzten Jahren erlebt hatte. Ich schloss einfach die Augen und wartete ab…………..

    P.S. Ich würde mich freuen, dass ihr, wenn ihr das noch nicht getan habt, meine Ff bewertet und ein "Gefällt mir" dalasst!:)

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    „V, ich bring dich um!“ Wir schreckten auf. Es polterte und ein vor Wut schnaubender Suga hechtete die Treppe herunter. „Du bist so ein…“ V

    „V, ich bring dich um!“
    Wir schreckten auf. Es polterte und ein vor Wut schnaubender Suga hechtete die Treppe herunter.

    „Du bist so ein…“ V quiekte erschrocken, als er Suga sah und rannte kichernd los. Die anderen brachen in schallendes Gelächter aus, als sie Sugas neuen Bart und seine Monobraue entdeckten.

    V und Suga lieferten sich währenddessen eine filmreife Verfolgungsjagd und hechteten durch das gesamte Apartment.
    Einige Zeit beobachtete ich das amüsante Schauspiel, doch irgendwann hatte ich Mitleid mit V. Er schnaufte laut und hielt sich die Seite. Er schein langsam müde zu werden, und ich wollte nicht, dass sein Verfolger ihn in die Hände bekam. Kurz entschlossen stellte ich mich Suga in den Weg. Kurz starrten wir uns einfach an…..Dann lächelte ich, was ihn wohl noch unsicherer zu machen schien. „Der Bart steht dir“, stellte ich nun grinsend fest. Er zog die Stirn in Falten. Es schein so, als wusste er nicht recht, wie er auf ein Kompliment eines Mädchens reagieren sollte. Also keuchte er nur genervt auf und verpasste V eine Kopfnuss, nur um sich wieder nach oben zu begeben und die Farbe abzuwaschen.

    „Danke, du hast mein Leben gerettet“, schnaufte V und viel mir um den Hals. „Du lernst auch nie aus deinen Fehlern“, stelle Jimin fest und verpasste ihm einen liebevollen Klaps auf den Hinterkopf.

    Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Mit gefiel die Tatsache, dass Suga keine freche Antwort parat hatte. Ich dachte kurz nach und warf einen Blick die Stiegen hoch.
    Was er wohl darüber dachte?

    Sugas Sicht:

    Ich wischte mir aufgebracht mit einem Feuchttuch, die schwarze Farbe aus dem Gesicht. „Ughh“. Das war so peinlich, als Xenia mich so gesehen hat! Ich starrte kurz mein Spiegelbild an. „Suga“, sprach ich zu mir selbst. „Was interessiert dich die Meinung dieses Mädchens? Solltest du nicht eigentlich auf V böse sein?“ Ich ließ mich entnervt auf den Klodeckel sinken und verlor mich in meinen Gedanken.
    Wieso hat sie mich so angesehen? Mit diesem Lächeln? Ich wusste gar nicht, was ich darauf sagen sollte. Sie hat mich einfach aus dem Konzept gebracht. Und dann ihre Augen, mit diesen goldenen Sprenkeln…….

    Ich schüttelte den Kopf. Was dachte ich da nur. So ein Unsinn!
    Ich stand auf, um meinem Traum zu entfliehen und warf einen kontrollierenden Blick in den Spiegel. Alles weg! Zufrieden schloss ich die Badezimmertür hinter mir und steuerte auf die Stiegen zu.

    -beim Abendessen-

    RM und Jin hatte Xenia gebeten, doch noch zum Abendessen zu bleiben. Ich war überrascht, denn sie sagte tatsächlich zu. Eigentlich dachte ich, sie wäre kein so großer Freund von Gemeinschaft und sozialem, doch scheinbar fühlte sie sich immer wohler bei uns.

    Auch wenn ich mir das nicht eingestehen wollte, freute ich mich darüber. Irgendwie mochte ich es in ihrer Nähe zu sein. (aber das darf natürlich keiner wissen oder sehen)
    Sie schlürfte gerade die Nudeln aus ihrer Suppe, als sie bemerkte wie mein Blick auf ihr haftete. Kurz hielt sie Blickkontakt, dann wendete sie sich verlegen an J-Hope. „Wo treffen wir uns morgen eigentlich?“ Er lächelte sie freundlich an. „Also wir haben hier im Haus ein eigenes Tonstudio, also wenn das für dich passt, dann hier!“ „Nein, das passt für mich“, erklärte sie freundlich und wendete sich wieder ihrer Suppe zu.
    Mir fiel auf, dass sie schon den ganzen Tag lang, die Kapuze heruntergelassen hatte. Sie hatte nicht einmal Anstalten gemacht, sich vor uns zu verstecken.

    Mein Bauch kribbelte. Das war schön…..

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    J-Hopes Sicht: -am nächsten Morgen- Es klopfte an der Tür. „J-Hope, aufstehen! Es ist schon halb neun!“ Ich grunzte auf und zog mir verschlafen

    J-Hopes Sicht:

    -am nächsten Morgen-

    Es klopfte an der Tür. „J-Hope, aufstehen! Es ist schon halb neun!“ Ich grunzte auf und zog mir verschlafen die Bettdecke über den Kopf. Sofie ging mit schnellen Schritten in mein Zimmer und zog die Jalousien hoch. „Wenn du nicht bald aufstehst, kannst du nicht mehr duschen gehen bevor Xenia kommt. Willst du ihr das antun?““ …..Nein“, brummte ich beleidigt und drückte mein Gesicht in einen weichen Polster hinein. „Komm Schafmütze!“ Sie schnappte die Bettdecke und zog sie mir weg. Ich fröstelte und zog meine Füße an meinen Körper an. „Du kleines Monster, das ist eine grausame Methode mich aus dem Bett zu bekommen!“ Sie grinste mich breit an und öffnete ein Fenster, sodass noch mehr kalte Luft in mein Zimmer strömte. „Ja, das stimmt, aber es ist eine äußerst effiziente!“

    -eine halbe Stunde später-

    Mittlerweile hatte ich heiß geduscht und mir mein ein sauberes T-Shirt übergezogen. Gerade drückte ich etwas Pfefferminz Zahnpasta auf meine Zahnbürste und warf einen kontrollierenden Blick auf die Uhr. 9:25, gleich würde es an der Tür läuten.

    Xenia war meiner Meinung nach, ein seltsames Mädchen, aber ich mochte sie. Ich hatte immer das Bedürfnis sie zum Lachen zu bringen. Außerdem fand ich es richtig amüsant, wenn Xenia Suga sprachlos machte. Die beiden waren zusammen echt unverbesserlich.

    „Ding, dong!“ „Xenia ist da!“, schrie Sofie aus der Küche, wo sie gerade mit Jin das Mittagessen vorbereitete. „Macht bitte jemand auf?“ „Ich geh schon“, rief ich zurück und eilte die Stiegen nach unten!“ Ich flitzte zur Tür und riss sie mit einem Ruck auf.

    Xenias Sicht:

    Er grinste mich mit einem freundlichen Lächeln an. Dieser Mensch war wohl der Sonnenschein in Person. „Morgen“, grüßte ich vorsichtig und nahm meine Kapuze ab. „Komm doch rein!“ Er wies mit einer einladenden Handbewegung in den Flur und ich betrat das Apartment.

    -drei Stunden später-

    Wir saßen im Tonstudio und hatten J-Hopes Song schon einige Male aufgenommen. Mir gefiel das Lied, es wurden, obwohl er nicht sang, so viele Emotionen in diesem Lied verarbeitet. Wenn man es hörte, wurde man in eine komplett andere Welt gezogen. Und auch wenn, dass eigentlich ein trauriges Lied war, lachten J-Hope und ich so viel gemeinsam, dass wir am Ende beide Schluckauf hatten. Es schafften nicht viele Menschen, mich laut zum Lachen zu bringen, doch er war eine der wenigen Ausnahmen.

    Wir beide hielten uns den Bauch und lagen verstreut auf dem Sofa. Er schnitt gerade Grimassen und ahmte die anderen sechs Mitglieder nach. „In meinem nächsten Leben, wäre ich gerne ein Stein, da hätte ich endlich mal meine Ruhe!“, ahmte er Suga mit einem emotionslosen Gesicht nach. Ich gluckste los und lachte in J-Hope Schulter hinein. „Oder warte mal, wer bin ich jetzt?“ Er strich sich mit Händen durch die Haare und setzte sich seine Kappe darüber. Dann kniff er die Augen zusammen und lächelte breit:“ Excuse me!“ Das war eindeutig Jimin. Ich prustete los, wurde aber von meinem Schluckauf unterbrochen. Ich fühlte einen stechendern Schmerz in meiner Brust und hielt kurz die Luft an.
    „Stop, J-Hope, bitte hör auf, ich kann nicht mehr“, kicherte ich und schupste ihn sanft zur Seite.

    Plötzlich schwang die Tür auf und Suga stand, mit den Händen in der Hosentasche, in der Tür. Als er uns beide kichernd auf der Couch vorfand verzog er keine Miene. Doch ich bemerkte, wie er eine Augenbraue fragend anhob und mir tief in die Augen sah. Ich wurde rot und sah, verlegen auf die Uhr. „Jin, sagt es gibt Essen. Ich sollt runterkommen!“ „Wird sind schon auf dem Weg!“, lachte J-Hope, schnappte sich meine Hand und zog mich an Suga vorbei. Dieser beäugte mich interessiert.

    Als ich an ihm vorbei ging, streifte meine Hand kurz die seine und eine Gänsehaut lief mir den Rücken hinunter…..

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    Das Essen war wieder einmal fantastisch. Jin und Sofie hatten innerhalb kürzester Zeit ein Festmahl auf den Tisch gezaubert. Als ich das ganze Essen

    Das Essen war wieder einmal fantastisch. Jin und Sofie hatten innerhalb kürzester Zeit ein Festmahl auf den Tisch gezaubert. Als ich das ganze Essen sah, machte mir direkt Sorgen, ob ich es auch schaffen würde, alles auf einmal zu kosten. Das Angebot reichte von Nudel und Reisgerichten über Meeresfrüchte und Fisch bis zu Salaten und Suppen. Bei dem Anblick lief mir das Wasser im Mund zusammen. „Guten Appetit!“, erklärten alle voller Vorfreude und machten sich über die dampfenden Speisen her.

    Während dem Essen unterhielten wir uns über dies und das, über unsere Erfahrungen in der Musik Branche, über unsere Lieblingsmusiker aber auch über unsere Zukunftspläne. Im Vergleich zu BTS waren meine da recht bescheiden, aber das war ja auch berechtigt. Schließlich sind die Jungs nicht um sonst international bekannt.

    Als alle satt und müde waren, räumten wir gemeinsam ab und stellten die Teller und Schüsseln in den Geschirrspüler. Ich war überrascht wie ordentlich und verantwortungsbewusst BTS sich verhielt, als sie alle ihren Platz säuberten. „Jin, kann ich dir irgendwie helfen?“, fragte ich höflich und rempelte dabei unabsichtlich Jungkook an, der überrascht zur Seite stolperte und von Jin abgefangen wurde. Jin schnaubte genervt auf. „Ja, wenn du mir einen Gefallen machen willst, dann schmeiß doch die anderen sieben da aus der Küche, bitte. Die räumen heute auch nur deswegen das Geschirr weg, weil du da bist. Und wir sind gerade eindeutig zu viele Menschen in der Küche. Das funktioniert so nicht!“

    „Nichts lieber als das“, kommentierte Suga und verdrückte sich noch im selben Augenblick. Ich sah ihm nach, lenkte mich aber durch einen weiteren Teller, der noch abzutrocknen war, ab. Auch die anderen verließen einer nach dem anderen die Küche, bis nur noch Jin und ich übrig waren. Er reichte mir lächelnd eine Schüssel. Ich nahm sie behutsam entgegen und trocknete sie vorsichtig mit dem Geschirrtuch ab. „Wo…..wo hast du so kochen gelernt“, traute ich mich schließlich und sah Jin mit großen Augen an. Er überlegte kurz. „Von meiner Mama, meiner Oma und aus dem Fernsehen!“ Ich zog die Unterlippe vor. „Das hab‘ ich auch, aber ich kann nicht annähernd so gut kochen wie du!“ Er grinste breit und warf mir einen Handkuss zu.

    „Danke, dass das endlich mal jemand in diesem Haus erwähnt, da wurde ja mal Zeit!“ Wir lachten los und stellten das saubere Geschirr zurück in den Schrank. „Du bist gar nicht so übel, wie ich gedacht hätte.“ Jin legte mir eine Hand auf die Schulter. „Du hast ja sogar Humor!“ „Was hättest du denn gedacht, ich bin doch kein Stein“, schmollte ich und verschränkte die Arme vor der Brust. „Nein, bist du Gott sei Dank nicht! Sonst müssten wir dich gemeinsam mit Suga in den Garten legen.“ Ich streckte ihm die Zunge raus. Jin lachte laut los. „Du bist einfach unverbesserlich!“, grinste ich und verlies die Küche.

    Sugas Sicht:

    Müde, Bett, schlafen. Ich gähnte und stieß die Tür mit letzter Kraft mit meinem Fuß auf. Völlig fertig ließ ich mich mit dem Gesicht nach vorne ins Bett fallen und schnaufte erschöpft in meinen Polster. „Apff, mein Leben ist so anstrengend!“ Die anderen lachten mich immer aus, wenn ich meinte, ich würde gerne als Stein wiedergeboren werden. Aber jetzt mal ehrlich, was gäbe es schöneres und vor allem Stress freieres.

    Plötzlich hörte ich ein Geräusch an der Tür. „Na Suga, versinkst du wieder einmal in Selbstmitleid?“ V steckte den Kopf durch die Tür und grinste breit. „Lass mich leiden!“, brummte ich in den Polster und zog mir die Decke über den Kopf. Ich hörte schnelle Schritte, dann sprang jemand auf meinen Rücken und kuschelte sich an mich. „Kuschelzeit!“ „Lass mich!“, jammerte ich und versuchte ihn abzuwerfen. Doch die kleine Nervensäge lies nicht locker. „V, du bist so anstrengend!“ „Stimmt“, kicherte er. „Und du zu faul, um dich zu wehren!“ Ich schnaufte. „Stimmt!“ Dann brachen wir beide in Gelächter aus.

    21
    Xenias Sicht: Ich schlenderte durch das Apartment und bewunderte die vielen Trophäen, die an der Wand standen. Daneben hingen Fotos von den sieben au

    Xenias Sicht:

    Ich schlenderte durch das Apartment und bewunderte die vielen Trophäen, die an der Wand standen. Daneben hingen Fotos von den sieben auf den roten Teppichen der Welt. Sie sahen schon echt gut aus. Meine Augen wanderten über die einzelnen Bilder und prägten sich diese genaustens ein. Schließlich legte ich nachdenklich den Kopf schief, als mein Blick auf Suga hängen blieb. Ich hatte ihn seitdem ich hier war noch nicht oft lachen gesehen, doch auch diesen Fotos sah er so glücklich aus….. Ich denke, es sind die Musik und seine Freunde, die er im Leben braucht, um lachen zu können.

    Ich setzte meine Erkundungstour fort. Vorbei and einem kleinen Tisch mit duftenden Blumen und einer großen blau-weißen Vase erreichte ich eine Tür, die ich bereits kannte. Sugas Zimmer. Das Schild auf dem „Private Zone“ stand, sprang mir erneut sofort ins Gesicht. Ich lauschte. Mir war, als hörte ich leise Klaviermusik aus dem Zimmer. Vorsichtig lehnte ich mich an die Tür und folgte der Melodie mit meinen Gedanken. Sie war in Moll. Doch dann stutze ich. Er wechselte einfach im Stück Moll- und Dur-Tonleitern ab. Ich zog die Augenbraun anerkennend nach oben. Das war gar nicht so einfach. Er musste ein richtig gutes musikalisches Gehör haben. Ich schloss die Augen und verlor mich in der Musik. Mir gefiel das Lied….

    Plötzlich rumpelte es hinter mir. Ich riss herum und konnte im letzten Moment gerade noch die blau-weiße Vase abfangen, die beinahe von dem Tisch gefallen wäre. Ich muss wohl mit meinem Fuß am Tischbein angekommen sein. Erleichtert stellte ich das schöne Dekorationsstück zurück an seinen Platz.
    Im nächsten Moment verstummte die schöne Klaviermusik. Ich stockte und hielt die Luft an. Hatte er mich etwa gehört? Aishh, wie peinlich! Schnell setzte ich meine Kapuze auf und wollte mich gerade wieder verdrücken, als die Tür hinter mir mit einem Klacken aufsprang.

    „Bevor du unser Haus zerlegst, solltest du vielleicht reinkommen“, meinte er ohne die kleinste Regung an Emotion in seinem Gesicht. „Ach, ich will nicht stören“, stotterte ich und versteckte mich im Schatten meiner Kapuze. Er atmete einmal tief durch. „Das war keine Frage Xenia, das war eine Aufforderung!“ Überrumpelt, von seinem plötzlichen Durchsetzungsvermögen starrte ich ihn einfach an. Nach einiger Zeit reichte es ihm anscheinend, denn er schnappte mich am Arm und zog mich in Zimmer. „Hey….ich…!“ Doch er ignorierte meinen Wiederstand und platzierte mich auf dem zweiten Klavierhocker.

    Er setzte sich neben mich ans Klavier. „Das letzte Mal, als sich hier her ein Mädchen verirrt hat, habe ich ein unerwartetes Talent entdeckt“, erklärte er und platzierte seine Finger auf den weißen Tasten. Kurz sagte niemand etwas. „Und wer war das Mädchen?“, brachte ich zögernd hervor.“…..Sofie“, antwortete er und nun entdeckte ich ein kleines Lächeln in seinem Gesicht.

    „Also, zeig was du kannst!“ Er deutete mit einem auffordernden Kopfnicken auf die Tastatur. Mir ging das alles etwas zu schnell. Trotzdem platzierte ich meine Finger langsam auf dem weißen, kalten Lack. „Was der kann, kann ich schon lange“, dachte ich. Eigentlich wollte ich mich auch bei ihm rächen. Ich war noch nie so schüchtern gewesen, wie in den letzten Tagen. Irgendetwas an ihm machte mich unruhig.

    Endlich schaffte ich es einen selbstbewussten Blick aufsetzten. Dann ließ ich die Finger über die Tasten tanzen. Auf und ab, schwarz und weiß. Ich wechselte in eine andere Dur-Tonart und wieder zurück. Es war einfach improvisiert. So konnte ich das spielen, was ich im Moment spürte. Es war meine Art mich auszudrücken. Mit Worten fiel mir das nie ganz einfach, aber mit Musik, mit Musik war das etwas ganz anderes…….

    Sugas Sicht:

    Ich konnte meinen Blick nicht von ihr wenden. Sie war nicht so wie Sofie damals, sie hatte etwas Unglückliches, Verzweifeltes, aber auch Selbstsicheres, Ausgeglichenes an sich. Es war als würde sie in einer komplett anderen Welt verloren gehen. Sie hatte während dem Spiel ihre Augen geschlossen, so vielen mir ihre unglaublich dunklen und langen Wimpern auf. „So ein hübsches Mädchen“, dachte ich. „Ob ihr das wohl schon einmal jemand gesagt hat?“

    Sie spielte eine Melodie, die sämtlich Gefühle wiederspiegelte. Zornige, traurige, fröhliche, aber auch nachdenkliche. Ich war wie in Trance.

    Langsam, ganz langsam streckte ich meine Hand nach ihrer Kapuze aus, die immer noch ein Teil ihres Gesichtes verbarg. Ich streifte sie zurück und offenbarte so ihre langen, weiß-silbernen Haare. Sie funkelten ihm Sonnenschein. Mein Herz klopfte plötzlich wie wild. Ich hasste das. Immer, wenn das passierte machte ich Dinge, die ich im Nachhinein bereute. Ich streckte meine Hand erneut zu ihr aus und strich ihr vorsichtig eine Haarsträhne hinters Ohr.

    Im nächsten Moment stoppte die Musik und ihre Finger erstarrten. Sie riss ihre Augen auf und zuckte zurück, doch ich hielt ihren Nacken fest und hinderte sie dadurch, sich abzuwenden. Ihre großen blau-grünen Augen sahen mich erschrocken an.

    Behutsam kam ich näher, bis unsere beiden Gesichter nur noch einige Zentimeter von einander entfernt waren……

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    Xenias Sicht: „Sag bloß du hast Angst?“ Er sah mir tief in die Augen, dachte aber nicht daran seinen Griff zu lockern. Mein Mund war staubtrocken

    Xenias Sicht:

    „Sag bloß du hast Angst?“ Er sah mir tief in die Augen, dachte aber nicht daran seinen Griff zu lockern. Mein Mund war staubtrocken. Ich schluckte. „Ähh…ich…ich….warum sollte ich Angst vor dir haben?“ „Naja, jedes Mal, wenn dich jemand berührt, zuckst du zusammen, oder versteckst dich unter deiner Kapuze. Warum machst du das?“

    Mir blieb die Spucke weg. Er hatte mich doch tatsächlich durchschaut. „Würde ich es nicht besser wissen, würde ich sagen, du hast Angst davor, dass jemand dich schlagen könnte.“ Ich biss mir auf die Unterlippe. Jetzt bloß nichts Falsches sagen. Ich lachte verlegen. „Aber nein, wie kommst du denn darauf? Ich bin einfach kein Mensch, der so gerne in körperlichen Kontakt mit anderen tritt!“ Verlegen sah ich zu Boden und starrte auf meine schwarzen Boots.

    Suga packte mich noch etwas fester und zog mich so nah an ihn ran, dass ich nun seinen Atem spüren konnte. „Lüg mich nicht an, ich weiß genau wie blaue Flecken aussehen, wenn man geschlagen wurde.“ Dabei strich er vorsichtig über meinen Bluterguss auf der Wange. „Wer war das“ Ich schwieg. „Verdammt Xenia, wer hat dich geschlagen?“ Er sah mich wütend an und als ich wieder aufsah, erschrak ich wie böse er gucken konnte. Er machte mir beinahe Angst. „Ich lass dich erst wieder los, wenn du mir sagst, wer das war! Ich rang mit mir selbst.

    Misstrauisch kniff ich die Augen zusammen. „Also gut, ich sag‘s dir, wenn du mir erzählst, warum du normale blaue Flecken von meinem blauen Fleck unterscheiden kannst!“ Kurz überlegte er, dann nickte er mir zu. Ich atmete tief durch und er ließ endlich locker.

    „Na, dann leg mal los! Ich bin gespannt!“ Ich strich mir die Haare aus dem Gesicht und setzte mich aufrechter hin…..Und so erzählte ich, ich erzählte ihm alles. Von meinem Vater der immer trankt, meiner Mutter, die nie zuhause war und von meinem Traum, einfach weg von zuhause zu kommen. Während ich sprach hörte er einfach nur zu. Er stellte keine Zwischenfragen, gab auch nicht seine Meinung zu dem Thema ab, oder unterbrach mich in meinen Erzählungen. Nein, er saß einfach nur da und passte auf.

    Sugas Sicht:
    Als sie fertig war, seufzte sie einmal laut auf und mir war, als wäre ihr hätte ihr jemand die Last von den Schultern genommen. „Geht’s jetzt besser?“, fragte ich und legte ihr vorsichtig, um sie nicht zu erschrecken, die Hand auf die Schulter. „Ja“, seufzte sie und ich bemerkte wie sie unter Anstrengung die Tränen zurückhielt.

    Sie hatte echt Pech in ihrem Leben gehabt und trotzdem war sie zu einem richtig starken Mädchen herangewachsen. Sie hatte bestimmt schon einiges aushalten müssen. Sowohl körperlich, als auch mental. „Xenia, ich kann dich voll und ganz verstehen!“ Sie sah überrascht auf. „Achja, wie das?“ „Meine Eltern leben geschieden und ich habe seit ich sechs bin einen Stiefvater! Zu Beginn war es ja noch ganz schön mit ihm. Doch als er Stress mit der Arbeit bekam, begann er seinen Frust an mir und meiner Mutter auszulassen.“

    Sie setzte einen mitfühlenden Gesichtsausdruck auf. „Das mussten wir einige Jahre über uns ergehen lassen. Doch als ich 15 wurde, wehrte ich mich das erste Mal gegen meinen Stiefvater. Ich schlug ihn damals krankenhausreif. Im Nachhinein bin ich nicht stolz darauf, doch hätte ich das nicht gemacht, wäre unser Fall nie vor Gericht gekommen und sie hätten nie nachgeforscht, weil wir überall blaue Flecken hatten…“ Sie sah mich traurig an. „Den Mut hätte ich gerne“, erklärte sie und zog die Nase hoch. Ich reichte ihr ein Taschentuch.

    „Danke“, lächelt sie traurig und putzte sich die Nase. „Du musst dich dagegen wehren“, erklärte ich bestimmend. Sie sah mich entgeistert an. „Das kann ich nicht! Wenn ich das mache, zerstöre ich unsere Familie.“ „Xenia, das was du Familie nennst, ist schon seit langem keine mehr. Das muss dir endlich klar werden.“

    Entrüstet sprang sie vom Hocker. „Das ist immer noch meine Entscheidung, was für mich Familie ist, und was nicht!“ Sie ballte die Fäuste und ehe ich es versah, war sie aus dem Zimmer gestürzt. Ich wollte ihr noch hinterherrufen, dass das nicht so gemeint war, doch da war sie schon die Stiegen nach unten gelaufen……

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    Xenias Sicht: -wieder zuhause- Ich lag auf meinem Bett und streckte alle Viere von mir. „Was dachte sich der Kerl nur dabei, sich in meine Angelegen

    Xenias Sicht:

    -wieder zuhause-

    Ich lag auf meinem Bett und streckte alle Viere von mir. „Was dachte sich der Kerl nur dabei, sich in meine Angelegenheiten einzumischen?“ Genervt blies ich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht.

    Der Wind heulte draußen und ich hörte wie Regentropfen an mein Fenster klopften. In meinen Gedanken reiste ich zurück zu dem Moment, als Suga mich fest im Griff hatte. Mein Herz klopfte und ich sah sein Gesicht vor meinem geistigen Auge. Diese warmen braunen Augen und sein Lächeln, dass nur so selten in seinem Gesicht zu entdecken war. Ich biss mir auf die Lippen. Dann kiekste ich auf und drückte mir ein Kissen vors Gesicht. Hatte ich mich etwa……verliebt?

    -mitten in der Nacht-

    Es rumpelte und ich fuhr erschrocken aus meinen Träumen hoch. Instinktiv versteckte ich mich unter meinem Bett, da ich mir sicher war, dass Papa diesmal zuerst im Kasten nachsehen würde. Mein Herz raste und ich drückte mich unter meine Matratze. Ich hörte Schritte und hielt die Luft an.
    Es krachte. Die Tür sprang auf und mein Vater stampfte wutentbrannt ins Zimmer.

    „Du kleines Miststück. Was denkst du dir dabei, den ganzen Tag nicht nachhause zu kommen. Glaubst du etwa das Essen macht sich von selbst?“ „Scheiße“, dachte ich. „Darauf hatte ich komplett vergessen! Ich war den ganzen Tag bei BTS gewesen und haben komplett auf meinen Vater vergessen!“ Er rülpste laut und eine Flasche zersprang am Boden. „Kommt sofort raus!“ Vor Schreck zuckte ich zusammen und stieß mir dabei meinen Kopf am Bett. „Autsch!“ Augenblicklich hielt ich mir die Hand vor den Mund und hielt die Luft an. Hatte er mich etwa gehört?

    Plötzlich griff eine Hand nach mir und packte mich unsanft am Arm. Er zog mich gewaltsam unter dem Bett hervor. Er riss mich an den Haaren nach oben und fluchte etwas Unverständliches. Kurz dachte ich, er würde von mit ablassen, doch plötzlich brüllte er auf und schlug mit der Faust in mein Gesicht. Ich stöhnte auf und ging zu Boden. Mir wurde heiß und etwas Warmes rann über mein Kinn und tropfte zu Boden.
    Augenblicklich wurde mir schwindelig und schwarz vor Augen, dann verlor ich das Bewusstsein.

    Sugas Sicht:

    -am nächsten Tag-

    Ich pflanzte mich auf die Couch und legte die Füße auf den Wohnzimmertisch. J-Hope warf mir grinsend eine Konsole zu. „Lust auf eine Runde Mario Cart?“ Ich lächelte teuflisch:“ Du hast keine Chance gegen mich!“ „Das werden wir ja sehen.“ J-Hope nahm sich ebenfalls eine Konsole und kuschelte sich zufrieden in den Wohnzimmersessel.

    „Dürfen wir mitspielen?“ V und Jimin bogen um die Ecke und setzten sich neben mich auf die Couch. „Klar, aber beeilt euch, wir wollen anfangen!“

    Wir fuhren einige Rennen und ich gewann jedes Spiel, bis schließlich Jungkook dazu kam. Ab diesem Zeitpunkt, verlor ich jedes Mal gegen ihn. Er war einfach unschlagbar in Computerspielen. Verärgert legte ich die Konsole zur Seite. „Ich geh schlafen“, brummte ich und stand auf. „Du bist ein schlechter Verlierer“, ärgerte mich Jimin und kniff mich in die Seite. Trotzig streckte ich ihm die Zunge raus und wollte gerade in mein Zimmer gehen, als es an der Tür klopfte.

