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What‘s going on inside your head? (BTS Fanfiction)

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59 Kapitel - 141.427 Wörter - Erstellt von: - Aktualisiert am: - Entwickelt am: - 13.877 mal aufgerufen - User-Bewertung: 5,0 von 5 - 8 Stimmen- Die Geschichte ist noch in Arbeit - 17 Personen gefällt es

Du erhältst eine schreckliche Nachricht von deinem Vater: deine Mutter hat Krebs. Ohne nachzudenken brichst du dein Studium in Deutschland ab und fliegst zurück nach Seoul. Als du deine Mutter tatsächlich verlierst, triffst du deine alten Klassenkameraden wieder. Sie sind inzwischen weltberühmte K-Pop Idole. Sie wollen in dieser schwereren Zeit für dich da sein, vielleicht will ein Member sogar mehr als nur EINER deiner Freund sein...

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    Steckbrief: Name: Lee (D/n) Alter: 19 Herkunft: Seoul (Südkorea) 1. Kapitel Es war Donnerstag Abend. Ich ging gerade über die Hotellobby zum Aufzug.
    Steckbrief:

    Name: Lee (D/n)
    Alter: 19
    Herkunft: Seoul (Südkorea)

    1. Kapitel

    Es war Donnerstag Abend. Ich ging gerade über die Hotellobby zum Aufzug. Ich war so in Gedanken versunken, dass ich mit ordentlichem Schwung gegen den noch geschlossenen Aufzug lief. „Autsch!“, jammerte ich und nahm ein Kichern von den Hotelangestellen in der Lobby wahr. Anscheinend war ich zu sehr damit beschäftigt, ihnen böse Blicke zuzuwerfen, dass ich gar nicht merkte, dass der Aufzug vor mir bereits wieder geschlossen war. Als es mir auffiel, wurde das alles so unangenehm, dass ich, obwohl ich so müde war doch die Treppen in den 2. Stock nahm. Hechelnd, wie ein Hund bei 30 Grad, kam ich vor meinem Zimmer an. Schnell suchte ich die Schlüsselkarte aus meinem Rucksack und konnte endlich in mein Zimmer. Immer noch total fertig von den paar Stufen, schmiss ich mich auf mein Bett und nahm mein Handy aus meiner Hosentasche.
    10 verpasste Anrufe von Dad
    hieß es auf meinem Sperrbildschirm. Ohne lange zu überlegen rief ich ihn zurück. Nach kurzer Zeit nahm er dann auch schon ab:
    Dad: (D/n)?
    Ich: Ja Papa, was gibt es denn?
    Er war sehr durcheinander und ich vernahm einen besorgten Unterton in seiner Stimme.
    Dad: Ich wollte es dir wirklich schon früher sagen, aber sie wollte nicht!
    Ich: Was wolltest du mir schon sagen?
    Dad: Es gibt seit 1 Monat schon den Verdacht und heute wurde es bestätigt. (D/n), deine Mutter hat Krebs...
    Bei diesen Worten musste ich schlucken und wusste nicht was ich sagen, denken und machen sollte. Ich merkte wie ich begann zu zittern. Ich dachte zum ersten Mal seit gestern Abend an meine Eltern. Durch den ganzen Stress, den ich während Studium und Teilzeitjob habe, hatte ich sie komplett aus meinem Kopf verdrängt... Man kann sagen, ich hätte mit so gut wie Allem gerechnet, aber damit nicht. Mein Vater riss mich wieder aus meinen Gedanken:

    Dad: Ich wollte es dir sagen, als es erste Anzeichen gab. Sie wollte nicht weil du dich auf dein Studium konzentrieren musst. Aber jetzt, wir können es einfach nicht glauben, haben wir wirklich eine Bestätigung bekommen...

    Ich konnte nach wie vor nicht sprechen. Stattdessen merkte ich wie erste Tränen meine Wangen runter liefen.

    Ich: Dad, ich bin so bald wie möglich da. Es tut mir leid, dass ich jetzt nicht wirklich sprechen kann, aber es kommt alles so plötzlich. Ich hab dich und Mami lieb...

    Er wollte noch etwas sagen doch ich legte schnell auf. Jetzt brach ich endgültig in Tränen aus. Das konnte nicht wahr sein. Ich konnte und wollte nicht glauben, was ich gerade gehört hatte.
    Nach ca. 20 Minuten hatte ich mich soweit beruhigt, dass ich mir mein IPad holte um nach Flügen zu suchen. Und tatsächlich, heute Abend würde noch ein Flieger von Berlin nach Seoul gehen, allerdings in 3 Stunden schon. Dennoch sprang ich auf und räumte den ganzen Raum inklusive Badezimmer leer. Gerade dachte ich noch daran, mich umzuziehen. Zehn Stunden im Flugzeug mit Jeans und Bluse wären nicht lustig gewesen, darum nahm ich schnell wieder ein weißes Levis Sweatshirt und eine Trainingshose aus dem Koffer. Nachdem ich mir einen Zopf gemacht hatte rannte ich auch schon aus dem Zimmer zur Rezeption.
    Unten, mal wieder außer Atem angekommen, dann ich den Gang entlang und bleib vor dem Tresen stehen. Nach nicht mal einer Minute, die mir in meinem Zeitdruck aber viel zu lang war, kam eine junge Frau. Mein Deutsch war gut, ich kam immer zurecht, aber die Frau and der Rezeption fand es anscheinend sehr lustig mich mit dem krassesten Fachdeutsch dieser Welt zu nerven. Ich verstand kaum ein Wort, nickte aber alles ab. Als sie mir die Rechnung zum unterschreiben hinreichte, sah ich dass sie mich um ganze 234€ betrogen hatte. Aber ich hatte keine Zeit mehr, warum ich nur schnell unterschrieb, ihr eine bösen Blick zuwarf und nach draußen rannte. Ich suchte das nächste Taxi, stieg ein und sagte nur kurz: „Flughafen bitte“. Der Fahrer nickte und ließ mich acht Minuten später am Flughafen raus. Ich reichte ihm noch schnell 20€ und war auch schon weg. Ein Blick auf mein Handy verriet mir, dass mein Flieger in 1 Stunde und 30 Minuten startete. Ich wurde nervös und bekam Angst, den Flug eventuell nicht mehr zu erwischen. Aber der ganze Stress, den ich mir gemacht hatte, hatte sich gelohnt.
    Ich hatte es geschafft. Als eine der Letzten ließ ich mich dann noch 5 Minuten vor Abflug in meinen Sitz fallen. Nach einem ordentlichen Luftzug nahm ich mein Handy wieder heraus und schreibe meinem Vater:
    Ich:
    Also, ich bin jetzt im Flieger. Bin bald da!

    Dad:
    Was machst du im Flieger? Du musst dein Studium beenden! Du kannst jetzt nicht zu uns fliegen!

    Ich:
    Doch!

    Dann lag ich mein Handy bei Seite und ignorierte all die Nachrichten, die mich von meinem Vorhaben abhalten sollten. Schließlich schlief ich dann auch ein...

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    2. Kapitel Einige Stunden später wurde ich durch die Ansage, dass wir bald landen würden, geweckt. Ich sah aus dem Fenster. Es war mitten am Tag, kl
    2. Kapitel

    Einige Stunden später wurde ich durch die Ansage, dass wir bald landen würden, geweckt. Ich sah aus dem Fenster. Es war mitten am Tag, klar, die Zeitumstellung… Zum Glück hatte ich während des Flugs geschlafen, sonst wäre der restliche Tag sehr unlustig gewesen.
    Und dann war es auch schon da: das Bauchkribbeln, das immer bei den Landungen zu spüren war. Ich atmete noch einmal tief durch, bevor ich dann, wie auch alle Anderen, aufstand und das Flugzeug verließ. Am Flughafen kamen mir dann ein paar, naja, es waren ein paar viele, Menschen entgegen. Es waren sieben junge Männer, ungefähr in meinem Alter, die jeweils einen Mundschutz, eine Sonnenbrille und eine Cap trugen. Dann waren da noch Bodyguards, die versuchten, die ungefähr fünfzig kreischenden Mädchen um sie herum loszuwerden.
    K-Pop Idole
    Schoss es mir direkt durch den Kopf. In Deutschland hatte ich nie was von ihnen mitbekommen, aber hier, in Seoul, war es eigentlich nur normal am Flughafen Sänger zu sehen, die die Aufmerksamkeit aller Passanten auf sich zogen. Ich lief an der Menschenhorde vorbei und warf einigen der Mädchen einen What-The-F…-Blick zu. Das bemerkten sie allerdings gar nicht, sie waren viel zu sehr damit beschäftigt Bilder und Videos zu machen und die verrücktesten Laute von sich zu geben. Ich konnte nicht verstehen, warum man seine Idole so nerven musste… Aber gut, es war nicht das erste Mal, dass ich sowas sah. Während ich mein Gepäck holte, dachte ich noch etwas darüber nach, aber kaum hatte ich das Gebäude verlassen, waren meine Gedanken wieder bei meiner Mutter, die der Grund war, warum ich so plötzlich nach Hause fliegen musste. Schnell stieg ich in einen Bus, der zum Park in der Nähe meines Elternhauses fuhr. Als dieser wenige Minuten später wieder anhielt rann ich los, so schnell es mit meinem Rucksack, der Handtasche, dem Koffer und der Reisetasche eben ging. Komplett außer Atem stand ich nun vor dem großen Haus, in dem im sechsten Stockwerk meine Eltern ihre Wohnung hatten. Kurz hatte ich einen Flashback, wie ich jeden Tag aus dieser Tür kam und in die Schule lief. Meine Mum hatte mich bis zur sechsten Klasse immer begleitet, da sie sich so um mich sorgte. Anderen wäre es wahrscheinlich peinlich gewesen, mit elf Jahren von der Mutter bis vor die Schule gebracht zu werden, da noch einen Abschiedskuss zu bekommen und noch ein: Hab dich lieb, mein Engelchen!, zugerufen zu bekommen. Doch mir war das nie peinlich. Die Blicke die mir Mitschüler und auch Freunde zuwarfen, hatten mich nie interessiert. Ich war stolz auf das Verhältnis zwischen mir und meiner Mum, ich war so stolz, dass ich vor all meinen Freunden oft sagte, meine Mama sei die coolste Mum der Welt und meine aller beste Freundin. Bevor ich meinen Freundinnen irgendetwas erzählte, wusste es meine Mum immer schon. Sogar als ich das erste Mal verliebt war, in einen Jungen aus meiner Klasse, erzählte ich ihr das. Er hieß Park Jimin und ich fand ihn super süß. Doch natürlich war ich einfach immer zu schüchtern mit ihm zu reden und überhaupt, ich war vielleicht 10 Jahre alt, man kann also sagen das war nicht mehr als eine Schwärmerei… Naja, letztendlich war sie die, die sagte ich solle die letzten hundert Meter mal alleine zur Schule laufen und sie war die, die beschloss, ich könne den ganzen Schulweg alleine laufen. Nicht weil sie keine Lust mehr dazu hatte, sie wollte nicht, dass ich bei meinen Freunden als „uncool“ abgestempelt werden würde. Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, hatte ich wirklich die lustigsten Momente meines Lebens mit meiner Mutter verbracht. Nach der Schule wollte ich studieren, in Deutschland, um Erfahrungen zu sammeln. Meine Mum hat geweint ohne Ende. Das muss jetzt ungefähr ein Jahr her sein. Ich hatte sie nicht gesehen, das ganze Jahr über. Nur an Weihnachten kam ich und ich überraschte meine Mutter an ihrem Geburtstag. Bei meinem Dad konnte ich das leider nicht, da ich an seinem Geburtstag wichtige Prüfungen schrieb. Und jetzt: die Bestätigung einer tödlichen Krankheit… Das konnte nicht wahr sein. Als ich vor der Wohnungstür meiner Eltern stand, kam ich wieder zurück in die Realität. Ich klingelte und nur wenige Sekunden öffnete mein Vater mir die Tür. „(D/n)! Wie…“stammelte er. Ich unterbrach ihn mit einer Umarmung und sagte: „Das ist doch jetzt alles egal… Wie geht es Mum? Wo ist sie?“. Immer noch leicht überfordert mit der Tatsache, dass ich jetzt wirklich vor seiner Tür stand antwortete mir mein Vater: „Sie, sie ist im Wohnzimmer. Komm nur rein...“. Das ließ ich mir nicht zweimal sagen und ging an ihm vorbei in die Wohnung. Es hatte sich nichts geändert. Überall hingen Bilder aus meiner Kindheit mit anderen Familienmitgliedern. Eines schoss mir direkt wieder ins Auge. Es war meine Mutter mit mir auf dem Arm. Ich war damals vielleicht zwei Wochen alt. Es sagten schon immer viele, ich ähnelte meiner Mum sehr, aber erst jetzt fiel es mir auf. Wir sahen uns verdammt ähnlich. „Wer ist denn gekommen?“, hörte ich meine Mutter aus dem Wohnzimmer rufen. Ich ging hinein und sagte: „Deine Tochter. Mama, ich bin hier! Und ich bleibe hier.“ Anstatt mir zu antworten, kam sie auf mich zu und schloss mich in ihre Arme. Als sie mich wieder los ließ, sagte sie nur: „Komm wir machen dir mal was zu essen, du musst ja großen Hunger nach dem Flug haben.“ Und schon war sie in der Küche verschwunden. Bei anderen sind es die Omas, die einen den ganzen Tag bekochen und verwöhnen. Bei mir ist es meine Mum. Seit der Highschool lernte ich am Tag mindestens 5 Stunden. Es kam auch öfter vor, dass ich bis tief in die Nacht noch Vokabeln oder Matheformeln verinnerlichte. Dabei kam es oft vor, dass ich trinken und essen verfaß. Meine Mum hatte, als sie merkte, dass ich abnahm, sofort ihren schlecht bezahlten Job gekündigt und sorgte dafür, dass ich jeden Tag genug und gesund aß. Und so würde es auch jetzt wieder sein...
    Nachdem wir alle aufgegessen hatten und noch gemeinsam am Tisch saßen, sprach ich sie noch einmal auf die Ursache warum ich hier war an. Sie erzählte mir, das man es wohl durch einen Zufall gemerkt habe. Sie wollte es immer noch nicht glauben, weil sie sich sehr gesund fühle. Doch laut der Ärzte hatte sie schon längere Zeit Krebs und er hatte im ganze Körper gestreut. Es war sinnlos zu operieren... Ich merkte das mir während sie mir alles erzählte Tränen in die Augen stießen. Meine Mutter schien es auch zu merken, denn sie sagte: „Wie wäre es, wenn wir dir jetzt einfach das Gästezimmer bezugsfertig machen und du dich hinlegst und erstmal in Ruhe ankommst?“. Ich nickte und half meinen Eltern mein Gepäck in mein altes Zimmer zu bringen und das Bett zu überziehen. Als wir fertig waren, wünschten sie mir noch schnell eine gute Nacht und verließen das Zimmer. Dann nahm ich erstmal mein Handy. Meine Freundin Laura aus Deutschland hatte mir geschrieben.
    Laura:
    Hey Süße, hast du mich vergessen?💭💗
    Schnell antwortete ich:
    (D/n):
    Hey, was meinst du?
    Laura:
    Hmm, vielleicht heute Nachmittag, 15:30 Uhr. Die 50% in der Innenstadt gut ausnutzen und einfach mal wieder ein bisschen Zeit miteinander verbringen?
    (D/n):
    Sorry Laura, hab ich komplett vergessen. Sonst hätte ich dir noch geschrieben... Ich bin vorhin in Seoul angekommen...
    Laura:
    Seoul? Warum denn das jetzt?
    (D/n):
    Mein Dad hat mich angerufen und mir gesagt das meine Mum Krebs hat und dann bin ich sofort nach Hause geflogen...
    Laura:
    Oh, das tut mir Leid.😔💓 Das erklärt natürlich alles!
    (D/n):
    Ja...... Sorry, ich bin gerade bisschen planlos, aber ich meld mich!
    Laura:
    Ja klar, kann man verstehen...
    Bye Süße💖
    (D/n):
    Bye💕

    Als ich mein Handy weglegte, beschloss ich mich bettfertig zu machen. Nach einer halben Stunde konnte ich mich dann auch endlich auf mein Bett fallen lassen und konnte zum Glück auch sehr schnell einschlafen. Bis... ich einen Schrei hörte mitten in der Nacht...

    3
    3. Kapitel Schnell sprang ich aus dem Bett und rannte in den Flur. Es war dunkel und wieder totenstill. „Mum?“, flüsterte ich. Da keine Antwort k
    3. Kapitel

    Schnell sprang ich aus dem Bett und rannte in den Flur. Es war dunkel und wieder totenstill. „Mum?“, flüsterte ich. Da keine Antwort kam, spielte ich mit dem Gedanken nur geträumt zu haben. Ich lief noch einmal in das Zimmer meiner Eltern und stellte fest, dass beide schliefen. Als ich wieder in meinem Zimmer war konnte ich nicht mehr schlafen und beschloss eine Runde an die frische Luft zu gehen. Also zog ich mir schnell einen Oversized-Hoodie über meinen dünnen Schlafanzug, schlüpfte in meine weißen Air Force und schlich mich mit einem Schlüssel und meinem Handy aus der Wohnung. Als ich draußen war, stellte ich fest, dass auf den Straßen, zumindest für Seoul, wenig los war. Meine Eltern lebten aber auch in einer ruhigeren Ecke. Es gab einen kleinen Park in der Nähe und ich beschloss dort hinzulaufen. Obwohl mir nicht kalt war, zitterte ich. Warum auch immer, beschäftigte mich immer noch mein Traum. Doch als ich am Park ankam, bekam ich aus einem anderen Grund Angst. Ich stand dort, in meiner Grün-weiß karierten Pyjamahose und meinem Pulli, in der Hand mein Handy und mein Schlüssel und es kamen sieben schwarz gekleidete Menschen auf mich zu. Sie hätten mir keine Angst gemacht, wäre es 15:00 nachmittags, aber es war 02:00 morgens. Was suchen die denn hier? Ich wollte mich schon wieder unauffällig umdrehen, als ich realisierte, dass sie nur noch 3 Meter von mir entfernt standen. Durch meine Angst war ich so in Gedanken versunken und hatte nicht mal gemerkt das sie schon vor mir standen. Ängstlich sah ich sie an. Man konnte zwar nicht ihr ganzes Gesicht sehen, da es unter schwarzen Masken verborgen war, aber ich hätte schwören können, ich kannte sie. „Hey“, sagte ein kleinerer mit hellen Haaren. Immer noch etwas überfordert mit der Situation antwortete ich schließlich: „Hi“. „So spät noch alleine unterwegs?“, fragte mich ein anderer mit schwarzen Harren. Ich stotterte nur: „ Ich... ich konnte nicht mehr schlafen...“. „Wir auch nicht.“, entgegnet ein sehr großer und ich konnte durch die Maske an seinen Augen erkennen, dass er lächelte. Also lächelte ich zaghaft zurück. „Warum denn so schüchtern“, lachte der, der mich als erster angesprochen hatte. Ein Anderer der weiter hinten stand antwortete nur: „ Sie kennt uns nicht mehr, Jimin.“ Jetzt verstand ich gar nichts mehr. Anscheinend kannte ich diese sieben jungen Männer, aber hatte keinen Plan, woher. Ich konnte sie aufgrund der Masken auch nicht erkennen. Also fragte ich einfach: „Wir kennen uns? Woher denn?“. Der kleine, der glaube ich Jimin hieß, grinste und sagte: „Schule? Du hattest mal einen Crush auf mich...“ Jetzt fingen alle an zu kichern. Und ja, jetzt erinnerte ich mich, Park Jimin, der erste Junge in meinem Leben der nicht so „doof“ war wie alle anderen. Man war das peinlich! Vorallem: warum erinnert der sich denn da dran? „Ah, ja ich erinnere mich...“, flüsterte ich fast und sah an ihnen vorbei und wieder auf den Boden. Der nach Augenmaß Größte von ihnen fragte: „ Lust bisschen zu plaudern?“. Doch da mir das alles irgendwie unangenehm war schüttelte ich nur den Kopf und meinte: „Schon abeeerrr... ich muss jetzt schnell heim, meine Eltern sorgen sich bestimmt schon um mich. Naja, dann, vielleicht sieht man sich ja mal wieder... Bye“. Schon drehte ich mich um und lief los, hörte von ein paar von ihnen auch noch ein „Bye“ und danach Geflüster. Es war verständlich, dass sie gekichert hatten. Es war auch nicht dieses gemeine auslachen sondern, ich weiß nicht wie ich es sagen soll. Ich glaube das Kichern der anderen war mir auch egal, aber Jimins Blick war mir nicht egal! Naja, in so einer großen Stadt werde ich denen bestimmt nicht noch einmal über den Weg laufen. Vor dem Hochhaus schloss ich auf, ging hinein und erstarrte direkt.
    Ich hörte wieder den Schrei, es war genau der aus meinem Traum, nur dass er diesmal wirklich war. Es war meine Mutter. Ich rann hoch bis zum zweiten Stockwerk, weiter musste ich nicht. Ich sah meine Mutter auf der Treppe liegen, auf der einen Seite ihres Kopfes war eine riesige Platzwunde. Sie war vermutlich im dunklen Treppenhaus gestürzt. Schnell holte ich mein Handy raus und verständigte einen Krankenwagen. Dann lief ich näher zu meiner Mutter und nahm ihre Hand. Ich sah wie ihr Tränen die Wangen runter liefen. Es war ein schlimmer Anblick, die eigene Mutter so bluten und weinen zu sehen und nur auf Sanitäter warten zu können. „Ich bin da, Mama! Alles wird gut...“, versuchte ich sie zu beruhigen. „Warum bist du hier? Warum bist du nicht in der Wohnung?“, wollte ich wissen, aber sie kam nicht zum antworten, weil ich dann schon los rann um den Sanitätern, die unten an der Tür klopften, aufzumachen. Sie sprachen mich gar nicht wirklich an, sonder gingen direkt an mir vorbei die Treppen hoch. Der letzte machte mir klar, dass ich hier unten warten solle. Das tat ich dann auch, aber die Zeit verging nicht. Nach 5 Minuten, die mir wie eine halbe Ewigkeit vorkamen, kamen sie mit meiner Mutter auf einer Trage zurück. Sie brachten sie in den Krankenwagen und deuteten mir, dass ich mitkommen soll. Also rannte ich auch direkt auf sie zu und stieg mit ein. Am Krankenhaus angekommen, wurden wir schnell in die Notaufnahme gebracht. Meine Mum, um schnell behandelt zu werden, ich, um den ganzen Papierkram auszufüllen. Dann fiel mir noch etwas wichtiges eins: Mein Vater! Was würde er sich wohl denken, wenn er aufwacht und wir beide spurlos verschwunden sind. Also schrieb ich ihm schnell.
    (D/n):
    Hi, ich war spazieren und als ich zurückkam ist Mum im Treppenhaus gestürzt. Sie wurde in die Notaufnahme gebracht. Ich bin auch hier.

    Dann widmete ich mich wieder dem „Buch“ an Fomularen. Was wollen die denn bitte alles wissen?
    Als ich fertig war und alles abgegeben hatte, musste ich noch 3 Stunden warten. Ich starrte nur Löcher in die Luft und hatte damit zu kämpfen, nicht einzuschlafen. Doch dann, endlich, sah ich zwei Ärzte auf mich zukommen...

    Hey, ich hoffe euch gefällt die Ff bis hier her. Gerne könnt ihr mir eure Meinung und/oder Verbesserungsvorschläge in die Kommentare schreiben.
    Übrigens habe ich zur Zeit Wechselunterricht und bin darum viel zu Hause, deshalb habe ich auch schon ziemlich viele Kapitel vorgeschrieben und werde jeden Abend und 20:30 ein neues Hochladen.
    Lg: D

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    4. Kapitel: Erleichtert atmete ich auf, bis ich den Blick der Ärzte sah. Es war schwer zu deuten: Trauer, Schuldgefühle aber auch total nichtssagend
    4. Kapitel:

    Erleichtert atmete ich auf, bis ich den Blick der Ärzte sah. Es war schwer zu deuten: Trauer, Schuldgefühle aber auch total nichtssagenden. Sie blieben vor mir stehen. „Lee (D/n)? Tochter von Lee Sumi?“. Ich nickte: „Ja, das bin ich!“. Sie warfen sich noch einen unsicheren Blick zu, bis der andere sagte: „Es tut uns leid! Es war zu spät. Ihre Mutter hat in zu kurzer Zeit zu viel Blut verloren und hatte auch sehr viele innere Blutungen... wir konnten nichts mehr für sie tun...“. Ungläubig sah ich ihn an, dann begann ich zu weinen. In diesem Moment brach eine Welt für mich zusammen. Da war ich gekommen weil meine Mutter Krebs hatte, und gestorben ist sie letztendlich weil sie verblutet ist. Nur wegen mir! Sie hatte mich bestimmt gesucht und ist darum raus gegangen. Wäre ich einfach in meinem Zimmer geblieben, würde meine Mutter und allerbeste Freundin jetzt noch leben!
    Die Ärzte unterhielten sich noch eine Zeit lang mit mir und versuchten mich aufzuheitern. Vergeblich. „Ich will zu meinem Vater!“, schniefte ich und die Ärzte bestellten mir ein Taxi welches mich heim, raus aus dieser Situation, bringen sollte.
    Als ich zu Hause ankam lief ich schnell ins Wohnzimmer wo mein Dad schon saß und Zeitung las. Im ersten Moment bemerkte er gar nicht, dass ich weinte und wollte wissen: „Und, wie geht es ihr?“. Als er dann aber seinen Blick von der Zeitung auf mich richtete sah er mich fragen an, legte seine Zeitung weg und kam auf mich zu um mich zu umarmen. „Ist es so schlimm? Ich dachte sie hat nur eine kleine Platzwunde, das wird schon wieder, (D/n)!“. „Papa, es war nicht nur eine kleine Platzwunde, ihr halber Hinterkopf war mit Blut überströmt! Papa, sie ist verblutet! Man konnte ihr nicht mehr helfen! Sie ist tot!“, schluchzte ich und wurde dabei immer lauter. Als ich meinen Satz beendet hatte weinte ich nur noch lauter. Ich spürte wie mein Vater eine Moment aufhörte zu atmen, dann aber mit Tränen in den Augen fragte: „Wie sie ist tot? Sie wollte doch nur kurz sehen wo du abgeblieben bist. Ich hab weitergeschlafen weil ich dachte das sie gleich wieder kommen würde. Das ist vielleicht vier Stunden her und jetzt?”. Ich wusste nicht mehr was ich sagen sollte und schlug darum nur vor: „Ich werde mal in mein Zimmer gehen... Gerade kann ich einfach nicht reden... Wie wäre es, wenn du mal im Krankenhaus anrufst oder hinfährst?“. Er nickte und ging weinend ins Schlafzimmer um sich umzuziehen. Ich schmiss mich auf mein Bett und dachte nur nach: Es war meine Schuld! Sie sorgte sich um mich und wollte mich suchen! Wäre ich einfach einmal in meinem Zimmer geblieben, wäre meine Mum nie nach aus der Wohnung und so mit nicht gestürzt. Ich weinte und schob alle Schuld auf mich. Ich weinte noch ewig, bis ich endlich noch einmal einschlief.
    Ich wurde wenige Stunden später durch mein Handy geweckt. Laura hatte mir geschrieben:
    Laura:
    Heyy, und wie geht’s deiner Mum?
    Schade, dass du nicht hier bist, in Deutschland hat es geschneit!
    (D/n):
    Hey, es ist ne lange Geschichte...
    Glaub mir, ich wünschte ich wäre gerade einfach in Deutschland und wäre nicht hier her gekommen...
    Laura:
    Hä was ist denn passiert? Erzähl mal...
    (D/n):
    Kannst du telefonieren?
    Laura:
    Mit dir doch immer!

    Dann rief sie mich schon an. Ich nahm ab und versuchte nicht zu weinen. Aber ich musste mit jemandem darüber sprechen. Mit meiner “besten Freundin” konnte ich nicht mehr sprechen. Mein Vater war genauso geschockt und durcheinander wie ich. Aber Laura, sie wusste so viel über mich und würde nicht alles zehn mal hinterfragen, sondern mir einfach zuhören. Als ich fertig mit erzählen war musste ich doch wieder los weinen. Kurz war es auf der anderen Seite der Leitung still, dann meldete Laura sich wieder zu Wort: “Ok, damit habe ich nicht gerechnet... Es tut mir so Leid! Aber...”. Ich unterbrach sie: “Du musst nichts dazu sagen. Ich weiß das du nicht weißt, was. Es hilft mir schon, wenn du mir einfach zuhörst.”
    Einige Zeit telefonierten wir noch. Ich erzählte ihr einfach von all den schönen Momenten die ich mit meiner Mum verbracht hatte. Ich verabschiedete und bedankte mich als ich meinen Vater rein kommen hörte.
    Ich lief raus. Er war immer noch blass und irgendwie nicht 100% anwesend. “Papa? Und, was ist jetzt?”, fragte ich ihn etwas vorsichtig. Er sah mich an: „Nun ja, sie haben einen gerufen, der dann noch bestätigen musste, das sie wirklich tot ist. Dann haben die Ärzte mit mir gesprochen und uns beiden psychische Hilfe nach diesem Vorfall angeboten. Ich sagte, ich werde erst noch einmal mit dir darüber sprechen und eine Nacht drüber schlafen. Dann haben sie noch einen Bestatter organisiert, der morgen Nachmittag vorbei kommt. Und was hast du gemacht, mein Engelchen?“. „Erstmal noch etwas geschlafen und ich habe noch mit Laura telefoniert. Du weißt schon, die aus Deutschland.“ Verstehend nickte er.
    Den restlichen Tag sprachen wir nicht viel. Mein Dad schaute sich alte Fotoalben an und ließ mir im Kopf noch einmal meine ganze Kindheit durchgehen. Sie war wunderschön, nur leider wird einem so etwas ja immer erst zu spät bewusst...
    Am Abend fuhr ich dann mit dem Auto meines Vaters zum nächsten Restaurant und bestellte uns beiden Schweinesuppe mit Reis. Als ich wieder zu Hause war, aßen wir, redeten aber nicht. Jeder ging seinen eigenen Gedanken nach...
    Als ich aufgegessen hatte, lief ich zu ihm, umarmten ihn und flüsterte: „Gute Nacht. Ich geh schon mal ins Bett...“. Er wünschte mir auch noch eine gute Nacht und ich verschwand in mein Zimmer. Gestern war ich angereist und meine Mum hatte noch gekocht und mein Zimmer fertig bezogen. Trotz ihrer Krankheit konnte sie noch lachen. Und heute war sie schon tot. Das war einfach nicht fair!

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    5.Kapitel: Endlich schlief ich ein, wachte aber wieder auf. Ein Blick auf mein Handy verriet mir, dass es erst 01:04 morgens war. Ich versuchte wieder
    5.Kapitel:

    Endlich schlief ich ein, wachte aber wieder auf. Ein Blick auf mein Handy verriet mir, dass es erst 01:04 morgens war. Ich versuchte wieder zu schlafen, schaffte es aber nicht mehr. Dann beschloss ich wieder raus zu gehen, zog mir meine Schuhe an und einen warmen Superdry-Parka. Ich wollte gerade schon gehen, da fiel mir etwas ein. Schnell schrieb ich einen Zettel:
    Ich bin nur eine kleine Runde draußen, komme später wieder. Habe mein Handy dabei...

    Diesen lag ich vor das Schlafzimmer meines Vaters. Dann nahm ich mein Handy und einen Schlüssel vom Schlüsselbrett und tapste auf Zehnspitzen nach draußen.
    Es war kalt und schneite ein kleinen wenig. Es sah einfach wunderschön aus. Es brannten noch fast in jeder Wohnung Lichter und der Schnee fiel. Die Sterne glänzten wunderschön. So lief ich in den Park, begann aber zum Glück nicht wieder zu weinen. Ich setze mich auf eine Bank und sah auf den kleinen, künstlich angelegten Weiher mir gegenüber. Langsam wurde alles unscharf, da sich Tränen in meinen Augen bildeten. Und ich konnte nicht anders, ich ließ locker und begann wieder zu weinen...
    Auf einmal spürte ich eine Hand auf meiner Schulter. Erschrocken drehte ich mich um, und sah in sieben wunderschöne Augen die mich verdutzt ansahen. Diesmal trugen sie keine Masken, aber Caps, die ihre Augen verdeckten. Aber ich sah in ihre Augen, da ich ja auf einer Bank saß und ich so unter ihre Caps schauen konnte. Schnell wischte ich mir meine Tränen mit dem Ärmel weg und sah sie wieder an. „Hey, warum weinst du denn?“, fragte mich einer von ihnen fast schon etwas besorgt. Er hatte sehr volle Lippen. Schnell wiedersprach ich ihm: „Weinen? Ich? Ach nein, ich... hatte nur was im Auge.“ Sie warfen mir einen skeptischen Blick zu, bis der größte sagte: „Weißt du überhaupt noch die Namen deiner alten Mitschüler?“ Ich schüttelte den Kopf. Sie hatten mich erkannt, mitten in der Nacht und wussten noch alle, dass ich auf Jimin stand und ich, ich bekomme nicht mal mehr ihre Namen auf die Reihe... Peinlich! Dann fuhr er fort: “Also, ich bin Kim Namjoon, das sind Jung Hoseok, Kim Seokjin, Jeon Jungkook, Min Yoongi, Kim Taehyung und... naja Park Jimin, aber an den erinnerst du dich ja noch bestimmt, oder Lee (D/n)?”
    Na super, zuerst wieder diese mega dumme Anspielung auf Jimin und dann weiß er auch noch meinen Namen! Da scheinbar alle auf meine Antwort warteten meinte ich dann: “Mhm...” Dann meldete sich Hoseok zu Wort: “Also, da du uns jetzt ja dank Jonnie wieder kennst: warum hast du geweint?“ Ich überlegte kurz, allerdings fiel mir kein Grund ein, warum ich nicht mit ihnen darüber sprechen sollte... Darüber zu sprechen tat mir einfach gut. Also fing ich an: „Ich komme aus Seoul, wie ihr ja bestimmt noch wisst. Ich bin vor ungefähr einem Jahr nach Deutschland um Architektur zu studieren. Ich habe meine Eltern nur an Weihnachten und am Geburtstag meiner Mum gesehen. Dann, das ist jetzt vielleicht drei Tage her, hat mein Vater mich angerufen und gesagt, dass meine Mutter Krebs hat. Ich hab das Studium natürlich abgebrochen und bin hier her geflogen. Meiner Mutter ging es wirklich noch gut. Sie fühlte sich nicht krank! Dann hatte ich letzte Nacht einen Traum, in dem ich meine Mum schreien gehört habe. Danach konnte ich nicht mehr schlafen und bin, wie ihr ja mitbekommen habt, hierher gekommen. Als ich dann wieder zu Hause war hörte ich im Treppenhaus genau den gleichen Schrei wie in meinem Traum und habe gesehen, dass meine Mutter die Treppen runtergefallen ist, Sie hat so sehr geblutet, das sie im Krankenhaus verstorben ist... Meine Mutter ist vor nicht mal vierundzwanzig Stunden gestorben, darum hab ich geweint.“ Als ich mit erzählen fertig war, bemerkte ich, dass sie gar nicht mehr hinter mir standen sondern sich teils neben mich gesetzt hatten und der Rest stand vor mir. Aber dann bemerkte ich etwas sehr schlimmes: In meinen Augen bildeten sich Tränen... Nein! (D/n), du wirst jetzt nicht vor denen anfangen zu heulen!
    Aber es brachte nichts, schon tropften die ersten Träne auf meine Pyjamahose. Yoongi unterbrach dann das Schweigen: „Naja, dann, das ist natürlich ein Grund...“ Ich hatte das Gefühl, er bereute, dass er überhaupt etwas gesagt hatte und war mit seinem Kommentar nicht zufrieden. Aber dann sprach Taehyung auch schon weiter: „Also wenn du uns brauchst wir sind für dich da.“ „Hey Jungs, warum zieht sie nicht eine Zeit lang bei uns im Dorm ein? Sie ist ja keine Fremde, wir hatten halt ein paar Jahre keinen Kontakt mehr. Vielleicht können wir sie dann ein bisschen ablenken und wieder auf andere Gedanken bringen...“, machte Jungkook plötzlich einen Vorschlag. Alle Blicke richteten sich hoffnungsvoll von ihm auf mich. Offenbar erwarteten sie meine Meinung zu der Idee...

    6
    6. Kapitel

    „Nun ja, eigentlich haben ich nichts dagegen, aber mein Vater durchlebt eine genau so schwere Zeit wie ich. Ich kann und will ihn jetzt nicht alleine lassen und zu euch ziehen. Trotzdem danke für das Angebot“, äußerte ich mich zu Jungkooks Idee. Ich sah in ihren Gesichtern Enttäuschung aber auch Verständnis. „Aber, mal ne andere Frage: Habt ihr eigentlich irgendwas in eurem Leben erreicht? Lebt mit über zwanzig Jahren zu siebt in einer WG und habt demnach vermutlich auch keine Freundin...“, ich begann diese Aussage etwas zu bereuen, aber hey, das war halt das, was mir gerade durch den Kopf ging... Sie begannen zu schmunzeln. Dann meinte Namjoon: „Du hast Recht: wir haben in unserem bisherigen Leben nicht viel erreicht. Aber wir haben ja noch bisschen Zeit...“ Verstehend nickte ich und lachte auch mit, Verstand aber eigentlich nicht, was so lustig daran war, mit über zwanzig Jahren immer noch mit den Kumpels zusammen zu wohnen. Aber gut: das waren eben noch keine Männer, das waren noch Jungs... wir plauderten noch etwas und tatsächlich lachte ich auch hin und wieder etwas. Diese Jungs hatten es tatsächlich geschafft mich wieder auf andere Gedanken zu bringen. Und ich es ihnen dankbar dafür. „Mir wird es langsam zu kalt... Ich lauf dann zurück.“, sagte ich dann um 03:15 Uhr und stand schon auf. Jin rief mir dann noch hinterher: „Und deine Handynummer bekommen wir nicht?“ Ich drehte mich wieder um und hielt Jin meine Hand hin. Er entsperrte sein Handy und gab es mir. Schnell tippte ich meine Nummer ein und gab es ihm zurück. „Wenn ihr eh alle zusammen wohnt, würdest du sie ja den Anderen auch noch geben können, oder?”, fragte ich und lachte, einfach weil die anderen auch lachten. Ich verstand nicht warum sie lachten aber gut. “Wir bringen dich noch schnell nach Hause”.sagte Taehyung und zog Jungkook und Jimin mit sich auf mich zu. Ich war wirklich müde und wollte nicht mehr reden, bin aber hin und wieder nachts etwas ängstlich, warum ich nichts dagegen sagte, dass sie mich begleiten wollten.
    Als wir dann vor dem Haus meiner Eltern angekommen waren, verabschiedete ich mich und ging nach oben. Leise sperrte ich auf, nahm den Zettel wieder weg und legte mich in mein Bett. Mein Vater hatte nicht gemerkt, dass ich weg war. Besser so, er hätte sich nur unnötig Sorgen gemacht...
    *klopf klopf*
    “(D/n), willst du nicht langsam mal aufstehen?”
    Ich setzte mich erschrocken auf und sah auf mein Handy: 15:13 Uhr? „Oh Gott, warum weckst du mich denn nicht?“, fragte ich und sah mein Vater an. „Das mache ich doch gerade“, er lächelte mich leicht an, „Also, kommst du was essen?“. Ich nickte und er verließ das Zimmer. Schnell zog ich mich um und band meine Haare zu einem Zopf zusammen. Dann ging ich in die Küche wo mein Dad mir schon Kaffe kochte. Als wir uns hinsetzten fing ich an zu erzählen: „Ich war gestern Abend noch bisschen spazieren.“ War zwar nur die halbe Wahrheit, da es mitten in der Nacht war, aber so genau musste er es dann doch nicht wissen. „Ok...“, antwortete er nur. „Ich habe meine alten Klassenkameraden getroffen. Die haben sich noch an mich erinnert...“, fuhr ich fort. Er sah mich an und meinte: „Du hattest mehrere Klassenkameraden, von wem sprichst du genau?“. „Seokjin, Yoongi, Hoseok, Namjoon, Jimin, Taehyung und Jungkook.“ „DEN Jimin?“, wollte er wissen. Ich sah ihn etwas überrascht an, da er sich scheinbar noch erinnerte: „Wenn du DEN Jimin meinst, dann ja, DEN Jimin.“ „Aha, und was haben sie erzählt?“, fragte er weiter. Ich meinte dann nur: „Von sich nicht so viel, aber ich hab ihnen von Mum erzählt und sie haben mich gefragt, ob ich eine Zeit lang zu ihnen in den Dorm ziehen will, um wieder auf andere Gedanken zu kommen. Aber keine Angst, ich hab nein gesagt.“ „Aber warum hast du denn nein gesagt? Du bist 19 Jahre alt und hast dein Leben vor dir. Du kannst jetzt nicht ewig hier bleiben und nur deiner Mutter nach trauern. Und ich komme auch besser zurück ins Leben, wenn ich wieder meine eigene Routine finde. Es bringt doch nichts, wenn wir hier jetzt zusammen sitzen und den ganzen Tag nur weinen... Diese Jungs hatten einen guten Vorschlag!“, sagte er jetzt und es rafft etwas empört, dass ich nicht ja gesagt hatte...“ Überrascht sah ich ihn an: „Wie meinst du das? Ich dachte es wäre schlimm für dich alleine zu sein, und vor allem, wenn ich bei sieben Jungs leben würde...“ „Nun ja, wären es jetzt sieben Jungs die du gestern kennengelernt hast und das vorgeschlagen hätten, würde ich das natürlich nicht wollen. Aber du kennst sie doch alle. Und was mich angeht: Für mich ist es nicht schlimm alleine zu sein. Ich vermisse deine Mum und werde noch lange um die trauern, aber ich werde auch probieren mich mit Freunden abzulenken. Es bringt nichts, jetzt Wochen, Monate oder Jahre lang nur traurig zu sein. Sie wird nicht wieder kommen, aber unser Leben geht weiter...“.
    Mein Handy meldete sich jetzt und ich sah, das eine fremde Mummer mich angeschrieben hatte: Jin!
    Jin:
    Hey, ich bin’s Jin.

    Schnell antwortete ich.
    (D/n):
    Hey
    Jin:
    Und, immer noch so traurig?😕
    (D/n):
    Muss damit klar kommen, wird seine Zeit dauern, aber ich habe mit meinem Vater gesprochen...
    Jin:
    Aha, ok. Und, über was?
    (D/n):
    Naja, das ihr wolltet, das ich eine Zeit bei euch wohne und so...
    Jin:
    Aha, ok. Und?
    (D/n):
    Also, er hält es für eine gute Idee, darum wollte ich fragen ob das Angebot noch steht...
    Jin:
    Ja klar😄
    (Lg von den Jungs😂)
    (D/n):
    Ok, wollen wir uns heute dann mal treffen?
    Jin:
    Ehhmmm, ja, können wir schon aber vielleicht erst Abends/Nachts... Termin den ganzen Tag...😬
    (D/n):
    Ok, passt es euch morgen denn besser? Ich will jetzt auch nicht eure Pläne durcheinander bringen...
    Jin:
    Ne, heute Abend, 23 Uhr im Park wo wir heute Nacht waren ist perfekt!👍 Bis dann
    (D/n):
    Okaayy, dann bis später

    „Mit wem schreibst du?“, wollte mein Dad wissen. Schnell legte ich mein Handy bei Seite und antwortete: „Jin, ich Treff mich heute Abend mit ihnen im Park.“ Er sah mich skeptisch an: „Heute Abend... Im Park...“ Ich wiederholte: „Korrekt! Heute Abend, im Park.“ Mir kam das auch komisch vor, aber ließ es mir nicht anmerken und tat so als wäre das in meinem Alter total normal, sich mit sieben Jungs nachts im Park zu treffen. Dann stand ich auf und sagte: „Ich denke, ich geh mal ein bisschen Sport oder so was machen...“
    In meinem Zimmer zig ich mir Sportklamotten und ging dann nach draußen, joggen.
    Ich war wirklich lange weg gewesen: 3drei Stunden. Aber ich hatte dann ein paar alte Freunde getroffen und ein bisschen geplaudert. Einigen hatte ich von meiner Mum erzählt, anderen sagte ich, bei mir wäre alles bestens. Als ich zurück war erzählte mein Vater mir, dass der Bestatter inzwischen dagewesen wäre und sie alles für die Beerdigung meiner Mutter geklärt hätten. Sie solle am Freitag Vormittag in einer Woche sein. Er informierte mich noch ein bisschen mehr und ging dann in die Küche Abendessen machen, während ich in mein Zimmer ging um mich zu duschen und umzuziehen. Als ich fertig war, rief er mich auch schon zum Essen. Wie immer, wenn mein Dad kochte, schmeckte es verdammt gut, so gut, dass ich mir dreimal einen Nachschlag holte.
    Als wir dann beide satt waren, setzte mein Dad sich noch vor den Fernseher und ich ging in mein Zimmer, um Laura zu schreiben. Sie war gerade zum Glück online...
    (D/n):
    Hey💓
    Laura:
    Heyy, und, wie geht’s dir?💕😕
    (D/n):
    Mein Vater kommt einiger Maßen damit klar und versucht normal weiter zu leben. Das beruhigt mich... Mir geht es auch langsam besser, obwohl mir das alles noch sehr unreal vorkommt...
    Laura:
    Das ist auch in Ordnung! Du hast schließlich von heute auf morgen dein Mum für immer verloren... Und ich weiß, wie viel sie dir bedeutet hat!😔💭

    Ich wollte ihr gerade antworten, als ich nacheinander von sechs unbekannten Nummern angeschrieben wurde. Ich laß schnell alle Nachrichten und es stellte sich heraus, dass die unbekannten Nummern Jimin, Namjoon, Taehyung, Hoseok, Jungkook und Yoongi waren. Ich antwortete allen schnell mit einem „Hey“ und konzentrierte mich wieder auf Laura.
    (D/n):
    Hmmm...😞 auf jeden Fall treff ich mich später mit paar Jungs...
    Laura:
    WAS? Also erstens: warum weiß ich davon nichts?, und zweitens: du hast jetzt schon wieder einen Nerv für Typen?, und drittens: was heißt denn bitte „ein paar“?
    (D/n):
    Zu ersten: ich weiß es auch erst seit gestern, zweitens: ich wollte nicht aber mein Dad sagt, ich soll mich ablenken und drittens: es sind sieben...
    Laura:
    SIEBEN? Mit mir will sich nicht mal EIN Junge treffen!😭
    (D/n):
    Man Laura, das sind alte Mitschüler!
    Laura:
    Denkst du meine alten Mitschüler wollen sich mit mir treffen? Seh ich so aus?😅
    (D/n):
    Sie wollen mich einfach unterstützen und bisschen ablenken. Das wars!
    Laura:
    Nacht, ist genehmigt...🤨 schreib mir dann wie’s war! Bis später😘
    (D/n):
    Wer ich machen, bis dann💕

    Ich schrieb ihr erst gar nicht mehr, dass ich wahrscheinlich bald bei ihnen einziehen würde. Das wäre einfach zufiel auf einmal...
    Schnell nahm ich meine Laptop und schaute noch ein bisschen Anime. Dann, um 22:14 Uhr, beschloss ich mich umzuziehen. Als ich ungefähr eine halbe Stunde später fertig war, sagte ich meinem Dad Bescheid, dass ich jetzt weg sein und ging los in den Park. Als ich ankam, warteten sie schon auf mich...

    Hello, wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, ist dieses Kapitel etwas länger und hat dementsprechend auch mehr Zeit gebraucht als andere. 4 Stunden😅 also, sorry falls Rechtschreibung und/oder Grammatik manchmal ein paar Fehler hat. Hoffe es gefällt euch trotzdem. ;)
    Byee

    7
    7. Kapitel „Hey“, begrüßte ich sie und war etwas überrascht, als sie alle auf mich zukamen und mich nacheinander umarmten, ließ es mir aber ic
    7. Kapitel

    „Hey“, begrüßte ich sie und war etwas überrascht, als sie alle auf mich zukamen und mich nacheinander umarmten, ließ es mir aber ich anmerken, „und, alle Termine geschafft?“. Alle sahen sich verwirrt an und Yoongi wollte gerade was sagen, als Jin ihm mit dem Ellenbogen in die Seite stieß und sagte: „Ja, war anstrengend aber wir sind fertig.“ Jetzt schauten die anderen Jin an und und Hoseok meinte: „Termin? Welche Termin?“ „Naja, die Termine, die der Grund sind warum wir nicht heute Nachmittag uns treffen konnten, sondern warten mussten bis es dunkel ist und nicht mehr so viele Leute unterwegs sind...!“, erklärte Jin. Namjoon sprach dann sehr übertrieben: „Ach die Termin... Die, mit denen wir den ganzen Tag beschäftigt waren, Jungs...“ Da Jimin und Jungkook die zwei anschauten als wären sie komplett durch geknallt, zwinkerte Namjoon ihnen kurz zu und Jungkook meinte dann auch: „Ach sagt’s doch gleich das ihr DIE Termine meint!“ Etwas verwirrt sah ich sie an und meinte: „Sag mal, was ist denn bei euch schief gelaufen? Seid ihr dumm?“ „Nein, ich...ich hatte nicht damit gerechnet, das Jin und Namjoon die Besuche bei unseren Eltern als Termin sehen“, versuchte Jungkook sich rauszureden. Taehyung gab sich eine Facepalm aber dann fing Jimin an, über das eigentliche Thema zu sprechen: „Also, kommen wir mal zum Punkt: dein Vater will das du eine Zeit lang bei uns einziehst?“ Ich nickte und und Yoongi fragte: „Cool, und wann?“. „Wärst du nicht dauernd in deinem Zimmer am pennen, oder würdest uns mal zuhören, hättest du das schon früher gewusst und hättest mitbekommen, dass wir uns ja treffen um zu besprechen, wann sie kommt!“, antworte Namjoon ihm und machte den Eindruck, als wäre er wirklich am verzweifeln. Jungkook ignorierte dann, das Namjoon Yoongi einen genervten Blick zu warf und meinte: „Wie wäre es, wenn du morgen kommst?” Namjoon fing an zu husten und sagte: „Ich mein, nicht das ich dich nicht da haben will, (D/n), aber zu deinem eigenen Schutz: Jungs, habt ihr mal gesehen wie es bei uns ausschaut? (D/n) geht ja rückwärts wieder raus! Oder habt ihr vor den ganzen Dorm an einem Tag aufzuräumen? Das dauert sonst ja immer ewig!” „Naja Jonnie, wenn wir diesmal alle mitmachen und nicht alle zehn Minuten eine halbe Stunde Pause machen, dann schaffen wir das schon...”, meinte Jimin. Ich sagte dann: „Hey, wegen mir müsst ihr jetzt echt nicht aufräumen. Ihr hättet mal mein Hotelzimmer in Deutschland sehen sollen...” Aber Hoseok wiedersprach mir: „Natürlich räumen wir auf und glaub mir, so was unordentliches wie die WG von sieben Jungs hast du noch nicht gesehen. Aber, klar schaffen wir es bis morgen alles ordentlich zu machen!” „Cool, kommst du dann morgen so 17 Uhr?”, strahlte Jungkook mich an. Unsicher sah ich alle noch einmal an. Jungkook, Taehyung, Jimin, Hoseok und Jin lächelten mich alle an, Yoongi sah einfach total müde aus und ich glaube er hatte dem Dialog gar nicht richtig gefolgt. Dann sah ich zu Namjoon. Er sah die anderen etwas überrascht an, da sie anscheinend sonst nicht so motiviert waren, was aufräumen anging, nickte mir aber zu warum ich sagte: „Ok, morgen 17 Uhr bei euch im Dorm. Ganz kurz, wo ist der eigentlich?“ „Schreib ich dir“, zwinkerte Jin mir zu. Dann meldete sich mein Handy und ich sah drauf.
    Dad:
    Hey Prinzessin, ich mach mir Sorgen... Wann kommst du ungefähr?

    „Hmm?”, wollte Taehyung wissen, was war. „Mein Dad... Er macht sich Sorgen und fragt, wann ich wieder heim komme.”, gab ich zur Antwort und überlegte was ich schreiben sollte. “Okay”, sagte Jin dann und ich richtete meinen Blick auf ihn, „schreib ihm, wir bringen dich jetzt nach Hause. Ich nickte nur und schrieb:
    (D/n):
    Die Jungs bringen mich jetzt Heim. Mach dir keine Sorgen! Bis dann...
    Dad:
    Bis dann...

    Auf dem Weg erzählte Hoseok irgendwas, aber ich hörte gar nicht richtig zu. Ich konzentrierte mich auf etwas ganz anderes. Jimin. Er lief neben mir. Aber nicht so wie Taehyung, der auf meiner anderen Seite lief. Er lief so nah neben mir, dass unsere Arme sich dauernd berührten, da wir beide unsere Hände in den Jackentaschen hatten. Hin und wieder sah er zu mir rüber. Ich weiß nicht warum, aber es fühlte sich komisch an... Dementsprechend froh war ich auch als wir endlich da waren. Als sie mich dann, wie zur Begrüßung, alle wieder umarmt hatten, womit ich diesmal einigermaßen gerechnet hatte, gingen sie und ich schloss die Tür auf und rannte hoch zu der Wohnung meines Vaters. Als ich drinnen war, kam mein Vater schon zur Tür: „Und, wie war‘s?“ „Morgen 17 Uhr soll ich bei ihnen sein. Ich hoffe das ist dir nicht zu früh... Ich kann auch sagen, das ich erst in ein paar Tagen komme.“, bot ich schnell an. Doch er schüttelte den Kopf: „Um Gottes Willen! Ich bin doch froh! Du bist in sicheren Händen, wirst abgelenkt und ich kann auch schauen, dass ich wieder in mein Leben zurückkomme.“ Da er mich anlächelte, lächelte ich zurück. Dann wünschte ich ihm auch schon eine gute Nacht und machte mich bettfertig. Und dann als ich im Bett lag, da dachte ich wieder an ihn. An Jimin...

    8
    8. Kapitel Es war einfach so komisch.Aber ich wusste nicht mal warum. Als ich auf ihn stand war ich zehn Jahre alt, das ist neun Jahre her! Aber... ac
    8. Kapitel

    Es war einfach so komisch.Aber ich wusste nicht mal warum. Als ich auf ihn stand war ich zehn Jahre alt, das ist neun Jahre her! Aber... ach keine Ahnung. Was war eigentlich mit ihren Terminen? Da waren sie auch ganz komisch. War das wirklich nur so, das sie die Besuche bei ihrer Familie sonst nicht Termine nannten, oder war da mehr dran? Und warum hat Jin so betont, das es dunkel sei und nicht viele Leute unterwegs waren? Naja, morgen würde ich bei ihnen einziehen, dann würde ich das hoffentlich alles verstehen...
    Dann kam eine Nachricht auf mein Handy:
    Jin:
    Also, wir wohnen in *******************. Können dich aber auch abholen, wenn es dir lieber ist...
    (D/n):
    Alles gut, mein Vater fährt mich.:)
    Jin:
    Okay. Achso, und macht es dir was aus, dann erst mal im Wohnzimmer am Sofa zu schlafen, bis du ein eigenes Zimmer hast?
    (D/n):
    Ne, kein Problem ;) ist noch was?
    Jin:
    Ne, ich glaube das war’s 😅 gute Nacht, (D/n). Und bis morgen😗
    (D/n):
    Schlaf gut und an die anderen liebe Grüße. Bis morgen😙

    Als ich sah, dass es schon nach 00:00 Uhr war, beschloss ich zu schlafen, das ich morgen fit bin. Zum Glück konnte ich auch sehr schnell einschlafen.
    Am nächsten Morgen wurde ich durch einen Anruf geweckt: Hoseok. Total verschlafen ging ich ran: „Hmm?“
    „Guten Morgeeennn! Ausgeschlafen?“, begrüßte er mich. Ich meinte nur: „Man, es ist 08:00 Uhr, natürlich hab ich nicht ausgeschlafen. Also was willst du?“ „Ich wollte dich nur wecken...“, lachte er. „Nicht dein Ernst, oder? Hoseok, ich bin müde.“ „Dann geh früher schlafen!“, schlug er vor. „Aha, und wie soll ich früher schlafen gehen, wenn ihr euch erst so spät treffen könnt?”, wollte ich wissen. Er überlegte kurz und meinte dann: „Okay, 1:0 für dich. Aber jetzt steh trotzdem auf!” „Jaja, beruhig dich. Bis dann.” “Tschüss”, verabschiedete er sich noch und legt auf.
    Na das ging ja super los. Ich wohne noch nicht mal bei ihnen und sie wecken mich schon so früh. Ich bin ein absoluter Morgenmuffel, das werden sie auch noch sehr bald merken.
    Ich beschloss dann aber, mich fertig zu machen und schon mal mit packen anzufangen.
    „Na toll, da bin ich gerade erst mit auspacken richtig fertig geworden, da muss ich schon wieder einpacken. Naja, ich hoffe ich bleibe bei den Jungs etwas länger als bei meinen Elte... meinem Dad...“, sprach ich zu mir selbst. Das packen ging schneller als ich dachte, um 09:50 Uhr war ich schon fertig. Dann ging ich in die Küche, wo mein Vater schon am Frühstück machen war. „Guten Morgen, gut geschlafen?“, begrüßte er mich mit einem Lächeln. Ich gähnte und meinte: „Ich hab gut geschlafen, bis Hoseok dachte, er könne mich doch um 8 Uhr anrufen und somit wecken...“ Mein Vater lachte nur. „Hey, das ist echt nicht lustig! Ich brauche meine Schlaf!“, sagte ich und sah ihn empört an. Doch er sagte dann nur: „Jetzt essen wir erst mal was, dann kannst du ja noch etwas schlafen. In den nächsten Tagen wirst du wahrscheinlich wenig Schlaf bekommen.“
    Wir aßen, mein Dad las währenddessen Zeitung, ich schrieb mit Jungkook.
    Jungkook:
    Hey, na schon wach?
    (D/n):
    Hey, ja dank Hoseok! Was denkt der sich denn dabei, mich um 08:00 Uhr zu wecken?
    Jungkook:
    Haha, daran wirst du dich wohl gewöhnen müssen...😂 er ist halt einfach ein sehr positiver Mensch und will möglichst viel vom Tag haben.
    (D/n):
    Ja sehr positiv! Menschen schon so früh morgens auf den Sack zu gehen...
    Jungkook:
    😂
    Was machst du?
    (D/n):
    Hab vorhin gepackt und frühstücke gerade. Du?
    Jungkook:
    Ich höre Musik.
    (D/n):
    Cool, was hörst du?
    Jungkook:
    Ariana Grande
    (D/n):
    Haha ok, da haben wir einen unterschiedlichen Musikgeschmack...
    Jungkook:
    Was hörst du denn so?
    (D/n):
    K-Pop. Bzw. eigentlich nur EXO. Das sind die einzigen die ich kenne. Klar hat man mal von Got7 oder Twice was gehört aber da kenn ich mich nicht so aus...
    Jungkook:
    Ok cool, K-Pop... In dem Gebiet hab ich gar keine Plan von nichts 😅 Aber von welchen Gruppen hast du sonst noch so gehört? Vielleicht kenn ich ja doch eine...
    (D/n):
    Hmm, iKON und ja das war’s eigentlich. Wie gesagt, ich höre halt EXO und find des cool aber befass mich nicht so richtig damit...
    Jungkook:
    Ok😅
    (D/n):
    Also, ich helfe jetzt meinem Dad mein Tisch abräumen, wir sehen uns dann später.
    Jungkook:
    Ok, bye😙
    (D/n):
    Byee 😙

    Als ich mit abräumen fertig war, beschloss ich wirklich noch einmal etwas zu schlafen. Ich schloss meine Augen und öffnete sie wieder. Es kam mir so vor als wären es fünf Minuten gewesen, es waren aber fünf Stunden!
    Schnell sprang ich auf und rannte ins Badezimmer. Ich ging noch einmal schnell duschen und zog mir eine rosafarbene Jogginghose an, die perfekt zu meinen Jordans passte. Dann machte ich mir einen hohen Zopf und zog über meinen schwarzen Nike Hoodie noch meine Superdry-Parka. Mein Dad half mir dann das Gepäck ins Auto zu bringen. Dann fuhren wir auch schon los. „Du rufst mich morgen dann aber schon an, oder?“, und war plötzlich nicht mehr so sicher, dass das alles eine gute Idee sei. Ich beruhigte ihn: „Na klar!“ Die restlich Autofahrt sprachen wir nicht viel. Als wir da waren, staunte ich nicht schlecht... Meine Eltern lebten echt schön, aber das hier war other level of Luxus! Alles war sehr modern! Dann sah ich auch schon die Jungs, die vermutlich auf mich warteten, an der Tür stehen. „Bin ich zu spät?“, fragte ich. „Nein, nein! Wir helfen dir nur beim tragen.“, beruhigte mich Namjoon. Nachdem ich sie alle mit einer Umarmung begrüßt hatte, ging ich zurück zum Auto und half meinem Vater mit dem Gepäck. Jimin nahm meinen Koffer, Taehyung die Reisetasche und Yoongi griff nach meinem Rucksack. Ich selbst nahm meine Handtasche und umarmte meinen Vater: „Wenn was ist, ruf mich an!” „Okay, bis Morgen.“ „Bis morgen!“ Wir warteten noch, bis er abgebogen war und gingen dann in den Dorm. Es war sehr schön! Alles war sehr hell und ordentlich. Sie hatten also wirklich aufgeräumt. „Wir können deine Sachen ja erstmal in die Küche stellen“, schlug der gut gelaunte Hoseok vor. Dann begaben wir uns wieder ins Wohnzimmer. Dort setzten wir uns auf die weiße Couch, neben mir Yoongi und Taehyung. Ich begann das Gespräch mit: „Heute wieder mit Terminen beschäftigt gewesen?“ Jimin schüttelte den Kopf und erinnerte mich: „Wir haben aufgeräumt, schon vergessen?“ „Genau genommen haben alle aufgeräumt, außer Namjoon. Der durfte nicht mehr mitmachen, nachdem er eine Vase im Flur zerstört hat“, ergänzte Jungkook. Alle lachten. „Habt ihr eigentlich einen Job oder zahlen eure Eltern euch den Dorm?“, wollte ich wissen. Alle sahen zu Namjoon. Dieser sah zu Jin warum dann alle ihn anschauten. Als der jedoch Taehyung ansah, wanden sich alle Augen diesem zu. Er blickte zu Hoseok welcher zu seinem Sitzbachtbarn Yoongi sah. Der allerdings schaute dann zu Jungkook und alle Blicke folgten ihn. Und dann sah Jungkook zu Jimin welcher dann mich ansah. „Ahh ok, jetzt weiß ich Bescheid...“, meinte ich nur. Dann sagte Jimin: „50:50, wir die eine Hälfte, unsere Eltern die andere.“ „Okay, und was arbeitet ihr? Ich wohn bei euch, dann werd ich das ja wohl wissen dürfen...“, fragte ich etwas genauer. „Ach kommt schon, sagt’s ihr halt... Sie hat ja recht, sie wohnt bei uns und wir... Wollen DAS wirklich vor ihr geheim halten? Das kann gar nicht funktionieren...“, sagte Yoongi. Jungkook zeigte dann auf Namjoon: „Er ist der Leader, also sagt er es ihr auch!“ Alle nickten und Namjoon fing an zu sprechen: „Also du hörst ja EXO, soweit ich mitbekommen habe. Hast du dann schonmal was won BTS gehört?“ Ich schüttelte de Kopf: „Ne, sollte ich?“ Jimin sagte dann: „Das sind sieben gut aussehende und talentierte Jungs und ihre Boygroup ist, nun ja, sagen wir mal international sehr bekannt.“ Taehyung lachte und alle anderen warfen Jimin einen warnenden Blick zu. „Oh, und ich kenn sie gar nicht... Aber was ist denn mit denen“, fragte ich etwas peinlich berührt, da ich tatsächlich noch nie von ihnen gehört hatte. Dann sagte Jungkook: „Du sitzt gerade mit ihnen auf na weißen Couch“, und lachte...

    Hey, gestern ist ja nichts gekommen, dafür erstmal Entschuldigung... Dafür habe ich die zwei etwas kürzeren Kapitel 8 und 9 jetzt zu einem Langem zusammengefasst. Hoffe es gefällt euch.:-)
    Bye

    9
    9. Kapitel Ich sah sie erst etwas ungläubig an. Alle grinsten. Ohne ein Wort zu sagen nahm ich mein Handy raus. „Ruft sie jetzt ihren Dad an, dass
    9. Kapitel

    Ich sah sie erst etwas ungläubig an. Alle grinsten. Ohne ein Wort zu sagen nahm ich mein Handy raus. „Ruft sie jetzt ihren Dad an, dass er sie abholen soll?“, fragte Jin. Aber ich googelte: BTS. Und es kamen Ergebnisse, sie hatten sie die Boygroup also nicht ausgedacht. Als ich mir Bilder anschaute stellte ich fest, dass das was sie mir da erzählten, wirklich war sein könnte... „Hallo, bist du noch anwesend?“, fragte mich Hoseok und wedelte mit seiner Hand vor meinem Handydisplay, das ich ganz genau ansah, herum. Und dann machte es in meinem Kopf klick: „Jetzt ergibt das alles Sinn... Ihr hattet gar keine Termin, darum haben alle so komisch reagiert. Ihr konntet euch tagsüber nicht treffen, da ihr sonst von Fans überrannt worden wärt und um nicht erkannt zu werden hattet ihr Caps und Masken auf!“ „Wooowww, sie ist ein Genie“, kommentierte Yoongi sarkastisch und stand klatschend auf. Dann lief er in die Küche und holte sich etwas Wasser zu trinken. „Und ihr hattet allen Ernstes vor, mir DAS zu verschweigen? Das ist nicht euer Ernst...“, lachte ich und war fast etwas sauer, das mir niemand was erzählt hat, zumal ich mit Jungkook auch über K-Pop gesprochen hatte. Taehyung verteidigte sich dann und zeigte auf Namjoon: „Er ist der Leader, schimpf ihn, er hat hier das sagen!“ Namjoon gab sich eine Facepalm und meinte dann: „Ich habe nur Jimins Vorschlag genehmigt, meine IDEE war das nicht!“ „Es ist mir sowas von egal, wer was genehmigt und vorgeschlagen hat. Was hättet ihr denn gemacht, wenn ich ganz normal meiner Freundin eure Namen schreibe und das ich bei euch wohne und sie Fan ist? Ich hatte bis vor paar Minuten noch nie was von BTS gehört, ich weiß nicht ob meine Freunde euch kennen...“, sagte ich genervt. Alle sahen auf den Boden und dann brach Yoongi die unangenehme Stille: „Naja, dank mir weißt du es jetzt und schreibst deinen Freunden lieber nicht die Namen deiner Mitbewohner...“ Dann richteten die Blicke der Andereren auf mich und ich sagte lachend: „Naja, so schlau, dass ich das jetzt nicht in meine Insta-Story stellen sollte, bin ich zum Glück.“ Jetzt lachten die anderen auch. Ich schlug vor, doch ein paar ihrer Musikvideos anzuschauen, aber sie sagten, dass sie mir lieber von der Gruppe erzählen wollten. Ich lauschte ihnen und erfuhr Namen ihrer Alben, was die ARMYs sind und lustige Momente von Konzerten. Die Zeit verging schnell und um 19:24 Uhr kündigte Seokjin an, jetzt Abendessen zu machen. Alle nickten und er begab sich in die Küche. Namjoon folgte ihm, damit er nicht so alleine sei. Wir unterhielten uns noch über dies und das, der einzige der sich nicht mehr am Gespräch beteiligte, war Jimin. Sein Blick ruhte auf mir, das spürte ich. Ich sah in an, doch er hörte nicht auf mich anzustarren. Ich sah wieder von ihm weg, in der Hoffnung er würde es mir gleich machen. Aber nein. Ich war sehr dankbar als Namjoon uns zum Tischdecken rief. Dann setzte ich mich zwischen Namjoon und Jungkook, mir gegenüber ließ sich Jimin nieder. Na toll! Während des Essens versuchte ich Jimins Blick, der wie vorhin im Wohnzimmer auf mir ruhte, zu ignorieren. Das bekam ich tatsächlich sehr gut hin. Und dann, dafür liebe ich ihn einfach, sprach Seokjin Jimin an: „Schmeckt‘s dir, Chim Chim?“ Schnell richtete er seinen Blick auf die anderen und antwortete: „Jin, du übertrifft dich jeden Tag selbst!“ Alle lachten laut los. Danach konzentriere sich Jimin zum Glück auch auf das Gespräch und nicht mehr auf mich. Als wir fertig waren, brachten wir alle unsere Teller in die Küche. Dann begannen die Jungs einfach so „Schnick, Schnack, Schnuck“ zu spielen. Nach ein paar Runden schrie Taehyung auf: „Nein, ich war schon gestern dran“ „Pech“, lachte Hoseok schadenfroh. Dann machte Taehyung sich an den Abwasch. Ich hatte das ganze bis jetzt beobachtet und begann zu lachen: „Ihr spielt Schnick, Schnack, Schnuck und der Verlierer muss den Abwach machen?“ „Ich sagte doch, sie ist ein Genie“, gab Yoongi wieder seinen Senf dazu. Dann meinte Jungkook: „ Was heißt IHR? Heute hast du noch den „Neuankömmlings-Schutz“, der ist morgen aber weg. Dann kann das genau so gut dir passieren!“ Ich sah ihn ungläubig an, da ich Abwasch einfach grässlich fand. Auf meinen Blick hin lachten sie wieder. Wir gingen schon mal ins Wohnzimmer um einen Film auszusuchen. Alle schlugen Horrorfilme wie ES, Escape Room, Countdown oder Halloween vor. Ich hingegen war für sämtliche Komödienfilme. Horror machte mir wirklich Angst und ich konnte Nächtelang nicht mehr schlafen nach dieser Art von Filmen. Als Taehyung dann aber auch noch dazukam war ich mehr als überstimmt. Darum konnte ich mir jetzt ES 2 reinziehen. Na toll! Als ich den 1. Teil gesehen habe, schwor ich mir die Fortsetzung niemals anzusehen. Dieses Versprechen musste ich hiermit brechen. Jimin und Jin gingen in die Küche um Snacks zu holen, Hoseok und Jungkook gingen in den Abstellraum um Getränke zu holen. Taehyung und ich holten Decken und Kissen während Namjoon und Yoongi den Film auf Netflix suchten. Innerlich war ich gerade komplett am ausrasten. Wie sollte ich diesen Film nur überleben? Ich versuchte mir meine Angst nicht anmerken zu lassen. Als wir zurückkamen, hatten sich alle schon aufs Sofa gesetzt und warteten auf uns. Sie hatten noch zwei Lücken auf der riesigen Couch gelassen: zwischen Jungkook und Hoseok, auf die Taehyung sofort zurannte und zwischen Yoongi und ... Jimin! Das kann doch nicht wahr sein. Aber ich lief auf die Lücke zu und setzte mich. Dann drückte Yoongi auf Play.
    Es ging noch, ich hatte zwar meine Augen größten Teils zu aber ich lebte noch und ich glaube niemand hatte gemerkt, dass ich innerlich gerade starb. Und dann ging es an die spannendste Stelle des Film. Alle neben mir starrten gespannt auf den Bildschirm, ich starrte auf die Decke, die Jimin und ich uns teilten. Und dann... „(D/n), du musst hinschauen, es wird spannend!“, meinte Yoongi neben mir und stupste mich an. Vorsichtig sah ich auf den Fernseher und erschrecken mich. Instinktiv griff ich nach Jimins Hand und drückte meinen Kopf gegen seine Brust. Dieser war sehr überrascht und aber sagte nichts, sondern... er legte seinen Arm um mich. In diesem Moment realisierte ich erst, was ich gerade tat... Ach du scheiße! Schnell löste ich mich wieder von ihm und sah wieder an die Decke. Jimin warf mir von der Seite einen irritierten Blick zu, sagte aber nichts und konzentrierte sich wieder auf den Film. Den restlich Film lang schaute ich überall hin, außer auf den Bildschirm und zu Jimin. Ein paar mal zuckte ich noch zusammen, hatte mich aber soweit im Griff, nicht wieder Jimin so nahe zu kommen. Ich war zu erleichtert, als der Abspann endlich losging und schnaufte erst einmal tief durch. Alle standen auf und Taehyung suchte alle Decken vom Sofa zusammen um sie wieder wegzuräumen. Dann zog er Jimins und meine weg und um Gottes Willen! Das kann nicht sein! Bitte lass das einfach nur einen Albtraum sein!

    10
    10. Kapitel

    Ich sah noch einmal hin, weil ich es einfach nicht glauben wollte. Aber es war wahr... Und Jimin und Taehyung hatten es auch bemerkt und sahen mich verdutzt an. Ich hatte meine Tage bekommen! Meine Jogginghose und die Couch waren voller Blut. Dann fiel mir auf, dass nicht nur meine Jogginghose, sondern auch Jimins voller Blut war. Oh mein Gott. Ich wusste weder was ich sagen noch was ich machen sollte. Darum meinte ich nur: „F*ck!“ Aber das hätte ich mir dann auch sparen können, denn jetzt ist Allen aufgefallen, dass etwas nicht stimmte und kamen zu uns! Peinlicher geht es nicht: Jimin und ich saßen mit voll gebluteten Jogginghosen auf der inzwischen roten Couch und alle anderen standen um uns herum! Und dann: Jungkook bekam den Lachanfall seines Lebens, so kam es mir zumindest vor, und hatte nach kurzer Zeit Taehyung angesteckt. Jetzt lagen die Beiden lachend auf dem Boden. „Ignorieren wir die Kinder“, schlug Namjoon dann vor und wand sich wieder mit zu. Auf Namjoons Bemerkung hin musste jetzt auch Jimin loslachen. Jin, Hoseok und Yoongi mussten sich zusammenreißen, nicht auch mit einzustimmen. Aber als Namjoon dann auch anfing zu lachen konnten sie es auch nicht mehr unterdrücken. Da es kein auslachen war sondern einfach ein Lachen, da die Situation in ihren Augen scheinbar lustig war, lachte ich mit. So wurde der moment irgendwie weniger peinlich... Nach einigen Minuten riss Namjoon sich dann wieder zusammen und schlug vor: „Jimin und (D/n), ihr zieht euch jetzt erst mal ne andere Hose an und wir machen hier mal sauber. Das geht ja von dem Ledersofa ohne Probleme wieder weg, okay?“ „Bestimmt macht ihr jetzt hier mein Blut weg!“, meinte ich sarkastisch, „Nein, das könnt ihr ja mal sowas von vergessen! Ich zieh mich schnell um und mach das dann!“ Dann standen Jimin und ich auch schon auf. Er ging in sein Zimmer um sich umzuziehen und ich holte aus der Küche, wo noch meine Koffer standen, eine schwarze Jogginghose und verschwand im Badezimmer im Erdgeschoss. Als ich mich schnell duschen war fiel mir etwas ein: Ich hatte keine einzige Binde dabei! Darum brauchte ich eine Notlösung... Ich stopfte meinen sauberen Slip mit Toilettenpapier voll und zog meine Jogginghose an. Dann ging ich raus und wollte die Jungs fragen, ob einer von der Tankstelle oder so mir Binden kaufen könnte. Natürlich mega peinlich, aber noch peinlicher wäre es, noch einmal auszulaufen. Als ich ins Wohnzimmer sah, saßen alle wieder auf der Couch, einschließlich Jimin, und unterhielten sich. Sie hatten das Sofa doch sauber gemacht! Nicht ihr Ernst! Aber dann sahen sie mich und wurden still bis ich meinte: „Sorry...“ „Alles gut, kann ja mal passieren...“, meinte Jimin und lächelte mich wie die sechs anderen an. Dann fing ich an: „Ich hätte da übrigens noch ein ganz kleines Problemchen... Also, naja, ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich meine Tage bekomme... und ehm, hab weder Binden noch Tampons dabei... könnte vielleicht...“ Weiter kam ich nicht, denn ich wurde von Jin unterbrochen: „Gib mir fünf Minuten. Ich fahr schnell zur Tankstelle und hol dir was.“ Dann stand er auch schon auf und ging. Dann bot Namjoon an: „Setz dich doch zu uns. Es ist komisch wenn du da so rumstehst.“ Also ging ich auf sie zu und setzte mich aufs Sofa, besser gesagt auf meinen Pulli, den ich noch etwas runter zog. Wir redeten über unsere Ängste. Keine Ahnung wie wir darauf kamen, aber dann war Jungkook dran: „Naja, wie die meisten ja schon wissen habe ich Angst vor Mikrowellen“ „Und Frauen!“, ergänzte Jimin ihn lachend. Jungkook wurde rot. „Hast du wirklich Angst vor Frauen, Jungkook? Hätte ich jetzt nämlich nicht gedacht...“, sagte ich und sah ihn lächelnd an. Jimin hörte auf zu lachen und warf Jungkook einen Todesblick zu: „Was soll das denn jetzt heißen?“Dieser sah in unschuldig an und hob nur die Hände. „Jimin, komm mal runter!“, beruhigte ihn Hoseok. Ich war scheinbar die Einzige die gar nichts verstand. Darum verzog ich mein Gesicht nur und gab dann ein „Hä“ von mir. Yoongi lenkte dann ab: „Is nicht so wichtig. Aber ich habe vor Kühen Angst...“ Jetzt konnte ich echt nicht mehr... Ich lachte lauthals los: „Vor was habt ihr denn Angst! Elefanten, Kühe, Mikrowellen und Frauen? Ihr verarscht mich doch!“ Taehyung schüttelte den Kopf: „Leider nein... Aber von was hast du denn Angst?“ Ich überlegte und meinte: „Bis vor paar Tagen hätte ich wahrscheinlich Spinnen gesagt, aber nachdem was mit meiner Mum passiert ist, eine Person zu verlieren, die mir wichtig ist...“Es war still. Zu still. Und dann kam Jin endlich und unterbrach die Stille: „(D/n), komm schnell her. Ich war mir nicht sicher was genau man da braucht...“ Alle rannten zur Tür und ich lachte los: „Naja, soviel brauch ich auf jeden Fall nicht.“ Er hatte vier Tüten mit verschiedensten Damenhygieneartikeln dabei. Ich nahm einfach aus einer der Tüten die oberste Packung Binden und verschwand im Badezimmer. Als ich wieder raus kam fragte ich Jin: „Sag mal, was hat das denn alles eigentlich gekostet?“ „Um einiges mehr als ich dachte, aber nicht soviel das ich pleite bin. Also, lass stecken.“, erwiderte er lachend. Ich bedankte mich noch und wir beschlossen schlafen zu gehen, da es schon sehr spät war. Also brachten mir die Jungs sämtliche Kissen und Decken ins Wohnzimmer, wo ich ja fürs erste schlafen würde. Dann wünschten sie mir eine gute Nacht und gingen nach oben, zu ihren Zimmern.
    Ich war wenige Minuten später fertig und machte das Licht aus. Und als ich dann so auf der Couch lag, dachte ich an den Film und bekam Angst. Plötzlich hörte ich nur noch Clowns lachen, sah Kinder in gelben Jacken mit roten Luftballons und dann auch noch Clowns. Ich hatte so schrecklich Angst. Als ich dann auch noch an meine Mum dachte, fing ich endgültig an zu weinen. Und mein Dad war auch ganz alleine. Und ich war hier und hörte und sah überall die gruseligsten Dinge. Ich musste weg hier und rannte die Treppe nach oben zu den Zimmern der Jungs. Ich wusste nicht wem welches Zimmer gehörte und selbst wenn ich es wüsste, wüsste ich nicht in welches Zimmer ich gehen sollte. Also ging ich zum ersten Zimmer auf der linken Seite. Als ich reinkam fand ich einen ruhig schlafenden Yoongi vor. „Yoongi? Yoongi, wach auf!“, sagte ich so laut es möglich war um nicht den ganzen Dorm zu wecken. Als er nicht reagierte rüttelte ich etwas an ihm und er wachte auf: „Hmmm? Ich will noch schlafen!“
    „Darfst du auch aber ich hab Angst!“
    „Wovor zur Hölle hast du jetzt Angst?“
    „Vor dem Film, den ihr alle unbedingt schauen wolltet.“
    Er lachte amüsiert: „Ach komm, der war doch nicht schlimm!“
    „Für mich halt schon...“
    Er rollte sich immer noch im Halbschlaf von der Mitte des Bettes auf die Seite und sagte: „Dann schlaf halt hier, bevor dich da unten noch irgendwelche Clowns umbringen...“
    „Danke...“
    Es war mir gerade alles relativ egal. Ich legte mich auf die andere Seite seines Bettes und wir hatte mindestens einen halben Meter Abstand. Also schloss ich die Augen und konnte endlich einschlafen.

    Ich hörte, das sich jemand räusperte. Dann öffnete ich langsam die Augen. Wo zur Hölle war ich? Vor mir standen Namjoon, Jin, Hoseok, Jimin, Taehyung und Jungkook. „Hä, wo ist denn der siebte im Bunde?“, fragte ich irritiert. Sie hoben Alle eine Augenbraue an und dann merkte ich es erst, da sich unter meinem Kopf etwas bewegte. Dann schrak ich auf und stellte fest, das ich bis vor wenigen Sekunden auf Yoongis Oberkörper lag. Und er war Oberkörperfrei. Noch schlimmer wurde es jedoch als ich eine Hand an meiner Taille bemerkte. Dann wachte Yoongi auch endlich auf und erschrak sich mindestens genau so sehr wie ich. Schnell nahm er seine Hand von mir und zog die Decke an sich. „Wa... was macht ihr denn hier?“, stotterte er noch total verschlafen. Jimin sah in wütend an und antwortete: „Keine Ahnung. Schauen wo (D/n) abgeblieben ist?“ „Dann erzählt mal, wie das hier passiert ist!“, befahl Jungkook und sah Yoongi auch mit einem Todesblick an.

    Hey, in dem Kapitel bin ich mal auf ein Problem eingegangen, das wir Mädchen doch alle früher oder später haben: Periode. Ihr könnt mir gerne auch noch andere Themen vorschlagen, die ich in die Ff mit einbeziehen könnte ;) Bin da relativ offen für alles. und um es schonmal anzudeuten: am Ende habt ihr dann letztendlich doch die Wahl... Was ich meine werdet ihr sehen wenn es soweit ist...
    Bis morgen mit neuem Kapitel

    11
    11. Kapitel

    „Ganz einfach: Ihr kommt mir eurem Horrorfilm an, ich lieg unten alleine am Sofa und bekomme voll die Angst und komme hoch, wusste nicht wo wer sein Zimmer hat und zu wem ich überhaupt gehen sollte, bin dann eben einfach in das erste Zimmer gegangen, hab Yoongi erzählt das ich Angst hab und er hat gesagt ich kann hier schlafen. ABER als wir eingeschlafen sind, lag ich auf der Seite und Yoongi auf der. Keine Ahnung wie das passiert ist!“
    Hoseok begann zu lachen: „Du hattest nicht ernsthaft wegen dem Film Angst oder?“ „Vor was dem sonst? Vor deinem Schnarchen, das man im ganzen Dorm gehört hat auf jeden Fall nicht“, antwortete ich schlagfertig. Hoseok hörte auf zu lachen, dafür lachte ich jetzt mit allen, außer Jimim und Yoongi. Jimin warf dem anderen immer noch Todesblicke zu während dieser versuchte mit Zeichensprache irgendetwas zu erklären.
    „Okay jetzt zieht euch mal um und kommt runter, bevor das Frühstück kalt wird“, befahl Jin dann und sie verließen den Raum. Ich stand auf und sagte noch „bis gleich“ bevor ich sein Zimmer verließ und zu meinen Koffern, die inzwischen im Wohnzimmer standen, lief. Dann ging ich ins Badezimmer, duschte mich, machte mir Locken und ein dezentes Make-up. Als ich fertig war zog ich mir eine schwarze, enge Jeans an und dazu einen weißen Levi’s Hoodie. Dann ging ich zu den Anderen, die schon alle versammelt am Tisch saßen. Ich setzte mich neben Hoseok, gegenüber von Taehyung. Ich sagte nichts und die Jungs waren damit beschäftigt ihren Tag zu planen beziehungsweise, was sie heute arbeitstechnisch vorhatten. Dann meinte Jin aufeinmal: „(D/n), was machst du eigentlich den ganzen Tag? Uni oder jobben?“ „Naja, in Deutschland hab ich Nachmittags in einem Café gejobbt und mein Studium habe ich aufgrund meiner Mum ja abgebrochen, also hab ich nichts zu tun...“, antwortete ich und es war mir fast etwas peinlich, da ich sie vor ein paar Tagen noch aufgezogen hatte, dass sie nichts in ihrem Leben erreicht hatten und jetzt doch ich die war, ohne Job oder Studium. Dann schlug Namjoon mir vor: „Wie wäre es wenn du dann heute nach nem Restaurant oder so suchst, wo du fürs erste arbeiten kannst und dir dann was richtiges und einen Studienplatz suchst? Hast du einen Führerschein?“ Ich nickte und sagte: „Kann ich machen und ich hab auch einen Führerschein, aber kein Auto...“ „Wir nehmen den Van, dann kannst du das andere Auto nehmen.“, bot Taehyung an und ich nahm das Angebot dankend an. Da die Jungs spät dran waren schickte ich sie los und räumt das Geschirr alleine in die Spülmaschine. Dann nahm ich meine Handtasche und zog mir eine weiße Winterjacke an. Nachdem ich mein Outfit abgecheckt hatte, griff ich noch nach dem Schlüssel, den die Jungs mir da gelassen hatten (für Auto und Dorm), ging nach draußen, schloss ab und stieg ins Auto. Als ich drinnen saß und gerade losfahren wollte, wusste ich nicht mal, wohin ich fahren sollte und holte mein Handy raus um nach Lokalen zu suchen. Ich hatte einige gefunden und fuhr los in die Innenstadt Seouls. Dann hielt ich auch schon vor meinem ersten Ziel: ein Eiscafé. Doch drinnen meinte der Chef nur: „Wir haben gute Angestellte und brauchen keine Neuen!“ Ich verabschiedete mich höflich und fuhr weiter. Bei fünf weiteren Lokals wurde ich abgewiesen. Ich wollte mich gerade wieder auf den Heimweg machen, als ich bei einem sehr gut besuchten Koreanischem Restaurant vorbeifuhr. Ich hielt und ging nach innen. Ich wurde von dem gestressten Personal freundlich begrüßt. Eine wollte mir schon einen Tisch zuweisen, als ich erklärte, dass ich nur hier war, weil ich einen Job suchte. Sie nickte und deutete auf einen Platz und verschwand in der Küche. Wenige Minuten später kam die Bedienung wieder, mit einem älteren Mann im Schlepptau. Sie deutete auf mich und ich hob meine Hand, damit er wusste, wen sie meinte. Dann kam er auch schon auf mich zu: „Annyeong! Was führt Sie zu uns?“
    „Annyeong! Ich bin auf der Suche nach einem Job...“
    „Arbeitserfahrung haben Sie?“
    „Ja, ich habe ein Jahr lang in Deutschland in einem Café gearbeitet.“
    „Warum waren Sie in Deutschland und warum sind Sie jetzt wieder hier?“
    „Ich habe in Deutschland studiert, habe das Studium aber abgebrochen, da bei meiner Mum, die hier lebte, Krebs diagnostiziert wurde. Sie ist leider verstorben bei einem Unfall. Ich möchte für meinen Vater da sein und darum in Südkorea bleiben.“
    „Ich verstehe, wie viel Zeit haben Sie denn so?“
    „Viel, ich hab ja nichts mehr zu tun“
    „Ich stelle Sie auf Probe für einen Monat ein. Montag bis Donnerstag hast du Mittags von 11-14:30 Uhr Schicht. Freitag bis Sonntag Mittags von 11-14:30 Uhr und Abends von 17-22:30 Uhr. Was hältst du davon?“
    „Wie sieht es mit meinem Gehalt aus?“
    „In der Probezeit würde ich dir 1300€ zahlen, danach natürlich mehr. (Autor: hab ich jetzt einfach mal in Euro angegeben, ich weiß aber, dass es in Südkorea keinen Euro sondern Südkoreanische Won gibt ;))
    „Okay, wann fang ich an?“
    „Morgen bist du um 11 Uhr da. Da machen wir den Papierkram und ich stelle dir Kim Yumi vor. Sie arbeitet schon länger hier und wird dir helfen, dich zurecht zu finden“
    „Okay, dann bis morgen“
    „Bis morgen“

    Also das so ein Vorstellungsgespräch auch mitten im Restaurant und so schnell gehen kann, hätte ich nicht gedacht. Aber ich hatte einen Job gefunden und das innerhalb von... 3 Stunden! Ich bin erst seit drei Stunden unterwegs? Naja, ich beschloss mir noch Essen mitzunehmen und fuhr nach Hause. Dort stellte ich das Auto ab und schloss auf, zog meine Jacke und die Schuhe aus und ging ins Wohnzimmer. Ich breitete das Essen auf dem Couchtisch aus und machte den Fernseher an. Obwohl ich noch nicht mal 24 Stunden hier wohnte, fühlte ich mich schon sehr wohl! Ich aß und lauschte den Nachrichten. Es war nichts wirklich spannendes passiert warum ich den Fern wieder ausschaltete und mein Handy rausnahm. Dann nutze ich die Zeit alleine und rief meinen Dad an:
    „Hallo Prinzessin. Schön das du dich meldest“
    „Hab ich doch versprochen!“
    „Also erzähl mal, wie ist es so?”
    „Echt cool. Sie lenken mich echt gut ab. Und heute hab ich mir einen Job gesucht! Ab morgen arbeite ich in einem Koreanischen Restaurant!“
    „Das freut mich zu hören, das sie dich so motivieren“
    „Und wie ist es bei dir?“
    „Ich hab mich gestern mit einem Freund zum Kartenspielen getroffen und habe heute noch Familienmitgliedern von dem Tod deiner Mutter erzählt. Heute Abend kommt dein Onkel zum Abendessen.“
    „Das freut mich, das du dich verabredest!“
    Wir redeten noch 20 Minuten bis wir dann ausmachten übermorgen wieder zu sprechen, damit ich von meinem Job erzählen konnte. Ich legte mein Handy beiseite und legte mich auf die Couch. Dann begann ich einen großen Fehler: ich schloss die Augen. Das führte dazu, dass ich wenige Sekunden später einschlief.
    Als ich sie wieder öffnete schaute ich nur in das wenige Zentimeter entfernte Gesicht von Jimin. Als ich wach war, wich er zurück und setzte sich neben mich. Ich richtete mich auf und rieb mir die Augen: „Wie lange bist du schon hier und wo sind die Anderen?“ Er lächelte mich an und antwortete: „Ich bin seit ungefähr einer halben Stunden hier. Die Anderen arbeiten noch. Sie haben mich hier her geschickt, weil wir dich nicht erreicht haben...“ Ich nahm mein Handy, welches neben mir lag: 50 Nachrichten und 37 verpasste Anrufe. „Ups, tut mir leid...“, entschuldigte ich mich. „Nicht schlimm. Warst du erfolgreich?“ „Ja, ab morgen bin ich für einen Monat auf Probezeit.“, erzählte ich stolz. „Wow, das ging ja schneller als gedacht... Willst du Kaffe?“ „Ja gerne!“ Er lächelte mich noch an bevor er in der Küche verschwand.

    12
    12. Kapitel

    Da es kühl war, drehte ich die Heizung auf und nahm mir eine Decke. Dann wartete ich auf Jimin. Er kam ein paar Minuten später mit zwei Tassen Kaffe und einer Tafel Schokolade wieder. „Wenn du deine Tage hast, hast du dich bestimmt Lust auf Schokolade, oder?“, er grinste mich frech an. Auf die Schokolade in seiner Hand starrend sagte ich: „Nicht nur dann. Und jetzt gib schon her!“ Er lachte und stellte den Kaffe auf den Couchtisch dann gab er mir endlich die Schokolade. Mega lecker, wie Schokolade halt so ist...! Wir aßen noch ein paar Stücke Schokolade und tranken etwas Kaffe, als Jimin mich immer noch grinsend fragte: „Was war gestern Abend eigentlich mit dir los?“ Ich war wirklich kurz verwirrt und fragte darum: „Was genau meinst du?“ „Du hast plötzlich meine Hand genommen und mit deinem Kopf in meine Brust gedrückt, dann dachte ich, du willst kuscheln und dann hast du dich weggedreht...“, sagte er und sein Lächeln verschwand als er am Ende seines Satzes war. Ich verschluckte mich etwas und dachte nach. Dann laberte ich drauf los: „Ich find Horrorfilme echt schrecklich und hab darum weggeschaut. Dann hat Yoongi gesagt ich soll hin schauen. Das hab ich dann auch und hab mich krass erschrocken. Tut mir leid, ich wollte dir nicht so nahe kommen...“ „Ach, kein Problem...!“ Er legte seinen Arm um mich und ich zuckte kurz zusammen. Dann fragte er weiter: „Und was ist mit Yoongi?“ „Was soll mit ihm sein?“ „Keine Ahnung, du hast bei ihm geschlafen!“ „Wegen dem Film der auch der Grund ist, warum ich dir fast die Hand gebrochen hätte. Warum willst du das eigentlich wissen?“ Erst etwas überfordert mit der Gegenfrage antwortete er schließlich: „Nur so, weiß ja niemand außer euch selbst was da war... oder ist...“ „Es war und ist nichts und selbst wenn, sollte es dich nicht interessieren...“ Einen Moment war es still, dann fragte ich: „Wie habt ihr mich eigentlich erkannt, wusstet noch meinen Namen und das ich mal einen Crush auf dich hatte?“ Er lachte amüsiert und klärte mich auf: „Du hast dich natürlich verändert, aber nicht so krass, dass man dich nicht mehr erkennen hätte können! Und Lee (D/n) ist jetzt auch nicht so schwer zu merken, Vor allem... Naja ich wusste noch das du einen Crush auf mich hattest, da... ich... vielleicht auch ein bisschen in dich verliebt war...“ Sagte er und sah mich mit funkelnden Augen an, ich konnte mir den Kommentar einfach nicht verkneifen: „War?“ Platze es darum aus mir heraus und mein Blick galt jetzt seinem Arm, den er immer noch um mich gelegt hatte. Er zuckte mit den Schultern und sah mich weiterhin an: „Willst du wohl, dass es noch so ist?“ Ich schüttelte lachend den Kopf. Ich weiß nicht warum ich das tat, aber ich legte meinen Kopf auf seine Schulter und schloss die Augen. Trotz des Kaffes war ich sehr müde und schlief darum erneut ein. Etwas später merkte ich, das ich von zwei starken Armen angehoben und die Treppe noch oben getragen wurde. Dann wurde ich in ein Bett gelegt und zugedeckt. Nachdem der Rollo nach unten gefahren worden war, verließ die Person den Raum und ich schlief erneut fest ein.
    Ich öffnete meine Augen und fand mich in einem dunklen Raum. Schnell knipste ich das Nachtlicht neben mir an, das ich gerade so erkennen konnte. Ich sah mich um und stellte fest, dass ich alleine war. Unten hörte ich Stimmen, was wohl hieß, das die anderen zurück waren. Ich ging aus dem Zimmer und die Treppen nach unten. Dort saßen alle auf der Couch und unterhielten sich über... mich! Ich spielte kurz mit dem Gedanken etwas zu lauschen aber ging dann doch lieber zu ihnen. „Ah, unser Dornröschen ist erwacht!“, begrüßte Hoseok mich. „Wie viel Uhr haben wir denn?“, fragte ich geschockt. Taehyung sah auf sein Handy und lachte: „Gleich 20 Uhr!“ „Warum weckt ihr mich denn nicht? Wie soll ich jemals wieder sowas wie einen anständigen Schlafrhythmus finden?“, ich sah sie vorwurfsvoll an. Namjoon hob die Hände: „Ich wollte dich wecken aber Jimin hat niemanden zu dir gelassen, weil du wohl so müde warst...“ Bevor ich darauf reagieren konnte sprach Jin schon: „Dornröschen hat doch bestimmt Hunger, oder?“ Ich nickte energisch und alle um mich herum lachten. Dann ging Jin in die Küche und brachte mir was er vom Abendessen für mich aufgehoben hatte. Ich aß schnell und sah dann wieder in die Runde. Alle schauten mich an und wollten irgendetwas wissen, aber ich wusste nicht was. Dann fragte Jungkook endlich: „Wie läufts mit der Jobsuchenden?“ „Ach darum schaut ihr mich alle so komisch an. Sehr gut, ich bin ab morgen in Probezeit. Darum muss ich auch pünktlich um 11 Uhr in der Innenstadt im Restaurant sein.“, klärte ich sie auf. „Wir sollen morgen um 8 Uhr bei Big Hit, also unserem Entertainment, sein, haben aber auch schon um 13 Uhr aus.“, freute sich Yoongi. „Na toll, und ich darf bis 14:30 Uhr arbeiten! Gerechtigkeit?“, regte ich mich auf. Darauf hin konterte Jin: „Jetzt reg dich nicht so auf! Wer ist denn seit 13 Uhr zu Hause und pennt und isst seit dem?“ „Ich hab meine Tage, da darf ich das!“ Wir lachten wieder. Dann wünschten die Jungs mir eine gute Nacht und gingen nach oben. Ich ging ins Bad und machte meinen gewöhnliche Abendroutine. Dann zog ich mir einen Schlafanzug an und drehte die Heizungen ab. Als ich dann da lag, dachte ich natürlich wieder an den Film. Das war auch nicht ungewöhnlich, der würde mir die nächsten Tage nicht mehr aus dem Kopf gehen. Der Stille nach zu urteilen, waren die Jungs schon am schlafen oder kurz davor. Ich wollte nicht wieder die Entscheidung treffen müssen, in welches Zimmer zu gehen, darum beschloss ich einfach zu schreien. „HILFE!“, schrie ich ganz laut und und wenige Sekunden später kamen alle Sieben die Treppe runter gerannt: Alle Oberkörperfrei! Können die sich nicht einfach was anziehen? Jimin schrie schon von der Treppe aus: „Was ist passiert?“ Dann standen sie alle vor mir: „Ich hab Angst...“ Die vorhin noch so verschreckten Gesichter wandelten sich jetzt in genervte um. „Und darum schreist du ‚Hilfe‘ und tust so als würdest du gleich sterben!“, fragte Taehyung ungläubig. „Sonst kommt ihr ja nicht und außerdem, ich bin fast gestorben!“ „Und was sollen wir jetzt machen?“, fragte der übermüdete Jin. „Keine Ahnung, euch was anziehen und mir erzählen, dass es keine Clowns gibt die mich gleich umbringen?“ „Niemand wird dich umbringen oder sonst irgendetwas und jetzt gute Nacht”, versuchte Yoongi mich genervt zu beruhigen. Dann starrte ich auf den Boden und dachte nach. „Okay, tu mir einen Gefallen und schlaf jetzt einfach!“, flehte Namjoon mich an. „Hab ich doch schon probiert, es geht nicht!“ Aber ich bin sooo müde...“ Jimin, der bis jetzt nichts gesagt hatte, flüsterte Namjoon jetzt was ins Ohr. Dieser nickte und dann meinte Jimin: „Okay, ihr könnt hoch gehen, ich kümmer mich um sie...“ Die Jungs warfen ihm einen dankenden Blick zu und gingen zurück nach oben. Er streckte mir die Hand hin und meinte: „Los, komm mit, du kannst bei mir schlafen.“ Ich nahm schnell seine Hand und folgte ihm in den Raum, in dem ich heute Abend aufgewacht bin. Das war also sein Zimmer. Ich begutachtete es gar nicht so genau sondern folgte Jimin nur schnell ins Bett. Natürlich legt ich mich mit Abstand zu ihm hin. Aber als ich gerade im Halbschlaf war, spürte ich, dass Jimin mich von hinten umarmte und an sich heranzog. Ich war müde und ließ ihn darum mich umarmen und schlief ein.

    Hey, es tut mir so leid, das die letzten zwei Tage nichts kam. Ich bin ehrlich: ich hab’s komplett vergessen vor lauter schreiben. Aber ich werde jetzt wirklich jeden Abend 20:30 Uhr ein Kapitel hochladen. Dann noch danke für über 600 Aufrufe. Als ich angefangen habe zu schreiben, hätte ich nicht mal gedacht, dass das ganze überhaupt einen Aufruf bekommt.. Also DANKESCHÖN!: D Vielleicht habt ihr ja Lust, mir auch mal Feedback zu geben, würde mir echt helfen ;) Dann hoffe ich, dass euch das Kapitel gefällt, schönen Abend noch!

    13
    13. Kapitel

    Als ich am nächsten Morgen aufwachte, spürte ich zwei warme Hände auf meinem Bauch. Im Zimmer war es hell, warum ich die Auge noch einmal schloss. Dann hämmerte auch schon jemand an die Tür: „Jetzt steht endlich auf, wir essen sonst ohne euch!“, hörte man Taehyung drohen. Plötzlich bewegte Jimin sich und antwortete verschlafen: „Ja, ist gut, wir kommen gleich.“ Man hörte Taehyung wieder gehen und Jimin richtete sich auf. „(D/n), wach auf.“ Als ich mich umdrehte sah ich, dass es immer noch oberkörperfrei war. „Guten Morgen, gut geschlafen?“, fragte er mich. Ich nickte und sah dann weg. Er hatte es bemerkt und wollte besorgt wissen. „Was Ist denn los?“ „Du besitzt nicht ganz zufällig T-Shirts, oder?“ Er lacht und sah mich ungläubig an: „Du hast die ganze Nacht bei mir geschlafen und jetzt stört es dich auf einmal?“ „Jimin!“ Dann stand er immer noch lachend auf und ging auf eine Tür zu, die wohl ins Badezimmer führte. Ich stand auch auf und wollte gerade nach unten gehen. Als ich die Türklinge nach unten drückte, bemerkte ich, dass abgeschlossen war: „Hä Jimin, warum hast du abgesperrt?“ Er kam, immer noch oberkörperfrei und mit Zahnbürste im Mund, wieder ins Zimmer: „Das niemand rein kann!“ Ich zog eine Augenbraue hoch, drehte den Schlüssel um und ging nach draußen. Dann ging ich, wie jeden morgen, in das Badezimmer im Erdgeschoss und machte mich fertig. Als ich fertig war, trug ich eine blaue Jeans mit Löchern an den Knien und ein weißes Top. Darüber hatte ich noch eine weiß-schwarz karierte Bluse. Meine Haare hatte ich zu einem Zopf zusammengebunden und ich hatte mir ein dezentes Make-up gemacht. Dann ging ich zu den Anderen an den Tisch. Sie waren schon fertig, alle außer Jimin. Der hatte, wie es scheint, auch gerade erst angefangen. Ich setzte mich auf den freien Platz neben Yoongi und begann zu essen. „Lass dir heute am Heimweg Zeit, (D/n)! Wir haben eine Überraschung für dich, aber brauchen möglichst viel Zeit“, bat Jungkook mich. Ich schüttelte den Kopf: „Ne, lasst mal. Ich finde Überraschen echt schrecklich!“ Alle lachten und Jin meinte dann: „Das interessiert hier niemanden mehr… Alles schon beschlossen. Und Jungs, wir müssen jetzt langsam los, schon 7:30 Uhr!“ Alle standen genervt auf, Jimin stopfte sich noch etwas Essen in den Mund und brachte dann auch seinen Teller in die Küche. Als er zu den Jungs, die schon Schuhe und Jacke anhatten, gehen wollte, drehte er sich noch mal zu mir um und meinte: „Wir sprechen noch einmal!“ Irritiert nickte ich nur und er ging zu den Anderen. Kurze Zeit später fiel dann auch schon die Tür ins Schloss. Ich aß noch auf brachte meinen Teller weg. Da ich eigentlich damit gerechnet hatte, jetzt die Spülmaschine einräumen zu müssen, war ich überrascht, als ich feststellte, dass jeder seinen Teller schon selbstständig in den Geschirrspüler gestellt hatte. Ich tat es ihnen gleich und ging mit meinem Handy ins Wohnzimmer. Ich wollte Laura schreiben, als mir gerade noch einfiel, das es in Deutschland ja gerade ungefähr Mitternacht sein musste und sie darum wahrscheinlich schlief. Deshalb beschloss ich etwas zu machen, was ich eh schon lange vorhatte. Ich öffnete YouTube und gab in die Suchzeile ‚BTS‘ ein. Ganz oben wurden mir Alben wie ‚BE‘, ‚Love yourself: Answer‘ oder ‚Map of the Soul: 7‘ angezeigt. Ich scrollte runter und fand einige ihrer vermutlich neueren Songs. Ich klickte auf das Musikvideo von ‚DYNAMITE‘. Es überraschte mich, dass es nicht wie die meisten anderen K-Pop Songs zum Großteil auf Koreanisch war, sondern komplett auf Englisch. Es war wirklich nicht schlecht. Ich hörte dann auch andere Songs, wie ‚DNA‘, ‚Mic Drop‘, ‚Life goes on‘ oder ‚I Need U‘. Diese waren dann auch, bis auf einzelne Wörter, auf meiner Muttersprache. Dann hatte ich erstmal wieder genug, von der Musik meiner Mitbewohner und beschloss etwas Anime zu schauen bevor ich mich auf den Weg zum Restaurant machte.
    Um 10:30 schaltete ich dann den Fernsehre aus und zog mir Schuhe und Jacke an. Dann griff ich nach meinem Handy, Geldbeutel und Schlüssel und ging zum Auto. Dort angekommen ließ ich, keine Ahnung wie ich darauf kam, eins von Yoongis Mixtapes laufen. Es war wirklich gut! Dann, um 10:58 Uhr betrat ich meinen neuen Arbeitsplatz. Ich wurde von den Angestellten, die wohl wussten das ich kommen würde, freundlich begrüßt und zu einer Dame, die ungefähr zehn Jahre älter als ich war, geschickt. Als ich auf sie zuging lächelte sie mich schon an und begrüßte mich: „Annyeong! Lee (D/n), nicht wahr? Ich bin Kim Yumi.“ „Annyeong! Ja, die bin ich. Freut mich Sie kennenzulernen!“
    „‚Du’reicht!“
    „Okay“
    „Also. Zu dem Restaurant. Wir öffnen Mittags um 11:30. Du kommst um 11 Uhr um die Tische zu denken und so was. Abends wird um 18 Uhr für die Gäste geöffnet und du kommst wieder eine halbe Stunde früher. Du wirst als Bedienung gebraucht. Es ist zwar sehr stressig, aber du musst immer zu Kunden und Kollegen freundlich bleiben. Die Gäste sollen sich wohl fühlen und wir können auch nur als Team zusammen arbeiten, wenn alle ihr Bestes dafür geben.“
    „Alles klar“
    „Okay, dann komm mal mit. Musst noch bisschen was unterschreiben...“

    Zehn Minuten später war ich mit sämtlichen Formularen dann auch endlich fertig und bekam von Yumi Klamotten zugeworfen.
    „Einheitskleidung für Bedienungen. Kannst dich schnell umziehen gehen.“
    Sie deutete auf einen Raum, an dessen Tür „Nur Personal!“ stand. Ich nickte und zog mich drinnen um. Passt!
    Bei den ersten Gästen die ich bediente, sah Yumi mir noch über die Schulter, aber stellte bald fest, das ich genug Erfahrung hatte und ließ mich machen, während sie Bestellungen anderer Gäste aufnahm.
    Um 14:27 verließe dann auch endlich die letzte Gruppe das Restaurant. Yumi bat mich noch beim abräumen zu helfen und entließ mich danach für den heutigen Tag. Als ich am gehen war, gab sie mir noch zwei weitere Outfits zum Kellnern und verabschiedete sich. Im Auto angekommen sah ich, dass es schon 15 Uhr war! Schnell fuhr ich zum Dorm, aber mehrere hatten anscheinend Feierabend und wollten nach Hause kommen. Die Straßen waren überall verstopft, warum ich noch einmal anhielt und mir noch Essen zum mitnehmen bestellte. Als ich dann gegessen hatte und wieder los fuhr, waren die Straßen deutlich leerer, aber es war auch schon... 15:45! Wie die Zeit rennt. Als ich den Motor anstellte, bekam ich einen Anruf und bleib darum noch auf dem Parkplatz stehen. Namjoon.
    „Hey, was ist denn los?“
    „Ja das wollten wir dich fragen. Als Jk sagte, du sollst dir Zeit lassen, meinte er, dass du dir Zeit lassen sollst, nicht das du nie mehr kommen darfst!“
    „Ich bin länger geblieben und hab mir jetzt noch was zu essen geholt. Ich bin gleich da...“
    „Okay, fahr vorsichtig! Bis dann“
    „Bis dann“

    Dann legte ich auf und fuhr los. Als ich aufsperren wollte, wurde die Tür von innen schon schnell geöffnet. Alle Sieben standen vor mir: „So und was ist jetzt eure Überraschen?“ „Wirst du gleich sehen“, grinste Jungkook mich an, dann hielt mir von hinten auch schon jemand die Augen zu. „Ach kommt schon! Zeigt doch einfach und macht nicht so ein riesen Ding draus!“ Statt zu antworten lachten sie nur und zwei nahmen mich an der Hand und führten mich zur Treppe. Da irgendjemand immer noch seine Hände auf meinen Augen hatte und mich auch niemand warnte, stolperte ich fast: „Vielen herzlichen Dank, dass ihr mir sagt, dass da die Treppe ist.“ Doch dann wurde ich schon weiter nach oben und den Flur entlang gezogen. Dann hörte ich, dass jemand eine Tür öffnete und wir gingen in einen Raum. Dann meinte Jin: „Bei drei darfst du schauen... 1... 2 ... 3“ und dann nahm der Mann, der mir die Augen zugehalten hatte und den ich jetzt als Taehyung erkannte, die Hände von meine Augen. Wir standen in einem Zimmer mit sehr vielen Fenstern und Anthrazit-weißen Wänden. Vor den Fenstern, mit Blick nach außen stand ein großes Rundbett. An der rechten Wand war ein mindestens fünf Meter langer, weißer Schrank. Links neben der Tür stand eine rosa Couch mit grau weißen Kissen, was sehr gut zum Bett passte. Rechts von der Tür stand ein Schreibtisch. „Ahh cool. Und was ist das jetzt“, fragte ich die Jungs die mich alle, auf eine Reaktion wartend, ansahen. Yoongi meinte dann: „Ich nehm’s zurück, sie ist doch kein Genie.“ Hoseok gab sich eine Facepalm und erklärte: „Dein Zimmer!“ „Achsoo, na das müsst ihr mir doch sagen! Aber wann habt ihr das denn alles gemacht?“ „Also, als wir gehört haben, dass du kommst, haben wir die Möbel bestellt und als du letzte Nacht bei Jimin geschlafen hast, haben wir hier gestrichen. Und als du noch arbeiten warst, haben wir noch schnell die Möbel aufgebaut. Gefällt‘s dir?“ „Ich antwortete Taehyung: „Ja klar, Dankeschön!“, und umarmte alle nacheinander. „Naja, dann bring mal deine Sachen hoch, wir helfen dir...“, kündigte Namjoon seine und die Hilfe der Anderen an. Als wir dann meinen Koffer und den Rucksack ausgepackt hatten schiss ich mich aufs Bett und wartete, dass Taehyung mit der Reisetasche nach oben kam. Aber ich wartete etwas zu lange, denn er war schon zurück und sie hatten bereits die Tasche aufgemacht, und ganz oben lag: meine Unterwäsche. Sie wurden plötzlich still warum ich mich umdrehte um nach ihnen zu sehen. „Tasche zu!“, rief ich. Das machten sie dann auch brav aber trotzdem war ich genervt: „Einfach mal warten bevor man alles aufmacht geht auch nicht, oder?“ „Sorry...“, entschuldigte sich Hoseok. Ich winkte ab: „Ach, VERGESST ES EINFACH WIEDER, okay!“ Sie nickten alle schnell.
    Dann sagte ich, dass ich die Tasche später alleine ausräumen würde und wir jetzt wieder runtergehen können. Das machten wir dann auch und Jin ging diesmal mit Jungkook in die Küche, Abendessen kochen. Es war schließlich schon nach 18 Uhr. „(D/n), können wir mal unter vier Augen sprechen?“, fragte Namjoon mich, als die beiden gegangen waren. Ich nickte: „Klar, wann?“ „Eh, jetzt vielleicht?“ Ich nickte und wir gingen gemeinsam nach oben in sein Zimmer, da sich auf der gesamten unteren Etage die Anderen verteilt hatten. Als ich mich auf seine Couch setzte erkundigte ich mich: „Also, worum geht’s?“ „Um Jimin“, begann er.
    „Ah und was ist mit ihm“
    „Das will ich ja von dir wissen“
    „Hä?“
    „Keine Ahnung, was ist denn mit dir und Jimin? Aus Jimin bekommt man nichts raus und ich, als Leader, sollte schon Bescheid wissen...“
    „Also in meinen Augen ist nichts zwischen mir und Jimin...“
    „Das glaub ich nicht!“
    „Dann glaub’s halt nicht. Ich wüsste aber nicht was da groß sein könnte.“
    „Hmm“
    „Kannst du mir schon glauben.”
    Er tippte irgendetwas auf seinem Handy und setzte sich dann neben mich.
    Er sah mir so tief in die Augen, als würde er daraus lesen können ob ich lügte. Aber das tat ich nicht. Jimin war, wie alle Anderen auch, ein guter Kumpel für mich. Wie ich Namjoon so ansah, viel mir erst auf, wie gut er aussah. Ich verstand die Millionen Mädchen auf dieser Welt, die für ihn schwärmten. Hätte ich BTS früher gekannt und würde nichts mit ihnen zu tun haben, würde ich das bestimmt auch tun... Plötzlich kam er mir näher, noch näher und noch ein Stückchen näher. Als sein Gesicht nur noch wenige Millimeter von meinem entfernt war flüsterte ich verwirrt: „Namjoon...“ Weiter kam ich nicht, da küsste er mich schon. Ich erwiderte den Kuss nicht, aber schloss die Augen, und ließ ihn mich küssen. Doch dann, stieß jemand die Tür auf. „Ja, was ist, Nam...“ Jimin!

    14
    14 Kapitel

    Namjoon drehte sich zu Jimin um und wartete einfach. Dieser stand da und schaute mich und Namjoon abwechselnd an. Dann sagte er endlich was: „Was fällt dir eigentlich ein!” Er schrie ihn schon fast an, was die übrigen Mitbewohner, die noch unten waren, auch zum schweigen brachte. Namjoon sagte weiterhin nichts sondern sah Jimin noch länger an. Ich sagte auch nichts. Was war das? Das hätte ich von niemandem von ihnen erwartet, aber am wenigsten von Namjoon! Dann hörte man die anderen die Treppe hochkommen. Weder Namjoon noch Jimin schenkten ihnen Aufmerksamkeit, warum sie mich fragend ansahen. Ich zuckte nur mit den Schultern. „Bist du jetzt zu feige zum sprechen? WARUM KÜSST DU SIE DENN EINFACH?”, schrie Jimin weiter. Die Anderen sahen Namjoon jetzt auch überrascht an und fragten wie aus einem Mund: „Jonnie?” „Ha, ich wusste es! Beides Lügner, vor allem Jimin!”, äußerte sich Namjoon endlich. Ich meldete mich jetzt auch wieder zu Wort: „Was? Ich check gar nichts mehr...” Namjoon erklärte dann: „Das war die schnellste, einfachste und die mit der echtesten Reaktion, Methoden, um heraus zu finden, ob wirklich gar nichts zwischen euch ist. Wenn ich euch beide frage, was da zwischen euch läuft, kommt von beiden ein, Nichts’ und sie tun so als wüssten sie nicht wovon ich rede. ABER, anscheinend ist Jimin ja doch, drücken wir es mal harmlos aus, ein kleinen wenig eifersüchtig, wenn jemand anders sie küsst. Wir kommen der Sache langsam näher.” Alle, einschließlich Namjoon lachten. Alle außer Jimin und mir. Wir schauten uns nur total verwirrt an. Ich hatte nicht gelogen, ich sah alle von ihnen als gute Freunde! Aber was wenn er gelogen hatte? „So letzte Chance von selber was zu sagen. Wenn nicht, finden wir es anders heraus, ich hab ja jetzt auch Unterstützung”, er warf einen Blick zu Jk, Jin, Yoongi, Hoseok und Taehyung. Ich meinte schnell: „Ich hab nicht gelogen!” Jimin traf eine ähnlich Wortwahl, mit der er das gleiche wie ich bestätigen wollte. Namjoon hob eine Augenbraue: „Ja klar, hab ich gerade gesehen...” Dann gingen wir wieder runter und ich hielt bewusst Abstand von Jimin. Jin rief uns dann zum Tischdecken. Ich wollte die Teller nehmen, war aber zu klein. Jimin kam mir zur Hilfe.
    Ich flüsterte so leise, dass nur er es verstand: „Jimin, ich...” „Später, nicht jetzt“, unterbrach er mich und gab mir die Teller. Dann ging er wieder zu Jungkook. Als wir mit decken fertig waren setzten sich alle außer Jin und mir hin. Ich half ihm noch das Essen zum Tisch tragen und wollte auf keinen Fall neben oder gegenüber von Jimin sitzen. Aber wie es der Zufall, beziehungsweise die Jungs, so wollten, war kein anderer Platz als neben Namjoon und Yoongi und gegenüber von Jimin mehr frei. Beim Essen wurden wir ganz genau beobachtet. Dann fragte Taehyung mich, wie es eigentlich in der Arbeit war. Ich erzählte ihnen, dass es stressig war, aber ich wirklich nette Kollegen hatte. Mir gefiel es wirklich gut. Und Yumi hatte recht: dadurch das die Köche und Kellner so gut miteinander klar kamen, war der Stress erträglich und es herrschte ein angenehmes Klima im Restaurant, das sich auch auf die Gäste auswirkte.
    Nach dem Essen waren die Jungs müde, weil sie ja die ganze letzte Nacht mein Zimmer gestrichen hatten. Ich bot an, alleine die Küche aufzuräumen, dass sie schon mal schlafen gehen konnten. Sie nahmen mein Angebot dankend an und nachdem sie mir eine gute Nacht gewünscht hatten verschwanden sie alle nach oben.
    Ich war gerade damit beschäftigt die Teller vor zu spülen, als ich plötzlich zwei Hände an meiner Taille spürte. Ich erschrak und drehte mich um. Es war Jimin. „Wolltest du nicht schlafen gehen?”, fragte ich. Er sah mich verdutzt an: „Schon vergessen, dass ich letzte Nacht geschlafen habe? Darum bin ich nicht wie die anderen, um 19:40 Uhr schon so müde, dass ich ins Bett will. Ich bin nur hoch, das sie denken ich geh schlafen und nicht auf komische Gedanken kommen...” Ich nickte und wand mich wieder dem Waschbecken zu. Er stellte sich neben mich und räumte, das schon für die Spülmaschine bereite Geschirr, ordentlich ein. Als wir fertig waren, beschlossen wir in mein Zimmer zu gehen. Ich zog mein Handy aus meiner Hosentasche und schmiss mich aufs Bett. Jimin setzte sich auf das Sofa. Ich war an meinem Handy beschäftigt, bis er mich bat, es wegzulegen.
    „Klar, kann ich machen...“
    „Danke! Also wegen Jonnie und so dem ganzen Zeug... Ich möchte nicht, dass du denkst, ich wäre in dich verliebt! Es ist nämlich nicht so! Natürlich bist du nett und... ich finde dich schon süß, aber nein!“
    „Ich bin auch nicht in dich verliebt! Aber warum warst du als Namjoon mich geküsst hat so eifersüchtig?“
    Keine Antwort, oder doch, jetzt sprach er wieder:
    „Ich weiß es nicht. Ich glaube ich war einfach total mit der Situation überfordert. Er schreibt mir, ich soll mal in sein Zimmer kommen, ich geh nichts ahnend hoch und seh euch dann... ja genau“
    „Hmmm, verstehe... Ich war auch total überrascht...“
    Ohne ein weiteres Wort verließ er das Zimmer, womit ich nicht gerechnet hatte. Aber wenige Minuten später war er schon wieder da, mit Schokolade. Diesmal kam er zu mir aufs Bett und wir aßen ein bisschen Schokolade und sprachen über dies und das... Dann erzählte er mir von der Schulzeit, aus seiner Sicht. Dabei lehnte ich mich an ihn und schief ein.

