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BTS Fanfiktion: Korea-Austausch

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43 Kapitel - 31.068 Wörter - Erstellt von: - Aktualisiert am: - Entwickelt am: - 16.640 mal aufgerufen - User-Bewertung: 4.33 von 5.0 - 24 Stimmen- Die Geschichte ist noch in Arbeit - 35 Personen gefällt es

Ich bin 16, A.R.M.Y., Eltern geschieden und würde gerne an einem Austausch nach Südkorea mit machen... Wenn meine Mutter nur nicht ihren Job verloren hätte und ich nun zu meinem Vater ziehen muss...

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    Hallihallo! Ich freue mich sehr, dass ihr auf meine Fanfiktion gekommen seid:) Das hier ist meine erste FF und ich würde mich freuen wenn ich positiv
    Hallihallo! Ich freue mich sehr, dass ihr auf meine Fanfiktion gekommen seid:) Das hier ist meine erste FF und ich würde mich freuen wenn ich positive Kommentare zurück bekommen würde und auch sehr gerne konstruktive Kritik!
    Viel Spaß beim Lesen ;)

    Kapitel 1

    "Ok, als Hausaufgabe lernt ihr die Vokabeln auf Seite 182. Hiermit beende ich den Unterricht!" Somit verabschiedete sich mein Koreanischlehrer und es wurde Zeit für mich mir meine wohlverdiente Pause zu gönnen. Schließlich war ich eine der besten im Koreanischkurs! Damit möchte ich nicht angeben... Ich bin einfach nur froh, dass ich wenigstens ein Fach kann, und das ziemlich gut! Dadurch unterhalte ich mich auch sehr oft mit Herrn Jeondan, meinem Koreanischlehrer und werde somit als Lehrerliebling und Streber von den anderen abgestempelt. Wie man sich vorstellen kann ist das eher negativ. Dies kann man auch gut erkennen, da meine einzige Freundin ( welche nicht einmal in meine Klasse geht, geschweige denn in meinen Jahrgang ) sich keinesfalls für koreanische Sachen interessiert-nicht einmal für meine größte Liebe auf Erden: BTS! Hach... ich könnte Ewigkeiten einfach nur meine Kopfhörer aufbehalten und einfach nur meinem Bias Jimin und dem wundervollen Rest beim singen zuhören!
    Seit einem halben Jahr liebe ich sie einfach nur wie eine Familie. Manchmal wünschte ich tatsächlich, dass sie meine Familie wären...

    Da meine Eltern geschieden sind, meine Mutter durchgehend arbeitet und ich ein Einzelkind bin geht es zu Hause eher weniger harmonisch zu. Von meinem Vater, welcher meine Mutter mit mehreren anderen Frauen betrogen hatte, spreche ich besser nicht.
    Jedenfalls hat BTS mir damals geholfen von diesem elenden Geschrei meiner Eltern nichts mitzubekommen und mich einfach nur auf diese engelsgleichen Stimmen einzulassen. Dies wurde dann zur Gewohnheit und somit kaufte ich mir von meinem viel zu vielen Taschengeld all ihre Alben, Poster, T-Shirts und anderen Merch. Ich hatte endlich etwas gefunden was mich glücklich macht...

    Als es nun wieder Zeit wurde in den Unterricht zu gehen stoppte mich jedoch Herr Jeondan: " Heyy Amelie, ich wollte dich fragen ob du Interesse an einem Schüleraustausch hättest? Das kommt jetzt etwas plötzlich aber da der Kurs in letzter Zeit so gut koreanisch kann und ich dies meiner Schwester erzählte, welche in Süd-Korea Deutsch unterrichtet, hat sie mir dieses Angebot gemacht und ich wollte nach eurer Meinung fragen."
    In diesem Moment fing meine Welt an zu leuchten! Ich zeigte ihm meine Zustimmung mit einem breiten Grinsen, welches ihn erfreute.
    " Ok, wir besprechen morgen alles... wir müssen das noch mit dem Rest des Kurses abmachen. Bis morgen und schönen Tag dir noch, Amelie!", rief er mir hinterher, während er zu seinem nächsten Kurs eilte.

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    Für den Rest des Tages hatte ich einfach nur gute Laune. Ich meine OMG ich darf nach Süd-Korea? In das Land, wo BTS lebt und es dutzende von Kpop-Sh
    Für den Rest des Tages hatte ich einfach nur gute Laune.
    Ich meine OMG ich darf nach Süd-Korea? In das Land, wo BTS lebt und es dutzende von Kpop-Shops gibt... Welcher Kpop-fan träumt nicht davon?
    Abgesehen davon wäre es sehr wahrscheinlich als Austauschpartnerin auch einen Army zu haben.
    Hehe... Nun kann ich endlich meine Koreanischkenntnisse beweisen... Ich war so begeistert von der Nachricht, dass ich selbst Frau Trints super langweiligen und schlechten Unterricht vergaß!
    Immer noch stolz bald eine Austauschschülerin zu sein hüpfte ich den Weg entlang, welcher mich nach Hause führte.
    Noch nicht einmal ein Fuß auf der Türschwelle, und ich vernahm zwei bekannte Stimmen und eine Melodie eines Dialogs, welchen ich früher oft, wenn nicht sogar jeden Tag vernahm.
    Es waren meine Eltern, die seit langem wieder Kontakt hatten und umherbrüllten, wie es damals genauso war.
    Ich wusste, dass es nicht gut war, andere Leute zu belauschen, aber diesmal vernahm ich ein Wort, welches mich dazu zwang hinzuhören: Geld.
    Ich konnte nur einen Bruchteil des Dialogs verstehen, bis ich einen Satz klar und deutlich verstand, welcher von Mum kam und er in meinen Ohren hallte: "Dann muss Amelie wohl zu dir...."
    Ich? Zu meinem Vater? Niemals! Ich bin ihm doch völlig egal. Nach der Scheidung hat er förmlich den Kontakt vermieden und mich kein einziges Mal angerufen geschweige denn eine einzige SMS geschrieben! Und die Scheidung ist schon ein halbes Jahr her...
    Ich sehe ihn vielleicht mal alle zwei Wochen nach der Schule, da seine Arbeit praktisch um die Ecke ist von meinem Gymnasium aus gesehen.
    Insgeheim ist es mir auch egal. Dass er das genauso sieht, konnte ich weniger schnell verdauen, aber ich habe gelernt nicht mehr rumzuheulen... Es ist abgehakt.

    Ich hatte keine Lust weiter dem Gespräch zu lauschen also ging ich in mein Zimmer und führte das Ritual fort:
    Ich setzte meine Kopfhörer auf, brachte sie auf volle Lautstärke und kurz darauf ertönte auch schon die wunderbare Melodie von "Best of me", sodass ich gezwungen war nichts mehr von dem Streit mitzubekommen.
    Ich schloss meine Augen und genoss meine BTS-Playlist.
    Das nächste Lied auf der Playlist war "Butterfly". Ich liebte diese beruhigende Melodie und dann noch der Part von Jimin - einfach traumhaft!

    Als ich meine Augen wieder öffnete war es bereits dunkel und die Playlist war zu Ende.
    Somit hörte ich wieder meine Eltern... Warte, sie hatten immer noch nicht aufgehört?

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    Nun wollte ich aber auch mitreden... womöglich kann das so einiges bessern, hoffe ich jedenfalls. Das Gebrüll kam aus der Küche, wo ich Mum heulend
    Nun wollte ich aber auch mitreden... womöglich kann das so einiges bessern, hoffe ich jedenfalls.
    Das Gebrüll kam aus der Küche, wo ich Mum heulend vorfand.
    Mit meinem Vater, dessen Blick verriet, dass er verantwortlich war für den Zustand von Mum. Sie erblickte im nächsten Moment meinen geschockten Gesichtsausdruck, erhob sich und nahm mich in den Arm.
    "Hey Amy-Schatz... Wie war die Schule? Ich habe dich vorhin reingehen gehört... Tut mir leid, dass du dich wegen uns nicht in die Küche getraut hast... Hast du Hunger Liebling?", hörte ich Mums Stimme an meinem Ohr.
    Ich erwiderte ihre Umarmung und gab ihr einen Kuss auf die Wange. "Nein danke Mum, habe heute in der Mensa gegessen, ist alles okay...", grinste ich sie an.
    Ich sah wie sich ein erleichtertes Lächeln auf ihren Lippen bildete und war froh, dass sie für einen Augenblick ihre Tränen vergessen konnte.
    Aber dann musste mein Vater natürlich alles wieder zerstören und unterbrach das schöne Schweigen: "Können wir das jetzt mal klären?"
    Yeah, und wie sonst auch schaute er mich nicht einmal mit dem Hintern an.
    Innerlich verdrehte ich so doll die Augen, sodass es selbst ein Blinder hätte sehen könnte.
    Aber die Betonung lag auf 'innerlich', da ich ungern unfreundlich bin, selbst wenn es mein Vater war.

    Ich konnte Mum ansehen, dass sie über die Frage meines Vaters eher weniger erfreut war.
    Trotzdem ließ sie sich wieder auf den Küchenstuhl nieder. Kurz darauf sagte sie: "Dann lass Amelie aber wenigstens mitreden... Schließlich hat es ja Großteils mit ihr zu tun!"
    Ihr Blick traf mich und ich sah wie ihre Augen langsam wieder an Feuchte zunahmen.
    Ich tat so als hätte ich nichts bezüglich des Streits mitbekommen und fragte worum es denn ginge.
    "Amy-Schatz... du weißt ja, wie lange und hart ich arbeite...Aber mittlerweile bewerben sich nun mal viel zu viele für den Job und nun ja sie haben dann Leute aussortiert..."
    Mein Vater brachte es dann auf den Punkt: "Deine Mutter möchte damit sagen, dass sie gefeuert wurde und du dann für's erste bei mir wohnen wirst."
    Obwohl ich es bereits hörte, schockte es mich ein weiteres Mal, da ich diesmal noch einer verzweifelten Mutter beim Weinen zusah.
    "Elise holt dich dann nächste Woche Montag ab. Bis dann" Mit diesen Worten verließ mein Vater unsere Wohnung und wir hörten augenblicklich wie er mit seinem teuren Cabrio wegfuhr. "Wer ist Elise?", unterbrach ich vorsichtig das Schluchzen meiner Mutter.
    "Seine neue Schl----" Mum biss sich auf die Lippe. Kurz darauf fing sie wieder an zu weinen. Obwohl sie fast nie zu Hause war und mich somit nie sah, war ich trotzdem das wichtigste für sie was sie besitzt.
    Und ihr Wichtigstes wird nächsten Montag vor ihren Augen weggenommen...

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    Es vergingen ein paar Tage und es war Sonntagabend. Im Koreanischunterricht haben wir noch nicht über den Austausch gesprochen, da Herr Jeondan noch
    Es vergingen ein paar Tage und es war Sonntagabend. Im Koreanischunterricht haben wir noch nicht über den Austausch gesprochen, da Herr Jeondan noch mit seiner Schwester über einige Punkte sprechen musste.
    Die ganze Zeit musste ich an den Austausch denken, wie toll es doch wäre! Aber wir hatten nunmal kein Geld und wie ich meinen Vater kannte, würde er die Reise auch nicht zahlen wollen. Mum hätte es zu 99% für mich gemacht, denn sie liebte es selbst zu reisen und weil wir uns so selten sahen, wollte sie mir immer alles ermöglichen. Aber davon kann man derzeit leider nicht sprechen... Naja, es wird Zeit meine Sachen zu packen!
    Ich holte einen großen Koffer, wo ich meine ganzen Sachen verstauen konnte. Zum Glück konnten meine geliebten Möbel in meiner ebenso geliebten Wohnung bleiben. Heißt, dass ich zurück in mein altes Zimmer ziehen würde!
    Es war relativ groß... Man könnte sagen doppelt so groß wie mein jetziges.
    Mein Vater hatte insgesamt ein sehr großes Haus, wo sicherlich 2 Großfamilien reinpassen würden!
    Ich machte mich wieder an meinen Koffer und im Hintergrund spielte aus meiner Box "Not Today" .
    Dies bereitete mir etwas bessere Laune, sodass ich nach einiger Zeit meine Aufgabe vergaß, meine Sachen zu packen und war an dem Punkt angelangt, wo ich bei "Fire" so hart abgegangen bin, dass ich nicht einmal merkte wie Mum in mein Zimmer eintrat, die Box ausschaltete und mich ein wenig verstört ansah. "Du fühlst diese Musik wohl sehr!", brach sie plötzlich in Gelächter aus.
    Ich bekam etwas Röte in meine Wangen aber ihr Lachen war so bescheuert, sodass ich mitlachen musste.

    Wir lachten eine ganze Weile bis sie meinen gepackten Koffer anstarrte und eine niedergeschlagene Miene aufsetzte. Ich nahm sie daraufhin in den Arm und gab ihr einen Kuss auf die Wange, welcher ein Zeichen von Trost war.
    "Ich will nicht, dass du gehst, Amy-Schatz...", sagte sie leise in mein Ohr und ich hörte, wie sie die Tränen mühevoll zurückhielt.
    "Ich hab dich lieb Mum!", fing ich plötzlich an zu weinen.
    Sie schaute mich verwirrt an und fragte mich, weshalb ich weine.
    "Er hat mich nach der Scheidung kein einziges Mal angerufen, nicht einmal eine SMS hat er geschrieben! Ich bin ihm doch gar nicht wichtig und bedeute ihm nichts, er hat heute mich nicht einmal begrüßt!", sprudelte es mir aus Empörung heraus.
    Mum biss sich auf die Lippe und gab keine weitere Reaktion ab.
    Nach einer weiteren Umarmung fragte sie mich: "Unser letzter gemeinsamer Abend, bevor du nicht mehr bei mir wohnst... Wollen wir noch etwas zusammen machen? Wie wäre es mit einem Film?"
    Ich überlegte kurz... Es wahren gefühlte Ewigkeiten her, seitdem ich was mit meiner Mutter unternahm. Trotz der Tatsache, dass es etwas unerwartet kam, stimmte ich zu.
    Ich konnte ihr ansehen, dass sie das erfreute und ich glaube, dass sie von ihrer Frage eben gerade genauso überrascht war wie ich.

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    Wir suchten lange nach einer Serie oder einem Film auf allen möglichen Internetseiten, fanden jedoch nie etwas was unserem Geschmack entsprach. Wir g
    Wir suchten lange nach einer Serie oder einem Film auf allen möglichen Internetseiten, fanden jedoch nie etwas was unserem Geschmack entsprach. Wir gaben es auf. "Schade eigentlich, ich hätte wirklich gerne etwas mit ihr unternommen", dachte ich mir. Mums etwas enttäuschter Gesichtsausdruck verriet mir, dass sie eben den gleichen Satz dachte. Nach zwei Minuten Schweigen fing sie an sich zu entschuldigen: "Amy... Es tut mir wirklich leid... Ich habe mich eben gefragt, was denn die Alternativen zu einem Film wären und normalerweise sollte eine Mutter wissen was ihr Kind mag... Aber das kann ich irgendwie nicht." Sie setzte ihren Schlechteste-Mutter-auf-Erden-Blick auf und versteckte daraufhin ihr Gesicht in ihren Händen. Ich tröstete sie:" Mum. Ich weiß, dass du viel arbeitest um mich glücklich zu machen und deshalb aber auch nicht viel Zeit hattest. Im Nachhinein hätte ich mir jedoch mehr Zeit als Geld gewünscht aber man kann die Vergangenheit nicht rückgängig machen. Es ist schon in Ordnung. Ich liebe dich über alles egal was du tust und ich möchte, dass dir das bewusst wird." Ich gab ihr wie immer einen tröstenden Kuss auf die Wange und ich glaube, meine Worte sind bei ihr angekommen, da sie mir daraufhin eine feste Umarmung gab und sagte: " Du bist das beste Kind was eine Mutter nur haben kann, ich liebe dich"

    Ich schenkte ihr ein Lächeln als Dankeschön für diese niedlichen Worte und ging in die Küche.
    "Amy? Wo gehst du hin und was hast du vor?", rief sie mir hinterher. "Einen schönen warmen Kakao machen, eine flauschige Decke holen und dann aufs Sofa kuscheln. Es wird Zeit, dass wir uns kennenlernen.", zwinkerte ich ihr zu.

    Nach einer Weile war meine Mission erfüllt und ich saß mit Mum auf der Couch wie gehabt.
    Es war wirklich kalt, schließlich haben wir ja auch Mitte Januar!
    Wir redeten über alles Mögliche: Freunde, Schule, Hobbys bis wir auf das Thema Musik kamen und ich nicht mehr aufhörte zu schwärmen von BTS!
    "Wie? BÉ-TÉ-ÈS?", versuchte Mum mich niedlich zu wiederholen. "Nein", lachte ich. "Es sind 3 Buchstaben und sie werden englisch ausgesprochen." Ich konnte ihr so viel erzählen über meine absolute Lieblings-Boy-Group und zeigte ihr sogar einige Lieder. Viel gefiel ihr jedoch nicht, das hätte mir aber im Vorfeld bewusst werden können. Die einzigen Lieder, welche sie mochte waren "Airplane Pt. 2" und "Lie", Jimins Solo.

    Es erfreute mich sehr, dass sie Jimins Stimme genauso liebte wie ich und somit hatten wir schon kleine Gemeinsamkeiten gefunden. Wir konnten noch über so viele Dinge quatschen und lachen, sodass wir die Zeit vergaßen. Es war mittlerweile 22:43 Uhr! Das war mir eigentlich egal, da morgen keine Schule stattfindet aber es wird bestimmt anstrengend morgen werden, also bedankte ich mich für den schönen Abend bei Mum, welche ebenso meiner Meinung war und machte mich auf den Weg zum Badezimmer und anschließend in mein Bett.
    Mit unglücklichen Gedanken wegen der morgigen Ereignisse schlief ich letztendlich ein.

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    Mit dem lauten Klingeln meines Weckers wurde ich unsanft geweckt und hatte um ehrlich zu sein nicht die Lust und Kraft aufzustehen. "Wie spät is
    Mit dem lauten Klingeln meines Weckers wurde ich unsanft geweckt und hatte um ehrlich zu sein nicht die Lust und Kraft aufzustehen. "Wie spät ist es überhaupt?", gähnte ich meinem Wecker entgegen. Mit großem Schock musste ich feststellen, dass ich verschlafen hatte. "Es ist 09:34 Uhr?", rief ich während ich in das Badezimmer lief und mich versuchte schnell fertig zu machen. Laut Mum sollte ich um 11:00 Uhr von Elise oder wie die Freundin meines Vaters auch hieß abgeholt werden. Ich war generell nicht besonders schnell wenn es ums Fertigmachen ging - schon gar nicht unter Druck!

    Als ich meine Badezimmer-Missionen erfüllt hatte, sprintete ich ins Schlafzimmer von Mum um sie aufzuwecken. "Muuum wir haben verschla---." Ich konnte meinen Satz nicht vollenden da ihr Bett leer war. Verwundert durchsuchte ich alle Räume nach ihr, bis ich in der Küche stoppte, und Mum völlig entspannt am Herd stand. "Wieso hast du mich denn nicht geweckt!", begrüßte ich sie mit einem kleinen Entsetzen im Gesicht. "Ich wünsche dir auch einen guten Morgen, Amy", lachte sie mich an und stellte unser Frühstück auf den Küchentisch. Verwundert musste ich feststellen, dass dies mein Lieblingsfrühstück war, welches ich früher oft mit Mum gemacht habe, wenn nicht sogar jeden Tag: Pfannkuchen. Früher, als Mum und mein Vater noch zusammen lebten, mein Vater jedoch morgens immer arbeitete, probierten wir dutzende Pfannkuchen-Rezepte aus, bis wir unser eigenes, superleckeres Rezept hatten, was unserer Meinung nach immer noch das beste aller Zeiten war. Dies war eine der wenigen Sachen, wenn nicht sogar die einzige positive, an die ich mich mit Mum erinnern kann.
    Ich schaute sie verblüfft an. "Das sie sich das gemerkt hatte", dachte ich verwundert und war ein wenig überrumpelt von dieser Situation. Mum konnte diesen Blick sofort zuordnen und seufzte laut: "Ich weiß ja, dass ich immer sehr beschäftigt und deshalb auch ziemlich durcheinander war. Aber natürlich bleiben die schönen Erinnerungen erhalten, die ich mit dir habe. Ich möchte einfach nur eine neue, abschließende Erinnerung mit dir teilen, bevor du zu deinem Vater ziehst." Ich lächelte ihr entgegen und kurz darauf war sie auch schon in einer Umarmung von mir eingeschlossen. Sie erwiderte sie stark und gab mir einen Kuss auf die Stirn. "Komm schon, die Pfannkuchen werden langsam kalt und kalt schmecken sie doch nur halb so gut wie warm, nicht wahr?", forderte sie mich auf unsere Spezialitäten zu essen.
    Ich bedeckte meinen ersten Pfannkuchen mit Nutella, rollte ihn zusammen und nahm den ersten Bissen zu mir. "Traumhaft", schmatzte ich und verdrehte genüsslich die Augen.
    Es schien Mum sehr zu freuen und schon bald hatten wir den Berg von Pfannkuchen verputzt. Eine Weile saßen wir einfach nur da und dachten an dieses schöne Gericht zurück, bis mir einfiel, dass die Zeit läuft und ich somit erschrocken zur Küchenuhr blickte. "10:23 Uhr!", rief ich geschockt und rannte in mein Zimmer gefolgt von Mum, welche rmeine Emotionen teilte. Eigentlich hätten wir noch Zeit uns ein bisschen zu unterhalten, hätten wir nicht gestern sehr ausführlich über mein Leben gesprochen, was mich vom Packen abbrachte. Ich hatte noch mindestens einen ganzen Koffer zu packen und ich wusste nicht wie ich es in dieser Zeit schaffen sollte. Da Mum mir aber sehr behilflich war, schafften wir es gerade so um 10:53 Uhr die Koffer vor die Haustür zu stellen.

    Erschöpft ließen wir uns auf die vollgepackten Koffer und Taschen nieder und ruhten uns noch etwas aus.
    "Wenn du unter dem grünen Gartenzwerg guckst, kannst du dort ein kleines Fach und in diesem einen Schlüssel finden", unterbrach Mum unser erschöpftes Atmen. Verwundert starrte ich sie an, und versuchte mir aus ihrer Aussage eine Erklärung herauszuziehen - vergeblich. Sie bemerkte das Fragezeichen, welches über meinem Kopf erschien und ließ es durch ihrer nächste Aussage verschwinden: " Wenn irgendwas sein sollte, heißt, du wirst von deinem Vater oder seiner Freundin schlecht behandelt, kannst du sofort wieder zurück nach Hause. Falls ich nicht da sein sollte ist dieser Schlüssel da." Daraufhin nickte sie zu dem freundlich-schauenden Gartenzwerg mit einem grünen Hut. Ich gab ihr keine Antwort, sondern umarmte sie einfach nur, bis plötzlich ein mir bekanntes Cabrio vorfuhr und vor unserem Haus parkte.
    Eine Frau, mit kurzem und schwarzem Haar lächelte mich an und öffnete den Kofferraum für mich, indem sie auf den Knopf vorne am Fahrerplatz drückte. Ich gab mein Gepäck in den Kofferraum und sah daraufhin in Mums trauriges Gesicht. Sie nahm mich fest in den Arm und sagte nur einen Satz, bevor ich ins Cabrio stieg: "Ich liebe dich, Amelie."
    Ich konnte nicht antworten, da sie daraufhin zu unserer Wohnung ging und mir winkte. Anscheinend wollte sie keine Antwort, was ich aber letztendlich hinnehmen musste, in das rote Cabrio einstieg und ich Mum traurig hinterherwinkte.

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    Es war still. Ich hörte nur den Wind, welcher mir um die Ohren wehte aber kein Gespräch war vorhanden. Manchmal schaute ich Elise, welche links von
    Es war still. Ich hörte nur den Wind, welcher mir um die Ohren wehte aber kein Gespräch war vorhanden. Manchmal schaute ich Elise, welche links von mir auf dem Fahrersitz saß an, wandte meinen Blick aber schnell von ihr ab, als sie auch kurz in meine Richtung schielte. Dies ging eine Weile abwechselnd so bis sie doch noch mir ihre Stimme zeigte:"...Ich bin Elise, ähm... die Freundin deines Vaters... Du weißt es ja sicherlich... Es tut mir leid das mit deinen Eltern aber ich wollte mich wenigstens vorgestellt haben, unhöflich bin ich für gewöhnlich ja nicht aber mir ist diese Situation äußerst unangenehm wenn du verstehst..." Sie biss sich auf die Lippe und ihr Blick galt immer noch der Straße. "Da sind wir ja nicht alleine, ich heiße Amelie wie du schon weißt.", unterbrach ich die kurze aber unangenehme Stille. Ein kurzes Lächeln wich über Elises Lippen, welches mich ansteckte. Ich musste ungerne zugeben, dass sie vielleicht gar nicht so arrogant ist, wie ich noch bis vor kurzem vermutete."Und du bist...18", fing Elise erneut ein Gespräch an. "16...", korrigierte ich sie lächelnd. "Und Sie?" "Du kannst mich ruhig duzen!", lachte sie. "Ich bin 25." Wow... mein Vater war 38 und Mum 37. Wie konnte mein Vater sich nur so eine hübsche Frau angeln? Ich musterte sie. Sie war wirklich bildhübsch und hatte viel Ausstrahlung! Ich wahr vielleicht etwas neidisch...