    „Ich geh schon!“ Genervt schlurfte ich zur Tür und schloss auf.
    Bei dem was ich dann sah, verging mir Hören und Sehen…….

    24
    Xenias Sicht: Mein Schädel brummte und meine Lippe wollte einfach nicht aufhören zu bluten. Zitternd hielt ich mir ein Taschentuch an die blutende W

    Xenias Sicht:

    Mein Schädel brummte und meine Lippe wollte einfach nicht aufhören zu bluten. Zitternd hielt ich mir ein Taschentuch an die blutende Wunde und wartete.

    -eine Stunde zuvor-

    Als ich aufgewachte, fand ich mein Zimmer verwüstet vor. Es war das reinste Chaos. Scherben eines Blumentopfes langen am Boden, Kleidung war wahllos aus meinem Kasten geworfen worden und das Foto von mir und meiner Mutter lag zersplittert am Boden. Mein Sparschwein war zerschlagen und all meine Ersparnisse, um von hier wegzukommen waren verschwunden. So wie mein Vater.

    Ich war noch immer nicht ganz bei Sinnen und so stolperte ich durch die Wohnung. Blut tropfte mir von der Lippe und malte ein rotes Muster auf den Boden. Ich leckte mir über die Lippe und kostete von der dickflüssigen Masse. Ich sah mich um. Mein Schädel pochte wie verrückt und ich versuchte meine Gedanken zu ordnen. Eigentlich wollte ich mich am liebsten im Bett verkriechen und einfach losheulen. Doch dafür hatte ich jetzt keine Zeit. Es reichte mir. Ich musste von hier weg. Sonst würde er mich eines Tages noch umbringen……

    Also schnappte ich mir eine große Tasche und stopfte das nötigste hinein. Zum Schluss steckte ich meinen Laptop ab, auf dem all meine Dateien gespeichert waren, und verließ die Wohnung. Ich humpelte los. Schneller immer schneller. Einfach weg von diesem schrecklichen Ort, den ich zuhause nannte. Ich wusste nicht einmal wohin……

    Ich eilte benommen durch kleine Gassen und große Einkaufsstraßen, vorbei an Wohnhäusern und Bürogebäuden. Die Leute, an denen ich vorbei ging, glotzen ich an. Zwei Mädchen tuschelten sogar, als sie, auf ihren hohen Stöckelschuhen, an mir vorbeitänzelten. Ich fühlte mich unwohl und setzte meine Kapuze auf. Ich hatte das Gefühl ich würde Ewigkeiten laufen, ohne ein Ziel vor Augen zu haben. Ich weiß nicht wie, aber irgendwie hatte mich mein Unterbewusstsein zu einem Gebäude geleitet, das mir mehr als nur bekannt war. – das Apartment von BTS –

    Als ich davorstand, zögerte ich anzuklopfen. Ich hatte meine Faust bereits auf das dunkle Holz gelegt, doch mein Kopf riet mir, einfach umzudrehen. Es war mir peinlich. Würden sie mir aufmachen, würden sie sich um mich kümmern, mich versorgen. Das würde mich in die Position einer Abhängigen bringen, und das war das Letzte was ich wollte. Hilfe annehmen, das fällt mir verdammt schwer.

    Gerade wandte ich mich wieder von der Tür ab, als mich ein erneuter Schwindelanfall überkam. Ich stützte mich ab, lehnte meinen Kopf an die Wand und wartete darauf, dass ich wieder zu mir kam.

    Doch nix da, es wurde einfach nicht besser. Ich stöhnte erschöpft auf. Mit letzter Kraft klopfte ich an die Tür.

    Sugas Sicht:

    Erschrocken schrie ich auf, als ich ihr Gesicht sah. Ein fettes blaues Auge, ein Bluterguss auf der Wange und eine aufgeplatzte Lippe. Sie stütze sich and der Wand ab und versuchte die Blutung mit einem Taschentuch zu stillen. Xenia keuchte erschöpft. Schnell ging ich zu ihr und legte ihren Arm um meine Schulter, um sie nach drinnen auf die Couch zu legen.

    Sie musste mir gar nicht erst sagen, was geschehen war. Ich musste sie nur ansehen, und wusste genau was passiert war. Ich kochte innerlich. Dieser Arsch. Wie konnte man seiner eigenen Tochter so etwas antun.

    Ich stütze sie und geleitete sie behutsam ins Wohnzimmer. Sie schein etwas abwesend zu sein, denn sie hatte die Augen geschlossen und atmete schwer.

    Als wir fast bei der Couch angekommen waren, öffnete sie ihre Augen und sah mich verzweifelt an. Ich sah wie sie sich mit Tränen füllten, die langsam über ihre roten Backen kullerten. „Lass mich“, schluchzte sie. „Ich kann das alleine! Ich brauche deine Hilfe nicht!“ „So ein Sturkopf“, dachte ich genervt und packte sie nur noch fester. Verzweifelt versuchte sie sich von mir wegzudrücken, doch ich lies sie nicht los. Sie ächzte laut und zog die Nase hoch. Ihr ganzer Körper zitterte. „Suga, geh weg. Ich kann das! Bitte, lass mich los!“, weinte sie nun und schlug mit geballten Fäusten auf meine Brust ein.

    Ich wusste nicht was ich sagen sollte. So zog ich sie einfach an mich und umarmte sie…..

    Sie war etwas kleiner als ich und war viel dünner als man unter ihren weiten Klamotten vermuten würde.

    Für kurze Zeit wehrte sie sich und boxte mir in die Seite, doch irgendwann schienen sie ihre Kräfte zu verlassen. Beruhigend strich ich ihr über die Haare. „Shhhht, wir finden schon eine Lösung!“ Noch einmal schluchzte sie auf, dann wurde es still und wir beiden standen da, ineinander verschlugen in der großen Eingangshalle und warteten…….

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    Plötzlich lugte Jimin, der immer noch neben den anderen auf der Couch saß, um die Ecke und sah uns überrascht an. „Xenia, was ist den passiert?

    Plötzlich lugte Jimin, der immer noch neben den anderen auf der Couch saß, um die Ecke und sah uns überrascht an. „Xenia, was ist den passiert?“ „Xenia ist hier?“ J-Hope sprang von dem Sofa und kam um die Ecke auf uns zu. Er legte ihr besorgt eine Hand auf den Rücken. Nun waren auch all die andern da. Sofie, RM und Jin, sowie Jimin, Jungkook und V. Sie standen mit sorgenvoller Miene um uns herum und spekulierten über die Geschehnisse.

    Ich warf ihnen einen warnenden Blick zu. Xenia löste sich langsam von mir. Ihre Augen waren komplett verheult und eine Haarsträhne klebte ihr auf der Stirn. Ich wollte ihr gerade den Arm reichen, um sie den restlichen Weg bis zur Couch zu stützen, als J-Hope sie hochnahm und behutsam auf der weichen Sitzgelegenheit platzierte. Sofort setzten sich J-Hope, V und Jimin neben sie und sahen sie mitfühlend an. Ich wurde fast ein bisschen eifersüchtig. Schließlich war ich es der sie getröstet hatte. Jungkook reichte ihr ein Taschentuch und wischte sich die Tränen ab.

    Ein bisschen trotzig lehnte ich mich an die Tür und beobachtete alles aus dem gegebenen Abstand. Unter größter Anstrengung, nicht wieder in Tränen auszubrechen, erzählte sie schließlich all das, was sie auch mir schon am Tag zuvor genaustens geschildert hatte. In den Gesichtern der anderen spiegelte sich blankes Entsetzen wieder, als sie von den Taten von ihrem Vater erfuhren.

    Als sie schließlich fertig war, holte Sofie ein Glas Wasser aus der Küche und reichte es ihr. „Da, trink erst mal was, das wird dir guttun.“ Dankend nahm sie das Wasser an und stürzte es mit einem Mal herunter. Nun schien es ihr ein bisschen besser zu gehen, denn es kam wieder Leben in ihre blau-grünen Augen. Ihre Augen…die waren einfach……Sie starrte mich an, sagte aber kein Wort.
    Ich drehte mich um und ging……

    -Xenias Sicht-

    Mein ganzer Körper tat weh. Ich fühlte mich so erschöpft und ausgelaugt. „Wenn du möchtest, kannst du gleich duschen gehen. Dann kannst du dir das ganze Blut abwaschen!“ Sofie lächelte mich aus traurigen Augen an und strich mir vorsichtig über den Kopf. „Ich helfe dir gern. Du musst nur sagen, wenn du meine Hilfe brauchst!“ Mir wurde plötzlich ganz warm. Sorgte sie sich etwa um mich? Dieses Gefühl von Wärme und Geborgenheit hatte ich schon ewig nicht mehr.

    Ich schüttelte den Kopf. „Nein, das schaffe ich schon alleine!“ Verlegen sah ich zu Boden. Da bemerkte ich, dass jemand im Türrahmen lehnte. Ich sah und starrte in die schönen Augen von Suga. Mein Herz wummerte wie wild, es stach beinahe. Als er meinen Blick bemerkte, machte er am Absatz kehrt und ging einfach weg. Ich war enttäuscht. Ich hatte mich ihm komplett geöffnet und er war so offen zu mir gewesen. Ich habe noch nie einen Jungen so umarmt, wie ich ihn umarmt hatte. Ich fühlte einen Klos in meinem Hals sitzen.
    Es war für mich, als würde die nächste Person, die mir nahe war, einfach aus meinen Leben verschwinden und mich im Stich lassen.

    Ich wollte gerade aufstehen, als mich RM zurück auf die Couch drückte. „Warte noch, blieb solange hier sitzen. Sofie und ich lassen dir ein Bad ein.“ „Ähhh….danke, das ist aber wirklich nicht…..!“ „Keine Wiederrede“, meinte er. „Du bist unser Gast und wir möchten, dass du dich bei uns wohlfühlst!“ Die beiden standen auf und gingen nach oben. „Ich macht dir was leckeres zum Essen!“, freute sich Jin und lächelte mich aufmunternd an.

    Bevor ich wiedersprechen konnte, war er bereits in der Küche und klapperte mit den Töpfen herum. J-Hope sah fragend in die Runde: „V, Jungkook, Jimin, helft ihr mir das Gästezimmer vorzubereiten? Dann kann Xenia heute bei uns schlafen!“ „Sicher“, stimmten diese im Chor zu. Und ehe ich es mich versehen hatte, saß ich alleine im Wohnzimmer und starrte auf den großen Fernseher an der Wand.

    Plötzlich hörte ich Schritte. War es J-Hope, der beschlossen hatte mich doch nicht alleine hier sitzen zu lassen? Ich horchte.
    Diese schlurfenden Schritte kannte ich doch……

    Suga stand vor mir. In der Hand hielt er einen kleinen Erste-Hilfekasten. „Darf ich“, fragte er vorsichtig und öffnete den kleinen Koffer. Überrascht wegen seines unterwarteten Auftretens nickte ich. Er nahm ein Wattestäbchen und Desinfektionsmittel zur Hand und tupfte mit großer Behutsamkeit meine Wunde ab. Dabei waren wir uns ganz nahe. Ich musterte ihn und studierte sein Gesicht genau. Bis ein stechender Schmerz mich zusammenfahren lies „Autsch“, jammerte ich und legte meine Finger auf die Lippe. „Nicht draufgreifen“, erklärte er und zog meine Hand zu sich.

    Er ließ sie aber nicht los. Zärtlich umfasste er meine Hand. Dabei vergaß ich komplett den Schmerz, der mich in der letzten Stunde so ermüdet hatte.

    Mein Bauch kribbelte und es fühlte sich so an, als würden Schmetterlinge in meinem Bauch auf tanzen.

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    „So, fertig!“ Er lehnte sich zurück und sah mich lange an. Ich war mir nicht sicher, was er mir mit seinem Blick sagen wollte. Dann räusperte er

    „So, fertig!“ Er lehnte sich zurück und sah mich lange an. Ich war mir nicht sicher, was er mir mit seinem Blick sagen wollte. Dann räusperte er sich. „Ähmmm….ich geh dann mal, die Sachen zurückbringen.“ Zaghaft ließ er meine Hand los und stand auf. Als er sich abwandte, stotterte ich schnell: „Hey, Suga!“ „Ja?“ Er drehte sich um und legte fragend den Kopf schief. „Danke“, lächelte ich und schenkte ihm einen liebevollen Blick.

    Sugas Sicht:

    Mein Herz machte einen Satz. Das war das erste Mal, dass sie mich anlächelte. Von meiner Freude übermannt grinste ich zurück. Das machte ich nur sehr selten. Doch bei ihr konnte ich einfach nicht anders. Als sie mein Lächeln entdeckte, wurde ich plötzlich verlegen. Schnell setzte ich meinen Weg fort und verschwand hinter der Wand.

    Mein Herz pochte wie verrückt. Ihre Hand zu halten hatte mich völlig aus dem Konzept gebracht. Eigentlich wusste ich gar nicht mehr, was da über mich gekommen war. Schnell konzentrierte ich mich wieder und räumte den Erste-Hilfekasten zurück in den Badezimmerschrank.

    Xenias Sicht:

    „Du kannst hochkommen! Das Bad ist fertig!“ Sofie kam um die Ecke und trug ein Handtuch und ein paar Kleidungsstücke über dem Arm. „Ich hab‘ dir ein paar von meinen Sachen mitgebracht, dann kannst du deine erst mal in die Wäsche geben.“ „Sofie?“ Ja?“ „Das alles ist so nett von euch, danke!“ Sie lächelte. „Komm jetzt. Sonst wird das Wasser kalt!“

    -eine halbe Stunde später-

    Ich schloss die Augen und tauchte in das heiße Wasser ein. Wärme durchströmte meinen ganzen Körper. Ich lauschte dem Rauschen des Wasserstrahls, der in die Wanne floss. Ich fühlte mich so sicher und geborgen wie schon lange nicht mehr. Als ich wieder auftauchte, schnappte ich nach Luft und zog den angenehmen Geruch den Kräuterbads in mich auf. Sofie hatte mit Badesalz in die Wanne getan, das roch so gut! Ich legte meinen Kopf an den Wannenrand und atmete den Wasserdampf ein. Ob Suga wohl schon wieder in seinem Zimmer war?

    Verzweifelt versuchte ich ihn aus meinem Kopf zu verbannen, doch es klappte nicht. Er hatte sich in meinen Kopf geschlichen und würde da so schnell nicht mehr rauskommen.

    Schließlich reichte es mir. Ich versuchte an etwas anderes zu denken und stieg deshalb aus der Badewanne. Vorsichtig trocknete ich meine Wunden ab und warf einen Blick in den Spiegel. Ich war wirklich dünn geworden in der letzten Zeit.
    Schnell zog ich mir die Kleidung über, die mir Sofie geborgt hatte. Es waren ein weinrotes Kleid, eine blaue Jeansjacke und eine schwarze Strumpfhose. Das war überhaupt nicht mein Stil, doch als ich mich im Spiegel betrachtete, gefiel mir, was ich sah. Ich wirkte richtig elegant, ohne meinen weiten schwarzen Pulli.

    Zum Schluss band ich meine Haare zu einem wilden Dutt zusammen und zog einzelne Strähnen heraus, um von dem braven Kleid abzulenken und etwas mehr nach mir selbst auszusehen. Ich war zufrieden.

    Sugas Sicht:

    „Xenias Zimmer ist fertig. Wo ist sie denn?“ V und Jimin kamen auf mich zu und hielten die gewechselte Bettwäsche im Arm. „Ich glaube, die ist noch in der Badewanne“, meinte ich und wollte gerade nach oben in mein Zimmer gehen, als jemand die Stiegen herunterkam.

    Mir blieb die Luft weg. War das überhaupt dieselbe Person, die ich vorher in den Armen gehalten hatte? Ihre Haare glänzten silbern und der Stoff des roten Kleides schmiegte sich an ihre zierliche Figur. Ihre Augen waren dezent geschminkt und eine silberne Kette schmückte ihren Hals. Sie war einfach atemberaubend schön……

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    „Wow, Xenia“, staunte Jimin. „Du sieht echt……wunderschön aus.“ V reichte ihr die Hand und geleitete sie die Stiegen hinter. „Stimmts, S

    „Wow, Xenia“, staunte Jimin. „Du sieht echt……wunderschön aus.“ V reichte ihr die Hand und geleitete sie die Stiegen hinter. „Stimmts, Suga? Sie ist verdammt hübsch, oder?“ Sie sah mich aus großen Augen an. „Ja,…..das ist sie!“, murmelte ich verlegen und kratzte mich am Hinterkopf.

    Nun kamen auch all die andern und stauten über Xenias Makeover. „Deine Wunden sehen auch schon wieder besser aus“, stellte J-Hope fest und strich ihr behutsam übers Haar. „Du hast mir echt Angst gemacht. Wie du vorhin so gezittert hast!“ Sie legte ihm dankend eine Hand auf die Schulter. „Keine Sorge, ich bin hart im Nehmen!“ J-Hope grinste. „Das weiß ich doch.“

    Ich beneidete ihn ein weinig. Er und Xenia konnten immer über alles reden. Wir alle wussten, dass sie sich sehr gut verstanden und mittlerweile gute Freunde geworden waren. Andererseits war ich froh, dass es J-Hope war. Er konnte sie immerhin zum Lachen bringen, und das war etwas, dass sie unbedingt öfter machen musste. Sie war schließlich andauernd so ernst, weil sie eigentlich nicht viel zu lachen hatte in ihrem Leben.

    „Hey, was haltet ihr davon einen kleinen Ausflug in den Freizeitpark zu machen“, wollte Jungkook wissen. „Ich glaube nämlich Xenia könnte ein bisschen Spaß gut vertragen!“ Ich sah Xenia von der Seite an und merkte wie ihre Augen bei dem Wort „Freizeitpark“ aufleuchteten. „Ich lade euch ein!“, stieß ich schnell hervor. Die anderen sahen mich entgeistert an. „Du lädst uns ein?“, grinste Jin breit. „Du spendierst uns doch sonst auch nicht“ stellte Sofie mit einem frechen Blick fest. Ich warf ihr einen vernichtenden Blick zu. Die anderen sahen sich vielsagend an. Dann brachen sie in lautes Gelächter aus. „Ok, genug jetzt. Lasst uns fahren!“ Ich klatschte in die Hände und schnappte mir den Autoschlüssel.

    -eine Stunde später im Freizeitpark-

    Xenias Sicht:

    Ich war überrascht über Suags Angebot, aber es freute mich natürlich. Es war richtig süß von ihm, uns alle einzuladen. Insgeheim hatte ich sogar die Vermutung, dass er es wegen mir machte. Aber ich sollte da nicht zu viel hineininterpretieren. Schließlich war ich immer noch nicht aus ihm schlau geworden.
    Als wir durch das Eingangstor spazierten, bewunderte ich das große Karussell, das gleich beim Eingang eine einladende Melodie spielte.

    Als Kind war ich einmal zu meinem Geburtstag mit meinen Eltern hier gewesen. Ich erinnerte mich noch genau an den Tag. Wir haben Zuckerwatte gegessen, sind Achterbahn gefahren und ganz am Ende sind Papa und Mama mit mir gemeinsam eine Runde mit dem Karussell gefahren.
    Bei dieser Erinnerung kamen mir die Tränen, doch ich hielt sie tapfer zurück. „Bloß nicht“, dachte ich. „Die anderen dürfen nicht sehen, wie viel dir dieser Ort bedeutet!“

    „Jaaaaaa, Karussell fahren!“, jubelte V und hopste fröhlich auf und ab. „Kommst du mir Xenia?“, wollte J-Hope wissen. „Oder warte, nein die Wahl lasse ich dir gar nicht. Komm mit, du fährst jetzt eine Runde.“ Er schnappte mich am Arm und zog mich zu der bunten Attraktion. Ich lächelte. Ich war froh das J-Hope mitgekommen war.

    Als Suga gezahlt hatte setzte sich jeder auf eine der lustigen Figuren. Namjoon wählte einen Elefanten, an den eine Kutsche gespannt war. In diese setzte sich Sofie und warf Namjoon einen verliebten Blick zu. Die beiden waren echt süß. Jin wählte ein weißes Pony, J-Hope ein Einhorn, Jimin einen orangen und V einen weißen Tiger, Jungkook ein Kaninchen und Suga einen blauen Delfin. Als ich Suga da so sah, wie er wie ein kleines Kind auf diesem Delfin hockte, prustete ich laut los. „Was ist“, fragte er trotzig. „Nichts“, kicherte ich und zwinkerte ihm verschmitzt zu.

    Schnell wählte ich die schwarze Katze, denn im nächsten Moment begann sich das Karussell schon zu drehen.

    Sugas Sicht:

    Ich beobachtete sie, wie sie kichernd auf der schwarzen Katze Platz nahm. Ich hatte sie noch nie so glücklich gesehen. Ich war froh, über Jungkooks Vorschlag in den Freizeitpark zu fahren. Das war eine tolle Idee gewesen. Plötzlich machte es einen Ruck und wir begannen uns zu drehen.

    Wenn ich ehrlich war, konnte ich Karussell fahren gar nicht leiden. Ich bin eher so der Typ, der jedes Geisterhaus in und auswendig kennt. Doch der Anblick war es wert…..

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    -kurze Zeit später- Xenias Sicht: Nach dem Karussell fahren waren wir alle neun über einen Zuckerwattestand hergefallen und ich war im siebten Himme

    -kurze Zeit später-

    Xenias Sicht:

    Nach dem Karussell fahren waren wir alle neun über einen Zuckerwattestand hergefallen und ich war im siebten Himmel angekommen. Zucker. Oh Gott, ich liebe alles Süße. J-Hope und ich teilten uns eine Zuckerwatte und hatten gerade riesengroßen Spaß dabei uns gegenseitig Zuckerwattebärte aufzukleben. „Nicht, hör auf. Ich klebe schon überall!“, kicherte ich und schubste ihn zur Seite. „Hoho, du wirst doch nicht den Weihnachtsmann wegschicken!“, brummte er mit verstellter Stimme und legte mir seinen Arm um die Schulter.

    Aus dem Augenwinkel nahm ich Sugas nachdenklichen Blick war. Er beobachtete uns heimlich und er sah sogar etwas eifersüchtig aus.

    Langsam schlenderten wir weiter, vorbei an Schießbuden, Achterbahnen und Spaßhäusern. Ich genoss die Zeit mit Sofie und BTS. Es war der schönste Tag, den ich seit Jahren erleben durfte. Ich war gerade so unbeschreiblich glücklich, dass könnt ihr euch gar nicht vorstellen.

    Plötzlich entdeckte ich etwas, dass mich augenblicklich anhalten ließ. V kam zu mir und legte mir von hinten einen Arm um die Schulter. „Magst du Geisterhäuser?“, wollte er wissen und betrachtete mit mir das außergewöhnliche Gebäude vor uns.

    „Ich mag sie nicht nur, ich liebe sie!“, murmelte ich und blinzelte in die Sonne. „Na dann“, grinste V und zog mich an der Hand in Richtung Eingang. „Wartet wir kommen mit“, riefen Sofie und Jimin und auch der Rest folgte uns mit schnellem Schritt. Nur Jin jammerte: „Och Mann, ihr wisst doch wie ich sowas hasse. Das ist immer so gruselig, dass ich mich fürchte!“ „Gerade das macht mir am meisten Spaß!“, grinste Suga breit. „Was?“, erkundigte sich Jin. „Dich schreien zu sehen!“, lachte Suga und schon rannte er los, denn Jin war ihm bereits auf den Fersen, um ihn in den Schwitzkasten zu nehmen.

    Das war das erste Mal, dass ich Suga in Gegenwart seiner Freunde lachen hörte. Es war ein niedliches Lachen, dass ansteckend war und mir sofort ein warmes Gefühl im Bauch bescherte.

    -fünf Minuten später im Geisterhaus-

    Wir hatten uns in Gruppen aufgeteilt. Sofie mit Namjoon und Jin, Jungkook mit V und Jimin und ich mit Suga und J-Hope.
    Völlige Dunkelheit umgab uns. Man hörte das das Kreischen von anderen Besuchern und die gruseligen Geräusche, der Geister und Monster. Ich hörte mein eigenes Herz schlagen und spürte den Lufthauch zweier Personen neben mir. „Suga, J-Hope, wo seid ihr?“ Fragte ich und tastete vorsichtig nach ihren Händen. „Wir sind hier!“, meldeten sich beide im Chor und suchten jeweils nach einer meiner Hände.

    An den Händen haltend machten wir uns auf den Weg durch das Haus. An jeder Ecke warteten neue Monster auf uns, die uns einen riesen Schrecken einjagten. Es war ziemlich lustig J-Hope schreien zu hören. Er quietscht wie ein Mädchen, ernsthaft.

    Plötzlich krachte es und ein Sarg mit einem Skelett sprang auf. Wir schrien auf und sprangen geschockt nach hinten. Ich stolperte und viel ungeschickt auf jemanden drauf. „Tut mir leid J-Hope, hast du dich verletzt?“ Keine Antwort.

    Im nächsten Moment spürte ich wie sich seine Lippen zaghaft auf meine legten. Es war ein wunderschönes Gefühl. Alles in mir kribbelte, doch irgendwie fühlte es sich falsch an J-Hope zu küssen. Ich dachte wir wären nur Freunde. Ich hätte nicht gemerkt, dass er Gefühle für mich hatte.

    Noch einmal küsste er mich zärtlich und ich fand es traumhaft schön, doch ich konnte das einfach nicht. Meine Gedanken waren dauernd bei Suga. Es fühlte sich an als würde ich ihn betrügen, dabei hatten wir uns bloß umarmt. Instinktiv drückte ich mich von ihm weg. „Tut mir leid, aber ich kann nicht, J-Hope. Es liegt nicht an dir!“ Dann rannte ich los…..

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    Ich rannte durch das Geisterhaus und ignorierte alle Monster und Gespenster, die auf mich zugelaufen kamen. Ich wollte einfach nur weg hier. Ich war s

    Ich rannte durch das Geisterhaus und ignorierte alle Monster und Gespenster, die auf mich zugelaufen kamen. Ich wollte einfach nur weg hier. Ich war so verwirrt. Keine Ahnung, was ich darüber denken sollte, das J-Hope mich geküsst hatte. Sollte ich mich freuen, oder nicht? Wollte ich das überhaupt?

    Es war mein erster Kuss gewesen. Er hatte sich besonders angefühlt. So sanft und schüchtern, aber doch leidenschaftlich und eindringlich. Mein Herz spielte immer noch verrückt und ich taumelte benommen durch dir Dunkelheit. Ich versuchte etwas zu erkennen, doch es war zu dunkel. Man konnte kaum seine eigene Hand vor den Augen sehen. Nach einigen Minuten bemerkte ich ein Licht am Ende des Gangs und lief direkt hinein.

    Grelles Sonnenlicht blendete mich und ich hielt mir die Hand vor die Augen.

    „Whohoooo, Xenia du hast es vor Suga und J-Hope rausgeschafft!“, applaudierten V und Jimin. „Du bist doch mit den anderen gemeinsam losgegangen“, stellte Sofie fest. „Ja, wo sind die eigentlich“, wollte nun auch RM wissen. „Die sind sicher gerade an dem gruseligen Glibblermonster vorbeigekommen und haben einen riesen Schreck bekommen!“, bibbterte Jin und hielt den Arm von Sofie fest im Griff. Sie strich ihm behutsam über den Kopf. „Oje, muss der kleine Jin heute bei uns im Bett schlafen, weil er sonst Albträume bekommt?“ „Ja“, gab dieser trotzig zurück und alle lachten los.

    „Hey, da sind die beiden ja!“ Jimin stupste mich an und zeigte auf zwei Gestalten, die völlig fertig aus dem Geisterhaus schlurften. „Wo wart ihr denn so lange?“, fragte V frech. „Wir haben die Monster gekillt!“, brummte Suga und blieb in gegebenen Abstand stehen. „So ein Blödsinn“, meinte nun J-Hope. „Wir haben Sofie gesucht. Wir hätten gedacht sie hat sich im Haus verlaufen.“ Die anderen nickten verständnisvoll.
    Was sagte er da für einen Blödsinn. Er war schließlich der Grund gewesen warum ich alleine losgelaufen war und das hatte ich ihm auch klar zu verstehen gegeben. Ich verstränkte empört die Arme. „Na, wenn wir wieder alle da sind, können wir ja jetzt weitergehen!“ RM und Sofie gingen vor und wir alle folgten ihnen. Ich ging ganz hinten und warf J-Hope einen enttäuschten Blick zu.

    Sugas Sicht:

    In meiner Brust spürte ich ein stechendes Gefühl. Es tat so weh. Meine gute Laune war wie weggeblasen. War Xenia wirklich in J-Hope verliebt? Sie wusste doch gar nicht wer unter ihr gelegen hatte. Sie musste sich unbewusst J-Hope gewünscht haben…..ja, so wird es wohl gewesen sein. Ich warf einen schnellen Blick über die Schulter. Sie sah in J-Hopes Richtung. Xenia hatte tatsächlich keine Ahnung, wen sie in Wahrheit geküsst hatte, nämlich mich.

    Dass J-Hope meinen Kuss mit Xenia nicht mitbekommen hatte, lag einfach daran, dass er selbst durch die Dunkelheit geirrt war, als wir gestolpert waren und sich immer weiter von uns entfernte. Xenia, schein ihn nicht bemerkt zu haben, als sie total übereilt nach draußen gelaufen ist.
    Ich schnaufte verächtlich. Sowas blödes und ich hätte gedacht, sie mag mich.