    Am nächsten Morgen wachte ich früh auf. Die Rollos waren oben, warum es im Zimmer Tag hell war. Ich sah mich um. Ich lag in meinem Bett, neben mir noch mein Handy und auf dem Nachttisch die Reste der Schokolade von gestern Abend. Als ich feststellte, das ich immer noch meine Jeans von gestern trug, machte ich mich auf den Weg ins Badezimmer, dass ich mir mit Taehyung teilte. Entweder er war schon unten oder schlief noch, im Bad war er jedenfalls nicht. Ich schloss ab und ging unter die Dusche. Ich zog mir erstmal noch eine Jogginghose und Oversize-Sweatshirt an, nach dem Frühstück hatte ich ja noch genug Zeit mich dann fürs Restaurant fertig zu machen. Als ich nach unten ging, war tatsächlich nur Namjoon schon wach, der telefonierte gerade. Ich ging in die Küche und machte uns beiden Kaffe. Als ich wieder kam, legte er gerade auf. „Morgen“, begrüßte ich ihn. „Guten Morgen“, antwortete er und nahm sich den Kaffe. „Achso und wegen gestern, das tut mir leid. Es war sehr unüberlegt von mir, was ich getan hab... Aber ihr macht es einem ja auch schwer...!“ Ich lachte und nahm die Entschuldigung an: „Hab ich schon fast vergessen. Aber, da ist wirklich nichts...“ Er lachte jetzt auch und schüttelte den Kopf: „Selbst ein Blinder würde das bemerken!“ Dann wurde unsere Unterhaltung von Jungkook, der gerade nach unten kam, unterbrochen: „Guten Morgen!“ Wir drehten uns zu ihm und begrüßten ihn ebenfalls. „Na, worüber habt ihr gerade gesprochen?“, wollte er wissen. Ich wollte gerade sagen, einfach über dies und das als Namjoon schon antwortete: „Du kommst gerade richtig! Es geht um Jimin.“ „Aha, endlich irgendjemand irgendwas gestanden“, fragte er weiter. Diesmal sagte ich was, bevor Namjoon konnte: „Ja, dass keiner von uns lügt!“ Jungkook lachte los: „Das glaubt dir jetzt aber wirklich niemand!“ „Morgen zusammen!“, rief Taehyung uns von der Treppe aus zu. „Okay, vielleicht wecken wir mal die Anderen... Ich will was essen...“, schlug Namjoon vor. „Ja, aber ich geh niemanden wecken, und erst recht nicht Yoongi! (D/n) musste sie noch nie wecken, also ist sie heute dran!“, waren die letzten Worte die ich von Jungkook hörte und dann ging ich auch schon nach oben. Im erste Zimmer war Yoongi: „Wach auf, Yoongi! Es gibt Frühstück!“ Er war gar nicht richtig wach aber gab zur Antwort: „Ich komm dann schon!“ Ich machte die Rollos nach oben und schrie: „Nein! JETZT!“ Dann sprang er auf: „Hmm, ja was ist?“ „Aufstehen!“ Dann verließ ich sein Zimmer und ging zum nächsten: Jins. Als ich seine Tür öffnete, lag er schon wach im Bett und war an seinem Handy. „Morgen, kannst du runter kommen und Frühstück machen?“ Er nickte und stand wortlos auf. Dann ging ich zu Jimins Zimmer. Er schlief noch, es waren allerdings wie bei mir die Rollläden oben und dementsprechend hell. „Jimin! Komm steh auf!“, versuchte ich ihn zu wecken. Er rührte sich nicht. Ich sprach ihn noch einmal an: „Jimin, jetzt steh schon auf!“ Immer noch keine Reaktion. Ich ging näher zu ihm und rüttelte ihn wach. „Hmm, was?“, fragte er noch halb schlafend. „Wieso bist du denn so müde? Wir wollen frühstücken, also komm runter“, antwortete ich ihm als er mir noch hinterher rief: „Ich war ja auch um einiges länger wach als du. Du siehst süß aus, wenn du schläfst... Da wollte ich nicht schlafen gehen“ „Jetzt komm was essen“, forderte ich ihn noch auf und verließ sein Zimmer. Er hat mir beim schlafen zugesehen? Oh Gott! „Hoseok, wach auf!“, rief ich, als ich das nächste Zimmer betrat. Er bewegte sich und meinte: „Bin schon bisschen länger wach, ich komm gleich“ Ich nickte und ging zurück nach unten, wo inzwischen auch Jin war. Er ging gerade in die Küche. Namjoon, Jungkook und Taehyung unterhielten sich gerade. Ich schnappte nur Wörter wie ‚Jimin‘, ‚anschreiben‘, ‚Restaurant‘ und ‚(D/n)‘ auf und rief ihnen darum schnell von der Treppe aus zu: „Was auch immer ihr vorhabt: LASST ES BLEIBEN!“ Sie hatten mich anscheinend noch bemerkt und sahen mich erschrocken an. „Eh, wir haben nichts vor. Aber wir lassen auch nichts bleiben...“, antwortete Taehyung mir und sah mich ertappt, ahnungslos und irgendwie voller Vorfreude an. Ich schüttelte den Kopf und half Jin dann beim Frühstück machen. Langsam kamen dann auch die Anderen runter und beteiligten sich am Gespräch über die heutigen Ziele. Sie waren anscheinend dabei, einen neuen Song zu schreiben. „Ok, dann schreiben Yoongi und ich noch am Song weiter, im Idealfall sogar fertig, und der Rest arbeitet an der Choreo für, Live goes on‘ weiter.“, beschloss Namjoon und alle nickten. Dann fragte ich: „Und wann kommt ihr heute dann?“ „Unser Manager will noch mit uns sprechen, darum denk ich bis ca 15 Uhr.“, antwortete Hoseok mir. „Wir haben dann ja ungefähr gleichzeitig aus, wie wär‘s, wenn wir dann noch zusammen Mittagessen gehen?“ „Ja klar, schickt mir dann die Adresse, ich fahr dann hin“, sagte ich Jin zu. Alle anderen waren auch einverstanden. Dann sprach Jimin ein anderes Thema an: „Also (D/n), morgen ist Freitag. Und da gehen wir öfter mal feiern. Was hältst du davon, wenn wir dann morgen in einen Club gehen?“ Ich überlegte und meinte dann: „Ich war noch nie in Seoul feiern, nur in Deutschland. Aber es gibt immer ein erstes Mal, also warum nicht.“ Taehyung war begeistert und sagte: „Mega! Ich war letztes Mal nüchtern, jetzt ist mal wieder Jungkook dran.“ „Tae, wir sieben bleiben ALLE nüchtern, wenn wir ein Mädel dabei haben. Was machst du denn wenn was mit ihr ist und sechs von uns besoffen sind? Das kannst du vergessen!“, zerstörte Yoongi ihm seine Vorstellungen. „Was? Ihr trinkt dann alle nichts nur weil ich dabei bin?“, fragte ich und sah sie ungläubig an. Namjoon sah mich an und sagte als wäre es das gewöhnlichste dieser Welt: „Natürlich nicht! Was machen wir denn, wenn dir was passiert? Und in so nem Club geht des verdammt schnell. Wir sind zwar, weil wir ja berühmt sind, immer im VIP-Bereich aber da sind trotzdem manchmal komische Typen unterwegs. Und da gibt es jetzt auch keine Diskussionen, feiern kann auch ohne Alkohol lustig sein!“ Damit war das beschlossene Sache.

    Als wir dann mit frühstücken fertig gewesen waren und die Jungs gegangen sind, ging ich ins Bad um mich fertig zumachen. Ich hatte meine Arbeitskleidung, die Yumi mir gegeben hatte, an und meine Haare geglättet. Schminken wollte ich mich heute nicht, da meine Haut ausnahmsweise wirklich gut aussah. Und das kam nicht oft vor, warum ich das ausnutze. Ich rief dann meinen Dad an:
    „Hallo mein Schatz“
    „Hallo Dad“
    „Na, wie is der Job? Wie is es mit den Jungs?“
    „Also, der Job ist echt cool! Alle sehr freundlich und mit den Arbeitszeiten komme ich auch gut klar. Mit den Jungs ist es auch echt cool. Sie sind meistens früher weg als ich aber kommen auch früher wieder heim.“
    „Das freut mich das es dir gefällt.“
    „Wie ist es bei dir?“
    „Ich verabrede mich viel und gehe auch wieder normal arbeiten. Die Beerdigung ist übrigens wahrscheinlich Sonntag Vormittag...“
    „Okay, schreib mir dann bitte noch einmal die genauen Zeiten... aber es freut mich auch, dass du langsam zurück ins Leben kommst.“
    „Wann beginnt deine Schicht?“
    „Ich muss um 11:00 Uhr dort sein, also fahre ich denk ich in na halben Stunde los.“

    Wir redeten noch, auch sehr viel über Mum. Es hat gut getan mit ihm zu plaudern und dann verabschiedete ich mich.
    Im Restaurant war ich wieder sehr pünktlich und wurde freundlich von allen begrüßt. Yumi sagte mir dann, welche Tische ich decken sollte und ging in die Küche zurück. Ich war um 11:54 Uhr fertig und wartete dann auch schon auch die ersten Gäste. Und die kamen auch sehr schnell. Schlag auf Schlag. Nach drei Stunden Stress pur, rief Yumi mir zu, dass es heute vermutlich länger dauern würde, aber ich schon gehen dürfte. Ich bot ihr an länger zu bleiben, aber die wollte nicht, dass ich am zweiten Tag schon Überstunden mache. Darum ging ich dann auch und schrieb in die Gruppe der Jungs und mir:
    (D/n):
    Hi, wo treffen wir uns dann?

    Jin antwortete kurze Zeit später:
    Jin:
    *******, gib‘s einfach ins Navi ein. Wir sind dann kurz nach 15 Uhr da. Haben einen Tisch auf Kim reserviert, weil so die meisten von uns heißen.😂
    (D/n):
    Okay, bis dann😂🤦🏼‍♀️

    Ich tippte die Adresse ins Navi ein und fuhr los. Um Punkt 15 Uhr fuhr ich auf den Parkplatz. Von dem Van oder den Jungs war noch keine Spur, warum ich schon mal ohne sie reinging. Innen war es sehr ruhig. Darum gingen sie hier scheinbar auch hin, hier konnten nicht so viele verrückte Fangirls sie nerven. Als ich bei unserem Tisch war und mir die Jacke ausgezogen hatte, kamen auch schon sieben Männer mit Mundschutz ins Restaurant. Sie sahen mich und kamen direkt zu mir. „Wartest du schon lange?“, fragte Jungkook. Ich beruhigte ihn: „Nein, ich bin erst ein paar Minuten hier“ Sie setzten sich, Taehyung und Hoseok neben mich, hin. Wir bestellten unser Essen und redeten über unseren Tag. Jin erzählte gerade irgendwas über sein Essen, aber ich hörte ihm gar nicht zu. Denn ich spürte, dass jemand von links den Arm um mich legte und mich an sich heranzog. Hoseok?

    15
    15. Kapitel

    Jin sprach einfach weiter und es schien niemandem aufzufallen. Hoseok lauschte auch Jin. Dann flüsterte ich: „Eh, Hoseok, was wird das?“ Er sah mich an und fragte genauso leise: „Was wird was?“ „Kannst du vielleicht deinen Arm da weg nehmen?“, fragte ich verwirrt. Er grinste: „Warum? Wird Jimin da etwa eifersüchtig?“ Er sprach jetzt so laut, dass Jin inne hielt und uns alle ansahen. Niemand sagte etwas aber Jimin, der offenbar dachte er hätte sich verhört, fragte dann noch einmal nach: „Wie bitte, Hobi? Was ist mit mir?“ „Ob du eifersüchtig wirst, wenn ich deine Freundin anfasse?“, wiederholte Hobi. „Hoseok!“, sprach ich ihn ungläubig an. Doch dieser reagierte nicht und alle sahen nur Jimin an. Wieder irgendein dummer Plan, um herauszufinden, ob Jimin und ich was hätten. Wie unnötig! Jimin lachte nur: „Ihr seid doch Alle gestört, Jungs. Was soll das bitte werden?“ „Wir wollten das wirklich nicht machen, aber ihr lasst uns ja keine Wahl... Also Hobi, mach weil sonst kommen wir hier nicht voran...“, befahl Namjoon ihm irgendwas. Doch Hoseok sah ihn flehend an: „Jonnie, das kann ich dich nicht bringen!“ „Kannst du auch nicht, anders finden wir aber scheinbar nie was raus...“ Dann nickte Hobi ihm unsicher zu und sah sich um. Es war niemand außer uns und 10 älteren Herren mehr im Restaurant. Ich sah mich gerade noch um, da spürte ich Hoseoks Hand nicht mehr auf meiner Schulter, sondern an meiner Taille! Ich sah ihn erschrocken an aber er sah zu Jimin. Eigentlich wollte ich mich losreißen, war aber zu schwach. Alle sahen auf Jimin. Der starrte auf Hoseoks Hand und warum auch immer hatte ich das Gefühl, er würde innerlich gerade ausrasten und würde ihm am liebsten eine runterhauen. Doch er sagte nichts. Da niemand Anstalten machte, etwas zu sagen, unterbrach ich die Stille und das Gestarre: „Hobi, würde es dir was ausmachen, deine Hand wegzunehmen?“ Hoseok wollte antworten, doch unterbrach Jin ihn: „Ja würde es“ Er grinste mich an. Dann nickte er Hoseok zu und dieser hielt mich weiter fest. Jimin hatte sich noch nicht bewegt. Dann meinte Namjoon: „Okay Hobi, lass sie los. Jimin atmet seit zwei Minuten nicht mehr und explodiert gleich, so agro wie der aussieht. Hobi ließ mich sofort los und flüsterte mir „Entschuldigung” zu. „Ich hatte kein Problem damit! Außerdem hab ich geatmet und war kein bisschen aggressiv. Warum sollte ich auch?”, meldete sich Jimin jetzt wieder zu Wort. Taehyung lachte los: „Selbst jetzt hört man noch in deiner Stimme, dass du Hobi jetzt gerne eine reinhauen würdest!” „Stimmt gar nicht!”, erwiderte Jimin. „Doch Jimin, sorry”, stimmte Jungkook Tae zu. Dann fasste Namjoon zusammen: „Okay, halten wir fest: wenn man sie küsst, wird man zusammengeschrien und wenn man sie anfässt gedanklich zusammengeschlagen. Okay, Jimin ist nicht im geringsten eifersüchtig” Er und die anderen lachten wieder. Ich schüttelte den Kopf und aß weiter. Jimin macht wirklich einen eifersüchtigen Eindruck, aber als er mir gesagt hat, dass er keine Gefühle für mich hat, hab ich ihm das geglaubt.
    Ich, Jimin und auch Hobi, der offenbar ein schlechtes Gewissen hatte, sagten nichts mehr und Jin erzählte weiter über Essen. Dann bezahlten wir und beschlossen uns zu Hause zu treffen. Doch als ich schon am einsteigen war, fragte Hobi ob er und Jimin bei mir mitfahren könnten. Ich nickte und Hoseok zog Jimin mit ins Auto. Die restlichen Jungs stiegen in den Van.
    „Also, ich bin immer noch der Meinung, dass ihr was miteinander habt. Und ich werde den Anderen auch weiterhin helfen, es herauszufinden. Aber egal was das ist, ich hab nicht das Recht (D/n) anzufassen. Und dafür wollte ich mich noch einmal entschuldigen”, schoss Hobi los, als ich losfuhr, „es tut mir leid, Jimin, dass ich deine Freundin angefasst habe, wäre aber auch alles nicht gewesen, wenn ihr einfach die Wahrheit sagen würdet...” „Hobi, SIE IST NICHT MEINE FREUNDIN!”, schrie Jimin ihn schon fast an. Dann sagte ich ruhig: „Ist schon gut, vergessen wir das einfach...” Jimin war, warum auch immer, nach wie vor auf 180 Grad. Das schien auch Hobi aufzufallen, warum er nichts mehr während der Autofahrt sagte. Als wir ankamen stieg Jimin aus, sperrte auf und rann nach oben in sein Zimmer. Man hörte noch eine Tür knallen und dann hörte und sah man nichts mehr von ihm den restlichen Nachmittag. Ich hatte mich auch in mein Zimmer zurückgezogen und las ein Buch. Dann blickte mein Handy neben mir auf.
    Jimin:
    Hey
    (D/n):
    Hey
    Jimin:
    Wie geht’s dir?
    (D/n):
    Passt schon, dir?
    Jimin:
    Ja, ich komm damit klar...
    (D/n):
    Mit was?
    Jimin:
    Mit dem was Jonnie und Hobi mit dir gemacht haben...
    (D/n):
    Ok, aber warum stört dich das eigentlich?
    Jimin:
    Ich weiß es nicht...

    Ich wusste nicht, was ich darauf antworten sollte und schrieb einfach:
    (D/n):
    Ich bin echt müde und ruh mich jetzt bisschen aus. Bis später beim Abendessen.
    Jimin:
    Alles klar, schlaf gut und bis später😌

    Ich war nicht wirklich müde, aber wusste gerade nicht, worüber ich mit Jimin schreiben könnte. Darum hatte ich das Gespräch lieber beendet. Dann schrieb ich Laura an, von ihr hatte in den letzten Tagen nichts gehört.
    (D/n):
    Hey...

    Sie kam direkt online und antwortete mir:
    Laura:
    Hey Süße, wie geht’s dir?
    (D/n):
    Schon sehr viel besser! Hast du gerade Zeit für mich?
    Laura:
    Das freut mich! Und ja, ich hab natürlich Zeit!
    (D/n):
    Okay, wie soll ich anfangen, weißt du noch die sieben Jungs, mit denen ich mich getroffen habe?
    Laura:
    Ja, das könnte ich doch nicht vergessen. Was ist mit denen? Doch mit einem von ihnen was angefangen?😏
    (D/n):
    Nein! Aber sie haben mir ja angeboten, mich abzulenken. Und nicht nur das... Sie haben gefragt ob ich eine Zeit lang bei ihnen wohnen will...
    Laura:
    Und, was sagst du ihnen?
    (D/n):
    Ich hab nein gesagt, aber mein Dad war dafür... Und darum naja, hab ich halt ja gesagt...
    Laura:
    Wow, kommt überraschend... Und wann ziehst du zu ihnen?
    (D/n):
    Ehm, also... Ich bin schon seit paar Tagen bei ihnen...😶
    Laura:
    Ernsthaft?
    (D/n):
    Ja...
    Laura:
    Und du kommst erst jetzt damit an?😂
    (D/n):
    Sorry, wollte nicht Alles erzählen, und dann wohn ich doch nicht dort...
    Laura:
    Ach, alles Gut. Und wie ist es denn so mit ihnen?
    (D/n):
    Ja, ganz nett... Hab inzwischen auch ein eigenes Zimmer:)
    Laura:
    Cool ☺️

    „(D/n)! Jimin! Abendessen ist fertig!“, hörte man Jin von unten schreien.

    (D/n):
    Es gibt jetzt Abendessen... Jetzt bist du mal auf dem neusten Stand. Melde mich die Tage mal wieder. Bis dann😚💗
    Laura:
    Ok, lass dir schmecken. Bis dann😚💕

    Dann lief ich, noch auf mein Handy schauend aus meinem Zimmer und in Jimin rein. „Sorry“, entschuldigte ich mich. Er wirkte nur ab und sagte: „Entschuldige dich doch bitte nicht für jede Kleinigkeit“ „Ich bin eben gut erzogen“ Wir lachten und gingen nach unten. Wir setzen uns und Tae begrüßte uns mit: „Na, genug Zweisamkeit gehabt?“ Er grinste uns an und ich antwortete trocken: „Ich habe mit meiner Freundin aus Deutschland geschrieben und war in meinem Zimmer. Er in seinem. Also nichts Zweisamkeit, braucht ja hier auch niemand“ Jimin nickte nur zustimmend. Namjoon begann dann ein anderes Thema:
    „Also zu morgen. Wir gehen heute früh pennen, damit wir morgen im Club nicht müde sind. Wir sind dann ja alle wieder bis 16 Uhr zu Hause, (D/n) noch früher. Dann machen wir uns fertig und gehen noch was essen. Weil es dann noch zu früh für den Club wäre, gehen wir noch ins Kino oder in die Mall. Und dann gehen wir irgendwann in den Club. Alles klar?“
    „Nein. Also ja, aber du hast eine Sache vergessen... Ich hab morgen auch Abends ne Schicht. Also 17 Uhr bis 22:30 Uhr. Dann ist es fürn Club schon zu spät. Rentiert sich ja gar nicht mehr“, widersprach ich ihm. Hoseok schlug dann vor: „Okay, dann gehen wir Samstag Abend“
    Ich widersprach wieder: „Ne, da hab ich auch Schicht...“
    „Wann willst du dann überhaupt jemals wieder feiern gehen?“, fragte Jimin mich.
    Ich dachte nach und stand auf: „Ihr habt ja recht, ich probiere mal meine Arbeitszeiten bisschen anzupassen... Wartet“
    Dann verließ ich das Esszimmer und setzte mich auf die Couch. In Google suchte ich die Nummer vom Restaurant und rief an.
    „Hallo, Restaurant Seoul Kitchen, Kim Yumi hier. Was kann ich für Sie tun?“
    „Hey Yumi, ich bin’s (D/n). Ich wollte mit dir über meine Arbeitszeiten sprechen, ist gerade aber wahrscheinlich eher unpassend oder?“
    „Nein, alles gut. Ich geb dir schnell meine Handynummer, sonst st so lange besetzt. Also, ***** ********. Okay?“
    „Ja, ich ruf dich an“

    Ich hatte die Nummer auf einen Zettel mitgeschrieben und speicherte sie schnell ein. Dann rief ich sie wieder an.
    „Hi, also, dann schieß mal los...“
    „Okay, ich wollte dieses Wochenende in nem Club gehen. Dann ist mir aber aufgefallen, dass das wegen meinen Arbeitszeiten nicht funktioniert und ich nie mehr feiern gehen könnte. Kann ich vielleicht Dienstag, Mittwoch und Donnerstagabend kommen statt Freitag, Samstag und Sonntag?“
    „Hm, lass mich nachdenken... Doch das sollte gehen. Dann kommst du morgen nur Mittags und Dienstag dann lang.Alles klar, das werde ich den Anderen erzählen. Dann wissen sie Bescheid“
    „Vielen Dank! Und tut mir Leid für die Umstände“
    „Ach, kein Ding. Bis morgen“
    „Bis morgen“
    Ich legte auf und ging zu den Jungs zurück, die mich erwartungsvoll ansahen...

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    16 Kapitel

    „Und? War möglich?“, fragte Jungkook für Alle. Ich überlegte kurz und schüttelte den Kopf: „Ne, sie hat nicht mit sich reden lassen. Solange ich da arbeite, kann ich nicht feiern gehen... Da müsst ihr wohl ohne mich los“ „Ja bestimmt, und dich arbeiten gehen lassen. Nein, dann bleiben wir auch daheim und finden schon ne Beschäftigung...“, beschloss der enttäuschte Yoongi. Ich lachte: „Das war ein Spaß ihr Deppen! Ich geh statt Freitag, Samstag und Sonntag jetzt Dienstag, Mittwoch und Donnerstag abends rein.“ Sie sahen mich erleichtert an. Dann stellte Namjoon fest: „Okay, dann können wir meinen Plan für morgen doch umsetzen. Dann gehen wir heute aber auch früher ins Bett“ „Aber doch wohl nicht um 19.10 Uhr, oder?“, fragte Jk und riss seine Augen auf. Ich stimmte ihm zu: „Also jetzt kann ich auch noch nicht schlafen. Wir können ja noch irgendeinen Film schauen oder… ihr habt nicht zufällig ne PlayStation?“ „Wenn wir einen Film schauen wäre ich für Horror, dann schläft (D/n) wieder bei mir weil sie Angst hat.“ Auf Jimins Bemerkung hin, grinsten sich Yoongi, Namjoon und Hobi an. Na danke, ich will gar nicht wissen, was die sich jetzt denken… Aber Tae und Jk sahen sich begeistert an, bis Jk sagte: „Natürlich haben wir ne PlayStation, hätten wir gewusst, dass du gerne spielst, hätten wir das ja auch früher vorgeschlagen! Also, wer will bisschen zocken?“ Alle standen auf und wir gingen ins Wohnzimmer. Beim spielen überraschte ich die Jungs sehr. Sie dachten scheinbar, ich könne nichts. Aber ich war fasst so gut wie Jungkook, der wohl der Beste von ihnen war. Nach einigen Runden stellte Yoongi, der schon länger müde war, fest, dass es bereits 22:16 Uhr war. Namjoon schickte uns Alle noch oben. Ich ließ Taehyung zuerst ins Bad und als er 20 Minuten später klopfte er und wünschte mir eine gute Nacht. Ich sprang auch noch schnell unter die Dusche und machte meine Abendroutine. Als ich dann im Bett lag, dachte ich nach. Über meine Mum… Vielleicht hatte ich es immer noch nicht richtig realisiert, dass sie nie mehr kommen würde. Aber spätestens jetzt tat ich es. Ich begann zu weinen. Ich dachte an all die wunderschönen Momente, die wir zusammen verbracht hatten. Es war einfach schrecklich… War ich vielleicht sogar an ihrem Tod schuld? Eigentlich ja schon, hätte ich nicht gemeint, ich muss an die frische Luft, hätte sie mich nicht suchen müssen, wäre nicht aus der Wohnung gegangen und somit auch nicht gestürzt. Aber dann kam mir ein ganz anderer Gedanke: Sie hatte Krebs. Zwar noch keine Schmerzen, aber was wenn sie noch gekommen wären? Was wenn sie dann Monate oder sogar Jahre lang starke schmerzen gehabt hätte. Dann war das, im Gegensatz dazu, ja wirklich noch ein schöner Tod. Sie Hatte nur wenige Sekunden schmerzen und wurde dann bewusstlos. Was wenn ich sie so vor einem Langen, schmerzhaften Tod gerettet hatte.
    *klopf klopf*
    Ich wischte mir schnell die Tränen weg und sah Jungkook in der Tür stehen. „Warum weinst du denn? Angst vor Clowns?“, fragte er und lächelte mich an. Ich schüttete den Kopf: „Nein, wegen meiner Mum…“ Sein lächeln verschwand langsam und er kam auf mich zu. Als er neben mir saß, konnte ich meine Tränen nicht länger zurückhalten und begann wieder zu weinen. Er umarmte mich, was gerade wirklich gut tat, und flüsterte: „Ist schon okay, manchmal ist weinen einfach das Beste…“ So blieben wir eine Weile. Dann sagte ich: „Es tut gut, dass du da bist. Auch wenn es jetzt vielleicht komisch klingt, aber kannst du hier bleiben. Ich bin nicht gerne alleine“ „Kann ich machen. Ich versteh dich“, dann löste er sich aus der Umarmung und zog sich seinen Pulli aus. Ich war irritiere und fragte: „Was machst du?“ „Wie jeden Abend meinen Pulli ausziehen. Mit ist es einfach zu warm“, antwortete er und er dachte gar nicht darüber nach. Mir war es ja eigentlich auch egal. Ich sah sie alle einfach als Freunde, vielleicht manchmal sogar als große Brüder. Er nahm meine Hand und sang etwas. Ich kannte das Lied nicht, aber es war wunderschön. Genau wie seine Stimme. Er konnte wirklich gut singen. Und langsam schlief ich auch endlich ein.
    Ich öffnete langsam die Augen. Es war dunkel im Zimmer. Ich zog den Rollo nach oben und erschrak, als Jungkook nicht mehr in meinem Zimmer war. Ich rannte nach unten, da ich dachte, sie würden vielleicht schon frühstücken. Aber es war niemand mehr im Dorm. Ich rann zurück in mein Zimmer und sah auf mein Handy. Jungkook hatte mir geschrieben:
    Jungkook:
    Guten Morgen. Wir haben dich einfach nicht wach bekommen und mussten los… Jin hat noch Frühstück für dich aufgehoben. Bis heute Nachmittag. Ach und schreib kurz wenn du wach bist.
    (D/n):
    Guten Morgen. Ich bin jetzt wach. Bis dann

    Dann warf ich einen Blick auf die Uhr und, oh Gott, 10:04 Uhr! Nicht mal mehr eine Stunde! Ich machte mich schnell fertig und frühstückte noch schnell was. Um 10:27 Uhr verließ ich dann den Dorm und fuhr zum Restaurant. Gerade noch pünktlich kam ich an. Yumi begrüßte mich und teilte mir mit, dass ich heute in der Küche mich um die Getränke kümmern sollte. Nach stundenlangen Getränke ausschenken, durfte ich dann endlich gehen. Als ich rausging rief Yumi mir noch hinterher: „Du machst dich echt gut, (D/n)! Weiter so, bis morgen.“ Ich verabschiedete mich noch einmal bei ihr und verließ dann endgültig das Restaurant.
    Eine halbe Stunde später stand ich vor meinem Kleiderschrank. Draußen war es zwar, wie es im Dezember eben ist, sehr kalt. Aber im Club ist es immer sehr warm. Also kurze Sachen anziehen. Nach reichlicher Überlegung, trug ich eine schwarze, enge Shorts, ein schwarzes Crop Top und eine silberne Bomberjacke.In meine Haar hatte ich mir mit dem Lockenstab Locken gemacht und mein Make-up hatte glitzernden Lidschatten und beinahe schwarzen Lippenstift. Dann saß ich mich nach unten und wartete auf die Jungs, die bald nach Hause kommen müssten. Und tatsächlich musste ich nur noch fünf Minuten warten, da hörte ich sie auch schon reinkommen. Ich ging zur Tür und begrüßte sie. Sie sagten nichts, sondern starrten nur an mir runter und wieder hoch. Dann sagte Jungkook endlich wieder was: „Missverständnis (D/n)! Wir wollten das dich KEIN Typ anfasst, da kannst du so nicht gehen“ „Hä“, gab ich nur von mir dann meinte Taehyung: „Komm mal mit nach oben, ich helft dir mal bei nem passenderen Outfit...“ Ich folgte ihm nach oben in mein Zimmer und er blieb vorm Kleiderschrank stehen. „Nicht, dass ich einen falschen Schub auf mach. Wo ist deine Unterwäsche?“ Ich deutete auf einen Schub und daraufhin öffnete Tae alle Türen und Schubs, außer diesen. Nach einigen Minuten hatte er ein Outfit: eine schwarze Lederhose, ein weinrotes Top mit Spitzen und eine schwarze Lederjacke. Er ging raus und ich zog mich um. Als ich wieder raus kam nickte er und wir gingen nach unten: „Das geht klar“, genehmigte Yoongi mein neues Outfit. Dann gingen die Jungs sich umziehen und ich passte meinen Lidschatten noch an mein neues Outfit an. Als sie wieder kamen, wusste ich auch, warum Tae bei meinem Outfit nicht lange überlegt hatte: sie hatten einen Dresscode ausgemacht. Alle trugen schwarze Lederhosen, dunkelrote Pullis und schwarze Lederjacken. „Schick, schick“, kommentierte ich sie. Dann setzten sie sich alle aufs Sofa und Taehyung begann mit seiner Predigt im Namen der Anderen an mich: „Okay, wir trinken keinen Schluck Alkohol, das heißt aber nicht, dass du dich so betrinken musst, dass wir dich nach Hause tragen müssen. Du bleibst bei uns und gehst nirgendwo alleine hin! Wenn so n Typ dich dumm anmacht, kümmern wir uns drum. Und wenn du andere K-Pop Idols triffst, was im VIP-Bereich normal wäre, bekomm keinen Fangirl-Anfall und bleib cool! Noch fragen?“ „Also ersten: Ich werde mich nicht betrinken! Zweitens, was wenn ich auf Klo muss, dann könnt ihr nicht mit. Drittens, seid ihr meine Bodyguards oder Freunde? Und zu viertens: Ich finde es schrecklich wenn andere Mädchen solche Anfälle bekommen, da werde ich das jetzt ja nicht auch machen“, schoss ich los. „Also, wenn du auf Klo musst, dann sag uns Bescheid, dass wir wissen wo wir dich suchen sollen, solltest du nicht mehr kommen. Und sagen wir es so: Wir sind großen Brüder und passen auf unsere kleine Schwester, die das erste Mal feiern geht, auf”, gab Jungkook mir zur Antwort und grinste. Abe ich korrigierte ihn schnell: „Hey, ich war schon feiern! Aber halt noch nicht in Südkorea“ „Mein ich doch!“ Dann zogen wir uns alle Schuhe und Jacken an und liefen zum Van. Ich saß in der letzten Reihe zwischen Jungkook und Jimin. Jin und Joonie saßen ganz vorne. Nach ca einer halben Stunde fahr hielt Jin auf dem Parkplatz der, Restaurant Seoul Kitchen‘? „Leute, hier arbeite ich!”, forderte ich Jin auf, nicht zu parken sondern nach was anderem zu suchen. Aber Jimin lachte: „Und jetzt? Nur weil du hier arbeitest darfst du hier nichts essen, oder was?” Ich war immer noch dagegen aber Jimin und Jk haben es doch geschafft mich aus dem Auto zu bekommen. Sie setzten sich schnell Masken und Hüte auf und Hobi warf mir auch einen zu. „Schon vergessen, ich bin gar nicht fame. Ich brauch des nicht!“, erinnerte ich ihn. Aber Namjoon widersprach mir: „Wenn wir erkannt werden und man dein Gesicht sieht wären das die neuen Schlagzeilen wochenlang! Darum: setzt das auf und das Risiko sinkt, dass du morgen auf dem Titelblatt aller Zeitungen bist...“ Ich zögerte nicht mehr und setzte den Mundschutz und die Cap auf. Dann gingen wir rein und ich ging vor zu Yumi, die die Tische zuwies: „Hey Yumi, hast du noch einen Tisch für acht Personen frei?“ „Hi, für dich doch immer! Da in der Mitte der Große ist frei“, antwortete sie mir und deutete auf einen Tisch mitten im Restaurant. Ich schüttelte den Kopf und fragte: „Vielleicht etwas mehr am Rand?“ Sie deutete auf einen anderen Tisch in der Ecke: „Dann der, passt das?“ Ich nickte und bedankte mich bevor wir uns dorthin bewegten ohne viel Aufsehen zu bekommen. Als wir saßen, sahen wir uns noch einmal um und stellten fest, dass eher ältere Leute oder Eltern mit jüngeren Kindern da waren. Es bestand also kaum Gefahr, dass hier jemand die Jungs kennen könnte. Wir nahmen unsere Masken und Caps ab und sahen in die Karte. Wir bestellten dann Getränke. Hobi, Namjoon und Jimin wollten Sprite, der Rest, einschließlich mir, Cola. „Also, was machen wir dann nach dem Essen?“, eröffnete Jin eine riesengroße Diskussion. Jimin begann dann mit einem Vorschlag: „Ich bin dafür wir gehen einfach noch bisschen spazieren oder so. Im Club haben wir dann stundenlang stickige Luft...“ „Nein, ich bin gegen spazieren, es haben doch noch alle Geschäfte offen, da können wir doch noch bisschen shoppen“, brachte Hobi seine Idee ein. „Und was wäre mit Kino?“, schlug Taehyung vor. Ich und Namjoon sahen den Sechs ungefähr fünf Minuten beim diskutieren zu bis er meinte: „Also wenn ihr euch nicht entscheiden könnt, entscheide ich für euch, dass ihr alle im Van wartet“ Die Anderen waren kurz still, sahen sich an und begannen Schnick, Schnack, Schnuck zu spielen. Jonnie gab sich eine Facepalm und sah mich verzweifelt an. Ich lachte. Nach einigen Runden war Hoseok der klare Gewinner, warum wir shoppen gehen würden. Aber erst nachdem wir Kimchi gegessen hatten. Es war sehr lecker und Jin kündigte an, dass die Rechnung an ihn gehen würde. Wir bedankten uns natürlich alle und verließen das Restaurant. Dann fuhren wir zu einer Shopping-Meile. Dort war so viel los, dass niemand die Jungs erkennen könnte zwischen den ganzen Leuten. Und dann gingen wir auch schon in das erste Modegeschäft, in dem weniger los war.
    .Hi!
    Also, wir haben ja bald Weihnachten und ich wollte fragen, ob ich die nächsten Kapitel so umgestalten soll, dass (D/n) ind der Ff eben auch mit BTS Weihnachten feiert. Vielleicht haben wir hier ja ein paar Weihnachtsfreaks (like me) die da Bock drauf hätten;)
    Byeee

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    17. Kapitel

    Wir teilten uns etwas auf und berieten uns hin und wieder. Ich war gerade bei Winterjacken, als ich hörte, dass Taehyung mich von der anderen Seite des Ladens rief. Ich musste kurz suchen, da er sich in einer Ecke befand, in der ich nicht mit ihm gerechnet hätte: Er stand bei der Damenunterwäsche. „Was ist?“, fragte ich. Er deutete auf ein schwarzes Unterwäschen-Set mit Spitze. Ich fragte weiter: „Aha, und was ist damit?“ „Das ist echt hübsch. Willst du es dir nicht kaufen?“, erklärte er mir warum, ich kommen sollte. Ich lachte und schüttelte den Kopf: „Solange ich keinen Freund habe, würde ich mir niemals Unterwäsche für 200 Euro kaufen. Und selbst dann wahrscheinlich nicht“ Dabei beließ er es glücklicher Weise auch und wir gingen zurück zu den Anderen. Diese trugen auch schon viele Klamotten mit sich herum, aber sahen lange noch nicht fertig aus. Ich fand dann auch noch zwei Pullis und traf auf die Jungs an der Kasse, die alle ungefähr zehn Kleidungsstücke mit sich schleppten. Meine Rechnung von 89 Euro war nichts gegen die der Jungs. Sie hatten nicht, wie ich, auf die Preise der Klamotten geschaut und zahlten zwischen 446 Euro und 780 Euro. Aber gut, die mussten bei dem Dorm auch echt Geld haben. Danach gingen wir noch in ein Geschäft, das voll mit asiatischen Süßigkeiten war und kamen mit fünf Tüten wieder nach draußen. „Wollen wir langsam in den Club? Es ist schon 19:57 Uhr“, drängelte Jungkook. Namjoon nickte und wir gingen zurück zum Van. Aber schon von weitem sahen wir, dass ungefähr fünfzig Jugendliche Mädchen davor standen und sich umsahen. Jin winkte uns alle in eine Seitenstraße und meinte: „Wenn wir da jetzt einfach hingehen und auch noch ein Mädchen dabei haben, kommen wir hier ohne Polizei nicht mehr weg. (D/n), du bekommst den Schlüssel und tust so, als wäre das dein Auto und wir steigen in der nächsten ruhigen Ecke mit ein“ Wir nickten alle, Jin gab mir den Autoschlüssel und ich machte mich auf den Weg. Die Mädchen dachten vermutlich, ich wäre auch ein Fangirl und schrieen mir zu: „Wir glauben das ist der Van von BTS!“ Ich schüttelte den Kopf und schrie: „Alle sofort von MEINEM Auto weg!“ Die Fans wurden still und traten ein paar Schritte zurück. Ich drückte das Auto auf und setze mich rein. Als ich losfuhr, gingen die Mädchen und teilten sich wieder auf. Dann fuhr ich an einer engen Gasse vorbei und sah sieben Jungs mit Masken mir zuwinken. Ich hielt und sie sprangen rein. Jonnie, der neben mir saß, erklärte mir den Weg und nur wenige Minuten später hielt ich auf dem Parkplatz des ‚King Clubs‘. Wir stiegen aus und gingen hinter das Gebäude. Dort standen zehn Bodyguad. Jonnie lief auf einen von ihnen zu und zeigte ihm seinen Ausweis und sagte: „Wir Sieben sind von BTS und sie ist ne gute Freundin“ Der Mann sah uns alle kurz an und trat dann zur Seite, dass wir noch innen gehen konnten. Wir liefen auf einem roten Teppich einen längeren Gang entlang. Man hörte schon Musik. Tae und Jk begannen sofort mitzusingen: „Bang Bang Bang!“Die Musik wurde nicht nur mit jedem Schritt weiter lauter, auch die Luft wurde immer wärmer und stickiger. Dann standen wir endlich vor einer großen Tür. An der Garderobe, die direkt daneben war, gaben wir unsere Jacken ab. Und endlich betraten wir den Vollgestopften VIP-Bereich des Clubs. In einer Ecke fielen mir sofort K-Pop Idole auf, die ich kannte: EXO! Das war krass aber dann dachte ich daran, dass ich bei den Mitgliedern der berühmtesten Boyband weltweit wohnte. Das war noch einmal um Einges krasser. Ich hatte scheinbar, zu den Jungs von EXO gestarrt, denn plötzlich fragte Jimin: „Alles gut bei dir, (D/n)?“ „Jaja, alles in Ordnung, da ist nur EXO und du weißt ja, ich stane sie…“, antwortete ich schnell und versuchte wo anders hinzuschauen. Plötzlich zog Jungkook alle unsere Blicke auf sich indem er schrei: „KAI!“ Ein junger, hübscher Mann drehte sich zu uns um. Er stand mit vier anderen in seinem Alter herum. Er zeigte auf uns und die Fünf kamen lächelnd auf uns zu. „Und, wessen Freundin ist das?“, fragte einer von ihnen zur Begrüßung und zeigte auf mich. „Sie ist eine gute Freundin von uns allen“, erklärte Joon ihm. Ich war immer noch verwirrt: „Und wer seid ihr jetzt“ „Wir sind TXT. Solltest schnmal was von uns gehört haben, sind ja beim gleichen Entertainment wie deine Kumpels“ Da ich immer noch nicht mehr wusste erklärte Jungkook: „Yeonjun, sie wusste bis vor paar Tagen noch nicht mal von BTS, da wird sie auch kein TXT kennen… Aber das sind Kai, Yeonjun, Soobin, Taehyun und Beomgyu“ Soobin lachte los: „Hab ich auch noch nie gehört, dass ne Koreanerin in ihrem Alter noch nichts von BTS gehört hat“
    Die Jungs unterhielten sich noch etwas, ich hielt mich raus, da es scheinbar um BigHit ging. Dann kam zum Glück Tae zum mir und schlug vor: „Lass und doch was trinken gehen. Ich hab echt keine Lust am Freitag Abend, wenn ich EINMAL abschalten will, über die Arbeit zu sprechen...” Ich nickte und wir gingen zur Bar, wo wir uns etwas am Rand hinsetzten. Als der Barkeeper kam, bestellten wir uns Cocktails, Taehyng natürlich Alkoholfrei. Tae sah ihm bei der Zubereitung ganz genau zu, wahrscheinlich um zu prüfen, dass der uns da nicht irgendwelche Tropfen mit rein mischt. Als wir unsere Drinks bekamen, begann Taehyung ein Gespräch:
    „Also, dann erzähl mal”
    „Ehh, was erzählen”
    „Hm, ich geb dir ein Stichwort: Jimin”
    „Dein Ernst? Was soll’s da groß zu erzählen geben?”
    „Okay hör mir zu, die Jungs haben heute was ganz mieses vor, um was herauszufinden. Namjoon ist sogar dagegen, aber überstimmt... Geb es bitte einfach zu!”
    „Ich gestehe hiermit, dass Jimin, so wie Namjoon, Jin, Yoongi, Hoseok, Taehyung und Jungkook auch, ein guter Kumpel ist, aber niemals mehr!”
    „Ich hab dich gewarnt...”
    „Das ist so gemein! Warum versteht ihr nicht, dass Jimin und ich nur Freunde sind?“
    „Weil man sieht, dass das nicht stimmen kann! Hast du Jimin mal gesehen? Und du bist wahrscheinlich einfach nur talentiert darin, dich dumm zu stellen“
    „Aha, aber jetzt erzähl du mal was. TXT? Muss man die kennen?“
    „Naja, also sie hatten letztes Jahr ihr Debüt und sind eben neben uns die einzige Gruppe bei Big Hit. Sie sind echt cool und haben was drauf!“
    „Ok...“
    „Muss sich Jimin da jetzt etwa Sorgen machen, ob du Kai ein bisschen zu toll findest?“
    „Taehyung! Man, warum musst du ALLES was ich sag mit Jimin in Verbindung bringen? Und nein! Ich mag KEINEN von denen ein bisschen zu sehr! Wie auch, ich meine, ich kenn die ja nicht mal!“
    „Aha... Andere Frage“
    „Ja?“
    „Hattest du schon mal einen Freund?“
    „Seh ich so aus? Ich war in der Schule in Jimin verliebt. War und bin aber nicht mit zusammen. Und dann bin ich nach Deutschland zum studieren, nicht um mit irgendwelchen Typen zusammenzukommen. Hattest du schon mal ne Freundin?“
    „Ne, bisschen kompliziert weil wir halt so Fame sind... Wir dürften schon in na Beziehung sein, aber es dürfte so gut wie niemand wissen und außerdem, welches Mädel will den einen Typen, der dauernd auf Konzerten und so ist und für den Millionen andere Mädchen schwärmen?“
    „Naja, wenn man so auf Twitter und Insta und euren Musikvideos schaut, schon sehr viele“
    „Ich weiß aber nicht mal, ob ich mit nem ARMY überhaupt zusammen sein könnte...“
    „Hm“

    Unsere Unterhaltung wurde von dem Klingeln meines Handy unterbrochen. Es war Jimin.
    „Jimin?“
    „Geht’s dir gut? Wo bist du? Wir sind in drei Minuten da und bringen den Typen um!“
    „Hä?“
    „Wo bist du? Sag schnell!“
    „Naja, also ich bin mir Tae an der Bar und wo seid ihr?“
    „...Das ist jetzt nicht euer Ernst oder? Wir kommen zu euch...“
    „Okay...“
    Ich legte auf. Tae sah mich fragend an. „Schau nicht so, ich hab keinen Plan was los ist!“, versuchte ich ihm die Frage, über die er gerade wahrscheinlich nachdachte, zu beantworten. Dann kamen auch schon sechs Jungs auf uns zugeraunt.
    Jin: „Ihr geht’s wirklich gut! Zum Glück...“
    (D/n): „Sag mal, was ist denn bei euch los?“
    Jungkook: „Naja, wir reden mit den Jungs von TXT und auf einmal schreit Hobi, dass du nicht mehr da bist. Dann sind wir halb ausgerastete und haben irgendwie auch nicht gemerkt, dass Tae auch fehlt. Und dann hat Jimin dich angerufen und dann sind wir hier her gerannt und dann... ja jetzt sind wir hier“
    Namjoon: „Warum geht ihr denn einfach, ohne uns was zu sagen?”
    Taehyng: „Ihr wart sehr vertieft in ein Gespräch über Welttourneen, da wollte ich nicht reinplatzen...”
    Hoseok: „Wie auch immer, ich muss mal mit allen sprechen, allen außer (D/n) und Jimin!”

    Sie drehten sich weg und flüsterten irgendwas. Zehn Sekunden später wanden sie sich auch schon wieder uns zu. Gerade ging ein neues Lied an und Jin schrie: „Leute! Unser Lied!” Dann rannen sie auch schon, Jimin mich noch schnell am Handgelenk packend, los auf die Tanzfläche zu. Jimin und ich waren schon mitten in Gedrängel, als ich ihm zuschrie: „Jimin, ich bleib da drüben am Rand stehen... Ich kann und will nicht tanzen. Bis dann...” Er sah mich skeptisch an: „Wenn was ist, dann schreist du! Verstanden?” Ich nickte und er ließ mich los. Schnell lief ich wieder auf die Bar zu, als mich jemand am Hand gelenkt packte. Ich drehte mich schnell um und sah einen Mann, etwa in Jins Alter, der mir einen komischen Blick zuwarf. Ich wollte so schnell wie möglich wieder aus der Situation raus, in der ich mich sehr unwohl fühlte, und mein Blick suchte nach Jimin, mit dem ich bis vor 20 Sekunden noch gesprochen hatte. Man sah keine Spur mehr von ihm oder den Anderen. „Lassen Sie mich sofort los!”, befahl ich ihm und sah an ihm vorbei. Es interessierte ihn scheinbar relativ wenig, was ich sagte und er zog mich grinsend wieder zurück auf die Mitte zu. Nach ein paar Schritten blieb er stehen. Ich wurde von den tanzenden Menschen um mich herum immer wieder gegen den Fremden gedrückt. „Wie heißt du?”, fragte er. Ich schüttelte den Kopf: „Das geht Sie gar nichts an!” Er ignorierte meine Antwort und fragte weiter: „Bisschen tanzen?” Ohne auf meine Antwort zu warten, die mit Sicherheit eine Ohrfeige gewesen wäre, fasste er unter mein Top und legte seine Hand auf meine Taille. Im Gegensatz dazu, hatte ich keinerlei Probleme damit, wenn einer der Jungs mich anfassen würde. Das hier war TAUSENDMAL schlimmer, von einem Wildfremden so angefasst zu werden. „Hände weg von mir”, schrie ich so laut wie ich in dieser Situation konnte. Aber mir blieb die Luft weg, warum wahrscheinlich nicht mal er es gehört hatte. Ich musste mir unterdrücken zu weinen. Niemand konnte mir helfen und diesen Typen interessiert es kein bisschen was ich sagte. Er zog mich immer näher an sich heran und ich war einfach zu schwach, irgendwas zu machen. Er sah mir in den Ausschnitt und küsste mich am Hals. Ich wünschte mir nichts mehr, als dass die Jungs jetzt kommen würden. Aber da konnte ich lange warten... Weitere Minuten vergingen und inzwischen hatte er seine Hand von meinem Handgelenk auf meine Po verlegt. Mehrmals hatte ich ihm befohlen, mich loszulassen, aber das hatte ihn nicht interessiert. Ich glaube, mein Hals war inzwischen einfach nur noch von Knutschflecken übersäht. Die eine oder andere Träne, war schon über meine Wange gerollt. Und dann, ENDLICH!
    Jemand kam von hinten und zog mich an den Schulten von dem Mann weg: Taehyung. Der Mann wurde von Jimin, Yoongi und Jungkook an den Rand gezogen. Nachdem ich Taehyung umarmt hatte, und endgültig angefangen hatte zu weinen, kamen Namjoon, Jin und Hoseok auf uns zu. Ich sagte noch immer nichts. Dann zogen sie mich an den Rand, wo Jimin gerade ausholte und dem Fremden auf die Nase schlug. Als seine Nase stark zu bluten begann, rannten Jonnie und Jin auf ihn zu und hielten ihn zurück. Doch Jimin machte keine Anstalten, sich zu beruhigen. Er schrie jetzt: „Wenn du sie noch einmal auch nur anschaust, bring ich dich um! Das verspreche ich dir! Wenn ich könnte, würde ich das jetzt schon tun!“ Der total Besoffene lachte nur und kam wieder auf mich zu, da rann allerdings Jungkook los und schubste ihn zurück an die Wand: „Bist du taub? Wenn er sagt, du darfst sie nicht mal anschauen, dann hörst du auch drauf! Und noch eine klitzekleine, falsche Bewegung und wir zeigen dich an!“ Da er immer noch lachte, ging Yoongi jetzt auf ihn zu und erklärte: „Hör mal zu: Ich bin ganz schon berühmt! Da draußen warten ein paar Bodyguards auf mich, die kein Problem damit hätten, einfach an meiner Stelle darauf aufzupassen, dass du heute nicht mehr in die Nähe irgendeiner Frau kommst!“ Der Mann war einfach zu betrunken und Hobi verstand, dass es keinen Sinn machte, mit ihm zu diskutieren. Er tippte eine Nummer in sein Handy und eine Minute später, kamen auch schon zwei Bodyguards, die den Mann noch draußen zerrten. Dann rannten auch schon Alle auf mich zu und umarmten mich.
    Namjoon: „Geht‘s dir soweit gut?“
    Ich nickte.
    Jimin: „Warum zur Hölle hast du denn nicht geschrien?“
    (D/n): „Hab ich ja versucht! Aber ging nicht...“
    Jk, Hobi, Tae, Yoongi, Jin und Joonie warfen sich komische Blicke zu.
    (D/n): „Halt mal... Taehyung, das war aber nicht euer Plan, oder? Der von dem du mir vorhin erzählt hast...“
    Tae wollte gerade antworten, aber Jimin kam ihm zuvor: „PLAN? DAS NENNT IHR PLAN? Seid ihr eigentlich komplett gestört!“
    Tae: „Das war natürlich nicht unser Plan! Er hätte ähnlich ausgesehen, aber dabei wäre nichts so eskaliert!“
    Hoseok: „Jimin, ich weiß du willst es nicht hören... Aber obwohl das kein Plan war, habe ich noch mehr das Gefühl, dass ihr mehr als Freunde seid... Ich meine, ich hab dich noch nie so wütend gesehen. Noch nie!“
    Jimin: „Du Pabo! Kannst du denn an nichts Anderes denken? Und Taehyung, was meinst du mit, er hätte ähnlich ausgesehen‘? Was denkt ihr euch denn, wenn ihr eure Pläne entwerft? Nur weil ich nichts mit ihr hab, heißt es nicht, dass ich kein Problem damit habe wenn ihr sie dauernd küsst und anfasst. PUNKT!“
    Yoongi: „Was heißt denn hier ‚dauernd‘? Außerdem würden wir sie ja nicht mal berühren, wenn du zugeben würdest, dass du in sie verliebt bist!“
    Jimin: „Bin ich aber nicht! Und jetzt, jetzt küsst und fasst ihr sie weiter an? Oder was?“
    Jungkook: „Natürlich bist du in sie verliebt! Das merkt doch jeder, sogar sie hat es schon bemerkt!“
    (D/n): „Was? Ich hab nichts gemerkt und ich hab es auch nicht gesagt!“
    Taehyung: „Okay, dann verstehe ich das jetzt so, dass du auch auf Jimin stehst. Und da wir nicht mehr im Kindergarten sind, könnt ihr es verdammt noch einmal auch endlich zugeben!“
    (D/n): „Dann würde ich lügen!“
    Jin: „Wie alt seid ihr zwei denn? Ihr seid, falls ihr es nicht gemerkt habt, nicht mehr in der 5. Klasse! Und Jimin, vielleicht hasst du mich jetzt dafür, aber egal! (D/n), nachdem wir dich wieder getroffen haben, darfst du mal raten, wer die ganze Nacht Allen von dir erzählt hat!“
    Jimin: „Sei leise, Jin!“
    Jin: „Und schon wieder wird er tot! Du kannst nicht lügen!“
    Namjoon: „Jetzt seid Alle mal leise! Alle fangen hier gerade an zu lügen! Jimin, (D/n), Jin und Jungkook! Jin, du hast auch die ganze Zeit über (D/n) gesprochen, also sei lieber leise! Jungkook, (D/n) hat dir nie was gesagt, von wegen, sie hätte was gemerkt! Und Jimin und (D/n), ihr seid beide in den jeweils Anderen verliebt, also hört auf euch und uns was vorzuspielen!“
    Jimin: „ABER ICH BIN NICHT IN SIE VERLIEBT“
    Jin: „Hahaha und er lügt schon wieder!“
    Jungkook: „Ich und Jin geben zu, dass wir gelogen haben, wenn wenigstens einer von den beiden es auch zu gibt!
    Hoseok: „Der Esel nennt...“
    Jungkook: „Jaja ich weiß schon! War keine Absicht! Ich meinte natürlich Jin und ich. Also, (D/n), Jimin?“
    (D/n): „Ich lüge aber gar nicht! Zum hundertsten Mal: ICH BIN NICHT IN JIMIN VERLIEBT! Diskussion meinerseits beendet!“
    Jimin: „Ich schließe mich (D/n) an! Ich werde nicht noch einmal sagen, dass ich nicht auf sie stehe! Schluss damit!“
    Taehyung: „Einigen wir uns darauf, heute Abend so zu tun, als wären wir wirklich ALLE nur Freunde und reden morgen noch einmal darüber. Bis dahin könnt ihr zwei ja auch noch einmal besprechen, ob ihr es uns nicht doch sagen wollt...
    Namjoon: „Okay! Niemand sagt mehr was dazu! Aber, (D/n), wenn du nach dem Vorfall mit dem Besoffnen lieber Heim willst, verstehen wir das natürlich!“
    (D/n): „Ist schon okay, wir können bleiben. Aber: ihr lasst mich keine Sekunde mehr alleine!“
    Hoseok: „Ich dachte wir sind nicht deine Bodyguards?“
    (D/n): „Seid ihr auch nicht. Ihr seid große Brüder die auf ihre kleine Schwester aufpassen, die das erste mal in Südkorea feiern ist, nicht wahr Jungkook?“
    Jungkook: „Korrekt!“

    Wir gingen an die Bar und bestellten uns Cocktails. Ich nahm auch einen Alkoholfreien, da ich mir dumm vorkam die einzige zu sein, die sich Alkohol bestellte. Danach schafften es die Jungs, keine Ahnung wie, mich zum tanzen zu überreden. Und auch wenn ich mich vor ihnen komplett blamiert hatte, war es einfach lustig. Und, Überraschung: die Jungs haben mich nicht mehr mit Jimin genervt! Es wurde also noch ein wirklich sehr lustiger Abend. Um 03 Uhr verließen wir dann den Club und liefen zum Auto zurück. Ich lief mit Taehyung und Hobi hinter dem Anderen. Wir waren so in unser Gespräch vertieft, dass uns gar nicht auffiel, dass die Jungs vor uns stehengeblieben waren und darum liefen wir in sie hinein. „Was ist denn jetzt los?“, fragte ich und konnte nichts sehen, da Joon, der mindestens einen Kopf größer als ich war, vor mir stand. „Namjoon, das gefällt mir nicht... Was sollen wir machen?“, flüsterte Jimin. Namjoon überlegte und antwortete schließlich: „Okay also, zwei gehen mit (D/n) und schauen, dass sie weiter weg bleibt von hier. Einer Stellt sich mit Anstand hin und die vier Anderen, versuchen den Typen dazu zu bringen, abzuhauen. Sollte das nicht klappen, geben wir dem mit Abstand ein Zeichen und der ruft ein paar Bodyguards an, die das dann regeln“ Alle nickten und Jimin drehte sich zu mir um und nahm meine Hand. „Wer kommt noch mit?“, fragte Jimin die Übrigen. Yoongi kam auf uns zu und wir gingen los, Jimin immer noch meine Hand haltend, was Yoongi auch aufgefallen war: „Klar, ihr seid nicht ineinander verliebt! Wie kommen wir nur immer auf so einen Mist!“ „Halt die Fresse und überleg lieber wo wir hingehen könnten“, machte Jimin ihm genervt einen Vorschlag. Da ich immer noch nicht wusste, was gerade los war, fragte ich jetzt nach: „Was genau geht gerade ab? Ich hab’s nicht mitbekommen...“ „Da stand so ein Typ bei unserem Van und hat uns angeschaut. Das Ding ist, dass kaum noch Leute unterwegs sind, also hier zumindest. Man weiß nie, ob er uns kennt und was er will...“, klärte Yoongi mich auf. „Aha, und warum laufen wir dann gerade weg?“, fragte ich weiter und verstand den Sinn dahinter nicht. „Weil du da nicht sein solltest, wenn wir Bodyguards brauchen! Die denken nämlich, wie TXT, dass einer von uns mit dir zusammen wäre. Die müssen natürlich auch wissen, dass du bei uns wohnst, aber des erklärt unser Manager denen Mal in na ruhigen Minute...“, vervollständigte Jimin Yoongis Aussage. Damit gab ich mich zufrieden und wir setzten uns auf Treppenstufen vor einem Juwelier. Ich weiß nicht ob Jimin es einfach nicht bemerkte oder ob er es bemerkte und es extra machte. Aber mir fiel auf, dass Yoongi uns ganz genau beobachtete und ich hätte Jimin darum eine reinhauen können, als er anstatt meine Hand endlich wieder loszulassen, mir seine andere Hand gab und seinen Arm über meine Schultern legte. Dann hörte man einen Yoongi lachen: „Ja ja, die Liebe...“ Ich wollte ihm widersprechen, aber Jimin deutete mir mit einem Kopfschütteln, dass ich es lassen sollte. Stattdessen legte ich dann also meinen Kopf auf meine Schulter, schloss die Augen und schlief ein...

    Hi, ich spiele gerade mit dem Gedanken, da ich ja öfter mal einfach nichts hochgeladen habe, später noch ein weiteres Kapitel hochzuladen. Das wäre dann so um 23 Uhr😁. Aber bin mir wie gesagt noch nicht sicher...
    Tschüss 👋🏻

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    18. Kapitel

    Als ich meine Augen wieder öffnete, saß ich, immer noch an Jimin gelehnt, im Van. Die Jungs flüsterten, vermutlich um mich nicht zu wecken. „Ich bin wach“, meldete ich mich schließlich. Jin drehte sich um und musste natürlich einen dummen Kommentar abgeben: „Jimins Schulter ist schon sehr bequem, nicht wahr? Da schläft man schnell mal ein“ Schlagfertig antwortete ich: „Mitten in der Nacht, find ich alles bequem genug um drauf einzuschlafen. Aber, was lief jetzt mit dem Van und dem Typen?“ Mein Versuch das Thema zu wechseln war gelungen. Namjoon klärte mich schnell auf: „Also, Hobi hat sich eben mit Anstand hingestellt und Jin, Jungkook, Tae und ich sind dann zu dem hin. Wir haben ihm gesagt er soll bitte weg von unserem Auto. Er hat aber gefragt warum wir uns denn aufgeteilt haben. Als wir dann mit Polizei gedroht haben, weil er scheinbar nicht wusste, dass wir berühmt sind und dann wäre von Bodyguards erzählen dumm gewesen, ist er auch gegangen. Also, war nicht schlimm“ Ich nickte und sah aus dem Fenster. Und dann schlief ich schon wieder ein, diesmal nicht an Jimin gelehnt.

    „Aber wir können sie ja nicht hier lassen!“, hörte ich Jungkook flüstern. „Okay, dann wer trägt sie rein?“, fragte Jin ebenfalls flüsternd. Yoongi flüsterte schnell zurück: „Jimin, sonst stirbt heute noch jemand, wenn wer Anders sie anfasst“ „Nicht ich, sonst habt ihr wieder einen Grund zu sagen, wir wären zusammen!“, flüsterte Jimin schnell. „Niemand, ich bin wach“, sagte ich dann schließlich in normaler Lautstärke und stand auf. Wir liefen zur Tür, Yoongi sperrte auf und wir rannten alle die Treppe hoch. Tae ließ mich zum Glück zuerst ins Bad. Nach 20 Minuten klopfte ich bei ihm und wünschte ihm eine gute Nacht. Als ich mir dann meinen Pyjama angezogen hatte und in meinem Bett lag, klopfte es noch einmal an der Tür. „Komm rein“, bat ich einen der Jungs rein, keine Ahnung wer es war. Aber das sah ich sehr schnell: Jimin. Er kam auf mich zu und setzte sich auf mein Bett.
    (D/n): „Was gibt?“
    Jimin: „Wegen den Anderen, was sagen wir denen denn?“
    (D/n): „Weiß ich nicht. Aber es war ja deine super Idee Händchen zu halten! Was hat das eigentlich gebracht?“
    Jimin: „Keine Ahnung. Ich hatte da so ne Idee aber, eigentlich echt unnötig...“
    (D/n): „Ich glaube ich weiß was deine Idee war oder ist, aber bevor ich dir gleich eine runterhau, kannst du sie mir erzählen und hoffen, ich dachte an was anderes!“
    Jimin: „Denkst du, meine Idee hatte was... nun ja was mit Beziehung vortäuschen zu tun?“
    (D/n): „Hat sie?“
    Jimin: „Wäre möglich...“
    (D/n): „Bist du dumm? Du willst denen weiß machen, wir wären zusammen?“
    Jimin: „War ja nur so ein Gedanke...“
    (D/n): „Okay, ich bin gegen den Gedanken!“
    Jimin: „Okay, bring du einen Vorschlag, wie die es einfach lassen?“
    (D/n): „Vielleicht rastest du in Zukunft einfach nicht mehr so aus wenn sie ihre unnötigen Pläne umsetzen?“
    Jimin: „Und wie stellst du dir das vor?“
    (D/n): „Jimin, okay, dass im Club schließen wir jetzt mal aus, aber es sollte dich eigentlich echt nicht interessieren, wer mich küsst oder anfässt!“
    Jimin: „Tut es aber!“
    (D/n): „Ich dachte du bist nicht in mich verliebt!“
    Jimin: „Ich... ich... weiß es eben nicht...“
    (D/n): „... wie du weißt es nicht? Bis vor ein, zwei Tagen warst du dir doch noch zu 100% sicher...“
    Jimin: „Ja, mianhae... Hab ich gesagt, weil ich dachte, wenn ich’s mir einrede kann ich’s ändern...“
    (D/n): „Also bist du dir jetzt doch sicher?“
    Jimin: „Ja... Nein... ich weiß es einfach nicht...“
    (D/n): „..............................“
    Jimin: „Du musst nichts sagen, ich versteh dich. Aber was sollen wir denn machen?“
    (D/n): „Hm, vielleicht findest du jetzt erstmal raus, ob du in mich verliebt bist und wir ignorieren die anderen einfach?“
    Jimin: „Okay, ich lass dich mal schlafen... Gute...“
    (D/n): „Jimin, übermorgen, also besser gesagt morgen, ist die Beerdigung von meiner Mum...“
    Jimin: „Oh, okay... Ehhm, willst du, dass wir dich begleiten?“
    (D/n): „Ich frag mal meinen Dad ob ihm das recht wäre. Weil, ich glaube mir würde das schon helfen...“
    Jimin: „Okay dann gute ...“
    Jungkook: „JIMIN? WO BIST DU?“
    Jimin: „Na toll“
    Namjoon: „JIMIIIIIIIIIN?“
    (D/n): „Was jetzt? Wenn die dich hier finden, nerven die wieder morgen den ganzen Tag!“
    *klopf klopf*
    „Fuck! Tu so, als würdest du schlafen!“, flüsterte er und legte sich unter die Decke. Ich flüsterte ihm noch: „Spinnst du“, zu, tat dann aber was er sagte, da die Türklinke von außen runtergedrückt wurde. „(D/n)? Schläfst du?“, fragte Hoseok in normaler Lautstärke. Tae lachte los: „Safe nicht! Jimin, man sieht deinen Fuß!“ Ich gab mir gedanklich einen Facepalm. Wie viel Dummheit kann man eigentlich besitzen? Wir bewegten uns beide weiterhin nicht. Dann hörte ich Schritte und jemand zog die Bettdecke weg. „Jiminie! Überraschung!“, hörte man Jungkook rufen. „Was wollt ihr?“, fragte Jimin genervt. Jin zog die Augenbrauen hoch und fragte: „Haben wir gestört?“ „Nein!“, antwortete ich schnell. Hobi ignorierte mich und sagte mir zu zwinkernd: „Wir lassen euch dann mal wieder alleine. Jetzt wissen wir ja wo Jimin ist“ Jimin stand schnell auf und sagte: „Okeee ich komm mit“ Namjoon drehte sich noch mal um: „Jimin du Pabo! Wir haben schon gesehen. Jetzt kannst du auch hier bleiben, macht keinen Unterschied mehr“ „Jungs, wir haben über die Beerdigung meiner Mum gesprochen, wenn ihrs wissen wollt. Jimin hat angeboten, ihr könntet mitkommen. MEHR NICHT!“ Jimin nickte. Man hörte noch ein „gute Nacht allerseits“, und eine Tür knallen. Die anderen sahen mich noch einmal an und gingen dann auch wieder. Das war ja mal wieder so unnötig! Aber inzwischen war es auch schon 04 Uhr und ich beschloss mich nicht länger darüber aufzuregen, sondern einfach zu schlafen. Das konnte ich zu Glück auch sehr schnell...

    „(D/n)! (D/n)!“, hörte man Jungkook vor der Tür schreien. Ich bat ihn noch halb verschlafen herein: „Komm rein. Was gibt‘s denn?“ Er rannte rein, zog meine Bettdecke weg und schrie: „Es ist 10:15! Du musst gleich los zur Arbeit!“ Ich riss meine Augen auf und rannte ins Badezimmer. Innerhalb von 5 Minuten hatte ich mir meine Haare gekämmt, meine Zähne geputzt, mein Gesicht gewaschen und die Knutschflecken von dem Besoffnen gestern überschminkt. Dann rannte ich wieder ins Zimmer. Jk war inzwischen weg. Ich nahm mir meine Arbeitskleidung und zog mich an. Dann lief ich auch schon die Treppen runter in die Küche. Alle waren schon wach, außer Yoongi natürlich. „Morgen! Jin du hast nicht ganz zufällig was zu Essen für mich oder?“ Jin lachte: „Ganz zufällig schon! Aber du musst dich beeilen“ Er stellte mir Frühstück hin und ich aß so viel wie ich konnte. Nach wenigen Minuten sprang ich dann aber auf, zog mir die Schuhe an und verabschiedete mich bei den Jungs. Zum Glück kam ich pünktlich an. „Hey“, begrüßte ich Yumi, die mir gerade entgegenkam. Dabei versuchte ich nicht so gestresst zu wirken. Doch sie war es eindeutig: „Ah (D/n)! Riesen Durcheinander! Eine Hochzeitsgesellschaft kommt um 12 Uhr! Ich weiß das aber erst seit 5 Minuten! Kannst du bitte schnell in einen Blumenladen fahren und Deko für die Tische kaufen?“ Ich nickte und sie drückte mir Geld in die Hand. Dann rann ich wieder raus und stieg ins Auto. Ich kannte nur den Blumenladen, in dem meine Mutter früher oft mit mir war. Also beschloss ich dorthin zu fahren. Nachdem ich gesagt hatte, was ich brauchte, bat die Verkäuferin mich, 20 Minuten im Auto zu warten. Das tat ich dann auch und ließ gerade BTS‘ neues Album ‚BE‘ loslaufen, als ich eine Nachricht bekam:
    Jimin:
    Heyy Babe❤️

    Ich ging nicht auf die Nachricht. Stattdessen hörte ich einfach ‚Blue and Grey‘ weiter. Nach ungefähr einer Minute kam einen zweite Nachricht.
    Jimin:
    Sorry, falscher Chat.

    What the fvck! Was ist denn jetzt los?
    (D/n):
    ?
    Jimin:
    War an wen Anders
    (D/n):
    Okay und an wen?🤨😏
    Jimin:
    Nicht an dich!
    (D/n):
    👏🏼👏🏼👏🏼👏🏼
    Jimin:
    Bist du jetzt beleidigt?
    (D/n):
    Nein😂 warum auch?
    Jimin:
    Keine Ahnung, weil ich ein anderes Mädchen mit ‚Babe‘ anschreib!
    (D/n):
    Das ist mir egal! Und, gebt ihm sein Handy wieder! 😂
    Jimin:
    ?
    (D/n):
    Ihr seid solche Pabos! Ich weiß, dass ihr nicht Jimin seid
    Jimin:
    Warum denn so sicher?😏
    (D/n):
    Keine Ahnung, Jung Hoseok😂
    Jimin:
    Ups😅
    (D/n):
    Also, jetzt gebt Jimin sein Handy wieder und hört auf mich zu nerven! Ich muss arbeiten!😂
    Jimin:
    Okay, bis dann

    Das war einfach zu leicht zu erraten. Naja, hoffentlich lassen sie mich jetzt einfach in Ruhe. Gerade begann ‚Dynamite’, da winkte mich die Blumenverkäuferin nach innen. Auf dem Tresen waren schöne, kleine Sträuße in den Farben lila und rosa ausgebreitet. Ich bedankte mich und fuhr zurück. Dort erwartete Yumi mich schon und half mir alles nach drinnen zu bringen. Um Punkt 12 Uhr waren wir mit decken und dekorieren fertig und mussten auch nicht mehr lange warten, bis die ersten Hochzeitsgäste kamen. Ich war so beschäftigt, dass mir die Zeit gar nicht mehr auffiel. Dauernd wurde ich hin und her gerufen und sollte leere Gläser durch volle Austauschen. Bei 200 Gästen ist das eine Aufgabe ohne Ende. Doch dann klingelte mein Handy: Jin.
    (D/n): „Hey, was gibt‘s?“
    Jin: „Ah Jungs, sie lebt noch!“
    (D/n): „Ich sagte ihr sollt mich nicht mehr nerven!“
    Jin: „Kannst du nicht wenigstens kurz schreiben, wenn du länger bleibst?“
    (D/n): „Wie spät haben wir denn?“
    Jin: „Halb sechs!“
    (D/n): „Oh Gott, sorry! Ich brauch noch ein bisschen... Es ist sehr kurzfristig ne Hochzeitsgesellschaft gekommen“
    Jin: „Ok... dann bis später!“
    (D/n): „Bis dann“

    Mir war nicht aufgefallen, dass es schon so spät war. Aber es war auch kein Ende in Sicht. „(D/n)! Die Leute wollen tanzen! Tu mir einen Gefallen und geh nach unten. Da haben wir einen großen Saal. Und, kennst du jemanden der Ahnung von Musik hat?“, fragte Yumi mich immer noch total gestresst. „Ganz zufällig hab ich da ein paar Freunde, die sich mit Musik auskennen... Ich schau mal, ob ich die hierher bekomme und geh schon mal nach unten“, antwortete ich ihr und dachte an meine Mitbewohner. Sie nickte mir dankend zu, gab mir einen Schlüssel und verschwand auch schon wieder. Dann lief ich in den Keller. Es gab dort einen wirklich riesigen Raum. Aber es stank einfach widerlich. Schnell riss ich die kleinen Fenster auf und machte das Licht an. Dann überlegte ich, wen ich anrufen sollte. Eigentlich war es ja egal, weil sie eh alle was zusammen machen würden. Darum rief ich einfach Jk an. Er ging sehr schnell ran.
    Jungkook: „Hi, was ist?“
    (D/n): „Die Anderen sind doch bei dir, darum mach bitte mal laut“
    Jungkook: „Ist schon laut“
    (D/n): „Okay, also ich sollte jetzt gerade in den Keller in einen Saal weil die Leute tanzen wollen. Und Yumi hat gefragt ob ich vielleicht jemanden kenne, der sich mit Musik auskennt und DJ spielen könnte. Und da ihr ja beruflich was mit Musik macht; dachte ich an euch“
    Jimin: „Sorry, das wird nichts...“
    (D/n): „Warum?“
    Hoseok: „Da wir beruflich was mit Musik machen sind wir auch ein bisschen berühmt und weil wir ein bisschen berühmt sind können wir nicht auf irgendeiner Hochzeit aufkreuzen und DJ spielen“
    (D/n): „Stimmt, hatte ich vergessen... Ich sag Yumi, dass ich euch nicht erreicht habe. Bis dann“
    Alle: „Bis dann“

    Ich schloss die Fenster wieder und machte die passendere LED-Beleuchtung an. Dann ging ich wieder nach oben und sagte Yumi, dass da unten Alles fertig sei, aber ich keinen DJ organisieren konnte. Sie verschwand in der Küche und kam mit einem jungen Mann in meinem Alter wieder. „(D/n), das ist mein kleiner Bruder Siwon. Siwon, das ist meine neue Kollegin (D/n). (D/n), sei doch so nett und führ ihn runter, er hat auch genug Ahnung von Musik um DJ zu spielen, hoffe ich...“ Ich nickte und bat Siwon, der zugegeben wirklich verdammt gut aussah, mir zu folgen. Als wir im Keller waren sprach er mich an:
    Siwon: „Wie als bist du eigentlich?“
    (D/n): „19, und du?“
    Siwon: „22“
    (D/n): „Oh ok“
    Siwon: „Wie lange arbeitest du hier schon?“
    (D/n): „Noch nicht mal seit einer Woche, hast du einen Job?“
    Siwon: „Oh, ich dachte länger, Yumi ist sehr begeistert von dir... Achso und nein, ich hab keinen richtigen Job. Ich studiere und helfe eben hin und wieder mal im Restaurant aus wenn’s brennt, wie heute zum Beispiel“
    (D/n): „Ich hab bis vor kurzem auch noch studiert, aber wegen meiner Mum abgebrochen...“
    Siwon: „Was ist denn mit ihr, wenn ich fragen darf?“
    (D/n): „Sie hatte Krebs und ist vor ein paar Tagen bei einem Unfall gestorben...“
    Siwon: „Oh, das tut mir Leid...“
    (D/n): „Warum denn, ist doch nicht meine Schuld“
    Ich lächelte ihn an. Er war wirklich nett.
    Siwon: „Na dann, schauen wir mal ob wir das mit der Musik hinbekommen. Hast du ein Handy?“
    Ich entsperrte mein Handy und überreichte es ihm.
    (D/n): „Spotify, YouTube, Apple Music, alles was du brauchst ist drauf“
    Siwon: „Perfekt“
    Er ging in mein Spotify und sah meine ganzen Playlists von BTS.
    Siwon: „Du bist BTS-Fan?“
    (D/n): „Ne, find nur paar Songs echt cool, aber bin kein Fan. Warum?“
    Siwon: „Zum Glück! Diese Fangirls von den K-Pop Gruppen haben doch alle einen an der Klatsche. Ich mein, wollen die ihre Idole umbringen oder was ist denen ihre Mission?“
    Ich lachte, da ich verstand was er meinte. Er meinte Situationen, wie die die sich des Öfteren an Flughäfen abspielten. Das war wirklich übertrieben...
    Siwon: „Ok, ich hab mal ein paar Playlists mit bekannten Hits zusammengestellt. Wenn du willst, kannst du hochgehen und den Leuten sagen, dass sie auch nach unten können“
    (D/n): „Okay“
    Dann lief ich auch schon nach oben und rief die Hochzeitsgesellschaft nach unten. Und dann war es unten auch schon voll. Yumi sagte, ich soll unten bleiben und Getränke Bestellungen aufnehmen. Aber da die Gäste dafür meist selbst nach oben gingen, war mein eigentlicher Job mit Siwon zu sprechen. Es war sehr lustig und mir fiel gar nicht auf, dass die Gäste inzwischen alle nacheinander Abendgegessen hatten. Um kurz nach 21 Uhr kam Yumi auf mich zu: „(D/n)? Du bist immer noch da? Du hast seit 6,5 Stunden aus!“ „Ach, kein Stress Yumi. Ich hatte eh nichts mehr vor“, beruhigte ich sie. „Okay, ehm du gehst jetzt heim und bekommst morgen frei. Ich denke, wir haben das jetzt im Griff... Und Siwon, ich bin hier um deinen Job zu übernehmen. Du kannst auch gehen“ Yumi gab mir schnell mein Handy und tauschte es durch ihres. Dann deutete sie uns zu gehen, was wir, nachdem wir uns verabschiedet hatten, auch taten.
    Draußen wollte ich mich gerade von Siwon verabschieden, als dieser schüchtern fragte: „Willst du vielleicht noch ein bisschen spazieren gehen oder so?“ „Klar, warum nicht“, sagte ich und lächelte ihn an.
    Wir liefen lange Zeit noch durch Seoul und unterhielten uns. Dann, es kam mir nicht mal so lange vor, sagte Siwon: „Oh, es ist schon halb 11, ich glaub wir gehen dann mal wieder zurück“ Ich nickte und fragte ihn, als wir wieder vorm Restaurant standen: „Wollen wir Handynummer tauschen?“ Er nickte begeistert und tippte seine Nummer in mein Handy. Dann umarmte er mich zur Verabschiedung und ich stieg ins Auto.
    Als ich die Tür zum Dorm öffnete, kamen alle Sieben schnell zu mir gerannt.
    Yoongi: „Wo warst du?“
    (D/n): „Jobben und dann noch mit jemandem unterwegs. Ach und ich hab morgen frei“
    Jimin: „Ist dieser jemand ganz zufällig Siwon?
    (D/n): „Ja, kennst du ihn?“
    Jimin: „Eigentlich nicht, aber als ich dich angerufen habe ist er rangegangen und hat gesagt, dass er dir sagt, du sollst dich melden!“
    (D/n): „Hat er halt vergessen“
    Jimin: „Aber was macht der denn mit deinem Handy?“
    (D/n): „Was machen die Jungs mit deinem Handy?“
    Jimin: „Das kann man nicht vergleichen, außerdem wusste ich nicht, dass sie mein Handy haben!“
    (D/n): „Und warum kann man des nicht vergleichen? Er hatte mein Handy wegen der Musik!“
    Jimin: „Man kann es nicht vergleichen, da mein Handy bei unseren Freunden war und nicht bei irgendeinem Mädel des du nicht kennst! Dein Handy war aber bei irgendsoeinem Typen, den weder ich noch du richtig kennst!“
    (D/n): „Erstens kann ich mein Handy geben wem ich will und zweitens hat er es gebraucht für die Musik!“
    Jimin: „Das ist mir egal, warum triffst du dich mit irgendwelchen fremden Typen und sagst mir nichts?“
    (D/n): „Was soll das denn jetzt heißen? Ich bin keine fünf Jahre alt mehr und darf mich treffen mit wem ich will. Da brauch ich nicht erst deine Erlaubnis!“
    Jimin: „Natürlich darfst du treffen wen du willst, aber warum sagst du denn dann nicht mit wem du dich triffst? Was war denn mit dem, dass du sagst ‚mit jemandem unterwegs‘?“
    (D/n): „Jimin, was willst du eigentlich?“
    Jimin: „Wissen, warum du dich mit fremden Typen triffst und versuchst es uns zu verheimlichen!“
    Hoseok: „Jimin, beruhig dich mal!“
    Jimin: „Nein, mach ich nicht!“
    (D/n): „Ich verstehe nicht, was das Problem dabei ist, wenn ich einen netten Typen kennenlerne und er mich nach der Arbeit fragt, ob ich nicht ein bisschen spazieren gehen will und ich ja sag!“
    Jimin: „Ich will aber wissen, mit wem du dich triffst, beziehungsweise mit welchen Typen, Mädchen sind mir ja egal!“
    (D/n): „Es geht dich nichts an da, falls du es bei dem ganzen Generve von den Anderen vergessen hast, wir nicht zusammen sind! Also musst du auch nicht wissen mit wem ich mich wann und warum treffe!“
    Jungkook: „Hallo, darf ich was sagen?“
    Jimin: „Nein!“
    (D/n): „Doch!“
    Jungkook: „Also was jetzt?“
    Namjoon: „Jetzt sag doch einfach!“
    Jungkook: „Okay, also wegen der Beerdigung morgen, sollen wir dich begleiten oder nicht?“
    (D/n): „Ja, sonst muss ich einer gewissen Person ja wieder erklären, mit wem ich gesprochen hab und warum, oder am besten noch um Erlaubnis fragen!“
    Jimin: „So war das doch nicht gemeint!“
    (D/n): „So habe ich es aber verstanden!“
    Jimin: „Ich meinte doch nur, dass du dich nicht mit Männern treffen sollst, die ich nicht kenne!“
    (D/n): „Und warum nicht“
    Jimin: „... na gut, wenn du’s wissen willst. Ich bin da einfach krass eifersüchtig!“
    Jungkook & Taehyung: „Woouuuww!“
    Hoseok: „Wir haben einen Grund zum feiern!“
    Jin: „Hä?“
    Hoseok: „Na Jiminie hat auf einen sehr seltsamen Weg zugegeben, dass er in (D/n) verliebt ist!“
    Jimin: „Hab ich nicht! Ich hab gesagt, dass ich eifersüchtig bin, wenn sie sich mit anderen Typen trifft!“
    Hoseok: „Das zählt!“



    19
    19. Kapitel

    (D/n): „Ihr seid jetzt mal leise! Jimin, auch wenn du eifersüchtig bist, kannst du mir nicht verbieten, mich mit anderen zu treffen!“
    Jimin: „Kann ich auch nicht, aber du könntest mir ja auch einfach einen Gefallen tun und dich nicht mehr mit Leuten, nein mit Männern, treffen, die ich nicht kenne!“
    (D/n): „Sonst noch Wünsche?“
    Jimin: „Nein, des wär‘s eigentlich schon!“
    (D/n): „Ok, ich lass mir aber nicht verbieten, mich mit Jungs zu treffen! Von niemandem! Auch nicht von dem weltberühmten Park Jimin! Falls du es vergessen hast, ich bin kein Fangirl, das vor dir auf die Knie geht und alles was du sagst und machst super findet!“
    Damit rannte ich an ihm vorbei die Treppe nach oben in mein Zimmer. In meinem Zimmer tat ich etwas, was ich eigentlich gar nicht wollte, aber ich begann zu weinen. Es war einfach schrecklich mit Jimin zu streiten. Ich wollte ihn nicht verletzen aber mir auch nichts von ihm verbieten lassen. Ich wusste nicht, was ich jetzt machen sollte. Mich bei Jimin entschuldigen? Nein, ich hatte ja nicht angefangen! Er hat angefangen! Er soll sich auch entschuldigen!
    *klopf klopf*
    „(D/n), sperr mal bitte auf. Sind nur ich und Tae, Jimin ist unten“, hörte ich Namjoon. Ich stand auf, sperrte die Tür auf und legte mich wieder ins Bett. Sie kamen rein und setzten sich neben mich. „Jimin..., Jimin weint auch...“, sagte Taehyung nach einiger Zeit.
    (D/n): „Ich hab nicht angefangen...“
    Namjoon: „Es tut ihm echt Leid“
    (D/n): „Er kann mir doch nicht einfach irgendwas verbieten!“
    Namjoon: „Kann er auch nicht, aber es war auch gemein von dir ne Andeutung zu machen, dass er es gewöhnt ist, dass alle Mädchen hinter ihm her rennen...“
    (D/n): „Ja was hätte ich denn sagen sollen?“
    Taehyung: „Nicht das!“
    Namjoon: „Ich weiß, dass kannst du dir nicht vorstellen, aber das kann echt verletzend sein, wenn man dauernd seine ‚Vorteile‘ die man hat, wenn man berühmt ist, vorgesagt bekommt“
    (D/n): „Ich weiß, dass das nicht fair war, aber... ach, könnt ihr mich bitte alleine lassen?“
    Sie nickten, standen auf und verließen mein Zimmer wieder. Ich beschloss meinen Dad anzurufen und ihm zu erzählen, dass die Jungs mich morgen zur Beerdigung begleiten würden. Ich riss mich zusammen, unterdrückte mein weinen und rief an.
    Dad: „Hallo mein Engel“
    (D/n): „Hallo Dad“
    Dad: „Hat es einen bestimmten Grund, dass du mich um halb 12 anrufst?“
    (D/n): „Entschuldigung, ich war arbeiten und war seit dem ich zurück bin... beschäftigt. Aber ich wollte dir nur schnell Bescheid geben, dass die Jungs mich morgen begleiten. Also, natürlich nur wenn du nichts dagegen hast!“
    Dad: „Warum nicht. Ich habe auch alte Freunde deiner Mum und mir eingeladen“
    (D/n): „Okay“
    Dad: „Wenn du mir nicht böse bist, würde ich jetzt weiterschlafen...“
    (D/n): „Klar, ich schlaf jetzt auch. Gute Nacht und bis morgen“
    Dad: „Gute Nacht!“

    Als ich mein Handy wieder weglegte begann ich wieder zu weinen. Es war schrecklich zu streiten. Und ich würde ihn morgen den ganzen Tag sehen! Er würde mich zur Beerdigung meiner Mutter begleiten... Da konnte ich doch nicht einfach morgen so tun, als wäre nichts gewesen. Darum stand ich auf und ging nach draußen auf den Flur. Vor Jimins Zimmer wischte ich mir noch einmal die Tränen weg und klopfte. Es kam keine Antwort. Nachdem ich das zweite Mal geklopft hatte, bekam ich immer noch keine Amtwort. Darum ging ich einfach rein. Jimin saß am Boden vor seinem großen Fenster und sah nach draußen. Und er war mal wieder Oberkörperfrei. Ohne sich umzudrehen fragte er: „Wer ist da?“ „Ich...“, antwortete ich unsicher. Er wischte sich schnell mit dem Arm übers Gesicht, aber drehte sich weiterhin nicht um. „Und was willst du?“, fragte er weiter. Ich kam einen Schritt näher und schloss die Tür hinter mir: „Reden... Aber ohne zu schreien“ Er schluchzte: „Warum denn reden? Ich dachte du bist kein Fangirl, das mir hinterher rennt!“ Ich setzte mich neben ihn auf den Boden: „Bin ich auch nicht“ „Und warum kommst du dann“ „Weil ich... weil es mir Leid tut. Aber... du musst mich doch irgendwie auch verstehen. Du, du kannst mir einfach...“ Jimin unterbrach mich: „Ich weiß, dass ich dir nichts verbieten kann. Und das will ich eigentlich ja auch nicht. Aber...“ „Du hast es doch versucht“, unterbrach ich ihn diesmal. Er nickte. Wir schwiegen ein paar Minuten und sahen auf die beleuchtete Stadt. Dann fragte ich ihn: „Ehm, heißt das jetzt eigentlich, dass... du... wirklich in mich... verliebt bist?“ Er nickte und seine Augen füllten sich mit Tränen: „Ich bin schon ein Idiot. Habe die Wahl zwischen mehreren Millionen Mädchen, die mich alle vergöttern, und verliebe mich in eines der wenigen Mädchen, das niemals mir gehören kann... Das ist wieder ein Beweis dafür, dass reich sein nichts bringt. Ich kann mir alles für Geld kaufen, aber das was mir wirklich wichtig ist kann ich trotz meiner Fans und meines Geldes nicht bekommen. Da soll noch einmal jemand sagen, als Idol hätte man ein perfektes Leben...“ „Kann es sein, dass du mir gerade ein schlechtes Gewissen machen willst?“, fragte ich, als ich bemerkte, dass ich mich schlagartig sehr unwohl und arrogant fühlte. Es flossen immer noch Tränen über seine Wangen aber er begann zu lächeln: „Das war zwar nicht meine Absicht, aber du kannst ruhig ein schlechtes Gewissen haben...“ Wir schwiegen wieder. Diesmal unterbrach Jimin die Stille: „(D/n), es tut mir Leid... Kannst du mir verzeihen, dass ich dich wirklich unfair behandelt habe?“ Ich sah im in die Augen und nickte: „Das kann ich! Und mir tut es auch Leid, ich habe Dinge gesagt, die ich nicht so meinte. Entschuldigung...“ „Darf ich dich umarmen?“, fragte Jimin mich und sah mir immer noch in die Augen. Ich musste lachen und nickte, woraufhin wir uns umarmten. Nach einer Minute lösten wir uns wieder und sahen nach draußen. Doch Jimin sah anscheinend nicht nach draußen, sondern zu mir. Auf jeden Fall sagte er plötzlich: „Hat dir eigentlich schonmal jemand gesagt, wie wunderschön du bist?“ Ich drehte mich lächelnd zu ihm und meinte: „Ja, du hast es mir gerade eben gesagt“ Er lächelte mich auch an und ich lehnte mich an ihn. „Und weißt du, dass du echt gemein sein kannst?“, fragte er. Ich grinste: „Nein, das wusste ich nicht“ „Jetzt weißt du’s!“ Daraufhin schloss ich die Augen und schlief zum gefühlt hundertsten Mal bei Jimin ein.
    Ich wachte auf. Es war noch dunkel und eiskalt. Jimin lag neben mir. Aber wir lagen auf dem Boden! „Jimin! Wach mal auf!“ Ich rüttelte an ihm aber er wachte nicht auf. Dabei berührte ich seine Oberarme und mir fiel, neben seinen vielen Musklen, auf, dass er gar nicht kalt war, sondern warm. Darum nahm ich mir einfach seine Beddecke und legte mich wieder neben ihn auf den Boden. Ich hatte keine Ahnung, warum wir auf dem Boden lagen, aber ich war so müde, dass ich nicht länger darüber nachdachte und wieder einschlief.

    „Jungs, kommt mal her, zu Jimins Zimmer!“, lachte Tae. Dann hörte ich Schritte und noch mehr lachen. Jimin war auch wach und drehte sich um. „Was ist denn so witzig?“, fragte er verschlafen. Tae antwortete für alle sechs: „Da habt ihr euch gestern noch angeschrien und geweint und heute liegt ihr nebeneinander auf dem Fußboden! Sag mal, hast du kein Bett, Jimin?“ Ich drehte mich jetzt auch zu den Jungs und sie lachten noch mehr. „Doch, aber sie ist eingeschlafen und ich bin dann auch einfach hier geblieben“, erklärte Jimin gähnend. „Also habt ihr euch anscheinend entschuldigt. Naja, ihr müsst jetzt aufstehen... Beerdigung...“ Die Jungs gingen wieder und ich musste schlucken. Beerdigungen waren immer schrecklich. Ich war bei meinen beiden Omas und Opas dabei gewesen. Aber bei der Mutter ist es, glaube ich, noch mal um einiges schlimmer. „Das wird schon. Jetzt in ein paar Stunden, hast du es schon wieder hinter dir...“, versuchte Jimin, der wohl wusste was ich dachte, mich zu beruhigen. Ich nickte nur und stand dann auf um in mein Zimmer zu gehen. Dort suchte ich mir ein schwarzes Kleid, eine schwarze Nylonstrumpfhose und eine schwarze Jacke auf dem Schrank, bevor ich ins Badezimmer ging und mich duschte. Ich machte mir einen Dutt und richtete meine Augenbrauen. Schminken wäre, da ich zu 100% weinen würde, unnötig. Dann zog ich mir alles bis auf die Jacke an und ging nach unten. Dort saßen alle Sieben in schwarzen Anzügen und frühstückten. Ich setzte mich zu ihnen, sagt aber nichts. Hoseok, der neben mir saß, bemerkte, dass ich zitterte: „Keine Angst...“ Das half mir leider auch nicht fiel. Um Punkt 09:00 Uhr stiegen wir in den Van. Um 10:00 Uhr begann zwar erst die richtige Beerdigung, aber mein Dad wollte, dass ich mit ihm noch einmal zum geöffneten Sarg ging. Es würde mir schwer fallen, aber ich wollte meinen Dad nicht alleine dorthin gehen lassen. Dann hielt Jin auch schon an und wir stiegen aus. Mein Dad kam auf und zu und umarmte mich zur Begrüßung. „Gehen wir?“, fragte er mich und hielt mir seine Hand hin. Ich nahm seine Hand, nickte und wir liefen los. In dem Raum war es noch kälter als draußen. Es war still. Niemand anders war hier, nur in der Mitte stand der geöffnete Sarg mit vielen Blumenkränzen darum. Ich atmete tief durch und wir gingen weiter. Ich schloss automatisch meinen Augen. Ich konnte das einfach nicht. Ich konnte nicht meine Mutter ansehen, die mir bis vor einer guten Woche noch Abendessen gekocht hatte und jetzt tot vor mir lag. Aber ich wusste, ich würde mich mein ganzes Leben dafür hassen, wenn ich jetzt nicht noch ein Mal meine Mutter sehen könnte. Also öffnete ich meine Augen, was ein großer Fehler war. Sie war nicht mehr blass, sondern weiß. Ihre Augen waren geschlossen. Man sah noch die Wunden in ihrem Gesicht. Mir bleib die Luft weg und Tränen stießen mir in die Augen. Ich sah sie an und dann auf einmal hörte ich sie. Die Stimme meiner Mutter, die meinen Namen rief. Ich wollte weghören. Es war schrecklich. Doch dann, es war nur Einbildung aber einfach zu schrecklich, riss sie in ihrem Sarg ihre Augen auf. Ich sprang schreiend zurück. Mein Vater kam schnell zu mir und führte mich nach draußen. Mir war schlecht und ich zitterte am ganzen Körper. Er wollte mich beruhigen und öffnete gerade den Mund, um etwas zu sagen. Da kamen auch schon sämtliche Verwandte und begrüßten ihn. Ich ging schnell wieder zu den Jungs. „Du bist ja weiß wie ne Wand!“, bemerkte Jungkook als ich vor ihnen stand. Ich starrte ihn mit aufgerissenen Augen an. „Ehm (D/n)? Geht’s dir gut?“, fragte Namjoon mich unsicher. Jetzt starrte ich ihn mit aufgerissenen Augen an. Yoongi schaute mich besorgt an: „Bitte hör auf, das ist unheimlich. Du siehst so aus, als hättest du ein Gespenst gesehen“ „Sie hat meinen Namen gesagt und die Augen aufgemacht!“, sagte ich schließlich und sah an ihnen allen, immer noch mit aufgerissenen Augen, vorbei. „Sie schläft. Niemand bekommt sie mehr wach... Nie wieder... Das hast du dir nur eingebildet...“, versuchte Jin mich zu beruhigen. Das wusste ich selber. Aber es von jemand anderem zu hören, tat noch einmal sehr gut. Mein Dad legte seine Hände auf meine Schultern und sagte, wir können jetzt rein kommen, der Sarg sei inzwischen auch zu. Darüber war ich sehr froh. Als wir drinnen waren, setzte ich mich neben meinen Vater in die erste Reihe. Die Jungs wollten schon nach hinten gehen, als ich sie bat, bei mir zu bleiben. Die Jungs setzten sich, Jimin neben mich, also zum Glück doch in die erste Reihe. Und dann begann auch schon die Rede. Ihr Lebenslauf wurde erzählt. Auf allen Beerdigungen wo ich bis jetzt war, hatte die Rede einen schönen Abschluss, aber bei dieser merkte man einfach, dass sie noch so viel vor sich hatte und die Rede sich darum nicht beendet anhörte. Mir war nicht aufgefallen, dass ich inzwischen nicht nur die Hand meines Vaters hielt, sondern auch Jimins. Aber das war mir egal. Auch, dass ich seine Hand manchmal so stark drückte, dass er sein Gesicht kurz verzog, war mir egal. Nach einer Stunde wurden wir endlich dazu aufgefordert, nach draußen zu gehen. Mein Dad weinte, aber ich konnte ihn nicht trösten. Dementsprechend dankbar war ich auch, als meine zwei Tanten auf ihn zukamen um in zu beruhigen. Ich hielt immer noch Jimins Hand und hatte auch nicht vor, sie los zu lassen. Und dann kamen auch schon die Sargträger mit dem Sarg nach draußen. Sie liefen voran über den riesigen Friedhof. Es waren unendliche viele Gräber. Ich sah nur auf den Boden. Die anderen Jungs liefen um mich rum, sagten auch nichts. Nach einem langen Weg, blieben wir schließlich stehen und der Sarg wurde in ein Grab gelegt. Alle sahen meinen Dad und mich an, warum ich Jimin los ließ und mit meinem Vater zum Grab lief. Wir nahmen uns beide eine Blume und standen Hand in Hand dort. Dann ließen wir die Blumen fallen und drehten uns um. Kaum war ich wieder bei den Jungs, brach ich endgültig in Tränen aus. Sie umarmten mich schnell. Das tat gut. Mein Dad war wieder bei seinen Schwestern, die ihn auch umarmten. Ich sah die restliche Beerdigung nur noch Jimins schwarze Jacke in der ich mein Gesicht versteckte. Dann endlich flüsterte Jimin mir zu: „Wir können jetzt wieder zurück...” Wir liefen den weiten Weg wieder zurück und kamen am Parkplatz an. Mein Dad hatte schon im Voraus gesagt, er könne niemanden zum Essen einladen. Ich wusste warum, wir hatten noch nie soviel Geld. Und die Beerdigung war bestimmt schon teuer genug. Am Parkplatz ging ich zu ihm und fragte: „Du bist jetzt aber nicht alleine, oder?“ „Nein, dein Onkel bleibt bis morgen Mittag bei mir“, erklärte er, auf meinen Onkel zeigend. Ich nickte und verabschiedete mich bei ihm und anderen Verwandten. Dann stieg ich schnell in den Van. Geschafft!

    20
    20. Kapitel

    Während der Autofahrt sagte keiner ein Wort. Ich hatte immer noch Tränen in den Augen. Irgendwann riss Namjoon mich aus meinen Gedanken: „Shit! (D/n), du musst doch seit na halben Stunde in der Arbeit sein...“ Ich antwortete ohne meinen Blick vom Fenster abzuwenden: „Weil ich gestern länger war, habe ich heute frei...“ Aus dem Augenwinkel sah ich, dass er leicht nickte. Niemand sagte mehr was bis Jin stehen blieb: „So die Dame und die Herren, wir sind zu Hause“ Wir stiegen alle aus und zogen uns in unseren Zimmern erstmal gemütliche Sachen an. 5 Minuten später saßen wir alle in Jogginghosen und Pullis auf dem Sofa. Da die immer noch schwiegen forderte ich sie auf: „Bitte sagt doch was, sonst könnt ihr doch auch alle durcheinander reden“ Sie sahen mich immer noch an und trauten sich wahrscheinlich nicht. „Es bringt mir überhaupt nichts, wenn wir jetzt den restlichen Tag rumsitzen und uns alle anschweigen. Wie soll ich denn da auf andere Gedanken kommen?“, versuchte ich noch einmal sie zum reden zu bringen. Sie sahen sich jetzt an und Tae fing endlich an zu sprechen: „Und, wie war euer Tag so?“ „Bist du dumm? Wir waren den ganzen Tag zusammen...“, erinnerte Jungkook ihn. „Oh stimmt...“, antwortete Tae schüchtern, weil sein Versuch ein Gespräch anzufangen, schief gegangen war. Dann atmete Hobi durch und grinste: „Okay, du willst das wir dich auf andere Gedanken bringen. Warum habt ihr zwei auf dem Boden geschlafen?“ Er deutete auf Jimin und mich. Jimin nickte mir zu als Zeichen, das ich sprechen solle. Darum erklärte ich ihnen: „Ich bin zu Jimin, wir haben uns vertragen und dann bin ich eingeschlafen. Mitten in der Nacht bin ich aufgewacht weil mir kalt war am Boden. Dann hab ich versucht ihn zu wecken, hat aber nicht geklappt. Darum hab ich mir seine Decke genommen und mich wieder auf den Boden gelegt“ „Haha, Jimin, was bist du für ein Mann? Wartest drauf, dass sie zu dir kommt anstatt zu ihr zu gehen“, lachte Jungkook. Jimin sah ihn mit einem Todesblick an, sagte aber nichts weiter. Dann fragte Yoongi vorsichtig: „Und Jimin, du bist jetzt also in (D/n) verliebt, wenn ich das richtig verstehe“ Jimin sah auf den Boden und nickte. Das war einfach gemein! Die wollen mir doch alle ein schlechtes Gewissen machen. Jimin wollte gerade etwas sagen, als ich eine Nachricht auf mein Handy bekam. Darum fragte er schnell: „Von wem?“ Ich sah auf mein Handy und sagte dann relativ leise: „Siwon...“ „Der Typ hat deine Nummer?“, fragte Namjoon fassungslos. „Was willst du jetzt? Ja, hat er!“, antwortete ich irritiert. Jimin fragte dann weiter: „Ja und was hat er denn geschrieben!“ „, Hi‘“ mein Handy gab wieder einen Ton von sich. „Und jetzt?“, frage Jimin wieder. Ich laß vor: „Wollen wir uns morgen wenn du aus hast treffen?“ „Nö, wollt ihr nicht!“, sagte Jimin und verdrehte die Augen. Die anderen Jungs sagten nur sehr laut: „Jiminie!“ Daraufhin lehnte er sich mit verschränkten Armen nach hinten. „Es wird ja wohl niemand ein Problem damit haben, wenn ich mich morgen nach der Arbeit eine Stunde mit Siwon treffe! Ich mein, ich müsste eh wieder auf euch warten...“, erklärte ich. „Hat auch niemand, nicht war Jimin?“, fragte Jin und sah Jimin warnend an. Dieser verdrehte wieder die Augen und antwortete: „Ne, absolut nicht! Warum sollte ich auch!“ Hobi winkte nur ab woraufhin ich schrieb:
    (D/n):
    Hi, ja klar können wir uns morgen treffen:)
    Siwon:
    Oki, wann hast du aus?
    (D/n):
    14:30. Ich probiere pünktlich zu gehen...
    Siwon:
    Ich hol dich dann ab😀
    (D/n):
    Oke, dann bis morgen☺️
    Siwon:
    Ja, bis morgen

    Dann legte ich mein Handy wieder weg und sah wieder in die Runde: „Wo waren wir gerade?“ „Ich wollte etwas sagen, aber dann hat Siwon mich unterbrochen!“, erinnerte Jimin mich beleidigt. „Stimmt, und was wolltest du sagen?“ „Ich wollte dir glaube ich ein Kompliment machen, hab’s aber vergessen...“, sagte er immer noch eingeschnappt. Hobi klopfte ihm auf die Schulter: „Jetzt sei nicht so beleidigt!“Jimin stieß seine Hand weg und grummelte: „Ich bin nicht beleidigt, Hoseok!... (D/n), du bist also wieder da wenn wir kommen?“ „Ja!“, antwortete ich. Ich wollte auf keinen Fall wieder mit Jimin streiten. Der fragte mich weiter über Siwon aus: „Wie alt ist er? Wie sieht er aus? Wie groß ist er? Hat er einen Job?“ Ich sah in überfordert an: „Also, er ist 22. Hat schwarze Haare und ist Koreaner. Er ist normal groß und studiert” „Aha und...”, wollte Jimin weiter fragen aber wurde von Jungkook unterbrochen: „Jimin! Sie kennt ihn seit gestern! Wie soll sie jetzt alle deine Fragen beantworten?” Jimin dachte nach, sagte dann aber nichts mehr. „Jemand ne Idee was wir machen können? Und nein Jk, wir zocken nicht schon wieder!”, fragte Namjoon nach einiger Zeit. Jungkook spielte beleidigt schlug dann aber was vor: „Wir haben doch bevor (D/n) gekommen ist öfters mal Wahrheit oder Pflicht gespielt. Habt ihr da Lust drauf?” Niemand machte einen Gegenvorschlag, warum wir beschlossen, Wahrheit oder Pflicht zu spielen. Tae erklärte mir ihre Regeln: „Also, wir machen nicht der Reihe nach oder so. Jeder hat einen Joker, dann muss man nichts machen. Du kannst neue Joker bekommen, indem du eine Frage beantwortest oder eine Pflicht machst, die der andere nicht machen wollte. Verstanden?” Ich nickte.
    Namjoon: „Jin, Wahrheit oder Pflicht?”
    Jin: „Wahrheit”
    Namjoon: „Was magst du am meisten an dir? Und jetzt sag bitte nicht...”
    Jin: „MY WORLDWIDE HANDSOME FACEU!”
    Namjoon: „Er hat’s getan...”
    Jin: „Haha, ehm, Yoongi, Wahrheit oder Pflicht?”
    Yoongi: „Wahrheit, dabei muss man sich nicht bewegen”
    Jin: „Was ist dir manchmal peinlich?”
    Yoongi: „In Allen meinen Spotify Playlists ist mindestens ein eigener Song, weil ich meine Musik echt cool finde. Jungkook, Wahrheit oder Pflicht?”
    Jungkook: „Hm, ich fang mal mit Pflicht an wenn ihr alle Angst habt...”
    Yoongi: „Haha! Du darfst jetzt mal zu, Daechwita’ rappen!”
    Jungkook: „Hahaha ok!”

    Dann hatte Hobi auch schon eine Karaoke Version her gesucht und an die Boxen angeschlossen. Und Jungkook legte voller Motivation los. Wir konnten nicht mehr aufhören zu lachen, obwohl er nicht mal so schlecht war! Als er fertig war setzte er sich wieder aufs Sofa.
    Jungkook: „Okay, ehm, vielleicht... (D/n), Wahrheit oder Pflicht?”
    (D/n): „Wahrheit!”
    Jungkook: „Angsthase! Aber gut, wie oft hast du schon geküsst?”
    (D/n): „Noch nie”

    Wir spielten noch lange Zeit. Da wir keinen Alkohol hatten, blieben die Fragen und Aufgaben auch noch so normal, dass wir unsere Joker nicht verwenden mussten. Es war trotzdem sehr lustig. Um 23 Uhr gingen wir dann nach oben. Ich ließ Tae, da er morgen vor mir aufstehen musste, zuerst in Bad. Als ich mich dann auch fertig gemacht hatte, schrie ich noch „Gute Nacht” in den Flur und schloss meine Tür. Ich ließ den Rollo oben und sah auf die wunderschöne, leuchtende Stadt. Gestern hatte ich noch mit Jimin zusammen rausgeschaut. Heute alleine. Ich stand noch einmal auf und holte mir aus meiner Handtasche meine AirPods. Dann erstellte ich mir schnell, keine Ahnung warum, eine Playlist mit allen Solos von Jimin. Ein paar kannte ich andere nicht. Und während ich dann nach draußen sah und Musik hörte schlief ich langsam ein.