    Für den Rest der Fahrt war Smalltalk angesagt. Uns war es beiden glaube ich etwas viel wenn wir sofort alles überstürzen würden und ich ihr meine Lebensgeschichte oder andersrum erzählen würden.
    Vor dem "Haus" meines Vaters musste ich weit hochschauen als ich ausstieg, um es komplett zu sehen. Ich musste mich verbessern: Es war kein Haus, viel mehr eine Villa! "Ich hatte es viel kleiner in Erinnerung", dachte ich versehentlich laut. Elise, welche meine Koffer aus dem Kofferraum nahm, hatte meine Aussage eben wohl gehört, denn sie antwortete: "Wir sind umgezogen. Beziehungsweise haben es zusammen gebaut." Jetzt wo ich darüber nachdachte, sind wir auch einen anderen Weg gefahren, welcher in die entgegengesetzte Richtung führte.
    Ich half Elise mit meinen Koffern und brachte sie vor die Haustür. Und wieder musste ich mich verbessern: Es war eher gesagt ein Haustor! Elise klingelte und kurz darauf wurde die Tür von einem Mann in einem schwarzen Anzug geöffnet. "Schön, dass Sie es so schnell geschafft haben, Frau Schneider. Ich hoffe der Verkehr hat Ihnen keine Sorgen bereitet, das gibt Stressfalten.", sagte dieser und lächelte freundlich. Er wahr schon etwas alt. Um die 50 vielleicht? Er hatte eine Halbglatze, Falten im Gesicht und seine restlichen Haare waren schneeweiß. Nun wandte er sich zu mir und verbeugte sich leicht. "Ich habe von Ihnen gehört. Ich bin der Butler des Hauses. Mein Name ist Stefan. Darf ich Sie Frau Weber ansprechen oder wie wünschen Sie?" Er war immer noch in seiner verbeugenden Position bis ich ihm brav antwortete: "Freut mich sie kennenzulernen! Sie können mich beim Vornamen nennen. Ich möchte mein letztes Jahr als Unvolljährige erfolgreich genießen!" Elise lachte neben mir etwas und auch Stefan konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Er bittete mich in die riesige Villa und versicherte mir, dass ich mir um die Koffer keine Sorgen machen musste. Ein auffordernder Blick von Elise verriet mir, dass ich ihr in die Küche folgen sollte. "Bitte mach es dir hier gemütlich. Ich denke, dass das die Sache für uns alle hier sehr erleichtern würde.", sagte sie als wir uns an den Küchentisch setzten und Stefan uns einen Kaffee zubereitete. Ich nickte. "Außerdem", fing Elise an. "Ich weiß, dass du etwas Stress hast wegen deiner familiären Probleme... Aber bitte lass das keine Auswirkungen auf unsere Beziehung haben. Ich mag dich eigentlich gerne, du bist sicher ein nettes Mädchen, mit dem man sich gut unterhalten kann! Es ist aber dir überlassen... Es war nur ein Vorschlag..." Sie schien etwas bedrückt. Hatte sie vielleicht auch kein gutes Verhältnis zu ihrer Familie? Aber ich konnte nicht anders als zu nicken. Sie war mir sehr sympathisch und es wäre wirklich gemein, ihr die Schuld zuzuschieben, dass mein Vater Mist gebaut hatte.

    Sie freute sich sehr über meine Zustimmung, was sie mit einem breiten und warmen Lächeln zeigte. "Aber... ich möchte nicht, dass du denkst, dass ich jetzt den Mutti-Ersatz spiele. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung wie man das macht und es wäre so oder so für mich nicht richtig, wenn ich das tuen würde.", brach Elise noch ein. Ich nickte lachend und im darauffolgenden Moment brachte sie mich die Treppen hinauf, in mein Zimmer. Vor der Tür blieb ich stehen. "Ähm... Wenn ihr umgezogen seid... Heißt das, dass ich jetzt keine Möbel mehr habe?" "Natürlich haben wir die Möbel mitgenommen. Das hier war praktisch das Gästezimmer aber wir haben dir natürlich dann andere Bettwäsche überzogen.", antwortete mir Elise. Na super... Nun haben bestimmt schon einige mein altes Kinderzimmer zu Gesicht bekommen und auf meinem Bett geschlafen. Der Gedanke daran lässt mich etwas zusammenzucken. Elise öffnete die Tür und zeigte dann auf meinen alten Schrank und sagte: "Die Koffer werden dir gleich hochgebracht. Wenn nicht alles reinpasst hast du hier noch die Kommode." Ihr Finger wanderte auf meine alte, weiße Kommode. Ich nickte ihr zu und kurz danach verließ sie auch schon mein Zimmer und ließ mich alleine. Ich sah mich um. Alles steht an seinem alten Platz. Genauso hatte ich mein Zimmer in Erinnerung, nur mit einem anderen Teppich. Dafür ist nun neben meinem Bett eine große Glastür, welche zu einem kleinen Balkon führte. Als ich mich wieder anfing ein bisschen in diesem Raum wohlzufühlen, rief mein Körper nach einem Glas Wasser. Ich lief die lange Treppe hinab, bis sich plötzlich das Haustor öffnete und eine Person die Villa betrat-mein Vater.

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    Unsere Blicke streiften sich kurz, dann jedoch ging er Richtung Küche. Wow... Und schon wieder keine Begrüßung von ihm. Nicht einmal wenn ich von n
    Unsere Blicke streiften sich kurz, dann jedoch ging er Richtung Küche. Wow... Und schon wieder keine Begrüßung von ihm. Nicht einmal wenn ich von nun an hier wohne? Ich verstehe ihn einfach nicht! Ich ging ihm nach und sah wir er Elise mit einem kurzen Kuss begrüßte und sich danach auf das Sofa im Wohnzimmer niederließ. Als ich mein Glas Wasser fertig ausgetrunken hatte ging ich ebenfalls ins Wohnzimmer, um ihn nun endlich zur Rede zu stellen. Ich finde sowas einfach unverschämt! "Hallo.", gab ich von mir und wandte danach schon wieder mein Blick von ihm ab, nun auf den Fernseher gerichtet. Er sprach nicht. "Findest du es nicht schon etwas unhöflich, deine Tochter nicht zu begrüßen? Immerhin muss ich von nun an hier wohnen und wir werden uns ständig sehen. Vielleicht kennst du nicht mal mehr meinen Namen!" Ich musste zugeben, dass ich sauer und ein wenig traurig darüber war, dass er mir keine Beachtung schenkte. Ich meine, er hatte Scheiße gebaut und das konnte ich nunmal nicht akzeptieren, aber ich bin immer noch seine Tochter und er mein Vater. "Natürlich habe ich deinen Namen nicht vergessen, für wen hältst du mich denn?", fing er endlich an mit mir zu reden. Okay, ich gebe zu, dass diese Aussage etwas übertrieben kling, aber das letzte Mal, seitdem wir miteinander sprachen, war über ein halbes Jahr her... "Woher sollte ich das wissen... du redest ja nicht mit mir und nach der Scheidung hast du kein einziges Mal versucht, wieder Kontakt aufzubauen geschweige denn den Kontakt aufrecht zu erhalten...", murmelte ich, jedoch verständlich und klang nun etwas traurig, was ich auch war. Er seufzte: "Es gab da... gewisse Umstände..." "Was denn für Umstände? Ich kann gut verstehen, dass du nicht immer Zeit hattest wegen deiner Arbeit und und und... Aber dann kann man doch wenigstens anrufen oder mal eine SMS schreiben!", unterbrach ich ihn und mir liefen einige Tränen über die Wange. Ich konnte es einfach nicht verstehen. Er biss sich auf die Lippe. Mein Schluchzen und meine Empörung über diese Antwort waren deutlich zu hören, sodass selbst Elise nun im Türrahmen des Wohnzimmers stand und lauschte. "Amelie, ich..." "Wow! Du kennst ja meinen Namen wirklich!", unterbrach ich meinen Vater und ich musste zugeben, dass ich gerade echt unhöflich zu ihm war. "Was erlaubst du dir eigentlich?", erhob mein Vater seine Stimme und stand nun direkt vor mir. "Du fragst, was ich mir erlaube? Ich habe ein Recht darauf, eine schönes Familienverhältnis zu haben und gerecht behandelt zu werden!", sagte ich nun lauter. "Tja, die erste Sache ist wohl gestrichen. Spoiler-Alarm: Deine Mutter und ich sind geschieden!", schaute er mit einem arroganten Ton auf mich herab.

    Wer war dieser Mensch in diesem Augenblick? Und warum war er so? Ich meine, ich war unhöflich und respektlos zu ihm, aber immerhin war es seine Schuld! Ich konnte meinen Vater nicht wiedererkennen. Wer er auch so zu Mum? Wir waren doch früher so glücklich zusammen... "Mir ist sehr wohl aufgefallen, dass ihr euch getrennt habt, das konnte man ja nicht nicht bemerken... Aber ich weiß nicht was ich dir getan habe, dass du völlig den Kontakt abgebrochen hast. Ich meine ich war sauer, und das auf euch beide aber ich wollte einfach dieses Gefühl vergessen und meinen Dad wiederhaben. Aber anscheinend ist dieses Gefühl hier nur einseitig..." Als ich das sagte, war die Wut plötzlich verschwunden. Dafür bildeten sich Tränen. Viele Tränen. Ich konnte nicht anders als sie laufen zu lassen. Ich wollte diese Demütigung nicht weiterhin spüren und ging hinauf in mein Zimmer. Ich hörte an diesem Abend nichts mehr von meinem Vater, kein einziges Geräusch. Ich lag in meinem Bett, schaltete mein Handy ein, presste die Kopfhörer tief in meine Ohren und hörte auf voller Lautstärke meine BTS-Playlist rauf und runter. Langsam wurde ich müde und schlief ein.

    Die Sonnenstrahlen, welche durch die Glastüren des Balkons kamen, weckten mich und ich war gezwungen aufzustehen.
    Für einen Moment hatte ich keine Ahnung, was gestern geschah, bis plötzlich alle Erinnerungen auf einmal in mein Kopf schossen und ich Migräne bekam. Dies hielt zum Glück nicht lange an. Ich wollte gerade Richtung Badezimmer gehen, als sich meine Zimmertür von außen öffnete. "Waah, du bist bereits wach! Es tut mir leid, ich hätte anklopfen sollen.", entschuldigte sich Elise, welche sich wohl eben etwas erschrocken hatte. "Kein Ding", murmelte ich und bittete sie herein. "Nun ja, wegen gestern... Es tut mir leid, ich war zu neugierig und hab euren Streit mitbekommen... Ich wollte mich für sein Verhalten entschuldigen. Es war völlig verständlich wie du gehandelt hast, nach alle dem was er zu dir sagte. Geht es dir gut?" Elise blickte mich mit einem sorgenreichen Blick an und schloss mich in ihre Arme. "Nun ja, er ist mein Vater... Seine Worte haben mich schon hart getroffen. Ich bin bei solchen Sachen sehr sensibel...", so gab ich ihr meine Antwort. Das ist einer der wenigen Momente, wo mir eine Person, die ich noch nicht gut und lange kenne mir nahe kommt, ich es zulasse und genieße.
    Ich glaube sie kann mir hier noch sehr viel helfen und eine gute Freundin werden.

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    Ich blieb noch eine Weile in dieser Umarmung bis Elise mich fragte:" Amelie... Wollen wir vielleicht Frühstücken gehen oder sowas? Ich meine da
    Ich blieb noch eine Weile in dieser Umarmung bis Elise mich fragte:" Amelie... Wollen wir vielleicht Frühstücken gehen oder sowas? Ich meine da wir uns ja sowieso kennen lernen dachte ich es wäre eine gute Idee sich dort etwas zu unterhalten und wir haben sowieso zurzeit nichts im Haus, da ja gestern Feiertag war und heute Sonntag ist." Erfreut lächelte ich sie an. Es fühlte sich so an, als wäre sie wie eine gute Freundin für mich, abgesehen von dem Altersunterschied. "Okay, dann machen wir uns jetzt fertig und fahren dann zu dem Bäcker. Ich nehme an, dass du nach dem gestrigen Ereignis deinen Vater nicht so schnell wie möglich zu Gesicht bekommen willst, oder?", fragte sie mich vorsichtig. "Ja... nein, nicht wirklich... Hast du gut erkannt.", nuschelte ich und ging daraufhin ins Bad. "OMG", konnte ich mir nicht verkneifen, als ich in den Spiegel sah. Geschockt und verstört musterte ich mein Ebenbild in der gläsernden Scheibe und konnte nicht fassen, dass ich das war. Meine ganze Schminke war verlaufen und meine Augen waren noch rot vom Weinen. Ein Glück, dass ich nie viel Schminke trug, denn sonst könnte ich sicherlich in einem Horrorfilm mitspielen! Ich reinigte schnell mein Gesicht und nach 15 Minuten sah ich endlich wieder normal aus. Nun ja... meine Augen waren immer noch etwas gerötet, aber egal. Wie peinlich es gewesen sein muss als ich mich mit Elise unterhielt! Oh Gott, ich sollte mich für diesen schlimmen Anblick entschuldigen...

    Als ich die Tür öffnete, um in mein Zimmer zu gehen, damit ich mein Handy holen konnte kam mir Elise entgegen, welche nach mir sehen wollte. "Bist du fertig?", fragte sie mich lächelnd. "Ja, ich muss nur kurz mein Handy holen... und ähm.... Entschuldige bitte für eben...", sagte ich und meine Wangen wurden ruckartig warm. "Was genau meinst du?", fragte sie mich verwundert und blickte mich schief an. "Mein Gesicht eben... Ich hatte wohl vergessen gestern Abend in den Spiegel zu schauen...", erklärte ich ihr mit immer noch warmen Wangen. Kurz schien sie nicht zu verstehen, doch im nächsten Augenblick hatte sie Tränen in den Augen vor Lachen. "Ahahaha! Du hättest dich sehen sollen! Wie ein kleines, schwarzes, verlorenes Küken mit roten Augen. Einfach süß Ahahahahah!", lachte sie mich aus. Erst war ich etwas entsetzt, wie sie sich über mich lustig machte, aber sie lachte so laut und lange, dass ich einfach mitlachen musste. Ich an ihrer Stelle wäre sicher nicht anders gewesen. Nach einiger Zeit beruhigten wir uns auch, holten mein Handy und machten uns auf den Weg zum nächstgelegenden Bäcker.

    Mein Vater arbeitete, das sagte mir Elise. Er ist jeden Morgen um 07:25 Uhr aus dem Haus und kommt um 13:45 Uhr ungefähr wieder. Abends dann von 18:25 Uhr bis 00:45 Uhr. Was er arbeitete, wusste ich nicht wirklich und war mir auch eigentlich egal. Ich machte mir den Rest der Fahrt über den gestrigen Abend Gedanken. Sollte ich mich entschuldigen? Elise weckte mich schließlich aus meinen Gedanken: "Wir sind daa! Ich bin in diesen Bäcker einfach verliebt, deshalb mussten wir etwas weiter fahren. Ich will ihn dir unbedingt zeigen, solche Kreationen darf man in seinem Leben einfach nicht verpassen!" Sie strahlte förmlich, sodass ich sie anlächelte und wir hineingingen. Wir bestellten Schoko-Croissants und Brötchen, mit frischen Zutaten zum belegen. Ich nahm mir die Salat-und Käse-Seite vor, da ich Vegetarierin bin und sie die andere mit Wurst. In diesem Punkt waren wir praktisch wie Tag und Nacht. Genüsslich biss ich in das Schoko-Croissant. Elise hatte nicht gelogen - Es war himmlisch! Wir aßen unser Essen, bis sie das erste Gespräch begann: "Gut, dann mal los mit der Fragerunde! Immer abwechselnd... dann ist es fair, verstanden?" Ich nickte, bevor sie auch schon mit ihrer ersten Frage loslegte: "Die spannendste Frage zuerst: Hast du einen Freuuund?" Sie lächelte mich mit einem dreckigen Grinsen an, sodass ich schmunzeln musste. "Nein.. Hab ich derzeit nicht", lachte ich.
    "Waas? Wie kann so ein hübsches Mädchen nur single sein?", fragte sie verwundert. Als hübsch würde ich mich nicht bezeichnen. Ich hatte blaue Augen, lange dunkelblonde, gelockte Haare und einigen Kurven. Also nicht wie einer dieser Supermodels aus dem Fernsehen. "Ich bin dran: Was hörst du so für Musik?", führte ich meine erste Frage an. Wenn ich jemanden kennenlerne, ist das die erste Frage, die ich jemanden Stelle, nach den Standartfragen natürlich. "Musik? Öhm... nun ja... Ich würde mich als Radio-Hörer bezeichnen.", antwortete sie mir und ich glaube, dass sie sich nie wirklich über Musik Gedanken machte. "...Und du so?", versuchte sie von ihr abzulenken. "K-Pop! Dafür würde ich sterben!", sagte ich begeistert, vielleicht etwas zu laut."K....Pop? Muss man das kennen? Was ist das?", fragte sie vorsichtig und versuchte nicht dumm zu wirken.

    Ich erklärte ihr K-Pop, was es war, welche meine Lieblingsgroups waren und warum ich es so sehr liebte und ehrte. Ich erzählte ihr die Geschichte mit meinen Eltern, dass BTS, meine absolute Bias-Group mir damals half, mein Umfeld zu vergessen und mich einfach nur auf den Song zu konzentrieren. Ich schwärmte für BTS, dass ihre Musik so vielfältig ist, dass Park Jimin mein Bias ist und Kim Seokjin mein Bias-Wrecker ist und musste ihr natürlich diese Begriffe auch erklären. Ich hörte gar nicht mehr auf zu schwärmen und vergaß langsam wo ich war. Als wäre mein Umfeld verschwunden. BTS hatte wirklich magische Kräfte! Irgendwann kamen wir darauf, dass ich so gerne einen Korea-Austausch machen würde, da mich das Land schon immer interessiert hat, bevor ich K-Pop erst kannte! Der asiatische Bereich war schon immer in meinen Augen toll und ich bewunderte die Menschen dort einfach! Ich erklärte ihr, dass das mit dem Austausch nun nicht mehr möglich ist, da Mum kein Geld hatte und mein Vater es sicher nicht geben würde und wie traurig es doch ist. Dann führte ich noch an, dass ich keine Freunde hatte, die meine Interessen teilten und, dass das dann eine riesen Chance wäre, wenn ich nach Süd-Korea dürfte, da ja dort viele, wenn nicht so gut wie alle K-Pop hören. Ich erzählte und erzählte, sodass es kein Ende nahm. Mum hätte sicher den Verstand verloren, wenn ich sie so zubrabbeln würde, aber Elise saß einfach nur da, versuchte mir zu folgen und lächelte. Als ich nun endlich stoppte und ganz außer Atem war, sagte sie aber etwas, was sie zum Engel machte: "Wer sagt denn, dass du kein Geld von deinem Vater bekommst für den Austausch, wenn du jetzt mich hast?"

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    Ich konnte meine Freude und mein Erstaunen nicht in Worte fassen, was dazu führte, dass ich Elise mit weit offenen Mund anstarrte. Sie strahlte mich
    Ich konnte meine Freude und mein Erstaunen nicht in Worte fassen, was dazu führte, dass ich Elise mit weit offenen Mund anstarrte. Sie strahlte mich einfach nur mit ihrem engelsgleichen Lächeln an und sagte nichts. Das war aber auch besser so, denn ich musste mich erst einmal sammeln.. Ich meine OMG ICH DARF VIELLEICHT NACH KOREA? Als diese Party in meinem Kopf ein Ende nahm, zeigte ich nun auch Elise, was für eine Göttin sie für mich seie. Ich sprang von meinem Stuhl auf und umarmte sie so fest, dass sie erschrocken anfing zu lachen und beinahe keine Luft mehr bekam. Sie gab mir eine herzliche Umarmung zurück und wir blieben eine Zeit in dieser Position, bis ich die Stille unterbrach und ihr meinen Dank aussprach: "Wie kann ein Mensch nur so gutherzig sein wie du? Wie kann ich mich jemals bei dir bedanken? Ich liebe dich!" Es sprachen noch immer reinste Glücksgefühle aus mir. "Dafür musst du dich doch nicht bedanken! Ich bin immer froh, wenn ich Menschen helfen kann und noch mehr, wenn ich sie so sehr ins Herz geschlossen habe wie dich...", flüsterte Elise in mein Ohr und ließ die Umarmung noch fester werden. Wir saßen uns nach einiger Zeit wieder auf unsere Plätze und redeten noch etwas, bis ich fragte: "Darf ich fragen, wie genau du das anstellen willst mit meinem Vater? So wie ich ihn kenne ist er nämlich ziemlich stur und--" "Ach, lass das meine Sorge sein! Glaub mir, ich werde nicht nachgeben ehe er es tut!", wurde ich von ihr unterbrochen.

    Als unser super leckeres Frühstück ein Ende nahm, fuhren wir nach Hause und auf dem Weg dahin, verbindete ich mich mit dem Auto per Spotify und gab ihr eine Kostprobe von einigen Kpop-Groups und dazugehörig auch BTS. Elise hatte was die Stimmen anging schon sofort einen Ulti: G-Dragon. Ich konnte es verstehen, denn ich bin auch ein totaler Big Bang-Fan und vergötterte GDs Stimme auch! Das brachte mich aber nicht davon ab, meinem Ulti hinterherzustanen... Haaach, ich liebte Jimin so sehr! Ich meine ja, ich vergöttere alle! Aber allein nur als ich die Videos gesehen habe "Jimin - High Notes vs. Raspy Voice" hat er mein Herz zum schmelzen gebracht...

    Jedenfalls hörten wir diese 20 Minuten, in denen wir nach Hause fuhren nur K-Pop und ich sah Elise an, dass es ihr gefiel. BTS vielleicht nicht so sehr wie Big Bang aber wenigstens etwas. Ich musste sogar etwas schmunzeln als sie zu "Fantastic Baby" richtig abging und als zum 2. Mal der Refrain erklang, sie sogar mitsang! Sie bemerkte wohl mein Lachen, welches ich mir noch gerade so verkneifen konnte, sodass rosa Farbe ihre schneeweißen Wangen verdunkelte. Das machte sie noch hübscher als sie sowieso schon war.

    Wir parkten vor der Villa meines Vaters und gingen in diese hinein. "Oh gott... Morgen ist ja Montag!", platzte es mir vor Erschrecken heraus. "Ist morgen irgendwas Besonderes wenn ich fragen darf?", fragte Elise als sie das Haustor hinter sich schloss. "Die Sache ist die, dass ich eigentlich noch ein paar Schulsachen einkaufen muss und das waren eigentlich ziemlich wichtige Sachen... Aber naja, kann man nix ändern, es ist ja Sonntag...", beantwortete ich ihre Frage. Als sie ihre und meine Jacke im Flur aufhing war sie wieder einmal meine letzte Rettung: "Achso. Wenn du rausgehst und bei der nächsten Kreuzung links abbiegst kommt 50 Meter weiter ein Supermarkt, welcher rund um die Uhr geöffnet ist. Dort wirst du sicherlich das finden was du brauchst." "Wirklich? Vielen, vielen Dank!", grinste ich sie an. "Ach stimmt, du brauchst sicher Geld! Da wir eben beim Bäcker nur einen Gutschein eingelöst haben, müsste mein Geldbeutel noch im Wohnzimmer auf dem Esstisch liegen. Du kannst dir ruhig das Nötige rausnehmen.", sagte sie mir und ich fand es erstaunlich, wie schnell sie einem noch etwas unbekannten Menschen vertrauen konnte.

    Ich machte mich auf den Weg ins Wohnzimmer, welches ich erstmal suchen musste, denn diese Villa war ganz und gar nicht zu unterschätzen! Als ich letztendlich meine Mission erfüllt hatte suchte ich nach einem schwarzen Geldbeutel mit Schmetterlingen, so wie Elise ihn mir beschrieb. Als ich ihn fand, nahm ich mir einen 10 Euro-Schein raus, da ich kleinere Scheine nicht finden konnte und keine Lust hatte mit Cent-Stücken zu zahlen. Als ich diesen herausnahm und mich wieder auf die Suche nach der Haustür begab, kam mir die Person entgegen, der ich in naher Zukunft eigentlich ungern begegnen wollte.

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    Zum Glück teilten mein Vater und ich nicht lange den Blickkontakt. Sein Blick war leer und nichtssagend. Ich versuchte meine Stimmung wieder nach obe
    Zum Glück teilten mein Vater und ich nicht lange den Blickkontakt. Sein Blick war leer und nichtssagend. Ich versuchte meine Stimmung wieder nach oben zu befördern, da ich schlechte Laune hasste. Seit der Phase nach der Trennung meiner Eltern wollte ich nie mehr in diese Stimmung abrutschen, wo ich bisher auch nur von Erfolg sprechen konnte. Ich bin ein sehr sensibler Mensch, musste aber lernen mich von meiner Umgebung zu wehren, damit ich glücklich leben konnte. Mich hatten viele Menschen unglücklich gemacht und dabei tiefe Narben hinterlassen, welche ich heute nur mit einem Lächeln ansehen konnte, da ich gelernt hatte zu leben. Wenn ich ehrlich war, hatte meine derzeit einzige Freundin viele davon verursacht... Aber außer ihr hatte ich doch niemanden... also was soll's?

    Ich vervollständigte meine Mission und gelangte letztendlich schneller als gedacht zur Haustür. Als ich die Klinke dieser gerade herunterdrücken wollte, legte sich eine Hand auf meine Schulter. "Schau dich in der Gegend etwas um und bleib länger weg. Du kannst auch in der Stadt etwas essen gehen, falls du es so lange draußen aushalten kannst. Ich werde mit deinem Vater über den Austausch sprechen...", flüsterte Elise in mein Ohr und gab mir weitere 10 Euro. Ich nickte, zwinkerte ihr vertrauensvoll zu, nahm meinen iPod und verließ die Villa. Ich war immer noch so erstaunt, was für tolle Menschen es doch gab!

    Als ich Elises Wegbeschreibung nachging, erkannte ich wirklich einen kleinen Supermarkt, welcher an der ein oder anderen Stelle vielleicht mal.... wie sage ich das am besten... einen neuen Anstrich vertragen könnte... Diese Gegend hier war wirklich ziemlich abgedroschen wenn man das so vormulieren kann. Abgesehen von der Villa meines Vaters, könnte man vermuten, dass diese Gegend ziemlich arm seie und das Aussehen der Menschen lindert diese Aussage nicht im geringsten. Die Leute hier waren ungepflegt, was der Geruch der an mir vorbeigehenden Personen nur bestätigte, sie verhielten sich ziemlich asozial gegenüber ihrer Mitmenschen und ihre Handlungen waren auch nicht besser. Im Großen und Ganzen: Ich fühle mich hier sehr unwohl. Anders als bei Mum, wo alle Nachbarn super freundlich zu einem waren und du nur Glücksgefühle empfunden hattest, wenn du dort lebst.