    Ein paar Meter weiter blieben wir an einer Schießbude stehen. „Suga willst du mit mir eine Runde spielen?“ J-Hope sah mich bettelnd an und deutete mit seinem Finger auf die Kuscheltiere, die im Regal standen. Ich bemerkte wie Xenia einen der kleinen Pandabären hochnahm und liebevoll begutachtete. Ich wandte mich wieder an J-Hope. „Na gut, wenn du unbedingt willst!“ Ich verdrehte die Augen und kaufte mir sechs Bälle, mit denen man die Figuren abschießen konnte.

    „Ich fange an“, grinste er und nahm die ersten zwei Bälle in die Hand. Die anderen waren währenddessen hinter uns getreten und verfolgen das Geschehen mit interessierten Blicken. Der erste traf mit voller Wucht. „Komm schon, J-Hope du schaffst das!“, feuerten ihn Sofie und V an. Treffer. Einer nach dem anderen traf einen Dosenturm und schließlich lagen alle am Dosen am Boden verstreut.

    „Ich gratuliere!“, lachte der dichte Schießbudenbesitzer. „Welches Stofftier hätten Sie denn gerne? Sie dürfen sich eines von den großen Tieren aussuchen, Sie haben schließlich alles getroffen!“ „Ich hätte gerne das große rosa Einhorn da hinten“, meinte J-Hope stolz. Der stämmige Mann reichte es ihm und er nahm es mit geschwollener Brust entgegen.

    „So, Suga. Du bist dran“, forderte er mich auf und reichte mir zwei meiner Bälle. Ich warf einen Blick zu Xenia, die mich gespannt beobachtete. Dann warf ich. Daneben. Nochmal daneben. Ich hätte mich ohrfeigen können. Ich spielte doch seid meiner Kindheit Basketball. Warum konnte ich auf einmal nicht mehr werfen? Verärgert biss ich die Zähne aufeinander und zielte. Treffer. Ich atmete erleichtert auf. Noch drei Bälle. Um ein großes Kuscheltier zu gewinnen musste ich mit allen drei treffen.

    Ich schoss abermals. Getroffen. Auch der zweite erreichte sein Ziel. Noch einer. Ich fokussierte genau auf die oberste Dose des Turms. „Du schaffst das Suga“, flüsterte Xenia plötzlich von der Seite. Mein Herz machte einen Satz und ich warf den Ball.

    „Ohhhh, daneben.“ meldeten sich die anderen enttäuscht im Chor. Fassungslos ließ ich den Arm sinken. „Seien Sie nicht traurig“, tröstete mich der Schießbudenverkäufer. Sie dürfen sich einen der Trostpreise auswählen.“ Er zeigte mir die Auswahl, der kleinen Stofftiere. Als ich einen kleinen, dicken Panda entdeckte zeigte ich auf ihn und der Mann reichte ihn mir. „Viel Spaß damit, mein Junge!“ „Danke!“

    Ich wandte mich zu den anderen und wollte gerade etwas sagen, da sah ich etwas, dass mir einen stechenden Schmerz im Brustkorb breitete…….

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    Er reichte ihr grinsend das riesige, rosa Glitzereinhorn. „Da für dich!“ „Oh…..danke!“, lächelte sie freundlich und nahm das Geschenk entg

    Er reichte ihr grinsend das riesige, rosa Glitzereinhorn. „Da für dich!“ „Oh…..danke!“, lächelte sie freundlich und nahm das Geschenk entgegen. Wütend bohrte ich meine Finger der einen Hand in den Teddy und ballte die andere zu einer Faust. Ich wusste gar nicht auf wen ich böse sein sollte. Auf J-Hope, der von allem keine Ahnung hatte, oder auf Xenia, die mein Verhalten zu ihr nicht wahrzunehmen schien.

    Eigentlich wollte ich den Pandabären Xenia schenken, doch im Gegenteil zu J-Hopes Einhorn konnte ich einpacken. Enttäuscht steckte ich den Bären in den Rucksack.

    Xenias Sicht:

    Ich hielt das große Einhorn in meinen Händen und wusste nicht so recht, was ich damit anfangen konnte. Es war wirklich lieb von J-Hope mir seinen Preis zu schenken und ich fühlte mich sehr besonders dadurch, aber es war schon richtig…….na wie soll ich sagen…..nun ja rosa? Ich finde diesen ganzen Einhörner Hype richtig doof und bin eher Fan von allem schwarzen düsteren, aber das durfte ich mir natürlich nicht anmerken lassen.

    Ich bedankte mich noch einmal schenkte J-Hope zum Dank eine kurze Umarmung. Er war wirklich süß, wenn er sich freute. Suga dagegen war richtig seltsam seit wir aus dem Geisterhaus gekommen waren. Er hatte wieder aufgehört zu lachen und einen finsteren Blick aufgesetzt. Hatte er etwa mich und J-Hope gesehen? Oder war es etwas anderes? Ich wurde einfach nicht schlau aus ihm….

    Nach kurzem Überlegen beschlossen wir dann uns zur Feier des Tages noch den Sonnenuntergang anzusehen. Es dämmerte bereits und die Sonne verschwand langsam hinter den metallenen Gerüsten der Achterbahnen. „Ich kenne einen Ort, an dem wir über die ganze Stadt sehen können! Lasst uns doch dort den Sonnenuntergang anschauen!“, schlug Jungkook erfreut vor. „Ist der weit weg“, jammerte Jin. „Meine Füße tun schon weh!“ „Nein, gleich hier um die Ecke“, grinste der jüngste der sieben. „Na dann auf geht“, kommandierte RM und marschierte Jungkook hinterher.

    -eine viertel Stunde später-

    Jungkook hatte uns auf einen Hügel gebracht, der am Rande Seouls war und eigentlich direkt hinter dem Freizeitpark lag. Wir setzten uns auf die Wiese zwischen Gänseblümchen und Löwenzahn und hielten unsere Gesichter in letzten Sonnenstrahlen. Der Wind wehte mir durch die Haare und der ich roch das Essen der Foodtrucks, die unter uns vorbeifuhren. Erst jetzt wurde mir bewusst, dass dieser schöne Tag, der mir acht neue Freunde beschert hatte, von einem schrecklichen Ereignis verursacht wurde. Ich sah zu Suga.

    Er war es gewesen, der mich wiederaufgebaut hatte, der mich weinen gelassen hatte. Weinen….. Das war etwas, dass ich selten tat. Und wenn überhaupt, dann nicht vor anderen Menschen, doch bei ihm hatte mich das keineswegs gestört. Ganz im Gegenteil, ich war froh, dass er gesehen hatte, dass ich kein kalter gefühlloser Stein bin.

    Bei den Gedanken an meinen Vater ballte ich die Hände zu Fäusten. Ich kochte innerlich. Was sollte ich denn jetzt machen? Ich konnte nicht mehr nach Hause. Wenn ich jetzt zurückging, würde er wieder wütend werden, weil ich ihm den ganzen Tag kein Essen und kein Bier gebracht habe. Er wird wieder austicken und das Ganze würde nur von vorne beginnen. Vorsichtig tastete ich meine Verletzungen ab. Auf der Lippe hatte sich bereits eine Kruste gebildet. Das würde bald verheilen. Doch der Fleck auf meiner Wange, würde dreimal die Farbe wechseln, bis er endgültig verschwinden würde. Er war so ein Monster geworden……

    Sugas Sicht:

    Ich beobachtete Sofie, wie sie Jimin und V einen Gänseblümchenkranz flocht. Es war gut, dass sie jetzt bei uns wohnte. Sie brachte eindeutig die nötige Ruhe und Leichtigkeit in unsere Familie, die uns immer gefehlt hatte. Ein Lächeln huschte mir über die Lippen, als ich Jungkook sah, der vor Erschöpfung auf Jin eingeschlafen war. Das war wohl auch J-Hope und RM aufgefallen, denn die beiden waren gerade dabei Jungkooks Haare mit den verschiedensten Blumen zu verzieren, was Jin äußerst amüsant zu finden schien.

    Als ich Xenia sah wurde mir wieder warm ums Herz. Ich versuchte eigentlich ihr böse zu sein, schließlich schien sie meine Zuwendung gar nicht wahrzunehmen, doch bei diesem Anblick konnte ich das nicht. Ihre langen silbernen Haare tanzen im Wind und das Sonnenlicht spiegelte sich in den goldenen Sprenkeln ihrer grün-blauen Augen wieder. Sie hatte die Beine an ihren Körper angezogen und die kleinen Hände zu Fäusten geballt. Auch ihr Gesichtsausdruck war etwas verkrampft. Worüber sie wohl nachdachte?....

    Ich sah noch einmal zu J-Hope, aber der war vollkommen vertieft damit die Blumen in einem Muster anzuordnen. Schnell fasste ich also den nötigen Mut und setzte mich neben Xenia……

    31
    Xenias Sicht: „Worüber denkst du nach?“ Suga nahm neben mir Platz und stützte sein Kinn auf seinen Knien ab. Ich schloss für einen kurzen Augen

    Xenias Sicht:

    „Worüber denkst du nach?“ Suga nahm neben mir Platz und stützte sein Kinn auf seinen Knien ab. Ich schloss für einen kurzen Augenblick die Augen. Der Typ hatte echt Stimmungsschwankungen. Einmal war er total einfühlsam wie jetzt, und ein anderes Mal hatte ich das Gefühl er würde mich einfach ignorieren. Trotzdem war ich ihm dankbar mich von meinem aktuellen Gedankengang zu befreien und sah ihn an. „Das war der schönste Tag meines Lebens! Ich weiß gar nicht, wie ich euch das jemals danken soll!“

    „Jetzt übertreib mal nicht“, grinste er. „Du hast dein Leben doch noch vor dir!“ „Ich weiß“, lächelte ich und knuffte ihn in die Seite. Wir schwiegen und betrachteten eine Weile den Sonnenuntergang. „Hast du Angst?“ Er sah mich von der Seite an und legte seinen Kopf schief, wie immer, wenn er Empathie zeigte. „Ja“, murmelte ich verlegen. „Ich hab Angst nach Hause zu gehen. Ich mag dort nicht mehr hin.“ „Ich hätte gedacht, du willst nicht von deiner Familie weg?“, erkundigte sich Suga verblüfft. „Das dachte ich auch, doch jetzt habe ich gelernt, wie sich eine richtige Familie verhält!“ Schweigen.

    „Ich glaube, ich werde mich morgen nach einem Hotel umsehen. Ich möchte euch nicht länger zur Last fallen!“ Er atmete empört ein. „Sicher nicht! Du wirst solange bei uns wohnen, bis du genug Geld verdient hast, um dir eine eigene Wohnung zu leisten. Wir haben sowieso genug Platz. Außerdem freuen sich die anderen, wenn du eine Zeit lang bei uns wohnst!“ „Stimmts Leute?“

    „Was?“ Die anderen sahen uns fragend an. „Würdet ihr euch freuen, wenn Xenia in nächster Zeit bei uns wohnt?“ „Jaaaaaaa!“ Jimin und V sprangen auf und tanzten mit den Gänseblümchenkränze auf dem Kopf über die Wiese. Auch die anderen jubelten los und lachten mich erfreut an.
    Mir wurde warm. Es war so ein schönes Gefühl erwünscht und gewollt zu sein, dass mir direkt die Tränen in die Augen stiegen. Nanu, seit wann war ich den emotional.
    Verwundet wischte ich mir über die Augen und lachte, lachte einfach alle Sorgen weg.

    -eine halbe Stunde später-

    Wir spazierten durch die Stadt, denn wir hatten uns vorgenommen den ganzen Weg zurück nachhause zu laufen. Mir war das egal. Ich war gerade einfach nur glücklich. Wir liefen vorbei an lauten Discotheken und duftenden Restaurants. Die eleganten Straßenlaternen warfen lange Schatten auf den Weg, die munter über den Asphalt tanzten.

    Suga und J-Hope hatten mir jeweils einen Arm über die Schulter gelegt und es schien, als wäre wieder alles beim Alten. Suga lachte wieder und J-Hope schien den Vorfall im Freizeitpark Gott sei Dank vergessen zu haben. „Hey J-Hope, morgen arbeite ich wieder an deinem Song. Magst du dabei sein?“ „Da fragst du noch? Na klar!“ Glücklich hopste er in die Luft und lachte mich an.

    Als ich Sugas leicht eifersüchtigen Blick entdeckte, zog ich ihn schnell mit einem Arm fester an mich ran. Seit dem Kuss war meine Angst vor Berührungen wie weggeblasen. Das war seltsam.
    „Und was ist mit dir? Magst du mir ein paar Tipps geben. Ich glaube, ich kann noch viel von dir lernen!“
    Er lächelte mich dankbar an. „Morgen um zehn bei mir?“ Ich nickte erfreut. „Passt das auch bei dir, J-Hope?“ Er streckte grinsend den Daumen nach oben, um mir seine Zustimmung zu vermitteln. Wir prusteten los.

    Endlich hatte ich jemanden gefunden, der mich zum Lachen brachte…….

    32
    Beim Apartment angekommen, schmissen sich alle sofort ins Bett. Wir waren alle müde, von dem langen Tag. Als ich an J-Hopes Zimmer vorbei ging bemerk

    Beim Apartment angekommen, schmissen sich alle sofort ins Bett. Wir waren alle müde, von dem langen Tag. Als ich an J-Hopes Zimmer vorbei ging bemerkte ich, dass er ins Bett gefallen war, ohne sich die Schuhe auszuziehen. Grinsend und auf leisen Sohlen betrat ich den Raum und pirschte mich langsam an ihn heran. Ich zog ihm die Schuhe von den Füßen und deckte ihn behutsam mit seiner Decke zu. Er sah so friedlich aus, dass passte gar nicht zu seiner aufgedrehten Persönlichkeit.

    Schnell verließ ich J-Hopes Zimmer, knipste das Licht aus und zog die Tür hinter mir zu. Zeit zum Schlafen. Mit letzter Kraft schleppte ich mich ins Bad, wusch mir das Gesicht und schlüpfte in meinen Pyjama. Zähneputzen nicht vergessen, dann war ich bereit fürs Bett.

    Ich kroch unter die warme, weiche Decke und kuschelte mich in den plüschigen Stoff. Glücklich gähnte ich. Was für ein schöner Tag das gewesen war. Dann schlief ich selig ein……

    „Xenia?“ Er kam verlegen auf mich zu und hatte die Arme hinter dem Rücken verschränkt. „Ja?“ Ich war gerade dabei meinen Computer hinunterzufahren und drehte mich zu ihm um. „Ich muss dir was sagen!“ „Aber mach schnell, J-Hope ich muss gleich los ins Studio!“ Hastig räumte ich meinen Schreibtisch zusammen und hörte J-Hope mit einem Ohr zu. „Also, was ist?“

    Er räusperte sich. Ich sah auf. Er blickte mir tief in die Augen. Dann ging er mit schnellen Schritten auf mich zu. „Hey, was ist los mit dir?“ Keine Antwort. Er schnappte meine Arme und drückte sie neben meinem Kopf an die Wand. Ich sah ihn erschrocken an. „Hey, lass mich los!“ „Xenia, ich wollte dir das schon lange sagen!“ „Was“, stieß ich verärgert hervor. „Was ist so wichtig, dass du mich mit Gewalt festhalten musst?“ Er legte den Kopf schief. „Ich liebe dich Xenia Frost!“

    Ich riss die Augen auf und hielt die Luft an. Dann küsste er mich, doch es war kein schöner Kuss. Er war viel zu wild, ganze ohne Leidenschaft. Er war verkrampft und er drückte mich dabei gewaltsam gegen die Wand. Kurzerhand drückte ich ihn von mir weg.

    Plötzlich entdeckte ich Suga hinter J-Hope. Er hatte die ganze Zeit hinter ihm gestanden und sah uns aus großen Augen an. Eine Träne kullerte über seine Wange. „Suga ich……!“ „Behalte deine billigen Ausreden für dich“, brüllte er und stürmte aus dem Raum. „Suga, warte ich kann das erklären!“ Ich rannte ihm hinterher, rannte so schnell mich meine Beine trugen! Schließlich hatte ich ihn fast erreicht. Ich streckte meine Hand aus und versuchte ihn festzuhalten.
    Ich erschrak fürchterlich, denn als ich ihn berührte, griff ich ins Leere. Er löste sich einfach auf und verschwand vor meinen Augen.

    Entsetzt blieb ich stehen. „Suga!“, rief ich verzweifelt. „Suga wo bist du?“ Dunkelheit umgab mich. Ich bekam Angst. Hörte die wütende Stimme meines Vaters und das Klirren von Gläsern und Geschirr, das am Boden zersprang. Völlig verängstigt kauerte ich mich am Boden zusammen und hielt mir die Ohren zu.

    Ich summte eine fröhliche Melodie, um mich selbst zu beruhigen, doch es half nicht. „Geh weg“, schluchzte ich die Finsternis an. „Lass mich in Ruhe…“


    Ich wachte schweißgebadet aus meinem Traum auf. Mein Herz raste wie wild und ich sah mich um Raum um. Erleichtert atmete ich aus. „Gott sei Dank!“, ich bin noch immer hier.

    Überrascht stellte ich fest, dass ich im Schlaf geweint hatte und wischte mir die salzigen Tropfen von der Wange. Die Haare klebten mir auf der Stirn und ich stand auf, um mein Gesicht mit kaltem Wasser abzuspülen. Schnell knipste ich das Nachtlicht an und tapste zum Waschbecken.

    Das kalte Wasser erfrischte meinen Geist und wusch mir den Schlaf aus den Augen. Ich starrte in den Spiegel. Was war das denn für ein seltsamer Traum gewesen? Warum hatte sich J-Hopes Kuss so anders, als im Geisterhaus angefühlt. Warum hatte Suga geweint? Und warum hatte ich ein schlechtes Gewissen Suga gegenüber, wenn ich J-Hope küsste?
    Ich war verwirrt….

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    Sugas Sicht: -am nächsten Morgen- Ich hatte wirklich beschissen geschlafen. (Sorry für diesen Ausdruck, aber es war so.) Zuerst konnte ich nicht ein

    Sugas Sicht:

    -am nächsten Morgen-

    Ich hatte wirklich beschissen geschlafen. (Sorry für diesen Ausdruck, aber es war so.) Zuerst konnte ich nicht einschlafen, weil ich dauernd an Xenia denken musste und dann träumte ich auch noch von ihr. Und zwar einen Albtraum. Ich träumte, sie würde vor meinen Augen mit J-Hope rummachen und mich dabei komplett ignorieren.

    Als ich aufwachte, war ich so fertig gewesen, dass ich auch nicht mehr einschlafen konnte, und so lag ich die ganze restliche Nacht in meinem Bett und starrte die Decke an.
    Erst als die ersten Sonnenstrahlen mein Zimmer erhellten, überwand ich mich aus dem Bett zu kriechen.

    Mit einem Blick in den Spiegel stellte ich voller Schrecken fest, dass die durchgemachte Nacht ihre Spuren in meinem Gesicht hinterlassen hatte. Ich hatte richtig fette Augenringe. Wütend starrte ich mich selbst im Spiegel an. „So ein Scheiß!“; zischte ich und machte mich auf in die Küche, um mir einen Kaffee zu holen.

    In der Küche saßen bereits all die anderen und aßen ihr Frühstück. „Morgen“, brummte ich mit heißerer Stimme und schlurfte zur Kaffeemaschine. Als mich die anderen entdeckten prusteten sie los und hielten sich ihre Bäuche vor Lachen. „Na sowas“, kicherte Sofie. „Zwillinge!“ „Wer, was?“, fragte ich verwirrt und bemühte mich meine Augen offen zu halten.

    Da sah ich sie. Ihre Haare waren zerzaust, sie hatte ebenfalls noch ihren Pyjama an und hatte ihre Füße in weiche Kuschelsocken gesteckt. Als ich sie näher betrachtete, glaubte ich in einen Spiegel zu sehen. Sie sah genau so fertig aus wie ich. Auch Xenia hatte riesige Augenringe und ein blasses Gesicht. „Sag bloß, du hattest auch einen Albtraum?“, nuschelte sie mit einem Stück Toast im Mund. Ich nickte langsam. Und holte mir eine Tasse aus dem Schrank. „Machst du mir auch einen?“, sah sie mich aus Müden Augen an. Ohne zu antworten holte ich eine zweite Tasse aus dem Kasten und platzierte sie neben meiner.

    Wir mussten echt schrecklich Aussehen, denn die anderen kugelten noch immer vor Lachen am Wohnzimmerboden herum. V und Jimin hatten mittlerweile Schluckauf bekommen, dachten aber gar nicht daran sich zusammenzureißen. „Ich weiß nicht was daran so witzig sein soll!“, gähnte sie und zog eine Augenbraue nach oben. „Du sagst es“, grummelte ich. „Es ist mir ein Rätsel.“

    „Danke!“ Ich reichte ihr ihren Kaffee und wir setzten uns zu den anderen an den Küchentisch. Nur mit Mühe schaffte ich es dabei meine Augen offen zu halten. „Das muss ich für die Ewigkeit festhalten“, grinste V und holte sein Handy aus der Hosentasche. „Sagt: Cheeeese!“ „V, geh und spiel mit Jimin!“, fluchten wir beide im Chor und brachten dabei die anderen nur noch mehr zum Lachen.

    Xenias Sicht:

    Nach dem Frühstück kamen wir nicht weit. Nur bis zur Couch. Suga und ich einigten uns darauf einen faulen Tag zu machen und drehten irgendein K-Drama auf, das gerade im Fernsehen lief. Eigentlich mochte ich keine K-Dramas, doch ich war so müden, da war mir das egal. Irgendwann musste ich wohl eingeschlafen sein…..

    Sofies Sicht:

    Sie waren so süß die beiden, wie sie zusammengekuschelt auf der Couch lagen. Zuerst waren sie nebeneinander eingeschlafen, doch mit der Zeit verließ die Spannung ihren Körper und Xenia hatte sie an Sugas Schulter angelehnt. Auch er nutzte ihren Kopf als Stütze und nun lagen sie da, komplett fertig von der letzten Nacht und schnarchten vor sich hin.

    „Irgendwie putzig, findest du nicht?“ RM umarmte mich von hinten und legte seinen Kopf auf meiner Schulter ab. „Natürlich ist das putzig, wir waren doch auch mal so!“ Er richtete sich entrüstet auf. „Hey, was erzählst du da für einen Blödsinn. Wir sind immer noch so!“ Ich kicherte und drückte ihm einen Kuss auf die Wange.
    Er war so süß, wenn er sich aufregte. „Natürlich, da hast du völlig Recht.“

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    Sugas Sicht: Langsam öffnete ich die Augen. Mein Nacken schmerzte, er war wohl eingeschlafen. „Selber Schuld“, dachte ich. „Hab mir ja auch ein

    Sugas Sicht:

    Langsam öffnete ich die Augen. Mein Nacken schmerzte, er war wohl eingeschlafen. „Selber Schuld“, dachte ich. „Hab mir ja auch eine echt blöde Position ausgesucht!“ Ich hob langsam den Kopf und merkte erst jetzt, dass mein Kopf, auf dem von Xenia gelegen hatte.

    Ich musterte Xenia genau. Zärtlich strich ich ihr eine Strähne aus dem Gesicht hinter ihr Ohr. Ich lauschte. War jemand in der Nähe? Ich sah mich schnell um. Keiner da. Die waren sicher alle in ihren Zimmern. Ich warf einen kontrollierenden Blick auf die Uhr. Schon 15 Uhr? Wir hatten ja den ganzen Vormittag geschlafen. Bei dem Gedanken mit Xenia stundelang auf einer Couch geschlafen zu haben, huschte mir ein Lächeln über die Lippen.

    Ich strich sanft über ihren blauen Fleck auf der Wange, hinunter zu ihrer aufgesprungenen Lippe. Beim Anblick ihrer Verletzungen kam erneut die Wut über ihren Vater in mir hoch. Wie konnte man seine eigene Tochter nur so misshandeln? Ihre Augenlieder zuckten und ich sah schnell weg. Sie sollte nicht merken, dass ich sie so anstarrte, wenn sie aufwacht. Doch nichts regte sich. Wahrscheinlich träumte sie nur.

    Sie war wirklich hübsch. Bei ihrem Anblick biss ich mir verlegen auf die Lippen. „Suga, was hast du nur für Gedanken!“, tadelte ich mich selbst. Doch ich konnte einfach nicht anders. Langsam kam ich ihr näher. Mein Bauch kribbelte und ich schloss die Augen.

    „Bin wieder zuhause!“ J-Hope kam um die Ecke und stellte zwei Körbe im Wohnzimmer ab. Ich zuckte zurück und wandte mich schnell ab. „J-Hope wo warst du?“, fragte ich ertappt. „Einkaufen fürs Abendessen siehst du doch!“ „Ihr beiden habt übrigens das Mittagessen verpasst. Es steht aber noch was in der Küche bereit!“ „Danke Hyung, das ist lieb von dir!“, antwortete ich schnell, um ihn los zu werden. Gerade wollte er sich umdrehen, da stockte er. „Du bist irgendwie komisch gerade. Ist was passiert?“ „Nein, nein“, lachte ich beschwichtigend und wies ihm mit einer Handbewegung an, das weiterzumachen, was er vorgehabt hatte. .“Suga, wenn du freundlich bist, machst du mir Angst. Lass das!“ Mit einem fragenden Blick wandte er sich ab und schleppte die Körbe in die Küche, um das Essen in den Kühlschrank zu räumen.
    Erleichtert atmete ich durch, als J-Hope sich verdrückt hatte.

    Neben mir bewegte sich etwas. Sie wurde gerade wach. Ihre Haare waren noch immer zerzaust. Sie war anscheinend nicht dazu gekommen, sich in der Früh die Haare zu bürsten. Gähnend streckte sie beide Arme von sich und kuschelte sich gleich danach verschlafen in meinen Ärmel. „Wie lang habe ich geschlafen“, murmelte sie und blinzelte ins Licht. „Es ist schon 15:15“, grinste ich breit. „Was?“ Sie sprang auf und sah sich verwirrt um. „Ich habe J-Hope doch versprochen, dass wir uns um 10 Uhr zusammensetzen, um an seinem Lied weiterzuarbeiten. „Kein Stress!“, erklärte ich beruhigend. „Wir haben noch den ganzen Nachmittag Zeit.“ „Geh erst mal duschen!“, meinte ich verspielt und wuschelte ihr durch die Haare.“ Beleidigt streckte sie mir die Zunge raus und rümpfte die Nase. „Würde dir auch nicht schaden!“

    „Touché, 1:0 für dich!“, grinste ich und machte mich auf ins Bad. Der Albtraum heute Nacht war diese Erfahrung wert gewesen dachte ich. Worüber Xenia wohl geträumt hatte?

    -eine Stunde später-

    Es klopfte an meine Tür. „Herein!“, grummelte ich und nahm meine Kopfhörer ab. Xenia betrat mein Zimmer und setze sich gegenüber von mir an die Bettkante. Sie hatte ihre Haare hochgesteckt und einen weiten Oversize Pulli von Sofie zu einer engen Jeans kombiniert. „Suga?“ „Ja?“ Schnell versteckte ich meine getragenen Socken unter der Bettdecke. Sie sollte nicht denken ich sei unordentlich. „Tust du mir einen Gefallen?“ „Kommt drauf an was es ist“, erwiderte ich. Doch das war gelogen, ich hätte ihr jeden Gefallen der Welt gemacht, wenn es sein musste. „Gehst du mit mir nachhause und holst mit mir meine restlichen Sachen aus meinem Zimmer? Ich trau mich nicht alleine hin.“

    Jetzt war ich baff. Von Xenia Frost um Hilfe gebeten zu werden, war ein wirkliches Privileg. Ich wusste mittlerweile wie sturköpfig sie sein konnte, da überraschte es mich umso mehr, dass sie jemanden bat ihr zu helfen. Und vor allem mich und nicht J-Hope…..

    „Sollen wir gleich los?“, erkundigte ich mich. „Heißt das ja?“, fragte sie überrascht. „Klar“, murmelte ich und stieg aus dem Bett. „Danke“, lachte sie erleichtert auf. Es war so, als zögerte sie, um mich zu umarmen, doch dann überlegte sie es sich anders und rannte schnell aus dem Zimmer. „Ich hol nur noch meinen Rucksack!“

    Ich wollte noch etwas sagen, doch sie war schon in ihr Zimmer gelaufen. Ich starrte aus dem Fenster. Hoffentlich war ihr Vater nicht zuhause……

    Ein Rätsel an alle Leser:

    Wer denkt ihr ist mein Bias, und warum?

    (Wer eine gute Erklärung findet, bekommt einen Ehrentitel von mir!: DD)

    Viel Spaß beim Rätseln:)

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    Xenias Sicht: Ich war so froh, das Suga zugesagt hatte mich zu begleiten, denn alleine bei dem Gedanken noch einmal nach Hause zu müssen, wurde mir s

    Xenias Sicht:

    Ich war so froh, das Suga zugesagt hatte mich zu begleiten, denn alleine bei dem Gedanken noch einmal nach Hause zu müssen, wurde mir schon schlecht. Aber es war nötig. Ich brauchte die Sachen aus meinem Zimmer. Ohne meine ganzen Geräte war ich aufgeschmissen und noch einmal würde ich sie mir bestimmt nicht kaufen. Ich hatte Jahre gebracht, um mir meine Ausrüstung zu leisten. Sie ist mein Heiligtum, mein ganzer Stolz.