    Am nächsten Morgen wurde ich von einem Lachen geweckt. Dann wurde mir ins Gesicht gepustet und wieder gekichert. Ich öffnete langsam meine Augen und sah Jimins Gesicht, das nur wenige Millimeter von meinem entfernt war. „Wach auf, (D/n)”, flüsterte er, aber ich schloss wieder meine Augen und drehte mich um.
    Ich grummelte: „Nein, vergiss es!” Er lachte und zog mir meine Bettdecke, die ich mir gerade übers Gesicht zog weg. „Mir ist kalt, Jimin! Und ich bin müde!”, maulte ich weiter. Er lachte amüsiert: „Du bist ja Yoongi 2.0! Auch morgens total scheiße drauf... Und das du müde bist, kannst du ja deinem Chef sagen. Beziehungsweise Siwon, wenn er dann auf dich warten musst, weil du länger arbeiten musst” „Geb mir einfach meine Decke wieder, dann lass ich dich auch am Leben! Versprochen”, flehte ich ihn an. „Okay, wenn sie dir so wichtig ist, ich lege sie in mein Zimmer, dann kannst du sie dir selber holen”, lachte er als er rausging. Na danke! Da hat er mir einfach meine Decke weggenommen. Ich beschloss dann doch aufzustehen. Da ich aber einfach noch zu müde war, ging ich so wie ich aufgewacht war, im Pyjama mit verwuschelten Harre, nach unten. Dort saßen alle Sieben, schon für die Arbeit fertig, auf der Couch. Als sie mich sahen schüttelte Namjoon den Kopf: „Wir wecken dich nicht, damit du nach dem Frühstück weiterschlafen kannst! Jetzt zieh dir was anständiges an, du gehst heute nicht mehr ins Bett! Und beeil dich, wir müssen noch was mit dir besprechen” Ich machte im Halbschlaf auf der Treppe kehrt und ging in mein Zimmer. Dort zog ich mir meine Klamotten zum Arbeiten an. Im Bad kämmte ich mir dann noch schnell die Haare und putzte meine Zähne. Dann setzte ich mich zu ihnen aufs Sofa: „Also was wollt ihr mit mir besprechen?” Namjoon räusperte sich und begann zu sprechen: „Wir haben Dezember. Und im Dezember, das haben wir irgendwie bei dem ganzen Durcheinander vergessen, ist Weihnachten! Und unser Dorm sieht einfach noch nicht weihnachtlich aus... Darum werden wir heute mal unsere Deko hersuchen und heute Abend noch einen Baum kaufen gehen” „Okay, ich wusste gar nicht, dass ihr Weihnachten feiert. Aber ich liebe Weihnachten!”, freute ich mich. „Wir feiern es nicht so wie die Christen. Aber... ist doch trotzdem ein sehr schönes Fest”, ergänzte Hoseok. Ich nickte und ging in die Küche, wo Jin mir schon Frühstück hingestellt hatte. Die Jungs gingen schon, da kam Jimin noch einmal in die Küche. „Hör zu, wenn der irgendwas macht, was du nicht willst, dann ruf mich an! Ich bin in zwei Minuten da“, sagte er immer noch wegen Siwon besorgt. Ich nickte und meinte: „Ja ja, mach ich! Jetzt geh schon und lass die Anderen nicht warten!“ Er rannte wieder aus der Küche und eine Minute später viel auch schon die Tür ins Schloss. Ich aß noch auf, dann hatte ich Langeweile. Darum beschloss ich einfach mal die Weihnachtsdekoration zu suchen und lief gefühlt 100 mal den ganzen Dorm ab, bis ich sie dann im Abstellraum fand. Ich zog die Kisten nach draußen und sah sie mir an. Das war einfach, in meinen Augen, nicht genug! Entweder richtig oder gar nicht. Darum zog ich mich an, stieg ins Auto und fuhr ins Nächste Einkaufszentrum, dass man vor lauter weihnachtlicher Deko nicht übersehen konnte. Da ich ja noch in die Arbeit musste, hatte ich nicht ewig Zeit, kam aber nach zwanzig Minuten mit vier vollen Tüten zurück zum Auto. Ich fuhr noch einmal schnell zu Hause vorbei und stellte die Sachen rein, bevor ich auch schon zum Restaurant fuhr.
    Yumi war heute nicht mehr so gestresst wie am Samstag. Sie sagte mir einige Tische, die ich decken sollte und ging zurück in die Küche. Es war einfach ein ganz normaler Arbeitstag, was mir nach dem was am Samstag war, wirklich sehr stressfrei vorkam. Um Punkt 14:30 Uhr konnte ich dann auch das Restaurant verlassen und draußen wartete Siwon schon auf mich. Wir fuhren in die Stadt und aßen was, dann gingen wir noch bisschen durch die Geschäfte bummeln. Es war sehr schön, bis mir die Zeit auffiel. Es war 16 Uhr. Ich hatte Jimin gesagt, ich würde nur einen Stunde was mit ihm machen. Aber, was soll’s, eigentlich wollte ich mir ja nichts von ihm vorschreiben lassen. Warum sollte ich auch. Weil ich trotzdem nicht wieder mit ihm streiten wollte, bat ich Siwon mich wieder zum Restaurant zu fahren, wo mein Auto stand. Dann verabschiedeten wir uns und ich fuhr nach Hause. Um 17 Uhr stand ich vor der Tür und wollte gerade aufsperren, als Jimin sie von innen öffnete: „War da nicht was mit einer Stunde und du bist vor uns wieder zurück?“ „Sorry Jimin, ich...“, plötzlich hielt ich inne. Hatte ich mich gerade wirklich dafür entschuldigt? Für was denn? Anstatt noch was zu sagen, lief ich einfach an ihm vorbei nach innen. Er drehte sich zu mir um. „Warum riechst du nach Männerparfüm?“, fragte er. Ich stellte genervt eine Gegenfrage: „Seit wann darf man seine Freunde nicht mehr umarmen? Hör jetzt auf, Jimin!“ Zum Glück kam dann auch Tae und Jimin beließ es dabei. „Ah (D/n), hat es einen bestimmten Grund, dass vier volle Einkaufstaschen mit Deko im Wohnzimmer stehen?“, fragte er mich skeptisch. Ich nickte schnell: „Das was ihr da hattet, war doch viel zu wenig. Da hab ich noch das ein oder andere gekauft...“ Er zog die Augenbrauen hoch und wir gingen ins Wohnzimmer. Jungkook lachte als er uns sah und fragte: „Und Jimin, wie viele Sekunden war deine Freundin zu spät?“ Jimin maulte nur: „Jungkook! Sie ist nicht meine Freundin!“ „Eben! Dann hör doch auch auf ihr Vorschriften zu machen!“, schlug Namjoon ihm vor. Wir setzten uns zu ihnen aufs Sofa und Tae erklärte den Anderen: „Also, in (D/n)s Augen, hatten wir einfach zu wenig Deko, darum hat sie noch ‚ein bisschen‘ dazu gekauft...“ Sie lachten und dann begannen wir die untere Etage zu dekorieren. Jimin und Jin fuhren los, um einen Weihnachtsbaum zu kaufen. Tae, Hobi und ich waren im Esszimmer. Namjoon, Jungkook und Yoongi im Wohnzimmer. Jimin und Jin kamen eine Stunde später wieder mit einem sehr großen Baum. Bei meinen Eltern in die Wohnung hätte so einer nie reingepasst, aber hier war viel mehr Platz. Nachdem wir ihn dann noch geschmückt hatten ließen sich alle außer Jin erschöpft auf die Couch fallen. „Ach kommt schon, ihr habt was vergessen: Plätzchen backen!“, rief er und machte sich noch auf den Weg in die Küche. Da es zu acht in der Küche zu eng gewesen wäre, teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Jin war in der ersten mit Jungkook, Tae und Hobi, ich mit Jimin, Namjoon und Hobi in der zweiten. Wir waren in mein Zimmer gegangen und unterhielten uns. Genau genommen unterhielten sich nur Joon und ich. Yoongi hatte sich auf mein Bett gelegt und war eingeschlafen. Und Jimin beobachtete mich nur bei jeder Bewegung und sagte nichts. Irgendwann klopfte es und Jin kam genervt rein: „Das hält man nicht aus! Tae und Jungkook zusammen! Gar keine gute Idee! Schaut euch mal die Küche an...“ Alle, ausgeschlossen Yoongi, rannten schnell nach unten, wo Tae und Jk sich mit Mehl bewarfen. Hobi sah ihnen lachend zu. Jimin musste auch los lachen. Beide waren von oben bis unten voll mit Mehl,
    genauso wie der Boden und die Arbeitsfläche. Namjoon schrie dann: „LEBENSMITTELVERSCHWENDUNG“, begann dann aber auch zu lachen, so wie ich. Der einzige, der es gar nicht lustig fand, war Jin. „Jimin, du hattest gerade noch schlechte Laune, warum lachst du? Namjoon, wo ist deine Vernunft hin? Und (D/n), sag doch bitte was!“ Namjoon versuchte sich zusammenzureißen und befahl den beiden: „Jetzt hört sofort auf damit! Eomma Jin versteht keinen Spaß in der Küche... Und ihr macht das wieder sauber!“ „Ich bin nicht Eomma Jin!“, widersprach Jin ihm schnell. Doch wir waren schon wieder auf den Weg in mein Zimmer. Yoongi hatte sich nicht bewegt. Wir setzten uns wieder auf meinen Teppich und diesmal redete Jimin mit.
    Namjoon: „Das ist schon verdammt lustig...!“
    Jimin: „Was meinst du? Die Küche und Jin?“
    Namjoon: „Nein! Euch beide!“
    (D/n): „Aha, und was ist da so witzig?“
    Namjoon: „Ich werd’s nie vergessen: der 11 jährige Jimin kommt im Schullandheim zu uns und beichtet uns, dass er in (D/n) verliebt ist. Und als wir wieder zurück sind, hören wir so ne dumme kleine Bit** auf dem Pausenhof schreien: Ihh, (D/n) ist in Jimin verliebt! Du hättest Jimins Grinsen sehen sollen, legendär!“
    (D/n): „Die ‚dumme kleine Bit**‘ war meineFreundin!“
    Jimin: „Tolle Freundin!“
    Namjoon: „Aber Jimin, du musst schon zugeben. Ich kenn dich einfach zu gut!“
    Jimin: „Warum?“
    Namjoon: „Wer war denn der, der wahrscheinlich noch vor dir gemerkt hat, dass du wieder auf deinen Kindheitscrush stehst?“
    Jimin: „Du...“
    Namjoon: „Ganz genau, das wollte ich hören! Und da ich einfach krass gut Dinge vorhersagen kann, sage ich dass (D/n) bald auch wieder auf dich steht, aber diesmal sozusagen Rollentausch ist, also sie weiß, dass ihr beide ineinander verliebt seid und du nicht, aber ihr werdet’s wieder nicht hinbekommen!“
    Jimin: „Warum so sicher?“
    Namjoon: „Dann beweist mir halt, dass ihr erwachsene Menschen seid...“
    Jimin: „Wie, wenn sie nicht in mich verliebt ist?“
    (D/n): „Warum schaut ihr mich jetzt an und warum kommt es mir so vor, als hättet ihr diesen Dialog eingeübt?“
    Namjoon & Jimin: „Haben wir nicht!“
    (D/n): „Hahaha, natürlich nicht!“
    Yoongi: „Faiiiiil!“
    Jimin: „Seit wann bist du jetzt wach?“
    Yoongi: „Seit der dummen kleinen Bit**“
    Namjoon: „Und warum wünsch ich mir immer, wenn du was sagst, dass du einfach die Fresse gehalten hättest?“
    Yoongi: „Weil ich eine ehrliche Person bin? Ach und sorry, dass ich meinen Part verpennt habe...“
    Jimin: „Manchmal hasse ich dich!“
    Yoongi: „Ich liebe dich auch!“
    Namjoon: „(D/n), wie war’s eigentlich in der Arbeit?“
    Yoongi: „Also, der Themenwechsel sollte nicht so offensichtlich sein. Ich mach das. Ehm (D/n), wie war es denn mit ich hab seinen Namen vergessen“
    Jimin: „Er heißt Siwon!“
    Yoongi: „Genau den mein ich!“
    (D/n): „Nett“
    Yoongi: „Geht das ausführlicher? Du könntest zum Beispiel erzählen wie oft ihr euch geküsst habt oder...“
    Namjoon: „Yoongi!“
    (D/n): „Gar nicht!“
    Yoongi: „Dann könntest du erzählen, wo deine Knutschflecken herkommen...“
    (D/n): „Aus dem Club...“
    Yoongi: „Ups, hatte ich vergessen... Mianhae!“
    Namjoon: „Wie war die Arbeit?“
    (D/n): „Relativ entspannt. Also im Gegensatz zu Samstag“
    Namjoon: „Okay... Und jetzt, sorry falls das zu direkt ist, wie findest du Siwon?“
    (D/n): „Er ist ein echt cooler Kumpel“
    Yoongi: „Jimin kann auch raus“
    (D/n): „Ich sag die Wahrheit!“
    Yoongi: „Und warum triffst du dich dann so oft mit ihm?“
    (D/n): „Erstens, das ist nicht oft! Und Zweitens, ich lebe bei euch und ihr seid auch nur Kumpels!“
    Yoongi: „Fast alle von uns sind nur Kumpels...“
    (D/n): „In meinen Augen alle! Noch mehr Fragen?“
    Namjoon: „Nö“
    Yoongi: „Doch!“
    Namjoon: „Nein Yoongi!“
    Yoongi: „Warum denn nicht?“
    Jimin: „Hä über was redet ihr gerade?“
    Namjoon: „Gar nichts!“
    Yoongi: „Joon, warum denn nicht?“
    Namjoon: „Weil wir das später auch machen können!“
    Yoongi: „Versprochen?“
    Namjoon: „Dir verspreche ich nichts!“
    Yoongi: „Okay, dann machen wir’s später“
    Jimin: „WAS DENN?“
    Yoongi und Namjoon: „SPÄTER!“
    (D/n): „Ihr habt Probleme...“
    Jimin: „Kannst du mal kurz gehen?“
    (D/n): „Ist ja eigentlich mein Zimmer, aber gut... Kommt ihr dann runter?“
    Yoongi: „Gib uns fünf Minuten!“
    Ich nickte und verließ das Zimmer. Es war schon lustig denen beim diskutieren zuzuschauen. Ich ging die Treppen runter und setzte mich auf die Couch. Ich nahm mein Handy raus und laß Nachrichten. Dann hörte ich Tae aus der Küche schreien: „JUNGKOOK, SO VERKUPPELT MAN DOCH NIEMANDEN! DAS KLAPPT NICHT!“



    21
    21. Kapitel

    Na toll! Das hätte ich mir aber auch denken können... Die wollen uns verkuppeln und scheinbar weiß es sogar Jimin. Schnell rannte ich in die Küche und stellte mich dumm: „Wen wollt ihr verkuppeln? Ich mach mit!“ Sie sahen mich überfordert an. „Ehm also... Jungkook wollte einen alten Kumpel mit na Mitschülerin verkuppeln. Aber... das lassen wir. Wir haben ihm gerade erklärt, dass man das lieber nicht machen soll... Nicht war Tae und Jin?“, versuchte Hobi es zu erklären ohne was zu verraten. Die beiden nickten. Dann sprach Jk: „Ja, ist schon echt gut gewesen, dass ich noch einmal davor mit ihnen gesprochen habe... Sonst... ja!“ Ich sah, das Jin ihm irgendetwas zu deuten versuchte. Stellte mich dann aber wieder dumm: „Achso, ok!“ Ich sah Tae tief durchatmen und fragte wann sie mit den Plätzchen fertig wären. „In fünf Minuten könnt ihr dann weitermachen. Dann verschwinden wir“, erklärte Jin und bat mich wieder raus zu gehen, da hier alles zu voll wäre. Ich ging zurück und sah jetzt auch die anderen die Treppe runter kommen. „Und?”, fragte Joon. Ich stellte mich schon wieder tausendmal dümmer wie ich eigentlich bin um ihre Reaktion sehen zu können: „Sie sind gleich fertig. Ach und, wisst ihr, dass Jk irgendnen Kumpel mit na Mitschülerin verkuppeln wollte? Naja, die anderen waren dagegen und jetzt macht er’s doch nicht. Schade, sonst hätte ich geholfen...” Yoongi hustete los und musste sich scheinbar ein Lachen unterdrücken. „Hmm, besser so wenn er es lässt...”, sagte Namjoon und stieß Yoongi in die Seite. Die denken ja auch, ich bin komplett dumm! „Ihr könnt kommen, wir verschwinden jetzt!”, schrie Jungkook. „Okay, ich geh schnell mit hoch und erzähle ihnen unseren Plan...”, machte Yoongi eine Ankündigung und drehte sich um. Offensichtlicher geht’s auch nicht, oder? Ich sah Joon an, der sich dann irgendwas ausdachte: „Ja, das Weihnachtsgeschenk für unsere Eltern wird dieses Jahr einfach der Hammer, Jungs!” Ich war einfach von Idioten umgeben... Wir gingen dann in die Küche und und suchten ein Rezept aus dem Internet. Da keiner von uns in der Küche Talent hatte, machten wir nur einfache Butterkekse. Ich suchte gerade nach den Zutaten aus dem Kühlschrank, als ich hinter mir etwas zerbrechen hörte. Ich drehte mich um und sah Namjoon und eine zerbrochene Glasschüssel. Jimin begann zu lachen. „God of Destruction is back!”, rief er. Als er mein verdutztes Gesicht sah, erklärte er: „Er hat großes Talent darin Dinge zu zerstören. Seit du da bist, ist nichts mehr kaputt gegangen, das ist ein Rekord! Du bist ja schon ein paar Tage da...” Jetzt begann ich auch zu lachen. „Das ist nicht mehr lustig!”, beschwerte sich Joon. Dann kam Yoongi nach unten: „Okay, später...!” Dabei grinste er. Als er Namjoon und die zerbrochen Schüssel sah, verwandelte sich dieses jedoch in ein lautes Lachen: „God of Destruction, wir haben dich schon vermisst!” Dieser beschwerte sich wieder: „Jetzt lacht nicht, sondern helft mir lieber, dass wegzumachen, bevor Jin noch kommt!” Wir räumten schnell die Scherben weg, und Namjoon durfte nichts, was zerbrechen könnte, mehr anfassen. Somit durfte er nur noch den Teig kneten, was er allerdings viel zu anstrengend fand: „Leute, ich mach das jetzt schon zwei Minuten lang! Das muss doch mal reichen...” „Nein, hier steht, er muss zehn Minuten geknetet werden...”, erklärte ich ihm. Jimin und Yoongi begannen zu lachen. „Haltet eure Fresse! Das ist echt anstrengend!“, maulte er.
    Nach fünf Minuten sagte ich dann aber, er könne aufhören und wir rollten den Teig aus. Eine halbe Stunde später, schoben wir dann auch schon drei Bleche in den Ofen und gingen auf die Couch. Jin, Jk, Tae und Hobi kamen gerade auch nach unten. Sie setzten sich zu uns und Tae fragte: „Heute Abend Film schauen?“ Alle nickten. Hoseok fragte weiter: „Und welchen?“ Schnell schrie ich: „Ich bin für irgendeinen Liebesfilm!“ „Ne, ne, ne! Das kannst du ja mal sowas von vergessen! Das wir einen Horrorfilm schauen, ist schon beschlossen, nur welchen...“, erklärte Jk mir. Ich schüttelte den Kopf: „Dann kann ich wieder Nächte lang nicht alleine schlafen!“ Tae lachte: „Zum Glück haben wir Jimin!“ Die anderen lachten auch. „Nein, das ist nicht lustig! Mir machen diese Filme wirklich Angst!“, versuchte ich ihnen klar zu machen, dass ich es ernst meinte. Hobi schlug dann vor: „Okay, dann schauen wir Escape Room. Der ist ab 16, da wirst du den schon überleben...“ Ich war immer noch dagegen und wollte wiedersprach, aber da wechselte Namjoon schon das Thema: „Perfekt, Film ist beschlossene Sache. Wollen wir Pizza bestellen? Ich glaube, wir haben heute genug Zeit in der Küche verbracht...“ Alle nickten und Hobi ging raus und bestellte vier Partypizzen. Ich versuchte ihnen noch einmal klar zu machen, dass ich den Film wirklich nicht schauen wollte, was sie allerdings herzlich wenig interessierte. Darum suchte Tae den Film schon auf Netflix her und die anderen holten Getränke und Decken. Ich half ihnen dann doch dabei, versuchte aber währenddessen sie zu überreden. Das hat nicht geklappt... Als es an der Tür klingelte, steckte Joonie mir Geld zu und bat mich auf zu machen. Als ich wieder kam hatten die Deppen sich natürlich so hingesetzt, dass nur noch neben Jimin Platz war. Ich stellte die Pizzen auf den Tisch und setzte mich dann, ohne was zu sagen, neben Jimin. Wir nahmen uns allen ein Stück Pizza und Yoongi startete den Film. Die Jungs unterhielten sich dauernd total begeistert, während ich vor Angst schon wieder halb gestorben war. Mir war gar nicht aufgefallen, dass ich bei jedem zusammenzucken etwas näher an Jimin gerutscht war. Tae und Yoongi versuchten ihm irgendwas über Zeichensprache zu erklären, aber ich machte schnell wieder meine Augen zu. Selbst ohne was zu sehen war der Film schrecklich! Und Hobi und Namjoon unterhielten sich immer noch total begeistert und lachten hin und wieder sogar kurz. Das konnte doch nicht denen ihr Ernst sein... Wie ich so nachdachte und versuchten, nichts zu hören, spürte ich plötzlich, wie sich unter meinem Kopf etwas hebte und wieder senkte. Ich öffnete meine Augen langsam und stellte fest, dass ich halb auch Jimin drauf lag! In Gedanken gab ich mir gerade eine Ohrfeige. Und was jetzt? Er hat seinen Arm um mich, also wäre es ja wohl der krassester Korb ever, mich jetzt einfach wieder hinzusetzen. Allerdings wollte ich ihm aber nicht irgendwelche Hoffnungen machen... Während ich weiter nachdachte fragte Tae lachend: „Sagt mal, lebt (D/n) eigentlich noch?” Ohne mich zu bewegen sagte ich nur: „Nein, schon lange nicht mehr...” Alle, einschließlich Jimin lachten. Ich konzentrierte mich wieder, nichts zu hören. Doch das wurde nichts, denn genau in diesem Moment, schrie jemand in dem Film. „Wie lange dauert der Film denn noch?”, fragte ich, bewegte mich aber immer noch nicht. Jin antwortete mir: „Nur noch ungefähr 20 Minuten...” „Waaasss? Kann nicht sein! Niemals noch ZWANZIG MINUTEN!”, rief ich ungläubig. „Nur noch die 20 Minuten schauen, dann lassen wir Jimin und dich auch die ganze Nacht alleine... Biiiitttteeeee!”, bettelte Jk mich an. Ich drehte meinen Kopf zu ihm und sagte genervt: „Boa Jungkook, nicht deshalb! Ich habe hier gerade Todesangst!” Sie lachten wieder, Jimin diesmal aber nicht. Er fand Jk’s Kommentar scheinbar auch unlustig. Ich legte meinen Kopf, ohne darüber nachzudenken, wieder auf Jimins Brust. Das schien ihn zu überraschen, denn er hörte einen kurzen Moment lang auf zu atme, was ich natürlich spürte. Darum flüsterte ich: „Jimin?” Ich spürte, dass nicht nur Jimin, sondern auch alle anderen, jetzt zu mir schauten. „Ja?”, fragte Jimin. „Nerv ich dich? Wenn ja, musst du’s sagen!”, flüsterte ich weiter. Er lachte leise: „Du nervst mich doch nicht!” Warum auch immer lächelte ich. Den restlichen Film bekam ich nicht mehr mit und ich nahm nichts mehr, was um mich herum passierte, war, da ich nachdachte. Ich dachte über den Jungen nach, der in diesem Moment meine Hand nahm. Und schon wieder musste ich lächeln! Warum denn zur Hölle lächle ich? Ich schluckte mein Lächeln runter und versuchte mich wieder daran zu erinnern, worüber ich nachgedacht hatte. Ach ja, über... Jimin! Was ist denn jetzt los?

    22
    22. Kapitel

    Und irgendwie realisierte ich es erst jetzt: Ich hatte meinen Kopf auf Jimin Brust, er seinen Arm um mich, wir hielten Händchen und ich dachte über ihn nach. What the fvck ist mit mir los? Was mache ich hier? Ich dachte noch eine Zeit darüber nach, wurde dann aber von Hobi aus meinen Gedanken gerissen: „Als ob! Was ist das für ein Ende?“ Also war der Film scheinbar zu Ende. Ich überlegte was ich jetzt machen sollte und kam zu dem Entschluss, dass ich einfach warten würde, bis Jimin was macht. Tae schaltete den Fernseher aus und alle setzten sich langsam auf. Alle außer Jimin und ich. Darum ließ ich dann doch seine Hand los und stand langsam auf. Er setzte sich dann auch hin und ich spürte, dass er mich ansah. „(D/n)? Darf ich zuerst ins Bad?“, fragte Tae mich gähnend ich nickte und er ging nach oben. Wir stellten noch schnell die Getränke in die Küche und schmissen die Pizzakartons in den Mülleimer, dann gingen wir auch nach oben. Ich wollte gerade in mein Zimmer gehen und warten bis Tae fertig ist, da hielt mich jemand am Handgelenk fest. Ich drehte mich um und sah Jimin. „Kommst du dann zu mir?“, fragte er mich lächelnd. Ich nickte und lächelte ebenfalls: „Ja, alleine kann ich nach dem Film nicht mehr schlafen...“ Dann ging ich in mein Zimmer. Tae klopfte, um mir zu sagen, dass er fertig sei im Badezimmer. Ich ging auch schnell duschen und zog mir meinen Pyjama an. Nachdem ich mir die Zähne geputzt hatte, ging ich in mein Zimmer, um mein Handy zu holen, und ging dann zu Jimin ins Zimmer. Ich klopfte und Jimin machte die Tür auf. Inzwischen hatte ich mich schon fast daran gewöhnt, dass sie immer Oberkörperfrei schliefen. Er setzte sich dann wieder auf sein Bett und machte irgendwas an seinem Handy. Ich setzte mich neben ihn und machte auch, um irgendwas zu tun zu haben, etwas an meinem Handy. Ich schloss meine Safari Tabs. Wie unnötig! Aber egal... „Ok, Jin hat gerade geschrieben, wir müssen morgen erst um 10 Uhr bei Big Hit sein. Dann können wir länger schlafen, ist nämlich schon ganz schön spät...“, unterbrach er die Stille. Ich sah auf die Uhrzeit auf meinem Display und stellte fest, dass es bereits nach 1 Uhr nachts war. Ich nickte und Jimin legte sein Handy auf den Nachttisch. Ich schloss noch schnell ein paar weitere Tabs bevor ich ihn fragte: „Kannst du mein Handy bitte auch weglegen?“ Er legte es auch auf den Nachttisch und sah mich an. Ich starrte einfach zurück. Was sollte ich denn auch sonst machen? Ich musste mir selbst einfach gestehen, dass er gut aussah. Er hatte wunderschöne Augen, in die ich noch Stunden hätte schauen können. Aber schon kurz nachdem ich das dachte, gab ich mir gedanklich wieder eine Ohrfeige. Ich wollte mich nicht in ihn verlieben, aber so langsam tat ich das... Wir sahen uns noch ein paar Minuten in die Augen. Dann sah ich aber auf den Boden und Jimin bewegte sich auch wieder. Er legte sich hin, was ich dann auch tat. Ich lag auf dem Rücken und starrte an die Decke. Jimin lag auf der Seite und sah mich an, das spürte ich. Ich drehte mich zu ihm und sagte einfach was ich dachte, ohne davor nachzudenken: „Du hast unglaublich schöne Augen“ Er lächelte und flüsterte ein „danke“. Wir sahen uns weiter an. Auf einmal spürte ich Jimins warme Hand auf meiner Taille. Ich zuckte kurz zusammen, wodurch er sie direkt wieder weg nahm. „Ist schon okay, ich hab mich nur erschrocken...“, erklärte ich lächelnd. Er legte seine Hand wieder auf meine Taille und kam mir näher. Nie zuvor hatte ich mich so wohl gefühlt, wenn ein Junge mich so berührte, wie Jimin es gerade tat. Langsam fielen mir die Augen zu und ich schlief ein...
    Als ich am nächsten Morgen aufwachte, erschrack ich erstmal kurz. Jimin und ich lagen so nah beieinander, dass nicht mal mehr ein Blatt zwischen uns gepasst hätte. Langsam begann Jimin zu blinzeln. Als er sah, dass ich auch am aufwachen war, sagte er verschlafen: „Guten Morgen” Ich wünschte ihm das gleiche und schloss noch einmal die Augen. Als ich sie wieder öffnete, sah Jimin mich inzwischen mit großen Augen an, machte aber keine Anstalten, mich loszulassen. Unsere sowieso schon viel zu nahen Gesichter, kamen sich noch näher und immer näher. Wir schlossen unsere Augen und dann: „WaCHt aUf IHr bEiDn!” Jimin und ich sahen uns kurz an und drehten uns dann zu Jungkook, der mit Tae im Zimmer stand. „Habt ihr euch gerade geküsst?”, fragte Taehyung mit großen Augen. Jimin sah zur Decke und meinte: „Nein, Kim Taehyung! Haben wir nicht!” „Achso, na dann. Kommt runter, Jin macht Frühstück”, fuhr Jungkook fort, der scheinbar nicht verstanden hatte, was Jimin ihm sagen wollte. Tae hatte es aber scheinbar verstanden, denn er zog Jk nach draußen und schloss die Tür hinter sich. Er sagte genervt: „Ich sag’s dir! Das werden die noch bereuen!” Ich lachte, stand auf und ging nach draußen. In meinem Zimmer suchte ich schnell meine Klamotten fürs Restaurant her und schminkte mich nach Tagen mal wieder. Dann machte ich mir einen Zopf und ging wieder aus dem Zimmer. Dort stand Jimin. „Was ist?“, fragte ich ihn verdutzt. Er kratzte sich am Hinterkopf und sagte: „Ich hab keinen Bock auf des Verhör da unten... Wenn du dabei bist, wird’s nichts so schlimm...“ Wir lachten und gingen nach unten wo uns direkt sechs Augenpaare ansahen. Hobi fing dann an zu sprechen, wenn man das überhaupt sprechen nennen kann: „Na?“ „Was na?“, fragte Jimin ihn. Dann sprach Yoongi die Frage einfach aus: „Sie, naja wir wollen wissen, ob ihr zusammen seid” Wir sagten beide gleichzeitig „Nein!”. Tae lachte: „Hab ich gesehen...” Wir setzten uns hin und Jimin gab Tae eine leichte Nackenschelle: „Pass du lieber auf was du sagst! Und du auch, Jungkook!“ Die zwei stellten sich unwissend: „Warum denn? Was haben wir denn gemacht?“ „Das wisst ihr ganz genau und jetzt seid lieber leise!“, erklärte Jimin ihnen und sah sie mit einem Todesblick an. „Ach Jimin, wir haben morgen irgendein Weihnachtsshooting. Heute sind wir darum nur ganz kurz bei Big Hit, um dafür noch Outfits und Make-up und so auszumachen“ Der Angesprochene nickte. Beim essen redeten irgendwie alle durcheinander. Als wir fertig waren, räumten wir unsere Teller in die Küche und spielten Schnick, Schnack, Schnuck. Hobi verlor und musste darum aufräumen. Die Jungs hatten noch Zeit, bis sie gehen mussten. Darum verteilten wir uns noch einmal im Wohn- und Esszimmer. Ich wollte gerade zu Joon und Yoongi gehen, als mich jemand an der Hand nach oben zog: Jimin. Er brachte mich in sein Zimmer, schlug die Tür zu und sah mich mit ernstem Blick an. „Was ist?“, fragte ich ihn verwirrt. Er atmete durch und fing an: „Ich will nicht, dass du denkst, ich würde dir hinterher spionieren. Du hast es nur hier vergessen, es kam eine Nachricht rein und ich hab draufgeschaut. Aber, warum will der sich denn heute schon wieder mit dir treffen?“ Ich verstand immer noch nicht mehr: „Wer? Ich weiß gerade nicht, was du meinst...“ „Ich meine Siwon. Er hat dir nachdem du raus bist geschrieben... Ist irgendwas mit Siwon? Und bitte sei ehrlich (D/n)...!“, fragte er und versuchte ruhig zu bleiben. Ich schüttelte den Kopf: „Nein, Jimin. Wirklich nicht!“ Er drückte mich plötzlich gegen die Wand und schrie mich wütend an: „Und warum will er dich dann heute schon wieder sehen?“ Ich erkannte ihn nicht wieder. Er hatte recht, er ist sehr eifersüchtig. Meine Augen füllten sich mit Tränen: „Jimin, ich weiß es nicht! Bitte glaub mir!“ „(D/n), SAG MIR JETZT, WARUM DIESER TYP DICH JEDEN TAG SEHEN WILL!“, sprach er mit lauter Stimme. „Ich würde es dir sagen, wenn ich es wüsste! Aber ich weiß es nicht...“, antwortete ich leise. Er ließ mich los und setzte sich aufs Bett: „Ich weiß, im Grunde hat es mich nichts anzugehen. Aber... ich weiß nicht was wir haben oder was es noch wird, ich hab nur Angst, dass uns dieser Typ im Weg steht... Wirst du dich mit ihm treffen?“ Ich dachte nach. Ich begann mich in Jimin zu verlieben, daran konnte ich auch nichts ändern. Aber ich wollte mir nichts von ihm vorschreiben lassen... Darum sagte ich einfach: „Ich weiß es nicht“ Dabei sah ich auf den Boden. „D/n, Ich will es jetzt wissen! Willst du dich später mit Siwon treffen oder nicht?“, fragte er und sah mir tief in die Augen. Er war mir wichtig, darum sagte ich: „Ich werde heute nichts mit Siwon machen. Wenn ihr heute früher heimkommt, können wir ja was zusammen machen“ Er stand auf und umarmte mich: „Danke! Wir machen was, versprochen!“

    23
    23.Kapitel

    Wir lösten uns wieder aus der Umarmung. Ich wollte gerade gehen, da gab Jimin mir noch mein Handy und folgte mir dann nach draußen. Als wir unten ankamen, sah Namjoon uns skeptisch an und fragte: „Was hast du gemacht, Jimin?“ Ich antwortete für ihn: „Nur ne Kleinigkeit wegen Siwon. Aber hat sich geklärt“ „Jimin, können wir mal kurz unter vier Augen sprechen?“, fragte Joon weiter und ließ Jimin dabei nicht aus den Augen. Dieser nickte und sie gingen nach oben. Ich ging zu Jk und Tae, die mich zu ihnen wanken. „Was ist?“, fragte ich und konnte mir schon denken, was sie wollten. Dann fing Tae an zu reden: „Also heute morgen, als wir rein sind, habt ihr euch da gerade geküsst?“ „Nein! Da hättet ihr 10 Sekunden später kommen müssen...“, erklärte ich ihnen genervt. Jungkook entschuldigte sich: „Sorry...“ Ich winkte ab und sah Joonie die Treppe runter kommen. Ohne Jimin... Ich ging schnell zu ihm hin. „Namjoon, es war wirklich nicht schlimm!“, versuchte ich ihm klarzumachen. Er schüttelte den Kopf: „Ich hab gehört, dass er dich wieder angeschrien hat. Das muss mal aufhören, niemand kann was dafür, wenn er eifersüchtig ist...“, erklärte er mir. Dann rief er die Jungs zusammen und sie zogen sich Schuhe und Jacken an. Jimin kam auch irgendwann und rannte den anderen hinterher. Ich war froh, als sie alle weg waren. Das war schon ziemlich kompliziert. Warum konnte ich mich nicht einfach von Jimin fern halten? Warum musste ich das alles anfangen? Nein, er hatte es angefangen! Aber trotzdem, warum habe ich nicht einfach ignoriert, dass er Gefühle für mich hat? Warum entwickle ich wieder Gefühle für ihn? Warum?
    Dann fiel mir Siwons Nachricht ein, die ich noch beantworten musste. Ich ging in unseren Chat und verstand jetzt auch, warum Jimin mich angeschrien hatte...
    Siwon:
    Heyy Hübsche, heute Zeit für mich?😘

    Ich rief sofort Jimin an.
    Jimin: „Was ist?“
    (D/n): „Ich hab jetzt erst gesehen, was Siwon mir geschrieben hat. Und glaub mir, er hat mir nie so geschrieben!“
    Jimin: „Können wir auch später reden?“
    (D/n): „Ja, aber bitte glaub mir!“
    Jimin: „Ja, mach ich, bis dann“
    (D/n): „Ciao“

    (D/n):
    Hey, heute hab ich keine Zeit.
    Siwon:
    Warum denn nicht?😞
    (D/n):
    Siwon, ich hab kein Zeit!
    Siwon:
    Morgen?😁💖
    (D/n):
    Weiß ich noch nicht.
    Siwon:
    Okeee, ich schreib dir dann morgen...🥰
    (D/n):
    Mhm...

    Ich wusste nicht, was mit Siwon los war... Aber ich wusste, dass ich jetzt in die Arbeit fahren musste. Also zog ich mich an und stieg ins Auto. Es war sehr viel Verkehr, warum ich 4 Minuten zu spät kam. Yumi war es glücklicherweise gar nicht aufgefallen. Sie erinnerte mich nur an etwas, was mir sofort die Laune verschlechterte: „Nicht vergessen, du hast heute Abend Schicht!“ Ich nickte und tat so, als habe ich daran heute auch schon gedacht. Sie teilte mir außerdem mit, dass ich heute wieder in der Küche Getränke ausschenken sollte. Das war so ziemlich das langweiligste es es gab. Aber gut...
    Ich schenkte eine Cola nach der anderen aus, bis Yumi mir endlich erlaubte, zu gehen. Als ich rausging, kam Siwon mir entgegen. „Sicher, dass du keine Zeit hast? Was ist denn so wichtiges?“, begrüßte er mich. Ich ging an ihm vorbei und log: „Ich hab keine Zeit, mach was mit meinem Freund!“ Er hielt mich fest und sagte ungläubig: „Du hast einen Freund?“ Ich nickte. „Das wusste ich nicht! Tut mir Leid!“, entschuldigte er sich bei mir. „is schon gut, ich hab’s ja nicht erzählt... aber ich muss jetzt, ciao“ „Ciao“, verabschiedete er sich und ließ mich wieder los. Das war nur eine Notlüge, da ich sonst ewig gebraucht hätte, um zu erklären, was das zwischen Jimin und mir war. Ich fuhr schnell nach Hause, wo die Jungs alle auf der Couch saßen und an ihren Handys waren. Ich ging nach oben um mich umzuziehen. Ich glaube, sie hatten noch gar nicht gemerkt, dass ich gekommen war, denn als ich wieder runter kam, fragte Hobi mich verwirrt, warum ich denn von oben komme. Als Jimin mich bemerkte, stand er auf, kam auf mich zu, nahm meine Hand und wir gingen nach oben. In seinem Zimmer ließ er meine Hand dann wieder los und fragte: „Ich hab dir versprochen, dass wir was zusammen machen, also machen wir das jetzt auch. Was willst du machen?” Ich überlegte kurz: „Hm keine Ahnung...” „Dann hab ich eine Idee!”, freute Jimin sich, „ich bring dir jetzt eine unserer Choreos bei” „Ich kann nicht tanzen!”, versuchte ich ihm zu erklären. Er winkte ab: „Ach was. Ich bring dir 'Dynamite' bei” Er hatte es irgendwie geschafft, mich doch zu überreden und so lernte ich die Choreografie von 'Dynamite', dem Lied, das sämtliche Weltrekorde gebrochen hat.
    Es war sehr lustig, aber ungefähr eine Stunde später war ich total fertig und ließ mich auf Jimins Bett fallen. Er legte sich neben mich und zog mich an sich ran. Wir lachten immer noch.
    (D/n): „Ich sagte, ich kann nicht tanzen!“
    Jimin: „Ach das wird schon! War ja nicht mal so schlecht“
    (D/n): „Hahahaha, beeeestimmt“
    Jimin: „Jetzt noch einmal wegen Siwon...“
    (D/n): „Ich wusste nicht, dass er mir so geschrieben hat, wie er es getan hat. Ich hab ihm abgesagt, aber er war trotzdem vorm Restaurant und hat mich gefragt was ich vorhab. Und dann hab ich ein bisschen gelogen und gesagt, dass ich was mit meinem Freund mache. Dann hat er sich entschuldigt und ist gegangen...“
    Jimin: „Naja, hast ja nur ein kleinen wenig gelogen...”
    (D/n): „Hahaha, nennen wir es mal Notlüge”
    Jimin: „Du kannst dir nicht vorstellen wie glücklich ich bin, dass wir dich nach all den Jahren wieder getroffen haben...”
    (D/n): „Vor allem das ihr mich erkannt und angesprochen habt...”
    Jimin: „Hast du heute noch was vor?”
    (D/n): „Ja, jobben... Ich hab doch heute Abend auch Schicht...
    Jimin: „Und was mach ich dann ohne dich?”
    (D/n): „Irgendwas mit dem Anderen?”
    Jimin: „Ich lass dich nur los, wenn du mir was versprichst...”
    (D/n): „Und was?”
    Jimin: „Das du heute Nacht wieder bei mir schläfst, sonst bin ich so alleine”
    (D/n): „Natürlich komm ich, dieser Film wird mir jetzt noch ein paar Tage Angst machen...”
    Jimin: „Haha, so schlimm war der nicht...”
    (D/n): „Sagst du... Aber lass mich jetzt los, ich muss mich fertig machen...”
    Jimin: „Na gut... Ich fahr dich!”
    (D/n): „Okay...”

    Jimin ließ mich los, ich stand auf und ging nach draußen. Ich zog mir noch einmal die Klamotten von vorhin an. Jimin und ich fuhren um 17 Uhr los. Keine Ahnung, warum er mich fahren wollte. „Um wie viel Uhr soll ich dich dann holen?”, fragte er als wir fast da waren. Ich musste auch kurz überlegen, dann fiel es mir aber doch ein: „Halb elf” Er machte einen Schmollmund: „Es wird soooo langweilig ohne dich mit den anderen Deppen...” Ich lachte und stieg aus: „Bis dann” „Ja bis dann”, verabschiedeten wir uns noch, dann rannte ich auch schon ins Restaurant. Und weil ich natürlich so ein riesiges Glück hatte, musste ich wieder Getränke ausschenken. Ich wäre fast eingeschlafen. Zum Glück war nicht viel los, warum Yumi mich schon um 22 Uhr gehen ließ. Ich wartete draußen auf Jimin. Hin und wieder liefen komische Leute vorbei. Und es war kalt. Ich war froh, dass Jimin schon fünf Minuten früher kam. Nachdem ich mich angeschnallt hatte fuhr er weiter.
    Jimin: „Ich dachte du hast erst um halb aus”
    (D/n): „Hab ich auch. War nur nichts los, darum durfte ich früher gehen...”
    Jimin: „Musstest du jetzt lange in der Kälte stehen?”
    (D/n): „Ach was, ging schon. Was habt ihr so gemacht?
    Jimin: „Wir haben bisschen Sport gemacht und danach noch geredet. Hast du was zu Abend gegessen?”
    (D/n): „Ne”
    Jimin: „Jin hat was aufgehoben...”
    (D/n): „Okay...”
    Jimin: „Achso und, bevor ich vergesse es zu sagen. Wir schenken uns nichts zu Weihnachten haben wir gerade beschlossen. Es wäre ganz schön peinlich, wenn dann du was für uns hast. Also kauf auch nichts...”
    (D/n): „Darüber wollte ich eh noch einmal mit euch sprechen, aber gut”
    Ich lehnte mich nach hinten und sah aus dem Fenster. Dann erwischte ich mich dabei, dass ich zu Jimin sah und drehte mich schnell wieder meinem Fenster zu. Warum fühlte ich mich, wenn Jimin da war, automatisch wohl? Auch an der Beerdigung hat es mir geholfen bei ihm zu sein. Aber warum ist das nur bei Jimin so? Warum ist das nicht auch bei zum Beispiel Tae oder Yoongi so? War ich wirklich in Jimin verliebt? Und schon wieder, warum schielte ich schon wieder zu Jimin? Und warum dachte ich an ihn? Und warum... „Wir sind da”, riss Jimin mich aus meinen Gedanken. Ich stieg aus und wir gingen nach drinnen. Dort rief ich: „Jin, hab gehört du hast Essen für mich?” Er lachte und stand vom Sofa auf: „Ja, komm mit” Ich folgte ihm in die Küche. Aus dem Kühlschrank holte er dann mein Essen und stellte es in die Mikrowelle. „Kann doch nicht sein, dass du in nem Restaurant arbeitest und nichts zu Essen bekommst...”, stellte er ungläubig fest. „Doch, das gibts...“, bestätigte ich. Er reichte mir mein Essen und ich setzte mich auf einen der Barhocker und aß alles innerhalb von wenigen Minuten auf. „Woow, du kannst ja fast schneller essen als ich!“, bemerkte Jin mit großen Augen. Ich lachte: „Jin, wenn ich Hunger habe, dann esse ich so schnell...“ Er sah mich an. „Was?“, fragte ich. Er sah nicht von mir weg und fragte: „Seid ihr zusammen?“ Ich verschluckte mich: „Nein!“ Er zog eine Augenbraue hoch: „Sicher?“ Ich nickte. Dann kamen alle anderen rein. Sie sahen mich alle an, Jimin sah auf den Boden. „Leute, ich kann keine Gedanken lesen! Ihr müsst sagen, was los ist...“, forderte ich sie auf nachdem sie mich ungefähr zwei Minuten einfach nur angestarrt hatten. Namjoon ignorierte mich und fragte Jin: „Und?“ dieser schüttelte den Kopf. Dann klärte Joon mich auf: „Also, keine Ahnung ob ihr zusammen seid, anscheinend ja nicht. Aber das ändert nichts daran, dass ihr mal mit unserem Manager sprechen müsst...“ „Das kannst du vergessen! Was, wenn er mir verbietet was mit ihr zu machen?“, widersprach Jimin ihm schnell. „Jimin, was machst du, wenn die ARMYs was merken und er nichts weiß? Dann wird er es dir zu 100% verbieten. Du musst mit ihm sprechen!“, versuchte Hobi ihn zu überreden. „Ich geh am Donnerstag zu ihm, morgen haben wir wegen dem Shooting bestimmt eh keine Zeit... und ich verspreche euch, wenn er sie weg schickt, dann könnt ihr was erleben!“, drohte Jimin ihnen. Dann kam er auf mich zu, nahm meine Hand und zog mich nach oben. Er schloss seine Tür und sah nach draußen. Ich setzte mich auf sein Bett und fragte: „Wie ist es so berühmt zu sein?“ Er sah kurz zu mir, dann wieder nach draußen. „Ich dachte früher, es hat nur Vorteile. Aber es hat auch Nachteile... Ich bin ehrlich: ich war zu jung als ich den Vertrag unterschrieben habe... Ich weiß nicht mal mehr was drin stand. Ich hab einfach unterschrieben und war mir sicher, mein Leben wird perfekt. Ist es auch, ich liebe was ich mache. Aber ich weiß nicht, ob ich dir so nahe sein darf. Und das ist ein schreckliches Gefühl...“, erklärte er mir. Ich hatte Angst. Angst, dass ich Jimin ab Freitag nicht mehr sehen durfte. Er sah zu mir: „Willst du n bisschen spazieren gehen?” „Ja, aber ich zieh mir schnell was anderes an”, sagt eich und verschwand. In meinem Zimmer zog ich meine Arbeitskleidung aus und zog mir eine Jogginghose mit Pulli an. Als ich fertig war klopfte es an der Tür und Jimin kam rein. Wir gingen nach unten und gingen, ohne dass die anderen uns bemerkten, nach draußen. Jimin setzte ich seine Kapuze auf, um nicht erkannt zu werden. Wir unterhielten und über die Zeit nach der Schule, in der wir keinen Kontakt hatten. Jimin erzählte nur wenig von BTS, mehr sprach er über seine Familie. Er hatte sie nicht oft sehen können und sie hatten darum immer tolle Dinge gemacht, wenn er zu Hause war. Ich erzählte gerade von dem Leben in Deutschland, als ich merkte, dass Jimin meine Hand nahm. Ich hielt Inne und sah zu ihm. Er sah auch zu mir und blieb langsam stehen. „Du bist so hübsch...“, flüsterte er. Ich sagte nichts und Jimin kam mir immer näher. Ich schloss meine Augen aber dann hörten wir was: „OMG, ist das Jimin?“ Jimin sah mich panisch an und sagte dann fast überhörbar: „Fvck! Tu so, als wärst du ein Fan!“ Dann schubste er mich nach hinten und schrie: „Etwas mehr Respekt! Wenn du mir noch einmal so nahe kommst, ruf ich die Polizei!“ Die Mädchen kamen angerannt und sahen mich böse an. Dann tat ich so, als bekäme ich gerade den Anfall meines Lebens: „OMG Leute! Das ist Jimin von BTS!“ Jimin war inzwischen schon davon gerannt, die Mädchen rannten ihm jetzt hinterher. Ich stand alleine in der Dunkelheit im Park. Hätte Jimin mich wirklich geküsst? Hätte er es heute morgen auch gemacht? Ich war irgendwie froh, dass Jk und Tae und jetzt eben die Fans gekommen waren. Ich wollte keine Probleme mit dem Manager bekommen oder so. Dann sah ich mich aber wieder um und stellte fest, dass ich keinen Plan hatte, wo ich war. Ich lief los und versuchte wieder zurück zu kommen. Aber scheinbar war ich nur im Kreis gelaufen. Von Jimin war auch keine Spur. Ich holte mein Handy raus und rief Jimin an. Es wurde auch angehoben, aber nicht vo Jimin...
    Namjoon: „Hallo?“
    (D/n): „Ist Jimin zu Hause?“
    Namjoon: „Nicht das ich wüsste... Sein Handy lag hier unten. Wo bist du?”
    (D/n): „Im Park. Dann kamen Fans und wir haben so getan als wäre ich auch ein Fan. Dann ist Jimin von denen weggerannt und ich finde ihn nicht mehr. Und weiß auch nicht wo ich bin oder wie ich wieder heim kommen soll...”
    Namjoon: „Warte was? Da waren ARMYs und die haben euch gesehen?”
    (D/n): „Ja aber die haben mir glaub ich angekauft, dass ich auch nur ein Fan bin...”
    Namjoon: „Was hat Jimin denn gemacht?”
    (D/n): „Mich weggeschubst und so laut gesagt, dass die anderen es gehört haben, dass ich Respekt haben soll und ihm nicht noch einmal so nah kommen soll”
    Namjoon: „Wie nah zu Hölle wart ihr euch denn?”
    (D/n): „Ehm... Sie haben’s uns abgekauft also ist doch egal! Was soll ich jetzt machen?”
    Namjoon: „So egal ist das nicht, aber gut... Jimin suchen macht auf jeden Fall keinen Sinn... Vielleicht wartest du einfach mal, der kommt bestimmt zurück”
    (D/n): „Okay, aber wehe du legst auf! Ich hab Angst!”
    Namjoon: „Jaja, mach ich nicht”

    Plötzlich spürte ich zwei Hände auf meiner Hüfte und schrie.
    Namjoon: „Was ist?”

    Ich drehte mich um und sah... Jimin. „Oh mein Gott, du glaubst gar nicht wie du mich gerade erschrocken hast!”’
    (D/n): „Alles Gut Joon, war nur Jimin... bis dann”
    Namjoon: „Okay, bis dann”

    „Sorry, ich wollte dich nicht so sehr erschrecken...”, entschuldigte er sich. Ich lächelte ihn an: „Schon Okay... wollen wir dann zurück bevor ich mehr ARMYs kommen?” Er lächelte zurück und sagte: „Ja... Ach und sorry, dass ich dich weggeschubst habe, war nicht so gemeint!” „Jetzt hör auf dich dauernd zu entschuldigen!”, bat ich ihn und lachte. Er lachte auch, nahm meine Hand und wir liefen los.

    24
    24. Kapitel:

    Wir redeten nicht mehr, sondern sahen zu, dass wir möglichst schnell zum Dorm kamen. Jimin sperrte auf und wir gingen nach innen. Jin begrüßte uns: „Sagt mal, seid ihr aus dem Fenster gesprungen oder warum haben wir nicht gemerkt, dass ihr geht?“ Jimin lachte: „Ja, was sonst?“ Wir lachten auch. Dann fragte ich: „Und, was macht ihr so?“ „Zocken, essen und reden. Was interessanter ist, was macht ihr so?“, fragte Hobi und zwinkerte. Jimin hatte schon ne gute Antwort parat und schoss los: „Aus dem Fenster springen und von ARMYs verfolgt werden“ „Etwa zu intim um die Wahrheit zu sagen“, fragte Tae und grinste uns an. Jimin sagte dann genervt: „Wenn die Herren es ganz genau wissen wollen: wir sind aus dem Haus, in den Park, dann haben wir so getan, als wäre (D/n) ein Fangirl, dann hat sie euch angerufen, dann hab ich sie erschreckt, wir sind zurück gegangen und jetzt sind wir hier“ Jungkook gab sich mit der Antwort nicht zufrieden: „Das was uns eigentlich interessiert ist, warum du sie, als die ARMYs da waren denn wegschubsen musstest und gesagt hast, sie soll dir nicht mehr so nahe kommen. Wie nahe wart ihr euch denn?“ „So na wie gleich meine Hand deiner Backe wenn du noch ein Wort sagst!“, sagte Jimin und grinste ihn an. Jk‘s Grinsen verschwand und Yoongi begann zu lachen: „Der war gut, Jimin!“ „Wir gehen dann nach oben, gute Nacht“, verabschiedete sich Jimin und lief zur Treppe. Ich wünschte ihnen auch eine gute Nacht und folgte ihm nach oben. Wir gingen in sein Zimmer und setzten uns aufs Bett. Dann gingen wir beide an unser Handy. Ich war mal wieder nach Tagen auf Instagram und sah mir die neuen Posts von EXO an. Bis Jimin fragte: „Willst du Netflix schauen?“ Ich sah ihn mit aufgerissenen Augen an und sagte nichts. Dann schüttelte ich langsam den Kopf. Er lachte: „Ach (D/n)! Ich meine normales Netflix schauen, kein Netflix and Chill! Versprochen!“ Ich atmete durch und lächelte erleichtert. „Dann ja...“ Wir entschieden uns, da übermorgen ja Weihnachten war, ‚Last Christmas‘ zu schauen. Dann legten wir uns mit dem Laptop ins Bett und starteten den Film. Er legte seinen Arm um meine Schulter und ich meinen Kopf auf seine. Kurz bevor der Film aus war klopfte es an der Tür. Jimin pausierte den Film und bat die Jungs rein.
    Jin: „Wir gehen jetzt dann gleich schlafen“
    Jimin: „Okay?“
    Sie setzten sich aufs Bett.
    Jungkook: „Und, was macht ihr?“
    Jimin: „Wonach sieht’s denn aus?“
    Yoongi: „Film schauen?“
    Jimin: „Richtig!“
    Namjoon: „Fast hätt ich’s vergessen... (D/n), wir haben morgen das Shooting und kommen darum nicht vor 17 Uhr nach Hause“
    (D/n): „Okay, dann sehen wir uns erst um 23 Uhr wieder...“
    Hobi: „Warum? Triffst du dich mit Siwon?“
    (D/n): „Hahahaha Nein! Ich muss doch Abends arbeiten... Und da fahr ich um 17 Uhr los“
    Hobi: „Achso, ich dacht schon...“
    (D/n): „Habt ihr übermorgen dann auch frei?“
    Jin: „Ja klar. Wir machen dann wahrscheinlich hier in unserem Studio bisschen was, aber eigentlich haben wir frei“
    (D/n): „Wartet, ihr habt ein Studio hier?“
    Jimin: „Ja, im Keller“
    (D/n): „Cool, müsst ihr mir morgen Abend dann mal zeigen!“
    Taehyung: „Ja, warum nicht!“
    Namjoon: „Naja, dann gehen wir mal wieder. Gute Nacht!“

    Sie gingen wieder und Jimin ließ den Film weiterlaufen. Als er aus war, gingen wir noch kurz Zähne putzen und gingen dann schlafen. Ich lag in seinem Arm und er streichelte mir über die Schulter. Ich wohnte seit ungefähr zwei Wochen hier, aber vertraute Jimin so sehr. In dieser kurzen Zeit war viel passiert... Ich hatte mich innerhalb der letzten paar Tage in Jimin verliebt! In Deutschland war ich ein Jahr, und hatte mich in niemandem verliebt... Ich war den Jungs irgendwie dankbar, dass sie da ein bisschen nachgeholfen hatten. Ich fühlte mich bei wenigen Menschen so wohl, wie bei Jimin. Das hätte ich vielleicht niemals bemerkt... „Worüber denkst du nach?“, frage Jimin mich und sah zu mir. Ich drehte auch meinen Kopf zu ihm und sagte: „Dich“ Er lächelte. Ich sah in seine dunkelbraunen Augen und konnte nicht mehr weg schauen. Wie kann man eigentlich so süß aussehen? Langsam verschwand sein Lächeln und er drehte sich auf die Seite. Seine freie Hand legte er auf meine Taille und drehte mich ebenfalls auf die Seite. Dann zog er mich noch näher als ich eh schon war an sich heran. „Mach deine Augen zu“, flüsterte er. Ich tat was er sagte und spürte wenige Sekunden später Jimins weiche Lippen auf meinen. Ich erwiderte den Kuss. Langsam lösten wir uns wieder und Jimin grinste mich an. Hatte ich gerade wirklich meinen ersten Kuss? Mit Park Jimin? Ich grinste zurück und legte meinen Arm um seinen nackten Oberkörper. Ich sah Jimin immer noch in die Augen, schlief dann aber langsam ein...

    Am nächsten Morgen wurde ich nicht sehr nett geweckt. Eiskaltes Wasser. Ich wollte gerade schon Jimin zusammenschreien, als ich merkte, dass wir immer noch so wie gestern Abend dalagen. Ich öffnete langsam meine Augen und sah Tae und Jk. „Das ist jetzt nicht euer Ernst, oder?“, fragte Jimin, der auch Wasser übergeschüttet bekommen hat. Tae lachte: „Doch... Kommt runter, wir sind schon seit na Stunde alle wach!“ Dann verließen sie das Zimmer wieder und wir richteten uns auf. „Sag mal, wie viele Liter Wasser waren das denn?“, fragte ich als wir festgestellten, dass das alle Kissen und ein Teil der Decke nass war. Jimin grinste hinterhältig: „Keine Ahnung. Aber das bekommen die ja mal doppelt so übertrieben zurück!“ Ich lachte und ging in mein Zimmer, wo ich mir erstmal mein nasses T-Shirt auszog. Dann zog ich mir, da es erst 8:30 Uhr war, noch nicht meine Klamotten fürs Restaurant an, sondern eine Sportleggings und einen Oversize-Pullover. Dann ging ich schnell ins Bad und machte mir einen Dutt und lief die Treppen runter. Auf der Couch saßen alle, außer Jin und Joon, die vermutlich Frühstück machten, und sahen mich an. „Na“, sagte Hobi dann. Ich runzelte die Stirn und fragte: „Was, Na‘?“ Er lachte und winkte ab. Ich beschloss in die Küche zu gehen, wo Jin kochte und Joonie ihm Gesellschaft leistete. Als sie mich kommen sahen begrüßte Namjoon mich mit: „Und, wie kalt war das Wasser?“ „Ihr wusstet davon und habt nichts dagegen unternommen?“, fragte ich sie ungläubig. „Die zwei Deppen haben es uns natürlich erst gesagt, nachdem sie es gemacht haben. Sonst hätten wir bei dem Spaß natürlich mit gemacht!“, erklärte Jin mir lachend. Dann kam Jimin und rief: „Perfekt! Genau dich hab ich gesucht, Joonie. Ehhhm, wir müssen kurz sprechen, unter vier Augen...“ Die beiden gingen nach draußen und Jin sah mich fragend an. Ich zuckte nur mit den Schultern, denn ich hatte auch keine Ahnung was war. Fünf Minuten später kamen sie wieder. Namjoon grinste mich einfach pausenlos an. Ich hätte nur zu gerne gewusst, worüber sie gesprochen hatten, aber dann bat Jin mich auch schon, Teller auf den Tisch zu stellen. Wir hatten uns gerade alle hingesetzt und wollten essen, da bekam ich eine Nachricht. Alle sahen mich an. Ich schaute auf mein Handy und sagte leise, in der Hoffnung Jimin würde es nicht verstehen: „Siwon...“ Doch er hatte mich verstanden, riss die Augen auf und fragte ungläubig: „Wie? Ich dachte das hätte sich gestern mit deiner Notlüge geklärt?“ Die Anderen verstanden nicht worum es ging und sahen uns komisch an. „Dachte ich auch...“, sagte ich und öffnete die Nachricht.
    Siwon:
    Hi😁
    Inzwischen standen alle Sieben hinter mir und schauten mit in mein Handy.
    (D/n):
    Hi
    Siwon:
    Was machst du?
    (D/n):
    Essen
    Du?
    Siwon:
    An dich denken💭❤️

    Dann nahm Jimin mir von hinten mein Handy weg und fragte: „Sag mal, was hat der eigentlich für ein Problem? Was fällt dem ein?“ Dann schrieb er wieder was und Jimin las vor: „Wollen wir uns später treffen mit einem Kuss Emojy! Nein das geht zu weit! Der denkt ja, du hättest einen Freund, also was soll das?“

    25
    25 Kapitel

    „Hä? Warum denkt der, das du einen Freund hast?“, fragte Yoongi. „Die ganze Geschichte ist mir jetzt zu lang. Aber obwohl ich ihm gestern abgesagt hatte, stand er vorm Restaurant und hat mich genervt. Dann hab ich einfach gesagt, statt ihm zehn Minuten zu erklären, wie das Verhältnis zwischen Jimin und mir ist, dass er mein Freund ist und ich jetzt was mit ihm mache. Dann hat er sich entschuldigt und ist gegangen...“, klärte ich sie auf. Dann meldete sich Jimin, der anscheinend mit Siwon geschrieben hatte, zu Wort: „Okay, (D/n) du triffst dich heute um 14:30 Uhr vorm Restaurant mit Siwon. Jungs, ich bin um 14:30 Uhr dann auch dort und erklär dem, dass wenn er (D/n) noch einmal so schreibt, ich ihn umbringe. Dann hätten wir das geklärt!“ Er gab mir mein Handy wieder. Die anderen sahen ihn verblüfft an, sagten aber nichts. Wir aßen weiter und um 9 Uhr verließen die Jungs den Dorm. Ich beschloss zu schauen, was Jimin Siwon geschrieben hatte.
    Siwon:
    Wollen wir uns später treffen?😘
    (D/n):
    Oke, wo?
    Siwon:
    Ich kann dich vorm Restaurant abholen, sobald du aus hast🥰
    (D/n):
    Ok dann bis 14:30
    Siwon:
    Bis dann, freu mich🥰

    Na toll! Und was soll ich dann machen, wenn ich aus dem Restaurant raus gehe und da Jimin und Siwon stehen? Zu wem soll ich dann bitte hingehen? Das war ja wieder ein super Plan von Jimin! Ich beschloss meinem Vater anzurufen und ihn vielleicht mal vorzuwarnen. Es wäre für ihn wahrscheinlich zu viel, wenn ich in ein, zwei Monaten ankomme, und sage: Übrigens bin ich jetzt mit Jimin zusammen. Er ging sehr schnell ran:
    Dad: „Hallo mein Schatz“
    (D/n): „Hi Dad, hast du gerade Zeit?“
    Dad: „Aber natürlich! Worum geht‘s?“
    (D/n): „Erstmal, wie geht’s dir überhaupt?“
    Dad: „Gut. Ich gehe Arbeiten und treffe mich mit Verwandten. Natürlich muss ich auch noch viel wegen deiner Mutter mit Versicherungen und so klären, aber das hab ich auch bald... Wie geht’s dir?“
    (D/n): „Das freut mich! Mir geht es auch gut“
    Dad: „Erzähl ein bisschen...“
    (D/n): „Also, du kennst ja glaub ich noch Jimin“
    Dad: „Ja, kann ich mich noch dran erinnern... Was ist mit dem?“
    (D/n): „Ich versteh mich... gut mit ihm. Also, ich versteh mich mit allen gut, aber mit Jimin... besser“
    Dad: „Ehmm, und was genau willst du mir jetzt damit sagen?“
    (D/n): „Das alle sehr nett sind aber... Jimin eben am nettesten!“
    Dad: „So so... Wie findest du den denn so?“
    (D/n): „Nett...!“
    Dad: „Und warum netter als die Anderen?“
    (D/n): „Ehhmm, ich verbringe mehr Zeit mit ihm als mit den Anderen? Weil ich ihn... mag?“

    Er schwieg. Ich hatte gedacht, dass ich über sowas als erstes mit meiner Mum sprechen würde, aber das ging ja nicht mehr... Es war wirklich komisch, darüber mit meinem Dad zu sprechen. Als ich damals in Jimin verliebt war, hab ich es meiner Mum erzählt und sie hat es dann meinem Dad gesagt. Plötzlich sprach mein Dad wieder:
    Dad: „Was heißt, du magst ihn?“
    (D/n): „Naja, das heißt, dass ich ihn toll finde?“
    Dad: „Und, weiß er das?“
    (D/n): „Ja, nein, ich weiß es nicht. Er vermutet es wahrscheinlich...“
    Dad: „Und warum? Was denkt er über dich?“
    (D/n): „Also... Er mag mich auch... Und er weiß es wahrscheinlich weil...“

    Ich überlegte kurz, meinem Dad zu erzählen, dass wir uns geküsst haben, Entscheid mich dann aber doch dagegen.
    (D/n): „ Weil wir sehr, sehr viel Zeit zusammen verbringen“
    Dad: „Naja, du bist 19 Jahre alt... Damit muss ich leben. Und ihr habt euch ja auch nicht geküsst oder sowas“
    (D/n): „Ne, nicht wirklich...”

    Zum Glück, hatte ich nichts gesagt. Er beließ es dann auch dabei und ich verabschiedete mich langsam, um noch genügend Zeit zum umziehen zu haben. Als ich dann fertig war, fuhr ich zum Restaurant. Obwohl ich fünf Minuten zu früh war, wartete Yumi schon auf mich. „Hi (D/n), ehm Siwon, also mein Bruder, ist heute da zum helfen. Er wartet in der Küche, ich hab ihm schon gesagt, was ihr machen sollt. Am besten gehst du zu ihm...”, erklärte sie mir schnell. Ich schluckte. Dann stotterte ich: „Ok, ehm, ich ehh, ich geh noch mal schnell auf Klo, dann geh ich zu ihm...” Sie nickte und ich ging auf Toilette, wo ich glücklicherweise feststellte, das niemand da war. Schnell nahm ich mein Handy raus und schrieb Jimin:
    (D/n):
    Du glaubst nicht, was Yumi mir gerade gesagt hat. Siwon ist heute zum aushelfen da!
    Jimin:
    WAS? Kannst du telefonieren?

    Ich rief ihn schnell an.
    Jimin: „Okay, ich hab nur ganz kurz Zeit, also erzähl schnell...”
    (D/n): „Ich bin gekommen und Yumi hat gesagt, dass Siwon heute da ist und aushilft, ich in die Küche gehen soll und er mir dann erklärt, was ich machen soll”
    Jimin: „Warst du schon bei ihm?”
    (D/n): „Nein, ich hab gesagt, ich geh schnell auf Klo und dann in die Küche”
    Jimin: „Okay... Also, du gehst da hin, und wenn er was macht, was er nicht machen sollte, rufst du mich an! Ich hab mein Handy bei mir und bin in ca. 10 Minuten da. Ansonsten spreche ich später eh noch einmal mit dem...”
    (D/n): „Okay”
    Jimin: „Dann pass auf dich auf und ich komm spätestens um 14:30 Uhr...”
    (D/n): „Mach ich, bis dann”
    Jimin: „Bis dann”

    Ich ging in die Küche wo Siwon stand. Er grinste: „Ach, Hi (D/n).“ Ich sah auf den Boden: „Hallo Siwon“ Er kam auf mich zu und wollte mich umarmen, aber ich ging einen Schritt zurück und sagte: „Ne, lass mal...“ „Na gut, ich versteh zwar nicht warum, aber wie du willst. Zur Arbeit: wir bleiben hier in der Küche und kümmern uns um Getränke und sagen den Köchen, was sie kochen sollen. Also relativ entspannt“, erklärte er dann. „Wenn alles so entspannt ist, warum bist du dann hier? Ich dachte, du kommst nur wenn es brennt...“, fragte ich verwundert. Er lächelte mich an und kam wieder einen Schritt auf mich zu, warum ich direkt einen Schritt zurück ging: „Gestern hatte dein Freund dich, heute gehörst du mir. Und da will ich den Tag von morgens, beziehungsweise mittags, bis Abends ausnutzen!“ „Ah“, sagte ich nur und wollte einfach nur weg von ihm... Jimin hatte recht, der erlaubt sich zu viel. Er hatte von Anfang an recht. Er sah, das ich gedanklich wo anders war und fragte darum, wieder auf mich zukommend: „Und, was machen wir dann heute Nachmittag, Hübsche?“ „Erstens: nenn mich nicht so und zweitens: kannst du aufhören, dauernd auf mich zuzukommen? Du musst doch merken, dass ich das nicht will...“, sagte ich sehr laut, damit er das Zittern in meiner Stimme nicht hören konnte. Ich weiß nicht, ob er mich provozieren wollte oder was sein Ziel war, aber nachdem ich das gesagt hatte kam er immer näher auf mich zu. Ich blieb stehen und als er vor mir stand, gab ich im eine Ohrfeige: „Hör auf mit dem scheiß, verstanden?“ Er hatte nicht mit meiner Reaktion gerechnet, hielt sich die Backe und nickte nur. Plötzlich war der eben noch noch so freche und vorlaute Siwon ganz klein mit Hut. Ich musste fast etwas grinsen, weil ich stolz auf mich war. Dann kamen auch schon die ersten Bedingungen rein und gaben uns Zettel, mit Bestellungen, die wir an die Köche weitergeben sollten. Es war einfach langweilig und die Zeit verging nicht. Ich wäre schon fast gestorben, aber dann erlöste Yumi mich, leider auch Siwon. Ich ging nach draußen, in der Hoffnung, ich könnte ins Auto steigen und nach Hause fahren, ohne ihm noch einmal zu begegnen. Daraus wurde nichts... Ich war gerade aus der Tür gegangen, da nahm mich schon jemand am Handgelenk und zog mich an den Rand. Er war nicht mehr so eingeschüchtert wie vorhin: „Du bist vorhin ganz schön frech geworden... Aber das kann ich auch!“ „Du lässt sie sofort los!“, hörte man eine Stimme. Jimin. Siwon drehte sich um, ohne mich los zu lassen. Jimin sagte aggressiv: „Ich sag’s dir nicht noch einmal! Lass meine Freundin sofort los!“ „Du hattest sie gestern für dich, heute bin ich dran...“, lachte der Andere und es schien, als würde er Jimin nicht ernst nehmen. Doch dieser kam jetzt auf ihn zu, riss seine Hand von meinem Handgelenk und drückte ihn gegen die Wand: „Hör gut zu! Sie ist kein Gegenstand, den man hin und her reichen kann! Du fasst sie nicht noch einmal an, wenn sie das nicht will, sonst bring ich dich um!“ Siwon grinste hinterhältig: „Ich droh dir nicht damit dich umzubringen, ich verspreche dir nur, dass ich dein Leben zur Hölle mache... Wie, wirst du eher erfahren als dir lieb ist...“ Damit riss er sich aus Jimins Griff und lief davon.

    26
    26. Kapitel

    Jimin kam auf mich zu und umarmte mich. Ich flüsterte ein „Danke“. Wir lösten uns wieder und Jimin sagte: „Tu mir einen Gefallen und geh jetzt zu dieser Yumi und erklär ihr, dass du nicht arbeitest, wenn Siwon hier ist. Bitte! Ich weiß nicht, was der vor hat...“ Ich nickte und ging nach innen um Yumi zu suchen. Das dauerte nicht lange: „Yumi, es ist wichtig, ich kann hier nicht arbeiten, wenn Siwon da ist. Aber er ist ja eh selten da...“ Sie sah mich verwirrt an: „Ehm, mein Bruder wurde heute eingestellt...“ „Yumi, ich kann nicht mit ihm gleichzeitig arbeiten! Bitte...“, sagte ich fassungslos. Sie nickte und meinte dann: „Ich weiß zwar nicht, was da vorgefallen ist, aber ich werde dir heute Abend andere Lokale von unserem Chef schicken. Dann kannst du da mal schauen. Bis Weihnachten hast du jetzt frei, weil Siwon wäre heute Abend und morgen Mittag und Abend auch da...“ „Danke Yumi! Vielen Dank! Ich schulde dir was!“, kündigte ich an. Ich umarmte sie und ging dann. Draußen erzählte Jimin was passiert war. Er freute sich, dass ich heute und morgen Abend nicht arbeiten musste. „Leider muss ich jetzt wieder zu Big Hit... Aber ich komme so bald wie möglich!“, verabschiedete er sich dann. Er gab mir noch einen Kuss auf die Stirn und verschwand dann im Van. Ich ging dann auch schnell zum Auto und fuhr zum Dorm. Dort angekommen ging ich mich umziehen und legte mich in mein Bett. Dann stand ich aber noch einmal auf, um mein Handy und meine AirPods zu holen, legte mich wieder hin und hörte ‚BE‘ an. Allerdings schlief ich bei ‚Life goes on‘ schon ein...
    Als ich langsam wieder aufwachte, waren alle Sieben bei mir im Zimmer auf dem Bett, der Couch und dem Teppich verteilt. Ich sah Joons und Taes Handydisplay und es sah so aus, als würden sie ‚Among Us‘ spielen. „Hey, ich will auch mitspielen!”, rief ich plötzlich in die Stille, warum alle zusammenzuckten. Ich machte mein Handy an und die Jungs sagten mir den Code für ihren Raum. Nachdem wir uns alle eine Stunde lang belogen hatte, legten wir die Handys weg und Yoongi fragte vorsichtig: „Ich hab schon wieder seinen Namen vergessen, aber was war jetzt mit dem Typen? Jimin hat uns noch nichts erzählt” Ich räusperte mich und begann zu erzählen: „Also, er heißt Siwon! Und ich bin dann heute morgen in die Arbeit und Yumi hat mir gesagt, dass er da ist und ich zu ihm in die Küche soll und er mir dann sagt, was ich zu tun hab. Dann, das habt ihr wahrscheinlich mitbekommen, hab ich erstmal mit Jimin telefoniert und bin dann zu ihm in die Küche. Er ist dauernd auf mich zu gekommen, obwohl ich ihm klar gemacht hab, das er es lassen soll. Dann hat er mich 'Hübsche' genannt und hat ignoriert, was ich gesagt habe. Darum hab ich ihm eine Ohrfeige gegeben und dann war er den restlichen Arbeitstag sehr kleinlaut. Nach der Arbeit, hat er mich dann aber weg gezogen und hat auch ignoriert, dass Jimin ihm gesagt hat, das er mich loslassen soll. Dann hat Jimin ihn weggerissen und gedroht, dass er ihn umbringt, wenn er mich noch einmal anfässt und Siwon hat ihm dann versprochen, dass er sein Leben zur Hölle machen wird...” Jimin begann zu lachen: „Ich würd zu gerne wissen, wie der mir mein Leben zur Hölle machen will. Das bekommt der eh nicht hin” „Sagt mal, seid ihr jetzt zusammen oder nicht?”, fragte Jk. Jimin sagte genervt: „Wie oft willst du das eigentlich noch fragen? Nein!” Jungkook lachte nur: „Ich frag das so lange, bis die Antwort Ja ist...!” Die anderen lachten und Jimin verdrehte die Augen. Dann kündigte Jin an: „Ich geh jetzt Abendessen machen, wer hilft mir?” Ich meldete mich und folgte ihm nach unten. Während wir kochten, erzählte Jin vom Shooting heute. Es war lustig, ihm zuzuhören. Und nebenbei lernte ich noch ein bisschen kochen, da Jin sehr talentiert war. Um kurz nach sieben aßen wir dann Abend und beschlossen danach in den Keller zu gehen, wo die Jungs wohl ein Studio hatten. Als wir unten waren, stellte ich fest, dass dort noch mehr als ‚nur‘ ein Tonstudio war. Es gab auch einen Tanzraum und ein kleines Fitnessstudio. Sie zeigten mir alles und ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Ich lief glaub ich die ganze Zeit nur mit offenem Mund rum. Es war einfach krank! Es waren sehr viele Bilder von Konzerten aufgehängt. Im Tanzraum waren drei Spiegelwände und auf der freien Backsteinwand stand groß: 방탄 소년단
    Wow! Langsam gingen wir dann aber auch wieder nach oben. Mir fiel auf, dass Jimin die ganze Zeit mit Namjoon und Jin sprach. Sie sahen hin und wieder zu mir, aber ich tat so, als würde mir das nicht auffallen. Wir gingen ins Wohnzimmer und plötzlich sahen Jimin und Joon die Anderen an und alle begannen zu flüstern. „Ich will auch wissen, warum’s geht!“, sagte ich und spielte beleidigt. Sie sahen mich alle an. Dann sagte Yoongi: „Ok, wir sagen dir aber nicht warum’s geht! Damit musst du jetzt leben“ Namjoon gab sich eine Facepalm und Hobi und Jin lachten. Ich legte mich nach hinten und sagte: „Mir ist aber langweilig!“ Sie sahen mich an, sagten aber nichts, sondern flüsterten weiter. Ihnen fiel nicht mal auf, dass ich aufstand und in die Küche ging. Dort stellte ich mir einen Barhocker vor einen Schrank, stellte mich drauf und holte Schokolade raus. Die überlebte nicht lange, nach 5 Minuten hatte ich schon eine ganze Tafel alleine gegessen. Währenddessen war ich auf Tik Tok, darum bemerkte ich das gar nicht. Irgendwann sah ich dann aus dem Augenwinkel sieben Jungs in die Küche kommen die mit entgeistert ansahen. „Ehm, was genau machst du?“, fragte Hobi mich vorsichtig. „Ich esse Schokolade und schau Tik Tok“, antwortete ich und sah mir gerade ein Video von Addison an. Tae kam auf mich zu und fragte dann: „Nur so interessehalber, wie viel Schokolade willst du denn noch essen?“ Ich sah von meinem Handy auf und stellte erschrocken fest, dass ich schon bei meiner vierten Tafel war: „Ach du scheiße! Ihr müsst das Zeug wirklich vor mir verstecken...“ Die Jungs begannen zu lachen. „Wir wollten gerade mit dir über was reden...“, fing Joon dann an. Ich ließ ihn nicht mal ausreden und sagte: „Ok, Jimin oder Siwon?“ „Du bist echt schlau!“, stellte Yoonig lachend fest. „Es geht um den attraktiveren von beiden“, erklärte mir Jungkook grinsend. Ich verschluckte mich an dem Wasser, das ich gerade trank, und begann zu lachen. Jin klatschte und sagte sarkastisch: „Wooww Jungkook! Das war ja mal wieder sooo lustig!“ „Also, es geht um Jimin, der sich weigert mit unserem Manager über dich zu sprechen. Aber das muss er!“, fuhr Joon dann fort. „Namjoon, warum verstehst du das nicht? Ich kann es ihm nicht sagen! Der verbietet mir den Kontakt zu (D/n). Er wird es niemals merken...“, sprach jetzt auch Jimin. Namjoon drehte sich zu ihm und sagte: „Das ist jetzt nicht dein Ernst. Du willst es ihm nicht sagen? Du hältst es vor ihm geheim? Wie, ARMYs haben euch schon gesehen, das kriegst du nicht hin!“ „Die ARMYs haben nichts gemerkt! Und das wird auch nicht mehr passieren!“, versuchte Jimin ihn zu überzeugen. Der andere widersprach ihm wieder: „Das funktioniert nicht! Vor den ARMYs geheim halten geht, aber vor Bang Si-hyuk geht nicht! Wenn er dann doch was merkt, bin ich mir zu 99% sicher, dass du sie danach nie wieder sehen wirst...“ Irgendwie waren nur noch Jimin und Namjoon am diskutieren, der Rest sah ihnen dabei zu. Ich wusste nicht was ich dazu sagen sollte. Beide hatten einfach recht. „Bitte! Bitte Namjoon! Lass es mich versuchen! Es wird niemand mitbekommen, versprochen!“, versuchte Jimin ihn noch einmal zu überreden. Doch Namjoon schüttelte den Kopf: „Warum versprichst du sowas? Willst du sie einsperren, dass niemand sie sieht oder was?“ Jimin überlegte und gab dann nach: „Ich sprech morgen mit ihm...“ Damit drehte er sich um und ging nach oben. Alle sahen zu mir, wahrscheinlich um mir zu sagen, das ich zu ihm soll, was ich dann auch tat. Ich ging in sein Zimmer. Er saß auf seinem Bett und sagte: „Ich hab ihn angelogen... Warum hab ich das getan?“ Ich setzte mich neben ihn und fragte verwirrt: „Wie du hast ihn angelogen?“ Er sah mich mit Tränen in den Augen an und flüsterte: „Ich geh nicht Bang Si-hyuk. Ich hab das nur gesagt, das er aufhört...“ Ich wusste nicht was ich sagen sollte. Ich hatte keine Ahnung, was besser gewesen wäre. Anstatt auf meine Antwort zu warten, legte er seinen Kopf in meinen Schoß. Ich nahm seine Hand und flüsterte: „Es tut mir Leid, dass ich nichts gesagt habe, aber ich weiß einfach zu wenig, um da mitsprechen zu können...“ Er begann zu lächeln: „Du musst dich nicht entschuldigen... Aber bitte, sag es ihm nicht! Ich fühle mich so schon schlecht genug. Aber ich hab einfach Angst“ „Es ist okay Angst zu haben. Ich finde es nicht gut, dass du ihn anlügst, aber werde um Gottes Willen niemandem was sagen!“ Ich wischte ihm mit dem Daumen die Tränen von den Wangen und gab ihm einen Kuss auf die Stirn. Dabei beließ er es aber nicht. Er legte seine Hände in meinen Nacken und zog meinen Kopf wieder so weit runter, das sich unsere Lippen berührten. Ich brach den Kuss kurz, um Luft zu holen, küsste ihn dann aber sofort wieder. „Ehhmmm, stören wird gerade?”, hörte man plötzlich Taes Stimme. Jimin ließ mich sofort los und setzte sich auf. Als ich zur Tür sah, standen dort nicht wie ich dachte, zwei oder drei, sondern alle sechs Jungs und grinsten uns an. Jimin sagte genervt: „Ne, wie kommt ihr denn darauf? Aber wirklich Leute, in eurem Alter sollte man anklopfen können...” Das war eine ganz unangenehme Situation. Darum versuchte ich schnell davon abzulenken: „Also warum seid ihr gekommen?” Yoongi überlegte kurz und sagte dann: „Hatte keinen richtigen Grund, wir wollten nur schauen was ihr so macht. Das wissen wir jetzt, aber so genau wollte ich es ehrlich gesagt gar nicht wissen...” „Okay, fassen wir zusammen: Ihr kommt rein ohne anzuklopfen, stör... ich meine nervt, nur um zu schauen was wir machen und dann interessiert es euch doch nicht. Ich bin stolz auf euch!”, stellte Jimin klatschend fest. „Naja, wie Yoongi schon gesagt hat, haben wir genug gesehen. Bis dann...“, verabschiedete sich Hoseok und alle drehten sich grinsend um. Als die Tür hinter ihnen zugefallen war, drehte sich Jimin mit zu und meinte: „Ich sag’s dir, wenn die dann mal n Mädchen hier haben, mach ich das genau so!“ Wir lachten beide. „Ich hab Hunger...“, sagte ich dann nachdem wir uns ausgelacht hatten. Jimin sah mich ungläubig an: „Wie kannst du Hunger haben? Wir haben vorhin Abendgegessen und du hast danach noch fast vier Tafeln Schokolade gegessen!“ Ich zuckte mit den Schultern: „Keine Ahnung, aber ich sterb gleich vor Hunger!“ Jimin zog eine Augenbraue hoch, ging dann aber nach unten um mir was zu essen zu holen. Fünf Minuten später kam er wieder mit einer Schüssel Reis, Hähnchenfleisch und Gemüse zu mir. „Du hast doch nicht schon wieder deine Tage, oder?“, fragte er, als er mir die Schüssel reichte. „Nein! Das hab ich manchmal einfach, dass ich stundenlang nur essen kann. Keine Ahnung warum...“, erklärte ich ihm. Er begann zu lachen und schüttelte den Kopf. Als ich wenige Minuten später alles in mich rein gestopft hatte, ging ich nach unten, eigentlich um nur schnell meine Schüssel wegzuräumen. Dabei blieb es aber nicht. Ich nahm mir schnell einen Teller und schmierte mir zwei Nutella Brote. Da ich wohl relativ lange unten war, kam Jimin auch in die Küche, um nach mir zu sehen. Als er mich wieder am kauen sah, musste er wieder loslachen. Ich hatte gerade den letzten Bissen gegessen und war dabei mir die Hände zu waschen, da spürte ich plötzlich eine Hand unter meinen Kniekehlen und eine andere auf meinem Rücken. Dann hob Jimin mich hoch und sagte lachend: „Du wiegst ja immer noch nichts!“ „Ich bin aber auch noch nicht fertig für heute...“, erzählte ich immer noch hungrig. Er schüttelte den Kopf und trug mich nach oben: „Ich mach dir später noch was zum Essen, aber jetzt brauch ich Aufmerksamkeit!“

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    27. Kapitel

    Nachdem er die Tür von seinem Zimmer geschlossen hatte, gab ich ihm als Antwort: „Kannst du haben“ Dann legte ich meine Hand auf seine Wange und küsste ihn. Er erwiderte den Kuss, den ich aber nach wenigen Sekunden wieder brach und Jimin frech anlächelte. „Hey, was soll das?“, fragte dieser und spielte beleidigt. Ich zuckte nur mit den Schultern und grinste weiterhin. Langsam ließ er mich dann auch runter. Als ich wieder auf meinen eigenen Beinen stand, sagte ich: „Okay, du willst Aufmerksamkeit. Was machen wir?“ Er dachte kurz nach und schlug dann vor: „PlayStation spielen! Das wäre Lustig!“ Ich hatte nichts gegen den Vorschlag: „Klar, warum nicht. Ich gewinn sowieso...!“ „Da sei dir mal nicht so sicher“, sagte er, während er seinen Fernseher und die PlayStation anschaltete. Wir spielten viele Runden. Auch wenn Jimin hin und wieder auch mal gewann, war ich deutlich besser. Wir waren gerade dabei eine neue Runde zu starten, da kam Joon rein: „Sagt mal, wie lange wollt ihr denn noch spielen? Wir wollen schlafen“ „Also erstens, wie oft soll ich es noch sagen: AN-KLO-PFEN! Und wie spät ist es denn?“, fragte Jimin während er nach seinem Handy griff und drauf sah. Ich sah, dass wir 02:48 Uhr hatten. Jimin Augen weiteten sich so wie meine als er das sah: „Ehm, ich hol (D/n) noch kurz was zu essen, dann schlafen wir“ „Essen? Um viertel vor drei nachts?“, fragte Namjoon mit hochgezogener Augenbraue. Ich nickte: „Fressanfall seit paar Stunden...“ Er lachte, wünschte uns eine gute Nacht und ging wieder. Jimin ging nach unten und ich nahm mein Handy raus. Kurz überlegte ich Laura zu schreiben, aber ich wollte ihr weder von Jimin noch von Siwon erzählen, sonst war aber nichts passiert, darum ließ ich es. Ich scrollte gerade durch meine Kontakte, da rief mich jemand an: Siwon. Ich laß den Namen zehn mal, aber hatte mich nicht verlesen. Schnell rannte ich runter in die Küche zu Jimin, da war der Anruf aber schon weg. Er sah mich verwirrt an: „Was ist?“ Dann klingelte mein Handy wieder. Ich drehte es um, damit er den Namen lesen konnte. Er riss seine Augen auf, deutete mit dann aber ran zu gehen. Ich machte auf laut.
    (D/n): „Hallo?“
    Siwon: „Heyy, wie geht’s dir?“
    (D/n): „Bis vor einer Minute ging es mir gut, das hat sich aber geändert...“
    Siwon: „Ach was, übertreib nicht. Ich weiß, dass du nur wegen deinem Freund Abstand von mir hältst. Eigentlich magst du mich schon!“
    (D/n): „Nein!“
    Siwon: „Wie auch immer, kannst du nicht schlafen?“
    (D/n): „Doch“
    Siwon: „Okay, dann komm doch zu mir, hier kannst du schlafen...“
    (D/n): „Natürlich komm ich! Siwon, selbst wenn ich Single wäre könntest du’s vergessen!“
    Siwon: „Glaub ich dir nicht! Du findest mich doch eigentlich ganz heiß...“
    Jimin ballte seine Hände zu Fäusten und sah kopfschüttelnd auf mein Handy.
    (D/n): „Lass mich in Ruhe!“
    Siwon: „Kann ich nicht. Ich hab deinem Freund versprochen, sein ganzes Leben zu zerstören. Dafür brauch ich dich eventuell noch einmal, Baby...“
    Jimin: „HALT SOFORT DEINE FRESSE!“
    Siwon: „Wow (D/n)! Er hat dich ja voll unter Kontrolle! Nicht mal telefonieren kannst du, ohne das er daneben sitzt“
    (D/n): „Ich bin zu ihm gegangen, weil ich nicht mit dir reden will!“
    Siwon: „Jetzt hör mal gut zu! Du gibst das Handy jetzt deinem Freund und geht’s raus, (D/n). Verstanden?“
    (D/n): „Ne, ich mach was ich will. Mein Handy kann er haben, aber warum sollte ich raus gehen?“
    Jimin stellte den Anruf auf stumm und sagte schnell: „Er kann doch nicht kontrollieren ob du raus gehst...“ Dann stellte er wieder auf laut.
    Jimin: „Okay Siwon, sie ist draußen, was willst du?“
    Siwon: „Ich will nur das du eins weißt: ich weiß wer du bist, Park Jimin. Ich fände es langweilig einfach morgen auf Instagram das Ganze zu posten. Ich sorge dafür, dass deine Fans es erfahren werden, du keine Freundin und keinen Job mehr hast“
    Jimin: „Wenn du das hinbekommst, zieh ich den Hut vor dir! Und jetzt halt deine Fresse! Tschüss“
    Siwon: „Tschüss“

    Jimin legte auf und gab mir mein Handy wieder. „Also, der nimmt sich viel vor!“, sagte er und lachte. „Jimin, er weiß das du berühmt bist! Wie konnten wir so dumm sein?“, fragte ich und machte mir um einiges mehr sorgen als er. Doch dieser sagte lachend: „Und jetzt? Schon vergessen, wir sind nicht zusammen. Also kann er mir gar keine Freundin ausspannen, weil ich keine habe. Und was will er dann den ARMYs erzählen? ‚Jimin hat ein Mädchen bei sich und das find ich nicht gut‘ oder was? Der hat keine Chance mir was wegzunehmen“ Er hatte recht. Was Jimin und ich taten war bis jetzt legal, da kann er seinen Job nicht verlieren. Und mich auch nicht, weil ich nicht mal seine Freundin bin. Er riss mich aus meinen Gedanken indem er mir eine Schüssel Bibimbap reichte. „Etwa traurig, dass wir nicht zusammen sind?“, sagte er grinsend. Ich sah ihn an nicht wissend, was ich antworten sollte. Anscheinend dachte ich ein bisschen zu lange nach, denn Jimin antwortete sich selbst: „Wahrscheinlich schon...“ Ich widersprach ihm schnell: „Nein, hab ich nie gesagt!“ „Aber gedacht, hat man gesehen. Und jetzt sag nicht nein, du bist rot“, dabei zeigte er auf meine Wangen. Wie peinlich! Ich stopfte mir schnell Essen in den Mund, um nicht mehr sprechen zu können. Dann griff Jimin nach meinem Handy, das auf der Arbeitsfläche lag, hielt es mir vors Gesicht, damit es durch meine Face ID entsperret wird und ging in meine Kontakte. Bei Siwon hörte er auf zu scrollen. Ich war schon bei meinem letzten Bissen, da fragte Jimin: „Ist er dir wichtig? Bin ich dir wichtig?“ „Er Nein, du Ja...“, antwortete ich ohne nachzudenken. Dann drückte Jimin auf ‚blockieren’ und legte mein Handy weg. Er kam auf mich zu und flüsterte: „Spring“ Ich machte was er sagte und er hielt mich fest. Ich legte meine Beine um seine Hüfte während Jimin mich küsste. Er brach den Kuss wieder und lachte: „Das war nur Rache... Jetzt weißt du, wie das ist...“ „Wie lustig!“, antwortete ich ihm und verdrehte die Augen. Jimin trug mich hoch. Inzwischen hatte ich meinen Schlafanzug und meine Zahnbürste bei Jimin im Zimmer. Ich ging schnell in sein Bad um mich umzuziehen. Ich kam wieder und sah, dass Jimin auf dem Bett saß und an seinem Handy war. Als er sah, dass ich fertig war, ging er auch noch ins Bad. Ich legte mich schonmal hin und bekam im Halbschlaf noch mit, dass Jimin mich von hinten umarmte. Dann schlief ich endgültig ein.
    „(D/n), wach auf, wir müssen uns noch an Tae und Jk rächen!”, hörte ich Jimin am nächsten Morgen. Als ich auf mein Handy sah, hätte ich Jimin eine reinhauen können: „Wir schlafen erst seit drei Stunden, es ist sechs Uhr!” „Ja, ich sagte wir übertreiben. Danach kannst du noch einmal schlafen, aber die können es nicht mehr, weil sie ein nasses Bett haben...”, erklärte er lachend. Damit überredete er mich und wir schlichen runter in die Küche, wo Jimin zwei Putzeimer aus einem Schrank nahm. Er füllte beide mit eiskalten Wasser und bat mich dann, noch Eiswürfel aus der Gefriertruhe zu holen. Als beide Eimer gefühlt -10 Grad hatten, schlichen wir nach oben. Ich ging zu Tae, Jimin zu Jungkook ins Zimmer. Er zählte so laut, das ich es gerade noch hören konnte bis drei und dann schüttete ich den Eimer über Taehyungs Gesicht aus. „AHHHHHHHHHHHHH!”, hörte man beide nur schreien. Jimin und ich lachten und da die zwei so laut geschrien hatten, kamen die restliche Mitbewohner auch angerannt. „Was schreit ihr denn so?”, fragte Namjoon und sah in beide Zimmer rein. „Das waren Tae und Jk, (D/n) und ich waren leise!”, sagte Jimin, den Eimer hinter seinem Rücken versteckend. Doch Tae schoss los: „Namjoon, das Wasser hatte mindestens -100 Grad! Da ist es doch klar, dass wir schreien...” „Selber Schuld, wir haben nicht damit angefangen! Und -100 Grad waren es nicht!”, verteidigte ich Jimin und mich. Die Jungs drehten wieder um,
    Jimin und ich gingen auch und ließen die zwei beleidigten Jungs alleine. Nach dem wir uns im Zimmer ausgelacht hatten, legte ich mich wieder hin und Jimin kündigte an, in den Keller zu gehen und Sport zu machen. Ich schlief schnell wieder ein. Geweckt wurde ich einige Stunden später von Yoongi, der mir die Decke wegriss und den Rollo hochzog. Ohne was zu sagen verließ er mein Zimmer wieder. Ich stand auf und zog mir was gemütliches an, da ich ja nicht arbeiten müsste. Als ich runter kam, saßen alle Sieben am Tisch und unterhielten sich. Mir fiel direkte auf, das alle Oberkörperfrei waren warum ich sagte: „Jo, ab morgen komm ich auch in BH runter!” „Kannst du nicht. Am Tisch sitzt eine Person, die damit ein Problem hätte...”, entgegnete Hobi lachend auf Jimin zeigend. Ich setzte mich neben Jimin und fragte: „Warum macht ihr das eigentlich? Kein Geld für Pullis? Ich friere und dann kommt ihr...” .Und natürlich musste Jungkook eine dumme Antwort geben: „Tja, wir sind eben einfach heiß!” Ich gab mir eine Facepalm und ging wieder nach oben. Sie sahen mir alle verwirrt hinterher. Fünf Minuten später kam ich mit sieben Pullis in der Hand wieder und warf jedem seinen zu. „Jetzt schaut nicht so dumm, ANZIEHEN! Keine Ahnung was das gebracht hat...”, unterbrach ich die Stille. Sie zogen sich an, alle außer Hobi: „(D/n), ich hab eine rote Jogginghose an, da kann ich keinen grünen Pulli anziehen” „Dann hol dir einen anderen, du hast zwei gesunde Beine!”, antwortete ich ihm. Doch er holte sich keinen Anderen, da er scheinbar zu faul war. Ich war gerade dabei, mir Essen zu nehmen und beugte mich dafür über den Tisch. Plötzlich riss Jungkook die Augen auf: „Das ist doch ein Knutschfleck!” Ich sah sofort zu Jimin, der allerdings schaute mich mit gerunzelter Stirn an. Tae bestätigte Jk’s Aussage: „Was sonst?” Alle sahen zu Jimin und mir. Ich sah Jimin immer noch verwirrt an. Der sagte wütend: „Ja ich war des nicht! Also (D/n), jetzt sag mir, WER WAR DAS?” „Ich... was? Niemand!”, sagte ich und verstand gar nichts mehr. „Es wäre so langsam an der Zeit, mir zu erzählen, wenn es da noch einen anderen Typen gibt! Und jetzt sag nicht nein, ich bin nämlich weder blind noch dumm!”, bemerkte Jimin und war kurz vorm ausrasten. Ich zitterte und sprach stotternd: „Jimin... bitte glaub, glaub mir...” Er stand sauer auf und dann schrie Jungkook ihm hinterher: „Jimin, kannst dich beruhigen. Da lag nur Rauge in Taes Badezimmer, das haben uns ausgeliehen...” Jimin blieb stehen und drehte sich um, als ich mich gerade über den Tisch beugte und beiden eine Ohrfeige gab. Tae beschwerte sich: „Hey, das war nur Rache von heute morgen!” „(D/n) hat schon recht, das geht zu weit ihr Zwei!”, mischte sich Joon ein und sah die beiden wütend an. Jimin setzte sich wieder hin und gab mir einen Kuss auf die Stirn: „Ich wusste doch, dass ich dir trauen kann!”

    Helloooo
    Sorry, dass ich heute erst so spät hochladen, aber meine Internetverbindung hatte andere Pläne als ich... Naja, lieber spät als nie. Ich hoffe es gefällt euch!: D
    Tschüss

    28
    28. Kapitel

    „Haben wir ja gerade gesehen, dass du ihr vertraust...”, murmelte Jungkook. Jimin sah ihn mit einem Todesblick an: „Ein Tipp an euch beide: Wenn ihr mal ein Mädchen mögt, stellt sie mir nicht vor, sonst seid ihr sie innerhalb von 24 Stunden wieder los!” Die beiden sahen sich an und schluckten. „Ach ja, wo wir schon bei loswerden sind, musst du heute nicht noch mit Bang Si-hyuk sprechen, Chim Chim?” Der Angesprochene sah auf seinen Teller und nickte.
    Die Anderen begannen wild durcheinander zu reden, mir fiel aber auf, dass Jimin sich Tränen zurückhalten musste. Ich nahm seine Hand und flüsterte: „Vielleicht fühlst du dich ja besser, wenn du doch mit Bang PD sprichst...” Er sah mich an: „Das kann ich nicht! Bitte versprich mir, dass du niemals jemandem erzählen wirst, dass du mit einem von uns in Kontakt bist! Dann wird er das niemals erfahren...”, bat Jimin mich mit Tränen in den Augen. „Niemals, versprochen!”
    Eine Stunde später hatten alle Sieben das Haus verlassen. Ich hatte ja von Yumi freibekommen, warum ich beschloss, wieder ins Bett zu gehen. Als ich aber auf der Treppe stand, reizte mich plötzlich etwas ganz anderes. Ich machte kehrt und lief die Treppe runter in den Keller. Dort ging ich auf direktem Weg auf den Tanzraum zu. Ich schloss mein Handy an die Boxen an und machte 'Dynamite' an. Jimin hatte mir die Choreografie ja schon einmal gezeigt. Ich übte sie zwei Stunden lang und es wurde tatsächlich besser. Nach vier Stunden war ich am Ende meiner Kräfte und machte einen großen Fehler: Ich legte mich auf den Boden. Weil ich so müde war, schlief ich ein.

    „(D/N)? (D/N), WO BIST DU? KOMM RAUS, DAS IST NICHT LUSTIG!”, hörte ich eine Stimme. „(D/N)! HÖR BITTE AUF MIT DEM SCHEIß UND KOMM RAUS!“, schrie jemand anders. Ich öffnete langsam meine Augen und rief: „Ich bin hier unten“ Es war leise, aber wenige Sekunden später hörte ich jemanden die Treppe runterrennen. Ich hatte wieder die Augen zu, weil ich schrecklich müde war. Wenige Sekunden später setzte sich jemand neben mich, richtete meinen Oberkörper auf und schloss mich in eine Umarmung. Ich erkannte das Parfüm und wusste darum, ohne die Augen öffnen zu müssen, das es Jimin war. Ich hörte noch jemanden in den Keller kommen, erfuhr aber nicht mehr wer es war, da ich schon wieder einschlief.
    Als ich aufwachte lag ich in meinem Bett und Jimin, der neben mir lag, streichelte mir übers Gesicht. Die anderen Jungs hatten sich auf dem Sofa und dem Teppich verteilt. Als Jimin merkte, dass ich wach war setzte er sich sofort auf, wodurch auch die Anderen zu mir sahen. „Was ist passiert?“, fragte ich total verwirrt. Jimin begann mich aufzuklären: „Wir sind um 17 Uhr heim gekommen und haben dich nirgends gefunden. Dann hab ich dich doch vom Tanzraum rufen hören, bis ich dort war bist du aber schon wieder eingeschlafen. Weil wir dich nicht mehr wachbekommen haben, haben wir dann den Krankenwagen gerufen, weil wenn wir mit dir irgendwohin ins Krankenhaus gegangen wären, wüsste das morgen die halbe Welt. Die haben auf Eisenmangel getippt, trotzdem aber noch einmal Blut abgenommen. Nach den Feiertagen wissen wir dann, was genau ist, aber bis dahin ist es hoffentlich wieder gut... Wie geht’s dir?“ „Ich bin müde...“, antwortete ich und hatte Mühe, nicht schon wieder einzuschlafen. Yoongi sagte: „Krass, wir haben nach 3 Uhr nachts, und du schläfst wahrscheinlich seit 14 Uhr...“ „Was, 3 Uhr? Dann geht schlafen!“, befahl ich ihnen und mir fielen schon wieder die Augen zu. Joonie beruhigte mich: „Ach was, Jimin will nicht schlafen und wir leisten ihm ein bisschen Gesellschaft. Kannst noch ein bisschen schlafen...“ Ohne noch ein Wort zu sagen, zog ich Jimin an mich ran und war nach 30 Sekunden wieder eingeschlafen.
    Als ich wieder aufwachte, schliefen alle. Jimin neben mir, Yoongi und Jin auf der Couch und der Rest am Boden verteilt. Ich hatte Hunger, warum ich nach unten gehen wollte. Mir war immer noch schwindelig. Als ich kurz vor der Tür war, verlor ich das Gleichgewicht, wurde aber aufgefangen. „Ich hol dir was du brauchst, du musst es mir nur sagen!”, flüsterte Jimin, um die Schlafenden nicht zu wecken. „Mianhae, dass ich dich geweckt habe...”, entschuldigte ich mich. Jimin setzte mich wieder aufs Bett und ging vor mir in die Hocke: „Ich bin einfach froh, dass man wieder mit dir sprechen kann, ohne dass du einschläfst. Also, was wolltest du holen?” „Essen!”, flüsterte ich und sah ihn mit großen Augen an. Er lachte und ging aus dem Zimmer. Einige Zeit kam er wieder mit einem Glas Wasser und einem Teller mit Reis mit Erbsen, beziehungsweise Erbsen mit Reis. „Was ist das denn?”, fragte ich. „Jin hat sich schlau gemacht, welches Gemüse viel Eisen hat. Da waren Erbsen ganz oben dabei... Und jetzt ess!”, antwortete er lachend. Ich hatte Hunger, darum aß ich dann auch. Auf einmal sagte Jimin: „Frohe Weihnachten übrigens!” „Frohe Weihnachten!” Er sah mir einige Zeit beim essen zu, erzählte dann aber: „Dein Dad hat gestern Nachmittag angerufen. Ich bin rangegangen, damit er sich keine Sorgen macht. Du hast ihm von mir erzählt, nicht war?” Beim letzten Satz grinste er. „Ich hab dich mal erwähnt und gesagt, dass ich mich mit dir gut verstehe. Aber das war’s dann auch. Was hat er gesagt?”, stellte ich klar. Ich wollte gar nicht wissen, wie mein Dad alles verdreht hatte. „Er hat sich natürlich Sorgen gemacht. Aber ich hab ihm gesagt, dass du schon mal kurz wach warst und mit Sicherheit morgen, also heute, wieder besser drauf bist”, fasste er das Telefonat zusammen. Ich musste wieder an Namjoon denken und fragte: „Ehm, wie war’s mit eurem Manager?” „Er hat nicht das geringste Problem mit dir, will aber nicht, dass du Gesprächsthema bei Big Hit wirst”, sagte er, zwinkerte mir aber dabei zu, was wohl hieß, dass er nicht wirklich mit ihm gesprochen hatte. Ich nickte und aß noch ein paar Bissen. Dann gab ich Jimin den Teller wieder. Er stellte ihn auf den Tisch und kam wieder zu mir. Er öffnete gerade den Mund, um etwas zu sagen, da hörte man Jungkook: „Guten Morgen! Und Frohe Weihnachten!“ Er hatte in normaler Lautstärke gesprochen, warum die restlichen Jungs auch langsam aufwachten. „(D/n) ist wach“, sagte Jimin, was sie dazu bracht sich aufzusetzen. „Wow, ich habe selten jemanden so lange schlafen sehen. Das waren ca. 24 Stunden!“, meldete Jin sich. Yoongi fragte dann: „Bist du jetzt wenigstens ausgeschlafen?“ Ich nickte etwas unentschlossen, da ich immer noch schlafen könnte, aber wach sein auch okay war. „Wollen wir uns mal umziehen?“, fragte Hobi und daraufhin standen alle auf und verließen mein Zimmer. Auch Jimin. Ich zog mir auch kurz was anderes an. Den so ziemlich größten Pulli, den ich besaß und eine Adidas Leggings. Ich wollte mich gerade auf den Weg nach unten machen, da klopfte es an der Tür und Jimin kam rein. „Ich trag dich schnell runter. Nicht, dass du noch runter fällst“, kündigte er an. Da hatte er mich auch schon im Brautstyle hochgehoben und trug mich nach unten. Nachdem er mich unten aufs Sofa gesetzt und mit einer Decke zugedeckt hatte, kam Jin mit einem Glas rotem Saft auf mich zu. Er streckte es mir hin. Nach dem ersten Schluck hätte ich alles wieder ausspucken können: „Willst du mich vergiften, Jin?“ Er lachte: „Da ist sau viel Eisen drinnen! Schmeckt nicht krass gut, aber das trinkst du jetzt! In paar Jahren musst du das mal neun Monate jeden Tag trinken. Da kannst du dich schonmal drauf vorbereiten“ „Was laberst du?“, fragte ich irritiert. Er lachte: „In der Packungsbeilage stand, dass es sehr gut sei, das Zeug in der Schwangerschaft zu trinken“ „Jin, drüber mache ich mir mit 19 Jahren, ohne Freund keine Gedanken!“ Er drehte sich um und rief noch: „Naja, Freund hast du ja fast, nicht wahr Jimin?“ Dieser schüttelte nur den Kopf und sagte zu mir: „Trinken! Ich will, dass das schnell wieder besser wird... Es war soooo langweilig ohne dich!“ Ich nahm einen Schluck und wollte das Glas wegstellen, da sagte Jimin: „Austrinken, dann bekommst du einen Kuss!“ Ich verdrehte die Augen, trank dann aber doch leer. Jimin nahm mir grinsend das Glas aus der Hand und küsste mich. Ich erwiderte den Kuss, bis wir Tae und Jk kichern hörten. Jimin rief zu ihnen rüber: „Ihr seid doch wohl nicht eifersüchtig auf euren Hyung, oder?“ „NEIN!“, schrieen sie beide gleichzeitig. „Dann seid leise!“, sagte er noch bevor er seine Lippen wieder auf meine presste.

    Hello
    Erstmal euch allen ein Frohes Neues Jahr! Kann nur besser werden, als letztes ;) Dann noch Danke, für 2000 Aufrufe! Ich war die letzten Tage einfach total unmotiviert und hab mich darum tot gestellt, hehe. Wird aber besser, lade später noch einmal was hoch. Dann bleibt alle gesund und man liest sich😁

    29
    29. Kapitel

    Es war gut, dass ich dieses Zeug getrunken hatte. Ich fühlte mich nach einer Stunde um einiges besser, warum ich Jin bat, mir noch ein Glas zu holen, was dieser lachend tat. Er war schon seit längerem in der Küche und kochte Sushi. Ich sah mir K-Dramas ohne Ende an, da ich sonst nichts zu tun hatte.
    Am Abend gingen wir dann alle ins Esszimmer und aßen. Ich zwar nicht so viel, wie die anderen, aber das was ich gegessen habe, war sehr lecker. Wir saßen dann noch sehr lange zusammen, ich war inzwischen auch nicht mehr so müde. Darum war es auch Mitternacht, als Jimin mir nach oben half. „Morgen fahren wir alle unsere Familien besuchen. Du kannst mit; aber wir verstehen natürlich, wenn du lieber hier bleiben willst, um dich auszuruhen“, bot Jimin an. Ich schüttelte den Kopf: „Ach was, das geht schon. Sonst ist mir langweilig, den ganzen Tag alleine...“ „Umso besser, dann kann ich dich meiner Eltern vorstellen!“, freute er sich und trug mich im Brautstyle die Treppe nach oben. Da ich nicht damit gerechnet hatte, schlung ich erschrocken meine Arme um seinen Hals, was ihm zum grinsen brachte: „Warum finde ich eigentlich alles, was du machst, süß?“ Ich merkte, dass ich rot wurde, warum ich mein Gesicht in Jimins babyblauen Puma-Pullover versteckte. Das fiel ihm auf, er sagte aber glücklicherweise nichts dazu. Ich war mir sicher, dass es noch nie einen anderen Jungen in meinem Leben gab, den ich so nah bei mir haben wollte, wie Jimin. Er war einfach immer da und das zu wissen, tat gut. „(D/n), also ich hab kein Problem damit, dich nie wieder loszulassen, aber wenn du willst, dass ich dich runter lasse, musst du mich loslassen“, riss Jimin mich aus meinen Gedanken. Ich ließ ihn los und er setzte mich auf mein Bett. Dann setzte er sich neben mich: „Und, kommst du dann zu mir?” Ich nickte und er verließ mein Zimmer. Ich ging unter die Dusche und machte meine Abendroutine. Ich hatte mir gerade Unterwäsche angezogen, da fiel mir auf, dass ich meinen Schlafanzug noch bei Jimin hatte. Schnell griff ich nach meinem Bademantel, zog ihn mir über und schlich rüber zu Jimin. Als er seine Tür öffnete riss er die Augen auf und schaute gefühlt zehn mal an mit runter und wieder hoch. „Jetzt schau nicht so, ich hab meinen Schlafanzug hier!”, sagte ich und ging an ihm vorbei nach innen. Dort nahm ich meine Klamotten und ging ins Badezimmer. Als ich wieder raus kam stand Jimin vorm Fenster. Als er bemerkte, dass ich wieder da war, starrte er mich mit großen Augen an. Ich sah ihn irritiert an: „Ehm, ist was?” „Nö... Aber das war gemein!”, sagte er und hörte nicht auf mich anzustarren. „Was war gemein? Und bitte hör auf so zu schauen, das ist unheimlich!”, bat ich ihn während ich aufs Bett zuging. Er kam zu mir und sagte: „Warne mich das nächste Mal vor, wenn du im Bademantel vor meiner Tür stehst, dann muss ich dich auch nicht erstmal ewig so angaffen... Naja, hätte ich wahrscheinlich trotzdem, aber egal...” Damit legte er sich auch hin. Als ich mich gerade an ihn kuscheln wollte kam Jin rein. „Anklopfen!”, schrie Jimin direkt. Jin zuckte zusammen, kam dann aber lachend auf mich zu und reichte mir ein Glas mit diesem widerlichen Saft. Ich sah ihm mit einem Nicht-dein-Ernst-Blick an, aber er nickte nur. Ich überlegte kurz und trank dann doch was von dem Zeug, was ich aber direkt wieder bereute. „Komm nie wieder damit an! Das schmeckt zum kotzen!”, sagte ich mit verzogenen Gesicht und reichte ihm das leere Glas wieder. Er musste wieder los lachen und wünschte während er rausging noch: „Gute Nacht!” Dann legte ich mich wieder hin und Jimin legte seinen Arm um mich. Wenige Minuten später war ich dann auch eingeschlafen.
    Am nächsten Morgen wachte ich vor Jimin auf. Dachte ich jedenfalls. Ich sah ihn eine Zeit lang an und sagte dann zu mir selbst: „Wie kann man eigentlich so süß aussehen?” Ich strich ihm die Haare aus dem Gesicht, da öffnete er plötzlich die Augen und grinste: „Das hab ich gehört” „Du bist unmöglich!”, sagte ich und machte einen Schmollmund. „Und trotzdem magst du mich...”, sagte er und sah mich verträumt an. Ich setzt mich auf wurde aber von Jimin an der Hüfte zurückgezogen. Er legte mich auf den Rücken und kniete sich neben mich. Als er mich gerade küssen wollte, hörte man Hoseok: „Auf... wachen...” Jimin zog mich sofort wieder hoch und sah zur Tür wo Yoongi und Hobi standen. „Sagt mal, dass ist doch kein Zufall mehr! Ich weiß nicht wie oft ich es noch sagen so. Es ist ganz einfach, einfach ANKLOPFEN! Und warum wisst ihr immer, wann man euch gerade gar nicht brauchen kann?”, fragte Jimin gereizt. „Sei mal froh, dass wir gekommen sind! Wer weiß, was du sonst mit ihr gemacht hättest...”, sagte Yoongi und runzelte die Stirn. „Gar nichts! Sag mal, was denkst du eigentlich von mir?”, widersprach der Andere ihm und runzelte ebenfalls die Stirn. Hobi mischte sich ein: „Wie alt seid ihr? Fünf? Und (D/n), wenn er was macht, was du nicht willst, haust du ihm eine runter. Und Jimin, maul du nicht dauernd so rum. Wir können auch nichts dafür, dass du zu schüchtern bist, sie endlich zu fragen, ob sie mit dir zusammensein will!” „Jung Hoseok, du bist jetzt lieber leise! Ich rühr sie nicht an, wenn sie das nicht will, verstanden? Und schüchtern bin ich auch nicht!”, schrie Jimin gereizt. Dann kam Namjoon: „Könnt ihr auch leiser streiten?” Alle drei fingen an durcheinander sich über die Anderen zu beschweren, dadurch verstehte man kein Wort. „LEUTE, IHR SEID ALLE ÜBER 20 JAHRE ALT, ALSO VERHALTET EUCH AUCH SO!” „ANDERE WOLLEN NOCH SCHLAFEN!”, hörte man Tae aus seinem Zimmer brüllen. Dann auch Jungkook von unten: „DU MUSST AUCH AUFSTEHEN, TAE!” Jimin stand auf und ging auf die anderen zu. Tae Und Jk kamen auch. Alle diskutierten wild durcheinander. Jin mischte sich dann irgendwann auch noch ein. „Wollt ihr mich gerade verarschen?”, fragte ich, nachdem ich ihnen ungefähr 5 Minuten zugeschaut hatte. Sie sahen alle sofort zu mir und waren leise. Ich zeigte auf sie: „Ja, euch mein ich!” Namjoon sagte dann: „Wir haben nur ne Meinungsverschiedenheit...” „Und wie wollt ihr zu na Lösung kommen, wenn jeder der Meinung ist, er hätte nichts falsch gemacht?”, fragte ich und ging auf sie zu. Jungkook erklärte dann: „Weißt du bei uns ist das so, dass wir so lange diskutieren, bis irgendjemand Hunger bekommt. Dann sagt er das und alle stimmen ihm zu, wir gehen in die Küche und die Diskussion ist beendet...” „Wow! Ich bin immer wieder von eurer Dummheit überrascht. Wie auch immer, ich hab Hunger, also gehen wir jetzt was essen und ihr haltet eure Klappe!” Sie nickten und liefen mir alle hinterher, die Treppe nach unten. Als wir am Tisch saßen sie eine neue Diskussion eröffnet. „Mianhae, dass ich vorhin so überreagiert habe...”, entschuldigte sich Jimin. Doch Hoseok widersprach ihm: „Du musst dich nicht entschuldigen Jimin, du hast recht, in unserem Alter sollte man anklopfen können”
    Sie entschuldigten sich bei jedem am Tisch und sagten sich dann, das der andere sich gar nicht entschuldigen müsse. So ging das einige Minuten, dann legte ich meinen Kopf auf den Tisch und schrie verzweifelt: „Kann mich bitte irgendjemand retten, vor diesen Sieben super nervigen Deppen?” Tae zwinkerte mir zu und sagte: „Schon komisch, dass du es geschafft hast, dich in einen dieser super nervigen Deppen zu verlieben...” Ich schielte zu Jimin, der Tae kopfschüttelnd ansah. „Man kann sowas auch irgendwann mal zugeben!”, grinste Jk. Jimin gab sich eine Facepalm: „Manchmal ist es einfach besser, leise sein!“ „Ganz genau, Jimin! (D/n) wollte gerade was sagen, aber du hast ihr reingeredet!“, sagte Jin zu Jimin, der sich sofort, wie alle Anderen auch, zu mir drehte. Er sah mich mit großen Augen an: „Du... bist du in mich verliebt?“ Ich zog eine Augenbraue nach oben: „Denkst du, ich würde sonst jede Nacht bei dir schlafen und zulassen, dass du mich küsst? Ich dachte, so weit könntest du selbst denken...“ Hobi lachte: „Selbst denken ist nicht so seine Stärke...“ Jimin sah mich immer noch mit großen Augen an: „Wirklich?” „Sag mal brauchst du des jetzt schriftlich, oder was?”, fragte Yoongi. „Yoongj, Jimin ist gerade mit der Situation überfordert!”erklärte Namjoon ihm und grinste. Jimin nickte langsam mit offnem Mund. Ich sah an ihm vorbei zu Tae und Jk die sich vor lachen gar mich einkriegten. Als Jungkook sich einigermaßen beruhigt hatte, sagte er: „Aber können wir mal kurz über Jimins Dummheit reden? Ich mein, dass hat jeder gemerkt, außer er selbst” „Jimin? Sag mal, bist du gestorben?”, fragte Yoongi. Er schaute mich immer noch an, als wäre ich ein Geist. „Augen zu!”, sage ich zu all den ginsenden Jungs. Sie sahen mich verwundert an, taten dann aber was ich sagte. Sobald auch der Letzte, in diesem Fall Namjoon, seine Augen geschlossen hatte, beugte ich mich vor und küsste Jimin. Direkt als er den Kuss erwiderte, flüsterte Jungkook: „Eomma, küssen die sich gerade?“ „Ja, kannst du aber auch selber schauen, du bist eh der einzige, der seine Augen noch zu hat... Aber halt mal, warum zur Hölle reagier ich eigentlich wenn du Eomma sagst?“, hörte man Jin. Jimin und ich brachen schnell den Kuss und Jimin sagte während er aufstand: „Das war ne Mund-zu-Mund-Beatmung! Jetzt bin ich wieder in der Lage, euch eine reinzuhauen!“ Er stand hinter Jungkook und Taehyung, denen er in diesem Moment an den Haaren zog. „AAAAUUUUAAAA!“, schrieen sie gleichzeitig. Dann lief Jimin an den Anderen vorbei und verpasste jedem eine Nackenschelle. Hobi beschwerte sich dann: „Das haben wir nicht verdient! Ohne uns hättest du nie zugegeben, dass du auf sie stehst, sie hätte sich nie in dich verliebt und ohne Jk und Tae wüsstest du jetzt nicht mal, dass sie dich auch liebt! Also etwas mehr Dankbarkeit bitte!“ „Ach was laberst du, natürlich wäre alles genauso gekommen! Da braucht euch doch niemand!“, widersprach Jimin ihm. Namjoon stand auf: „Das ist gelogen! Niemals hättest du das irgendjemandem erzählt! Und sie hätte sich nicht in dich verliebt, sie ist ja kein ARMY!“ Alle begannen wieder wild durcheinander zu diskutieren, wer wem was verdanken könne. Ich lehnte mich nach hinten: „Wow, jetzt sind wir wieder ungefähr da, wo vor fünf Minuten! Ich bin stolz auf euch!“ „Sie hat recht... Aber halt mal, müssen wir uns nicht langsam fertig machen und los fahren?“, stellte Namjoon fest. Jin sah auf seine Uhr und nickte: „Ja, wir sollten uns beeilen. Und wer jetzt noch eine Diskussion anfängt, der muss eine Woche morgens und abends den Abwasch machen!“ Alle waren leise und spachtelten ihr Frühstück rein. Als wir fertig waren, räumten wir alle zusammen schnell auf und gingen nach oben. Ich öffnete die Tür vom Badezimmer und Tae stand drin. „Raus hier, ich bin ne Frau und brauch darum von Natur aus länger als du im Bad!“, befahl ich. Er dachte nicht mal dran, raus zu gehen: „Vergiss es! Dein Fast-Freund Jimin hat auch ein Badezimmer. Geh zu dem!“ Damit schloss er lachend die Tür vor meiner Nase und drehte den Schlüssel um. Wow, danke Tae. „Tae, alle meine Sachen sind da drinnen!“ Ich hörte etwas rascheln, dann öffnete sich die Tür, Tae legte alles draußen auf den Boden und schloss wieder ab. Ich klopfte bei Jimin. Er machte auf und sah mich verwundert an, warum ich erklärte: „Mr. Super Lustig hat mich aus dem Bad geschmissen und gesagt ich soll zu dir“ „Mr. Super Lustig?“, fragte er verwundert. „Tae. Und jetzt lass mich schon rein!“ Er ging zur Seite und ich ging ins Badezimmer. Da er sich nur die Zähne putzen musste und seine Haare machen, war er nach weniger als 10 Minuten fertig und ging aus dem Bad um sich umzuziehen. Ich brauchte um einiges länger. Nach einer halben Stunde war ich auch endlich fertig. Als ich ins Zimmer zurück ging, kam Jimin auf mich zu. Er strich mir die Haare aus dem Gesicht und sagte: „Du hast es wirklich nicht nötig!” Ich wusste nicht was er meine und fragte darum nach: „ Was hab ich nicht nötig?” „Make-Up!”, klärte er mich auf, „Du bist für mich immer das hübscheste Mädchen dieser Welt, aber ungeschminkt bist du noch hübscher...” „Manchmal bist du echt süß!”, flüsterte ich und umarmte ihn. Ich ging noch in mein Zimmer und suchte mir ein Outfit raus, da ich nach wie vor nur meinen Pyjama an hatte. Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte ich mich für eine blaue, enge Jeans, einen weißen Rollkragenpullover, meine schwarze Winterjacke und schwarze Timberlands entschieden. Als ich nach unten ging, saßen alle meine Mitbewohner schon auf der Treppe und am Boden verteilt und waren an ihren Handys. „Ahhh, (D/n) ist auch schon fertig! Nach Stunden...”, bemerkte Yoongi, als sie mich sahen. „Was heißt denn hier 'Stunden'? Das war schnell für mich und ich hab nur 50 Minuten gebraucht!”, widersprach ich ihm. Jin stand dann auf und meinte: „'Schnell'? Na dann viel Spaß, Jimin! Aber gut, dann gehen wir mal” Als wir schon rausgingen, rief ich noch: „Ich bin ne Frau, da ist das schnell! Andere brauchen um einiges länger!” „Ist ja gut. Wir freuen uns sehr, dass du nur 50 Minuten gebraucht hast, das war sehr schnell für ne Frau!”, verarschte Jungkook mich. „Scheiße!”, sagte ich plötzlich und rann wieder aus dem Van zur Tür. Alle sahen mir verwundert hinterher. Ich rannte schnell ins Badezimmer und griff nach meinem Lipliner. Dann schloss ich wieder ab und rann in den Van, wo ich mich auf den freien Platz zwischen Yoongi und Jimin fallen ließ. „Was war das denn?”, fragte Joon verwundert. Ich war außer Atem und hielt meinen Lipliner hoch: „Ich... Ich habe... meinen Lipliner im Bad vergessen...” „... Das ist jetzt nicht dein Ernst hoffe ich...” fragte er und zog eine Augenbraue hoch. Ich nickte. „Ach du scheiße! Du hast Probleme... Vielleicht hätten wir dir davor sagen sollen, dass du dir sowieso ne Maske aufsetzen musst, wenn du draußen rumläufst...”, sagte Namjoon. „Na und?” Er schüttelte lachend den Kopf. Dann gab Yoongi seinen Kommentar ab: „Joon, das musst du doch verstehen. Ich meine, JIMIN sitzt im Auto!” Dafür hat er erstmal eine Nackenschelle kassiert, denn Praktischerweise saß er ja neben mir. „Beomgyu ruft mich gerade an”, rief Tae von der letzten Reihe. „Cool und wer ist das?”, fragte ich und war mir sicher, dass wüsste keiner außer ihm. Doch sie sahen mich alle verwundert an, Jin natürlich nicht, er fuhr ja. „Das ist der eine knuffige von TXT!”, erinnerte Jk mich. Ich nickte: „Hab zwar kein Gesicht zu seinem Namen, aber ich weiß wen ihr meint” Tae ging ran und machte laut.
    Tae: „Hey, was geht?”
    Beomgyu: „Nix, bei dir?”
    Tae: „Wir fahren gerade noch unsere Eltern besuchen”
    Beomgyu: „Oh, Ehm stören wir gerade?“
    Tae: „Ne, wir sind noch im Auto. Also was gibts?“
    Soobin: „Wir wollten euch fragen, ob ihr die Tage mal was mit uns machen wollt... Aber nur wenn ihr wollt!“
    Jimin: „Nein! Mit euch auf keinen Fall! Natürlich, warum nicht!“
    Kai: „Okay, Ehm wann habt ihr Zeit?“
    Namjoon: „Morgen Abend würde sich anbieten, wenn ihr da könnt...“
    Beomgyu: „Klar, das geht!“
    Hobi: „Okay, dann kommt ihr zu uns. Da haben wir Platz und keine Fans“
    Jungkook: „Da gäbe es nur noch ein Problem...“
    Namjoon: „Hä? Und das wäre?“
    Jungkook: „Jimins Fast-Freundin“
    (D/n): „Ich hab auch einen Namen, International Playboy!“
    Kai: „Hä, seit wann hat Jimin ne Fast-Freundin?“
    Tae: „Und seit wann kennt Jimins Fast-Freunde solche Jokes wie ‚International Playboy‘?“
    (D/n): „Und seit wann werde ich nur noch Jimins Fast-Freundin genannt?“
    Beomgyu: „Weiß Bang PD von ihr?“
    Jimin: „Ja... Aber sie soll unter keinen Umständen dort zum Gesprächsthema werden, zu viele Leute, die was mitbekommen könnten“
    Beomgyu: „Also ist sie deine Fast-Freundin?“
    (D/n): „Warum haben meine Eltern mir eigentlich einen Namen gegeben?“
    Hoseok: „Ja, ist sie. Und jetzt widerspricht mir hier mal niemand!“
    Kai: „Und wer ist sie?“
    Yoongi: „Diese kleine aus der Bar. Die euch nicht kannte”
    (D/n): „Ich bin nicht klein!“
    Namjoon: „Doch bist du!“
    Taehyun: „Aber Jk, warum ist Jimins Fast-Freundin jetzt eigentlich ein Problem?“
    Jungkook: „Machmal, da ist die schlimmer als Namjoon! Viel schlimmer!“
    Yeonjun: „Sie macht alles kaputt?“
    Jimin: „Nein, dafür haben Jk und Tae ein Talent! Also, sie zerbrechen nichts aber... was labere ich schon wieder?“
    Jungkook: „Ich meine, sie sorgt richtig krass für Ordnung! Vorhin hat sie gesagt, dass wir mit unseren Diskussionen nerven und dann hat sie Jin angesteckt und uns wurde mit dem Abwasch gedroht! Das ist nicht lustig! Lasst niemals ne Frau bei euch einziehen!“
    Jin: „Wenn ich kurz erwähnen darf, von wem die Idee kam...“
    (D/n): „Heißt das, Ich Nerv euch alle?“
    BTS: „NEIN!“
    (D/n): „Was heißt es dann?“
    Jungkook: „Das du manchmal zu... vernünftig bist?“
    Tae: „Ja, das trifft’s gut!“
    (D/n): „Nun Ja, wenn ich nicht manchmal zu vernünftig wäre, würdet ihr jetzt immer noch beim Frühstück sitzen und diskutieren...“
    Jin: „Da hat sie recht...“
    Namjoon: „Ignoriert einfach, was Jungkook labert. Morgen Abend um 18 Uhr bei uns im Dorm“
    Tae: „Dann erzählen wir euch noch einmal was über Jimin und seine Fast-Freundin“
    Jimin: „Okay, ich bin raus!“
    (D/n): „Ich auch!“
    Yoongi: „Okay, zum erzählen brauchen wir euch ja glücklicherweise nicht...“
    Jin: „Leute, wir sind da... Yoongi, verpiss dich, wenn du Glück hast, holen wir dich heute Abend wieder, verlass dich aber nicht drauf...“
    Yoongi: „Bis später. Und Jin, wenn du mich holst, helf ich dir bei deinem nächsten Song“
    Jin: „Ich denk drüber nach...“
    Yoongi: „Ich helfe dir sowieso nicht!“
    Jin: „Auch okay“

    Jin: „(D/n), wo soll ich dich eigentlich hin fahren?“
    Jimin: „Lass uns bei ihrem Dad raus und hol uns dann bei meinem Eltern ab“
    Jin: „Alles klar, wo wohnt dein Dad?“
    Tae, Jk und Hobi telefonierten noch mit TXT. Ich sagte Jin die Adresse der Wohnung meines Vaters. „Ich denk, ich ruf ihn mal eben an und sag, dass ich komm. Und dass Jimin dabei ist...“ Namjoon drehte sich zu mir um: „Was weiß er von Jimin und dir?“
    „Naja... Auf jeden Fall nicht alles!“,
    erklärte ich.
    Dad: „Hallo, frohe Weihnachten!“
    (D/n): „Ja, dir auch frohe Weihnachten! Bist du gerade daheim?“
    Dad: „Ja, warum?“
    (D/n): „Weil ich dich dann besuchen würde“
    Dad: „Ja, sehr gerne!“
    (D/n): „Ach ehmm, stört es dich, wenn Jimin mitkommt?“
    Dad: „Nein, mit dem muss ich sowieso noch einmal reden...!“
    (D/n): „Dad, bitte! Sei nett!“
    Dad: „Das werden wir ja sehen...“
    (D/n): „Versprech‘s mir!“
    Dad: „Na gut, wann seid ihr da?“
    (D/n): „Fünf Minuten?“
    Dad: „Sehr spontan, aber gut... bis dann”
    (D/n): „Bis gleich”

    Ich wurde irgendwie nervös, gab aber mein Bestes, dass es Jimin nicht auffiel. Als Jin anhielt, stiegen Jimin und ich aus dem Auto. Ihm war doch aufgefallen, dass ich mich unwohl fühlte: „Hey, alles Okay?” Ich nickte und sah auf den Boden. „Wenn ich eins nicht will, dann dass du dich in meiner Gegenwart unwohl fühlst!”, sagte er und sah mich an. „Ach sei doch leise, Jimin! Du machst dir zu viele Gedanken. Ich bin nervös, weil ich meinem Dad noch nie einen Jungen vorgestellt habe und nicht weiß, wie er reagieren wird...” Er nickte und sah auch zu Boden.
    Wir liefen zur großen Türe und ich klingelte bei dem Namen 'Lee'. Als wir die Treppen nach oben gingen, hörte ich schon, dass mein Dad die Wohnungstür öffnete. Dann sah ich ihn auch schon ihm Türrahmen stehen. Jimin reichte ihm die Hand Und verbeugte sich kurz: „Annyeong Haseyo! Ich bin Jimin” Mein Vater wirkte etwas überrascht und sagte: „Annyeong, ich bin Lee Jae, kannst mich Jae nennen. Freut mich, dich kennenzulernen!” Ich umarmte meinen Vater und ging dann Jimin hinter mir herziehend nach innen. Mein Dad ging ins Wohnzimmer, ich flüsterte Jimin noch zu: „Das mit der K-Pop Sache sagen wir ihm wann anders...” Jimin nickte und dann gingen wir auch ins Wohnzimmer. „So Jimin, wie alt bist du denn?”, fragte mein Dad, während wir uns setzten. Jimin sagte schnell wie bei einer Abfrage in der Schule: „25” (Haha macht gar keinen Sinn! Sagen wir, alle haben ihr echtes Alter, (D/n) ist 19, aber sie waren trotzdem in der selben Klasse. Ist ja alles sehr unrealistisch, da sie ja aus unterschiedlichen Städten kommen aber ich hör auf zu labern xD)
    „So so, und du hast doch bestimmt einen Job, oder?” „Ich studiere”, log Jimin schlagfertig. Mein Dad war erstaunt: „Oh Okay, und was?” „Hat was mit tanzen zu tun”, erzählte der 25 Jährige die halbe Wahrheit. Mein Dad interviewte ihn schon fast. Ich sah relativ lange zu, sagte dann aber irgendwann: „Ok Dad, das Verhör ist für heute beendet!“ „Na gut... Aber... wie sehr mögt ihr euch, dass du ihn her bringst?“, fragte er und sah Jimin an. Ich wusste nicht was ich antworten sollte. Ich wollte meinem Vater nicht die ganze Wahrheit erzählen, aber Jimin auch nicht verletzten. „Sehr... Ich habe mich in (D/n) verliebt...“, sagte Jimin dann, da ihm wahrscheinlich aufgefallen war, dass ich keine Antwort wusste. Ich nickte nur langsam. „Sie ist 19! 19 Jahre alt! Sie ist noch ein Kind!“, fuhr mein Dad geschockt fort. Das machte mich irgendwie wütend: „Eben, ich bin 19! Ich bin seit einem Jahr offiziell ERWACHSEN! Und außerdem tust du so, als hätte ich dir gerade erzählt, dass ich morgen heirate!“ „Ja, so schwer ist das für mich gerade zu verstehen... Aber... ich hab da wahrscheinlich eh nichts zu melden... nicht wahr?“ Ich nickte und er streckte Jimin die Hand hin: „Du bist in Ordnung, Kumpel!“ Jimin griff nach seiner Hand und lächelte. Er stand auf und ging in die Küche. „Kaffee?“, fragte er noch. „Ja, bitte“, antwortete ich und dann hörte man auch schon die Kaffeemaschine. „Geschafft!“, flüsterte Jimin dann. Ich musste leise lachen. Mein Dad kam mit Kaffee wieder und wir blieben noch ungefähr eine Stunde. Dann machten wir uns auf den Weg zu Jimins Eltern. „Sag mal, bei wie vielen Eltern von Mädchen wurdest du eigentlich schon vorgestellt?“, fragte ich als wir draußen waren. Er sah mich verwirrt an: „Bei niemandem. Warum?“ „Weil du so schlagfertig auf seine komischen Fragen geantwortet hast...” Er lachte: „Ach ja, Talent... Aber, wann willst du ihm sagen, dass ich Idol von Beruf bin und nicht studiere?“ „Gar nicht, das machst du!“, sagte ich schnell. Er blieb stehen: „Ist das dein Ernst? Ich dachte, du richtest dich nach irgendeinem Plan...“ „Nö. Erzähls ihm doch einfach so, wie mir damal: Schon mal was von BTS gehört? Das sind sieben gut aussehende, talentierte Typen. Und übrigens, einer von denen bin ich“, erklärte ich lachend. „Ja sehr lustig! Ich ruf kurz meine Eltern an. Die wissen nicht mal, dass du bei uns wohnst, also fallen die gleich aus allen Wolken“ Na toll! Das kann ja lustig werden. „Ja, ich bin auf dem Weg.... Ja...... Achso, ich komm nicht alleine..... Ja Mum, ein Mädchen...... Okay, bis gleich“, telefonierte Jimin mit seiner Mum. Dann nahm er meine Hand: „Okay, wird schon schief gehen...“ „Was meinst du?“, fragte ich verwundert. „Naja, auch wenn ich’s gerne mal vergesse und du scheinbar auch, bin ich immer noch berühmt. Und wenn jetzt ein ARMY mich sieht, bekomm ich ein riesen Problem!“, erklärte er mir. Ich verstand immer noch nicht, was er mir sagen wollte: „Es darf niemand wissen, dass ich ne Fast-Freundin habe, aber des kann man sich denken, wenn wir Händchen halten rumlaufen“ „Achso, das meinst du! Aber jetzt fang du nicht auch an mit dieser Fast-Freundin Sache! Und wegen mir können wir auch in der Öffentlichkeit mit fünf Meter Abstand rumlaufen“ Er zog mich an sich ran: „Ja klar, fünf Meter Abstand. Das kannst du mal sowas von vergessen!“ „Dann beschwer dich nicht, wenn uns jemand sieht!“ „Natürlich nicht!“, sagte er. Wir mussten noch ungefähr zehn Minuten laufen, dann blieb Jimin vor einem Mehrfamilienhaus stehen. Er klingelte bei 'Park' und wir gingen die Treppe nach oben in den achten Stock. Dort stand eine Frau und lächelte uns zu: „Hallo Jimin! Und Hallo ...“ Ich streckte ihr die Hand hin: „(D/n). Freut mich Sie kennenzulernen“ „Ach bitte, wo sind wir denn hier. Sag doch bitte ‚du’. Ich bin Mi-jeong“ Sie lächelte und ging zur Seite, damit Jimin und ich reingehen konnten. Nachdem wir uns die Schuhe ausgezogen hatten,
    folgte ich Jimin ins Wohnzimmer. „Ahhh, Jimin! Schön, dass du da bist!“, hörte man einen Mann, der vermutlich Jimins Vater war. „Hallo, ehm, dass ist (D/n). Sie... sie lebt seit ein paar Wochen bei uns im Dorm...“, wurde ich vorgestellt. Ich begrüßte ihn und setzte mich neben Jimin. Ich erklärte ihnen, dass ich die Jungs schon aus der Schule kannte und wie ich ihnen wieder begegnet war. Sie hörten mir zu und Jimin ergänzte hin und wieder was. Es war noch ein sehr schöner Nachmittag. Um 16 Uhr stand Jimin dann auf und sagte: „Jin hat mir geschrieben. Er ist in fünf Minuten da...“ „Okay... Dann hoffe ich, dass ihr bald wieder kommt. Jimin, du hast dich zwei Monate nicht gemeldet. Mach das nicht noch einmal so!“, rief Mi-jeong uns noch hinterher. Wir verabschiedeten uns und gingen vors Haus, wo der Van schon stand. Als wir rein gingen, waren Yoongi, Jin und Tae da. Den Rest holten wir nacheinander noch ab und fuhren nach Hause.