    Ich ging in den Laden hinein, wo mir sofort der Kassierer in die Augen fiel. Wenn ich ehrlich bin, würde ich nicht glauben, dass er ein Kassierer wäre, wenn er nicht hinter der Kasse sitzen würde. Keine Arbeitsuniform, kein Namensschild oder Ähnliches und nur am Handy. Ich musterte ihn nicht weiter, da ich von ihm auch keine Begrüßung oder sonst eine Reaktion auf mein Erscheinen erhielt und machte mich auf die Suche nach meinen Schulsachen. Ich brauchte Textmarker, einen Anspitzer, Bleistifte, Kugelschreiber, einen karierten und einen linierten Block. Ich weiß, obwohl ich gerade inmitten meines 11. Schuljahres bin, dass ich dafür ziemlich unorganisiert lebe. Ich musste etwas über mich selbst schmunzeln, bis ich von einem gutgebauten, jedoch ungepflegten Mann aus den Gedanken gerissen wurde: "Na Kleine, was suchst du denn?" Ich glaube nicht, dass er hier arbeitet, dafür scheint er mir doch schon zu dumm. Meiner Meinung nach kann ich Menschen sehr gut einschätzen, deshalb sage ich, dass er keine guten Absichten hatte. Zum Glück konnte ich mit solchen Situationen umgehen: "Vielen Dank, dass Sie sich um mich sorgen, aber ich komme hier gut zurecht." Ich lächelte ihn gespielt freundlich an und machte kehrt in den nächsten Gang. Er folgte mir. "Du bist neu hier, habe dich jedenfalls vorher noch nie gesehen.... Wie alt bist du?" "Entschuldigen Sie, ich bin mir ziemlich sicher, dass Sie das nichts angeht und ich möchte schnellstmöglichst meinen Einkauf fortsetzen, da mein Zeitplan sehr strukturiert ist und ich mich an diesen halten möchte.", antwortete ich ihm so freundlich wie es zurzeit ging. "Wow, eine schlaue Frau! Du drückst dich sehr gebildet aus, siehst aber noch ziemlich jung aus... Lust etwas trinken zu gehen?", fragte der Mann mich mit einem verschmitztem Lächeln. "Nein danke, wie ich vorhin bereits sagte, ich habe einen Zeitplan einzuhalten und ich muss ihre Vermutung verbessern: Ich sehe nicht nur jung aus, ich bin auch minderjährig, also trinke ich auch nicht. Ich bitte um Ihr Verständnis.", versuchte ich höflich zu sagen und in der Zeit hatte ich bereits alle Sachen die ich brauchte beisammen, bezahlte und verließ den Laden. "Ich hasste diese Gegend, ich will nach Hause zu Mum", wimmerte ich wie ein Kleinkind als ich mich zum nächsten Coffe-Shop begab.

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    Ich konnte zwei Straßen weiter einen Coffee-Shop entdecken und eilte sofort zu diesem. Mir war wirklich kalt. Dabei hat der Winter noch nicht einmal
    Ich konnte zwei Straßen weiter einen Coffee-Shop entdecken und eilte sofort zu diesem. Mir war wirklich kalt. Dabei hat der Winter noch nicht einmal begonnen! Es war Ende November, aber man durfte trotzdem nicht vergessen, dass ich eine richtige Frostbeule war.
    Ich setzte mich an einen freien Platz und bestellte einen Cappuccino. Es war wirklich schön warm hier drinnen, was mich dazu brachte meine Jacke auszuziehen und mich vollständig auszuruhen und aufzuwärmen. Die Tasse eilte schnell zu meinem Tisch und ich nahm einen Schluck zu mir. "Wow, ich habe noch nie solch einen guten Cappuccino getrunken!", sagte ich versehentlich laut aber trotzdem überrascht. Ich sah mich in dem Laden um und musste feststellen, dass niemand eben meine Reaktion hörte, da niemand hier war. Niemand außer mir. Mein Blick wanderte zur Theke, wo mich eine nette, ältere Frau anlächelte, welche mir eben dieses Traumgetränk reichte. "Das freut mich sehr, dass es dir schmeckt, mein Kind. Leider bist du eine der wenigen, die diesen Laden auch besuchen. Dieser Laden wird deshalb bald geschlossen...", sagte die grauhaarige Besitzerin und senkte ihren Kopf. "Wie bitte? Das kann doch nicht wahr sein? Ich bin süchtig nach Kaffe, weshalb ich auch sehr viele probiert habe, aber das hier ist mit Abstand der leckerste Cappuccino den ich je getrunken habe! Sie können diesen Laden nicht einfach schließen, dafür ist es zu schade. Im Gegensatz zu den anderen Läden hier hat dieser wirklich Stil.", sagte ich geschockt laut. "Du schmeichelst mir sehr, Mädchen... Aber es nützt auch nichts... Es kommen einfach keine Kunden und Geld um Werbung zu machen habe ich leider nicht." Die ältere Dame senkte ihren Kopf erneut und räumte die gewaschenen Tassen in den Schrank. Sie tat mir wirklich leid. Ich wollte ihr unbedingt helfen. "Dann mache ich auf der Straße für Sie Werbung!", strahlte ich sie an, stolz auf meine Idee. "Das ist sehr lieb von dir. Aber wie möchtest du das machen?", fragte sie mich, aber Hoffnungen machte sie sich immer noch nicht, als wäre es nur eine unernstgemeinte Idee eines kleinen Kindes. Ich überlegte... Ich musste die Leute irgendwie aufmerksam auf mich machen! Aber wie? Mir kam ein Geistesblitz: "Sie haben nicht zufällig eine Gitarre?" Ich habe mir selbst beigebracht Gitarre zu spielen und habe bei meinem Opa vor zwei Jahren immer Kpop Cover komponiert. Laut ihm war ich ein wahres Naturtalent, was singen oder allgemein Musik anging. "Zufälliger Weise ja, mein Sohn und ich haben schon damals hier gewohnt und sein altes Kinderzimmer blieb bis heute noch bestehen. Warte einen Augenblick.

    Nach einiger Zeit kam sie mit einer braunen, schönen Gitarre zurück, welche etwas verstaubt schien. "Er hat sie geliebt... Er ist ein wahrer Musiker! Aber seitdem er wieder in seines Vaters Heimatland gegangen und berühmt geworden ist, hat er nur noch selten Zeit vorbeizuschauen und für mich zu spielen. Was möchtest du denn mit einer Gitarre wenn ich fragen darf?", fragte sie mich verwundert. "Sie können mir vertrauen, ich weiß, dass diese Gitarre Ihnen sehr am Herzen liegt und deshalb werde ich sie gut behandeln. Dürfte ich sie mir leihen?", fragte ich die ältere Dame. Sie hatte erst einen widerwilligen Gesichtsausdruck, gab mir aber letztendlich das Instrument und ich ging aus dem Laden hinaus. Ich zog mir meine Jacke an und fing an die Saiten zu stimmen. Als ich dies erledigte, begann ich mein erstes Cover zu spielen: The Truth Untold. Es war entspannend zu spielen und ich sang einfach drauf los. Ich fühlte mich nun wieder ganz anders und schloss meine Augen. Ich genoss es, diese schönen Klänge der Gitarre zu hören und dazu noch meine eigene Stimme, die sich der Melodie perfekt anpasste. Ich bemerkte erst, als ich das Lied beendete, wie viele mir eben zugesehen haben und applaudierten. Sie legten das Geld auf meine Tasche aber bevor sie wieder weg gingen rief ich: "Ich brauche das Geld nicht! Bitte nutzt es, um bei diesen kalten Temperaturen einen leckeren Kaffee zu trinken! Ihr werdet es nicht bereuen ich verspreche es euch!" Ich deutete auf den Coffee-Shop, welchen ich eben verließ und sah daraufhin einige Leute hineingehen. Es klappte!

    Mein nächstes Cover war Butterfly. Wieder schloss ich meine Augen und spielte, sang aus vollem Hals und puren Gefühlen dieses Lied, welches mich zum schweben brachte. Es kamen wieder einige Leute und legten wieder Geld auf meine Tasche, woraufhin ich mich immer wiederholte. Als genug Leute in dem Coffee-Shop waren und er gefüllt war, beschloss ich dort drinnen noch einige Songs zu spielen. Meine nächsten waren "Mama", "Boy Meets Evil", "Best of me" und mein Lieblingssong "Spring Day". Ich erhielt Applaus wie noch nie und bekam Geld, welches ich aber der Frau gab, die in dem Laden arbeitete. "Kommt bitte wieder in diesen Laden und erzählt euren Freunden von diesem! Dieser Laden hier darf nicht geschlossen werden, ich bitte euch!" Erst als ich für meine Aussage nur nickende Köpfe sah, war ich vollkommen zufrieden. Ich gab der Dame die Gitarre und wollte aus dem Coffee-Shop gehen, bis ich aber von ihr aufgehalten wurde:" Das werde ich niemals wieder gut machen können! Ich danke dir mein Kind, du bist ein wahrer Engel!" Ihr liefen einige Tränen hinunter und sie gab mir einen kleinen Beutel voller Kaffeebohnen. "Sie müssen sich nicht bedanken! Ich bin immer froh Menschen zu helfen und erst recht, wenn ich sie sofort ins Herz geschlossen habe.", sagte ich, gab ihr ein herzliches Lächeln und verließ den Laden.
    Komisch, habe ich diesen Satz nicht schonmal von wem gehört? Ich lächelte in mich hinein und hüpfte nach Hause.

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    Ich ging mit einem beruhigendem Lächeln auf den Lippen nach Hause. Das war eine gute Tat, Amelie! Als ich zur nächsten Kreuzung gelangte, viel mir a
    Ich ging mit einem beruhigendem Lächeln auf den Lippen nach Hause. Das war eine gute Tat, Amelie! Als ich zur nächsten Kreuzung gelangte, viel mir auf, dass gleich in der Nähe von hier meine Schule war. Das passt sich gut, dann kann ich vielleicht öfters vorbeischauen! Ich liebte es nämlich sehr, Gitarre zu spielen aber eine besitzen tue ich nicht. Mir fällt jetzt erst auf wie sehr ich es vermisste dieses Instrument zu spielen und war gleich wieder in Gedanken. Ich sollte vielleicht viel mehr aus meinem Leben machen! K-Pop ist ein großer Teil meines Lebens aber allein es zu hören bringt mir nicht viel außer natürlich die Freude daran. Wenn ich wieder in das Spielen der Gitarre hinein komme, könnte ich bestimmt so mein eigenes Geld verdienen oder somit Spenden sammeln so wie heute...
    Als ich wieder aus meiner Gedanken-Welt austrat, um in die Realität zu blicken, fiel mir auf, dass ich bereits vor der Villa meines Vaters angekommen war. Ich schloss die Tür mit dem Schlüssel auf, welchen Elise mir noch vor meinem Einkauf in die Hand drückte. Als ich diese wieder schloss, bekam ich das Gespräch mit, welches Elise mir versprach zu führen: Es ging um den Austausch nach Korea. Seitdem Gespräch meiner Eltern, worum es ging, dass ich zu meinem Vater ziehen sollte, lauschte ich ziemlich häufig und gerne wenn man das so sagen konnte. Ich denke, dass sollte ich mir abgewöhnen, da sonst vielleicht die ein oder andere Überraschung zerstört wird. Deshalb beschloss ich nach wenigen Sekunden den Raum zu betreten und mitzureden. "Amelie! Und, hast du alles bekommen, was du gesucht hast?", begrüßte mich Elise freundlich. "Ja so ziemlich. Vielen Dank noch einmal für das Geld.", lächelte ich und streckte meine Hand aus, worin sich das Restgeld befand. "Das kannst du behalten, Schätzchen.", grinste sie mich fröhlich an. Dankend zog ich meine Hand zurück und brachte meinen Einkauf hinauf auf mein Zimmer.
    Das Gespräch meines Vaters und Elise wurde daraufhin fortgeführt und ich konnte einiges mitbekommen, als ich in meinem Zimmer ankam:" Kannst du da nicht irgendwas machen? Ich bitte dich, Liebling! Sie ist ein ziemlich unzufriedenes Mädchen allein mit der Situation ihrer eigenen Eltern und an Freunden mangelt es ihr definitiv. Ein Mädchen in diesem Alter benötigt Kontakte und wenn sie dorthin fliegt, lernt sie dort neue Kulturen und Menschen kennen. Außerdem förderst du somit ihr Wissen in dieser Sprache!", versuchte Elise meinen Vater zu überreden - vergeblich. "Du denkst allen Ernstes, dass ich ihr sowas erlauben kann? Und was meinst du wie komisch das wäre: Hey Amelie ich kenne dich gar nicht weil ich dich nicht sehen durfte aber hier ein Austausch nach Korea. Ich kenne sie doch gar nicht!" Moment, was sagte er gerade? Er DURFTE mich nicht sehen? Es wurde Zeit, mich an dem Gespräch zu beteiligen: "Was heißt das, dass du mich nicht sehen durftest?" Erschrocken blickte mein Vater hinauf zu mir und bemerkte erst jetzt, wie laut er eigentlich sprach. "Amelie..." Mein Vater rannte die Treppe hinauf und nahm mich augenblicklich in den Arm. Was ging dort vor sich?
    Als er mich kurz wegdrücke um mich anzusehen, konnte ich Tränen seine Wange hinabkullern sehen. Ich verstand überhaupt nichts mehr. Was geschah dort vor meinen Augen? "Ich... Du... Ähm... Oh Himmel noch einst wie es mir leid tut! Ich weiß doch, dass ich der schlimmste Vater auf Erden bin aber... ungewollt!" Meine Vater fing bei seinen Worten an loszuheulen. "Ich verstehe nicht wirklich...", gab ich leise hervor. Mein Vater biss sich auf die Lippe, um somit kurzzeitig seine Tränen zu unterdrücken.
    "Deine Mutter hat es mir verboten, Amelie."


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    "Was zum?" Ich konnte meinen Ohren nicht trauen. War das eine billige Ausrede, damit er sich aus seinen Fehlern rausreden kann? Aber mein Va
    "Was zum?" Ich konnte meinen Ohren nicht trauen. War das eine billige Ausrede, damit er sich aus seinen Fehlern rausreden kann? Aber mein Vater konnte niemals Tränen vortäuschen, so schlimm war er nun wirklich nicht. "Ich weiß, dass ich der schlechteste Vater auf Erden bin, ich habe dich nicht verdient, ich habe nicht so ein hübsches, leidenschaftliches und schlaues Mädchen verdient!", weinte er bitter und verstecke sein Gesicht in den Händen. Ich wollte und konnte nicht glauben, was er vorhin zu mir sagte. "Was soll das heißen... Ich meine was soll heißen, dass Mum es dir verboten hat?", fragte ich vorsichtig aber misstrauisch. "Ich kann es nicht länger geheim halten, nein! Dies tat ich schon ein halbes Jahr und ich möchte nicht weiterhin lügen!", sagte mein Vater nun mit einer wütenden Miene. "Der letzte Streit, bevor die Scheidung eintraf... Es ging darum, dass ich mich neu verliebte und ich versuchte es deiner Mutter offen zu sagen aber.... Sie verlor völlig den Verstand. Ich weiß, dass es ein Fehler war meine frische Beziehung mit Elise vorerst geheim zu halten aber... Ich wollte deine Mutter ungern verletzen. Aber sie hörte kaum zu und schrie, dass ich mich sofort verziehen sollte aus ihrer Nähe. Das tat mir sehr weh um ehrlich zu sein. Ihre letzten Worte waren, dass ich sie nie wieder sehen soll und mich von dir fern halten soll, da ich dich mit der neuen Beziehung verletzen würde und du mich ohnehin schon hasst." Wow... Ich weiß nicht was ich noch glauben soll. Mein Vater hatte nur Elise und keine anderen, wenn ich das nun richtig verstand? Ich kam nicht auf diese Situation klar. Ich war kurzgesagt sprachlos. "Ich... habe dich niemals gehasst...", quetschte ich die Worte hervor, von dem letzten bisschen Verstand. Meines Vaters Augen wurden groß. Wieder bildeten sich Tränen. Doch dieses Mal andere. Dieses Mal waren es Freudentränen. Er nahm mich augenblicklich in den Arm und heulte sich aus. Ich konnte es nicht fassen. Alles eine Lüge und dazu noch so eine böse. Eine, die mir meinen geliebten Vater wegnahm. Plötzlich liefen auch mir die Tränen und ich umarmte ihn fester als je zuvor. "Danke, Amelie-Schatz!", rief mein Vater mir ins Ohr. "Dad, ich hab´ dich vermisst!", strömten meine Tränen wie ein Wasserfall. Ich konnte meine Gefühle nicht in Worte fassen. Es tat mir einfach so leid, dass ich solche Worte eines einfachen Menschen hinnahm und somit meinen geliebten Vater verlor. Selbst Elise, welche das ganze Szenario mitbekam musste weinen.
    Mein Vater, dessen Tränen sich nun linderten sprach daraufhin: "Du darfst." Verwundert schaute ich auf in seine roten Augen. "Ich darf was?" "Na was denn wohl? Nach Süd-Korea! Das ist doch das Mindeste was ich für meinen geliebten Engel tun kann.", grinste mich mein Vater an und plötzlich stieg ich ein auf das Boot, wo meine größten Wünsche aller Zeiten in Erfüllung gingen.

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    "D-D-Das... ist n-nicht... dein Ernst?", stotterte ich wild. "Doch...", lächelte mich mein Vater warm an. Ich konnte es einfach n
    "D-D-Das... ist n-nicht... dein Ernst?", stotterte ich wild. "Doch...", lächelte mich mein Vater warm an. Ich konnte es einfach nicht fassen... Ich durfte nach Korea! "KYAAAAAH PAPA DU BIST DER BESTE ICH LIEBE DICH!", musste ich lauthals schreien und sprang in die Arme meines Vaters. Mir kullerte ein Tsunami aus Tränen über meine Wangen. Freudentränen. Einer meiner größten Wünsche hatte sich erfüllt. Mein Vater drückte mich fest an sich. So fest tat er es noch nie zuvor. "Ich liebe dich viel mehr... das kannst du gar nicht glauben...", flüsterte er mir sanft ins Ohr. Meine Hibbeligkeit senkte sich einmalig und ich nahm ihn auch fest, jedoch sanft in den Arm. Als diese Szene ein Ende nahm, lächelte ich ihn noch mit einem behutsamen Lächeln und feuchten Tränen an und er tat es mir gleich.
    Wir gingen gemeinsam in die Küche wo uns auch Elise entgegenkam. Sie gab ihrem verlobten einen dicken Kuss auf den Mund und mich umarmte sie und gab mir diesen ebenso - nur auf die Wange zum Glück. "Ich bin froh, dass das endlich geklärt ist zwischen euch beiden. Von einer guten Vater-Tochter-Beziehung kann man immer positiv sprechen.", grinste sie uns an. "Ähm... wusstest du etwa von seinem Geheimnis?", fragte ich verwundert. Das Fragezeichen über meinem Kopf wurde gleich schon wieder aufgelöst: " Nein... um ehrlich zu sein, fand ich es selbst etwas überraschend...", sagte Elise und sah meinem Vater kurz, aber tief in die Augen. Man konnte Elise meiner Erkenntnis nach ein kleines Entsetzen zuschreiben.
    "Naja also... ich müsste dann langsam zur Arbeit... der Tag heute ist ja schnell vorbei gegangen...", verabschiedete sich mein Vater nun, gab mir einen sanften Kuss auf die Stirn, Elise einen auf die Lippen, nahm seinen Aktenkoffer und begab sich zu seinem Firmenwagen.
    "Zeit...für's... FEIERN!", rief Elise und umarmte mich fest. "Meinen Glückwunsch meine Süße, du darfst endlich zu deinem Traumziel!" "Irks, Elise... du... erdrückst mich!", könnte ich nur ein Würgen von ihrer festen Umarmung ausspucken. "Ups... tut mir leid... Aber ich bin ja so froooh!", entschuldigte sie sich mit einer Unschuldsmiene. "Ich weiß, ich weiß... Und du hast was gut bei mir... ohne dich wäre ich sicherlich noch in drei Jahren mit meinem Vater zerstritten und wäre nun nicht an dem Höhepunkt meiner Glücksgefühle... Danke...", sagte ich und umarmte sie noch mal. "Och Gottchen... wie niedlich.. aber Süße du musst mir nicht danken! Wie gesagt, ich mache das gerne! Und für so wundervolle Menschen, die auch schon viel durchgemacht haben, ist das eine Selbstverständlichkeit!", sagte sie liebevoll. Das bedeutet mir viel. Ihre Worte schmeicheln mich auf eine gewisse Art und Weise...
    Ich habe da wohl einer sehr gute Freundin gefunden...

    Heyy... tut mir leid, dass die Kapitel nurnoch so kurz sind... aber Schule killt mich und deshalb wird meine Zeit auch immer knapper für's schreiben. Dieses Kapitel hier war nicht wirklich besonders... I'm so sorry:(
    Demnächst wird es aber richtig losgehen... versprochen!
    Mindestens 2-4 Kapitel, dann fängt's an!
    ( bedenkt... es sind kurze Kapitel: P )

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    Als es nun Zeit wurde für mich ins Bett zu gehen, verabschiedete ich mich von Elise und machte mich auf den Weg, welcher mich zu meinem neuen Zimmer
    Als es nun Zeit wurde für mich ins Bett zu gehen, verabschiedete ich mich von Elise und machte mich auf den Weg, welcher mich zu meinem neuen Zimmer führen sollte. Die allererste Nacht in meinem neuen Zimmer, dachte ich mir. Um mich etwas wohler zu fühlen, hing ich über meinem Bett einige Kpop Poster auf, am meißten natürlich von BTS. Dort war ein großes Jimin-Poster nicht zu übersehen! Ich liebte sie einfach so schrecklich... Wie eine Familie... Und bald durfte ich in deren Nähe sein! Mir war natürlich bewusst, dass ich sie niemals sehen würde, außer auf einem Konzert aber ich habe schließlich Träume... Mit diesen kindlichen Gedanken zog ich mir meinen BT21-Schlafanzug an, putzte mir die Zähne und verließ mein Umfeld und begab mich in das Land der Träume.

    Am nächsten Morgen wurde ich von meinem Handy gutgelaunt geweckt. Ich war so unfassbar glücklich! Heute würden wir die Formulare für den Austausch ausgehändigt bekommen. Mit einem Lächeln begab ich mich zu meinem Schreibtisch, um meine Schulsachen in meinen Rucksack zu packen und zum Kleiderschrank, damit ich mir so wie jeden Tag ein cooles Outfid zusammenstellen konnte. Heute entschied ich mich für einen schwarzen Rollkragen-Pullover, einen schwarzen Faltenrock, eine Strumpfhose und darüber rot-schwarze Overknees. Und damit ich nicht zu schwarz herumlaufe wie ein Emo, zog ich darüber einen Mantel mit meinem roten Schal, welcher sich passend zu den Overknees ergab. Ich wollte mir noch schnell einen Cappuccino mit auf den Weg nehmen, bis ich erschrocken einer verschlafenen Elise in die Augen blickte. "Och Gott, hast du mich erschreckt! Was machst du denn so früh hier in der Küche?", fragte ich sie, mitlerweile von dem Schock erholt und eilte zur Caffee-Maschine, da ich etwas spät dran war. "Ich konnte einfach nicht schlafen... Schlecht geträumt, macht aber auch nichts. Musst du nicht bereits in der Schule sein?", fragte sie mich immer noch verschlafen. "Habe noch etwas Zeit um mir einen Cappuccino mit auf den Weg zu nehmen. Zum Glück ist die Schule von hier aus gesehen nicht weit weg. Trotzdem habe ich keine Zeit mehr für's Frühstück.", jammerte ich ein wenig vor mich hin, währen sich mein Caffee-to-go-Becher sich mit meiner liebsten Caffee-Sorte füllte.

    "Das ist zwar nicht viel, aber es geht schnell und es ist dazu auch noch lecker", sagte Elise, während sie ein Brötchen aufschnitt, einen Schokokuss draufdrückte und es mit der anderen Seite des Brötchen wieder zusammenklappte. "W-Woher weißt du das?", fragte ich erstaunt. "Woher weiß ich was?", entgegnete mir Elise verwundert. "Das ist mein Lieblingsessen!", rief ich froh und nahm ihr das Brötchen aus der Hand. "Wow, was für ein Glückstreffer. Das ist nebenbei gesagt auch mein Lieblingsessen!", sagte sie froh und machte sich auch ihr Frühstück dergleichen. Das war wirklich gruselig aber auch irgendwie lustig. Ich gab ihr ein dankendes Lächeln, nahm mein Frühstück, zusätzlich meinen Caffe-to-go-Becher und machte mich auf den Weg zur Schule.
    Genüsslich biss ich in das Brötchen. "Einfach himmlisch!", schmatzte ich und im nu hatte ich es auch verputzt und meinen Cappuccino auch schon halb entleert. Dieser Tag fing doch ganz gut an und konnte nur besser werden!