    Außerdem brauchte ich noch jene Dinge, die mir über die Jahre sehr wichtig geworden waren. Eben all die Sachen, die man mitnimmt, wenn man nicht wieder zurück nach Hause gehen wird, aber trotzdem eine Erinnerung an diese Zeit braucht. Ohne Suga an meiner Seite hätte ich sowieso keinen Fuß mehr in dieses Chaos gesetzt, doch jetzt wo er bei mir war, fühlte ich mich um einiges sicherer.

    Sugas Sicht:

    Wir fuhren mit dem Bus zu ihr nachhause. Das war praktisch, denn der Bus war groß genug, um ein halbes Zimmer zu transportieren, und wer weiß was dieses Mädchen jetzt so alles anschleppt….

    „Ich habe J-Hope für heute abgesagt!“, erzählte sie mir plötzlich. „Warum das denn?“, fragte ich überrascht und bog rechts ab. „Du hattest Recht, wir haben genug Zeit. Deshalb eines nach dem anderen!“ Xenia hatte anscheinend meine Lebenseinstellung verstanden. „Alles schön langsam, nur kein Stress!“ Ich grinste. „Jetzt links?“, fragte ich schnell, denn wir kamen zu einer großen Kreuzung. „Ja, links und dann immer gerade aus“, navigierte sie mich.

    Ich blinkte und bog links ab. Wir kamen in eine hinuntergekommene Gegend, die noch vom letzten Mal, als wir hier waren, in Erinnerung geblieben war. Ich sah zu Xenia. Sie lächelte zufrieden. „Ich hätte gedacht du fürchtest dich?“, meinte ich verwundert. „Wieso, jetzt kann mir ja nichts mehr passieren. Ich hab ja dich mit.“ Ich sah sie fragend an als wir bei einer roten Ampel halten mussten. „Wie meinst du das?“ „Naja, du hast mir ja auch damals geholfen, wo ich deine Hilfe überhaupt nicht wollte. Da wirst du jetzt, wo ich dich um Hilfe geben haben, ja richtig zum Bodyguard mutieren!“ Wir lachten. Unsere erste Begegnung hatte ich beinah vergessen. Es war keine schöne Erinnerung für mich. Ich dachte damals, sie könnte mich nicht ausstehen….

    „So wir sind da!“, meinte sie und deutete auf ein heruntergekommenes Wohnhaus. Wir stiegen aus dem Wagen. Sie holte einen Schlüssel aus ihrer Jackentasche und sperrte die Eingangstüre auf.

    „Im wievielten Stock wohnt ihr“, fragte ich und begutachtete die vielen Stiegen, die nach oben gingen. „Im achten“, grinste sie. „Kein Fahrstuhl?“, jammerte ich. „Hey, ich hätte gedacht, du spielst Basketball. Braucht man da nicht viel Kondition?“ Ich stöhnte auf, nahm sie an der Hand und lief mit ihr die Stiegen nach oben. „Na mal sehen, wer länger durchhält!“, meinte ich selbstsicher.

    -drei Minuten später-

    Sie war gut. Ich keuchte mittlerweile und hielt mir Seite. Sie aber, joggte locker neben mir her. Schließlich blieb sie stehen. „Du kannst gerne noch weiterlaufen, aber wir sind da!“ „Endlich“, japste ich und stützte meine Hände auf den Knien ab. Noch zwei Stockwerke und es wäre peinlich geworden. Ich konnte echt nicht mehr.

    Sie nahm denselben Schlüssel wie vorhin und steckte ihn ins Schloss der Wohnungstür. Es klickte, dann sprang sie auf. Eine Alkoholfahne wehte mir entgegen und ich wich instinktiv einen Schritt zurück. „Kannst du vorgehen?“, fragte sie schüchtern und sah mich aus großen Augen an. Ich nickte. Langsam betrat ich die Wohnung. Xenia, blieb direkt hinter mir und ich merkte, wie unwohl sie sich an diesem Ort fühlte.
    Überall lagen Bierdosen, Flaschen und Essensreste am Boden. Ich wollte gar nicht genau wissen, was da noch alles dabei war. Es war das reinste Chaos. Ich fragte mich wie Xenia, hier all die Jahre leben konnte, ohne durchzudrehen, oder selbst so zu enden.

    Am Ende des Gangs war eine Tür beschriftet mit den Worten „Keep out!“ Ich grinste. Wir waren uns wirklich ähnlich. „Siehst du, ob Papa auf der Couch liegt und schläft?“, fragte sie schüchtern und zupfte mir dabei am Ärmel meines Pullis. „Also ich sehe niemanden!“, berichtete ich die aktuelle Lage. „Das ist komisch“, meinte sie. „Sonst schläft er immer um diese Zeit!“

    Wir lauschten. „Hörst du was?“, erkundigte sie sich. „Nein du?“, erwiderte ich.

    Plötzlich rumpelte es hinter mir und ich spürte etwas Hartes an meinem Hinterkopf. Dann wurde alles schwarz…..

    36
    Xenias Sicht: Ich schrie auf und stolperte nach hinten. Suga klappte vor meinen Augen zusammen und blieb regungslos am Boden liegen. „Suga!“, schr
    Xenias Sicht:

    Ich schrie auf und stolperte nach hinten. Suga klappte vor meinen Augen zusammen und blieb regungslos am Boden liegen. „Suga!“, schrie ich erschrocken und kauerte mich neben ihn. Gerade wollte ich seinen Kopf auf meinen Schoß betten, da zog mich jemand an den Haaren nach oben.

    „Da hattest du ja noch einmal Glück, kleines Miststück! Eigentlich wollte ich dir den Gar ausmachen!“ Ich brüllte vor Schmerz und versuchte mich verzweifelt aus seinem Griff zu befreien. „Wer ist das überhaupt!“, schnaubte er verächtlich und trat mit dem Fuß einmal nach Suga, der sich nun endlich wieder bewegte und gequält aufstöhnte. „Lass ihn in Ruhe!“, quiekte ich und Tränen kullerte über meine Wangen. Er zog mich ganz nahe an sich heran, sodass ich seinen stinkenden Atem reichen konnte.

    „Wo warst du, du nichtsnutziges Stück Dreck!“ Die Wut kochte in mir. Ich biss die Zähne aufeinander und fasste all meinen Mut, den ich noch überhatte. „Das geht dich gar nichts an!“, spuckte ich ihm ins Gesicht und trat ihm mit dem Fuß gegen das Schienbein. „Aghhh!“ Er ließ die Pfanne fallen, mit der er Suga K.O. geschlagen hatte und hielt sich schmerzverzerrt sein Bein. Endlich lies er von mir ab und ich plumpste zu Boden. Schnell kroch ich über den Boden zu Suga und richtete ihn auf. „Schnell wach auf, wir müssen hier weg!“, keuchte ich mit verweinten Augen und tätschelte seine Wangen. Langsam öffnete er die Augen. „Scheiße, mein Kopf….“

    Weiter kam er nicht mehr, denn mein Vater packte mich abermals. Doch diesmal am Hals und nun drückte er zu. „Ich frage mich immer wieder, wie ich so etwas Unnötiges, Abartiges jemals in die Welt setzen konnte.“ Ich röchelte und japste verzweifelt nach Luft. Er schnürte mir die Luft immer weiter ab. Meine Sicht wurde unscharf und Tränen tropften zu Boden. Ich zappelte verzweifelt in der Luft. Ich versuchte noch einmal mich von seinem Griff zu befreien – dann gab ich auf. Es hatte doch owieso keinen Zweck. Ich ließ alle Gliedmaßen hängen und schloss die Augen……

    Ein Kampfschrei versetzte mich zurück in die Gegenwart. „Ahjaaaa!“ Dann hörte ich ein dumpfes Geräusch. Und noch im selben Moment kam ich frei. Völlig entkräftet sank ich zu Boden und hielt mir meinen Hals. Meine Hauptschlagader pochte wie wild und mein Herzschlaf dröhnte im gesamten Kopf.

    Ich sah auf. Da stand Suga. Er hielt die Pfanne immer noch in der Luft und starrte entgeistert auf den leblosen Körper meines Vaters. Wir sahen uns an. Ich amtete erleichtert auf. „Scheiße war das knapp!“, keuchte er und hielt sich den Kopf. Mit zitternden Knien stand ich auf und warf mich in seine Arme. Er drückte mich fest an sich und ich umschloss seinen Körper mir meinen Armen. Weinend drückte ich mein Gesicht in seine Schulter. Mein Körper bebte.

    Liebevoll strich er mir über die Haare. „Keine Sorge, jetzt kann er dir nicht mehr tun. Der schläft für die nächsten drei Stunden. Es ist vorbei. Es ist vorbei!“ Er nahm mein Gesicht in seine Hände und wischte mir die Tränen von der Wange. Ich könnte ihn küssen dafür, dass er gerade für mich da war.

    Als ich daran denken musste, bekam ich ein schlechtes Gewissen. Ich erinnerte mich an den Kuss mit J-Hope. Ich konnte doch nicht zwei Jungs innerhalb von zwei Tagen……
    Perplex drückte ich mich von ihm weg. „Schnell, lass uns die Sachen aus meinem Zimmer holen und verschwinden.“ Ich ging voran und öffnete die Tür von meinem Zimmer.

    -eine Stunde später-

    Wir hatten alles in den Bus gepackt, was ich mitnehmen wollte. Meine Stofftiere, meine Geräte, mein Gewand, meine Fotos und noch andere Kleinigkeiten, die mir sehr wichtig waren. Wir hatten kaum miteinander gesprochen. Wir waren immer noch geschockt von dem was in der letzten Stunde geschehen war. Eigentlich wollte ich mich bei Suga bedanken, denn ohne ihn würde ich vermutlich nicht mehr am Leben sein. Doch ich denke, da findet sich noch eine bessere Gelegenheit, um dem Ausdruck zu geben.

    Befreit ließ ich die Tür des Wohngebäudes hinter mir ins Schloss fallen. „Haben wir alles?“, fragte Suga und rieb sich seinen Kopf, der immer noch verdammt wehzutun schein. „Ja, wir können fahren“, gab ich zu Antwort und stieg in das Auto ein.

    Suga startete den Motor und wir fuhren los, weg von meinem alten Leben, hinein in eine bessere Zukunft. Das hoffe ich zumindest…..

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    -zurück im Apartment- „Was ist denn mit euch passiert?“ Jungkook starrte uns besorgt an, als wir völlig fertig unsere Jacken in der Garderobe au

    -zurück im Apartment-

    „Was ist denn mit euch passiert?“ Jungkook starrte uns besorgt an, als wir völlig fertig unsere Jacken in der Garderobe aufhängten. „Erklären wir dir gleich, aber zuerst müssen wir Xenias Sachen aus dem Auto räumen! Hilfst du uns?“ „Klar“, erklärte sich Jungkook sofort bereit und stellte die Teller ab, die er gerade fürs Abendessen aufdecken wollte.

    Eine halbe Stunde später war alles in meinem neuen Zimmer geparkt und mit Hilfe der anderen Jungs schön eingerichtet worden. Sie interessierten sich natürlich auch brennend für das was uns wiederfahren war und konnten es kaum erwarten, dass wir ihnen Bericht erstatteten. „Also, was ist passiert? Warum hat Suga eine Beule und wieso seht ihr so fertig aus?“, wollten V und Jin wissen.

    „Langsam! Eins nach dem anderen“, erklärte Suga beschwichtigend. „Ich glaube es ist besser, wenn Xenia das erzählt.“ Er nickte mir aufmunternd zu. Ich schluckte. Ich hätte eigentlich gehofft er würde das übernehmen, doch er schien genau zu wissen, dass das eine Hürde für mich war und wollte mich so auf die Probe stellen.

    „Gut“, seufzte ich. „Aber das kann jetzt dauern!“ „Ach, kein Stress. Wir haben Zeit!“, grinste Jimin und lehnte sich zurück. Ich warf noch einmal Suga einen fragenden Blick zu. Er legte mir seine Hand auf dir Schulter und nickte mir aufmunternd zu. Dann erzählte ich alles…..

    Sugas Sicht:

    Sie hörten ihr gespannt zu. Immer wieder gaben sie Geräusche der Empörung von sich und schenkten uns mitleidige Blicke. Ich konnte damit nicht viel anfangen, da ich bis auf die Beule, ja keinen Schaden davongetragen hatte. Vielmehr tat mir Xenia leid, die fast von ihrem Vater erdrosselt worden war. Das Gefühl zu wissen, dass dein eigener Vater bereit wäre dich umzubringen, musste echt grauenhaft sein.

    Schließlich war sie fertig und senkte den Blick. „Aber es ist ja zum Glück alles gut ausgegangen.“ Alle schwiegen. Es war eine beklemmende Stille, der ich so schnell wie möglich ein Ende setzten wollte. „Da ist es ja um so besser, dass du jetzt bei uns bist“, erklärte ich schnell und lächelte sie aufmunternd an.

    Sofies Sicht:

    Suga lächelt jemanden an den er erst seit ein paar Tagen kannte und dann auch noch ein Mädchen? Was war denn nun passiert? Hatte ich da irgendwas nicht mitbekommen. Fasziniert studierte ich sein Gesicht. Er hatte erst vor kurzem eine Bratpfanne über den Schädel gezogen bekommen und nun lächelte er schon wieder mit einem schmalzigen Grinsen? Das passte nicht zusammen. Der alte Suga wäre jetzt in sein Bett gegangen und wäre es mal mit schlechter Laune schlafen gegangen.

    Prinzipiell hatte ich den Überblick über die gesamte Situation verloren. Zwischen Suga und J-Hope schien irgendetwas vorgefallen zu sein. Zumindest mied Suga ihn seit dem Freizeitpark und Xenia verstand sich dafür mit beiden Jungs von Tag zu Tag besser. Irgendetwas war hier im Busch. Ich wusste nur noch nicht was. Aber das würde ich schon noch herausfinden…..

    Xenias Sicht:

    -mitten in der Nacht-

    „Suga, versteh doch! Ich wollte J-Hope nicht küssen, er hat mich geküsst:“ Verzweifelt stand ich vor ihm und sah ihn flehend an. „Das sagen sie immer, aber am Ende ist es doch gelogen!“ Er drehte sich um und ging fort. „Suga!“ Ich lief ihm nach und hielt ihn verkrampft an seinem Arm fest. „Jetzt lass mich das doch erklären!“ „Ich habe schon genug gehört, Xenia.“ Er riss sich wütend los und lief fort. Ich versuchte ihm abermals zu folgen, doch schon nach einigen Metern hatte ihn die Dunkelheit verschluckt.

    Hilflos sah ich mich um. War hier denn niemand der mir helfen konnte. Warum war ich im selben Traum, wie letzte Nacht? Was sollte das?“

    „Xenia? Bist du das?“ Ich hörte eine Stimme, konnte aber nicht genau sagen woher sie kam. Ich sah mich hektisch im Raum um.

    Plötzlich stand J-Hope vor mir. Ich schrie erschrocken auf. „Gott hast du mich erschreckt! Hast du Suga gesehen, er müsste gerade……!“ Er drückte mir seinen Finger auf den Mund. „Warum Suga? Wir waren es doch, die sich geküsst haben. Solltest du da nicht nach mir suchen?“ „Ja, aber ich….ich!“ Meine Stimme stockte und wusste nicht mehr was ich sagen sollte. Ich war verwirrt. Ja, ich hatte J-Hope geküsst, aber liebte ich ihn auch wirklich?

    Auf einmal kam mir J-Hope wieder näher und drückte mich wie beim letzten Mal gegen die Wand. „Da, wir uns jetzt schon zwei Mal geküsst haben, können wir das doch auch noch ein drittes Mal tun!“ Er kam mir immer näher und hielt mit seinen Händen meinen Kopf fest im Griff. Meine Knie zitterten und mir wurde schlecht. Ich mochte J-Hope wirklich, aber nur als Freund ich wollte ihn eigentlich gar nicht küssen. „Nein, sollten wir nicht!“, stieß ich schließlich hervor und hielt mir die Hände schützend vor den Mund.

    Er stockte und sah mich lange an. Dann grinste er. „Was ist?“, fragte ich überrascht. „Du hast die Prüfung bestanden!“, lächelte er und lies von mir ab. „Welche Prüfung“, wollte ich verdattert wissen. „Dir ist schon klar, dass das hier nur ein Traum ist!“, gab er mir kurz und knapp zu verstehen. „Ja, das weiß ich.“ Verwundert legte ich die Stirn in Falten. „Na dann wach auf und bring dein Leben in Ordnung“, grinste er. „Das versteh ich jetzt nicht!“ „Das wirst du schon noch!“

    Plötzlich gab er mir einen Schubs und ich fiel in die Dunkelheit. Ich verlor mein Zeitgefühl und bildete mir ein ich würde ewig fallen.


    Im nächsten Moment erwachte ich schweißgebadet aus meinem Traum. Ich musste unbedingt etwas klarstellen…..

    38
    Ich stolperte im Dunkeln aus meinem Zimmer und stieß mir dabei die große Zehe an dem Türstock. Fluchend hüpfte ich auf einem Bein weiter den Flur

    Ich stolperte im Dunkeln aus meinem Zimmer und stieß mir dabei die große Zehe an dem Türstock. Fluchend hüpfte ich auf einem Bein weiter den Flur hinunter. Ich humpelte vorbei an den vielen Zimmern bis ich an meinem Ziel angekommen war. Mein Herz klopfte, als ich vor der Tür stand. Kurz überlegte ich umzudrehen, doch ich sprang über meinen eigenen Schatten und öffnete die Tür.

    Auf Zehenspitzen betrat ich das Zimmer. Ein leises Schnarchen lies mich wissen, dass J-Hope tief und fest schlief. Ich kniete mich an sein Bett und versuchte seinen schemenhaften Körper in der Dunkelheit zu erkennen. „J-Hope, wach auf! Ich muss dir was sagen!“ Ich rüttelte an seiner Schulter. Nichts geschah. Er schnarchte nur einmal auf und drehte sich auf die andere Seite. „Komm schon, es ist wichtig!“ Nochmals rüttelte ich an seinem Arm und boxte ihn vorsichtig in die Seite.

    Doch keine Reaktion. Schließlich suchte ich nach seinen nackten Füßen und kitzelte ihn so lange, bis er sich kichernd aufsetzte. „Hey….wer….hör auf…..das kitzelt“, kicherte dieser und wand sich im Bett, um meiner Kitzel Attacke zu entkommen. Als er mich erkannte, stockte er und sah mich erschrocken an. „Xenia? Was machst du denn da? Es ist mitten in der Nacht?“ „Ich muss dir was sagen“, erklärte ich schnell. Er setzte sich aufmerksam hin und drehte ein Nachtlicht auf. „Na, dann mal raus mit der Sprache! Was ist denn passiert?“

    Etwas verlegen räusperte ich mich und sah in an. „Also wegen dem, was im Geisterhaus passiert ist….“ „Was ist da denn bitte passiert? Ich weiß nicht wovon du sprichst, Xenia!“ Etwas Wut kochte in mir hoch. Jetzt wo wir unter uns waren, brauchte er es doch nicht mehr verleumden. Jetzt konnten wir doch offen und ehrlich darüber sprechen, oder nicht. „Jetzt tu nicht so“, meinte ich etwas harsch. „Du weißt genau was ich meine!“ Er sah mich verdattert an. „Nein, Xenia ich habe keine Ahnung wovon du sprichst!“ Ich funkelte ihn böse an.

    „Verdammt J-Hope, du hast mich geküsst! Und jetzt möchte ich dir sagen, dass ich das gerne vergessen würde, weil ich dich zwar gernhabe, dich aber nicht liebe!“ Völlig überrascht starrte er mich aus großen Augen an. „Äh…du….ich…..wir….“, stotterte er vor sich hin. „Ich will nu das du weißt, dass das alles ein Versehen war und ich hoffe wir können das beide hinter uns lassen. Noch immer war J-Hope sprachlos.

    Dann brach er in ein fürchterliches Gelächter aus. Er hielt sich den Bauch und kugelte sich durch sein Bett. „Also, ich find das gar nicht lustig!“, kommentierte ich etwas enttäuscht über seine Reaktion. Er hätte dem Ganzen schon etwas mehr Respekt entgegenbringen können. Aber was daran lustig war, verstand ich beim besten Willen nicht.

    Schließlich hatte er sich wieder beruhigt und nahm meine Hand in seine Hände. E sah mich lächelnd an. „Xenia, wir haben uns nie geküsst.“ Es war als hätte mir jemand ein Brett vor den Kopf geschlagen. Ich schluckte. „Haben wir…….nicht?“ „Nein Xenia, haben wir nicht. Ich weiß zwar nicht was da damals genau passiert ist, aber als wir vor Schreck zurückgesprungen sind, habe ich gar nicht mehr zu dir und Suga zurückgefunden. Ich musste in irgendeinen anderen Raum hineingestolpert sein. Und als ich Suga dann wiederfand, warst du bereits fort.“
    Jetzt war ich baff. So war das also gewesen. „Das hießt du warst es nicht der mich geküsst hat?“ Er lächelte und drückte vorsichtig meine Hand. „Nein, das war ich nicht!“

    Und dann viel es mir wie Schuppen von den Augen. Denn das hieß ja, dass Suga derjenige gewesen sein musste, der mir damals einen Kuss auf die Lippen gedrückte hatte.

    Meine Gedanken überschlugen sich in meinem Kopf und ich stand perplex auf. „Das ändert so einiges“, murmelte ich. „Bist du mir eh nicht böse?“, fragte die J-Hope besorgt. „Nein, ganz im Gegenteil“, lächelte ich. „Ich freue mich darüber.“ Schnell drückte ich J-Hope einen Kuss auf die Wange und hastete aus seinem Zimmer. „Was soll das denn nun wieder heißen?“, schmollte er mit einem breiten Grinsten im Gesicht. „Dass ich dich lieb hab“, rief ich noch schnell zurück und setzte meinen Weg fort.

    Denn jetzt musste ich erst recht etwas aufklären…..

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    Sugas Sicht: Ich wälzte mich in meinem Bett hin und her. Es war bereits 02:30 und ich hatte noch immer kein Auge zugetan. Ich konnte einfach nicht au

    Sugas Sicht:

    Ich wälzte mich in meinem Bett hin und her. Es war bereits 02:30 und ich hatte noch immer kein Auge zugetan. Ich konnte einfach nicht aufhören an Xenia zu denken. Es ärgerte mich so, dass sie mich anscheinend nur als Freund ansah. Ich dagegen…….ach, das könnt ich ihr euch doch denken. Was hatte ich falsch gemacht? Warum denkt sie, es sei j-Hope gewesen der sie geküsst hatte. Diese Gedanken trieben mich in den letzten Stunden in denn Wahnsinn.

    Verzweifelt strampelte ich meine Decke weg und starrte nach oben. „Ich habe Durst!“, dachte ich und entschied mich noch einen kurzen Abstecher in die Küche zu machen, um mir ein Glas Wasser zu holen. Ich wusste war wahrscheinlich eh die beste Methode mich abzulenken, und vielleicht schaffte ich es danach doch noch ein bisschen zu schlafen.

    Ich stand also auf, schlüpfte in meine Hausschuhe und legte die Hand auf die Türklinke. Im selben Moment hörte ich wie jemand den Gang entlang lief. Wer bitte war außer mir um diese Uhrzeit noch auf? Ich lauschte……

    Die Schritte waren zu schnell und leise, um von einem meiner sieben Hyungs zu sein. Es könnte aber auch Sofie sein, die immer mitten in der Nacht aufs Klo rennt.
    Plötzlich blieb die Person vor meiner Tür stehen. Ich runzelte die Stirn. Komisch. Ich wollte gerade meine Zimmertür öffnen, als jemand die Tür von außen aufzog.

    „Xenia?“ Verdutzt ging ich einige Schritte zurück. „Suga, es tut mir so leid!“ Sie kam mit schnellen Schritten zu und warf sich in meine Arme. Ich war einfach nur verwirrt. Was war denn jetzt los? „Xenia, was ist passiert?“, fragte ich und drückte sie etwas von mir weg, um ihr in die Augen sehen zu können. Sie lächelte traurig. „Ich habe einen schlimmen Fehler gemacht!“
    Wovon redete sie? Ich verstand nur Bahnhof.

    "Suga? Glaubst du an Liebe?" Sie sah mich aus ihren großen blau-grünen Augen an, die mich beinahe, um den Verstand brachten. "Naja, bis jetzt habe ich sie, denke ich, noch nicht erlebt! Abgesehen von meinen Hyungs natürlich!" Sanft strich ich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht und steckte sie hinter ihr Ohr. "Und wie siehts bei dir aus?", erkundigte ich mich. "Ich glaube ich habe mich geirrt", lächelte sie und legte den Kopf schief. "Und jetzt habe ich sie auch gefunden!"

    Plötzlich sah sie mich mit einem ganz anderen, für mich neuen Blick an. Langsam legte sie ihre Arme um meinen Kopf und stellte sie auf die Zehenspitzen. Wollte sie mich etwa küssen? Mein Bauch kribbelte und ich hörte meinen eigenen Herzschlag in der Stille. „Ich weiß jetzt, dass es du warst, der mich damals im Geisterhaus geküsst hat nicht J-Hope. Und nur so nebenbei. J-Hope und ich sind nur Freunde“, flüsterte sie. Mein Herz machte einen Satz. Endlich.

    Nach diesem Geständnis lies ich mir die Möglichkeit nicht noch einmal entgegen und legte meine Arme um ihre Hüften. Sie schloss die Augen und lächelte. Dann küsste ich sie lange und leidenschaftlich. Sie fuhr dabei mit ihren Händen durch meine Haare und ich zog sie fest an mich. Der Kuss war so viel schöner als unser erster. Er fühlte sich so ehrlich und echt an, als würden wir uns schon Jahre kennen und lieben. Ich war einfach nur glücklich.

    Vorsichtig drückte ich sie in Richtung des Bettes und legte sie sanft darauf. Ich streichelte ihr liebevoll über die Wange. Und spürte wie ihr eine Träne hinunterkullerte. Ich hörte auf sie zu küssen und sah sie lange an. „Ich liebe dich, Xenia Frost!“ „Ich dich auch!“, lächelte sie und zog mich zurück, um ihre Lippen erneut auf meine zu legen.

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    -Xenias Sicht- Als ich aufwachte, lag ich immer noch fest an Suga gekuschelt in seinen Armen. Ich drehte meinen Kopf in seine Richtung und sah ihn lan

    -Xenias Sicht-

    Als ich aufwachte, lag ich immer noch fest an Suga gekuschelt in seinen Armen. Ich drehte meinen Kopf in seine Richtung und sah ihn lange von der Seite an. Es war alles so schnell gegangen letzte Nacht. Vielleicht sogar etwas zu schnell. Immerhin kannten wir uns erst seit einigen Tagen…

    Erst die Feststellung, dass es Suga war, der mich geküsst hatte und nicht J-Hope, hatte mir zu verstehen gegeben, warum Suga diese Stimmungsschwankungen hatte. Er war einfach eifersüchtig gewesen. Er musste sich die ganze Zeit über so furchtbar unverstanden gefühlt haben. Und ich, ich war so blöd gewesen, einfach davon auszugehen, auf J-Hope gelandet zu sein und nicht auf ihm. Ich streichelte ihm sanft durch die Haare. Er war so feinfühlig gewesen letzte Nacht. Ganz anders als er sich sonst so gab. Er hatte offensichtlich auch eine weiche liebevolle Seite an sich, die er nicht jedem offenbarte.

    Ich legte meinen Kopf vorsichtig auf seine Brust, die sich gleichmäßig auf und ab bewegte. Ich lauschte seinem Herzschlag. Es war komisch. Plötzlich fühlte ich mich sicher. Ich musste nicht dauernd daran denken, wie ich über die Runden kam und was ich noch alles zu tun hatte. Ich konnte auf einmal ich sein. Sanft malte ich ein Muster in seinen Pullover und fuhr dabei langsam über seinen Oberkörper. Ich lächelte. Wie er sich jetzt wohl vor den anderen in meiner Gegenwart verhielt?

    Wobei, ich durfte nichts übereilen. Wir waren schließlich nicht zusammen. Wir hatten uns lediglich zwei Mal geküsst. Und wer weiß, vielleicht ist er nicht der Typ Mensch, der gerne Beziehungen eingeht.

    Plötzlich gähnte er uns blinzelte verschlafen ins Licht. „Morgen, kleiner Fuchs.“ „Kleiner Fuchs?“
    „Wie komme ich denn zu diesem Spitznamen?“ Er lächelte verschlafen. „Ich war so gütig und habe einen für dich ausgesucht!“ Er schenkte mir einen frechen Blick und zog die Füße zurück unter die Decke. Dabei richtete er sich etwas auf und drückte mir einen Kuss auf die Nasenspitze. Ich lachte.

    „Wie spät ist es“, murmelte er und rieb sich die Augen. Ich griff nach seinem Handy und sah auf die digitale Anzeige. „Was schon 10:30?“ Verblüfft sah ich Suga an. Wir mussten beide verdammt fertig gewesen sein und tief und fest geschlafen haben, denn sonst hätten wir Jin längst aus der Küche mit den Töpfen klappernd gehört.