    30
    30. Kapitel

    Wir gingen nach innen und das erste, was mir einfiel war Yumi. Sie hatte mir freigegeben, damit ich nichts mit Siwon zu tun haben musste und ich bei anderen Restaurants nach einem neuen Job suchen konnte. Darum ging ich, nachdem ich mich umgezogen und abgeschminkt hatte, ins Wohnzimmer auf die Couch und telefonierte stundenlang mit Restaurants der ganzen Stadt. „Sieht leider nicht gut aus...“, gab ich nach zwei Stunden zu. Hobi fragte vorsichtig: „Und was, wenn du doch einfach dort...“ Jimin unterbrach ihn: „Nein Hobi! Ich lass den keine Sekunde mit ihr allein!“ „Und wenn wir mal Bang PD fragen, ob sie was bei Big Hit machen kann? Er weiß ja von ihr...“, schlug Jk vor. Ich sah zu Jimin, in der Hoffnung, er könnte von Big Hit ablenken, aber da er das gleiche tat, hatte er scheinbar auch keine Idee. Darum sagte ich: „Ach Big Hit... Musik... Nicht so meins... Ich denk, ich werde mich nach nem Studienplatz umschauen...“ Die anderen nickten und ich rief Yumi an:.
    Yumi: „Hi, was gibts?“
    (D/n): „Hi. In den anderen Restaurants brauchen die mich leider nicht... Ich denke, ich werd mich nach nem Studienplatz umsehen. Tut mir Leid, dass ich so kurz da war, aber das... das geht aus privaten Gründen nicht“
    Yumi: „Okay, kein Problem. Ehm, du warst mir auf Probezeit, darum musst du nichts unterschreiben. Vielleicht besuchst du uns ja mal...“
    (D/n): „Auf jeden Fall! Alleine wegen dem Essen schon!”
    Yumi: „Freut mich. Dann bis demnächst“
    (D/n): „Bis bald“
    Genau als ich Auflage schrie Jin aus der Küche: „ESSEN! Tisch decken!“
    Wir erbebten uns und halfen dabei, Teller, Gläser und Besteck auf den Esstisch zu befördern. Dann kam Jin mit dem Abendessen. Es redeten so gut wie alle. Alle, außer Jimin. Sein Blick wanderte hin und wieder von seinem Essen zu uns und wieder zurück. Den Jungs fiel es entweder nicht auf, oder es war ihnen einfach egal. Aber dann bemerkte ich, dass Namjoon aufgehört hatte zu reden und mit verschränkten Armen zu Jimin sah, der in seinem Essen rumstocherte. Dann sah er zu mir und warf mir einen Blick zu, der wohl soviel bedeutete, ob ich wüsste, was mit Jimin los war. Ich schüttelte den Kopf. Wir beobachteten ihn weiter, was ihm dann auffiel. Er sah uns abwesend an. Da man sich nur über Blicke einfach nicht versteht, fragte Joon dann: „Was ist los mit dir, Chim Chim?“ „Bei mir ist alles gut, warum?“, sagte Jimin schnell und tat so, als wäre nichts gewesen. „Und warum bist du dann so still?“, fragte der Andere weiter und zog eine Augenbraue hoch. Jimin zuckte mit den Schultern: „Nachgedacht...“ Er stichelte weiter in seinem Essen rum. Namjoon beließ es aber dabei und wand sich wieder Jin zu. Ich beobachtete Jimin noch eine Zeit. Er wollte zu mir sehen, sah dann aber, dass ich das bemerkt hatte und sah schnell wieder weg. „(D/n), machst du dann die Spühlmaschiene?“, riss Jin mich aus meinen Gedanken. Ich war sehr überfordert und wollte eigentlich mit Jimin sprechen: „Ich...“ „Ich mach schon“, unterbrach Namjoon mich und zwinkerte mir zu. Ich formte mit den Lippen das Wort ‚Danke‘. „Sag mal, seit wann denn so scharf auf den beschissensten Job überhaupt, Joon?“, fragte Yoongi verwundert. „Erklär ich dir später...“, antwortete der Angesprochene zu Jimin schauend. Der war geistlich immer noch ganz woanders. „Kannst du mit hoch kommen?“, fragte er dann plötzlich aus seiner Starre erwacht. Ich hatte mich schon fast erschrocken, dass er wieder gesprochen habe, nickte aber und ging nach oben. „Ganz kurze Ansage noch an Alle! Wenn morgen TXT kommt, heißt das, dass wir nicht viel schlafen werden. Wir müssen aber Montag wieder arbeiten, darum geht ihr heute alle früher schlafen. Ich hab keinen Bock drauf, dass ihr mich dann am Montag vollheult, wie müde ihr seid!“, bat Namjoon uns. Wir nickten alle und Jimin und ich gingen in sein Zimmer. „Was war denn vorhin mit dir los?“, fragte ich, sobald er die Türe schloss. „Wie schon gesagt, ich hab nachgedacht...“ Ich fragte weiter: „Okay und über was?“ Er schwieg kurz sagte dann aber: „Dich... Mich... Uns?“ Ich nickte, wusste aber nicht, was ich sagen sollte. Hatte ich was falsch gemacht? Aber was? Als könne er Gedanken lesen, beruhigte er mich lachend: „Keine Angst, du hast nicht falsch gemacht!“ Er sah, wie erleichtert ich war und musste noch mehr lachen. Er stellte sich mir gegenüber und legte seine Hände auf meine Schulter: „Okay, dann versuch ich jetzt mal, meinen Kindheitstraum wahr zu machen. (D/n), willst du mit mir zusammen sein?“ Mir fiel die Kinnlade runter. Riskiert er gerade wirklich seinen Job? Ja, das tut er! Ich war sehr überrascht und bekam darum kein Wort heraus. Stattdessen nickte ich nur. Das genügte ihm als Antwort, denn er küsste mich. Ich erwiderte den Kuss sofort und legte meine Hände in seinen Nacken. Nach einer Minute brachen wir den Kuss und strahlten uns gegenseitig an. „Wollen wir auf Namjoon hören und schlafengehen oder noch einen Film schauen?“, fragte er. „Lass und auf Namjoon hören. Morgen wird anstrengend für mich, mit zwölf Jungs...“, rief ich und drehte mich schon um, um duschen zu gehen. Als ich fertig war, ging Jimin auch noch duschen. Ich legte mich ins Bett und war auf Instagram. Da schrieb Joonie mir eine Nachricht.
    Namjoon:
    Was war jetzt mit Jimin los?
    (D/n):
    Morgen sag ich’s dir. Gehen jetzt schlafen, also gute Nacht
    Namjoon:
    Okay, gute Nacht

    Ich war gerade auf dem Account von BTS und schaute mir die Bilder von ihrem Weihnachtsshooting an, da kam Jimin wieder. „Handy weg und schlafen!“, befahl er. „Du hörst dich an wie meine Mum, als ich noch zu Hause gelebt habe“, stellte ich fest und verdrehte die Augen. Er lachte: „Da hatte sie auch recht! Und jetzt leg dein scheiß Handy weg und komm zu mir“ Ich stand auf und legte mein Handy aufs Sofa. Dann legte ich mich neben Jimin. „Willst du Abstand oder bist du nur zu schüchtern näher zu kommen?“, fragte er grinsend. „Das zweite trifft’s besser...“, antwortete ich und legte meinen Kopf auf seine Brust. Ich schloss meine Augen und war gerade dabei einzuschlafen, als ich eine warme Hand auf meinem Bauch spürte. Ich dachte mir nichts dabei und schloss meine Augen wieder. Dann wanderte seine Hand aber weiter nach oben. „Jimin...“, fragte ich verwundert. „Hm?“ Ich drehte meinen Kopf so, dass ich ihm in die Augen schauen konnte: „Was hast du vor?“ „Du bist seit heute meine Freundin...“, erinnerte er mich. Ich sah ihm weiter in die Augen. Nach einiger Zeit, zog er mich weiter hoch, sodass er mich küssen konnte. Und ich weiß nicht wirklich wie es passiert ist, aber an diesem Abend habe ich meine Jungfräulichkeit verloren...

    *klopf klopf*
    „Aufstehen und runter kommen! Jetzt!“, hörte man Jin brüllen. Ich öffnete langsam meine Augen. Es war hell im Zimmer, darum schloss ich sie noch einmal. Dann küsste Jimin mich und ich war sofort wach. In diesem Moment fiel mir erst wieder ein, dass ich komplett nackt war. Ich stand auf und ging mit einem Handtuch in mein Zimmer, um mir was anzuziehen. Als wir uns dann beide einigermaßen fertig gemacht hatten, gingen wir Hand in Hand runter. Die Anderen sechs bemerkten uns gar nicht, da sie sehr in ein Gespräch vertieft waren. „Morgen zusammen. Worüber redet ihr gerade?“, begrüßte Jimin sie, während wir uns hinsetzten. „Ah gut, dass ihr da seid. Wie viel zahlt ihr dazu?“, fragte Yoongi uns. Ich wusste nicht wovon er sprach und fragte darum: „Ich zahl gar nichts, wenn ich nicht weiß, wofür!“ Hobi sagte dann: „Schalldichte Wände und Türen“ Jimin sah sie verwirrt an: „Und für was brauchen wir jetzt schalldichte Wände und Türen? Wollt ihr jemanden entführen oder was?“ „Ne, ganz einfach: Wir haben gestern ALLES gehört!“, erklärte Jungkook grinsend. Ich riss meine Augen auf und sah dann auf den Boden. Das war ja mal extrem peinlich! Jungkook fuhr fort: „Ich kann’s mir zwar schon denken, aber frag vorsichtshalber noch einmal: Seid ihr zusammen?“ Jimin verdrehte die Augen: „Ja, Jungkook. Sind wir...“ „Wenn ich sage, dass ihr früh schlafen gehen sollt, meinte ich das anders. Sorry, falls ich mich da unklar ausgedrückt habe...“, lachte Namjoon. „Das ist der Grund! Namjoon, du musst schon genau sagen was du meinst! Wir haben das falsch verstanden...“, versuchte Jimin zu erklären, nahm sich aber selbst nicht mal ernst. Ich gab mir eine Facepalm: „Ach du scheiße!“ „Euch ist klar, dass wir euch jetzt euer restliches Leben damit aufziehen werden, oder?“, fragte Tae grinsend. „Eifersüchtig?“, fragte Jimin lachend und begann zu essen. Alle rissen die Augen auf und schrieen wie aus einem Mund: „NEIN!“ „Glaub ich euch nicht...“, stellte Jimin fest. Yoongi schluckte sein Essen runter und sagte dann: „Wir nicht! Aber, ich hab seinen Namen schon wieder vergessen, wenn der was mitbekommt...“ „Er heißt Siwon! Warum kannst du dir den Namen nicht merken? Aber, erstens denkt der, wir sind schon lange zusammen und zweitens hab ich ihn blockiert und werd ihn auch nicht in der Arbeit sehen. Ich hab keinen Kontakt zu ihm. Es gibt da noch ein viel größeres Problem...“, fiel mir ein. „Welches?“, fragte Jimin und sah mich verwundert an. Ich musste lachen: „Mein Dad...“ Die anderen mussten auch lachen. Wir aßen noch fertig und ich räumte die Küche auf. Dann ging ich nach oben in mein Zimmer, um meinen Vater anzurufen. Er ging auch sehr schnell ran.
    Dad: „Ahh, Hallo (D/n)!“
    (D/n): „Hi Dad. Kannst du gerade telefonieren?“
    Dad: „Ja, natürlich!“
    (D/n): „Okay... Was hältst du eigentlich von Jimin?“
    Dad: „Er ist ganz okay... Wenigstens hat er nicht wie jeder zweite heutzutage irgendeinen Job wie ‚Influencer‘ oder so einen scheiß. Und ihr kennt euch auch schon lange. Aber warum fragst du?“
    (D/n): „Ehm, was würdest du sage, wenn ich mit ihm zusammen wäre?“
    Dad: „Bist du aber nicht, oder?“
    (D/n): „Was würdest du sagen?“
    Dad: „Hmm, ich weiß es nicht“
    (D/n): „Ich bin mit ihm zusammen...“
    Dad: „Wirklich?“
    (D/n): „Ja...“
    Dad: „Ohhhh, das kommt überraschend...“
    (D/n): „Naja, so überraschend auch nicht“
    Dad: „Ja, aber ich dachte das dauert noch ein bisschen...“
    (D/n): „Du hast gerade selber gesagt, wir kennen uns lange. Ja, wir hatten ungefähr fünf Jahre keinen Kontakt mehr, aber trotzdem...“
    Dad: „Ja... Ich kann eh nichts dran ändern, also mach ich das beste aus der Situation... Er studiert! Das ist toll!“
    (D/n): „Ehm, Ja genau. Er studiert...“
    Dad: „Na dann, geht klar“
    (D/n): „Okay... Ich helf den Anderen jetzt beim aufräumen, wir bekommen heute Abend Besuch von TX... Freunden“
    Dad: „Okay, dann viel Spaß!“
    (D/n): „Danke, Ciao“
    Dad: „Tschüss“

    Fast hätte ich was von TXT gesagt. Aber egal. Ich ging schnell nach unten, wo die Jungs schon dabei waren, das Wohnzimmer aufzuräumen. Ich half ihnen und zwei Stunden später hatten wir den ganzen Dorm geputzt. Dann gingen die Jungs sich umziehen und ins Fitnessstudio.
    Ich beschloss noch mal loszufahren und ein paar Snacks in der Stadt für heute Abend zu kaufen. Gerade fuhr ich einen Parkplatz eines kleinen Geschäftes am Rand der Stadt, da kamen mehrere junge Männer aus dem Laden. Trotz der Masken erkannte ich sie sofort. Es waren die Jungs von EXO. Ich wusste, wie nervig Fans sein können. Darum lief ich, auch wenn es mir verdammt schwer viel, nur an ihnen vorbei und tat so, als würde ich sie nicht kennen. Drinnen lief ich durch die Gänge mit den Süßigkeiten und nahm von gefühlt allem was mit. Auf einmal stand eine Frau in meinem Alter vor mir. „(D/n)? Lee (D/n)?“, fragte sie und lächelte mich an. Ich nickte langsam: „Sorry, kennen wir uns?“ Sie lachte: „Yuna. Aus deiner Klasse. Wir waren gut befreundet“ Ich erinnerte mich und gab mir eine Facepalm: „Oh, ja klar!“ „Und wie geht’s dir so?“, fragte sie. „Naja, meine Mum ist vor kurzem gestorben, aber ich komm langsam damit klar... Wie geht‘s dir?“, antwortete ich und erwähnte Niemande unserer Klassenkameraden. Ihr Lächeln verschwand: „Oh, das tut mir Leid. Ich mochte deine Mum... Mir geht es gut“ „Schön. Schade, dass wir den Kontakt verloren haben...“, stellte ich fest. „Ja... Aber, wenn du willst können wir uns ja mal wieder treffen...“, schlug sie vor. Ich nickte begeistert: „Ja klar!“ Sie nahm ihr Handy raus und scrollte eine Zeit lang. Dann sagte sie: „Sunmi und Jisoo aus der Schule kommen nächsten Freitag Abend zu mir. Du kannst kommen wenn du willst“ Ich nickte und freute mich, da Sunmi und Jisoo auch immer gute Freundinnen gewesen waren. „Gibst du mir deine Handynummer?“, fragte ich. Sie diktierte mir ihre Nummer und wir verabschiedeten uns. Zehn Minuten später verließ ich dann auch mit einem vollen Einkaufswagen den Laden.
    Als ich den Dorm betrat, hörte ich schon Musik. Ich trug schnell die Einkaufstüten in die Küche und schlich in den Keller. Die Jungs tanzen gerade hochkonzentriert zu ‚Dynamite‘. Ich lehnte mich an eine Wand und wartete darauf, bis sie mich im Spiegel sahen. Das taten sie aber nicht, warum ich mich dann räusperte. Alle zuckten zusammen und sahen mich erschrocken an. „Sorry“, entschuldigte ich mich. Hobi fragte dann einfach: „Kannst du tanzen?“ Ich schüttelte verwundert den Kopf. „Doch. Du kannst tanzen!“, mischte Jimin sich ein. „Woher weißt du das jetzt schon wieder? Das wird langsam unheimlich, was du alles weißt“, stellte Yoongi fest. „Ich weiß es, weil ich (D/n) die Choreografie von ‚Dynamite‘ beigebracht habe“, erklärte mein Freund. Hobi lächelte: „Perfekt. Vortanzen (D/n)“ Ich riss die Augen auf, da hatte Tae aber schon die Musik angemacht und alle hatten sich hingesetzt. Ich schluckte, tanzte dann aber los. Nach ungefähr der Hälfte stoppte Tae den Song wieder. „Willst du uns verarschen?“, fragte Namjoon. Ich zuckte mit den Schultern: „Ich hab’s gleich gesagt. Hoffnungsloser Fall...“ Hobi lachte: „Hoffnungsloser Fall? Du kannst doch tanzen, was hast du denn?“ „Also letztes Mal war’s noch nicht so gut!“, stellte Jimin fest. „Mein Vorschlag wäre sie zu Big Hit mitzunehmen und Bang PD zu fragen, ob er nicht was mit ihr anfangen kann“, schlug Jungkook vor. Jimin schrie: „NEIN! Also, ich meine nein, eher nicht“ Die Anderen sahen ihn skeptisch an. Namjoon fragte dann: „Und warum nicht?“ „Weil ich doch studieren will“, versuchte ich Jimin aus der Situation zu helfen. „Achso, stimmt“, erinnerte Joon sich. Jimin sah mich dankend an, dann kündigte ich an: „Also, ich weiß ja nicht was ihr macht, aber ich geh mal nach oben. TXT müsste jeden Moment kommen“ Die Anderen warfen einen Blick auf die große Uhr an der Wand. Sie zeigte 17:55 Uhr, darum folgten die Jungs mir nach oben. Als wir uns aufs Sofa setzte, erzählte ich: „Ich hab EXO und Yuna getroffen“ „Bitte sag, du hast EXO am Leben gelassen. Und wer zur Hölle ist Yuna?“, fragte Taehyung. „Ja, EXO lebt. Und Yuna ist die, wie haben Yoongi, Jimin und Joon sie gleich wieder genannt,, kleine dumme Bit**‘?“ „Ach die! Sag’s doch gleich!“, erinnerte Jin sich. „Kennt ihr die alle nur unter ‚kleine dumme Bit** oder was?“, fragte ich verwirrt. Jungkook lachte: „Jo, wir haben das Gespräch ja eingeübt, darum wissen wir, wen du meinst“ „Jungkook! Halt deine Fresse!“, maulte Jimin. Jungkook lachte weiter: „Ach komm! Yoongi hat’s ja eh schon verraten, außerdem bist du jetzt ja mit ihr zusammen, also ist doch egal!“ Namjoon schüttelte den Kopf: „Machmal frag ich mich wirklich, was bei euch eigentlich falsch gelaufen ist...“ Jungkook wollte gerade etwas sagen, da klingelte es aber. „Yoongi, mach auf“, befahl Jin. Doch dieser bewegt sich nicht: „Ich lieg gerade bequem, mach selber!“ Jin erhob sich und lief zur Tür. Dann kam er auch schon mit fünf Jungs zurück. Wir begrüßten sie und Soobin fragte Tae und Jk auf mich zeigend: „Die, oder?“ Die Zwei nickten grinsend. „Was habt ihr schon wieder vor?“, fragte Jimin genervt. Kai sagte dann lachend: „Die haben uns gestern Nachmittag angerufen und uns fast eine Stunde lang von deiner Fast-Freundin vollgelabert. Ich glaub, du hast Kongruenz, Jimin“ „Was? Nein! Das hatte andere Gründe!“, stellte Tae klar und sah Kai böse an. Yoongi ergänzte: „Und die Zwei hätten eh keine Chance mehr, seit gestern Abend ist sie nämlich nicht nur Fast-Freundin, sondern Freundin“ „Wirklich?“, fragte Beomgyu Jimin und zog die Augenbrauen hoch. Jimin verdrehte die Augen: „Ja. Aber wenn das jemand rausbekommt, seid ihr tot!“ „Ouhhhhhh“, sagten alle fünf gleichzeitig und grinsten uns an. „Und es wird noch besser, letzte Nacht...“, wollte Taehyung erzählen. Aber Jimin unterbrach ihn: „Noch ein Wort und...“ „Sie haben miteinander geschlafen“, vervollständigte Jungkook Tae‘s Satz. Jimin setzte sich mit verschränkten Armen neben mich und fragte kopfschüttelnd: „Wie alt seid ihr zwei eigentlich?“ TXT ignorierte Jimin und wendete sich den anderen Jungs zu. Yeonjun fragte: „Und woher wisst ihr das?“ „Wir haben’s gehört!“, erzählte Yoongi. Ich legte meinen Kopf auf Jimins Schulter und flüsterte: „Kannst du bitte was machen, dass sie aufhören?“ Er lachte: „Glaub mir, wenn ich was machen könnte, hätte ich das schon längst gemacht...“ Die elf Jungs unterhielten sich noch ungefähr zehn Minuten durcheinander, dann fragte Taehyun: „Wie war’s eigentlich?“ Alle sahen zu Jimin, darum tat ich das auch. Er sah zu mir, biss sich auf die Unterlippe und nickte. Ich stand auf und sagte: „Okay, reicht! Was machen wir?“ Alle lachten und Jin schlug vor, Pizza zu bestellen. „Mach ich. Wie viel wollt ihr fressen?“, fragte ich. „Sagt die, die um viertel vor drei Nachts noch Hunger hat. Aber wir sind dreizehn Personen. Zwölf Männer und Eine, die wie ne Schwanger isst, also zehn Partypizzen“, zählte Joon. „Hey, pass auf was du sagst! So viel ess ich dann auch wieder nicht, aber gut, zehn Stück“, widersprach ich ihm. Dann ging ich mit meinem Handy auf den Flur und rief eine Pizzeria an.
    Als ich wieder rein kam, saßen alle auf dem Sofa und dem Boden verteilt und sahen mich an. Ich blieb stehen und sah sie auch an. Irgendwann hatte ich dann keinen Bock mehr auf das Gestarre und fragte: „Was ist denn?“ „Ich bin für blau!“, sagte Hobi ohne sich zu bewegen. „Nö, Pink!“, widersprach Taehyun. Jimin sagte: „(D/n), ich empfehle den weißen Pulli auszuziehen und einen anzuziehen, den du nicht magst...“ Ich runzelte die Stirn, ging dann aber nach oben und zog mir ein altes Levi’s T-Shirt an. Als ich wieder runterging fragte Jungkook dann: „Hey, ich will eigentlich noch ein bisschen länger leben. Wie wär‘s, wenn wir ihr einfach eine runterhauen, dass sie bewusstlos ist?“ „Niemand schlägt meine Freundin bewusstlos! Ich finde die ganze Idee ja behindert...“, widersprach Jimin. „Nichts behindert, das ist lustig!“, erklärte Jin ihm. Ich kam rein: „Was auch immer ihr vor habt, ich bin dagegen!“ „Okay, das interessiert hier aber leider niemanden. Okay, Jimin lassen wir raus, aber trotzdem, ihr seid überstimmt!“, sagte Kai lachend. „Aber auf gar keinen Fall in unserem Badezimmer!“, stellte Jimin klar. Jungkook beruhigte ihn: „Okay, wenn’s dir darum geht, können wir zu mir. Wer kommt mit hoch, alles vorbereiten, dass wir nach dem Essen direkt anfangen können?“ Beomgyu, Tae, Joon, Yeonjun und Kai folgten Jungkook nach oben. Ich ging zu meinem Freund und fragte: „Was machen die?“ Jimin lachte: „Willst du nicht wissen...“

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    31. Kapitel

    Wir warteten noch ungefähr eine halbe Stunde, dann klingelte es auch schon. Wir hatten uns über Fans unterhalten. Sie hatten mir lustige Geschichten von Konzerten erzählt. Irgendwann kamen die Anderen dann auch wieder runter und Namjoon bat mich: „(D/n), mach du bitte auf. Du bist die einzige die kein Idol ist...“ Ich stand auf und Namjoon steckte mir Geld zu. Dann ging ich zur Tür und machte auf. Doch da stand nicht irgendjemand. Siwon. Ich hätte die Tür am liebsten wieder zugeschlagen. „(D/n)? Ach, schön, dass man sich mal wieder sieht“, begrüßte er mich. Total verwirrt fragte ich: „Du arbeitest doch bei Yumi?“ Er lachte: „Hab ich, bis du gekündigt hast. Dann hab ich mir was anderes gesucht, eigentlich will ich ja gar nicht bei meiner großen Schwester arbeiten“ „Jetzt gib die Pizza her und hau ab!“, verlangte ich. Doch er fragte: „Wohnst du hier?“ „Ne, nur Freunde“, log ich. „Kommst du mit mir mit? Du fandest mich doch nett, bis dein Freund von mir erfahren hat“, versuchte er wieder sein Gehen möglichst lange rauszuzögern. Ich wiederholte nur: „Pizza her und dann verschwinde!“ Man hörte die Jungs von drinnen laut lachen. Sie unterhielten sich scheinbar. In diesem Moment, legte Siwon die Pizzaschachteln auf den Boden und packte mich am Handgelenk. „JIMIN!“ schrie ich noch, dann hielt er mir den Mund zu und zog mich nach draußen. Ich versuchte ihn zu treten, schaffte ich aber nicht. In dem Moment wurde die Tür wieder aufgerissen und Jimin kam raus gerannt. „KOMMT SCHNELL HER!“, brüllte er noch nach innen, dann rannte er auch schon auf Siwon zu. „Du lässt sie sofort los!“, sagte er und versuchte ruhig zu bleiben. Dann kamen aber auch schon die elf Anderen raus gerannt. „Fvck!“, flüsterte Siwon und versuchte mich noch einmal wegzuziehen. Jimin hielt mich aber fest und der Andere rannte schnell ins Auto und fuhr davon. „Das ist doch nicht mehr normal mit dem Typen!“, sagte Jimin kopfschüttelnd, nahm meine Hand und lief nach innen. „Wer war das?“, fragte Hobi verwundert. Ich sagte nur: „Siwon“ Meine Mitbewohner nickten, TXT sah mich nur verwirrt an.

    „Naja, wir haben gratis Pizza! Hat doch auch was positives!“, versuchte ich die Stimmung aufzulockern. Aber Jimin sagte wütend: „Was positives? Der Typ hat einen Knall! Und ab heute, verbiete ich dir, die Tür aufzumachen! Ab heute müssen wir nämlich damit rechnen, dass da der gestörte Siwon steht und dich mit in sein Auto nimmt! Warum bin ich so ruhig geblieben? Warum hab ich ihm nicht einfach eine reingehauen? Was erlaubt der sich eigentlich, dich anzufassen? Noch einmal, dann ist er tot! Und das mein ich diesmal wirklich ernst! Und überhaupt, warum arbeitet der jetzt beim Pizzalieferdienst und muss genau uns beliefern? Was hat der immer für ein verdammtest Glück, dass dann auch noch genau DU die Tür aufmachst und da ALEINE stehst? Was bin ich für ein Depp, dass ich dich überhaupt alleine die Tür aufmachen lasse und nicht mal schau, warum das so lange dauert? Normalerweise dauert Pizza entgegennehmen nicht mal ne Minute und ich Vollidiot komm nicht mal nach fünf Minuten auf die Idee, mal nach dir zu schauen! Hättest du nicht geschrien, wärst du jetzt weg! Und wir würden es wahrscheinlich immer noch nicht bemerkt haben!“ „Beruhig dich, Jimin!“, versuchte Namjoon ihn zu beruhigen. Soobin meldete sich dann zu Wort: „Sorry, aber wer genau war das jetzt?“ „Siwon. (D/n) hat ihn kennengelernt, als er in dem Restaurant, wo sie gearbeitet hat, ausgeholfen hat. Sie haben sich gut verstanden und waren nach dem Arbeiten auch noch unterwegs. Am nächsten Tag haben sie sich wieder getroffen. Dann hat er ihr wieder geschrieben und das hat mich gestört. Vor allem wie er ihr geschrieben hat... Sie hat ihm abgesagt, aber er stand trotzdem vorm Restaurant. Dann hat sie gelogen und gesagt, sie würde heute was mit ihrem Freund machen. Dann hat er sich entschuldigt und ist gegangen. Am nächsten Tag war er dann plötzlich im Restaurant. Da hat (D/n) ihm eine reingehauen, weil er ihr dauernd näher gekommen ist. Dann war er während der Arbeit eingeschüchtert, aber sobald sie rausgingen, hat er sie gepackt und weggezogen. Ich war aber da und ja, dann haben wir uns gegenseitig ein bisschen gedroht und seit dem war eigentlich nichts mehr“, fasste Jimin etwas durcheinander zusammen. TXT nickte und sah mich an. „Ich hab Hunger!“, unterbrach ich dann das Schweigen und lief ins Esszimmer. Namjoon sagte dann: „Dann gebt ihr lieber schnell was zum Essen. Sonst wird sie ganz ungemütlich!“ Jin teilte schnell die Pizza aus und dann aßen wir. Als wir fertig waren, meinte Jimin plötzlich: „Nicht schreien!“ Ich sah ihn verwundert an, dann wurde mir aber auch schon der Mund von hinten zugehalten und die Augen zugebunden. Ich schlug hinter mich und hörte dann Jungkook: „Darf ich sie nicht doch bewusstlos schlagen?“ „Nein! Das ist so auch lustig, du musst niemanden schlagen, und du auch nicht, (D/n)!“, erklärte Tae ihm. „Jimin, trag du sie hoch. Wenn jemand anders sie anfässt, gibt es noch Tote“, sagte Namjoon. Ich biss in die Hand, vor meinem Mund. Soobin schrie auf, warum wohl er es gewesen sein musste. „Leute! Ich seh nichts! Das find ich nicht lustig!“, beschwerte ich mich. Kai lachte: „Ich glaub dir, dass du das nicht lustig findest, aber wir finden das dafür umso lustiger!“ Dann hab Jimin mich auch schon hoch und wir gingen die Treppe nach oben.

    „Das erste große Problem: Man muss die Haare nass machen...“, erklärte Hobi den Anderen. Yoongi klatschte: „Wow! Das geht ja super los! Und wie wollt ihr jetzt ihre Harre nass machen?“ „Gar nicht!“, versuchte ich sie von dem anzuhalten, was sie vorhatten. Beomgyu drohte dann: „Sei leise, sonst kleben wir dir den Mund mit Panzertape zu!“ „Ich hab ne Idee!“, meldete Tae sich zu Wort und ging aus dem Badezimmer. Kurze Zeit später öffnete sich die Tür wieder und mir wurde eimerweise Wasser über den Kopf geschüttet. „ICH HAB EIN WEISES T-SHIRT AN, IHR DEPPEN! DAS WIRD DURCHSICHTIG, WENN’S NASS WIRD!“, schrie ich. „Ja sorry, an sowas denk ich halt nicht!“, lachte Taehyung. Jungkook fragte: „Und was machen wir jetzt?“ Jimin sagte dann sarkastisch: „Ja am besten starrt ihr jetzt alle meine Freundin an! Nein, ich hol dir schnell ein schwarzes T-Shirt. Und ihr dreht euch jetzt endlich um!“ Er ging nach draußen, kam aber schnell wieder. „Also, ich würde dir ja jetzt echt gern die Augenbinde runtermachen, aber du bringst uns um, wenn du siehst, was wir vorhaben, darum mach ich das nicht!“, erklärte Jimin. Dann half er mir mein durchnässtes T-Shirt auszuziehen und das Trockene anzuziehen. „Okay, ihr könnt euch wieder umdrehen. Was muss man jetzt machen?“, fragte mein Freund. Jungkook erklärte: „Das Zeug, das wir vorbereitet haben auf die Haar machen“ „Halt mal, ihr färbt mir aber nicht die Haare, oder?“, fragte ich panisch. Yeonjun lachte: „Ach nein! Keine Angst“ Dann fingen sie auch schon an, mir irgendwas in die Haare zu schmieren. Eine halbe Stunde verging und dann laß Jungkook vor: „Die Farbe eine Stunde einwirken lassen und gründlich mit warmen Wasser ausspülen. Okay, (D/n), in einer Stunde sind wir wieder da“ „FARBE? NEIN NEIN NEIN! WELCHE FARBE DENN?“, fragte ich kurz vorm heulen. Jin, beruhigte’ mich: „Alles halb so wild, ist nur pink“ Ich schwieg und fragte dann: „Jimin? Die verarschen mich, oder?“ „Ehm... Ich würde sagen es wird rosa, kein pink...“ „Wascht das SOFORT raus!“, befahl ich. „Hier steht aber, dass dann keine richtige Veränderung sichtbar ist, wenn man keine Geduld hat!“, laß Jungkook wieder von der Verpackung vor. Ich maulte: „Ich will auch keine Veränderung! Auswaschen!“ Beomgyu lachte: „Ich hol das Panzertape. Und jetzt musst du noch ein bisschen Geduld haben, das war ein Haufen Arbeit!“ Ich verschränkte meine Arme und lehnte mich nach hinten. Die Jungs unterhielten sich und hatten beste Laune. Ich hätte ihnen eine reinhauen können, sah aber immer noch nichts, warum ich es mir für später aufhob. Eine Ewigkeit später sagte Yoongi endlich: „Jetzt sollten wir das langsam mal rauswaschen, sonst wird’s noch lila!“ Jemand, vermutlich Jimin, hob mich im Brautstyle hoch und trug mich irgendwohin. Ich schrie auf, als mir plötzlich Wasser ins Gesicht geschüttet wurde. „Die Harre, nicht das Gesicht!“, sagte Jungkook und laß schon wieder leise irgendetwas aus der Anleitung vor. Ich schlug vor: „Wenn ihr mir einfach die Augen wieder aufbindet, kann ich mir das Zeug auch selber auswaschen!“ Jin lachte: „Wir sind aber noch nicht ansatzweise fertig!“ Ich atmete tief durch und ließ dann zwölf Typen irgendwas mit meinen Haaren machen. Da konnte ich einfach nichts gegen machen. Ich war auf dem Stuhl schon fast eingeschlafen, da wurden mir die Augen aufgebunden. Ich riss meine Augen auf. Meine Haare waren knallig Pink und gelockt. „Ach du scheiße! Was habt ihr gemacht?“, fragte ich geschockt. Namjoon lachte: „Du kannst es überfärben“ „Das mach ich auch, morgen!“, versicherte ich ihnen.
    „Will jemand zocken?”, schlug Jungkook vor. Allen schrieen begeistert, darum gingen wir runter und spielten PlayStation. Es war lustig und diesmal hätte ich sogar fast gegen Jk gewonnen. Als wir wieder auf die Uhr sahen, war es schon nach 1 Uhr. Aber wir beschlossen, noch wach zu bleiben. Wir gingen nach unten und die Jungs tanzten und sangen zu den Songs der anderen Gruppe. Ich war zu faul, darum war ich Juri. Keiner von beiden hatte sich angestrengt. Aber umso lustiger war es. Vor allem, als sie auf die Idee kamen, Positionen zu tauschen. Die Rapper wurden Sänger und umgekehrt. Um 3 Uhr gab BTS dann auf und schenkte, obwohl Punktegleichstand war, TXT den Sieg. „Jetzt noch n Film! Das wär mega geil!”, stellte Tae fest. Alle stimmten zu. „Ich stimme gegen jeden Horrorfilm!”, sagte ich in der Hoffnung, TXT mochten auch keine Horrorfilme. Aber da lag ich falsch. Taehyun erklärte: „Hör mal zu. Du wirst es nicht hinbekommen, zwölf Jungs zu irgendnem langweiligen K-Drama zu überreden! Okay, bei einem würdest du es vielleicht schaffen, aber das war’s dann auch schon. Also GEB AUF!” Die Jungs stimmten dann ab und entschieden sich für 'Happy Deathday'. Ich stand auf: „Okay, ich bin raus” „Wie kann man nur so viel Angst vor Horrorfilmen haben?”, fragte Yoongi lachend. Ich stellte eine Gegenfrage: „Wie kann man Horrorfilme nur so krass feiern?” „Jetzt komm zu mir, du wirst auch nicht sterben, versprochen!“, versprach Jimin mir. Ich überlegte kurz, ging dann aber doch zu meinem Freund. Zum Teil gingen die Jungs auf dem Teppich, der Rest blieb auch auf dem Sofa. Ich legte mich hin und bekam nicht mal die ersten zehn Minuten vom Film mit. Da es so spät war, schlief ich schnell ein. Hin und wieder hörte ich im Halbschlaf, dass irgendjemand sich unterhielt. Aber das störte mich nicht und ich konnte immer wieder fest einschlafen.

    Am nächsten Morgen wachte ich in Jimins Zimmer auf. Er schlief noch. Ich schaute auf mein Handy, welches neben mir lag, und stellte fest, dass es 10:37 Uhr war. Ich wollte aufstehen, aber Jimin hielt mich im Schlaf fest. Darum legte ich mich wieder hin und versuchte noch einmal einzuschlafen. Ich hatte es auch fast geschafft, da riss jemand die Tür auf. „JIMIN! WIR MÜSSEN SEIT DREI STUNDEN BEI BIG HIT SEIN!“, schrie Jin. Der Angesprochene riss die Augen auf und ging ins Badezimmer. Jin verließ das Zimmer wieder und weckte die restlichen Jungs. Ich ging gerade runter, um mir einen Kaffee zu machen, da sah ich fünf Jungs auf der Couch im Wohnzimmer schlafen. „Hey, aufwachen! Ihr habt verpennt!“, versuchte ich sie zu wecken. Sie reagierten nicht. Ich zog Allen die Decken weg: „JETZT STEHT AUF!“ Kai und Yeonjun öffneten langsam die Augen und streckten sich. „Ihr sollt seit Stunden bei Big Hit sein!“ Sie drehten sich zu mir, starrten einen Moment lang, dann sprangen sie auf, wodurch sie auch die restlichen drei weckten. Alle nacheinander rannten sie in das Badezimmer im Erdgeschoss, um sich fertig zu machen. Ich setzte meinen Weg in die Küche fort und kochte für mich und alle zwölf Jungs Kaffee. Fünf Minuten später kamen dann auch schon sieben Verschlafene die Treppe runter gerannt. Die anderen Fünf waren dann auch fertig, hatten aber immer noch die Sache von gestern an, da sie ja nichts zum wechseln dabei hatten. „Wie lange wart ihr denn wach? Und warum habt ihr hier geschlafen?“, fragte ich als Alle ihren Kaffee tranken. Namjoon antwortete mir dann: „Wir waren bis 5 Uhr wach und haben dann beschlossen, dass sie hier schlafen, weil wir eigentlich alle um 9 Uhr bei Big Hit hätten sein müssen...“ Ich lachte, als ich einen Blick auf die Uhr, die 11:07 Uhr zeigte, warf: „Heute aber mal ganz pünktlich!“ Die Jungs beeilten sich und verließen drei Minuten später das Haus. Jimin kam noch einmal reingerannt und rief: „Versprich mit, dass du nicht die Tür aufmachst!“ Ich runzelte die Stirn, nickte aber langsam. Dann ging ich nach oben und zog mir eine schwarze Jeans und einen rosa Pullover an. Der passte zwar nicht zu meinen pinke. Haaren, aber ich würde jetzt eh zum Friseur fahren und sie mir wieder in meiner Naturfarbe schwarz färben lassen. Ich zog mir noch Jacke und Schuhe an, griff nach meiner Handtasche, in der unter Anderem mein Handy, Schlüssel und Geldbeutel verstaut war, und verließ den Dorm. Ich fuhr schnell in die Innenstadt und dort zu dem nächsten, größeren Friseur. Ich musste ungefähr eine halbe Stunde, die ich an meinem Handy verbrachte, warten, bis ich aufgerufen wurde. Das färben dauerte nicht so lange, wie gestern und ich konnte eine Stunde später, mit schwarzen Haaren, wieder zum Auto laufen. Um 13:57 Uhr sperrte ich die Haustür auf und ließ mich auf Sofa fallen. Dann beschloss ich Yuna wegen Freitagabend anzuschreiben.
    (D/n):
    Hey, ich bin’s (D/n). Wie machen wir das dann Freitagabend?:)

    Ich wollte mein Handy gerade weglegen, aber da hatte Yuna mir schon geantwortet.
    Yuna:
    Hey, also Sunmi und Jisoo kommen um 19 Uhr. Passt das bei dir? Ach ja, und du kannst hier schlafen, Alkohol...🤪
    (D/n):
    Ja, passt. Dann schlaf ich bei dir, besoffen will ich nicht Heim fahren...😂 wo wohnst du?
    Yuna:
    ************
    (D/n):
    Okiiii, bis Freitag☺️
    Yuna:
    Bis Freitag😌

    Ich ging in die Küche, um mir einen Tee zu machen. Dabei musste ich an Laura denken. Wir hatten auch immer gemeinsam Tee getrunken. Und mit Laura, musste ich natürlich auch an mein Studium denken, dass ich abgebrochen hatte und daran, dass ich mir einen neuen Studienplatz suchen wollte. Darum ging ich in mein Zimmer, setzte mich an den Schreibtisch und begann Stichpunkte für meine Bewerbung an einer Uni zu schreiben. Es hatte ein halbes Jahr gedauert und dann hatte ich nur eine Zusage vom anderen Ende der Welt bekommen. Jetzt musste ich was in Südkorea finden. Wegen Jimin. Ich wollte nicht so weit weg von ihm sein. Die Stunden vergingen, aber ich hatte bis auf meinen Namen, mein Alter und meine Herkunft noch nichts wirklich brauchbares verfasst. Dann hörte ich, dass jemand die Tür aufsperrte und die Ruhe war vorbei. „Wer wollte denn einen Wecker stellen?“ „Ich bin doch nicht für alles verantwortlich!“ „Leute, wir haben alle ein Handy und können Wecker stellen!“ „Wenn er sagt, er stellt einen, dann stell ich mir doch nicht auch noch einen!“ „Du bist ein eigenständiger Mensch! Da wirst du doch wohl auch selber einen Wecker stellen können, dass du aufwachst!“ „Wenn du sagst, du stellst einen, dann nicht“ Ich atmete tief durch und ging dann nach unten, wo sich alle gegenseitig die Schuld gaben, warum sie verschlafen hatten. Als sie mich sahen, fiel ihnen die Kinnlade runter. „Wo sind die pinken Haare hin?”, fragte Jungkook. „Überfärbt natürlich, das sah schrecklich aus!“, erklärte ich. Hobi lachte: „So schlecht sah das nicht mal aus! Ich dachte, du machst einen Spaß, als du gesagt hast, dass du sie überfärbst“ Ich schüttete den Kopf und ging auf Jimin zu. Er küsste mich und Jungkook schrie: „Bähh!“ Namjoon lachte: „Das sag ich dir in paar Jahren dann noch einmal, Jungkook!“ Mit diesen Worten gingen wir dann ins Wohnzimmer.

    32
    32. Kapitel

    „Morgen fliegen wir nach New York. Es ist ja bald Silvester. Du kommst doch mit, oder?“, fragte Hobi mich. Tae lachte: „Du glaubst doch nicht, dass Jimin sie hier lässt!“ Ich sah zu Jimin rüber, der dann sagte: „Natürlich kommt sie mit!“ „Aber ich muss Freitag, dass ist glaub ich der 2. Januar, wieder hier sein. Da bin ich bei Yuna“, erinnerte ich sie. „Wir fliegen an Neujahr abends wieder Heim“, beruhigte Yoongi mich. „Okay, dann sind morgen früh ALLE um 8 Uhr fertig hier unten. Und Yoongi stellt keinen Wecker, das macht wer Anders!“, erklärte Namjoon uns. Ich verschluckte mich an dem Wasser, das ich mir gerade geholt hatte: „Ach du scheiß, so früh? Ich bin packen!“ Damit ging ich nach oben in mein Zimmer. Ich zog meinen Koffer hinter meinem Schrank hervor und ging ins Badezimmer. Ich suchte mir alles, was ich heute Abend und morgen Früh nicht mehr braucht, zusammen. Als ich wieder in mein Zimmer ging, zuckte ich kurz zusammen, da Jimin rein gekommen war. Er setzte sich aufs Bett: „Okay, hör zu. Wenn wir morgen pünktlich am Flughafen sind, ist dort Bang PD und sonstige von Big Hit. Wenn die dich sehen, wäre das sehr ungünstig. Darum sage ich morgen, ich muss bei meinen Eltern vorbei fahren. Sie sollen dann schonmal vorfahren. Und bis wir dann kommen, sind alle weg und wir springen noch schnell in den Jet. Dann hat dich hoffentlich niemand gesehen. Hoffentlich...“ „Ehm... Und die ganzen Bodyguards, die euch in New York vom Flughafen abholen? Was hast du da für eine Idee?“, fragte ich. „Du springst so schnell raus, wie rein und ich sag du musstest auf Toilette. Dann schick ich dir die Adresse vom Hotel und du kommst da hin. Dann hat dich kein Bodyguard bemerkt. Die fliegen nämlich nicht bei uns im Jet mit“, erklärte er weiter. Ich nickte langsam. „Ach Ja und... Können wir zu deinem Dad oder er hier her kommen? Wir sind zusammen und ich möchte ihn nicht länger anlügen...“ Ich warf ihm mein entsperrtes Handy zu: „Klar, kannst ihm schreiben“ Ich stopfte sämtliche Klamotten in meinen Koffer. „Wir sind nicht mal vier Tage weg“, erinnerte Jimin mich, auf meinen Koffer zeigend. „Ich brauch ne Auswahl!“, erklärte ich ihm. Er reichte mir mein Handy wieder: „Okay, ich sag denen da unten schnell, dass sie aufräumen sollen, in 20 Minuten ist dein Dad hier“ Damit verließ er mein Zimmer und ich hörte ihn noch brüllen: „Bewegt euch mal! (D/n)s Vater kommt in 20 Minuten und hier liegt überall Essen und Softdrinks rum!“ Ich beschloss dann auch runter zu gehen und ihnen zu helfen. Wir waren gerade fertig, da klingelte es auch schon. Ich ging zur Tür, Jimin folgte mir vorsichtshalber, weil er Angst hatte, es könne Siwon sein. Aber es war mein Vater. Er folgte uns ins Wohnzimmer. Dort stellte Joon kurz alle vor: „Also, das ist Taehyung, Jungkook, Yoongi, Hoseok, Seokjin und ich bin Namjoon“ Mein Vater sah sie etwas skeptisch an, setzte sich dann aber: „Also, ihr wolltet über was wichtiges plaudern“ „Genau. Musik“, erklärte Jimin ihm. Mein Dad sah ihn mit einem Nicht-Dein-Ernst-Blick an. „Kennst du zum Beispiel.... ehm... BTS?“ Mein Dad riss die Augen auf und nickte. Einen Moment dachte ich, er hätte sie erkannt, aber hatte er scheinbar nicht: „Ich hab mal von ihnen gehört! Ganz schrecklich eingebildete Typen! Was wollt ihr denn mit denen? Ihr mögt die bitte nicht!“ Jimin dachte nach und sagte dann langsam: „Ich studiere gar nicht...“ „Wie du studierst nicht? Bist du doch arbeitslos?“, fragte mein Vater empört. „Dad!“, sagte ich verärgert. „Wir haben nichts gegen Kritik“, meldete sich dann der halb schlafende Yoongi zu Wort. Mein Vater sah verwundert zu ihm: „Was willst du?“ „Wir...sind...BTS?“, klärte Jimin ihn auf und wurde mit jedem Wort unsicherer. Mein Vater sah mich an, als würden sie ihn verarschen. Ich nahm mein Handy vom Couchtisch und tippte auf Google ‚Bts‘ ein. Dann zeigte ich ihm Bilder und er sah tausend Mal auf meinen Handybildschirm und wieder zu den Jungs. „Ne gewisse Ähnlichkeit ist da...“, stellte er nach einer Weile fest. „Wäre ja auch komisch, wenn nicht...“, sagte Yoongi immer noch halb schlafend. Namjoon räusperte sich und begann dann, Beweise zu bringen: „Also, wir sind BTS. Wir sehen aus wie sie, wir heißen wie sie, wir sind so alt, so groß und unsere Stimmen hören sich genau so an, da wir ein und die selben Personen sind“ „Und warum hat Jimin mir dann erzählt, er studiert?“, fragte mein Dad. Jimin wusste nicht, was er antworten sollte, darum sprach ich: „Weil ich es wollte...“ Mein Dad lenkte seinem Blick von den Jungs auf mich. Er sah mich einige Zeit lang an. „Ich weiß nicht, was ich davon halten soll...“, sagte er dann nach einer Ewigkeit wieder was. Ich machte ihm klar: „Du kannst sowieso nichts daran ändern. Ach ja, wenn du schon mal hier bist, wir fliegen morgen nach New York“ Er sah mich verwirrt an: „Warum?“ „Wir haben dort ein paar Treffen und sind dort öfter an Silvester”, erklärte Namjoon ihm. Er nickte langsam und sah dann zu den Jungs, besonders Jimin: „Ihr passt auf sie auf! Ich vertrau euch nur, weil ich keine andere Möglichkeit hab!” Die Jungs nickten. „Und er hat schon wieder vergessen, dass ich keine fünf mehr bin!“, sagte ich und lehnte mich nach hinten. „Du bist noch klein!“, erwiderte mein Vater. Alle außer mir lachten. Ich fand das nicht lustig, mit 19 Jahren als ‚noch klein‘ bewertet zu werden. Die Anderen waren alle über 20, darum konnten sie mitlachen.
    Mein Vater blieb noch ein bisschen und plauderte mit den Jungs. Ich hörte ihnen zu und schaute hin und wieder auf mein Handy. Auf einmal rief Yumi mich an. Alle verstummten, als es klingelte. Ich ging auf den Flur und ging ran.
    (D/n): „Hi Yumi, was gibt‘s?“
    ?: „Hallo (D/n)“
    (D/n): „Wer ist da?“
    ?: „Bist du zu Hause?“
    (D/n): „Wer ist da?“
    ?: „Also Ja... bis dann“
    Es wurde aufgelegt. Ich ging zurück ins Wohnzimmer und mir stand die Verwirrung scheinbar im Gesicht geschrieben. Jimin fragte: „Alles okay?“ Ich antwortete nicht, sondern dachte weiter nach, wer die Chance hätte, Yumis Handy zu bekommen und wüsste wo ich wohne oder ob derjenige vielleicht davon ausgeht, dass ich bei meinem Dad lebte. Und dann fiel es mir ein: Siwon. Er war Yumis Bruder und hatte, wegen gestern Abend, eine Vermutung, wo ich wohnte. „Dad, du gehst mal lieber... Und zwar schnell!“, sagte ich dann nach längerem Schweigen. Er stand langsam auf und sah mich verwirrt an. Ich versuchte irgendwas Vernünftiges zu sagen, was mir schwer viel in diesem Moment: „Das tut mir total leid, aber ist wirklich wichtig! Ich melde mich, wenn wir in New York sind! Bis dann“ „Bis dann“, sagte er und ging verwirrt nach draußen. Die Jungs sahen mich immer noch, nichts verstehend an. Darum sagte ich nur ein Wort und das genügte, damit sie verstanden: „Siwon“ Jimin sprang auf und nahm mir mein Handy aus der Hand. Jin fragte dann: „Hast du nicht gesagt, du hättest ihn blockiert?“ „Er hat von Yumis Handy angerufen...“, erklärte Jimin ihm. Ich war gerade dabei, ihnen von dem Telefonat zu erzählen, da klingelte es. Wir alle zuckten zusammen, als wäre neben uns was explodiert. „Pizza“, hörte man einen Mann mit intalienischem Akzent rufen. „Wow! Das ist unheimlich! Hier hat doch niemand Pizza bestellt, oder?“, fragte Hobi in die Runde. Alle schüttelten den Kopf. Es klingelte erneut. Namjoon atmete durch: „Ich mach mal auf. Vielleicht auch einfach falsche Hausnummer oder sowas...“ Damit ging er auf die Tür zu, Tae und Hobi hinter ihm. Er versuchte ihm klarzumachen, dass wir keine Pizza bestellt haben und auch keine Pizza bezahlen werden. Sie diskutierten noch, da hörte man ein Auto herfahren. Ich griff instinktiv nach Jimins Hand. Die Jungs an der Tür, hatten das Auto wahrscheinlich auch bemerkt, denn Joon meinte plötzlich: „Wir nehmen sie. Der Rest ist Trinkgeld“ Er hatte ihm einen Schein zugesteckt und gab die Pizza nach innen. Dann hörte ich auch schon seine Stimme: „Wo ist (D/n)?“ Yoongi ging zur Tür: „Wer ist wo?“ „Wo ist Jimin?“, fragte Siwon weiter. „Ach die! Na bei sich zu Hause“, log Jin und ging auch zur Tür. „Okay und welches Mädchen wohnt dann bei BTS?“ Allen Jungs fiel die Kinnlade runter. Siwon lachte: „Die rosa Handtasche hinter euch. Also, (D/n), komm raus! Und du auch Jimin, sonst bist du ein Feigling!“ Jimin wollte zur Tür, aber ich hielt ihn fest. „Hast du etwa Angst, Jimin?“, provozierte der Andere weiter. Jetzt konnte ich Jimin nicht mehr halten und er ging wütend zur Tür. Siwon hörte nicht auf zu provozieren: „Und wo hast du meine Freundin gelassen?“ „Wo du DEINE Freundin gelassen hast, weiß ich nicht, ich weiß nur, wo MEINE Freundin ist!“ Ich ging auch zur Tür vor. Es machte ja sowieso keinen Sinn, im Wohnzimmer rumzustehen, wenn er wusste, dass ich hier war. Siwon zeigte auf mich: „Die mein ich! Und das ist ganz eindeutig MEINE Freundin!“ Jimin ging nach draußen und riss Siwon auf den Boden: „Du hältst dich von ihr fern! Wenn du ihr zu nah kommst, könnte das unter Umständen das Letzte sein, was du tust!“ „Und schon wieder droht er! Das letzte Mal als ich sie, trotz Drohung, angefasst habe, ist auch nichts passiert!“ „Du hältst deine verdammte Fresse!“ „Bringst du mich um wenn nicht? Hör mir zu, ich hab immer alles geschafft, was ich wollte! Da ist es mir auch egal mit wem sie zusammen ist und mit wem nicht! Ich hab bis jetzt alles hinbekommen!“ „Du bist einfach unmöglich!“ „Als ich dich das erste Mal gesehen hab, war mein Ziel, dein Leben zu zerstören. Und das werde ich auch!” „Die Frage ist nur, wie du das machen willst“ „Mach dir darum keine Sorgen!“ Jimin holte aus und schlug Siwon mit der Faust mitten ins Gesicht. Dieser schrie kurz vor Schmerzen auf. Jimin kam nach innen und Siwon ging zu seinem Auto. Er war immer noch auf 180 Grad: „Der ist doch behindert! Zum Glück können wir morgen weg von hier!“ „Daraus lerne ich: Ich werd mir niemals ne hübsche Freundin suchen!“, dachte Jk laut. Jimin drehte sich zu ihm um, ging auf ihn zu und drückte ihn gegen die Haustür: „Heißt das, du findest (D/n) hübsch?“ „Jimin! Jetzt beruhig dich mal wieder!“, bat Joon ihn, „Niemand von uns hat vor, dir deine Freundin auszuspannen!“ Ich ging ins Wohnzimmer auf die Couch: „Und was hat das mit der Pizza gebracht?“ „Vermutlich Zufall! Hat sich jemand einen Scherz erlaubt. Hatte bestimmt nichts mit Siwon zu tun...“, vermutete Hobi. „Ich mach jetzt Abendessen, von der einen Party-Pizza wird ja keiner satt! Und wir hatten gestern Pizza“ Damit ging er in die Küche. Ich beschloss noch fertig zu packen und ging darum in mein Zimmer. Nach ungefähr fünf Minuten klopfte es und Jimin kam rein. „Ehm, stör ich gerade?“, fragte er den Blick auf meiner Unterwäsche, die ich gerade einpackte. Ich schüttelte den Kopf: „Schon okay, was ist?“ Er kam auf mich zu und nahm meine Hände: „Ich hab Angst! Er weiß, dass ich Idol bin. Und inzwischen hätte er wirklich einen Grund, mich um meinen Job zu bringen. Und dich kann er mir inzwischen auch wegnehmen” „Vielleicht solltest du doch mal mit Bang PD sprechen...” „Nein! Warum sollte ich unnötig unsere Beziehung aufs Spiel stellen?” „Es wäre nicht unnötig. Du stellst deinen Job unnötig aufs Spiel” „(D/n), bitte versuch doch, mich zu verstehen...” „Mach ich doch. Aber er wurde es rausfinden. Von Siwon, ARMYs oder durch ein anderes Unglück wie zum Beispiel am Flughafen. Da wird er natürlich durchdrehen. Aber wenn du es ihm einfach sagst...” „... Kann er trotzdem durchdrehen und mir den Kontakt zu dir verbieten” „Kann, aber das Risiko ist nicht mehr so hoch” „Trotzdem werde ich nichts sagen... Es tut mir leid, aber ich kann das nicht” „Ich hab versprochen, nichts zu sagen und das werde ich auch nicht. Aber ich will, dass du weißt, dass ich das noch gut finde...” Ich riss mich aus seinem Griff los und wand mich wieder meinem Koffer zu. Doch Jimin zog mich zurück: „Ich finde das auch nicht gut! Aber ich hab verdammt noch einmal Angst! Ich liebe dich (D/n) und halt es keinen Tag ohne dich aus!“ „Ich liebe dich auch, Jimin!“ „Versprichst du mir, dass wir uns trotz meiner nervigen Termine ne schöne Zeit in New York machen? Auch zu zweit, ohne die Anderen?“ „Versprochen!“ Er grinste und gab mir einen Kuss auf die Stirn. Dann ging er wieder nach draußen und ich packte fertig.

    33
    33. Kapitel

    Eine halbe Stunde versuchte ich dann mit aller Kraft meinen Koffer zu zubekommen. Vergeblich. Er war einfach zu voll gestopft. „JIMIN, HELF MIR MAL!“, rief ich meinen Freund. Er kam 20 Sekunden später in mein Zimmer gerannt: „Was ist passiert?“ Er war total erschrocken. „Ehm, ich bekomm nur meinen Koffer nicht zu, nichts weiter...“, erklärte ich. Er atmete erleichtert durch und machte mir dann meinen Koffer zu. „Du kannst übrigens runter kommen, es gibt gleich Essen“, sagte er und griff nach meiner Hand. Wir gingen gemeinsam runter. Im ganzen Dorm roch es schon nach Essen. Aber nicht nach asiatischem Essen. Eher nach... „Heute gibt es Pasta“, rief Jin uns zu als wir die Küche betraten. Genau, nach Italien roch es! Wir nahmen noch Getränke, Besteck und Geschirr mit ins Esszimmer. Als wir gedeckt hatten kamen Hobi und Jin auch schon mit zwei großen Töpfen. In dem einen waren Spagetti, in dem anderen Bolognese-Soße. Während des Essens unterhielten wir uns über New York. „Also, morgen sind wir um 8 Uhr an der Tür. Alle! Dann habt ihr gegessen und euch umgezogen. Niemand versucht im Schlafanzug zum Flughafen zu kommen, okay Yoongi? Und ihr geht früh schlafen. (D/n), Jimin, mit schlafen meine ich ins Bett legen, schön brav nebeneinander, und die Augen zu machen! Nicht, dass es da wieder Missverständnisse gibt...“, erklärte Namjoon. Jimin suchte nach einer dummen Antwort auf Joons dumme Anspielung, schaffte es aber nicht. Da fiel Jk was dummes ein, was er sagen könnte: „Genau Jimin, NEBENEINANDER! Und niemanden befummeln!“ „Ich wette eh, Yoongi verschläft wieder und steht im Pyjama an der Tür“, versuchte Jimin vom Thema abzulenken, darauf stieg aber niemand so wirklich ein. Stattdessen grinsten uns Alle an. Jimin fiel es im ersten Moment gar nicht auf, sondern er aß friedlich weiter. Irgendwann bemerkte er dann doch die Stille und sah zu seinen Bandkollegen: „Was ist eure Mission?“ „Nerven“, antwortete Taehyung ohne seinen Blick abzuwenden. „Das könnt ihr wirklich gut!“, stellte ich fest. Die sechs Jungs mussten lachen. Wir aßen weiter und Yoongi erzählte heute sehr viel. Also, für Yoongi sehr viel. Von letztem Jahr in New York. Das war auch an Silvester und aufgrund seiner Geschichten freute ich mich noch mehr, auf die Tage dort. Als wir fertig waren räumte ich noch mit Tae die Spülmaschine ein. Wir unterhielten uns über dies und das. Scheinbar brauchten wir sehr lange, denn irgendwann kam Jimin in die Küche und sah uns komisch an: „Was macht ihr?“ Tae verdrehte die Augen: „Spülmaschine einräumen und reden. Oder brauche ich eine schriftliche Erlaubnis, um mit (D/n) sprechen zu dürfen?“ Jimin nickte: „Sorry, brauchst du natürlich nicht“ Dann drehte er sich wieder um und ging nach oben. Tae schüttelte den Kopf: „Sag mal, einen eifersüchtigeren Freund hättest du dir auch nicht suchen können, oder?“ Ich lachte: „Das wird sich mit der Zeit schon legen...“ „Na das hoff ich mal für ihn! Ist übertrieben nervig! Bei Siwon versteh ich es zu 100%, aber was er bei uns hat... vorhin auch mit Kook...“ Ich nickte und beschloss dann das Thema zu wechseln: „Wie war es eigentlich in der Arbeit?“ Er erzählte noch etwas, dann gingen wir nach oben. Als ich in Jimins Zimmer kam, war er gerade vermutlich duschen. Ich legte mir Klamotten für morgen raus und wartete dann auch duschen gehen zu können. Als er rauskam war er überrascht, mich zu sehen: „Du bist schon da?“ Ich drehte mich vom Fenster zu ihm: „Ja, wo soll ich denn sonst sein?“ „Taehyung?“ „Jimin, wir haben uns unterhalten! Hätten wir uns anschweigen soll?“ „Nein... Tut mir ja leid...“ „Passt schon. Aber du musst wirklich schauen, dass du den Jungs mehr vertraust und auch mir!“ Er nickte und ich ging an ihm vorbei ins Badezimmer, um mich zu duschen. Als ich zurück kam, war Jimin schon eingeschlafen. Ich ging mir noch schnell die Zähne putzen und kuschelte mich dann neben ihn. Wenige Minuten später war ich in meiner Traumwelt.

    Am nächsten Morgen wurde die Decke weggezogen und der Rollo hochgezogen. „Licht aus und Decke her!“, hörte ich Jimin. „Müssen wir Wasser holen?“, fragte, der Stimme nach, Jin. Mein Freund und ich rissen die Augen auf und schrieen: „NEIN!“ Jin und Hobi lachten und verließen das Zimmer wieder. Die Decke hatten sie am Boden liegen gelassen. Jimin stand auf und holte die Decke wieder. Er sah mich eine Zeit lang an und fragte dann lachend: „Wofür hast du ein eigenes Zimmer?“ „Soll das ne Anspielung darauf sein, dass ich dich nerv?“, stellte ich eine Gegenfrage. „Ganz bestimmt nervst du mich!“, sagte er sarkastisch und gab mir einen Kuss auf die Stirn. Dann beschlossen wir, erst mal schnell was zu essen und dann anzukündigen, noch schnell zu Jimins Eltern fahren zu müssen, damit mich niemand sehen würde. Also gingen wir runter und wärmten uns Frühstück auf, das der Älteste gestern Abend schon vorbereitet in den Kühlschrank gestellt hatte. Tae und Jungkook saßen auch gerade am Tisch und aßen. Jimin ging direkt zu ihnen hin und sagte: „Ehm, tut mir leid, dass ich gestern vielleicht etwas sehr eifersüchtig war... Kommt nicht mehr vor...“ Die Jungs nickten, als Zeichen, dass sie seine Entschuldigung annahmen und spachtelten weiter Essen in sich rein. Ich hatte noch Kaffee gemacht und setzte mich dann auch hin. Irgendwann meinte Jungkook dann: „(D/n), du siehst heute echt heiß aus!“ „JEON JUNGKOOK, WAS FÄLLT DIR EIN!“, brüllte mein Freund ihn an. Tae lachte: „Und schon wieder überreagiert!“ Jk begann auch zu lachen und Jimin aß kopfschüttelnd weiter. „Das geht aber auch zu weit!“, ermahnte Joon die zwei Jüngeren. Er hatte das Gespräch scheinbar mitbekommen. Diese grummelten nur: „Versteht hier niemand mehr Spaß?“ „Das ist kein Spaß!“, erklärte Jimin ihnen gereizt, „Ach Jonnie Hyung, ich muss bevor wir zum Flughafen gehen, noch zu meinen Eltern. (D/n) und ich kommen dann einfach nach. Und ja, es ist wirklich wichtig!“ Namjoon seufzte: „Na gut... Um 10 Uhr fliegen wir los. Wir nehmen eure Ausweise mit, damit ihr das zeitlich auch alles schafft...“ „Danke Joon! Wir kommen pünktlich!“, bedankte Jimin sich. Langsam kam dann auch der Rest runter, zum Teil auch in Pyjama, andere auch schon angezogen. Um 7:30 Uhr gingen Jimin und ich dann auch nach oben und zogen uns um.
    Um Punkt 8 Uhr, schrie Namjoon dann nach oben: „WIR GEHEN JETZT! UND IHR KOMMT PÜNKTLICH!“ Dann fiel die Tür zu und es war still.
    Jimin und ich warteten noch ungefähr eine Stunde und unterhielten uns in der Zeit einfach. Irgendwann stand er dann auf, nahm meine Hand und wir gingen nach unten. Dort zogen wir uns Schuhe und Jacke an. Ich wollte gerade schon mit meinem Koffer nach draußen gehen, da rief Jimin mich noch einmal zurück: „Maske! Und Mütze! Nur vorsichtshalber...“ Er gab mir eine schwarze Stoffmaske und ich holte mir von oben noch schnell eine schwarze Mütze. Dann gingen wir los. Jimin setzte sich draußen dann noch eine Sonnenbrille auf. Wir stiegen ins Auto und er fuhr zum Flughafen. Dort stand auch schon, etwas abseits, der Van, mit dem die Anderen gekommen waren. Wir nahmen unser Gepäck und versuchten, ohne viel Aufsehen zu erregen, an eine gewisse Stelle zu kommen. Ich wusste nicht, wohin, aber Jimin kannte den Weg. Wir sahen nach unten und quetschten uns durch die Menschenmasse. „JIMIN!“, hörte man plötzlich ein Mädchen schreien, was dazu führte, dass ungefähr 50 weiter Mädchen im Umfeld aufsahen. Mein Freund griff nach meiner Hand, duckte sich etwas und rann dann los. Der ganze Flughafen füllte sich mit Gekreische. Jimin reichte mir seine Sonnenbrille und ich merkte, dass er, während wir weiter rannten, meine langen, schwarzen Haare unter meiner Jacke versteckte. „Vielleicht merken sie nicht, dass du ein Mädchen bist...”, flüsterte er dann und zog mich weiter durch das Gedrängel. Irgendwann haute er eine Vollbremsung rein und ich rannte in ihn rein. „Scheiße! Bang PD ist noch da! Ich seh ihn. Und da stehen um die 20 Bodyguards rum!” „Lass dir bitte schnell irgendwas einfallen, sonst werden wir in ca. 10 Sekunden von hundert ARMYs umzingelt sein!”, bat ich ihn. Hinter uns hörte man immer noch unzählige Mädchen Jimins Namen schreien. Dieser drehte sich kurz um und zog mich dann in Richtung... Toiletten? Auf den Weg dorthin wurden noch mehr Fans auf ihn aufmerksam und der gefühlt ganze Flughafen verfolgte uns. Vor der Toilette ging er zu den Herren und ich zu den Damen rein. Dann klingelte auch schon mein Handy. Jimin.
    Jimin: „Ich komm mit dir da nicht rein. Wir trennen uns. Ich renn zurück und versuch Bang PD da wegzubekommen. Und du behältst uns im Auge. Aber unauffällig, sonst merken die Bodyguards das noch. Wenn ich dir ein Zeichen gebe, rennst du noch schnell hinterher. Und wenn da dann noch zu viele Bodyguards da sind, sag ich, du bist meine Cousine. Verstanden?”
    (D/n): „Okay”
    Jimin: „Und bevor du wieder raus gehst, packst du Maske, Sonnenbrille und Mütze weg, dass die Fans dich nicht erkennen!”
    (D/n): „Mach ich”
    Jimin: „Bis dann”
    (D/n): „Bis dann”

    Nachdem ich aufgelegt hatte, zog ich mir, wie Jimin gesagt hatte, die Maske, Sonnenbrille und Mütze aus und packte es in meine Handtasche. Aufgrund des Gekreisches, das ich von Außen hören konnte, war Jimin scheinbar gerade rausgerannt. Ich ging auch, so unauffällig wie möglich, wieder aus der Toilette. Ich setzte mich auf eine Bank, von der aus ich einen guten Blick zu den Jungs hatte. Jimin war gerade angekommen und wurde begrüßt. Die Anderen sahen ihn verwirrt an und dann in die Halle umher. Namjoon bemerkte mich dann und sah mich mit gerunzelter Stirn an. Die Bodyguards hatten seinen Blick zu mir bemerkt und kamen auf mich zu, weil sie vermutlich dachten, ich wäre ein Fan. Joon rief sie dann zurück und sah Jimin und mich wütend an, ließ sich aber nichts von Bang PD anmerken. Irgendwann gingen die Jungs dann in den Jet und die Bodyguards und Bang PD gingen. Jimin winkte mich dann rüber. Ich sah mich kurz um und rannte dann rüber, unter der Absperrkette durch. Das hatten Fans gemerkt, aber wie es aussieht nicht viele. Die Jungs zogen mich nach innen und die Tür schloss sich. Gerade als wir los flogen fragte Namjoon dann kurz vorm ausrasten: „Warum bist du ohne (D/n) gekommen? Und warum durften die Bodyguards und Bang PB sie nicht sehen? Du hast doch mit ihm gesprochen, hast du zumindest erzählt” Jimin sah mich an und schüttelte dann zur Antwort nur den Kopf. „PARK JIMIN! Wie stellst du dir das vor? Warum lügst du uns an? Was hättest du gemacht, wenn wir vor ihm über sie gesprochen hätten?”, schrie der Leader meinen Freund an, musste sich aber zurückhalten, damit die Piloten nichts mitbekamen. Jimin sah nur auf den Boden und ich merkte, dass sich seine Augen feucht wurden. Er wollte nicht lügen. „JIMIN! SAG WAS! UND (D/N), DU WUSSTEST DOCH, DASS ER LÜGT. WARUM HAST DU NICHTS GESAGT?” „Halt sie raus, Namjoon!“, sprach Jimin dann auch wieder, sah aber weiterhin auf den Boden. Ich war ihm sehr dankbar, dass er mich da nicht mit reinziehen wollte. Es betraf mich zwar, sogar sehr, aber ich hatte keine Ahnung von ihren Verträgen und so. Wie sollte ich da mitreden können? Ich wollte Jimin natürlich helfen, aber wusste nicht, wie. Yoongi räusperte sich: „Okay, sie kann ja auch nichts dafür. Aber Jimin, warum machst du das? Dir ist klar, dass wenn was rauskommt, nicht nur du, sondern auch wir, weil wir nichts gesagt haben, Probleme bekommen! Und zwar große Probleme!“ „Es tut mir ja leid. Aber, warum versteht ihr mich denn gar nicht? Und was (D/n) angeht... Sie wollte auch, dass ich es sage...“, entschuldigte der Andere sich. „In Zukunft hörst du auf deine Freundin! Die ist nämlich gar nicht so dumm! Und jetzt müssen wir überlegen, wie wir sie hier wieder raus bekommen wollen, ohne dass der ganze New Yorker Flughafen das mitbekommt!”, stellte Yoongi fest. Jungkook schlug unnötigerweise vor: „Schmeißen wir sie doch einfach sobald wir über New York sind aus dem Fenster” „Heb dir deine Späße für später auf, Jk!”, ermahnte Hobi ihn, „Wir brauchen jetzt wirklich einen Plan!“ „Wenn wir einfach den Inhalt von einem Koffer aufteilen und sie darein packen?“, machte Tae einen Vorschlag. Jimin fand den Vorschlag aber nicht gut: „Ja ganz sicher! Am besten schreibst du noch drauf ‚Achtung! Zerbrechlich!‘ oder ‚Menschentransport‘. Vergiss es, Taehyung!“ Es war eine Zeit lang still und alle dachten nach. „Okay, dann bist du jetzt wohl mal ne Cousine von...“, sagte Yoongi irgendwann. Joon antwortete etwas, bevor jemand anders konnte: „NICHT Jimin! Wir müssen schauen, dass wir von Jimin ablenken! Ich schlag Hobi vor, der ist so der typische große Bruder“ Hoseok sah ihn mit hochgezogener Augenbraue an, nickte dann aber langsam: „Das heißt trotzdem, dass das so wenige ARMYs wie irgendwie möglich bemerken. Und damit es keine Bilder gibt, auf denen man dich erkennt, setzt du wieder Hut und Maske auf!“ Ich nickte und alle setzten sich hin. Namjoon war immer noch wütend auf Jimin. Dieser versuchte Blickkontakt mit seinem Leader zu vermeiden. Die Jungs bereiteten sich dann ein bisschen auf ihre Interviews vor und ich beschloss ein bisschen zu schlafen. Ich legte mich ans Fenster und war nach wenigen Minuten eingeschlafen.

    Irgendwann spürte ich dann, dass Jimin meine Hand nahm und sich neben legten wollte. Aber dann flüsterte Namjoon: „Jimin! Halt. Abstand. Von. Ihr. Da vorne sind Piloten! Die haben Augen!“ Er ließ meine Hand los, stand auf und legte sich woanders hin. Es wurde ganz still, weil die Jungs vermutlich auch schlafen wollten. Ich drehte mich auf den Rücken und konnte auch weiterschlafen.

    „Wie schon gesagt, sie ist meine kleine Cousine! Sie war die letzten Jahre in Deutschland und jetzt ist ihre Mutter gestorben. Wir haben uns als Kinder immer gut verstanden, darum hab ich ihr angeboten, zur Ablenkung doch einfach mitzufliegen!“ Ich öffnete langsam meine Augen und sah vor mir Hobi, Joon und Jk, zwei Piloten und vier Bodyguards. „Hallo“, sagte ich dann einfach. Alle neun sahen mich sofort an. „Ah, hallo Miss Lee! Ehm, wie sind Sie denn mit Jung Hoseok verwandt?“, fragte einer und sah mich skeptisch an. Ich dachte kurz nach und stotterte dann: „Ehm... A-also meine M-Mum und s-sein Dad sind St-Stiefgeschwister“ Joon sah ich mich verzweifelt an und schlug mich für diese Antwort gerade gedanklich scheinbar zusammen. „Achso! Stiefgeschwister! Na dann kann sowas mal untergehen! Aber dann passt ja alles!“, stellte einer der Bodyguards fest und lächelte mich an. Die drei Jungs sahen überrascht zu ihm. Ich war auch überrascht, dass das so schnell ging, aber umso besser. Wir weckten die schlafenden Jungs noch, verdeckten unsere Gesichter mit Masken und wurden dann von ungefähr fünfzehn Bodyguards zu den Autos begleitet. Wir teilten uns vier und vier. Ich blieb bei Hobi und tat so, als würde ich den Rest gar nicht richtig kennen. Jimin ging dann ins andere Auto. Die Fans hatten gar nicht richtig gemerkt, dass ich dabei war. Sie hatten mich wahrscheinlich für eine Angestellte bei Big Hit gehalten. Während der Fahrt zum Hotel laberten Jungkook und Taehyung, die auch bei uns waren, ununterbrochen über Videospiele. Hobi und ich sahen gelangweilt aus den Fenstern und waren froh, als wir endlich stehen blieben. Ich sah auf der anderen Seite nach draußen und mir fiel die Kinnlade runter. Wurde unser Gepäck gerade wirklich in das Hotel getragen, über dem großes Schild hing, auf dem ‚The Plaza‘ stand? Ich wollte mich gerade abschnallen, da bekam ich eine Nachricht.
    Jimin:
    Tu so, als würdest du mit Hobi in ein Zimmer gehen. Ich geh mit Yoongi und später tauschen Yoongi und du einfach Zimmer.
    (D/n):
    Okay

    Ich zeigte meinem ‚Cousin‘ noch schnell die Nachricht, dann stiegen wir aus. Dort stand ein Teil des Hotelpersonals und hielt Regenschirme, dass wir trocken durch den Regen nach innen kamen. Wir standen drinnen in der wohl schönsten Rezeption, die ich je gesehen hatte. Zur Begrüßung wurde uns dann noch Sekt angeboten. Ich ging etwas auf die Zehnspitzen und flüsterte Hobi zu: „Was kostet das denn bitte?“ Er musste lachen: „Vermutlich viel. Aber wenn du’s genau wissen willst, musst du zu Bang PD. Ich würde nie so viel Geld ausgeben, für ein Hotel!“ Ich nickte und war erleichtert, dass die Jungs es nicht zahlten. Sonst hätte ich Schulden, die ich nie mehr abbezahlen könnte. Jimin und ich ließen bewusst viel Abstand zwischen uns. Ich blieb bei Hobi und tat weiterhin so, als würde ich nur ihn kennen. Dann gingen wir, in der Begleitung von acht Bodyguards, nach oben. Dort teilten wir uns auf vier Räume auf. Tae und Jk gingen zusammen, Jin und Joon, Jimin und Yoongi und Hobi und ich. Yoongi griff nach meinem Koffer und ich nach seinem, damit wir diese dann schonmal im richtige Zimmer hatten. Sobald die Tür zugefallen war, riefen wir sofort Joon, Jimin und Tae an.
    Hoseok: „Geschafft!“
    Jimin: „Noch nicht ganz. (D/n) und Yoongi müssen noch Zimmer tauschen. Meine Freundin schläft nämlich nicht bei dir!“
    Yoongi: „Kein Problem. (D/n), wie hältst du des mit dem bitte aus? Der ist super genervt von allem“
    Seokjin: „Wow! Da kenn ich noch jemanden. Sein Name ist Min Yoo...“
    Yoongi: „Er ist schlimmer!“
    Jimin: „Wenn ihr mir meine Freundin wegnehmt...!“
    Namjoon: „Niemand nimmt dir deine Freundin weg. Und das hätten wir alles nicht machen müssen, hättest du auf uns gehört“
    Jungkook: „Wo ist (D/n) eigentlich?“
    Hoseok: „Bei mir“
    Taehyung: „Hast du sie umgebracht oder warum sagt sie nichts?“
    (D/n): „Nein, hat er nicht!“
    Hoseok: „Ich will noch ein bisschen länger leben, darum hab ich sie nicht umgebracht. Sonst hätte Jimin das gleiche mit mir gemacht“
    Jimin: „Wow, Hobi Hyung lernt schnell!“
    Hoseok: „Ich weiß“
    Jungkook: „Ich würde sie auch nicht umbringen, wenn Jimin mich nicht umbringen würde. Sonst hätten wir unser restliches Leben lang einen schlecht gelaunten, genervten Jimin. Anderseits, es ist lustig wenn er schlecht drauf ist. Verlass dich nicht drauf, (D/n)!“
    Jimin: „Naja, ich würde dich aber umbringen, verlass du dich nicht drauf, dass ich nur schlecht gelaunt werde!“
    Seokjin: „Okay, wollen wir jetzt darüber reden, wer wenn umbringt oder was anderes machen?“
    Taehyung: „Was sollen wir denn sonst machen?“
    Seokjin: „Keine Ahnung, ich meine, wir sind in New York, hier kann man eh nichts machen“
    Yoongi: „Stimmt, wir sind ja in New York“
    Namjoon: „Okay, eine Runde Applaus! Yoongi hat gerade gemerkt, dass er nicht zu Hause ist!“
    Jimin: „Bevor wir irgendwas machen, will ich meine Freundin zurück!“
    Hoseok: „Okay, dann hol sie ab, aber der Andere schlecht gelaunte bleibt bei euch! (D/n), du hast einen schlecht gelaunten Freund, da wirst du es auch mit einem Miesepeter mehr aushalten“
    Yoongi: „So schlecht bin ich gerade gar nicht drauf!“
    Jimin: „Und ich bin wieder gut gelaunt, wenn (D/n) bei mir ist. Also, Yoongi, verpiss dich!“
    Hoseok: „Okay, (D/n), geh mal lieber zu Jimin“

    Ich stand auf und ging nach draußen. Auf dem Flur lief ich an Yoongi vorbei. Er zeigte auf das Zimmer, in dem Jimin war und ich sagte ihm Hobi‘s Zimmernummer. Dann klopfte ich und ging rein, da die Türe angelehnt war. Ich schloss sie hinter mir und als Jimin mich sah, legte er auf und rannte auf mich zu. Er umarmte und küsste mich. Dann strahlte er mich an: „Du kannst dir nicht vorstellen, wie ich dich vermisst habe! Es ist schrecklich, wie abhängig ich von dir bin!“ Ich wurde rot und ging darum an ihm vorbei und setzte mich im Schneidersitz aufs Bett. Er lief mir nach, nahm sein Handy und sagte lachend: „Ich hab gesehen, dass du rot geworden bist, Süße“ Ich merkte, dass ich noch roter wurde und griff darum nach einem Kissen, das ich mir vors Gesicht hielt. Er setzte sich vor mich, nahm das Kissen weg und küsste mich auf die Stirn. Dann flüsterte er: „Bist schon süß, wenn du rot bist” „Hör auf!”, bat ich ihn und hielt mir die Hände vors Gesicht. „Und wenn du sauer bist, auch!” Ich schlug ihn leicht auf den Arm und er musste lachen. Dann rief er die Jungs wieder an.
    Taehyung: „Ah, die Begrüßung ist beendet! Na hervorragend! Ihr habt euch ja ganze 10 Stunden nicht abknutschen dürfen”
    Jimin: „Hey, willst du mir etwa meine gute Laune versauen?”
    Namjoon: „Wollen wir eigentlich nicht, aber wenn wir raus gehen, lasst ihr mal schön einen Abstand von mindestens fünf Metern zwischen euch”
    Jimin: „FÜNF METER!”
    Jungkook: „Gewöhnt ihn langsam an den Gedanken, sonst bekommt er noch einen Herzstillstand”
    Seokjin: „Hahahahahaha der war gut!”
    Yoongi: „Wenn ihr euch jetzt nicht schnell entscheidet, was wir machen, geh ich pennen!”
    Hoseok: „Also ich bin dafür, dass wir was Essen gehen. Wir haben seit Stunden nichts gegessen”
    Seokjin: „Das ist eine super Idee!”
    Namjoon: „Okay, dann ziehen wir uns alle um, weil wir schauen alle aus, wie die letzten Deppen, und dann treffen wir uns in... 45 Minuten, also 11:30 Uhr an der Rezeption“
    Yoongi: „Scheiß Zeitumstellung!“
    Jungkook: „Okay, bis dann“
    Wir legten alle auf und machten uns fertig. Wir hatten alle noch Jogginghosen an, weil es während dem Flug einfach bequemer war. Jetzt zogen wir uns aber Jeans an und ich wechselte noch mein blaues Sweatshirt zu einem lila Top mit weißem Cardigan. Um 11:25 Uhr zogen wir uns dann unsere Winterjacken an und verließen das Zimmer. Unten warteten schon Tae und Jk, aber da war noch jemand bei ihnen...

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    34. Kapitel

    Jimin runzelte die Stirn und lief langsamer. „Kennst du die?“, flüsterte ich. Er schüttelte den Kopf: „Aber, sie hat einen BT21 Rucksack, also ist sie bestimmt ARMY... Wir gehen da nicht hin, die wird schon gleich wieder gehen“ Wir beobachteten sie eine Zeit lang und uns fiel auf, dass Tae und Jk scheinbar große Probleme hatten, die Amerikanerin zu verstehen. Sie war ungefähr in meinem Alter, hatte schulterlange, braune Haare und eine sportliche Figur. „Wir treffen uns unten!“, hörten wir eine Stimme hinter uns. Ich drehte mich um und sah Joon. „Geht nicht, die zwei Deppen haben sich von nem Fangirl anquatschen lassen“, erklärte mein Freund. Der Leader verdrehte die Augen, gab dann aber schnell die Anweisung: „Jimin, (D/n), ihr verzieht euch, wir helfen Jungkook und Taehyung“ Jimin nahm meine Hand und wollte gerade mit mir an Namjoon vorbei, nach oben gehen, da trennte dieser unsere Hände voneinander: „Bitte etwas unauffälliger! Wenigstens, wenn ein ARMY in 10 Meter Entfernung steht!” „Wir sind so über den ganzen Flughafen gerannt, da macht das keinen Unterschied mehr”, sagte Jimin. Namjoon wollte uns gerade zusammen schreien, seinem Gesichtsausdruck nach, aber Jimin ging schnell, ich ihm hinterher. Wir liefen die Treppe wieder nach oben und dann vor den Aufzug. Dort setzten wir uns auf den Boden und warteten. Auf was eigentlich? „Ehm, denkst du, sie holen uns dann oder wie sollen wir wissen, wann wir wieder runter können?”, fragte ich dann. Jimin zuckte die Schultern und sah mich an. Dann musste er lachen: „Im schlimmsten Fall, sitzen wir den ganzen Tag hier und warten, bis sie wieder kommen. Aber selbst das wäre nicht schlimm, dann könnte ich dich den ganzen Tag lang anschauen” Ich musste auch lachen und küsste ihn. Dann hörte ich, dass sich jemand räusperte. Wir brachen den Kuss und sahen Joon, Jin, Jk und Tae. „Händchen haltend übern ganzen Flughafen rennen und im Treppenhaus vom Hotel rumknutschen. Wenn ihr so weitermacht, kriegt kein Mensch jemals was von der Beziehung mit!”, kommentierte der Älteste sarkastisch. „Jetzt reißt euch zusammen, sonst müsst ihr den ganzen Tag im Zimmer bleiben!”, ermahnte Namjoon uns. Jungkook musste los lachen: „Du musst mit was anderem drohen, Jimin fände es nicht schlechte den ganzen Tag mit ihr alleine im Zimmer zu bleiben...“ Er steckte Tae mit seinem Lachen an und beide schmissen sich, ihren Bauch haltend, auf den Boden. Wir sahen ihnen eine Zeit lang zu, dann hörte ich Yoongis Stimme hinter uns: „Was geht denn bei denen falsch?” Da Tae es ihnen gerade erklären wollte, antwortete ich schnell: „Ist egal, wo gehen wir jetzt hin?” „Herr Anweisungen-Verteiler hat bestimmt schon wieder eine blendende Idee!”, stellte Jin fest und sah zu seinem Zimmergenossen. Dieser gab ihm eine Nackenschelle, hatte aber tatsächlich schon einen Plan entwickelt: „Wir laufen jetzt einfach bisschen rum und dann fragen wir Mister Super-Verfressen, aus welchem Restaurant es am Besten reicht und da gehen wir dann was essen. Das manchmal zu vernünftige Mädchen ist jetzt vernünftig und geht zu ihrem Cousin und hält schön Abstand von ihrem übertrieben eifersüchtigen Freund. Niemand wird geküsst und wir bewegen uns einfach möglichst unauffällig. Das bedeutet, Niemand sollte einen Lachanfall bekommen und sich auf den Boden schmeißen, Niemand erzählt zwischendurch einfach mal, dass er in seinem nächsten Leben gerne ein Stein wäre und besonders gut gelaunte Personen behalten dies einfach für sich. Noch Fragen?” Wir schüttelten den Kopf und warteten darauf, dass Joon los lief. Doch dieser wartete scheinbar auch auf irgendwas: „Jimin, lass deine Freundin jetzt bitte los und (D/n), du gehst, sobald du losgelassen wurdest, zu Hoseok” Jimin seufzte gelangweilt, ließ mich dann aber los und ich ging zu Hobi. Jimin warnte ihn noch: „Aber fass sie nicht an!” „Ich sag’s doch, übertrieben eifersüchtig, der Typ”, damit drehte sich der Leader um und wir liefen ihm Alle hinterher. Hobi sprach nicht mit mir, weil er vermutlich Angst vor Jimin hatte. Dieser lief weiter vorne, bei Yoongi und Jin. Ich rief ihm zu: „Jimin, bekomme ich die Erlaubnis, mit Hobi zu sprechen?” Er drehte sich um und sagte: „Jaja, aber nur mit Hobi!” Jin stieß ihm in die Seite und maulte irgendetwas, was ich nicht verstand. Ich drehte mich Hoseok zu und begann mit ihm über irgendetwas zu sprechen: Ihre Termine. „Ehm, was habt ihr denn dann eigentlich so für Termine?”, fragte ich. „Also heute Abend sind wir in irgendeine Talk Show eingeladen worden, morgen Nachmittag haben wir einen Auftritt für 'Live goes on' und 'Dynamite' und ansonsten halt noch Interviews”, erzählte er. Ich fragte dann weiter: „Magst du Interviews?“ Er musste lachen: „Ich hab nichts dagegen. Nur wenn wir English sprechen müssen, find ich’s manchmal echt ätzend...“ Ich lachte auch und musste an Jungkook und Tae denken, die ihren Fan vorhin kaum verstanden hatten, da sie Englisch gesprochen hatte. Auf einmal lief ich in Joon rein, der vor mir stehen geblieben war. Alle Anderen standen auch. Ich war zu klein, um zu sehen, was war. Doch dann sagte Jin: „Hi!“ Ich hörte mehrere Mädchen, und dachte erst es wären Fans. Doch sie begannen die Jungs zu umarmen. Ich sah an Namjoon vorbei und erblickte vier hübsche, asiatische Mädchen. Eine von ihnen löste sich gerade aus einer Umarmung mit Joon und wollte Jimin umarmen. Doch der Leader zog sie zurück: „Er darf nichts weibliches berühren“ Sie lachte und fragte dann: „Seit wann das denn?“ Jimin runzelte die Stirn: „Genau, seit wann das denn?“ „Seit dem du deiner Freundin verbietest, mit Männern zu sprechen!“, erklärte Namjoon ihm, „Das ist einfach nur fair!“ „Du hast ne Freundin, Jimin? Seit wann das denn?“, drehte eine Andere sich zu ihm und grinste ihn an. Und dann waren Tae und Jk wieder voll in ihrem Element. Sie fingen an wild durcheinander zu erzählen: „Seit ungefähr drei oder vier Tagen. Aber eigentlich schon etwas länger. Also, sie sind schon länger am rumflirten und knutschen. Und er war schon in der Schule in sie verliebt. Und sie auch in ihn und ja...“ „Und wer ist sie? Ist sie Idol?“, fragte die Andere wieder. Ich war inzwischen wieder langsam hinter Jonnie gegangen, aber Hobi zog mich vor: „Die, und nein, sie ist kein Idol, aber auch kein Fan. Sie wusste nicht, dass es BTS gibt“ Die Mädchen mussten lachen, aber nicht bösartig. Dann kamen sie nacheinander zu mir und umarmten mich. Dann stellte eine von ihnen Alle vor: „Das sind Rosè, Jennie, Jisoo und ich bin Lisa. Wir sind von Blackpink“ Ich war leicht überfordert: „Ehm, Hi, ich bin (D/n). Sorry, aber ich habe noch nie was von Blackpink gehört...“ „Das dachten wir uns Alle, aber jetzt lasst uns schnell in irgendein Restaurant verschwinden. Sonst kommen noch tausend ARMYs und BLINKs an und dann werden wir ganz heftig geshippt, also weg hier!“ Alle folgten Jin und wir gingen in ein kleineres Café. Dort setzten wir uns an einen großen Tisch. Alle sahen sich um, warum auch ich es tat. Es waren nur ältere Ehepaare hier. Es bestand also keine Gefahr, dass jemand ein Fan sein konnte. Zumindest kein Fan, der gleich einen Herzinfarkt bekommt. Wir bestellten uns Kaffee und Kakao und unterhielten uns eine Zeit lang. Die Mädels waren scheinbar auch über Silvester hier und sollten morgen 'Lovesick Girls' aufführen. Ich hatte keinen Plan, worüber sie sprachen. Aber das war mir gerade auch egal, denn mein Handy vibrierte in meiner Handtasche. Es war Laura.
    Laura:
    Hey Süße, lange nichts gehört, wie geht’s dir?
    (D/n):
    Hey, tut mir leid... Mir geht es ganz gut, und dir?
    Laura:
    Sicher? Mit geht es gut
    (D/n):
    Ja, sicher☺️
    Laura:
    Okay😁 Und, wie ist es so in Seoul? Mit den Jungs...

    Ich wusste nicht so ganz, was ich antworten sollte. Ich durfte ja nichts von Jimin sagen.
    (D/n):
    Lustig😄
    Laura:
    Gibt’s einen Lieblingsjungen?😉
    (D/n):
    NEIN!😲 Nur Freunde!
    Laura:
    Das frag ich in ein paar Wochen noch einmal...😉 Bei dir ist es spät oder?
    (D/n):
    Da brauchst du nicht fragen, Zeitverschwendung🤣 ja, es ist ziemlich spät...
    Laura:
    Na dann, geh schlafen! Gute Nacht😘
    (D/n):
    Gute Nacht😘

    In Korea war es tatsächlich spät. Hier war es Mittag. Aber wie sollte ich erklären, dass ich in New York war, ohne Jimin oder irgendwen Anders dabei zu erwähnen? Das hätte nicht geklappt... „Hast du zugehört, (D/n)?“, riss Hobi mich aus meinen Gedanken. Ich sah sehr verwirrt aus und darum wiederholte Yoongi für mich: „Dein super eifersüchtiger Freund gestattet dir von heute an mit Personen des männlichen Geschlechts mündlich zu kommunizieren. Er hat doch tatsächlich eingesehen, dass er übertrieben hat!“ Ich musste lachen und gab meinem Freund, der neben mir saß, einen Kuss. Von den vier Mädchen hörte man ein: „Awwwwww, wie süß!“, von Tae: „Warum finden Mädchen eigentlich immer alles süß und geben so komische Laute von sich?“ Und dann waren wir mitten drinnen, in einer Diskussion über Vorurteile Männern und Frauen gegenüber. Letztendlich sagte Rosé, die genug hatte: „Okay, wir erlösen (D/n) heute Abend von euch Deppen. Du musst mir mal erklären, wie du des mit denen aushältst...“ „Hey, niemand nimmt mir meine Freundin weg!“, beschwerte Jimin sich. „Macht auch niemand, aber es gibt gewisse Themen, da sprechen Mädchen nicht mit Jungs drüber. Und dafür hat sie jetzt uns, und wenn sie so lange schon bei euch ist, gibt es da Redebedarf!“, erklärte Lisa. „Und welche Themen zum Beispiel?“, wollte Jungkook wissen. Jennie überlegte und nannte dann als Beispiel: „Periode“ „Sie hat Jimin und unsere Couch vollgeblutet. Darüber haben wir bereits gesprochen. Wir wollen richtige Beispiele!“, verlangte Tae. „Sie muss mal wieder ein paar hotte Typen auf sämtlichen Social Media Plattformen stalken“, nannte Jisoo ein weiteres Beispiel. „Muss sie nicht, sie hat mich“, erklärte Jimin ihr. Sie zog nur eine Augenbraue hoch. Dann hatte Lisa eine Idee: „Ok, dann sprechen wir über Jimin“ „Okay, reicht! Wir brauchen nichts weiter wissen!“, beendete Joon dann das Thema. „Ich bin für mein restliches Leben verstört! Habt ihr denn keine Hobbies?“, stellte Jk klar. Jennie trank von ihren Kakao und sagte dann: „Doch, das sind aber auch keine Hobbies! Das sind lebensnotwendige Grspräche!“ „Also Jimin, ihr seid heute Abend eh nicht da. Da lässt du sie mal schön zu uns kommen, okay?“, verlangte Rosé. Jimin sah zu mir und nickte langsam. Ich lachte und sagte: „Ach komm Jimin, sie werden mich schon nicht auffressen!“ Die Vier waren wirklich nett und ich wollte mal wieder ein paar Frauengespräche führen. Sie waren, wie ich erfahren hatte, zwar auch etwas älter als ich, aber nicht viel. Und außerdem waren die Jungs zum Teil älter. Überhaupt sahen alle um einiges jünger aus. Das war mir auch schon bei EXO aufgefallen. K-Pop Idole sehen einfach jung aus. Plötzlich standen alle meine Mitbewohner auf, Jimin zog mich dann auch hoch. Ich dachte erst, sie wollten gehen, aber Jin und Jk blieben dann vor der Auslage stehen und zeigten auf ein paar belegte Brötchen. Da die beiden aber kein Englisch konnten, kam Joon ihnen zur Hilfe. Wir suchten uns Alle zwei Brötchen aus und gingen wieder zurück. Lisa hatte sich auf Hobis Platz gesetzt, warum ich jetzt neben ihr saß. Und Jk, der jetzt neben ihr saß, weil er vorhin neben Hobi saß, beschwerte sich: „Also, ein Mädchen reicht! Jetzt kommt ihr an, na gut. Aber HALTET ABSTAND!“ „NEIN!“, erwiderte Lisa und wand sich mir zu: „Du bekommst jetzt erstmal unsere Handynummern. Das bekommen die Jungs nämlich nicht auf die Reihe. Du weißt ja bestimmt schon, dass es nicht schlau wäre, die Nummern zu verschicken?“ Ich nickte: „Ja, soweit kann ich tatsächlich denken“ Wir lachten und Jungkook schüttelte den Kopf: „Ich sag’s doch. Ein Mädchen alleine ist okay. Aber sobald Andere dazukommen wird das schrecklich! Die unterhalten sich über Gedanken!“ Lisa schlug ihn auf den Arm und diktierte mir dann alle Handynummern. Sie und ich sprachen dann noch mit Jennie, Jisoo und Rosé über den ganzen Tisch rüber. Der Maknae lehnte sich mit verschränkten Armen zurück, die Anderen versuchten unserem Gespräch zu folgen. Allerdings machten wir immer sehr schnelle Themenwechsel, warum sie es nicht schafften, sondern uns nur komplett verwirrt zusahen.
    Irgendwann standen wir dann auf und beschlossen ein bisschen im Central Park spazieren zu gehen. Wir zogen uns noch unsere Jacken an und sahen nach draußen, sahen aber kaum junge Leute. Dennoch waren die Straßen sehr überfüllt. Wir gingen nach draußen und wurden direkt von der Masse mitgerissen. Jimin griff sofort nach meiner Hand, dass wir uns nicht verloren. Jonnie bemerkte das und schimpfte und direkt zusammen: „Leute, wie oft noch? AUS-EI-NAN-DER!“ Jisoo hatte das mitbekommen und griff sofort ein: „Kim Namjoon, das ist extrem wichtig in einer Beziehung! Hier, in diesem Durcheinander, schaut eh niemand, wer mit wem Händchen hält! Und außerdem wird ein Fan nicht zuerst (D/n) realisieren, sondern BTS und Blackpink! Also, wenn du jemanden trennen willst, dann die beiden Gruppen!“ Der Leader verdrehte die Augen und beließ es dann aber dabei, obwohl er scheinbar große Lust hätte, mit der hübschen Frau zu diskutieren. Jimin bedankte sich lachend bei ihr und lief dann mit mir etwas abseits von den Anderen. Tae und Jk hatten die Aufgabe bekommen, uns zum Park zu führen. Das war keine gute Idee. Sie benutzen Google Maps und stritten an jeder Abzweigung, ob wir jetzt nach links oder rechts müssten. Nach 20 Minuten standen wir wieder vorm Café was die Anderen ganz schön nervte. „Leute, wir wollen keinen Stadtrundgang machen, sondern zum Central Park!“, erinnerte Yoongi sie. Doch die beiden hörten gar nicht richtig zu, sondern stritten sich weiter, wo wir falsch gegangen waren. Ich sah mich um und bemerkte ein Schild. Ich zeigte darauf und sagte so laut, dass alle es verstehen konnten: „Wir müssen nur lesen... Da lang“ Auf dem Schild stand groß 'Central Park' und ein Pfeil nach links. Die Jungs hatten uns hier rechts abbiegen lassen. Wir gingen die Straße entlang und hörten hin und wieder irgendwen Dinge wie „Oh mein Gott! Blackpink!“ oder „Ahhhh, Taehyung!“ oder auch „Da sind BTS und Blackpink!“ rufen. Solche Schreie brachten dann immer alle Passanten, egal wie alt, dazu zu uns zu schauen. Jimin und ich liefen ungefähr fünf Meter entfernt von den Anderen, aber auch er wurde hin und wieder erkannt. Mich hatte, meines Wissens nach, aber niemand bemerkt oder mir einfach keine Aufmerksamkeit geschenkt. Zum Glück hatte Jisoo recht. Nach 10 Minuten kamen wir dann auch endlich an. Es war etwas weniger los, als auf der Straße, aber immer noch voll, Großstadt halt... Sie hielten hin und wieder und machten Fotos für weverse, Twitter und sonstiges. Es war eigentlich ein schöner Nachmittag, aber das konnte natürlich nicht so bleiben. Auf einmal kamen um die 40 Fans auf mich zugeraunt. Keine Ahnung, ob das BLINKs oder ARMYs waren, wahrscheinlich eine Mischung aus beidem. Ich sah mich instinktiv nach Jimin um und stellte fest, dass mein Freund glücklicherweise weiter entfernt, bei Yoongi, war. Ich lief mit Rosé zusammen. Sie schrieen und ich bekam fast etwas Angst. Da so ein Auffuhr herrschte, bekam der ganze Park von uns mit. Aber, warum auch immer, schenkten sie kaum einem der elf Idols Aufmerksamkeit. Sie standen vor mir und redeten wild durcheinander. Ich konnte Englisch, aber was die da durcheinander brüllten konnte ich nicht verstehen. Yoongi hielt Jimin, der zu mir rennen wollte, sofort fest und flüsterte ihm was zu. Ich versuchte mich zu ducke und davon zu schleichen, was natürlich nicht funktionierte. Rosé quetschte sich durch die Gruppe um mich herum und zog mich am Arm nach außen. Sie hatte ihre Kapuze auf und schaute zu Boden. Darum erkannte sie niemand und sie wurde von ihren eigenen Fans beschimpft. Das störte sie aber nicht, stattdessen schubste sie alle zur Seite, die in ihrem Weg standen und rannte dann mit mir auf eine weiter entfernte Bank zu, wo schon die Anderen warteten. „Ich liebe meine Fans ja, aber manchmal ist das schon übertrieben, oder schon fast respektlos...“, regte sich Rosé auf. Die Anderen stimmten ihr zu. Ich bedankte mich dann noch bei ihr. Wir sahen uns um und die bemerkten, dass die Ansammlung von Fans sich wieder aufgelöst hatte. Yoongi nahm mein Handy aus meiner Hosentasche und hielt es Jimin hin: Entsperr bitte mal schnell, ich muss was schauen“ „Erstens, ich kann es nicht entsperren, da es nicht mein Handy ist und zweitens, schau doch auf deinem eigenem Handy nach“, entgegnete Jimin. Yoongi fiel augenblicklich die Kinnlade runter: „Was? Du kommst nicht in das Handy deiner Freundin? Jimin, Jimin, so geht es immer los, als Nächstes geht sie dir fremd, glaub mir! Und warum ich ihr Handy nehm: ich verschwende doch nicht meine Mobilen Daten!“ Jennie zog ihn an den Haaren und sagte dann wütend: „Oder, er fängt einfach an, seiner Freundin zu vertrauen! Darum hat er nicht nötig, jeden Tag fünf Mal ihr Handy zu stalken! Und deine Mobilen Daten interessieren hier auch niemanden, verwende dein eigenes Handy!“ Jimin gab mir mein Handy und Yoongi nahm genervt sein Eigenes. Dann ging er auf Twitter und Instagram und suchte Hashtags wie 'BTS' und 'Blackpink' ab, vermutlich prüfte er, ob jemand etwas von vorhin gepostet hatte. Nach einiger Zeit schüttelte er den Kopf und grinste: „Sieht gut aus, nichts gepostet!“ „Okay, es wird aber bald was gepostet, wenn wir noch länger hier rumstehen. Ich schlage vor, wir, also BTS und (D/n), machen uns auf den Rückweg zum Hotel, ihr könnt machen was ihr wollt, aber wir haben dann noch ne Talk Show und bereiten uns vor“, kündigte Joon an. „Aha, und (D/n) muss mit zur Talk Show und euch bei dem Vorbereitungen zusehen?“, fragte Lisa und zog eine Augenbraue hoch, „Ich schlage vor, sie kommt bei uns mit!“ Jimin mischte sich ein: „Und ich schlage vor, ich mach noch bisschen was mit ihr OHNE EUCH ALLE und bring sie dann zu euch“,
    Lisa“ Joon wollte gerade was dagegen sagen, da sagte Jisoo: „Perfekt Jimin!“ Er wartete auf keine weiteren Kommentare, sondern nahm meine Hand und ging mit mir mitten rein in das Durcheinander.