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    Als ich kurz nach dem Klingeln in meinem Klassenraum ankam, wurde ich von allen komisch angeschaut. Also nicht, dass es so wäre als würde ich das ni
    Als ich kurz nach dem Klingeln in meinem Klassenraum ankam, wurde ich von allen komisch angeschaut. Also nicht, dass es so wäre als würde ich das nicht schon jeden Tag erleben aber dieses Mal irgendwie anders. Ich machte mir nichts daraus, erledigte die Sache indem ich die Schultern zuckte und setzte mich auf meinen Platz, welcher natürlich ganz hinten auf mich wartete. Als nun auch Herr Jeondan den Raum betrat, bückten sich alle im Raum zu ihren Taschen, um die Hausaufgaben und den Rest des Unterrichtsmaterials herauszuholen. Als ich mich ebenso dieser Tat anschloss, schaute mich das Mädchen an, welches vor mir saß und auch mit mir gemeinsam Literatur hatte und sagte mit einem Zwinkern: "Hey ähm... du hast da was um den Mund... ich schätze mal Sahne und Caffee?" Geschockt wischte ich mir mit meiner Hand den Mund und blickte nach vorne, wo mir Herr Jeondan schadenfroh entgegen grinste. "Oh neiiin wie peinlich!", flüsterte ich. "Danke... Melina?" Zugegeben, ich war nicht besonders gut im Namen merken, erst Recht nicht, wenn mich diese Person nicht wirklich interessierte. "Melissa.", korrigierte sie mich lieb und widmete sich nun auch wie alle anderen Herrn Jeondan, welcher um unsere Aufmerksamkeit bittete. "Nun, wie wir uns schon abgesprochen hatten, werden wir einen Austausch nach Süd-Korea machen. Genauer gesagt: Nach Seoul. Gibt es irgendwen welcher von vornerein sagt, dass er aus privaten Gründen nicht mitfliegen kann?", fragte Herr Jeondan und blickte in die Runde. Keiner meldete sich. "Nun, dann fahren wir mit den Anmeldeformularen fort.", sagte er und schob seine Brille wieder herauf, welche so gut wie immer abrutschte. Ein leichtes Kichern der Schüler hallte im Raum, einschließlich meinem.

    Herr Jeondan teilte im darauffolgendem Moment die Blätter aus und erklärte da noch so einiges, da einige einen sehr großen Schockmoment hatten als sie auf den Preis schauten, ich teilte diese Emotion. "Natürlich ist es teuer. Aber ihr müsst bedenken, dass wir in ein anderes und teures Land fliegen, um genau zu sein ein halbes Jahr. Diese Kosten müssen eure Austauschpartner auch zahlen." Na schön... ein halbes Jahr in einer anderen Kulter beziehungsweise in einem anderen Land wohin ich schon immer wollte... Finde ich in Ordnung, da es mir mittlerweile nicht mehr an Geld mangelt, dachte ich mir egoistisch mit einem schiefen Grinsen. Plötzlich wandte sich eine Person zu mir: Melissa. "Freust du dich auch schon auf den Austausch?", lächelte sie mich an. "Öhm... Ja total!", sagte ich aus Verwunderung, dass ich plötzlich so viel Aufmerksamkeit von einem Mitschüler erhielt. Melissa war sehr hübsch. Sie war hellblond, hatte dunkelbraune Augen und sie hatte irgendetwas kindliches an ihr. Demnach zu urteilen, was ich bereits mitbekam war sie die Beliebteste unter den Schülern aber trotzdem ziemlich schüchtern - anders als ich.

    Wir besprachen in der Klasse noch den Rest für den Austausch bis es nun zur Pause klingelte. Alle stürmten wie wild heraus und als ich dies ebenso machen wollte, wurde ich aber plötzlich von Melissa gestoppt. "Hey, hast du gerade etwas vor?" Ich war etwas erstaunt über ihre Aussage. Sie wollte in meiner Nähe sein? "Nun ja, eigentlich nicht. Ist es irgendwas wichtiges?", fragte ich lässig. "Nein, nein... Ich meinte ob wir gemeinsam die Pause verbringen wollen. Ich wollte dich schon öfters ansprechen aber ich dachte du möchtest keinen Kontakt mit anderen Leuten... Jedenfalls erschien es mir so! Es tut mir leid falls ich das anders sehe!", schnatterte sie schnell entschuldigend. "Alles in Ordnung. Aber ich möchte halt nichts mit Leuten machen, welchen ich mich nicht anvertrauen kann und die hinter meinem Rücken über mich ablästern.", sagte ich mit einem genervten Unterton. "Geht mir genauso...", sagte Melissa etwas traurig. "Nicht, dass ich es falsch verstehe aber mir erschien es so, dass du ziemlich beliebt bist und alle dich mögen.", sagte ich verwirrt. "Das sind oberflächliche Leute... Diese Menschen kennen mich doch gar nicht. Sie schätzen nur, dass ich gut aussehe.", antwortete sie mit einem Augenrollen.
    Wow, da sind ja schonmal zwei mit dieser Ansicht.

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    Melissa und ich unterhielten uns noch über so viele Dinge und konnten feststellen, dass wir sehr viele Gemeinsamkeiten hatten. Der Tag verging somit
    Melissa und ich unterhielten uns noch über so viele Dinge und konnten feststellen, dass wir sehr viele Gemeinsamkeiten hatten. Der Tag verging somit ziemlich schnell und war im großen und ganzen auch ziemlich spaßig. Nach der Schule verabschiedete ich mich von ihr und ging nach Hause. Als ich bereits an der Kreuzung ankam, bemerkte ich, dass ich ja noch einmal im Coffee-Shop der alten Dame vorbeischauen wollte. Als ich dies in die Tat umsetzte, konnte ich viel mehr Leute auf der Straße entdecken. Nicht nur, weil heute alle Läden offen hatten, sondern auch, weil der Coffee-Shop nun jeden Tag mehr Kundschaft empfing! Als ich den Laden betrat, kam mir die Frau von gestern entgegen. "Schätzchen, du bist zurückgekommen!", rief sie froh und viel mir in die Arme. Ich drückte sie herzhaft und sah sie daraufhin mit liebevollem Blick an. "Natürlich bin ich zurückgekommen! Wow der Laden ist ja im vollen Gange!", staunte ich und schaute mich um. Sie schien noch begeisterter als ich: "Ja! Und das verdanke ich alles nur dir... ähm" "Amelie.", vervollständigte ich ihren Satz. "Habe ich gerne gemacht!" Sie lächelte daraufin und ich fragte nun auch nach ihrem Namen. "Nenn mich einfach Rin", antwortete sie. "Hast du Zeit zum reden, Rin?", fragte ich. Ich wollte ihr unbedingt berichten, dass ich bald nicht mehr in ihren Laden kommen kann, da ich nach Seoul fliege für ein halbes Jahr. Sie nickte und ich folgte ihr in ihre Wohnung, welche sich hinter der Tür befand, die rechts aus vom Tresen war.

    Als ich fertig erzählt hatte, schien sie etwas betrübt. "Kannst du dann wenigstens noch einmal für mich singen?", fragte sie vorsichtig. "Selbstverständlich!", sagte ich motivierend, nahm mir die Gitarre, welche direkt neben ihr lag, die mir bereits bekannt war und ging wieder zurück in den Laden. Noch einmal mit voller Power sang ich alle Lieder, welche mich glücklich machten. Dazu gehörte auch das neue Lied von Steve Aoki, welches Namjoon, Jungkook und Jimin gesungen haben: Waste it on me. Für dieses erhielt ich am meißten Applaus! Ich spielte gefühlt alle Lieder durch, die ich kannte bis ich nicht mehr konnte und ich müde wurde. Nach dem langen Applaus legte ich die Gitarre ab, kaufte mir einige Caffee-Bohnen und einen schwarzen Caffee zum mitnehmen und sprach noch ein letztes Mal mit Rin vor dem Laden. "Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, nach so einer langen Zeit vor Publikum und mit einer Gitarre zu spielen... Vielen Dank.", verbeugte ich mich vor ihr. "Wie gesagt, ICH danke DIR. Und damit du das niemals verlernst und weiterhin so einen Spaß erleben kannst, gebe ich dir das hier als Abschiedsgeschenk." Rin ging noch einmal hinein in den Laden und holte einen schwarzen Gitarrenkoffer heraus. "D-Das kann ich doch niemals annehmen! Diese gehört doch deinem Sohn und das macht dich doch immer so glücklich, wenn er für dich spielt!", wiedersprach ich. "Ach, mein Sohn ist doch so lange nicht mehr hier gewesen. Und jetzt habe ich doch meinen Laden! Dank dir ist er gerettet... Keinen Einspruch! Du nimmst jetzt die Gitarre und gehst mit ihr nach Hause.

    Etwas zögerlich nickte ich letztendlich, umarmte Rin noch ein letztes Mal, verließ sie schweren Herzens und begab mich auf den Weg, welcher mich zur Villa führen sollte.
    "Ich bin wieder da!", rief ich durch diese nachdem ich die Haustür hinter mir schloss. Das Anmeldeformular, welches wir für den Austausch das nächste Mal abgeben mussten, da es in einer Woche bereits losgehen sollte, legte ich auf den Schreibtisch meines Vaters, welcher mir nur lieb entgegennickte, da er inmitten eines Telefonats war. Mittagessen gab es wohl nicht, was auch gut war, da ich nun nämlich wieder ein leckeres Schokokuss-Brötchen verschlingen konnte.

    Als Elise die Küche betrat schenkte sie mir ein freundliches "Hallo", umarmte mich und fragte, ob das meine Gitarre wäre, welche im Haustür stand. Ich nickte nur, verriet aber nichts weiter woher und warum ich sie hatte. Das war mein kleines Geheimnis...

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    Nun stand ich vor der Tür meiner Austauschpartnerin, vollbepackt mit zwei Koffern, als Handgepäck eine kleine Umhängetasche und meiner Gitarre. Ich
    Nun stand ich vor der Tür meiner Austauschpartnerin, vollbepackt mit zwei Koffern, als Handgepäck eine kleine Umhängetasche und meiner Gitarre. Ich war ziemlich aufgeregt und traute mich gar nicht zu klingeln. Letztendlich seufzte ich aber und brachte den Mut auf, an dem Klingelschild zu drücken, welches mit schwarzen Druckbuchstaben "Kim" anzeigte. Ein ziemlich häufiger Nachname. Geöffnet wurde die Tür des schönen Hauses im Neubau von einer schlanken Frau mit schwarzen Haaren, welche ihr bis zu den Schultern reichte und mich liebenswürdig anlächelte. "Amelie! Wir haben dich bereits erwartet. Komm doch herein und iss etwas nach diesem langen Flug. Du bist sicher hungrig!" Meiner Meinung nach etwas zu sehr besorgt ergriff sie meine Hand und zog mich mit in die Küche, um mir einen Teller Tteokbokki zu reichen. Es war köstlich!

    Als ich mit dem Essen fertig war, rief Nayeon, welche die Mutter meiner Austauschpartnerin war, nach ihrer Tochter, die sofort erschien. "Hallo, freut mich sehr dich kennenzulernen. Ich bin übrigens Yumi!", stellte sich mein Gegenüber vor. "Hi, freut mich ebenso, deine Bekanntschaft zu machen. Ich bin Amelie." Freundlich nahm sie mich an die Hand und führte mich hinauf zu ihrem Zimmer. "Das ist mein Reich! Deine Koffer wurden bereits von Papa hochgebracht." Ich sah mich um und hatte sofort ein breites Grinsen in meinem Gesicht. "A.R.M.Y?", fragte ich, obwohl ich die Antwort bereits von den vielen Postern an den Wänden kannte. "Du auch?", fragte mich Yumi hoffnungsvoll. "Natürlich!", rief ich glücklich und ein kleiner Fangirl-Schrei ertönte. Ihr Zimmer war wirklich, wie sie bereits erwähnte, ein Reich! Ich fühlte mich sofort wohl in diesem Haus. "Wer ist dein Bias?", fragte sie mich und bot mir an, sich auf´s Bett zu setzen. "Jimin. Er ist nebenbei gesagt mein Ulti. Und deiner?", fragte ich interessiert. "Jin.", lächelte sie und es war schön den Namen meines Bias-Wreckers zu hören. Wir quatschten noch eine Weile über unsere Lieblingssongs, bis ich ein Mikrofon neben ihrem Schrank entdecken konnte. "Du singst?", fragte ich erstaunt. "Ja, sehr gerne sogar! Ich covere oft einige KPop-Songs...", antwortete sie mir. "Wollen wir vielleicht zusammen singen? Ich könnte dich auf meiner Gitarre begleiten! Ich singe auch ziemlich gerne!", grinste ich begeistert. "Probieren wir es. Wie wäre es mit "Fake Love" als Einstieg?" "Perfekt!", entgegnete ich, packte meine Gitarre aus und wir legten kurz darauf los. Wow, als wären wir füreinander bestimmt, passten unsere Stimmen perfekt zusammen - da waren wir beide einer Meinung! "Wie wäre es, wenn wir einige Lieder spontan auf der Straße spielen würden? Nur so aus Spaß...", schlug ich vor. Yumi war mit dieser Idee einverstanden.

    Als wir eine passende Stelle gefunden hatten, spielte ich drauf los und unsere Stimme glichen Engelsgesang. Wir erhielten lauten Beifall bis meine Finger etwas wehtaten vom Spielen. Auf einmal ertönte ein Handy und ich stellte fest, dass es Yumis war. Nach einem kurzen Gespräch musste sie mir mitteilen: "Ich muss ganz kurz nach Hause und einer Freundin etwas vorbeibringen für die Schule... Ich bin ja so verpeilt!" Sie kratzte sich den Hinterkopf. "Ich vermute, du brauchst vielleicht auch für´s erste etwas Zeit für dich... Spiel doch etwas weiter und erkunde die Stadt? Hier findest du dich gut zurecht wenn du den Schildern folgst aber wenn etwas sein sollte, ruf mich an." Sie entschuldigte sich für ihre Unhöflichkeit und gab mir ihre Nummer. Sofort war sie auch schon auf dem Weg nach Hause. Sie musste wohl sehr in Eile gewesen sein, was ich ihr keinesfalls übel nahm. Ich fand es eigentlich ziemlich nett, dass sie mir vertraute und mir Freiraum ließ.

    Ich wechselte den Standort in eine kleine Gasse, wo fast kein Passant zu sehen war damit ich in Ruhe und ungestört singen konnte. Diesmal waren es allerdings keine BTS-Lieder, sondern mehr solche Radio Lieder. Beispielsweise Havana. Leise habe ich die Melodie des Liedes gesungen, bis ich plötzlich zwei große Gestalten vor mir entdecken konnte. "Was ist denn das? Eine junge Frau mit lieblichem Gesang begleitet eines schäbigen Holzstückes?" Wie bitte? Kannten sie den Begriff 'Gitarre' nicht? Sowas war unter meinem Niveau, also beachtete ich sie nicht. "Heee ignorier uns doch nicht! Wir sind berühmt weißt du? Wir können dir etwas besseres bieten als alleine und verlassen auf der Straße zu sitzen. Komm mit uns!", sagte der zweite Mann. "Entschuldigung, aber", wollte ich mich gerade verabschieden, bis ich plötzlich an meinem Arm gepackt wurde. "Nichts da! Komm mit uns, wir bieten dir etwas schönes!", sung der eine und ich konnte feststellen, dass er betrunken war, genau wie sein Freund. "Bitte lassen Sie mich los...", versuchte ich noch aus meiner Angst hervorzurufen. Wo blieb das Selbstbewusstsein, wenn man es brauchte? Ich versuchte mich aus seinem Griff zu befreien, doch er griff noch fester und sein Kumpan packte mich nun auch am Handgelenk. Was sollte ich nur machen? Ich bin viel zu schwach! Ich versuchte vergeblich mich zu wehren und schrie um Hilfe, doch mein Mund wurde zugehalten. "Du wagst es? Wenn du dich weigerst, bekommst du es mit Gewalt zu spüren!", schrie der eine aufgebracht und holte aus. Das würde weh tun. Ich kniff vor Angst meine Augen zusammen, doch ich spürte nichts. Vorsichtig öffnete ich ein Auge und ich konnte einen gut gebauten jungen Mann erkennen, welche die Hand des Mannes, die eigentlich nun auf meinem Gesicht sein sollte fest im Griff hatte. "Wie armselig muss man sein um junge Mädchen misshandeln zu wollen? Schämt euch!" Mit einem Ruck schmiss er den einen Mann auf den Boden und den anderen sofort hinterher, sodass sie sich nicht mehr rühren konnten. "Komm mit!", sagte der Fremde und zog mich an meiner Hand, raus aus dieser Gasse. "D-Danke..", zitterte ich und winzige Tränen kullerten meine Wange hinab. "Keine Ursache - ist doch selbstverständlich..." Der Fremde nahm seine Sonnenbrille und seinen Mundschutz ab und ich konnte kaum glauben, wer mein Gegenüber war...

    Das würde Yumi mir niemals glauben!

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    Ich blickte geschockt in das eben aufgedeckte Gesicht und konnte meine Kinnlage nicht oben behalten. "Geht es dir gut?", fragte er mich. &qu
    Ich blickte geschockt in das eben aufgedeckte Gesicht und konnte meine Kinnlage nicht oben behalten. "Geht es dir gut?", fragte er mich. "J-J-Jetzt etwas besser...", antwortete ich, ohne den Blick von ihm abzuwenden. "Du musst sicherlich geschockt sein. Komm doch einen Moment mit zu mir, damit du dich etwas beruhigen kannst.", gab mein Gegenüber den Vorschlag und ich nickte stumm.
    Ich konnte meinen Augen einfach nicht trauen... Sein Name war berechtigt: Worldwide Handsome.

    "Ach, wie unhöflich von mir! Ich bin übrigens Jin. Und wie darf ich dich ansprechen?", fragte er und schenkte mir ein sanftes Lächeln. "A-Amelie...", erwiderte ich. "Du kommst nicht von hier, oder?", fing Jin ein Gespräch an. "N-Nein... Ich bin wegen eines Austausches hier.", stotterte ich, immer noch überfordert ein Idol meiner Ulti-Group zu treffen und mit ihm zu sprechen. "Du kannst aber ziemlich gut koreanisch! Woher kommst du?", fragte Jin interessiert. "Berlin, Deutschland.", sagte ich kurz und schenkte ihm ein Lächeln, dankbar für sein Lob. "Ich wohne gleich hier, warte, ich schließe dir auf.", sagte er, als wir an einem schönen großen Haus stehen blieben. "Ich muss dich vorwarnen... Ich habe einige Freunde die naja... etwas komisch sind... Für mich ist es Gewohnheit, sie sind wie kleine Brüder für mich aber es nun mal Gewöhnungssache.", lachte er und führte mich in das Apartment. "Bin zu Hause! Aber Vorsicht, habe wen Unbekanntes mitgebracht also bitte keinen ganz so verstörenden ersten Eindruck hinterlassen, okay?" Jin lachte mir entgegen und setzte mich auf das Sofa. "Warte hier, ich mache dir ein paar Ramen, okay?" Ich nickte liebenswürdig und sah mich um. Ein wirklich schönes Apartment. Aber ich bin so aufgeregt! Vielleicht würde ich in Kürze auch den Rest von BTS kennenlernen! Darauf war ich nicht vorbereitet, was soll ich nur tun?

    "Wer ist es denn Jin?", fragte eine Stimme aus einem Zimmer heraus und kurz darauf öffnete sich die Tür. "Sie heißt Amelie. Ich habe sie hierhergebracht damit sie sich von dem Schock erholen kann... Wäre ich nicht dort gewesen, hätten diese zwei Betrunkenen sonst etwas mit ihr gemacht, verstehst du Namjoon?" Und tatsächlich erkannte ich den Leader der Group, der mich bemitleidend und aggressiv über die Männer ansah. "I-Ist es in Ordnung, dass ich hier bin?", fragte ich etwas besorgt. "Aber natürlich!", rief Namjoon, als gäbe es keine alternative Antwort. "Ich bin übrigens Namjoon.", stellte er sich freundlich vor und verbeugte sich.

    Endlich bekam ich meine Ramen überreicht von Jin und sie schmeckten so unglaublich lecker. Er freute sich über mein Lob sehr, was er mit einem süßen Lächeln zeigte. "Wollen wir ihr den Rest auch vorstellen?"; fragte Jin an Namjoon gerichtet. Zu meinem Glück und auch zu meiner Befürchtung nickte dieser und rief den Rest herbei.
    Alle kamen im Gänsemarsch und stellten sich der Reihe nach vor. Es war wie ein Traum. "Hey, ich bin Taehyung!" "Mein Name ist Hoseok, du kannst mich aber Hobi nennen. Es freut mich sehr dich kennenzulernen!" "Hi, Jungkook mein Name" "Yoongi." Ein kleines Lächeln huschte über meine Lippen. und dann kam er... "H-Hey... ich bin Jimin... freut mich dich kennenzulernen." Wir blickten uns eine gefühlte Ewigkeit an, bis Jin diesen Blickkontakt durch seine Worte unterbrach: "Sie sind alle ziemlich chaotisch und kindlich aber wir werden sicher gute Freunde!" "F-Freunde?", fragte ich verwirrt. "Oh, es tut mir leid, wenn ich dich bedrängt haben sollte aber du bist ein sehr sympathisches Mädchen und ich mochte dich vom ersten Blick an gerne...", sagt Jin schnell etwas bedrückt. "N-Nein nein! Ihr seid alle ziemlich nett, glaube ich. Ich bin nur nicht so viele Kontakte gewohnt.... Ich habe eigentlich ziemlich wenige Freunde...", antwortete ich und blickte zu Boden. Die Wahrheit konnte manchmal ziemlich hart sein... "...Das kann ich gar nicht verstehen... Ich meine ich kenne dich kaum, aber du scheinst ein ziemlich gebildetes und liebes Mädchen zu sein, welches dazu auch noch hübsch ist...", versuchte Jimin behutsam mich aufzumuntern.

    Alle schauten ihn erstaunt an und ich tat es ihnen gleich. "Ähh ich meine", versuchte er irgendeine Aursrede zu finden - vergeblich. "Danke Jimin, das war wirklich lieb.", sagte ich ihm und wir beide wurden rot. Namjoon beobachtete dieses Szenario und unterbrach uns augenblicklich gewollt: "Okay Amelie... Wirst du nicht vermisst? Ich meine du bist schon eine Weile hier und von dem, was Jin mir erzählte, kennst du dich hier noch nicht so gut aus also..." Da fiel mir Yumi ein. Sie machte sich bestimmt Sorgen! Es war eine Stunde her, seitdem ich Jin kennengelernt habe und ich beschloss ihr aufgrund dessen Yumi eine Nachricht zu senden, damit sie weiß, dass es mir gut geht.

    Ich: "Sorry, ich wurde aufgehalten. Bin bald zu Hause!"

    Yumi: "Gut, dir geht es bestens. Habe mir schon Sorgen gemacht!"

    Ein erleichtertes Lächeln bildete sich auf meinen Lippen und ich wusste, wer in diesem Moment mit mir lächelte.

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    "Ja Namjoon, ich sollte wirklich gehen. Meine Freundin macht sich schon Sorgen ich laufe am besten damit ich schnell ankomme.", lachte ich v
    "Ja Namjoon, ich sollte wirklich gehen. Meine Freundin macht sich schon Sorgen ich laufe am besten damit ich schnell ankomme.", lachte ich verlegen. "Wir... können dich auch fahren.", kam es von Jimin, welcher mich besorgt ansah. Ich hätte wirklich schreien können. Mein Bias machte sich Sorgen um mich, einer völlig unbekannten Person? Wie niedlich! "Ach, ich finde mich schon zurecht!", sagte ich um keine Umstände zu bereiten. "Hat man ja gesehen.", kam es genervt von Yoongi. "Wie meinst du das?", fragte ich verwirrt. "Nun ja... wer mindestens eine Woche hier in der Gegend wohnt, weiß genau welche Leute dort herumschleichen...", beantwortete Jungkook für Yoongi meine Frage. Nun konnte ich also nicht widersprechen, was das fahren anging. "Ich kann dich ruhig fahren Amelie.", sagte Jin und lächelte freundlich. "Ich auch", kam es sofort nach der Aussage Jins von Jimin. "Ich auch...", sagte Namjoon in einem leicht misstrauischen Ton. Was hatte er denn? "Dann komm.", forderte mich Jin auf und führte mich zu seinem Auto, nachdem jeder sich von mir verabschiedet hatte. Jin am Lenkrad, neben ihm auf dem Beifahrersitz Namjoon und auf der Rückbank Jimin und ich. Ich saß neben meinem Bias im Auto... Womit hatte ich das verdient? Als ich Jin bei Yumis Haus bat anzuhalten, bedankte ich mich herzlich bei ihnen und wollte gerade die Autotür schließen, bis Jin mich aufhielt: "Amelie warte! Wie wäre es, wenn wir Nummern austauschen würden, damit wir uns öfters treffen können." Jimin machte genau wie ich große Augen doch ich versuchte cool zu bleiben und gab ihm letztendlich meine Handy-Nummer. Ich winkte zum Abschied und wartete mit dem klingeln, bis sie nicht mehr zu sehen waren.

    Als Yumi die Tür öffnete, umarmte sie mich vor Schreck. "Wo warst du denn Amy!" "Das wirst du mir sowieso nicht glauben.", sagte ich und brach vor Unglaube in ihren Armen zusammen. "Oh Schreck, Amy, was ist denn passiert?", rief sie besorgt um mich und brachte mich in ihr Zimmer. "Du darfst es aber niemandem, absolut NIEMANDEM erzählen, einverstanden?", fragte ich unsicher. "Einverstanden... wenn ich es weitererzähle, werde ich offiziell als A.R.M.Y. enterbt.", schmunzelte Yumi. Wenn sie nur wüsste... Ich erzählte ihr die gesamte Story vom Anfang, als ich in der Gasse Gitarre spielte, bis zum Ende, warum ich nun so schnell wieder zu Hause war.

    Ihr Mund blieb so lange offen, sodass ich gezwungen war ihn wieder zuzumachen. "Wie kann ich dir das glauben?", fragte sie mich etwas misstrauisch. In diesem Moment blinkte mein Handy auf und eine unbekannte Nummer wurde mir angezeigt. Die Nachricht lautete:

    "Du bist wirklich ein sympathisches Mädchen. Ich bin froh, dich getroffen zu haben und ich hoffe wir sehen uns öfters Amelie. LG Jin.:)"

    "Okay, ich glaube dir und ICH FREUE MICH SO OH MEIN GOTT DU HAST BTS GETROFFEN!" Sie sprang in meine Arme vor Freude und konnte es gar nicht fassen. "Und... wie ist Jimin so in real?", fragte sie mit einem perversen Grinsen. Von da an fing ich an zu überlegen, da ich die Antwort nicht kannte.