    „Wir sollten runtergehen! Die anderen haben bestimmt schon gefrühstückt!“ Ich löste mich von Suga und stand auf. Im selben Moment hielt er mich am Arm fest und zog mich zurück ins warme Bett. Er hielt mich wie ein Kuscheltier fest umschlungen und legte seinen Kopf in meinen Nacken. „Noch ein bisschen länger, bitte!“ Mein Bauch kribbelte und ich lächelte.

    Plötzlich sprang die Tür auf. Wir schreckten hoch und blickten in das überraschte Gesicht von J-Hope. Verdammt war das peinlich….“Äh…..ihr sollt runterkommen. Das Essen wird sonst kalt.“ Wir waren wie versteinert. Auch ihm schein das Ganze deutlich unangenehm zu sein. „Ja…das…das war’s auch schon. Macht einfach da weiter wo ihr aufgehört habt“, stotterte er und machte schnell wieder die Tür zu. Nur wenige Sekunden später hörten wir wie er fürchterlich zu lachen begann. „Lacht er uns etwa aus?“, bescherte sich Suga.

    „Wieso uns?“, grinste ich breit. „Schau dich doch mal an. So wie du daliegst, muss man einfach lachen!“ Er sah an sich herunter. „Versteh ich nicht!“ Ich kicherte. Er hatte seinen Fuß um mich gelegt und sah nun wirklich aus wie ein kleiner Koala. Das erinnerte mich daran, wie ich mit V das erste Mal in Sugas Zimmer war. Da hatte V ihn auch schon mit demselben verglichen.

    „Wir sollten jetzt wirklich aufstehen!“, meinte ich und knuffte ihn in die Seite. „Komm schon, hast du etwa keinen Hunger?“ Er maulte und setzte sich schwerfällig auf.

    Ich verdrehte die Augen, schnappte seine Hand und zog ihn aus dem Zimmer. „Xenia warte mal!“ Ich blieb stehen und sah ihn fragend an. „Ja?“ „Egal, was die da unten jetzt sagen,….lass dich nicht ärgern, okay?“ „Du solltest doch mittlerweile wissen, dass ich derartige Kommentare ohne Probleme ignorieren kann!“

    Ich legte den Kopf schief und grinste ihn breit an. „Aber ob du das kannst……na, da bin ich mir gar nicht so sicher!“ Lachend wuschelte ich ihm durch die Haare und drehte mich um. Dann ging ich eine Stufe nach der anderen hinunter zur Küche.

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    Sofies Sicht: „Oh Gott, ihr werdet nie erraten, was ich gerade gesehen habe!“ J-Hope stürmte lachend die Stiegen hinunter und setze sich zu uns a

    Sofies Sicht:

    „Oh Gott, ihr werdet nie erraten, was ich gerade gesehen habe!“ J-Hope stürmte lachend die Stiegen hinunter und setze sich zu uns an den Esstisch. Er sah uns erwartungsvoll an. „Na kommt schon, ratet mal!“ RM sah ihn verschlafen an und nippte an seinem Kaffee. „J-Hope es ist zu früh für solche Spielchen!“ „RM, es ist schon nach 11:00!“ Ich grinste. Wir sind gestern etwas länger munter gewesen und nun war RM nicht richtig ausgeschlafen! V sah mein breites Grinsen und studierte meinen Blick. Dann verstand er und stieß mich vorwurfsvoll unter dem Tisch mit dem Fuß. „Au!“ Aus Rache schnappte ich mir seinen Toast und biss ein großes Stück ab. „Hey!“

    „Tut mir leid“, kaute ich mit vollem Mund. „Ich kann dir leider nichts erzählen!“ Er sah mich aus zusammengekniffenen Augen an. „So etwas erzählt man seinem besten Freund!“ Ich lehnte mich neckisch zurück! „Ich habe auch Geheimnisse weißt du?“ Nun grinste er zurück. „Aber nicht mehr lange!“ Er sprang auf und lief zu mir, nur um mich wie wild zu kitzeln. „Zu Hilfe!“, gluckste ich und streckte meine Hand nach RM aus. Doch anstatt mir zur Hilfe zu kommen, lachte nur und trank seinen Kaffee aus. „Das bekommt er noch zurück!“, dachte ich rachsüchtig.

    „Hey, interessiert sich keiner für meine Entdeckung?“ J-Hope meldete sich wieder und V lies endlich von mir ab. „Doch leg los!“, forderte ihn Jungkook auf und schnappte sich einen Bissen Nudeln von Jins Teller. „Also, als ich Suga gerade aufwecken wollte, was glaubt ihr hat er gemacht?“ „Weiß nicht, geschlafen wie immer“, lachte Jimin und schlug bei Jungkook ab. „Ja richtig er hat geschlafen!“ „Und was genau, ist da jetzt besonders dran?“, wollte Jin wissen und nahm einen großen Schluck von seinem Kräutertee. „Jetzt wartet mal!“, fuhr J-Hope fort. „Interessant ist nicht, dass er geschlafen hat, sondern mit wem er geschlafen hat!“

    Sie anderen sahen ihn fragend an. Dann merkte ich wie einem nach dem anderen ein Licht aufging. Vs Kinnlade klappte nach unten und er musste sich setzen. „Sag bloß…..!“ „Ja, genau!“, kicherte J-Hope. „Suga hat mit Xenia gemeinsam im Bett gelegen. Und so wie das ausgesehen hat, vermutlich schon die ganze Nacht!“ Jetzt war ich baff. Das ging mir jetzt alles etwas zu schnell.

    „Ich habe ja gewusst, dass er sie mag, aber dass das so schnell geht hätte ich nicht gedacht“, staunte Jimin und setzte sich auf Vs Schoß. „Glaubt ihr sie haben….na ihr wisst schon was getan?“, überlegte Jungkook vorsichtig. Ich sah verlegen zu RM und unsere Blicke trafen sich. Diese Pause nutzte RM und ergriff das Wort. „Denkt ihr nicht, es wäre besser, sie das selbst erzählen zu lassen. Wenn sie soweit sind und das alles ernst war, werden sie es uns schon mitteilen.“ „Das hast du schön gesagt“, lächelte ich stolz und wuschelte ihm durch die strubbeligen Haare.

    Plötzlich tapste Xenia in ihrem Schlafanzug die Stiegen hinunter und rubbelte sich verschlafen die Augen. Augenblicklich verstummten alle und die Jungs starrten sie erwartungsvoll an. Gleich danach kam Suga dazu und bleib neben ihr auf der letzten Stufe stehen. Keiner traute sich etwas zu sagen.

    „Hey, was ist los? Hat’s euch die Sprache verschlagen?“ Xenia schnappte sich zwei Tassen und ging zum Kaffeeautomaten. Ich war überrascht. Sie war richtig selbstbewusst und zeigte kein Anzeichen von Unsicherheit. Wollte sie etwa Suga beschützen. Denn dem war das hier eindeutig sehr unangenehm. Er zog seine Ärmel verlegen über die Hände und schlich leise auf seinen Platz. „Also, was steht heut so an?“ erkundigte ich mich schnell, um die beklemmende Stille zu füllen. „Heute mache ich meinen Song mit Xenia fertig“, prahlte J-Hope. „Dann ist schon Jungkook daran!“ „Also ein Tag im Studio heute“, stellte ich fest.

    Xenia kam zurück aus der Küche und stellte eine dampfende Tasse Kaffee vor Suga ab. „Danke“, murmelte er. „Ich muss heute auch noch arbeiten gehen“, erklärte Xenia und setze sich neben mich. „Wieder in der Shadow Bar?“ „Ja, mein Vertrag läuft noch bis Ende dieses Jahres, also noch etwa ein halbes Jahr!“ „Wir könnten ja bei dir vorbeischauen!“, schlug Jimin vor. „Hey, das ist eine tolle Idee“, grinste V. „Ich denke, eh wir haben heute so einiges zu feiern.“ Als er das sagte, sah er mich und RM und Xenia und Suga eindringlich an und hob eine Augenbraue. Meine Augen wurden zu Schlitzen und ich hob drohend die Hand, in der ich meine Stäbchen hielt.

    „Ich sag‘s dir V, wenn du so weiter machst, lebst du nicht mehr lange.“ Er kiekste auf und lief davon. Ich sprang ebenso auf und versuchte ihn erfolglos auf meine Stäbchen zu spießen. „So ein kleiner Teufel!“

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    Sugas Sicht: Irgendwie war das komisch für mich. Ich wusste nicht ob ich das konnte, vor allen Leuten jetzt auf einmal offiziell verliebt zu sein und

    Sugas Sicht:

    Irgendwie war das komisch für mich. Ich wusste nicht ob ich das konnte, vor allen Leuten jetzt auf einmal offiziell verliebt zu sein und meine Gefühle zu zeigen. Das war noch etwas unnatürlich für mich. Dabei hoffte ich inständig, dass Xenia kein Problem damit hatte, dass ich nicht so kuschelig und romantisch wie RM war, denn der hatte kein Problem vor allen Leuten seine Liebe zu Sofie zu zeigen.

    Wer weiß, vielleicht würde mir der Alkohol heute Abend helfen, den anderen endlich über Xenia und mich zu erzählen. Dabei sagte mir mein Bachgefühl längst, dass sie bereits alles wussten. J-Hope hatte sicher ausgeplaudert, dass er uns gesehen hatte und nun fantasierten sie über unsere gemeinsame Nacht. Ich blies mir genervt eine Haarsträhne aus dem Gesicht. So ein Idiot! Warum musste er ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, ohne anzuklopfen, in mein Zimmer kommen.

    „Suga kommst du?“ Xenia rief nach mir und ich ging schnell ins Studio zurück. Sie hatte bereits die Geräte angeschlossen und ihren Laptop auf den Schreibtisch gestellt. „Bist du soweit?“, erkundigte ich mich und nahm im Sessel neben ihr Platz. „Ich wurde bereit geboren“, blödelte sie und kickte mir in die Seite. Sie drückte auf einen Knopf, der den Lautsprecher zu J-Hope einschaltete. „Du kannst loslegen!“, lächelte sie. Er streckte ihr nickend den Daumen entgegen und setzte sich die Kopfhörer auf.

    Mir gefiel sein Song „Last Hope“. Er hatte etwas Melancholisches, Verträumtes an sich, mit dem ich mich sehr gut identifizieren konnte. Auch Xenia summte bereits leise die Melodie mit und spielte tiefe Bässe und Soundeffekte ein. Ich setzte gelichzeitig am Klavier mit eine leisen Begleitmelodie ein, die dem gesamten Lied etwas mehr Tiefe verlieh. Als ich zu spielen begann, lächelte sie mich zufrieden an. „Gefällts dir?“, flüsterte ich erwartungsvoll. „Es ist akzeptabel“, ärgerte sie mich, woraufhin ich ihr die Zunge zeigte.

    -fünf Stunden später-

    Es war ein langer Nachmittag gewesen, mittlerweile war es 18:00. Doch er war erfolgreich. Das Lied war fertig aufgenommen und abgemischt. Xenia und J-Hope waren zufrieden und so schickte es RM direkt an seinen zukünftigen Schwiegervater, den Produzenten von BTS, Sofies Vater.
    Xenias Schicht begann heute schon um 19:00. Deshalb würden wir gleich zur Shadow Bar fahren, um dort dann einen entspannten Abend zu verbringen. Ich hatte eigentlich keine große Lust auf feiern, aber da ich wusste, dass Xenias Schicht um 22:00 zu Ende war, hatte ich schon etwas auf das ich mich freuen konnte.

    „Suga, hast du deinen Ausweis mit?“ Sofie legte die Hände von hinten auf meine Schultern und drehte mich zu ihr um. „Immer einstecken!“, erklärte ich und deutete auf meine Jackentasche. „Geld?“, bohrte sie weiter nach. „Brauch ich nicht, ich hab‘ ja Jin, der läd mich sowieso immer ein.
    Sie grinste breit. „Hast ja recht!“ „So sind alle da?“ Sie zählte und kurz durch, wie eine Mutter ihre Kinder. Diese Eigenschaft von Sofie war teilweise etwas seltsam. Manchmal hatte ich sogar das Gefühl, dass sie und RM wie ein altes Ehepaar auf ihre sechs Kinder aufpassten.

    „Xenia fehlt“, kommentierten Jimin und Jungkook. „Ne ich bin schon da!“ Plötzlich tauchte sie hinter uns auf. Sie hatte ihre welligen Haare zur Hälfte hochgesteckt und zu einem eleganten Kranz geflochten. Statt eines schwarzen Pullis trug sie ein weißes T-Shirt mit einer alten schwarzen Lederjacke und kombinierte dazu eine enge zerrissene Jeans. Sie war echt heiß. Verflixt mir viel erst jetzt auf, wie gut ihre Figur eigentlich war. Ich schluckte.

    „Und wie seh‘ ich aus?“ Sie drehte sich einmal im Kreis und präsentierte ihren neuen Look. „Wie Sugas Freundin“, flüsterte J-Hope provokant hinter mir. Ich stieg ihm auf die Zehen. „Ich meine natürlich „Hammer“!“ „V, du hast das echt toll gemacht!“
    Der grinste selbstgefällig. „Finde ich auch! An mir ist ein Designer verloren gegangen!“ Ich verdrehte die Augen.

    „Das ist vielleicht auch besser so“, ärgerte ihn Sofie und gab dem empörten V einen Schubs. „Komm Xenia, wir gehen schon mal vor. Die Jungs kommen nach!“

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    Suga: Sofie schubste sie durch die Eingangstür und setzte sie sacht in unseren Mini-Van, der bereits vor der Tür parkte. Ich grinste breit. Sofie wa

    Suga:

    Sofie schubste sie durch die Eingangstür und setzte sie sacht in unseren Mini-Van, der bereits vor der Tür parkte. Ich grinste breit. Sofie war eine der wenigen, die V schlagfertig antworten konnte, was vermutlich auch der Grund dafür war, dass er sie so gerne hatte. Die beiden waren wie ein Herz und eine Seele, sie kannten einander mittlerweile in und auswendig und erzählten sich einfach alles.

    Woher ich das weiß? Ganz einfach. Sie sind der Grund warum ich mir schon so einige Nächte um die Ohren geschlagen habe. Denn wenn Sofie ihn Vs Zimmer ging, um mit ihm mitten in der Nacht über irgendetwas zu sprechen, können die beiden nie aufhören zu lachen und halten mich mit ihrem dämlichen Gekichere oft die ganz Nacht wach.

    So sehr mir das auch auf die Nerven ging, irgendwie habe ich die beiden immer um ihre besondere Beziehung beneidet.
    „Komm mach weiter, du versperrst den Weg!“, räusperte sich J-Hope und drückte mich durch den Türrahmen. „Geh ja schon“, murrte ich und stieg ins Auto ein. Ich setze mich schnell neben Xenia, sodass sich niemand anderes dort hinsetzte.

    Als ich mich anschnallte roch ich, dass sie etwas Parfüm aufgetragen hatte. Es roch nach Jasmin Tee. „Mhmm“, flüsterte ich. „Was?“ Sie sah mich fragend an. Ich lief rot an. „Äh ich meinte, was willst du nachher trinken?“ Sie runzelte die Stirn. „Ist mir egal. Such du was für mich aus!“ Ich nickte.
    „Können wir Musik aufdrehen?“, fragte Jungkook und lehnte sich zu Jin nach vorne, der den Wagen fuhr. „Mach J-Hopes Lied an!“, meinte Jimin euphorisch. „Ja, aber dreh lauter!“, kommandierte V. „Da, nehmt mein Handy!“ Jin reichte Jungkook sein Handy und bemühte sich nicht das Lenkrad zu verreißen. J-Hope riss es ihm aus der Hand. „Ich mach das schon!“ „Hey!“ Empört verschränkte der Jungkook seine Arme vor der Brust. Ich grinste. Alles wie immer….

    -eine halbe Stunde später-

    Nach einer wilden Partyfahrt parkten wir vor der Shadow Bar und stiegen aus dem Mini-Van. Ich half Xenia aus dem Wagen und sie sprang elegant auf den Gehsteig. „Ihr könnt mit mir mitkommen, dann müsst ihr keinen Eintritt zahlen!“ „Echt das geht?“, erkundigte sich Jimin und machte große Augen. „Seh ich aus, als mache ich einen Witz?“ Sie hob die Augenbrauen und sah Jimin streng an. „Nein Madam“, erwiderte er schnell. Wir sahen einander an und lachten laut los. „Also kommt schon“, meine Schicht beginnt gleich.

    Wir folgten ihr. Sie zeigte den Securitys am Eingang ihren Ausweis und die ließen uns Ohne Probleme in den Club.
    Es war noch nicht so spät, deshalb war noch nicht all zu viel los, doch es lief bereits die Musik und die Barkeeperin mixte die ersten Getränke. „Wenn du willst treffen wir uns dann wieder bei der Bar!“, meinte Sofie und winkte ihr zum Abschied. „Ok, machen wir das so“, lächelte Xenia. Ich wusste nicht so recht was ich sagen sollte. Irgendwie traute ich mich nicht, so zu sein, wie gestern Abend, doch ich wollte auch nicht, dass sie denkt, das war eine einmalige Sache.

    Als sie schon zu den Stiegen ging, eilte ich ihr schnell nach. Ich fasste sie am Arm und sie drehte sich überrascht zu mir um. „Mach schnell!“, meinte ich verlegen. „Wieso, hast du Stress?“, grinste sie. „Nein.“ Verlegen kratzte ich mich am Kopf. „Ich bin nur kein so großer Fan von Clubs, und ohne dich…..ist das Ganze hier erst recht langweilig.“ Schüchtern sah ich zu Boden. Was war denn eigentlich los mit mir? Warum schaffte ich es nicht mehr ironische Antworten in ihrer Gegenwart zu geben?

    Sie lächelte zufrieden und verschränkte ihre Finger in meine. „Keine Sorge, deine weißen Haare in der Menschenmenge sind so auffällig, da vergesse ich bestimmt nicht zu euch zu kommen, wenn ich fertig bin.“ Nervös sah ich mich um, ob uns jemand beobachtete.

    Sie verdrehte die Augen und löste ihre Hand von meiner. „Keine Sorge, ich werde dich nicht in eine unangenehme Situation bringen, wenn du das nicht magst! Ich verstehe das gut, ich bin auch kein Fan von turtelnden Pärchen, aber nach dieser Nacht kannst du jetzt nicht mehr erwarten, dass ich dich ignoriere.“ Ich wollte etwas sagen, doch sie ließ mich nicht zu Wort kommen. „Du warst derjenige, der mich geküsst hat, also musst du auch mit den Konsequenzen leben!“ Sie ging einen Schritt zurück. „Wir sehen uns nachher.“ Dann drehte sie sich um und ging die Stiegen nach oben zum DJ-Pult.

    Mist, ich glaube, jetzt hatte ich ihren verletzlichen Punkt getroffen. War sie jetzt etwa böse auf mich? Ich weiß es war falsch sich wegen ihr unsicher zu fühlen, aber so war es nun Mal. Das konnte ich nicht ändern. Ich hatte einfach keine Ahnung wie man mit einer derartigen Beziehung in der Öffentlichkeit umging. Wie weit durfte ich gehen? Was erwartete sie von mir?

    Ich sah ihr enttäuscht nach. Da musste ich nachher etwas in Ordnung bringen…..

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    Xenias Sicht: Ich stapfte wütend die Stufen nach oben. Ich war enttäuscht, enttäuscht davon, dass sich erneut ein Mensch für meine Person zu schä

    Xenias Sicht:

    Ich stapfte wütend die Stufen nach oben. Ich war enttäuscht, enttäuscht davon, dass sich erneut ein Mensch für meine Person zu schämen schien. Ich sah es ihm genau an, wie unangenehm es war, dass ich seine Hand gehalten hatte. So als hätte er Angst, jemand oder die anderen Jungs hätten ihn dabei sehen können.

    Es hatte mir einen Stich in Herz gegeben. Ich hatte mich ihm in dieser Nacht völlig geöffnet, mich ihm voll und ganz hingegeben. Das hatte ich zuvor noch bei einem anderen Menschen getan. Ich sah ihn die Menschenmenge, die unter mir tanzte. Vermutlich war es wirklich zu schnell gegangen mit uns. Wir waren das ganz offensichtlich viel zu schnell angegangen. Vielleicht wäre es besser, wir sollten jetzt damit aufhören, bevor wir einander wirklich verletzten…..

    Ich war oben angekommen löste wie immer Jackson ab, der mir schon erfreut entgegen winkte. „Ich habe gehört du verlässt uns Ende des Jahres!“ Ich grinste. „Ja, ich habe ein Angebot bekommen, mit BTS gemeinsam Songs aufzunehmen!“ Er riss überrascht die Augen auf. „Hey, freu mich für dich. Du startest ja richtig durch.“ Ich lächelte verlegen und boxte Jackson in die Seite. „Tja, jetzt musst du wohl wieder meine Schichten übernehmen!“ Er grinste und klatschte bei mir ab. „In dem Fall mache ich das natürlich sehr gerne.“

    Zum Abschied winkte er mir, schulterte seinen Rucksack und eilte die Stiegen hinunter. Ich warf einen erneuten Blick in die Menge und suchte nach den mir bekannten Köpfen. Schließlich waren es nicht Sugas Haare, die mir ins Auge fielen, sondern Jimin, V, Jungkook und J-Hope, die hyperaktiv über die Tanzfläche hampelten. Ich lächelte. Die vier sahen auch zu komisch aus.

    J-Hopes Sicht:

    Na, verwundert die Geschichte auch mal aus meiner Sicht zu hören? Ja? Hab ich mir gedacht!
    Also, wir waren gerade dabei zu Got7s Lullaby zu tanzen, als mir Suga auffiel, der betrübt aus der Richtung des DJ Pults kam. Ich hätte eigentlich gedacht es wäre jetzt alles gut zwischen den beiden, wo sich jetzt doch herausgestellt hatte, dass Suga sie geküsst hat und sie Gefühle für ihn hat.
    Ich gebe zu, es war mir verdammt peinlich, als ich die beiden zusammen im Bett vorgefunden hatte, aber das wars wert. Damit würde ich ihn für die nächsten zehn Jahre aufziehen können. Doch als ich sein Gesicht so sah, wie er uns entgegenkam, war ich mir da nicht sicher.

    „Hyung, alles gut bei dir?“ Besorgt legte ich Suga die Hand auf die Schulter und versuchte seinen Blickkontakt zu erhaschen. Doch der wich mir sofort aus. „Ja, alles gut, kein Grund sich Sorgen zu machen.“ Er wandte sich ab und steute gezielt auf die Bar zu.

    „Einen Swimmingpool bitte“, befahl er und drückte der Barkeeperin einen Schein in die Hand. „Passt so!“ Er nahm auf einem Hocker platz uns vergrub seine Hände verzweifelt in den Haaren.

    „Was ist den mit Suga“, erkundigten sich Sofie und RM, die gerade von der Tanzfläche kamen. „Ich glaube, der hat seine ersten Beziehungsprobleme.“ „Ich hätte gedacht die sind noch nicht zusammen?“, überlegte Sofie und runzelte die Stirn. „Sind sie auch nicht!“, meinte RM und wies V, Jin, Jungkook und Jimin an zu uns zu kommen.

    „Verdammt, das sieht schlimm aus“, fluchte Jin, als er Suga an der Bar sah. „Er zahlt sich sogar sein Getränk selbst. Das heißt schon was!“ „Sollen wir uns zu ihm setzen?“, überlegte Jungkook und sah RM fragend an. „Ja, ich denke das wäre das Beste. Ich glaube, wir können im Moment eh nicht mehr machen, als für ihn da zu sein.“

    Alle nickten verständnisvoll. V streckte eine Faust in die Luft. „Mission Sunia geht in Runde eins!“ „Wieso Sunia“, äffte Jimin. V verdrehte verständnislos die Augen. „Mann Jimin, das ist ihr Ship-Name. Aus Suga und Xenia wird Sunia!“ „Achso!“ Junkook verpasste Jimin einen liebevollen Klaps auf den Hinterkopf, dann machten wir uns auf zu Suga.

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    Sugas Sicht: Ich starrte gedankenverloren meinen Drink an und hatte meinen Kopf auf meine Hände gestützt. Ich malte mir die verschiedensten Situatio

    Sugas Sicht:

    Ich starrte gedankenverloren meinen Drink an und hatte meinen Kopf auf meine Hände gestützt. Ich malte mir die verschiedensten Situationen aus, in denen ich mich bei Xenia entschuldigte. Ich hatte das doch nicht so gemeint. Sie hatte das völlig falsch verstanden. Es war doch nicht so, dass sie mir peinlich war. Nein, es war allein die Tatsache, dass ich anderen meine Gefühle präsentieren müsste, würde ich mit ihr gesehen werden.
    Das hätte genau so gut eine andere Situation sein können. Also lag es nicht an ihr….

    Sofies Sicht:

    Ich legte ihm vorsichtig eine Hand auf die Schulter. „Suga, alles gut bei dir?“ Erschrocken von der Berührung zuckte er zusammen und riss herum. „Jaja, natürlich!“ Schnell griff er zu seinem Glas und trank es mit großen Schlucken leer. Ich sah ihn erschrocken an, war er jetzt völlig übergeschnappt. Er vertrug sowieso nicht viel Alkohol und jetzt exte er einen Cocktail?“ „Ich geb‘ dir fünf Minuten, dann ist das im Blut!“, lachte ich und nahm neben ihm Platz.

    Auch die anderen gesellten sich zu uns und bestellten sich etwas zu trinken. „Schneewittchen, was möchtest du?“, erkundigte sich Jimin und lehnte sich näher zu mir, um meine Antwort bei der lauten Musik auch hören zu können. „Eine Pina Colada, bitte!“ Er nickte und sagte der Barkeeperin unsere Bestellung ins Ohr. Dann sah e noch einmal zu Suga und dann auf sein leeres Glas. „Möchtest du auch noch etwas?“ Ich warf ihm einen vernichtenden Blick zu und zischte:“ Jimin spinnst du, du weißt doch, dass er kaum Alkohol verträgt!“ „Ist schon gut!“ Plötzlich zog mich Suga zurück und hob belehrend den Finger. Ich merkte bereits sich seine Augen rascher bewegten und sein Blick etwas dümmlich wirkte.

    Ah, ich hatte recht behalten, er war bereits beschwippst! „Jetzt lass ihn, doch! Wenn er schon so nett ist und mich auf ein Getränk einlädt, sollte ich das auch nicht abschlagen!“ Etwas wacklig stand er auf und legte Jimin einen Arm über die Schulter. „Also Hyung, für mich ein Sex on the Beach!“
    Jimin grinste und leitete auch diese Bestellung weiter. Verärgert über Jimins Fahrlässigkeit schnippte ich ihm gegen den Kopf und ging zu RM.

    „Joonie?“ „Ja, was gibt’s?“ Er drehte sich zu mir um und nippte an seinem Cocktail. „Ich glaube Suga müssen wir heute nach Hause tragen. Noch ein Drink und der redet nur noch Schwachsinn.“ Er grinste breit. „Das ist nicht ganz korrekt. Du weißt doch Kinder und Betrunkene sagen immer die Wahrheit. Da ist es vielleicht mal ganz gut, dass unser lieber Suga seine Hemmschwelle überschreitet und Taten für sich sprechen lässt.“ „Was meinst du damit?“, erkundigte ich mich fragend. „Wirst du schon noch sehen“, antwortete dieser und reichte mir ebenfalls etwas zu trinken.

    -22:00 Uhr-

    Ich sah auf die Uhr. Endlich fertig. Ich hatte Hunger und Durst und es war Zeit für eine Pause, also steckte ich wieder meine Pausenplaylist an den Laptop und verließ die Bühne. Ich überlegte, ob es eine gute Idee war nach meiner kleinen Auseinandersetzung mit Suga jetzt zu ihnen zu gehen, doch was konnten die anderen dafür.

    Ich entdeckte Suga, der and der Theke lehnte und mit seltsamen Grimassen Schluck für Schluck sein Glas lehrtrank.
    Vielleicht hatte ich doch etwas zu voreilig reagiert. Schließlich war das doch auch alles Neuland für ihn. Es könnte ja sein, dass er mit der momentanen Situation und unserem Beziehungsstatus einfach überfordert war.

    Mit zügigen Schritten ging ich auf die anderen zu. Als ich gerade hinter ihnen stand und mit einem kurzen „Hi“ grüßte, wirbelte Suga plötzlich herum und starrte mich aus großen verletzten Augen an.

    Die anderen musterten das Schauspiel gespannt und wusste selbst nicht so ganz, was das hier werden sollte. „Suga, bist du betrunken?“, fragte ich ihn und legte ihm zur Kontrolle eine Hand auf die Stirn.

    Auf einmal stand er auf und wackelte gefährlich hin und her. Er stütze sich gerade noch an der Bar ab. „Hey, hat keiner von euch aufgepasst? Wie viel hat er denn bitte getrunken?“, warf ich den anderen fassungslos entgegen. Doch bevor ich mich weiter darüber aufregen konnte, dass die anderen sich nicht um ihn gekümmert hatten, hatte er mich bereits am Handgelenk gepackt und zu sich gezogen.

    Er legte seine Arme um meinen Körper und küsste mich einfach so, vor allen anderen direkt auf den Mund….

