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What‘s going on inside your head? (BTS Fanfiction)

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    31. Kapitel

    Wir warteten noch ungefähr eine halbe Stunde, dann klingelte es auch schon. Wir hatten uns über Fans unterhalten. Sie hatten mir lustige Geschichten von Konzerten erzählt. Irgendwann kamen die Anderen dann auch wieder runter und Namjoon bat mich: „(D/n), mach du bitte auf. Du bist die einzige die kein Idol ist...“ Ich stand auf und Namjoon steckte mir Geld zu. Dann ging ich zur Tür und machte auf. Doch da stand nicht irgendjemand. Siwon. Ich hätte die Tür am liebsten wieder zugeschlagen. „(D/n)? Ach, schön, dass man sich mal wieder sieht“, begrüßte er mich. Total verwirrt fragte ich: „Du arbeitest doch bei Yumi?“ Er lachte: „Hab ich, bis du gekündigt hast. Dann hab ich mir was anderes gesucht, eigentlich will ich ja gar nicht bei meiner großen Schwester arbeiten“ „Jetzt gib die Pizza her und hau ab!“, verlangte ich. Doch er fragte: „Wohnst du hier?“ „Ne, nur Freunde“, log ich. „Kommst du mit mir mit? Du fandest mich doch nett, bis dein Freund von mir erfahren hat“, versuchte er wieder sein Gehen möglichst lange rauszuzögern. Ich wiederholte nur: „Pizza her und dann verschwinde!“ Man hörte die Jungs von drinnen laut lachen. Sie unterhielten sich scheinbar. In diesem Moment, legte Siwon die Pizzaschachteln auf den Boden und packte mich am Handgelenk. „JIMIN!“ schrie ich noch, dann hielt er mir den Mund zu und zog mich nach draußen. Ich versuchte ihn zu treten, schaffte ich aber nicht. In dem Moment wurde die Tür wieder aufgerissen und Jimin kam raus gerannt. „KOMMT SCHNELL HER!“, brüllte er noch nach innen, dann rannte er auch schon auf Siwon zu. „Du lässt sie sofort los!“, sagte er und versuchte ruhig zu bleiben. Dann kamen aber auch schon die elf Anderen raus gerannt. „Fvck!“, flüsterte Siwon und versuchte mich noch einmal wegzuziehen. Jimin hielt mich aber fest und der Andere rannte schnell ins Auto und fuhr davon. „Das ist doch nicht mehr normal mit dem Typen!“, sagte Jimin kopfschüttelnd, nahm meine Hand und lief nach innen. „Wer war das?“, fragte Hobi verwundert. Ich sagte nur: „Siwon“ Meine Mitbewohner nickten, TXT sah mich nur verwirrt an.

    „Naja, wir haben gratis Pizza! Hat doch auch was positives!“, versuchte ich die Stimmung aufzulockern. Aber Jimin sagte wütend: „Was positives? Der Typ hat einen Knall! Und ab heute, verbiete ich dir, die Tür aufzumachen! Ab heute müssen wir nämlich damit rechnen, dass da der gestörte Siwon steht und dich mit in sein Auto nimmt! Warum bin ich so ruhig geblieben? Warum hab ich ihm nicht einfach eine reingehauen? Was erlaubt der sich eigentlich, dich anzufassen? Noch einmal, dann ist er tot! Und das mein ich diesmal wirklich ernst! Und überhaupt, warum arbeitet der jetzt beim Pizzalieferdienst und muss genau uns beliefern? Was hat der immer für ein verdammtest Glück, dass dann auch noch genau DU die Tür aufmachst und da ALEINE stehst? Was bin ich für ein Depp, dass ich dich überhaupt alleine die Tür aufmachen lasse und nicht mal schau, warum das so lange dauert? Normalerweise dauert Pizza entgegennehmen nicht mal ne Minute und ich Vollidiot komm nicht mal nach fünf Minuten auf die Idee, mal nach dir zu schauen! Hättest du nicht geschrien, wärst du jetzt weg! Und wir würden es wahrscheinlich immer noch nicht bemerkt haben!“ „Beruhig dich, Jimin!“, versuchte Namjoon ihn zu beruhigen. Soobin meldete sich dann zu Wort: „Sorry, aber wer genau war das jetzt?“ „Siwon. (D/n) hat ihn kennengelernt, als er in dem Restaurant, wo sie gearbeitet hat, ausgeholfen hat. Sie haben sich gut verstanden und waren nach dem Arbeiten auch noch unterwegs. Am nächsten Tag haben sie sich wieder getroffen. Dann hat er ihr wieder geschrieben und das hat mich gestört. Vor allem wie er ihr geschrieben hat... Sie hat ihm abgesagt, aber er stand trotzdem vorm Restaurant. Dann hat sie gelogen und gesagt, sie würde heute was mit ihrem Freund machen. Dann hat er sich entschuldigt und ist gegangen. Am nächsten Tag war er dann plötzlich im Restaurant. Da hat (D/n) ihm eine reingehauen, weil er ihr dauernd näher gekommen ist. Dann war er während der Arbeit eingeschüchtert, aber sobald sie rausgingen, hat er sie gepackt und weggezogen. Ich war aber da und ja, dann haben wir uns gegenseitig ein bisschen gedroht und seit dem war eigentlich nichts mehr“, fasste Jimin etwas durcheinander zusammen. TXT nickte und sah mich an. „Ich hab Hunger!“, unterbrach ich dann das Schweigen und lief ins Esszimmer. Namjoon sagte dann: „Dann gebt ihr lieber schnell was zum Essen. Sonst wird sie ganz ungemütlich!“ Jin teilte schnell die Pizza aus und dann aßen wir. Als wir fertig waren, meinte Jimin plötzlich: „Nicht schreien!“ Ich sah ihn verwundert an, dann wurde mir aber auch schon der Mund von hinten zugehalten und die Augen zugebunden. Ich schlug hinter mich und hörte dann Jungkook: „Darf ich sie nicht doch bewusstlos schlagen?“ „Nein! Das ist so auch lustig, du musst niemanden schlagen, und du auch nicht, (D/n)!“, erklärte Tae ihm. „Jimin, trag du sie hoch. Wenn jemand anders sie anfässt, gibt es noch Tote“, sagte Namjoon. Ich biss in die Hand, vor meinem Mund. Soobin schrie auf, warum wohl er es gewesen sein musste. „Leute! Ich seh nichts! Das find ich nicht lustig!“, beschwerte ich mich. Kai lachte: „Ich glaub dir, dass du das nicht lustig findest, aber wir finden das dafür umso lustiger!“ Dann hab Jimin mich auch schon hoch und wir gingen die Treppe nach oben.

    „Das erste große Problem: Man muss die Haare nass machen...“, erklärte Hobi den Anderen. Yoongi klatschte: „Wow! Das geht ja super los! Und wie wollt ihr jetzt ihre Harre nass machen?“ „Gar nicht!“, versuchte ich sie von dem anzuhalten, was sie vorhatten. Beomgyu drohte dann: „Sei leise, sonst kleben wir dir den Mund mit Panzertape zu!“ „Ich hab ne Idee!“, meldete Tae sich zu Wort und ging aus dem Badezimmer. Kurze Zeit später öffnete sich die Tür wieder und mir wurde eimerweise Wasser über den Kopf geschüttet. „ICH HAB EIN WEISES T-SHIRT AN, IHR DEPPEN! DAS WIRD DURCHSICHTIG, WENN’S NASS WIRD!“, schrie ich. „Ja sorry, an sowas denk ich halt nicht!“, lachte Taehyung. Jungkook fragte: „Und was machen wir jetzt?“ Jimin sagte dann sarkastisch: „Ja am besten starrt ihr jetzt alle meine Freundin an! Nein, ich hol dir schnell ein schwarzes T-Shirt. Und ihr dreht euch jetzt endlich um!“ Er ging nach draußen, kam aber schnell wieder. „Also, ich würde dir ja jetzt echt gern die Augenbinde runtermachen, aber du bringst uns um, wenn du siehst, was wir vorhaben, darum mach ich das nicht!“, erklärte Jimin. Dann half er mir mein durchnässtes T-Shirt auszuziehen und das Trockene anzuziehen. „Okay, ihr könnt euch wieder umdrehen. Was muss man jetzt machen?“, fragte mein Freund. Jungkook erklärte: „Das Zeug, das wir vorbereitet haben auf die Haar machen“ „Halt mal, ihr färbt mir aber nicht die Haare, oder?“, fragte ich panisch. Yeonjun lachte: „Ach nein! Keine Angst“ Dann fingen sie auch schon an, mir irgendwas in die Haare zu schmieren. Eine halbe Stunde verging und dann laß Jungkook vor: „Die Farbe eine Stunde einwirken lassen und gründlich mit warmen Wasser ausspülen. Okay, (D/n), in einer Stunde sind wir wieder da“ „FARBE? NEIN NEIN NEIN! WELCHE FARBE DENN?“, fragte ich kurz vorm heulen. Jin, beruhigte’ mich: „Alles halb so wild, ist nur pink“ Ich schwieg und fragte dann: „Jimin? Die verarschen mich, oder?“ „Ehm... Ich würde sagen es wird rosa, kein pink...“ „Wascht das SOFORT raus!“, befahl ich. „Hier steht aber, dass dann keine richtige Veränderung sichtbar ist, wenn man keine Geduld hat!“, laß Jungkook wieder von der Verpackung vor. Ich maulte: „Ich will auch keine Veränderung! Auswaschen!“ Beomgyu lachte: „Ich hol das Panzertape. Und jetzt musst du noch ein bisschen Geduld haben, das war ein Haufen Arbeit!“ Ich verschränkte meine Arme und lehnte mich nach hinten. Die Jungs unterhielten sich und hatten beste Laune. Ich hätte ihnen eine reinhauen können, sah aber immer noch nichts, warum ich es mir für später aufhob. Eine Ewigkeit später sagte Yoongi endlich: „Jetzt sollten wir das langsam mal rauswaschen, sonst wird’s noch lila!“ Jemand, vermutlich Jimin, hob mich im Brautstyle hoch und trug mich irgendwohin. Ich schrie auf, als mir plötzlich Wasser ins Gesicht geschüttet wurde. „Die Harre, nicht das Gesicht!“, sagte Jungkook und laß schon wieder leise irgendetwas aus der Anleitung vor. Ich schlug vor: „Wenn ihr mir einfach die Augen wieder aufbindet, kann ich mir das Zeug auch selber auswaschen!“ Jin lachte: „Wir sind aber noch nicht ansatzweise fertig!“ Ich atmete tief durch und ließ dann zwölf Typen irgendwas mit meinen Haaren machen. Da konnte ich einfach nichts gegen machen. Ich war auf dem Stuhl schon fast eingeschlafen, da wurden mir die Augen aufgebunden. Ich riss meine Augen auf. Meine Haare waren knallig Pink und gelockt. „Ach du scheiße! Was habt ihr gemacht?“, fragte ich geschockt. Namjoon lachte: „Du kannst es überfärben“ „Das mach ich auch, morgen!“, versicherte ich ihnen.
    „Will jemand zocken?”, schlug Jungkook vor. Allen schrieen begeistert, darum gingen wir runter und spielten PlayStation. Es war lustig und diesmal hätte ich sogar fast gegen Jk gewonnen. Als wir wieder auf die Uhr sahen, war es schon nach 1 Uhr. Aber wir beschlossen, noch wach zu bleiben. Wir gingen nach unten und die Jungs tanzten und sangen zu den Songs der anderen Gruppe. Ich war zu faul, darum war ich Juri. Keiner von beiden hatte sich angestrengt. Aber umso lustiger war es. Vor allem, als sie auf die Idee kamen, Positionen zu tauschen. Die Rapper wurden Sänger und umgekehrt. Um 3 Uhr gab BTS dann auf und schenkte, obwohl Punktegleichstand war, TXT den Sieg. „Jetzt noch n Film! Das wär mega geil!”, stellte Tae fest. Alle stimmten zu. „Ich stimme gegen jeden Horrorfilm!”, sagte ich in der Hoffnung, TXT mochten auch keine Horrorfilme. Aber da lag ich falsch. Taehyun erklärte: „Hör mal zu. Du wirst es nicht hinbekommen, zwölf Jungs zu irgendnem langweiligen K-Drama zu überreden! Okay, bei einem würdest du es vielleicht schaffen, aber das war’s dann auch schon. Also GEB AUF!” Die Jungs stimmten dann ab und entschieden sich für 'Happy Deathday'. Ich stand auf: „Okay, ich bin raus” „Wie kann man nur so viel Angst vor Horrorfilmen haben?”, fragte Yoongi lachend. Ich stellte eine Gegenfrage: „Wie kann man Horrorfilme nur so krass feiern?” „Jetzt komm zu mir, du wirst auch nicht sterben, versprochen!“, versprach Jimin mir. Ich überlegte kurz, ging dann aber doch zu meinem Freund. Zum Teil gingen die Jungs auf dem Teppich, der Rest blieb auch auf dem Sofa. Ich legte mich hin und bekam nicht mal die ersten zehn Minuten vom Film mit. Da es so spät war, schlief ich schnell ein. Hin und wieder hörte ich im Halbschlaf, dass irgendjemand sich unterhielt. Aber das störte mich nicht und ich konnte immer wieder fest einschlafen.