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    "Nun ja...", war das einzige, was ich herausbringen konnte. "Was soll das denn heißen? Aber sexy ist er doch oder?", wollte Yumi
    "Nun ja...", war das einzige, was ich herausbringen konnte. "Was soll das denn heißen? Aber sexy ist er doch oder?", wollte Yumi neugierig wissen. Plötzlich konnte ich spüren wie mir die Röte in mein Gesicht stieg und ich konnte nichts als ein Stammeln hervorbringen. "Amy, was ist los? Nun sag schon!" Yumi verdutzte meine Reaktion auf ihre Aussage und blickte mir fragend in die Augen. "Er ist... süß...", sagte ich kaum hörbar. "Süß? Er ist nur süß? Ich dachte Jimin ist dein Ulti!" Yumi schaute ziemlich geschockt. "Stopp mal....", begann sie und ich wurde allmählich misstrauisch ihr gegenüber. "Kann es vielleicht sein, dass du dich in ein Idol verliebt hast?" Was sollte ich sagen? Was bedeutete dieser Ausdruck 'verliebt' eigentlich? Anhimmeln tu´ ich Park Jimin schon längere Zeit aber was bedeutet eigentlich 'verliebt sein'? Ich verneinte mit einem Kopfschütteln doch ihr misstrauischer Blick blieb auf meinem roten Kopf haften. "Naja, beiseite das Thema Park Jimin... wie ist denn Jin so?" Yumi setzte einen etwas perversen Blick auf, welcher mich zum Lachen brachte. "Der coolste Typ den ich je gesehen habe. Ein Traumtyp!", schwärmte ich mit einem leicht ironischen Unterton, welchen sie aber überhörte. "Kyaaah, ich wusste es! Und kann er auch seinem Namen gerecht werden; Worldwide Handsome?", fangirlte sie nun. Als ich zustimmte, fing sie an zu schreien und zu quieken wie noch nie. Okay, nebenbei gesagt kannte ich sie auch erst seit jenem Vormittag.
    Als wir weiter über BTS quatschten, wurden wir ziemlich müde und schliefen beide in Yumis Bett ein.

    Am nächsten Morgen weckte mich mein Handy, welches mir zwei ungelesene SMS´ anzeigte. Die erste war von Elise welche sich nach meinem Befinden erkundigen wollte und die zweite war von... Jin... In dieser stand, dass er sich mit mir und den anderen treffen wollte... bei ihnen zu Hause! Ich weckte schnell die schlafende Yumi und hielt ihr mein Handy vor die Nase, sodass sie keine andere Wahl hatte die Augen zu öffnen und die Nachricht zu lesen. Sofort riss sich ihr verschlafenes Augenpaar auf und sie sagte, dass ich zusagen sollte. Laut ihrem Befehl sollte ich zurückschreiben, dass sie mich um 13 Uhr hier abholen können und wir dann zu ihnen fahren könnten - was ich auch in die Tat umsetzte.

    Die Zeit verging bis es vor der Haustür hupte und mir ein lächelnder Jin zuwinkte - alleine. Eine gewisse Enttäuschung machte sich deshalb in mir breit, doch ich schob diese Gedanken beiseite, schnappte mir mein Handy und stieg in sein Auto ein. Von dem Fenster im zweiten Stock lächelte mir meine beste Freundin zu und schmachtete für den Fahrer, welcher nun den Motor startete und zu seiner Wohnung fuhr.
    Mich begrüßten alle ganz herzlich mit einer Umarmung außer Namjoon, welcher mir irgendwie komisch erschien, Yoongi, welcher mir ein Winken als Ersatz schenkte und Jimin, welcher genau wie ich bei der Umarmung eher zögerlich als herzhaft wirkte. Als sich seine Arme um meinen Körper schlungen, hielt ich die Luft an und wurde knallrot. Ich hoffe, man merkt es nicht so sehr, was sich aber nicht durch Taes hochgezogene Augenbraue und verschmitztes Lächeln bestätigen konnte. Ich beobachtete ihn eine Weile, nachdem Jimin sich von mir gelöst hatte und konnte erkennen, wie er etwas in JKs Ohr flüsterte, welcher sofort anfing loszuprusten. "Was ist denn bei euch schief gelaufen?", fragte Yoongi mit einem etwas angeekeltem Gesichtsausdruck. Sie gaben keine Antwort und versuchten still zu bleiben, was ihnen misslungen war. Sie konnten einfach nicht stillhalten vor Lachen und ich schämte mich etwas dafür. Ich schielte immer noch rot im Gesicht nach rechts um meines Sitznachbarns Reaktion zu begutachten. Doch Jimin unterhielt sich weiterhin mit Hobi und ihn interessierte es nicht, weshalb Jungkook und Taehyung lachten...

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    Aus den Gedanken werde ich plötzlich von Jin gezogen: "Amelie, möchtest du vielleicht mit uns gemeinsam etwas essen?" Ich nickte freundlic
    Aus den Gedanken werde ich plötzlich von Jin gezogen: "Amelie, möchtest du vielleicht mit uns gemeinsam etwas essen?" Ich nickte freundlich und blickte Jin hinterher, wie er sich auf den Weg in die Küche machte. Daraufhin erhob ich ich mich wie von allein und folgte ihm, um ihm beim Kochen zur Hilfe zu dienen. "Was möchtest du denn kochen?", fragte ich ihn als ich nun direkt neben ihm stand. Wie groß er doch ist... "Worauf hast du Lust?", zwinkerte er mir zu. Meine Augen begutachteten den Raum und mein Blick festigte sich an einem Waffeleisen. Bei dem Gedanken an eine frische Waffel mit Nutella läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Anfangs verwirrt von meinem Blick versuchte Jin zu entfesseln, was mir gerade durch den Kopf ging. Als er es nun verstand, brach er in ein liebevolles Gelächter aus und holte alles beisammen für die Vorbereitung eines Waffelteigs. "I'm so sorry but it's fake loove...", sang Jin leise vor sich hin und mir huschte ein Lächeln über die Lippen. Er sah mich amüsiert über meine Reaktion an und sagte daraufhin: "Das ist ein Lied von uns..." Ach richtig, ich musste ja Pokerface machen... Okay Amelie, was hattest du alles gelernt in der Theater-AG? So gut es ging versuchte ich zu reagieren: "Ihr... schreibt also Songs?" Ich wollte nicht in Jins Augen blicken, aus Angst, dass ich mich mit meinen Augen verrate. "Also kennst du uns wohl nicht... Da ist Namjoon beruhigt..." Gut, er hat es mir abgekauft. "W-Wieso sollte Namjoon denn in Sorge sein?", fragte ich, obwohl ich die Antwort wusste. Trotzdem bestätigte Jin meinen Gedanken noch einmal: "Nun ja... wir sind sehr bekannt... auch international und so und einige Fans sind halt schon so verrückt nach uns, dass sie versuchen unsere Adresse herauszufinden, uns anzubaggern und so tun als ob sie uns nicht kennen und so weiter..." Röte steigt ihm augenblicklich in sein hübsches Gesicht. "Obwohl wir schon so lange Musik machen, ist es trotzdem komisch zu sagen, dass man so berühmt ist.", lacht er mich verlegen an und gießt nun für die erste Waffel den Teig in das Eisen. "Deshalb wohnt ihr also zu siebt in einer Wohnung... ihr könnt mir ja mal einige Lieder von euch zeigen!", sagte ich und versuchte glaubhaft zu wirken, was bei Jin voll und ganz funktionierte. "Klar, gerne.", strahlt er mich an. "Weißt du, Amelie...", begann er etwas vorsichtig. "Ich mag dich wirklich gerne. Du bist echt ein nettes Mädchen und ich bin froh, dich kennengelernt zu haben." "Geht mir genauso, Jin." Ich musste zugeben... Jin war echt ein lieber Mann und ich hätte keinen Grund, ihn nicht zu mögen.

    Als wir darauf warteten, dass endlich der Teig zu einer köstlichen Waffel wird, schaltete Jin das Radio ein und es ertönte 'Havana' von Camila Cabello. Er summte vor sich hin und ich sang mit. Jedoch nicht mit ihm zusammen, sondern für mich selbst. Als das Lied endete, öffnete ich meine Augen, welche ich aus Gefühlsgründen schloss und blickte erst auf den Teller, welcher eine duftende Waffel trug und daraufhin in Jins Augen, welche mich erstaunt anstarrten. Oh nein, ich habe zu laut gesungen. Augenblicklich kam mir die Röte in meine Wangen geschossen und ich biss mir verlegen auf die Lippe. "D-Du kannst singen?", fragte Jin mich verdutzt. Ich mache eine Grimasse, dessen Bedeutung hatte, dass es wohl offensichtlich war und Freude übermannte ihn. "Wow, ein wahres Talent! Ähm... wie alt bist du eigentlich?" Man merkte ihm an, dass es ihm in gewisser Weise peinlich war, dass er nie nach meinem Alter gefragt hatte. "Demnächst 17....", sagte ich und ich fühlte mich neben einem 26-jährigen ziemlich jung. "Ach so... du siehst deutlich älter aus!" Das bekam ich schon zu oft zu hören aber das konnte Jin natürlich nicht wissen.

    Ich schaltete das Radio wieder lauter und es wechselte wieder zu einem koreanischen Titel: 'Get Cool' von Stray Kids. Ich liebte diesen Song einfach, deshalb konnte Jin auch möglicher Weise mir meine Begeisterung aus meinen Augen ablesen. "Kennst du den Song?", fragte er mich. "Ja!", antwortete ich. "Von einer Freundin...", fügte ich hinzu. Am besten wäre es glaube ich wenn sie denken, dass ich mit KPop nichts am Hut hätte. Gewissensbisse überkamen mich, als ich diese Worte in meinem Kopf sprach. Inprinzip bin ich auch so ein verrückter Fan, ein schrecklicher Fan, welcher seine Idols anlügt und dazu noch seine liebsten. Jin riss mich jedoch aus diesen Gedanken mit seiner etwas zu lauten Stimme, die mit Herz und Blut den Track von Stray Kids sang. Ich machte mit und eine bombige Stimmung breitete sich in der Küche aus. Wir lachten über unsere kleine Party so laut, dass Namjoon in der Küche erschien um den Grund für diesen Krach zu erfahren. Als er uns sah, musste er einfach mitmachen und es kam immer wer neues dazu, bis nun ganz BTS und ich mit Spaß und Gesang unsere Waffeln verschlungen.
    Ich wollte sie einfach immer bei mir haben, sie sind wirklich eine richtige Familie...

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    Augenblicklich wurde die Stimmung von Suga aufgelöst: "Was mache ich hier eigentlich?" Er schenkte mir einen Blick, dessen Bedeutung ich ni
    Augenblicklich wurde die Stimmung von Suga aufgelöst: "Was mache ich hier eigentlich?" Er schenkte mir einen Blick, dessen Bedeutung ich nicht erläutern konnte und er verschwand im Esszimmer, um den Tisch für die nächsten Waffeln zu decken. Ich kam ihm zur Hilfe und nun fühlte ich mich unwohl, da Namjoon nun auch das Radio ausgeschaltet hatte. Seine Mimik verriet mir, dass seine verrückte Art von eben nun vergessen war und nahm nachdem er mit uns den Tisch fertig deckte am Esstisch platz und tippte etwas auf seinem Handy. Ich setzte mich gegenüber von ihm und es überkam eine peinliche Stille. Ich wusste nicht recht, was ich machen sollte. V kam mit einem Haufen von Waffeln herein und nun nahmen auch alle anderen platz. Neben mir, Jin und Hobi und neben Namjoon, Jungkook und Jimin. Ich begutachete das Gesicht von Jimin, welcher froh mit seinen Freunden herumalberte und mich übermannte Freude. Sie waren einfach niedlich...

    Jin reichte mir eine Waffel welche ich stolz mit einem Nutella-Überzug bedeckte. Ebenso Jin. "Du magst es auch so?", fragte er mich begeistert. Ich blickte in die Runde auf alle Teller. Jin und ich waren die einzigen, welche so die Waffel bedeckten. "So und nicht anders!", lächelte ich und gab ihm einen freundschaftlichen Stoß mit dem Ellenbogen in die Seite. Danach herrschte eine gewisse Stille, welche Namjoon augenblicklich brach: "Also... wieso bist du eigentlich hier in Seoul? Du siehst nicht aus, als wärst du einheimisch, kannst dafür aber ziemlich gut koreanisch.", lobte er mich. "Das ist wahr... Ich bin in Deutschland geboren und lebe dort. Ich bin hier in Korea, weil ich an einem Austausch teilgenommen habe.", verkündete ich stolz. Als ich von meiner Herkunft berichtete, weiteten sich Jins Augen für einen kurzen Augenblick, worauf ich nicht eingehen konnte, da nun Jungkook mir eine Frage stellte: "Und wie alt bist du?" "17...", sagte ich kurz und biss mir auf die Lippe. War es eigentlich erlaubt in meinem Alter bei Männern in den 20-ern zu sitzen? Ich mach mir zu viele Gedanken... "Für dein Alter bist du aber ziemlich reif... Du musst dich nicht neben uns für dein Alter schämen." Jimin hatte mich ertappt. War das so offensichtlich? Nachdem Jin sich den letzten Bissen Waffel in den Mund stopfte, ging er auf Namjoon ein: "RM du musst nicht andauernd so grimmig zu Amelie schauen. Wir sind unbekannte Menschen für sie." Augenblicklich lockerte sich Namjoons verkrampfte Haltung und er blickte nun ein wenig freundlicher. "Sie ist neu hier in Seoul und sicher war es Schicksal, dass ich sie getroffen habe. Wir sollten ihr als Freunde zur Hilfe dienen." Jins Worte rührten mich und ich wurde verlegen. "Hab ich schon erwähnt, dass sie ein wahres Gesangstalent ist?" Jin, das zahle ich dir heim! Ich mag es nicht, Aufmerksamkeit zu bekommen! Natürlich spiele ich auf der Straße, aber dort sind fremde Menschen die ich nie wieder sehen werde... höchstwahrscheinlich. Jungkook weckte sein Interesse und bat mich, etwas vorzusingen. "J-Jetzt, hier? Ich... bin in diesem Punkt ziemlich schüchtern." Ich versteckte mein Gesicht hinter meinen dunkelblonden Locken, welche mir Schutz gaben vor der peinlichen Situation. "Wir könnten doch Karaoke machen!", rief Hoseok begeistert. Hilfe... bitte helft mir.... "Macht es dir was aus?", fragte Jimin vorsichtig. Ich überlegte und konnte letztendlich diese bettelnden Gesichter nicht enttäuschen.

    Wir waren im Keller, welchen ich als einen wahren Partyraum beschreiben konnte! Sie schalteten die Lichter aus und verdunkelten den Raum und machten der Stimmung gerecht die Disco-Kugel an, welche an der Decke baumelte. Jetzt fühlte ich mich unwohl...

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    "Du brauchst nicht schüchtern zu sein, ich weiß doch, dass du singen kannst!", amüsierte sich Jin über meinen Schweißausbruch als er mi
    "Du brauchst nicht schüchtern zu sein, ich weiß doch, dass du singen kannst!", amüsierte sich Jin über meinen Schweißausbruch als er mir das Mikro reichte. "Wir können ja erstmal zusammen singen, das macht eh viel mehr Spaß." Ich hatte keine andere Wahl, als zu singen denn alle starrten uns gespannt an und Jin wählte einen Song aus, welcher für mich laut ihm eine Überraschung werden sollte. Ich befolgte seine Bitte und drehte mich um, sodass nur BTS den ausgewählten Song sehen konnte. "Dein Ernst, Jin?", fragte Yoongi und gab sich ein High-Five ins Gesicht. Als nun der Rest den Titel entziffern konnte, brachen sie allesamt in Gelächter aus. Jin startete die Musik und drehte mich um und ich konnte nicht glauben, dass dieser Mann 26 Jahre alt war und dann diesen Song auswählte - Es war das Intro von 'Sailor Moon'... Ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen und fing an zu singen, gemeinsam mit Jin. Er begann die ersten Zeilen zu singen: "Sag das Zauberwort und du hast die Macht, halt den Mondstein fest und spür die Kraft! Du kannst es tuuun..." "Oh Sailormoooon!", ergänzte ich den Part und es machte mir mehr Spaß denn je. Zu Beginn wusste ich nicht, was ich von diesem Lied halten solle, aber nun war ich so in meine Rolle vertieft, dass ich nicht mehr auf mein Umfeld achtete.

    Das Lied endete und unsere Punktzahl stieg sofort auf 99 Punkte, was die anderen nicht wunderte. "Amelie, d-du bist ein wahres Talent...", flüsterte V, mit seinen Augen immer noch auf den Bildschirm der Maschine gerichtet. "Kann man wohl sagen...", staunte RM und schloss sich Vs Blickrichtung an. Selbst Yoongi schien erstaunt über meinen Gesang und ich spürte ein Augenpaar auf meinem Körper ruhen. Ich blickte in die Augen meines Betrachters und es waren die schönsten Augen, die ich jemals zuvor sah. Dunkelbraun und verträumt... Ich musterte auch nun sein restliches, makelloses Gesicht, seine vollen Lippen, seine natürlichen schwarzen Haare bis hinunter zu seinem Oberkörper, dessen Brust mit einem weißen T-Shirt überdeckt war und wo sich einige Muskeln zeigten. Wieder hoch zu seinen Augen, erkannte ich den attraktivsten Menschen aller Zeiten. Ich blickte in die Augen von Park Jimin.

    "War doch gar nicht so schlimm, oder?", schnitt Jin unser Blickfeld ab indem er sich direkt vor mich stellte. "Äh... wie bitte?" Ich war immer noch in meinen Gedanken. "Ich meine damit, ob du Lust hast, noch ein Lied zu singen?", fragte Jin, köstlich amüsiert über meine Zerstreutheit. "Ja... warum nicht?" "Gut, aber diesmal wird wer anders mit dir singen, damit du dich etwas mit ihnen anfreunden kannst.", flüsterte Jin, damit nur ich seine Stimme hören konnte. Ohne meine Einverständnis zu haben, drehte er sich zu seinen Freunden um und schauspielerte. "Leutee kommt schon, wer hat Bock mit Amelie zu singen? Ich bin alt und erschöpft." Ein Gelächter hallte im Raum und kurz darauf verließ Jin den Raum, um uns etwas zu trinken zu holen. Nach seinem Abgang schwieg jeder. Nach einiger Zeit brachte ich den Mut auf und fragte: "W-Wer hat Lust?" Ich biss mir auf die Lippe, da niemand sich freiwillig meldete. Etwas enttäuscht legte ich das Mikro zurück, doch kurz darauf meldete sich jemand für ein Duett mit mir. "Ich möchte!" Ich drehte mich um und blickte erneut in die verträumten braunen Augen, welche immer näher kamen, um nach einem zweiten Mikro zu suchen. "Welches Lied möchtest du?", fragte mich Jimin mit dem Rücken zu mir gewandt und suchte ein passendes Lied in der Maschine. "Hey, da wir ja so einen tollen Anfang von Jin hatten... Wie wäre es, wenn wir heute nur Lieder aus Kinderserien oder Filmen singen?", fragte Hobi begeistert von seiner Idee. "Alles klar... Ich suche etwas passendes für ein Duett..."

    Ungeduldig und nervös wartete ich auf seine Auswahl bis er sie schließlich festigte und einen Song auswählte. Seine Auswahl erstaunte mich und ich blickte unglaubwürdig auf den Bildschirm, welcher das Lied "Breaking Free" von 'Highschool Musical' anzeigte, welches Troy und Gabriella am Ende gemeinsam auf der Bühne zusammen gesungen hatten. Ich blickte Jimin schüchtern und voller Röte in den Wangen an und er erwiederte meinen Blick mit einem zarten Lächeln. Ob die Auswahl zufällig oder Absicht war?

    Klaviermusik erklang und Jimin fing an zu singen und blickte dabei nicht auf den Bildschirm, sondern in meine dunkelblauen Augen: "Wir fliegen zum Himmel. Es gibt keinen Stern, welchen wir nicht erreichen können." Ich erwiderte seinen Blick: "Wenn wir es versuchen... So befreien wir uns..." "Es kann sein, dass die Leute uns anders sehen, als wir wirklich sind." "Sie wollen einen Keil zwischen uns treiben" Nun mussten wir zusammen singen: "Aber dein Vertrauen gibt mir Kraft. Kraft zu glauben." Die minimale Pause lösten wir beide und sangen für uns den Refrain: "Wir befreien uns! Wir fliegen zum Himmel!", endete Jimin und nun sangen wir im Duo. "Kein Stern, den wir nicht erreichen können." Jimin lächelte vergnügt und und wippte im Takt. "Wenn wir's versuchen!" "So befreien wir uns, oh so befreien wir uns!", beendeten wir gemeinsam den Refrain und ernteten erstaunte Gesichter der anderen, welche wir nicht beachten konnten, da Jimin und ich zurzeit alleine waren.
    Alleine in der Welt der Musik...

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    Ich hörte nicht, wir jeder applaudierte. Ich sah auch nicht die beeindruckten Gesichter der anderen. Ich fühlte auch nicht die Begeisterung, die all
    Ich hörte nicht, wir jeder applaudierte. Ich sah auch nicht die beeindruckten Gesichter der anderen. Ich fühlte auch nicht die Begeisterung, die alle anderen hatten. Ich roch auch nicht den Geruch von Schweiß, welcher in der Luft lag und jeder andere roch.
    Was ich hörte, war Jimins Stimme in meinem Kopf, wie er mit mir vor kurzem gesungen hatte. Was ich sah, waren dunkelbraune Augen, welche mich anfunkelten. Was ich fühlte, waren Kirschblüten, welche in meinem Bauch zur kalten Jahreszeit umherflogen. Und was ich roch, war Jimins eigener Duft, da er genau vor mir stand.
    Ich hatte mich kurzgesagt Hals über Kopf in Park Jimin verliebt.

    "Klasse Amelie! Du bist so talentiert das war beeindruckend!", schnitt mir nun ein weiteres Mal Jin an diesem Tag den Blickkontakt mit Jimin ab. "D-Danke...", brachte ich hervor und lugte über seine breiten Schultern. Es war kein Jimin mehr zu sehen. Ich sah mich im Raum um und bemerkte, wie Jimin die Treppen hinauf schlich. "Ich muss mich ganz dringend frisch machen... Wo kann ich das Badezimmer auffinden?", fragte ich Jin und er wies mich die Treppen hinauf zu der ersten Tür links. Dankend nickte ich und ich folgte augenblicklich meinem Duett-Partner, welcher das gleiche vorhatte. Ich schaute um die Ecke direkt ins Bad und sah ihn, wie er sich sein makelloses Gesicht wusch. Mit Mut gesellte ich mich neben ihn und tat es ihm gleich. Aus dem Keller aus erklang ein weiteres Lied. Von was war das doch gleich? "Ist das nicht von Rapunzel?", schämte sich Jimin für seine Band-Mitglieder. "Ja... So muss es wohl sein.", lachte ich und Jimin schloss sich dem Gelächter an. "Du... hast ziemlich gut gesungen...", brachte Jimin heraus mit Blickrichtung gen Waschbecken. "Du aber viel besser..." Er grinste mich dankend an und wir beschlossen gemeinsam wieder hinunter zu gehen. Als wir unten angelangt waren, konnten wir beide unseren Augen nicht trauen: Dort sang doch ernstaft Yoongi den Soundtrack von Rapunzel! Jimin und ich blickten uns an, dann widmeten sich unsere Augen wieder Yoongi und wir verabschiedeten uns nicht von der nicht existierenden Illusion. Ich konnte mein Lachen nicht zurückhalten und prustete augenblicklich los. Der Gesang stoppte und Yoongi und der Rest sahen erschrocken zu uns. Die Musik wurde in kürzester Zeit von dem Karaoke-Künstler ausgeschaltet und er pflanzte sich zurück auf das Sofa. "Das ist unter meiner Würde...", grummelte er nur hervor was uns alle nur bessere Laune beschaffte.
    "Hey Amelie, Lust noch ein Solo zu singen?", fragte mich Jungkook und schüttelte das Mikrofon in seinen Händen. Ich hoppste zu ihm, ergriff das Mikro und bat ihn, mir einen Song auszusuchen. Natürlich musste es zum Thema passen also war es wieder ein Soundtrack eines Disney-Films. Dieses Mal freute ich mich allerdings über die getroffene Auswahl regelrecht, sodass ich aufsprung und sogleich den Worten auf dem Bildschirm eine Stimme gab. Es war "How far I'll go" von "Vaiana". Ich liebte diesen Film und ich war kein bisschen mehr zögerlich zu singen, sondern fühlte mich wohl in meinem Umfeld und plötzlich schnappten sich jeweils zwei Hände ein weiteres Mikrofon und schlossen sich mir an. Das Trio bestand nun aus J-Hope, Taehyung und mir. Dieser Tag machte mir unheimlich viel Spaß, dass er wie im Fluge verging und es bereits dämmerte. Ein kurzer Blick auf mein Handy und ich stellte fest, dass es bereits 19.00 Uhr war! Und ich habe mich nicht einmal bei Yumi gemeldet... Ich verabschiedete mich von jedem einzelnden und dieses Mal waren es wirklich herzliche Umarmungen, nicht wie bei der Begrüßung, sondern nun fühlten sich alle in meiner Gegenwart wohl, wie andersherum genauso... Vorallem bei Jimin fühlte ich mich wohl...