    35
    35. Kapitel

    Die Wege waren überfüllt. Menschen jedes Alters und jeder Herkunft waren unterwegs. Jimin hatte aber scheinbar eine Idee, wo wir hingehen könnten, denn er lief zielstrebig voraus, ich direkt hinter ihm. Nach einiger Zeit blieb er stehen und sah mich an. Ich sah dann nach vorne und bemerkte, dass wir vorm ‚Boathouse Café‘ standen. Ich riss die Augen auf und sagte komplett durcheinander: „Jimin, das musst du mir doch sagen! Schau mal wie ich aussehe! Ich wusste doch nicht, dass...“ Er unterbrach mich: „Sollte ja ne Überraschung werde, da kann ich dir doch nichts sagen! Und außerdem siehst du gut aus! Aber, wir haben 30 Minuten, dann hab ich erst reserviert“ Ich nickte und rannte sofort los, Jimin folgte mir.
    Wir rannten ins Hotel und bekamen komische Blicke zugeworfen. Ich schloss direkt die Badezimmertür und sprang unter die Dusche. Als ich fertig war, zog ich mir einen Bademantel an und ging ins Zimmer. Jimin hatte sich umgezogen und trug einen schwarzen Anzug. Er sah zu mir und ging dann ins Badezimmer. Ich öffnete meinen Kleiderschrank und war zum ersten Mal in meinem Leben froh, dass ich viel zu viel dabei hatte. Ich hatte mir vier Kleider mitgenommen, ohne eine Idee zu haben, wann ich sie anziehen könnte. Ich überlegte kurz und entschied mich dann für das schwarze, enge Kleid, das bis kurz über die Knie ging. Dann suchte ich mir noch eine Nylon-Strumpfhosen und zog die einzigen High Heels an, die ich dabei hatte. Auch sie waren schwarz. Meine Haare waren noch geglättet, ich zog mir nur noch einmal meinen Eyeliner und roten Lippenstift nach. Dann war ich fertig und griff nach meiner Handtasche und Jacke, da kam Jimin gerade aus dem Badezimmer. Er sah mich an, grinste und sagte nur: „Wow!“ Dann zog er sich auch seine Jacke an, nahm meine Hand und wir gingen aus dem Zimmer. Ich stellte mein Handy auf stumm und sah dabei kurz die Uhrzeit: 17:49 Uhr. Der Tag war sehr schnell vergangen. Aber er war auch noch lange nicht rum. Wir stiegen in ein Taxi und liefen dann das letzte Stück noch schnell zum ‚Boathouse Café‘. Als wir nach innen gingen, wurde mir direkt warm. Draußen war es kalt, aber die Winter in Seoul waren um einiges kälter. Es roch nach Essen und man hörte das Gemurmel von Tischen. In der Mitte stand ein großer Tisch, an dem scheinbar eine Familienfeier stattfand. Es waren um die 20 Personen, drum herum waren noch viele weitere, kleinere Tische. Junge und alte Pärchen waren da und auch ein paar Familien mit Kindern. Am Rand saßen fünf junge Männer, vermutliche Freunde, zusammen und unterhielten sich ausgelassen. Ein weiß gekleideter Kellner kam auf uns zu und wies uns einen Tisch zu. Er nahm uns noch unsere Jacken ab und verschwand dann. Jimin und ich setzten uns hin und begannen ein Gespräch. „Und, was hältst du von Blackpink?”, fragte er schließlich. „Sie sind echt nett! Wie lange kennt ihr sie schon?”, antwortete ich. Er musste kurz nachdenken: „Hmm... Das müsste schon kurz nach ihrem Debut gewesen sein. Aber nur bei Shows und so. Privat erst vor zwei Jahren. Jennie und Joon haben dann Kontakt aufgebaut. Rein geschäftlich anfangs. Ich weiß gar nicht, was wir zusammen machen wollten. Aber das bleib nicht dabei. Es sollte ein Geschäftsessen werden, mit beiden Gruppen. Aber ich glaube nicht, dass andere Geschäftsessen so enden, dass man um 3 Uhr nachts vor der PlayStation sitzt... Naja, und dann wurde daraus eben ne Freundschaft. Wir haben natürlich unseren Managern davon erzählt, aber wollten unter keinen Umständen, dass BLINKs oder ARMYs was davon mitbekommen. Die denken, wir haben keinen oder kaum Kontakt und shippen uns trotzdem ohne Ende” Mir war es im ersten Moment gar nicht bewusst, aber als es mir klar wurde, war ich schon fast ein kleinen wenig eifersüchtig... Aber ich riss mich zusammen und fragte dann: „Und... Mit wem wirst du so geshippt?” Er musste lachen: „Die Frage ist eher, mit wem nicht. Mit allen vier eigentlich” Ich biss mir leicht in die Backe, was er bemerkte. „Jetzt sag nicht, du bist eifersüchtig”, sagte er und musst amüsiert lachen. Ich schüttelte den Kopf: „Nein!” In Gedanken musste ich ihm aber leider Recht geben. Ich war tatsächlich etwas eifersüchtig. Nicht nur auf Lisa, Rosé, Jennie und Jisoo, sondern auch auf all die ARMYs, denen mein Freund so oft sagte, dass er sie liebte. Und ich hasste mich gerade dafür. Plötzlich sah ich Jimin vor meinem Gesicht in die Hände klatschen. „W-was? Hast du was gesagt?” Er ignorierte meine Frage und wollte wissen: „Worüber hast du nachgedacht?” Ich sah nach unten und murmelte kaum verständlich: „ARMYs...” „Was ist mit ihnen?” „Naja,... vielleicht bin ich ein ganz ganz ganz kleines bisschen eifersüchtig. Weil...” Er unterbrach mich: „Weil ich ihnen weiterhin sagen muss, dass sie mein Ein und Alles sind? (D/n), ich liebe ALLE ARMYs. Aber es gab schon immer Menschen, die ich mehr geliebt habe. Meine Mum und meinen Dad, die anderen sechs Vollidioten und jetzt eben auch dich. Und glaub mir, jedem Fan mit einem gesunden Menschenverstand wir bewusst sein, dass ich meine Eltern mehr liebe als meine Fans. Aber das war ihnen immer egal. Und meinen Eltern war auch egal, was ich gesagt habe. Denn sie wussten die Wahrheit. Die ARMYs sind für mich die wichtigsten Personen dieser Welt. Aber dich, Joon, Jin, Yoongi, Hobi, Tae, Jk, meine Mum und mein Dad, euch sehe ich nicht als Personen. Ihr seid Geschenke, die ich nie in meinem Leben verdient habe. Du bist einfach ein Engel und wenn du das weißt, brauchst du dich auch nicht darum kümmern, was ich ARMYs sage. Denn, du wirst für mich immer vor der ganzen Welt stehen. Auch vor all den Millionen Fans“ Und natürlich musste es so kommen. Jimin sagt etwas total tiefgründig und süßes und ich sage einfach: „Okay“ Wow (D/n), mal wieder super hinbekommen! Zum Glück kam ein Kellner und nahm unsere Getränkebestellung auf, wodurch er von meiner dummen Antwort ablenkte. Wir bestellten Wein und Wasser. Als er dann wieder in der Küche verschwand, wand Jimin sich wieder mir zu: „Was ich dich eigentlich fragen wollte, als du in Gedanke warst. Also, ich hab über das, was Yoongi gesagt hat, nachgedacht. Und überhaupt, was alle mir sagen“ „Sorry, Yoongi hat viel gesagt. Was genau meinst du?“ „Das, mit deinem Handy und fremdgehen und so...“ „Weil Yoongi das jetzt gesagt hast, denkst du, dass ich dich betrügen werde?“ „Nein, so war das nicht gemeint! Ich meine nur... du lebst mit sechs anderen Jungs zusammen“ „Ich habe nichts mit ihnen gemacht!“ „Doch, mit Yoongi in einem Bett geschlafen, mit Jungkook in einem Bett geschlafen, Namjoon geküsst und dich von Hoseok anfassen lassen!“ „Das zählt nicht! Joon hat mich geküsst, nicht andersrum und was soll ich machen, wenn Hobi mich anfasst? Und was Jk und Yoongi angeht: Ich habe wegen meiner Mum geweint oder hatte Angst vor Horrorfilmen. Und bei allen Vieren waren wir noch nicht zusammen!“ „Ja, das stimmt schon... Aber trotzdem... Es ist... erst sagen mir Alle, ich wäre einfach zu eifersüchtig und jetzt kommt Yoongi an, dass du mir bald fremd gehst” „Vielleicht meinten sie auch einfach, dass du ihnen mehr vertrauen solltest und anderen gegenüber misstrauisch sein kannst oder solltest. Ich weiß es nicht...“ Na toll, wir waren beide eifersüchtig. Ich auf meine neuen Freundinnen und alle weiblichen ARMYs und er auf seine besten Kumpels und sonstige Typen. Ich fing dann wieder an zu sprechen: „Wir haben keine andere Möglichkeit, als dem Anderen einfach zu vertrauen. Und ich vertrau dir auch, also mach du es doch bitte auch“ „Ja... Okay“ Er dachte kurz nach und musste dann lachen: „Also, da hab ich mich seit der Schule gar nicht geändert...“ „Wo?“ „Ich bin immer noch unendlich eifersüchtig. Auf Klassenfahrt, da hatte ich den Jungs gerade gesagt, dass ich in dich verliebt bin. Und dann haben wir mit ein paar Anderen ja Wahrheit oder Pflicht gespielt. Und ich werd’s nie vergessen, Jin dachte es wäre lustig, Minho doch als Pflicht zu geben, dich zu küssen. Und ich hab mich danach, weil er dich auf DIE BACKE geküsst hat, mit ihm geprügelt. Also, als dann alle weg waren“ „Du hast dich allen Ernstes mit ihm geprügelt?“ „Das war ein halber Weltuntergang für mich! Und Jin hab ich auch noch Eine runtergehauen. Warum finden die des so lustig, mich zu provozieren?“ „Hahaha, ich weiß es nicht, aber Minho tut mir leid! Der arme Junge macht nur seine Pflicht und würd danach verprügelt“ „Wer dir zu nahe kommt, der bekommt‘s mit mir zu tun. So war es schon immer und so wird es auch immer so bleiben“ Der Kellner kam und brachte unsere Getränke. Wir hatten, während wir gesprochen habe, in die Karte geschaut und wussten darum, was wir essen wollten. Jimin wollte gerade etwas sagen, da vibriere sein Handy. „Joon...“ „Was schreibt er?“ „Dreimal darfst du raten“ „Hm... Keine Ahnung?“ „Wann ich ‚endlich‘ komme. Sie warten auf mich. Eine dreiviertel Stunde bin ich weg, und die kommen nicht mehr klar. Unsere Talk Show ist um 21 Uhr! Wir haben noch nicht mal halb sieben! Der soll mal runterkommen...“ „Aber, nicht das du zu spät kommst...“ „Haha, ich bin bekannt dafür, dass ich zu spät komme. Und heute werde ich nicht zu spät kommen“ „Wie du meinst. Aber willst du ihm nicht wenigstens antworten?“ „Nö, eigentlich nicht“ Wir lachte und ich schüttelte den Kopf. Dann überlegte ich, ob ich ihn etwas fragen sollte, über das ich schon seit ein paar Tagen nachgedacht hatte: „Darf ich dich was fragen?“ „Ja klar“ „Also... ehm... keine Ahnung wie ich das jetzt fragen soll aber... wie wir letztens miteinander geschlafen haben... ehhh, war das dein erstes Mal?“ „Warum?“ „Ich hab zuerst gefragt“, sagte ich sofort und kam mir danach vor, wie im Kindergarten. Jimin verdrehte die Augen und sagte: „Ja. In der Schule war ich in dich verliebt und dann ging meine Kariere los. Da hatte ich keine Zeit mehr für ne Freundin. Aber jetzt hab ich das, auch wenn’s Jonnie hin und wieder nicht so passt... Aber warum wolltest du das jetzt wissen?“ „Nur so“ Er grinste mich an: „War schon gut, was?“ „Fresse!“ Peinlich! Aber gut, ich musste mir einen Themawechsel einfallen lassen, und zwar schnell! Jimin war anscheinend aufgefallen, dass mir die Situation unangenehm war, warum er fragte: „Und, was denkst du machst du dann so mit Jisoo, Jennie, Lisa und Rosé?“ „Bestimmt einen Film schauen, aber keinen Horrorfilm! Reden, lästern...“ „Ah, sorry... Wir haben sie zu Horrorfilmfans gemacht... Mit denen kannst du nichts anderes schauen. Aber, ich bestürzt dich schon heute Nacht!“ „Okay, dann schauen wir doch keinen Film... Sondern tun stattdessen was Anderes machen“ „Warum hasst du Horrorfilme so sehr?“ „Weil sie der, Achtung Wortwitz, HORROR sind!“ „Das ist ja das lustige an diesen Filmen. Manchmal glaub ich wirklich, diese Filme werden gemacht, um kleinen Mädchen Angst zu machen und damit Männer zeigen können, dass sie keine Schisser sind“ „Ich bin kein kleines Mädchen und hab trotzdem Angst“ „Stimmt, du bist mein kleines Mädchen!“
    Wir bekamen unser Essen und unterhielten uns über Filme. Ich war einfach der größte K-Drama Fan dieser Welt. Diese Leidenschaft teilte Jimin leider nicht mit mir. Er fand es einfach zu kitschig. Ich war gerade bei meinem vorletzten Bissen, als mir auffiel, dass Jimin irgendetwas lächelnd beobachtete. Ich wollte mich nicht umdrehen und fragte darum: „Was ist da?“ Er antwortete, ohne seinen Blick abzuwenden: „Ein Kind“ Ich drehte mich dann doch um und sah eine Familie. Einen Mann, ungefähr Mitte dreißig, eine schwangere Frau, sie müsste Ende zwanzig sein, und kleines Mädchen, nicht älter als fünf Jahre alt. Ich beobachtete eine Zeit lang, wie der Vater seine Tochter fütterte und diese dabei ganz aufgeregt etwas erzählte. Und dann wurde meine absolute Schwäche sichtbar: süße Kinder: „Oh Gott, ist die Kleine süß! Awwww!“ Und Jimin antwortete etwas, was ich so nicht erwartet hätte: „Ja, einfach goldig, die Kleine“ „Verarschst du mich gerade?“ „Ehm, nein, wie kommst du jetzt darauf?“ „Du bist auch so in Kinder vernarrt?“ „Ja, sind wir alle. Vor alle Tae. Ob du’s glaubst oder nicht, der will später mal fünf Kinder” „Fünf?” „Ja. Aber keine Angst, ich will nur drei. Aber, man könnte noch Schnick Schnack Schnuck spielen“ „Ganz bestimmt spielen wir Schnick Schnack Schnuck um irgendwann mal zu entscheiden, wie viele Kinder wir wollen“ Er riss die Augen auf: „Du willst also Kinder mit mir?“ „Ich wüsste niemand anderen. Aber ich bin 19, da kannst du noch lange warten“ „Warten ist nicht das Problem“ „Was ist es dann?“ „Hm, ich glaube, ausnahmsweise gibt es keins“ „Daran kann ich mich gewöhnen“ „Aber es gibt trotzdem ein Problem. Du kannst nicht dein restliches Leben lang Hobis Cousine sein. Also... muss ich es doch irgendwann Bang PD sagen... Was denkst du, wird er sagen?“ „Ich weiß es nicht, aber Luftsprünge wird er vermutlich nicht machen...“ „Stimmt, aber Namjoon, weil ich’s dann endlich gesagt hab“ Wir lachten und mein stummes Handy blinkte auf.
    Lisa:
    Also, wenn sollen wir verprügeln? Jimin oder Joon?
    (D/n):
    Warum verprügeln?
    Lisa:
    Weil einen von ihnen dich anscheinend nicht kommen lässt, ich tippe auf Jimin
    (D/n):
    Wir sind noch unterwegs. Er lässt mich dann zu euch, keine Angst😉
    Lisa:
    Oh Gott, sorry, wollte nicht stören. Dann viel Spaß noch 😏 und bis später
    (D/n):
    Bis später😂

    „Was ist? Jetzt sag nicht Namjoon“, fragte Jimin. Ich legte mein Handy weg: „Lisa. Sie dachte, ihr lasst mich nicht zu ihnen“ „Achso“
    Wir unterhielten uns noch ein bisschen und irgendwann stand Jimin dann auf um zu bezahlen. Als er wieder kam, bat er mich: „Fragst du sie bitte, in welchem Hotel sie sind? Dann bring ich dich hin“
    (D/n):
    In welchem Hotel seid ihr?
    Lisa:
    Wir haben ne Suit im Baccarat Hotel. 😇 In welchem seid ihr eigentlich?
    (D/n):
    Nice! Im Plaza😌
    Lisa:
    Wooowwww. Entertainment zahlt, was?
    (D/n):
    Bei euch wohl nicht?
    Lisa:
    Natürlich! Ich würde doch nicht in so ein teures Hotel gehen!
    (D/n):
    Hat Hobi auf ja gesagt. Naja, ich komm dann gleich
    Lisa:
    Okiiiii🥰

    Wir gingen nach draußen und suchten das erste Taxi. Wir stiegen ein und ich sah Jimin dauernd nervös auf sein Handy sehen. Mir fiel neben der Uhrzeit, die 12:04 Uhr zeigte, noch auf, dass er viele verpasste Anrufe hatte. Als er bemerkte, dass ich zu ihm sah, lächelte er mich an. Die Fahr ging schnell. Ich war schon beim Aussteigen, da rief Jimin noch: „Soll ich dich hoch...“ Ich unterbrach ihn: „Ach was, viel Spaß bei der Show“ „Danke“ Dann fuhr der Taxifahrer weiter und ich ging rein. Es war wesentlich moderne wie das Plaza, aber beide Hotels gefielen mir sehr gut. Außer dass beide sehr teuer waren, gab es keine Ähnlichkeiten. Ich lief zum Treppenhaus, wo die vier schon auf mich warteten. „Schick schick“, begrüßte Jennie mich, auf mein Outfit zeigend. „Ehm, ihr könnt mir nicht ganz zufällig Wechselklamotten leihen, oder?“, fragte ich. Rosé nickte: „Ganz zufällig schon, aber jetzt komm erstmal mit hoch“ Wir gingen die Treppe nach oben in den dritten Stock. Mit Hilfe einer Schlüsselkarte, öffnete Jisoo die Tür. Drinnen zogen wir alle unsere Schuhe aus und Jennie brachte mir ein Chanel T-Shirt und eine schwarze Jogginghose. Jisoo schüttelte den Kopf: „Du und dein Chanel, Jennie. Dior ist besser!“ Sie lachten und Rosé deutete auf eine Türe, die ins Badezimmer führte. Ich zog mich schnell um und lief dann durch die große Suit in den Wohnbereich. Dort saßen Alle am Sofa und sahen mich an. Ich setzte mich zu ihnen und Lisa fragte dann: „Jetzt sind keine Typen da. Erzähl mal von Jimin. Was habt ihr vorhin gemacht?“ „Wir waren im Boathouse Café essen“ Jisoo fiel die Kinnlade runter: „Jetzt sag nicht, er hat gezahlt“ „Ehm, doch...“, sagte ich irritiert. Rosé hörte man lachen: „Wenn er verliebt ist, ist selbst Park Jimin erwachsen. Aber warum wohnst du denn bei denen? Wahrscheinlich nicht wegen Jimin, oder doch?“ „Es ging so los: Ich war in Deutschland am studieren, meine Mum hat Krebs, ich flieg heim, meine Mum verblutet, weil... Auf jeden Fall haben sie mich dann im Park weinen sehen und angeboten ich könne bei ihnen wohnen. Dann ging das alles los, mit Jimin. Alle sechs waren sich sicher, wir wären ineinander verliebt und einfach zu schüchtern, um es zuzugeben. Darum haben sie versucht, Jimin zu provozieren, indem Joon mich küsst und Hobi mich anfässt und so n Schrott. Und irgendwann hat er es dann zugegeben. Und dann, dann war da dieser schrecklich Film, den die Deppen unbedingt schauen wollten. Und ich hatte Todesangst und bin darum gefühlt jede Minute näher zu ihm. Und ja... dann kam das alles so. Man kann sagen, der Film hat noch einmal fiel bewirkt. Ich kann keine Kurzfassungen erzählen, sorry“ „Wir haben‘s verstanden“, bestätigte Jisoo. Ich bat sie dann: „Erzählt doch mal bisschen was von euch“ „Also, du weißt unser Alter und dass wir die Mitglieder von Blackpink sind. Über K-Pop weißt du auch Bescheid. Unser Alltag sieht ähnlich wie der von BTS aus. Stundenlang Tanztraining und singen und so Zeug. Ansonsten... ja, das ist unser momentanes Leben. Und hier und da ne Performance und ein Interview“, erzählte Jennie. Sie arbeiteten scheinbar wirklich hart. Ich bewunderte sie, denn mir ist es manchmal schon zu viel Stress, in die Uni zu gehen, wo ich den ganzen Tag nur rumsitze und zuhöre. Sie müssen stundenlang tanzen, und zwar dauerhaft hoch konzentriert. Auf einmal wurde die Stille von Jisoos Handy unterbrochen. Sie hob ab und machte laut.
    Jisoo: „Was ist los?“
    Jimin: „Wo ist sie?“
    Jisoo: „Wo ist wer?“
    Jimin: „(D/n)”

    Ich sah auf mein Handy und sah 15 verpasste Anrufe. Mein Handy war noch auf stumm, warum ich es nicht gehört hatte. Ich wollte gerade etwas sagen, als Jennie mir deutete, leise zu sein und grinste.
    Jennie: „(D/n)? Die war doch noch mit dir unterwegs“
    Jimin: „Sie ist vor eurem Hotel aus dem Taxi gestiegen. Ich erreiche sie nicht, und bei euch ist sie auch nicht?“
    Lisa: „Nein, sie ist nicht hier. Also, zumindest nicht in unserem Zimmer“
    Jimin: „Wo soll sie denn sonst sein?“
    Rosé: „Wer weiß das schon“
    Jimin: „Wisst ihr jetzt wo sie ist, oder nicht?“
    Jisoo: „Nein“
    Jimin: „Ich bin in fünf Minuten da“
    Jennie: „Halt, stop, Jimin!“
    Jimin: „Was ist jetzt?“
    (D/n): „Ich bin hier“
    Jimin: „Ist das euer Ernst? Jk hatte Recht. Ein Mädchen ist okay, aber mehrere zusammen, das ist nicht lustig“
    Lisa: „Jetzt geh du mal schön zu deiner Talk-Show und stalk nicht alle zehn Minuten deine Freundin!“
    Jimin: „Mach ich gar nicht, ich hab mir sorgen gemacht, wenn’s recht ist“
    Rosé: „Auf Wiedersehen, Jimin!“

    Ohne auf noch eine Antwort zu warten, legte Rosé auf und Jisoo packte ihr Handy wieder ein. „Sorgen gemacht. Denkt der, du wirst in nem fünf Sterne Hotel entführt, oder was?“, fragte Lisa. Jennie meinte nur: „Lass ihn doch. Ist doch süß“ „Ich hätte nicht gedacht, dass Jimin romantisch und süß sein kann“, stellte Jisoo fest. Alle drei gaben ihr recht. Dann fragte Rosé irgendwann: „Film?“ „Was schaut ihr für Filme?“, fragte ich, bevor jemand anders etwas sagen konnte. Ich wusste nicht, ob Jimin mich vielleicht nur verarscht hatte, als er gesagt hat, dass sie Horrorfilme schauen. „Horror, Horror, K-Dramas... das war’s“, zählte Jisoo auf. „Ok, wir schauen ein K-Drama! Wie wär‘s mit ‚It‘s Okay to Be Not Okay‘?“, schlug ich vor. Lisa stimmte zu: „Tausendmal gesehen, aber jedes Mal gut. Schauen wir!“ Wir holten uns noch Popcorn und Getränke und starteten dann den Film.

    „Darf ich ihn wegdrücken?“, fragt Lisa kurz vorm Ende des Films. Ich sah auf ihr Handy und bemerkte, dass Jimin sie anrief. „Geh ran, ist lustiger“, verlangte Jennie. Lisa verdrehte die Augen und hob dann ab.
    Lisa: „Guten Abend Mr. Park, was kann ich für Sie tun?“
    Jimin: „Geht’s euch gut?“
    Lisa: „Meinst du uns oder (D/n)?“
    Jimin: „Da ich eine gute Erziehung genossen habe, frage ich nach euch allen, wenn ich ehrlich bin, interessiert mich aber nicht, wie es dir geht, eigentlich interessiert es mich nur von (D/n)“
    Lisa: „Okay, warum rufst du dann nicht (D/n) direkt hat. Falls du es vergessen hat, sie ist in Besitz eines iPhones und ist in der Lage zu telefonieren“
    Jungkook: „Naja, (D/n) geht aber nicht ran und Jimin stirbt hier halb“
    Lisa: „Och bitte nicht der Typ schon wieder“
    Jungkook: „Denkst du, ich mag dich?“
    Lisa: „Ich hoffe nicht, dann fände ich dich vielleicht sympathisch“
    Jungkook: „Warum sind wir befreundet?“
    Lisa: „Damit wir uns gegenseitig haten und beleidigen können“
    Jungkook: „Stimmt, das war’s. Fast hätte ich’s vergessen“
    Jimin: „Ist (D/n) bei euch?“
    Lisa: „Nein, sie ist bei dem attraktivem Typen im Nebenzimmer“
    Jimin: „Also ist sie bei euch?“
    Lisa: „Wenn du es sowieso schon weißt, warum fragst du dann?“
    Jimin: „Ist sie jetzt bei euch oder nicht“
    Lisa: „Ich werde diese Frage jetzt nicht beantworten“
    Yoongi: „Ich hab doch gesagt, die geht fremd“
    Lisa: „Sag mal, sitz ihr jetzt alle Sieben vorm Handy?“
    Namjoon: „Ja?“
    Hoseok: „Ihr doch auch“
    Lisa: „Nein ich bin alleine“
    Jimin: „Okay, und wo ist jetzt (D/n)?“
    Lisa: „IM NEBENZIMMER!“
    Taehyung: „Findest du den Typen auch attraktiv?“
    Lisa: „Der ist attraktiver als ihr alle zusammen!“
    Seokjin: „Sicher, dass er existiert? So etwas gibt es nämlich gar nicht“
    Lisa: „Bitte, NERVT NICHT DAUERND! Es wird schon niemand (D/n) fressen!“
    Jimin: „Also ist sie doch bei euch?“
    Jennie: „Bist du dumm?“
    Namjoon: „Lisa, ich dachte du bist alleine?“
    Lisa: „Ausgeschlossen sind Chaeyoung, Jennie, Jisoo und (D/n)“
    Hoseok: „Läuft bei euch“
    Lisa: „Wir sind zu fünft, ihr zu siebt“
    Yoongi: „Siehe mal einer an, sogar rechnen kann sie! Ein Multi Talent“
    Lisa: „Besser Rappen und tanzen als du kann ich auch“
    Seokjin: „Ein Rat. Diskutiere nicht mit gestörten Frauen, ein perfektes Beispiel wäre Lalisa Manoban“
    Rosé: „Und ein Rat an dich, Halt deine Fresse!“
    (D/n): „Wow, man spürt richtig, wie ihr euch gegenseitig liebt!“
    Jungkook: „Aber selbstverständlich“
    Jimin: „Nicht, dass ihr noch auf dumme Gedanken kommt: (D/n) zieht nicht bei dir ich ein, die bleibt bei mir!“
    Jisoo: „Sie ist einmal bei uns, und er denkt, sie wohnt jetzt mit uns zusammen“
    Jimin: „Ich hab’s nur vorsichtshalber mal klargestellt! Weiß ja nicht, was in euren Köpfen vor geht...“
    Jennie: „Okay, danke dafür. Dürften wir jetzt den Film fertig sehen“
    Taehyung: „Hahaha, diesmal hat (D/n) ja gar keinen Jimin, auf den sie sich halb drauf legen kann“
    Lisa: „Braucht sie auch nicht, wir schauen ‚It‘s Okay to Be Not Okay‘
    Jungkook: „Nicht euer Ernst“
    Rosé: „Doch. Der ist gut!“
    Yoongi: „So gut dann auch wieder nicht. Außerdem brauchen wir keine Liebesfilme schauen. Wir leben mit (D/n) und Jimin zusammen“
    Jimin: „Willst du, dass ich dir eine runterhau?“
    Jungkook: „Wirst du gerade Gewalttätig, Hyung?“
    Jisoo: „Okay, dann verprügelt euch mal schön und lasst uns den Film schauen“
    Lisa: „Tschüss“

    Sie legten auf und lachten. „Ich würd es keinen Tag mit denen aushalten! Respekt (D/n)!“, bemerkte Rosé. Wir sahen den Film fertig und unterhielten uns dann noch ein bisschen, bis es an der Tür klopfte.

    Hi
    Ob ihr‘s glaubt oder nicht, das neue Kapitel ist da!😱 ich bin stolz auf mich haha. Also, danke, für 3000 Aufrufeeeeee!💜
    Und noch etwas, Schule ist seit gestern wieder am Start, zwar nur online, aber trotzdem schrecklich. Das bedeutet: in der Zeit, wo ich bis vor paar Tagen an der Ff geschrieben habe, lerne ich jetzt wieder. Das wiederum bedeutet, dass ich dann Abends/Nachts schreibe und irgendwann nachts hochlade. Also so, dass dann weiterhin hoffentlich jeden Tag was kommt, und falls nicht, sorryyy. Aber ich geb mein bestes!☺️

    36
    36. Kapitel

    Alle sahen sich erschrocken an. „Ehm, soll ich auf machen?“, fragte Rosé unsicher. Jennie nickte und Rosé ging zur Tür und öffnete sie langsam. „Oh mein Gott!“, rief sie. Lisa sprang auf: „Wer ist da?“ Als sie zur Tür kam, schlug sie sich nur auf die Stirn und kam zurück. Dann kamen sieben junge Männer rein. Jennie begrüßte sie dann: „Gut, dass ihr da seid. Wir wären ohne euch fast gestorben! UND ZIEHT EURE SCHUHE AUS!“ Sie gingen schnell zurück und zogen ihre Schuhe aus. Dann kam Jimin auf mich zu und umarmte mich. Yoongi kommentierte dann: „War schon echt wieder grenzwertig heute. Ihr Ärmsten habt euch bestimmt vier Stunden nicht gesehen“ „Jimin, das nennst du ‚mega krass sexy Kleid‘?“, fragte Tae. „Ich nenne das, meine Jogginghose und eines meiner Lieblings-T-Shirts“, antwortete Jennie ihm. Jisoo meinte dann: „Aber das Kleid, das Jimin meinte, das ist echt mega! Wo ist das her, (D/n)?“ „Celine“ Alle gleichzeitig fragten: „Du trägst Celine?“ „War ein Geschenk zum 18. Geburtstag. Sonst besitze ich keine so teuren Sachen!“, erklärte ich. Sie nickten verstehend. „Ich bin echt müde!“, sagte Yoongi. Hobi verdrehte die Augen: „Damit hätte jetzt niemand gerechnet! Aber, ich bin ehrlich gesagt auch müde. Fahren wir?“ Wir standen auf und verabschiedeten uns bei den Mädels. Ich holte noch kurz meine Klamotten aus dem Badezimmer, ließ Jennies Sachen aber an. Dann gingen Jimin und ich den Anderen hinterher. Im geliehenen Van schien Yoongi dann gar nicht mehr müde. Ganz im Gegenteil, er nervte mit seinem Gelaber. Darum nahm ich, so unhöflich es auch ist, meine AirPods aus meiner Handtasche und hörte Musik. Jimin, der neben mir saß, nahm sich dann einen Kopfhörer, da er es auch sehr anstrengend fand, seinem Kumpel zuzuhören. Irgendwann spürte ich dann seinen Kopf auf meiner Schulter und als ich zu ihm sah, bemerkte ich das er eingeschlafen war. Ich sah aus dem Fenster auf die beleuchtete Stadt. Es war sehr klar heute Nacht, warum man auch die Sterne sehen konnte. Und dann blieben wir stehen und alle nacheinander stiegen aus. Dadurch wachte Jimin auch wieder auf und wir folgten den Anderen nach oben. Oben vor den Zimmern machte Joon dann noch eine Ansage: „Wir treffe uns morgen um 9 Uhr hier und gehen dann zusammen frühstücken. Stellt euch einen Wecker, Anders wird des nichts...“ Alle nickten und wir verteilten uns auf unsere Zimmer. Jimin und ich gingen gleichzeitig in das große Badezimmer und putzen unsere Zähne. Nachdem ich mich abgeschminkt hatte, ging ich raus und Jimin musste noch schnell duschen. Als ich mich dann umgezogen hatte, blinkte mein Handy auf, welches ich dann endlich wieder laut stellte.
    Jennie:
    Wo seid ihr morgen denn so unterwegs? Dann kommen wir ‚zufällig’ vorbei und retten dich vor dem sicheren Tod 🤣
    (D/n):
    Haha, Joon hat noch nichts gesagt. Wir gehen um 9 Uhr frühstücken, mehr weiß ich nicht 😂 schreib euch dann spontan...
    Jennie:
    Alles klar, dann bis morgen und gute Nacht😴
    (D/n):
    Gute Nacht😌

    Ich legte mein Handy weg und legte mich hin. Eigentlich wollte ich noch auf Jimin warten, war dann aber so müde, dass mir doch die Augen zufielen. Ich hörte ihn dann noch: „(D/n)?“ flüstern. Ich reagierte nicht, warum er dann auch schlafen ging.

    „HALLO! AUFSTEHEN!“, schrie jemand durchs ganze Zimmer. Jimin und ich schreckten gleichzeitig hoch und schlugen dabei unsere Köpfe zusammen. Dann sahen wir uns total verwirrt an und vor uns standen alle sechs Jungs fertig angezogen. „Was wollt ihr denn jetzt?“, fragte Jimin. „War da nicht was mit 9 Uhr zusammen frühstücken?“, erinnerte Hobi uns. Yoongi fügte dann hinzu: „Sogar ICH hab das geschafft!“ „Wie zur Hölle seid ihr hier rein gekommen? Die Tür aufgebrochen oder was?“, fragte ich. Jungkook erklärte: „Ne, zweite Karte von der Rezeption geholt. Wir dachte euch ist irgendwas passiert“ Tae fiel dann ein: „Ach und (D/n), du hast die ein oder andere Nachricht von Jisoo und Jennie bekommen. Hast du was mit ihnen ausgemacht?” Ich griff nach meinem Handy, das auf dem Nachttisch lag. Es war 9:39 Uhr und ich hatte 69 Nachrichten von den beiden. „Das ist nicht so wichtig“, lenkte ich ab. Daraufhin warfen mir alle Sieben einen komischen Blick zu, beließen es aber dabei. „Jetzt macht euch schnell fertig. Wir stellen uns vor die Tür und in genau zehn Minuten kommen wir ohne Vorwarnung wieder rein. Also beeilt euch!“, drohte Joon. Wir nickten uns als sie das Zimmer verlassen hatten, machten wir uns schnell fertig. Ich ging nur kurz duschen, putze meine Zähne, machte mir einen Zopf und zog mir eine hellblauen Jeans mit einem dunkelgrauen Oberteil an. Ich war gerade fertig und holte mein Handy, da wurde die Tür aufgestoßen. Jimin kam jetzt auch aus dem Bad und wir gingen alle nach unten zum frühstücken.
    Am Buffet war, obwohl es schon spät war, noch viel los. Jin und Jungkook holten sich zusammen etwas und kamen mit jeweils drei vollen Tellern wieder. Joon ermahnte sie: „Jungs, etwas mehr Manieren bitte! Ihr blamiert uns, wenn ihr das ganze Buffet leer esst!“ „Aber da steht ‚All you can eat‘ Und ich kann ne ganze Menge essen!“, widersprach Jin ihm, auf ein Schild zeigen. Der Leader verdrehte die Augen und ging dann auch mit Hobi und Yoongi vor. Tae, Jimin und ich standen dann auch auf. Da ich nicht der größte Fan von amerikanischem Frühstück war, nahm ich mir nur einen Obstsalat und ein paar Pancakes. Die Anderen aßen etwas mehr, aber nicht so viel wie Jin und Jk.

    „Wie wär‘s, wenn wir jetzt zur Freiheits Statue laufen, wenn’s nicht zu weit ist, und ein paar Bilder machen?“, schlug Hobi bei einem seiner letzten Bissen vor. Wir stimmten ihm zu, dann sahen mich alle an. Ich starte ein Zeit lang zurück, fragte dann aber: „Was ist?“ Tae sagte etwas, was mir nicht viel weiterhalf: „Frag einfach“ Ich sah sie verwirrt an dann half Yoongi mir auf die Sprünge: „Du willst doch bestimmt, dass die anderen vier Hühner mitkommen. Also, Lisa hat zumindest gefragt, damit sie dich ‚retten‘ können“ „Achso, sagt das doch gleich. Aber wenn ihr keinen Bock auf sie habt, was ich nicht nachvollziehen könnte, dann schreib ich ihnen nicht“, bot ich an. „Anderer Vorschlag, weil du ein Mädchen bist, gehst du zu den anderen Mädchen, und weil wir Jungs sind, bleiben wir unter uns. Nicht das du nervst, aber die Vier finden es nicht gut, dass du ständig nur bei uns bist“, erklärte Jk. Doch Jimin widersprach schnell: „Nein, (D/n) geht nicht wieder alleine mit den Vieren. Wenn dann machen wir zu 2,4,6,12, Ja zu Zwölft, was“ „Die Idee find ich nicht gut!“, stellte Jin klar. Ich fragte: „Darf man fragen, warum ihr befreundet seid, wenn ihr euch eigentlich gegenseitig nur nervt?“ „Ganz einfach: das sind Frauen. Das heißt, die sind heute cool, morgen nervig und gestern waren sie zickig“, klärte Joon mich auf. Ich zuckte mit den Schultern: „Erstens, DAS STIMMT NICHT! Und zweitens, vielleicht sind sie heute ja cool“ „(D/n) ist heute empfindlich. Bist du dir sicher Jimin, dass du sie nicht doch zu Ihresgleichen lassen willst?“, fragte Yoongi. „Ich...“ Ich unterbrach meinen Freund: „Ich bin überhaupt nicht empfindlich! Ihr...“ Diesmal unterbrach Tae mich und begann zu lachen: „Alles gut, Jungs. Die hat einfach ihre Tage“ Alle lachten und sagten im Chor: „Achso“, aber Jimin fragte, ihn böse anschauend: „Und warum weißt DU, Kim Taehyung, das jetzt“ „Weil sie launisch ist“, gab der Andere zur Antwort. Jimin flüsterte mir zu: „Brauchst du was?“ „Halt mal! Ich hab nicht mal meine Tage! Und ich bin auch nicht launisch! Ich bin nur der Meinung, dass Frauen nicht als nervig oder zickig bezeichnet werden sollten!“, stellte ich in normaler Lautstärke klar, „und ich bin dafür, dass wir was zu Zwölft machen“ Namjoon verdrehte die Augen: „Na gut, aber sie dürfen kein Wort sagen!“ „Namjoon, denen ihre Blicke sind schon super nervig und manchmal noch schlimmer als Worte!“, bemerkte Jk. Hobi schlug dann vor: „Wie wär’s wenn sie Augenbinden mitbringen?“ Ich stand auf, um mir noch weiter dumme Ideen zu ersparen und rief Lisa an.
    Lisa: „Ach Hey, auch schon wach“
    (D/n): „Schon länger, aber haben bisschen verschlafen“
    Jennie: „Haben wir gemerkt“
    Rosé: „Also, was ist jetzt der Plan?“
    (D/n): „Also, alle waren gegen euch, aber ihr dürft kommen. Ihr sollt eigentlich Augenbinden mitnehmen und dürft nichts sagen, aber den Teil ignorieren wir einfach“
    Jisoo: „Alles klar, wo treffen wir uns?“
    (D/n): „Ehm... Wir holen euch vorm Hotel ab“
    Lisa: „Und wann?“
    (D/n): „Ungefähr halbe Stunde“
    Blackpink: „Oki, bis dann“
    (D/n): „Bis dann“

    Ich ging wieder zurück, wo es gerade um Videospiele ging. Gesprächsführung waren eindeutig die beiden Jüngsten, aber alle waren eifrig bei der Sache. Ich las Nachrichten auf meinem Handy, da es mich nicht wirklich interessierte. Ich spielte gerne, musste mich aber nicht so hochmotiviert darüber unterhalten. Doch dann hörte ich Jungkook auf einmal: „VERGESST ES! Kein Mädchen, okay (D/n) schon, aber kein Mädchen außer ihr betritt mein zu Hause! Der Grund ist egal. Aber auf gar keinen Fall kommen die zu spielen! Wenn doch, dann zieh ich aus! Wenn ihr mit anderen spielen wollt, soll TXT oder sonst wer kommen, jeder von mir aus, aber KEINE Girlgroup! Und auch sonst nichts weibliches!“ Ich richtete mich auf, was alle zu zusammenzucken brachte, da ich lange nichts gesagt hatte: „Zum spielen kommen? Die Idee finde ich mega!“ „Da stimm ich ihr zu, das wäre lustig!“, stimmte Jimin mir zu. Tae verdrehte die Augen: „Natürlich bist du ihrer Meinung, sie ist deine Freundin. In na Beziehung blabbert man sich ja sowieso ALLES nach!“ „Eifersüchtig, weil du keine Freundin hast, oder was?“, zog der Andere seinen Kumpel auf. „NEIN!“, widersprach dieser ihm schnell. Jimin grinste, drehte sich zu mir und küsste mich. Jungkook drehte sich schnell weg, spielte wie ein Baby und schrie: „Ihhhh, Eomma, Appa, sagt denen, sie sollen aufhören!“ Jin maulte: „Nichts Eomma und Appa! Seokjin und Namjoon!“ „Okay, Jk hört auf und Jimin hört auf und alle hören auf! Jetzt gehen wir hoch, machen uns fertig und treffen uns PÜNKTLICH um 11:45 bei der Rezeption!“, befahlt Joonie. Alle standen auf und wir gingen nach oben.
    Vor Hobis und Yoongis Zimmer diskutierten die drei dann noch, wer seine Kamera mitnehmen musste.
    Das war scheinbar Folter, denn sie stritten schon fast. Ich stand da neben und sah ihnen gelangweilt zu. Ich wollte was sagen, aber das bemerkten sie nicht einmal. Auf einmal spürte ich ein Augenpaar auf mir ruhen, warum ich mich im Gang umsah. Ein ungefähr fünfundzwanzig jähriger Mann vom Zimmer-Service stand vor einem Zimmer mit geöffneter Türe. Er faltete gerade Handtücher zusammen, aber starrte mich an. Ich drehte mich wieder um und sah in Jimins Augen. Yoongi und Hobi diskutieren inzwischen alleine, Jimin sah mit gerunzelter Stirn zwischen mir und dem Mann hin und her. Er schien nachzudenken. Doch dann fragte Yoongi: „Hallo Jimin! Also nimmst du sie jetzt?“ Jimin reagierte nicht. Hobi folgte seinem Blick und sah zu dem Amerikaner: „Hey Jimin, man killt nicht mit Blicken! Wenn du ein Problem hast, sag’s ihm!“ „Ich kann kein English, also kill ich mit Blicken“, erklärte er ihnen. Yoongi lachte: „Das scheint er aber gar nicht zu bemerken. Er hat etwas viel interessanteres im Blick. Aber komm, er schaut doch nur“
    „DAS INTERESSIERT MICH NICHT! Der soll sofort aufhören!“ Die beiden Jungs zuckten kurz zusammen. Ich blickte noch einmal über meine Schulter zu dem Mann, der mich immer noch angaffte. Und ich fühlte mich unwohl. Seine Augen wanderten an mir runter und wieder hoch. Ich drehte mich wieder um und flüsterte mit zittriger Stimme: „Chim Chim, bitte mach was...“ Das ließ er sich nicht zweimal sagen. „Ich nehm die Kamera!“, sagte er seinen Kollegen noch, woraufhin sie etwas verwirrt in ihr Zimmer gingen. Dann zog er mich sofort an sich ran und küsste mich. Als ich den Kuss nach einiger Zeit brach, sah ich das verwirrte Gesicht des Amerikaners. Jimin nahm grinsend meine Hand und als wir an ihm vorbeigingen meinte er mit sehr schlechten Englisch: „Tja, die gehört schon mir!“ Er öffnete das Zimmer mit der Schlüsselkarte und ich schloss hinter uns die Tür. „Du machst dich ganz schön unbeliebt unter Typen, weißt du das?“, fragte ich ihn und setzte mich mit meinem Handy in der Hand auf die Couch. Er lachte nur: „Was mir gehört darf niemand anschauen, der währenddessen solche Gedanken wie der hat! Ich könnte diese Typen dann immer umbringen. Gestern waren da auch ganz viele von der Sorte...“ Da klingelte sein Handy.
    Jimin: „Was ist?“
    Namjoon: „Hast du ihn verprügelt?“
    Jimin: „Wen?“
    Namjoon: „Den vom Flur. Hobi hat’s mir erzählt“
    Jimin: „Was ist das denn für ne Tratsche! Aber nein, ich hab ihn nicht verprügelt, nur ein bisschen... eifersüchtig gemacht. Aber alles gut und jetzt lass mich, ich muss mich fertig machen!“
    Namjoon: „Du schlägst niemanden, verstanden?“
    Jimin: „Niemals. Und jetzt TSCHÜSS!“
    Namjoon: „Ciao“

    „Upsi, ich hab den Mädels gesagt, dass wir sie jetzt abholen...“, fiel mir ein. „Naja, das klappt nicht. Aber wir beeilen uns!“
    Ich machte mir noch schnell ein dezentes Make-Up und glättete mir meine Haare. Um mein Outfit kümmerte ich mich nicht. Zwanzig Minuten später gingen wir dann auch schon zur Rezeption, wo bereits alle anderen warteten. Jin begrüßte uns: „Ach ihr seid auch schon fertig?“ „Wo hast du deine Kamera gelassen, Jimin?“, fragte Yoongi und zog eine Augenbraue hoch. „Die... hab ich nicht dabei... Vergessen“, gab der Angesprochene zu. „Ich renn schnell hoch und hol eine”, kündigte Jk an und war schon verschwunden. Namjoon sagte dann irgendwann während wir auf den Maknae warteten: „Jimin, wir müssen später dann mal unter vier Augen sprechen” „Okay... Um was geht’s?” Alle fünf sahen zu mir, warum Jimin es dann auch tat. „Warum redet ihr über mich, aber ich darf nicht dabei sein?”, fragte ich. Tae widersprach mir: „Was sagst du da? Es geht gar nicht um dich. Es geht um... um... um... es ist schwer es zu beschreiben. Aber es geht um... also um...” „Lass es einfach, sie ist nicht auf den Kopf gefallen! Und warum du nicht dabei sein kannst, dann ist Jimin... abgelenkt. Und da kommt Kook”, erklärte Yoongi. Jungkook reichte Jimin die Kamera und dann gingen wir nach draußen. Die Jungs zogen alle ihren Mundschutz vom Kinn übers Gesicht, um nicht erkannt zu werden. Ich unterhielt mich gerade mit Tae und Jungkook. Jimin lief bei Jin und sah böse zu den beiden Jungs neben mir. Ich tat so, als würde ich das nicht bemerken. Sie erzählten von einem Hund. Er hieß Yeontan, aber ich hatte nicht verstanden, wem genau er jetzt gehört. Darum fragte ich: „Also wartet mal, Jimin gehört der Hund, er hat ihn Tae’s Eltern geschenkt und wenn wir wieder zu Hause sind bringen Tae’s Eltern ihn zu uns?” „Nein, nein, nein! Eigentlich hab ich mir Tannie gekauft und er hat bei uns gewohnt. Aber da wir so selten daheim sind, hab ich ihm zu meinen Eltern gebracht. Und jetzt kommt er mal wieder zu uns. Alle lieben ihn, aber ich glaube Jimin etwas mehr als die Anderen”, erklärte Tae noch einmal. „Wollt ihr damit etwa sagen, dass ein Hund zu uns kommt?”, fragte ich und explodierte innerlich gerade vor Freude. Jk nickte: „Jo, aber sag um Gottes Willen nichts einer von Blackpink. Sonst ziehen die in der Zeit auch noch zu uns” Ich lachte, die Jungs fanden die Vorstellung aber scheinbar nicht lustig. Dann wurde ich plötzlich umarmt. Rosè. Alle Anderen umarmten mich auch und sprachen mit mir, meine Mitbewohner ignorierten sie. Joon sagte dann: „Ach Hi, auch schön euch zu sehen. Uns geht’s gut, und euch?” „Sorry, aber irgendeiner von euch hat uns verboten, zu sprechen...”, verteidigte Jisoo sich, „(D/n), kannst du die Deppen vielleicht ganz kurz fragen, wo wir jetzt hingehen” Ich sah sie mit einem Nicht-dein-Ernst-Blick an. Dann hörte ich Hobi schon neben mir: „(D/n), sag doch bitte den vier Zicken, dass wir zur Freiheitsstatuen gehen und Bilder machen” „(D/n), kannst du...” Ich unterbrach Lisa: „Was bin ich denn hier? Ihr sprecht die selbe Sprache, also sprecht gefälligst selber! Und, könnten wir bevor wir Bilder machen, noch was Essen gehen?” „Nein, wir können Nichts essen, weil wir vorhin frühstücken waren!”, erinnerte Yoongi mich. Ich verdrehte die Augen, sagte dann aber nichts mehr. Eigentlich wollte ich zu Jimin, der in diesem Moment aber von Joon an den Rand unserer Gruppe gezogen wurde. Also blieb ich doch bei den Mädels. Sie unterhielten sich über ihre Performance später. Jennie sah dann zu mir und schrie so laut, dass die Jungs es auch hören konnten: „(D/n) kommt dann später mit, oder. Backstage ist es immer super lustig und dann muss sie nicht alleine bleiben” Rosè stimmte ihr zu: „Ja, das ist eine gute Idee” Jimin nickte auch ganz begeistert. Alle warteten auf Joon Genehmigung. Dieser dachte nach und sagte schließlich: „Ja... okay” Ich freute mich und sah wie Jimin und Joon sich weiter unterhielten.
    Nach einiger Zeit waren wir dann auch endlich an einem Punkt, wo man die Statue gut sehen konnte. Hier war auch ungewöhnlicherweise nichts los. Die Jungs machten Fotos, aber Jimin und Joon redeten immer noch und standen abseits. Ich wollte zu ihnen gehen, wurde dann aber von Hobi und Yoongi zurückgezogen. Yoongi flüsterte: „Lass die mal” Ich sah verwirrt zu ihm hoch. Da ich keine Anstalten machte, mich umzudrehen, wurde dann aber von Jungkook an den Haaren weggezogen. Auf der Bortsteinkante saßen Lisa, Rosé, Jennie und Jisoo. Ich setzte mich neben sie und Jungkook bat mich: „Jetzt bleib bitte einfach hier sitzen!” Damit drehte er sich um und ging auf Tae zu, der gerade Jin fotografiertet. Jisoo fragte dann: „Ehm, was ist los?” Ich zuckte nur mit den Schultern und sah zu den immer noch diskutierenden Jungs. Inzwischen hatte auch Yoongi sich eingemischt. Jimin sah dann mit leeren Augen zu mir. Ich verstand einfach nicht, was los war. Ich sah auf den Boden und hoffte, dass mich irgendwann mal jemand aufklären würde. Und dann hörte ich endlich, dass sich jemand neben mir räusperte. Ich drehte meinen Kopf und sah Jimin. „Hey”, sagte er dann endlich. „Was ist los?”, fragte ich. „Also... es geht darum... das... das geht so nicht!” „Was?” „Gestern, beim Interview, war ich anders als sonst, in der Arbeit war ich anders als sonst. Und... das fällt auf. Ich hab mich schnell in dich verliebt. Aber das war einfach zu schnell. Das... wir sollten das beenden. Wir hatten jahrelang keinen Kontakt und haben uns nicht mal vermisst. Und dann sind wir ganz plötzlich zusammengekommen und... nein, das kann doch einfach nichts Ernstes sein” „Was meinst du?” „Ich meine. Ich meine... dass ich Schluss mache, weil das einfach keine richtigen Gefühle sein können und ich für etwas, was mir vielleicht nicht so wichtig ist, wie es mir im Augenblick vorkommt, meinen Job verlieren kann. Es tut mir leid...” Mit diesen Worten stand er auf und ließ mich alleine. Ich sah ihm hinterher und realisierte im ersten Moment gar nicht, was passiert war. Ich stand auf und sah niemanden mehr. Hier war vorhin schon nichts los gewesen, warum wir auch hier die Bilder machen wollten. Aber jetzt waren nicht mal mehr die Anderen da. Jimin war auch verschwunden. Ich setzte mich wieder hin und begann zu weinen. War das wirklich passiert? Bitte lass das einfach einen Albtraum sein.

    Heyyy
    Hier ist das neue Kapitel. Was ich aus den Kommentaren so rausgelesen habe, brauchen hier ein paar Leute ja ganz dringend neuen Lesestoff ;)
    Naja, würde mich freuen, wenn ihr mal eure Theorie zum Ende dieses Kapitels in einem Kommentar zusammenfassen könntet. Ob es euch gefällt ist halt wegen diesem Ende so ne Frage... aber morgen geht’s weiter, nicht unbedingt schöner aber lest einfach selbst...🙃
    Bye bye

    37
    37. Kapitel

    Ich weinte und es kam mir wie eine Ewigkeit vor. Aber dann spürte ich eine Hand auf meiner Schulter. „Hey, was ist denn los? Wo ist Jimin?”, fragte Rosè. Ich sah auf und alle zehn standen vor mir. Ich wischte mir die Tränen weg und sagte: „Was weiß ich, wo der ist“ Jungkook fragte vorsichtig: „Warum weinst du?” Ich antwortete nicht. Alle knieten sich vor mir hin und Hobi fragte noch einmal: „(D/n), warum weinst du?“ Ich atmete durch und sagte: „Weil Jimin gerade mit mir Schluss gemacht hat“ Lisa stand auf: „Was ein Arschloch! Wo ist er?“ Die Jungs sahen sich alle erschrocken an, dann stand die Hyung-Line auf und rannte los. „Jungs, falscher Zeitpunkt für Wettrennen!“, schrie Jennie ihnen nach, aber das hörten sie nicht mehr. Tae sagte: „(D/n), beruhig dich. Das... das muss ein ganz großes Missverständnis sein!“ „Wenn er mir sagt, dass er Schluss macht, weil er keine richtigen Gefühle für mich hat, kann ich das leider nicht falsch verstehen...” Auf einmal hörte man jemanden von einer Seitenstraße aus schreien. Ich glaube es war Yoongi der brüllte: „JIMIN! BIST DU BEHINDERT?“ Wir alle sahen uns um, aber es war immer noch niemand da. Ich weinte immer noch und verstand einfach überhaupt nichts mehr. Jungkook setzte sich neben mich und umarmte mich.
    In diesem Moment hörte man Jimin schreien: „JUNGKOOK!“ Ich sah zu meinem Ex-Freund. Seine Augen waren rot, als hätte er geweint. Hinter ihm waren Jin, Yoongi, Hobi und Jonnie. Tae stellte sich hin und fragte: „Was hat Jk jetzt falsch gemacht?“ „Warum fasst er (D/n) an?“, fragte Jimin und war wütend. Lisa hatte sich dann gar nicht mehr im Griff: „PARK JIMIN! Was bist du für ein Vollidiot? Es hat dich nicht zu interessieren, wer (D/n) anfasst, da du, bescheuert wie du bist, vorhin mit ihr Schluss gemacht hast! Was denkst du dir dabei? Denkst du überhaupt nach? Wie kann man denn sowas machen? Warum weißt du jetzt ganz plötzlich, dass das keine echten Gefühle sind? Warum hast du innerhalb von fünf Minuten so etwas dummes, unüberlegtes gemacht? Warum schaltest du nicht einmal deinen Kopf ein und denkst nach? Dir ist klar, dass du nicht einfach morgen wieder ankommen kannst und sie dann alles vergessen hat. Weil dumm ist sie nicht, anders als du!“ Ich sagte dann nur „Lisa...“, und wollte sie beruhigen. Aber das tat sie nicht. Jennie schrie ihn jetzt auch an: „Wie kann man eigentlich so sein? Vorhin war alles in bester Ordnung und jetzt... Jetzt machst du aus Gründen, die total hirnlos sind, einfach mit dem Mädchen Schluss, das dich etwas in Richtung erwachsen sein gebracht hat. Du Depp warst endlich, mit fünfundzwanzig Jahren, mal ein Mann! Und handelst jetzt doch wieder wie so ein dummes Kleinkind. Was ist los mit dir?“ „Du bist einfach unmöglich! Ist wirklich alles was du sagst nur eine Lüge? Anscheinend... Ich hoffe einfach, dass (D/n) einen Typen findet, der ein so tolles Mädchen, wie sie es ist, auch verdient! Du tust das nämlich nicht! Du hast nur an dich gedacht! Von Anfang an! Wenn du nicht weißt, was du fühlst, dann bring sie doch nicht dazu, sich in dich zu verlieben. Dann komm doch gar nicht mit ihr zusammen. Oder sag es, wenn du Angst um deinen Job hast, doch einfach Bang PD! Er ist ja nicht YG, also hätte es da einen Weg gegeben. Aber nein, du machst es so, wie es dir gerade am besten passt! Warum wirst du nicht erwachsen? Warum hast du nicht gesehen, dass du (D/n) was bedeutest und sagst ihr ins Gesicht, dass du dir nicht mal sicher bist, ob du sie liebst?“, regte Rosé sich auf. Jimin war stehengeblieben und seine Augen wurden feucht. Namjoon bemerkte das und sagte: „Lasst mal... Ihr kennt nicht die ganze Geschichte“ „Die interessiert mich auch gar nicht. Wir nehmen (D/n) jetzt erstmal mit und ihr schreit Jimin zusammen. Ich würde das ja nur zu gerne selbst tun, aber wie du meinst, Namjoon“, beschloss Jisoo. Sie und Rosé streckten mir die Hand hin. Ich nahm sie und wurde hoch gezogen. Dann bogen wir in die nächste Seitenstraße. Als ich noch einmal nach hinten sah, weinte Jimin. Ich verstand einfach immer noch nichts. Ich lief einfach, mit Tränen in den Augen, in der Mitte meiner wahrscheinlich besten Freundinnen, die sehr wütend waren, zu ihrer Hotelsuite.

    Ich ließ mich aufs Sofa fallen. Die vier setzten sich neben mich. Ich legte meinen Kopf auf Jisoos Schulter und fragte: „Muss ich das verstehen?“ „Keine Ahnung. Ich versteh‘s nicht...“, antwortete Jennie mir und stand auf. Sie holte eine Decke vom anderen Ende der Couch und deckte mich zu. „Schlaf bisschen... Dann ist es nicht ganz so scheiße...“, schlug Rosé mir vor. Ich nickte und schloss die Augen. Zum Glück war ich noch müde und konnte darum einschlafen.

    Ich träumte. Von Jimin. Ich erlebte einfach jeden Tag, von da an, wo wir uns im Park getroffen hatten noch einmal. Auch den Tod meiner Mum, den ich inzwischen verkraftet hatte. Im Traum jedoch, wo ich das alles noch einmal sah, war es grauenvoll. Ich war gerade an der Beerdigung meiner Mum und stand vor ihrem Grab, da wurde ich wachgerüttelt. Ich lag immer noch auf dem Sofa. Geweckt hatte mich scheinbar Yoongi. Er stand vor mir und etwas weiter entfernt saß Taehyung. Es war alles, bis auf die LED-Beleuchtung in der Decke dunkel. Der Rollo des großen Fensters war einen kleinen Spalt offen, warum ich sehen konnte, dass es Nacht war. Ich wischte mir mit dem Ärmel die Tränen von meinen Wangen. Dann flüsterte ich: „Was macht ihr hier?“ „Du musst nicht flüstern. Es sind alle wach und haben sich in den Zimmern verteilt. Wir haben unsere Performance gehabt, aber es war, wenn ich ganz ehrlich bin, scheiße. Ich hab noch nie jemanden so aggressiv ‚Lovesick Girls‘ singen hören und noch nie gesehen, dass jemand bei ‚Dynamite‘ fast heult, so wie Jimin. Die Mädels ignorieren Jimin. Und er... er ist auch echt fertig. Genau genommen ist das der Grund, warum wir um halb vier noch wach sind. Jimin, der gerade Depressionen bekommt, du, die im Schlaf weint und die vier Mädels, die sich dauerhaft über Jimins Egoismus beschweren“ „Warum ist Jimin traurig? Ich hab ihm nicht gesagt, dass ich ihn eigentlich gar nicht liebe“ „Später. Jetzt schlaf!“ „Ich kann nicht schlafen“ „Du kannst schlafen!“ Damit stand er auf und setzte sich wieder zu Tae. Ich drehte mich auf die Seite und dachte nach. Dann fielen mir aber doch wieder die Augen zu.

    Ich öffnete sie langsam wieder, als es schon hell war. Alle elf saßen in einem Kreis auf dem Boden. Ich setzte mich auf, warum alle sich zu mir drehten. Sie hatte Augenringe, weil sie vermutlich die ganze Nacht wach waren, Jimin hatte immer noch rote Augen und inzwischen auf einen roten Handabdruck, der wohl von einer Ohrfeige stammte. Jin fragte als allererstes: „Was hat du geträumt in den letzten Stunden?“ Ich versuchte mich zu erinnern, schaffte es aber nicht: „Gar nichts. Oder ich kann mich nicht dran erinnern... Warum?“ Joon seufzte: „Weil du ungefähr fünfzig Mal nach Jimin gerufen hast“ Ich sah auf den Boden. Wir schwiegen, dann stand Jennie auf und gab mir etwas vom Couchtisch: „Wir haben dir bisschen was vom Buffet mitgenommen. Hunger?“ „Nein, danke. Gerade nicht“ Sie sah mich besorgt an, beließ es dann aber dabei. Ich setzte mich auf und merkte, wie mir sofort übel wurde. „Wo ist gleich wieder euer Badezimmer?“, fragte ich. Rosé zeigte auf eine Türe neben einem der Schlafzimmer. Ich sprang auf, rannte rein und schlug die Tür hinter mir zu. Drinnen musste ich mich erstmal übergeben. Das war so eklig. Ich spülte und wusch mir mein blasses Gesicht. Dann ging ich wieder nach draußen. Niemand hatte sich bewegt und alle starrten mich verwirrt an. „Ist was?“, fragte ich. „Ich bring dich um, Jimin!“, kündigte Lisa an. Hobi fragte: „Geht’s dir gut?“ Ich nickte und setzte mich wieder aufs Sofa. Jisoo ließ nicht locker: „Wenn’s dir gut geht, warum musst du dich dann übergeben?“ „Ich weiß es nicht. Vielleicht bin ich zu schnell aufgestanden. Aber jetzt geht es mir gut!“ Jimin sagte dann auch zum ersten Mal seit gestern wieder etwas zu mir: „Du siehst aber nicht so aus, als würde es dir gut gehen“ „Habt ihr euch mal gesehen?“, fragte ich. Rosé setzte sich neben mich und umarmte mich. Als sie sich von mir löste bat sie mich: „Versprich mir, dass du nicht über diese eine Person nachdenken wirst. Du bist nicht Schuld. Hunger?“ „Jetzt geht ihr erstmal schlafen! Ihr seht aus wie Leichen“, verlangte ich. Das ließen sie sich zum Glück auch nicht zwei Mal sagen. Die vier eigentlichen Bewohner der Suite gingen in ein Zimmer. Die Hyung-Line ging in das andere Schlafzimmer. Jk, Tae und Jimin legten sich auf die Couch. Als alle schliefen, stand ich auf und holte mein Handy vom Esstisch. Dann setzte ich mich wieder hin und schaute mir einfach irgendein Live auf Instagram an, um etwas zu tun zu haben. Nach ungefähr einer Stunde, in der ich Among Us gespielt hatte, hörte ich Jimin „(D/n)“, flüstern. Erst dachte ich, das war Einbildung, hörte ihn dann aber noch einmal: „Bitte komm mal...“ Ich überlegte kurz, ging dann aber doch zu ihm. Scheinbar hatte er geweint, was ich nichtmal gemerkt hatte. Er setzte sich auf und ich setzte mich neben ihn. Ich sah nach vorne, Jimin sah aber mich an. Nach einiger Zeit flüstere er: „Du bist so wunderschön“ „Halt bitte einfach deine Fresse!“, bat ich ihn. Das tat er dann auch, sah aber weiterhin zu mir. Ich starrte dann zurück, was einfach ein wahnsinnig großer Fehler war. Ich hatte mich mal wieder irgendwo in seinen wunderschönen Augen verirrt. Ich ermahnte mich selbst, wieder wegzuschauen, bekam es aber nicht hin. Stattdessen ließ ich einfach zu, dass er mir näher kam. „Was-“, wollte ich noch fragen, da küsste mich Jimin auch schon. Das machte er nicht wirklich oder? Ich ohrfeigte mich gerade dafür, aber musst den Kuss einfach erwidern, brach ihn dann aber doch wieder. „Bitte lass den Scheiß!“, bat ich ihn wieder. „Ich vermiss dich so unendlich krass!“, flüsterte er. Warum hab ich nicht den Mumm dazu, einfach aufzustehen und zu gehen? Aber nein, ich ließ gerade zu, dass mein Ex-Freund sich neben mich legte und von hinten so sehr umarmte, dass kein Blatt zwischen uns gepasst hätte. Warum bin ich so schwach? Er wird denken, ich renn ihm hinterher und er kann immer wieder ankommen. Ganz innen drinnen, würde ich ja immer noch liebend gerne mit ihm zusammen sein, aber ich wusste, dass es einfach falsch wäre. Dennoch schlief ich in Jimins Armen ein und fühlte mich leider auch noch wohl bei ihm...

    „Hey! (D/n)!“ „Muss man das verstehen?“ „Wacht auf!“ „JIMIN!“ Ich schlug meine Augen auf und spürte Jimins Arme ganz fest um meine Taille geschlungen. „Lass sie los, Jimin!“, ermahnte Hobi ihn. Und endlich wachte er auch auf und ließ mich langsam los. Jennie zog mich dann vorsichtig hoch und fragte: „Was zur Hölle ist jetzt los?“ „Sorry, meine Schuld!“, entschuldigte Jimin sich und richtete sich auch auf. „Hast du’s ihr gesagt, oder was?“, fragte Jin. Ich sah sie verwirrt an: „Was gesagt?“ „Sieht nicht danach aus...“, bemerkte Jisoo. „Was ja meiner Meinung nach noch viel interessanter ist, dass sie nicht geweint haben. Zum ersten Mal seit über 24 Stunden“, stellte Jk fest. Jimin riss die Augen auf: „Ich bin schon seit über 24 Stunden Single?“ „Ja du Depp. Wärst du aber nicht, wenn du nachdenken würdest, bevor du sprichst“, erinnerte Joon ihn. Mein Handy klingelte, warum ich es holte und dann ranging.
    (D/n): „Hallo“
    Dad: „Ach Hallo, du lebst noch“
    (D/n): „Sorry...“
    Dad: „Ist alles okay?“
    (D/n): „Ja, was soll sein?“
    Dad: „Ist was mit Jimin?“
    (D/n): „Nein, nein... Mit Jimin ist alles in Ordnung...“
    Dad: „Was ist es dann?“
    (D/n): „Glaub mir, es ist nichts“
    Dad: „Kann ich Jimin mal sprechen?“
    (D/n): „Ehm, ich schau mal, ob ich ihn finde“

    Ich sah zu Jimin, der das Telefonat verfolgt hatte. Er nahm mir mein Handy ab und ging auf den Flur. „Du sagst deinem Vater, mit Jimin ist alles gut?“, fragte Rosé empört. Jungkook grinst und sagte: „Vielleicht ist ja alles wieder gut, aber sie wollen es nicht sagen“ „Ich sag’s ihm, wenn wir wieder zu Hause sind. Aber nicht jetzt übers Telefon!“, erklärte ich. Jennie schloss die Wohnzimmertür und Hobi fragte dann: „Was war das gerade mit Jimin?“ „Er hat mich geküsst...“, gab ich zu und sah auf den Boden. Tae schüttelte den Kopf: „Sag mal, kann der auch einmal in seinem Leben nachdenken? Und er hat dir nichts gesagt? Du musst jetzt alles erzählen, weil Jimin macht das nicht“ „Ich werde hier gar nichts sagen ohne meinen Anwalt! Ich versteh die Welt nicht mehr, PUNKT!“, antwortete ich genervt. „Okay, also bist du zu ihm hin, er hat die geküsst und ihr seid eingeschlafen. So versteh ich das. Seid ihr wieder zusammen oder was?“, hackte Yoongi nach. „Nein! Und... ach er labert einfach Müll. Gestern sagt er mir, dass er mich nicht mal liebt und vorhin erzählt er mir, wie krass er mich vermisst“, erzählte ich dann doch. „Okay, ich sprech noch einmal mit ihm. So wird das ja nichts...“, kündigte Joon an. Dann kam Jimin wieder rein und sah etwas eingeschüchtert aus. Er gab mir mein Handy wieder und ich sah, dass er schon aufgelegt hatte. „Was ist?“, fragte Yoongi ihn. „Naja... ich hab bisschen Ärger bekommen...“, sagte er. Ich verdrehte die Augen: „Warum? Was hat er gesagt?“ „Das er weiß, dass nicht alles okay ist und das ich aufpassen soll, was ich mach“, erzählte er. Lisa klopfte mir auf die Schulter: „Dein Dad ist mir sehr sympathisch!“ Ich ignorierte sie und sagte: „Er meint‘s nicht so!“ „Wisst ihr, dass ich euch zwei nicht ernst nehmen kann? Jimin, man kann in seinem Leben nicht sehr viel mehr falsch machen als du! Und (D/n), er ist ein Idiot! Er hat sich von dir getrennt, aus nem Grund, wo es einfach ne Lösung gegeben hätte. Und jetzt nimmst du ihn in Schutz? Ich versteh euch nicht“, stelle Hobi fest. Jimin und ich sagten gleichzeitig: „Ich auch nicht“ Alle um uns herum gaben sich eine Facepalm. „Ok, ich red nicht mehr mit dir, Jimin! Du weißt eh was du zu tun hast! Du hast 24 Stunden Zeit, wieder gut zu machen, was du verbockt hast!“ „Mal ganz kurz: wir haben den 31. Dezember. Gehen wir heute Nacht dann zum Times Square?“, fragte Jisoo in die Runde. Wir nickten alle. „Das war ein Wink, dass ihr jetzt gehen sollt, damit wir uns mal fertig machen können“, erklärte Rosè ihnen. Wir standen auf und gingen zur Tür. „(D/n), du kannst hier bleiben, wenn du willst”, bot Jisoo mir noch an. Ich winkte ab: „Schon Okay. Ich hab hier ja keine Klamotten und nichts. Wir sehen uns später” Sie lächelten mir zu und ich ging zwischen Hobi und Yoongi nach draußen. Es war kalt und ich war froh, als wir uns dann in die zwei, von innen warmen, Taxis aufteilten. Ich ging mit Joon, Jk und Tae in eins. Auf den Straßen war die Hölle los. Überall hörte man gehupe. Ich lehnte mich gegen Joon und fragte: „Was ist mit Jimin?” Er legte seinen Arm um mich und antwortete: „Riesengroßes Missverständnis. Aber er sagt’s dir selber, glaub mir! Mach dir keine Gedanken“ Ich sah aus dem Fenster. Wir fuhren ungefähr eine viertel Stunde, dann blieben wir stehen. Wir stiegen aus und gingen nach innen. Ich hielt Abstand von Jimin, was auch gut klappte, bis mir einfiel, dass wir im selben Zimmer waren. Ich atmete tief durch und ging dann rein. Als die Tür hinter mir zugefallen war, sah ich Jimin Oberkörperfrei vorm Badezimmer stehen. Ich riss mich zusammen, sah zur Seite und verlangte: „Geh ins Badezimmer!“ Er wollte schon gehen, blieb aber doch noch einmal stehen.

    38
    38. Kapitel

    Er drehte sich um und kam langsam auf mich zu. Ich sah einfach zur Seite und wusste nicht was ich machen sollte. Als er direkt vor mir stand fragte er: „Warum?“ „Falls ich dich daran erinnern darf, du hast Schluss gemacht! Nicht ich! Also lass es einfach!“ „Und ich weiß jetzt, was ich für ein Vollidiot war. Du verzeihst mir doch, oder?“ Ich schüttelte mit Tränen in den Augen den Kopf: „Nein! Du hast mich einfach alleine gelassen und mir gesagt, dass ich dir nicht wichtig bin. Sowas kann ich nicht einfach vergessen!“ Er legte seine rechte Hand auf meine Taille und die Andere auf meine Backe. Ich ging einen Schritt zurück „Fass mich nicht an, Park Jimin!“, schrie ich immer noch weinend, „Ich muss mal an die frische Luft“ Damit drehte ich mich um und rannte aus dem Zimmer.

    Ich lief in eine etwas ruhigere Straße und setzte mich dort auf eine Treppenstufe. Warum musste das denn alles passieren? Mein Handy klingelte. Erst dachte ich, es wäre Jimin, er war es aber nicht.
    Lisa: „Hellooo, wir wollten nur kurz fragen, was du anziehst“
    (D/n): „Sorry, weiß ich noch nicht. Was zieht ihr an?“
    Jennie: „Du hast geweint, oder?“
    (D/n): „Nein!“
    Rosé: „Was hat er jetzt schon wieder gemacht?“
    (D/n): „Es ist alles okay!“
    Jisoo: „Das hast du deinem Dad auch gesagt!“
    (D/n): „Es ist nichts!“
    Jennie: „Okay, wir rufen Jimin an!“
    (D/n): „I-”

    Ich wollte gerade widersprechen, da hatten sie schon aufgelegt. Ich überlegte kurz, ob ich wieder rein gehen sollte, entschied mich dann aber dagegen. Ich sah mich einfach um und wartete. Auf was wusste ich nicht. Wahrscheinlich einfach, bis ich mich wieder etwas beruhigt hatte.

    Mir wurde kalt, da ich keine Jacke mitgenommen hatte. Darum stand ich auf und wollt mich wieder auf den Rückweg machen. Da klingelte aber wieder mein Handy. Als ich sah, das es Jimin war, lehnte ich den Anruf ab. Kurz danach rief mich Joon dann an. Ich dachte, er wüsste vielleicht nicht, was passiert war.
    (D/n): „Hi Joon, was gibt’s“
    Namjoon: „Ich hab’s mitbekommen. Da ist jemand, der mal ganz dringend mit dir sprechen muss“
    (D/n): „Solange du mit ‚jemand‘ nicht Jimin meinst, geb diesen ‚jemanden‘ mir“
    Namjoon: „Ich meine Jimin! Und es ist wichtig!“
    (D/n): „Wenn ich mit ihm sprechen wollen würde, würde ich seine Anrufe wahrscheinlich nicht ablehnen“
    Namjoon: „Wehe du legst auf!“
    Jimin: „(D/n)?“
    (D/n): „NAMJOON! ICH SAGTE, ICH WILL NICHT MIT IHM SPRECHEN!“
    Jimin: „Bitte hör mir zu!“
    (D/n): „...sorry“

    Ich legte auf und packte mein Handy weg. Dann ging ich wieder rein. Es war einfach zu kalt draußen. Als ich das Treppenhaus betrat, wäre ich am liebsten wieder zurück gegangen und einfach draußen erfroren. Es kamen nämlich gerade Jungkook, Hobi und Jimin die Treppe runter. Erst wären sie fast an mir vorbei gerannt, aber dann bemerkte Jungkook mich doch. Er griff nach meinem Handgelenk und zog mich nach oben. Jimin und Hobi hatten das nicht mal bemerkt, sondern waren nach draußen gerannt. Der Maknae zog mich zu Jimin und mir ins Zimmer, wo die restlichen vier Jungs verteilt saßen. Als Namjoon mich sah sagte er: „Hör ihm zu!“ Hobi und Jimin kamen jetzt auch wieder hoch. Als sie den Raum betraten, standen die fünf Anderen auf, zogen Hobi mit raus und schlossen die Tür. Jimin setzte sich neben mich, warum ich sofort aufstand und mich mit verschränkten Armen etwas weiter von ihm wegstellte. „Das tut mir so unendlich leid“, entschuldigte er sich. Ich schüttelte den Kopf: „Spar‘s dir einfach! Ich hab’s schon verstanden!“ „Ich hab dich angelogen...“, sprach er weiter. Ich sagte gar nichts und wollte einfach nur weg. Er räusperte sich: „Ich hab nicht mit dir Schluss gemacht, weil du mir nicht wichtig bist! Namjoon hat mit mir gesprochen und gesagt, dass ich einfach den ganzen Tag mit dem Kopf woanders bin. Er hat mir nur gesagt, dass ich mich auch wieder auf die Arbeit konzentrieren sollte. Aber ich hab dann einfach, weil ich dumm bin, mit dir Schluss gemacht. Ich hab nur gesagt, dass ich dich nicht richtig lieben würde, damit du das einfach so akzeptierst. Aber das stimmt gar nicht. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie mich Yoongi zusammen geschrieen hat, als er das erfahren hat. Von den Mädels fang ich erst gar nicht an. Ich hab einfach innerhalb von ein paar Minuten entschieden, dass es einfacher wäre, mich von dir zu trennen und hab das eine Minute später schon wieder bereut. Ich verstehe, wenn du mich dafür hasst, wie egoistisch ich sein kann. Aber... bitte, bitte, bitte, geb mir noch eine einzige Chance! Bitte!” Ich dachte nach. „Und wer versichert mir, dass du morgen nicht wieder so einen Scheiß machst?”, fragte ich. „Ich, versprochen! ...also?” „Eine ganz kleine Chance bekommst du... Warum muss ich mich immer so leicht umstimmen lassen?” Er lachte und stand auf. „Aber, du bist ein Kindergartenkind! Wir waren kaum zusammen, da hast du Schluss gemacht. Dann waren wir kurz getrennt und sind jetzt wieder zusammen. Entscheide dich mal!”, bemerkte ich. „Naja, ich hab dann eben gesehen, dass es ohne dich doch nicht geht... Darf ich dich küssen?” „So traurig es ist, aber ich darf seit gerade eben schon wieder nicht mehr entscheiden, was du mit mir machen darfst und was nicht” Das genügte ihm als Antwort und er küsste mich. In dem Moment war ich einfach nur froh. Ich war mir bis vor zwei Minuten wirklich sicher, das wäre das schlimmste Jahr meines Lebens gewesen. War es auch, denn ich hatte meine Mum verloren. Aber ich hatte Jimin wieder und das machte mich unendlich glücklich. Als er den Kuss brach flüsterte er strahlend: „Ich liebe dich!“ „Ich dich auch!“ Dann fragte er verlegen: „Ah, könntest du vielleicht Lisa anrufen? Sie hat gesagt, dass sie mich erschießt und ich will eigentlich noch ein bisschen länger leben...“ Ich lachte und rief Lisa an. Sie ging zum Glück auch schnell ran.
    Lisa: „Okay, was hat er gemacht? Wir holen dich von überall ab! Du musst nur was sagen!“
    (D/n): „Beruhig dich, es ist alles gut!“
    Jennie: „Nichts ist gut! Jetzt nehm den Idioten nicht in Schutz!“
    (D/n): „Jennie, der ‚Idiot‘ ist seit wenigen Minuten wieder mein Freund“
    Rosé: „Warte, du meinst Freund so, dass ihr gesprochen habt und einfach wieder Freunde seid, oder?“
    (D/n): „Nicht ganz, ich bin wieder mit ihm zusammen...”
    Jisoo: „Waaaaas?”
    Rosè: „Das wird mir zu kompliziert”
    (D/n): „Was ich euch eigentlich sagen wollte, erschießt Jimin bitte nicht, sonst bin ich wieder Single”
    Lisa: „Okay. Darüber sprechen wir später noch mal... Aber, WAS ZIEHST DU JETZT AN?”
    (D/n): „Ich hab immer noch keine Ahnung. Was zieht ihr denn an?”
    Jennie: „Wir hätten jetzt Kleider angezogen. Aber wenn’s dir zu kalt ist-“
    (D/n): „Alles klar, man sieht sich später”
    Jennie: „Okeeee, bis dann”

    Als ich auflegte, war Jimin schon in der Dusche verschwunden. Ich öffnete den Kleiderschrank und war erst etwas überfordert, entschied mich dann aber doch für ein mintgrünes Blusenkleid, eine etwas dickere Lederjacke und schwarze Dr. Martens. Ich legte alles raus und wartete dann, bis ich duschen gehen konnte.

    Als Jimin fertig war ging ich schnell duschen und machte meine Haare mit dem Lockenstab. Bevor ich mir dann mein Outfit anzog, schminkte ich mich noch. Ich war gerade dabei meine Handtasche zu packen, da umarmte Jimin mich von hinten, machte mir einen Knutschfleck auf den Hals und flüsterte: „Meins” Ich verdrehte die Augen: „Danke, jetzt muss ich den auch noch über schminken!” Er lachte: „Gar nichts musst du über schminken. Kann ruhig jeder sehen, dass du mir gehörst!” Ich schüttelte den Kopf und meinte: „Wie du meinst...“ Als ich dann auch fertig war, gingen wir auf den Flur um auf die Anderen zu warten. Während wir warteten, hatte Jimin plötzlich eine Idee: „Wie wär’s, wenn wir so tun, als hätten wir uns übelst zerstritten?“ „Lustig, machen wir!“ Daraufhin gingen wir sofort ein paar Meter auseinander. Wenigen Minuten später kamen Yoongi und Hobi dann aus ihrem Zimmer. Ich sah auf den Boden. Dann wurde die nächste Türe geöffnet, von Jk und Tae. Tae fragte: „Ach komm, Jimin. Was hast du angestellt?“ Ich musste mir ein Lachen verkneifen. Sie beobachteten uns und flüsterten hin und wieder was. Dann dauerte es ihnen zu lange, warum sie bei den beiden noch fehlenden klopften. Jin öffnete die Tür und Joon kam hinter ihm raus: „Und Jimin, (D/n)? Was-“ Er verstummte, als er zu uns sah. „Och man... Warum denn nicht?“, fragte Jin enttäuscht. Ich sah Jimin aus dem Augenwinkel mit den Schultern zucken und dann los laufen. Wir liefen hinterher und irgendwann nahm Jimin meine Hand. Joon, Jin und Tae hatten das gemerkt und beobachteten uns mit gerunzelter Stirn. Von weitem hörte man dann Jisoo rufen: „Aw, also seit ihr wirklich wieder ein Paar!“ „Ne... sind sie nicht...“, antwortete Yoongi. Lisa sah mich wütend an: „Warum hast du mir verboten, ihn umzubringen?“ „Und warum haltet ihr Händchen?“, fragte Jennie skeptisch weiter. „Und warum hat (D/n) nur so schöne Kleider? Ich bin neidisch!“, sagte Rosé. Joon räusperte sich: „Mich würde jetzt auch mal interessieren, was los ist“ Ich schüttelte, gespielt traurig, den Kopf: „Ich bin schon wieder mit dem gleichen, dummen Typen wie vor zwei Tagen zusammen... Ich werd einfach nicht schlauer...“ Lisa klatschte: „Halleluja, du bist echt gestört! Aber hiermit schwöre ich: Wenn ihr euch noch einmal trennt, bring ich euch beide um!“ „Das wirst du nicht schaffen, denn bevor du mich umbringen könntest, hätte ich vor Trauer schon Selbstmord begannen“, widersprach Jimin ihr. Die Jungs lachten. „Na dann, das Jahr hat doch noch ein Happy End. Plan für heute wäre essen, Club, Time Square. Will jemand widersprechen?“ Wir alle schüttelten den Kopf. Ich schlug dann vor: „Wie wär’s, wenn wir Burger essen gehen?“ „Nein, wenn ich jetzt einen Burger esse, ist mein Make-up ruiniert!“, widersprach Jennie mir. Hobi verdrehte die Augen: „Dein Make-up interessiert hier aber kein Schwein! Und ich liebe Hamburger. Und Sprite. Also, sehr gute Idee!“ Die anderen überstimmen die junge Frau, warum sie dann doch zustimmte. Jk googelte dann Burger-Restaurants. Nach fünf Minuten hatte er was, und lief auf das nächste Taxi zu. Tae und Jimin folgten ihm, und da ich immer noch Jimins Hand hielt, zog er mich mit. Die restlichen acht teilten sich auf und die
    Mädchen gingen in ein Taxi, die restlichen Jungs in ein drittes. Als wir alle drinnen saßen sah der Fahrer die drei Jungs mit offenem Mund an und stotterte: „Oh mei-mein Gott! I-ihr seid doch B-BTS!” „Das hätte ich tatsächlich fast vergessen...”, sagte Jimin auf Koreanisch, so dass er
    es nicht verstehen konnte. Jungkook fragte dann, ebenfalls auf unserer Muttersprache: „Deine Freundin ist hier, das ist das Problem... Was machen wir jetzt? Cousine von, ich werde jetzt mal keinen Namen sagen’?” Der Taxifahrer sah sie immer noch ungläubig an. Tae wollte von mir wissen: „Kannst du Englisch? Wir nämlich nicht... Dann bist du einfach eine von Big Hit, fertig!” „Was soll ich sagen?”, fragte ich. Sie redeten wild durcheinander. Dann räusperte ich mich und sagte auf Englisch: „Hallo, ja das sind Mitglieder von BTS. Aus geschäftlichen Gründen sind sie zur Zeit in New York. Wenn ich Sie bitten dürfte, uns jetzt zur ‚5 Napkin Burger Hell‘s Kitchen‘ zu bringen?“ Der Fahrer nickte und fuhr dann los.

    Zehn Minuten später hielt er. Tae gab ihm noch Geld und dann stiegen wir aus. Draußen hörte man ganz viele Mädchen kreischen. Als ich mich umsah, bemerkte ich eine große Menschenmenge um Blackpink herum. Jin kam gerade mit den drei Rappern aus dem Taxi gesprungen und sie zogen uns alle schnell ins Restaurant. Hobi erklärte: „Wenn wir ihnen jetzt helfen, wird’s noch schlimmer. Das kriegen die schon hin, sonst rufen sie halt ihre Bodyguards an...“ „Unser Fahrer war übrigens auch Fan, also von uns. Er kannte uns zumindest...“, erwähnte Jk. Als Joon das hörte, sah er direkt zu mir und wollte etwas sagen, aber ich unterbrach ihn: „Alles gut, ich war gerade mal kurz Angestellte bei Big Hit“ Er atmete erleichtert durch. Ich schaute aus dem Fenster, zu der Ansammlung von BLINKs. „Sollten wir ihnen nicht vielleicht doch irgendwie helfen?“, fragte ich dann. „Doch, wir sollten auf jeden Fall hingehen und sagen: Platz, hier kommt BTS, lasst mal eben Backpink gehen. Und das ist übrigens Jimins Freundin!”, verarschte Tae mich. Ich verdrehte die Augen: „Ja sowas hatte ich ja auch nicht vor!” Da wurde die Tür aufgeschlagen und vier Mädchen kamen rein gerannt. Jin schrie durchs ganze Restaurant: „Seid ihr dumm? Jetzt finden die uns ja auch noch!“ Man hörte schon Gekreische, das immer näher kam. Lisa brüllte zurück: „Da rein!“ und zeigte auf ein Schild, auf dem ‚Privat‘ stand. Wir sahen sie unsicher an, rannten dann aber doch rein. Es war ein sehr kleiner Raum. Putzmittel waren hier verstaut. Als Jk, der als letzter rein kam, die Tür zu zog war es stockfinster. „Gibt es hier denn kein Licht?“, fragte Hobi. Dann schrie Jennie auf: „AUTSCH! Das war mein Fuß!“ Draußen war inzwischen ein großes Durcheinander. Wir bewegten uns nicht und die einzigen Geräusche, die wir machten, waren Atmen. „Hey, wer auch immer seine Hand gerade an meinem Arsch hat, möge sie bitte sofort wegbewegen!“, beschwerte Rosè sich plötzlich. Aus einer Ecke bewegte sich daraufhin etwas sehr hektisch. Wir wurden alle gegen die Person hinter uns geschubst. Joon flüsterte: „Yoongi, pass doch auf!“ Dann machte jemand eine Handytaschenlampe an. Es war Jimin. Jisoo fragte: „Nur interessehalber: hat jemand von euch Platzangst?“ Ich meinte: „Wenn, dann wäre derjenige inzwischen schon vor Angst gestorben...“ Wir standen zu zwölft auf etwa sechs Quadratmetern. „Hier ist es einfach zu heiß, da sterbe ich auch gleich, obwohl ich keine Platzangst habe“, sagte Rosé. Jk lachte: „Dass es so heiß ist, muss daran liegen, dass ich hier drinnen bin“ Wir sahen ihn alle genervt an, woraufhin er meinte: „Jemand muss doch irgendwas lustiges sagen, ich erstick nämlich auch gleich. Diese Mischung aus verschiedenen Parfüms ist schlimmer als die Temperatur. Und Jennie, ich rich dich und dein Chanel-Parfüm bis hier her, übertreib das nächste mal bitte nicht so!“

    „Wie lange müssen wir jetzt bitte noch warten? Mir fällt gerade auf, dass ich auch einfach draußen warten könnte, aber nein, ich musste ja mitrennen und jetzt ersticken wir hier alle zusammen“, beschwerte ich mich. „Schöner Tod. Du stirbst an der Seite deines Angebeteten. Will noch jemand was loswerden, bevor wir zu zwölft in einer Besenkammer verrecken?“, scherzte Jin. Lisa meldete sich: „Ich, ich! Ich möchte sagen, was mich gerade alles stört: Die Hitze, alle Parfüms, Jimins Handytaschenlampe, Jin und eigentlich auch alle anderen Jungs hier“ „Wir können auch rausgehen, dann könnt ihr ohne uns sterben“, bot Yoongi sarkastisch an. Dafür kassierte er eine Nackenschelle von Rosé, die neben ihm stand. Jennie seufzte: „Jimin, jetzt mach bitte diese verdammte Taschenlampe aus! Du blendest mich dauernd und es gibt eh nichts zu sehen“ Er schaltete sie aus und packte sein Handy weg. Tae regte sich auf: „Wow, und jetzt stehen wir wieder im dunklen“ Draußen war es immer noch laut. Ich setzte mich auf den Boden. „Warte, hat sich gerade jemand hingesetzt?“, fragte Joon. „Ja. Mir dauert das zu lange...“, erklärte ich. Es setzten sich alle gleichzeitig hin. Es war noch viel enger als davor. Ich lehnte mich nach hinten an das Regal. Niemand sagte was, bis Jennie fast schon schrie: „Ah, wer zur Hölle hat gerade seinen Arm um mich gelegt?“ „Fvck, falsches Mädchen!“, entschuldigte Jimin sich. Alle lachten dann spürte ich Jimins Arm auf meinen Schultern. Wir warteten. Und warteten. Und irgendwann knurrte mein Bauch. Ich sagte schnell: „Ich hab seit gestern früh nichts mehr gegessen...“ „Warum das denn, spinnst du?“, fragte Jimin. „Weil du mit mir Schluss gemacht hast. Da hatte ich dann andere Sorgen, als essen!“ „Und weil ich Vollidiot mit dir Schluss gemacht hab, isst du nichts mehr?“ „Ja!“ „Wow, dann bin ich dir also wirklich wichtig?“ „Ich dir wohl nicht?“ „Ne, du bist mir wichtiger als alles andere auf dieser Welt!“ „Falls ihr‘s vergessen habt, wir sind auch hier und hören zu!“, hörte man Yoongi aus seiner Ecke. Dann hörte man einen Schlag und Rosé sagte: „Du Vollidiot! Das war gerade sehr süß und du zerstörst den Moment!“ Yoongi verteidigte sich: „Ich sag wenigstens was, bevor die sich hier gleich noch abknutschen“ „YOONGI!“, riefen Jimin und ich gleichzeitig. „Das war nur vorsichtshalber! Und ich hab auch Hunger, also können wir jetzt bitte hier raus?“, drängelte er. Wir warteten darauf, dass irgendjemand was sagte. Und das tat Joon dann auch: „Warte noch fünf Minuten!“ Der Andere seufzte, diskutierte aber nicht weiter. Es wurde immer stiller draußen. Und nach ungefähr sieben Minuten standen die Ersten dann auf. Jimin stand auch auf und zog mich mit hoch. Als Alle standen, öffnete Jungkook vorsichtig die Tür. Wir folgten ihm. Ich konnte es kaum glauben, aber uns hatte tatsächlich keine Bedienung bemerkt. Wir setzten uns schnell an einen großen Tisch etwas abseits. Joon zog erstmal die Vorhänge etwas zu, damit man niemanden von ihnen von draußen erkennen konnte. Dann setzte wir uns hin. Es war kein BLINK mehr drinnen, zumindest schrie niemand. Wir suchten uns essen aus und bestellten. Und dann hielt Joon eine Predigt: „Okay, wenn wir später in den Club gehen, gelten folgende Regeln. Von uns sieben trinkt niemand auch nur einen Schluck Alkohol! Niemand, also wirklich keine von euch fünf, denkt, sie braucht uns nicht und verschwindet. Ihr könnt (D/n) fragen, die hat letztes Mal nicht so schöne Erfahrungen gemacht... Das heißt, ihr bleibt bei uns! Verstanden Lisa?“ „Warum denn jetzt ich? Und warum spielt ihr jetzt Beschützer? Ich bin keine fünf mehr!“, hinterfragte Lisa alles was er gesagt hatte. „Du, weil du nie auf das hörst, was ich sage. Und du wirst uns noch dankbar sein, dass wir Beschützer spielen. (D/n) haben wir fünf Minuten alleine gelassen und irgendsoein Typ hat sie schon begrabscht! Aber nicht das du mich falsch verstehst, um dich mach ich mir keine Sorgen, aber ich bin einfach sehr freundlich! Will noch jemand was sagen?“ Jungkook hob die Hand: „Ich finde die Idee mit dem nüchtern bleiben nicht so cool“ „Okay, an der wird aber nichts verändert!“, antwortete Jimin ihm. „Hey, hey, hey, wie wäre es, wenn wir zu elft auf die Neunzehnjährige aufpassen? Wir sind zum Teil älter als ihr, da brauchen wir euch nicht!“, schlug Jisoo vor. Ich verschränkte die Arme: „Halt, warum denn nur ich? So klein bin ich auch wieder nicht!“ „Weil es keinen von den sieben um uns geht, sondern Jimin Angst um dich hat und die Jungs ihm helfen, auf dich aufzupassen und sie das nicht so auffällig machen wollten, und darum auch auf uns aufgepasst hätten“, antwortete Rosé mir. „Wow, ihr seid echt schlau!“, kommentierte Yoongi. Ich sah mit gerunzelter Stirn die sieben Jungs an: „Ist das euer Ernst? Warum kann ich nicht ein paar Jahre älter sein?“ „Das würde nichts bringen. Wenn dann dürftest du nicht mehr so heiß ausschauen!“, meinte Tae. Jimin verschluckte sich an seiner Cola und sah ihn wütend an: „Was hast du gerade gesagt? Willst du damit sage, dass du MEINE Freundin heiß findest?“ Jin lehnte sich lachend zurück: „An diesem Punkt waren wir doch schonmal, oder?“ „Keine Angst, Jimin. Das sie DEINE Freundin ist, sieht man relativ gut an ihrem Hals...“, beruhigte Hobi ihn und zwinkerte mir zu. Da alle zu mir sahen, verdeckte ich den Knutschfleck schnell mit meinem Handrücken und tat so, als wüsste ich nicht was er meinte: „Hä?“ Jisoo, die neben mir saß, nahm meine Hand weg. Dann sagte sie: „Achsoo...“ Jetzt grinsten uns alle an. Jimin riss die Augen auf: „Wartet, ihr denkt gerade was ganz falsches!“ Joon lachte: „Ganz bestimmt!“ Tae lachte mit: „Wir können euch beruhigen. Man hat diesmal keinen Mucks gehört!“ Ich schüttelte den Kopf: „Nein, ihr denkt wirklich was falsches!“ Sie glaubten uns nicht und grinsten weiter. „Könnt ihr bitte aufhören uns so anzuschauen?“, bat mein Freund sie. Jisoo klatschte: „Ha Leute, wir hatten doch recht!“ „Nein, hattet ihr nicht!“, widersprach ich, „also bitte lasst den scheiß, verstanden?“ Jennie zuckte mit den Schultern: „Wir können auch nichts dafür, dass du mit dem perversten aus der ganzen Gruppe zusammen bist. Da denkt man halt an sowas“ Ich verdrehte die Augen und nahm mein Handy raus. Ich hatte einen verpassten Anruf. Schnell sah ich nach und der Anruf war von Yumi. Ich wusste nicht, ob es wirklich Yumi war oder vielleicht doch ihr Bruder, aber ich beschloss, Jimin nichts davon zu erzählen. Ich legte es wieder weg und dann fiel mir ein: „Hey, die Jungs wollten euch unbedingt noch zum zocken einladen. Wie wär‘s mit Samstagabend bei uns?“ Die vier nickten begeistert und die Jungs sahen mich böse an. Dann holte Jk sein Handy raus und rief jemanden an.
    Jungkook: „Hey Jungs“
    Beomgyu: „Hey, was ist los?“
    Jungkook: „Ganz dramatisch. Ich lass jetzt den wichtigen Mittelteil aus und mach es kurz: Wir zu acht, richtig chilling in New York, alles perfekt. Dann: Blackpink taucht auf und belästigt uns. Dann meinen die vier, sie könnten sich doch mit (D/n) anfreunden. Super nervig alles, aber okay. Aber jetzt, jetzt hat (D/n) sie zu uns zum zocken eingeladen! Dann sind FÜNF FRAUEN bei mir zu Hause!“
    Soobin: „Oke, und was sollen wir jetzt machen?“
    Jungkook: „Euren Hyungs einen Gefallen tun und kommen. Zu zwölft verkraftet man fünf Frauen besser, als zu siebt“
    Kai: „Na gut, aber (D/n) soll uns nicht umbringen... also wegen den Haaren“
    (D/n): „Verlass dich nicht drauf!“
    Taehyung: „Das wird sie schon nicht. Also kommt ihr Samstagabend auch?“
    Yeonjun: „Jo, wenn’s essen und was zum zocken gibt, sind wir immer dabei!“
    Yoongi: „Halt mal! Wir haben ein meist friedliches Leben zu siebt geführt. Dann kam (D/n). Und jetzt kommen noch einmal neun? Dann sind wir zu SIEBZEHNT!“
    Lisa: „Keine Angst, wir wollen ja nicht einziehen“
    (D/n): „Halt Yoongi, ich muss dich verbessern. Wir sind dann achtzehn. Yeontan kommt doch“
    Blackpink: „Tannie kommt?“
    Taehyung: „(D/n), wir sprechen noch einmal!“
    Jisoo: „Also ja!“
    Lisa: „Okay, wir wollen doch einziehen!“
    Taehyun: „Keine Angst, wenn bei euch dann fünf Mädchen wohnen, wollen wir nicht einziehen“
    Hoseok: „Ihr wärt mir lieber“
    Jimin: „Halt mal, ihr redet gerade von Lisa, Jennie, Rosé und Jisoo oder? Nicht von (D/n)“
    Namjoon: „Mit (D/n) hat niemand ein Problem, solange sie bei dir im Zimmer ist und das einzige Mädchen im Dorm bleibt!“
    Jimin: „Dann stimm ich euch zu! Ich bin dagegen, dass noch mehr Mädchen bei uns einziehen!“
    (D/n): „Ich fühle mich gemobbt!“
    Seokjin: „Okay, komm damit zurecht!“
    Jungkook: „Mir ging das zu schnell. Wer zieht jetzt wo ein und wer kommt am Samstag zum zocken?“
    Namjoon: „Es zieht niemand mehr ein außer Yeontan und die neun kommen zum zocken“
    TXT: „Alles klar“
    Rosé: „Find ich gemein, aber na gut“
    TXT: „Bis dann“
    Blackpink, BTS und (D/n): „Bis dann“

    39
    39. Kapitel

    Als Jk gerade sein Handy wieder weggepackt hatte, wurde unser Essen gebracht. Während wir aßen, sagte niemand was, da wir so Hunger hatten. Die Jungs hatten dann ihren ganzen Burger und die Pommes geschafft, die Mädels hatten ein paar Pommes übrig gelassen. Ich zeigte auf ihre Reste: „Darf ich das essen, oder wollt ihr noch?“ Sie schüttelten den Kopf und reichten mir ihre Teller. Als ich das aufgegessen hatte, war ich immer noch nicht satt. Darum fragte ich: „Kann mir vielleicht jemand noch einen Burger bestellen? Wenn ich mehr als ihr bestell, ist das peinlich!“
    „Du hast noch Hunger? Sonst ess ich immer am meisten. Aber gut, ich bestell dir noch was“, sagte Jin und hielt die nächste Bedienung an.

    Während ich dann meinen zweiten Burger aß, sahen mich alle ungläubig an. Rosé fragte: „Wie machst du das, dass du so viel isst aber nicht zunimmst?“ „Ich ess sonst nicht so viel. Und ich bin mir sicher, ich werde davon zunehmen!“, antwortete ich und aß auf. Als ich fertig war fragte ich in die Runde: „Und, wer will einen Nachtisch?“ Jk fiel die Kinnlade runter: „Du kannst noch einen Nachtisch essen? Ich hab halb soviel gegessen wie du und platz gleich!“
    „Und du bist dir sicher, dass du, wenn du noch was isst, nicht im Club kotzen musst?“, fragte Joon mich skeptisch. Ich schüttelte den Kopf: „Sicher bin ich mir ehrlich gesagt nicht. Ich hör lieber auf... Außerdem komm ich mir jetzt schlecht vor, weil ihr alle Sport macht und trotzdem weniger gegessen habt als ich“ Jimin dachte scheinbar versehentlich laut nach und murmelte: „Wir können ja später auch noch zusammen Sport machen...“ Alle hatten ihn verstanden und die zehn ersticken fast vor lachen. Alle Gäste drehten sich zu unserem Tisch. Jungkook lag inzwischen auf dem Boden und hielt sich den Bauch. Ich gab mir eine Facepalm und flehte Jimin an: „Denk doch bitte einfach leise!“ Als er registrierte, was er gesagt hatte meinte er schnell: „Also sowas wie Fußball oder Handball mein ich mit Sport!“ Lisa nickte: „Ja klar, was denn sonst“ Dann lachte sie weiter. Ich lehnte mich nach hinten, Jimin tat es mir gleich. Nach fünf Minuten beruhigten sich die Anderen dann auch langsam wieder. Als Jk dann auch wieder saß, sagte ich: „Kommt schon, so lustig war’s dann auch wieder nicht!” Joon erklärte dann: „Wir haben ja auch nicht darüber gelacht, was er gesagt hat, sondern darüber, dass er’s gesagt hat. Jimin, du bist so unglaublich dumm!” „Ihr habt mir gesagt, ich soll denken”, verteidigte sich Jimin. Alle zehn schrieen gleichzeitig: „ABER LEISE!“ Ich wechselte dann das Thema: „Wie wär’s, wenn wir dann langsam gehen?” „Jaja, schön ablenken. Aber gut. Ob ihr’s glaubt oder nicht, ich zahl heute für euch alle”, kündigte Hobi an. Lisa begann zu klatschen: „Wir hätten nichtmal Geld dabei, weil wir davon ausgehen, dass einer von euch zahlt. Aber dass du das bist, überrascht mich!” Als Hobi aufstand meinte er: „Ich hab’s mir gerade noch einmal überlegt. Ich zahl für alle, außer Lisa. Dann muss sie Abwasch machen und wir haben den restlichen Abend unsere Ruhe von ihr” Lisa zeigte ihm den Mittelfinger und drehte sich dann wieder zu uns. Jungkook seufzte: „Hatte ich eigentlich schon mal erwähnt, dass ich Lisa echt unsympathisch finde” „Das finde ich ja so perfekt! Das ist Freundschaft! Man braucht diese Freunde, denen man den ganzen Tag sagt, dass man sie hasst!”, erklärte sie ihm. Dann kam Hobi wieder: „Glück gehabt, er hatte kein Rückgeld. Ich war gezwungen für dich zu zahlen!” „So ein Mist aber auch. Sie hat uns gerade erzählt, wie sie sich schon auf den Abwasch freut!”, verarschte Jin sie. Dafür kassierte er eine Nackenschelle. Wir standen auf und gingen nach draußen. Jisoo schrie: „Auf geht’s!” Joon hielt sie zurück: „Ganz kurz das Angebot, falls irgendjemand andere Pläne für heute Abend hat, dürfen sich diejenigen auch verabschieden und alleine was machen...” Jennie freute sich: „Okay, dann verschwinden wir vier, bye” Yoongi rief ihnen hinterher: „Das Angebot galt aber nicht mal für euch sondern für zwei Andere” Alle schielten zu Jimin und mir und Yoongi und Joon nickten. Jimin schüttelte den Kopf: „Jetzt hört auf! Los Jisoo, renn vor, wir kommen alle mit!” Wir gingen los. Es war nicht so weit, warum wir laufen konnten. Ich wunderte mich, dass sich niemand unterhielt, also sah ich mich um. Immer noch grinsten alle Jimin und mich an. Er verdrehte die Augen und ich bat sie: „Könnt ihr das bitte lassen? Was ist euer Problem?” Rosè zwinkerte mir zu: „Niemand hat ein Problem! Ihr zwei seid einfach süß” Mein Freund wuschelte mir durch die Haare und sagte: „Natürlich sind wir das!” Ich schüttelte lachend meinen Kopf und sah wieder auf den Boden.
    Nach ungefähr einer viertel Stunde laufen, waren wir dann auch da. Dann fiel mir ein: „Halt mal, hier wird euch doch jeder zweite erkennen” Tae beruhigte mich: „Nö. 50% sind komplett besoffen und der Rest wird uns bei dem schlechtem Licht und in dem Gedrängel auch nicht erkennen” Jennie zeigte auf ein Schild und lachte: „An alle die kein Englisch können. Da steht: Männer 15$ Frauen freier Eintritt” „Gerechtigkeit?”, fragte Yoongi genervt, nahm dann aber auch Geld aus seiner Jackentasche. Wir gingen rein und brachten unsere Jacken weg. Es war laut und heiß. Als wir dann zwischen den ganzen Leuten waren schrie Lisa: „Ich geh was trinken, bye” Joon brüllte ihr hinterher: „Lisa, wir gehen alle zusammen, warte!” Aber sie war schon verschwunden. Rosè sagte: Okay, wir vier holen sie schnell!” Damit riss sie mich von Jimin weg und wir rannten so schnell wie nur möglich zur Bar. Dort bestellte Lisa gerade fünf Cocktails. Jennie lachte: „Das war ein Plan, (D/n). Jetzt sind wir die übervorsichtigen Jungs los” Ich lachte und wir nahmen uns die Cocktails vom Tresen. Als wir angestoßen hatten warnte Jisoo mich noch: „Aber trink nicht zu viel, wer weiß was Jimin sonst noch mit dir macht” „Apropos Jimin, ich glaub da kommen sie, schnell weg!”, rief Lisa und zog uns alle weiter in die Mitte. Lisa und Rosè schubsten einfach jeden in ihrem Weg auf die Seite, darum kamen wir auch sehr schnell voran. Kurze Zeit später waren wir dann auf der anderen Seite am Rand und unterhielten uns. Jennie und Jisoo holten uns zwischendurch dann auch noch einmal neue Drinks. Es war sehr lustig. Es verging ungefähr eine halbe Stunde dann fragte Lisa: „Wer geht mit tanzen” Alle drei nickten begeistert. Rosè sah, dass ich zögerte, griff dann aber nach meinem Handgelenk und zog mich mit in die Mitte. Ich rief: „Ich kann nicht tanzen!” „Egal”, riefen alle und hatten beste Laune. Es lief gerade noch irgendein Lied das ich nicht kannte, aber als das nächste anfing, fingen meine Freundinnen an zu kreischen. Sie sahen mein verwirrtes Gesicht und Jennie sagte dann: „Das ist von uns! Boombayah. Ich wusste gar nicht, dass die das hier spielen” Dann sang sie mit den Anderen mit. Ich wollte auch zu ihnen, da wurde ich aber am Handgelenk gepackt. „LISA!”, schrie ich noch, aber sie hörte mich nicht. Dann wurde mir der Mund zugehalten und ich wurde nach hinten gezogen. Ich versuchte nach hinten zu treten. Als wir dann am Rand waren, wurde die Hand von meinem Mund genommen. Ich drehte mich um und sah: „JIMIN! Hast du einen Knall?” „Wow, die vier passen ja ganz schön gut auf dich auf! Warum bist du weggerannt? Was hättest du gemacht, wenn das jetzt nicht ich gewesen wäre?”, antwortete er mir. „Ich bin nicht weggerannt, ich wurde weggezogen! Du kannst dir gar nicht vorstellen, was ich gerade für ne Angst hatte!” „Du kannst nicht mal anständig schlagen oder treten!” „Ja sorry, normalerweise lebe ich eher nach dem Motto, dass man alles mit Worten lösen kann” „Das wird dir hier nicht viel bringen. Ich weiß ja nicht, in was für Clubs du in Deutschland warst, aber hier und auch zu Hause juckt des eigentlich niemanden, was du sagst!” „Mach das bitte einfach nie wieder!” „Dann bleib bei mir!” „Jaja” „Versprech’s!” „Ich versprech’s!” Die anderen sechs Jungs kamen angerannt. Joon fragte mich: „Sind die betrunken?” „Nein. Also sie haben schon Alkohol getrunken, aber merkt man ihnen nicht an”, antwortete ich. Hobi seufzte: „Dann holen wir die mal lieber. Wenn die da ihren eigenen Song singen, merkt eventuell doch noch jemand, dass sie Blackpink sind“ Alle, außer Jimin und ich, gingen in die Mitte und suchten sie. Jimin lachte: „Dafür, dass sie laut ihres Vertrag eigentlich weder in einen Club kommen dürften oder überhaupt was trinken, geben die aber ganz schön Gas...” Ich sah ihn verwirrt an: „Hä?” „Sie sind ja bei YG Entertainment unter Vertrag und da haben die eben andere Regeln als wir... Sie dürfen auch keine Tattoos haben. Aber, hin und wieder ist es ihnen dann doch egal, was sie dürfen und was nicht... YG hat’s noch nie bemerkt” „Sie dürfen eigentlich keinen Alkohol trinken?” „Nö, auch nicht Autofahren, aus Sicherheitsgründen” „Okay...” „Ah (D/n), wir haben dich schon gesucht!”, rief Jennie. Yoongi lachte: „Ihr nennt es suchen, ich nenn es einfach nichts mitbekommen und weitermachen” „Fassen wir zusammen, ihr nehmt (D/n) mit und schaut dann nicht mal, wo sie ist. Ist das euer Ernst?”, fragte Jimin sie fassungslos. Rosé entschuldigte sich: „Ja sorry, wer rechnet auch damit, dass ihr eigener Freund sie entführt. Wir haben außerdem aufgepasst!“ „Könnt ihr bitte damit aufhören, über mich zu sprechen, als wäre ich ein kleines Kind?“, fragte ich genervt. Das ignorierten sie jedoch und diskutierten weiter, wer die ‚Verantwortung‘ für mich hat. Also bitte, ich bin neunzehn Jahre alt! Ich seufzte gelangweilt. Man verstand kein Wort mehr. Es war sowieso schon laut und dass alle elf durcheinander brüllten machte es nicht besser. Ich sah mir das einige Zeit lang an dann schrie ich: „HALLO! SEID IHR MEINE ELTERN? NEIN! BIN ICH FÜNF JAHRE ALT? NEIN! ALSO WARUM DISKUTIERT IHR HIER JETZT RUM?“ Alle verstummten und sahen zu mir. „Okay, da ich hier der älteste bin, beschließe ich, dass wir jetzt einfach zusammen bleiben! Ende!“, stellte Jin klar. Wir nickten und Lisa fragte: „Wollen wir dann alle zusammen was trinken gehen?“ Sie drehte sich um und wir alle folgten ihr. Es entschieden sich alle gegen Alkohol. Als wir warteten fiel mir dann ein: „Halt mal, wie viel Uhr haben wir?“ Da ich mein Handy in meiner Handtasche und diese in einem Spind hatte, konnte ich nicht selbst schauen.
    Jimin holte sein Handy aus seiner Hosentasche und laß vor: „22:24 Uhr. Noch eine Stunde und sechsunddreißig Minuten!“ „Wow (D/n)! In einer Stunde und sechsunddreißig Minuten bist du verlobt!“, staunte Jungkook. Jimin sah ihn verwirrt an: „Wer macht ihr denn einen Heiratsantrag?“ Tae lachte: „Na du“ „Wir sind seit ein paar Stunden zusammen, also beruhigt euch mal! Oder gehst du davon aus, (D/n)?“, fragte er und sah zu mir. Ich schüttelte lachend den Kopf: „Nein, davon bin ich nicht ausgegangen, keine Angst“ Jungkook setzte sich enttäuscht auf einen Barhocker: „Dann hätte ich ja gleich zu Hause bleiben können! Darauf hab ich den ganzen Abend gewartet!“ Jimin klopfte ihm auf die Schulter: „Und wenn ich ihr dann in ein paar Jahren einen Heiratsantrag mach, wirst du auch nicht dabei sein!“ Jennie meldete sich: „Wir vier gehen dann mit (D/n) Brautkleid kaufen“ „Und ich such die Torte aus“, beschloss Jin. „Und wir werden alle Trauzeugen. Oder sind zehn zu viele?“, wollte Hobi wissen. Tae schnipste mit den Fingern: „Beste Idee: Wir planen die Flitterwochen und sie werden bis fünf Minuten vor der Abreise nicht wissen, wo’s hingeht!“ Jimin seufzte: „Wir reden darüber einfach, wenn’s soweit ist, verstanden?” Sie nickten enttäuscht, hörten dann aber auf damit. Wir nahmen unsere Drinks und gingen dann in eine Ecke, in der ein paar Loungesessel waren. Kaum hatten wir uns auf den fünf Sitzgelegenheiten verteilt, begannen alle zu reden. Über Marken. Was der Auslöser war, hatte ich nicht genau mitbekommen, aber es musste Jennies Parfüm gewesen sein. Alle stritten sich über Marken und welche wohl besser wäre. Was ich raushörte war, dass Lisa für Celine war, Jisoo für Dior, Jennie für Chanel und Taehyung für Gucci war. Bei dem Rest verstand ich dass nicht so richtig. Jimin sah ihnen nur lächelnd zu, sagte aber nichts. Ich gab auf, zu verstehen, was ihr Problem war und lehnte mich gegen meinen Freund. Dieser legte seinen Arm um mich und gab mir einen Kuss auf die Stirn. Tatsächlich wäre ich fast eingeschlafen, riss mich dann aber doch zusammen. Aber wie konnte ich bei diesem Lärm denn überhaupt einnicken? Es war noch lauter, als wie wir gekommen waren.
    Ich war froh, als Hobi feststellte: „Schon viertel nach elf. Wollen wir langsam zum Time Square fahren?” Alle stimmten ihm zu und wir erhoben uns. Unsere leeren Gläser ließen wir auf dem kleinen Tisch stehen, und schauten, dass wir, noch bevor alle anderen das wollten, rauskamen. Als wir durch die große Glastüre gegangen waren, kam uns sehr kühle Luft entgegen. Wir holten uns schnell unsere Jacken und die Sachen, die wir in den Spinden verstaut hatten. Jennie uns Rosè gingen dann noch schnell auf die Toilette, mussten aber vorher fünf Minuten lang die Jungs überreden, dass sie zu zweit gehen durften. Diese waren nämlich der Meinung, wir sollten alle mit gehen. Während wir dann auf sie warteten, bekamen Jimin und ich gleichzeitig eine Nachricht. Ich holte mein Handy aus meiner Handtasche und sah, dass Yoongi mir ein Bild geschickt hatte. Als ich es öffnete, sah ich, dass er Jimin und mich vorhin wohl fotografiert hatte. Das hatte ich nicht mal mitbekommen. Jimin lachte und meinte nur: „Stalker” Dann kamen die zwei Mädchen auch schon wieder und wir gingen nach draußen und suchten nach einem Taxi, fanden aber keines. Darum mussten wir dann doch laufen. Aber nach der stickigen Luft, die wir stundenlang um uns hatten, war ein kleiner Spaziergang nicht schlecht. Man hörte hin und wieder ein paar Raketen, Leute schreien und haufenweise Autos. Irgendwann rief Joon dann: „Also, wir bleiben einigermaßen am Rand stehen und lassen unsere Masken auf. Schreit einfach nicht so rum, dann wir uns auch niemand bemerken. Letztes Jahr war das bisschen anders, aber dieses Jahr mischen wir uns einfach ganz normal unter die Leute und hoffen einfach, dass uns niemand erkennt!” Daraufhin holten alle eine Maske aus ihrer Jackentasche und dann gingen wir rein in die nächste Menschenmenge. Ich hatte keine Ahnung, wie viele Leute das waren und wollte es auch gar nicht wissen. „Hey Joon, Chaeyoung ist weg”, rief
    Lisa auf einmal. „Schrei unsere Namen halt noch lauter rum!”, regte Yoongi sich auf. Der Leader seufzte: „Warum ist die jetzt weg? Aber gut, fünf gehen sie suchen, der Rest geht in diese Ecke da” Er deutete auf ein kleines Geschäft, das inzwischen geschlossen hatte. Davor war eine Treppe und drum herum vergleichsweise nicht so viele Leute. Jennie beschloss schnell: „Wir drei, (D/n) und Jimin suchen sie schnell” Dann drehte sie sich schon um und wir folgten ihr. Jimin hielt meine Hand ganz fest und ich griff auch nach Lisas, damit wir uns hier in dem Gedrängel nicht verlieren konnten. „Park Chaeyoung!”, rief Jisoo. Jimin brüllte zu ihr vor: „Bist du behindert? Sei leise!” „JENNIE! HIER DRÜBEN!”, hörten wir die Vermisste rufen. Wir blieben stehen und sahen uns um. Sie stand bei den anderen Jungs. „OH GOTT, WIR DACHTE, FANS HABEN DICH GESEHEN!”, schrie Lisa zurück. „Sei leise! Sonst passiert das noch!”, ermahnte Jimin sie wieder und zog uns dann alle rüber zu den Anderen. Als wir dort waren erklärte Rosè: „Ich war ungefähr fünf Meter hinter euch...” Jimin verdrehte die Augen: „Aha Lisa, darum hast du also Alarm geschlagen. Weil sie fünf Meter hinter uns war!” „Sorry” „Sind jetzt alle da?”, fragte Joon und sah uns an. „Ne, ich fehl!”, antwortete Jk ihm. Yoongi zog ihm an den Haaren und antwortete dann: „Ja, es sind alle da” Der Leader klatschte: „Wow, toll dass das immer ganz ohne Probleme funktioniert!” „Wir haben Alkohol getrunken, dafür sind wir echt noch gut!”, versicherte Jisoo ihm. Hobi sagte dann: „Okay, okay, jetzt passt’s schon! Wir haben 23:53 Uhr!” „Und du bist dir ganz sicher, dass du (D/n) keinen Heiratsantrag machen willst?”, fragte Tae noch einmal. „Ja, bin ich! Außerdem, was rechnet ihr jetzt damit, dass ich das genau heute machen würde?“, versicherte Jimin ihm. Rosé erklärte: „Einfach weil das süß ist, wenn du das am 01.01. um 00:00 Uhr machen würdest! Das weiß sogar Jk, (D/n), was heiratest du da eigentlich?“ Wir schrieen beide: „WIR HEIRATEN NICHT!“ Jennie zuckte mit den Schultern: „Nen Versuch war’s wert...“ Die Anderen lachten. Warum mussten die so nerven? Und jetzt waren sie nicht mehr zu sechst, sondern zu zehnt. Wenn TXT dann auch noch mit macht, dann dreh ich wirklich durch! Und wer hat den Scheiß damals angefangen? Kim Namjoon. So ein Depp!

    Wir unterhielten uns dann noch, wurden aber von den von dreißig runterzuholendem Leuten um uns herum unterbrochen. Bei zwanzig stiegen wir mit ein. Zählen konnten alle auf Englisch. Tatsächlich sogar rückwärts. Als wir bei null angekommen waren, schossen Raketen in die Luft und man hörte gefühlt ganz New York: „Happy New Year!“, schreien. Wir schlossen uns in eine große Gruppenumarmung. Als wir dann wieder auseinander gingen, sah Jimin sich kurz um, zog seine Maske runter und küsste mich. „Widerliche Aussichten!“, bemerkte Yoongi. Rosé sah kurz zu mir und meinte dann: „Hast auch Gründe eifersüchtig zu sein, Yoongi. Dein Kumpel hat ne echt hübsche Freundin!“ „Ist das dein Ernst?“, fragte Yoongi und sah sie genervt an. Sie lachte nur und nickte. „Hey, bevor uns hier doch noch jemand bemerkt. Feuerwerk ist gleich rum, also das Große, zu wem gehen wir dann?“, fragte Joon. „Zu uns, wir haben mehr Platz“ Alle nickten, dann sahen wir uns noch das restliche Feuerwerk an. Es war wunderschön. Als es aus war, rannten wir dann auch los. Wenn wir noch länger warten würden, kämen wir hier nie wieder raus. Taxis waren inzwischen auch wieder frei. Wir teilten uns schnell auf und stiegen ein. Ich war mit Jimin, Hobi und Yoongi zusammen. Da es nicht weit war, sprachen wir kaum. Stattdessen sahen wir aus dem Fenster. Der Himmel war immer noch bunt und es wurden immer mehr Raketen. Hin und wieder zuckte ich zusammen, da es laut knallte.