    Am nächsten Morgen wachte ich in Jimins Zimmer auf. Er schlief noch. Ich schaute auf mein Handy, welches neben mir lag, und stellte fest, dass es 10:37 Uhr war. Ich wollte aufstehen, aber Jimin hielt mich im Schlaf fest. Darum legte ich mich wieder hin und versuchte noch einmal einzuschlafen. Ich hatte es auch fast geschafft, da riss jemand die Tür auf. „JIMIN! WIR MÜSSEN SEIT DREI STUNDEN BEI BIG HIT SEIN!“, schrie Jin. Der Angesprochene riss die Augen auf und ging ins Badezimmer. Jin verließ das Zimmer wieder und weckte die restlichen Jungs. Ich ging gerade runter, um mir einen Kaffee zu machen, da sah ich fünf Jungs auf der Couch im Wohnzimmer schlafen. „Hey, aufwachen! Ihr habt verpennt!“, versuchte ich sie zu wecken. Sie reagierten nicht. Ich zog Allen die Decken weg: „JETZT STEHT AUF!“ Kai und Yeonjun öffneten langsam die Augen und streckten sich. „Ihr sollt seit Stunden bei Big Hit sein!“ Sie drehten sich zu mir, starrten einen Moment lang, dann sprangen sie auf, wodurch sie auch die restlichen drei weckten. Alle nacheinander rannten sie in das Badezimmer im Erdgeschoss, um sich fertig zu machen. Ich setzte meinen Weg in die Küche fort und kochte für mich und alle zwölf Jungs Kaffee. Fünf Minuten später kamen dann auch schon sieben Verschlafene die Treppe runter gerannt. Die anderen Fünf waren dann auch fertig, hatten aber immer noch die Sache von gestern an, da sie ja nichts zum wechseln dabei hatten. „Wie lange wart ihr denn wach? Und warum habt ihr hier geschlafen?“, fragte ich als Alle ihren Kaffee tranken. Namjoon antwortete mir dann: „Wir waren bis 5 Uhr wach und haben dann beschlossen, dass sie hier schlafen, weil wir eigentlich alle um 9 Uhr bei Big Hit hätten sein müssen...“ Ich lachte, als ich einen Blick auf die Uhr, die 11:07 Uhr zeigte, warf: „Heute aber mal ganz pünktlich!“ Die Jungs beeilten sich und verließen drei Minuten später das Haus. Jimin kam noch einmal reingerannt und rief: „Versprich mit, dass du nicht die Tür aufmachst!“ Ich runzelte die Stirn, nickte aber langsam. Dann ging ich nach oben und zog mir eine schwarze Jeans und einen rosa Pullover an. Der passte zwar nicht zu meinen pinke. Haaren, aber ich würde jetzt eh zum Friseur fahren und sie mir wieder in meiner Naturfarbe schwarz färben lassen. Ich zog mir noch Jacke und Schuhe an, griff nach meiner Handtasche, in der unter Anderem mein Handy, Schlüssel und Geldbeutel verstaut war, und verließ den Dorm. Ich fuhr schnell in die Innenstadt und dort zu dem nächsten, größeren Friseur. Ich musste ungefähr eine halbe Stunde, die ich an meinem Handy verbrachte, warten, bis ich aufgerufen wurde. Das färben dauerte nicht so lange, wie gestern und ich konnte eine Stunde später, mit schwarzen Haaren, wieder zum Auto laufen. Um 13:57 Uhr sperrte ich die Haustür auf und ließ mich auf Sofa fallen. Dann beschloss ich Yuna wegen Freitagabend anzuschreiben.
    (D/n):
    Hey, ich bin’s (D/n). Wie machen wir das dann Freitagabend?:)

    Ich wollte mein Handy gerade weglegen, aber da hatte Yuna mir schon geantwortet.
    Yuna:
    Hey, also Sunmi und Jisoo kommen um 19 Uhr. Passt das bei dir? Ach ja, und du kannst hier schlafen, Alkohol...🤪
    (D/n):
    Ja, passt. Dann schlaf ich bei dir, besoffen will ich nicht Heim fahren...😂 wo wohnst du?
    Yuna:
    ************
    (D/n):
    Okiiii, bis Freitag☺️
    Yuna:
    Bis Freitag😌

    Ich ging in die Küche, um mir einen Tee zu machen. Dabei musste ich an Laura denken. Wir hatten auch immer gemeinsam Tee getrunken. Und mit Laura, musste ich natürlich auch an mein Studium denken, dass ich abgebrochen hatte und daran, dass ich mir einen neuen Studienplatz suchen wollte. Darum ging ich in mein Zimmer, setzte mich an den Schreibtisch und begann Stichpunkte für meine Bewerbung an einer Uni zu schreiben. Es hatte ein halbes Jahr gedauert und dann hatte ich nur eine Zusage vom anderen Ende der Welt bekommen. Jetzt musste ich was in Südkorea finden. Wegen Jimin. Ich wollte nicht so weit weg von ihm sein. Die Stunden vergingen, aber ich hatte bis auf meinen Namen, mein Alter und meine Herkunft noch nichts wirklich brauchbares verfasst. Dann hörte ich, dass jemand die Tür aufsperrte und die Ruhe war vorbei. „Wer wollte denn einen Wecker stellen?“ „Ich bin doch nicht für alles verantwortlich!“ „Leute, wir haben alle ein Handy und können Wecker stellen!“ „Wenn er sagt, er stellt einen, dann stell ich mir doch nicht auch noch einen!“ „Du bist ein eigenständiger Mensch! Da wirst du doch wohl auch selber einen Wecker stellen können, dass du aufwachst!“ „Wenn du sagst, du stellst einen, dann nicht“ Ich atmete tief durch und ging dann nach unten, wo sich alle gegenseitig die Schuld gaben, warum sie verschlafen hatten. Als sie mich sahen, fiel ihnen die Kinnlade runter. „Wo sind die pinken Haare hin?”, fragte Jungkook. „Überfärbt natürlich, das sah schrecklich aus!“, erklärte ich. Hobi lachte: „So schlecht sah das nicht mal aus! Ich dachte, du machst einen Spaß, als du gesagt hast, dass du sie überfärbst“ Ich schüttete den Kopf und ging auf Jimin zu. Er küsste mich und Jungkook schrie: „Bähh!“ Namjoon lachte: „Das sag ich dir in paar Jahren dann noch einmal, Jungkook!“ Mit diesen Worten gingen wir dann ins Wohnzimmer.

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    32. Kapitel

    „Morgen fliegen wir nach New York. Es ist ja bald Silvester. Du kommst doch mit, oder?“, fragte Hobi mich. Tae lachte: „Du glaubst doch nicht, dass Jimin sie hier lässt!“ Ich sah zu Jimin rüber, der dann sagte: „Natürlich kommt sie mit!“ „Aber ich muss Freitag, dass ist glaub ich der 2. Januar, wieder hier sein. Da bin ich bei Yuna“, erinnerte ich sie. „Wir fliegen an Neujahr abends wieder Heim“, beruhigte Yoongi mich. „Okay, dann sind morgen früh ALLE um 8 Uhr fertig hier unten. Und Yoongi stellt keinen Wecker, das macht wer Anders!“, erklärte Namjoon uns. Ich verschluckte mich an dem Wasser, das ich mir gerade geholt hatte: „Ach du scheiß, so früh? Ich bin packen!“ Damit ging ich nach oben in mein Zimmer. Ich zog meinen Koffer hinter meinem Schrank hervor und ging ins Badezimmer. Ich suchte mir alles, was ich heute Abend und morgen Früh nicht mehr braucht, zusammen. Als ich wieder in mein Zimmer ging, zuckte ich kurz zusammen, da Jimin rein gekommen war. Er setzte sich aufs Bett: „Okay, hör zu. Wenn wir morgen pünktlich am Flughafen sind, ist dort Bang PD und sonstige von Big Hit. Wenn die dich sehen, wäre das sehr ungünstig. Darum sage ich morgen, ich muss bei meinen Eltern vorbei fahren. Sie sollen dann schonmal vorfahren. Und bis wir dann kommen, sind alle weg und wir springen noch schnell in den Jet. Dann hat dich hoffentlich niemand gesehen. Hoffentlich...“ „Ehm... Und die ganzen Bodyguards, die euch in New York vom Flughafen abholen? Was hast du da für eine Idee?“, fragte ich. „Du springst so schnell raus, wie rein und ich sag du musstest auf Toilette. Dann schick ich dir die Adresse vom Hotel und du kommst da hin. Dann hat dich kein Bodyguard bemerkt. Die fliegen nämlich nicht bei uns im Jet mit“, erklärte er weiter. Ich nickte langsam. „Ach Ja und... Können wir zu deinem Dad oder er hier her kommen? Wir sind zusammen und ich möchte ihn nicht länger anlügen...“ Ich warf ihm mein entsperrtes Handy zu: „Klar, kannst ihm schreiben“ Ich stopfte sämtliche Klamotten in meinen Koffer. „Wir sind nicht mal vier Tage weg“, erinnerte Jimin mich, auf meinen Koffer zeigend. „Ich brauch ne Auswahl!“, erklärte ich ihm. Er reichte mir mein Handy wieder: „Okay, ich sag denen da unten schnell, dass sie aufräumen sollen, in 20 Minuten ist dein Dad hier“ Damit verließ er mein Zimmer und ich hörte ihn noch brüllen: „Bewegt euch mal! (D/n)s Vater kommt in 20 Minuten und hier liegt überall Essen und Softdrinks rum!“ Ich beschloss dann auch runter zu gehen und ihnen zu helfen. Wir waren gerade fertig, da klingelte es auch schon. Ich ging zur Tür, Jimin folgte mir vorsichtshalber, weil er Angst hatte, es könne Siwon sein. Aber es war mein Vater. Er folgte uns ins Wohnzimmer. Dort stellte Joon kurz alle vor: „Also, das ist Taehyung, Jungkook, Yoongi, Hoseok, Seokjin und ich bin Namjoon“ Mein Vater sah sie etwas skeptisch an, setzte sich dann aber: „Also, ihr wolltet über was wichtiges plaudern“ „Genau. Musik“, erklärte Jimin ihm. Mein Dad sah ihn mit einem Nicht-Dein-Ernst-Blick an. „Kennst du zum Beispiel.... ehm... BTS?“ Mein Dad riss die Augen auf und nickte. Einen Moment dachte ich, er hätte sie erkannt, aber hatte er scheinbar nicht: „Ich hab mal von ihnen gehört! Ganz schrecklich eingebildete Typen! Was wollt ihr denn mit denen? Ihr mögt die bitte nicht!“ Jimin dachte nach und sagte dann langsam: „Ich studiere gar nicht...“ „Wie du studierst nicht? Bist du doch arbeitslos?“, fragte mein Vater empört. „Dad!“, sagte ich verärgert. „Wir haben nichts gegen Kritik“, meldete sich dann der halb schlafende Yoongi zu Wort. Mein Vater sah verwundert zu ihm: „Was willst du?“ „Wir...sind...BTS?“, klärte Jimin ihn auf und wurde mit jedem Wort unsicherer. Mein Vater sah mich an, als würden sie ihn verarschen. Ich nahm mein Handy vom Couchtisch und tippte auf Google ‚Bts‘ ein. Dann zeigte ich ihm Bilder und er sah tausend Mal auf meinen Handybildschirm und wieder zu den Jungs. „Ne gewisse Ähnlichkeit ist da...“, stellte er nach einer Weile fest. „Wäre ja auch komisch, wenn nicht...“, sagte Yoongi immer noch halb schlafend. Namjoon räusperte sich und begann dann, Beweise zu bringen: „Also, wir sind BTS. Wir sehen aus wie sie, wir heißen wie sie, wir sind so alt, so groß und unsere Stimmen hören sich genau so an, da wir ein und die selben Personen sind“ „Und warum hat Jimin mir dann erzählt, er studiert?“, fragte mein Dad. Jimin wusste nicht, was er antworten sollte, darum sprach ich: „Weil ich es wollte...“ Mein Dad lenkte seinem Blick von den Jungs auf mich. Er sah mich einige Zeit lang an. „Ich weiß nicht, was ich davon halten soll...“, sagte er dann nach einer Ewigkeit wieder was. Ich machte ihm klar: „Du kannst sowieso nichts daran ändern. Ach ja, wenn du schon mal hier bist, wir fliegen morgen nach New York“ Er sah mich verwirrt an: „Warum?“ „Wir haben dort ein paar Treffen und sind dort öfter an Silvester”, erklärte Namjoon ihm. Er nickte langsam und sah dann zu den Jungs, besonders Jimin: „Ihr passt auf sie auf! Ich vertrau euch nur, weil ich keine andere Möglichkeit hab!” Die Jungs nickten. „Und er hat schon wieder vergessen, dass ich keine fünf mehr bin!“, sagte ich und lehnte mich nach hinten. „Du bist noch klein!“, erwiderte mein Vater. Alle außer mir lachten. Ich fand das nicht lustig, mit 19 Jahren als ‚noch klein‘ bewertet zu werden. Die Anderen waren alle über 20, darum konnten sie mitlachen.
    Mein Vater blieb noch ein bisschen und plauderte mit den Jungs. Ich hörte ihnen zu und schaute hin und wieder auf mein Handy. Auf einmal rief Yumi mich an. Alle verstummten, als es klingelte. Ich ging auf den Flur und ging ran.
    (D/n): „Hi Yumi, was gibt‘s?“
    ?: „Hallo (D/n)“
    (D/n): „Wer ist da?“
    ?: „Bist du zu Hause?“
    (D/n): „Wer ist da?“
    ?: „Also Ja... bis dann“
    Es wurde aufgelegt. Ich ging zurück ins Wohnzimmer und mir stand die Verwirrung scheinbar im Gesicht geschrieben. Jimin fragte: „Alles okay?“ Ich antwortete nicht, sondern dachte weiter nach, wer die Chance hätte, Yumis Handy zu bekommen und wüsste wo ich wohne oder ob derjenige vielleicht davon ausgeht, dass ich bei meinem Dad lebte. Und dann fiel es mir ein: Siwon. Er war Yumis Bruder und hatte, wegen gestern Abend, eine Vermutung, wo ich wohnte. „Dad, du gehst mal lieber... Und zwar schnell!“, sagte ich dann nach längerem Schweigen. Er stand langsam auf und sah mich verwirrt an. Ich versuchte irgendwas Vernünftiges zu sagen, was mir schwer viel in diesem Moment: „Das tut mir total leid, aber ist wirklich wichtig! Ich melde mich, wenn wir in New York sind! Bis dann“ „Bis dann“, sagte er und ging verwirrt nach draußen. Die Jungs sahen mich immer noch, nichts verstehend an. Darum sagte ich nur ein Wort und das genügte, damit sie verstanden: „Siwon“ Jimin sprang auf und nahm mir mein Handy aus der Hand. Jin fragte dann: „Hast du nicht gesagt, du hättest ihn blockiert?“ „Er hat von Yumis Handy angerufen...“, erklärte Jimin ihm. Ich war gerade dabei, ihnen von dem Telefonat zu erzählen, da klingelte es. Wir alle zuckten zusammen, als wäre neben uns was explodiert. „Pizza“, hörte man einen Mann mit intalienischem Akzent rufen. „Wow! Das ist unheimlich! Hier hat doch niemand Pizza bestellt, oder?“, fragte Hobi in die Runde. Alle schüttelten den Kopf. Es klingelte erneut. Namjoon atmete durch: „Ich mach mal auf. Vielleicht auch einfach falsche Hausnummer oder sowas...“ Damit ging er auf die Tür zu, Tae und Hobi hinter ihm. Er versuchte ihm klarzumachen, dass wir keine Pizza bestellt haben und auch keine Pizza bezahlen werden. Sie diskutierten noch, da hörte man ein Auto herfahren. Ich griff instinktiv nach Jimins Hand. Die Jungs an der Tür, hatten das Auto wahrscheinlich auch bemerkt, denn Joon meinte plötzlich: „Wir nehmen sie. Der Rest ist Trinkgeld“ Er hatte ihm einen Schein zugesteckt und gab die Pizza nach innen. Dann hörte ich auch schon seine Stimme: „Wo ist (D/n)?“ Yoongi ging zur Tür: „Wer ist wo?“ „Wo ist Jimin?“, fragte Siwon weiter. „Ach die! Na bei sich zu Hause“, log Jin und ging auch zur Tür. „Okay und welches Mädchen wohnt dann bei BTS?“ Allen Jungs fiel die Kinnlade runter. Siwon lachte: „Die rosa Handtasche hinter euch. Also, (D/n), komm raus! Und du auch Jimin, sonst bist du ein Feigling!“ Jimin wollte zur Tür, aber ich hielt ihn fest. „Hast du etwa Angst, Jimin?“, provozierte der Andere weiter. Jetzt konnte ich Jimin nicht mehr halten und er ging wütend zur Tür. Siwon hörte nicht auf zu provozieren: „Und wo hast du meine Freundin gelassen?“ „Wo du DEINE Freundin gelassen hast, weiß ich nicht, ich weiß nur, wo MEINE Freundin ist!“ Ich ging auch zur Tür vor. Es machte ja sowieso keinen Sinn, im Wohnzimmer rumzustehen, wenn er wusste, dass ich hier war. Siwon zeigte auf mich: „Die mein ich! Und das ist ganz eindeutig MEINE Freundin!“ Jimin ging nach draußen und riss Siwon auf den Boden: „Du hältst dich von ihr fern! Wenn du ihr zu nah kommst, könnte das unter Umständen das Letzte sein, was du tust!“ „Und schon wieder droht er! Das letzte Mal als ich sie, trotz Drohung, angefasst habe, ist auch nichts passiert!“ „Du hältst deine verdammte Fresse!“ „Bringst du mich um wenn nicht? Hör mir zu, ich hab immer alles geschafft, was ich wollte! Da ist es mir auch egal mit wem sie zusammen ist und mit wem nicht! Ich hab bis jetzt alles hinbekommen!“ „Du bist einfach unmöglich!“ „Als ich dich das erste Mal gesehen hab, war mein Ziel, dein Leben zu zerstören. Und das werde ich auch!” „Die Frage ist nur, wie du das machen willst“ „Mach dir darum keine Sorgen!“ Jimin holte aus und schlug Siwon mit der Faust mitten ins Gesicht. Dieser schrie kurz vor Schmerzen auf. Jimin kam nach innen und Siwon ging zu seinem Auto. Er war immer noch auf 180 Grad: „Der ist doch behindert! Zum Glück können wir morgen weg von hier!“ „Daraus lerne ich: Ich werd mir niemals ne hübsche Freundin suchen!“, dachte Jk laut. Jimin drehte sich zu ihm um, ging auf ihn zu und drückte ihn gegen die Haustür: „Heißt das, du findest (D/n) hübsch?“ „Jimin! Jetzt beruhig dich mal wieder!“, bat Joon ihn, „Niemand von uns hat vor, dir deine Freundin auszuspannen!“ Ich ging ins Wohnzimmer auf die Couch: „Und was hat das mit der Pizza gebracht?“ „Vermutlich Zufall! Hat sich jemand einen Scherz erlaubt. Hatte bestimmt nichts mit Siwon zu tun...“, vermutete Hobi. „Ich mach jetzt Abendessen, von der einen Party-Pizza wird ja keiner satt! Und wir hatten gestern Pizza“ Damit ging er in die Küche. Ich beschloss noch fertig zu packen und ging darum in mein Zimmer. Nach ungefähr fünf Minuten klopfte es und Jimin kam rein. „Ehm, stör ich gerade?“, fragte er den Blick auf meiner Unterwäsche, die ich gerade einpackte. Ich schüttelte den Kopf: „Schon okay, was ist?“ Er kam auf mich zu und nahm meine Hände: „Ich hab Angst! Er weiß, dass ich Idol bin. Und inzwischen hätte er wirklich einen Grund, mich um meinen Job zu bringen. Und dich kann er mir inzwischen auch wegnehmen” „Vielleicht solltest du doch mal mit Bang PD sprechen...” „Nein! Warum sollte ich unnötig unsere Beziehung aufs Spiel stellen?” „Es wäre nicht unnötig. Du stellst deinen Job unnötig aufs Spiel” „(D/n), bitte versuch doch, mich zu verstehen...” „Mach ich doch. Aber er wurde es rausfinden. Von Siwon, ARMYs oder durch ein anderes Unglück wie zum Beispiel am Flughafen. Da wird er natürlich durchdrehen. Aber wenn du es ihm einfach sagst...” „... Kann er trotzdem durchdrehen und mir den Kontakt zu dir verbieten” „Kann, aber das Risiko ist nicht mehr so hoch” „Trotzdem werde ich nichts sagen... Es tut mir leid, aber ich kann das nicht” „Ich hab versprochen, nichts zu sagen und das werde ich auch nicht. Aber ich will, dass du weißt, dass ich das noch gut finde...” Ich riss mich aus seinem Griff los und wand mich wieder meinem Koffer zu. Doch Jimin zog mich zurück: „Ich finde das auch nicht gut! Aber ich hab verdammt noch einmal Angst! Ich liebe dich (D/n) und halt es keinen Tag ohne dich aus!“ „Ich liebe dich auch, Jimin!“ „Versprichst du mir, dass wir uns trotz meiner nervigen Termine ne schöne Zeit in New York machen? Auch zu zweit, ohne die Anderen?“ „Versprochen!“ Er grinste und gab mir einen Kuss auf die Stirn. Dann ging er wieder nach draußen und ich packte fertig.