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    "Wie war's?", fragte mich Yumi, nachdem ich die Haustür hinter mir geschlossen hatte. Hatte sie auf mich gewartet? Ich konnte ihre Fra
    "Wie war's?", fragte mich Yumi, nachdem ich die Haustür hinter mir geschlossen hatte. Hatte sie auf mich gewartet? Ich konnte ihre Frage nicht mit Worten beantworten. Meine roten Wangen und mein breites Grinsen waren Antwort genug. "Oh mein Gott, was ist passiert? Zieh dir erstmal den Mantel aus und komm hoch.", befohl sie mir und rannte wie ein kleines Kind, welches sich über ein neues Spielzeug freute, die Treppen hinauf. Augenblicklich folgte ich ihr und setzte mich neben Yumi auf ihr Bett. "Was habt ihr gemacht?", leuchteten ihre Augen auf. "...Zuerst die leckersten Waffeln die ich je gegessen habe gemacht und danach... eine Karaoke-Part im Keller von BTS..." Bei dem letzten Satz wurde ich röter denn je im Gesicht, was Yumi staunen ließ. "Uuuuh gibt es da etwas was ich wissen solltee?", lächelte sie verschmitzt. "Ich habe gemeinsam mit Jimin gesungen...", sagte ich verlegen. "Kyaaaaah! Wie coool! Das man das mit einem Idol schafft ist doch goldwert, nicht wahr?", stieß sie ihren Fangirl-Schrei aus. Richtig.... Jimin war ja ein berühmtes Idol... ich vergaß...

    "Lust was zu essen?", fragte mich Yumi mehr oder weniger denn sie war bereits vom Bett aufgestanden und gemeinsam gingen wir die Treppen hinunter. "Ameliee... wo warst du liebes?", begrüßte mich Yumis Mutter besorgt. Mist, was sollte ich nun sagen? Ich warf Yumi einen bittenden Blick zu, welche ebenso überfordert war von der Situation. "I-Ich ähm... Sie war die Stadt erkunden! Ich wollte ihr etwas Freiraum lassen deshalb ist sie alleine gegangen!", schwitzte Yumi und hoffte, dass ihre Mutter es ihr abkaufte, was sie auch tat. "Na dann... Wie wäre es mit einer heißen Schokolade?", fragte sie mehr an mich gewendet als an uns beide. Im Chor bestätigten Yumi und ich und kurz darauf schlürften wir auch schon gemeinsam das heiße Getränk. "Und was hält Jimin-hyung davon, dass du erst 17 bist?", fragte mich Yumi als ihre Mutter außer Sichtweite war. "Nun ja Jimin... sagte nur, dass ich mich unter ihnen mich nicht für mein Alter schämen solle... Und ich bin noch nicht 17, das war dann noch unangenehmer!", lachte ich und Yumi hielt sich darauf entschuldigend die Hand vor den Mund. "Wann hast du denn Geburtstag?", fragte sie mich, damit sie keinen weiteren Fehler machen konnte. "24.12.", sagte ich kurz und wie erwartet weiteten sich ihre Augen. "An Weihnachten?", fragte sie, ohne eine Antwort zu erwarten, da diese offensichtlich war. Trotzdem nickte ich noch einmal für die Bestätigung. Das würde heißen, dass ich meinen Geburtstag und Weihnachten hier in Seoul feiern würde. Als hätte mein Koreanischlehrer meine Gedanken gelesen, schrieb er in die Koreanisch-Gruppe, welche wir vor dem Flug erstellt hatten, falls es Probleme geben sollte, folgendes:

    _Liebe Schülerinnen und Schüler,
    Wenn ihr euch vielleicht nicht gut eingelebt habt oder einfach eure Freunde aus dem Kurs wiedersehen wollt, dann veranstaltet nur unser Kurs eine Weihnachtsfeier, wo ihr alleine oder auch mit eurem Austauschpartner kommen könnt. Ich bitte um Rückmeldungen!_

    Nein danke, ich möchte lieber bei Yumi bleiben zu Hause bleiben, obwohl ich Melissa gerne sehen würde. Es war zwar erst Anfang Dezember, aber Weihnachten schien mir doch so nahe... Wie gerne würde ich Weihnachten mit Jimin verbringen... Stopp, Gott hatte mich schon genügend verwöhnt! Trotzdem hörte ich nicht auf mit dem Gedanken zu spielen. Bei BTS zu feiern wäre sicher eine fröhliche Atmosphäre...

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    "Amelie... woran denkst du?", holte mich Yumi verwirrt aus meinen Gedanken. Ich antwortete ihr nicht und mein Blick streifte durch ihr gerä
    "Amelie... woran denkst du?", holte mich Yumi verwirrt aus meinen Gedanken. Ich antwortete ihr nicht und mein Blick streifte durch ihr geräumiges, aufgeräumtes Zimmer. Hängen blieb er an der Gitarre, welche Rins Sohn eigentlich gehörte. "Hättest du einen Vorschlag für einen guten Nebenjob in der Nähe?", fragte ich Yumi, immer noch mit konzentriertem Blick. Verwundert antwortete sie: "Nun ja... In dem Restaurant in dem ich kellnere... Brauchst du Geld oder warum kommst du darauf?" Ich wollte unbedingt mir eine eigene Gitarre leisten! Ich fühlte mich immer noch schlecht mit dem Gedanken, dass ich die Gitarre eines Fremden nutzte, ohne eine Einverständnis-Erklärung zu haben. "Ja etwas Taschengeld schadet nie...", sagte ich. Ich hatte ehrlich gesagt keine Lust und Motivation ihr den Grund zu verraten. "Achso ok. Natürlich kann ich nicht entscheiden, wer bei uns mitarbeiten darf, aber so wie ich meinen Chef kenne kann ich ihn überreden. Außerdem wäre sowieso jeder Arbeitgeber glücklich dich zu haben." Als ich ihre Worte realisierte, musste ich augenblicklich lachen: "Warum das denn?" Doch Yumi blieb ernst und zuckte nicht einmal mit einem Mundwinkel - Sie hatte sich doch keinen Scherz erlaubt. "Nun ja... Du bist strukturiert, humorvoll, zuverlässig, kannst gut mit Menschen umgehen und von dem was ich von dir kenne... einfach perfekt.", sprach Yumi leise, etwas verlegen von ihren Worten. Ich musste sie einfach für ihre Niedlichkeit umarmen, das war wirklich süß von ihr!

    Als wir in ihrem Bett lagen und einen K-Drama ihrer Wahl schauten schlief ich ein und landete in meiner Traumwelt...

    _"Amelie, das hätte ich niemals von dir erwartet!" "Es tut mir leid! Wie kann ich mich nur entschuldigen bei dir?", rief ich, weinend über meine schreckliche Tat. "Du hast mich nur ausgenutzt... Ich habe dir vertraut und du hast dieses Vertrauen missbraucht! Du bist nicht besser als die anderen! Du denkst nur an dich und denkst jetzt noch, dass eine einzige Entschuldigung hilft?", schrie mein Gegenüber und brach vor Wut und Verzweiflung in Tränen aus. "Aber es war nie eine Lüge! Ich-", fing ich an, wurde aber unterbrochen. "Keine Lüge? Sei einfach still, ich will dich nie mehr vor meinen Augen sehen du hast genug angerichtet!" Ich weinte, als würde mir das Herz herausgerissen werden. Dieser Schmerz. "Ich liebe dich"_

    "-melie. Amelie!", schrie Yumi mich praktisch aus dem Schlaf. "Amelie, was ist los, was hast du nur Schreckliches geträumt?", rief sie nun noch lauter und besorgter. Als ich wieder mein Umfeld voll und ganz realisieren konnte, viel mir auf, dass das komplette Kopfkissen nass war, meine Wangen und Augen komplett feucht waren und mein komplettes Gesicht vor Hitze nur so strömte. "Mir ist heiß...", konnte ich nur herausbringen und rannte ins Badezimmer, gefolgt von einer immer noch besorgten Yumi. Ich wusch mir das Gesicht mit Wasser und versuchte, mich an meinen Traum zu erinnern. Genaueres weiß ich nicht, aber ich glaube es war ein heftiger Streit... Wer mein Gegenüber war, viel mir nicht mehr ein. "Hallo? Wie wäre es mit einer Erklärung?", rief Yumi, welche eine unbeschreibliche Empörung in ihrem Gesicht trug - zurecht. Ich erzählte ihr von dem, was ich noch wusste und sie hörte gebannt zu. Auf meine Frage was ich denn im Schlaf alles trieb antwortete sie zerstreut: "Also erstmal bin ich aufgestanden, weil meine Eltern mich gerufen hatten, da sie für eine Woche verreisen werden und dann kam ich wieder ins Zimmer. Du hast geschrien und geweint, als wärst du ermordet worden auf die schrecklichste Weise. Jedoch habe ich nicht verstanden, was genau du gesagt hattest, aber es schien wohl sehr schlimm gewesen sein." Ich dachte nach und die Gedanken an den Traum wurden immer blasser und blasser. Ich versuchte es einfach zu vergessen und schüttelte die negativen Gedanken weg. "Dann haben wir ja frei Haus, oder?", grinste ich Yumi an. "Was?", fragte sie verdutzt. "Du sagtest doch, deine Eltern wären verreist. Wohin eigentlich?" Ihr Verwirrung hielt nicht lange und nach kurzer Zeit verstand sie auch meine Aussage: "Du bist echt komisch! Zuerst warst du total niedergeschlagen und plötzlich bist du wieder bei einem ganz anderen und unwichtigen Thema!" Daraufhin fing ich an zu lachen. Sie war einfach so süß wenn sie verwirrt war oder etwas nicht verstand. Sie schloss sich meinem Lachen an und zusammen frühstückten wir mein Lieblingsessen: Schokokuss-Brötchen. Sie mochte es wohl genauso sehr wie ich. "Und, was steht heute an? Lust wieder auf der Straße zu spielen?", schmatze ich. Ein lustloses Knurren hörte ich ihrerseits. In gewissen Punkten war sie einfach faul. Ein häufig auftretenes Beispiel: Aufstehen und anziehen. "Ich kann ja auch alleine spielen...", sagte ich und kurz darauf heute ich auch schon Empörung in Yumis Stimme: "Und dass du dann wieder fast vergewaltigt wirst und wieder BTS auf der Straße triffst? Niemals, da lass ich dich nicht alleine hin!" Irgendwie süß von ihr. Sie war ein schlankes Mädchen, genauso groß wie ich, jedoch um ein halbes Jahr älter und ihre schönen, schwarzen langen Haare reichten ihr bis zum Po. War ich neidisch?

    "Meine Mutter hat übrigens heute mit mir darüber geredet, wie produktiv und motiviert du doch bist... Sie hat praktisch damit angegeben vor meinem Vater was für eine tolle Austauschschülerin wir doch haben...", schmollte sie. "Höre ich da Eifersucht?", zog ich sie auf. "Quatsch, ich doch nicht!", witzelte sie und wir fingen an zu lachen. "Ich kann dich ja wenn du willst meinem Chef vorstellen. Es ist ein 5-Sterne Restaurant also mach dich auf harte Arbeit gefasst.", sagte Yumi ernst.
    Das war mir egal. Mehr Arbeit bedeutet mehr Geld und somit kann ich schneller mir eine eigene Gitarre zulegen...

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    "Na dann mal los!", rief Yumi und lief in ihr Zimmer um sich etwas anzuziehen. "Warum so motiviert?", machte ich mich über sie lu
    "Na dann mal los!", rief Yumi und lief in ihr Zimmer um sich etwas anzuziehen. "Warum so motiviert?", machte ich mich über sie lustig. Schnell war sie auch schon fertig und schaute von der Treppe herab in meine Augen. "Ich möchte mehr so werden wie-" "Ich?", ergänzte ich ihren Satz belustigend. "...Nein!", wurde Yumi vor Verlegenheit rot und ich lachte sie aus.

    Auch ich machte mich fertig, schnappte meine Gitarre und wir liefen hinaus in die Kälte. Ich war ganz in Gedanken und wanderte umher. Ich fand einfach alle Orte, welche Yumi als Vorschlag abgab langweilig und daraufin gab sie auf, was zur Folge hatte, dass sie mir einfach nur hinterher schlenderte. Als ich stehen blieb, widmete ich mich wieder der Realität und stellte fest, dass ich vor einem mir bekannten Haus anhielt: Das Haus von BTS. Jedoch konnte ich mich nicht mehr umentscheiden, da Yumi schon ziemlich genervt von mir war, also fingen wir einfach an und ich hoffte nur, dass niemand uns von BTS hören oder sehen würde. Unser erstes Cover war ein Acoustic-Balladen-Cover von N.O. Ich schloss die Augen und spielte darauf los. Irgendwann merkte ich aber, dass ich alleine sang, um mich herum viele Leute sah, welche ich nicht kannte. Damit meinte ich, dass KEINE mir bekannte Person zurzeit in meinem Umfeld war - auch nicht Yumi. Sie war sicher sich irgendetwas zu trinken kaufen oder Ähnliches. Deshalb machte ich weiter. Da ich sowieso alleine hier stand, spielte ich auch einen Solo-Song: Jins Epiphany. Ich erhielt lauten Applaus und in meinem Gitarren-Koffer landete so viel Geld, welches ich mir nicht einmal nach 6 monatlichem Taschengeld zusammen sparen hätte können. Ich lächelte durch die Runde und plötzlich verzog sich meine Miene zu einem geschockten Blick, als ich ein mir bekanntes Gesicht erblickte: Das von Jin. Er lächelte über beide Ohren, was ich nicht verstand, da ich doch aufgeflogen war! Er kam zu mir und umarmte mich. "Dass du es so schnell auswendig lernst hätte ich nicht gedacht, das ist ein schönes Geschenk Amelie!", sagte er mit seiner süßen Stimme. "Ich... äh... Jin... es tut mir leid!", sagte ich. "Dass du dir sofort meine geschickten Videos von uns anschaust ist doch nicht nötig! Du interessierst dich wohl wirklich für mein Leben!", strahlte er wie die Sonne. Okay, Amelie! Jetzt musst du die Wahrheit sagen, alles ist aus: "Jin... ich muss dir da was dringendes sagen..." "Was ist denn? Hast du noch ein Lied auswendig gelernt?", fragte er. "Lass mich bitte ausreden, es geht um etwas anderes. Ich-" Weiter kam ich nicht denn ich wurde von Jimin begrüßt: "Wow... warst du das vorhin? Konnte ich mir denken, bei deiner lieblichen Stimme." Er lächelte mich zart an, sodass ich dahin schmolz und ich erwiederte mit einem kurzen "Ja" und wurde rot. "Also... was wolltest du mir jetzt genau sagen?", unterbrach uns Jin und ich brach in Schweiß aus. "Ähm... Ich...!" Meine Rettung oder mein Untergang kam nun endlich zurück - Yumi. "Amy, ich habe dir etwas zu trinken mitgebra-" Sie stockte, als sie Jin erkannte und stotterte wildes Zeug daher bis ich ihr den Becher mit heißem Kakao aus der Hand riss und ihr einen drohenden Blick zuwarf. Die Lage war nun ernst...

    "Jin, das Wichtige, was ich dir zeigen wollte, ist dieses Mädchen hier. Sie macht mit mir gemeinsam Musik und hat eine atemberaubende Stimme!", verkündete ich stolz. "Atemberaubender als deine?", fragte mich Jimin zaghaft und ich wurde rot. "Na dann lass mal hören!", grinste Jin Yumi an, welche meiner Kenntnis nach zu urteilen gerade innerlich verreckte. "Gerne.", antwortete ich für Yumi und zog sie an ihrer Jacke zu mir, natürlich außer Reichweite von Jimin und Jin. "Hör zu, wir kennen BTS nicht und das einzige Lied, welches wir von ihnen singen können ist 'Epiphany' alles klar?", flüsterte ich ihr bedrohlich. Sie nickte ängstlich und traute sich fast nicht zu fragen: "Und was sollen wir dann jetzt covern?" Als wäre es geplant gewesen sagte ich wie aus der Pistole geschossen: "Justin Bieber - Love Yourself." Wir fingen an zu singen und fühlten uns immer wohler mit dem Gedanken, dass unsere beiden Ultis uns zuhörten. Wir widmeten diesen Song nur den beiden und ich versuchte Jimin meine leidenschaftlichte Seite zu zeigen. Als wir den Song beendeten, konnte ich schon etwas stolz darauf sein, dass ich meine Lüge doch noch nicht aufgedeckt hatte.
    Ich glaube, da hat jemand ein gewisses Interesse für jemanden entdeckt...

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    "Ist sie nicht unglaublich?", fragte ich stolz auf Yumi an Jin gerichtet. Dieser jedoch, fand keine Worte und stotterte sich nur etwas zurec
    "Ist sie nicht unglaublich?", fragte ich stolz auf Yumi an Jin gerichtet. Dieser jedoch, fand keine Worte und stotterte sich nur etwas zurecht. Ich glaube, dass ist positiv gemeint. Ich gab mir selbst innerlich ein High Five und musterte die rotwerdenen Geschöpfe vor meinen Augen nur erfreut. Plötzlich gelangte Jimin in mein Blickfeld und deutete mir mit Gesten, dass ich kurz mit ihm sprechen solle - alleine. "Wir lassen euch einen Moment hier, ich habe was mit Amelie zu besprechen.", meldete er sich ab und zog mich einige Meter von den beiden entfernt zu sich und schaute mich mit begeisterten Augen an. "Wow, wie hast du das nur hinbekommen? Scheint, als wärst du Amor höchstpersönlich!", strahlten seine schokoladenbraunen Augen. "Naturtalent?", fragte ich stolz witzelnd und lachte. "Wie wäre es... wenn wir die beiden für einen längeren Zeitraum alleine lassen?", fragte Jimin vorsichtig und blickte mich fragend an. Oh mein Gott, was sollte ich nur sagen? Ich brachte keine Antwort heraus und faselte nur wild durch die Gegend bis er aber sagte: "Schon gut, musst du nicht... Aber ich wollte dich unbedingt mal richtig kennenlernen, verstehst du? Naja wenn jemand so eine krasse Performance von Highschool Musical hinlegen kann, muss er ja auch einen genauso guten Charakter haben..." Das war wirklich süß und daraufhin fand ich den Mut, ihm zuzusagen und schulterte meinen Gitarrenkoffer. "Hey Yumi, weißt du wir wollten uns kurz in ein Café verdrücken. Wir treffen uns dann zu Hause bei dir, okay?", fragte ich sie mit drohendem Blick, dass wenn sie irgendetwas ausplaudern sollte, sie augenblicklich tot wäre. Sie nickte nur dankend und verängstigt zugleich und Jimin und ich verschwanden aus ihrer Sichtweite.

    "Café de Claire?", fragte ich etwas verwundert. "Ja, ein französischer Laden. Er soll echt gut sein.", erzählte mir Jimin und bat mich, vor ihm durch die Eingangstür zu schreiten. Ein Vanille-Duft flog mir in die Nase, was das Geschäft augenblicklich symphatischer machen ließ. Ich liebte Vanille sehr. Erstaunlicher Weise waren Jimin und ich die einzigen hier, was die Sache allerdings um einiges auflockerte. Ich bestellte einen Kakao mit extra viel Sahne und Jimin einen Latte-Macchiato. Meine zweit liebste Sorte. "Aus welcher Stadt kommst du?", fragte er mich plötzlich mit eindringlichem Blick. "Berlin, Hauptstadt Deutschlands.", antwortete ich steif, immer noch aufgeregt. "So schlecht in Erdkunde war ich auch nicht, Amelie. Was denkst du denn von mir?", lachte er mit beleidigtem Unterton. "Tut mir leid.", lachte ich verlegen. "Ich bin nur... naja... so eine Situation nicht gewohnt." "Was denn für eine? Kaffee zu trinken?", machte er sich leicht über mich lustig. "Mich mit einem attraktivem Mann zu unterhalten...", rutschte es mir raus. Mist, hatte ich das gerade wirklich gesagt? Verlegen nippte ich kurz an meinem Kakao und änderte die Blickrichtung gen Decke. Als ich die Tasse absetzte, kam er plötzlich näher. Sein Daumen strich kurz über meine Grübchen, um mir die Sahne, welche von meinem Kakao kommen musste, aus dem Gesicht zu wischen, sodass mir die Röte ins Gesicht stieg. "Glaub mir, da bist du nicht die einzige, die in diesem Moment so fühlt."

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    Wie noch nie zuvor in meinem Leben wurde ich rot. Ich könnte als Tomate durchgehen! Jimin hingegen lächelte nur verträumt und machte sich daraus ni
    Wie noch nie zuvor in meinem Leben wurde ich rot. Ich könnte als Tomate durchgehen! Jimin hingegen lächelte nur verträumt und machte sich daraus nichts. Hat sein komplettes Schamgefühl ihn verlassen? Ich wusste nicht, was ich darauf antworten sollte, deshalb starrte ich ihn einfach nur an. "Du hast Augen, die dem Ozean gleichen, weißt du das?", lächelte er und legte den Kopf schief, noch immer mit bestehendem Blickkontakt. Ich wurde nur noch röter als ich schon war, was mir bis eben noch unmöglich erschien. Wieso flirtete er so neckend mit mir? "Sag nicht, du bist es nicht gewohnt wenn man dir solche Wahrheiten beichtet?", fragte er ungläubig. Ich antwortete mit einem kurzen Kopfschütteln. "Wie bitte?", fragte er als hätte er meine Geste nicht verstanden. Um diese dann noch zu kräftigen, sagte ich es nun mit Worten: "Nein, niemand zuvor hat zu mir so etwas gesagt." Verdutzt lehnte er sich zurück und seinem Blick nach zu urteilen, hielt er mich noch immer für eine Lügnerin.
    Plötzlich fiel mir was ein, was zur Folge brachte, dass mein gerührter Gesichtsausdruck sofort verschwand und ich niedergeschlagen die Fliesen unter meinen Füßen begutachtete. "Was ist los?", fragte Jimin besorgt. "Komplimente.... Wenn heutzutage Komplimente sind wie "geiler Arsch", "bomben Titten" oder "Man, die kann man gut ficken" dann habe ich gelogen. Sowas habe ich oft zu hören bekommen. Deshalb... danke, dass du mir auch mal so eine Seite gezeigt hast von den sogenannten "Komplimenten"... Ich hab noch was zu erledigen." Ich stand auf, schenkte ihn nicht einmal einen letzten Blick und verschwand aus dem Café und begab mich in die Kälte.
    Ich dachte, dass Jimin verstehen würde, dass ich jetzt gerne alleine sein möchte, aber da lag ich falsch. "Amelie!", hechelte er mir hinterher. Weglaufen wäre jetzt zu kindisch, obwohl ich das liebend gerne getan hätte! Deshalb stand ich einfach still, sodass er nun vor mir stand und versuchte mir in die Augen zu schauen, was ich aber, indem ich meinen Kopf steif unten ließ, verhinderte. "Hör zu, es tut mir leid-", fing er an, ehe ich ihn unterbrach. "Jimin... dir muss es doch nicht leidtun? Für was entschuldigst du dich bitte? Du konntest nichts wissen, hattest nichts damit zu tun und genauer gesagt bin ich diejenige, die eben mit so einer beschissenen Aussage die ganze Stimmung kaputt gemacht hat, die außerdem noch völlig unnötig war!", regte ich mich über mich selbst auf, sodass mir die Tränen kamen. Na toll, jetzt flennst du auch noch! Wie alt bist du Amelie, 6? Ich hasste es vor Personen, welche mir insgeheim wichtig waren Gefühle zu zeigen, woraufhin ich so eine Wut auf mich selbst bekam, dass ich meinen Fuß volle Kanne gegen eine Laterne donnerte, was im nachhinein wirklich dumm war! "AAAAH!", schrie ich auf und hielt mir meinen Fuß. "Alles okay?", fragte Jimin besorgt und rief sofort, ohne eine Antwort von mir abzuwarten, ein Taxi an, welches in sekundenschnelle auch schon erschien.
    Bei ihm zu Hause angekommen, lag ich auf dem Sofa und neben mir saß Jimin, welcher abwechselnd meinen mitlerweile eisbedeckten Fuß und anschließend meine mit Tränen gefüllten Augen musterte. "Tut es so sehr weh?", fragte er vorsichtig. Ich schüttelte den Kopf. "Weshalb weinst du dann?" Ich seufzte, schaute ihm aber immer noch nicht in die Augen. "Weil ich bescheuert bin." Er fragte weiterhin. "Wieso sagst du so etwas?" Er schien etwas empört nach dieser Aussage. "Ich habe alles kaputt gemacht!", schluchzte ich nun, mit dem Gesicht in der Decke auf meinen Beinen vergruben. "Amelie", streichelte er vergeblich aufmunternd meinen Rücken. "Wieso war dir dieser Café-Besuch denn so wichtig?" Nun schaute ich ihm endlich in die Augen: "Weil ich dich sehr mag, Jimin."