    Zehn Minuten später stiegen wir dann vorm Hotel aus und rannten nach oben. „Erster!“, schrie Jk. Jennie schrie: „Kindergarten!“ Dann öffnete sie die Tür und wir gingen alle rein. Rosé ging direkt auf die Couch und meinte: „Ich bin so müde! Bis dann“ Wir sahen uns verwundert an, dann ging ich zu ihr. „Was los? ...Leute, die pennt!“, stellte ich fest.

    40
    40. Kapitel

    „Wie die ist innerhalb von zehn Sekunden eingepennt?“, fragte Hobi mich ungläubig. „Ich schwöre, sie schläft!“, bestätigte ich. Alle kamen und sahen die schlafende Rosé an. Joon seufzte und meinte: „Also, zwei Möglichkeiten. Die erste: Sie ist einfach richtig müde. Die zweite: Was habt ihr getrunken im Club?“ Die drei Mädchen rissen die Augen auf und sahen mich an. Dann zählte ich auf: „Das erste war ein Himbeer Mojito oder so, dann der andere war irgendwas mit Cola und Gin und dann noch den alkoholfreien mit euch zusammen“ „Und ihr habt auch geschaut, was die euch da zusammengebraut haben?“, fragte Yoongi. Ich sah zu den Mädels, die aber immer noch nicht sprachen. Darum antwortete ich: „Ne. Wir haben uns unterhalten. Aber, wir vier haben doch auch nichts“ „Es muss ja auch nicht in allen was drin gewesen sein. Aber, welcher Mensch schaut denn heutzutage nicht, was in den Cocktail für Mittelchen rein gemixt werden? Da müsst ihr aufpassen!“, erklärte Jin uns. Lisa sagte dann auch wieder was: „Ja sorry, Eomma. Haben wir halt nicht dran gedacht!“ Jin sah sie mit einem Todesblick an. Dann räusperte Jimin sich und stellte fest: „Ich mein ja nur, aber wenn ihr bei uns geblieben wärt, wäre das nicht passiert. Wir schauen nämlich, was wir da bekommen“ „Ja sehr schön, bringt uns dass jetzt irgendwas?“, fragte Jennie genervt. „Vielleicht ist sie ja auch einfach nur müde und hat gar nichts bekommen...“, dachte ich. Jisoo schüttelte den Kopf: „Sie würde sich niemals hier, wenn alle da sind, schlafen legen und außerdem wacht sie bei jedem Mucks auf und einschlafen kann sie auch nicht in Sekunden“ „Und was jetzt? Wir fliegen morgen Mittag heim“, fragte Jennie total verzweifelt. Tae provozierte sie: „Hat da wohl jemand die Regeln ignoriert und ist in den Club gegangen und hat Alkohol getrunken?“ „TAEHYUNG! Wenn du nichts wichtiges zu sagen hast, behalt‘s für dich!“, ermahnte Lisa ihn. Wir alle dachten nach. „Sie kann jetzt noch schlafen, bis ihr morgen los geht. Ihr könnt ja ihr Zeug packen. Dann weckt ihr sie auf brutalste Weise, lauft schnell zum Flughafen und sobald sie im Flieger ist, kann sie stundenlang weiterpennen“, schlug Hobi vor. Jisoo machte sich Sorgen: „Was wenn wir sie nicht wach bekommen? Was wenn YG davon mitbekommt? Was wenn wir gekündigt werden? Was wenn das unser Ende ist?“ Jk zog eine Augenbraue hoch und meinte: „Was wenn jetzt die Decke einstürzt? Nein, jetzt komm mal runter. Aber, Jimin hat recht. Wärt ihr bei uns geblieben, wäre das nicht der letzte Tag, an dem Blackpink existiert...“ „Mach ihnen keine Angst. Ich glaube, die verstehen gerade keinen Spaß...“, erklärte Jin ihm. Joon schlug vor: „Wir können ja auch hier bleiben heute Nacht und zu elft werden wir sie dann schon wach bekommen...“ Jimin riss die Augen auf: „Warte, was?“ Joon wiederholte: „Wir bleiben heute Nacht alle hier“ Jimin sah den Leader mit gerunzelter Stirn an, worauf dieser loslachen musste: „Das war ein Scherz, wir wissen ja alle, dass du andere Pläne hast. Wir kommen einfach morgen um 11 Uhr und helfen euch Chaeyoung zu wecken“ Jimin lachte verlegen: „Ne, also wegen mir können wir auch hier bleiben, gar kein Problem“ „Mhm... Denkt ihr, wir müssen uns jetzt ernsthafte Sorgen um sie machen?“, fragte Joon. Lisa sah ihn verwundert an: „Meinst du jetzt (D/n) oder Chaeyoung?“ „Hä, warum denn jetzt mich, er meint Chaeyoung“, sagte ich verwundert. Tae musste los lachen und erklärte dann: „Weil du mit Jimin zusammen bist, macht Lisa sich Sorgen um dich“ Lisa verteidigte sich: „Ja sorry, das arme Mädchen ist neunzehn!“ „Okay, sollten wir uns jetzt um Rosé Sorgen machen oder nicht“, lenkte ich ab. Yoongi zuckte mit den Schultern: „Was soll der groß passieren, wenn sie auf na Couch schläft? Ist ja nicht so, dass sie alleine auf der Straße liegt und der nächste Typ sie vergewaltigt. Glaubt mir, während man schläft, kann einem eigentlich gar nichts passieren! Klar hat sie wahrscheinlich K.-o.-Tropfen bekommen, aber sie ist ja hier“ Wir sahen ihn skeptisch an, aber er hatte recht. Darum beschloss Jisoo auch: „Okay, dann gehen wir doch einfach zu Jennie und mir ins Zimmer, damit wir sie nicht wecken“ Jin beruhigte sie: „Wir können auch hier bleiben. Wecken werden wir sie mit Sicherheit nicht, glaub mir“ Wir setzten uns auf den weißen Teppich vor der Couch in einen Kreis. Jennie fragte dann: „Wie lange bleibt ihr eigentlich noch hier?“ „Auch bis morgen. Ich denke, wir fliegen dann später Mittag, früher Nachmittag. Also ziemlich zeitgleich mit euch“, antwortete Hobi ihr. Sie nickte und ich fragte: „Mal so interessehalber, verreist ihr immer geschäftlich oder auch mal einfach so?“ Sie lachten. „Naja. Wir haben halt kaum Urlaub und den wollen wir dann meistens mit unseren Familien verbringen. Sonntag haben wir frei, aber was will man einem Tag schon groß machen, außer abschalten oder von zu Hause aus arbeiten. Also, nein, wir fahren nicht in den Urlaub“, erklärte Tae mir. „Wo warst du denn überall?“, fragte Lisa mich. Ich musste kurz nachdenken und zählte dann auf: „Also... In Japan, Deutschland, Spanien, Italien-” Jungkook unterbrach mich: „Warum hab ich den Eindruck, dass du europäische Länder sehr magst?“ „Wir waren oft in Europa, da meine Oma mütterlicherseits aus Deutschland kam. Darum konnte ich auch schon, bevor ich zum studieren dort, war etwas Deutsch. Meine Oma hat es mir zum Spaß immer mal wieder beigebracht, dass fanden meine Eltern aber sinnlos“ Sie sahen mich staunend an, dann nahm Yoongi sein Handy raus. Er öffnete Google-Maps um sich etwas orientieren zu können. Nach einiger Zeit legte er es weg und Jungkook fragte dann: „Habt ihr eigentlich mal über eure Zukunft gesprochen? Oder Kinder und sowas“ Jimin runzelte die Stirn: „Wie kommst du denn jetzt da drauf? Aber jein... Aber sie weiß, dass Tae seiner späteren Freundin, beziehungsweise Frau, antun will, dass sie 45 Monate ihres Lebens schwanger ist. Das sind umgerechnet 3 Jahre und 9 Monate oder 1350 Tage“ „Wow, seit wann kann Jimin Hyung so gut Kopfrechnen?“, staunte der Maknae. Dieser gab dann jedoch zu: „Taschenrechner...“ Jisoo fragte: „Sag mal Jimin, ist (D/n) mit Tae oder dir zusammen?“ Jimin sah wütend zu seinem Kumpel und meinte dann: „Meines Wissens nach mit mir! Warum?“ „Warum erzählst du ihr dann von seinen Kinderwünschen?“, fragte Jennie weiter. „Weil sie mir nicht geglaubt hat, dass wir Kinder mögen“ Yoongi stellte dann fest: „Aber er mag dich doch auch, (D/n)“ Ich verstand nicht, was er mir gerade sagen wollte. Er sah meine Verwirrung und erklärte dann: „Du bist doch selber fast noch ein Kind“ Alle, außer mir, mussten loslachen. Ich zuckte mit den Schultern: „Naja, ich bin wenigstens noch nicht alt und langweilig, so wie ihr alle“ Alle hielten inne, ließen sich noch einmal durch den Kopf gehen, was ich gesagt hatte und meinten dann alle gleichzeitig: „LAUF UM DEIN LEBEN!“ Das ließ ich mir nicht zweimal sagen. Ich sprang auf und rannte sockig aus dem Zimmer. Als ich vorm Aufzug stand, hörte ich dann auch schon jemanden auf mich zu rennen. Der Aufzug öffnete sich gerade noch rechtzeitig und ich stieg ein. Um einen Vorsprung zu haben, drückte ich auf -1. Ich dachte schon, ich hätte sie abgehängt, als sich die Tür öffnete wusste ich aber, dass ich mich getäuscht hatte. Alle zehn standen mit verschränkten Armen vorm Aufzug. „Oh oh, gar nicht gut...“, stellte ich fest und wollte gerade die Tür wieder zu machen, als sie ihre Hand reinhielten, warum die Tür sich wieder öffnete. Jimin grinste frech, kam rein und hob mich, als würde ich gar nichts wiegen, über seine Schulter. Hobi erzählte mir dann: „Die Mädels haben beim runtergehen erwähnt, dass es hier unten einen Pool gibt“ „Was? Nein! Nein! Jimin! Bitte nicht! Kommt schon, zehn gegen eine ist fies!“, beschwerte ich mich. Das ignorierten sie leider. Ich schlug mit den Fäusten gegen den Rücken meines Freundes, das störte ihn aber nicht. Wir gingen durch eine Glastür und weil es dahinter sehr viel wärmer war und die Luft feucht war, wusste ich, dass wir vorm Pool standen. Als sie stehen blieben, flehte ich Jimin noch einmal an: „Bitte, bitte, bitte! Mach das nicht! Bitte! Ich mach auch alles was du willst! Bitte!“ Joon erinnerte ihn dann: „Sie hat gesagt, du wärst alt und langweilig...“ „Sorry Baby, aber das hast du einfach verdient!“, sagte Jimin und warf mich ins Wasser. Es war zum Glück nicht kalt. Als ich wieder auftauchte, hatten alle wieder angefangen zu lachen. Dann hatte ich eine Idee. „Na super lustig, jetzt helft mir raus, Lisa und Jisoo, es ist arschkalt“, befahl ich ihnen. Sie gingen in die Hocke und streckten mir jeweils eine Hand hin. Aber anstatt mich daran hochzuziehen, zog ich sie mit rein, was sehr leicht ging, da sie ja auf dem Boden knieten. Sie schrieen kurz auf und es hörten wieder alle auf, zu lachen. Dafür fing ich jetzt an: „Haha, wer zuletzt lacht, lacht am besten!“ Als die Mädels wieder auftauchten fragte Lisa ungläubig: „Hat sie gerade nicht wirklich gemacht!“ „Bestraft sie!“, verlangte Jisoo. Ich ging zur Leiter und wollte raus, ging aber sofort wieder zurück und sah sie gelangweilt an. „Was ist?“, fragte Tae. „Ihr seid so dumm!“, sagte ich, aber das half ihnen nicht weiter. Darum erklärte ich: „Mein Kleid ist mal wieder durchsichtig! Ihr werdet auch nicht schlauer, oder?“ Jisoo schrie dann von hinten: „Scheiße! Meins auch!“ Als ich mich zu ihr umdrehte, sah ich, dass sie ein weißes Kleid anhatte. Bei Lisa, die ein dunkelviolettes trug, war nichts passiert. „Schmeißt mal Bademäntel her“, rief Lisa ihnen zu. Sie sahen sich um, dann lief Yoongi los und holte uns drei Bademäntel. Wir gingen schnell raus und zogen sie an. Als die ersten dann schon ins Treppenhaus gingen, stand ich noch weiter hinten bei Jimin. Und dann wollte ich mich noch an ihm rächen. Ich ging einen Schritt auf ihn zu und schubste ihn in den Pool. Alle drehten sich wieder um, als sie etwas platschen hörten. „Wo ist Jimin...“, fragte Jungkook, da Jimin noch unter Wasser war. Er tauchte wieder auf ich sagte: „Ups, den muss ich wohl ganz aus Versehen geschubst haben...“ „Lee (D/n)...!”, sagte er und versuchte ruhig zu bleiben. Ich lächelte ihn frech an und meinte: „Ja Schatzilein, was ist?” Er schwamm zur Leiter und kam raus. Dann holte er sich einen Bademantel und meinte: „So kommst du nicht davon...” Wir folgten den Anderen, die lachend an der Tür gewartet hatten, zum Aufzug. Die Gänge waren leer, da alle vermutlich noch unterwegs waren. Wir liefen den letzten langen Gang entlang und blieben dann vor der Tür stehen. Wir sahen zu den drei Mädels, die wiederum sich gegenseitig ansahen. Jisoo sagte dann: „Ich dachte ihr habt ne Karte mitgenommen” Die beiden Anderen schüttelten langsam den Kopf. „Jennie, du holst ne Neue!”, verlangte Lisa. Doch diese fragte: „Warum ich? Ihr kommt mit!” „In Bademantel mit verschmiertem Make-Up? Vergiss es!”, widersprach die Andere. Jennie verdrehte die Augen und ging dann wieder zurück zum Aufzug, um an die Rezeption zu kommen. Jungkook knackte mit den Fingern. Tae tat es ihm gleich. Lisa, Jisoo, Jimin und ich zitterten, da es mit nassen Klamotten sehr klar war. Der Rest lief einfach unruhig hin und her. Wir wurden alle ungeduldig und Jk fragte: „Wo bleibt die denn so lange?” „Vielleicht ist ihr was passiert...”, dachte ich. Jimin musste lachte: „(D/n), sie ist zur Rezeption gegangen. Was soll ihr passiert sein?” Ich zuckte mit den Schultern. „Verlaufen?”, schlug Joon vor. „Oder bei ihr haben die K.-o.-Tropfen jetzt auch angeschlagen...”, fiel Jisoo ein. Lisa setzte sich auf den Boden: „Oh Gott. Wir haben doch alle was bekommen. Jetzt wirken sie schon bei Chaeyoung und Jennie. Wer ist die Nächste? Wir sollten Jennie suchen gehen...” Jisoo und ich nickten und wollten schon los, da hielt Jimin mich fest. Die Anderen Jungs sahen uns skeptisch an. „Die Frage ist, was ihr für Tropfen bekommen habt. Ich meine, was ist denn mit Lisa los, das ist ja schon unheimlich...”, stellte Yoongi fest. „Vielleicht sowas wie LSD... Das beeinfluss Wahrnehmung, Fühlen und Denken. Gibt’s in Pulverform”, schlug Jk vor. Hobi sah ihn verwirrt an: „Ehm, warum kennst du dich mit Drogen so gut aus, junger Mann?” „Das finde ich unheimlich! Hör auf, Jungkook!“, bat Jisoo ihn. Lisa fragte aufgelöst: „Kann man davon sterben?“ „Ich denk mal, dass du das nicht regelmäßig nehmen wirst, also nein. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass mindestens du was in die Richtung bekommen hast...“, erklärte der jüngere ihr. „Ich fühl mich aber nichts so, als hätte ich was bekommen. Also wirklich!“, versicherte ich ihnen. Jisoo kam zu mir und meinte: „Was wenn Jennie tot ist und Rosé da drinnen gerade stirbt! Was wenn wir alle sterben?“ „Ehm, wer geht Jennie suchen?“, fragte Tae und sah kritisch zu den beiden Mädels, die sich jetzt auf den Boden gesetzt hatten und sich Sorgen machten, dass wir alle sterben würden. „Geht’s dir denn gut, Jimin?“, fragte Jin. Dieser sah ihn total verwirrt an: „Hä? Was laberst du?“ „Vielleicht war ja was im Pool...“, vermutete der Älteste. Ich runzelte die Stirn: „Was habt ihr denn für einen Verfolgungswahn? Verarscht ihr mich?“ Sie antworteten mir nicht. Das war alles sehr seltsam. Ich sah mich um und überlegte, wen ich nicht für auf Drogen hielt. Yoongi, Joon, Hobi, Jimin und Tae. Bei Jk war ich mir nicht ganz sicher, weil er so klug geklungen hat, als er von den Drogen erzählt hatte. Jennie war immer noch nicht da. Die andern zwei Mädels waren wie ausgetauscht. „Ich such Jennie...“, kündigte ich an und drehte mich um. Jimin rief: „Ich geh vorsichtshalber mit...“

    Wir liefen die Gänge ab und suchten die Sängerin. Irgendwann fragte Jimin mich: „Und du bist dir zu 100% sicher, dass du nichts bekommen hast?“ „Ja” „Wirklich?” „Mhm” „Ganz sicher?” „ Jimin!” „Ich will nur sicher gehen...” Überall sah es gleich aus. Wir liefen in unseren Bademänteln das ganze Hotel ab, aber fanden Jennie nicht. Dann klingelte ein Handy. „Du hast dein Handy dabei?”, fragte ich. „Wasserdicht. Sonst wär’s kaputt...”, erklärte er und nahm es aus seiner Hosentasche.
    Jimin: „Joon?”
    Namjoon: „Wo bleibt ihr?”
    Jimin: „Wir finden sie nicht”
    Jennie: „Ich bin hier”
    (D/n): „Jennie? Wo warst du so lange?”
    Jennie: „War komplizierter als gedacht... Und jetzt kommt schon und zieht euch was trockenes an!”

    Jimin legte auf und steckte sein Handy weg. Dann nahm er meine Hand und wir liefen so schnell wie möglich nach oben. Sie waren schon im Zimmer und wir gingen auch noch schnell rein. „(D/n)”, rief Jennie aus ihrem Zimmer. Ich drehte mich um und fing gerade noch die Klamotten, die sie mir zuwarf. „Danke Jennie! Ich gebe dir alle deine Klamotten am Samstag wieder!”, versprach ich ihr. Sie nickte und bot dann an: „Kannst auch schnell duschen gehen, wenn du willst” Ich nahm das Angebot an und ging aufs Badezimmer zu, als Tae noch meinte: „Jimin will doch bestimmt mit...” „Wir sind hier zu zwölft. Denk nach, bevor du was sagst!”, antwortete er ihm. „Also würdest du, wenn wir nicht da wären?”, fragte Tae weiter. Jimin seufzte: „Ich werde diese Frage nicht beantworten...”
    Ich schloss die Tür ab und zog mir meine nassen Klamotten aus. Neben dem Waschbecken stand ein Make-Up-Endferner, welchen ich dann auch verwendete. Dann ging ich schnell heiß duschen. Als ich fertig war, zog ich mir die Adidasjogginghose, das Top und eine Sweatshirtjacke von Jennie an. Dann trocknete ich mir meine Haare noch ein bisschen und ging wieder ins Wohnzimmer. Lisa kam gerade auch frisch geduscht aus dem anderen Badezimmer. Als ich mich umsah, viel mir auf, dass Rosè und Jisoo weg waren. „Jisoo wurde müde und hat sich schlafen gelegt und wir haben Rosé dann noch von der Couch geräumt”, erklärte Joon mir. Ich nickte verstehend und ging dann zu Jimin, der mit einer Decke auf dem Sofa saß. Seine Haare waren auch noch nass. Als ich mich neben ihn setzte, fiel mir auf, dass er keinen Pulli anhatte. „Ehm Jimin, wo ist dein Pulli hin?”, fragte ich. Er antwortete total gelassen: „Hat Jennie mir ausgezogen” Diese kam aus dem Badezimmer gerannt und schrie: „WAS? NEIN! (D/N), WÜRDE ICH NIE MACHEN!” Jimin begann zu lachen: „War ja auch nur ein Spaß! Ich hab ihn ausgezogen weil mich ein gewisses Mädchen ganz aus Versehen in den Pool geschubste hat und mir bisschen kalt war in dem nassen Pullover” „Achso...” Jennie ging wieder ins Badezimmer und schloss ab. Lisa und die sechs Jungs spielten Among Us. Jimin zog mich mit unter die Decke und umarmte mich ganz fest. Ich lehnte meinen Kopf an seine warme Brust und schloss die Augen. Ich spürte seinen warmen Atem auf meiner Stirn und wäre fast eingeschlafen, dann weckte Joon mich aber aus meinem Halbschlaf: „Hey Jimin, man schaut Frauen nicht in den Ausschnitt!“ „Mach ich ja auch nicht. Ich schau nur meiner Freundin in des Ausschnitt und das darf ich!“, antwortete er ihm. Ich atmete tief durch und sagte dann: „Seid leise, ich will schlafen!“ Sie lachten und Jimin flüsterte: „Dann schlaf“ Ich rutschte noch näher an meinen Freund und schlief dann ein.

    41
    41. Kapitel

    Ich öffnete langsam meine Augen. Es war ganz dunkel. Jemand, vermutlich Jimin, lag mit nur wenig Abstand neben mir. Ich drehte mich zu ihm und flüsterte: „Jimin?“ Er reagierte nicht. Ich wusste nicht, wo ich war, aber auf keinen Fall mehr in der Suite bei den Mädels. Ich stand auf und ging auf einen orange leuchtenden Lichtschalter zu. Nachdem ich ihn betätigt hatte, verstand ich, dass wir im Plaza-Hotel waren. Ich zog die Rollos nach oben und machte das Licht wieder aus. Dann suchte ich mein Handy und fand es auf einem Sessel. Es war 09:47 Uhr und der 1. Januar. Ich schrieb Joon, Kook und Hobi ob sie schon wach waren. Der einzige der antwortete war Hobi.
    Hobi:
    Morgen, Ja, bin vorhin aufgewacht. Yoongi pennt noch.
    (D/n):
    Wie lange wart ihr denn gestern noch wach?
    Hobi:
    Nach halb vier. Lisa ist komplett durchgedreht und Jennie wollte nicht mit ihr alleine bleiben.
    (D/n):
    Also hat sie wirklich was bekommen?
    Hobi:
    Denk schon. Ich hoffe es, weil dann würde sie wenigstens wieder bald die alte sein. Das gestern war noch schlimmer wie sonst!
    (D/n):
    Hahaha. Denkst du, wir sollten die Anderen wecken?
    Hobi:
    Hm. Denk schon, wir müssen noch packen und Chaeyoung wecken...
    (D/n):
    Okay, dann gehen ich noch Kook und Tae wecken, und du Jin und Joon
    Hobi:
    Alles klar

    Ich drehte mich zu dem noch schlafenden Jimin und strich ihm seine Haare aus dem Gesicht. Er sah so unheimlich süß aus. Ich küsste ihn und erschrak schon fast ein bisschen, als er seine Hände in meinen Nacken legte und den Kuss erwiderte. „Guten Morgen, Prinzessin“, flüsterte er und grinste mich an. „Gut geschlafen?“, fragte ich. Er nickte und meinte: „Aber zu kurz“ „Du kannst im Flieger schlafen, jetzt müssen wir packen“, sagte ich und wollte aufstehen, aber Jimin zog mich auf seinen Schoß, hob mich im Brautstyle hoch und lief dann auf den Kleiderschrank zu. „Jimin, wir müssen uns jetzt wirklich fertig machen...“, drängelte ich. Er sah mich stirnrunzelnd an und erklärte: „Ich packe jetzt. Und dich pack ich als erstes ein, damit ich dich auch ja nicht vergesse. Du bist nämlich das wichtigste was ich habe“ „Weißt du, dass du manchmal echt süß sein kannst?“ „Was heißt hier manchmal? Ich bin immer süß“ „Naja...“ „Nur zur Erinnerung. Ich konnte mich noch nicht für die Sache mit dem Pool gestern rächen. Sei lieber brav, oder deine Bestrafung wird schlimmer als sie eh schon ist!“ Er lächelte mich provokant an. „Jetzt hab ich Angst“, sagte ich und schmollte ihn an. „Dann sag mir jetzt lieber mal, dass ich immer süß bin“ „Jimin, du bist immer der süßeste Junge dieser Welt“ „Geht doch!“ Er ließ mich runter und wuschelte mir durch die Haare. Dann fiel mir ein: „Wir sollen noch Jk und Tae wecken“ Er zog sich einen Pulli an und ging dann zur Tür. Ich folgte ihm auf den Flur. Er klopfte bei den beiden und rief: „Hey! Aufstehen! Jetzt!“ Von innen hörte man Gemaule und dann Schritte. Jk öffnete die Tür. „Zieh dir was an!“, befahl Jimin ihm, als er sah, dass er Oberkörperfrei war. Dieser lachte nur: „Angst, dass deine Freundin mich heißer findet als dich?“ Jimin wurde wütend und wollte gerade etwas erwidern, aber ich sagte schnell: „Wir sollen euch eigentlich nur wecken. Macht euch fertig und pack eure Sachen“ Dann nahm ich Jimins Hand und zog ihn wieder in unser Zimmer. Nachdem ich die Tür geschlossen hatte erinnerte ich ihn: „Du wolltest dich nicht mehr so leicht provozieren lassen!“ „Dann soll er aufhören“ „Also bei Jungkook musst du dir jetzt wirklich keine Gedanken machen! Er findet‘s eben lustig dich zu nerven, aber reiß dich zusammen, dann verliert er den Spaß daran“ „Trotzdem geht er manchmal einfach zu weit!“ „Ignorier‘s einfach!“ „... Findest du ihn heißer als mich?“ „Jimin!“ „Ja sorry... Also?“ „Nein! Und jetzt hör auf dir wegen so nem überflüssigen Witz von dem dir solche Gedanken zu machen!“ „Jaja... bist du dir sicher?“ „Du willst doch einfach nur hören, dass ich dich heiß finde, stimmt’s?“ Er grinste: „Vielleicht“ „Jetzt pack schon deine Sachen und hör auf!“ Damit drehte ich mich um und zog meinen Koffer hinterm Schrank hervor. Er lachte und ging dann ins Bad, um dort alles zusammen zu räumen.

    Als er zehn Minuten später wieder raus kam und seine Klamotten zusammenlegte, fragte ich: „Was war dann gestern eigentlich noch mit den Mädels?“ „Jennie hatte nichts. Du auch nicht. Rosé war komplett weg. Jisoo haben wir ja auch dazu bekommen, sich schlafen zu legen. Und Lisa, die war anstrengend. Hat sich die ganze Nacht selbstbemitleidet und hat alles auf dieser Welt in Frage gestellt. Sie war sich eine Zeit lang sicher, dass sie nicht real ist... Keine Ahnung, was die bekommen hat...“, zählte er auf. „Die Arme...“ „Ne, mit der hab ich kein Mitleid. Die sollen froh sein, dass du nichts davon bekommen hast. Wenn die schon von uns wegrennen, sollten die auch bisschen auf dich aufpassen!” „Ich bin keine...” Er unterbrach mich: „Nur weil du neunzehn bist, heißt das nicht, dass nicht jemand nach dir schauen sollte. Und die Mädels haben gestern Abend ganz eindeutig bewiesen, dass sie keine Verantwortung übernehmen können...” „Aber...” Er unterbrach mich wieder: „Warum findest du es so schlimm, dass ich mir Sorgen um dich mache?” „Weiß ich nicht...” Er kam auf mich zu und umarmte mich: „Versprich mir bitte einfach, dass du bei mir bleibst” „Versprochen” Er wollte gerade etwas sagen, als mein Handy klingelte. Wir sahen uns verwundert an und ich ging ran.
    (D/n): „Hallo!”
    Jennie: „Ich bin’s. Ist Jimin bei dir? Wenn ja, mach laut”
    Jimin: „Was ist los?”
    Jennie: „Ich war gerade auf Insta und Twitter. Ganz schrecklich, es gibt einen neuen Hashtag!”
    Jimin: „Und der wäre?”
    Jennie: „#whoisJiminsgirlsfriend... Es gibt ein Bild, auf dem ihr euch küsst... Von gestern Nacht. Die Qualität ist schlecht, aber man erkennt Jimin...”

    Jimin schluckte und sagte nichts. Ich wusste auch nicht, was ich sagen sollte. Es war ja eigentlich klar, dass das nicht ewig gut gehen kann. Aber ich hatte schon gehofft, es wäre länger gewesen.
    Jennie: „Was macht ihr jetzt?”
    Jimin: „Ich hätte nie gedacht, dass ich sowas mal sagen werde, aber (D/n) muss bei euch im Jet mitfliegen. Sobald wir in Seoul sind, geh ich mit ihr zu Bang PD, ne andere Möglichkeit gibt’s nicht...”
    Jennie: „Ok, Jisoo und Lisa werden langsam wieder normal. Chaeyoung ist noch am pennen. Aber ich bekomm das schon hin und (D/n) hat ja keine Drogen bekommen, oder?”
    (D/n): „Nein, ich hab nichts bekommen. Ich helf dir mit den anderen”
    Jimin: „Wir kommen wie geplant um 11 Uhr und wecken Rosè, dann bleibt (D/n) einfach bei euch...”
    Jennie: „Jimin, jetzt mach dir keine Sorgen um sie! Wir fliegen in einem Privatjet nach Seoul, da kann gar nichts passieren!”
    Jimin: „Jaja... Ich hoffe Bang PD hat noch nichts mitbekommen”
    Jennie: „Hm, wäre komisch wenn nicht... Aber gut, bis später”
    (D/n): „Ciao”

    „Und schon wieder lass ich dich mit denen alleine!”, fiel Jimin auf und er schüttelte über sich selbst den Kopf. Ich lachte: „Ach komm schon, es kann wirklich nichts passieren” „Hm. Denkst du, die Jungs haben das schon mitbekommen?” „Wenn, dann wären sie doch bestimmt schon hier” „Stimmt. Ich hoffe, Bang PD hat heute einen guten Tag...” „Das wird schon...“, beruhigte ich ihn und packte fertig.

    Es war inzwischen 10:30. Wir waren fertig und warteten mit unserem Gepäck auf dem Gang vor den Zimmern und warteten auf die anderen. Hobi und Yoongi kamen zuerst raus. Der ältere sah so aus, als wäre er vor fünf Minuten aufgewacht. Aber im Flieger interessierte das ja sowieso niemanden. Hobi hingegen sah so aus, als würde er gleich zu einem Fotoshooting gehen. Yoongi hatte sehr schlechte Laune und darum versuchten wir auch gar nicht, mit ihm zu sprechen. Jin und Joon kamen dann auch bestens gelaunt aus ihrem Zimmer, was Yoongi nur noch mehr nervte. Jin begrüßte uns: „Wunderschönen guten Morgen alle zusammen!“ Daraufhin räusperte Hobi sich und zeigte auf seinen Zimmergenossen. Joon verdrehte die Augen. Dann wurde die letzte Tür aufgeschlagen und die beiden jüngsten riefen: „Los geht’s“ Wir setzten uns in Bewegung und checkten an der Rezeption aus. Dann suchten wir uns Taxis und fuhren zu dem Hotel der Mädels. Jennie öffnete die Tür und begrüßte uns mit: „Ich hab schon telefoniert. (D/n), du bist eine Freundin von mir und dein Flug fällt aus. Du musst dich also nicht verstecken“ Ich und Jimin nickten, der Rest sah uns verwirrt an. „Hä“, fragte Tae und sah sie verwirrt an. Ich erklärte dann: „Wir haben ihnen noch nichts gesagt...“ Jennie ging zur Seite damit sie rein konnten und Jin fragte: „Seid ihr schon wieder getrennt?“ „Bis jetzt noch nicht“, rief Lisa aus dem Wohnzimmer. Jimin riss die Augen auf: „Mach mir keine Angst!“ „Hä?“, fragte diesmal Hobi. Jisoo rief: „Wir sagen‘s ihnen. Ihr rennt lieber weg, bevor sie euch umbringen...“ Joon atmete tief durch: „Was-habt-ihr-gemacht?“ „Wir überhaupt nichts! Aber... Naja... eventuell wissen... ein paar ARMYs, dass ich ne Freundin hab?“, klärte Jimin sie auf. „Oh oh“, kommentierte Jk. „Wow, das könnte möglicherweise ein paar Problemchen bereiten... Was macht ihr jetzt?“, fragte Tae. Bevor Namjoon aus zusammenschreien konnte, was er gleich getan hätte, antwortete ich: „Ich flieg bei Jennie und den Anderen mit, damit mich niemand am Flughafen bei euch sieht. Sobald wir in Seoul sind, gehen Jimin und ich zu Bang PD...“ „Ihr habt tatsächlich auch mal einen einigermaßen intelligenten Plan“, lobte Joon uns. „Sorry, nicht jeder hat einen IQ von 148!“, erwiderte Jimin. „Wollen wir Rosé wecken?“, lenkte ich dann ab. Sie nickten und wir gingen ins Schlafzimmer. Jin fragte dann: „Ist das denn gut, wenn man sie aufweckt?” „Bessere Idee?”, wollte Jennie wissen. Er schüttelte den Kopf und wir versuchten sie aufzuwecken. Das klappte allerdings überhaupt nicht. „Ich hol Wasser”, kündigte Jin an und verschwand im Badezimmer. Kurze Zeit später kam er wieder mit zwei Zahnputzbechern voll mit Wasser. Er schüttete es ihr übers Gesicht. Rosè zuckte zusammen und rieb sich die Augen. „WACH AUF!”, schrie Lisa ihre Freundin an. Diese öffnete jetzt langsam ihre Augen. Bevor sie wieder einschlafen konnte, packten Jin und Joon sie und zogen sie auf die Beine. Sie konnte kaum ihr Gleichgewicht halten und sah uns im Halbschlaf an. „Haltet sie fest, sonst kippt sie noch um!”, bat ich sie. Die beiden verdrehten die Augen, stützen die Sängerin dann aber doch. Hobi staunte: „Also, wenn ihr die nach Seoul bekommt, ohne dass irgendwer was vom Club mitbekommt, bin ich einfach sprachlos!” „Das wird schon...”, versuchte ich Jennie zu beruhigen und sah Hobi warnend an.

    Wir räumten alle Koffer aus dem Zimmer und versuchten mit allem möglichen Rosè fitter aussehen zu lassen. Sie sah einfach immer noch total fertig aus und konnte kaum ihre Augen offen halten. „Okay, das bringt alles nichts. Schaut, dass ihr schnell in den Jet kommt, da kann sie weiterschlafen...”, beschloss Joon nach einiger Zeit. Jennie nickte und ging mit Rosè schon mal vor. Jisoo und Lisa waren immer noch nicht ganz sie selbst, aber man konnte vernünftig mit ihnen sprechen. Ich wollte gerade den anderen beiden nach unten folgen, da wurde ich aber noch einmal zurück gezogen. „Fahr dann einfach mit dem Taxi zum Dorm. Ich hab mein Handy bei mir, wenn was ist, rufst du sofort an!“, bat Jimin mich. Ich nickte, umarmte ihn, murmelte: „Bis später”, und ging dann mit Jisoo und Lisa runter. Die beiden hatten sich im Griff und hielten zum Glück einfach ihre Klappe. Draußen waren zwei Autos in die wir einsteigen und dann zum Flughafen gefahren wurden. Jennie hatte dem Fahrer von dem Auto, in das sie und Rosè einstiegen, gesagt, dass die Sängerin nur wenig Schlaf abbekommen hätte, was dieser ihr auch abkaufte. Ich wurde wie Lisa und Jisoo in das andere Auto gebracht. Die Bodyguards wussten Bescheid, dass ich da war, und es gab keine Probleme. Lisa laberte sehr viel Mist, Jisoo hielt weiterhin ihre Klappe. Der Fahrer sah uns hin und wieder komisch an, sagte aber nichts. Als wir geparkt hatten, stieg ich direkt aus, um nach Chaeyoung zu schauen. Sie sah aus, als würde sie gleich einpennen. Der Begriff 'totmüde' bekam für mich gerade eine ganz neue Bedeutung. Jennie zog sie raus und versuchte sie auf den Beinen zu halten. Ich half ihr. Um uns herum hatten sich schon viele Bodyguards versammelt. Mit kam das seltsam vor, für die Mädels war das aber nichts neues. So liefen wir dann über den ganzen Flughafen. Lisa und Jisoo, die nur Schrott laberten und Jennie und ich, die Rosè stützten, damit sie nicht umkippte. Natürlich sahen uns auch einige BLINKs, die aber schön auf Abstand blieben. Wir kamen relativ schnell an und stiegen ein. Ich sah mich um und fragte: „Haben eigentlich alle K-Pop Gruppen einen Privatjet?” Jennie lachte: „Gehört nicht uns, hat YG gemietet. Hin und wieder fliegen wir aber auch ganz normal im Flugzeug mit. Also, so normal wie es als Idol eben geht...” Ich nickte verstehend. Wir ließen Rosè über einem Sitzplatz los woraufhin sie nach hinten plumpste. Sie war innerhalb von Sekunden wieder eingeschlafen. „Schlaft ihr beiden doch auch noch ein bisschen”, schlug Jennie ihren anderen beiden Bandmitgliedern vor. Diese überlegten nicht lange und setzten sich auch auf einen der gemütlichen Sitze und schliefen schnell ein. Jennie lief auf einen kleinen Kühlschrank zu und holte zwei Flasche Sprite. Sie reichte mir eine und wir setzten uns nebeneinander, etwas weiter entfernt von den anderen, hin. Wir sahen einfach nach draußen und warteten. Auf einmal zeigte sie nach draußen: „Sieht so aus, als würden die Jungs kommen...”

    42
    42. Kapitel

    Ich sah in die Richtig, in die sie deutete, und sah das ganz viele Mädchen schreiend zum Ausgang rennen. Es dauerte nicht lange, dann sah man auch schon eine Gruppe kommen, die sich durch die Menschenansammlung durchquetsche. Es waren über zehn große, schwarz gekleidete Männer und in ihrer Mitte liefen sieben weiter Männer mit Caps, Sonnenbrillen und Maske. Ich sah ihnen so lange wie möglich hinterher, aber irgendwann waren sie aus unserer Sicht verschwunden. Was würde Bang PD wohl sagen? Was wenn Jimin sich von mir trennen muss. Was, wenn ich ausziehen muss und keinen Kontakt zu irgendeinem von den sieben haben darf? Als können Jennie Gedanken lesen, beruhigte sie mich: „Du weißt doch gar nicht, was er sagen wird. Vielleicht hat er ja gar kein Problem damit. Jetzt zerbreche dir darüber nicht den Kopf” Ich drehte mich zu ihr. Sie lächelte mich an und ich lächelte etwas gequält zurück. Ich sah wieder nach draußen. Es war wieder Normalität. Zwar immer noch ein riesiges Gedrängel aber keine schreienden Mädchen mehr. Da bemerkte ich, dass Jennie aufgestanden war. Ich sah mich um. Sie war hinten bei einem Rucksack und holte etwas heraus. Als sie wieder kam, hatte sie UNO-Karten dabei. „Spielen wir ein bisschen?”, fragte sie. Ich nickte und sie teilte die Karten aus. Wir spielten eine Runde, dann flogen wir los. Ich liebte dieses Gefühl beim starten. Dieses kribbeln im Bauch. Ich schaute nach draußen und sah zu, wie wir immer höher flogen. Nach wenigen Minuten drehte ich mich wieder zu meiner Freundin und wir spielten weiter. Fünfzehn Runden später wurde uns das ganze dann aber zu langweilig, warum wir beschlossen Netflix zu schauen. Wir waren uns einig und sahen darum 'Start-Up'. Wir hatten schon die Hälfte der Staffel geschafft, da wurde ich von hinten angetippt. Ich, und dadurch auch Jennie, zuckten zusammen. Als ich mich umdrehte stand dort Rosè. Jennie atmete erleichtert durch: „Ah, da hast du zum Glück ne kleine Dosis bekommen! Wie geht’s dir, Schlafmütze?” „Bin immer noch müde, aber nicht mehr so, wie gestern”, antwortete sie. Ich war etwas verwirrt, weil ich mir sicher war, in Seoul läge sie auch noch ein paar Tage flach. Aber so war es natürlich um einiges besser. „Ich schreib schnell Joon”, beschloss Jennie und nahm ihr Handy vom Tisch, „(D/n), bist du eigentlich in unserer Gruppe drinnen?” Ich sah sie verwirrt an und schüttelte langsam den Kopf. Sie nickte: „Okay, gleich bist du’s” Darauf hin blickte mein Handy auf und ich sah, dass ich in die Gruppe 'Schlimmer geht immer' hinzugefügt wurde. Dann schrie Jennie etwas rein.
    Jennie:
    So, ihr Stoffel bekommt es ja anscheinend nicht hin, (D/n) in die Gruppe hinzuzufügen, darum hab ich das mal gemacht. Und übrigens ist Chaeyoung wieder wach
    Jungkook:
    😮
    Taehyung:
    😮
    Seokjin:
    😮
    Hoseok:
    😮
    Jimin:
    😮
    Namjoon:
    😮
    Rosè:
    ...
    (D/n):
    Wo bin ich denn jetzt schon wieder gelandet?
    Taehyung:
    Bei uns😝
    Lisa:
    👏🏻👏🏻👏🏻👏🏻
    Jennie:
    Wahh, seit wann bist du wach?
    Lisa:
    Seit dem die Jungs meinten, sie müssen sechs mal die gleiche Nachricht verschicken. Aber warum eigentlich nur sechs mal? Wo ist denn unser Boss hin?
    Hoseok:
    Rate
    Jungkook:
    Ich will sagen🙋🏻‍♂️
    Jennie:
    Er pennt?
    Jungkook:
    Das wollte ich sagen😒
    Namjoon:
    🙄
    Jennie:
    Fliegt ihr schon?
    Taehyung:
    Ne, wir schwimmen👀
    Rosé:
    Achso
    Jungkook:
    Glaubt sie dir das gerade?
    Jimin:
    🤦🏻‍♂️
    Seokjin:
    🤦🏻‍♂️
    Hoseok:
    🤦🏻‍♂️
    Namjoon:
    AUFHÖREN!
    Jungkook:
    Sorry, Appa 🥺
    Jisoo:
    JETZT HALTET ALLE EURE VERDAMMTE FRESSE ANDERE WOLLEN SCHLAFEN UND DAS IST EH SUPER UNNÖTIG
    Taehyung:
    DANN SCHALTE DEIN HANDY AUF STUMM
    Yoongi:
    FRESSE!
    Jungkook:
    😥
    Jimin:
    Oh oh, Meow meow ist sauer😰
    Yoongi:
    Nein Mochi, ich bin NOCH nicht sauer, aber wenn ihr weiter so macht, bin ich das!
    Hoseok:
    Na dann 😄👍🏻
    Lisa:
    Ihr seid mit ihm im Jet, also, machen wir weiter!👌🏻
    Seokjin:
    🤯
    Jungkook:
    Ja, aber Jimin und ich sind auch hier. Also, alles gut😄
    Yoongi:
    ...🤨
    Jungkook:
    Wir sind beide stärker als du🤣
    Seokjin:
    Ach, dann ist ja wirklich alles in Ordnung
    Namjoon:
    Lasst es jetzt einfach
    Jimin:
    Warum?
    Jisoo:
    WEIL ES NERVT
    Taehyung:
    😯
    Jungkook:
    😯
    Jennie:
    Okay, jetzt reicht‘s auch wieder
    Jimin:
    Wer?
    Lisa:
    Vkook und du auch mit deinem ständigen ‚Warum‘ und ‚Wer‘!
    Jungkook:
    Ich bin Maknae, ich darf das!
    Lisa:
    Ich bin auch Maknae und nerv nicht
    (D/n):
    Wenn mans ganz genau nimmt, bin ich hier ja Maknae
    Seokjin:
    Pahahah, Kooks Gesicht müsstet ihr gerade sehen
    Jennie:
    Lisas auch 😂
    (D/n):
    😆😂
    Jungkook:
    Das ist nicht lustig. Aber, ich bin wenigstens noch Maknae von BTS😆
    Lisa:
    Und ich von BLACKPINK😆
    Taehyung:
    Und ich bin Jimins Soulmate
    Seokjin:
    Okay 👍🏻
    (D/n):
    Was macht ihr eigentlich?
    Jungkook:
    Jimin gut zureden, dass mit Bang PD alles gut laufen wird
    Jimin:
    LÜGNER!
    Namjoon:
    Tae und Kook machen ihm hier gerade voll Angst und wir drei versuchen ihn zu beruhigen und Yoongi pennt
    Seokjin:
    Und was macht ihr?
    Jisoo:
    Versuchen zu schlafen
    Jennie:
    (D/n) und ich haben Netflix geschaut, dann ist Rosé aufgewacht und dann haben wir euch geschrieben

    Lisa war wieder die alte. Das merkte man auch an der super Idee, die sie jetzt hatte. Sie nahm mein Handy und deutete, dass ich bei Jennie mit rein schauen sollte.
    Lisa:
    Heißer Typ!
    (D/n):
    Wo?
    Ich will sehen!

    Lisa klatschte sich vor lachen auf die Oberschenkel. Die Anderen fanden es dann auch lustig. „Lisa, gib mir mein Handy wieder!“, verlangte ich. Aber das interessierte sie nicht. Ich schaute bei Jennie wieder rein, was die Jungs geschrieben hatten.
    Hoseok:
    Ouh...
    Seokjin:
    Oh oh
    Lisa:
    Bei den Piloten vorne🥵
    Rosé:
    Omg!
    (D/n):
    Oha!
    Jennie:
    Hat der gerade zu dir geschaut, (D/n)?

    Ich schlug ihr auf den Oberarm, was sie aber nicht störte und sie machten weiter.
    Jimin:
    Wer?
    Rosé:
    Shhhh!
    Jungkook:
    Was?
    Hallo?
    HALLO?
    Jennie:
    Was?
    Jimin:
    WER?
    Lisa:
    Wer was?
    Jimin:
    (D/n)?
    (D/n)?
    (D/N)!
    (D/n):
    Hm?
    Jimin:
    Wer?
    (D/n):
    Was?
    Jimin:
    Was was?
    (D/n):

    Seokjin:
    Lmfao😂
    Namjoon:
    Jimin findet‘s aber nicht lustig...
    Jennie:

    Hoseok:
    Welcher Typ will Jimin wissen
    (D/n):
    Keine Ahnung wer das ist
    Lisa:
    Aber er sieht gut aus😍
    Jennie:
    Jaaaaaa
    Rosé:
    Er schaut schon wieder zu dir, (D/n)
    Jimin:
    Dann sagt ihm, er soll aufhören!
    Lisa:
    Warum?
    Jimin:
    Jetzt!
    Jennie:
    Shhhh, er kommt her!
    Yoongi:
    Ich hab’s dir gesagt Jimin...
    Jimin:
    Was?
    Halt!
    (D/n)!
    Sagt ihm, der soll gehen!
    Lisa!
    Jennie!
    Rosé!
    JISOO!

    „Leute hört auf, es reicht“, bat ich sie. „Ach komm, jetzt wird’s doch erst lustig!“, meinte Rosé und tippte in ihr Handy.
    Rosé:
    Omg
    Jennie:
    Wie attraktiv kann man eigentlich sein?
    (D/n):
    Auf jeden Fall nicht attraktiver als der...
    Taehyung:
    😳
    Hoseok:
    🤯
    Namjoon:
    Hey, Jimin ist auch hier, falls du das vergessen hast!
    (D/n):
    Na und
    Jungkook:
    😲
    Jimin:
    Wow
    Ganz dezent sauer gerade
    Yoongi:
    ‚Dezent‘. Der explodiert gleich!
    (D/n):
    Hä warum?
    Jimin:
    Keine Ahnung, vielleicht weil wir zusammen sind und du hier gerade erzählst, wie attraktiv irgendsoein Typ ist!
    Jennie:
    🙄
    Sie hat doch nichts gemacht
    Namjoon:
    Was? Nichts gemacht? Alles gut bei euch?
    Rosé:
    Sie hat nichts gemacht. Sie hat ihn ANGESEHEN und er hat zurück geschaut und ist her gekommen um Hallo zu sagen
    Hoseok:
    Und ganz nebenbei hat sie noch erwähnt, dass das wohl der attraktiveste Typ war, den sie je gesehen hat
    Lisa:
    Was heißt hier gesehen hat. Die starren sich hier die ganzen Zeit an
    Jimin:
    Wenn ihr dem jetzt nicht sofort sagt, er soll abhauen, bekommt ihr ein ganz großes Problem mit mir!
    Namjoon:
    Jetzt macht schon
    Hallo?
    Taehyung:
    Leute?
    Wo seid ihr?
    Seokjin:
    Hallo?
    Jungkook:
    Wo seid ihr?
    Hoseok:
    Jetzt sagt ihm, der soll verschwinden. Jimin hält’s nicht mehr lange aus!
    Yoongi:
    Hallo?
    Jimin:
    (D/n)?
    WO ZUR HÖLLE SEID IHR HIN?
    Namjoon:
    LISA!
    Jisoo:
    Fresse
    Jimin:
    Wo seid ihr?
    Jisoo:
    Immer noch in der Luft, irgendwo überm indischen Ozean
    Jimin:
    JISOO! Wo ist (D/n)?
    Jisoo:
    Die sitz neben Jennie und sieht nicht so begeistert aus.
    Jimin:
    Und wo sind die anderen.
    Jisoo:
    Lisa liegt am Boden und erstickt gleich vor lachen. Rosé lacht sich auch den Arsch ab und Jennie auch.
    Jimin:
    Wo ist der heiße Typ?
    Jisoo:
    Hier ist ein heißer Typ? Warum weckt mich niemand?
    Jimin:
    Warum schreiben die Anderen nicht mehr?
    Jisoo:
    Ich glaube (D/n) hat ihr Handy nicht bei sich und die Anderen können nicht, wegen lachen und so
    Jimin:
    Wie sie hat ihr Handy nicht bei sich? Sie hat bis vor fünf Minuten noch geschrieben
    Jisoo:
    Lisa hat zwei Handys... seit wann das?
    Jennie:
    JISOO! Sie hat doch schon immer zwei Handys...🙃
    Jisoo:
    Wartet... Ich muss den Chat lesen
    Achsooo, natürlich hat sie schon immer zwei Handys
    Namjoon:
    ...
    Jisoo:
    Omg, meint ihr den Typen?
    (D/n):
    Jaaaa😍🔥
    Jisoo:
    Wooooowwwwwww😳🔥
    Jimin:
    (D/n)?
    (D/n):
    Hm?
    Jimin:
    Willst du mich heiraten?

    Alle ließen ihr Handy fallen und hörten auf zu lachen. „Wie wär’s, wenn du dein Handy wieder übernimmst?“, fragte Lisa und reichte mir mein Handy. Ich schüttelte den Kopf:
    „Das könnt ihr jetzt machen! Viel Spaß!“ Sie seufzten und dachten nach.
    Jungkook:
    Was?
    Taehyung:
    Er hat (D/n) gefragt, nicht dich!
    Jungkook:
    Das hab ich mitbekommen
    Taehyung:
    Warum antwortest du dann?
    Namjoon:
    Hä Jimin, was machst du?
    (D/n):
    Lieber Jimin
    Seokjin:
    ?
    (D/n):
    Zu früh geschickt, noch einmal
    Lisa:
    Lieber Jimin.
    Leider fühle ich mich zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht bereit um zu heiraten. Fragen Sie in ein paar Jahren auf jeden Fall erneut!
    Yoongi:
    Hä? Lisa?
    Jennie:
    Du bist so dumm!👏🏻🙄
    Namjoon:
    Wer? Was?
    Lisa:
    Falsches Handy
    Jungkook:
    Wait
    🤦🏻‍♂️
    Taehyung:
    🤦🏻‍♂️
    (D/n):
    Ich geb (D/n) dann mal wieder ihr Handy, ciao😁
    Jimin:

    (D/n):
    LISA!
    Lisa:
    Hehe😈😂
    Jimin:
    Seit wann hast du ihr Handy?
    (D/n):
    Seit dem Lisa ‚heißer Typ‘ geschrieben hat.
    Ach und übrigens: Alle Männer sind hier 40+ und sonst sind nur Frauen da
    Jimin:
    Dein Glück!
    Jungkook:
    Seid ihr verlobt?😮
    Jimin:
    Das hab ich gesagt, damit der Typ, der gar nicht existiert, verschwindet und ich Aufmerksamkeit bekomm
    Taehyung:
    😑
    Jungkook:
    Also nicht?😥
    Jimin:
    Nein😂 Für wie unromantisch haltet ihr mich eigentlich? Im Idiotenchat einen Heiratsantrag machen🤣
    Jennie:
    Ah, zum Glück, wir dachten schon du meinst das ernst
    Seokjin:
    Was hätte (D/n) denn gesagt
    Lisa:
    Sie war, wie wir auch, geschockt😂
    Namjoon:
    Ich auch🤯
    Yoongi:
    Und ich erst🤯
    Jisoo:
    Ich bin schwanger
    Hoseok:
    Hättest du den in paar Tagen gebracht, hätten wir das vielleicht kurz geglaubt, aber gerade nicht😂
    Jisoo:
    Ach komm😓
    Jennie:
    Ach Sooyaaa, nicht weinen 😢
    Jisoo:
    Doch😭
    Okay, ich hab mich beruhigt
    Yoongi:
    Perfekt
    Jimin:
    Mir ist langweilig
    Jungkook:
    Mir auch
    Taehyung:
    Mir auch
    Namjoon:
    Anstatt das jetzt alle schreiben, dass ihnen langweilig ist, macht einen Vorschlag, was wir machen können.
    (D/n):
    Ich will was essen
    Rosé:
    Jisoo, holst du bitte das Essen aus dem Kühlschrank?
    Jisoo:
    Ich sitz neben dir, warum fragst du mich nicht einfach?
    Rosé:
    Damit die Jungs alles mitbekommen haha

    Jisoo stand auf, lief auf den kleinen Kühlschrank zu und holte fünf abgepackte Portionen Bibim Guksu. Wir griffen alle zu und sahen dann wieder auf unsere Handys.
    Taehyung:
    Seid ihr wieder da
    Jisoo:
    Yes
    Jungkook:
    Was machen wir jetzt?
    Yoongi:
    Schlafen
    Seokjin:
    Nein!
    Yoongi:
    Warum?
    Seokjin:
    Weil nein! Wir schlafen jetzt doch nicht!
    Yoongi:
    😑
    Jungkook:
    Jimin, das Mädchen, das hinter dir steht!🥵
    Jimin:
    😐
    (D/n):
    Jungkook😂👏🏻
    Jimin:
    Bist du dumm? Wenn die anderen das vor 10 Minuten gemacht haben, kauft dir das jetzt niemand ab
    Jungkook:
    Oh😅
    Hoseok:
    🤦🏻‍♂️
    Jungkook:
    Nochmal: WAS MACHEN WIR JETZT?
    Seokjin:
    SCHLAG DU DOCH WAS VOR!
    Jungkook:
    MAN KANN JA NICHT SO VIEL MACHEN, ABER WIE WÄRE ES MIT ‚WER BIN ICH‘
    Yoongi:
    ICH HAB NICHTS DAGEGEN
    Jennie:
    ICH AUCH NICHT, ABER WARUM SCHREIEN WIR?
    Taehyung:
    WARUM DENN NICHT?
    Lisa:
    LASSEN WIR DAS EINFACH UND SPIELEN WER BIN ICH
    Namjoon:
    Ja, so machen wir‘s
    Taehyung:
    Ich fang an
    Lisa:
    Bist du weiblich?
    Taehyung:
    Nein
    Hoseok:
    Bist du ein Mensch?
    Taehyung:
    Ja
    Namjoon:
    Bist du berühmt
    Taehyung:
    Ja
    Jennie:
    Bist du Asiate?
    Taehyung:
    Ja
    Jimin:
    Kennen wir dich persönlich?
    Taehyung:
    Ja
    (D/n):
    Bist du K-Pop Idol?
    Taehyung:
    Ja
    Jisoo:
    Bist du bei YG?
    Taehyung:
    Nein
    Jisoo:
    Bei JYP?
    Taehyung:
    Nein
    Jisoo:
    Big Hit?
    Taehyung:
    Ja
    Yoongi:
    Wow, wirklich kreativ! Bist du ein TXT Mitglied?
    Taehyung:
    Nein
    Hoseok:
    Bist du Vocalist?
    Taehyung:
    Nein
    Jimin:
    Bist du immer müde?
    Taehyung:
    Nein
    Rosé:
    Bist du Leader?
    Taehyung:
    Ja
    Rosé:
    Kim Namjoon
    Taehyung:
    Korrekt
    Namjoon:
    😑
    Rosè:
    Haha ich bin dran!

    Wir spielten noch drei Stunden, dann hatten wir aber fast keinen Akku mehr und an Powerbanks hatten wir natürlich auch nicht gedacht.
    (D/n):
    Leute, ich hab noch 10%, die heb ich mir lieber auf. Man sieht sich.
    Hoseok:
    Ja, wir haben auch fast keinen Akku mehr, bis dann.

    Wir legten unsere Handys weg und beschlossen, dass wir noch etwas schlafen sollten. Wir kämen in Seoul an, wenn es dort, auf Grund der Zeitumstellung, gerade hell wird und dann wären wir sehr müde den restlichen Tag. Darum verteilten wir uns und ich konnte dann, als alle anderen schon schliefen, auch einschlafen.

    Ich schlug meine Augen auf, als ich spürte, dass wir landeten. Die anderen vier schliefen noch. Ich trank noch den letzten Schluck aus meiner Sprite und kuschelte mich dann noch einmal in meine Decke. Es war viel kälter als vorhin. Nachdem wir gelandet waren, stand ich auf und weckte die Mädels. Sie maulten ein bisschen rum, standen dann aber auf. Sie hatte gerade ihre Masken aufgesetzt, da kamen auch schon acht Bodyguards rein. Wir nahmen unsere Handtaschen und gingen nach draußen, wo schon die ein oder anderen schreienden BLINKs standen. Ich sah auf den Boden und fühlte mich sehr fehl am Platz. Aber es wäre wesentlich schlimmer in so einer Situation mit den Jungs zu sein. Es hatten zum Glück auch kaum Fans Augen für mich. Die vier Idole winkten ihren Fans und bekamen immer mehr Schreie. Als wir dann endlich über den ganzen Flughafen gelaufen waren, stiegen wir in ein Taxi und fuhren zu dem Dorm, in dem die Mädels lebten. Sobald wir und unser Gepäck drinnen waren, verschwanden dann auch die Bodyguards wieder. Die Mädels hatten es hier sehr schön. Der Stil ihrer Einrichtung war dem der Jungs sehr ähnlich. Natürlich war der Dorm etwas kleiner, da sie ja nur zu viert waren. Wir gingen ins Wohnzimmer und setzten uns alle auf die Couch. Rosé holte mir schnell ein Ladekabel und schlug dann vor: „Ruf Jimin doch mal an und frag, ob die schon hier sind“ Ich nickte und rief ihn an.
    Jimin: „Hi, alles gut?“
    (D/n): „Ja, ich wollte nur fragen, wo ihr gerade seid. Wir sind schon bei den Mädels zu Hause“
    Jimin: „Wir müssten jeden Augenblick landen und dann sind wir in spätestens einer Stunde zu Hause. So lange kannst du ja noch im Hühnerstall bleiben“
    Lisa: „Hey, das haben wir gehört!“
    Jimin: „Ich hab ja auch nichts schlimmes gesagt“
    Rosé: „Sag nichts falsches mehr, sonst behalten wir deine Freundin noch bei uns!“
    Jimin: „Nein! In einer Dreiviertelstunde kann sie losfahren“
    (D/n): „Mach ich, bis später“
    Jimin: „Bis später“

    Ich legte auf und sah zu den Mädels. Sie sahen mich alle an und dachten nach. „Was ist?“, fragte ich dann. Lisa sagte: „Ich will Jimin richtig krass verarschen. Jemand ne Idee, wie wir das machen können?“ „Könnt ihr euch ja noch überlegen. Aber, habt ihr was zu essen hier?“, fragte ich weiter. Jisoo lachte: „Ja klar, komm mit“ Ich stand auf und folgte ihr in die Küche. Sie öffnete gerade den Kühlschrank, da sah ich die große Obstschale auf dem Esstisch stehen. Darum beschloss ich: „Ich esse bisschen Obst“ Ohne auf eine Antwort zu warten, nahm ich mir einen Apfel und eine Mandarine, dann gingen wir wieder ins Wohnzimmer. Ich setzte mich hin und dann fingen wir an, einfach den größten Schwachsinn dieser Welt zu diskutieren. Die Zeit verging sehr schnell. Um 10:03 Uhr stand ich dann auf, suchte meine Sachen zusammen und verabschiedete mich von den Vieren. Lisa rief mir noch hinterher: „Wenn die dich nerven, komm einfach vorbei“ Ich lachte und ging nach draußen. Ich musste ein paar Straßen entlanglaufen, fand dann aber ein Taxi, in das ich direkt einstieg. Nach einer zehn Minuten Fahrt stieg ich in der Nähe des Dorms aus. Ich hielt es nicht für klug, mich bis vor die Haustür fahren zu lassen, warum ich die letzten hundert Meter lief. Es war hier so viel kälter als in New York. Darum war ich auch froh, als ich endlich angekommen war und klingelte. Nur wenige Sekunden später wurde die Tür von innen aufgerissen und Jimin umarmte mich.

    43
    43. Kapitel

    Ich erschrak kurz, umarmte ihn dann aber auch. Dann zog er mich und meinen Koffer ins warme. Die Jungs hatten scheinbar alle Heizungen aufgedreht. Ich rief ein knappes „Hi“ ins Wohnzimmer, wo die anderen saßen, wurde dann aber von Jimin nach oben in sein Zimmer gezogen. Als er die Tür geschlossen hatte, fragte er: „Würdest du mit mir zusammen bleiben, wenn Bang PD es verbieten würde?“ Ich sah ihn verwirrt an und stammelte: „Also... Ehm... Darüber hab ich mir noch gar nicht so viele Gedanken gemacht...“ „Okay, dann sag einfach, dass du es tun würdest“ „Warum?“ „Weil ich dann weiß, dass egal was er jetzt sagt, du weiterhin mir gehörst“ „Du bist sehr besitzergreifend“ „Tut mir leid, aber du weißt was ich meine...“ „Du musst doch auch auf deine Karriere schauen...“ „Das krieg ich schon hin“ „Namjoon würde mich dann aber umbringen“ „Was Namjoon davon halten würde, ist mir relativ egal. Und umbringen wird er dich nicht, sonst wird er gekündigt“ „Also willst du, egal was Bang PD sagt, einfach so weitermachen wie bisher und ihn ignorieren?“ „Ja... Bitte sag ja“ Ich dachte nach. Ich wusste einfach nicht, was für Jimin besser wäre. Darum schlug ich vor: „Wie wär‘s, wenn wir einfach hingehen und schauen, was er sagt“ „Aber ich will nicht, dass du gehst, selbst wenn er’s will!“ „Wir schauen einfach was er sagt und beschließen das dann später, Okay?“ „Na gut...“ Wir gingen nach unten und zogen uns unsere Jacken und Schuhe an. Als wir beide „Tschüss“, schrieen, meinte Hoseok: „Wow, ihr wart ja lange hier“ Darauf sagten wir nichts und gingen nach draußen. Wir setzten uns ins Auto und dann fuhr Jimin los, zu Big Hit. Ich wurde plötzlich nervös. Mir wurde gerade erst klar, dass es sein könnte, dass ich später meine Sachen packen müsste und zu meinem Dad zurück musste. Das war nicht das Problem. Ich wäre gerne bei meinem Dad. Aber ich wäre eben einfach lieber bei Jimin. Selbst nach so kurzer Zeit, konnte ich mir mein Leben ohne ihn gar nicht mehr vorstellen. Er ist einfach immer da. Er und die anderen sind einfach gekommen, als ich sie wirklich gebraucht habe. Was, wenn das ab morgen einfach anders wäre und ich keine Zeit mehr mit ihm verbringen dürfte? Was wenn dann einfach alles vorbei ist? Würde ich dann wieder nach Deutschland fliegen? Würde ich einfach versuchen, Jimin zu vergessen? Würde er das tun? Nein, ich konnte ihn nicht vergessen. Ich war zweimal in meinem Leben verliebt und beide Male in Jimin. Diesen Jungen kann ich nie wieder vergessen. Dürfte ich dann wohl noch zu den anderen Jungs Kontakt haben? Sie waren auch, obwohl ich sie manchmal hasste, verdammt gute Freunde geworden. Würde ich den Kontakt zu Lisa, Chaeyoung, Jennie und Jisoo verlieren? Das wäre genau so schlimm. Ich kenne sie seit höchstens vier Tagen, aber sie sind einfach meine allerbesten Freundinnen geworden. Ich fand sie von unserer ersten Begegnung an sehr sympathisch. Jeder von den elf war einfach etwas ganz besonderes. Ihre Charaktere sind zwar komplett verschieden, aber jeder ist auf seine eigene Art und Weise eine Person, die ich nicht mehr verlieren will. „(D/n)?“, riss Jimin mich aus meinen Gedanken. Er hatte schon geparkt und sah mich unsicher an. Ich schnallte mich ab und stieg dann aus. Jimin ging zur Eingangstür und wartete auf mich. Als ich auch dort war, nahm er meine Hand und wir gingen rein. Wir standen in einem langen, weißen Gang. An den Wänden hangen Bilder von TXT und BTS. Überall waren Türen. Ich würde mich hier höchstwahrscheinlich verirren, aber Jimin lief zielstrebig in ein Treppenhaus und führte mich nach oben. Vor einer Tür blieb er dann stehen. Auf der Tür stand ‚Bang PD‘. Er atmete tief durch und sah mich an. Ich nickte worauf hin er an der Tür klopfte. Von innen hörte man ein „Ja?“. Er öffnete die Tür und riet mir noch: „Ich rede. Du sagst besser nur was, wenn er dich was fragt“ Und dann standen wir auch schon drinnen. Drinnen saß an einem Schreibtisch ein Mann, den ich auf Mitte vierzig geschätzt hätte. Er hatte nicht einmal aufgesehen, sondern war sehr vertieft über sämtlichen Formularen. Jimin räusperte sich: „Ehm, gerade unpassend?“ Der Mann sah auf und riss die Augen auf, als er mich sah. Ich sah zur Seite. „Setzt euch erstmal“, schlug er vor und legte seinen Stift beiseite. Als wir das getan hatten, fragte er: „Jimin, wer ist das?“ „M-meine Freundin...“, antwortete ihm dieser und sah auf den Boden. „Und ich dachte, die Bilder wären von einem Photoshop-Profi... Bist du ARMY?“ „Nein, EXO-L. Ich wusste bis vor kurzem nicht mal, dass BTS existiert“, erklärte ich. Er musste leicht lachen, als ich das sagte. Diese Reaktion war ich mittlerweile fast schon gewohnt. „So so, EXO-L. Und du warst das Mädchen, aus der Schule, dass wegen Todesfall in der Familie, bei den Jungs eingezogen ist?“, fragte er weiter. Ich nickte nur. Er musste wieder lachen und sah zu Jimin: „Also wolltest du, dass sie einzieht, weil sie dir von Anfang an gefallen hat?“ Dieser schüttelte schnell den Kopf: „Nein. Den Vorschlag, dass sie zu uns zieht, hat Jk gemacht, da wir sie ja schon aus der Schule kennen“ „Wie war dein Name gleich wieder?“, fragte er mich. „Lee (D/n)“, antwortete ich knapp, da ich Angst hatte, etwas falsches zu sagen. Er nickte und dachte nach: „Jetzt müssen wir uns noch überlegen, was wir den ARMYs erzählen“ Jimin sah verwundert auf: „Warte, also kann ich mit ihr zusammen bleiben?“ Bang PD sah ihn mindestens genau so verwirrt an: „Ja? Achso, hast du eigentlich einen Job?“ „Hä, ich arbeite hier, natürlich hab ich einen Job oder bin ich doch gekündigt? Nein, bitte nicht!“, antwortete Jimin und sah ihn panisch an. Der Mann musste wieder los lachen: „Ich meine nicht dich! Das du bei mir unter Vertrag bist, weiß ich tatsächlich noch und kündigen werde ich dich auch nicht, sonst gehen über 100 Millionen Fans auf mich los“ „Also, ich hab bis vor kurzem studiert, aber abgebrochen“, antwortete ich dann. Er sah kurz etwas auf seinen Unterlagen nach, zeigte auf mich und beschloss: „Wir sprechen uns noch einmal“ Ich nickte. „Ehm, was ist jetzt mit den ARMYs?“, fragte Jimin dann. „Ignorieren ist zu auffällig. Ich werde sagen, dass das Fake war. Ihr lasst euch einfach nicht mehr erwischen. Für immer kann man das mit Sicherheit nicht geheim halten, aber wir halten so lange wie irgendwie möglich unsere Klappe“ Wir nickten und standen auf. Wir wollten uns gerade verabschieden, da fragte er noch: „Wer weiß das eigentlich alles?“ Jimin zählte auf: „Natürlich die anderen Mitglieder, TXT, BLACKPINK, meine Eltern und ihr Dad“ Bang PD notierte sich das scheinbar und verabschiedete uns dann. Sobald wir um Auto saßen, strahlte Jimin mich an und meinte: „Davor hatte ich ernsthaft die ganze Zeit Angst? Das war ja mal voll Okay! Ich bin einfach beim besten Entertainment dieser Welt“ Ich lachte und stimmte ihm zu. Dann fragte ich: „Können wir noch kurz zu meinem Dad? Hab seit er bei uns war nichts mehr von ihm gehört, außer der Anruf, bei dem er dich zusammengeschissen hat“ Jimin fiel das Telefonat wieder ein, warum er kurz die Augen zusammen kniff. Dann nickte er aber: „Klar können wir das“ Er fuhr zur Wohnung meines Vaters und hielt auf dem großen Parkplatz. Dann stiegen wir aus und klingelten. Da er nicht mit Besuch rechnete, fragte er mit Hilfe der Sprechanlage: „Hallo, wer ist da?“ „Hallo, ich bin’s nur“, antwortete ich. Er machte sofort auf und wir gingen nach oben. Ich sah ihn schon in der geöffneten Wohnungstür stehen. Er runzelte verwundert die Stirn, als er Jimin hinter mir sah. Bevor er etwas dazu sagen konnte, umarmte ich ihn und wünschte ihm: „Gesundes Neues Jahr!“ „Dir auch, aber warum ist Jimin denn hier?“, fragte er immer noch total verwirrt. Ich tat so, als wäre nichts gewesen und stellte eine Gegenfrage: „Warum denn nicht?“ Er zuckte die Schultern und ich ging an ihm vorbei nach innen. Ich hörte, wie er Jimin zuflüsterte: „Sorry, dann hab ich das falsch verstanden! Vergiss einfach, was ich gesagt habe!“ Ich musste grinsen, wollte aber gar nicht wissen, was er ihm gesagt hatte. Jimin und mein Vater kamen dann auch rein. Ich ging in die Küche und machte Kaffee. Als ich dann auch ins Wohnzimmer kam unterhielten sich die beiden über New York, besser gesagt die Mädels. „Und woher kennt ihr die?“, fragte mein Vater Jimin. Dieser antwortete: „Sie sind auch K-Pop Idole“ Sie nahmen mir beide eine Tasse an und dann sah mein Dad zu mir: „Also sind in Zukunft alle deine Freunde Idole?“ Ich lachte: „Das ist wirklich Zufall! Und ich bin ja auch nicht mit ihnen befreundet, weil sie berühmt sind!“ Er nickte verstehend und unterhielt sich weiter mit meinem Freund. Ich lehnte mich nach hinten und sah ihnen lächelnd zu. Ich war wirklich froh, dass die zwei sich verstanden. Es wäre für mich wirklich schlimm, wenn nicht. Ich hatte das Gefühl, sie hatten schon fast vergessen, dass ich da war.

    Nach einiger Zeit, in der ich einfach über eigentlich alles nachgedacht hatte, sah ich, dass die beiden aufstanden. Jimin streckte mir seine Hand hin, welche ich dann auch nahm und verdutzt aufstand. Er führte mich zur Tür, wo wir uns wieder anzogen. Er verabschiedete sich von meinem Dad mit einem Handschlag und ich rief nur: „Ciao, bis bald” Er winkte mir und schloss dann die Tür. „Hatte ich mal erwähnt, dass du einen echt coolen Vater hast?”, fragte Jimin mich während wir runtergingen. Ich schüttelte lachend den Kopf.

    „Okay, jetzt musst du mal eben anfangen zu weinen”, meinte Jimin, als er vorm Dorm hielt. Ich runzelte die Stirn, darum erklärte er: „Wir gehen rein und sagen, du musst gehen” Ich musste wieder lachen und nickte. „Nicht lachen, weinen!“, wiederholte er. Ich riss mich zusammen, aber konnte gerade einfach nicht losweinen. Er seufzte: „So wird das nichts. Tief durchatmen und an den Tag denken, an dem wir nicht zusammen waren“ Ich schlug ihn leicht auf den Oberarm: „Welcher Freund will eigentlich seine Freundin zum weinen bringen?“ Er schlug vor: „Deal: Du machst jetzt mit. Wenn nicht, dann küss ich dich eine Woche lang nicht“ „Pff, hältst du sowieso nicht durch“ „Natürlich halt ich das durch! Also mach lieber mit!“ Ich seufzte und probierte dann los zu weinen. Und tatsächlich schaffte ich es, dass wenigstens meine Augen feucht wurden. „Na gut, das lassen wir so mal durchgehen. Aber streng dich weiterhin an!“, bat Jimin mich und wir stiegen aus. Er schloss die Tür auf und alle sechs kamen sofort zur Tür gerannt. Da ich fast loslachend musste, rannte ich an ihnen vorbei nach oben. Sie sahen mir verwirrt hinterher und fragten dann Jimin alle gleichzeitig: „Was ist passiert?“ Dieser versuchte möglichst ernst zu sagen: „Sie muss gehen“ Ich schlug meine Zimmertür oben so laut zu, dass die Jungs es hörten, schlich dann aber leise wieder in Treppenhaus, um ihnen zuhören zu können. Aber da gab es gar nichts zu hören. Niemand sagte mehr was. Nach einiger Zeit, hörte ich dann Jimin wieder: „Ich geh mal in mein Zimmer“ Dann ging er die Treppe hoch und zuckte zusammen, als er mich auf der obersten Stufe sitzen saß. Ich stand leise auf und wir gingen in sein Zimmer. Ich legte mich ins Bett und stellte fest: „Das gerade eben war ja ein interessanter Dialog“ Er lachte und legte sich neben mich: „Ich glaube, damit hätten sie nicht gerechnet... Naja, jetzt lassen wir sie einfach noch ein paar Stunden mit dem Gedanken, dass du bis heute Abend verschwindest, leben und sagen ihnen dann vielleicht wenn sie Glück haben, dass du doch bleibst“ Ich drehte mich auf die Seite und umarmte Jimin. Er sah mir lächelnd in die Augen und ich sah einfach zurück. Irgendwann merkte ich, dass ich langsam verschwommen sah und eine Träne meine Wange runterlief. Als Jimin das auffiel, verschwand sein Lächeln und er versuchte mich zu beruhigen: „Hey, warum weinst du? Es ist alles gut!“ Ich musste lachen: „Das sind Freudentränen du Depp, weil ich zur Zeit einfach glücklich bin!“ Er musste grinsen und küsste mich. „Jimin, also wenn du red-”, Hoseok verstummte, als er uns sah. Wir ließen uns sofort los und setzten uns auf. „Jimin!“, fragte Yoongi fassungslos. Dieser verdrehte nur die Augen: „Zum tausendsten Mal: BITTE KLOPFT DOCH EINFACH AN!“ Jin verteidigte sich und seine fünf Kumpels: „Sorry, aber wir dachten sie ist drüben“ „Was machst du, wenn Bang PD das rausbekommt?“, fragte Namjoon und sah ihn wütend an. „Bekommt er ja nicht, wenn ihr einfach eure Fresse haltet!“, stellte Jimin fest und stand auf. Jk lachte: „Du bist doch ein Vollidiot! Der kickt dich!“ „Komm jetzt mit, (D/n). Jimin weiß nicht, was er macht...“, sagte Tae und sah Jimin kopfschüttelnd an. Da ich keine Anstalten machte, mich zu erheben und rauszugehen, zog Namjoon mich hoch und die fünf anderen folgten ihm. Als wir in meinem Zimmer waren, schlossen sie die Tür und sahen mich wütend an. „Das Jimin so einen Scheiß macht, kann ich mir ja fast denken, aber warum machst du da denn mit?“, fragte Joon mich. Ich überlegte, ob ich einfach sagen sollte, dass wir sie verarscht hatten, ließ es dann aber doch. Stattdessen wendete ich meine ‚Schauspielkünste‘ an: „Ich kann ihn halt nicht einfach innerhalb von fünf Minuten vergessen!“ „Aber du kannst dich wenigstens zusammenreißen und einfach von ihm wegbleiben!“, bat Hoseok mich. Dann klopfte jemand an der Zimmertür. Wir drehten uns alle hin und sahen Jimin, der reinkam. Er lief an den Jungs vorbei, hob mich hoch, ging wieder zur Tür und schloss sie hinter sich wieder. „Nicht dein Ernst“, sagte ich. Er lachte: „Doch, was fällt denen denn ein, einfach meine Freundin mitzunehmen“ Er setzte mich auf sein Bett und wuschelte mir durch die Haare. Dann wurde die Tür wieder aufgeschlagen und unsere sechs total fassungslosen Mitbewohner kamen rein gestürmt. „Jimin! Lass den Scheiß! Das ist sonst das Ende von deiner Kariere!“, warnte Hobi ihn. Jimin wollte zu mir kommen, aber Jungkook hielt ihn fest. „Lass mich zu meiner Freundin!“, beschwerte dieser sich daraufhin. Aber Jk schüttelte den Kopf: „Bitte hör auf und akzeptier‘s einfach!“ „Leute, wir-”, wollte ich gerade erklären, dass wir sie nur verarscht haben, aber Jin unterbrach mich: „Es bringt nichts“ Jimin nervte es inzwischen auch, warum er schrie: „DAS WAR EIN SCHERZ, BANG PD HAT NICHT DAS GERINGSTE PROBLEM MIT IHR UND SIE DARF BLEIBEN, ALSO BERUHIGT EUCH!“

    44
    44. Kapitel

    Sie sahen uns genervt an. „Ach komm, nicht euer Ernst?“, fragte Tae uns. Ich nickte, woraufhin Jk Jimin dann auch losließ. Dieser setzte sich dann neben mich und musste lachen, als er die gelangweilten Gesichter der Anderen sah. „Jetzt kommt runter, wir müssen dann noch einkaufen fahren“, erinnerte uns Jin und wir gingen nach unten. „Ich hab Hunger“, erwähnte ich auf der Treppe. Yoongi drehte sich zu mir um: „Wie du hast Hunger? Wir haben alle seit gestern Abend in New York nichts gegessen und haben keinen Hunger. Du hast im Jet sogar noch was gegessen“ „Die Frage ist eher, warum ihr keinen Hunger habt. Auf Diet oder was?“, fragte ich. Jungkook lachte amüsiert: „Sowas wie ne Diet haben wir gar nicht nötig! Wir tanzen nämlich jeden Tag mehrere Stunden und gehen ins Gym“ „Anspielung darauf, dass ich fett bin?“, fragte ich empört. „Nein, bist du nicht! Du hast ne Andeutung gemacht, wir sollen ne Diet machen!“, verteidigte der Maknae sich wieder. „Das war keine Andeutung, dass ihr ne Diet machen sollt! Das war nur Verwunderung, warum ihr einfach keinen Hunger habt!”, widersprach ich ihm. „Klappe, sonst macht ihr beide ne Diet!”, drohte Joon uns. Wir setzten uns an den großen Esstisch und diktierten Jin, was wir alles kaufen wollten.

    „Okay, ich glaube, das war’s. Oder braucht noch jemand was?”, fragte Hobi in die Runde. Alle schüttelten langsam den Kopf, aber ich meldete mich: „Ich bräuchte noch sieben mal .......... neongelbe Haarfarbe” „Vergiss es! Los geht’s, zieht euch an”, befahl Joon. Na toll, da konnte ich ihnen doch nicht die Haare färben. Naja, irgendwann wird’s schon klappen. Wir standen auf und zogen uns unsere Jacken und Schuhe an. Dann beschloss ich aber: „Ich bleib hier“ Jimin sah mich verwirrt an und fragte: „Warum?“ „Weil Bang PD gesagt hat, dass wir uns nicht mehr zusammen erwischen lassen sollen. Und ich will nicht wissen, viele Fans euch sehn werden...“, erinnerte ich ihn. Die Jungs nickte und Joon stimmte mir zu: „Ja, da hast du recht. Bis dann“ Sie drehten sich um und gingen nach draußen. Ich ging wieder nach oben und legte mich in mein Bett. Der eigentliche Grund, warum ich nicht mit wollte, war, dass es mir nicht gut ging. Ich hatte starke Bauchschmerzen. Ich versuchte zu schlafen, in der Hoffnung, später wäre es wieder vorbei.

    Ich wurde von der Türklingel geweckt. Es war inzwischen Abend und ich hörte die Jungs unten reden. Ich setzte mich auf und sah auf mein Handy. 17:49 Uhr. Mein Schlafrhythmus ist jetzt bestimmt auch komplett zerstört. Aber was soll’s. Ich ging ins Treppenhaus und hörte Tae rufen: „Yoongi’s und Jk’s Eltern“ Alle hörten auf zu reden und dann rannten sie umher. Ich ging nach unten und fragte: „Was ist denn los?“ „Unsere Eltern! Hilf uns schnell aufzuräumen!“, bat Jungkook mich. Ich half ihnen schnell das Wohnzimmer und Esszimmer aufzuräumen und nach fünf Minuten öffnete Taehyung dann die Türe und rief: „Ach kommt mal her, Überraschungsbesuch!“ Die Jungs gingen alle zur Tür und begrüßten die vier Besucher. Doch kaum waren sie damit fertig, klingelte es erneut. Jimin‘s Eltern kamen mit zwei anderen Pärchen rein. Das mussten Joon‘s und Jin‘s Eltern sein. Tae kam zu mir und flüsterte: „Na super, da haben die sich mal wieder selbst eingeladen...“ Ich lachte, wusste aber nicht so recht, was ich machen sollte, da ich keinen von ihnen, außer Jimin‘s Eltern, jemals gesehen hatte. Na gut, vielleicht hatte ich sie vor Jahren mal auf Klassentreffen oder so gesehen, aber richtig kennen tu ich sie nicht. Mi-jeong kam dann auf mich zu und umarmte mich. Das führte dazu, dass sich alle Eltern zu mir drehten und mich verwirrt ansahen. Joon schlug dann vor: „Ich wette Tae‘s und Hobi‘s Eltern kommen auch noch. Wenn sie da sind, erklären wir das“ Genau in diesem Moment klingelte es und die vier letzten kamen rein. Wir gingen ins Wohnzimmer und setzten uns auf dem Boden und der Couch verteilt hin. Hobi meinte dann: „Okay, Joon, du sprichst“ Doch dieser fragte verwirrt: „Warum ich?“ Jk erinnerte ihn: „Du bist der Leader“ „Sie ist aber nicht meine Freundin“, widersprach dieser daraufhin und sah zu Jimin. Jimin verdrehte die Augen, sagte dann aber: „Also, das ist Lee (D/n). Sie war früher bei uns in der Parallelklasse, zwischenzeitlich auch in unserer Klasse, und lebt seit ungefähr einem Monat bei uns. Und seit Weihnachten bin ich mit ihr zusammen. Noch Fragen?” Alle grinsten mich komisch an und schüttelten den Kopf. Und mal wieder wollte ich einfach wo anders sein. Ich sah auf den Boden und tat so, als würde ich gar nicht merken, dass alle zu Jimin und mir sahen. Dann klingelte es. Yoongi meinte: „Wer auch immer es ist. Derjenige soll sich verpissen, wir sind voll!“ Daraufhin sah seine Mutter ihn böse an. Jk stand auf und rief: „Oh, es ist Bang PD. Darf ich ihn reinlassen oder soll er sich verpissen, Yoongi?“ Der Rapper wurde rot und antwortete dann etwas kleinlaut: „Ne ne, lass ihn rein...“ Jk öffnete die Tür und kam mit Bang PD ihm Schlepptau zurück. Yoongi begrüßte ihn: „Ah, so eine schöne Überraschung! Erst unsere Eltern und jetzt auch noch unser Manager! Könnte ein Abend besser verlaufen?“ Auf diese ironische Bemerkung hin, gab Joon ihm eine Nackenschelle. „Kim Namjoon, so hab ich dich aber nicht erzogen!“, schimpfte seine Mutter ihn daraufhin. Ich musste wirklich fast laut loslachen, konnte es mir dann aber doch verkneifen. Bang PD sah die Jungs irritiert an, kam dann aber zur Sache: „Jimin, wo hast du deine Freundin gelassen?“ „Die schläft oben, wieso?“, antwortete dieser. Ich räusperte mich: „Ehm, ich sitz neben dir“ Jimin zuckte zusammen und fragte: „Seit wann das denn?“ Taehyung lachte: „Sie hat uns doch vorhin schon bei aufräumen geholfen, du Depp!“ „Und das arme Mädchen lebt hier. Wie hältst du das denn aus mit den sieben Vollidioten?“, fragte Tae‘s Mutter. Jin schnipset: „Genau das hat Jisoo sie auch gefragt!“ „Aber eigentlich sind wir gar nicht so schlimm“, meinte Hobi. Bang PD lachte los: „Ne, ihr seid nicht so schlimm, ihr seid ne Katastrophe!“ Joon lenkte dann ab und fragte: „Warum bist du eigentlich hier?“ Er fragte mich: „(D/n), was hältst du von den Jungs von TXT?“ Ich musste husten und meinte: „Ich find sie total super. Die Deppen haben mir zu zwölft die Haare pink gefärbt, als sie hier waren“ „Naja, so dramatisch war‘s gar nicht. Es war kein Pink, sondern rosa. Und es war Kai‘s Idee. Und sie haben sich so gut verstanden, dass die fünf am Samstag schon wieder kommen“, widersprach Jin mir. „Es werden keine Haare mehr gefärbt! Aber (D/n), was würdest du davon halten, für einen von ihnen entscheiden zu dürfen, wie sie wann und wo aussehen?”, fragte Bang PD mich. Jk fiel die Kinnlade runter: „(D/n) als Stylistin von einem der TXT Mitglieder?” „Korrekt! Besser gesagt von Hueningkai”, bestätigte der Andere. Ich riss die Augen auf. Stylistin bei Big Hit. Dass man das so einfach werden kann, hätte ich nicht gedacht. Ich hatte mich aber auch noch nie mit diesem Job beschäftigt. „Falls ich da was zu sagen habe: Ich finde die Idee scheiße!”, bemerkte Jimin. Ich sah ihn verwundert an. Er schlug vor: „Sprechen wir oben mal kurz ohne das uns einundzwanzig Personen zuhören?“ Ich nickte und wir gingen nach oben. Sobald er die Tür geschlossen hatte, fragte ich: „Warum bist du dagegen?“ „Ganz einfach: Wenn du Kai‘s Stylistin bist, musst du TXT überall hin hinterher rennen! Und nicht nur in Seoul! Ganz Südkorea, Japan, Amerika und so weiter! Du hast keine festen Arbeitszeiten und musst immer da sein, wenn Kai dich gerade braucht. Was ist mit mir? Und ganz neben bei: Du bekommst nicht mal ein ordentliches Gehalt!“ „Du bist auch oft weg!“ „Du kannst immer mit!“ „Nein, wenn ich hier in Seoul einen festen Job hab, kann ich nicht dauernd überall mit!“ „Aber dann sehe ich doch gar nicht mehr“ „TXT siehst du doch auch oft und ich wohne ja weiterhin hier“ „Aber ich will das nicht!“ „Warum?“ „WEIL ICH EIFERSÜCHTIG BIN, WENN DU DAUERND BEI KAI RUMHÄNGST!“ „Das muss aber mal aufhören! Du hast außerdem auch Frauen als Stylistinen und ich mach nicht so ein Drama!” „Ja, aber ich hab nicht privat Kontakt zu denen!” „Na und? Wer kann mir das beweisen?” „Jetzt hör auf!” „Aber genau das ist es! Du traust mir einfach nicht!” „Das stimmt nicht! Ich trau dir, aber ich trau den ganzen Typen nicht!” „Ach halt doch die Klappe! Kai ist dein Kumpel!” „Aber du bist doch viel zu intelligent für so einen Job! Du wirst da voll verarscht! Musst immer erreichbar sein und verdient nichts! Du kannst nicht mal eben für ne Stunde dein Handy ausschalten! Was ist denn dann mit mir, Hmm? Ich brauch dich auch!” „Ich brauch eh wieder einen Job! Und zwar möglichst schnell!” „Okay, dann verbiete ich dir eben, Stylistin zu werden. Punkt!” „Geht’s noch? Das lass ich mir nicht vorschreiben! Auch nicht von dir!” „Doch! Ich will nicht, dass du mit Kai alleine bist, ohne mich!“ „Jimin, du hast doch so einen Knall! VERGISS ES!“ „Vergiss du es! Es gibt so unendlich viele Jobs! Ich lass dich jeden machen, aber nicht Stylistin von einem Mann!” „Aha, von na Frau dürfte ich also?” „Ja“ „Schau, es geht dir nicht mal darum, dass ich viel weg wäre! Du bist einfach eifersüchtig!” „Ja, geb ich zu! Aber wenn du’s sowieso schon weißt, dann provozier mich doch nicht ständig! Und außerdem würde ich dich sehr vermissen, das kannst du mir glauben! Und es geht mir auch darum, dass du einfach was besseres verdienst. Nen Job, mit festen Arbeitszeiten und fairer Bezahlung” „Und wo soll ich den so schnell auftreiben?“ „So eilig, dass du das nächste Angebot nehmen musst, haben wir‘s nicht! Falls du‘s vergessen hast, ich verdiene auch Geld! Da kannst du dir auch Zeit lassen und was anständiges suchen!“ „Ich finde aber den Gedanken, mich von nem Mann abhängig zu machen, nicht so cool!“ „So gesehen bist du das aber schon!“ „Ich könnte jeder Zeit zu meinem Dad ziehen, also bin ich’s nicht!“ „Dein Dad ist aber auch ein Mann und du wärst dann von ihm abhängig!“ „Ist das ein Vorwurf?“ „Nein, dass ist nur die Erklärung, warum dein Argument schwachsinnig ist!“ „Ist es nicht! Es ist was anderes, wenn man mit neunzehn Jahren von seinem Vater abhängig ist oder von seinem Freund, mit dem man seit nichtmal zwei Wochen zusammen ist!“ „Also nimmst du unsere Beziehung nicht mal richtig ernst?“ „Das hab ich nie gesagt!“ „Meinst du das?“ „NEIN!“ „Und warum hörst du dann nicht auf mich?“ „Warum sollte ich?“ „Weil ich Erfahrung mit den Jobs bei Big Hit hab“ „Aha. Und jetzt?“ „Könntest du einfach mal auf meinen Rat hören“ „Das war kein Rat! Du bist einfach eifersüchtig!“ „Das war natürlich ein Rat! Du wirst unterbezahlt ohne Ende und ich will nicht, dass die sowas mit dir machen!“ „Wenn er gesagt hätte, ich soll deine Stylistin werden, wäre dir das doch auch scheiß egal gewesen und du hättest ja gesagt!“ „Hat er aber nicht, darum brauchen wir gar nicht darüber diskutieren!“ „Also hab ich recht!” „Das ist gerade aber uninteressant! Fakt ist, dass du wegen mir jeden Job dieser Welt machen kannst, außer Stylistin“ „Ich habe in einem Restaurant gearbeitet und habe wegen dir gekündigt!” „Was heißt denn hier, wegen mir gekündigt? Der Typ hat dich belästigt und du hast dich dabei unwohl gefühlt! Was ich gesagt hab, hat ihn nicht interessiert. Was willst du denn machen, außer kündigen?” „Ja ja, dummes Beispiel!” „Ich will wirklich keine Probleme mit Kai bekommen, weil er ein guter Kumpel ist! Aber selbst wenn er nichts machen würde, würde ich ihn hassen! Also mach das nicht!” „Okay, dann werde ich Unterwäschen- und Dessous Model” „Du verarschst mich gerade, hoffe ich“ „Nein, mein ich ernst!” „Ehm, nein!” „Und warum das jetzt schon wieder nicht?” „Weil ich nicht will, dass im Internet Bilder von dir, halb nackt, sind!” „Dann hast du aber schon wieder gelogen! Du hast gesagt: Ich kann jeden Job dieser Welt machen, außer Stylistin! Und das war natürlich ein Witz” „Dann will ich diese Aussage verändern: Du kannst jeden Job dieser Welt machen, außer die, die etwas mit Freizügigkeit oder Typen zu tun haben!” „Und wo bleibt hier die Gerechtigkeit?” „Was?” „Fast alle deine Fans sind weiblich. Und da wäre noch etwas. Stichwort ‘No More Dream Musikvideo' und so’n Zeug” „Das kann man nicht vergleichen! Ich war wie alt? Sechzehn? Siebzehn? Und dass der Großteil der ARMYs weiblich sind, hab ich mir nicht ausgesucht!” „Und ich hab mir nicht ausgesucht, dass Kai ne Stylistin braucht!“ „(D/N), DIESES THEMA IST DURCH! Du sagst Bang PD, dass du kein Interesse an dem Job hast! Das ist keine Bitte, das ist bereits beschlossen! Und ich sag’s dir auch nicht noch einmal!” „Du bist kindisch!” „Was hat das mit kindisch zu tun, wenn ich nicht will, dass du ständig mit Kai alleine bist?” „Das du mir nicht traust!” „Mach ich wohl! Du weißt ja gar nicht, wie das ist! Einer von den sechs Jungs braucht nur normal neben dir zu sitzen und ich würde ihm am liebsten schon eine reinhauen!” „Aber warum?” „Weil du einfach verdammt gut aussiehst und die anderen das auch gecheckt haben!” „Das ist jetzt nicht dein Ernst! Du hast nicht allen Ernstes Angst, dass ich dich mit einem von denen betrügen würde!” „Ich hab Angst, dass du wegen einem von denen mit mir Schluss machst” „Okay, dann hör auf, dir solche Gedanken zu machen!” „Ich versuch’s, aber nur, wenn du nicht Kai’s Stylistin wirst und wenn du mich küsst und sagst, dass du mich liebst” „Sonst noch Wünsche?” „Wenn du so fragst, ne Nackenmassage wäre nett” „Die Nackenmassage kannst du vergessen, aber ich liebe dich!” Ich ging auf die Zehenspitzen und küsste meinen Freund. Er flüsterte: „Ich dich auch”, und grinste mich zufrieden an. Warum muss ich mich immer überreden lassen und kann nicht einfach machen, was ich will? Warum verzeih ich ihm immer alles, was er macht, so schnell? Es ist grässlich, er weiß genau, was er machen muss um zu bekommen was er will. Er hatte mich einfach unter Kontrolle.
    Wir gingen nach unten. Alle sahen Jimin böse an. Seine Mutter fragte dann: „Und, mit was hast du sie erpresst?” Er hob unschuldig die Hände und erklärte: „Ich hab sie nicht erpresst, ich hab nur die richtigen Knöpfe gedrückt” „Aber war da nicht noch was, mit Freundin anschreien?”, erinnerte Joon ihn. „Ja das... das hab ich vergessen...“, gab Jimin zu und sah auf den Boden. „Aber das du auf den achtzehnjährigen Kai eifersüchtig wärst, haben wir bitte falsch verstanden”, wollte Hobi wissen. „Ja, habt ihr”, log ich und setzte mich neben Joon auf den Boden. Der flüsterte mir zu: „Warum lässt du das mit dir machen?” „Weil ich nicht mit ihm streiten will“, murmelte ich zurück und nahm mir ein Glas Wasser vom Couchtisch. „Soll ich mit ihm reden?”, fragte er mich. Ich schüttelte den Kopf: „Ach was, der beruhigt sich schon wieder” Bang PD unterhielt sich gerade mit Jungkook über irgendein 'JJK1' Projekt. Jin schlug vor: „Ich geh was kochen” Da alle sieben Mütter sofort aufstanden, sah er seine Kumpels mit einem flehenden Blick an. Tae verdrehte die Augen, folgte ihnen dann aber in die Küche. Weil jetzt wieder Platz auf der Couch war, stand Yoongi sofort auf und legte sich hin. Alle unterhielten sich gerade irgendwie wild durcheinander, verstummten aber als Jk’s Handy klingelte. „Oh, das ist Kai”, sagte er. Als die Väter das hörten, unterhielten sie sich weiter. „Auf den hab ich gerade gar keinen Bock”, meinte Jimin, aber Kook hob schon ab.
    Jungkook: „Bevor du irgendwas sagst, dich hören alle sieben Väter, (D/n), Hobi, Yoongi, Namjoon, ein von dir genervter Jimin und Bang PD”
    Kai: „Was ist denn bei euch los?”
    Jungkook: „Weil wir so liebenswürdige Personen sind, will uns einfach immer jeder besuchen”
    Kai: „Und was hab ich Jimin getan”
    Jimin: „Noch nichts. Was wollt ihr?”
    Beomgyu: „Wir wollten fragen, welche Videospiele wir übermorgen mitbringen sollen”
    Jungkook: „Wir haben die ganze Nacht Zeit, also alle”
    Soobin: „Mega! Aber die vier Hühner kommen nicht wirklich, oder?”
    (D/n): „Doch!”
    Taehyun: „Okay, wir bringen K.-o.-Tropfen mit”
    Bang PD: „Wenn ihr mit vier Hühner Blackpink meint, bekommen die keine K.-o.-Tropfen, da bekomm ich ein großes Problem mit YG. Und überhaupt bekommt niemand irgendwas und Haare werden auch nicht mehr gefärbt”
    Beomgyu: „Seit wann ist denn Bang PD bei euch?”
    Yeonjun: „Schon die ganze Zeit, hat Jk Hyung doch gesagt!”
    Beomgyu: „Oh, Hallo”
    Kai: „Aber wir können doch gar nichts machen, wenn die da sind”
    Bang PD: „Doch, aber du hältst besser Abstand von (D/n)”
    Kai: „Wie soll ich das machen, wenn wir ihr die Haare lila färben?”
    Seokjin: „Hat gerade jemand was von lila Haaren gesagt?”
    Hoseok: „Ja, Kai”
    Taehyung: „TXT ist hier? Warm sagt mir das keiner?”
    Namjoon: „Am Telefon!”
    Jimin: „Wolltet ihr sonst noch was?”
    Yeonjun: „Warum bist du so gereizt?”
    Jungkook: „Wegen-“
    (D/n): „Nicht wichtig”
    Jimin: „Also?”
    Kai: „Nö, das war’s glaub ich”
    Bang PD: „Ihr kommt morgen übrigens alle dreizehn um 9 Uhr”
    Taehyun: „Dreizehn?”
    Jimin: „Er meint zwölf”
    Bang PD: „Ich meine dreizehn”
    Jimin: „Kai, ich glaub, du hast morgen frei”
    Hoseok: „Aha wir haben uns doch nicht verhört!”
    Bang PD: „Du hast recht Jimin. Ihr zwölf kommt morgen um 9 Uhr. Du bekommst frei”
    Jimin: „Ehrlich gesagt will ich gar nicht frei haben”
    Soobin: „Jetzt sagt bloß, ihr habt ein neues Mitglied!”
    Jungkook: „Wir haben ein neues Mitglied?”
    Namjoon: „Nein!”
    Bang PD: „Aber ich hab fast deine neue Stylistin gefunden”
    Kai: „Cool, wer?”
    Bang PD: „Also, da gibt es noch ein paar kleine Problemchen, aber wenn wir die noch gelöst bekommen, dann (D/n)”
    Taehyun: „Und die paar kleinen Problemchen wären?”
    Hoseok: „Es gibt ein großes Problem und das heißt Mochi”
    Namjoon: „Nein, das Problem ist klein”
    Yoongi: „Aber das Problem, das wir dem kleine Problem verdanken können, ist groß”
    Jimin: „Nicht so vorlaut, du bist nur ein paar Millimeter größer als ich!”
    Yoongi: „Trotzdem bin ich größer”
    Kai: „Jimin, was gibt’s für ein Problem?”
    Jimin: „Wo soll ich anfangen... Erstmal finde ich es eine Unverschämtheit, was Stylisten, die wirklich eigentlich immer arbeiten müssen, verdienen. Und wenn wir unterwegs sind und ihr wo anders und sie ständig bei euch ist, wann sehe ich sie dann noch? Und...ja, das wär’s”
    Bang PD: „Ein großer Teil der Südkoreanischen Bevölkern sind Stylisten und es haben sich bis jetzt so gut wie alle mit dem Gehalt und den Arbeitszeiten zufrieden gegeben”
    Jimin: „Okay, ich will aber nicht, dass meine Freundin für dumm verkauft wird. Schön, wenn der Großteil der Bevölkerung da mitspielt”
    Bang PD: „Unter welchen Umständen wärst du denn einverstanden?”
    Jimin: „Feste Arbeitszeiten, nur hier in Seoul oder BTS und TXT haben ihre Auftritte in den gleichen Städten, faires Gehalt und ganz vorsichtshalber bekommt sie noch Bodyguards”
    Taehyung: „Stylisten haben Bodyguards? Warum meine nicht?”
    Bang PD: „Nein Tae, haben sie nicht”
    Soobin: „Andere Frage: Warum braucht sie Bodyguards? Wenn wirklich was passieren sollte, ist Kai doch da”
    Yoongi: „Und Kai soll sich dann selbst verprügeln oder was?”
    Kai: „Jimin, das ist nicht dein Ernst!”
    Jimin: „Was?”
    Beomgyu: „Was was?”
    Jungkook: „Was was was?”
    (D/n): „Schluss!”
    Taehyun: „Was?”
    Namjoon: „Nichts was! Was ist das Problem?”
    Jungkook: „Ich glaube das Problem ist, dass Jimin Hyung niemandem traut, wenn’s um seine Freundin geht”
    Yoongi: „Ach wirklich, Jk? Das hast du aber gut bemerkt”
    Hoseok: „Wie wär’s wenn ihr einfach her kommt, dann können Jimin und Kai das klären”
    Yoongi: „Stop! Nein! Mein Haus ist voll!”
    Seokjin: „UNSER Haus! Und die bleiben ja auch nicht lange”
    Namjoon: „Habt ihr Zeit?”
    Soobin: „Ich weiß nicht, ob das klappt. Wir müssen noch ein paar Level schaffen...”
    Namjoon: „Bis in zwanzig Minuten!”

    Jungkook legte auf. Jin klopfte meinem Freund auf die Schulter und bat ihn: „Aber schlag ihn nicht, er hat nichts getan!” „Vielleicht sollte ja noch jemand dabei sein? Nur vorsichtshalber...”, meinte Taehyung. Ich meldete mich: „Ich könnte-“ „Alle außer dir”, unterbrach Joon mich. Jk schlug vor: „Ich, weil ich bin der einzige, der stärker ist als Jimin” „Hey, das soll aber gar keine Massenschlägerei werden!”, erinnerte Hobi ihn. „Was genau soll ich eigentlich mit Kai besprechen?”, wollte Jimin wissen. „Du sollst mit ihm reden und lernen, dass du ein paar Menschen auf diesem Planeten tatsächlich noch trauen kannst”, erklärte Yoongi. Und da klingelte es wieder an der Tür. „Das ging aber schnell”, stellte Jk fest und lief zur Tür. Als er sie öffnete, schrie er laut: „HILFE!”

    Hellooooooooo, also hier ist das neue Kapitel. Wenn ich morgen verpenn, sag ich meinem Lehrer, ihr seid Schuld xD. Ist gerade nämlich zwei Uhr nachts und ich absolute Ehrenfrau habe noch ein Kapitel geschrieben (Na gut, bin ja eigentlich selber Schuld wenn ich den ganzen Tag nur auf YouTube rumhäng aber egal). Naja, sorry, falls paar Fehler drinnen sind aber ich bin sau müde🙈 genieße jetzt meine vier Stunden Schlaf und man liest sich morgen/später💜😂

    45
    45. Kapitel

    Tae rannte auch zur Tür und schrie: „DAS GIBT’S DOCH GAR NICHT!” Ich ging auch zur Tür und sah: Lisa, Chaeyoung, Jennie und Jisoo. „Ah, gut das ihr hier seid, kommt rein”, begrüßte ich sie. Als sie das Wohnzimmer betraten brüllte Yoongi: „STOP! Wer kommt jetzt noch alles? (D/n), hast du denen geschrieben?” Jisoo schüttelte den Kopf: „Nein, wir wollten nur schauen, ob sie ich lebt. Aber was ist denn bei euch eigentlich los?” „TXT kommt auch jeden Moment”, sagte Hobi. Die Vier rissen die Augen auf und begrüßten alle Anwesenden. „Wenn TXT da ist, sind in diesem Haus 32 Personen!”, fiel Joon auf. Jennie nickte: „Hättet ihr Eintritt verlangt, wärt ihr reich” Lisa rümpfte die Nase: „Was stinkt hier eigentlich so verbrannt?” „Mist!”, schrie Jin und rannte in die Küche. Wir folgten ihm alle und sahen die sieben Frauen, die sich amüsiert unterhielten, und das Essen, das nebenbei verbrannte. „Bitte geht ins Wohnzimmer, Lisa und Rosé kochen jetzt”, forderte Tae sie auf. Sie gingen raus, unterhielten sich aber weiter. „Warte, warum wir?”, fragte Rosè verwirrt. „Wenn ihr hier seid, dann macht auch was!”, meinte Tae und drehte sich um. Lisa ließ sich das nicht gefallen und erwiderte: „Nicht meine Küche, die hier gleich in die Luft geht” „Warum müssen alle hier eigentlich immer wegen jeder Kleinigkeit diskutieren?”, fragte Joon genervt. Jisoo versuchte dann vernünftig zu sein und beschloss: „Okay, wir fünf kümmern uns ums Essen und ihr geht mal rüber und unterhaltet eure Eltern und euren Chef” Die Jungs nickten und gingen ins Wohnzimmer. Ich spülte die Pfannen mit dem verbrannten Essen ab und die Mädels fingen an etwas neues zu kochen. Nach ungefähr dreißig Minuten waren wir fertig. Ich holte Teller und Besteck und ging mit Rosé ins Wohnzimmer, um zu fragen, wer Hunger hatte. Bang PD war inzwischen gegangen. Yoongi schlief auf der Couch. Bei Jin, Hobi, Joon und Tae standen inzwischen auch Yeonjun, Taehyun und Beomgyu. Ich hatte gar nicht gemerkt, dass sie gekommen waren. Als Rosè die drei bemerkte, begrüßte sie sie: „Wunderschönen Abend, lange nicht mehr gesehen, aber nicht vermisst!“ Yeonjun ignorierte sie und fragte mich: „Hey, seit wann is‘n dein Freund so deprimiert?“ „Als ich ihn das letzte mal gesehen hab, war er gereizt aber nicht deprimiert. Wo ist der eigentlich?“, fragte ich. „Unseren unschuldigen Maknae beschimpfen“, erklärte
    Beomgyu, „Aber keine Angst, Soobin und Jk beschützen ihn“ Rosé musste lachen: „Wäre nicht schlecht, wenn Jimin sie zusammenschlägt, dann wären‘s drei Deppen weniger“ Die Jungs sahen sie böse an, was sie aber nicht störte. „Wollt ihr was essen?“, fragte ich. Sie nickten gierig. Ich drehte mich um und rief: „Okay, dann geht in die Küche und holt euch was“ Dann ging ich zu den vierzehn Elternteilen, die sich gerade ganz motiviert über Urlaub unterhielten. Ich räusperte mich und bot an: „Wir haben gekocht, wollen Sie etwas?“ Anstatt mir zu antworten standen sie lächelnd auf und gingen in die Küche. Ich war fast froh, dass ich jetzt nicht tausendmal hin und her laufen musste, sondern sie sich ihr Essen selbst holten. Jennie, Jisoo und Lisa kamen jetzt auch wieder aus der Küche. Ich fragte: „Wollen wir in mein Zimmer und dann später, wenn weniger los ist, was essen?“ Sie fanden die Idee gut und wir gingen nach oben. Als wir das Zimmer betraten, sagten alle: „Wow“ Sie sahen sich mit offenem Mund um. Ich lachte und sagte: „Habt ihr euch mal bei euch zu Hause um geschaut?” Sie bewegten sich immer noch nicht, warum ich sie alle etwas an schubste und mich dann aufs Bett setzte. Sie taten es mir gleich, brauchten einen Moment, um wieder aus ihrer Starre zu erwachen und dann fragte Rosè: „Was hat Kai Jimin eigentlich getan?“ Die anderen sahen uns fragend an. Ich räusperte und erklärte dann: „Nichts. Aber Bang PD wollte, dass ich eine seiner Stilistinnen werde. Jimin hat da paar Gründe genannt, warum er dagegen ist, aber eigentlich ist der richtige Grund, dass er eifersüchtig wäre. Ich mach’s jetzt jedenfalls nicht, weil ich nicht mit ihm streiten will. Aber Kai hat das mitbekommen und findet es glaub ich nicht so cool, dass Jimin ihm nicht traut. Und dann hat Hobi vorgeschlagen, die sollen kommen und das klären. Und ja... das machen sie gerade wahrscheinlich“ „Und du hast dir von Jimin vorschreiben lassen, dass du nicht Stylistin wirst?“, fragte Jennie ungläubig. Ich stellte klar: „Hätte ich mit Sicherheit nicht gemacht, wenn das seit ich fünf bin mein Traum gewesen wäre. Ich dachte, dass wäre nicht schlecht, aber wenn Jimin damit so gar nicht klar damit kommt, kann ich auch damit leben. Außerdem will ich studieren und brauche darum einen Teilzeitjob und was ich da so rausgehört hab, ist Stylistin ja nicht so ne Sache, die man so nebenbei macht“ „Was studierst du?“, wollte Lisa wissen. „Ich habe bis vor kurzem Innenarchitektur in Deutschland studiert. Aber inzwischen gar nichts mehr. Ich war im dritten Semester, also noch drei, dann hätte ich Bachelor-Abschluss. Und dann noch ungefähr vier, dann Master. Das Ding ist, dass ich jetzt einen Studienplatz hier, in Seoul, finden muss. Ich will erstens nicht mehr weg und zweitens lässt Jimin mich nicht jahrelang ins Ausland und erst recht nicht wieder ans andere Ende der Welt“ Sie nickten und Jisoo meinte: „Wir lassen dich auch nicht zurück ans andere Ende der Welt, auch nicht ins Nachbarland! Da wäre ich dann tatsächlich mal Jimins Meinung“ „Seitdem er mit dir zusammen ist, ist er sowieso... anders. Aber keineswegs im negativen Sinne! Sondern... ich weiß nicht wie ich’s beschreiben soll“, bemerkte Lisa. Die Anderen stimmen ihr zu. Ich zuckte mit den Schultern: „Ich hab keine Veränderung gemerkt, aber ich hab ihn auch mindestens fünf, wenn nicht mehr, Jahre nicht gesehen. Und seit dem hat er sich verändert, aber wäre ja auch komisch wenn nicht“ Sie lachten und Rosè meinte: „Hätte er sich seit dem nicht verändert, würde ich mir auch ernsthafte Sorgen um ihn machen. Ich lachte auch und nahm dann mein Handy raus. Ich öffnete YouTube und bat sie: „Sagt mal einen coolen Song von euch“ „Wir haben nur coole Songs“, stellte Jennie fest. „Das dachte ich mir schon fast, aber sagt mal einen, zum Beispiel euren Neusten oder so“, versuchte ich es noch einmal. Lisa schlug dann vor: „Lovesick Girls? Das ist das neuste Musikvideo“ Ich nickte und tippte das in die Suchzeile ein. „Ehm, was hast du vor?“, fragte Jisoo. „Mir einen Song von euch anhören“, klärte ich sie auf und klickte auf das oberste Video.
    Ich fand den Song echt cool, aber dieses Musikvideo, das war einfach zu krass. Ihre Outfits, ihr Make-Up, ihre Haare, die Locations, die Choreografie, einfach alles war perfekt. Aber gut, was hab ich erwartet. K-Pop und dann auch noch YG - Entertainment. Da passt natürlich einfach alles zusammen. Und was singen beziehungsweise rappen angeht, muss einfach sogar jeder Hater dieser Welt zugeben, dass sie’s einfach voll drauf haben. Was mir aber negativ auffiel, waren ihre Körper. Das hatte ich so noch gar nicht gemerkt, da sie meistens etwas weiter Klamotten trugen, aber sie waren verdammt dünn. Ich wusste natürlich nicht, ob sie das selber so wollten, aber eigentlich konnte ich es mir nicht vorstellen. Da steckten bestimmt strenge Dieten, brutale Workouts und hartes Tanztraining dahinter, was höchstwahrscheinlich etwas mit YG zu tun hatten. Klar-K-Pop Idole eben. Das hatte ich irgendwie total aus meinem Kopf verdrängt, aber das ganze hatte auch, vor allem für die Künstler, viele schlechte Seiten... Kurz überlegte ich, ob das das war, was die Männer heutzutage wollten. Ich überlegte, ob ich nicht zu ‚dick‘ war. Und vor allem überlegte ich, ob Jimin wirklich mit mir zusammen wäre, wenn die vier einen Freund haben dürften. Ich könnte mir gut vorstellen, dass er dann mit einer von diesen vier Schönheiten, die von außen einfach von oben bis unten perfekt waren, zusammen wäre. Wenn er die Wahl zwischen einer der Vier oder mit hätte, würde ich verstehen, dass er sich gegen mich entscheiden würde. Weil gegen soviel Talent, Schönheit und dann auch noch so ein starken Charakter, dagegen bin ich einfach nichts. Ich dachte weiter nach, wurde dann aber von einer Hand, die vor meinen Augen schnipste, aus meiner Starre erweckt. Ich gab mir einen kleinen Ruck und kehrte dann auch gedanklich wieder zurück, ins hier und jetzt. „Alles Okay?“, fragte Jisoo mich. Ich hielt es für keine Idee, mit den Vieren darüber zu sprechen, warum ich log: „Ja ja, alles bestens“ „Wie wär’s, wenn wir runter gehen und was essen?“, schlug Jennie vor. Wir nickten und gingen nach unten. Die Mädels nahmen sich alle was zu Essen, aber ich überlegte, ob ich wirklich etwas essen sollte. Ich atmete tief durch, ignorierte meinen großen Hunger und setzte mich dann zu ihnen an den Esstisch. Sie sahen mich verwundert an, warum ich erklärte: „Ich hab gerade keinen Hunger, ich ess dann später was“ Vielleicht war heute einfach ein guter Tag, mal anzufangen. Anzufangen mit weniger Essen und mehr Sport. Irgendwann musste ich es sowieso tun, und da ich in letzter Zeit viel gegessen hatte, hielt ich das für den richtigen Zeitpunkt. Es war hart ihnen mit Hunger beim Essen zuzusehen, aber ich hielt es aus. Nachdem sie endlich ihre Teller abgetragen hatten, gingen wir ins Wohnzimmer. Wir waren verwundert, als wir dort weder ein BTS noch ein TXT Mitglied fanden. Die Eltern hatten sich aufgeteilt und unterhielten sich nun in Dreier-Gruppen. Aber von den Jungs war keine Spur. Wir gingen in die Küche und ich meinte: „Ich ruf Jimin einfach mal an. Wären die hier, im Dorm, dann würden wir sie hören, glaubt mir“ Die anderen nickten und ich rief meinen Freund an.
    Jimin: „Hey, alles gut?“
    (D/n): „Ja schon, aber wo seid ihr?“
    Jimin: „Wir besprechen uns gerade... über etwas. Wir kommen gleich“
    (D/n): „Aber wo seid ihr denn?“
    Jimin: „... Ich bin gleich wieder da, okay?“
    (D/n): „Was ist denn los?“
    Jimin: „Nichts Wichtiges“
    (D/n): „Du bist aber... komisch“
    Jimin: „(D/n), bitte! Ich bin gleich wieder da!“
    (D/n): „Sagst du mir dann, was los ist?“
    Jimin: „...bis dann“
    (D/n): „Jimin, ich-”

    Er hatte schon aufgelegt. Ich sah die Mädels verwirrt an, aber sie sahen nur mindestens genau so verwirrt zurück. „Was war das?“, fragte Jennie. Ich zuckte mit den Schultern und setzte mich auf den Boden. Jisoo hatte dann die Idee: „Ich ruf mal Joon an“ Bevor wir irgendetwas dazu sagen konnten, hatte sie das schon getan.
    Namjoon: „Was ist denn?“
    Jisoo: „Bist du bei Jimin?“
    Namjoon: „Ja“
    Jisoo: „Und wo seid ihr?“
    Namjoon: „Bei den Anderen“
    Jisoo: „Nein, ernsthaft, wo seid ihr? Und warum bist du auch so komisch?“
    Namjoon: „Das ist gerade wirklich unpassend. Bitte lasst uns jetzt mal!“
    Jisoo: „Sagt ihr uns dann, was los war“
    Yoongi: „Nein! Jetzt leg auf, Joon“
    Jisoo: „Hey Hey Hey, nicht einfach aufle-„

    Wir sahen uns noch verwunderter als vorhin an. „Was stellen die schon wieder an?“, fragte Rosè verzweifelt. Wir zuckten mit den Schultern. „Weit können sie nicht weg sein, wollen wir schauen, ob wir sie finden? Zwölf so gestörte Typen kann man doch gar nicht übersehen“, schlug Jennie vor. Wir hatten nichts gegen die Idee und gingen wieder ins Wohnzimmer, um den vierzehn Erwachsenen zu sagen, dass wir alle kurz weg wären. Sie beschlossen dann, langsam Heim zu gehen und warnten uns vor, dass sie nicht mehr da wären, wenn wir wieder kämen. Wir nickten, verabschiedeten uns und zogen uns warme Sachen an. Nachdem wir die Türe zugezogen hatten, überlegten wir, wo wir hingehen sollten. Wir entschieden uns einfach gerade aus zu laufen, auf der beleuchteten Straße. Hier war nicht viel los. Es war sehr glatt und wir wären des Öfteren fast auf die Nase gefallen. Nach zehn Minuten bleiben wir an einer Kreuzung stehen und Jennie überlegte: „Und was, wenn sie schon wieder zurück sind?“ „Gehen wir wieder zum Dorm“, beschloss Rosè. Wir wollten uns gerade wieder umdrehen, da hörten wir aus einer Gasse jemanden brüllen: „NEIN!“ Dieses eine Wort genügte, ich hatte die Stimme sofort erkannt. Ich blieb wie versteinert stehen und flüsterte nur: „Siwon“ Die Mädels sahen mich mit gerunzelter Stirn an. Ich hatte ihnen nie von ihm erzählt und fasste nur kurz zusammen: „Hab ihn in der Arbeit kennengelernt, als Jimin und ich noch nicht zusammen waren. Ich wusste aber nicht, dass der von Anfang an etwas mehr, als nur Freundschaft im Sinn hat. Jimin und er sind... nicht so gut aufeinander zu sprechen. Jimin will ihn umbringen und er ihm das Leben zur Hölle machen“ „Das... ist... nicht von... Vorteil“, stellte Lisa fest. Dann liefen sie los, in die Richtung, aus der wir Siwon gehört hatten. Ich folgte ihnen und in einer Seitenstraße sahen wir sie stehen. Unsere zwölf Kumpels und ihnen gegenüber Siwon. Aber er war auch nicht alleine. Hinter ihm standen zwei Männer, die doppelt so groß wie ich zu sein schienen. Wir schauten vorsichtig um die Hausecke, konnten aber nichts verstehen. Wir beobachteten sie eine Zeit lang beim diskutieren. Ich hatte keine Ahnung, was das zu bedeuten hatte, aber es gefiel mir nicht. Die Anderen waren inzwischen nicht mehr so aufmerksam, aber ich war es. Langsam kam Siwon auf meinen Freund zu und blieb wenige Zentimeter vor ihm stehen. Jimin öffnete den Mund und wollte etwas sagen, aber da schlug der Andere ihn schon in auf Nase, so das er nach hinten umkippte und tritt ihn in den Bauch. Ich schrie: „JIM-”, dann wurde mir von hinten der Mund zugehalten und ich wurde um die Ecke gezogen. Alle vier deuteten mir leise zu sein und hielten mich fest. Ich merkte, wie mir Tränen die Wangen runterliefen, aber wusste, dass ich nichts machen konnte und Jimin mit seinen elf Kumpels bereits die beste Unterstützung an seiner Seite hatte. Nach einer Minute flüsterte Lisa: „Warum... ist es so still?“ „(D/N)?“, hörte ich Siwon rufen. Wir schlossen alle die Augen und hofften einfach nur, nicht bemerkt zu werden. „(D/N), ICH WEISS, DASS DU DA BIST! KOMM RAUS, ODER ICH TU JIMIN WEH!“ Die Mädels drückten mich gegen die Hauswand und schüttelten den Kopf. Ich atmete tief durch und versuchte ruhig zu bleiben. Das funktionierte auch einigermaßen, bis ich Jimin schmerzvoll schreien hörte. „Warum zur Hölle machen die elf anderen Deppen denn nichts“, fragte Jisoo uns verzweifelt. „Wenn die nichts machen, machen wir eben was“, beschloss ich und riss mich aus ihrem Griff los. „Nein nein nein nein nein!“, flüsterte Jisoo noch, aber ich hörte nicht auf sie. Stattdessen ging ich auf die Straße, wo mich alle auch sofort ansahen. Und jetzt verstand ich auch, warum niemand der elf etwas gemacht hatte. Die zwei großen Männer, die vorhin noch hinter Siwon standen hatten Pistolen auf sie gerichtet. Siwan stand hinter meinem Freund, der im Gesicht blutend am Boden lag. „WAS MACHST DU DENN HIER?“, brüllte Hobi verzweifelt. „Und wo sind die vier anderen?“, fragte Tae. Ich dachte bis jetzt, sie wären hinter mir, aber scheinbar waren sie das nicht. Und dann wurde mir klar, dass die vier, im Gegensatz zu mir, vielleicht noch sowas, wie einen Plan hatten...