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    33. Kapitel

    Eine halbe Stunde versuchte ich dann mit aller Kraft meinen Koffer zu zubekommen. Vergeblich. Er war einfach zu voll gestopft. „JIMIN, HELF MIR MAL!“, rief ich meinen Freund. Er kam 20 Sekunden später in mein Zimmer gerannt: „Was ist passiert?“ Er war total erschrocken. „Ehm, ich bekomm nur meinen Koffer nicht zu, nichts weiter...“, erklärte ich. Er atmete erleichtert durch und machte mir dann meinen Koffer zu. „Du kannst übrigens runter kommen, es gibt gleich Essen“, sagte er und griff nach meiner Hand. Wir gingen gemeinsam runter. Im ganzen Dorm roch es schon nach Essen. Aber nicht nach asiatischem Essen. Eher nach... „Heute gibt es Pasta“, rief Jin uns zu als wir die Küche betraten. Genau, nach Italien roch es! Wir nahmen noch Getränke, Besteck und Geschirr mit ins Esszimmer. Als wir gedeckt hatten kamen Hobi und Jin auch schon mit zwei großen Töpfen. In dem einen waren Spagetti, in dem anderen Bolognese-Soße. Während des Essens unterhielten wir uns über New York. „Also, morgen sind wir um 8 Uhr an der Tür. Alle! Dann habt ihr gegessen und euch umgezogen. Niemand versucht im Schlafanzug zum Flughafen zu kommen, okay Yoongi? Und ihr geht früh schlafen. (D/n), Jimin, mit schlafen meine ich ins Bett legen, schön brav nebeneinander, und die Augen zu machen! Nicht, dass es da wieder Missverständnisse gibt...“, erklärte Namjoon. Jimin suchte nach einer dummen Antwort auf Joons dumme Anspielung, schaffte es aber nicht. Da fiel Jk was dummes ein, was er sagen könnte: „Genau Jimin, NEBENEINANDER! Und niemanden befummeln!“ „Ich wette eh, Yoongi verschläft wieder und steht im Pyjama an der Tür“, versuchte Jimin vom Thema abzulenken, darauf stieg aber niemand so wirklich ein. Stattdessen grinsten uns Alle an. Jimin fiel es im ersten Moment gar nicht auf, sondern er aß friedlich weiter. Irgendwann bemerkte er dann doch die Stille und sah zu seinen Bandkollegen: „Was ist eure Mission?“ „Nerven“, antwortete Taehyung ohne seinen Blick abzuwenden. „Das könnt ihr wirklich gut!“, stellte ich fest. Die sechs Jungs mussten lachen. Wir aßen weiter und Yoongi erzählte heute sehr viel. Also, für Yoongi sehr viel. Von letztem Jahr in New York. Das war auch an Silvester und aufgrund seiner Geschichten freute ich mich noch mehr, auf die Tage dort. Als wir fertig waren räumte ich noch mit Tae die Spülmaschine ein. Wir unterhielten uns über dies und das. Scheinbar brauchten wir sehr lange, denn irgendwann kam Jimin in die Küche und sah uns komisch an: „Was macht ihr?“ Tae verdrehte die Augen: „Spülmaschine einräumen und reden. Oder brauche ich eine schriftliche Erlaubnis, um mit (D/n) sprechen zu dürfen?“ Jimin nickte: „Sorry, brauchst du natürlich nicht“ Dann drehte er sich wieder um und ging nach oben. Tae schüttelte den Kopf: „Sag mal, einen eifersüchtigeren Freund hättest du dir auch nicht suchen können, oder?“ Ich lachte: „Das wird sich mit der Zeit schon legen...“ „Na das hoff ich mal für ihn! Ist übertrieben nervig! Bei Siwon versteh ich es zu 100%, aber was er bei uns hat... vorhin auch mit Kook...“ Ich nickte und beschloss dann das Thema zu wechseln: „Wie war es eigentlich in der Arbeit?“ Er erzählte noch etwas, dann gingen wir nach oben. Als ich in Jimins Zimmer kam, war er gerade vermutlich duschen. Ich legte mir Klamotten für morgen raus und wartete dann auch duschen gehen zu können. Als er rauskam war er überrascht, mich zu sehen: „Du bist schon da?“ Ich drehte mich vom Fenster zu ihm: „Ja, wo soll ich denn sonst sein?“ „Taehyung?“ „Jimin, wir haben uns unterhalten! Hätten wir uns anschweigen soll?“ „Nein... Tut mir ja leid...“ „Passt schon. Aber du musst wirklich schauen, dass du den Jungs mehr vertraust und auch mir!“ Er nickte und ich ging an ihm vorbei ins Badezimmer, um mich zu duschen. Als ich zurück kam, war Jimin schon eingeschlafen. Ich ging mir noch schnell die Zähne putzen und kuschelte mich dann neben ihn. Wenige Minuten später war ich in meiner Traumwelt.