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    Er sah mich mit einem vielsagendem Blick an. Scheiße, hatte ich das gerade wirklich gesagt? Ich war mir meinen Gefühlen noch gar nicht bewusst! Ich
    Er sah mich mit einem vielsagendem Blick an. Scheiße, hatte ich das gerade wirklich gesagt? Ich war mir meinen Gefühlen noch gar nicht bewusst! Ich hielt schweigend den Blickkontakt und ich merkte kaum wie sich sein Gesicht langsam meinem näherte. Wenige Centimeter trennten uns noch. 3 Centimeter, 2 Centimeter... 1 - . Plötzlich hörte man, wie jemand mit einem Schlüssel versuchte die Haustür aufzuschließen und Jimin schreckte von mir weg. Jin und Yumi traten ein - Hand in Hand. Ich grinste breit, als ich dieses Bild erhaschte und als sie merkten, dass sie nicht alleine waren, lösten sie sich ruckartig voneinander. Schade aber auch. "Amelie, was ist passiert?", lief Yumi schnell zu mir. Nachdem sie ihre Frage stellte, wurde ich augenblicklich rot und Jimin brach in ein höllisches Gelächter aus. "Was ist daran so witzig, Jimin? Sie hat sicher Schmerzen!", beschwerte sich Jin und setzte sich auch zu mir. Ich seufzte einmal tief und schielte zu Jimin, welcher sich krampfhaft sein Lachen verkniff. "Ich habe meinen Fuß gegen eine Laterne gedonnert, weil ich vor Jimin Tränen laufen gelassen habe..." Nun brach Jimin völlig zusammen und lachte: "Ihr hättet sie sehen sollen! Wir haben uns einfach unterhalten, dann liefen ihr die Tränen und plötzlich ohne weiteren Zusammenhang spielt sie Fußball mit der Laterne." Nun wurde ich wütend: "Tut mir leid, dass ich vor Menschen, welche ich eigentlich gern habe, keine Gefühle zeigen will und sich dann in mir Frust aufbaut. Du bist überhaupt nicht feinfühlig oder sensibel für manche Situationen, nicht wahr?" Mir liefen wieder die Tränen und Jimins Lachen verflog sofort. Ich hatte keine Lust mehr neben diesem bescheuerten Typen zu sitzen, geschweige denn in seiner Nähe zu sein! Ich stand ohne nachzudenken auf, lief zwei Meter und lag dann schon wieder meinen Fuß haltend auf dem Boden und stöhnte vor Schmerz. Yumi eilte zu mir und stützte mich etwas. Auch Jin kam sofort und hebte mich hoch, um mich anschließend in sein Zimmer zu bringen. Ich hörte noch, wie Yumi leise dem immer noch geschockten Jimin "Du bist so ein Idiot!", wütend hinterher sprach, bis sie uns in Jins Zimmer folgte.

    Er legte mich sanft auf das weiche Bettlaken, legte das Kühlkissen besorgt auf meinen Fuß und sagte: "Hey Amelie, ich koche dir gleich etwas Schönes, aber vorerst muss ich noch etwas einkaufen gehen, okay?" Er lächelte sanft. Nach einem kurzen Nicken meinerseits blickte er kurz zu Yumi und dann wieder zu mir. Bevor er auch nur fragen konnte, lächelte ich: "Ihr könnt zusammen gehen, ich komme hier schon klar." Dankend nickte Yumi und Jin huschte ein verliebtes Lächeln über seine Lippen. Sie waren noch nicht einmal durch den Türrahmen gegangen, da rief ich noch: "Ihr seid ein süßes Paar!" Jin lächelte nickend und gab Yumi einen Kuss auf die Stirn, welchen sie Augen schließend genoss und nun war ich auch schon alleine. Alleine mit Jimin.

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    Ich spielte etwas auf meinem Handy bis mir eine neue Nachricht angezeigt wurde. Sie war von Elise! "Hey Amelie, wie geht es dir Süße? Wie ist e
    Ich spielte etwas auf meinem Handy bis mir eine neue Nachricht angezeigt wurde. Sie war von Elise!

    "Hey Amelie, wie geht es dir Süße? Wie ist es in Korea und wie verstehst du dich mit deiner Austausch-Partnerin? Hast du süße Typen gesehen?
    Liebe Grüße von deinem Vater und mir <3"

    Ich lächelte und schrieb sofort zurück.

    "Hey! Total gut nur...Ich habe mir bereits in der 2. Woche den Fuß verstaucht... Frag nicht... ist eine lange Geschichte und hat etwas mit einem Jungen zu tun. Mit einem bescheuerten und süßen Jungen..."

    "Mit wem schreibst du da?" Ich erschrak, sodass mein Handy mir aus der Hand fiel. Jimin starrte mich von dem Türrahmen aus an. "Was geht dich das an?", gab ich patzig wieder. Er setzte sich neben mich auf Jins Bett, blickte mich jedoch nicht an. "Es tut mir leid." Ich schaute ihn an, er immer noch mit Blick gen Wand. "Für was genau entschuldigst du dich?" Ich wollte es aus seinem Mund hören. "Erstens... für das Auslachen... dann, dass ich dich damit aufgezogen habe und noch zusätzlich für diese Sache, die ich nicht beenden konnte geschweige denn anfangen...", sagte er langsam. "Wovon sprichst du?", fragte ich verdutzt.
    Nun schaute er mir tief in die Augen. "Davon...", flüsterte er und bevor ich nur ansatzweise nachfragen konnte, lagen seine Lippen auch schon auf meinen. Mit seiner einen Hand hielt er meine Wange fest umschlossen und mit der anderen glitt er an meinem Hinterkopf durch meine Haare. Nach kurzer Zeit stoppte er und sah mich an. Für eine Weile war alles still um uns herum. Nur unsere Augen sprachen. "Ozean blau...", flüsterte er und kurz darauf fiel ich ihm auch schon um den Hals. Ich wiederholte die Bewegungen mit meiner Zunge, welche er mir soeben beigebracht hatte. Das war mein erster Kuss... Und ihn schenkte mir Park Jimin...

    Ich hörte auf und sah ihm wieder in die Augen. Ein Lächeln bildete sich auf seinen von mir geküssten Lippen, welche plötzlich auf meinem Hals kleine und zarte Küsse hinterließen. "Amelie, seit dem ersten Tag.... Bin ich Hals über Kopf verliebt in dich!", flüsterte er in mein Ohr und ich lächelte. "Dann war es bei uns beiden Liebe auf den ersten Blick.", zwinkerte ich ihm zu und nun wurde ich von ihm auf die Matratze gepresst, sodass ich ihm nur in seine schokoladen-braunen Augen blicken musste. "Wie kann ein Mensch nur so bezaubernd sein?", fragte er verliebt. "Und wie kann ein Mensch mich nur so verzaubern?", fragte ich und küsste ihn leidenschaftlich.

    Ich kannte dieses Gefühl erst seit kurzer Zeit und es überrumpelte mich, wie schnell nun alles geht. Aber ich bereue nichts! Jimin war der erste, für den ich jemals so fühlte. Aber es war nicht diese Fan-Liebe wie man sie kannte... Ich bin wirklich verliebt... Aber von heute an würde sich einiges ändern... Denn von heute an ist Jimin nicht mehr mein Idol, sondern mein fester Freund.

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    Wir lagen noch eine Weile aufeinander und schauten uns nur verträumt an. Augen konnten so viel erzählen. Das Klacken der Haustür ließ uns allerdin
    Wir lagen noch eine Weile aufeinander und schauten uns nur verträumt an. Augen konnten so viel erzählen. Das Klacken der Haustür ließ uns allerdings zusammenzucken und Jimin ging so schnell er nur konnte von mir herunter. Auf einmal stand Namjoon in der Tür und schien mir etwas sagen zu wollen, bis er Jimins von mir verwuschelte Haare musterte. Er kniff die Augen misstrauisch zusammen und schaute abwechselnd zwischen uns hin und her. Schließlich blieb sein Blick an mir hängen. "Ich habe eben Jin und deine Freundin gemeinsam gesehen. Sie haben nachdem sie sich vorgestellt hatte mir von deinem Unfall erzählt." Ich hörte ein kleines Kichern vergeblich versuchend nicht beachtet zu werden und dessen Besitzer schenkte ich einen Todesblick. Sofort zuckte Jimin zusammen und ging aus Jins Schlafzimmer. Namjoons mitfühlender Blick verschwand und wurde ernst. Er schloss die Tür hinter sich, doch bevor er aus dem Zimmer verschwand, sagte er noch: "Ich bringe dir frisches Eis... Für deinen Fuß. Warte kurz hier." Was nun? Hatte er was gemerkt? Ich glaube, Namjoon ist dagegen, dass die anderen Member eine Beziehung führen... Ich war einfach zu neugierig und wollte wissen, was er wirklich machte.
    Fast lautlos öffnete ich die Tür und lief den Flur entlang und blieb vor dem Wohnzimmer stehen, trotzdem noch so, dass sie mich nicht entdecken hätten können. "Jimin?", hörte ich Namjoon sagen. Ich wusste es doch! "Was ist los, Namjoon?", fragte Jimin. "Was machst du denn für ein ernstes Gesicht?" Namjoon seufzte laut. "Jimin... wir wissen es beide. Also brauchst du nichts vor mir zu verheimlichen. Ich habe doch gesehen wie du sie angeschaut hast. Sogar schon am ersten Tag!" Jimin schluckte und verstummte von jetzt auf gleich. "Ich möchte ehrlich zu dir sein... Also ja. Sie ist für mich etwas so Besonderes! Sie nutzt mich nicht aus, so wie die anderen und ist ein ehrlicher und herzensguter Mensch und dazu total sensibel und mitfühlend! Mir hätte nie etwas Besseres passieren können und deshalb werde ich keinesfalls auf deine Bitte eingehen und Schluss machen!", sagte Jimin empört laut. Ich lief von oben bis unten rot an. Sowas hatte noch niemand über mich gesagt...

    Ich hörte Namjoon schmunzeln. "Hm... Sie hat es dir wirklich angetan." Er schaute Jimin kurz an und er wurde rot, nickte schließlich aber. "Und zwischen dieser Yumi und Jin, läuft da etwas?", durchbohrte er Jimin nach Informationen. "Weiß ich selbst nicht so ganz. Auf jeden Fall verstehen sie sich wie Geschwister und ich glaube Jin ist nicht so der Inzucht-Typ." Ich musste kichern. Danke Jimin, Jin schuldet dir was! Plötzlich sagte Namjoon: "Ich muss die Jungs abholen. Bin in einer Stunde wieder da." Und kurz darauf schloss sich die Tür auch schon. Verdammt! Das war mein Stichwort zu verschwinden! Aber so schnell würde ich es nicht zurück in Jins Schlafzimmer schaffen. Aber ich hörte schon Jimins Schritte näher kommen, also beschloss ich, die Hälfte des Weges zu nehmen und im Badezimmer zu verschwinden. Doch anscheinend wollte Jimin genau dort hinein! Denn kurz darauf öffnete sich die Tür schwungvoll und ich erschrak. "Was machst du denn hier? Kannst du überhaupt so gut laufen?", fragte Jimin. Naja meine Flucht-Aktion von vorhin hat mir sicherlich einen Tag mehr um im Bett zu verbringen zu verschaffen. "Naja, es geht so...", sagte ich letztendlich, blickte ihm aber nicht in die Augen. Jimin unterbrach das darauffolgende Schweigen: "Lauscherin." Ich fühlte mich ertappt. Wie wusste er- "Ich habe dich schon rausgehen gehört aber eine Tür hat sich nicht ein zweites Mal geschlossen. Als Detektiv hast du ganz klar versagt."
    "'tschuldige...", gab ich leise von mir und schmollte. Er ging nicht weiter darauf ein und plötzlich spürte ich den Boden nicht mehr unter meinen Füßen. "Jimin?", fragte ich verdutzt. "Was hast du vor?" Er hatte mich hochgehoben und lächelte nur verschmitzt. "Du sollst so wenig wie möglich deinen Fuß belasten, hat der Arzt gesagt." Ich dachte kurz nach, aber bevor ich mir sicher war, dass ich wohl komplett dumm war sagte ich: "Jimin... wir waren doch gar nicht im Krankenhaus?" Er lachte. "Es gibt ja auch Hausärzte. Von jetzt an bin ich dein persönlicher Arzt."

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    Er trug mich noch immer auf Händen, als wir in seinem Zimmer angelangten, wo er mich behutsam auf sein Bett setzte. Mein Blick glitt durch den Raum u
    Er trug mich noch immer auf Händen, als wir in seinem Zimmer angelangten, wo er mich behutsam auf sein Bett setzte. Mein Blick glitt durch den Raum und erhaschte die ein oder anderen Fotos, welche auf einem Regal platziert wurden oder an der Wand hingen. Auf einem waren seine Eltern abgebildet. Auf wieder einem anderen sein Bruder und er am Strand. Und dann gab es noch viele Bilder von seinen Group-Mitgliedern und anderen Freunden. Höchst wahrscheinlich seine alten Mitschüler. Als Jimin anfing meinen Blicken nach und nach zu folgen lächelte er. "Ich lege großen Wert darauf, Momente in Form von Fotos mit Personen die mir wichtig sind oder die ich liebe festzuhalten.", begann er und zog sein Handy aus seiner Hosentasche. "Bitte lächeln!", rief er und noch bevor ich reagieren konnte, hatte er auch schon ein Foto gemacht. "Jimin neiiin~", rief ich und versuchte vergeblich sein Handy in meine Finger zu bekommen. Er sah vergnügt aus. "Was ist denn mit dir los?", lachte er und öffnete seine Gallerie. "Ich seh einfach nicht gut auf Fotos aus und außerdem war ich nicht einmal für ein Foto vorbereitet.", schmollte ich. Er lächelte, als er das Foto ansah, bevor er es mir zeigte. "Genau das sind die schönsten." Ich blickte verdutzt auf den hellen Bildschirm. So schlecht sah es nun wirklich nicht aus...

    Ich wollte aber nicht zugeben, dass es gut gelungen war also schaute ich einfach schmollend in der Gegend herum bis ich mich nach hinten fallen ließ, wo ich auf einem unglaublich weichem Kissen landete. Ich schloss für einen kurzen Moment die Augen und als ich sie wieder öffnete, sah ich Jimins Gesicht. Ich lachte kurz auf, aber er zuckte nicht einmal mit dem Mundwinkel und legte den Kopf schief. "W-Was ist los?", fragte ich verwirrt. "Weißt du eigentlich, dass du wunderschön bist wenn du schläfst?" Ich wurde rot. "Also ehrlich gesagt nicht. Falls es dir aufgefallen ist, kann man nicht gucken wenn man die Augen geschlossen hält.", scherzte ich peinlich berührt. Seine verträumten Augen schlossen sich und seine Lippen kamen meinen gefährlich nahe. Er küsste mich sanft auf meinen Mund, ehe er behutsam mit seiner Zunge um meine strich. Um meinen Nacken legte er seine Hände, die abwechselnd zu meinem Hinterkopf wanderten und in meine Haare griffen. Ich wiederholte seine Bewegung bei ihm und wir verschmolzen ineinander. Hinab von meinen Lippen glitten seine hinunter zu meinem Hals, welchen er mit stärkeren Küssen bedeckte, sodass ich meinen Kopf in den Nacken legte und genüsslich aufstöhnte. "Ich liebe dich.", flüsterte ich. Er stoppte. "Ich dich viel mehr... Amelie. Ich muss mich gerade sehr zurückhalten." "Was meinst du?", fragte ich, hielt meine Augen jedoch verschlossen. "Am liebsten würde ich viel weiter gehen, aber ich weiß, dass würde dir zu schnell gehen." "Gut erkannt. Jimin, wir sind nicht mal 2 Stunden zuammen?", runzelte ich die Stirn. "Ist mir bewusst... aber du bist einfach so atemberaubend.", flüsterte er, als er in meinen Hals biss. Ich dachte nach. "J-Jimin?", fragte ich und öffnete meine Augen. "Was ist los?" Ich sammelte mich kurz. "Weißt du wie alt ich bin?", fragte ich und schaute ihn an.

    Als er über meine Frage nachdachte, wunderte er sich nicht mehr, weshalb ich so geschockt fragte. "Naja... fast 17...", sagte er, ohne seinen Blick von mir abzuwenden. "Richtig... Du könntest dich strafbar machen!", sagte ich besorgt um seinerseits ehe mir noch etwas einfiel: "Und Jin genauso!" Er biss sich auf die Lippe. "Im Ernst, ich glaube nicht, dass die Polizei jedes Pärchen nach ihrem Altersunterschied fragt, oder? Und außerdem toleriere ich ja deine Wünsche, auch wenn ich mich da sehr zurückhalten muss.", sagte er und küsste mich.

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    Ich saß auf seinem Schoß, während er noch immer meinen Hals küsste und ich die Augen verschlossen hielt. Seine Hände ruhten auf meine Taille. Ich
    Ich saß auf seinem Schoß, während er noch immer meinen Hals küsste und ich die Augen verschlossen hielt. Seine Hände ruhten auf meine Taille. Ich verstand nicht, wieso A.R.M.Y.s oder BTS sagten, Jimins Hände seien klein. Nun ja im Vergleich zu meinen sind sie ziemlich groß, aber das ist auch keine große Schwierigkeit.
    Seine Finger glitten von meiner Taille hinauf zu meinen Haaren, welche er in seinen Griff nahm und sie leidenschaftlich verwuschelte. "Weiß Namjoon Bescheid?", ertönte in dieser Situation mir eine unbekannte Stimme und ich schrie auf. Auch Jimin war geschockt und blickte zur Tür, die weit offen stand. "Y-Yoongi! Wie lange stehst du da schon?", fragte Jimin, während sich Schweißperlen auf seiner Stirn bildeten. "Weiß nicht. Hab die Minuten nicht gezählt." "M-Minuten!", rief ich mit rotem Kopf erschrocken auf. "Das war ein Scherz..." Yoongi schenkte mir ein belustigtes Grinsen, welches nicht lange anhielt, denn dann wurde er ernst. "Jimin, beantwortest du mir meine Frage? Ich will kein Stress mit ihm bekommen." Jimin nickte. "Gut. Außerdem wollte ich sowieso mal mit dir sprechen.", Yoongi schaute mich an. "Alleine, wenn es geht."

    Ich presste meine noch eben liebevoll geküssten Lippen aufeinander und mir stieg die Wut in mir hoch. Ich stand auf, kippte dabei fast um, da ich vergaß, dass ich nicht gut laufen konnte. "Amy, alles gut?", fragte Jimin besorgt und stützte mich. "Passt schon, sei nicht so hilfsbereit.", sagte ich etwas gemein und er ließ meinen Arm ganz langsam los. Hatte ich ihn damit verletzt? Das wollte ich nicht, immerhin ist es nicht seine Schuld. Mich nervt es einfach, dass Jimin wie das kostbarste Objekt der Welt behandelt wird und ich wie ein schleimiges Etwas, welches es nur verschmutzt. Nun ja, eigentlich ist Jimin ja auch das kostbarste "Objekt" auf der Welt. Für mich zumindest...

    Ich nahm im Wohnzimmer platz und stöhnte genervt auf. "Warum ist das alles so kompliziiiert?", rief ich an mich selbst gerichtet, während ich meine Hände in meinem Gesicht vergrub. "Na, seit 2 Stunden zusammen und jetzt schon Beziehungsprobleme?" Ich erschrak. "Kyaah! Jungkook, sag doch was heilige Scheiße warum wollt ihr mich heute alle umbringen?", rief ich, als Jungkook es sich neben mir gemütlich machte. "Sorry", lachte er mich aus. "Was ist denn los? Und wie geht es deinem Knöchel?" Ich grummelte vor mich hin. "Passt. Woher weißt du das eigentlich mit Jimin?", fragte ich gespannt. "Ähh von Jin...", sagte er und kratzte sich am Hinterkopf. "Du hast dann also auch... Yumi gesehen?", fragte ich mit weit geöffneten Augen und hatte noch Hoffnungen an die Schauspielkünste Yumis. "Ja, sie ist ein sehr liebes Mädchen. Wie du, ihr könntet Schwetsern sein.", lächelte er und zeigte seine Zähne. "Das wäre toll...", träumte ich. Er zog eine Augenbraue hoch. Ich hatte seine Frage noch immer nicht beantwortet. Ich seufzte und erzählte mein Problem mit den anderen. "Siehst du das genauso wie der Rest?", fragte ich, in der Hoffnung er würde nein sagen. "Nicht wirklich. Wir sind ja auch nur Menschen. Aber denk mal andersherum. Es ist nicht so, dass sie dich nicht mögen, im Gegenteil. Sie mögen dich sehr gerne. Wir alle tuen das. Unsere Sorge ist einfach, dass du von Fans attackiert werden könntest oder Ähnliches, verstehst du?" Er legte seine Hand beruhigend auf meinen Oberschenkel und ich dachte nach.

    Jedoch wurde ich von meinem Freund unterbrochen, welcher plötzlich ins Wohnzimmer gemeinsam mit Yoongi schneite. "Ey Jungkook, finger weg!", grummelte er. Als mein Blick zu Yoongi wanderte, wurde mir warm ums Herz. Seinem Blick nach zu urteilen, hält er mich gerade für ein in ihn verliebtes Mädchen auf crack so wie ich ih anschaue. Plötzlich öffnete sich die Haustür und alle anderen kamen herein. Leider nicht Yumi. Aus dem lauten Getuschel wurde Stille und deren Blicke wanderten von mir zu Jimin, von Jimin zu Jungkook und von Jungkook wieder zu mir. "Haben wir was verpasst?", fragte Tae. "Wusstest du, dass Amelie und Jimin zusammen sind?", fragte Yoongi desinteressiert an dem neuen Paar hier bei BTS. "Was, wirklich? Das freut mich, Amelie!", schrie J-Hope hysterisch und rannte auf mich zu, ehe er mich in seine Arme schloss. Überfordert mit der Situation warf ich einen hilfesuchenden Blick zu Jimin, welcher Hobi augenblicklich von mir löste.

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    "Jaja ihr müsst nicht übertreiben...", sagte Jimin rot. "Freut euch doch für Jin und Yumi" Alle schauten sich verwundert an. &q
    "Jaja ihr müsst nicht übertreiben...", sagte Jimin rot. "Freut euch doch für Jin und Yumi" Alle schauten sich verwundert an. "Was ist mit ihnen?", fragten alle als hätte sie es abgesprochen. Verwirrt tauschten Jimin und ich unsere Blicke aus und warteten auf eine Erklärung. "Wir sind doch nur gut befreundet?", kratzte Jin sich peinlich berührt an seinem Hinterkopf. "Das erschien in manchen Situationen aber nicht so...", sagte ich Stirn runzelnd. "Es ist nur so", begann Jin. " dass wir einfach sag ich mal ein und die gleiche Person sind wenn man es so sagen darf. Das hatte ich noch nie bei jemandem zuvor. Ja, etwas mehr war kurz da, aber dann merkten wir einfach, dass das für beide Pateien nicht gut ausgehen würde. Das ist wie, als hättest du mit dir selbst ein Date. Einfach langweilig und man weiß schon alles.", erklärte Jin scheinbar nur Jimin und mir, da wir wohl die einzigen waren, die darüber nicht Bescheid wussten. Irgendwie schade, dachte ich mir. Wäre süß gewesen für ein Doppeldate oder ähnliches. Aber wenn ich genau darüber nachdenke, wäre es auch zu schön um wahr zu sein. "Wie geht es eigentlich deinem Fuß?", unterbrach Tae die Stille. Ich verschwand aus meinen Gedanken und lächelte breit: "Viel besser! Wurde hier ja bestens versorgt. Fühle mich auch viel fitter! Ich wollte aufstehen, doch plötzlich rannten alle 7 zu mir um mir zu helfen - doch die Hilfe war nicht nötig, da ich wie gesagt, mich viel fitter fühlte. Sie liefen rot an und traten wieder einen Schritt zurück. Alle außer Jimin. "Es ist schon langsam spät, Amy. Soll ich dich nach Hause fahren?" Ich schaute auf eine Uhr, welche auf einem Wandregal platziert war und staunte regelrecht, als diese bereits 21 Uhr angab. Wie schnell dieser wunderschöne Tag schon ein Ende nahm. Ich nickte und verabschiedete mich von jedem, zuletzt auch von Yoongi, welcher mir noch etwas zuflüsterte. "Viel Glück", meinte ich zu verstehen, war mir jedoch nicht sicher.

    Jimin legte seinen Arm um meine Schulter und öffnete mir die Autotür, damit ich eintreten konnte. Ein Gentleman... Er fuhr los und während der Autofahrt sprachen wir nicht wirklich viel. Irgendwann jedoch beendete er das Schweigen: "Diesen Tag zähle ich zu einen der schönsten meines Lebens." Ich lächelte, wurde rot und blickte aus dem Fenster in die stille Nacht. "...Du nicht?", scherzte er, klang jedoch leicht verletzt. "Jimin", lächelte ich, als wir anhielten und er mir aus dem Auto holf. Er blickte mir tief in die Augen und wartete. "Ja?", fragte er. "Du kannst nicht glauben, wie glücklich ich bin..." Ich blickte zu Boden. Ich schämte mich wie noch nie zuvor. Ihn so anzulügen, dass ich ihn nicht kannte, war wirklich das Allerletzte. Ich bin so egoistisch! Mir glitt eine Träne über meine Wange. "Hey, warum weinst du?", fragte er besorgt und hob mit seinem Finger mein Kinn, sodass ich in seine wunderschönen Augen blicken musste. Ich fing an stärker zu weinen. Ich konnte es ihm nicht sagen... nicht jetzt. Ich schlung meine Arme um ihn. "Ich liebe dich so sehr! Du bist das beste, was mir passiert ist!" Jimin brauchte eine Weile um sich zu sammeln, ehe er sich der Umarmung anschloss. "Du... bist so süß ich glaub's nicht.", lachte er berührt und amüsiert zugleich. Daraufhin sah er mir für gefühlte 10 Minuten in meine Augen, ehe seine Zunge mit meiner verschmolz. Dies war der beste und schönste Kuss den ich bisher bekam und je bekommen hätte können. Wir standen sehr lange so, unter einem Sternenmeer, verschlungen ineinander, einfach nur verliebt. Von außen würde man denken, dass wir ein ganz normales Paar wären. Leider trifft es nicht zu... Nicht in diesem Leben...