    46
    46. Kapitel

    Ich brauchte einige Sekunden, begriff es dann aber so halbwegs und log darum: „Zu Hause. Ich hab mich raus geschlichen“ Soobin schüttelte den Kopf und meinte: „Ich hätte nie gedacht, dass ich das jemals sagen werde, aber da hatten sie mal ne gute Idee. Hättest du ruhig drauf hören können...“ Ich ignorierte ihn und sah zu Jimin. Er sah mich mit Tränen in den Augen an und wollte mir irgendwas sagen. Ich gab mir Mühe, es zu verstehen, schaffte es aber nicht. Als Siwon das bemerkte, trat er ihm in den Rücken. Jimin verzog sein Gesicht schmerzvoll und ich schrie: „SAG MAL GEHT‘S NOCH? HÖR AUF!“ Er lachte nur gehässig und meinte: „Ich hab euch gewarnt. Ich bekomm, was ich will und da ist es mir auch egal, wer mit wem zusammen und befreundet ist. Und jetzt komm her, (D/n)!“ Ich sah nur zwölf Jungs, die ganz vorsichtig ihren Kopf schüttelten. Das fiese war Jimin, der mit Schmerzen am Boden lag. Ich wollte, dass er so schnell wie irgendwie möglich von hier weg konnte. „Warum sollte ich?“, fragte ich. „Weil sonst einer deiner Freunde abgeknallt wird oder dein Freund einen Tritt bekommt“, antwortete er mir. Das war ein Argument und ich ging direkt auf Siwon zu und stellte mich zwischen ihn und Jimin, damit er ihn nicht mehr treten konnte. Ich wusste nicht, ob er wirklich so gestört wäre und einen der Jungs erschießen würde, aber testen wollte ich das nicht. Der 22-Jährige musste wieder lachen und lobte mich: „Gut so, du kannst doch ganz lieb sein“ Es gefiel mir nicht, wie nah ich bei ihm stand. Und noch weniger gefiel es mir, dass er mich an den Schultern packte und an sich ran zog. „FASS MICH NICHT AN!“, schrie ich so laut, dass alle Anwesenden einschließlich Siwon zusammen zuckten. Ich schubste ihn mit aller Kraft weg und verschränkte die Arme. „Nicht frech werden!“, warnte er mich. Ich reagierte nicht und blieb stehen. Ich musste mir meine Tränen so sehr unterdrücken, dass es fast weh tat, aber ich wusste, dass wenn ich jetzt los weinen würde, Siwon sich als Sieger sehen würde. Darum versuchte ich weiterhin möglichst stark und kalt zu wirken. Es geschah einige Sekunden nichts, aber dann sagte Siwon: „Und jetzt sieh gut her, Park Jimin“ Er kam wieder einen Schritt auf mich zu, hielt mich dieses Mal so fest, dass ich mich nicht losreißen konnte, und küsste mich. Ich versuchte mich irgendwie wegzudrücken schaffte es aber nicht. Jetzt konnte ich nicht mehr anders und begann zu weinen. Seit dem Club in Seoul hatte ich mich nicht mehr so unwohl gefühlt. Ich ließ das alles eine Zeit lang zu, merkte dann aber, dass ich nicht chancenlos war. Ich ballte meine Hand zu einer Faust und schlug Siwon in den Bauch. Es war nicht stark, aber er musste nach Luft schnappen und diese Gelegenheit nutze ich, ihn noch einmal, diesmal stärker, zu schlagen. Er ließ mich los und hielt sich den Bauch. Bevor ich aber irgendwas machen konnte, wurde ich von hinten an beiden Handgelenken von einem der Männer festgehalten. Er hielt mich fest, bis Siwon sich wieder aufgerichtet hatte und ihm deutete, wieder zu gehen. „Noch einmal, und du wirst es bereuen! DU SCHLÄGST MICHT NICHT, VERSTANDEN?“, befahl er mir. Ich reagierte nicht, warum er wieder auf mich zukam und mir eine Ohrfeige gab. Jimin murmelte: „Wenn du sie noch einmal berührst-” Siwon unterbrach ihn: „Du brauchst mir gar nichts zu sagen, du liegst am Boden und kannst dich nicht bewegen!“ Er wollte mich wieder küssen, aber da sprang Jimin auf und schlug ihn so lange, bis er nach hinten umkippte. Nachdem Jimin ihn noch ein paar Mal getreten hatte, blieb Siwon bewusstlos liegen. „Ah, ich wusste es! Wenn man Jimin Hyung richtig provoziert, dann kann er immer schlagen!“, freute Jk sich. Doch Jimin ließ sich wieder auf die Knie fallen. Ich ging zu ihm und kniete mich auch hin. Er nahm meine Hand und drückte sie auf seinen Bauch. Ich flüsterte immer noch weinend: „Es tut mir so Leid!“ Jin hatte nicht mitbekommen, dass Jimin starke Schmerzen hatte und rief: „Also, das wäre jetzt ja so ein richtig tolles Ende wie in so nem K-Drama, aber noch toller wär‘s, wenn ihr zwei jetzt noch eure elf allerbesten Kumpels vorm sicheren Tod retten könnt. Also, natürlich nur, wenn ich das Drehbuch mit gestalten darf“ Da rannten aus zwei verschiedenen Gassen jeweils zwei Mädchen und sprangen auf die zwei bewaffneten Männer. Diese hatten damit nicht gerechnet und ließen vor Schreck ihre Pistole fallen. Kai und Yoongi griffen sofort nach diesen und kamen dann wie die anderen neun Jungs auch zu Jimin und mir gelaufen. „Gern geschehen! War doch kein Ding, wir haben nur gerade unser Leben riskiert um euch Deppen zu retten, aber haben wir gerne gemacht!“, rief Lisa ihnen hinterher. „Warum hat das denn so lange gedauert?“, fragte Namjoon genervt. „Hallo! Etwas dankbarer bitte! Wir mussten auf den richtigen Moment warten!“, beschwerte Jennie sich. Dann sahen sie Jimin und verstummten alle. Tae ging vor ihm in die Hocke, klopfte ihm auf die Schulter und fragte: „Hey Soulmate, alles noch dran?“ Jimin nickte leicht. Namjoon sammelte sich kurz und verteilte dann zum Glück endlich Anweisungen: „Ehm okay. Blackpink bleibt hier, ruft die Polizei und kümmern sich hier um alles. Wir gehen zurück zum Dorm und rufen einen Arzt“ „Und mal wieder wünschte ich, wir könnten einfach wie normale Menschen ins Krankenhaus gehen, ohne dass es am nächsten Tag die neuen Schlagzeilen sind...“, meinte Yeonjun. Alle gaben ihm rechte. Yoongi und Kai gaben die Pistolen Rosé und Lisa, worüber die beiden sich total freuten. Jk und Kai halfen Jimin sich aufzurichten und gingen langsam mit ihm vor. Ich war froh, als Tae auf mich zukam, mich umarmte und flüsterte: „Es ist alles okay. Tut deine Backe noch weh?“ Ich schüttelte den Kopf. Es hatte nicht wehgetan, als Siwon mich geschlagen hatte. Es hatte viel mehr wehgetan, als er Jimin getreten hatte. Ich sah mich noch einmal nach hinten um. Die zwei großen Männer standen mit erhobenen Händen an einer Hauswand, vor ihnen die beiden bewaffneten Frauen. Jennie beobachtete Siwon, um sicherzustellen, dass er nicht unbemerkt aufwachte. Und Jisoo telefonierte. Tae und Beomgyu zogen mich weiter. Dieser Weg kam mir unendlich lange vor, aber 25 Minuten später, standen wir endlich vorm Dorm. Hobi wollte gerade aufsperren, wartete dann aber doch: „Oh nein, unsere Eltern sind doch hier” Alle rissen die Augen auf, aber ich beruhigte sie: „Sind gegangen, als wir euch suchen gegangen sind” Sie atmeten erleichtert durch und sperrten auf.

    Sie hatten es geschafft, Jimin nach oben, in sein Bett zu bringen. Jin versuchte gerade, ihren Arzt zu erreichen und die Anderen warteten unruhig im Wohnzimmer. Ich war bei Jimin. Er hatte meine Hand genommen und sah mich einfach an. Er hatte überall Kratzer und Nasenbluten. Irgendwann flüsterte er: „Hör auf zu weinen” „Ich bin fremdgegangen”, schluchzte ich. „Das gerade eben? (D/n), das nenn nicht mal ich fremdgehen!“ „Also bist du mir nicht böse?“ „Nein! Ich bin dir dankbar. Wärt ihr nicht gekommen, hätten wir das nicht unbedingt hinbekommen...“ „Aber du hast Schmerzen“ „Würde meine kleine Prinzessin mich jetzt anlächeln, hätte ich keine mehr“ Ich versuchte ein bisschen zu lächeln. Er fragte: „Kannst du mal schauen, was er alles angerichtet hat?“, fragte er. Ich zog vorsichtig seinen Pulli hoch und biss die Zähne zusammen: „Autsch, ganz schön blau“ „Das die blauen Flecken blau sind, konnte ich mir tatsächlich denken. Es geht mir um die Muskeln, alle noch da?“ Ich lachte und fragte: „Welche Muskeln?“ „Sei froh, dass ich mich nicht bewegen kann!“ Ich lachte und stand auf. „Hey, lass mich nicht alleine“, bat Jimin mich. „Ich geh nur kurz in Badezimmer“, sagte ich und setzte meinen Weg fort. Dort nahm ich mir ein frisches Handtusche und hielt es unters warme Wasser. Als ich in den Spiegel sah, bemerkte ich einen großen roten Handabdruck auf meiner rechten Backe. Er hatte mich also wirklich stark geschlagen, was ich gar nicht so empfand. Ich ging wieder zu Jimin und versuchte ihm das getrocknete Blut aus dem Gesicht zu wischen. „Seh ich sehr scheiße aus?“, fragte er. „Du siehst sehr... draufgängermäßig aus“, antwortete ich. Er lachte und schüttelte den Kopf.
    Da klopfte es. Jimin rief: „Herein“, und sobald die elf Jungs im Zimmer standen klatschte er. Sie sahen ihn verwirrt an. „Ihr habt doch tatsächlich gelernt, wie man klopft! Ich bin stolz auf euch“, erklärte Jimin. Sie mussten auch lachen und verbeugten sich. Dann riss Joon sich aber zusammen und sagte: „Arzt sollte innerhalb der nächsten zehn Minuten kommen“ „Ach, und da wäre noch was“, fiel Tae ein, „Wir haben Tannie in der Küche gefunden. Den haben wir jetzt auch noch an der Backe...“ Ich riss die Augen auf: „Und wo ist er jetzt?“ Sie zuckten mit den Schultern. Ich drehte mich zu Jimin und sagte: „Ich bin gleich wieder da“ „Hätten wir doch bloß nichts gesagt“, bereute Yoongi es. Jk rief mir hinterher: „Aber stieg nicht auf ihn drauf. Du bist zwar klein, aber er ist noch kleiner“ Ich ging nach unten und sah auf der Couch einen kleinen Pomeranian sitzen. Ich rannten auf ihn zu und streichelte ihn. „Awwwww, bist du süß“, sagte ich mit dieser Stimme, mit der man nur mit Babys oder eben Tieren spricht. Ich hob ihn hoch und ging wieder nach oben. Als ich Jimins Zimmer betrat und mich mit dem Hund neben Jimin aufs Bett legte meinte Beomgyu: „Jimin, deine Freundin ist verliebt“ Yeonjun stimmte ihm zu: „Sie braucht dich jetzt nicht mehr, sie hat jetzt den Hund“ Tannie leckte mir das Gesicht ab und Jimin schüttelte den Kopf: „Hey, du bist ja wirklich mein allerbester Kumpel und ich teile alles mit dir, aber nicht meine Freundin! Such dir ne eigene!“ Ich ignoriere ihn und meinte: „Taehyung, du hast den süßesten Hund den ich je gesehen hab!“ Jimin seufzte: „Und wie lange bleibt der?“ „Weiß ich nicht, schon paar Wochen“, antwortete Tae. Jimin verdrehte die Augen und die Anderen lachten. Dann klingelte es unten an der Tür. Jin ging runter und kam mit Bang PD und einem Mann, den ich nicht kannte, aber der höchstwahrscheinlich der Arzt war, wieder nach oben. „Hallo noch einmal, so schnell sieht man sich wieder. Was hast du denn gemacht, Jimin?“, begrüßte Bang PD uns. „Ich eigentlich nichts, außer ihn beleidigt, aber dann hab ich ein paar Tritte abbekommen“, erklärte Jimin. Bang PD hob Yeontan hoch, der vor ihm rumtänzelte, und streichelte ihn. Der Arzt kam auf Jimin zu und sah sich zuerst sein Gesicht an. „Schonmal ne gebrochene Nase gehabt?“, fragte er nach einigen Minuten. Jimin musste kurz nachdenken schüttelte dann aber den Kopf. „Hast’e Glück gehabt, das ist nur ne starke Prellung“ Der Manager atmete erleichtert durch. „Nur ins Gesicht geschlagen?”, fragte der Arzt weiter. Jimin schüttelte wieder den Kopf und sagte: „Auch Bauch und Rücken” „Stell dich mal hin”, bat der Andere ihn. Tae und Jk kamen sofort zu ihm und halfen ihm auf die Beine. Als er seinen Pulli hoch hob, sah ich, dass auch sein ganzer Rücken voller Blutergüsse war. Der Arzt ging ein paar mal um ihn rum und wollte dann wissen: „Wo tuts am meisten weh?“ Jimin zeigte ein Stückchen unter seine rechte Rippen. „Hmm, also mit tanzen wird’s jetzt ne Zeit lang nichts. Die Nase einfach wenn möglich nicht berühren. Die Blutergüsse sind bis auf zwei Stück nicht allzu dramatisch. Wenn man in einer Woche noch keine Besserung sieht, komm ich noch einmal. Ansonsten sollte das durch kühlen in fünf Tagen wieder gut sein“, erklärte er und deutete Jimin, dass er sich wieder hinlegen konnte. Das tat dieser auch schnell. Bang PD ließ Tannie wieder runter und verabschiedete sich: „Na dann, nichts tun ist ja wahrscheinlich nicht so schwer. Du kommst erst wieder, wenn das wieder vollständig weg ist! Und ihr elf, ihr kommt morgen ganz normal. Ich muss mir nur noch überlegen, was ich der Presse sag, warum Jimin krank ist...“ Joon und Hobi begleiteten die beiden dann noch nach unten. Ich beschloss dann: „Ich hol mal Kühlpads“, und ging nach unten. Ich stand gerade vor der Gefriertruhe und hörte die Jungs wieder die Treppe nach oben gehen, da klingelte es schon wieder.

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    47 Kapitel

    Oben wurde es sofort still. Ich ging zur Tür und machte auf. Dort standen meine vier Freundinnen und vier Polizisten. „Entschuldigen Sie die Störung, kennen Sie diese Frauen?“, fragte ein Polizist mich. Ich stammelte etwas verwirrt: „Ja, sie sind meine Freundinnen, was ist los?“ „Dürfen wir rein kommen?“, fragte ein Anderer. „Ja. Ehm, JUNGS, KOMMT MAL RUNTER!“, rief ich und trat zur Seite. Wir gingen ins Esszimmer. Dort erklärte mir dann endlich eine Polizistin, was passiert war: „Diese vier Frauen haben wir bewaffnet mit Schusswaffen in einer ruhigen Straße gefunden. Ein bewusster Mann und zwei weiter Männer waren auch dort. Die Damen sagten, dass ein gewisser Mr. Park verletzt wurde. Was können Sie mir dazu sagen? Die Vier sind sehr durcheinander und werden höchstwahrscheinlich von dem bewusstlosen Mann eine Anzeige bekommen“ Ich war verwirrt und sagte dann: „Also Park Jimin ist mein Freund. Er ist oben. Ein Arzt war gerade hier und hat sich seine Verletzungen angesehen. Er und unsere elf Kumpels haben wir mit den drei Männern gesehen. Sie... kommen nicht gut miteinander aus und Siwon, der Bewusstlose, hat Jimin geschlagen. Die anderen zwei Männer bedrohten unsere Freunde mit den Waffen. Jimin hat es letztendlich geschafft, Siwon bewusstlos zu schlagen. Die Vier haben die Männer entwaffnet. Sie waren noch dort um die Polizei zu rufen“ Die Tür wurde aufgeschlagen und alle außer Jimin und Yoongi starrten verwundert die Polizisten an. Diese ignorierten das und befragten mich weiter: „Warum kommen sie nicht miteinander aus? Was ist vorgefallen, dass mit Waffen gedroht wurde?“ „Das hat private Gründe“, antwortete ich, da ich keine Lust hatte, das jetzt alles zu erklären und ich auch nicht der Meinung war, dass das für irgendetwas entscheidend wäre. Sie sahen mich unsicher an. Dann fragte die Polizistin: „Können wir mit Mr. Park sprechen?“ Ich sah kurz zu den Jungs, die alle nickten, warum ich sagte: „Okay, kommen Sie mit“ Ich stand auf und ging die Treppe nach oben, gefolgt von den Polizisten, den zehn Jungs und vier Mädels. Ich klopfte an seiner Zimmertür und ging dann nach innen. Yoongi saß auf der Couch und sah mich, genau wie Jimin, irritiert an. Die Polizisten kamen rein und blieben mit etwas Anstand zum Bett stehen. Einer von ihnen fragte: „Mr. Park, richtig?“ Jimin nickte.
    Sie begannen zu erzählen und befragten ihn auch. Jimin gab ähnliche Antworten wie ich, erwähnte aber auch nicht, warum die beiden sich hassten. Er erklärte auch, dass er Siwon nur zu unserem Schutz bewusstlos geschlagen hatte und auch nicht angefangen hat, gewalttätig zu werden. Die Polizisten hatten sich Notizen gemacht und beschlossen dann: „Wir nehme Sie vier erstmal mit. Der junge Mann sollte auch noch befragt werden, sobald es ihm besser geht“ Sie griffen die Mädels schon ganz fies, dass sie sich nicht mehr losreißen konnten, dann stoppte ich sie aber: „Sie können sie nicht einfach mitnehmen. Das ist Blackpink. Vielleicht sollten sie da erstmal mit ihrem Manager drüber sprechen“ Sie ließen sofort wieder los und sahen sich erschrocken an. Dann stotterte einer von ihnen: „Okay, d-da wir kei-keinen Haftbe-Befehl haben, dürfen wir Sie nicht mitnehmen. Wir Ehm, kommen dann morgen zu YG - Entertainment und ehm klären das dort. Schönen Abend noch und Ihnen gute Besserung“ Sie drehten sich um und ich folgte ihnen noch, bis ich die Tür zu fallen hörte. Ich hörte Lisa sich von oben beschweren: „Also, ich hab in meinem Leben kein Wort mit dem gewechselt, aber ich hasse Siwon! Wir wären gerade fast verhaftet worden!“ Ich ging wieder nach oben und murmelte nur: „Tut mir Leid...“ Sie waren alle still und sahen mich an. Rosé fragte dann: „Was tut dir Leid?“ „Naja, das Alles. Hätte ich von Anfang an auf Jimin gehört, wäre nichts von all dem passiert“, fiel mir auf. Hobi schüttelte den Kopf: „Ach was, wir hätten doch auch jeder Zeit einfach sagen können, dass das euer Problem ist. Haben wir aber nicht. Unsere Entscheidung, unsere Verantwortung“ Die Anderen gaben ihm recht, und alle, die nicht hier wohnten, beschlossen nach Hause zu fahren. Yeonjun fragte dann noch, als sie schon unten waren: „Sollen wir Samstag dann kommen?” Wir sahen alle zu Jimin, der dann runter rief: „Ja klar, zocken geht immer” „Okay, dann gute Nacht”, wünschte Beomgyu noch, dann fiel die Tür zu. „Kommst du klar, Jimin?“, fragte Jin. „Ja und jetzt geht schlafen. Ihr habt nämlich nicht frei, wenn ich euch dran erinnern darf“, erinnerte er sie. „Gute Nacht“, sagten alle noch im Chor und gingen dann nach draußen. Ich legte Jimin das Kühlpad, dass er inzwischen auf den Nachttisch gelegt hatte, wieder auf den Bauch. Er zuckte kurz zusammen und bat mich dann: „Mach das bitte weg, das ist eiskalt“ „Soll‘s ja auch. Du musst ja möglichst schnell wieder fit sein“ „Da gibt es auch andere Wege“ „Zum Beispiel?” „Du könntest dich ganz lieb um mich kümmern” „Da ich daheim bin, hatte ich das sowieso vor. Aber du musst mir dann bitte bei meiner Bewerbung an der Uni helfen” Er nickte und fragte: „Aber nicht jetzt, oder?” „Morgen. Jetzt bekommst du erstmal, wenn du ganz lieb fragst, ne Nackenmassage” Er schob seine Unterlippe vor, schaute mich mit einem Hundeblick an und bettelte dann: „Biiiitteeeeeee” Ich lachte: „Okay” Er grinste, zog sich seinen Pulli aus und legte sich vorsichtig auf den Bauch. Als ich meine Hände auf seine Schultern legte, zuckte er zusammen. „Alles gut?”, fragte ich. „Ja, aber deine Hände sind eiskalt”, stellte er fest. Ich hatte ihm ja vorhin das Kühlpad auf seine blauen Flecken gedrückt, warum sie jetzt kalt waren. Ich stand auf und er sah mich verdutzt an. Ich erklärte: „Halt sie kurz unters warme Wasser” Ich ging ins Bad und kam wenige Sekunde später wieder zurück. Als ich ihn dann massierte, merkte ich, dass er im ganzen Nacken verspannt war. Das kam vermutlich entweder von zu viel Stress oder vom Training. In beiden Fällen war die Pause, die er in den nächsten Tagen hatte, sehr gut. Und noch dazu war ich nicht den ganzen Tag alleine. Irgendwann hörte ich Jimin wie eine Katze schnurren. Er war eingeschlafen. Ich deckte ihn zu und ging dann unter die Dusche. Als ich eine halbe Stunde später wieder ins Zimmer kam, lag er immer noch schlafend, wie ein Baby, da. Ich musste lachen und legte mich, mit etwas Anstand, da Ich Angst hatte ihm weh zu tun, hin. Ich dachte noch etwas über diesen super seltsamen, ereignisreichen Tag nach, schon bald fielen mir aber auch die Augen zu.

    Als ich am nächsten Tag aufwachte, erschrak ich kurz, da es bereits taghell war. Ich griff nach meinem Handy und sah vorsichtshalber zwei mal auf die Uhrzeit. Aber ich hatte mich nicht verguckt. Es war wirklich 13:38 Uhr. Ich überlegte, ob ich Jimin wecken sollte, entschied mich dann aber dagegen. Ich ging schnell in mein Zimmer, um mir frische Sachen anzuziehen und machte mich im Bad fertig. Als ich wieder raus kam, war Jimin gerade aufgewacht. „Guten Morgen, Jiminie” Er streckte sich und grinste mich an. Ich fragte verwundert: „Was ist?” „Ich hab den Typen gestern zusammengehauen”, erinnerte er sich. Ich schüttelte lachend den Kopf. Dann fragte er: „Kannst du mir hoch helfen?” Ich kam auf ihn zu und zog ihn auf die Beine. Das war nicht unbedingt leicht, aber es ging. Er ging langsam ins Badezimmer. Ich rief noch: „Ich mach schnell Frühstück”, und ging dann nach unten. Ich öffnete den von oben bis unten voll gestopften Kühlschrank und entschied mich dann, Bimbap zu kochen. Ich ging dann noch einmal schnell in mein Zimmer, um meine Kopfhörer und mein Handy zu holen und hörte dann einfach ‘Map Of The Soul: Persona'. Gerade ging 'Mikrokosmus' los, da wurde ich von hinten umarmt. Ich zuckte kurz zusammen, pausierte die Musik und drehte mich um. Jimin fragte lachend: „Wer dachtest du denn, wer das ist?” „Du, aber ich bin erschrocken, weil ich dich nicht kommen gehört habe. Wie geht’s dir?” „Besser”, antwortete er und sah an mir vorbei. „Du lügst”, stellte ich fest. Er sah wieder zur Seite. Ich erklärte: „Immer wenn du lügst, kannst du mir nicht in die Augen schauen, das hab ich schon gemerkt. Willst du dich wieder hinlegen?” Er schüttelte den Kopf. Ich atmete tief durch: „Jimin, du musst hier niemandem was beweisen! Wenn du Schmerzen hast, rufen wir einfach-“ Er unterbrach mich: „Es geht schon. Wirklich” „Und warum lügst du schon wieder?” „Mach ich gar nicht!”, sagte er und sah mir wieder nicht in die Augen. „Park Jimin! Ich merk sowas!” Er sah mir in die Augen und murmelte: „Ich hab Schmerzen, aber nicht so schlimm, dass wir Bang PD oder sonst wen holen müssen” Ich sah ihn unsicher an und bat ihn dann: „Du sagst aber, wenn’s schlimmer wird! Versprochen?” Er nickte langsam. „Warum so zaghaft?“, fragte ich und zog eine Augenbraue hoch. Anstatt mir zu antworten, flüsterte er: „Spring“ Aber ich schüttelte den Kopf: „Ich tu dir weh“ „Machst du nicht, aber gut“ Er beugte sich zu mir runter und wollte mich küssen, da bellte etwas neben uns am Boden. Wir sahen beide zur Seite, wo Yeontan am Boden saß. Jimin seufzte: „Tannie, du bist echt nicht cool!“ Ich lachte und ging auf den Süßen zu. Ich hob ihn hoch und fragte ihn dann: „Haben die Jungs dir denn schon Frühstück gegeben?“ „Hey, halt, die Frage ist, ob ich schon Frühstück bekommen hab und die Antwort ist nein, also lass den Hund“, regte Jimin sich auf. Ich rief: „Du bekommst gleich was, jetzt warte doch mal kurz“, und ging dann ins Wohnzimmer. Ich nahm mein Handy aus meiner Hosentasche und rief Tae an.
    Taehyung: „Was ist?“
    (D/n): „Guten Morgen. Ja mir geht’s gut, und dir so?“
    Taehyung: „Komm, sag schnell was ist“
    (D/n): „Hat Tannie schon was zu essen bekommen?“
    Taehyung: „Oh, den haben wir vergessen. Ich bin des nicht mehr gewohnt, einen Hund daheim zu haben“
    (D/n): „Der Ärmste! Aber jetzt bekommt er was“
    Taehyung: „Bis dann“
    (D/n): „Ciao“

    Ich legte auf und schrie dann nach Jimin: „Jimiiiiin, wo ist denn das Hundefutter?“ Er antwortete genervt: „Im Keller“ Ich rannte schnell runter und kam eine Minute später wieder mit einem vollen Futternapf in der Hand nach oben. Ich stellte ihn im Wohnzimmer ab und ging dann wieder in die Küche. „Ouh, auch schon wieder da?“, fragte mein Freund. Ich ging vor ihm auf die Zehnspitzen, küsste ihn und lachte dann: „Jetzt sei doch nicht auf den Hund eifersüchtig!“ Ich lud uns beiden Essen auf die Teller und trug sie dann ins Esszimmer. Jimin folgte mir und setzte sich hin. Ich aß einige Bissen, dann fiel mir ein, dass ich eigentlich abnehmen wollte. Ich hörte langsam auf zu essen und fragte: „Chim Chim?“ Er hob den Kopf und sah mich an. „Findest du mich dick?“, fragte ich weiter. Er runzelte die Stirn, schluckte runter und wollte dann wissen: „Wer hat dir das denn jetzt eingeredet?“ „Niemand“ „Und wie kommst du dann auf sowas?“ Ich sah auf den Boden und murmelte: „Einfach so“ „Jetzt lügst du aber! Wer hat dir so einen Scheiß eingeredet?“ Ich sagte nichts, warum er nachhackte: „Wieso kommst du auf solche Gedanken, (D/n)?“ „Naja, also ich hab ein Musikvideo von den Mädels angeschaut“ „Von wem?“ „Jisoo, Jennie-” „Haben sie dir gesagt, dass du dick bist!“ „Nein!“ „Und warum denkst du dann über sowas nach?“ „Hast du dir die mal angeschaut? Die wiegen halb soviel wie ich“ „Seit wir zusammen sind, schau ich keine anderen Frauen mehr an. Und so leicht sind sie dann auch wieder nicht“ „Aber trotzdem haben sie einfach eine viel schönere Figur als ich!“ „Das ist das Problem mit diesem K-Pop Zeug! Alle denken, sie müssen genau so aussehen, wie die Idole. Aber hast du eine von den Vieren mal gefragt, wie die das so finden?“ „Ne“ „Ich auch nicht. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass sie gerne ein paar Kilo mehr wiegen würden und einfach mal was essen könnten, ohne davor zu schauen, wie viele Kalorien das hat!“ „Ja aber-” „Nichts aber! Du bist nicht dick! Weibliche Idole sind einfach nur dünner. Sehr dünn. Das heißt aber nicht, dass du jetzt auch nicht über 50 Kilo wiegen darfst! Ich bin ehrlich, die vier sind nicht hässlich, aber ich finde deine Figur um einiges attraktiver! Und ich bin ein Mann, dazu sogar noch dein Freund, also kannst du da ruhig auf mich hören“ „Hmm“ „(D/n), wann hast du das letzte mal was gegessen?“ „Gestern im Jet und jetzt halt“ „Und warum hast du kein Abendessen gegessen?“ „Weil wir davor das Musikvideo angeschaut haben“ „Und warum fragst du mich nicht, bevor du beschließt ne Diet zu machen?“ „Weil du, selbst wenn ich dick wäre, mir das nicht ins Gesicht sagen würdest“ „Also glaubst du mir nicht?“ „Keine Ahnung...“ „Jetzt ess, du hast keine Diet nötig! Vertrau mir! Außerdem, denkst du wirklich, dass wenn du keine gute Figur hättest, Siwon soviel Interesse an die hätte?“ „Er hat kein Interesse an mir, sondern will dich ärgern“ „(D/N)! VERTRAU MIR! DU BIST NICHT DICK! Und jetzt lass dich nicht mehr von K-Pop Idolen verunsichern!“ „Aber du würdest es mir doch sowieso nicht sagen“ „Naja, würde ich wahrscheinlich nicht, aber du bist es nicht! Schau dich doch mal auf der Straße um. Hat da jede zweite Frau so ne Figur wie eine Idol? Nein! Verlangt das jemand? Nein!“ „Aber-” „Komm her“ Ich stand auf und setzte mich auf seinen Schoß. Er umarmte mich und versuchte dann noch einmal mich zu überzeugen: „Du bist nicht dick, du bist wunderschön! Lass dir da von niemandem was anderes erzählen! Und ich will nichts mitbekommen, dass du auf irgendwelchen Dieten bist, verstanden? Das ist ungesund und du hast das nicht nötig. Und ich würde merken, wenn du abnimmst! Also versuch‘s erst gar nicht“ „Jaja“ Er lächelte mich zufrieden an, da er scheinbar der festen Überzeugung war, mich wieder umgestimmt zu haben. Das hatte er aber keineswegs. Ich stand auf und aß noch auf, wobei Jimin mir beruhigt zusah. Dann trug ich das benutzte Geschirr in die Küche und räumte es in die Spülmaschine.
    Ich kam mit zwei Kühlpads in der Hand ins Wohnzimmer, wo Jimin auf der Couch saß und an seinem Handy war. „Augen zu“, befahlt ich. Er tat verwirrt, was ich sagte. Ich setzte mich neben ihn, zog seinen Pulli hoch und drückte dann die beiden eiskalten Kühlpads auf seine blauen Flecken. „Ahhhhhhhh“, schrie er erschrocken auf. „Okay, und das lässt du jetzt so!“, verlangte ich. Er machte die Augen wieder auf und sah mich gequält an: „Ich dachte, du machst irgendwas süßes“ „Das ist sehr süß von mir! Ich will, dass es dir schnell wieder gut geht, also sei mir mal dankbar!“ Ich stand auf und ging nach oben, um meinen Laptop zu holen. Als ich wieder unten war fragte ich: „Okay, was kann ich in meine Bewerbung schreiben?“ „Sehr geehrter Damen und Herren, mein Name ist Lee (D/n) und ich bin 19 Jahre alt. Ich bin lustig, süß, talentiert, gut aussehend. Eben genau so wie mein Freund-” „Jimin, ich meins Ernst! Ich brauch einen Job und einen Studienplatz, also streng dich an!“ Er machte einen Schmollmund und fragte: „Musst du wirklich studieren UND arbeiten? Wenn du nur studierst, dann hättest du mehr Zeit für mich. Und wenn du nur arbeiten würdest auch“ „Ja, das muss sein!“ „Aber dann musst du ja ganz viel lernen und dann abends noch arbeiten und wirst immer müde sein, wenn du hier bist“ „Du hilfst mir beim lernen und ich schau, dass ich nicht immer müde bin, Okay?“ „Halt, wie soll ICH dir denn um Gottes Willen beim lernen helfen? Ich war nicht wirklich gut in der Schule“ „Du sollst nicht meine Prüfungen schreiben, du sollst mir beim lernen helfen“ „Okay, dann hilfst du mir in Zukunft auch beim Songs schreiben“ „Aber davon hab ich doch keine Ahnung“ „Ja, denkst du ich hab von Architektenzeug ne Ahnung“ „Jimin!“ Er lachte und meinte: „Es ist lustig, dich zu provozieren“ Ich schlug ihn leicht am Oberarm und versuchte mich dann zu konzentrieren. Irgendwann merkte mich, dass Jimin zu mir sah und schaute zu ihm. Er starrte mich grinsend an. „Jimin, lass das!“ „Warum?“, fragte er ohne seine Augen von mir anzuwenden. „Ich kann mich so wirklich nicht konzentrieren!“ „Dann konzentrier dich doch auf mich“, schlug er vor. „Weißt du, dass du echt nerven kannst? Was willst du, dass du mich in Ruhe lässt?“ „Ich lass dich nicht in Ruhe, da kannst du machen was du willst“ „Jimiiiiiiiin, bitte, ich will hier auch noch fertig werden!“ „Okay, ich lass dich aber nicht“ „Du bist so nervig“ Ich drehte ihm den Rücken zu und wollte mich wieder konzentrieren. Daraus wurde aber nichts, denn Jimin zog mich von hinten wieder an sich rann und legte seinen Kopf auf meine Schulter. „Ich tu dir wirklich noch weh...“, hatte ich Angst. Aber er beruhigte mich: „Und selbst wenn, ich bin doch selber Schuld, wenn ich dauernd an dir herumzupfen muss“ „Du musst jetzt an niemandem herumzupfen sondern schläfst ein bisschen und lässt mich mein Zeug machen“ „Warum?“ „Du kommst mir gerade wirklich vor wie ein Kleinkind“ „Ich will dir aber helfen“ „Dann bring anständige Vorschläge!“ „Hm. Und wie wär’s, wenn wir das später machen und jetzt zum Beispiel spazieren gehen?“ „Du spazieren? Ich glaub der Weg nach unten war genug Spaziergang für dich“ „Da hast du recht, aber ich will was mit dir zusammen machen“ Ich klappte meinen Laptop zu und Jimin ließ mich los. Ich setzte mich wieder neben ihm und fragte: „Erzähl erstmal, was jetzt eigentlich mit Kai ist, warum ihr euch mit Siwon getroffen habt und über was er sich so beschwert hat“ Jimin atmete tief durch und fing dann an zu erzählen: „Also ihr seid in die Küche zum kochen und TXT ist gekommen. Kai und ich sind dann in den Keller um zu sprechen und Jk und Soobin hatten Angst um ihn, warum sie mit sind. Ja... vielleicht hab ich etwas überreagiert und so... Sorry, aber ich war einfach eifersüchtig... Auf jeden Fall wollten wir dann wieder hoch ins Wohnzimmer aber im Gang lag dein Handy. Weil es geklingelt hat, haben wir draufgeschaut und es war eine Anonyme Nummer. Ich bin dann rangegangen und da war Siwon. Er hat gesagt, dass er sowieso mit mir reden wollte und ob wir uns eben treffen können. Ich hab zugesagt und das dann den restlichen Jungs erzählt. Die meinten eben auch, wir sind zu zwölf, er alleine, alles kein Ding. Dann sind wir kurz bevor ihr mit kochen fertig wart raus und haben uns mit Siwon getroffen. Die zwei anderen Typen waren glaub ich nur da, damit wir etwas mehr Respekt vor Siwon hatten. Er hat mich dann eben mit mega viel Scheiße vorgelabert und mich hat’s genervt. Darum hab ich ihm gesagt, dass er einfach leise sein soll und mich in Ruhe lassen soll. Und dann hat er mich geschlagen. Und dann seid ihr ja gekommen, beziehungsweise du“ Ich nickte verstehend. „Naja, sobald ich wieder anständig laufen kann, besorg dir erstmal ne neue Handynummer“, beschloss Jimin und legte seinen Kopf auf meine Schulter. „Und in Zukunft hör ich auch auf dich, wenn du sagst, ich soll mich von Typen fernhaften“, versprach ich. Er gab mir einen Kuss auf die Backe und legte seinen Arm um mich. Dann fiel mir ein: „Ich bin diese Nacht bei Yuna. Aber wenn’s dir lieber ist, kann ich’s auch absagen und wir treffen uns wann anders“ „Ach was, kannst ruhig gehen, sind ja nur Mädels“ Ich freute mich und bot dann an: „Soll ich dir einen Kaffe oder so machen?“ „Kakao?“ „Oke“ Ich stand auf und ging in die Küche. Da hüpfte Tannie inzwischen wieder rum. Der rannte dann jedoch in Wohnzimmer. Ich machte schnell zwei Tassen Kakao und ging dann wieder ins Wohnzimmer. Neben Jimin saß jetzt Yeontan, der sich gemütlichen ausgebreitet hatte und gekrault wurde. Ich ging dann auf die andere Seite von Jimin. Als ich fast ausgetrunken hatte flüsterte dich kaum hörbar: „Ich hab schon wieder Bauchschmerzen“ „Was meinst du mit ‚schon wieder‘?“, fragte er besorgt. „Hatte ich gestern Nachmittag auch“ Er nahm mir meine Tasse ab und stellte sie auf dem Couchtisch. Dann schlug er vor: „Schlaf ein bisschen“ Ich lehnte mich gegen ihn und bat ihn noch: „Sag bitte, wenn ich dir weh tu!“ Er antwortete nicht mehr und nach wenigen Minuten konnte ich dann auch noch einmal einschlafen.

    48
    48. Kapitel

    Als ich wieder aufwachte, saß Jimin immer noch neben mir. Am Boden spielten Tae und Yoongi mit Tannie und aus der Küche hörte man Jin mit Jk, die sich unterhielten. Ich richtete mich auf und streckte mich. „Ausgeschlafen?“, fragte Hobi aus einer Ecke. Ich hatte ihm gar nicht bemerkt. Ich nickte langsam als Antwort und stand dann auf. „Wie viel Uhr haben wir?“, fragte ich verschlafen. Jimin sah auf sein Handy und sagte: „17:57 Uhr“ Ich beschloss: „Okay, 19 Uhr muss ich bei Yuna sein, ich pack schnell und zieh mich um“ Mit diesen Worten drehte ich mich um und verschwand nach oben. Ich schmiss gerade einen Pulli und eine Jogginghose in meinem Rucksack, da klingelte mein Handy. Yuna.
    (D/n): „Hey, was gibt‘s?“
    Yuna: „Hey, also Jisoo hat gerade vorgeschlagen, in den Club zu gehen. Was hältst du davon?“
    (D/n): „Ja klar, warum nicht. Ich muss nur noch... meinen großen Bruder fragen, aber ich denk, der hat nichts dagegen“
    Yuna: „Okay, dann fährt mein Dad uns“
    (D/n): „Mhm, bis dann“
    Yuna: „Bis dann“

    Ich legte mein Handy weg und ging unter die Dusche. Als ich wieder raus kam, zog ich mir ein weißes Minikleid und eine schwarze Lederjacke an. Ich glättete mir noch meine Haare und schminkte mich. Als ich dann auch mit packen fertig war, ging ich nach unten. „Ehm, wo geht’s denn hin?“, fragte Tae. Ich drehte mich um und sah alle sieben auf der Couch sitzen und mich anstarren. „Yuna“, antwortete ich. „Und warum ziehst du dir dann keine normalen Sachen an?“, fragte Joon kritisch weiter. „Hatte ich vergessen zu sagen, wir haben spontan beschlossen, dass wir feiern gehen“, erwähnte ich. Jimin atmete tief durch und sagte dann nur: „Umziehen! Jetzt!” „Aber-”, wollte ich widersprechen, aber er unterbrach mich: „So gehst du nicht aus dem Haus!“ Ich ging wieder nach oben. Ich stand verzweifelt vor meinem Kleiderschrank, da kam Hobi rein. „Jimin hat gesagt, ich soll aufpassen, dass du dich anständig anziehst“, erklärte er. Er stellte sich neben mich und zog eine hellblaue Mom Jeans aus meinem Schrank. Dann noch ein schwarzes T-Shirt und meinte: „Die Jacke passt. Jetzt zieh dich um“ Er ging wieder, so schnell wie er gekommen war, nach draußen. Ich zog mich um und ging wieder nach unten. Als ich mir meine Jacke anzog, rief Jk: „Warte, wir müssen sie noch anrufen“ Ich sah ihn verwirrt an. „Die Bodyguards“, klärte Jin mich auf. Ich sah sie gelangweilt an: „Ihr verarscht mich gerade, oder?“ Sie schüttelte den Kopf. „Ihr ruft niemanden an. Ihre... großen Brüder kommen mit“, log ich. „Sie hat große Brüder?“, fragte Jimin empört. Ich nickte. Ich glaube, sie war Einzelkind, aber das konnte Jimin ja nicht überprüfen. Jimin schüttelte den Kopf: „Vergiss es, da schläfst du nicht!“ „Was?“, fragte ich verwirrt. „Du schläfst nicht dort“, wiederholte Jimin, „Jin holt dich ab“ Ich sah zu den Jungs, in der Hoffnung, sie würden etwas sagen, aber sie waren scheinbar alle Jimins Meinung. „Leute, das könnt ihr nicht machen! Wegen mir kann ja... Lisa und-” Jimin unterbrach mich wieder: „Die vier? War das ein ernstgemeinter Vorschlag?“ Ich nickte langsam. Alle sieben sahen mit genervt an und Hobi erklärte mir: „(D/n), die vier sind selber noch Kinder, wie sollen sie dann auf dich aufpassen? Das geht nicht. Sie können keine Verantwortung übernehmen, und das müssen wir nicht noch einmal testen“ Ich ließ mich aufs Sofa fallen und beschwerte mich: „Zum aller letzten Mal: ICH BIN KEIN KIND MEHR! Und... ach Jimiiiin, bitteeee“ Jimin atmete tief durch: „Du schreibst, wo du bist. Und wenn etwas ist, rufst du sofort an! Du schreibst dann, wenn wir dich holen sollen. Verstanden?” Ich nickte und stand auf. Jin stand auch auf,
    da er mich fahren sollte, und zog sich seine Jacke an. Statt meinem Rucksack, der mit Klamotten voll war, griff ich jetzt doch nach meiner Handtasche. Ich wollte gerade schon ‚Tschüss‘ schreien, da stellte Jimin aber fest: „Du hast das allerwichtigste vergessen“ Ich drehte mich noch einmal um und dachte nach. Nach einer Minute zuckte ich mit den Schultern. „Komm mal her“, bat er mich. Ich ging noch einmal ins Wohnzimmer, setzte mich neben ihn und dachte weiterhin nach, was ich vergessen hatte. Er ließ mich noch eine Minute nachdenken, half mir dann aber doch auf die Sprünge: „Bekomm ich keinen Kuss?“ Ich verdrehte die Augen und küsste ihn. Er wuschelte mir durch die Harre und grinste: „Jetzt darfst du gehen“ Ich drehte mich wieder um und ging zu Jin. Ich rief noch: „Bis dann“, und zog die Tür hinter mir zu. Der Sänger wartete schon im Auto. Ich stieg schnell ein, dann fuhr er los. Ich gab schnell Yunas Adresse ins Navi ein und lehnte mich dann nach hinten. Während er fuhr warnte er mich dann noch einmal: „Missbrauch nicht sein Vertrauen, hörst du? Und halt dich einfach von Problemen fern. Und wäre cool, wenn du dich nicht komplett betrinkst...” „Jaja Jin, ich mach nichts, glaub mir!”, beruhigte ich ihn. „Also, nicht länger als ein Uhr. Wenn Jimin dich anruft, geh ran, sonst dreht der wieder durch” Ich nickte, bedankte mich fürs fahren und stieg dann aus. Vor dem Hochhaus sah ich Sunmi stehen. „Heyy”, begrüßte ich sie. Sie kam auf mich zu und umarmte mich. Dann fragte sie: „Wo hast du denn dein Gepäck gelassen?” „Ich hab morgen einen Termin und mein Bruder holt mich darum später ab”, log ich. Sie nickte verstehend und klingelte dann. Die Tür wurde aufgemacht und wir gingen das Treppenhaus bis in 8. Stock nach oben. Dort standen Yuna und Jisoo in der Tür. Jisoo hatte sich sehr verändert, ganz anders wie Sunmi. Die beiden umarmten uns auch und dann gingen wir nach innen. Nachdem wir uns von Freude, alle wiederzusehen, wieder beruhigt hatten, setzten wir uns ins Wohnzimmer und Yuna machte ihr Handy an. Dann meinte sie: „Aber die sind schon echt knuffig” Ich nahm mir ein Glas Saft vom Tisch und sah dann auf ihren Handybildschirm. Als ich sah, über wen die drei schwärmten, verschluckte ich mich. Das war doch jetzt nicht wirklich ein Bild von meinen sieben Mitbewohnern. Sie sahen mich verwirrt an „Alles okay?”, fragte Sunmi. „Ja. Wer ist das?”, stellte ich mich unwissend. Sie sahen mich mit aufgerissenen Augen an: „Die sieben hübschesten, talentiertesten und lustigsten Jungs dieser Welt. Du wirst doch mal von BTS gehört haben, oder?”, fragte Jisoo. Ich schüttelte den Kopf und kam mir gerade sehr dumm vor, vor allem weil ich sie eigentlich ja kannte. Dann begannen sie mir die sieben vorzustellen. Was mir dabei auffiel war, dass die sieben bei ihren Fans sich wirklich nicht verstellten, sondern genau wie in ihrem Privatleben waren. Das freute mich gerade irgendwie. Nur Jimin war etwas anders. Meine vier Freundinnen hatten also recht, er hatte sich verändert. Nicht viel, aber er war einfach nicht zu 100% so, wie die drei ihn mir gerade vorstellten. Und dann begannen sie wieder über die sieben zu schwärmen. Yuna fragte dann irgendwann: „(D/n), wen findest du am süßesten?” Na toll. Sag alles, aber bloß nicht Jimin. Ich zeigte dann einfach auf Jk, weil er der jüngste war. Jisoo stimmte mir zu: „Kookie ist einfach zu süß!“ Sunmi widersprach ihr: „Ja schon, aber hast du mal Jin angeschaut? Einfach Worldwide Handsome. Und seine Stimme!“ „Leute, sie sind alle der Hammer! Aber habt ihr euch mal Jimin angeschaut? Einfach perfekt!“, diskutierte Yuna mit. Ich musste mir ein Grinsen verkneifen, spürte aber auch ein kleines bisschen Eifersucht. Die drei waren einfach ARMYs. Wenn ich das den Jungs erzählen würde, würden sie mich umbringen, weil ich mit ihnen über sie gesprochen hatte. Dann wechselte Yuna aber zum Glück das Thema: „Okay, einen von diesem sieben Traumtypen werden wir mit Sicherheit nicht abbekommen, aber lasst uns jetzt im Club mal nach Jungs auf unserem Level suchen“ Wir nickten und standen auf. Als wir dann wieder unten standen, kam ein Auto angefahren. Das war scheinbar Yunas Vater, denn sie lief darauf zu, wir hinterher. Als wir dann alle drinnen saßen und losfuhren, schaute ich kurz auf mein Handy. Jimin hatte mir tatsächlich schon geschrieben.
    Jimin:
    Alles okay?
    (D/n):
    Ja, wir fahren jetzt zum Club
    Jimin:
    Okay. Bitte pass auf dich auf!
    (D/n):
    Mach ich
    Jimin:
    Ich liebe dich❤️
    (D/n):
    Ich liebe dich auch❤️

    Ich steckte mein Handy wieder weg, versicherte mich aber davor noch einmal, dass es auf laut war. Die Mädels waren auch alle an ihrem Handy. Ich sah nach draußen. Es lag ein bisschen Schnee, der war allerdings nicht mehr weiß, sonder braun von den ganzen Abgasen. Nach zehn Minuten hielten wir dann vor einem Club, der gar nicht weit von dem Restaurant, in dem ich bis vor kurzem gearbeitet hatte, entfährt war. Wir stiegen aus und gingen dann nach drinnen. Wie auch in New York hatten Frauen freien Eintritt. Zum Glück. Hier war es aber ganz anders, als in den Diskotheken, in denen ich mit den Jungs war. Die Leute waren einfach komisch und es stank überall nach Alkohol. Aber richtig widerlich. Da hatte ich eigentlich schon keine Lust mehr, was zu trinken, aber um nicht die Außenseiterin zu sein, folgte ich ihnen durch das Gedrängel schwitzender Leute zur Bar. Diesmal schaute ich tatsächlich über den Tresen und achtete darauf, was da alles reingemischt wurde. Da das aber alles okay aussah, stieß ich dann mit den Anderen an und wir gingen etwas an den Rand. Yuna schlug vor: „Okay, wenn wir den ausgetrunken haben gehen wir einfach in die Mitte und hoffen dass wir von nem attraktivem Typen angetanzt werden. Das wird schon irgendwie klappen“ Ach du scheiße, Jimin bringt mich um. Ich meinte dann: „Okay, ich helf euch, hab aber selber keinen Bock, einen Typen kennenzulernen. Der letzte ist erst paar Wochen her...“ Was kreativeres war mir nicht eingefallen. Aber das hatte sie scheinbar überzeugt. Sie nickten und sahen sich dann um. Jisoo stellte dann fest: „Da sind schon ein paar süße dabei“ Die Anderen gaben ihr recht. Sie kippten sich schnell ihren letzten Schluck rein und standen dann auf. Ich war nicht so schnell im trinken, warum ich noch einmal nippte und dann meinen halb vollen Mojito stehen ließ. Mir gefiel das alles nicht, wie wir uns zwischen den ganzen besoffenen Leuten durchdrängelten. Aber ich hatte keine andere Wahl, als den einzigen, die ich hier kannte, zu folgen. Die drei waren in der Mitte voll am tanzen, ich blieb mit etwas Abstand zu ihnen und versuchte möglichst unauffällig zu sein. Ich hasste das einfach, diesen ganzen wildfremden Männern so nah zu sein und ständig ‚aus Versehen‘ berührt zu werden. Zum ersten Mal wünschte ich mir jetzt wirklich die übervorsichtigen Jungs hier her und ich schwor mir, nie wieder gegen ihre ‚Vorsichtsmaßnahmen’ etwas zu sagen. Nach fünf Songs ging ich dann zu meinen Freundinnen rüber und fragte: „Hey, noch was trinken?“ Ich wollte zwar nichts trinken aber noch weniger wollte ich weiterhin hier rumstehen. Sie hatten nichts gegen den Vorschlag und gingen wieder zur Bar. Wir bestellten uns ne zweite Runde Alkohol und hatten gerade einen Schluck genommen, da meinte Jisoo: „Ich geh schnell auf Klo“ Sie wollte schon loslaufen, da rief ich noch: „Warte, ich komm mit“ Das hatte mir mein Mum schon beigebracht, als ich noch der festen Überzeugung war, ich werde niemals feiern gehen: Niemanden alleine auf Klo gehen lassen. Das were ich nie wieder vergessen. Ich stellte meinen Drink auf der Bar ab und folgte der 20-Jährigen, die auf das Toilettenschild zu rannte. Als ich dort dann vor der Tür wartete, sah ich auf mein Handy. Es war bereits halb elf. Die Zeit war also doch wahnsinnig schnell vergangen. Es war wahnsinnig heiß und ich hatte Kopfschmerzen von dem Gestank, der lauten Musik und dem Alkohol. Jisoo kam wieder zurück. Sie hatte scheinbar keinerlei Probleme und fühlte sich gut. Auf jeden Fall rief sie hoch motiviert: „So, noch austrinken und dann wird die ganze Nacht getanzt!“ Ich folgte ihr wieder, aber war nicht mal halb so motiviert wie sie. Ich kippte mir dann meinen Cocktail rein, da ich einfach zu geizig war, ihn wieder stehen zu lassen. Laut den Regeln meiner Mum, wäre das mit Sicherheit auch verboten gewesen. Erst den Drink stehen lassen und dann noch trinken. Aber gut, wird schon schief gehen. Ich rannte wieder meinen drei Freundinnen hinterher. Ich kam mir vor wie eine Mutter von drei Kleinkindern. Aber gut, ich war scheinbar die einzige, die noch nicht komplett besoffen war. Das hätte ich mir aber vielleicht doch gewünscht. Dann wäre das hier alles nicht so komisch, sondern ich wäre einfach genauso wie alle anderen hier drauf. Ich blieb dann auch bei den Mädels und tanzte ein bisschen. Die Musik war nicht mal schlecht, aber das war das einzig positive an der Sache hier. „Oh mein Gott, schaut mal da rüber“, kreischte Sunmi plötzlich aufgeregt und zeigte in eine Ecke. Da stand Yuna in einer Ecke und knutschte mit irgendeinem Typen rum. Ich konnte wetten, sie hatte ihn noch nie gesehen, aber da beide nicht mal mehr gerade aus gehen konnten, war das ja auch egal. Kurz überlegte ich, sie weg zu holen, entschied mich dann aber dagegen, da das ja auch als sie noch nüchtern war ihr Ziel war. Ich merkte, dass ich gerade angetanzt wurde und ging darum ganz schnell an den Rand. Zum Glück hatte mich der Typ nicht verfolgt. Doch kaum war ich außerhalb der Menge wurde mir sehr schwindlig. Ich setzte mich auf den Boden, in der Hoffnung, das wäre gleich wieder rum. Da das nichts brachte, wollte ich an die frische Luft. Ich hatte aber nicht die Kraft, mich wieder aufzusetzen. Da griff jemand nach meiner Hand und zog mich hoch. Ich sah nichts mehr. Nur noch unscharfe Umrisse welche auch immer schwärzer wurden. Ich war mir aber sehr sicher, dass mich die Person rausführte. „Jimin?”, fragte ich. Er flüsterte: „Ja, ich bin’s nur” Ich war beruhigt. Als die Musik dann gar nicht mehr zu hören war flüsterte ich: „Ich seh und hör nichts” Er hob mich hoch und trug mich irgendwo hin. Von allem, was danach passierte, hatte ich nichts mitbekommen oder konnte mich einfach nicht erinnern.

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    49. Kapitel

    Ich blinzelte langsam. Es war dunkel. Ich sah nur die Lichtschalter neben der Tür orange leuchten. Ich lag neben Jimin. Ich hatte noch leichte Kopfschmerzen, aber ansonsten schien es mir wieder gut zu gehen. Als ich mich jedoch an ihn kuscheln wollte, merkte ich, dass das nicht mein Freund war. Mir stockte der Atem. Wer war das und was sollte ich jetzt machen? Ich drehte mich um und wollte aufstehen. Das spürte der Andere aber und knipste ein Nachtlicht an. Ich drehte mich vorsichtig um und hätte beinahe geschrieen, als ich sah, dass der Mann doch nicht fremd war. „Siwon?”, fragte ich geschockt. Er lachte: „Wer sonst” Ich sprang auf und bemerkte jetzt erst, dass ich komplett nackt war. Ich nahm schnell eine der vielen Decken und hielt sie vor mich. Ich brauchte einige Sekunden, um zu realisieren, was passiert war, aber dann schrie ich: „BIST DU KOMPLETT GESTÖRT? DU BIST SO EIN SCHWEIN!” „Dachtet ihr ernsthaft, ich belass es bei nem Kuss und lass mich dann auch noch ohne Nachspiel von Jimin schlagen?” „WO SIND MEINE KLAMOTTEN?” „Liegen da drüben” „UND MEIN HANDY?” „In der Küche” Ich rannte los, sammelte meine Sachen zusammen und schloss mich dann im Bad ein. Ich hatte 287 verpasste Anrufe und 936 Nachrichten. Nicht nur von meinen Mitbewohnern. Auch von den TXT und BP Mitgliedern. Ich setzte mich auf den Boden und begann zu weinen. Das konnte doch nicht wahr sein. Ich zog mich schnell an und rannte dann aus seiner Wohnung. Ich wusste einfach nicht was ich machen sollte. Ich wusste auch nicht so wirklich, wo ich war. Es war eine relativ normale Straße, so wie jede Zweite in Seoul eben aussah. Das half mir nicht wirklich dabei, mich zu orientieren. Das einzige, was ich wusste, war, dass ich nicht zu Jimin konnte. Ich gab in Google Maps die Adresse der Mädels ein und lief dann los. Es war kalt und ich hatte mich mit Abstand noch nie so schrecklich gefühlt. Der Weg hatte gefühlt kein Ende. Ich musste die ganze Zeit weinen und fühlte mich sehr unwohl. Was war das gerade? Aber irgendwann war ich dann doch angekommen. Ich atmete tief durch und klingelte. Lisa öffnete die Tür und telefonierte währenddessen: „Jimin, wir finden sie! Sie kann nicht verschwunden sein. Glaub- Ich ruf dich gleich zurück” Sie legte auf und sah mich an als wäre ich ein Alien. Als sie endlich aus ihrer Starre erwacht war, zog sie mich nach innen, umarmte mich und begann auch zu weinen: „Du kannst dir gar nicht vorstellen, was wir uns für Sorgen gemacht haben! Jimin rastet komplett aus. Wir haben dich überall gesucht, wo warst du?” „Versprich mir, dass du das unter keinen Umständen Jimin erzählst”, bat ich sie. Sie nickte. Ich atmete tief durch und flüsterte: „Siwon hat mich vergewaltigt” Sie löste sich aus unserer Umarmung und schüttelte den Kopf: „Das sagst du ihm sofort!” Die anderen drei Mädels kamen runtergerannt und erstarren auch, als sie mich sahen. „Wo um Gottes Willen warst du? Wir haben die ganze Stadt abgesucht!”, fragte Jennie. „Ich ruf Jimin an, und sag, dass sie hier ist”, beschloss Jisoo. Aber ich rief: „Nein” „(D/n), dein Freund dreht gerade voll durch, weil niemand weiß, wo du bist! Wir holen ihn jetzt!”, widersprach Rosè mir. Ich drehte mich zu Lisa, die aber auch zustimmte: „Das sagst du ihm dann, verstanden? Er findet es sowieso raus” „Kann ich bitte duschen, ich fühle mich widerlich”, lenkte ich ab. Lisa nickten, die Anderen sahen mich nur verwirrt an. Ich ging an ihnen vorbei nach oben und hörte nur noch Jisoo telefonieren: „Jimin, kommt her, sie ist da” Ich wollte mich gerade ausziehen, da klopfte es. Ich machte auf und Lisa kam mit Klamotten und einem Handtuch rein. „Sag’s ihm, verstanden?”, befahl sie mir noch einmal. Ich nickte und schloss die Tür wieder. Als ich unter der Dusche stand und mich so ordentlich wie nie zuvor wusch, hörte ich die Klingel. Ich beeilte mich, zog mir die Jogginghose und den Pulli an und kämmte mir die Haare durch. Unten unterhielten sich alle durcheinander. Was ich raushörte, waren auch die fünf anderen Jungs da. Als ich nach unten kam, verstummten alle sofort. Alle Jungs außer Jimin fragten gleichzeitig: „Wo warst du?” Jimin kam auf mich zu und umarmte mich. Dann fragte er auch: „Wo warst du?” Ich schielte zu Lisa die leicht nickte. Aber ich konnte das nicht. Anstatt die Wahrheit zu sagen, log ich: „Mein Handy war leer und ich war total besoffen. Heute morgen bin ich bei Sunmi aufgewacht” „Und warum hat dein Handy jetzt 50%?”, fragte Beomgyu skeptisch. „Hab’s bei ihr geladen”, redete ich mich raus. Lisa schüttelte den Kopf. „Was hast du mit deinem Handy gemacht, dass es um elf Uhr schon leer war und was hast du getrunken, dass du um elf schon so besoffen warst?”, fragte Yoongi weiter und kaufte mir das alles scheinbar nicht ab. Tae fragte: „Und wo waren Yunas große Brüder, die doch auf euch aufpassen wollten” „Waren die eigentlich hübsch?”, fragte Soobin. Ich schaute zu Lisa, doch sie hatte nicht vor, mir zu helfen. Ich dachte nach und erfand dann: „Mein Handy hatte zwischenzeitlich der DJ, als es da technische Probleme gab. Und ich war so besoffen, da ich, weil ich den Abend anscheinend 'gerettet' hab, umsonst trinke durfte. Da hab ich’s wohl bisschen übertrieben...” „Das letzte mal als ein DJ dein Handy hatte, haben wir das erste Mal gestritten”, erinnerte Jimin sich. „Ja, aber von dem DJ weiß ich keinen Namen und hab auch keine Handynummer”, beruhigte ich ihn. Das war in die falsche Richtung gegangen. Er dachte nach und fragte dann: „Kann ich dein Handy bitte mal haben?” Ich nickte und deutete auf den Couchtisch, wo es lag. Er nahm es, entsperrte es und scrollte dann in meinem Kakao-Talk herum. Jisoo fiel auf: „Als Ich Trainee war, hat YG auch immer mein Handy durchsucht“ Die drei Mädels sahen sie böse an woraufhin sie nur mit den Schultern zuckte. Auf einmal hörte Jimin auf zu scrollen und sah mich wütend an. „Leute, wir sind kurz drüben, was besprechen”, kündigte er an und zog mich mit in die Küche. Joon rief noch: „Schrei sie nicht an!” Ich wusste nicht, was er auf meinen Handy gefunden hatte. Er schloss die Küchentür und fragte wütend: „Seit wann hast du Siwon wieder freigegeben?” „Siwon? Hab ich nicht“ „Doch, hast du“ „Nein“ „Wer war‘s denn dann?“ „Woher soll ich das wissen“ „Wer kommt denn alles außer mir noch in dein Handy rein?“ „Niemand“ „Willst du mich verarschen?“ „Nein“ „Was?“ „Jimin, jetzt blockier ihn bitte und lösch ihn direkt“ „Damit du dann wieder irgendwie Kontakt mit ihm hast?“ „Ich hab keinen Kontakt mit ihm! Ich hab inzwischen schon des Öfteren gemerkt, dass der gestört ist“ „Und warum-” „Nichts warum! Ich weiß nicht, wer das war. Ich nicht“ Er sah mich unsicher an. Ich hoffte einfach, dass er mir diese halbe Wahrheit glaubte. Ich wusste zwar, dass das höchstwahrscheinlich Siwon selbst war, aber ich war es ja wirklich nicht. „Glaubst du wirklich ich hätte Kontakt zu ihm? Nachdem, was er mit dir gemacht hat?“ „Ja weiß ich doch nicht“ „Vertrau mir“, bat ich ihn und kam mir dabei wie die größte Verräterin dieser Welt vor. Jimin würde mich wahrscheinlich nicht umbringen, dafür würde Lisa es jetzt tun. Und sie hatte recht. Er hatte angefangen mir zu vertrauen und ich muss das so ausnutzen. Jetzt lüg ich sie alle auch noch an. Warum mach ich das? Seine Eifersucht war die ganze Zeit berechtigt gewesen. Ich hatte ihn betrogen. Ich hatte den wichtigsten Jungen meines ganzen Lebens betrogen und erzählte ihm hier gerade Märchen. Das ich was in meinen Drink bekommen hatte, war keine Entschuldigung. Man sollte seinen Freund einfach von anderen Männern unterscheiden können. Auch ohne ihn zu sehen. Jimin riss mich aus meinen Gedanken: „Findest du es übertrieben, wenn ich dich ab jetzt nicht mehr alleine feiern gehen lasse? Oder überhaupt sonst wohin?“ Ich schüttelte den Kopf: „Nein, finde ich nicht übertrieben“ Er umarmte mich und flüsterte: „Du kannst dir gar nicht vorstellen, was für Sorgen ich mir gemacht habe. Ich dachte, dir wäre sonst was passiert“ „Es ist nichts passiert...“, log ich und drückte meinen Kopf in seine Brust. „Fahren wir heim?“, fragte er. „Mhm“ Er ließ mich los und nahm meine Hand. Als wir wieder draußen waren, unterhielten sich wieder alle. Alle, außer Lisa. Sie sah mich kalt an. „Ehm, ich muss mal kurz mit Lisa sprechen“, sagte ich und Jimin ließ meine Hand los. Sie ging mit mir wieder in die Küche wo ich klarstellte: „Lisa, ich kann ihm das nicht sagen! Ich wollte wirklich, aber es geht nicht. Und es gibt kein schlimmeres Gefühl, wie deinen Freund so anzulügen! Aber was soll ich denn machen?“ „Definitiv nicht mit solchen Märchen ankommen. Ach ja, und Yoongi hat gemerkt, dass du lügst. Ich hab dir versprochen, das für mich zu behalten und werde dieses Versprechen auch nicht brechen. Aber er findet es raus. Und je länger du ihn anlügst, desto wütender wird er, wenn er’s raus kriegt. Sag‘s ihm jetzt, wo er einfach nur dankbar ist, dass du wieder heile da bist. Wenn du in na Woche damit ankommst, dann rastet er aus, in dem Fall dann sogar verständlich“ „Und wie soll ich ihm das bitte sagen?“ „So wie‘s ist“ „Ich hab ihn betrogen, das kann ich doch nicht einfach so sagen“ „Ich dachte, du wolltest das nicht“ „Ich hab nichts mitbekommen. Mir ging’s nicht gut und ich hab mich mich an den Rand hingesetzt. Da ist jemand gekommen und ich war der festen Überzeugung, er wäre Jimin gewesen. Aber ich habe nichts gesehen oder gehört. Und dann wurde alles schwarz...“ „Du kannst nichts dafür. Und darum wird Jimin auch nicht auf dich sauer sein, sondern auf Siwon. Aber wenn du ihm nichts sagst, dann... Willst du ihn jetzt wirklich anlügen“ „Nein“ „Dann sag’s ihm!“ „Aber-” „Stell dir vor, er hätte dich irgendwie betrogen. Was würdest du dazu sagen, wenn er dir was anderes erzählt und du dass dann irgendwann zufällig rausfindest?“ „Ich wäre unendlich enttäuscht und käme mir verarscht vor“ „Eben. Also, sag’s ihm heute noch“ „Ich versuch‘s“ Wir gingen wieder ins Wohnzimmer. Die Jungs standen dann auch auf. Wir zogen uns unsere Schuhe an und verabschiedeten uns voreinander. TXT stieg dann in einem Van und fuhr weg, wir in den Anderen. Während wir fuhren, merkte ich, dass Yoongi mich die ganze Zeit beobachtete. Ich sah zu ihm und er schaute mir so tief in die Augen, dass ich Angst hatte, er könnte aus ihnen lesen, dass ich gelogen hatte. Ich sah schnell wieder weg und dachte nach. Wie sollte ich Jimin das nur erzählen? Was, wenn er sich von mir trennt? Ich war einfach am verzweifeln und hatte Angst. Wovor ich auch Angst hatte, war Siwon zu begegnen. Was, wenn Jimin dabei wäre? Oder wäre es noch schlimmer, ihm alleine zu begegnen? Dann spürte ich plötzlich eine Hand auf meiner Schulter und zuckte so stark zusammen, dass ich mir den Kopf an der Fensterscheibe anstieß. Ich wimmerte leise auf und drehte mich dann um. Jimin hatte sein Hand wieder weggezogen und fragte besorgt: „Was ist denn los?” „Gar nichts”, antwortete ich und war sehr verschreckt. Ich wusste aber nicht, von was. Von Jimin’s Berührung oder meiner Reaktion. Ich versuchte mir das nicht anmerken zu lassen, und stieg auch aus. Die Anderen sechs Jungs waren bereits drinnen. Mein Freund folgte mir, nachdem er die Autotür zugestoßen hatte. Ich spürte seinen verwunderten Blick auf meinem Rücken, der mich zu durchbohren schien. Das versuchte ich zu ignorieren, zog mir meine Schuhe und Jacke aus und setzte mich dann aufs Sofa. Ich griff sofort nach meinem Laptop. „Was hast du vor?”, fragte Jin mich. „An meiner Bewerbung schreiben”, antwortete ich während ich mich anmeldete. Jungkook kam mit einer Bananenmich aus der Küche und wollte wissen: „Meinst du die Bewerbung, die wir gestern Abend, bevor du verschwunden bist, für dich geschrieben haben?” „Ja- warte was?” Ich sah verwirrt auf. Jimin ließ sich neben mich fallen und erklärte: „Wir haben, nachdem du gegangen bist, deine Bewerbung geschrieben. Ich hab mich schlecht gefühlt, weil ich dich am Nachmittag davon abgehalten hab” „Wirklich?”, fragte ich ungläubig. Sie nickten alle grinsend. Da fühlt man sich sowieso schon schlecht und genau dann müssen sie einmal was richtig süßes machen, damit man sich dann noch schlechter fühlt. Na hervorragend! Ich öffnete die Datei. Lebenslauf, Krankenversicherungsnachweis, sogar mein Zeugnis hatten sie eingescannt. „Sagt mal, habt ihr mich die ganze Schulzeit über gestalkt oder was?”, fragte ich, als ich rauf und runter scrollte. Sie lachten und Joon gab zu: „Wir haben bisschen mit deinem Vater telefoniert. Er hatte auch dein Zeugnis und alles” „Danke! Ich schulde euch was. Dann verschick ich’s noch schnell” „Das wird nicht mehr nötig sein...”, meinte Hoseok. Tae klärt mich auf: „Alles schon geschehen” „Okay... Geht’s euch gut? Muss ich mir Sorgen machen?”, fragte ich vorsichtig. Jimin stellte ein Gegenfrage: „Warum solltest du?” „Ihr habt was nettes gemacht! Und auch noch ordentlich!”, stellte ich fest. Sie lachten wieder und standen auf. Jimin nahm meine Hand und zog mich nach oben in sein Zimmer. Als wir uns hingesetzt hatten, versuchte ich ernsthaft mit ihm zu reden und fing an: „Jimin, ich muss dir noch was sagen...”

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    50. Kapitel

    Aber Jimin küsste mich und meinte: „Ach was, du musst mir nichts sagen”
    „Wie geht’s dir eigentlich?”, fragte ich und deutete auf seinen Bauch. Er winkte nur ab: „Ich spür schon gar nichts mehr. Ich bin einfach froh, dass du wieder hier bist” Ich lächelte ihn an: „Na wenigstens etwas” „Was heißt 'wenigstens etwas'? Gerade eben ist doch alles gut. Bang PD macht keine Probleme, deine Bewerbung läuft, Siwon ist im Krankenhaus, du bist hier... Was könnte besser sein?” „Jimin, es ist-“ „Nein, bitte sag’s mir wann anders. Ich hab gerade richtig gute Laune”, unterbrach er mich. „Weißt du überhaupt, um was es geht?” „Nein, aber ich will es nicht wissen. Nicht jetzt” „Aber-“ „(D/n), sag es mir einfach morgen, okay?” Ich nickte langsam. Mein Kopf sagte mir zwar, dass ich es ihm JETZT sagen musste, aber ich ignorierte das. Stattdessen versuchte ich alles, was mit Siwon passiert war, aus meinem Kopf zu verdrängen. Jimin hob mich auf seinen Schoß und legte seinen Kopf auf meine Schulter. Nach einigen Minuten flüsterte er: „Ich liebe dich einfach jeden Tag noch mehr” Ich merkte, dass ich rot wurde und sah darum schnell zur Seite. Er kicherte nur: „Ich hab gesehen, dass du ganz rot bist” Ich kniff die Augen zusammen und biss mir in die Backe. „Du bist so süß” „Jimin, bitte lass das” „Nö, warum sollte ich?” Ich hielt mir die Händ vors Gesicht, mein Freund zog sie allerdings weg und meinte lachend: „Du bist süß, wenn du rot bist” Ich schmollte und wollte aufstehen, aber Jimin hielt mich fest: „Ich lass dich nie mehr los!” Die Tür wurde aufgerissen. Jimin wollte sich gerade schon beschweren, warum Jk nicht angeklopft hatte, aber dieser laberte schon los: „Ich weiß, klopfen. Aber egal, warum hast du dein Handy unten, Bang PD ruft dich an” Jimin ließ mich los und nahm genervt sein Handy entgegen. Jk verschwand dann wieder so schnell, wie er gekommen war. Jimin meinte noch: „Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie ich dieses Ding hasse”, dann hob er ab. „Hallo... Ja... Wie?... Morgen früh?... Warum rufst du nicht Joon an?... Über was?... Rate mal, wer sich vor fünf Minuten noch gefreut hat, dass es keine Probleme gibt... Aber was soll ich jetzt machen?... Also kann sie nicht mit?... Zu TXT? Niemals!... Blackpink? Bitte nicht!... Aber warum denn nicht?... Und wie lange?... Was heißt 'etwas länger'?... Das geht nicht!... Warum denn nicht?... Jaja, aber warum denn schon morgen?... Ich sag’s den Jungs. Joon wird dich dann bestimmt noch einmal anrufen... Ja, bis morgen” Jimin legte auf und sah mich verwirrt an. „Was ist?”, fragte ich. „Wir fliegen morgen früh nach Tokio. Fanmeetings, Interviews und noch ne Folge 'Run' drehen. Der Hacken an der Sache ist, dass du nicht mit darfst. Die ARMYs lassen wohl nicht locker...”, erklärte er. „Und wie lange?”, fragte ich vorsichtig weiter. Er atmete nur tief durch und fasste dann zusammen: „Etwas länger, er hat was von zwei Wochen gesagt... Er hofft, dass sich das dann alles wieder beruhigt, was die Gerüchte angeht. Wir werden von dort aus arbeiten...“ Ich nickte verständnisvoll, verstand das alles aber eigentlich überhaupt nicht. „Wo gehst du hin? Ich hab Angst um dich, wenn du zwei Wochen hier alleine bist. Und außerdem langweilst du dich ja zu Tode...“ Ich zuckte mit den Schultern: „Ja wahrscheinlich Jisoo, Chaeyoung, Lisa und Jennie“ Er nickte und stand auf. Ich sah ihm hinterher. Von der Treppe aus hörte ich ihn dann rufen: „Jungs, kommt alle mal ins Wohnzimmer“ Ich stand auch auf und ging rüber in mein Zimmer, wo ich mich ins Bett schmiss. Warum? Wenn ich ihm das heute oder morgen noch sage, wird das nicht mehr geregelt, bis er weg muss. Ich will ihm das aber auch nicht sagen, wenn er in Japan ist. Also wann soll ich ihm das sagen? Ich kann doch jetzt nicht noch zwei Wochen lang so tun, als wäre nichts. Lisa bringt mich später sowieso um, wenn sie kommen und ich Jimin immer noch nichts gesagt hab. Und Jimin, er tut mir auch so unendlich Leid. Warum hat er sich nicht einfach ne ehrliche Freundin gesucht, sondern musste sich in mich verlieben? Ein Mädchen, dass ihn betrügt und danach auch noch belügt. Er verdient einfach etwas so viel besseres. „(D/N)?“, hörte ich Jimin im Gang rufen. Ich bemerkte Tränen auf meinen Wangen, die ich mir schnell mit dem Handrücken wegwischte und dann antwortete ich: „Ja, ich bin in meinem Zimmer“ Er kam rein, sah mich traurig an und setzte sich dann neben mich: „Es tut mir wirklich so unendlich Leid, aber ich hab keine Wahl... Du kannst dir nicht vorstellen, wie traurig es mich macht, das wir niemals einfach ganz normal in die Stadt gehen können und was essen und shoppen oder so. Ich würde gerne tausende Dinge mit dir machen, die wir wahrscheinlich niemals machen können, ohne von Fans verfolgt zu werden... Es tut mir so Leid” „Dafür musst du dich doch nicht entschuldigen! Und in zwei Wochen... dann bist du ja wieder da“, versuchte ich ihn und auch mich selbst aufzuheitern. Er lächelte leicht und bedankte sich: „Danke. Es hilft mir wirklich zu wissen, dass das für dich kein Weltuntergang ist. Hörst dich fast so an wie Hobi“ Er sah mich kurz an, stand dann auf und sagte nur: „Ich hab gestern was gefunden, als ich nach in deinem Schrank nach deinem Zeugnis gesucht habe“ Er ging rüber in sein Zimmer und kam kurze Zeit später wieder mit einem Buch in der Hand zurück. „Was ist das? Und woher hab ich das?“, fragte ich verwundert. Er hielt mir ein Fotobuch aus der Schule vors Gesicht. Wir hatten es nach dem Abschluss geschenkt bekommen. „Ich wusste gar nicht, dass ich das noch hab“, stellte ich fest. Er lachte und setzte sich neben mich. Schon als er die erste Seite aufschlug, bekam er einen Lachanfall. Das Bild musste in der zehnten Klasse entstanden sein. Es war auch eigentlich sehr schön, für ein Klassenfoto, aber ich stand neben Joon. Darum sah ich, da er damals einfach schon sehr groß war, winzig aus. Da Jimin sich gar nicht mehr einkriegte, meinte ich: „Jetzt tu halt nicht so, als wärst du riesig! Du bist auch klein!“ Er hielt inne und sah mich mit aufgerissenen Augen an: „Hast du gerade meine Größe beleidigt?“ Ich nickte: „Ja, aber du hast angefangen“ „Okay, dumm nur, dass ich stärker bin, als du“, antwortete er. Ich sah ihn verwirrt an, aber anstatt mir zu antworten, hob er mich hoch und trug mich runter, wo er rief: „Jin Hyung, ich brauch Eiswürfel. Ganz viele!“ „Warte, was? Nein! Jin, bitte nicht! Jimin, ich hab gar nichts gemacht! Nein, nein, nein, das ist nicht fair!“, beschwerte ich mich. Die Jungs lachen nur, Jin stand auf und ging in die Küche. Ich forderte sie auf: „Nicht lachen, helft mir!“ Da sie aufstanden und auf uns zukamen, dachte ich kurz, sie würde mir vielleicht wirklich helfen, aber stattdessen fragten sie nur: „Was hat sie denn gemacht?“ „Gesagt, ich wäre klein! Ich bin 1,74 Meter groß und fast so groß wie Yoongi“, erklärte Jimin. Die Jungs lachten und Joon meinte: „Du bist zwar wirklich klein, aber das mit den Eiswürfeln ist eine super Idee“ Jimin ließ mich runter aber Hobi und Tae hielten mich sofort fest. „Ich meins wirklich ernst, LASST DAS!“, bat ich sie noch einmal. Jimin grinste nur: „Das hättest du dir früher überlegen müssen...“ Und dann spürte ich auch schon einen eiskalten Schauer, der mir den Rücken runterlief. Ich kniff meine Augen zusammen und verkniff mir zu schreien. „Wisst ihr, wie widerlich sich das anfühlt?“ „Bin ich klein?“ „Ja, bist du. Aber ich hab nie gesagt, dass das schlimm ist”, antwortete ich. Er nahm noch einmal eine handvoll Eiswürfel und stopfte sie mir unter den Pulli. Dann nickte er zufrieden: „Okay, das sollte genug sein” Tae und Hobi ließen mich wieder los und alle sechs gingen lachend wieder ins Wohnzimmer, weiter zocken. Jimin lachte mit und trug mich wieder nach oben. Ich ging schnell ins Bad, wo ich mir meinen nassen Pulli auszog und meinen Rücken abtrocknete. Als ich Jimin in der Tür stehen bemerkte, schmollte ich und sagte gespielt beleidigt: „Das ist eiskalt!” Er kam nur auf mich zu, umarmte mich und stellte fest: „Du bist wirklich eiskalt, aber zum Glück hast du einen heißen Freund!” Ich sah ihn mit einem Nicht-Dein-Ernst-Blick an und schmiss das Handtuch in den Wäschekorb. „Du bist einfach unmöglich!“, meinte ich noch, bevor ich mich von ihm losriss und das Badezimmer verließ. Er folgte mir lachend und rief: „Und trotzdem liebst du mich“ „Sei dir da mal nicht so sicher“ „Wir haben unten noch ein paar Eiswürfel und wenn die ausgehen gibt es noch die Alternative kalte Dusche. Also pass lieber auf, was du sagst“, warnte er mich. „Ach Jimin, muss ich dir wirklich sagen, dass ich dich liebe?“ „Ja“ „Ich liebe dich und jetzt sei leise“ Ich ging auf seinen Schrank zu und nahm einen schwarzen Pulli. Als ich ihn gerade anziehen wollte, fragte Jimin: „Was machst du?“ „Ich ziehe mir einen Pulli an“, erklärte ich. „Du meinst, meinen Pulli“ „Ich kann auch in mein Zimmer gehen und mir von dort einen holen“ Er riss die Augen auf und schüttelte den Kopf: „Oh Gott, damit die Jungs dich noch sehen, oder was? Vergiss es“ Ich lachte und holte mein Handy vom Nachttisch. Yuna hatte mir geschrieben.
    Yuna:
    Hey, sorry wegen gestern. Jisoo und Sunmi haben dich nicht mehr gefunden und ich bin heute morgen im Technikraum aufgewacht. Wo warst du?

    Ich schaltete schnell mein Handy aus, damit Jimin die Nachricht nicht lesen konnte. Da hatte ich gerade versucht, dass einfach zu vergessen, dann kommt sie. Und dadurch, dass ich mein Handy so erschrocken ausgeschaltet hatte, sah mein Freund mich jetzt verwundert an. Anders wäre ihm das wahrscheinlich nicht mal aufgefallen. „Jetzt sag bloß, die haben dir schon geschrieben? Am Samstag“, fragte er und lächelte. Wen meint er? Als könne er Gedanken lesen ergänzte er: „Wegen deiner Bewerbung“ Ich schüttelte langsam den Kopf. Was bin ich eigentlich für ein gemeiner Mensch? Anstatt jetzt langsam mal was davon zu erzählen, log ich wieder: „Nur Laura aus Deutschland“ Da er sich wieder seinem Laptop zuwandte, öffnete ich schnell wieder die Nachricht und schrieb.
    (D/n):
    Hey, ist schon Okay... ich bin heute Nacht heimgekommen. Hab euch nicht mehr gefunden...“

    Warum erzähl ich eigentlich jedem was anderes? Da komm ich doch selber noch durcheinander... Ich legte mein Handy wieder weg und legte mich neben Jimin: „Was machst du?“, fragte ich und sah auf seinen Bildschirm. „Nachrichten lesen“, antwortete er und laß vertieft weiter. „DU ließt Nachrichten?“ „Nur die über mich“ Ich lachte und fragte dann: „Und, was gibt’s über dich so zu lesen?“ „Nichts. Aber über dich gibt’s dafür sehr viel Lesestoff. Kann es sein, dass du mit mir zusammen bist, weil du Fame willst? Oder weil du keinen Bock hast zu arbeiten und nur scharf auf mein Geld bist?“ Ich runzelte die Stirn: „Spinnst du? Natürlich nicht!“ „Davon gehen zur Zeit aber 99% der vielen Millionen ARMYs aus. Aber keine Angst, ich weiß natürlich, dass du nur mit mir zusammen bist, weil ich verdammt gut aussehe“ „Ganz bestimmt! Das ist ein Grund, ja, aber es gibt noch abertausend andere“ „Nenn einen“ „Ich fühl mich bei keinem Menschen dieser Welt wohler, als bei dir“ „Du bist spontan“ „Ich kann sogar noch einen zweiten raushauen, so spontan bin ich“ „Dann lass mal hören“ „Weil du ein Badezimmer hast“ Er seufzte: „Mir fällt gerade keine dumme Antwort drauf ein. Ich bin nicht so spontan“ „Stimmt, dass du berechenbar bist, ist auch ein Grund“ „Also ist das was positives?“ „Manchmal“ „Gibt’s auch negative Punkte?“ „Die Liste ist mindestens doppelt so lang, als sie mit den positiven“ „Lass mal einen Punkt hören“ „Dass du mich morgen alleine lässt“ „Ich hab auch einen negativen“ „Ich höre“ „Dass du nachtragend bist“ „Sagt der, der vorhin ein Problem mit dem DJ hatte“ „Und deine Spontanität ist auch echt negativ. Das überfordert mich!“ „Dein Problem. Dafür bin ich nicht eifersüchtig“ „Lügnerin“ „Nein, bin ich wirklich nicht“ „Doch“ „Nein“ „Doch“ „Beispiel?“ „ARMYs“ „Das... wo ist meine Spontanität hin?“ „Ich glaub, die hab ich mir kurz ausgeliehen“ „Gib sie mir zurück“ „Nö“ „Dieb“ „Ich zieh nicht deine Klamotten an“ „Ich hab angeboten, mir meine zu holen“ „Und ich hab nein gesagt. Aber du solltest öfter meine Pullis anziehen“ „Warum?“ „Weil du süß aussiehst“ „Nur wenn ich deine Pullis anhab?“ „Natürlich immer, aber dann besonders süß“ Er klappte seinen Laptop zu und legte ihn beiseite. Dann drehte er sich zu mir und sagte: „Als ich mich von dir getrennt hatte, das waren nicht mal zwei Tage, hab ich dich so unendlich dolle vermisst. Und da hab ich dich die ganze Zeit gesehen. Jetzt bist du zwei Wochen nicht bei dir und ich kann dich nicht mal sehen. Wie soll ich das aushalten?“ „Denkst du, mir geht’s besser?“ „Du könntest doch einfach heimlich-” „Nein, das vergisst du mal ganz schnell wieder! Wir machen es nur schlimmer“ „Dann darf ich dich aber jeden Tag anrufen. So oft, wie ich will“ „Darfst du“ „Ich muss jetzt noch einmal los“, meinte er und setzte sich auf. „Wohin“ „Dir ne neue Handynummer besorgen. Ich hab kein gutes Gefühl, wegen dem anderen Spacko...“ Ich nickte und ging in mein Zimmer. Dort suchte ich den ganzen Papierkram von meinem Handyvertrag. Das gab ich dann mit meinem Handy zusammen meinem Freund. Allerdings nicht, ohne davor die Nachricht von Yuna zu löschen. „Okay, ich bin gleich wieder da. Du fängst einfach schonmal an, deine Sachen zu packen“, schlug er vor. „Aber was, wenn ich nicht zu ihnen darf?“, fragte ich unsicher. Jimin lachte: „Glaub mir, dass ist das kleinste Problem! Schwerer wird’s, dich wieder von ihnen weg zu bekommen“ Ich lachte auch, küsste meinen Freund und ging dann wieder in mein Zimmer, um einen Koffer zu holen. Nachdem ich gefühlt meinen halben Kleiderschrank leergeräumt hatte, ging ich noch rüber in Jimins Zimmer und nahm mir fünf seiner Pullis in unterschiedlichen Farben. Als ich gerade wieder zurück wollte, fiel mir sein Parfüm auf, das in seinem Regal stand. Ich griff danach und setzte meinen Weg fort.
    Ich hatte alles, außer mein Make-Up und sonstige Gesichtspflegeprodukte, eingepackt und lag, an die Decke starrend, in meinem Bett. Ich musste mir wirklich überlegen, wie ich das mit Siwon Jimin nur sagen sollte. Ich hatte so unendlich große Angst davor. Was wäre, wenn er es erfahren würde, wenn er in Japan ist? Wie würde er reagieren? Er hatte ihn bewusstlos geschlagen, als er mich geküsst hatte, also was wird er machen, wenn ich ihm sag, dass er mit mir geschlafen hat und mir davor höchstwahrscheinlich noch was in den Cocktail geschüttet hat? „JIMINSSI!“, hörte ich Jk auf dem Gang rufen. Ich seufzte und schrie dann zurück: „KOMM HIER RÜBER“ Er machte die Tür auf und fragt mich verwundert: „Wo hast na Jimin gelassen?“ „Der holt mir ne neue Handynummer. Warum?“ „Yoongi wollte mit ihm reden, weil er dir nicht glau- ...weil er mit ihm reden wollte“ „Was glaubt mir Yoongi nicht?“ „Nichts“ Ich zog eine Augenbraue hoch und wiederholte: „Was glaubt Yoongi mir nicht? Ich bin nicht dumm, Jeon Jungkook!“ „Vergiss es einfach. Was habt ihr so gemacht?“, versuchte er das Thema zu wechseln. Aber ich stand auf und ging an ihm vorbei nach unten, wo ich genervt wissen wollte: „MIN YOONGI, WAS GLAUBST DU MIR NICHT?“ „SAG MAL JUNGKOOK, WAS KANNST DU EIGENTLICH? JIMIN WOLLTE ICH SPRECHEN, NICHT DIE!“, brüllte der Rapper zurück. Ich ließ mich auf die Couch fallen und erklärte: „Jimin ist aber nicht hier. Also, was ist das Problemchen?“ „Das du mir keine Märchen erzählen kannst“, antwortete er. Ich bekam etwas Angst, ließ es mir aber nicht anmerken. „(D/n), was war wirklich im Club los?“, fragte er mich ernst. Ich nahm all meine Schauspielkunst zusammen und sah ihn verwirrt an: „Hab ich doch schon erklärt. Ich-” „Okay, Jimin glaubt dir das vielleicht, aber ich nicht! Was war und jetzt sag endlich die verdammte Wahrheit. Jetzt ist Jimin ja auch nicht da...“ Sie sahen mich alle mit großen Augen an und hinter mir hörte ich Kook wieder die Treppe runter kommen. Ich wurde etwas nervös, ließ mir das aber nicht anmerken und log: „Das ist die Wahrheit“ „Okay, aber warum bist du dann so angespannt?“, hackte Jin nach. Ich verschränkte die Arme und widersprach: „Bin ich überhaupt nicht!“ Tae bot an: „Wir sagen Jimin auch nichts, wenn du‘s nicht willst“ Kurz spielte ich mit dem Gedanken, es ihnen wirklich zu sagen, entschied mich dann aber doch dagegen. Ich kann es ja nicht jedem außer ihm sagen. „Ich hab nicht gelogen! Glaubt mir“ Sie sahen mich immer noch kritisch an und Joonie bat mir an: „Okay, sag jetzt einfach nur, ob du gelogen hast, oder nicht. Wir werden Jimin nichts sagen und du musst auch nicht die Wahrheit sagen“ „Ihr nervt mich! Aber... vielleicht hab ich alles ein ganz ganz ganz ganz kleines bisschen... umgewandelt. Aber nur damit Jimin nicht... er hätte... überreagiert. Aber ich hab fast die Wahrheit gesagt!“, gab ich zu, aber selbst das war nicht die Wahrheit. Ich hatte das nicht ein bisschen umgewandelt, ich hatte einfach ne komplett neue Geschichte erfunden an der nichts mit der Wirklichkeit übereinstimmte. Aber das konnte ich ja schlecht so sagen. Da mich immer noch alle sechs anstarrten; sah ich auf den Boden. Der Maknae drehte meinen Kopf so, dass ich ihm in die Augen sehen musste und fragte dann: „Okay, und jetzt sag mal, was du alles ein ganz kleines bisschen umgewandelt hast“ „Ihr habt aber-”, wollte ich mich beschweren, dass sie es nicht dabei beließen, aber Yoongi unterbrach mich: „Vergiss, was Namjoon gesagt hat. Erzähl jetzt einfach die Geschichte ohne die kleinen Umwandlungen“ Ich schwieg. „Sonst erzählen wir deinem Freund, dass du gelogen hast!“, drohte Hobi. „Ihr habt versprochen, dass ihr ihm nichts sagt!“, erinnerte ich sie. Tae widersprach mir: „Joon Hyung hat das versprochen, wir fünf haben gar nichts versprochen“ „Na gut...“

    Weil ich gemein bin, hör ich einfach wieder an na spannenden Stelle auf 😂
    Bis morgeeeeen👋

    51
    51. Kapitel

    Ich atmete tief durch und fragte: „Und was genau wollt ihr wissen?“ „Alles“, antworteten sie gleichzeitig. „Okay, dann versprecht jetzt alle mal, dass ihr Jimin nichts sagt!“, verlangte ich. Sie nickten und sahen mich gespannt an. „Also... es gab keinen DJ, der mein Handy hatte, es gab keine gratis Drinks und ich hab auch bei keiner Sunmi geschlafen“, fing ich an. Jin unterbrach mich: „Also war nichts von dem, was du gesagt hast, wahr?“ Ich nickte langsam. „Ich sag nur ein einziges Wort, mehr nicht, verstanden?“, meinte ich, da ich einfach nicht alles erzählen wollte. „Solange das Wort auch wirklich was mit der Sache zu tun hat, lass hören“, stimmte Jk zu. „Siwon“, nuschelte ich sehr leise, in der Hoffnung, sie würden es nicht verstehen. Aber sie hatten es alle verstanden, standen auf und fragten wütend: „WAS HAT ER GEMACHT?“ „Ein Wort“, erinnerte ich sie. „Okay, wenn du‘s nicht Jimin sagst... Handy her, wir rufen ihn an!“, verlangte Tae. „Jungs, mein Handy ist bei Jimin!“, wiederholte ich. „Dann sag die Nummer...“, drängelte Yoongi. Ich runzelte die Stirn: „Seh ich so aus, als wüsste ich die auswendig. Und außerdem hat Jimin die Nummer komplett gelöscht“ „Okay, dann hol deinen Laptop. Wir wissen nämlich, dass der mit deinem Handy gekoppelt ist. Und dann rufen wir halt seine große Schwester an, mir egal“, meinte Hobi. Da ich nicht aufstand, rann Jk hoch und kam eine Minute mit meinem Laptop unterm Arm wieder runter. Nachdem ich ihn entsperrt hatte, scrollten sie durch meine Kontakte und tippten Yumis Nummer in Taes Handy, dass sie davor natürlich auf Anonyme Anrufe gestellt hatten.
    Yumi: „Hallo?“
    Taehyung: „Hallo. Ist Siwon bei dir?“
    Yumi: „Ehm, wer bist du?“
    Yoongi: „Das ist uninteressant. Weißt du, wo Siwon ist?“
    Yumi: „Ja, bei sich zu Hause“
    Seokjin: „Okay, dann sag die Nummer“
    Yumi: „Hat mein Bruder Schulden bei euch?“
    Hoseok: „Schlimmer. Also rück lieber schnell seine Nummer raus!“
    Yumi: „Okay... **** ******“
    Namjoon: „Danke und einen wunderschönen Samstag noch“

    Tae legte schnell wieder auf und Jk rief Siwon an, dessen Nummer er schon mitgeschrieben hatte. Er hob leider auch ab.
    Siwon: „Hallo?“
    Taehyung: „WAS IST DEIN PROBLEM?“
    Siwon: „Wer bist du?“
    Namjoon: „Erinnerst du dich noch an (D/n)?“
    Siwon: „Ah, Ich spreche hier mit BTS“
    Seokjin: „Korrekt! Was hast du mit (D/n) gemacht?“
    Siwon: „Frag sie doch“
    Yoongi: „Er hat aber dich gefragt, also antworte jetzt!“
    Siwon: „Sie hat euch also nichts gesagt, aber ihr beschuldigt direkt wieder mich?“
    Taehyung: „Sie hat genug gesagt“
    Siwon: „Und wo ist eigentlich Jimin?“
    Namjoon: „... unterwegs“
    Siwon: „Und (D/n)?“
    (D/n): „Hier“
    Siwon: „Du hast es ihm noch nicht gesagt, stimmt’s“
    (D/n): „Doch, er weiß Bescheid“
    Siwon: „Und, bringt er mich jetzt um?“
    (D/n): „Gut möglich, dass er das macht“
    Jungkook: „Was hast du gemacht, Siwon?“
    Siwon: „Sie hat ihren Drink stehen lassen und ich hab da dann wohl aus Versehen einen kleinen Tropfen Zaubermittelchen reingeschüttet. Als es ihr schlecht ging, hab ich sie dann nur mit zu mir nach Hause genommen. Den Rest könnt ihr euch selbst zusammenreimen“

    Ich begann zu wieder zu weinen. Alle sahen mich an und Hobi, der neben mir saß, umarmte mich.
    Yoongi: „Verlass dich drauf, dass er dich umbringt“
    Jungkook: „Und wenn er‘s nicht tut, machen wir‘s!“
    Jimin: „Was macht ihr?“

    Jimin stand im Flur und sah verwundert zu uns. Jk legte schnell auf und ich drehte mich weg, damit er nicht sehen konnte, dass ich weinte. „Hi Jimin“, sagten alle sechs gleichzeitig. Er fragte skeptisch: „Was ist los? Ach, Hobi, bitte fas meine Freundin nicht an, Okay?“ Hobi ließ mich los und ich versuchte, mir unbemerkt meine Tränen wegzuwischen. „Es ist ehm alles in bester Ordnung“, stammelte Jin. „Mit wem habt ihr telefoniert?“ „Wir haben nicht telefoniert“, log Tae. Er kam auf uns zu und als er meine roten Augen bemerkte wollte er wissen: „Warum hast du geweint?“ „Hab ich nicht. Ich hab nur ziemlich scharfes Buldak gegessen“, widersprach ich ihm. Er sah uns immer noch skeptisch an und meinte dann: „Ich bin nicht dumm, Leute! Was. Ist. Passiert?“ Da alle meine Mitbewohner zu mir sahen, tat Jimin es ihnen gleich. „(D/n)? Was ist? Bitte sag‘s mir einfach“ „I-I-ich kann nicht...“, stotterte ich. Er nickte, drehte sich um und rannte die Treppe hoch. „Jimin...“, rief ich ihm hinterher. Ich wollte aufstehen, aber Jin meinte: „Du hast mal gesagt, du bist kein Fangirl, das ihm hinterher rennt“ „JIN!“, maulte ich und setzte meinen Weg nach oben fort. Ich ging den Flur entlang und blieb vor Jimins Zimmer stehen. Man hörte keinen Mucks von drinnen. Ich zögerte kurz, klopfte dann aber. Er reagierte nicht. Ich ging rein und sah Jimin mit ausgestreckten Armen auf seinem Bett liegen. „Geh raus“, befahl er. Aber ich schloss die Tür hinter mir und widersprach: „Nein!“ „Ich will aber nicht mit der reden“ „Hör auf, du bist 25 Jahre alt, keine drei!“ „Was willst du?“ „Dir erklären, warum ich dir das nicht sagen kann“ Er setzte sich auf und sah aus seinem Fenster. Dann fragte er: „(D/n), du bist mir so unendlich wichtig. Aber wie stellst du dir denn vor, dass diese Beziehung funktioniert, wenn wir nach so kurzer Zeit nicht mal mehr miteinander reden können? Das kann so wirklich nichts werden“ „Jimin, nein! Bitte, ich... versuch‘s... Ich will ja auch, aber es ist einfach schwer“ „Dann versuch‘s, ich hör zu“ Ich setzte mich zitternd neben ihn und versuchte dann, alles zu erklären: „Okay... Aber versprich mir erst, dass du nicht ausrastest“ „Ich breche meine Versprechen sehr ungerne, darum mach ich das lieber nicht...“ „Man, das macht‘s nicht gerade leichter... Aber... Es ist... Ich kann das wirklich nicht. Es geht einfach nicht“ „Was um Himmels Willen hast du verbrochen, dass du es den sechs Deppen da unten sagen kannst aber mir, deinem Freund, nicht?“ „Die haben das zu sechst aus mir raus gequetscht. Eigentlich hab ich es ihnen ja nicht mal gesagt“ Er nickte und dachte nach. Dann drehte er sich zu mir, drückte mich nach hinten und hielt mich fest. „Und ich zwinge dich jetzt dazu, es mir zu sagen“, sagte er und sah mir tief in die Augen. „Lass mich bitte los“ Er schüttelte den Kopf. „Du tust mir weh“ „Ich lass dich sofort los, wenn du es mir gesagt hast! Und wenn du nichts sagst, rede ich nicht mehr mit dir“, wiederholte er und drückte mich tiefer in die Matratze. Ich versuchte seine Hände von meinen Schultern wegzureißen, war aber zu schwach. „Jetzt sag schon, ich will dir nicht noch länger weh tun“, bat er mich. Er war einfach wieder ein komplett anderer Mensch. Ich konnte es nicht glauben, aber dieser Mann hatte vorhin noch mit mir gelacht und war die ganze Zeit so süß und jetzt sah er mich so kalt an, dass ich schwören könnte, er hätte nicht die geringsten Gefühle für mich. Ich hatte inzwischen Tränen in den Augen, aber schwieg weiter. Nach ungefähr einer Minute ließ er mich los. „Okay, wenn du mir nichts sagst, frag ich eben die Jungs“, beschloss er und stand auf. Ich wollte ihn aufhalten und rief noch: „Jimin, bitte“, aber er hörte nicht und ging runter. Ich wusste nicht was ich machen sollte. Eigentlich könnte ich es ihm ja auch einfach sagen, aber es ging nicht. Es war wie eine Blockade im Kopf. Ich wusste zwar, dass die Jungs mir versprochen hatten, Jimin nichts zu sagen, aber ich konnte mir gut vorstellen, dass sie dieses Versprechen brechen würden. Ich ging rüber in mein Zimmer und wollte mich vor mein Fenster setzten, stand dann aber doch noch einmal auf, um die Tür abzuschließen. Nur falls Jimin auch auf mich wütend wäre, was ich zu 100% nachvollziehen könnte. Ich dachte noch einmal über alles nach, was Jimin gesagt hatte. Hatte er darüber nachgedacht, mit mir Schluss zu machen, oder wollte er mir nur ein bisschen Druck machen? Und wie sollte das jetzt überhaupt weitergehen, wenn er gleich Bescheid wüsste? Ich wollte es eigentlich gar nicht wissen... Auf einmal klopfte es an der Tür. Ich reagierte nicht. Nach ein paar Sekunde hörte ich Namjoons Stimme: „Sind nur wir, Jimin und Tae sind mit Tannie Gassi“ Da ich immer noch nicht reagierte, sagte Jk: „Wir haben ihm nichts gesagt. Und jetzt mach die Tür auf“ Ich sperrte auf und setzte mich wieder hin. Dann begann Hobi mit einer Predigt: „(D/n), sag es ihm verdammt noch einmal einfach! Er lässt jetzt eh nicht mehr locker! Also red mit ihm, wenn er wieder da ist!“ „Er redet aber nicht mehr mit mir“, sagte ich. „Okay, dann zwingen wir euch eben dazu, miteinander zu sprechen. Tae beruhigt ihn jetzt ein bisschen und dann geht ihr zwei eben die Sachen für heute Abend einkaufen!“, beschloss Jin. Ich wollte gerade protestieren, aber sie gingen schon wieder aus meinem Zimmer. „Ich darf aber nicht mit ihm raus! Hat Bang PD gesagt!“, widersprach ich. „Dann habt ihr offiziell die Erlaubnis Bang PD zu ignorieren, ausnahmsweise!“, rief Joon, dann waren sie wieder unten. Na hervorragend! Ich suchte schonmal einen schwarzen Bucket Hat und einen Mundschutz. Dann ging ich nach unten, was trinken. Jin kam in die Küche und fragte: „Hast du heute schon was gegessen?“ Ich schüttelte den Kopf: „Aber ich hab auch keinen Hunger“ „Wir haben 14 Uhr, du musst mal was essen!“ „Ich ess was, wenn wir wieder da sind“ Dann ging ich ins Wohnzimmer, wo ich mich neben Hobi und Jk setzte, die gerade eine Einkaufsliste schrieben. „Leute, wer soll 20 Tüten Chips essen? Und 35 Tafeln Schokolade?“, fragte ich kritisch. Sie zuckten mit den Schultern und Hobi meinte: „Lieber zu viel als zu wenig“ „Aber noch einmal, wenn uns jemand sieht, dann sind wir komplett am Arsch! Joon, das kann doch nicht dein Ernst sein“, versuchte ich noch einmal, mich irgendwie rauszureden. Er schlug vor: „Okay, dann sperren wir euch eben zusammen ein, bis du‘s ihm gesagt hast, ist mir auch egal“ Ich seufzte, diskutierte aber nicht weiter. Zehn Minuten später kamen die zwei dann auch wieder. Tannie rann direkt in Wohnzimmer und legte sich auf die Couch. „Ah Jimin, du kannst brauchst dich gar nicht ausziehen. Du musst noch für heute Abend einkaufen. Achso, und nehm (D/n) mit“, begrüßte Jin ihn und ging dann nach oben. Jk kam auf ihn zu, reichte ihm eine Maske und meinte dann nur: „Tschüss, bis später“ Tae zog seine Schuhe aus und setzte sich dann neben seinen Hund. Hobi schubste mich vom Sofa und winkte: „Tschüss, bis dann!“ Ich verdrehte die Augen und zog mir meine Schuhe an. Jimin hielt mir die Tür auf und folgte mir dann zum Auto. Wir schwiegen erst einige Minuten, dann räusperte Jimin sich aber und fragte: „Hab ich dir weh getan?“ „Geht schon“, antwortete ich knapp. „Wollte ich nicht...“, entschuldigte er sich. Einige Minuten später hielt er an einer roten Ampel und sah mich an: „Kannst du nicht wenigstens sagen, um was es geht?“ „Um... letzte Nacht“ „Doch was mit dem DJ, ich wusste es!“, regte er sich auf. Ich stellte schnell klar: „Kein DJ! Und jetzt schau auf den Verkehr, es ist grün!“ Er fuhr weiter und hielt vor einem Supermarkt. Nachdem wir uns unsere Masken aufgesetzt hatten und uns noch einmal umgeschaut hatten, steigen wir aus und liefen möglichst unauffällig rein. „Okay, wir teilen uns auf, das geht schneller und sicherer, falls mich jemand erkennt“, beschloss Jimin und zählte dann auf, was ich alles holen sollte. Er selbst ging dann in eine andere Ecke des großen Ladens. Als ich vor dem Gummibärchenregal stand, schielte ich zu meinem Freund. Er packte gerade Sprite in den Einkaufswagen. Als ich mich wieder wegdrehen wollte, fiel mir ein Mann auf, der nicht weit von ihm entfernt stand: Siwon.

    Ja, ich liebe diese Cuts. Morgen, um 15 Uhr geht’s weiter😁

    52
    52. Kapitel

    Das gibt’s doch gar nicht! Kann man mehr Pech haben? Es sah nicht so aus, als hätte einer von beiden den Anderen bemerkt. Da Siwon sich gerade einem Regal zuwandte, nutze ich diese Chance und rann schnell zu Jimin. Ich nahm seine Hand und zog ihn den Gang nach hinten. Er sah mich verwirrt an: „Was ist los?“ „Sag einfach kein Wort und dreh dich nicht um! Bitte!“, flehte ich ihn an. „Du zitterst“, fiel ihm auf. „Ich sagte, du sollst leise sein“, flüsterte ich. „Warum?“, fragte er in normaler Lautstärke und sah mich mit gerunzelter Stirn an. Ich antwortete nicht mehr und versuchte trotz meiner Angst ruhig weiter zu atmen. „ARMYs? Bang PD? Wer ist da?“, fragte er, diesmal aber auch leise. Ich schüttelte nur leicht den Kopf. Er wollte sich umdrehen, aber ich griff schnell nach seiner zweiten Hand und bat ihn noch einmal: „Bleib hier stehen! Bitte!“ Er sah die Panik in meinen Augen und blieb ruhig stehen. „Alles gut...“, flüsterte er nur und versuchte, mich zu beruhigen. Drei Minuten später, die sich aber wie Stunden angefühlt hatten, dachte ich, wir könnten wieder gehen, aber da wurde Jimin seine Kapuze runter gezogenen und jemand legte den Arm um ihn. „Hi Kumpel, ich hätte dich fast übersehen“, begrüßt Siwon ihn grinsend. Doch dieser lachte nur: „Willst du noch einmal gegen mich verlieren, oder was? Verpiss dich einfach, verstanden?“ Der andere klopfte ihm auf die Schulter und meinte: „Also, in meinen Augen sind wir quitt, ich wollte dir nur noch einmal die Chance geben, dich zu rächen“ „Für was?“ „Ach, es stört dich gar nicht, wenn andere Männer mit deiner Freundin schlafen? Merk ich mir“ Jimins Grinsen verschwand, dafür bildete sich jetzt ein breites auf Siwons Gesicht. „WAS?“, schrie Jimin etwas zu laut, denn dann hörte man im Gang neben uns ein Mädchen kreischen: „PARK JIMIN?“ Das führte dazu, dass ungefähr 15 weiter Kunden aufsahen. Wir sahen uns alle drei kurz an und dann geschah etwas sehr unerwartetes. Siwon riss mich von Jimin weg und zog mich ein paar Gänge weiter. „Fass mich nicht an!“, fauchte ich. „Soll ich dich lieber bei ihm stehen lassen, damit die Presse kommt?“, fragte er. „Jetzt tu doch nicht so, als würdest du helfen wollen!“ „Mach ich gerade aber. Ich hab andere Pläne, wie ihr eure Beziehung veröffentlicht müsst damit ihr beide gehatet werdet“ „Lass mich jetzt los!“ „Nein!“ „Doch!“ „Sei leise!“ „Was wenn nicht?“ „Dann küss ich dich!“ Ich sagte kein Wort mehr und drehte mich weg. „Wo hast du dein Handy?“, fragte er mich nach ein paar Minuten. „Zu Hause, warum?“ „Weil er, glaub ich, ein paar Bodyguards braucht, die ihn hier rausholen“ „Da kannst du ihm ja helfen. Musst nur ein paar Mädels zur Seite schubsen, das kannst du ja gut“ „Das mach ich mit Sicherheit nicht!“ „Hab ich dir eigentlich schon mal gesagt, sie sehr ich dich hasse?“ Er lachte: „Hat sich letzte Nacht aber anders angehört...“ „Halt die Fresse!“ Er packte mich am Arm und zog mich aus dem Laden in sein Auto. „Lass mich sofort gehen“, sagte ich so laut wie ich konnte, aber aufgrund meiner Angst, die ich immer noch hatte, hörte man das kaum. Nachdem er mich angeschnallt hatte und auf die Andere Seite ging, stieg ich schnell wieder aus und rann zurück in den Laden. Dort hatte sich um Jimin eine große Ansammlung von ARMYs gebildet, die alle rum kreischten. Siwon war nur noch wenige Meter von mir entfernt. Ich schaute mich panisch um und bemerkte dann ein Toilettenschild, auf welches ich dann zu rannte. Es war niemand drinnen. Ich ging schnell in die erste Kabine und wollte zusperren, aber Siwon war schon da und hielt die Tür auf. „Du hast es damit nur noch schlimmer gemacht!“, sagte er und grinste mich an. Er riss die Tür auf und kam rein. Da es so eng war, konnte ich nur einen Schritt zurück und stieß dann schon an der Wand an. „Komm keinen Schritt näher“, warnte ich ihn. „Was wenn doch? Dir kann niemand helfen. Jimin ist mit Fans beschäftigt und alle anderen sind nicht hier“ Ich begann zu weinen. Da er auf mich zukam, schrie ich: „HILFE!“, dann küsste er mich aber schon. Ich tritt gegen seine Schienbeine aber er ging nicht von mir weg. Stattdessen spürte ich, dass er mir meine Hose auf machte und runterzog. „Siwon! Lass mich sofort gehen!“, befahl ich. Er lachte gehässig und fragte: „Was willst du dagegen machen?“ „Ich kann jetzt nicht viel machen, aber Jimin, wenn ich ihm das sage!“ „Wenn er überhaupt noch was mit dir zu tun haben will. Du hast versucht ihm etwas sehr wichtiges zu verheimlichen. Wer weiß, ob er das einfach vergessen kann“ „Was ist eigentlich dein Ziel?“ „Hast du‘s schon vergessen? Ich hab ihm versprochen, sein Leben zu zerstören. Das mach ich! Ich trenne euch“ „Das schaffst du nicht! Niemals!“ Er schüttelte den Kopf und attackierte dann wieder meine Lippen. Aber dann riss jemand die Tür auf, kam reingerannt und zog Siwon von mir weg. Ich ließ mich immer noch weinend auf den Boden fallen. Dann sah ich auf und: „Jimin?“ Doch er reagierte nicht, sondernd drückte Siwon gegen eine Wand und fauchte wütend: „Du fasst sie nie wieder an, verstanden?“ Der Andere versuchte sich loszureißen, aber schaffte es nicht. „Ich zeig dich an! Die Mädels von Blackpink haben deinetwegen große Probleme. Aber jetzt hab ich Beweise, dass du es von Anfang an warst!“ Er zog ihn zu der Hintertür, durch die er auch rein gekommen war. Dort sprach er mit irgendeinem Mann, dann fiel die schwere Tür wieder zu. Ich zuckte zusammen und wusste nicht was ich machen sollte. Jetzt war ich alleine. Aber... ich war es doch nicht. Schritte kamen auf mich zu und jemand setzte sich neben mich. Als ich meine Kopf drehte, sah ich in Jimins traurige Augen. „Du bist hier?“, fragte ich. Er zog mich an sich und flüsterte: „Natürlich bin ich hier. Ich hab gesehen, dass du hier reingerannt bist und er dir gefolgt ist...“ Nachdem ich mich wieder etwas beruhigt hatte, fragte er: „Warum hast du mir das nicht gesagt? Ich hätte dir geholfen!“ „Ich hatte Angst...“ „Du sollst aber keine Angst haben, mir was zu sagen! Du kannst mit mir über alles reden, Okay?“ Ich nickte. Da klingelte sein Handy. „Das ist Tae“, sagte er und ging ran.
    Jimin: „Hi“
    Taehyung: „Alles gut bei euch?“
    Jimin: „Nein, aber ja“
    Hoseok: „Bitte sprech nicht in Rätseln“
    Jimin: „Wir haben Siwon getroffen...“
    Namjoon: „Wow, was ein Zufall... Was hast du mit ihm gemacht?“
    Jimin: „Meinen Bodyguards mitgegeben und die bringen ihn zur Polizei“
    Jungkook: „Echt jetzt?“
    Jimin: „Er wollte es noch einmal machen. Ich zeig den Typen einfach an, dann hat Blackpink auch keine Probleme mehr...“
    Seokjin: „Und wo ist (D/n)?“
    Jimin: „Bei mir. Wir sind in na halben Stunden zu Hause“

    Er legte auf und packte sein Handy weg. Dann half er mir auf die Beine und zog mir meine Hose wieder hoch. „Ich verspreche dir, dass dich nie wieder jemand gegen deinen Willen so anfassen wird! Und wenn doch, kommt er damit nicht so lange ungestraft davon wie Siwon“ Ich lächelte leicht und nahm dann seine Hand. Er führte mich durch die Hintertür auf den Parkplatz, aufs Auto zu. Als ich drinnen saß, beschloss Jimin: „Ich hol noch kurz die Sachen. Du wartest hier. Ach und... ich hab noch was gefunden“ Er drehte sich hinter zum Rücksitz und gab mir eine weiße Tüte. Ich schaute rein und als ich sah, was es war, gab ich sie ihm schnell zurück. „Jimin, ich will mich wirklich nicht bis an mein Lebensende verschulden!“, sagte ich. Aber er widersprach mir schnell: „Was heißt denn verschulden. Niemand verschuldet sich hier. Das nennt man auch Geschenk. Und ich brings nicht zurück, der Sprit ist mir zu teuer. Und selber verwenden darf ich‘s nicht“ Dann gab er mir die Tüte lachend zurück. „Aber ich fühle mich verschuldet, weil ich kein Geld hab um dir so teure Geschenk zu kaufen“ „Ich hab doch schon das schönste Geschenk dieser Welt. Dich“ „Aber-” „Jetzt nimm’s einfach“ „... Danke!“ Er stieg wieder aus und ging in den Laden. Ich holte aus der Tüte die Schachtel von dem Geschenk, dass Jimin mir gekauft hatte: Ein iPhone 12 Pro Max. Wie unnötig kann man sein Geld eigentlich ausgeben? Mein altes Handy hatte zwar einen großen Sprung, aber es ging noch einwandfrei. Da wäre ein neues wirklich nicht nötig gewesen und erst recht nicht das aller neuste iPhone. Da hätte es ein Samsung S4 Mini auch getan. Aber gut... Ich packte es wieder ein, da ich es mit meinem Talent bestimmt direkt kaputt gemacht hätte und wartete, bis Jimin wieder kam.