    Am nächsten Morgen wurde die Decke weggezogen und der Rollo hochgezogen. „Licht aus und Decke her!“, hörte ich Jimin. „Müssen wir Wasser holen?“, fragte, der Stimme nach, Jin. Mein Freund und ich rissen die Augen auf und schrieen: „NEIN!“ Jin und Hobi lachten und verließen das Zimmer wieder. Die Decke hatten sie am Boden liegen gelassen. Jimin stand auf und holte die Decke wieder. Er sah mich eine Zeit lang an und fragte dann lachend: „Wofür hast du ein eigenes Zimmer?“ „Soll das ne Anspielung darauf sein, dass ich dich nerv?“, stellte ich eine Gegenfrage. „Ganz bestimmt nervst du mich!“, sagte er sarkastisch und gab mir einen Kuss auf die Stirn. Dann beschlossen wir, erst mal schnell was zu essen und dann anzukündigen, noch schnell zu Jimins Eltern fahren zu müssen, damit mich niemand sehen würde. Also gingen wir runter und wärmten uns Frühstück auf, das der Älteste gestern Abend schon vorbereitet in den Kühlschrank gestellt hatte. Tae und Jungkook saßen auch gerade am Tisch und aßen. Jimin ging direkt zu ihnen hin und sagte: „Ehm, tut mir leid, dass ich gestern vielleicht etwas sehr eifersüchtig war... Kommt nicht mehr vor...“ Die Jungs nickten, als Zeichen, dass sie seine Entschuldigung annahmen und spachtelten weiter Essen in sich rein. Ich hatte noch Kaffee gemacht und setzte mich dann auch hin. Irgendwann meinte Jungkook dann: „(D/n), du siehst heute echt heiß aus!“ „JEON JUNGKOOK, WAS FÄLLT DIR EIN!“, brüllte mein Freund ihn an. Tae lachte: „Und schon wieder überreagiert!“ Jk begann auch zu lachen und Jimin aß kopfschüttelnd weiter. „Das geht aber auch zu weit!“, ermahnte Joon die zwei Jüngeren. Er hatte das Gespräch scheinbar mitbekommen. Diese grummelten nur: „Versteht hier niemand mehr Spaß?“ „Das ist kein Spaß!“, erklärte Jimin ihnen gereizt, „Ach Jonnie Hyung, ich muss bevor wir zum Flughafen gehen, noch zu meinen Eltern. (D/n) und ich kommen dann einfach nach. Und ja, es ist wirklich wichtig!“ Namjoon seufzte: „Na gut... Um 10 Uhr fliegen wir los. Wir nehmen eure Ausweise mit, damit ihr das zeitlich auch alles schafft...“ „Danke Joon! Wir kommen pünktlich!“, bedankte Jimin sich. Langsam kam dann auch der Rest runter, zum Teil auch in Pyjama, andere auch schon angezogen. Um 7:30 Uhr gingen Jimin und ich dann auch nach oben und zogen uns um.
    Um Punkt 8 Uhr, schrie Namjoon dann nach oben: „WIR GEHEN JETZT! UND IHR KOMMT PÜNKTLICH!“ Dann fiel die Tür zu und es war still.
    Jimin und ich warteten noch ungefähr eine Stunde und unterhielten uns in der Zeit einfach. Irgendwann stand er dann auf, nahm meine Hand und wir gingen nach unten. Dort zogen wir uns Schuhe und Jacke an. Ich wollte gerade schon mit meinem Koffer nach draußen gehen, da rief Jimin mich noch einmal zurück: „Maske! Und Mütze! Nur vorsichtshalber...“ Er gab mir eine schwarze Stoffmaske und ich holte mir von oben noch schnell eine schwarze Mütze. Dann gingen wir los. Jimin setzte sich draußen dann noch eine Sonnenbrille auf. Wir stiegen ins Auto und er fuhr zum Flughafen. Dort stand auch schon, etwas abseits, der Van, mit dem die Anderen gekommen waren. Wir nahmen unser Gepäck und versuchten, ohne viel Aufsehen zu erregen, an eine gewisse Stelle zu kommen. Ich wusste nicht, wohin, aber Jimin kannte den Weg. Wir sahen nach unten und quetschten uns durch die Menschenmasse. „JIMIN!“, hörte man plötzlich ein Mädchen schreien, was dazu führte, dass ungefähr 50 weiter Mädchen im Umfeld aufsahen. Mein Freund griff nach meiner Hand, duckte sich etwas und rann dann los. Der ganze Flughafen füllte sich mit Gekreische. Jimin reichte mir seine Sonnenbrille und ich merkte, dass er, während wir weiter rannten, meine langen, schwarzen Haare unter meiner Jacke versteckte. „Vielleicht merken sie nicht, dass du ein Mädchen bist...”, flüsterte er dann und zog mich weiter durch das Gedrängel. Irgendwann haute er eine Vollbremsung rein und ich rannte in ihn rein. „Scheiße! Bang PD ist noch da! Ich seh ihn. Und da stehen um die 20 Bodyguards rum!” „Lass dir bitte schnell irgendwas einfallen, sonst werden wir in ca. 10 Sekunden von hundert ARMYs umzingelt sein!”, bat ich ihn. Hinter uns hörte man immer noch unzählige Mädchen Jimins Namen schreien. Dieser drehte sich kurz um und zog mich dann in Richtung... Toiletten? Auf den Weg dorthin wurden noch mehr Fans auf ihn aufmerksam und der gefühlt ganze Flughafen verfolgte uns. Vor der Toilette ging er zu den Herren und ich zu den Damen rein. Dann klingelte auch schon mein Handy. Jimin.
    Jimin: „Ich komm mit dir da nicht rein. Wir trennen uns. Ich renn zurück und versuch Bang PD da wegzubekommen. Und du behältst uns im Auge. Aber unauffällig, sonst merken die Bodyguards das noch. Wenn ich dir ein Zeichen gebe, rennst du noch schnell hinterher. Und wenn da dann noch zu viele Bodyguards da sind, sag ich, du bist meine Cousine. Verstanden?”
    (D/n): „Okay”
    Jimin: „Und bevor du wieder raus gehst, packst du Maske, Sonnenbrille und Mütze weg, dass die Fans dich nicht erkennen!”
    (D/n): „Mach ich”
    Jimin: „Bis dann”
    (D/n): „Bis dann”

    Nachdem ich aufgelegt hatte, zog ich mir, wie Jimin gesagt hatte, die Maske, Sonnenbrille und Mütze aus und packte es in meine Handtasche. Aufgrund des Gekreisches, das ich von Außen hören konnte, war Jimin scheinbar gerade rausgerannt. Ich ging auch, so unauffällig wie möglich, wieder aus der Toilette. Ich setzte mich auf eine Bank, von der aus ich einen guten Blick zu den Jungs hatte. Jimin war gerade angekommen und wurde begrüßt. Die Anderen sahen ihn verwirrt an und dann in die Halle umher. Namjoon bemerkte mich dann und sah mich mit gerunzelter Stirn an. Die Bodyguards hatten seinen Blick zu mir bemerkt und kamen auf mich zu, weil sie vermutlich dachten, ich wäre ein Fan. Joon rief sie dann zurück und sah Jimin und mich wütend an, ließ sich aber nichts von Bang PD anmerken. Irgendwann gingen die Jungs dann in den Jet und die Bodyguards und Bang PD gingen. Jimin winkte mich dann rüber. Ich sah mich kurz um und rannte dann rüber, unter der Absperrkette durch. Das hatten Fans gemerkt, aber wie es aussieht nicht viele. Die Jungs zogen mich nach innen und die Tür schloss sich. Gerade als wir los flogen fragte Namjoon dann kurz vorm ausrasten: „Warum bist du ohne (D/n) gekommen? Und warum durften die Bodyguards und Bang PB sie nicht sehen? Du hast doch mit ihm gesprochen, hast du zumindest erzählt” Jimin sah mich an und schüttelte dann zur Antwort nur den Kopf. „PARK JIMIN! Wie stellst du dir das vor? Warum lügst du uns an? Was hättest du gemacht, wenn wir vor ihm über sie gesprochen hätten?”, schrie der Leader meinen Freund an, musste sich aber zurückhalten, damit die Piloten nichts mitbekamen. Jimin sah nur auf den Boden und ich merkte, dass sich seine Augen feucht wurden. Er wollte nicht lügen. „JIMIN! SAG WAS! UND (D/N), DU WUSSTEST DOCH, DASS ER LÜGT. WARUM HAST DU NICHTS GESAGT?” „Halt sie raus, Namjoon!“, sprach Jimin dann auch wieder, sah aber weiterhin auf den Boden. Ich war ihm sehr dankbar, dass er mich da nicht mit reinziehen wollte. Es betraf mich zwar, sogar sehr, aber ich hatte keine Ahnung von ihren Verträgen und so. Wie sollte ich da mitreden können? Ich wollte Jimin natürlich helfen, aber wusste nicht, wie. Yoongi räusperte sich: „Okay, sie kann ja auch nichts dafür. Aber Jimin, warum machst du das? Dir ist klar, dass wenn was rauskommt, nicht nur du, sondern auch wir, weil wir nichts gesagt haben, Probleme bekommen! Und zwar große Probleme!“ „Es tut mir ja leid. Aber, warum versteht ihr mich denn gar nicht? Und was (D/n) angeht... Sie wollte auch, dass ich es sage...“, entschuldigte der Andere sich. „In Zukunft hörst du auf deine Freundin! Die ist nämlich gar nicht so dumm! Und jetzt müssen wir überlegen, wie wir sie hier wieder raus bekommen wollen, ohne dass der ganze New Yorker Flughafen das mitbekommt!”, stellte Yoongi fest. Jungkook schlug unnötigerweise vor: „Schmeißen wir sie doch einfach sobald wir über New York sind aus dem Fenster” „Heb dir deine Späße für später auf, Jk!”, ermahnte Hobi ihn, „Wir brauchen jetzt wirklich einen Plan!“ „Wenn wir einfach den Inhalt von einem Koffer aufteilen und sie darein packen?“, machte Tae einen Vorschlag. Jimin fand den Vorschlag aber nicht gut: „Ja ganz sicher! Am besten schreibst du noch drauf ‚Achtung! Zerbrechlich!‘ oder ‚Menschentransport‘. Vergiss es, Taehyung!“ Es war eine Zeit lang still und alle dachten nach. „Okay, dann bist du jetzt wohl mal ne Cousine von...“, sagte Yoongi irgendwann. Joon antwortete etwas, bevor jemand anders konnte: „NICHT Jimin! Wir müssen schauen, dass wir von Jimin ablenken! Ich schlag Hobi vor, der ist so der typische große Bruder“ Hoseok sah ihn mit hochgezogener Augenbraue an, nickte dann aber langsam: „Das heißt trotzdem, dass das so wenige ARMYs wie irgendwie möglich bemerken. Und damit es keine Bilder gibt, auf denen man dich erkennt, setzt du wieder Hut und Maske auf!“ Ich nickte und alle setzten sich hin. Namjoon war immer noch wütend auf Jimin. Dieser versuchte Blickkontakt mit seinem Leader zu vermeiden. Die Jungs bereiteten sich dann ein bisschen auf ihre Interviews vor und ich beschloss ein bisschen zu schlafen. Ich legte mich ans Fenster und war nach wenigen Minuten eingeschlafen.

    Irgendwann spürte ich dann, dass Jimin meine Hand nahm und sich neben legten wollte. Aber dann flüsterte Namjoon: „Jimin! Halt. Abstand. Von. Ihr. Da vorne sind Piloten! Die haben Augen!“ Er ließ meine Hand los, stand auf und legte sich woanders hin. Es wurde ganz still, weil die Jungs vermutlich auch schlafen wollten. Ich drehte mich auf den Rücken und konnte auch weiterschlafen.

    „Wie schon gesagt, sie ist meine kleine Cousine! Sie war die letzten Jahre in Deutschland und jetzt ist ihre Mutter gestorben. Wir haben uns als Kinder immer gut verstanden, darum hab ich ihr angeboten, zur Ablenkung doch einfach mitzufliegen!“ Ich öffnete langsam meine Augen und sah vor mir Hobi, Joon und Jk, zwei Piloten und vier Bodyguards. „Hallo“, sagte ich dann einfach. Alle neun sahen mich sofort an. „Ah, hallo Miss Lee! Ehm, wie sind Sie denn mit Jung Hoseok verwandt?“, fragte einer und sah mich skeptisch an. Ich dachte kurz nach und stotterte dann: „Ehm... A-also meine M-Mum und s-sein Dad sind St-Stiefgeschwister“ Joon sah ich mich verzweifelt an und schlug mich für diese Antwort gerade gedanklich scheinbar zusammen. „Achso! Stiefgeschwister! Na dann kann sowas mal untergehen! Aber dann passt ja alles!“, stellte einer der Bodyguards fest und lächelte mich an. Die drei Jungs sahen überrascht zu ihm. Ich war auch überrascht, dass das so schnell ging, aber umso besser. Wir weckten die schlafenden Jungs noch, verdeckten unsere Gesichter mit Masken und wurden dann von ungefähr fünfzehn Bodyguards zu den Autos begleitet. Wir teilten uns vier und vier. Ich blieb bei Hobi und tat so, als würde ich den Rest gar nicht richtig kennen. Jimin ging dann ins andere Auto. Die Fans hatten gar nicht richtig gemerkt, dass ich dabei war. Sie hatten mich wahrscheinlich für eine Angestellte bei Big Hit gehalten. Während der Fahrt zum Hotel laberten Jungkook und Taehyung, die auch bei uns waren, ununterbrochen über Videospiele. Hobi und ich sahen gelangweilt aus den Fenstern und waren froh, als wir endlich stehen blieben. Ich sah auf der anderen Seite nach draußen und mir fiel die Kinnlade runter. Wurde unser Gepäck gerade wirklich in das Hotel getragen, über dem großes Schild hing, auf dem ‚The Plaza‘ stand? Ich wollte mich gerade abschnallen, da bekam ich eine Nachricht.
    Jimin:
    Tu so, als würdest du mit Hobi in ein Zimmer gehen. Ich geh mit Yoongi und später tauschen Yoongi und du einfach Zimmer.
    (D/n):
    Okay