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    Es war ein seltsames Gefühl. Einerseits wollte ich ihn zurückküssen, da mich meine Gefühle übermannten und ich total hin und weg war. Doch dann d

    Es war ein seltsames Gefühl. Einerseits wollte ich ihn zurückküssen, da mich meine Gefühle übermannten und ich total hin und weg war. Doch dann dachte ich wieder daran, dass er gerade betrunken war und das ja nicht mit vollem Bewusstsein tat. Schließlich hatte er mich noch vor einigen Stunden abgewiesen, als es darum ging auch den anderen unsere Beziehung zu offenbaren.

    Also überwand ich meine Gefühle und drückte ihn sanft von mir weg. Erst wehrte er sich etwas gegen meinen Versuch ihn von mir wegzuschieben, doch dann öffnete auch er seine Augen und machte einen Schritt zurück. Er sah mich aus großen Augen an. „Ich hätte gedacht, du möchtest, dass die andern sehen, dass wir uns lieben!“, lallte dieser und wackelte gefährlich nach links und rechts.

    Ich jauchzte innerlich auf. Er hatte „.., dass wir uns lieben..“ gesagt, einfach so, vor allen anderen. Ich konnte an den überraschten Gesichtsausdrücken der andern feststellen, wie plötzlich diese Aussage auch für sie kam. Ich räusperte mich und senkte den Blick etwas. Keiner sagte etwas, alle starrten nur. Das war mir schon etwas peinlich. Nur J-Hope, der hatte ein breites Grinsen aufgesetzt und lachte selbstgefällig in meine Richtung. Klar, der wusste bereits was Sache war.

    „Also, versteh mich nicht falsch Suga. Aber, in diesem Zustand….naja, da bin ich mir einfach nicht sicher was du ernst meinst, oder der Alkohol…..naja verursacht!“, meine Stimme wurde immer leiser, denn ich merkte wie ich ihn mit diesen Worten verletzte. Er blieb starr stehen und sah mich entgeistert an. „Weißt du eigentlich wie viel Mut ich mir antrinken musste, um das zu sagen?“ Das versetzte mir einen Stich ins Herz, ich wollte ihn nicht verletzen. Nun sah er mich nicht mehr traurig, sondern eher schon wütend an.

    Ich trat nervös von einem Fuß auf den anderen und spähte, unsicher zu den andern hinüber. Wie gerne hätte ich jetzt meine Kapuze zurück. Da könnte ich mich einfach verkriechen und unsichtbar werden. Nun war auch J-Hopes Lächeln verschwunden. Es scheinen auch Sofie und die anderen Mitglieder bemerkt zu haben, wie ernst Suga, das nun meinte.

    „Ich…äh….ich wollte dich nicht…..!“, stammelte ich und strich mir hektisch eine Strähne hinters Ohr. Doch er unterbrach mich indem er mit schnellen Schritten auf mich zukam, mich am Arm packte und zu sich zog. „Hör auf mit meinen Gefühlen zu spielen, es war schon schlimm genug für mich, als du dachtest du hättest J-Hope geküsst. Und jetzt versuche ich einen Schritt auf dich zuzukommen und du weißt mich schon wieder ab.“ Er kochte innerlich und biss die Zähne aufeinander. Ich bemerkte eine Ader auf seiner Stirn, die schlagartig zu pochen begann. Langsam füllten sich seine Augen mit Tränen. Er…..weinte? Ich wusste nicht was ich sagen sollte.

    „Warum bin ich dir dann so peinlich?“, warf ich ihm schnell entgegen. „Seine Augen huschten hin und her und er packte mich noch fester am Arm. „Du bist mir nicht peinlich! Ich habe nur Angst, dass ich etwas falsch mache! Ich möchte nicht…..“ Er rang mit sich selbst. „….ich möchte nicht, dass ich dich verliere!“

    Hinter mir hörte ich V und Jimin laut ausatmen, so als hätten sie die ganze Zeit über die Luft angehalten. Mir wurde warm. Nein richtig heiß. Noch nie hatte jemand etwas so Schönes zu mir gesagt. „Ich möchte dich nicht verlieren!“ Dieser Satz hallte immer und immer wieder in meinem Kopf und je öfter ich ihn hörte, desto mehr Schmetterlinge flatterten in meinem Bauch.

    Er atmete laut ein und aus und ich spürte wie angespannt er war. Er hatte noch immer mein Handgelenk fest umschlungen und mich an sich gezogen. Ich machte einmal kurz die Augen zu, dann schlug ich sie wieder auf und sah ihn an. Eine Träne lief über seine Wange. Ich schluckte. Dann fasste ich einen Entschluss und küsste ihn.

    Ich entriss mich aus seinem Griff und schlang die Hände um seinen Körper. Ich schloss die Augen und ertastete vorsichtig mit meinen Lippen die seinen. Sie waren warm und weich und schmeckten nach Alkohol. Aber das war mir egal.

    Mir war es egal, dass uns jetzt alle so sahen. Mir war es egal, dass er betrunken war und sich an das hier morgen vielleicht nicht mehr erinnern konnte. Mir war egal, dass er Angst davor hatte etwas falsch zu machen, denn das konnte er gar nicht. Suga könnte niemals etwas tun, das mich davon abbringen könnte ihn zu lieben….

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    Sugas Sicht: In dem Moment, als sie mich küsste, machte mein Herz einen Freundensatz. Es war so ein schönes Gefühl, sie wieder so nahe an mit zu ha

    Sugas Sicht:

    In dem Moment, als sie mich küsste, machte mein Herz einen Freundensatz. Es war so ein schönes Gefühl, sie wieder so nahe an mit zu haben, wie in unserer gemeinsamen Nacht. Ich schwankte leicht nach links, doch sie hielt mich fest und stabilisierte meinen Stand. Nach einer Weile löste ich mich von ihr, sah ihr tief in die Augen und umschloss sie schließlich in eine innige Umarmung.

    „Ich hätte schon gedacht, du verzeihst mir nie“, nuschelte ich in ihre Schulter und legte meinen Kopf auf dieser ab. „Ich könnte dir doch nie böse sein!“, antwortete sie und streichelte mit ihren Händen über meinen Kopf. Ich atmete erleichtert aus und schloss die Augen….

    Sofies Sicht:

    Es war einfach herzerwärmed den beiden zuzusehen. Sie hatten einander schon so viel beigebracht. Suga war plötzlich viel offener zu anderen Menschen und Xenia hatte es geschafft aus ihrer Kompfortzone zu kommen und endlich auf andere Menschen zuzugehen. Sie beide so in einander verschlungen zu sehen, erinnerte mich an RM und mich, als wir uns das erste Mal geküsst hatten. Ich lächelte. V der immer noch starr neben mir stand verzog sein Gesicht zu einer Grimasse. „Ich hätte nicht gedacht, dass Suga vor mir eine Freundin hat!“, kommentierte er schmollend und verschränkte die Arme vor der Brust. „Jetzt freu dich doch für ihn. Und wer weiß, vielleicht liegt das auch an dir, dass du noch keine Freundin hast“, meinte Jimin und boxte V in die Seite. V streckte ihm die Zunge raus und erhob drohend die Hand. „Das sagst gerade du. Du hast doch selbst noch keine Freundin!“, äffte V und boxte ihn zurück.

    Ich kicherte. Die beiden konnten es einfach nicht lassen, ihren Senf dazu zugeben und sich dabei auch noch gegenseitig zu ärgern. Ich sah hinüber zu Jungkook und Jin. Der Maekne hatte einen leicht verstörten Gesichtsausdruck aufgesetzt und einen starren Blick direkt auf das Geschehen gerichtet. „Jin“, rief ich in ihre Richtung. „Ja?“ Er drehte sich zu mir und sah mich erwartungsvoll an. „Halt Jungkook die Augen zu, das ist noch nichts für ihn.“ Er lachte bei meinem Scherz auf und versperrte ihm auf mein Kommando mit seinen Händen die Sicht.

    Jungkook wehrte sich vergeblich und Jin nahm ihn in den Schwitzkasten. Zufrieden lehnte ich mich an J-Hope und sah zurück zu den beiden frisch Verliebten. „Sind sie nicht süß?“ meinte er. „Ja, das sind sie“, seufzte ich und legte meinen Kopf an seine Schulter.

    Plötzlich war mir, als konnte ich ein Schnarchen hören. Ich sah mich um. Das konnte doch nur… Ich riss herum und lachte los. Ich sah Suga, der einfach so auf Xenias Schulter eingeschlafen war. Der Alkohol hatte ihn so müde gemacht, dass er auch schon im Stehen schlafen konnte. „Schnell mach ein Foto“, kicherte RM und drückte mir sein Handy in die Hand. „Das glaubt er mir sonst morgen nie!“ Schnell knipste ich ein Foto und gab RM das Handy zurück. „Sollen wir ihr helfen?“, kicherte ich immer noch und sah Namjoon an. „Naja, wenn wir ihr jetzt nicht helfen, muss sie so stehen bleiben, bis er wieder aufwacht!“ Ich nickte.

    Xenias Sicht:

    Ich spürte, wie die Spannung Sugas Körper verließ und er schließlich in meiner Umarmung einschlief. „Pssst, Suga, nicht schlafen! Wir müssen doch noch nach Hause. Ich kann dich nicht tragen!“ Keine Reaktion. Ich lächelte. Das war schon irgendwie süß.

    „Warte wir helfen dir!“ Im nächsten Moment standen Sofie und die anderen neben mir und nahmen mir Sugas schweren Körper von den Schultern. „Danke“, lächelte ich verlegen. Was sie sich wohl gedacht hatte, als sie uns so stehen gesehen haben. „Glückwunsch euch beiden“, meinte RM und klopfte mich anerkennend auf die Schulter.

    „Zeit nach Hause zu gehen, oder?“ Jin sah auf die Uhr. „Jap, es wird Zeit!“ „Ich nehm Suga Huckepack“, meinte Junkook stolz. Die anderen halfen ihm dabei, den schlafenden Suga auf seinen Rücken zu hängen und lachten dabei, als sie sein leises Schnarchen hörten.

    J-Hope kam zu mir und ich war froh, dass er mich in ein Gespräch verwickelte. Mi war das immer noch etwas peinlich. „Komm lass und gehen!“ Er legte mir den Arm um die Schulter und wir spazierten aus der Bar.

    Draußen fuhr mir ein kalter Windstoß durch die Haare. Ich fröstelte. „Da!“ J-Hope legte mir seine Weste um und schob mich vor sich her. „Danke, dass du da bist“, meinte ich und schenkte ihm einen erleichterten Blick. „Dafür hat man doch Freunde“, lächelte er und sah nach oben. Die Sterne funkelten und ich entdeckte eine kleine Sternschnuppe, die glitzernd über den Himmel tanzte….

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    Wir liefen durch die schmalen Gassen, vorbei an kleinen Restaurants und Bars, aus denen Musik und Gelächter dröhnte. Der Wind pfiff mir um die Ohren

    Wir liefen durch die schmalen Gassen, vorbei an kleinen Restaurants und Bars, aus denen Musik und Gelächter dröhnte. Der Wind pfiff mir um die Ohren und ich kuschelte mich tiefer in J-Hopes Weste. Mir war kalt. Doch dieser Abend, der eine bedeutsame Wendung genommen hatte, würde mir wohl ewig im Gedächtnis bleiben.

    In Gedanken an Sugas und meinen Kuss wurde mir wieder warm und ein Lächeln umspielte meine Lippen. „Mann, siehst du verknallt aus!“, stellte J-Hope grinsend fest. „Als ob man mir das ansieht“, motzte ich und trat verspielt nach seinem Schienbein. Er aber, wich geschickt aus und ich trat ins Leere. „Naja, verliebt macht bekanntlich blöd und blind!“, lachte er nun. Ich zog die Nase kraus. „Duuuu, komm nur! Sag das noch einmal!“ Dann rannte er quietschend von mir weg und bog in die erste Straße auf der rechten Seite ein.

    „Hey, das ist die falsche Richtung!“, rief ich ihm noch hinterher, doch er hörte mich schon nicht mehr. „Ach, lass ihn“, meinte RM beschwichtigend. „Wenn wir jetzt rechts gehen, kommen wir auch nach Hause. Ist halt ein kleiner Umweg!“ „Na, dann musst du aber vorne gehen, weil ich kenn mich hier nicht aus!“ „Ja Mam“, grinste er und salutierte.

    Also bogen wir rechts ab und marschierten eine lange Gasse den Hügel hinunter. „Führt der Weg nicht zur Hauptstraße?“, erkundigte ich mich. „Ja“, erklärte V, der um Jimin herumtanzte. Er kam zu mir und flüsterte mir ins Ohr:“ Da ist auch das Rotlichtviertel! Aber keine Angst, dir kann nichts passieren. Du hast ja uns.“ Ich grinste selbstgefällig. „Schon vergessen, ich kann mir gut selbst helfen!“ „Ach, wie konnte ich das vergessen“, lächelte V und hüpfte die Stufen vor uns hinunter.

    Ich ging schnell zu Jungkook, der immer noch den schlafenden Suga Huckepack trug. „Wie geht’s ihm?“, fragte ich mit einem leicht besorgten Unterton. „Er wacht immer wieder auf, brabbelt irgendetwas, und schläft dann wieder ein!“ Jungkook grinste. Er ist wirklich wie ein Koala.

    Plötzlich machte er ein schmatzendes Geräusch. „Xenia?“ Ich sah ihn freundlich an und fuhr ihm durch die Haare. „Na, hast du deinem Rausch schon ausgeschlafen?“ „Isch hatte nie einen Raauschhhh!“, lallte er und bemühte sich ohne Erfolg seine Augen offen zu halten. Er sah verwundert auf die starken Arme, die ihn schon die ganze Zeit über getragen hatten. „Kookie, du kannnnnst mich runterlassen! Ich kann seeelber lauuufen!“ Er hob drohend den Finger. Doch Junkook grinste nur und setzte seinen Weg fort. „Hey!“ Empört rammte er seine Füße in Jungkook’s Unterleib woraufhin ihn dieser am Gehsteig absetzte. „Hier ich übergebe dir die Nervensäge“, meinte er und legte meine Hände auf Sugas Arme. „Schlag dich du mit ihm herum. Mein Rücken wird es dir danken!“
    Mit diesen Worten lief er nachvorne zu RM, Sofie und Jin, die bereits auf die Hauptstraße einbogen. „Hey, wartet auf uns!“, lachte ich und beeilte mich mit dem schimpfenden Suga einen Zahn zuzulegen.

    „Xenia?“ „Ja?“ Ich führte ihn vorsichtig über ein Schlagloch, sodass er nicht stolperte. „Möchtest du meine Freundin sein!“ Ich hustete. Wie bitte? Hatte ich mich etwa verhört? So ernst war es ihm bereits? Kurz überlegte ich. „Ja, ich meine gerne, wenn du dich morgen noch an deine Frage und meine Antwort erinnerst!“ Er lachte auf. „Isch hab ein Gedächtnis wie ein E..Elefant!“ „Das glaub ich dir“, lächelte ich und drückte ihm einen Kuss auf die Wange. „Also, heischt das ja?“, fragte er und sah dabei sehr dumm aus der Wäsche. „Ja, du Saufkopf!“, lachte ich und verschränkte seine Finger in meine.

    „Hey, ich zwei Turteltauben macht weiter, sonst sind wir morgen noch nicht zuhause!“, reifen RM, Sofie und Jin, die unten mir den anderen bereits auf uns warteten.
    „Komm wir laufen“, meinte ich und zog Suga hinter mit her. Ich sah erneut in den Nachthimmel. Ich war überrascht. Mein Wunsch hatte sich wirklich erfüllt und zwar schneller, als ich erwartet hätte.

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    Ich flitzte zu meinen neunen Freunden und zog dabei, den sich im Halbschlaf befindenden, Suga hinter mir her. „Jetzt rechts oder links?“, fragte i

    Ich flitzte zu meinen neunen Freunden und zog dabei, den sich im Halbschlaf befindenden, Suga hinter mir her. „Jetzt rechts oder links?“, fragte ich und sah mich nach beiden Seiten um. „Links meinte RM und nickte in die Richtung. Ich folgte seinem Blick und musterte die Geschäfte, die sich entlang der Hauptstraße befanden. Das hatte V also mit Rotlichtviertel gemeint. Ich entdeckte zahlreiche junge Frauen, die am Straßenrand standen und auf einen potentiellen Kunden warteten. Ich fröstelte. Das musste ein grausamer Beruf sein. Ich war froh, dass ich mich mit der Musik über Wasser halten konnte, sonst würde ich vielleicht auch dort stehen.

    „Müssen wir da wirklich durch?“, erkundigte ich mich leise und sah RM und Sofie flehend an. „Ach, komm schon. Dir wird nichts passieren!“, beruhigte mich J-Hope. „Wir sind ja bei dir. Und die Straße ist auch nicht lang. Da vorne links geht es schon in unser Viertel!“ „Wir lassen einfach Jungkook vorgehen! Der kennt sich hier schließlich aus!“, scherzte Jin und boxte dem jüngsten in die Seite. „Hä?“, Jungkook hatte nicht zugehört und war wieder einmal in seiner eigenen Welt versunken. Vermutlich auch besser so. Die anderen Mitglieder grinsten sich an. „Also auf geht’s“, kommandierte Jimin und schritt gemeinsam mit V voran.

    Ich fühlte mich verdammt unwohl und klammerte mich fest an Suga, was ein Vorteil für uns beide war. Ich fühlte mich dadurch um einiges sicherer und Suga viel nicht direkt auf den Gehsteig, wenn er wieder einmal hin und herschwankte. Außerdem schien er, zur Freude meines Rückens, der schon etwas schmerzte, endlich wieder nüchterner zu werden. Er brabbelte nicht mehr so viel unverständliches Zeug und auch seine Haltung wurde immer besser. Das lag vermutlich an der vielen frischen Luft.

    Wir gingen vorbei an kleinen Bars, die mit bunten Neon-Reklamen beleuchtet waren und bemühten uns dabei, den Eingängen nicht zu nahe zu kommen. Es torkelten betrunkene Männer im mittleren Altern an uns vorbei und machten sich an die jungen Frauen am Straßenrand heran. Ich roch die Alkoholfahnen, die sie ausatmeten und hielt instinktiv die Luft an. Ein Wunder, dass ich hier meinen eigenen Vater nicht antraf…..

    Aber, nein wie kam ich nur darauf, der war doch viel zu faul um auch nur einen Fuß außer Haus zu setzen, selbst für so etwas.
    Ein Auto fuhr vor uns an den Straßenrand heran und parkte vor einer leicht bekleideten Dame, die wohl etwas älter als der Rest der Frauen war.

    Das Fenster wurde heruntergelassen und ein alter, hässlicher Mann steckte seinen dicken Kopf durch das Fenster. „Wie viel“, fragte er? „50 die Stunde!“, antwortete die zerbrechliche Gestalt. Ich zuckte zusammen. Die Stimme kannte ich doch. Ich verschnellerte meinen Schritt. „Xenia? Was ist los?“, erkundigte sich Suga besorgt und hielt meinen Arm fest, als ich mich von ihm losreißen wollte. „Warte hier“, meinte ich und lief los.

    Als ich bei der Frau angekommen war, blieb ich direkt hinter ihr stehen. Sie verhandelte gerade mit dem grauslichen Mann über den Stundenlohn als ich sie am Ärmel zupfte und ansprach:“ Mama?“

    Sie drehte sich langsam um. Plötzlich verlor ich den Boden unter den Füßen. Ich taumelte nach hinten und hielt mich an dem erst besten Laternenpfosten an. „Mama?“, rief ich erneut.

    Die Frau sah mich entgeistert an. Das war meine Mutter, doch sie hatte sich verändert. Ihre Wangen waren eingefallen und ihre Augen lagen in tiefen Schatten. Ihre Kleidung hing ihr wie Fetzen vom Lieb und ihre Finger zitterten. Sie musste unter einer schweren Droge stehen, denn so hatte ich meine Mutter noch nie erlebt. Einst war sie eine Frohnatur, doch nun…..

    Ich schluckte. Alles drehte sich um mich. Noch einmal ging ich auf sie zu und sah sie flehend an. „Komm Mama, lass uns von hier weggehen. Ich bringe dich an einen sicheren Ort. Du musst das hier nicht machen!“ Mir stiegen Tränen in die Augen und ich wischte sie mir schniefend mit meinem Ärmel vom Gesicht. Sie sah mich mit einem verstörten Gesichtsausdruck an und lächelte dann abscheulich.

    Es war ein Lächeln, aus dem Verzweiflung, Hass und Hilflosigkeit sprach. „Ich kenne dich nicht, mein Kind. Du musst mich verwechseln. Bitte gehe jetzt. Ich mache hier Geschäfte.“ Mein Kopf dröhnte. Ich griff nach ihrer Hand. „Komm hier weg! Bitte, bitte.“ Ich zog an ihr doch sie schüttelte meine Hand mit ihren schwachen Armen ab. Auch ihr kamen die Tränen. „Ich kenne dich nicht“, sagte sie noch einmal mit zitternder Stimme und stieg dann in den Wagen des hässlichen Mannes.

    Die Autotür wurde mir vor der Nase zugeknallt und der Wagen fuhr brausend davon. Ich sah im nach. Ich weinte. Dann sank ich auf die Knie und drückte die Hände auf meine Ohren. Dieses Dröhnen, die Autos, das Hupen. Das alles machte mich wahnsinnig. Wütend schrie ich auf und Tränen der Verzweiflung tropften auf den Boden.

    Ich konnte es nicht fassen. All die Tage an denen meine Mutter mich alleine gelassen hatte, war sie hier gewesen. Sie hatte als Prostituierte gearbeitet……

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    Sugas Sicht: Ich rief ihr etwas nach, doch sie hörte nicht mehr auf mich. Xenia sprintete einfach los und rannte keuchend auf die krank aussehende Fr

    Sugas Sicht:

    Ich rief ihr etwas nach, doch sie hörte nicht mehr auf mich. Xenia sprintete einfach los und rannte keuchend auf die krank aussehende Frau am Straßenrand zu. Auch die anderen merkten, dass etwas geschehen war, drehten sich um und sahen mich fragend an.

    „Suga, was ist los?“, fragte J-Hope besorgt und nickte mit dem Kopf in ihre Richtung. „Mittlerweile war ich wieder Herr über meinen Kopf, und die Wirkung des Alkohols war vergangen. „Ich habe keine Ahnung!“, rief ich zurück, wendete dabei meinen Blick aber nicht von ihr ab. Ich überlegte ob ich ihr folgen sollte, doch irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich mich jetzt raushalten sollte.

    Sie zog an dem Arm der Frau und rief etwas. Ich konnte es durch den lauten Verkehr nicht gut verstehen. Dieses Hupen und die Motoren der Autos nervten mich und ich versuchte angestrengt etwas zu verstehen……Mamma? Hatte sie etwa Mama gesagt? Sie zerrte an dem Arm der Frau, doch sie schüttelte die Hände der verzweifelten Xenia ab. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass das ihre Mutter war……Das hieße ja, ihr Mutter ist eine…..Nein, ich durfte nicht zu schnell urteilen.
    Die Frau sagte etwas zu ihr, dann stieg sie in das Auto, dass die ganze Zeit am Gehsteigrand parkte. Ein alter dicker Mann saß darin. Er sah unsympathisch aus. Als das Auto abfuhr, sackte Xenia in sich zusammen. Sie weite und drückte ihre kleinen Hände auf ihre Ohren. Als sie aufschrie, rannte ich los….

    Auch die anderen eilten mit schnellen Schritten zu ihr. Ich hockte mich neben sie und drückte meine Hände auf ihre Wagen. Ich versuchte sie zu beruhigen, ihr zu sagen, dass wir für sie da sind, egal was wäre, doch sie hörte nicht auf zu weinen. „Xenia, was ist passiert?“, fragten Jin und RM. „Können wir irgendwas für dich tun?“, wollte Jungkook wissen. „Ich glaube sie hört uns gar nicht!“, stellten V und Jimin besorgt fest. „Vielleicht steht sie unter Schock?“, vermutete Sofie und warf einen mitleidigen Blick in die Runde. Mein Handy waren mittlerweile von Tränen durchnässt und die anderen warfen sich hilflose Blicke zu. „Gebt ihr uns kurz einen Moment?“, bat ich und wies auf die aufgelöste Xenia.
    „Ok, wir sind da drüben, wenn ihr uns braucht!“, bot mir J-Hope an und schob den Rest der Gruppe mit sich.

    Als sie weg waren, musterte ich Xenia von oben bis unten. Sie zitterte am ganzen Körper und wippte hin und her, um sich selbst zu beruhigen. „Xenia!“, versuchte ich es sanft. Doch sie zeigte keinerlei Reaktion. „Xenia!“, versuchte ich es noch einmal, doch nun etwas lauter und bestimmter. Nichts. Ich atmete verzweifelt aus. Schließlich riss ich ihr ihre Hände von den Ohren und biss die Zähne zusammen. Im selben Moment riss sie die verheulten Augen auf und sah mich geschockt an. Augenblicklich hörte sie auf zu schluchzen und man hörte nur noch die Geräusche der vorbeifahrenden Autos. Wir sahen uns lange an. Dann nahm ich sie in die Arme. Xenia legte ihre Hände um meinen Oberkörper und ihr Kinn auf meine Schulter. Sie schluchzte noch einmal auf, dann meinte sie:“ Suga, bring mich bitte nachhause!“

    Ohne weiter zu fragen nahm ich sie hoch und stand mit ihr in den Armen auf. Sie hatte ihr Gesicht in meinen Pulli gedrückt und spielte leise schluchzend mit den Bändern meiner Kapuze. Ich wollte sie nicht weiter ausfragen, denn ich glaube, es ist das beste jetzt einfach für sie da zu sein und ihr zuzuhören. Sie wird mir schon davon erzählen, wenn sie bereit dazu ist.
    Langsam ging ich zu den anderen, die immer noch auf uns warteten. „Gehen wir nachhause!“, meinte ich trocken. Sie nickten bedrückt, warfen noch einen besorgten Blick auf die verstörte Gestalt in meinen Armen und gingen voran.

    -eine halbe Stunde später-

    Wir waren bereits zuhause und hatte beschlossen, dass es das beste sei, wenn jetzt alle erst mal schlafen gingen. Die Welt würde morgen bestimmt wieder ganz anders aussehen. Das bezweifelte ich zwar, lies sie aber in ihrem Glauben und bracht Xenia auf ihr Zimmer.

    Sie war in der Zwischenzeit eingeschlafen, so legte ich sie vorsichtig auf die Matratze und deckte sie liebevoll mit ihrer Bettdecke zu. Ich sah sie lange an. Sie sah sogar traurig aus, während sie schlief. Es tat mir weh sie so zu sehen. Doch es war schon spät, auch ich sollte mich schön langsam mal hinlegen.

    So machte ich das Licht aus und schloss die Tür hinter mir.
    Im Badezimmer schwirrten mir die verrücktesten Gedanken durch den Kopf. Was war eigentlich passiert? Konnte ich ihr irgendwie helfen? Würde es ich morgen wieder besser gehen? Ganz nebenbei wurde mir erst jetzt bewusst was ich eigentlich zu ihr gesagt hatte, als ich betrunken gewesen war. Aishh….wie peinlich! Würde das jetzt was Ernstes werden mit uns?

    Ich schüttelte mir die vielen Fragen aus dem Kopf, steckte meine Zahnbürste zurück in den Becher und ging aus dem Bad. Die anderen schliefen bereits und ich hörte das leise schnarchen von J-Hope, der ebenfalls sein Zimmer in diesem Stockwerk hatte. So wie Xenia……

    Ich lauschte. Mi war so, als hörte ich ein leises Weinen. Besorgt ging ich auf Xenias Zimmer zu und legte mein Ohr an die Tür……Ja, es war sie. Sie musste aufgewacht sein, und nun hatten sie die Erlebnisse des heutigen Abends eingeholt. Ich legte meine Hand an die Türklinke. Sollte ich reingehen? War das eine gute Idee, oder sollte ich sie einfach in Ruhe lassen? Als ich überlegte hielt ich das leise Weinen nicht mehr aus…..

    Ich machte die Tür mit einem leisen Klicken auf und trat in ihr Zimmer. „Wer ist da“, schluchzte sie. „Ich bin’s, warum schläfst du nicht?“ „Ich kann jetzt nicht schlafen!“, weite sie und drückte ihr Gesicht in den Polster. Ich wusste nicht recht was ich sagen sollte, also setze ich mich ans Bett und legte eine Hand auf ihren Arm. Vorsichtig streichelte ich ihn und seufzte. „Willst du wissen, was passiert ist?“, fragte sie mit einem Mal. Ich überlegte. „Nein“, meinte ich schließlich. „Um mir das zu erzählen, ist morgen noch genug Zeit. „Versuch erst mal zu schlafen!“ „Kann ich aber nicht!“, flüsterte sie und drehte sich von mi weg.

    Ich schluckte. Doch dann stand ich auf und legte mich zu ihr ins Bett. Ich legte meinen Arm um sie und zog sie fest an mich. Mein Herz pochte wieder und es erinnerte mich an unseren ersten Kuss. Ich spürte auch ihren Herzschlag und mit einem Mal wandte sie sich zu mir.

    Sie lächelte mich traurig an. „Suga?“ „Ja?“ „Versprichst du mir etwas?“ „Was denn?“, erkundigte ich mich. „Bitte lass mich nie alleine. Bleib für immer bei mir!“ Ein Glücksgefühl stieg in mir hoch, doch ich zeigte es nicht und nickte nur. „Ich verspreche es dir! Aber jetzt geh schlafen!“ Sie legte ihren Kopf auf meine Brust und atmete nun immer ruhiger ein und aus. Nach einigen Minuten muss sei eingeschlafen sein…..

