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Ich gehe wenn

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9 Kapitel - 3.960 Wörter - Erstellt von: - Aktualisiert am: - Entwickelt am: - 9.147 mal aufgerufen - User-Bewertung: 5 von 5.0 - 8 Stimmen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Im folgenden schreibe ich aus der Sicht eines Menschen der sterben wird.
Ich hoffe ihr könnt es ertragen.



Hallo, ich werde sterben.
In den folgenden Seiten werde ich euch meine Gedanken dazu zeigen.
Wie ihr euch vorstellen könnt, fehlt mir etwas und Zeit.
Ich weiß schon lange dass ich sterben werde und hoffe meine Geschichte erzählen zu können.
Anna

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Leise flüstere ich deinen Namen, ich denke an dich. Sehe dich vor mir.
Nie mehr werde ich hören wie du meinen Ausspricht, nie mehr sehen wie sich deine Lippen zu einem Lächeln verziehen wenn du mich siehst. Nie mehr sehen wie sich dein Blick klärt wenn du morgens aufwachst und mich noch ganz verschlafen ansieht. Nie mehr wahrnehmen wie du dich neben mir dreht. Nie mehr davon aufwachen dass du mich fast aus dem Bett schubst weil du dich in der Nacht drehst und dich dabei immer näher an mich den Rand schiebt. Nie mehr erleben wie schön es sein kann in deinen Armen zu liegen und zu wissen, dass es einen Menschen gibt, dem ich vertrauen kann. Bei dem ich sicher bin. Wo mir nichts passieren kann. Wo ich glücklich bin.
Nie mehr werde ich mich so wohl fühlen wie in diesem Moment, denn ich kann nicht mehr bei dir sein. Der Himmel braucht mich, auch wenn du sagt dass er noch warten soll. Werde ich doch gehen müssen. Ich spüre dass mich die Kräfte verlassen und ich nicht mehr kann. Ich merke dass ich mich unsicher fühle. Die Sachen die ich sonst mit dem größten Selbstverständnis einfach gemacht habe, wo ich einfach gehandelt habe, sind mir heute nicht mehr möglich. Ich kann viele Dinge nicht mehr machen. Ich kann es einfach nicht mehr. Und gerade das macht es mir so schwer weiter zu machen. Weil ich einfach fast nichts mehr kann, kann ich nicht einfach weitermachen. Denn ich nur noch liegen kann und auf dich warten kann, wie soll ich mich denn noch auf etwas freuen. Eigentlich wollte ich es dir auch gar nicht sagen, denn ich weiß dass du alles für mich tust und noch mehr machen würdest und ich bin dir auch dankbar dafür und liebe dich dafür und doch will ich es auch selber machen.
Ich will meine Freiheit wieder haben, das machen und tun zu können und zwar in dem Moment wenn ich tun möchte. Ich möchte nicht erst darum bitten müssen. Ich weiß wenn ich es dir so sage, breche ich dir das Herz denn du fragst dich, was du noch tuen kannst und vielleicht denkst du auch, ich tue doch schon alles was ich kann, wie kann sie das nicht sehen. Und doch ist es gerade dass ich muss auch noch etwas selber und die Tatsache dass es mir einfach nicht mehr möglich ist, ist etwas was du nicht ändern kannst.
Egal, wie viel du mir noch abnimmt wird es immer so sein, dass ich mir wünschte es selber tuen zu können, dass ich es nicht ertragen kann so viel nicht mehr machen zu können. Ich komme mir dann unbrauchbar und ungenutzt vor und ich habe Angst den Rest meiner Würde zu verlieren. Auch wenn ich weiß dass es nicht so ist, ist es doch dass was ich fühle. Auch wenn ich weiß dass es dich traurig macht, kann ich meine Gefühle nicht ändern, ich kann nicht anders denken oder fühlen nur weil es dich traurig macht. Es ist das einzige was mir noch geblieben ist, meine Gedanken und meine Liebe zu dir, denn ich weiß dass sie mir hilfst.
Ohne meine Liebe zu dir und deine zu mir, wäre ich schon lange nicht mehr da.
Auch wenn ich nicht mehr machen kann, kann ich noch atmen, reden und denken.
Ich lebe.
Und dass habe ich nur dir zu verdanken, auch wenn ich weiß dass es schwer für dich ist, mich so zu sehen, weiß ich dass dir noch schwere Zeiten bevor stehen, denn ich merke dass meine Kräfte schwinden. Ich sehe immer wieder wenn ich die Augen schließe dieses weiße Licht von dem alle reden und auch wenn ich weiß dass es eine Erlösung für mich wäre, kann ich nicht gehen.
Ich bin noch immer nicht bereit, ich will noch immer kämpfen, denn ich will dich nicht verlassen.
Ich will dir noch so viel sagen, dich noch so viel fragen und..................leben.
Auch wenn ich nicht mehr alleine aufstehen kann und dich für alles brauche, kann ich noch reden und denken.


Ben,
ich weiß dass du dir wünscht ich würde bleiben und doch weiß ich nicht wie lange
ich noch kann.
Ich wollte dich nie verlassen, nie ohne dich sein und doch kämpfte ich schon so
lange und ich sehe doch auch wie schlecht es dir mit der ganzen Sache geht,
dass auch deine Kräfte schwinden und auch du nicht mehr kannst.
Wir hatten doch so lange Zeit, konnten uns in Ruhe voneinander verabschieden
konnten uns alles sagen.
Ich glaube es ist an der Zeit zu gehen.
Auch wenn ich noch bleibe wird nichts mehr passieren, sicher können wir reden und
doch kann es nicht möglich sein, uns noch besser kennen zu lernen, wir wissen noch
längst alles von dem anderen und wir kennen den anderen besser als uns selber.
Ich glaube nicht dass unsere Verbindung noch enger werden kann.
Ich habe gelesen dass man gehen soll, wenn es am schönsten ist, auch wenn es mir
lange schon nicht mehr so gut geht,
war ich auch schon so lange nicht mehr so glücklich wie an deiner Seite.
Noch nie habe ich einen Menschen so geliebt wie dich, auch wenn ich noch kämpfen würde
würde als nichts an unserer Verbindung ändern.
Ich werde dein Engel sein.
Ich liebe dich.

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Kommentare (6)

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vor 8 Tagen
Warum?
ich kann einfach nur weinen.
Warum hat er sie verloren?
Warum reicht liebe nicht?
vor 18 Tagen
Warum?
müssen die besten Menschen zu erst gehen?
Ich kann es immer noch nicht verstehen.
:(
vor 32 Tagen
Eben dies gelesen, einfach nur Gänsehaut.
Musste weinen, wie schafft man es so zu schreiben?
Hoffe die Geschichte ist nicht real?
vor 36 Tagen
Ich kann es kaum erwarten zu lesen, wie es weiter geht. Habe schon so lange gewartet.
Endlich!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
vor 40 Tagen
Danke, endlich.
Habe lange gewartet, werde gleich lesen
vor 40 Tagen
Hallo ihr Lieben,

wer wissen möchte wie es weitergeht in Manchmal und wie es manchmal so kommt. Schreibe ich die Geschichte zwischen Anna und Ben begann.
Viel Spaß beim Lesen.
Und danke für eure Treue.

Mona