    Ich zeigte meinem ‚Cousin‘ noch schnell die Nachricht, dann stiegen wir aus. Dort stand ein Teil des Hotelpersonals und hielt Regenschirme, dass wir trocken durch den Regen nach innen kamen. Wir standen drinnen in der wohl schönsten Rezeption, die ich je gesehen hatte. Zur Begrüßung wurde uns dann noch Sekt angeboten. Ich ging etwas auf die Zehnspitzen und flüsterte Hobi zu: „Was kostet das denn bitte?“ Er musste lachen: „Vermutlich viel. Aber wenn du’s genau wissen willst, musst du zu Bang PD. Ich würde nie so viel Geld ausgeben, für ein Hotel!“ Ich nickte und war erleichtert, dass die Jungs es nicht zahlten. Sonst hätte ich Schulden, die ich nie mehr abbezahlen könnte. Jimin und ich ließen bewusst viel Abstand zwischen uns. Ich blieb bei Hobi und tat weiterhin so, als würde ich nur ihn kennen. Dann gingen wir, in der Begleitung von acht Bodyguards, nach oben. Dort teilten wir uns auf vier Räume auf. Tae und Jk gingen zusammen, Jin und Joon, Jimin und Yoongi und Hobi und ich. Yoongi griff nach meinem Koffer und ich nach seinem, damit wir diese dann schonmal im richtige Zimmer hatten. Sobald die Tür zugefallen war, riefen wir sofort Joon, Jimin und Tae an.
    Hoseok: „Geschafft!“
    Jimin: „Noch nicht ganz. (D/n) und Yoongi müssen noch Zimmer tauschen. Meine Freundin schläft nämlich nicht bei dir!“
    Yoongi: „Kein Problem. (D/n), wie hältst du des mit dem bitte aus? Der ist super genervt von allem“
    Seokjin: „Wow! Da kenn ich noch jemanden. Sein Name ist Min Yoo...“
    Yoongi: „Er ist schlimmer!“
    Jimin: „Wenn ihr mir meine Freundin wegnehmt...!“
    Namjoon: „Niemand nimmt dir deine Freundin weg. Und das hätten wir alles nicht machen müssen, hättest du auf uns gehört“
    Jungkook: „Wo ist (D/n) eigentlich?“
    Hoseok: „Bei mir“
    Taehyung: „Hast du sie umgebracht oder warum sagt sie nichts?“
    (D/n): „Nein, hat er nicht!“
    Hoseok: „Ich will noch ein bisschen länger leben, darum hab ich sie nicht umgebracht. Sonst hätte Jimin das gleiche mit mir gemacht“
    Jimin: „Wow, Hobi Hyung lernt schnell!“
    Hoseok: „Ich weiß“
    Jungkook: „Ich würde sie auch nicht umbringen, wenn Jimin mich nicht umbringen würde. Sonst hätten wir unser restliches Leben lang einen schlecht gelaunten, genervten Jimin. Anderseits, es ist lustig wenn er schlecht drauf ist. Verlass dich nicht drauf, (D/n)!“
    Jimin: „Naja, ich würde dich aber umbringen, verlass du dich nicht drauf, dass ich nur schlecht gelaunt werde!“
    Seokjin: „Okay, wollen wir jetzt darüber reden, wer wenn umbringt oder was anderes machen?“
    Taehyung: „Was sollen wir denn sonst machen?“
    Seokjin: „Keine Ahnung, ich meine, wir sind in New York, hier kann man eh nichts machen“
    Yoongi: „Stimmt, wir sind ja in New York“
    Namjoon: „Okay, eine Runde Applaus! Yoongi hat gerade gemerkt, dass er nicht zu Hause ist!“
    Jimin: „Bevor wir irgendwas machen, will ich meine Freundin zurück!“
    Hoseok: „Okay, dann hol sie ab, aber der Andere schlecht gelaunte bleibt bei euch! (D/n), du hast einen schlecht gelaunten Freund, da wirst du es auch mit einem Miesepeter mehr aushalten“
    Yoongi: „So schlecht bin ich gerade gar nicht drauf!“
    Jimin: „Und ich bin wieder gut gelaunt, wenn (D/n) bei mir ist. Also, Yoongi, verpiss dich!“
    Hoseok: „Okay, (D/n), geh mal lieber zu Jimin“

    Ich stand auf und ging nach draußen. Auf dem Flur lief ich an Yoongi vorbei. Er zeigte auf das Zimmer, in dem Jimin war und ich sagte ihm Hobi‘s Zimmernummer. Dann klopfte ich und ging rein, da die Türe angelehnt war. Ich schloss sie hinter mir und als Jimin mich sah, legte er auf und rannte auf mich zu. Er umarmte und küsste mich. Dann strahlte er mich an: „Du kannst dir nicht vorstellen, wie ich dich vermisst habe! Es ist schrecklich, wie abhängig ich von dir bin!“ Ich wurde rot und ging darum an ihm vorbei und setzte mich im Schneidersitz aufs Bett. Er lief mir nach, nahm sein Handy und sagte lachend: „Ich hab gesehen, dass du rot geworden bist, Süße“ Ich merkte, dass ich noch roter wurde und griff darum nach einem Kissen, das ich mir vors Gesicht hielt. Er setzte sich vor mich, nahm das Kissen weg und küsste mich auf die Stirn. Dann flüsterte er: „Bist schon süß, wenn du rot bist” „Hör auf!”, bat ich ihn und hielt mir die Hände vors Gesicht. „Und wenn du sauer bist, auch!” Ich schlug ihn leicht auf den Arm und er musste lachen. Dann rief er die Jungs wieder an.
    Taehyung: „Ah, die Begrüßung ist beendet! Na hervorragend! Ihr habt euch ja ganze 10 Stunden nicht abknutschen dürfen”
    Jimin: „Hey, willst du mir etwa meine gute Laune versauen?”
    Namjoon: „Wollen wir eigentlich nicht, aber wenn wir raus gehen, lasst ihr mal schön einen Abstand von mindestens fünf Metern zwischen euch”
    Jimin: „FÜNF METER!”
    Jungkook: „Gewöhnt ihn langsam an den Gedanken, sonst bekommt er noch einen Herzstillstand”
    Seokjin: „Hahahahahaha der war gut!”
    Yoongi: „Wenn ihr euch jetzt nicht schnell entscheidet, was wir machen, geh ich pennen!”
    Hoseok: „Also ich bin dafür, dass wir was Essen gehen. Wir haben seit Stunden nichts gegessen”
    Seokjin: „Das ist eine super Idee!”
    Namjoon: „Okay, dann ziehen wir uns alle um, weil wir schauen alle aus, wie die letzten Deppen, und dann treffen wir uns in... 45 Minuten, also 11:30 Uhr an der Rezeption“
    Yoongi: „Scheiß Zeitumstellung!“
    Jungkook: „Okay, bis dann“
    Wir legten alle auf und machten uns fertig. Wir hatten alle noch Jogginghosen an, weil es während dem Flug einfach bequemer war. Jetzt zogen wir uns aber Jeans an und ich wechselte noch mein blaues Sweatshirt zu einem lila Top mit weißem Cardigan. Um 11:25 Uhr zogen wir uns dann unsere Winterjacken an und verließen das Zimmer. Unten warteten schon Tae und Jk, aber da war noch jemand bei ihnen...

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    34. Kapitel

    Jimin runzelte die Stirn und lief langsamer. „Kennst du die?“, flüsterte ich. Er schüttelte den Kopf: „Aber, sie hat einen BT21 Rucksack, also ist sie bestimmt ARMY... Wir gehen da nicht hin, die wird schon gleich wieder gehen“ Wir beobachteten sie eine Zeit lang und uns fiel auf, dass Tae und Jk scheinbar große Probleme hatten, die Amerikanerin zu verstehen. Sie war ungefähr in meinem Alter, hatte schulterlange, braune Haare und eine sportliche Figur. „Wir treffen uns unten!“, hörten wir eine Stimme hinter uns. Ich drehte mich um und sah Joon. „Geht nicht, die zwei Deppen haben sich von nem Fangirl anquatschen lassen“, erklärte mein Freund. Der Leader verdrehte die Augen, gab dann aber schnell die Anweisung: „Jimin, (D/n), ihr verzieht euch, wir helfen Jungkook und Taehyung“ Jimin nahm meine Hand und wollte gerade mit mir an Namjoon vorbei, nach oben gehen, da trennte dieser unsere Hände voneinander: „Bitte etwas unauffälliger! Wenigstens, wenn ein ARMY in 10 Meter Entfernung steht!” „Wir sind so über den ganzen Flughafen gerannt, da macht das keinen Unterschied mehr”, sagte Jimin. Namjoon wollte uns gerade zusammen schreien, seinem Gesichtsausdruck nach, aber Jimin ging schnell, ich ihm hinterher. Wir liefen die Treppe wieder nach oben und dann vor den Aufzug. Dort setzten wir uns auf den Boden und warteten. Auf was eigentlich? „Ehm, denkst du, sie holen uns dann oder wie sollen wir wissen, wann wir wieder runter können?”, fragte ich dann. Jimin zuckte die Schultern und sah mich an. Dann musste er lachen: „Im schlimmsten Fall, sitzen wir den ganzen Tag hier und warten, bis sie wieder kommen. Aber selbst das wäre nicht schlimm, dann könnte ich dich den ganzen Tag lang anschauen” Ich musste auch lachen und küsste ihn. Dann hörte ich, dass sich jemand räusperte. Wir brachen den Kuss und sahen Joon, Jin, Jk und Tae. „Händchen haltend übern ganzen Flughafen rennen und im Treppenhaus vom Hotel rumknutschen. Wenn ihr so weitermacht, kriegt kein Mensch jemals was von der Beziehung mit!”, kommentierte der Älteste sarkastisch. „Jetzt reißt euch zusammen, sonst müsst ihr den ganzen Tag im Zimmer bleiben!”, ermahnte Namjoon uns. Jungkook musste los lachen: „Du musst mit was anderem drohen, Jimin fände es nicht schlechte den ganzen Tag mit ihr alleine im Zimmer zu bleiben...“ Er steckte Tae mit seinem Lachen an und beide schmissen sich, ihren Bauch haltend, auf den Boden. Wir sahen ihnen eine Zeit lang zu, dann hörte ich Yoongis Stimme hinter uns: „Was geht denn bei denen falsch?” Da Tae es ihnen gerade erklären wollte, antwortete ich schnell: „Ist egal, wo gehen wir jetzt hin?” „Herr Anweisungen-Verteiler hat bestimmt schon wieder eine blendende Idee!”, stellte Jin fest und sah zu seinem Zimmergenossen. Dieser gab ihm eine Nackenschelle, hatte aber tatsächlich schon einen Plan entwickelt: „Wir laufen jetzt einfach bisschen rum und dann fragen wir Mister Super-Verfressen, aus welchem Restaurant es am Besten reicht und da gehen wir dann was essen. Das manchmal zu vernünftige Mädchen ist jetzt vernünftig und geht zu ihrem Cousin und hält schön Abstand von ihrem übertrieben eifersüchtigen Freund. Niemand wird geküsst und wir bewegen uns einfach möglichst unauffällig. Das bedeutet, Niemand sollte einen Lachanfall bekommen und sich auf den Boden schmeißen, Niemand erzählt zwischendurch einfach mal, dass er in seinem nächsten Leben gerne ein Stein wäre und besonders gut gelaunte Personen behalten dies einfach für sich. Noch Fragen?” Wir schüttelten den Kopf und warteten darauf, dass Joon los lief. Doch dieser wartete scheinbar auch auf irgendwas: „Jimin, lass deine Freundin jetzt bitte los und (D/n), du gehst, sobald du losgelassen wurdest, zu Hoseok” Jimin seufzte gelangweilt, ließ mich dann aber los und ich ging zu Hobi. Jimin warnte ihn noch: „Aber fass sie nicht an!” „Ich sag’s doch, übertrieben eifersüchtig, der Typ”, damit drehte sich der Leader um und wir liefen ihm Alle hinterher. Hobi sprach nicht mit mir, weil er vermutlich Angst vor Jimin hatte. Dieser lief weiter vorne, bei Yoongi und Jin. Ich rief ihm zu: „Jimin, bekomme ich die Erlaubnis, mit Hobi zu sprechen?” Er drehte sich um und sagte: „Jaja, aber nur mit Hobi!” Jin stieß ihm in die Seite und maulte irgendetwas, was ich nicht verstand. Ich drehte mich Hoseok zu und begann mit ihm über irgendetwas zu sprechen: Ihre Termine. „Ehm, was habt ihr denn dann eigentlich so für Termine?”, fragte ich. „Also heute Abend sind wir in irgendeine Talk Show eingeladen worden, morgen Nachmittag haben wir einen Auftritt für 'Live goes on' und 'Dynamite' und ansonsten halt noch Interviews”, erzählte er. Ich fragte dann weiter: „Magst du Interviews?“ Er musste lachen: „Ich hab nichts dagegen. Nur wenn wir English sprechen müssen, find ich’s manchmal echt ätzend...“ Ich lachte auch und musste an Jungkook und Tae denken, die ihren Fan vorhin kaum verstanden hatten, da sie Englisch gesprochen hatte. Auf einmal lief ich in Joon rein, der vor mir stehen geblieben war. Alle Anderen standen auch. Ich war zu klein, um zu sehen, was war. Doch dann sagte Jin: „Hi!“ Ich hörte mehrere Mädchen, und dachte erst es wären Fans. Doch sie begannen die Jungs zu umarmen. Ich sah an Namjoon vorbei und erblickte vier hübsche, asiatische Mädchen. Eine von ihnen löste sich gerade aus einer Umarmung mit Joon und wollte Jimin umarmen. Doch der Leader zog sie zurück: „Er darf nichts weibliches berühren“ Sie lachte und fragte dann: „Seit wann das denn?“ Jimin runzelte die Stirn: „Genau, seit wann das denn?“ „Seit dem du deiner Freundin verbietest, mit Männern zu sprechen!“, erklärte Namjoon ihm, „Das ist einfach nur fair!“ „Du hast ne Freundin, Jimin? Seit wann das denn?“, drehte eine Andere sich zu ihm und grinste ihn an. Und dann waren Tae und Jk wieder voll in ihrem Element. Sie fingen an wild durcheinander zu erzählen: „Seit ungefähr drei oder vier Tagen. Aber eigentlich schon etwas länger. Also, sie sind schon länger am rumflirten und knutschen. Und er war schon in der Schule in sie verliebt. Und sie auch in ihn und ja...“ „Und wer ist sie? Ist sie Idol?“, fragte die Andere wieder. Ich war inzwischen wieder langsam hinter Jonnie gegangen, aber Hobi zog mich vor: „Die, und nein, sie ist kein Idol, aber auch kein Fan. Sie wusste nicht, dass es BTS gibt“ Die Mädchen mussten lachen, aber nicht bösartig. Dann kamen sie nacheinander zu mir und umarmten mich. Dann stellte eine von ihnen Alle vor: „Das sind Rosè, Jennie, Jisoo und ich bin Lisa. Wir sind von Blackpink“ Ich war leicht überfordert: „Ehm, Hi, ich bin (D/n). Sorry, aber ich habe noch nie was von Blackpink gehört...“ „Das dachten wir uns Alle, aber jetzt lasst uns schnell in irgendein Restaurant verschwinden. Sonst kommen noch tausend ARMYs und BLINKs an und dann werden wir ganz heftig geshippt, also weg hier!“ Alle folgten Jin und wir gingen in ein kleineres Café. Dort setzten wir uns an einen großen Tisch. Alle sahen sich um, warum auch ich es tat. Es waren nur ältere Ehepaare hier. Es bestand also keine Gefahr, dass jemand ein Fan sein konnte. Zumindest kein Fan, der gleich einen Herzinfarkt bekommt. Wir bestellten uns Kaffee und Kakao und unterhielten uns eine Zeit lang. Die Mädels waren scheinbar auch über Silvester hier und sollten morgen 'Lovesick Girls' aufführen. Ich hatte keinen Plan, worüber sie sprachen. Aber das war mir gerade auch egal, denn mein Handy vibrierte in meiner Handtasche. Es war Laura.
    Laura:
    Hey Süße, lange nichts gehört, wie geht’s dir?
    (D/n):
    Hey, tut mir leid... Mir geht es ganz gut, und dir?
    Laura:
    Sicher? Mit geht es gut
    (D/n):
    Ja, sicher☺️
    Laura:
    Okay😁 Und, wie ist es so in Seoul? Mit den Jungs...