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    Die nächsten Tage waren schrecklich. Xenia verkroch sich in ihrem Zimmer und ließ niemanden außer mich hinein. Ich versuchte sie dazu zu überreden

    Die nächsten Tage waren schrecklich. Xenia verkroch sich in ihrem Zimmer und ließ niemanden außer mich hinein. Ich versuchte sie dazu zu überreden endlich einen Fuß aus dem Zimmer zu setzen, doch sie verneinte immer wieder und zog sich die Decke über den Kopf. Was mir Sorgen bereitete war, dass sie immer weniger aß. Ihr Appetit verschwand und auch ihre Lebenslust. Sie nahm ab und wirkte täglich zerbrechlicher.

    Am vierten Tag zog sie sich auch ihren alten schwarzen Pulli wieder an und verkroch sich in der tiefen Kapuze. Große Schatten untermalten ihre Augen und sie sah von Tag zu Tag kränker aus. Ich machte mir große Sorgen. Nicht einmal die Musik konnte sie ablenken und so hörte sie auf an Jungkook’s Song zu arbeiten. Im Laufe der Tage, schaffte ich es die Geschichte ihrer Mutter zu erfahren. Ich konnte es einfach nicht fassen, dass sie selbst jahrelang nicht wusste, was ihre Mutter arbeitete. Wobei irgendwie konnte ich sie auch gut verstehen. Sie hatte genug Kraft gebraucht, um sich um ihren Vater und sich selbst zu kümmern, da hatte sie kaum Zeit ihrer Mutter nachzuspionieren, um herauszufinden wo die sich herumtreibt.

    Ich versuchte immer wieder ihr näher zu kommen und ihr das Gefühl zu geben, dass jemand für sie da war. Doch jedes Mal wandte sie sich ab und ignorierte meine Versuche. Selbst eine Umarmung lies sie nicht mehr zu. Es war schrecklich für mich zu beobachten, wie sie wieder in alte Verhaltensmuster zurückfiel und bei jeder Bewegung zusammenzuckte, die ihr zu nahekam.

    Es war 12:00 und alle außer Xenia, saßen am Esstisch und stopften sich Jins dampfendes Mittagessen in den Mund. Es war lecker wie immer, doch irgendwie bekam niemand einen Bissen herunter. „Ich kann da nicht mehr länger zusehen!“, seufzte Sofie und stocherte gedankenverloren in ihren Nudeln herum. „Ich auch nicht!“, flüsterte J-Hope und nippte an seinem Saft. „Aber was wollt ihr tun?“, fragte V. „Wir versuchen doch ständig, dass sie aus ihrer Höhle rauskommt und wieder mit uns spricht! Aber wenn selbst Suga nichts mehr tun kann, weiß ich auch nicht weiter!“ Alle schwiegen. In mich kochte die Wut, und ich bemühte mich meine Gefühle zu zügeln. „Sollen wir professionelle Hilfe holen?“, erkundigte sich RM. „Wir können schließlich nicht zusehen, wie sie sich selbst aushungert! Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sie zusammenklappt!“
    „Wie kann man nur so dumm sein und sich selbst gefährden“, fuhr nun Jimin auf. Ich biss die Zähne zusammen und knallte mit der Faust auf den Tisch.

    „Es reicht! Ich habt das alles nicht verstanden, oder? Sie hungert doch nicht, um ihretwillen. Sie ist krank. Psychisch krank. Sie ist verdammt traurig wegen ihrer Mutter. Sie hat sie jahrelang nicht richtig zu Gesicht bekommen. Und jetzt hat sie sie endlich wiedergesehen und es wäre vermutlich besser gewesen, sie wäre nie wieder aufgetaucht! Sie gibt sich die Schuld dafür, was mit ihrer Mutter passiert ist. Sie denkt, es wäre anders gekommen, hätte sie ihr geholfen!“, ich holte Luft und merkte wie mir die Hitze in den Kopf stieg. Die anderen sahen mich aus großen Augen an. Es war Lange her gewesen, dass ich das letzte Mal laut geworden war. Ich glaube ich habe sie noch nie so angeschrien, wie ich es gerade eben getan hatte.

    „Suga, ich….äh….es tut mir leid. Ich wollte nicht, dass du….!“, Jimin stocke. Ich fuhr mich mit den Händen durch die Haare und versuchte mich schnaubend zu beruhigen. Ich sah auf die Uhr. „Wisst ihr was? Wartet nicht auf mich mit dem Abendessen! Ich hab‘ was zu tun! Und ruft mich nicht an, ich werde nicht abheben!“

    Mit diesem Worten schnappte ich mir meinen Mantel, riss die Eingangstür auf und stürmte aus dem Haus. Die konnten mich alle mal…..

    J-Hopes Sicht:

    Hey, ich bin‘s wieder. Ich denke wir solltet die Geschehnisse nun aus meinem Blickwinkel erfahren. Ich glaube, jetzt wo Suga weg ist, bin ich derjenige der den besten Überblick über alles hat.

    Ich muss ehrlich sagen, ich wusste nicht was in Suga gefahren war. Er war noch nie vor uns ausgetickt und hat uns auch noch nie angeschrien. Doch ich denke, dass ist so bei verliebten Menschen. Die verhalten sich nun Mal anders, als gewohnt.
    Wir sahen und alle perplex an. „Der beruhigt sich schon wieder“, meinte RM und versuchte die Situation aufzulockern. Doch insgeheim wussten wir alle: Das hier war ernst! „Ich hab keinen Hunger mehr!“, meinte Jungkook abweisend, stand auf und räumte seinen Teller ab. „Ich geh in mein Zimmer.“ „Ich bin dann auch weg“, murmelte V und auch Jimin erhob sich von seinem Stuhl. „Und wer isst jetzt das ganze Essen“, maulte Jin etwas beleidigt. „Ich nehme etwas davon nach oben mit und bringe es Xenia, vielleicht möchte sie ja doch probieren!“, erklärte ich beschwichtigend und füllte etwas von dem Essen in zwei leere Schüsseln.

    -fünf Minuten später-

    Ich hatte nun schon das zehnte Mal geklopft, doch nichts rührte sich. Ich seufzte. „Xenia, mach doch bitte endlich die Tür auf!“ Nichts. Noch einmal hämmerte ich fest an das dunkelbraune Holz, doch ihr hörte nur ein leises Husten aus dem Zimmer. Ich überlegte. Wie konnte ich sie dazu bringen konnte, aufzuschließen und mich einzulassen?.....

    Schließlich hatte ich eine Idee. „Xenia? Suga ist weggegangen. Er war total fertig mit den Nerven und wir wissen nicht was er vorhat.“ Das Husten stoppte. Kurz war nichts zu hören, dann vernahm ich wie leise Schritte sich der Tür näherten. Es klickte und das Schloss sprang auf.

    „Was ist passiert?“, fragte eine schwache Stimme. Sie öffnete die Tür nicht weiter als einen Spalt breit, doch am Zittern ihrer Hand sah ich, wie schwach sie mittlerweile war. „Er hat Angst um dich. Und jetzt hat er etwas vor, doch wir wissen nicht was?“ „Und wo ist er hingegangen?“ „Keine Ahnung! Das ist es ja, was uns Sogen macht! Sonst sagt er uns immer wo er hin will.“

    Mit einem Mal machte sie die Tür auf. „Komm rein!“ Ich versuchte ihren Blick zu erhaschen, doch sie hatte die Kapuze tief ins Gesicht gezogen.

    Sie setzte sich wieder auf ihr Bett und ich wunderte mich, wie dunkel es in dem Raum war. Sie hatte die Vorhänge zugezogen und auch sämtliche Lampen abgeschalten. Als sie das Essen in meinen Händen sah, knurrte ihr Magen. „Hast du Hunger?“, fragte ich vorsichtig. „Warum ist du dann nicht?“, fragte ich besorgt. „Weil ich das Gefühl habe, ich habe es nicht verdient zu essen. Ich bin schuld an allem…Warum sollte ich da das Recht haben etwas zu essen." Ich starrte sie entgeistert an.

    „Xenia spinnst du? Zum einen bist du nicht Schuld an dem Schicksal deiner Mama und zum anderen, hat jeder Mensch, egal was er angerichtet hat ein Recht auf Leben. Und das schließt das Essen mit ein.“ Sie sah mich an und ich erkannte die Umrisse ihres eingefallenen Gesichts. Ich war wütend. Wütend auf Xenia, so selbstlos mit sich selbst umzugehen, dass sie sein eigenes Leben gefährdete.

    „Jetzt hör mir mal gut zu! Wenn du so weiter machst, muss Suga sein Versprechen dir gegenüber brechen!“ „Wie meinst du das“, wunderte sie sich und runzelte die Stirn. „Wenn du dich zu Tode hungerst, kann er nichtmehr für dich da sein. Er muss dich loslassen, weil du dann nicht mehr am Leben bist. Möchtest du das etwa?“ Sie schüttelte den Kopf. „Dann iss etwas...... Suga zuliebe.“

    Sie sah das Essen lange aus hungrigen Augen an. „Vielleicht hast du recht!“ Ich reichte ihr die Schüsseln und sie zog den Geruch der beiden Gerichte in sich auf. Augenblicklich kam etwas Leben in ihr blasses Gesicht. Sie nahm die Esstäbchen in die Hand tauchte sie in die Nudeln ein. Kurz zögerte sie, dann schaufelte sie die dampfenden Teigwaren in ihren Mund.

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    Ich war erleichtert. Sie endlich wieder Essen zu sehen, lies mir einen Stein vom Herzen fallen. Ich wartete bis sie aufgegessen hatte, dann reichte ic

    Ich war erleichtert. Sie endlich wieder Essen zu sehen, lies mir einen Stein vom Herzen fallen. Ich wartete bis sie aufgegessen hatte, dann reichte ich ihr ein Glas Wasser.

    „Hast du eine Ahnung, wo er hin will?“, erkundigte ich mich bei Xenia und machte dabei eine Anspielung auf Suga’s Verschwinden. „Nein“, meinte sie enttäuscht. „Was hat er denn gesagt?“ Ich sah die Unsicherheit, die aus Xenias Augen sprach. Sie schien sich ernsthafte Sorgen um ihn zu machen…..

    „Nur, dass er etwas zu erledigen hat und wir nicht versuchen sollen ihn zu erreichen.“ Sie sah zu Boden und bohrte ihre Finger in das Kissen, welches auf ihrem Schoß lag. „Ich geh ihn suchen!“, meinte sie plötzlich und stand mit einem Mal auf. Doch im nächsten Moment brach sie auch schon zusammen und lies sich zurück aufs Bett fallen. Sie stöhnte kaum hörbar auf. Ich stütze besorgt ihren Rücken und strich ihre eine graue Strähne aus dem Gesicht. „Vielleicht ist es besser du ruhst dich noch etwas aus“, erklärte ich und lehnte sie vorsichtig an die Wand.

    Sie sah mich aus großen traurigen Augen. „Ich verspreche dir, wenn du wieder bei Kräften bist, gehe ich mit dir gemeinsam nach ihm suchen, doch jetzt werden die Jungs und ich mal versuchen herausfinden, wo er hingegangen ist.“ Sie nickte verständnisvoll. „Aber, weißt du was? Komm doch einfach runter auf die Couch! Da kannst du uns bestimmt auch helfen nach ihm zu suchen!“ In ihren Augen blitzte etwas auf und ich merkte, dass ich sie mit dieser Idee geködert hatte. Wenn alles gut ging, konnte ich so dazu bringen, endlich aus ihrem Zimmer zu kommen…………….

    Und so war es auch. Sie stimmte zu und eine halbe Stunde später saß sie, zur Freude aller anderen, im Wohnzimmer und versuchte verzweifelt durch Ideen der anderen herauszufinden, wo Suga sein konnte. Sie saß in eine Decke gekuschelt gemeinsam mit V und Jungkook auf der Couch und versuchte gemeinsam mit ihnen sein Handy zu orten. Jin brachte ich zwischendurch immer wieder eine heiße Tasse Tee und auch RM und Sofie ließen sich neben Jimin auf den Couchsessel fallen.

    Währenddessen telefonierte ich herum und fragte bei Freunden und Familie, ob jemand von ihm gehört hatte, doch dem war nicht so. Niemand wusste, wo er war und schön langsam fing ich an mir Sorgen zu machen….

    -Sugas Sicht-

    Ich rannte vorbei an Häusern, Vorgärten und Straßenlaternen. Der Wind pfiff mir um die Ohren und ich setzte mir fröstelnd meine Kapuze auf. Es war bereits Herbst und so lagen die buntgefärbten Blätter am Gehsteig und malten bunte Muster auf den grauen Asphalt.

    Ich war stinkwütend. Wütend auf meine Freunde, die nicht verstanden worum es hier ging, wütend auf mich selbst, weil ich Xenia nicht helfen konnte und wütend auf ihre Eltern, die sie alle die Jahre so vernachlässigt hatten. Es war ungewöhnlich für mich, doch im letzten Monat hatte ich mich verändert. Es war mir zwar nie egal gewesen, wenn es anderen schlecht ging und ich habe mich stets bemüht jenem zu helfen, doch immer so, dass es niemand anderes mitbekam. Durch Xenia hatte ich gelernt, dass es nicht schlimm war auch zu zeigen wie man sich fühlte. Das war vermutlich auch der Grund für meinen kleinen Ausraster vorhin.

    Ich musste etwas unternehmen. So konnte das nicht weitergehen. Und ich hatte auch schon eine Idee was ich dagegen tun konnte.

    Sie die letzten Tage so zu sehen, war Folter für mich gewesen. Ich vermisste ihr Lachen, ihre sarkastischen Blicke und ihre störrische Art. Von all dem hatte ich in letzter Zeit nicht viel gemerkt. Sie war eine komplett andere Person geworden. Zwar liebte ich sie immer noch, doch sie war nicht mehr diejenige in die ich mich verliebt hatte…..

    Als ich den Zebrastreifen überquert hatte, rannte ich beinahe eine alte Dame um, die mir lautstark und mit erhobenem Gehstock hinterherschimpfte.

    Ich rief eine kurze Entschuldigung nach, dann eilte ich weiter. Mein Ziel lag mir bereits direkt vor Augen. Es war ein keines Haus mit hübschem Vorgarten. Erst vor den Ferien war es nicht frei zum Verkauf, doch ein glücklicher Zufall, der auch uns, also BTS, zugutekam, verschaffte dem kleinen Häuschen einen neuen Bewohner. Ich war bereits einmal hier gewesen, doch nur zur Einweihungsparty. Es war ein schönes kleines zuhause und es erinnerte mich sehr an mein eigenes.

    Ich trat also durch das Gartentor, schloss es hinter mir und ging die paar Stiegen nach oben, zur Haustür. Kurzerhand klingelte ich und wartete. Kaum hatte ich meine Hand wieder in die Hosentasche gesteckt, klickte es bereits und die Tür wurde aufgemacht….

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    Xenias Sicht: Ich nippte an meinem Tee und suchte verzweifelt nach einer Bluetooth Verbindung zu Sugas Handy. „Mist, ich glaube, er hat sein GPS aus

    Xenias Sicht:

    Ich nippte an meinem Tee und suchte verzweifelt nach einer Bluetooth Verbindung zu Sugas Handy. „Mist, ich glaube, er hat sein GPS ausgeschalten“, fluchte ich und knallte mein Handy etwas unsanft auf den Wohnzimmertisch. V versuchte mich zu beruhigen und legte mir eine Hand auf die Schulter. „Wer weiß, vielleicht hat er einfach gerade kein Internet.“ Ich wusste genau, dass er das nur sagte, um mir Hoffnunf zu schenken, doch, es funktionierte. „Ja, vielleicht hast du recht“, nickte ich und lehnte mich zurück. J-Hope kam zu mir und massierte mir die Schultern. „Was meint ihr? Machen wir mal ne Pause und sehen uns einen Film an? Also ich denke, Suga wird sich schon noch bei uns melden es ist ja schließlich erst Nachmittag!“

    Ich seufzte. Mir tat alles weh. Das wenige Essen in den letzten Tagen hatte mich echt müde gemacht. Irgendwie schaffte ich es mit meinem Gewissen zu vereinbaren, dass eine kleine Pause gar nicht so schlecht war und er sich bis dahin vielleicht schon wieder gemeldet hatte.

    „Ok, ich bin dabei“, meinte ich nun schon etwas munterer. Die anderen freuten sich über meine etwas positivere Einstellung und lachten nun auch wieder.

    „Du suchts aus!“, grinste Junkook und legte mir einige Filme vor die Nase. Ich überflog sie kurz und meint dann. „Nein, heute bist du mal dran. Ich bin schon gespannt wofür du dich entscheidest!“

    Er lachte dankbar und überlegte angestrengt.
    Zwei Minuten später bereute ich meine Entscheidung schon wieder, als er High School Musical einlegte und die erste Szene des Films über den Bildschirm flimmerte. Aber egal, ich war sowieso zu müde, um mich über unrealistischen Gesangs- und Tanzeinagen aufzuregen und kuschelte mich einfach in meine warme Decke. „J-Hope, komm setz dich zu mir!“, ich rutschte etwas zur Seite und machte ihm Platz. Er ließ sich auf das Sofa fallen und verschränkte die Arme vor der Brust. Er sah mich von der Seite an. „Geht’s dir schon wieder besser?“ Ich war gerührt von seiner Sorge, nahm seinen Arm und kuschelte mich an ihn. „Ein bisschen, aber ich mache mir Sorgen um Suga!“ Er zog die Decke über meine Füße und strich mir sanft übers Haar. „Ich mir auch, aber das wird schon wieder! Dem passiert so schnell nichts. Außerdem glaube ich, er hat einen Plan!“

    Erleichtert schloss ich die Arme und atmete aus. Ich war froh, dass J-Hope für mich da war. Ich hatte früher nie einen besten Freund gehabt, doch ich denke nun habe ich jemanden gefunden, der immer für mich da war, wenn ich ihn brauchte.
    -Sofies Sicht-

    High School Musical, wie ich diesen Film hasste. Aber als ich Jungkooks glückliches Gesicht sah, konnte ich kein böses Wort darüber verlieren. Ich legte meinen Kopf auf RMs Brust. „Glaubst du Suga kommt heute wieder? Ich habe ihn noch nie so wütend und frustriert wie heue gesehen!“ Er zog mich fester an sich und drücke mir einen Kuss auf die Stirn. „Ich bin fest davon überzeugt, dass er weiß was er macht! Suga, tut nichts unüberlegt und wenn er heute nicht wiederkommt, wird er sich bestimmt bei und melden!“ „Sicher?“, meinte ich und verschränkte meine Finger mit RMs. „Sicher“, antwortete dieser. „Wir sind doch seine Familie!“

    „Familie“, dachte ich und grübelte vor mich hin…… Dann viel mir plötzlich etwas ein und ich sprang von RMs Schoß. Er sah mich verwundert an. „Mir ist gerade etwas eingefallen! Bin gleich wieder da. Muss nur kurz telefonieren gehen!“ Auch die anderen sahen mir kurz überrascht an, widmeten sich aber gleich danach auch schon wieder dem Musical.

    Als ich in die Küche ging und meine Hand aus der Hosentasche kramte, entdeckte ich Xenia, die nun endlich wieder eingeschlafen war. Ihr Kopf lag auf J-Hopes Schulter und ihm vielen langsam die Augen zu. Ich schmunzelte. Es war gut, dass sie sich so gut mit ihm verstand. J-Hope konnte gut mit Menschen umgehen und er verstand es jemanden der traurig war, wieder aufzumuntern. Gott sei Dank ging es ihr nun wieder etwas besser.

    Ich tippte einige Tasten auf meinem Handy, dann läutete es am andren Ende. Ich lehnte mich gegen die Küchenzeile und wartete darauf, dass jemand am anderen Ende abhob. Es tutete, dann hörte ich eine tiefe Stimme am anderen Ende.

    „Schneewittchen? Was gibt’s!“
    „Hallo, Papa! Ich wollte nur fragen, ob du zufällig etwas von Suga gehört hast?“
    „Wieso, was ist passiert?“
    „Nein, aber er war etwas wütend auf uns. Und dann meinte er, er habe etwas vor und wir sollen uns nicht bei ihm melden. Wir machen uns etwas Sorgen und da wollten wir wissen, ob er vielleicht bei vorbeigesehen hat?“
    „Nein mein Schatz, also bis jetzt war niemand hier!“

    Ich atmete enttäuscht aus.

    „Geht’s euch gut? Soll ich euch was zum Essen bringen?“
    „Nein, alles gut Papa. Wir haben ja Jin!“
    Plötzlich läutete es an der Tür. „Du, Schneewittchen, da steht jemand vor meiner Tür. Ich muss auflegen! Aber wenn du willst kannst du nachher noch einmal anrufen. Ich bin noch den ganzen Abend zuhause!“ Ich nickte enttäuscht. „Ok, trotzdem danke! Hab dich lieb!“ „Ich dich auch!“

    Dann legte er auf und ich nahm mein Handy vom Ohr. Jetzt wusste ich auch nicht mehr weiter. Ich kannte meinen kleinen grummeligen Freund mittlerweile recht gut und ich hätte schwören können ihn dort anzufinden. Enttäuscht ging ich zurück ins Wohnzimmer und setzte mich wieder auf RMs Schoß. „Und?“, fragte dieser neugierig. „Nichts“, meinte ich enttäuscht. „Mach dir keine Sorgen, das wird schon alles wieder!“

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    Sugas Sicht: Unser Produzent und Manager, der nebenbei auch Sofies Vater war, öffnete mir die Tür. Als er mich erkannte, sah er mich überrascht an.

    Sugas Sicht:

    Unser Produzent und Manager, der nebenbei auch Sofies Vater war, öffnete mir die Tür. Als er mich erkannte, sah er mich überrascht an. „Suga, du hier? Was ist denn passiert!“ Er sah aus wie immer. Gut frisiert, mit einer Jeanshose und einem Hemd, sah er immer gut zurechtgemacht aus. Zwar spannte das Hemd mittlerweile etwas über seinen Bauch, doch fand ich das in seinem Alter schon ganz okay.

    Ich überlegte kurz wie ich mich am besten ausdrücken sollte. „Ähmmm,….ich…ich glaube ich brauche deine Hilfe!“, meinte ich verlegen und kniff unsicher die Augen zusammen. Er musterte mich etwas verwirrt. „Gut, aber komm erst mal rein! Da kannst du mir ja erzählen, was passiert ist!“

    Ich war froh, dass Herr Nam Lee nicht viel fragte, sondern mich einfach erzählen lies. Wir setzen uns gemeinsam an den Küchentisch und er bot mir eine Tasse heißen Jasmintee an. Mich beruhigte seine gelassene Art und so erzählte ich alles was vorgefallen war. Alles was in den letzten Wochen passiert war und für die Geschichte von Bedeutung war. Ich bemühte mich kein Detail auszulassen und berichtete von Xenias Schicksal, ihrer Familie, wie wir uns kennengelernt und wo wir ihre Mutter vorgefunden hatten.

    Herr Nam Lee war geschockt und ich sah ihm an, wie er Xenia von Minute zu Minute mehr Mitleid entgegenbrachte. Doch auch für mich, war es nicht schön all diese Details wieder aufleben zu lassen. Es erinnerte mich an meine Kindheit, in der auch ich Opfer von Gewalt geworden war. Es war schrecklich und bei dem Gedanken daran, fühlte ich meine alten blauen Flecken am Rücken und strick mir instinktiv darüber.

    Als ich fertig war, schluckte unser Produzent laut und lehnte sich gedankenverloren zurück. „Also, das ist in der Tat ein schreckliches Schicksal! So ein armes Mädchen!“
    Wir schwiegen.

    „Und du hättest jetzt gerne meinen Rat, oder wie soll ich das verstehen?“ „Ja, also ich hätte gedacht, du kannst mir vielleicht helfen ihre Mutter zu erreichen. Denn ich denke, sie ist das Einzige, das ihr noch bleibt. Ihren Vater können wir wohl vergessen…..“ Er nickte verständnisvoll. „Da hast du recht. Sie hat es verdient, jemanden zu haben, der immer für sie da ist. Ich meine, nicht, dass du das falsch verstehst, du bist ja auch für sie da, aber ich glaube dieses Mädchen braucht jetzt seine Mutter. Nachdem was du mir erzählt hast, hat sie sehr schlimme Schuldgefühle, und sie scheint nicht zu verstehen, dass es nicht ihre Schuld war, wie das Leben ihrer Eltern verlaufen ist. Und wer kann ihr das besser erklären als ihre eigene Mutter!“

    Ich seufzte erleichtert. „Also hilfst du mir?“ Nun lächelte er mich an. „Aber klar doch. So wie ich das verstanden habe, ist sie mittlerweile sowieso ein Teil der BTS-Familie!“ Nun grinste auch ich. „Ja, da hast du wohl Recht!“

    -Währenddessen im BTS-Apartment-

    Xenias Sicht:

    Endlich war der Film zu Ende und ich hatte mich zurück in mein Zimmer verzogen und mich in mein Bett gelegt. Die anderen hatten mir eine gute Nacht gewünscht und sich zusammengesetzt, um die kommenden Aufführungen zu besprechen. Ich war ihnen so dankbar, dass sie alle für mich da waren. Vor allem J-Hope. Er hatte es geschafft mich aus meinem Loch voller Selbstmitleid zu ziehen. Schön langsam merkte ich, wie das Stechen in meinem Herzen nachgab.
    Ich fühlte mich zwar immer noch schuldig für das, was meiner Mutter geschehen war, doch machte ich mir im Moment eigentlich mehr Sorgen um Suga. Es war bereits Abend und er war immer noch nicht zurückgekommen. Das gefiel mir gar nicht. Wo war er hingegangen? Was hatte er vor? Und wieso war er so wütend geworden?

    Alle diese Fragen geisterten in meinem Kopf herum und ich wusste gar nicht, womit ich mich zuerst beschäftigen sollte. Ich vermisste ihn so sehr…..

    In Gedanken erinnerte ich mich an all die schönen Momente, die wir gemeinsam erlebt hatte. Der Kuss in der Geisterbahn, unsere Unterhaltung beim Sonnenuntergang, unsere erste gemeinsame Nacht, der Abend als er mich getröstet hatte und sein Versprechen mich nie alleine zu lassen. Mein Bauch kribbelte und ich würde ihn am liebsten umarmen. Ihn fest an mich drücken und sagen, wie sehr ich ihn liebte. Ich hatte erst in der Zeit, in der er nicht da war gemerkt, wie sehr ich ihn mochte und vermisste.

    Obwohl er nicht viel redete, war es, als würde etwas fehlen, etwas das mir alles bedeutete. Und so breitete sich ein leeres Gefühl in meinem Brustkorb aus. Ich kuschelte mich tiefer in meine Decke. Mir kullerte eine heiße Träne über die Wange und leise flüsterte ich:“ Suga, wo bist du nur?“

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    Sugas Sicht: Wir klopften an die Tür und warteten…. Herr Nam Lee und ich hatten die den letzten Stunden im Rotlichtviertel damit verbracht sämtlic

    Sugas Sicht:

    Wir klopften an die Tür und warteten….
    Herr Nam Lee und ich hatten die den letzten Stunden im Rotlichtviertel damit verbracht sämtliche Frauen nach Xenias Mutter zu befragen. Ich konnte sie nu wage anhand ihres Aussehens beschreiben, doch als ich ihr ungefähres Alter nannte, wussten alle Frauen sofort von wem die Rede war. Es war ungewöhnlich, dass hier eine Frau über 45 jobbte. Und nachdem einige Scheine den Besitzer gewechselt hatten, verreiten sie und endlich eine Adresse.

    Das war vor knapp einer Stunde. Nun standen wir also hier. Ich starrte auf die heruntergekommene Eingangstür und warf einen Blick durch das milchige Glas. Nach einiger Zeit hörten wir schlurfende Schritte und die Tür wurde aufgeschlossen. Eine Frau im mittleren Alter mit eingefallenen Wangen und einem Bademantel öffnete und sah uns aus großen Augen an. Sie musterte uns und schließlich blieb ihr Blick auf unserem Produzenten hängen.

    Auch er wirkte überrascht. „Carnia?“, fragte er verwundert und machte einen Schritt auf sie zu. „Yuri?“, antwortete diese perplex. Nun kannte ich mich gar nicht mehr aus. „Ihr…ihr kennt euch?“, erkundigte ich mich verdattert und sah fragend zwischen den beiden hin und her. Sie starrten sich einfach nur an und schön langsam kam ich mir hier echt fehl am Platz vor.
    „Wir…wir kennen uns schon sehr lange! Ich….nein, sie war eine gute Freundin meiner verstorbenen Frau!“, murmelte er und ließ den Blick nicht von ihr ab.

    „Ok…ich glaube, ich lass euch mal alleine! Ich denke, ihr habt euch einiges zu erzählen!“, meinte ich und ging langsam zu den Stiegen. Als ich sicher war, dass keiner der beiden etwas gegen meinen Plan auszuwenden hatte, schlich ich mich davon. Es war Zeit zurück nachhause zu gehen. Ich hatte mittlerweile sowieso ein schlechtes Gewissen. Ich hoffe, Xenia machte sich keine Sorgen um mich.