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    Er hinterließ auf meiner Stirn noch einen liebevollen Kuss, ehe er sich von mir verabschiedete. "Ich sehe dich morgen?", lächelte er mich
    Er hinterließ auf meiner Stirn noch einen liebevollen Kuss, ehe er sich von mir verabschiedete. "Ich sehe dich morgen?", lächelte er mich verträumt an. Ich nickte und schloss die Haustür hinter mir. Langsam rutschte ich an dieser herunter. Was für ein Tag war das denn heute? "Wer ist da?", fragte eine ängstliche Yumi von oben herunter. "Ein Einbrecher, also gib mir dein Geld!", rief ich mit verstellt tiefer Stimme. "Amelie!" Schnell trat Yumi aus ihrem Versteck und rannte die Treppen hinunter, ehe ich sie auch schon in den Armen hielt. "Ich freue mich ja so für dich", murmelte sie begeistert in meine Jacke. "Ist nur die Frage...", sie schaute mir tief in die Augen. "Ob du ihn wirklich liebst, oder es nur eine Idol-Fan-Beziehung ist" Meine Laune verdunkelte sich und ich sah ihr tief in die Augen. "Ich liebe ihn... Aber er weiß nicht, dass ich BTS kenne" Ich schaute zu Boden vor Scham. "Weiß es Jin denn bei dir beziehungsweise hat er ein Problem damit?" Sie nickte. "Ich habe es ihm gesagt, jedoch ist es unser Geheimnis und er findet es nicht wirklich schlimm. Er war nur anfangs sehr überrascht." Ich schätzte ihre Ehrlichkeit in diesem Moment so sehr.... "Hör zu... Es ist deine Sache ob du es ihm sagst oder nicht. Nur meine persönliche Meinung ist, dass du zu ihm ehrlich sein solltest. Je früher, desto besser. Sonst verletzt du ihn am Ende noch mehr, und dich genauso." Ich überlegte. "Aber mach, was du für richtig hältst."

    Ich ging ins Badezimmer um zu duschen. Ich habe sicher wie sonst was gestunken, so oft, wie ich schwitzte. Sei es vor Aufregung, Angst oder Wut. Nach dem Duschen blickte ich auf mein Handy. Eine Nachricht von einer unbekannten Nummer erschien auf meinem Display.

    >Hey Süße, ich vermisse dich jetzt schon! Was machst du gerade?
    -your Lover<

    Schnell speicherte ich seine Nummer ein. Er musste sie von Jin haben.

    Ich: Hey❤️ Wie süß, ich vermisse dich auch!
    Ich hab eben geduscht, hoffe deine Nase hat mich überlebt lmao.

    Jimin❤️: Ich liebe alles an dir😘

    Ich lächelte, zog mir ein großes T-Shirt zum Schlafen über und legte ich auf das Sofa.

    Jimin❤️: Was willst du morgen machen?

    Ich: Hmm... Weiß nicht, aber bei dir zu Hause passieren ja immer tolle Sachen. Soll ich morgen vielleicht vorbeikommen?

    Jimin❤️: Hole dich um 15 Uhr ab.

    Somit legte ich mein Handy mit Vorfreude auf morgen weg und langsam verdunkelte sich alles um mich herum...

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    "Ist das normal bei ihr?" "Weiß nicht so recht. War wohl gestern ein langer Tag für sie, wenn du verstehst" Ich hörte zwei Stim
    "Ist das normal bei ihr?" "Weiß nicht so recht. War wohl gestern ein langer Tag für sie, wenn du verstehst"
    Ich hörte zwei Stimmen miteinander kommunizieren, konnte sie jedoch nicht zuordnen. Ich öffnete langsam meine Augen und realisierte noch nichts. Nach 2 Minuten schaute ich mich im Raum um und zwei bekannte Gesichter blickten mich amüsiert an; Jungkook und Yumi. Ich schreckte auf und blickte zwischen den beiden hin und her. "Was macht ihr denn hier?", rief ich erschrocken. "Ich wohne hier", lachte Yumi. "Naja Jimin hat mich gebeten dich abzuholen. Er meinte, ihr seid verabredet aber er müsse etwas dringendes erledigen.", kratzte sich Jungkook beschämt am Hinterkopf. "Aber wir waren doch für 15 Uhr verabredet!", sagte ich entsetzt und starrte ihn gespannt auf eine Antwort an. "Schau mal auf die Uhr, Amy", konnte Yumi sich nicht mehr einkriegen. Ich schaute auf mein Handy und erschrak erneut. Es zeigte mir 15:07 Uhr an. "Was?", schrie ich. Während ich die Treppen hoch sprintete, rief ich noch hinterher: "Ich mach mich schnell fertig, warte bitte 10 Minuten!" "Naja, ob 10 Minuten reichen?", fragte Yumi amüsiert. Ich fragte mich, was sie meinte, bis ich in den Spiegel sah. Ich sah aus, wie ein toter Panda!

    Schnell machte ich mich fertig. Ich entschied mich für ein schlichtes Make-up und offene Haare. Dazu zog ich ein weißes T-Shirt an, welches ich mit einer offenen Lederjacke halb bedeckte und kombinierte es mit einem schwarzen Rock, natürlich einer Strumpfhose und Stiefeln. Ich stampfte die Treppen hinunter und blickte beschämt zu Jungkook. "Kann ich mich so blicken lassen?", fragte ich unsicher. "Naww du bist aufgeregt!", quietschte Yumi und nahm mich in den Arm. "Lass ihn nicht sofort ran!", flüsterte sie mir ins Ohr und ich wurde rot. "Yumi!“, ermahnte ich sie, ehe sie mich auch schon aus dem Haus schob. Vorher jedoch, sagte sie irgendetwas zu Jungkook, was ich nicht mehr verstehen konnte. Was hatte sie vor?

    Jungkook öffnete mir die Autotür und nachdem ich eingestiegen war, sowie auch er fuhr er los. Ich war neugierig. "Was hat sie dir erzählt?", fragte ich, mit Blick gen Straße. "... Nichts weiter.", gab Jungkook wieder. Ich verdrehte die Augen. "Sag wenigstens ob es um mich ging und ob es schlimm ist." Er seufzte. "Und ehrlich sein.", schmollte ich. "Wenn du danach nichts fragst... Ja, es ging um dich und nein, es ist definitiv nichts schlimmes." Auch wenn ich mit der ersten Antwort etwas unzufrieden war, hielt ich mein Wort und nervte ihn nicht weiterhin. "Wann wird Jimin wiederkommen? Du sagtest ja, er müsse etwas erledigen...", unterbrach ich die Stille. "Irgendein Meeting keine Ahnung. Es könnte vielleicht, wenn wir rechtzeitig ankommen noch 10 Minuten dauern aber mehr auch nicht.", lächelte er mich an.

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    Vor dem Haus angekommen öffnete Jungkook mir erneut die Tür - ein Gentleman wie ich feststellte. Ich trat ein und geriet in ein völliges Chaos! Jed
    Vor dem Haus angekommen öffnete Jungkook mir erneut die Tür - ein Gentleman wie ich feststellte. Ich trat ein und geriet in ein völliges Chaos! Jeder sprang durch das Wohnzimmer und brüllte laut umher. Der eine nahm dem anderen sein Zeug weg, während der andere ihn beschimpfte und ihm hinterher jagte. Der Rest hüpfte einfach herum oder sangen absichtlich in schiefen Tönen.

    Erst als Jungkook sich nach einigen Malen etwas lauter räusperte, verstummte alles auf Knopfdruck. "Oh Shit...", kam es aus Taehyungs erschrocken offen stehendem Mund. Die restlichen schauten im Raum umher und taten so, als sei nichts geschehen. Nur Hobi genierte sich nicht und kam auf mich zugehoppelt. "Amelie!“, kreischte er beinahe und fiel mir um den Hals." H-Hey H-Hobi", quetschte ich hervor. "Hoseok. Es reicht, sie möchte noch etwas länger am Leben bleiben, nehme ich an.", klopfte Yoongi auf Hobis Schulter und schaute mitleidend zu mir. "Achso. Ups!" Augenblicklich löste sich Hobi von mir und ich konnte wieder durchatmen. Schnaufend stützte ich mich auf meinen Oberschenkeln ab, während die anderen zu mir kamen und mich auf das Sofa zogen. "Möchtest du etwas essen?", fragte Namjoon. Ich schüttelte den Kopf. "Macht euch um mich keine Sorgen, ich habe kein Hunger." Stille überkam uns. "Wie läuft's mit Jimin so?", unterbrach Jin das Schweigen. Tae übernahm für mich den ironischen Kommentar: "Sie ist mit ihm gleich verabredet, weißt du..." Und wieder Stille...

    Plötzlich knackte das Schlüsselloch und die Tür öffnete sich. Befreit aus diesem Schweigen stand ich auf und erblickte den, auf den ich gewartet habe. "Hey!“, rief er erfreut auf und schloss mich in seine kräftigen Arme, ehe er mir einen liebevollen Kuss schenkte, welchen ich dankend erwiderte. "Habt ihr euch schön unterhalten?", fragte Jimin unwissend. Ich blickte zu seinen Freunden und stotterte. "G-Gewissermaßen...", antwortete Jin endlich. Jimin zuckte die Schultern, schlang seine Arme um meine Taille und brachte mich in sein Zimmer.

    Sofort vielen wir Arm in Arm auf sein Bett und lagen ineinander gekuschelt da. "Ich habe dich wirklich vermisst... Ich kann keine 2 Stunden ohne dich aushalten.", flüsterte er liebevoll und küsste meinen Haaransatz. "Was meinst du, wie es mir erging...", antwortete ich ehrlich und kuschelte ihn fester. Ich hörte, wie er schmunzelte und so lagen wir noch eine Weile, bis er mich fragte: "Hat Jin dir eigentlich erzählt, wer wir sind?" Scheiße, jetzt Ruhe bewahren Amelie! "Ich glaube es war... Eine Boygroup?", schauspielerte ich und sah ihn abwartend an. "Ja genau.", antwortete er. "Lust ein paar Lieder von uns kennenzulernen?" Sicher... 'kennenzulernen', dachte ich nur. "Klar gerne", antwortete ich schließlich und Jimin zückte glücklich über meine Antwort sein Handy. "Hier ist ein sehr populäres. Es heißt 'DNA'.", lächelte er. Okay Amy, reiß dich zusammen! Wenn du nur mitsummst ist alles verloren!

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    "Und, wie findest du es?", fragte er mit großen Augen, nachdem er mir noch einige andere M/Vs zeigte. Jetzt konnte ich endlich mal ehrlich
    "Und, wie findest du es?", fragte er mit großen Augen, nachdem er mir noch einige andere M/Vs zeigte. Jetzt konnte ich endlich mal ehrlich sein... "Echt cool! Im Ernst ich liebe es.... Vorallem deine Parts", sagte ich rot und schaute ihm vorsichtig in die Augen. Er lachte und plötzlich lag er auf mir. "Du bist so wunderbar.", flüsterte er und ich merkte, wie sich Gänsehaut auf meinen Armen bildete. Ich lachte gerührt und küsste ihn auf die Wange. "Ich meine es ernst. Ich verstehe es nicht, wie abhängig man von einem Menschen sein kann. Ich könnte nicht ohne dich, Amelie", flüsterte schließlich und küsste meinen Hals.

    "Jimin, hilfst du mal kurz? Jin hat die Küche verwüstet, niemand ist zu Hause und du weißt wie inkompetent ich bi-" Yoongi platzte plötzlich herein und Jimin sprang von mir herunter. "Schon mal was von Anklopfen gehört?", fragte Jimin ironisch gereizt und gab Yoongi einen Todesblick. "Sorry. Hab ich gestört?", fragte Yoongi gleichgültig. "Nein, überhaupt nicht", verdrehte Jimin ironisch die Augen und verschwand in der Küche - ohne Yoongi. Er stand immer noch im Türrahmen und sah mich schief an. "I-Ist etwas?", fragte ich. "Ne.", gab Yoongi zurück, starrte mich aber weiterhin an. Er war schon komisch. "W-Wieso schaust mich so an? Hab ich etwas Gesicht?" "Tut mir leid.", gab er zurück und verschwand. Okay?

    Jimin kam genervt zurück und legte sich schnaufend auf sein Bett. "Warum so gereizt?", fragte ich amüsiert und blickte auf ihn herunter, auf seinen Oberschenkeln sitzend. "Es nervt mich, dass wir nie voll und ganz Zeit für uns haben... Immer macht irgendwer alles kaputt...", schmollte er und ich grinste. "Nachteil einer Wohngemeinschaft...", lachte ich und konnte ihm nun auch ein Schmunzeln entlocken. "Du, ich muss mal ins Bad. Wo ist das noch einmal?", fragte ich. "Rechts um die Ecke links.", sagte Jimin jetzt schon besser gelaunt. Ich folgte seiner Anweisung und sah daraufhin schon in den großen Spiegel über dem Waschbecken. "Die saubersten sind sie ja nicht...", murmelte ich schmunzelnd und machte mich frisch.

    "Hey na.", grüßte mich Tae gutgelaunt als ich aus dem Badezimmer trat. "Hey Tae", grüßte ich ihn zurück. "Na, wie läuft's da drin?", fragte er neugierig und wackelte mit den Augenbrauen. "Was geht dich denn das an?", lachte ich. Er schmollte. "Sorry." Ich lachte weiterhin. Er war schon süß.

    Jimin kam mir entgegen. "Lust auf den Keller?", fragte er motiviert. "Was soll ich denn darunter verstehen?", schmunzelte ich. "Keine Angst, glaube er meint Karaoke", gab Jungkook aus der Küche von sich. "Ich dachte es wäre niemand zu Hause?", zog ich eine Augenbrauen hoch und schaute auf dem Sofa liegenden Yoongi. "Öhm... Hab ihn nicht gesehen.", murmelte er. "Ich bin gerade so kurz davor dich zu erwürgen.", sagte Jimin wieder gereizt. "Okayyy wir gehen dann mal in den Keller.", sagte ich, da ich kein Blutbad haben wollte und schob meinen Freund hinunterin den Keller. "Was willst du denn singen?", fragte ich und schaltete die Maschine an. "Wie wäre es mit einem Lied von... Mir?“, fragte er und gab etwas ein. Mist... "Aber.. Ich kenne die Texte doch noch gar nicht wirklich!“, versuchte ich mich zu retten, aber vergebens. "Ich hab dir doch mein Solo gezeigt, oder? Das, was du so mochtest." Er sprach von 'Lie'. Ich verdrehte die Augen. Widersprechen konnte man ihm wirklich nicht. Er lächelte und schloss das Mikrofon an. "Wenn du möchtest, können wir auch im Duett singen", sagte er und holte das zweite Mikro. Ich nickte einverstanden. Er drehte sich um. "Aber du singst die High-Notes“


    Hey Leute!
    Ich hoffe euch gefällt die Story❤️
    Ich glaube, euch ist aufgefallen, dass ich in letzter Zeit mehr hochlade, weil ich auch einfach mehr Spaß und Motivation an der Sache habe😇💪 Am liebsten würde ich noch viel schneller schreiben, aber ich bin gerade so im Stress und mir geht es gerade nicht wirklich gut... 😔
    Wenn ihr mir zeigen wollt, dass euch die Story gefällt, dann liket sie, gebt 5 Sterne, kommentiert und teilt sie. Das würde mich aufmuntern und sehr freuen❤️
    Es gibt außerdem immer mehr, die privat mit mir mailen, was mich total freut und lustig ist. Danke, ihr seid die besten, hab euch lieb❤️❤️❤️

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    "Willst du, dass ich mich komplett lächerlich mache?", rief ich empört. "Quatsch. Du kannst doch singen.", gab Jimin entspannt z
    "Willst du, dass ich mich komplett lächerlich mache?", rief ich empört. "Quatsch. Du kannst doch singen.", gab Jimin entspannt zurück, welcher mich nicht mal ansah, da er noch mit der Technik beschäftigt war. Ich hatte jetzt schon keine Lust mehr.... Dann fiel mir plötzlich eine Ausrede ein: "Aber meine Stimme ist noch gar nicht aufgewärmt!" Er lächelte verschmitzt. "Gut, dann zuerst ein anderes Lied, wie wäre es mit 'Fake Love'?“ Das macht es auch nicht besser, dachte ich mir, aber ich gab auf. "Gib mir das verdammte Mikrofon" "Warum so gereizt Süße?“, lachte Jimin amüsiert. Ich verdrehte die Augen: "Du kannst ganz schön nerven, weißt du das?" Er kam näher an mich heran und legte seine Hände auf meine Hüfte. "Und du bist ganz schön sexy, wenn du sauer wirst." Er zog meinen Kopf an seinen und küsste mich plötzlich. Gröber als sonst. Ich löste mich von ihm, ohne ein Wort zu sagen. Was war das denn? Ich gab in die Anzeige 'Lie-Jimin' ein und sang den Song. Richtig, ohne 'Fake Love' im Vorfeld, ohne Jimin und schließlich; perfekt, aber ohne Gefühl. Ich legte das Mikrofon ab, ging die Treppen hinauf und ließ Jimin ohne ein Wort zu sagen stehen.

    Dieser Moment war einfach komisch. Erstens, was er zu mir sagte... Ich sei 'sexy' wenn ich wütend werde. Dann wie er mich berührte... Es war ohne Gefühl. Einfach nur ein grobes Anpacken. Und schließlich noch der Kuss. Als hätte ich eine feuchte Wand geküsst. Was soll das bedeuten? Ich kannte ihn so noch nicht... Wie auch? Ich kannte ihn erst wenige Tage.. Aber das ist ja das schlimme! Wir sind sowieso schon viel zu weit, mit dem, was wir machen. Immerhin kenne ich ihn nur als Idol und in der Realität nur kurze Zeit. Aber dieses Grobe gefiel mir nicht. Auch gestern, als er mir sagte, er könne nicht 'damit' warten. Ist er wirklich so einer?

    "Amy?“, kam es von der Treppe und er stand einige Meter von mir entfernt. Nach einem kurzen Blick wendete ich mich wieder an den Tisch. Welch schönes Holz das ist... Er setzte sich zu mir an den Esstisch. Vorerst gab er kein Wort von sich, ehe er sich zusammen riss: "Es tut mir leid... Wirklich... Ich... Ich hatte noch nie eine Freundin und aufgrund dessen weiß ich nicht, was der jeweils andere möchte, wie weit ich gehen darf und anderes... Das gestern tut mir auch leid... Die Sache ist die, dass ich natürlich ein Idol bin und dementsprechend auch natürlich viele Angebote bekomme. Ich habe nicht eines angenommen." Nun schaute ich ihn aufmerksam in die Augen. "Ich habe auf die eine Person gewartet. Auf dich... Du hast mich von Anfang an verzaubert. Du hast mir so viele Gefühle beigebracht, welche ich vorher nie kannte und das alles ist mir zu viel.... Es tut mir leid."

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    Ich war gerührt von seinen Worten. Ich blickte ihm einfach nur tief in seine Augen, sagte nicht ein Wort. Er tat es mir gleich. Sekunden vergingen, M
    Ich war gerührt von seinen Worten. Ich blickte ihm einfach nur tief in seine Augen, sagte nicht ein Wort. Er tat es mir gleich. Sekunden vergingen, Minuten vergingen, bis ich es nicht länger aushalten konnte und ihm um den Hals fiel. Ich saß auf seinem Schoß und drückte ihm lächelnd einen Kuss auf die Wange, ehe ich ihn wieder ansah. "Amelie? Ehm, ich kenne dich ja noch nicht so gut und äh...", begann er und kratzte sich am Hinterkopf. "Schieß los.", sagte ich locker und sah ihn schief an. "Naja ich hab ja eben Mist gebaut... Ich hätte jetzt mit einem kleinen Streit, Abstand oder sonst was gerechnet keine Ahnung. Aber das einzige was ich bekomme, ist ein wunderschöner Kuss?", lachte er kurz auf. "Ich kann dir einfach nicht böse sein.", flüsterte ich ihm ins Ohr und umarmte ihn. Seine Hände spürte ich nun auf meinem Rücken. "Ich liebe dich", sagte er leise zu mir.

    "Ewww Leute im Ernst ich kotz langsam ab in dieser WG!", sagte ein empörte Yoongi der in seinem Zimmer verschwand. Hinter ihm waren die anderen, vollgepackt mit Einkäufen. Jin lachte nur vergnügt und brachte alles in die Küche. "Ich hätte auch gerne eine eigene Wohnung... Dann könnten wir auch mal alleine sein", verdrehte Jimin scherzend die Augen. "Was hast du morgen so vor, Amy?", fragte Jimin mit leuchtenden Augen. Ich überlegte. "Erster Schultag.", viel mir ein und meine Laune würde mieser. "Achso. Ich kann dich doch abholen? Dann sehnst du dich nicht den ganzen Tag nach mir und machst diesen Gesicht. Ich lächelte kurz. "Süß von dir. Aber mir geht es nicht wirklich darum." Ich zog eine Augenbraue hoch. "Um was dann?" "Sagen wir es mal so", fing ich an. "Yumi ist die einzige Freundin die ich habe... Und das, wenn man Deutschland und Korea zusammenhält und sonst alle Länder..." "Tja, jetzt hast du 8!", rief Jungkook aus der Küche. "You Never Walk Alone~", sang Tae auf einmal als er ins Wohnzimmer trat. "Wie hellhörig ist denn dieses Haus?", verdrehte ich die Augen und stieg von Jimins Oberschenkeln ab. "Jimin, können wir rausgehen?", fragte ich, während ich bereits in seinem Zimmer meine Sachen packte. "Gerne", rief er vom Wohnzimmer aus. Ich meine, es ist ja süß und lieb von ihnen, aber ich kann Jimin ja kaum was sagen, was vielleicht mehr oder weniger privat ist, ohne, dass irgendwer etwas dazu sagt bzw generell es aufschnappt.

    Gekränkt laufe ich vor mir her und zitterte. Es war wirklich kalt heute. Ich schaute hinauf in den trüben Himmel und ließ die Schneeflocken auf meinem geröteten Gesicht landen. Ich liebe die Kälte so sehr. Ich schloss die Augen und blendete meine Umgebung aus, bis ich plötzlich ruckartig an meinen Schultern gepackt wurde und ich die Augen öffnete. Vor mir stand eine große Laterne, hinter mir ein Kopfschüttelnder Jimin. Ich biss mir auf die Lippe und grinste ihn an. "Wie kann man nur so dermaßen verträumt sein?" Jimin verdrehte die Augen, bis ich mich umdrehte und mit meiner Nase seine berührte. "Wie kann man nur so dermaßen niedlich sein?", flüsterte ich und sah ihm in die Augen. Uns trennten nur wenige Millimeter. Ich schloss die Augen und genoss das Gefühl seiner kalten Lippen auf meinen und zog ihn noch mehr an mich.

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1535479702
BTS Fanfiktion: Korea-Austausch
BTS Fanfiktion: Korea-Austausch
Ich bin 16, A.R.M.Y., Eltern geschieden und würde gerne an einem Austausch nach Südkorea mit machen... Wenn meine Mutter nur nicht ihren Job verloren hätte und ich nun zu meinem Vater ziehen muss...
https://www.testedich.de/quiz56/quiz/1535479702/BTS-Fanfiktion
https://www.testedich.de/quiz56/picture_veeseo/pic_1535479702_1.png
2018-08-28
40HC
Bangtan Boys, BTS

Kommentarfunktion ohne das RPG / FF / Quiz

Kommentare (230)

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vor 31 Tagen
Bedeutet das das du diese Geschichte nicht zu Ende schreibst?
vor 43 Tagen
Sorry, habe nicht wirklich Motivation demnächst weiter zu machen und wenn, wäre die FF nd weiterhin gut geworden, weil ich kein wirklicher Army mehr bin. Tut mir leid.
vor 43 Tagen
Chim Chim Alpaka?? Melde dich bitte mal!
vor 48 Tagen
Wann geht es weiter? es ist langsam echt nervig
vor 72 Tagen
Wann geht es weiter??
vor 79 Tagen
https://my.w.tt/7tb3kNRn8W

Für alle Stray Kids Staner unter euch
vor 80 Tagen
@Kookie Ich versuche es dieses Wochenende, okay? Mich freut es sehr, dass euch meine FF gefällt und ihr sie immernoch verfolgt❤️❤️ Tut mir echt leid, dass alles so unregelmäßig kommt :(
vor 86 Tagen
Hey wann kommt ein neues Kapitel und will dich nicht hetzen also lass dir Zeit wollte nur wissen weil ich liebe diese fanfiction einfach so dolle
vor 92 Tagen
Ein neues Kapitel 🤤😍
vor 98 Tagen
@Lea Ich versuche demnächst wieder ein Kapitel hochzuladen, tut mir leid, in letzter Zeit so viel Stress...
vor 99 Tagen
Wie geht es dir?
Wann geht es weiter?
vor 126 Tagen
Wann geht es weiter?
vor 141 Tagen
@Vika meine klassenlehrerin die gleichzeitig auch Deutsch und Englisch bei uns unterrichtet heißt auch schneider. Aber ich schätze mal das sie nicht ansatzweise so nett ist wie du xD nur blöde Kritik für meine Klasse übrig. Und jetzt müssen wir mit der in die sächsiscje schweiz zur klassenfahrt fahren. 3 tage. Keine musik, e-books oder handys. Nur ne 10km lange wanderung und selbstverpflegung. Wir dürfen ja nicht mal sprite oder cola oder fanta trinken.... rettet mich xD
Grüße gehen raus
vor 146 Tagen
Hi ich finde deine Geschichte so schön das geil ist das die frau mit Nachnamen Schneider und ich heiße auch Schneider mit Nachnamen so ein Zufall 😂❤️)
vor 159 Tagen
Hello ich meld mich hiermit auch mal wieder 😂😂 mit meinem Standart Kommentar 😂:
Schöne neue Kapitel 😊 aber...

Biiiiiitteeeeee sie soll es ihm endlich sagen 😭💜
vor 160 Tagen
Ich kann nich viel dazu sagen, außer dass es echt gut geschrieben ist! Freue mich auf weitere Kapitel. :)
vor 162 Tagen
I want mooooree.. nein Spaß. :D Die Kapitel sind sehr gut geworden. Würde mich auf weitere freuen. <3
vor 164 Tagen
tolle Kapitel *-*
Mir gefallen die Zepeto Bilder, ist eine volle Idee owo
vor 164 Tagen
Gefallen euch die Zepeto Bilder? 😀 Ihr könnt mir gerne auf Zepeto folgen und mit mir schreiben. Ihr müsst nur sagen, dass ihr Leser meiner FF seid😂
Hier mein Code: DFCN0H
vor 165 Tagen
1 Kapitel hab ich eben fertig geschrieben. Spätestens heute Abend sind sie online😉