    Ich wusste nicht so ganz, was ich antworten sollte. Ich durfte ja nichts von Jimin sagen.
    (D/n):
    Lustig😄
    Laura:
    Gibt’s einen Lieblingsjungen?😉
    (D/n):
    NEIN!😲 Nur Freunde!
    Laura:
    Das frag ich in ein paar Wochen noch einmal...😉 Bei dir ist es spät oder?
    (D/n):
    Da brauchst du nicht fragen, Zeitverschwendung🤣 ja, es ist ziemlich spät...
    Laura:
    Na dann, geh schlafen! Gute Nacht😘
    (D/n):
    Gute Nacht😘

    In Korea war es tatsächlich spät. Hier war es Mittag. Aber wie sollte ich erklären, dass ich in New York war, ohne Jimin oder irgendwen Anders dabei zu erwähnen? Das hätte nicht geklappt... „Hast du zugehört, (D/n)?“, riss Hobi mich aus meinen Gedanken. Ich sah sehr verwirrt aus und darum wiederholte Yoongi für mich: „Dein super eifersüchtiger Freund gestattet dir von heute an mit Personen des männlichen Geschlechts mündlich zu kommunizieren. Er hat doch tatsächlich eingesehen, dass er übertrieben hat!“ Ich musste lachen und gab meinem Freund, der neben mir saß, einen Kuss. Von den vier Mädchen hörte man ein: „Awwwwww, wie süß!“, von Tae: „Warum finden Mädchen eigentlich immer alles süß und geben so komische Laute von sich?“ Und dann waren wir mitten drinnen, in einer Diskussion über Vorurteile Männern und Frauen gegenüber. Letztendlich sagte Rosé, die genug hatte: „Okay, wir erlösen (D/n) heute Abend von euch Deppen. Du musst mir mal erklären, wie du des mit denen aushältst...“ „Hey, niemand nimmt mir meine Freundin weg!“, beschwerte Jimin sich. „Macht auch niemand, aber es gibt gewisse Themen, da sprechen Mädchen nicht mit Jungs drüber. Und dafür hat sie jetzt uns, und wenn sie so lange schon bei euch ist, gibt es da Redebedarf!“, erklärte Lisa. „Und welche Themen zum Beispiel?“, wollte Jungkook wissen. Jennie überlegte und nannte dann als Beispiel: „Periode“ „Sie hat Jimin und unsere Couch vollgeblutet. Darüber haben wir bereits gesprochen. Wir wollen richtige Beispiele!“, verlangte Tae. „Sie muss mal wieder ein paar hotte Typen auf sämtlichen Social Media Plattformen stalken“, nannte Jisoo ein weiteres Beispiel. „Muss sie nicht, sie hat mich“, erklärte Jimin ihr. Sie zog nur eine Augenbraue hoch. Dann hatte Lisa eine Idee: „Ok, dann sprechen wir über Jimin“ „Okay, reicht! Wir brauchen nichts weiter wissen!“, beendete Joon dann das Thema. „Ich bin für mein restliches Leben verstört! Habt ihr denn keine Hobbies?“, stellte Jk klar. Jennie trank von ihren Kakao und sagte dann: „Doch, das sind aber auch keine Hobbies! Das sind lebensnotwendige Grspräche!“ „Also Jimin, ihr seid heute Abend eh nicht da. Da lässt du sie mal schön zu uns kommen, okay?“, verlangte Rosé. Jimin sah zu mir und nickte langsam. Ich lachte und sagte: „Ach komm Jimin, sie werden mich schon nicht auffressen!“ Die Vier waren wirklich nett und ich wollte mal wieder ein paar Frauengespräche führen. Sie waren, wie ich erfahren hatte, zwar auch etwas älter als ich, aber nicht viel. Und außerdem waren die Jungs zum Teil älter. Überhaupt sahen alle um einiges jünger aus. Das war mir auch schon bei EXO aufgefallen. K-Pop Idole sehen einfach jung aus. Plötzlich standen alle meine Mitbewohner auf, Jimin zog mich dann auch hoch. Ich dachte erst, sie wollten gehen, aber Jin und Jk blieben dann vor der Auslage stehen und zeigten auf ein paar belegte Brötchen. Da die beiden aber kein Englisch konnten, kam Joon ihnen zur Hilfe. Wir suchten uns Alle zwei Brötchen aus und gingen wieder zurück. Lisa hatte sich auf Hobis Platz gesetzt, warum ich jetzt neben ihr saß. Und Jk, der jetzt neben ihr saß, weil er vorhin neben Hobi saß, beschwerte sich: „Also, ein Mädchen reicht! Jetzt kommt ihr an, na gut. Aber HALTET ABSTAND!“ „NEIN!“, erwiderte Lisa und wand sich mir zu: „Du bekommst jetzt erstmal unsere Handynummern. Das bekommen die Jungs nämlich nicht auf die Reihe. Du weißt ja bestimmt schon, dass es nicht schlau wäre, die Nummern zu verschicken?“ Ich nickte: „Ja, soweit kann ich tatsächlich denken“ Wir lachten und Jungkook schüttelte den Kopf: „Ich sag’s doch. Ein Mädchen alleine ist okay. Aber sobald Andere dazukommen wird das schrecklich! Die unterhalten sich über Gedanken!“ Lisa schlug ihn auf den Arm und diktierte mir dann alle Handynummern. Sie und ich sprachen dann noch mit Jennie, Jisoo und Rosé über den ganzen Tisch rüber. Der Maknae lehnte sich mit verschränkten Armen zurück, die Anderen versuchten unserem Gespräch zu folgen. Allerdings machten wir immer sehr schnelle Themenwechsel, warum sie es nicht schafften, sondern uns nur komplett verwirrt zusahen.
    Irgendwann standen wir dann auf und beschlossen ein bisschen im Central Park spazieren zu gehen. Wir zogen uns noch unsere Jacken an und sahen nach draußen, sahen aber kaum junge Leute. Dennoch waren die Straßen sehr überfüllt. Wir gingen nach draußen und wurden direkt von der Masse mitgerissen. Jimin griff sofort nach meiner Hand, dass wir uns nicht verloren. Jonnie bemerkte das und schimpfte und direkt zusammen: „Leute, wie oft noch? AUS-EI-NAN-DER!“ Jisoo hatte das mitbekommen und griff sofort ein: „Kim Namjoon, das ist extrem wichtig in einer Beziehung! Hier, in diesem Durcheinander, schaut eh niemand, wer mit wem Händchen hält! Und außerdem wird ein Fan nicht zuerst (D/n) realisieren, sondern BTS und Blackpink! Also, wenn du jemanden trennen willst, dann die beiden Gruppen!“ Der Leader verdrehte die Augen und beließ es dann aber dabei, obwohl er scheinbar große Lust hätte, mit der hübschen Frau zu diskutieren. Jimin bedankte sich lachend bei ihr und lief dann mit mir etwas abseits von den Anderen. Tae und Jk hatten die Aufgabe bekommen, uns zum Park zu führen. Das war keine gute Idee. Sie benutzen Google Maps und stritten an jeder Abzweigung, ob wir jetzt nach links oder rechts müssten. Nach 20 Minuten standen wir wieder vorm Café was die Anderen ganz schön nervte. „Leute, wir wollen keinen Stadtrundgang machen, sondern zum Central Park!“, erinnerte Yoongi sie. Doch die beiden hörten gar nicht richtig zu, sondern stritten sich weiter, wo wir falsch gegangen waren. Ich sah mich um und bemerkte ein Schild. Ich zeigte darauf und sagte so laut, dass alle es verstehen konnten: „Wir müssen nur lesen... Da lang“ Auf dem Schild stand groß 'Central Park' und ein Pfeil nach links. Die Jungs hatten uns hier rechts abbiegen lassen. Wir gingen die Straße entlang und hörten hin und wieder irgendwen Dinge wie „Oh mein Gott! Blackpink!“ oder „Ahhhh, Taehyung!“ oder auch „Da sind BTS und Blackpink!“ rufen. Solche Schreie brachten dann immer alle Passanten, egal wie alt, dazu zu uns zu schauen. Jimin und ich liefen ungefähr fünf Meter entfernt von den Anderen, aber auch er wurde hin und wieder erkannt. Mich hatte, meines Wissens nach, aber niemand bemerkt oder mir einfach keine Aufmerksamkeit geschenkt. Zum Glück hatte Jisoo recht. Nach 10 Minuten kamen wir dann auch endlich an. Es war etwas weniger los, als auf der Straße, aber immer noch voll, Großstadt halt... Sie hielten hin und wieder und machten Fotos für weverse, Twitter und sonstiges. Es war eigentlich ein schöner Nachmittag, aber das konnte natürlich nicht so bleiben. Auf einmal kamen um die 40 Fans auf mich zugeraunt. Keine Ahnung, ob das BLINKs oder ARMYs waren, wahrscheinlich eine Mischung aus beidem. Ich sah mich instinktiv nach Jimin um und stellte fest, dass mein Freund glücklicherweise weiter entfernt, bei Yoongi, war. Ich lief mit Rosé zusammen. Sie schrieen und ich bekam fast etwas Angst. Da so ein Auffuhr herrschte, bekam der ganze Park von uns mit. Aber, warum auch immer, schenkten sie kaum einem der elf Idols Aufmerksamkeit. Sie standen vor mir und redeten wild durcheinander. Ich konnte Englisch, aber was die da durcheinander brüllten konnte ich nicht verstehen. Yoongi hielt Jimin, der zu mir rennen wollte, sofort fest und flüsterte ihm was zu. Ich versuchte mich zu ducke und davon zu schleichen, was natürlich nicht funktionierte. Rosé quetschte sich durch die Gruppe um mich herum und zog mich am Arm nach außen. Sie hatte ihre Kapuze auf und schaute zu Boden. Darum erkannte sie niemand und sie wurde von ihren eigenen Fans beschimpft. Das störte sie aber nicht, stattdessen schubste sie alle zur Seite, die in ihrem Weg standen und rannte dann mit mir auf eine weiter entfernte Bank zu, wo schon die Anderen warteten. „Ich liebe meine Fans ja, aber manchmal ist das schon übertrieben, oder schon fast respektlos...“, regte sich Rosé auf. Die Anderen stimmten ihr zu. Ich bedankte mich dann noch bei ihr. Wir sahen uns um und die bemerkten, dass die Ansammlung von Fans sich wieder aufgelöst hatte. Yoongi nahm mein Handy aus meiner Hosentasche und hielt es Jimin hin: Entsperr bitte mal schnell, ich muss was schauen“ „Erstens, ich kann es nicht entsperren, da es nicht mein Handy ist und zweitens, schau doch auf deinem eigenem Handy nach“, entgegnete Jimin. Yoongi fiel augenblicklich die Kinnlade runter: „Was? Du kommst nicht in das Handy deiner Freundin? Jimin, Jimin, so geht es immer los, als Nächstes geht sie dir fremd, glaub mir! Und warum ich ihr Handy nehm: ich verschwende doch nicht meine Mobilen Daten!“ Jennie zog ihn an den Haaren und sagte dann wütend: „Oder, er fängt einfach an, seiner Freundin zu vertrauen! Darum hat er nicht nötig, jeden Tag fünf Mal ihr Handy zu stalken! Und deine Mobilen Daten interessieren hier auch niemanden, verwende dein eigenes Handy!“ Jimin gab mir mein Handy und Yoongi nahm genervt sein Eigenes. Dann ging er auf Twitter und Instagram und suchte Hashtags wie 'BTS' und 'Blackpink' ab, vermutlich prüfte er, ob jemand etwas von vorhin gepostet hatte. Nach einiger Zeit schüttelte er den Kopf und grinste: „Sieht gut aus, nichts gepostet!“ „Okay, es wird aber bald was gepostet, wenn wir noch länger hier rumstehen. Ich schlage vor, wir, also BTS und (D/n), machen uns auf den Rückweg zum Hotel, ihr könnt machen was ihr wollt, aber wir haben dann noch ne Talk Show und bereiten uns vor“, kündigte Joon an. „Aha, und (D/n) muss mit zur Talk Show und euch bei dem Vorbereitungen zusehen?“, fragte Lisa und zog eine Augenbraue hoch, „Ich schlage vor, sie kommt bei uns mit!“ Jimin mischte sich ein: „Und ich schlage vor, ich mach noch bisschen was mit ihr OHNE EUCH ALLE und bring sie dann zu euch“,
    Lisa“ Joon wollte gerade was dagegen sagen, da sagte Jisoo: „Perfekt Jimin!“ Er wartete auf keine weiteren Kommentare, sondern nahm meine Hand und ging mit mir mitten rein in das Durcheinander.