    Ich trat nach draußen und sah auf meine Uhr. Oh Gott, es war bereits 03:00 Uhr in der Früh. Die Zeit war so schnell vergangen, ich hatte gar nicht gemerkt, dass es bereits so spät war. Hastig machte ich mich auf zu Straße und versuche ein Taxi zu mir zu winken. Schließlich hatte ich eines erwischt erleichtert lies ich mich auf die Rückbank fallen. Ich sah noch einmal zurück zur Wohnung von Xenias Mutter. Ich war gespannt, was sich aus dem Gespräch der beiden ergab. Wer weiß, vielleicht würde sich doch noch alles zum Guten wenden.

    -währenddessen in Xenias Zimmer-

    Ich wachte auf und warf einen Blick auf die Uhr. 03:30 Uhr. Ich konnte einfach nicht schlafen. Ich musste andauernd an Suga und meine Mutter denken. In meinem Kopf sah all die Bilder, der letzten Tage und die, der letzten Jahre, in dem meine Mutter noch eine Mutter für mich gewesen war. Ich drehte mich hin und her. Schließlich beschloss ich mir ein Glas Milch aus de Küche zu holen, schlüpfte in meine Hausschuhe und schlich leise die Stiegen nach unten.

    Ich machte kein Licht an, um niemanden aufzuwecken und versuchte möglichst kein Geräusch zu verursachen. Vorsichtig lehrte ich kalte Milch in ein leeres Gals und trank es mit einem Zug aus. Ich lehnte mich gegen die Küchenzeile und starrte aus dem Fenster. Der Himmel war klar und es leuchteten viele Sterne heute Nacht. Ich dachte nach, wie romantisch es wäre, jetzt spazieren zu gehen und einfach nur die kalte Nachtluft zu genießen. Traurig schloss ich die Augen und lauschte in die Stille.

    Plötzlich klackte es….. Was das die Haustür? Ich erstarrte und hielt die Luft an. Wer in aller Welt, kam jetzt in dieses Haus? War das etwa ein Einbrecher? Ich griff nach einer Pfanne und ging auf leisen Sohlen in Richtung der Eingangstür? „Wer ist da?“, flüsterte ich und hielt die Pfanne schützend vor meine Brust. Ich sah eine Gestalt. Sie zog sich gerade die Schuhe aus und hängte ihren Schal über die Garderobe. Ich kannte diese Statur in und auswendig. Überglücklich lies ich die Pfanne sinken. „Suga?“ Er drehte sich um und lächelte mich liebevoll an. „Dir geht’s wieder besser?“ „Na und wie!“

    Überglücklich rannte ich zu ihm und fiel ihm um den Hals. „Du weißt ja gar nicht, wie sehr ich dich vermisst habe!“ Er legte seine Hand auf meine Wange und sah mir tief in die Augen. „Xenia Frost, verdammt ich liebe dich!“ Dann zog er mich an sich und küsste mich leidenschaftlich.

    56
    -drei Wochen später- Mittlerweile war wieder alles beim Alten. Die Jungs und vor allem Suga hatten es geschafft mich wieder aufzumuntern und so hatte

    -drei Wochen später-

    Mittlerweile war wieder alles beim Alten. Die Jungs und vor allem Suga hatten es geschafft mich wieder aufzumuntern und so hatte ich beschlossen aus meiner schützenden Höhle zu kommen und wieder am alltäglichen Leben teilzunehmen. Die Erinnerung an die Begegnung mit meiner Mutter schmerzte immer noch, doch hatte ich mittlerweile meinen Frieden damit geschlossen.

    In den vergangenen Tagen arbeitete ich gemeinsam mit Jungkook, Jin und Jimin an ihren Songs. Sie konnten unterschiedlicher nicht sein und die Arbeit im Tonstudio, half mir all die schlechten Ereignisse der letzten Zeit zu vergessen. Ich konnte voll und ganz in die Welt der Musik eintauchen und fühlte mich endlich wieder wohl in meiner Umgebung.

    Jungkooks Song „Sunrise“ war der erste dem ich mich widmete. Er handelte von Selbstbekenntnis und neu gewonnenen Selbstvertrauen, aber auch vom Beginn eines neuen Lebensabschnittes und der Erweiterung des Horizonts. Er war gefühlvoll und langsam. Sang er die Melodie, spürte ich die Wärme, die von diesem Lied ausging. Wir hatten viel Spaß gemeinsam und langsam merkte ich wie Jungkook und ich uns immer besser verstanden. Ich hatte bis jetzt gar nicht gemerkt, wie frech und wortgewandt er sein konnte.

    Jins Song „After Life“ und Jimins Song “Reborn” veranschaulichten ganz deutlich die Vielfalt der Musik. Während Jins Lied zum Nachdenken anregte und von Vergebung und einer zweiten Chance handelte, war Jimins Song ein richtiger „Happy-Song“. Ich muss sogar sagen, bis jetzt gefiel mir sein Lied am besten. Es machte einfach gute Stimmung und das war es, was ich gerade gut gebrauchen konnte.

    Momentan hatten wir schon Ende November. Und obwohl es immer kälter wurde, gingen Suga und ich täglich spazieren. Es war Zeit in der wir einfach reden konnten. Wir sprachen über unser vergangenes Leben und verarbeiteten diese Ereignisse gemeinsam, doch wir lachten auch viel. Wir fanden heraus, dass wir beide eine Vorliebe für schwarzen Humor hatten, was vermutlich auch der Ursprung unserer vielen sarkastische Kommentare war.

    Heute schneite es sogar. Dicke Flocken vielen vom Himmel und landeten auf der warmen Haut. Es war wunderschön und die Landschaft verwandelte sich in eine verträumte, romantische Winterwelt.
    Gerade gingen wir Hand in Hand entlang eines kleinen Flusses und unterhielten uns. Suga hatte einen Teil seines Schaals um mich geschlungen und wir lachten herzhaft. Im nächsten Moment blieb Suga plötzlich stehen und räusperte sich….

    Sugas Sicht:

    Es gab etwas, dass mir schon lange am Herzen lag. Wir haben in den letzten Wochen viel geredet, doch ich hatte ihr nicht erzählt, warum ich damals wirklich weggegangen war. Ich hatte es niemanden erzählt. Alle dachten, ich wäre einfach nur wütend gewesen, doch niemand wusste, dass ich eigentlich auf der Suche nach Xenias Mutter war.

    Gestern Abend hatte ich mit Herr Nam Lee, unserem Produzenten, geredet und er hatte gute Neuigkeiten für uns. Er hatte es tatsächlich geschafft ihre Mutter zu überreden, ihren aktuellen Job aufzugeben und erstmal, bis es ihr besser ging, bei ihm einzuziehen. Sie waren alte Freunde und das half ihr vermutlich sich ihm zu öffnen und ihre Probleme mit ihm zu teilen.

    Doch der Punkt war, es ging ihr endlich wieder besser und sie begann wieder an Gewicht zuzunehmen.
    Jetzt, wo mein Plan funktioniert hatte und alles eine gute Wendung genommen hatte, konnte ich endlich Xenia davon erzählen. Zuerst hatte ich ein schlechtes Gefühl, weil ich nicht von Beginn an ehrlich zu ihr gewesen war, doch ich wollte ihr keine schlechten Nachrichten überbringen, also wartete ich bis, ich etwas von Herrn Nam Lee erfuhr, dass sie glücklich machen konnte.

    „Xenia? Ich muss dir was Wichtiges erzählen?“ „Was gibt’s denn?“, sie lächelte mich liebevoll an, was wieder einmal ein kribbeliges Gefühl in meinem Bauch verursachte. Dieses Mädchen brachte mich wirklich um den Verstand. Ich drückte ihre Hand und sah ihr in ihre blau grünen funkelnden Augen. „Als ich letztens weg war, war nicht einfach nur böse auf die Jungs, ich hatte auch einen Plan!“ Sie sah mich verwundert an und legte den Kopf schief. „Welchen Plan denn?“ Zuerst zögerte ich, doch dann erzählte ich ihr die ganze Wahrheit. „Ich war bei Sofies Vater und habe ihn gebeten mit mir nach deiner Mutter zu suchen.“ Sie schluckte schwieg aber. „Wir haben sie auch gefunden.“ „Habt ihr wirklich? Wo….wo hat sie gewohnt?“, fragte sie überrascht. Ich konnte spüren, wie der Gedanke an ihre Mutter sie immer noch schmerzte, doch deshalb wollte ich ja auch etwas daran ändern.

    „Was hat sie gesagt? Hat sie nach mit gefragt? Warum hat sie damals gesagt sie würde mich nicht kennen?“ Schnell legte ich ihr die Hand auf den Mund und lächelte sie an. „Das wirst du sie morgen alles selber fragen können!“, grinste ich stolz. Vor Freude riss sie die Augen auf und starrte mich an. „Das heißt, ich werde sie morgen besuchen können?“ Ich legte eine Hand auf ihre Schulter. „Nein, sie wird morgen DICH besuchen!“

    Erleichtert lachte sie auf. „Suga, was….wie…wie….ach egal komm her!“ Sie umarmte mich überwältigt und drückte mir einen Kuss auf die Wange. Nun war ich auch einfach nur glücklich. Sie so zu sehen, was das Einzige, was ich erreichen wollte. „Wie kann ich dir nur jemals danken?“, flüsterte sie und drückte mich fest an sich. Ich schloss die Augen und grinste breit. „Sei meine feste Freundin und zieh bei uns ein!“

    Sie drückte sich von mir und sah mich abermals überrascht an. „Dein Ernst?“ Ich runzelte die Stirn und machte eine Grimasse. „Sehe ich aus, als würde ich Scherze machen?“ Wir lachten los und sie umarmte mich wieder. „Das ist offiziell der beste Tag meines Lebens!“

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    -am nächsten Morgen- Sofies Sicht: Man konnte die Spannung, die in der Luft lag, förmlich spüren. Alle saßen im Wohnzimmer und warteten darauf, da

    -am nächsten Morgen-

    Sofies Sicht:

    Man konnte die Spannung, die in der Luft lag, förmlich spüren. Alle saßen im Wohnzimmer und warteten darauf, dass jemand an der Tür läutete. Auch ich war nervös. Ich hoffte das alles gut ausging.

    Gestern Abend erfuhren wir viele große Neuigkeiten von Suga und Xenia. Nicht nur, dass wir nun eine neue Mitbewohnerin und Familienmitglied im Hause BTS hatten, wir erführen auch, dass mein Vater es geschafft hatte Xenias Mutter aus ihren schlechten Lebensumständen zu befreien und sich gut um sie in den letzten Wochen gekümmert hatte.

    Ich war nicht ganz sicher, aber wenn mich nicht alles irrte, dann kannten sie sich von früher. Ich bilde mir ein, Mama und sie haben sich, als ich noch klein war, öfters getroffen. Auch Papa verstand sich damals sehr gut mir ihr und sie saßen des Öfteren bei uns im Wohnzimmer und haben Wein getrunken und Karten gespielt.

    Ich war froh, dass nun alles ein gutes Ende nehmen könnte, denn das gönnte ich Xenia wirklich. Sie hatte sich so stark verändert in den letzten Tagen, dass man nun gar nicht mehr merkte, wie introvertiert und eingeschüchtert sie einst gewesen war.

    Ich setzte mich zu ihr auf die Couch und legte ihr einen Arm um die Schulter. „Na? Bereit deine Familie wiederzusehen?“ Sie sah zu mir auf und legte ihren Arm um meine Schulter. „Ja, aber nur einen Teil! Den anderen hab‘ ich ja bereits bei mir!“ Ich grinste. Sie war wirklich ein ganz besonderes Mädchen.

    „Hat wer das gute Geschirr gesehen?“ Jin lief nervös zum Schrank im Esszimmer und kramte verzweifelt nach dem blauen Porzellangeschirr. „Jin, beruhige dich. Ich denke, das Essen ist heute zur Abwechslung mal zweitranging!“ Er sah mich entrüstet an. „Essen, Sofie, es gibt nichts wichtigeres als gutes Essen!“ V und Jimin sahen sich an und prusteten los. „Was?“, beschwerte sich Jin. „Ihr alle liebt es zu essen. Vor allem leibt ihr MEIN Essen!“ Jungkook ging zu ihm und klopfte im kumpelhaft auf den Rücken. „Mag ja sein, aber keiner ist so verfressen wie du!“ Die anderen kichernden dämlich und amüsierten sich wie immer prächtig, wenn der jüngste es wiedermal schaffte den ältesten aus dem Konzept zu bringen.

    „Es ist im linken Wandschrank“, meinte Suga und bemühte sich sichtlich nicht mir den anderen mitzulachen. J-Hope stand auf und kramte in den Schubladen. „Ich decke schon mal den Tisch!“ „Wenigstens einer, der mir hilft“, grummelte Jin und warf Jimin, V und Jungkook einen vernichtenden Blick zu.

    Schließlich erhob ich mich von RMs Schoß und zog ihn mir mit. „Komm, wir machen den Tee!“ Er nickte. „V, Jimin und Jungkook, macht euch auch irgendwie nützlich!“ Sie murrten, standen aber auch auf, räumten den Wohnzimmertisch ab und versuchten dabei etwas Ordnung in unser zuhause zu bringen.

    „Jasmin- oder Schwarztee?“, rief ich aus der Küche und wartete auf eine Antwort. „Kaffee!“, rief V zurück. Ich sah aus der Küche und warf ihm einen vernichtenden Blick zu. „Du Depp!“, lachte ich schließlich. „Nein Spaß“, kicherte er. „Mach Jasmintee. Der beruhigt!“ Ich verbeugte mich theatralisch vor ihm. „Danke eure Hoheit, für eueren weisen Vorschlag!“ Er grinste und ich verdrehte lachend die Augen.

    Ich reichte RM den Tee. „Wenn ihr zwei zusammen seid, kommt auch nur Blödsinn raus“, stellte er fest und füllte etwas Zucker in einen kleinen Behälter. „Soll das ein Vorwurf sein?“, meinte ich und stemmte meine Hände in die Hüften. „Nö, nur eine Feststellung“, erwiderte dieser und begann mich überall zu kitzeln. Ich gluckste los und versuchte mich verzweifelt gegen seine Kitzel Attacke zu wehren.

    „Hey, stopp…..halt….hör auf, sonst bekomme ich wieder Schluckauf!“, kicherte ich und drückte ihn von mir weg. Er stoppte und ich boxte ihm frech in die Seite. Er grinste. „Ich bringe den Tee ins Wohnzimmer“, meinte er. Schnell drückte er seine Lippen auf meine und flitzte aus der Küche. Ich wurde rot und lachte verlegen in mich hinein.

    Im selben Moment hörte ich ein Auto, das vor dem Haus hielt. Autotüren wurden zugeschlagen und ich vernahm Schritte. Dann läutete es.

    „Sie sind da!“ Xenia sprang von ihrem Platz auf und sah nervös zur Tür. Auch Suga war sichtlich angespannt und hielt Xenias Hand fest umschlossen. Awww, sie waren so süß…..
    Schnell ging ich zur Tür und warf noch einmal einen Blick zu Xenia. „Bereit?“ Sie hüpfte aufgeregt auf und ab. „Ich war noch nie bereiter!“, erklärte sie mit gefestigter Stimme. Dann öffnete ich die Tür.

    58
    Sugas Sicht: „Mama!“ Xenia lies meine Hand los und stolperte überglücklich auf die Frau zu, die gerade durch die Eingangstür getreten war. Sie

    Sugas Sicht:
    „Mama!“ Xenia lies meine Hand los und stolperte überglücklich auf die Frau zu, die gerade durch die Eingangstür getreten war. Sie sah ganz anders aus, als bei unserer letzten Begegnung.

    Sie hatte bestimmt 15 Kilo zugenommen und sah nun wieder gesund und kräftig aus. Auch die dunklen Ringe unter ihren Augen waren verschwunden und sie hatte sogar ein wenig Schminke aufgetragen. Ihre blonden Haare trug sie offen und gelockt. Sie umspielten ihr schönes Gesicht und nun wusste ich woher Xenia ihre schönen blau-grünen Augen hatte.

    Sie lachte freundlich und hatte Tränen in den Augen. Voller Erwartung streckte sie die Hände nach ihrer Tochter aus. Sie fielen einander heulend in die Arme und Xenia vergrub ihr Gesicht im Sweater ihrer Mutter. „Mein großes Mädchen“, schluchzte Xenias Mutter. „Es tut mir ja so leid. Wie konnte ich meine Kleine nur alleine lassen!“ Ein glückliches Gefühl breitete sich in meiner Brust aus und ich klopfte mir in Gedanken selbst auf die Schulter. „Gut gemacht, Suga“, dachte ich und lächelte erleichtert.

    Wir begrüßten unseren Produzenten und Sofie drückte ihm zur Begrüßung einen Kuss auf die Wange. „Danke Papa“, meinte sie sanft. „Ich würde sagen wir gehen schon mal vor ins Wohnzimmer“, schlug RM vor. „Es gibt Tee und Jin hat für uns gekocht.“ „Keinen Kaffee?“, grinste V frech, woraufhin Sofie ihm etwas fester in die Seite boxte. Ich schob die andern aus dem Vorraum und wir ließen Xenia und ihrer Mama etwas Zeit zu zweit. „Hast du gut gemacht“, meinte Jimin und legte mir einen Arm um die Schulter. „Ich weiß“, grinste ich selbstgefällig.

    -drei Stunden später-

    Es war ein schöner Nachmittag. Wir saßen alle um den Esstisch herum und genossen die Zeit zusammen. Zwischen Xenia und ihrer Mutter war nun alles klar. Sie hatten beschlossen die Vergangenheit hinter sich zu lassen und einen Neuanfang zu wagen. Sie hatten alle Fehler gemacht, doch es war besser für alle, nun das Schlechte in ihrem Leben zu vergessen. Außerdem hatten sie vor Anzeige gegen ihren Vater zu erstatten, in der Hoffnung, es würde ihm nach einem Entzug wieder besser gehen.

    „Also wohnst du solange bei Herrn Nam Lee, bis du dir eine eigene schöne Wohnung leisten kannst?“, fragte ich Carina (Xenias Mutter). „Ja, so ist es. Wenn es nach mir ginge, würde ich auch jetzt schon in ein Hotel ziehen, doch Yuri“, sie nickte in Herr Nam Lees Richtung, „möchte das nicht!“ Wir alle grinsten breit.

    Mittlerweile hatten wir mitbekommen, dass er sie gern hatte. Es war kaum zu übersehen, dass hier mehr als reine Sympathie in der Luft lag. „Ach, das“, lachte er verlegen. „Es wäre doch zu schade, wenn wir beide alleine leben würden. Es lebt sich doch viel schöner zu zweit!“ Ich warf Xenia einen vielsagenden Blick zu. Und sie nickte kichernd.

    -am Abend-

    Unser Produzent und Xenias Mutter waren zurück nachhause gefahren. Davor hatten Xenia und ihre Mutter sich ausgemacht, morgen gemeinsam spazieren zu gehen. Ich freute mich, dass nun alles ein gutes Ende genommen hatte. Ganz nebenbei, hatte es auch für mich Vorteile, denn ich bekam seitdem doppelt so viele Umarmungen und Küsse wie davor.

    Wir waren beide müde und so wünschten wir den anderen eine gute Nacht und gingen rauf in unsere Zimmer. „Kann ich…..heute bei dir schlafen?“, fragte Xenia schüchtern. „Mhmmm……, aber nur ausnahmsweise!“ Ich grinste breit und schob Xenia, bevor sie sich es andern überlegte, in mein Zimmer. Ich schloss die Tür hinter uns und steckte die Hände in die Hosentaschen. „So, und was machen wir jetzt?“ Sie lachte und sah mich mit einem verführerischen Blick an. „Da fragst du noch?“ Mit einem Mal gab sie mir einen Schubs und ich plumpste auf das weiche Bett. Glücklich legte sie sich auf mich und küsste mich. Sie fuhr mit ihren Händen durch meine Haare und verstrubbellte diese. Sie wusste genau, dass ich das hasste, aber in dieser Situation war das was anderes.

    Leidenschaftlich küsste sie meinen Hals und wir kugelten kichernd über die Bettdecke. Langsam strich ich über ihren Köpern und wollte ihr gerade ihr T-shirt abstreifen, als sie meine Hand festhielt. Ich sah sie verwundert an. „Ich hätte gedacht, du wolltest heute mit mir schlafen!“ Sie grinste breit. „Das hab ich nie gesagt. Ich sagte „bei dir“ nicht „mit dir“.“ Ich schob schmollend die Unterlippe vor. Sie lachte auf und drückte mir abermals einen Kuss auf die Lippen. „Hey, Morgen ist auch noch ein Tag. Ich bin müde, lass uns bitte einfach schlafen gehen!“ „Na, wenn du mich so lieb bittest, wie kann ich da nein sagen“, grinste ich und zog sie an mich.

    Xenias Sicht:

    Glücklich schmiegte ich mich an ihn und horchte auf seinen immer langsamer werdenden Atmen. Irgendwann hörte ich leises Schnarchen. Ich drehte mich zu ihm um und beobachtete ihn überglücklich. „Das war also mein Freund“, dachte ich und musterte ihn verliebt von der Seite. Sanft küsste ich seine Wange und legte meine Beine über seine. „Ich lag falsch“, flüsterte ich während ich langsam einschlief. „Es gibt sie doch“, lächelte ich. „Liebe gibt es wirklich!“

    ENDE



    Hey, das hier ist das Ende von Xenias und Sugas Geschichte. Ich persönlich bin ein reisen Fan von diesem Paar. Sie haben im Laufe der Geschichte so viel miteinander durchgemacht. Natürlich werde ich Xenia, wie Sofie dieses Mal, auch bei meiner nächsten Ff erwähnen. Ich glaube es ist schön zu erfahren, wie sich dieses Paar und deren Geschichte noch weiterentwickelt.

    Deshalb:

    Der dritte Teil dieser Ff Reihe – „All I want for Christmas is you (V Ff)"

    https://www.testedich.at/quiz58/quiz/1546083435/BTS-All-I-need-for-Christmas-is-you-V-Ff

    Der erste Teil dieser Ff Reihe – „BTS-Ein unvergesslicher Sommer (Namjoon Ff)

    https://www.testedich.at/quiz56/quiz/1536398506/BTS-Ein-unvergesslicher-Sommer

    Ich freue mich auf eurer Feedback in den Kommentaren:

    Seid ihr zufrieden mit dem Ende?
    Was könnte ich besser machen?
    Was wünscht ihr euch bei der nächsten Ff?
    Was stört euch?
    Welche Ff gefällt euch besser? Die mit Namjoon, oder die mit Suga?

    Bitte bewertet meine Ff und lasst eine Sternebewertung bzw. ein „Gefällt mir da“, das freut mich immer sehr😊



    Hab euch lieb, <33

    LG Fleur0109

article
1540481666
BTS - Liebe, das gibt es nicht (Suga Ff)
BTS - Liebe, das gibt es nicht (Suga Ff)
Hey ich bin Xenia! Mein Leben läuft momentan nicht gerade rosig... Woran das liegt? Fragt meine Eltern... Liebe ist für mich etwas, dass nicht wirklich existiert, es ist etwas, dass wir Menschen uns vorspielen, doch wenn es darauf ankommt, kümmern ...
https://www.testedich.de/quiz57/quiz/1540481666/BTS-Liebe-das-gibt-es-nicht-Suga-Ff
https://www.testedich.de/quiz57/picture/pic_1540481666_1.jpg
2018-10-25
40HC
Bangtan Boys, BTS

Kommentarfunktion ohne das RPG / FF / Quiz

Kommentare (399)

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vor 17 Tagen
@Suga fangirl

Da muss ich dich enttäuschen:)) Mein Bias ist Jimin, aber wenn du gerne wissen möchtest, wie es mit Suga und Xenia weiter geht, dann lies doch den dritten Teil meiner Ff Reihe. BTS- Winterzauber (V Ff) da kommen die beiden auch hin und wieder vor:))

LG Fleur0109
vor 18 Tagen
Wow ich liebe diese Geschichte 😭❤️Ich möchte nicht das sie vorbei ist
Ps ich glaube dein bias ist Suga weil du sonst die Geschichte nicht geschrieben hättest
LG Lena
vor 31 Tagen
@Jin Army
Meine nächste Ff wird eine Ff über Jin sein, also kannst du dich schon freuen:DD

@Kooki's army
Die Geschichten der Pärchen in meinen Ffs werden alle in den weiteren Ffs fortgesetzt.

1. Teil: Bts-Ein unvergesslicher Sommer (Namjoon Ff)

2. Teil: BTS-Liebe, das gibt es nicht (Suga Ff)

3. Teil: BTS-Winterzauber (V Ff)

Also wenn du wissen willst wie es mit Xenia und Suga weitergeht, dann lies einfach die nächste Ff:D
vor 32 Tagen
NNNEEEIIINN ich will nicht das diese Geschichte endet ich liebe sie ❤️
vor 32 Tagen
Ähhh.... Ich möchte dich nicht zwingen aber... Könntest du eine ff über Jin schreiben?Oder....hast du schon eine geschrieben...Außerdem du bist die beste ff Schreiberin die ich je gesehen habe(oder von der ich je ffs gelesen habe) !Danke du bist sooooooooooo cute!(Also deine ffs und du vllt auch...)
vor 32 Tagen
Bei Kapitel 7 ist Vkook wie süüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüß!CUTY!oha wie süß ist diese ff!Das Problem ist...Suga ist mein Wracker und ich habe Angst zurück zu ihm zu kehren wobei eigentlich Jin jetzt mein Bias ist aber Suga war es einmal gewesen...Und noch was nimmt mal von LOVE das L weg und hängt ein R hinten ran.....😓

Traurig oder...................
vor 32 Tagen
So jetzt die ff mit Sofie und jooni lesen😂
vor 36 Tagen
@Anonyym
Upsi, hab ich bereits getan:DD

@Moony
Ne, das sagt man in der Umgangssprache schon so, da geht's nicht um die Vergangenheit! Aber kann auch sein, dass man das nur in Österreich so sagt:D
Danke:DD
vor 36 Tagen
Richtig geil aber am Ende sagt sie das WAR also mein Freund könntest du das mit IST ausbessern? Deine stories sind sooo toll!
vor 44 Tagen
Aida ich VERBIETE dir noch mehr solche Storys zu schreiben so cuuttteeeeeee 😭😭😂😂🤣🤣❤️❤️
vor 44 Tagen
@Anonym
:DDD
Freut mich, dass es dir gefallen hat:)
LG
vor 49 Tagen
OMG DAS IST SO CUTEEE! Du kamst echt schöne Geschichten schreiben und in der Geschichte, das suga sich extra betrinkt ist auch Mega! Danke!!!! 🤩🤗
vor 75 Tagen
* Aber . Tja, passiert wenm man über E-reader kommentiert xD
vor 75 Tagen
Also ich glaube ich könnte die verfressenheit von Jin noch übertreffen xD sehr gelungen. Hinwies: ließ dir die Kapitel nochmal durch bevor du sie postest. Das verhindert das auftreten kleiner oder größerer Fehlerchen ;) Ber echt gut gelungen ^^
vor 76 Tagen
Was lernt man aus der Geschichte. Man soll glauben und nicht so viel alkohol trinken sons passirt das was Suga passiert ist :) (ich meine das bei der Umarmung ein gepennt ist)
vor 79 Tagen
Leute,
ich habs geschafft und hab endlich eine E-Mail bekommen.
Ich scheibe jetzt bei meiner Ff weiter. Das ist aber nicht diese Version hier!!!!!

Wenn ihr in die Suchleiste BTS eingebt und auf Fanfiktion klickt, dann müsst ihr auf die zweite Seite gehen. Dort findet ihr meine Ff. Sie sieht genau so aus wie die letzten, heißt auch BTS-Winterzauber, hat aber bereits 5 Kapitel!:))

Hier lade ich in Zukunft all meine Kapitel hoch!

Für die die das schaffen verlinke ich hier noch die Ff:

https://www.testedich.at/quiz58/quiz/1546074002/BTS-Winterzauber-V-Ff

Wenn ihr Fragen habt, stellt sie einfach!!
vor 82 Tagen
OMG es ist so schön 😭😍 hast du super gemacht ❤😊
vor 82 Tagen
Freue mich jetzt es lesen zu können vielen Dank für alles 💜💜
vor 82 Tagen
Habe gerade bemerkt, dass meine neue Ff mit V schon online ist:)))

BTS-Winterzauber (V Ff)
https://www.testedich.at/quiz58/quiz/1545773750/BTS-Winterzauber-Ff-V

Viel Spaß beim Lesen:)
LG Fleur0109
vor 82 Tagen
Danke an alle eure lieben Kommentare:)))
Die sind ja mal so süß:DD

@Cassi
Ich denke vielleicht schreibe ich einmal eine Ff über GOT7, aber die muss ich erste besser kennen lernen, Ich kenne sie erst seit etwa einem halben Jahr:)

@Feyza
Awwww……
Naja ich denke nicht, dass ich Autorin werde, aber Ffs schreiben ist definitiv zu einem meiner Hobbies geworden.
Mal schauen, vielleicht wenn ich mit der Schule fertig bin und studiere:))

@Anni.V
Danke:))

@KawaiiKookie*-*
Ja, es kommen sowohl Sofie und RM, als auch Suga und Xenia in der nächsten Ff vor:)

@ChimChimAlpaka
Freut mich:)