    15 Minuten später lud er die Sachen dann auch schon in den Kofferraum und ließ sich auf den Sitz fallen. „Was? Wir haben schon halb drei?“, fiel ihm auf, als er auf sein Handy sah. Ich nickte: „Sieht danach aus...“ „Hast du schon gepackt?“ „Ja“ „Okay... ich bring dich jetzt heim, damit du dein neues Handy zum laufen bringen kannst. Ich fahr dann noch schnell zur Polizei und schau, was mit Siwon ist“ „Soll ich nicht mit?“ „Ne, lieber nicht...“ „Okay“ Er fuhr los und ich schaute nach draußen. Es war zwar eiskalt aber die Sonne schien ein bisschen. Eigentlich richtig schönes Wetter. Als wir mitten in der Stadt im Stau standen, fiel mir eine Gruppe von zwölf Männern auf. „OH MEIN GOTT! KNEIF MICH!“, schrie ich. Jimin sah verwirrt zu mir und fragte: „Was ist?“ „DA LÄUFT EXO!“ Er lachte: „Wenn wir da schnell hingehen und sagen, du bist meine Cousine, dann darfst du bestimmt ein Foto mit denen machen“ Ich sah ihn mit großen Augen an und nickte, von der Idee begeistert. Er schüttelte den Kopf, hielt dann aber auf dem nächsten Parkplatz am Straßenrand. Wir stiegen aus und Jimin bat mich noch: „Bitte bekomm keinen Anfall, Okay?“ Ich nickte und atmete tief durch. Dann liefen wir schnellen Schrittes auf sie zu. Sehun ließ seinen Kaffeebecher fallen und rief: „Leute, da ist Jimin von BTS!“ Die elf anderen Mitglieder sahen sich sofort um und machten große Augen, als sie Jimin erblickten. Nachdem wir sie begrüßt hatten, fragte mein Freund: „Ehm, meine Cousine ist ein großer Fan von euch. Darf sie ein Foto mit euch machen?“ Sie nickten und Chen fragte dann: „Wir sind ein großer Fam von dir, dürfen wir dann auch ein Foto machen?“ Jimin nickte lachend. Nachdem wir dann Bilder gemacht hatten und uns gerade verabschieden wollten, meinte Tao noch: „Hübsche Cousine hast du übrigens“ „Mhm, da hast du recht...“, stimmt Jimin zu und schubste mich unbemerkt ein paar Zentimeter nach hinten, warum ich mir ein Lachen verkneifen musste. Wir verabschiedeten uns und gingen wieder zum Auto. Als wir beide drin saßen, laberte Jimin los: „Ich wusste gar nicht, dass die BTS Fans sind. Hast schon Glück, mit nem Idol zusammen zu sein, sonst hättest du jetzt bestimmt kein Bild. Aber was hat, Ich weiß nicht wie der heißt, sich eigentlich erlaubt?“ „Er heißt Tao. Und er hätte das bestimmt nicht gemacht, wenn er gewusst hätte, dass ich nicht deine Cousine sondern deine Freundin bin“, beruhigte ich ihn. „Das hoff ich mal für ihn...“

    Zwanzig Minuten später hielt Jimin vorm Dorm. Ich nahm schnell die Tüte mit meinem Handy, stieg aus und rief dann noch: „Aber schlag ihn bitte nicht“ „Wenn er anständig ist, bin ich das auch. Ansonsten kann ich für nichts garantieren...“ „Denk dran, morgen musst du nach Japan fliegen! Bang PD wird nicht begeistert sein, wenn du dich wieder geschlagen hast“ „Jaja“ Er fuhr weiter und ich klingelte. Die Jungs machten auf und waren überrascht, als sie nur mich, ohne Jimin sahen. Ich ging an ihnen vorbei nach innen, zog mir meine Schuhe aus und legte mich strahlend aufs Sofa. „Lass mich raten... Du bist verlobt?“, fragte Jk. Die Anderen sahen ihn verwirrt an. Ich antwortete: „Nein, aber ich habe EXO getroffen! Wir haben mit ihnen gesprochen! Und sie sind BTS Fans. Und sie sind total nett! Und-” „Okay Okay, wir haben’s verstanden, du findest die ganz toll. Aber sag das lieber nicht, wenn Jimin in der Nähe ist“, unterbrach Yoongi mich. „Wo ist der eigentlich?“, fragte Joon. „Wer?“, fragte ich. „Jimin! Dein Freund! 1,74 Meter groß, 25 Jahre alt, erinnerst du dich?“, verarschte Tae mich. Ich verdrehte die Augen: „Der ist bei der Polizei, wegen Siwon. Ich durfte aber nicht mit“ „Ich hab’s doch gesagt! Der zögert das Packen so lange raus, damit er morgen sagen kann, er kann nicht mitfliegen!“, meinte Hobi. Ich sah sie mit gerunzelter Stirn an. Jin erklärte: „Der will bestimmt hier bleiben. Und darum packt er einfach nicht und sagt dann morgen, dass er ‚leider‘ doch hier bleiben muss“ „Naja, dann wird das mit seinem Plan aber doch nichts. Ich pack sein Zeug schnell“, beschloss ich und ging nach oben.
    Als ich eine halbe Stunde später dann fertig war, war sein Kleiderschrank zwar fast leer, dafür aber zwei Koffer voll. Ich ging wieder nach unten, wo Jk, Tae, Tannie und Yoongi auf der Couch lagen. „Ich brauch auch ne Freundin, die mir meinen Koffer packt“, meinte Jk, als er mich bemerkte. Ich hob den kleinen Hund hoch, ignoriere den Maknae und fragte: „Taeeeeee, darf ich Tannie mitnehmen zu den Mädels?“ „Ich würde nein sagen, weil mir der Hund leid tut, wenn er zwei Wochen lang nur verrückte Frauen um sich rum hat, aber mich würde er nerven, darum ja“, genehmigte er. Ich lächelte begeistert und ging dann mit Yeontan auf dem Arm hoch in mein Zimmer. Von dort holte ich mein neues und altes Handy und ging wieder runter. „Was ist das?“, fragte Yoongi. „Das sind zwei Handys“, erklärte ich und setzte mich hin. „Woher hast du denn das Geld dir ein iPhone 12 zu kaufen, wenn man fragen darf? Bank Überfall oder was?“, fragte Hobi, als er aus der Küche kam. „Ich kann’s mir wirklich nicht leisten, aber mein Freund muss sein Geld ja so unnötig ausgeben...“, erklärte ich. Sie lachten und nickten verstehend. Ich schaltete mein neues Handy an und ließ alles übertragen, was ja, wie gewöhnlich, mehrere Stunden dauert. Dafür legte ich sie einfach in die Küche und ging zurück ins Wohnzimmer. „Stört‘s jemanden, wenn ich ein K-Drama schau?“, fragte ich in die Runde. Alle Anwesenden sagten gleichzeitig: „JA!“ „Okay, damit müsst ihr jetzt aber leben“, meinte ich und suchte, Crash Landing on You‘ auf Netflix. „Müssen wir uns jetzt wirklich eine Staffel super kitschige Romanze geben?“, fragte Yoongi mich genervt. Ich nickte: „Ja, müsst ihr“ Nach einer Folge machte ich auf Pause. Es war schon ziemlich viel Zeit vergangen und Jimin war immer noch nicht hier. Ich griff nach dem Handy vom schlafenden Yoongi und hielt es ihm vors Gesicht, so dass es sich entsperrte. Dann rief ich Jimin an.
    Jimin: „Ja?“
    (D/n): „Alles gut bei dir?“
    Jimin: „Ach du bist‘s. Ja, alles okay“
    (D/n): „Wann kommst du?“
    Jimin: „Ich hab gerade noch die vier Mädels angerufen, die sollen noch kommen. Aber ich bin bald fertig“
    (D/n): „Okay...“
    Jimin: „Bis dann“
    (D/n): „Mhm“

    Ich legte sein Handy wieder weg und wusste nicht so richtig was ich machen sollte. Jk ging es scheinbar ähnlich wie mir, denn er fragte: „Mir ist langweilig, will jemand Overwatch spielen?“ Tae, Jin und ich nickten hastig und gingen nach oben, in sein Zimmer. Da ich in diesem Spiel noch nie gut war, sah ich den dreien zu, was aber sehr unterhaltsam war. Als ich dann aber auf die Uhr sah und es schon halb fünf war, fragte ich: „Kann mir jemand bitte mal sein Handy leihen? Ich will Jimin anrufen“ Weiterhin voll aufs Spiel konzentriert entsperrte Jin sein Handy und gab es mir. Da er seine sechs Kumpel allerdings nicht mit den richtigen Namen, sondern Insidern wie: Bananamilk und Gucciboy eingespeichert hatte, fragte ich: „Wie hast du ihn eingespeichert?“ „Jamless” Ich runzelte irritiert die Stirn, sagte aber nichts dazu. Ich rief an, aber Jimin ging nicht ran. Ich gab ihm sein Handy zurück und ging dann runter. „NAMJOON!”, rief ich. Er saß auf der Couch und schaute zu mir. „Jimin ist seit ein und halb Stunden bei der Polizei und geht nicht mehr an sein Handy. Ist das normal?“, fragte ich. Er zuckte nur mit den Schultern: „Wahrscheinlich” Dann wendete er sich wieder seinem Laptop zu. Ich seufzte und schaute dann, ob ich mein Handy wieder nutzen konnte. Und tatsächlich, es war schon fertig. Schnell rief ich Lisa an.
    Lisa: „Hallo? Wer ist da?”
    (D/n): „(D/n), Ich hab ne neue Nummer. Bist du bei Jimin?”
    Lisa: „Wir waren bis vor na halben Stunde mit Jimin bei der Polizei. Aber er ist auch schon los gefahren. Ist er noch nicht zurück?”
    (D/n): „Nein... Und er geht auch nicht an sein Handy...”
    Lisa: „Hmm... Vielleicht-“
    (D/n): „Warte, ich glaub er ist da”
    Lisa: „Okay, dann bis später”
    (D/n): „Ja, bis gleich”

    Ich legte auf und ging dann zur Tür. Jimin erschrack, als ich ihn umarmte und küsste. Dann sagte er lächelnd: „An so ne Begrüßung könnte ich mich gewöhnen” „Wo warst du? Ich hab mir Sorgen gemacht” Er hielt eine Tüte hoch: „Ich hab Power-banks gekauft, für den Flug morgen“ Ich verdrehte die Augen und aus dem Wohnzimmer hörte man Joon lachen: „Ich hab doch gesagt, dass alles gut ist“ Wir gingen wieder zu den Anderen, wo Jimin erstmal jedem eine Power-Bank gab. Ich setzte mich hin und wollte gerade etwas sagen, da bekam ich eine Benachrichtigung auf mein Handy. Ich sah sofort drauf und schrie: „Juhu, mein LieblingsYouTuber hat was hochgeladen!“ „Und der wäre?“, wollte Jimin wissen. „Luca. Achso, er ist Deutscher“, fiel mir ein und ich sah das Video an. Tae, der mit Jin und Jk inzwischen auch wieder unten war, verschränkte die Arme und fragte: „Bin ich der Einzige, der nur Bahnhof versteht?“ „Nein“, sagten alle gleichzeitig.
    Als das Video zu Ende war, scrollte ich durch mein Empfehlungen. Dann fiel mir ein Video auf. „Was hat man denn unter ‚BTS FIRE, Boy In Luv and DOPE cute version‘ zu verstehen?“, fragte ich meine Mitbewohner. Sie rissen die Augen auf Yoongi sagte schnell: „Das heißt übersetzt soviel wie: Auf keinen Fall anschauen!“ Ich lachte und klickte drauf. Alle sieben schreien noch: „NEIN“, aber das ignorierte ich. „Ah, gar nicht gut...“, meinte Jin. Als ich das Video fertig geschaut hatte bekam ich den Lachanfall meines Lebens. Dann scrollte ich etwas in den Kommentaren und las vor: „Suga, deine Fans wollen wissen, wie die dich überredet haben, da mitzumachen?“ „Das weiß ich nicht...“, antwortete er. „Namjoon, kann es sein, dass du das bereust?“, las ich weiter in den Kommentaren. Er nickte. Ich legte mein Handy weg und fragte: „Jetzt aber ernsthaft. Wie kommt ihr auf sowas?“ „Das passiert, wenn wir um 3 Uhr Nacht unsere Performance planen und alle Vorschläge umsetzten wollen. Nein, keine Ahnung, wer diese Idee hatte“, antwortete Hobi mir. Ich lachte und Jimin lenkte schnell von Thema ab: „(D/n), wir müssen noch einmal kurz sprechen, bevor die Anderen kommen. Ich nickte und wir gingen nach oben, in sein Zimmer. „Wegen Siwon. Aber, wenn du‘s nicht hören willst, ist das auch okay...“, fing er an. Ich schüttelte den Kopf: „Ne, erzähl“ Er räusperte sich und erzählte dann: „Du warst nicht die Erste, dachte ich mir aber schon fast. Er hatte bis jetzt noch nicht die Chance, so weit, wie bei dir, zu gehen, und ist darum immer mit Verwarnungen davon gekommen. Ich weiß eigentlich eh schon, dass ich das machen werde, wollte aber noch einmal mit dir drüber sprechen. Blackpink hat noch Probleme mit YG und der mit der Polizei. Wenn wir Siwon anzeigen, sind die ihre Probleme los und wir ihn. Die Strafe dafür ist nämlich Freiheitsstrafe. Mindestens zwei Jahre“ Ich riss die Augen auf: „Was? Mindestens zwei Jahre Knast?“ Er nickte. „Und du willst ihn anzeigen?“, fragte ich. „Ja. Und wie gesagt, ich wollte mit dir mal drüber gesprochen habe, aber umstimmen kannst du mich nicht“ „Ja... Ich versteh dich schon, aber zwei Jahre... das ist schon lang“ „Dann hoffen wir mal, dass das genug Zeit für ihn ist, um sein Leben zu überdenken...“ „Und wann machst du das?“ „Erst wenn wir wieder zurück sind. Und darum bitte ich dich, und das ist wirklich mein voller Ernst, bleib bei den Mädels im Dorm. Ich bin in Tokio, da kann ich dir nicht helfen. Also bleib einfach im Dorm! Verstanden?“ Ich nickte hastig. Er seufzte: „Ich finde die Idee, dich hier zwei Wochen alleine zu lassen, ja gar nicht gut...“ „Ich bin nicht alleine“ „Auf die vier verlass ich mich da gar nicht“ „Aber auf mich kannst du dich verlassen. Ich werd im Dorm bleiben, versprochen“ „Na gut... Gehn wir runter?“ Ich nickte und drehte mich wieder um.
    Als wir unten waren fragte Hobi lachend: „Wen willst du in den nächsten zwei Wochen eigentlich den ganzen Tag angaffen, Jimin?“ „Das weiß ich auch noch nicht... Aber da gibt es bestimmt ein paar hübsche Frauen“, meinte dieser. Ich drehte mich um und sah ihn mit einem Todesblick an. Er lachte: „Meintest du nicht vorhin noch, du bist nicht eifersüchtig?“ „Bin ich auch nicht“, log ich und setzte mich auf die Couch. „Nö, gar nicht“, meinte Tae sarkastisch und legte sein Handy weg. „Wann kommen die Anderen eigentlich?“, lenkte ich ab. Alle zuckten nur mit den Schultern. Ich verdrehte die Augen, und wollte ihnen gerade schreiben, da klingelte es. Joon schnipste: „Doch, ich weiß es. Jetzt!“ Ich ging zur Tür um aufzumachen, aber da standen nicht Blackpink oder TXT, da stand Bang PD. „Oh, Hallo, kommen Sie rein“, begrüßte ich ihn verwundert. Er ging rein und lief ins Wohnzimmer. Jk war an seinem Handy und hatte noch nicht gemerkt, dass da nicht seine Freunde, sondern sein Chef stand und meinte: „Habt ihr was zu fressen dabei?“ Jin stieß ihn in die Seite und als er aufsah, erschrack er: „Ohhh, Ehm... Hallo“ „Was gibt‘s denn?“, wollte Hobi wissen. „Jimin, willst du mir was erzählen?“, fragte er und sah meinen Freund komisch an.

    53
    53. Kapitel

    Jimin meinte nur etwas verwundert: „Eh, ich glaube nicht...“ „Okay, und warum hast du Probleme mit der Polizei?“ „Ich? Nein, ich doch nicht! Ich war dort um jemanden anzuzeigen“, stellte er schnell klar. „Und wen?“, fragte Bang PD kritisch weiter. „Den, mit dem ich mich letztens geprügelt hab“ „Und warum?“ „Weil er meine Freundin vergewaltigt hat. Ist das ein Grund?“ „Oh... Ja, das ist ein Grund... Soll ich dir einen Anwalt besorgen?“ „Ne, passt schon. Aber ne Gehaltserhöhung wäre cool“ Wir sahen ihn verwundert an. Joon fragte dann die Frage, die wir uns alle stellten: „Wofür brauchst du denn jetzt ne Gehaltserhöhung?“ „Man kann doch mal fragen, vielleicht hätte ich ja eine bekommen“, antwortete Jimin. Bang PD schüttelte lachend den Kopf und meinte dann: „Dann geh ich mal wieder. Ihr wartet ja scheinbar auf die fünf anderen Jungs“ Jin fragte: „Woher weißt du das? Hast du uns etwa gestalkt?“ „Ne, aber euer Maknae hat nach Fressen gefragt“, erklärte der Andere und ging dann auf den Gang. „Bis morgen früh“, riefen die Jungs noch, dann fiel die Tür zu. „Jimin?“, sagte ich. Er sah mich unschuldig an aber ich fragte: „Warum hast du mich angelogen?“ „Hä“, meinte er nur und verstand nicht, was ich wollte. „Du hast gerade gesagt, dass du Siwon schon angezeigt hast, mir hast du aber gesagt, du machst es erst, wenn ihr wieder da seid“ „Ach das... Ich musste dich ja dazu bringen, nicht aus dem Haus zu gehen... Siwon ist ja leider nicht der einzige gestörte Typ. Nennen wir es Notlüge“ Ich verdrehte die Augen beließ es aber dabei. Dann klingelte es wieder. „Ich hab mich vor einer Minute hingesetzt, kann mal bitte jemand anders aufmachen?“, fragte ich genervt. Niemand bewegte sich. „Jungs, ich mein’s ernst!“, wiederholte ich. Da wieder niemand reagierte stand ich auf und machte die Tür auf. Dort standen Jisoo, Jennie, Chaeyoung und Lisa, alle mit einem Koffer. Sie umarmten mich und gingen nach innen, wo Lisa die Jungs mit: „Wo sollen wir schlafen?“, begrüßte. Alle sahen auf und Jin meinte: „Eh, ihr schlaft überhaupt nicht hier!“ Jennie widersprach: „Doch! Wir fahren nicht mehr mitten in der Nacht Taxi“ Jungkook lachte: „Ihr habt Angst? Ernsthaft?“ „Ah, du und Tae schlafen auf der Couch damit wir bei euch im Zimmer schlafen können? Wie nett, Dankeschön“, sagte Rosé und ging zur Treppe. „Was? Nein“, beschwerte Tae sich. „Zwei können bei mir im Zimmer schlafen, ich bin ja sowieso bei Jimin. Und von euch kann sich ja auch noch jemand ein Zimmer teilen, dann wäre das geregelt“, beschloss ich. „Okay, ich geh mit Jennie in Jk‘s Zimmer. Der hat einen PC, einen Fernseher und ne PlayStation“, meinte Jisoo begeistert. Joon regte sich dann auf: „Halt mal! Wir sind kein Hotel! Das könnt ihr ja mal sowas von vergessen!“ Die vier ignorierten ihn und gingen nach oben. Als Ich mich gerade wieder hingesetzt hatte, klingelte es schon wieder. „Nein! Ihr wollt mich doch verarschen! Ich mach nicht auf, ihr könnt euch auch alle bewegen“ Yoongi schubste mich vom Sofa und Tae meinte: „Hey, wenn du eh schon stehst, kannst du vielleicht schnell mal die Tür aufmachen“ „Ich hasse euch“, sagte ich bevor ich zum hundertsten Mal diese verdammte Tür aufmachte. „Sagt mal, warum wollen jetzt alle hier schlafen?“, begrüßte ich die fünf, als ich bemerkte, dass sie auch Gepäck dabei hatten. „Das mit dem Nachts heimgehen hat noch nie geklappt. Diesmal waren wir schlauer und haben ein paar Klamotten mitgenommen“, erklärte Beomgyu. Dann gingen sie nach innen. „Ihr dürft hier schlafen, aber die vier Frauen müssen gehen! Das macht mir Angst“, rief Jk so laut, dass die Vier oben es auch hören konnten. Ich bot an: „Ihr könnt ja im Kühlschrank schlafen, da stehen schon ein paar Flaschen. Auf fünf mehr oder weniger kommt’s da nicht mehr an“ Man hörte Lisa im ganzen Haus lachen: „Der war gut, (D/n)!“ „Sagt mal, was macht ihr da oben eigentlich?“, fragte Hobi. Da keine Antwort kam, gingen wir nach oben. Schon auf der Treppe hörte man alle vier mit ganz hoher Stimme sprechen. Als wir oben im Gang waren, sahen wir auch mit wem. Tae rann los und nahm seinen Hund auf den Arm. Dann maulte er: „Spinnt ihr? Ihr macht dem Ärmsten doch Angst mit eurem Gequietsche!“ „Dein Hund findet uns aber toll! Kann er bei uns im Zimmer schlafen?“, fragte Jennie. „Mit Sicherheit nicht!“, antwortete Taehyung und ließ Yeontan wieder auf den Boden. Ich fragte: „Kann er bei Jimin und mir schlafen?“ „Nein! Auf keinen Fall!“, widersprach Jimin mir. „Wie wär‘s, wenn er einfach draußen schläft?“, scherzte Kai. Jisoo, die scheinbar denkt, er hätte das ernst gemeint, runzelte die Stirn: „Schlaf du doch draußen“ „Lasst uns das doch später diskutieren. Habt ihr Hunger?“, wechselte Jin das Thema und ging nach unten. Wir alle folgten ihm und schrieen: „JA!“ Sobald wir unten waren und uns alle hingesetzt hatten meinte Jin: „Okay, (D/n), du wolltest doch das Essen holen, oder?“ Ich sagte ironisch: „Eigentlich hätte ich ja wirklich richtig Lust drauf, jetzt in die Kälte zu gehen und irgendwo Essen zu holen, aber mein Freund lässt mich ja leider nicht alleine aus dem Haus. Aber du könntest ja fahren“ „Okay, dann muss Jimin halt mitfahren“, ergänzte Yoongi. „Warum eigentlich (D/n)? Habt ihr nicht auch einen Führerschein?“, stellte Jimin ne Gegenfrage. „Weil... einfach so. Stimmen wir ab. Wer ist dafür, dass (D/n) fahren muss?“, fragte Tae in die Runde. Alle außer Jimin und mir hoben die Hand. „Wollt ihr mich verarschen? Wir waren vorhin schon einkaufen. Und ich hab drei mal die Tür aufgemacht. Und ich hab Jimins Koffer gepackt. Und-”, zählte ich auf, wurde aber von meinem Freund unterbrochen: „Du hast meinen Koffer gepackt? Danke!“ „Warum hast du überhaupt seinen Koffer gepackt?“, fragte Rosé verwundert. Mir fiel ein: „Stimmt, ihr wisst‘s Ja noch gar nicht. Morgen früh müssen die sieben nach Tokio fliegen. Ich muss hier bleiben und zieh darum zu euch“ „Mega!“, freuten sich alle vier. „Jetzt fahrt doch bitte endlich!“, flehte Jk uns an. „Ihr seid alle so faul!“, meinte ich, stand dann aber auf und zog mir meine Jacke an. Jimin seufzte: „(D/n)ieeeee, ich will nicht schon wieder los!“ „Beweg dich jetzt, sonst sitzen wir morgen früh noch hier und diskutieren“, sagte ich und ging nach draußen. Eine Minute später kam Jimin dann auch raus und wir stiegen ein. Ich legte meinen Kopf auf seine Schulter und fragte verzweifelt: „Warum nerven die sechs mich heute so?“ „Ich weiß es nicht...“
    10 Minuten später hielt er vor einem indischen Restaurant und wir stiegen aus. Wir bestellten verschiedene Sorten Curry und wollten uns hinsetzten um zu warten, da kam eine Bedienung und entschuldigte sich: „Heute ist sehr viel los. Die Bestellung dauert ungefähr eine Dreiviertelstunde...“ Jimin winkte nur ab und fragte mich, sobald sie weg war: „Wollen wir bisschen spazieren gehen? Ich hab Angst, dass mich jemand erkennt...“ Ich nickte und wir gingen wieder nach draußen. Als er den Arm um mich legte, flüsterte ich schnell: „Jimin, nicht in der Öffentlichkeit!“ Er schmollte: „Doch, ich hab dich doch nur noch heute“ Ich verdrehte die Augen, sagte dann aber nichts mehr dazu. Stattdessen fragte ich: „Denkst du, ich kann das nächste Mal wieder mit?“ „Das hoffe ich... Das wird einfach schrecklich!“ „Bist du immer zwei Wochen weg?“ „Meistens nur ein paar Tage. Dann wieder kurz in Seoul und dann wieder irgendwo anders. Das hat mich auch nie gestört, ganz im Gegenteil. Und ich fände es wahrscheinlich auch nicht schlimm, wenn du mit könntest. Aber ohne dich... Ich hoffe einfach nur, dass es bei diesem einen Mal bleibt...“ „Was soll ich machen, wenn ich studiere? Dann kann ich nicht jede Woche woanders hin“ „Ich weiß... Das ist einfach alles so schwierig. Aber wir kriegen das schon irgendwie hin“ „Ja... hoffe ich“ „(D/n), du bist 19 Jahre alt. Wir haben noch so viel Zeit für uns. Da sollten wir uns keinen Kopf machen, wegen drei Jahren Studium und ein paar Jahren hin und her reisen“ „Aber was ist, wenn ich nicht in Seoul studieren kann und wieder nach Deutschland muss?“ „Du bleibst hier und da finden wir auch was, glaub mir“ „Und was, wenn-” „Hör bitte auf, dir so viele Gedanken zu machen. Ich würde dich, wenn ich die Wahl hätte, keine Sekunde alleine lassen! Aber die Möglichkeit hab ich leider nicht. Und darum müssen wir das Beste draus machen“ „Dann erklär mir mal, was gut daran ist, wenn ich dich zwei Wochen nicht sehe?“ „Ganz einfach, dass du mich danach noch mehr liebst, als jetzt“ „Noch mehr? Das geht?“ „Hm, das müssen wir testen!“ „Ich werde dich so vermissen“ „Bitte hör auf mir das zu sagen, sonst fühl ich mich nur noch schlechter“ „Aber ich werde dich wirklich vermissen!“ „Sag das nicht noch einmal!“ „Ich-” Er blieb stehen, drehte sich zu mir und küsste mich. Als wir den Kuss wieder brachen, meinte er: „Du kannst auch einfach sagen, wenn du willst, dass ich dich küss. Du musst nicht erst dafür sorgen, dass ich mich schlecht fühl“ Ich lachte nur und ging weiter. Nach einer viertel Stunde hörte man einen lauten Donner, nur wenige Kilometer entfernt. Ich zuckte kurz zusammen und ging einen Schritt auf meinen Freund zu. „Wie wär‘s, wenn wir zurück laufen? Nicht, dass wir noch nass werden“, schlug er vor. Ich nickte, wir drehten um und liefen zurück. Leider kamen wir aber doch nicht am Auto an, bevor es zu regnen begann. Wir mussten ungefähr fünf Minuten durch den prasselnden Regen rennen und kamen total durchnässt an. Jimin machte schnell die Sitzheizung an und fragte: „Ist dir kalt?“ Ich winkte nur ab: „Geht schon“ Ich nahm mein Handy raus und laß Nachrichten, sah aber auf, als ich Jimins Blick auf mir spürte. „Wenn mir vor zehn Jahren erzählt hätte, wie mein Leben heute aussieht, hätte ich das nicht geglaubt“, sagte er. Ich fragte verwirrt: „Was meinst du? Dass du K-Pop Idol bist?“ „Das wir jemals zusammen kommen. Spätestens als ich zu BigHit bin, hab ich dich abgehagt“ „Dein Ernst? Hättest du Stoffel mal deinen Mund aufbekommen, könnten wir schon jahrelang zusammen sein. Du wusstest ja, dass ich auch in dich verliebt war“ „Ich hatte halt trotzdem Angst. Und ich bin froh darüber. Sonst hätte ich mich von dir trennen müssen, als ich Trainee geworden bin. Und dann wär‘s das gewesen...“ „Stimmt schon...“ „Wie lange werden wir wohl noch mit den Jungs in Dorm leben?“ Ich lachte: „Bis die mich raus schmeißen“ „Nein, das war wirklich ne 100% ernst gemeinte Frage. Wann werden wir uns ne Wohnung suchen?“ „Naja, das macht zurzeit einfach noch keinen Sinn“ „Meinst du, weil wir erst so kurz zusammen sind? Wenn es darum geht-” Ich unterbrach ihn: „Nein, das ist es nicht. Aber... wofür brauchen wir ne eigene Wohnung, wenn wir beide bis Nachmittags unterwegs sind, ich abends arbeite und du öfters mal nach was weiß ich wohin musst?“ „Ja... da hast du schon irgendwie recht. Aber- warte, mein Handy“ Er nahm sein Handy aus seiner Jackentasche und verdrehte die Augen, als er sah, dass es Hobi war.
    Jimin: „Was?“
    Kai: „Wo holt ihr denn Essen, wenn man fragen darf?“
    Jimin: „Beim Inder“
    Jennie: „Beim Inder oder in Indien?“
    Jimin: „Hä?“
    Taehyung: „Ihr seid seit na Stunde weg! Wir verhungern gleich“
    (D/n): „Ihr wolltet, dass wir fahren!“
    Hoseok: „Aber ihr seid schon auf dem Heimweg, oder?“
    Jimin: „Nein, wir warten im Auto“
    Beomgyu: „Und auf was?“
    (D/n): „Auf was wohl? Natürlich aufs Essen!“
    Jungkook: „Dann sagt dem Koch mal, er soll schneller kochen!“
    Jimin: „Tschüss“

    Jimin legte auf und meinte nur genervt: „Was wollen die eigentlich?“ Ich zuckte mit den Schultern und schlug dann vor: „Wollen wir mal schauen, ob das Essen schon fertig ist?“ Er nickte und wir stiegen aus. Selbst während der paar Schritten ins Restaurant wurden wir wieder komplett nass. Unsere Bestellung war gerade fertig geworden. Als ich dann die Tüten hielt und wartete, bis Jimin gezahlt hatte, fiel mir ein, dass ich den ganzen Tag noch nichts gegessen hatte. Dementsprechend hungrig war ich auch, dachte aber direkt wieder daran, dass ich abnehmen wollte und darum nicht zu viel essen durfte. Als ich Jimins Arm um meine Schultern spürte, reichte ich ihm zwei der Tüten, dann gingen wir nach draußen und stiegen wieder ins Auto.

    54
    54. Kapitel

    „Ach ihr seid auch schon wieder da?“, begrüßte Yeonjun uns aus dem Wohnzimmer, als sie die Haustür hörten. „Jetzt hört auf und nehmt uns lieber was ab!”, forderte Jimin sie auf. Kai und Joon kamen, um uns die vier Tüten mit Essen abzunehmen. Sobald wir im Wohnzimmer standen, fragte Jin: „Warum seid ihr denn so nass?” „Weil wir spazieren waren und es geregnet hat”, erklärte Jimin und setzte sich auf den Teppich. „Ihr solltet nicht spazieren gehen, sondern einfach nur Essen holen!”, erinnerte Soobin uns. Jisoo, die neben ihn saß, gab ihm eine Nackenschelle und Jennie meinte: „Awww, das ist ja romantisch! Im Regen spazieren” „Es ist nass und kalt! Jetzt erklär mir bitte mal, was daran romantisch sein soll”, widersprach ich ihr und lachte. „Soll ich ein Handtuch für deine Haare holen, (D/n)?“, bot Chaeyoung an. Ich schüttelte den Kopf und ging dann in die Küche, wo man gerade etwas zu Bruch gehen hörte. Aus dem Wohnzimmer schrie Jin: „SOFORT RAUS AUS DER KÜCHE, NAMJOON!“ Ich betrat den Raum, in dem ich sich einen vor lachend krümmenden Yeonjun und einen etwas peinlich berührten Joon vorfand. „Jetzt verschwinde lieber schnell“, befahl ich ihm und ging dann zu dem Anderen, der sich auch schon nach den Scherben bückte. „WARUM HÄLLST DU NICHT EINFACH ABSTAND VON ALLEM WAS ZERBRECHEN KANN?“, maulte der Älteste seinen Bandkollegen an. Yeonjun und ich lachten nur und kehrten die letzten Splitter mit einem Handbesen zusammen. Er grinste mich eine Zeit lang an. „Was?“, fragte ich und zog eine Augenbraue hoch. „Darf ich was fragen?“, fragte er und grinste mich immer noch mit seinen schneeweißen Zähnen an. „Kommt drauf an, was“, meinte ich unsicher. „Was magst du an Jimin?“, stellte er dann seine Frage. Ich seufzte genervt und stand auf. Er tat es mir gleich und sah mich, auf eine Antwort wartend, an. Die bekam er dann auch: „Alles“ Er lachte und flüsterte dann: „Du kannst dir nicht vorstellen, wie viel du ihm bedeutest. Und das mein ich ernst. Als ihr noch nicht zusammen wart, hat er mich jeden Tag angerufen und zum Teil zwei Stunde über dich voll gelabert. Anscheinend wollte er mit euren Mitbewohnern nicht so drüber reden, weil die euch von früh bis spät aufgezogen haben und die anderen vier sind seiner Meinung noch zu jung, was in meinen Augen kompletter Blödsinn ist. Und ich denk, dass er die Mädels nicht angerufen hat, kannst du dir bestimmt selber denken. Und darum ist das zwei Wochen lang an mir hängen geblieben. Und selbst jetzt ruft er mich noch oft an oder kommt in seiner Pause zu mir um anzugeben und vorzuschwärmen“ Ich merkte, das ich leicht rot wurde, warum ich mich umdrehte und einen Schmuck Wasser trank. Dann fragte ich skeptisch: „Warum flüsterst du?“ „Weil Jimin das bestimmt nicht lustig findet, dass ich dir das gesagt habe“, erklärte er immer noch leise sprechend. Ich lachte und schüttelte den Kopf. Da stieß jemand die Tür auf und blieb stehen. „Warum seid ihr hier zu zweit?“, fragte Jimin und sah uns kritisch an. „Weil ihr alle drüben seid“, antwortete ich und nahm eine Flasche Sprite aus dem Kühlschrank. „Und was macht ihr hier?“, fragte er weiter und sah zwischen uns hin und her. „Wir haben die Scherben weg gemacht und holen jetzt Getränke, damit wir essen können“, erklärte ich und nahm weiter Falschen verschiedenster Getränke raus und stellte sie auf die Kochinsel. Jimin nickte und kam dann auch zum Kühlschrank um mir zu helfen. Yeonjun hatte sich vier Flaschen genommen und wollte gerade ins Wohnzimmer, als mein Freund noch rief: „Willst du deinem absoluten Lieblingshyung einen klitzekleinen Gefallen tun?“ Er drehte sich um und nickte. „Okay, dann halt bitte einfach ein bisschen Abstand von meiner Freundin“, fuhr Jimin fort. Ich verdrehte die Augen und schlug ihn leicht auf den Oberarm. „Kein Probleme“, meinte Yeonjun lachend und ging aus der Küche. „Der Ärmste, hat nicht mal was gemacht und bekommt direkt ne Verwarnung“ „Sicher ist sicher! Nicht, dass du noch auf die Idee kommst, dir was jüngeres zu suchen“ „Träum weiter, so schnell bekommst du mich nicht mehr los!“ „Doch, morgen hab ich dich endlich los!“, verarschte er mich. Ich sah ihn böse an. Er lachte und wollte mich umarmen, aber ich verschränkte die Arme, machte einen Schmollmund und nuschelte: „Du bist doof“ Er wuschelte mir durch die Haare und verbesserte mich: „Nein, ich bin nicht doof, sondern Park Jimin“ Ich verdrehte die Augen und wollte gerade zu den Anderen, da fiel mir noch was ein. „Ehm... Jiminie?“ Er nickte und ich fing an: „Also ich naja... hab ja keinen Job und ehm... ich hab halt auch kein Geld und-” Er unterbrach mich: „Ja, du bekommst Geld“ Als er sah, dass ich erleichtert durchatmete, musste lachen: „Du bekommst, was du willst, aber du musst was sagen. Ich kann zwar wirklich fast alles, aber Gedanken lesen dann doch nicht“ Ich ging auf ihn zu und küsste ihn. „Warum kann man euch nicht wenigstens drei Minuten alleine lassen, ohne dass ihr euch direkt wieder auffresst!“, hörte ich Jin hinter mir. Jimin sah mich genervt an und ging dann an mir vorbei ins Wohnzimmer. Ich nahm noch die restlichen Flaschen und wollte auch zu den Anderen, aber Jin legte mir seine Hand auf die Schulter. Ich sah zu ihm und er wollte gerade etwas sagen, aber da rief Jimin: „Bitte mach’s mir doch nicht so schwer! Einfach nicht anfassen und ein klitzekleines bisschen Abstand halten. Das gilt übrigens für alle Jungs hier“ „Ay ay, Sir!“, riefen alle elf gleichzeitig und Jin ging einen Schritt nach hinten. Als er sich umdrehen und weggehen wollte, fragte ich: „Wolltest du was, Jin?“ „Ne, passt schon“, sagte er und setzte seinen Weg fort. Ich ging ins Wohnzimmer, stellte die Flaschen auf den Boden und wartete dann, bis nicht mehr alle um die Tüten mit dem Essen rum standen. Jimin, Joon, Yoongi, Jisoo und Soobin saßen auf der Couch, der Rest versuchte an den Tisch zu kommen. Es sah aus, wie im Löwengehege und ich hatte schon fast Angst, dass die elf sich gleich noch vor Futterneid verprügeln. „Hey, kommt mal wieder runter! Wenn ihr euch einfach nacheinander was nehmt, bekommen alle schneller was!“, beruhigte Namjoon sie, nachdem er einige Zeit zugesehen hatte. Lisa schubste alle Jungs weg und meinte: „Jisoo, (D/n), kommt her. Ladies first!“ Wir beide gingen lachend auf sie zu. Von den Jungs bekam sie nur genervte Blicke zugeworfen. „Hey, eigentlich hat YG uns vier auf Diet gesetzt! Wir dürfen morgens nur einen Apfel, mittags eine Hühnerbrust und abends eine Süßkartoffel essen. Da sind wir durchgehungert wie sonst was!“, verteidigte Rosè sich und ihre drei Bandkolleginnen. „Okay, das musst du aber nicht erzählen! Nicht, dass hier noch jemand auf dumme Gedanken kommt...“, ermahnte mein Freund sie. Ich drehte mich um und sah, dass er sie mit gerunzelter Stirn anschaute. Jennie stotterte dann: „Ja, also Dieten sind... nicht... so... gut. Ja“ Tae klatschte: „Wow, das klang überzeugend!“ „Sie sind... unnötig. Also bei den meisten zumindest“, ergänzte Jisoo unsicher. Hobi und Yoongi gaben sich eine Facepalm. „Hä, um wen geht’s gerade? (D/n), oder?“, fragte Beomgyu verwirrt. „Hab ich’s doch nötig?“, fragte ich. „NEIN!“, schrieen alle sechzehn gleichzeitig so laut, dass ich zusammenzuckte. „Haltet ihr vier dahinten einfach eure Fresse, wie wär’s damit?”, schlug Jin vor. Sie nickten nur und nahmen sich dann alle noch was zu essen. Ich zögerte kurz, spürte dann aber die Blicke aller Jungs auf meinem Rücken und griff darum auch in eine der Tüten. Die Jungs standen dann auch auf. Die Gelegenheit nutzen wir und schmissen uns so aufs Sofa, dass kein Platz mehr war. „Hey, das ist meine Couch! Runter hier!”, befahl Yoongi uns. Da wir uns nur weiter laut schmatzend unser Essen reinstopften, drehten sie sich kurz um und flüsterten. Als sie sich wieder uns zuwandten grinsten sie alle. „Warum schaut ihr so dumm?”, fragte Chaeyoung. Anstatt zu antworten, kam Yeonjun auf uns zu und nahm uns allen unsere Stäbchen und Aluschalen weg. „Hey, gib das wieder her!”, beschwerte ich mich. „Holt’s euch doch”, forderte Jk uns auf und nahm seinem Kumpel was ab. Dann rannen sie nach oben. „Ganz bestimmt nicht! Wir bewegen uns nicht!”, widersprach Jisoo. Yoongi seufztet: „Okay, wenn ihr euch nicht bewegt, dann bewegen wir euch halt” Wir sahen ihn verwirrt an, dann kamen aber schon Jimin, Beomgyu, Taehyun, Hobi und Tae auf uns zu. Bevor wir irgendwas dagegen machen konnten, hatten sie uns schon hochgehoben. „JUNG HOSEOK, NIMM SOFORT DEINE FINGER VON MIR WEG!”, schrie Jisoo. Sie reagierten nicht sondern trugen uns auf den Flur.
    Dort setzten sie uns auf den Boden, gaben uns unser Essen wieder und gingen zurück ins Wohnzimmer, wo sie sich auch die Couch setzten. „Ich glaub es hagt! Unser Essen wegnehmen, uns anfassen, und auf den Boden setzten und dann so tun, als wär nichts. Das lass ich mir nicht gefallen!“, regte Lisa sich auf. Sie stellte ihre Aluschale auf der untersten Treppenstufe ab und lief dann in die Küche. Wir sahen uns verwirrt an, taten es ihr dann aber gleich. Als wir dann auch die Küche betraten, sahen wir Lisa, die vorm Kühlschrank stand, und Eier rausnahm. „(D/n) und Jisoo, ihr geht schnell in den Keller und schaut, wo man das heiße Wasser abstellen kann. Dann müssen sie sich ihre Haare mit kaltem Wasser waschen. Und Chaeyoung und Jennie, ihr geht mit der Sprühsahne und dem Öl nach oben und tut das in die Shampooflaschen füllen“, verteilte der Maknae Anweisungen. Ich sah sie kritisch an: „Das ist alles ne super lustige Idee, aber ist das nicht etwas übertrieben“ Sie schüttelte nur den Kopf und meinte: „Die haben mir mal am Tag vor einem Musikvideoshooting die Haare ruiniert. Das war übertrieben. Aber das, das geht klar!“ Ich nickte und ging mit Jisoo in den Keller, wo wir im Technikraum mit Hilfe von YouTube-Videos versuchten, den Schalter mi dem warmen Wasser zu finden. Nach dem wir ihn betätigt hatten, hüpften wir kichernd wieder die Treppe nach oben. Kurz nach uns kamen dann auch Rosé und Jennie wieder in die Küche. Dort waren bereits zwölf Eier auf dem Herd bereitgelegt und Lisa wartete. Lisa beschloss: „Okay, Jisoo, du haust es Kai und Jin auf den Kopf. Dann Jennie, du übernimmst Jk und Tae. Taehyun, Solbin und Hobi macht Chaeyoung. (D/n), du machst Jimin und Yoongi. Ich mach dann noch... Wer ist noch übrig? Ach ja, Beomgyu, Yeonjun und Joonie. Okay?“ Wir nickten begeistert und schlichen dann hinter die Couch. Die Jungs waren alle an ihrem Handy, hörten Musik und redeten, warum sie uns auch nicht bemerkten. Lisa deutete mit ihren Fingern eins, zwei, drei - dann sprangen wir auf und schlugen ihnen die rohen Eier auf den Kopf. „Nicht euer Ernst... Was soll das?“, fragte Jk uns genervt. Wir lachten und gingen in die Küche, um uns die Hände zu waschen. Als wir wieder kamen, waren die Jungs schon aus dem Wohnzimmer verschwunden. Wir sahen auf den Gang, wo sie sich auf der Treppe fast die Köpfe einschlugen, da alle möglichst schnell duschen wollten. Wir sahen ihnen teuflisch grinsend zu, nahmen dann aber unser Essen und gingen in Wohnzimmer, wo Jisoo vorschlug: „Wie wär’s, wenn wir jetzt so einen richtig kitschigen Liebesfilm anschauen, dann sind die noch gereizter“ Wir nickten begeistert. „Wie wär’s mit Dirty Dancing? Der ist nicht krass kitschig, aber zum provozieren genug“, meinte Rosie. „Hört sich gut an“, stimmte ich zu und machte den Fernseher an.

    Bitte eine Runde Applaus! Ich habe ein Kapitel hochgeladen😅 hoffe es gefällt euch ;)

    55
    55 Kapitel

    Wir wunderten uns schon fast, da man von den Jungs ungefähr eine halbe Stunde lang gar nichts mehr hörte. Aber dann kamen sie doch genervt die Treppe runter. Sie kamen ins Wohnzimmer, stellten sich in einer Reihe auf und sahen uns an. „Was macht ihr?“, fragte Yeonjun nachdem sie uns eine Zeit lang beobachtet hatten, wir ihnen aber keine Aufmerksamkeit schenkten. Ohne den Blick vom Fernseher abzuwenden, antwortete Jennie mit vollem Mund: „Essen und einen Film schauen“ „Was schaut ihr euch da an?“, fragte Jin und runzelte die Stirn, als er auf den Fern sah. „Dirty Dancing”, antwortete ich. „Wer schaut sich sowas an? Und warum haben wir kein warmes Wasser? Und warum war da keine Ahnung was in unserem Shampoo?”, fragte Hobi weiter. Jimin beschloss: „(D/n) fliegt mit nach Japan. Ihr vier seid ein ganz schlechter Einfluss!” „Nö, sie bleibt hier. Und wir sind ein sehr guter Einfluss. Und überhaupt, wir sind ihre besten Freundinnen. Du bist nur ihr Freund”, widersprach Lisa. „Okay, aber wer kennt sie seit der fünften Klasse? Wer ist der Grund, dass ihr sie überhaupt kennengelernt habt?”, diskutierte Jimin mit der Rapperin. „Das ist ja alles schön und gut. Trotzdem würden wir nicht morgen ankommen und sagen 'Tschüss, schau wie du klar kommst'. Du dann schon eher” „Was? Niemals! Was denkst du von mir?” „Hast du schonmal!” „Das war mehr als dumm von mir und das hab ich eingesehen, aber den selben Fehler mach ich kein zweites Mal!” „Du würdest mir das aber nicht schriftlich geben, stimmt’s?” „Doch!” „Und warum hast du ihr dann immer noch keinen Heiratsantrag gemacht, wenn du dir da so sicher bist?” Die Jungs runzelten verwirrt die Stirn und Jimin sah zu mir. Ich schüttelte nur mindestens genau so verwirrt den Kopf. Was macht Lisa da gerade und was will sie damit erreichen? Jimin zögerte kurz und erklärte dann: „Was heißt hier 'immer noch nicht'?. Wir sind noch nicht mal einen Monat zusammen und sie ist neunzehn. Bang PD würde mich außerdem umbringen. Und ihr Dad auch... und meine Eltern auch“ „Wenn sie neunzehn ist, warum bist du dann überhaupt mit ihr zusammen?“ „Lisa, was-”, wollte ich fragen, aber sie unterbrach mich, in dem sie mir den Mund zuhielt. „Bist du dumm? Es ist ein Unterschied, ob ich mit ihr zusammen bin oder sie heirate!“ „Wo macht das einen Unterschied? Sie ist immer noch neunzehn, egal ob sie jetzt deine Freundin oder Frau ist“ „Hä? (D/n), hast du ihr was gesagt?“ Da ich immer noch nicht sprechen konnte schüttelte ich hastig den Kopf. „(D/n), natürlich hast du! Warum sagst du das nicht?“, mischte Jennie sich ein. Ich drehte mich zu ihr. Jetzt verstand ich gar nichts mehr. „Eben“, stimmte Jisoo zu. „Was hat sie gesagt?“, fragte Joon. „Dass sie sich wundert, warum Jimin ihr noch keinen Heiratsantrag gemacht hat“, antwortete Jennie. Chaeyoung schlug ihr leicht auch den Arm: „Da ging es um den Anderen Jimin. Weißt schon, der Cousin von Siwon. Der, mit dem sie seit drei Jahren zusammen ist“ Ich riss die Augen auf, biss Lisa in die Hand und fragte dann: „WAS? WER?“ Die Jungs lachten nur. „Also, das nächste mal, müsst ihr schon dafür sorgen, dass alle von euch eingeweiht sind...“, stellte Kai fest. „Niemand war eingeweiht. Lisa hat angefangen, wir fanden‘s lustig und haben improvisiert aber (D/n) hat es nicht gerafft“, erklärte Jisoo. „Hey Jungs, könnt ihr euch mal ganz kurz schlau machen, ob Siwon einen Cousin namens Jimin hat?“, bat mein Freund sie etwas skeptisch. Chaeyoung seufzte: „Jimin, das war ein spontaner Witz. Siwon hat, soweit wir wissen, keinen Cousin. Und selbst wenn, kennen wir ihn nicht“ „Wen ihr kennt, juckt mich aber relativ wenig“, meinte der Andere. Yoongi und Jk setzten sich neben uns und nahmen dann ihr Handy raus. Nach einigen Minuten meinte Yoongi: „Jimin, schau mal, was ich gefunden hab. Siwon folgt tatsächlich einem Jimin. Und der folgt (D/n) und die ihm auch. Und sie hat alle Bilder geliket“ „Was? Seit wann habt ihr eigentlich Instagram?“, fragte ich überrascht. „Wir haben schon immer Instagram. Aber versteckte Accounts. Nicht gewundert, als du ne Anfrage zum Folgen von sieben creepy Accounts bekommen hast?“, fragte Jin. Ich schüttelte den Kopf. Jk maulte dann: „Nicht ablenken! Wer ist Jimin?“ „I-Ich hab keine Ahnung. Wirklich!“, stotterte ich. Meine vier Freundinnen sahen mich ungläubig an. Dann nahmen sie Yoongi sein Handy aus der Hand und Jisoo gab ihm recht: „Da habt ihr doch tatsächlich recht... Wer ist das, (D/n)?“ Ich dachte scharf nach, aber mir viel nicht ein, was sie meinen könnten. Darum zuckte mich mit den Schultern und sah Jimin unschuldig an. Ich hatte fast etwas Angst. Er starrte mit gerunzelter Stirn zurück. Noch einige Minuten, die sich wie Stunden anfühlten, sahen mich alle sauer an. Dann plötzlich lachten sie alle los. Was? Da sie die Verwirrung in meinen Augen sahen, erklärte Tae mir dann: „Wir haben dich verarscht! Eigentlich wollten wir die vier anderen Hühner da verwirren, aber die haben es gecheckt“ Ich verschränkte die Arme und lehnte mich mit Schmollmund zurück: „Maaaannnn, das ist nicht lustig!“ „Du hättest dein Gesicht sehen sollen!“, meinte Yeonjun und kriegte sich gar nicht mehr ein. „Okay, Okay, ganz lustig, ich hab’s euch allen abgekauft, ihr seid hervorragende Schauspieler, aber was machen wir jetzt?“, lenkte ich ab. „Lass ne Flachwitzchallenge machen. Aber nicht mit Wasser, sonder Sprite oder Cola oder so“, schlug Soobin vor. „Jaaaa!“, stimmten alle Jungs zu. Aber ich widersprach: „Wow, tolle Idee! Wir spucken uns mit Sprite und Cola voll. Das ist jetzt bitte nicht euer Ernst“ „Doch“, meinte Jk. „Na gut, aber ich geh mich schnell abschminken, sonst ist das zu widerlich“, beschloss Chaeyoung. Ich dachte kurz nach, folgte ihr dann aber mit den anderen drei Mädels im Schlepptau nach oben.

    Als wir uns abgeschickt hatten und runtergehen wollten, fiel Jisoo noch ein: „Wie wär’s, wenn wir uns Pullis von den Jungs anziehen? War ja nicht unsere dumme Idee sich gegenseitig voll zu spotzen“ Wir nickten und gingen dann in Hobis Zimmer. „Der Typ hat Stil...“, stellte Jennie fest. Wir nahmen uns alle einen Pulli, zogen ihn über und gingen dann nach unten. „Genau den gleichen Hoodie hat Hobi Hyung auch“, meinte Tae auf Lisa zeigend. „Ach wirklich, was‘n Zufall!“, antwortete diese und zwinkerte uns zu. Nachdem wir uns im Kreis auf den Boden gesetzt hatten, fasste Beomgyu zusammen: „Okay, wir haben jetzt Cola geholt. Zwei nehmen dann immer einen Schluck und einer liest Witze vor. Wer am öftesten ausspuckt, der muss alle drei Dorms sauber machen. Noch Fragen?“ Wir schüttelten den Kopf. „Okay... Ehm... Soobin liest vor und Joonie und Kai sind dran“, beschloss Jin dann. Die beiden setzen sich gegenüber, nahmen einen Schluck Cola und schauten sich dann an. Alleine dabei mussten sie schon loslachen. Aber sie hielten es aus und behielten alles im Mund. Soobin googelte eine Zeit, dann musste er lachen. Sobald er sich wieder beruhigt hatte, fragte er: „Wie nennt man einen dicken Schriftsteller? - Kugelschreiber“ Wir lachten los, aber Kai und Joon hatten sich noch im Griff. „Okay, Nächster. Ehm... Er: Dreh dich mal im Kreis! Sie: (dreht sich) und jetzt? Er: Jetzt haben wir Flaschendrehen gespielt. ... Oder... Wie nennt man befreundete Gummibärchen? -Haribros“ Namjoon musste husten, hielt es aber noch aus. Beim nächsten Witz, mussten sie aber beide laut los lachen: „Sohn: Vati, was ist ein Alkoholiker? Vater: Siehst du die vier Bäume da? Ein Alkoholiker würde acht sehen. Sohn: Da sind aber nur zwei“ „IHHHHHHH, SPUCK DOCH NICHT SO WEIT, KAI!“, kreischte Jennie, die auch was abbekommen hatte. „Ich hab das Bedürfnis, mir das Gesicht zu waschen“, stellte dieser fest, nachdem er sich wieder beruhigt hatte und ging von dem Leader gefolgt ins Badezimmer.
    Wir spielten noch ungefähr eine Stunde, dann wurde es uns zu widerlich und die Witze gingen uns langsam aus. Namjoon hatte zwar verloren, sagte aber, dass er Leader wäre und darum das Recht hat, die Regeln zu ändern. Darum muss er jetzt doch nicht putzen. Jk schlug vor: „Wollen wir jetzt was zocken?“ Wir nickten und beschlossen dann, uns ein bisschen aufzuteilen. Lisa rief schon: „Wir fünf gehen zu Jk ins Zimmer, da stehen eh schon unsere Taschen“ Wir standen auf und gingen nach oben.
    „Okayyyyyyyyy, ehm... wollen wir wirklich zocken? Ich mein, find ich mega, aber-”, fing Jisoo an, wurde aber von Jennie unterbrochen: „Wollen wir einfach nichts tun? Uns hinlegen, Musik hören, reden?“ Da niemand etwas gegen den Vorschlag hatte, legten wir uns ins Bett und machten eine random Spotify Playlist mit aktuellen Songs an. „(D/n), wenn du dann zwei Wochen bei uns bist, hast du dann Lust, mit zum YG Entertainment zu kommen? Bisschen mittanzen und einfach raus kommen? Wir können dich ja nicht vierzehn Tage nur im Dorm lassen...“, begann Chaeyoung nach ein paar Minuten ein Gespräch. Ich nickte: „Klar, ich komm mit. Aber das mit dem tanzen lassen wir lieber...“ „Ach was. Wir haben gute Tanztrainer, die dir echt gut helfen können. Vielleicht entdeckst du ja ein neues Hobby...“, versuchte Lisa mich umzustimmen. „Ich denk drüber nach...“, beschloss ich. Dann spürte ich etwas in meiner Hosentasche vibrieren. Ich nahm mein Handy raus und sah eine Nachricht.
    Jimin:
    Was spielt ihr?
    (D/n):
    Nichts. Wir reden haha. Ihr?
    Jimin:
    Jump Force 😅
    (D/n):
    Haha okay
    Jimin:
    Über was redet ihr?
    (D/n):
    Sie haben gefragt, ob ich dann die nächsten zwei Wochen mit zum YG Entertainment will.
    Jimin:
    Und? Willst du?
    (D/n):
    ... wär’s okay?
    Jimin:
    Ja. Da kann nix passieren haha
    (D/n):
    Okay
    Jimin:
    ... führt ihr gerade ein wichtiges Gespräch?
    (D/n):
    Ne. Gerade schauen nur alle zu mir, weil ich am Handy bin😂
    Jimin:
    Haha
    Wollen wir in mein Zimmer?
    (D/n):
    Ja.
    Jimin:
    Oke
    Achso, aber sag des den Vieren nicht!
    (D/n):
    Warum?
    Jimin:
    Erklär ich dir gleich
    (D/n):
    Oke, ich komm

    „Mädels, ich muss mal eben wieder das warme Wasser anschalten. Ich komm dann wieder“, versprach ich. Ohne auf eine Antwort zu warten, stand ich auf und ging in Jimins Zimmer. Er war scheinbar noch im Wohnzimmer, kam aber gerade als ich die Tür schließen wollte, die Treppe hoch. Nachdem ich mich aufs Bett geschmissen hatte, fragte ich: „Was willst du machen?“ Er setzte sich hin und grinste: „Kuscheln. Oder willst du wieder zu den anderen?” Ich schüttelte den Kopf. Daraufhin legte er sich auch hin, zog mich an sich ran und gab mir einen Kuss auf die Stirn. „Ich will nicht, dass du gehst...”, flüsterte ich. „Und ich will dich nicht alleine lassen... Wie wär’s, wenn wir doch irgendwie versuchen, dich heimlich mitzunehmen?” „Auf gar keinen Fall. Was meinst du was Bang PD mit uns macht, oder Joon...“ „Stimmt schon. Aber... ich hasse das“ „Ich auch. Aber was sollen wir machen?“ „Wir können nicht viel machen“ „Genau...“ „... wollen wir einfach hier bleiben? Unten zocken die jetzt sowieso noch die halbe Nacht“ „Ja“ Er stand gerade auf und wollte ins Bad gehen, als auf beide Handys gleichzeitig eine Nachricht reinkam. Ich las vor, was Jennie mir geschrieben hatte.
    Jennie:
    Haha, ist Jimin bei dir?

    Jimin lachte und las vor, was Hobi ihm geschrieben hatte.
    Hoseok:
    Haha, ist (D/n) bei dir?

    Ich verdrehte die Augen und schrieb dann:
    (D/n):
    Ja
    Jennie:
    Kommt ihr noch einmal runter?
    (D/n):
    Wahrscheinlich nicht
    Ach und, kannst du das warme Wasser anmachen?😅
    Jennie:
    Okay, mach ich. Dann gute Nacht und bis morgen 😘
    (D/n):
    Guten Nacht und viel Spaß euch noch😘

    56
    56. Kapitel

    Jimin legte sein Handy wieder weg, und bot an: „Du kannst zuerst ins Bad“ Ich stand auf und ging rein. Nachdem ich mir die Zähne geputzt und mich ausgezogen hatte, ging ich noch schnell duschen. Ich war schon fast fertig, als mich plötzlich jemand von hinten umarmte. Ich zuckte zusammen, drehte mich um und sah einen grinsenden Jimin, der meinte: „Das hat man davon, wenn man die Tür nicht absperrt” „Vergessen...” Er drehte das Wasser aus, winkelte mich in ein Handtuch und trug mich ins Schlafzimmer. (Autor: Ihr wisst, was dann passiert ist. Sooorrrryyy, aber es ist halt Jimin🤣)

    Ich hörte um mich herum durcheinander Gerede. Langsam drehte ich mich auf den Rücken, streckte mich und öffnete die Augen ein kleines bisschen. Als ich sah, dass alle fünfzehn im Zimmer standen, schrie ich auf: „AHHHHHHH“ Sie zuckten zusammen und grinsten dann alle. „Guten Morgeeeen“, sagten sie alle gleichzeitig. „Raus jetzt! Aber ganz schnell!“, befahl Jimin ihnen genervt. Kai provozierte ihn dann: „Warum denn?“ Er wiederholte: „Verschwindet! Jetzt! Und du Kai, ich bin sieben Jahre älter als du, also behandel mich auch so“ „Jaja. Jetzt zieht euch schnell was an und kommt frühstücken“, bat Jin uns. Dann gingen sie lachend alle raus. Jimin seufzte und meinte: „Schlaf noch einmal, es ist erst 6 Uhr. Keine Ahnung, warum die uns jetzt wecken mussten...“ Ich dreht mich wieder auf die Seite und konnte, da ich noch sehr müde war, noch einmal einschlafen. Aber leider nur sehr kurz, dann hörte ich Jimins Stimme: „(D/n)? Wach auf, wir müssen gleich los” „Nur noch zehn Minuten“, bettelte ich verschlafen. Er widersprach mir: „Nein! Jetzt! In einer Stunde müssen wir hier schon verschwinden und du musst meines Wissens nach noch packen“ „Aber mir geht’s nicht gut. Und ich hab schon gepackt“ „Wie, dir geht’s nicht gut?“ „Mir ist schlecht“ „Sehr schlecht?“ „Geht schon“ „Soll ich dir was zu Trinken bringen?“ Ich nickte nur. Er ging raus und ich zog mir schnell einen Bademantel an. Mir war sehr schlecht, aber das wollte ich nicht unbedingt so sagen. Plötzlich spürte ich, wie etwas in mir hoch kam, warum ich ins Bad rann, die Tür zu stieß und mich übergeben musste. Als ich wieder raus kam, saß Jimin an der Bettkante und sah mich besorgt an. „Hab ich dir gestern irgendwie weh getan?“, fragte er, als ich auf ihn zuging. Ich schüttelte stirnrunzelnd den Kopf: „Nein“ „Aber warum sagst du mir denn nicht, wenn’s dir nicht gut geht?“ „Hab ich doch“ „Erst heute“ „Mir geht es ja auch erst seit heute schlecht, aber es ist schon besser“ „Erst seit heute? Das war in New York auch so! Und das ist ungefähr ne Woche her“ „Aber in der Zwischenzeit hatte ich nichts mehr“ „Trotzdem ist das nicht normal“ „Ach was... In New York waren wir getrennt, da ging’s mir allgemein scheiße. Und heute... ja ist das halt einfach mal so“ „Ich kann jetzt trotzdem nicht nach Tokio fliegen. Mit dir ist doch irgendwas...“ „Was redest du, natürlich kannst du nach Tokio. Mir geht’s auch schon wieder besser“ Er atmete tief durch, stand auf und beschloss: „Ich sprech kurz mit Joonie. Du legst dich noch einmal hin!“ Ich verdrehte die Augen und legte mich noch einmal ins Bett. Schlafen konnte ich jetzt nicht mehr, darum starrte ich einfach an die Decke. Unten hörte ich alle sich laut unterhalten. Ich stand auf und ging in mein Zimmer, um mal was anständiges anzuziehen. Also, wenn man Oversized Hoodie und Jooginghose überhaupt anständig nennen kann. Dann ging ich ins Bad, machte mir einen Dutt, nahm mein Handy und ging runter. „(D/n), hab ich dir nicht gesagt, du sollst liegen bleiben?“, fragte Jimin als er mich bemerkte. „Ehm, das hab ich überhört“, stotterte ich und setzte mich neben ihn auf die Couch. Ich nahm mir eine Tasse vom Couch Tisch und goss mir Kaffee ein. Sie sagten nichts, dann fragte Yoongi irgendwann: „Sei ehrlich, Jimin hat dir weh getan, oder?“ „Ne, wirklich nicht. Und jetzt geht’s mir auch schon wieder gut“ „Ganz bestimmt! Dir geht’s wieder gut. Das kauft dir hier niemand ab“, meinte Soobin. „Wirklich!“, wiederholte ich und log dabei nicht mal. Mir ging es wieder viel besser bis sogar bestens. Namjoon räusperte sich und sagte: „Jimin, ich versteh dich, aber du kannst nicht hier bleiben. Was erzählen wir den ARMYs wenn du einfach von heut auf morgen nichts mehr von dir hören lässt?“ Jimin dachte nach und sah dann zu den vier Mädels: „Ihr sagt mir sofort, wenn was mit ihr nicht ist, verstanden? Und hört nicht auf sie, wenn sie sagt, dass es eh nicht so schlimm ist. Und (D/n), du-“ Lisa unterbrach ihn: „Warte, ich muss mal einen Notizzettel holen. Nicht, dass wir noch was vergessen” „Ich mein‘s ernst!“ Jennie beruhigte ihn: „Jimin, was soll ihr passieren? Wir lassen sie nicht alleine aus dem Dorm und tagsüber ist sie mit uns beim YG Entertainment. Wenn’s ihr nicht gut geht, bekommen wir das mit und rufen dich an. Ach und was ich noch fragen wollte, Taehyung, wir bekommen Tannie, oder?“ Tae nickte nur. Jimin sah immer noch zu den Mädels und traute ihnen nicht so ganz. Das fiel auch Jk auf der dann meinte: „Yeonjun, ihr habt doch bestimmt Lust, zwischendurch mal die fünf zu besuchen und zu schauen, ob’s allen gut geht, oder?“ Der Angesprochene sah kurz zu seinen Bandkollegen und nickte dann. Joon klopfte Jimin auf die Schulter und beschloss dann: „Jetzt holt alle euer Gepäck und dann geht’s los“ Wir standen auf und gingen nach oben.
    Ich packte noch kurz meine Sachen im Bad zusammen und legte sie ganz oben in den Koffer. Dann zog ich meinen Koffer auf den Gang, ging dann aber noch einmal ins Zimmer. Dort war Jimin auch gerade fertig geworden. Ich ging auf ihn zu und umarmte ihn. „20160 Minuten“, sagte er. „Hä“ „Solange bin ich jetzt weg“ „Oh Gott, das halt ich nicht aus...“ „Ich auch nicht. Aber ich versprech dir, dass wir was ganz schönes machen, wenn wir wieder hier sind“ „Was?“ „Weiß ich noch nicht, aber es gibt viele Dinge, die ich mit dir machen will“ „Okay...“ Ich wollte ihn schon fast wieder los lassen, bemerkte dann aber, dass ich Tränen in den Augen hatte. Jimin fiel das auf und er bat mich: „Nein nein nein nein nein, bitte mach das nicht!” Aber ich konnte es nicht anders. Obwohl ich mir fest vorgenommen hatte, das nicht zu tun, musste ich los weinen. Jimin sagte etwas überfordert: „Bitte mach das nicht! Da bekomm ich ein schlechtes Gewissen. Das Erste, was ich mache, wenn wir im Hotel sind, ist dich anrufen. Versprochen!” Ich nickte und riss mich zusammen. Als wir uns wieder aus der Umarmung gelöst hatten, wischte er mir die Tränen aus dem Gesicht. „Und jetzt musst du noch lächeln, dann bist du nämlich am hübschesten” Ich lächelte etwas gequält und bekam einen Kuss auf die Stirn. „WIR WARTEN NUR AUF EUCH ZWEI! HABT IHR’S DANN AUCH MAL?”, hörte man Jk von unten schreien. Jimin nahm meine Hand und dann gingen wir auch mit unserem Gepäck runter. TXT war schon draußen und war damit beschäftigt, ihr Gepäck wieder in den Van zu packen. Die Mädels saßen alle, ihre Reisetasche am Schoß, auf dem Boden und waren am Handy. Hobi stopfet gerade noch ein paar Schule in seinen Koffer, die restlichen BTS-Mitglieder waren auch mit ihrem Handy beschäftigt. Jimin unterbrach dann die Stille: „Wie machen wir das jetzt? Die vier dürfen nicht Auto fahren und bei uns und denen da draußen ist kein Platz mehr” „Zu fünft passen sie doch in den SUV und deine Freundin darf auch fahren”, erinnerte Joon ihn. Dann standen die Mädels auch auf und wir gingen alle nach draußen. Jin schloss die Tür ab. Beomgyu rief: „Okay, euch viel Spaß in Tokio, und euch fünf besuchen wir die Tage mal. Man sieht sich” Die Anderen verabschiedeten sich auch noch kurz, dann fuhren sie weg. Als ich bemerkte, dass Tae und Yoongi anfingen, die Koffer in den Van zu laden, hielt ich Jimins Arm fest. Namjoon, der das gesehen hat, ermahnte mich direkt: „Lass ihn los, (D/n). Sonst bleibt er doch noch hier” Man hörte Tae’s Lachen: „Ach kommt schon, das sind keine zwei Jahre, keine zwei Monate, nur zwei Wochen. Das werdet ihr schon überleben” Jennie meinte: „Die schon, aber wir bestimmt nicht. Wir werden bei dem Gejammer von den beiden bestimmt sterben” Lisa kam auf mich zu, gab Rosè meinen Koffer und zog mich dann von Jimin weg, Richtung Auto und sagte: „Ganz kurz und schmerzlos” Sobald ich im Auto saß, meinte Jisoo dann auch schon: „Los geht’s!” Ich fuhr los, zu dem Dorm, in den ich die nächsten zwei Wochen leben würde.

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    57 Kapitel Es war sehr viel Verkehr. Darum brauchten wir auch fast eine halbe Stunde. Ich wäre am liebsten zurück zu Jimin gefahren. Er war noch nic
    57 Kapitel

    Es war sehr viel Verkehr. Darum brauchten wir auch fast eine halbe Stunde. Ich wäre am liebsten zurück zu Jimin gefahren. Er war noch nicht mal weg, aber ich vermisste ihn schon. Das fiel Chaeyoung auch auf, denn sie beruhigte mich: „(D/n), er ruft dich später an. Und bald ist er schon wieder zurück. Wir lenken dich schön ab. Also, denk jetzt an was anderes“ Ich nickte und versuchte, nicht an meinen Freund zu denken, was leider überhaupt nicht funktionierte. Dann waren wir aber doch endlich da. Wir stiegen aus und gingen nach innen. „Jetzt müssen wir uns noch überlegen, wo du schläfst...”, fiel Jennie ein. „Ich schlaf einfach mit Tannie auf der Couch“, beschloss ich. Sie nickten, dann holten wir unser Gepäck. Jisoo räumte mir ein paar Fächer in ihrem Kleiderschrank frei, in die ich meine Klamotten räumte. Als ich eine halbe Stunde später fertig war, lies ich mich neben Chaeyoung auf die Couch fallen und nahm mein Handy aus meiner Hosentasche. Aber da war noch etwas anderes drinnen. Ich griff noch einmal rein und spürte Geldscheine. Ich zog sie raus und riss die Augen auf. Das waren nicht wirklich 3 000 000₩. Rosie, die das bemerkt hatte, lachte: „Oh, da hat’s jemand aber ganz gut gemeint“ „Der hat doch einen Knall! Ich hab nach ein bisschen Geld gefragt! Nicht nach... Der bekommt später was zu hören...“ Sie musste wieder lachen und wand sich wieder ihrem Laptop zu. Ich scrollte durch meine Kontakte und beschloss dann: „Ich ruf mal kurz meinen Dad an“ Damit stand ich auf und verschwand in die Küche. Er hob auch schnell ab.
    Dad: „Hallo, wie geht’s dir?“
    (D/n): „Passt, und dir?“
    Dad: „Das klingt aber nicht sehr überzeugend. Was ist denn?“
    (D/n): „Nichts schlimmes. Jimin ist nur für die nächsten zwei Wochen in Tokio“
    Dad: „Tokio? Was macht er da?“
    (D/n): „Wegen BTS“
    Dad: „Hm. Und wo bist du? Und warum bist du nicht mit?“
    (D/n): „Ich bin bei Jennie, Lisa, Jisoo und Chaeyoung. Und ich konnte nicht mit, weil Bang PD Angst hat, dass die Fans was mitbekommen“
    Dad: „Versteh schon... Aber sonst ist nichts“
    (D/n): „Nö, sonst ist alles okay“
    Dad: „Zum Glück. Hast du eigentlich schon einen Studienplatz?“
    (D/n): „Woher weißt du, dass ich mich beworben habe“
    Dad: „Jimin hat mich angerufen und ich hab ihm bei der Bewerbung geholfen“
    (D/n): „Stimmt, hat er erwähnt“
    Dad: „Und?“
    (D/n): „Bis jetzt noch nichts. Wird diesmal aber eh schwieriger als letztes Mal. Ich muss was in Südkorea, am besten Seoul, finden...“
    Dad: „Ach mach dir keinen Kopf, da findest du schon was“

    Wir redeten noch sehr lange. So lange, dass Rosé irgendwann in die Küche kam und flüsterte: „Ist alles okay?“ Ich nickte, woraufhin sie wieder verschwand. Nach ungefähr zehn Minuten legte ich dann auch auf und stellte fest, dass wir fast eine Stunde telefoniert hatten. Zum Teil zwar über den unnötigsten Schrott dieser Welt, aber es war trotzdem schön, mal wieder so lange mit ihm zu sprechen. Ich ging wieder ins Wohnzimmer, wo inzwischen auch Jisso war und mit Kopfhörern etwas auf ihrem Tablet schaute. Als sie mich bemerkte, pausierte sie das Video und rief Jennie und Lisa runter. „Also, wie wär’s, wenn wir shoppen gehen? Unter der Woche werden wir dazu keine Motivation mehr haben, aber heute haben wir ja eh nichts zu tun“, schlug die Älteste dann vor. Wir stimmten ihr alle zu und ich fragte: „Können wir aber vielleicht noch kurz hier bleiben? Nur noch... ne Dreiviertelstunde?“ „Okay, wir fahren, sobald Jimin sein Lebenszeichen gegeben hat“, genehmigte Jennie und lachte. Ich stand auf und suchte mir schonmal etwas vernünftiges zum anziehen. Lisa erinnerte mich dann noch: „(D/n), zieh nur das an, was Jimin dir auch erlauben würde. Sonst bekommen wir den Anschiss!“ Ich verdrehte die Augen, zog dann aber eine schwarze Boot-Cut Jeans, eine gründe Strickjacke und ein weißes T-Shirt raus. Damit verschwand ich dann in ein Badezimmer, zog mich um und glättete mir die Haare. Als ich wieder raus kam, saßen alle vier schon fertig auf dem Sofa und warteten. Ich setzte mich zu ihnen und sah alle zwei Sekunden auf die Uhr. Es war 13 Uhr. Sie mussten eigentlich schon in Tokio sein... Ich merkte, wie meine Hände etwas zitterten, da ich sehr angespannt war. Nach fünf weiteren Minuten, klingelte dann endlich mein Handy. Ich brauchte nicht mal eine Sekunde um abzuheben.
    (D/n): „Hi, ist alles okay?“
    Jimin: „Ja, am Flughafen war‘s bisschen... schwierig heute aber wir sind jetzt im Hotel“
    (D/n): „Was meinst du mit ‚schwierig‘?“
    Jimin: „Viele ARMYs. Leider auch sehr viele aufdringliche“
    (D/n): „Ouh“
    Jimin: „Naja, wir haben’s geschafft. Was macht ihr so?“
    (D/n): „Bis jetzt haben wir noch nicht so viel gemacht. Jetzt wollten wir dann noch shoppen gehen. Ach, apropos shoppen, spinnst du eigentlich? Du kannst mir doch keine 3 000 000₩ geben!“
    Jimin: „Siehst du doch, dass ich das kann. Wenn’s nicht reicht, was ich mir gut vorstellen kann, leih dir was bei den anderen aus“
    (D/n): „Wenn’s nicht reicht? Das reicht ja für 2 Monate oder länger!“
    Jimin: „*lacht* Da wäre ich mir nicht so sicher...“
    (D/n): „Kannst du aber sein!“
    Jimin: „Wir werden sehen...“
    (D/n): „Was macht ihr jetzt dann? Wahrscheinlich auspacken, oder?“
    Jimin: „Ne, wir fliegen ja Samstag Nacht nach Los Angelas“
    (D/n): „... Hä, warum?“
    Jimin: „Hab ich nicht erwähnt, dass wir für die Grammys nominiert sind?“
    (D/n): „Ihr seid was?“
    Jimin: „Wir sind für die Grammys nominiert“
    (D/n): „... du verarschst mich gerade, oder?“
    Jimin: „Nein!“
    (D/n): „... warte“

    Ich drehte mich zu den Mädels und fragte: „Stimmt es, dass BTS für die Grammy nominiert ist? Also für die echten?“ Sie sahen sich verwirrt an und Jisoo bestätigte: „Ja, hast du das nicht mitbekommen?“ Ich schüttelte den Kopf und nahm wieder mein Handy.
    (D/n): „Das ist krank! Grammys! Wie viele K-Pop Gruppen performen schon bei den Grammys?“
    Jimin: „Ehm... Wir sind die ersten“
    (D/n): „Wow, dann hab ich euch ja doch etwas unterschätzt...“
    Er lachte amüsiert und ich versprach:
    (D/n): „Ich schau’s im Fern“
    Jimin: „Mach das“

    Ich spürte, wie Lisa an mir rüttelte und dann so laut sagte, dass Jimin es auch hören konnte: „Habt ihr‘s jetzt mal? Wir wollen los!“
    Jimin: „Okay, rufst du mich dann heute Abend an? Ich hab bis 22 Uhr Training, aber danach kann ich“
    (D/n): „Okay, bis später“
    Jimin: „Bis später“

    Ich legte auf und stand auf und rief: „Wer kommt mit nach Los Angeles?“ Chaeyoung seufzte: „Ich wusste es! Okay, wir kommen mit. Aber, du erklärst das YG und wir kommen nicht mit weil wir hinwollen, sondern weil du dein Schatzilein überraschen willst und der uns sonst umbringt, wenn wir dich alleine lassen“ Die anderen nickten und ich meinte gut gelaunt: „Perfekt! Ich buch schnell einen Flug“ „Und wann gehen wir shoppen?“, fragte Jisoo. „Du hast recht. Ich mach das sobald wir wieder hier sind“, verbesserte ich, griff nach meiner Jacke und dem Autoschlüssel und ging nach draußen. Die Vier kamen eine Minute später auch raus und dann fuhren wir los. Ich parkte in einer Tiefgarage. Als ich schon aussteigen wollte, zog Jisoo, die neben mir saß, mich noch einmal rein und Jennie reichte mir einen Bucket Hat und eine Maske. Lisa erklärte: „Es gibt immer noch ein Bild von dir und Jimin. Muss nicht jeder wissen, dass du auch noch mit Blackpink rumhängst“ Ich setzte die Sachen auf, dann stiegen wir alle aus. Wir fuhren mit dem Aufzug nach oben und liefen in die Fußgängerzone. Dort war sehr viel los, aber es war eigentlich unmöglich, die vier Sängerinnen zu erkennen. Sie hatten Kapuzen, Masken und Sonnenbrillen auf. Wenn dann, wären sie höchstens deshalb aufgefallen. Meines Wissens nach, blieben sie aber unerkannt. Nachdem wir einige Minuten gelaufen waren, bog Lisa in ein Mode-Geschäft. Wir folgten ihr alle. Drinnen teilten wir uns, aufgrund unserer unterschiedlichen Styles, auf. „(D/n)?“, hörte ich eine bekannte Stimme hinter mir. Ich drehte mich um und sah Yumi. „Oh, hi“, begrüßte ich sie. Sie sah mich anders an, als sonst. Wütend, enttäuscht. Die Ältere kam auf mich zu und fragte: „Was hast du gemacht? Warum ist Siwon im Knast?“ „Ich? Ich hab überhaupt nichts gemacht” „Und stimmt es, dass du mit Park Jimin zusammen bist? Also DEM Park Jimin?“ Ich war total überfordert. Was sollte ich jetzt sagen. Ich wusste, dass ich schon viel zu lange nachdachte, aber ich konnte nichts daran ändern. Ich stotterte langsam: „Eh... A-Also eh... Park Jimin? W-Wer ist das denn?“ Sie zog eine Augenbraue hoch und glaubte mir kein Wort. „Okay, ich mach dir ein Angebot. Du holst meinen Bruder da raus und ich werde vergessen, dass du mit einem der bekanntesten Sänger weltweit zusammen bist. Wenn du das nicht tust, wird sich das vermutlich rumsprechen. Du hast eine Woche“ Damit drehte sie sich um und verschwand. Ich brauchte einen Moment, um das alles zu verstehen, dann beschloss ich, meinen Freundinnen nichts davon zu sagen und heute Abend erstmal mit Jimin darüber zu sprechen. Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als mich jemand von hinten packte. Ich drehte mich um und sah erschrocken in Lisas Augen. „Wer war‘n das?“, fragte sie und musterte die Schuhe im Regal neben uns. „Ne... Freundin?“, log ich spontan. Sie nickte nur verstehend und schlug dann vor: „Eis?“ „Gute Idee“ Daraufhin gingen wir dann auch mit unseren Klamotten zur Kasse und zahlten. Die anderen drei warteten schon. Da ich es nicht gewohnt war, so viel Geld bei mir zu haben, hatte ich nur für 120 000₩ eingekauft. Nachdem wir dann alle versammelt waren, gingen wir auf das nächste Eiskaffee zu und kauften uns alle zwei Kugeln. „Sagt mal, was macht ihr denn eigentlich für ne Diet? Ihr esst alles, was ihr wollt und nehmt nebenbei ab?“, fragte ich als wir auf einer Bank saßen und zufrieden unser Eis schleckten. Sie sahen sich erschrocken an. Dann meinte Jisoo: „Also... das musst du morgen dann nicht unbedingt erzählen... Wir... haben das vergessen“ Ich lachte und versprach: „Niemand wird‘s erfahren“
    „Jisoo Unnie!“, hörten wir dann plötzlich jemanden hinter uns rufen. Daraufhin hoben alle Passanten den Kopf. Die vier Idole winkten nur etwas verlegen, standen dann auf und zogen mich weg. Chaeyoung flüsterte: „Weg hier, solange es noch geht...“ Wir liefen zügig ein Stück, bogen ein paar mal ab und gingen dann in einen Gemischtwarenladen. Dort stellten wir uns vor ein Regal und taten so, als würden wir einkaufen wollen. Nach fünf Minuten flüsterte Jennie aber: „Okay, ich denk, wir können wieder. Können wir bitte bei Chanel reinschauen?“ Rosé verdrehte die Augen, nickte aber: „War ja klar, aber na gut“ Wir gingen unbemerkt wieder raus und liefen schnellstmöglich zu Chanel.
    „Oh mein Gott! Schaut mal das! Oder das!“, freute Jennie sich und ran herum wie ein kleines Kind. Ich lief nur mit offenem Mund rum. Ich war noch nie hier drinnen gewesen, da es mir zu peinlich war, nichts zu kaufen. Außerdem wäre ich immer gestorben, all diese schönen Sachen zu sehen aber zu wissen, mir nichts davon leisten zu können. „(D/n), wie findest du die Handtasche?“, riss Jennie mich aus meinen Gedanken und deutete auf eine kleine, schwarze Schultertasche. Ich nickte und meinte: „Ja, die ist sehr schön“ „Okay, ich glaub, ich kauf sie“, beschloss die Sängerin, griff danach, zwinkerte ihren Bandkolleginen zu und ging zur Kasse. Ich sah ihr etwas neidisch hinterher. Schon cool, wenn man sich mal eben spontan ne Handtasche für 6 000 000 000₩ kaufen kann. Aber ich gönnte es ihr von ganzem Herzen.

    „Wer will Mittagessen?“, fragte Jisoo, als wir wieder, Jennie mit ihrer neuen Tasche, draußen waren. „ICH”, brüllten wir vier gleichzeitig. Es war zwar schon 16 Uhr, aber da wir heute, bis auf ein kleines Frühstück, noch nichts gegessen hatten, hatten wir großen Hunger. Wir liefen auf einen Stand zu und kauften uns allen einen Hot Dog, den wir dann auf den Treppenstufen vor einer Drogerie aßen. „Fahren wir dann heim oder gehen wir noch in ein zwei Läden?“, fragte ich bei einem meiner letzten Bissen. „Hm... Also morgen müssen wir um ca 7 Uhr losfahren damit wir pünktlich um halb acht beim YG Entertainment sind. Das heißt, bis spätestens sechs müssen wir alle aufstehen. Also sollten wir vor Mitternacht pennen gehen. Wir müssen noch eine Stunde Workout machen... Da haben wir noch ein bisschen Zeit. Lasst uns noch da rein gehen und Parfüm kaufen”, beschloss Jisoo und deutete auf den Laden hinter uns. Wir nickten von der Idee begeistert und standen auf. Nachdem wir dann unser letztes Stück Hot Dog verdrückt haben, gingen wir in die Drogerie, direkt auf die Parfüms zu. „Ahhhhh, die haben hier sogar ein Chanel Parfüm”, stellte Jennie fest und freute sich. Lisa kam zu mir und murmelte: „Gewöhn dich dran. Mit der kannst du nicht shoppen gehen, ohne das 500 Mal Chanel erwähnt wird...” Ich lachte und roch dann auch an ein paar ausgestellten Flakons. Nach ein paar Minuten legte Chaeyoung den Arm um meine Schultern und meinte: „Nimm 'Orange Blossom' von Jo Malone. Vertrau mir einfach” Ich sah sie etwas verwirrt an, worauf hin sie wiederholte: „Nimm’s! Glaub mir” „Hattest du das schonmal?”, fragte ich skeptisch. „Nö, aber Jimin mag’s”, erklärte sie dann. Ich verdrehte die Augen, sie forderte mich aber wieder auf: „Jetzt nimm’s schon!” „Jaja jetzt beruhig dich!” Sie lächelte zufrieden: „Na geht doch” Damit drehte sie sich wieder um und ich suchte das Parfüm. Ich braucht auch nicht lange, dann hatte ich es gefunden. Ich ging dann noch zu Jisoo, die vor einem Regal mit Dior Düften stand. „Ich hab halt noch drei angefangene zu Hause, aber das Pinke will ich schon soooo lange...”, sagte sie, als sie meine Anwesenheit bemerkte. „Okay, dann kaufs dir doch einfach”, schlug ich vor. Sie dachte kurz nach, nahm es dann aber und rief glücklich: „Okay Mädels, wegen mir können wir gehen” „Noch eine Minute“, bettelte Jennie und versuchte gestresst sich für ein Parfüm zu entscheiden. „Eh... okay, ich nehm das. Jetzt können wir gehen“, entschied sie nach wenigen Sekunden und lief zur Kasse, wir alle hinterher.
    Bis wir am Auto ankamen war es schon 17 Uhr. Es war viel los gewesen und die Sängerinnen wurden nicht gerade selten erkannt. Genauer gesagt hatten wir immer, als wir eine Schar Fans abgehängt hatten schon mit der nächsten zu kämpfen. Aber jetzt hatten wir es geschafft. Wir ließen uns ins Auto fallen und ich fuhr los.
    „Schau mal bitte, wer mir geschrieben hat“, bat ich Jisoo, die neben mir saß, als ich mein Handy in meiner Jackentasche vibrieren gespürt hatte. Sie griff rein sah auf mein Handy und antwortete: „Natürlich Jimin... Aber dem musst du jetzt nicht direkt schreiben. Der muss lernen, zu warten“ Damit packte sie mein Handy in ihre Handtasche. Ich verdrehte die Augen, konzentriere mich dann aber wieder aufs Fahren. Lisa machte irgendwann Musik an und wir fingen alle an, zu Twice Songs wie ‚I Can’t Stop Me‘ oder ‚Fancy‘ zu singen. Die lange Fahrt war darum trotz der vielen Staus, die sich in Seoul sehr schnell bildeten, erträglich gewesen. Als wir vor dem Dorm geparkt hatten und nach innen gegangen waren, beschloss Rosé: „Und jetzt ziehen wir uns alle um und machen dieses verdammte Workout“ Daraufhin gingen die vier nach oben in ihre Zimmer und ich ins Wohnzimmer. Erst jetzt hatte ich mal Zeit über alles nachzudenken, was in den letzten paar Stunden passiert war. BTS war für die Grammys nominiert. Für die Grammys! Es war mir wirklich peinlich, bis vor zwei Monaten noch nie was von der Boygroup gehört zu haben. Sie waren wirklich erfolgreich und das auch verdient. Sie hatten Talent. Alle. Und mein Musikgeschmack war es auch. Darum war es auch so schade, dass ich ihre Musik nicht schon früher gehört hatte. Ich dachte über all den Stress nach, den sie wohl hatten müssen. Jimin war sehr viel bei mir. Ich weiß nicht, wann er trainiert hatte, aber er hatte es. Er war nicht der Typ, der einfach nachlassen würde. Morgen würde ich an eigenem Körper spüren können, was alle meine Freunde seit Jahren ihre Routine nannten. Ich war mir sicher, dass ich morgen Abend sterben würde. Nur bei der Vorstellung wurde mir klar, wie anstrengend es sein musste. Und es war ganz eindeutig nicht selbstverständlich, dass Jimin trotzdem jeden Tag so viel Zeit mit mir verbracht hatte. Seit ich bei den Jungs wohne, hatten sie noch nie bis 22 Uhr trainiert. Für Jimin schien das aber nichts Neues zu sein. Er arbeitete so viel ich hatte jetzt Angst, seine komplette Kariere ruinieren zu können. Yumi wusste, dass wir zusammen waren. Und wenn Siwon in einer Woche noch im Gefängnis war, dann würde sie es verraten. Für mich hatte ich schon entschieden, was wir machen würden. So viel Angst ich auch davor hatte, was danach passieren würde, ich würde dafür sorgen, dass Siwon frei kommt. Plötzlich kam Jennie die Treppe runtergerannt und schrie: „(D/N)! (D/N), (D/N), DU HATTEST DIE GLEICHEN SCHUHE WIE AN SILVESTER AN!“ Ich sah sie verwirrt an: „Und jetzt?“ Sie gab mir ihr Handy und lies sich auf die Couch fallen. Dort war ein Post. Zwei Bilder. Das eine Bild, dass ich schon kannte, von Jimin und mir an Silvester und ein Anderes von heute, als wir unseren Hot Dog gegessen hatten und man, da Ich logischerweise meine Maske nicht auf hatte, klar und deutlich mein Gesicht erkennen konnte. „Das gibt es doch gar nicht. Auf dem Bild von Silvester sieht man fast nichts, so schlecht ist die Qualität. Warum wissen die denn jetzt, dass das beides die gleiche Person ist? Die Schuhe haben mehrere, nicht nur ich“ „Ich weiß es nicht. Vielleicht wurden wir auch von Sasaengs gestalkt. Was aber klar ist, dass wenn davon jetzt zu viel raus kommt, Bang PD das nicht mehr zulässt. Und dann habt ihr ein ganz großes Problem. Weil kein Entertainment setzt den Hype einer Gruppe, mit der sie so viel Geld machen, aufs Spiel, nur damit ein Mitglied glücklich ist...“ Ich nickte und gab ihr ihr Handy zurück. „Ich red später mit Jimin drüber. Aber wenn das so weitergeht, dann sind wir mit Sicherheit nicht mehr lange zusammen...”, stellte ich besorgt fest. Jemand klopfte mir auf die Schulter und ich hörte Lisas Stimme: „Du darfst dann zu uns ziehen” „Lisa!”, ermahnte die Ältere sie. „Was, dann weiß sie wenigstens, dass sie nicht obdachlos wäre. Das kann beruhigend sein” Jennie seufzte und beruhigte mich: „Ach, so weit wird’s bestimmt gar nicht kommen. Aber, überleg dir zweimal, ob es wirklich schlau wäre, nach Los Angeles zu fliegen...“ „Du hast recht... Wenn ihr in LA gesehen werdet, was ja gar nicht so unwahrscheinlich ist, und ich wieder bei euch bin, checken die das ja. Vorallem weil bestimmt die ganze Welt, außer mir, schon seit na halben Ewigkeit weiß, dass die Jungs für die Grammys nominiert sind“, gab ich ihr recht, „Wir bleiben hier“ Die beiden nickten beruhigt und dann kam Rosé mit einem Laptop auf dem Arm wieder runter. Sie befahl: „Okay, schiebt das Sofa zur Seite, dann geht’s los. JISOO UNNIE, KOMM JETZT!” Ich half dabei, Platz zu schaffen, zog mir auch noch schnell meine Jogginghose an und stellte mich dann neben Lisa. Sobald die Älteste dann auch da war, drückte Chaeyoung auf Play und wir machten ein einstündiges Ganzkörper-Workout. Die vier Mädels mussten sich gefühlt nicht mal anstrengen, während ich halb verreckte. Während sie selbst beim Sport gut aussahen, war mein Kopf knallrot und Schweiß lief mir die Stirn runter. Als wir endlich fertig waren, schmiss ich mich nach Luft schnappend auf den Boden. Sie mussten lachen und Jisoo motivierte mich: „In einer Woche machst du das ohne danach zu sterben” Ich nickte, stand langsam auf und ging direkt ins nächste Badezimmer um mich schnellstmöglich zu duschen. Ein Blick in den Spiegel verriet mir, dass mein Make-Up in meinem ganzen Gesicht war, aber nicht dort, wo es eigentlich sein sollte. Ich schminkte mich schnell ab und ging dann duschen. Sobald ich fertig war und mich angezogen hatte, schlich ich zur Garderobe um mein Handy aus Jisoos Tasche zu holen und schaute, was Jimin mir geschrieben hatte.
    Jimin:
    Ist alles gut bei dir? Ich weiß noch nicht, wie lange wir heute trainieren... Ich ruf dich sobald an, wie’s geht!
    (D/n):
    Ja, es ist alles okay. Mach dir keinen Stress, ich hab mein Handy ab jetzt bei mir, also ruf einfach an.

    Nachdem mir der zweite Hacken bestätigt hatte, dass die Nachricht angekommen war, ging ich ins Wohnzimmer. Jennie war mit Lisa in der Küche, Chaeyoung war scheinbar in ihrem Zimmer und Jisoo hatte sich mit Yeontan auf die Couch gekuschelt und war fast eingeschlafen. Ich setzte mich neben sie, wodurch beide aufschreckte und Jisoo sich hinsetzte. „Sorry, ich wollte dich nicht wecken”, entschuldigte ich mich. Sie winkte nur ab: „Passt schon. Ich wollte eh nicht schlafen” „Darf ich dich was fragen?”, fragte ich nach einer kurzen Stille. Sie sah zu mir und nickte. Darum stellte ich meine Frage: „Hattest du schon mal einen Freund?” Sie musste amüsiert lachen: „Mehr als einen. Genauer gesagt vier. Und ja, auch seit dem ich bei YG unter Vertrag bin” „Das geht so einfach?” „Es ist nicht wirklich schwer. Und glaub mir, außer die Idols von Big Hit fallen mir keine ein, die nicht heimlich daten. Aber BTS und TXT nehme das sehr ernst. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das bei denen jetzt auch los geht, Jimin hat ja schon den Anfang gemacht. Und Jin und Yoongi sind 28 Jahre alt. Da wird’s schon mal Zeit... Auf jeden Fall daten alle Idols, glaub mir. Gruppenmitglieder, Mitglieder anderer Gruppen, Schauspieler und auch Unbekannte. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass unsere Manager sich das denken können, aber es sie einfach nicht interessiert, solange die Fans nichts mit bekommen” „Ist SM da lockerer als andere? Chen ist ja sogar verheiratet und Vater“, fiel mir ein. „Das kannst du nicht wirklich vom Entertainment abhängig machen. Es kommt auf die Gruppe und das Mitglied drauf an. Aber selbst wenn sie total dagegen sind, kriegt man es hin, ne Beziehung zu führen, ohne dass das groß jemand mitbekommt“ „Okay, und welche Regeln nimmst du dann überhaupt ernst? Du trinkst, gehst feiern, datest, ignorierst Dieten...“ „Ich steh jeden Morgen von Montag bis Samstag um ca. 8 Uhr im Tanzraum und trainiere bis ich mein Tagesziel erreicht habe. Und was ich alles ignoriere, dass kannst du für dich behalten... Aber da bin ich nicht die einzige“ Ich lachte und verarschte sie: „Das wollte ich morgen aber deinem Manager erzählen“ Sie schlug mir leicht auf den Arm, dann rief Jennie aus der Küche: „Deckt mal den Tisch!“

    58
    58. Kapitel

    Wir seufzten, standen dann aber auf und trugen Besteck und Teller auf den Tisch. Jennie hatte in der Zwischenzeit ungefähr zehn mal nach Rosé gerufen. Die hatte aber immer noch nicht reagiert, warum Lisa nach oben ging, um sie zum Essen zu holen. „Die pennt schon...“, erklärte die Rapperin, als sie wieder nach unten kam. „Okay... Dann isst sie halt nichts“, beschloss Jisoo und setzte sich neben mich. Ich sah auf die große Uhr in der Küche und stellte geschockt fest: „Was, schon halb neun? Was haben wir denn den ganzen Tag gemacht?“ „Ehm... Gegessen, Geld ausgegeben und Sport. Ab morgen wird sich dein Alltag auf Tanzen, Tanzen, Singen, Sterben, Tanzen, Workout, Singen und noch einmal Tanzen beschränken. Freu dich drauf“, erklärte Lisa mir. Ich sah sie verzweifelt an: „Stop! Ich kann nicht Singen! Ich kann nicht tanzen! Und ich überlebe kein 5 Minuten Workout! Das könnt ihr vergessen!“ „Ach was, das wird schon“, motivierte Jennie mich. Ich sah sie unsicher an und aß weiter.
    Als wir fertig waren, kündigte Lisa an: „Ich verzeih mich dann mal in mein Zimmer. Gute Nacht“ Damit verschwand sie auch schon nach oben. Jennie machte noch die Spülmaschine an und beschloss dann auch: „Ich geh auch hoch. Morgen müssen wir früh aufstehen” „Du hast recht”, stimmte Jisoo ihr gähnend zu. „Dann gute Nacht“, sagte ich und ging auf auf die Couch zu, wo Tannie schon am schlafen war, zu. „Gute Nacht“, riefen die anderen beiden noch im Chor, dann waren sie verschwunden. Ich zog mich um und machte mich im Bad fertig, legte aber mein Handy keine Sekunde weg, um Jimin’s Anruf nicht zu verpassen. Um viertel nach neun merkte ich, dass ich langsam müde wurde, warum ich beschloss, etwas Fern zu schauen. Ich riss die Augen freudig auf, als ich sah, dass ‚Show me the Money‘ lief. Ich hatte das zwar nie aktiv verfolgt, aber hin und wieder eine Folge gesehen, die an sich auch echt cool war. Darum holte ich mir eine Packung Chips aus der Küche und sah gespannt auf den Bildschirm.

    Neben meinem Kopf spürte ich etwas kurz vibrieren. Ich öffnete langsam meine Augen und setzte mich schnell auf, als ich sah, dass ich eine Nachricht bekommen hatte. Der Fern lief immer noch, allerdings nichts gescheites, warum ich schnell ausschaltete. Dann öffnete ich die Nachricht.
    Jimin:
    Bist du noch wach?

    Ich war hell wach und schrieb schnell:
    (D/n):
    Ja
    Jimin:
    Warum? Wir haben 1 Uhr und du musst morgen früh aufstehen!
    (D/n):
    Weil du mich noch nicht angerufen hast.
    Jimin:
    (D/n), du musst wirklich schlafen!
    (D/n):
    Es ist wichtig!
    Jimin:
    Bestimmt nicht so wichtig, dass es nicht bis morgen warten kann
    (D/n):
    Doch!
    Jimin:
    Um was geht’s?
    (D/n):
    Siwon

    Ich wollte noch ‚Yumi‘ schreiben, aber da rief er mich schon an. Ich hob ab.
    Jimin: „Was ist mit Siwon?“
    (D/n): „Ich hab Yumi heute getroffen“
    Jimin: „Wer ist das?“
    (D/n): „Seine große Schwester. Die, aus dem Restaurant“
    Jimin: „Okay. Und?“
    (D/n): „Sie hat gesagt, dass sie uns eine Woche Zeit gibt, Siwon wieder aus dem Gefängnis zu holen und wenn wir das nicht machen, dann sagt sie allen ARMYs, dass du mit mir zusammen bist“
    Jimin: „Okay, soll sie‘s ihnen sagen. Die Frage ist nur, ob sie sich damit nicht ein Eigentor schießt. Weil wenn’s dann eh schon jeder weiß, werd ich auch sagen, was Siwon mit dir gemacht hat. Und dann hat er definitiv das größere Problem“
    (D/n): „Aber Jennie hat gesagt-”
    Jimin: „Egal was sie gesagt hat, du musst mir recht geben. Es wäre einfach dumm von ihr“
    (D/n): „Nicht zu 100%. Du hast schon recht, aber Jennie hat gesagt, dass wenn das raus, Big Hit nicht mehr so locker damit umgehen wird“
    Jimin: „Vielleicht haben die AFMYs ja auch gar kein Problem damit. Und selbst wenn, was will Big Hit dann groß machen? Wenn sie mich kicken, dann wären sie schon dumm. Weißt du nicht mehr, was Bang PD gesagt hat, als wir bei ihm waren“
    (D/n): „Kicken werden die dich auch nicht, aber die werden dafür Sorgen, dass wir nicht mehr zusammen sind“
    Jimin: „Und wenn sie’s mir verbieten. Denkst du wirklich, dass interessiert mich? Selbst wenn die jetzt ein Problem damit hätten, wären wir zusammen, glaub mir“
    (D/n): „Aber-”
    Jimin: „Nichts ‚aber‘. Du brauchst nicht versuchen, mich zu überreden, diesen Deppen wieder frei zu lassen. Egal was wer verpetzt oder verbietet, wir bleiben zusammen. Und um alles andere, brauchst du dir keine Gedanken zu machen. Das Regel ich schon“
    (D/n): „Denk noch einmal drüber nach. Wir können nem Haufen Ärger einfach aus dem Weg gehen...“
    Jimin: „Und dann hätten wir anderen Ärger. Warum verstehst du das nicht? Ich hasse ihn so sehr. Wenn er wieder frei wäre, wäre das erste, was ich tun würde, ihn zu verprügeln. Und dann haben wir wirklich ein ganz großes Problem! Lass du Yumi erzählen und ich hör mir an, was Bang PD dann zu sagen hat. Und dann ignorieren wir das einfach, okay?“
    (D/n): „Das wird doch niemals funktionieren! Ich werd ausziehen müssen und wir werden keinen Kontakt mehr haben dürfen. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass die dich auch kontrolliere werden“
    Jimin: „Wenn du ausziehst, dann nur mit mir. Also machst du das nicht. Notfalls verstecken wir dich im Kühlschrank“
    (D/n): „Hervorragender Plan. Ich zieh einfach in den Kühlschrank, neben den Kimchi“
    Jimin: „Perfekt. Dann ist mein absolutes Lieblingsessen direkt neben meinem zweitliebsten“
    (D/n): „JIMIN! Bleib ernst“
    Jimin: „Bin ich!“
    (D/n): „Schlaf bitte noch einmal drüber. Ich find deine Idee gar nicht gut...“
    Jimin: „Jaja, wenn’s dich glücklich macht“
    (D/n): „Hast du bis jetzt trainiert?“
    Jimin: „Nein, bin schon seit na halben Stunde hier. War schon duschen, weil ich mir sicher war, dass du eh schon schläfst“
    (D/n): „Hab ich auch, ich bin beim fernschauen eingeschlafen“
    Jimin: „Tut mir leid, ich wollte dich nicht wecken“
    (D/n): „Ich musste eh noch darüber mit dir sprechen“
    Jimin: „Sag bitte den anderen Vieren nicht, dass ich so spät noch angerufen hab. Sonst motzen die mich wieder an“
    (D/n): „Was meinst du mit ‚wieder‘?“
    Jimin: „Nicht so wichtig“
    (D/n): „Okay... Aber was schon lustig ist, ist dass du dauernd sagst, ich soll ihnen irgendwas nicht sagen, weil sie sonst motzen und sie sagen mir, ich soll dir bestimmte Dinge nicht sagen, weil sie sonst Stress mit dir bekommen“
    Jimin: „Was sollst du mir nicht sagen?“
    (D/n): „...eh nichts“
    Jimin: „Ich sprech noch einmal mit den vier Damen...“
    (D/n): „Nein, nein, es ist wirklich nichts dramatisches“
    Jimin: „Was ist es?“
    (D/n): „... eh... ich muss dann langsam auch auflegen“
    Jimin: „Okay, dann sag’s mir nicht, aber leg nicht auf! Ich kann noch nicht schlafen. Freust du dich auf morgen?“
    (D/n): „Schon aber... ich kann das alles gar nicht und-”
    Jimin: „Du kriegst das hin. Und überhaupt, du bist ja nicht dort um das fünfte Blackpink Mitglied zu werden, sondern zum Zeitvertreib“
    (D/n): „Trotzdem nervt es mich, wenn ich etwas nicht hinbekomm“
    Jimin: „Ich glaub an dich“
    (D/n): „Aber liebst du mich auch, wenn ich das niemals hinbekommen werde und fett werde?“
    Jimin: „Ich glaube zwar nicht, dass du fett wirst aber ja, dann liebe ich dich auch noch“
    (D/n): „Okay, dann mach ich mir schnell was zu Essen“
    Jimin: „Was? Habt ihr kein Abendessen gehabt?“
    (D/n): „Doch, aber ich hab Hunger“

    Damit ging ich in die Küche und machte den Kühlschrank auf. Ich suchte kurz etwas, sah dann aber Mochi. Ich nahm sie raus und ging wieder ins Wohnzimmer.
    Jimin: „Was isst du?“
    (D/n): „Mochi“

    Jimin musste loslachen, was mich verwirrte.
    (D/n): „Was gibt‘s da zu lachen?“
    Jimin: „Google mal ‚Mochi Person‘, dann weißt du’s“
    Ich googelte und musste auch loslachen, als Jimin als Ergebnis kam.
    (D/n): „Awww, mein kleiner Mochi!“
    Jimin: „Okay, reicht!“
    (D/n): „Hast du vor, dir die Haare mal wieder pink zu färben?“
    Jimin: „Kann sein“
    (D/n): „Find ich super“
    Jimin: „Eh, okay... Was ich noch vorschlagen wollte. Das hab ich auf YouTube vor ein paar Tagen gesehen. Und zwar, dass wir in der Gruppe schreiben aber so tun als würden wir denken, dass das unser privater Chat wäre. Und halt irgendein Thema und dann dazwischen dauernd noch schreiben ‚Okay, das dürfen aber nicht die Anderen mitbekommen‘ und so. Weißt du, was ich mein?“
    (D/n): „Jo, machen wir”
    Jimin: „Nicht jetzt...“

    59
    59. Kapitel

    Dann ging ich aber schon in unseren Gruppenchat mit den BTS und Blackpink Mitgliedern.
    (D/n):
    Jiminie?
    Jimin:
    Ja. Ich kann jetzt. Teln?
    (D/n):
    Ne sorry, sonst wachen die anderen noch auf
    Jimin:
    Achso, stimmt
    (D/n):
    Worüber wolltest du reden?
    Jimin:
    Weißt schon... Wegen der Sache mit meinem Vertrag und so
    (D/n):
    ... okay
    Jimin:
    Ich werd ihn kündigen
    (D/n):
    Wirklich jetzt?
    Jimin:
    Ja. Hab auch schon mit Bang PD gesprochen
    (D/n):
    Und mit den anderen?
    Jimin:
    Ne, die sollen des auch erstmal noch nicht mitbekommen...
    (D/n):
    Okay... Aber bist du dir wirklich sicher?
    Jimin:
    Ja! Ich bin 25 Jahre alt, wie lange soll ich den noch im Dorm wohnen?
    (D/n):
    Jin und Yoongi sind 28
    Jimin:
    Haben die ne Freundin, mit der sie zusammenziehen wollen?
    (D/n):

    Jimin:
    Eben
    Ich hab aber eine😘
    (D/n):
    🥰
    Und wann?
    Jimin:
    Ca. 1 Monat wenn alles klappt.
    (D/n):
    Ich dachte, du hast schon mit Bang PD gesprochen?
    Jimin:
    Aber noch nicht mit deinem Dad...😅
    (D/n):
    Achso, na das wird kein Problem
    Jimin:
    Hoffentlich...
    Rosé:
    Was geht hier denn ab? Mal auf die Uhr geschaut? Jimin, halt jetzt deine Fresse und lass deine Freundin schlafen. VERSTANDEN?

    Jimin und ich mussten lachen, aber auch leise sein, da Rosé ja wach war. Von oben hörte ich sie dann rufen: „(D/N), HANDY WEG!“ Jimin musste noch mehr lachen und ich ignorierte sie einfach.

    Jimin:
    Fvck!
    (D/n):
    😳
    Hoseok:
    Was ist hier denn los? Wir haben mitten in der Nacht, also was wollt ihr?
    Jimin:
    Gar nichts
    Yoongi:
    WELCHER MENSCH DACHTE DENN, ER/SIE KÖNNE UM HALB ZWEI HIER VOLLSPAMEN?
    JIMIN!
    (D/N)!
    Jungkook:
    Fresse! Ich will schlafen
    Namjoon:
    Jimin?
    Du kündigst?
    Taehyung:
    Was?
    Neeeeiiiiiiiiiinnnnnn
    Seokjin:
    Jimin?
    Jungkook:
    Hyung?
    Hoseok:
    Ein Lebenszeichen?
    Jennie:
    😩 ich will einfach nur schlafen
    Seokjin:
    JIMIN KÜNDIGT
    Lisa:
    Was? Never
    Jisoo:
    (D/n)? Müssen wir jetzt wirklich runter kommen?
    Namjoon:
    Jimin, wir kommen zu dir ins Zimmer, wenn du jetzt nicht sofort was schreibst
    Jimin:
    -_-
    (D/n):
    ^_^
    Jungkook:
    Ahhhh
    Ihr lebt?
    (D/n):
    .
    Namjoon:
    JIMIN? WARUM KÜNDIGST DU?
    Jimin:
    Weil...
    Ach, ihr wisst doch gar nicht, wie das ist...
    Yoongi:
    Wie was ist?
    Jimin:
    Ne Freundin zu haben
    Taehyung:
    Achso😒
    Yoongi:
    Alles klar
    Seokjin:
    Mhm
    Jimin:
    Als ob ihr jetzt beleidigt seid
    Yoongi Hyung hat doch gefragt
    Namjoon:
    Hätte man evtl etwas... freundlicher ausdrücken können
    Jimin:
    🙄
    Jungkook:
    Naja, wir könnten ja auch einfach die Erstbeste nehmen, nur um flexen zu können
    Jennie:
    War das gerade hate an (D/n)?
    Jeon Jungkook!
    Jungkook:
    Nein, an Jimin
    Ich wollte damit sagen, dass er nicht so tun muss, als wäre er der einzige, der die Wahl zwischen keine Ahnung wie vielen Millionen Mädchen hat
    Jimin:
    Was heißt hier ‚Erstbeste‘?😠
    Jungkook:
    ...
    Ich sag nichts
    Jimin:
    Sie ist nicht einfach irgendeine von Millionen, verstanden?
    Jungkook:
    Jaja, sorry
    Namjoon:
    Aber Jimin, dass kann doch nicht dein Ernst sein
    Jimin:
    Warum nicht?
    Namjoon:
    Weil...
    Taehyung:
    Verlass uns nicht😭
    Hoseok:
    Du solltest dir das wirklich noch einmal ganz gut überlegen... Und noch zwei oder drei mal...
    Jimin:
    Ich hab lange drüber nachgedacht
    Seokjin:
    So fühlt sich das also an, wenn das erste Kind geht 😭
    Yoongi:
    Ehm😐
    Namjoon:
    Bleibt doch bitte EINMAL ernst!
    Jimin! Wir brauchen dich!
    Stimmt’s?
    Jungkook:
    Ja
    Hoseok:
    Ja
    Seokjin:
    Ja
    Taehyung:
    Ja
    Yoongi:
    ... wahrscheinlich schon
    Jimin:
    Sorry... Aber ich hab mich entschieden.
    Lisa:
    Und das war das Ende von BTS
    Rosè:
    Du kannst sie doch jetzt nicht alleine lassen! Seit fast acht Jahren gibt es Bangtan
    Jimin:
    Wird‘s doch auch weiterhin geben
    Hoseok:
    (D/n), helf uns mal!
    (D/n):
    Eh, genau Jimin, denk gut drüber nach
    Seokjin:
    Na danke
    Taehyung:
    Namjoon, ich kündige
    Jungkook:
    Namjoon, sieht so aus als wärest du in Zukunft nicht nur Leader, sonder auch Maknae. Ich kündige auch
    Namjoon:
    Nein nein nein, Jungs
    Yoongi:
    Wir können doch einfach einen neuen Namen nehmen. Sowas wie ‚Alle, außer Jimin, der seine treuen Fans verlassen hat‘
    Seokjin:
    Okay, also dann AAJDSTFVH.
    Gewöhnungsbedürftig aber find ich cool
    Hoseok:
    ... über den Namen will ich dann glaub ich noch einmal abstimmen
    Jungkook:
    Jimin, wann bist du weg? Ich will den neuen Namen😍
    Jimin:
    😶
    Ihr bekommt mich leider nicht los...
    Taehyung:
    (D/n), man macht nicht mitten in der Nacht mit seinem Freund Schluss, der keine Ahnung wie viele Kilometer entfernt ist!
    (D/n):
    🤦‍♀️
    Jungkook:
    Das weiß sogar ich
    Jimin:
    Das war ein Scherz! Ich kündige meinen Vertrag natürlich nicht!
    Namjoon:
    Wie lustig😒
    (D/n):
    😂
    Hoseok:
    Maaannn
    Jisoo:
    ... und dafür habt ihr uns geweckt?
    (D/n):
    Sieht so aus
    Jennie:
    Glaub mir (D/n), die nächsten Nächte wirst du nicht viel Schlaf bekommen...
    (D/n):
    Neeeiiiiin, das war nicht meine Idee
    Jimin:
    Ihr lasst sie schlafen, verstanden!
    Rosè:
    Natürlich
    Lisa:
    *nicht
    Jisoo:
    😁
    (D/n):
    Ich jammer EUCH dann halt den ganzen Tag die Ohren voll🤷‍♀️
    Rosé:
    Wir beraten uns noch einmal
    Jisoo:
    Aber können wir jetzt bitte schlafen?
    Yoongi:
    Ich bitte darum
    Jimin:
    😾 Yoongi, ich wusste gar nicht, dass es dich auch als Emoji gibt
    Hoseok:
    Seit jetzt alle leise
    Jimin:
    Dich ja auch, Hobi ☀️
    Seokjin:
    JIMIN, bitte sein jetzt leise. Danke
    Jungkook:
    Nacht
    Rosé:
    (D/n), leg jetzt dein Handy weg und schlaf
    (D/n):
    Jaja gleich
    Lisa:
    Nichts gleich. JETZT
    Ich seh, dass du immer noch online bist.
    Jetzt geh offline
    Jisoo:
    Wartet, ich nehm ihr ihr Handy weg
    (D/n):
    NEIN!
    UNNIE🥺
    Jisoo:
    Dann schlaf
    (D/n):
    Okay, Nacht

    Ich ging schnell offline und flüsterte dann:
    (D/n): „Jimin?“
    Jimin: „Ja?“
    (D/n): „Können wir noch reden?“
    Jimin: „Okay, aber bitte sprech so leise, dass die vier dich nicht hören”
    (D/n): „Mach ich”
    Jimin: „Wie läuft es eigentlich mit deiner Bewerbung? Gibt’s was neues?”
    (D/n): „Ich hab länger nicht geschaut. Warte, ich hol kurz meinen Laptop”

    Ich schlich zu meinem Koffer und suchte meinen Laptop. Als ich ihn hatte, meldete ich mich an und checkte meine E-Mails.
    (D/n): „Ne, nichts...”
    Jimin: „Das ist ja doch schwerer als ich gedacht habe...”
    (D/n): „Denkst du, ich soll mir mal einen Teilzeitjob suchen?”
    Jimin: „Wofür?”
    (D/n): „Um Geld zu verdienen”
    Jimin: „Warum machst du dir da unnötig so einen Stress? Wenn du studierst, konzentrierst du dich darauf und jetzt erholst du dich einfach noch. Ich hab Geld und einen relativ sicheren Job“
    (D/n): „Da komm ich mir dumm vor... Ich leb seit fast zwei Monaten umsonst im gefühlt luxuriösesten Dorm ganz Südkoreas und mache den ganzen Tag über exakt gar nichts, während ihr den ganzen Tag arbeitet“
    Jimin: „Dir ist aber hoffentlich bewusst, dass ich selten so sparsamen Leuten wie dir begegnet bin. So viel Geld wie du in den letzten zwei Monaten gebraucht hast, brauchen andere an einem Tag“
    (D/n): „Trotzdem...“
    Jimin: „Du darfst dir was suchen, aber nur, wenn du unbedingt willst. Und nur, wenn du immer daheim bist, wenn ich daheim bin“
    (D/n): „Ich werd mich umhören“
    Jimin: „Okay”
    (D/n): „Darf ich dich was fragen?”
    Jimin: „Klar“
    (D/n): „Das ist wirklich nur aus Interesse. Und wenn du nicht drauf antworten kannst, ist das okay. Und ich kann auch-”
    Jimin: „Frag einfach”
    (D/n): „Wie lange wirst du noch bei Big Hit sein?”
    Jimin: „Bis zum letzten Tag, an dem es BTS gibt. Und wann der sein wird, weiß ich nicht. Aber seit dem wir zusammen sind, hab ich auch einen Grund, warum ich mich, obwohl das echt traurig wird, darauf freuen kann... Wie lange kannst du warten?”
    (D/n): „Lange”
    Jimin: „Hoffe ich... (D/n)ie, es ist 2 Uhr. Du musst jetzt wirklich schlafen”
    (D/n): „Okay”
    Jimin: „Wenn was ist, dann meld dich”
    (D/n): „Mach ich. Gute Nacht, Mochi”
    Jimin: „...Gute Nacht”

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