    35
    35. Kapitel

    Die Wege waren überfüllt. Menschen jedes Alters und jeder Herkunft waren unterwegs. Jimin hatte aber scheinbar eine Idee, wo wir hingehen könnten, denn er lief zielstrebig voraus, ich direkt hinter ihm. Nach einiger Zeit blieb er stehen und sah mich an. Ich sah dann nach vorne und bemerkte, dass wir vorm ‚Boathouse Café‘ standen. Ich riss die Augen auf und sagte komplett durcheinander: „Jimin, das musst du mir doch sagen! Schau mal wie ich aussehe! Ich wusste doch nicht, dass...“ Er unterbrach mich: „Sollte ja ne Überraschung werde, da kann ich dir doch nichts sagen! Und außerdem siehst du gut aus! Aber, wir haben 30 Minuten, dann hab ich erst reserviert“ Ich nickte und rannte sofort los, Jimin folgte mir.
    Wir rannten ins Hotel und bekamen komische Blicke zugeworfen. Ich schloss direkt die Badezimmertür und sprang unter die Dusche. Als ich fertig war, zog ich mir einen Bademantel an und ging ins Zimmer. Jimin hatte sich umgezogen und trug einen schwarzen Anzug. Er sah zu mir und ging dann ins Badezimmer. Ich öffnete meinen Kleiderschrank und war zum ersten Mal in meinem Leben froh, dass ich viel zu viel dabei hatte. Ich hatte mir vier Kleider mitgenommen, ohne eine Idee zu haben, wann ich sie anziehen könnte. Ich überlegte kurz und entschied mich dann für das schwarze, enge Kleid, das bis kurz über die Knie ging. Dann suchte ich mir noch eine Nylon-Strumpfhosen und zog die einzigen High Heels an, die ich dabei hatte. Auch sie waren schwarz. Meine Haare waren noch geglättet, ich zog mir nur noch einmal meinen Eyeliner und roten Lippenstift nach. Dann war ich fertig und griff nach meiner Handtasche und Jacke, da kam Jimin gerade aus dem Badezimmer. Er sah mich an, grinste und sagte nur: „Wow!“ Dann zog er sich auch seine Jacke an, nahm meine Hand und wir gingen aus dem Zimmer. Ich stellte mein Handy auf stumm und sah dabei kurz die Uhrzeit: 17:49 Uhr. Der Tag war sehr schnell vergangen. Aber er war auch noch lange nicht rum. Wir stiegen in ein Taxi und liefen dann das letzte Stück noch schnell zum ‚Boathouse Café‘. Als wir nach innen gingen, wurde mir direkt warm. Draußen war es kalt, aber die Winter in Seoul waren um einiges kälter. Es roch nach Essen und man hörte das Gemurmel von Tischen. In der Mitte stand ein großer Tisch, an dem scheinbar eine Familienfeier stattfand. Es waren um die 20 Personen, drum herum waren noch viele weitere, kleinere Tische. Junge und alte Pärchen waren da und auch ein paar Familien mit Kindern. Am Rand saßen fünf junge Männer, vermutliche Freunde, zusammen und unterhielten sich ausgelassen. Ein weiß gekleideter Kellner kam auf uns zu und wies uns einen Tisch zu. Er nahm uns noch unsere Jacken ab und verschwand dann. Jimin und ich setzten uns hin und begannen ein Gespräch. „Und, was hältst du von Blackpink?”, fragte er schließlich. „Sie sind echt nett! Wie lange kennt ihr sie schon?”, antwortete ich. Er musste kurz nachdenken: „Hmm... Das müsste schon kurz nach ihrem Debut gewesen sein. Aber nur bei Shows und so. Privat erst vor zwei Jahren. Jennie und Joon haben dann Kontakt aufgebaut. Rein geschäftlich anfangs. Ich weiß gar nicht, was wir zusammen machen wollten. Aber das bleib nicht dabei. Es sollte ein Geschäftsessen werden, mit beiden Gruppen. Aber ich glaube nicht, dass andere Geschäftsessen so enden, dass man um 3 Uhr nachts vor der PlayStation sitzt... Naja, und dann wurde daraus eben ne Freundschaft. Wir haben natürlich unseren Managern davon erzählt, aber wollten unter keinen Umständen, dass BLINKs oder ARMYs was davon mitbekommen. Die denken, wir haben keinen oder kaum Kontakt und shippen uns trotzdem ohne Ende” Mir war es im ersten Moment gar nicht bewusst, aber als es mir klar wurde, war ich schon fast ein kleinen wenig eifersüchtig... Aber ich riss mich zusammen und fragte dann: „Und... Mit wem wirst du so geshippt?” Er musste lachen: „Die Frage ist eher, mit wem nicht. Mit allen vier eigentlich” Ich biss mir leicht in die Backe, was er bemerkte. „Jetzt sag nicht, du bist eifersüchtig”, sagte er und musst amüsiert lachen. Ich schüttelte den Kopf: „Nein!” In Gedanken musste ich ihm aber leider Recht geben. Ich war tatsächlich etwas eifersüchtig. Nicht nur auf Lisa, Rosé, Jennie und Jisoo, sondern auch auf all die ARMYs, denen mein Freund so oft sagte, dass er sie liebte. Und ich hasste mich gerade dafür. Plötzlich sah ich Jimin vor meinem Gesicht in die Hände klatschen. „W-was? Hast du was gesagt?” Er ignorierte meine Frage und wollte wissen: „Worüber hast du nachgedacht?” Ich sah nach unten und murmelte kaum verständlich: „ARMYs...” „Was ist mit ihnen?” „Naja,... vielleicht bin ich ein ganz ganz ganz kleines bisschen eifersüchtig. Weil...” Er unterbrach mich: „Weil ich ihnen weiterhin sagen muss, dass sie mein Ein und Alles sind? (D/n), ich liebe ALLE ARMYs. Aber es gab schon immer Menschen, die ich mehr geliebt habe. Meine Mum und meinen Dad, die anderen sechs Vollidioten und jetzt eben auch dich. Und glaub mir, jedem Fan mit einem gesunden Menschenverstand wir bewusst sein, dass ich meine Eltern mehr liebe als meine Fans. Aber das war ihnen immer egal. Und meinen Eltern war auch egal, was ich gesagt habe. Denn sie wussten die Wahrheit. Die ARMYs sind für mich die wichtigsten Personen dieser Welt. Aber dich, Joon, Jin, Yoongi, Hobi, Tae, Jk, meine Mum und mein Dad, euch sehe ich nicht als Personen. Ihr seid Geschenke, die ich nie in meinem Leben verdient habe. Du bist einfach ein Engel und wenn du das weißt, brauchst du dich auch nicht darum kümmern, was ich ARMYs sage. Denn, du wirst für mich immer vor der ganzen Welt stehen. Auch vor all den Millionen Fans“ Und natürlich musste es so kommen. Jimin sagt etwas total tiefgründig und süßes und ich sage einfach: „Okay“ Wow (D/n), mal wieder super hinbekommen! Zum Glück kam ein Kellner und nahm unsere Getränkebestellung auf, wodurch er von meiner dummen Antwort ablenkte. Wir bestellten Wein und Wasser. Als er dann wieder in der Küche verschwand, wand Jimin sich wieder mir zu: „Was ich dich eigentlich fragen wollte, als du in Gedanke warst. Also, ich hab über das, was Yoongi gesagt hat, nachgedacht. Und überhaupt, was alle mir sagen“ „Sorry, Yoongi hat viel gesagt. Was genau meinst du?“ „Das, mit deinem Handy und fremdgehen und so...“ „Weil Yoongi das jetzt gesagt hast, denkst du, dass ich dich betrügen werde?“ „Nein, so war das nicht gemeint! Ich meine nur... du lebst mit sechs anderen Jungs zusammen“ „Ich habe nichts mit ihnen gemacht!“ „Doch, mit Yoongi in einem Bett geschlafen, mit Jungkook in einem Bett geschlafen, Namjoon geküsst und dich von Hoseok anfassen lassen!“ „Das zählt nicht! Joon hat mich geküsst, nicht andersrum und was soll ich machen, wenn Hobi mich anfasst? Und was Jk und Yoongi angeht: Ich habe wegen meiner Mum geweint oder hatte Angst vor Horrorfilmen. Und bei allen Vieren waren wir noch nicht zusammen!“ „Ja, das stimmt schon... Aber trotzdem... Es ist... erst sagen mir Alle, ich wäre einfach zu eifersüchtig und jetzt kommt Yoongi an, dass du mir bald fremd gehst” „Vielleicht meinten sie auch einfach, dass du ihnen mehr vertrauen solltest und anderen gegenüber misstrauisch sein kannst oder solltest. Ich weiß es nicht...“ Na toll, wir waren beide eifersüchtig. Ich auf meine neuen Freundinnen und alle weiblichen ARMYs und er auf seine besten Kumpels und sonstige Typen. Ich fing dann wieder an zu sprechen: „Wir haben keine andere Möglichkeit, als dem Anderen einfach zu vertrauen. Und ich vertrau dir auch, also mach du es doch bitte auch“ „Ja... Okay“ Er dachte kurz nach und musste dann lachen: „Also, da hab ich mich seit der Schule gar nicht geändert...“ „Wo?“ „Ich bin immer noch unendlich eifersüchtig. Auf Klassenfahrt, da hatte ich den Jungs gerade gesagt, dass ich in dich verliebt bin. Und dann haben wir mit ein paar Anderen ja Wahrheit oder Pflicht gespielt. Und ich werd’s nie vergessen, Jin dachte es wäre lustig, Minho doch als Pflicht zu geben, dich zu küssen. Und ich hab mich danach, weil er dich auf DIE BACKE geküsst hat, mit ihm geprügelt. Also, als dann alle weg waren“ „Du hast dich allen Ernstes mit ihm geprügelt?“ „Das war ein halber Weltuntergang für mich! Und Jin hab ich auch noch Eine runtergehauen. Warum finden die des so lustig, mich zu provozieren?“ „Hahaha, ich weiß es nicht, aber Minho tut mir leid! Der arme Junge macht nur seine Pflicht und würd danach verprügelt“ „Wer dir zu nahe kommt, der bekommt‘s mit mir zu tun. So war es schon immer und so wird es auch immer so bleiben“ Der Kellner kam und brachte unsere Getränke. Wir hatten, während wir gesprochen habe, in die Karte geschaut und wussten darum, was wir essen wollten. Jimin wollte gerade etwas sagen, da vibriere sein Handy. „Joon...“ „Was schreibt er?“ „Dreimal darfst du raten“ „Hm... Keine Ahnung?“ „Wann ich ‚endlich‘ komme. Sie warten auf mich. Eine dreiviertel Stunde bin ich weg, und die kommen nicht mehr klar. Unsere Talk Show ist um 21 Uhr! Wir haben noch nicht mal halb sieben! Der soll mal runterkommen...“ „Aber, nicht das du zu spät kommst...“ „Haha, ich bin bekannt dafür, dass ich zu spät komme. Und heute werde ich nicht zu spät kommen“ „Wie du meinst. Aber willst du ihm nicht wenigstens antworten?“ „Nö, eigentlich nicht“ Wir lachte und ich schüttelte den Kopf. Dann überlegte ich, ob ich ihn etwas fragen sollte, über das ich schon seit ein paar Tagen nachgedacht hatte: „Darf ich dich was fragen?“ „Ja klar“ „Also... ehm... keine Ahnung wie ich das jetzt fragen soll aber... wie wir letztens miteinander geschlafen haben... ehhh, war das dein erstes Mal?“ „Warum?“ „Ich hab zuerst gefragt“, sagte ich sofort und kam mir danach vor, wie im Kindergarten. Jimin verdrehte die Augen und sagte: „Ja. In der Schule war ich in dich verliebt und dann ging meine Kariere los. Da hatte ich keine Zeit mehr für ne Freundin. Aber jetzt hab ich das, auch wenn’s Jonnie hin und wieder nicht so passt... Aber warum wolltest du das jetzt wissen?“ „Nur so“ Er grinste mich an: „War schon gut, was?“ „Fresse!“ Peinlich! Aber gut, ich musste mir einen Themawechsel einfallen lassen, und zwar schnell! Jimin war anscheinend aufgefallen, dass mir die Situation unangenehm war, warum er fragte: „Und, was denkst du machst du dann so mit Jisoo, Jennie, Lisa und Rosé?“ „Bestimmt einen Film schauen, aber keinen Horrorfilm! Reden, lästern...“ „Ah, sorry... Wir haben sie zu Horrorfilmfans gemacht... Mit denen kannst du nichts anderes schauen. Aber, ich bestürzt dich schon heute Nacht!“ „Okay, dann schauen wir doch keinen Film... Sondern tun stattdessen was Anderes machen“ „Warum hasst du Horrorfilme so sehr?“ „Weil sie der, Achtung Wortwitz, HORROR sind!“ „Das ist ja das lustige an diesen Filmen. Manchmal glaub ich wirklich, diese Filme werden gemacht, um kleinen Mädchen Angst zu machen und damit Männer zeigen können, dass sie keine Schisser sind“ „Ich bin kein kleines Mädchen und hab trotzdem Angst“ „Stimmt, du bist mein kleines Mädchen!“
    Wir bekamen unser Essen und unterhielten uns über Filme. Ich war einfach der größte K-Drama Fan dieser Welt. Diese Leidenschaft teilte Jimin leider nicht mit mir. Er fand es einfach zu kitschig. Ich war gerade bei meinem vorletzten Bissen, als mir auffiel, dass Jimin irgendetwas lächelnd beobachtete. Ich wollte mich nicht umdrehen und fragte darum: „Was ist da?“ Er antwortete, ohne seinen Blick abzuwenden: „Ein Kind“ Ich drehte mich dann doch um und sah eine Familie. Einen Mann, ungefähr Mitte dreißig, eine schwangere Frau, sie müsste Ende zwanzig sein, und kleines Mädchen, nicht älter als fünf Jahre alt. Ich beobachtete eine Zeit lang, wie der Vater seine Tochter fütterte und diese dabei ganz aufgeregt etwas erzählte. Und dann wurde meine absolute Schwäche sichtbar: süße Kinder: „Oh Gott, ist die Kleine süß! Awwww!“ Und Jimin antwortete etwas, was ich so nicht erwartet hätte: „Ja, einfach goldig, die Kleine“ „Verarschst du mich gerade?“ „Ehm, nein, wie kommst du jetzt darauf?“ „Du bist auch so in Kinder vernarrt?“ „Ja, sind wir alle. Vor alle Tae. Ob du’s glaubst oder nicht, der will später mal fünf Kinder” „Fünf?” „Ja. Aber keine Angst, ich will nur drei. Aber, man könnte noch Schnick Schnack Schnuck spielen“ „Ganz bestimmt spielen wir Schnick Schnack Schnuck um irgendwann mal zu entscheiden, wie viele Kinder wir wollen“ Er riss die Augen auf: „Du willst also Kinder mit mir?“ „Ich wüsste niemand anderen. Aber ich bin 19, da kannst du noch lange warten“ „Warten ist nicht das Problem“ „Was ist es dann?“ „Hm, ich glaube, ausnahmsweise gibt es keins“ „Daran kann ich mich gewöhnen“ „Aber es gibt trotzdem ein Problem. Du kannst nicht dein restliches Leben lang Hobis Cousine sein. Also... muss ich es doch irgendwann Bang PD sagen... Was denkst du, wird er sagen?“ „Ich weiß es nicht, aber Luftsprünge wird er vermutlich nicht machen...“ „Stimmt, aber Namjoon, weil ich’s dann endlich gesagt hab“ Wir lachten und mein stummes Handy blinkte auf.
    Lisa:
    Also, wenn sollen wir verprügeln? Jimin oder Joon?
    (D/n):
    Warum verprügeln?
    Lisa:
    Weil einen von ihnen dich anscheinend nicht kommen lässt, ich tippe auf Jimin
    (D/n):
    Wir sind noch unterwegs. Er lässt mich dann zu euch, keine Angst😉
    Lisa:
    Oh Gott, sorry, wollte nicht stören. Dann viel Spaß noch 😏 und bis später
    (D/n):
    Bis später😂

    „Was ist? Jetzt sag nicht Namjoon“, fragte Jimin. Ich legte mein Handy weg: „Lisa. Sie dachte, ihr lasst mich nicht zu ihnen“ „Achso“
    Wir unterhielten uns noch ein bisschen und irgendwann stand Jimin dann auf um zu bezahlen. Als er wieder kam, bat er mich: „Fragst du sie bitte, in welchem Hotel sie sind? Dann bring ich dich hin“
    (D/n):
    In welchem Hotel seid ihr?
    Lisa:
    Wir haben ne Suit im Baccarat Hotel. 😇 In welchem seid ihr eigentlich?
    (D/n):
    Nice! Im Plaza😌
    Lisa:
    Wooowwww. Entertainment zahlt, was?
    (D/n):
    Bei euch wohl nicht?
    Lisa:
    Natürlich! Ich würde doch nicht in so ein teures Hotel gehen!
    (D/n):
    Hat Hobi auf ja gesagt. Naja, ich komm dann gleich
    Lisa:
    Okiiiii🥰

    Wir gingen nach draußen und suchten das erste Taxi. Wir stiegen ein und ich sah Jimin dauernd nervös auf sein Handy sehen. Mir fiel neben der Uhrzeit, die 12:04 Uhr zeigte, noch auf, dass er viele verpasste Anrufe hatte. Als er bemerkte, dass ich zu ihm sah, lächelte er mich an. Die Fahr ging schnell. Ich war schon beim Aussteigen, da rief Jimin noch: „Soll ich dich hoch...“ Ich unterbrach ihn: „Ach was, viel Spaß bei der Show“ „Danke“ Dann fuhr der Taxifahrer weiter und ich ging rein. Es war wesentlich moderne wie das Plaza, aber beide Hotels gefielen mir sehr gut. Außer dass beide sehr teuer waren, gab es keine Ähnlichkeiten. Ich lief zum Treppenhaus, wo die vier schon auf mich warteten. „Schick schick“, begrüßte Jennie mich, auf mein Outfit zeigend. „Ehm, ihr könnt mir nicht ganz zufällig Wechselklamotten leihen, oder?“, fragte ich. Rosé nickte: „Ganz zufällig schon, aber jetzt komm erstmal mit hoch“ Wir gingen die Treppe nach oben in den dritten Stock. Mit Hilfe einer Schlüsselkarte, öffnete Jisoo die Tür. Drinnen zogen wir alle unsere Schuhe aus und Jennie brachte mir ein Chanel T-Shirt und eine schwarze Jogginghose. Jisoo schüttelte den Kopf: „Du und dein Chanel, Jennie. Dior ist besser!“ Sie lachten und Rosé deutete auf eine Türe, die ins Badezimmer führte. Ich zog mich schnell um und lief dann durch die große Suit in den Wohnbereich. Dort saßen Alle am Sofa und sahen mich an. Ich setzte mich zu ihnen und Lisa fragte dann: „Jetzt sind keine Typen da. Erzähl mal von Jimin. Was habt ihr vorhin gemacht?“ „Wir waren im Boathouse Café essen“ Jisoo fiel die Kinnlade runter: „Jetzt sag nicht, er hat gezahlt“ „Ehm, doch...“, sagte ich irritiert. Rosé hörte man lachen: „Wenn er verliebt ist, ist selbst Park Jimin erwachsen. Aber warum wohnst du denn bei denen? Wahrscheinlich nicht wegen Jimin, oder doch?“ „Es ging so los: Ich war in Deutschland am studieren, meine Mum hat Krebs, ich flieg heim, meine Mum verblutet, weil... Auf jeden Fall haben sie mich dann im Park weinen sehen und angeboten ich könne bei ihnen wohnen. Dann ging das alles los, mit Jimin. Alle sechs waren sich sicher, wir wären ineinander verliebt und einfach zu schüchtern, um es zuzugeben. Darum haben sie versucht, Jimin zu provozieren, indem Joon mich küsst und Hobi mich anfässt und so n Schrott. Und irgendwann hat er es dann zugegeben. Und dann, dann war da dieser schrecklich Film, den die Deppen unbedingt schauen wollten. Und ich hatte Todesangst und bin darum gefühlt jede Minute näher zu ihm. Und ja... dann kam das alles so. Man kann sagen, der Film hat noch einmal fiel bewirkt. Ich kann keine Kurzfassungen erzählen, sorry“ „Wir haben‘s verstanden“, bestätigte Jisoo. Ich bat sie dann: „Erzählt doch mal bisschen was von euch“ „Also, du weißt unser Alter und dass wir die Mitglieder von Blackpink sind. Über K-Pop weißt du auch Bescheid. Unser Alltag sieht ähnlich wie der von BTS aus. Stundenlang Tanztraining und singen und so Zeug. Ansonsten... ja, das ist unser momentanes Leben. Und hier und da ne Performance und ein Interview“, erzählte Jennie. Sie arbeiteten scheinbar wirklich hart. Ich bewunderte sie, denn mir ist es manchmal schon zu viel Stress, in die Uni zu gehen, wo ich den ganzen Tag nur rumsitze und zuhöre. Sie müssen stundenlang tanzen, und zwar dauerhaft hoch konzentriert. Auf einmal wurde die Stille von Jisoos Handy unterbrochen. Sie hob ab und machte laut.
    Jisoo: „Was ist los?“
    Jimin: „Wo ist sie?“
    Jisoo: „Wo ist wer?“
    Jimin: „(D/n)”

    Ich sah auf mein Handy und sah 15 verpasste Anrufe. Mein Handy war noch auf stumm, warum ich es nicht gehört hatte. Ich wollte gerade etwas sagen, als Jennie mir deutete, leise zu sein und grinste.
    Jennie: „(D/n)? Die war doch noch mit dir unterwegs“
    Jimin: „Sie ist vor eurem Hotel aus dem Taxi gestiegen. Ich erreiche sie nicht, und bei euch ist sie auch nicht?“
    Lisa: „Nein, sie ist nicht hier. Also, zumindest nicht in unserem Zimmer“
    Jimin: „Wo soll sie denn sonst sein?“
    Rosé: „Wer weiß das schon“
    Jimin: „Wisst ihr jetzt wo sie ist, oder nicht?“
    Jisoo: „Nein“
    Jimin: „Ich bin in fünf Minuten da“
    Jennie: „Halt, stop, Jimin!“
    Jimin: „Was ist jetzt?“
    (D/n): „Ich bin hier“
    Jimin: „Ist das euer Ernst? Jk hatte Recht. Ein Mädchen ist okay, aber mehrere zusammen, das ist nicht lustig“
    Lisa: „Jetzt geh du mal schön zu deiner Talk-Show und stalk nicht alle zehn Minuten deine Freundin!“
    Jimin: „Mach ich gar nicht, ich hab mir sorgen gemacht, wenn’s recht ist“
    Rosé: „Auf Wiedersehen, Jimin!“

    Ohne auf noch eine Antwort zu warten, legte Rosé auf und Jisoo packte ihr Handy wieder ein. „Sorgen gemacht. Denkt der, du wirst in nem fünf Sterne Hotel entführt, oder was?“, fragte Lisa. Jennie meinte nur: „Lass ihn doch. Ist doch süß“ „Ich hätte nicht gedacht, dass Jimin romantisch und süß sein kann“, stellte Jisoo fest. Alle drei gaben ihr recht. Dann fragte Rosé irgendwann: „Film?“ „Was schaut ihr für Filme?“, fragte ich, bevor jemand anders etwas sagen konnte. Ich wusste nicht, ob Jimin mich vielleicht nur verarscht hatte, als er gesagt hat, dass sie Horrorfilme schauen. „Horror, Horror, K-Dramas... das war’s“, zählte Jisoo auf. „Ok, wir schauen ein K-Drama! Wie wär‘s mit ‚It‘s Okay to Be Not Okay‘?“, schlug ich vor. Lisa stimmte zu: „Tausendmal gesehen, aber jedes Mal gut. Schauen wir!“ Wir holten uns noch Popcorn und Getränke und starteten dann den Film.

    „Darf ich ihn wegdrücken?“, fragt Lisa kurz vorm Ende des Films. Ich sah auf ihr Handy und bemerkte, dass Jimin sie anrief. „Geh ran, ist lustiger“, verlangte Jennie. Lisa verdrehte die Augen und hob dann ab.
    Lisa: „Guten Abend Mr. Park, was kann ich für Sie tun?“
    Jimin: „Geht’s euch gut?“
    Lisa: „Meinst du uns oder (D/n)?“
    Jimin: „Da ich eine gute Erziehung genossen habe, frage ich nach euch allen, wenn ich ehrlich bin, interessiert mich aber nicht, wie es dir geht, eigentlich interessiert es mich nur von (D/n)“
    Lisa: „Okay, warum rufst du dann nicht (D/n) direkt hat. Falls du es vergessen hat, sie ist in Besitz eines iPhones und ist in der Lage zu telefonieren“
    Jungkook: „Naja, (D/n) geht aber nicht ran und Jimin stirbt hier halb“
    Lisa: „Och bitte nicht der Typ schon wieder“
    Jungkook: „Denkst du, ich mag dich?“
    Lisa: „Ich hoffe nicht, dann fände ich dich vielleicht sympathisch“
    Jungkook: „Warum sind wir befreundet?“
    Lisa: „Damit wir uns gegenseitig haten und beleidigen können“
    Jungkook: „Stimmt, das war’s. Fast hätte ich’s vergessen“
    Jimin: „Ist (D/n) bei euch?“
    Lisa: „Nein, sie ist bei dem attraktivem Typen im Nebenzimmer“
    Jimin: „Also ist sie bei euch?“
    Lisa: „Wenn du es sowieso schon weißt, warum fragst du dann?“
    Jimin: „Ist sie jetzt bei euch oder nicht“
    Lisa: „Ich werde diese Frage jetzt nicht beantworten“
    Yoongi: „Ich hab doch gesagt, die geht fremd“
    Lisa: „Sag mal, sitz ihr jetzt alle Sieben vorm Handy?“
    Namjoon: „Ja?“
    Hoseok: „Ihr doch auch“
    Lisa: „Nein ich bin alleine“
    Jimin: „Okay, und wo ist jetzt (D/n)?“
    Lisa: „IM NEBENZIMMER!“
    Taehyung: „Findest du den Typen auch attraktiv?“
    Lisa: „Der ist attraktiver als ihr alle zusammen!“
    Seokjin: „Sicher, dass er existiert? So etwas gibt es nämlich gar nicht“
    Lisa: „Bitte, NERVT NICHT DAUERND! Es wird schon niemand (D/n) fressen!“
    Jimin: „Also ist sie doch bei euch?“
    Jennie: „Bist du dumm?“
    Namjoon: „Lisa, ich dachte du bist alleine?“
    Lisa: „Ausgeschlossen sind Chaeyoung, Jennie, Jisoo und (D/n)“
    Hoseok: „Läuft bei euch“
    Lisa: „Wir sind zu fünft, ihr zu siebt“
    Yoongi: „Siehe mal einer an, sogar rechnen kann sie! Ein Multi Talent“
    Lisa: „Besser Rappen und tanzen als du kann ich auch“
    Seokjin: „Ein Rat. Diskutiere nicht mit gestörten Frauen, ein perfektes Beispiel wäre Lalisa Manoban“
    Rosé: „Und ein Rat an dich, Halt deine Fresse!“
    (D/n): „Wow, man spürt richtig, wie ihr euch gegenseitig liebt!“
    Jungkook: „Aber selbstverständlich“
    Jimin: „Nicht, dass ihr noch auf dumme Gedanken kommt: (D/n) zieht nicht bei dir ich ein, die bleibt bei mir!“
    Jisoo: „Sie ist einmal bei uns, und er denkt, sie wohnt jetzt mit uns zusammen“
    Jimin: „Ich hab’s nur vorsichtshalber mal klargestellt! Weiß ja nicht, was in euren Köpfen vor geht...“
    Jennie: „Okay, danke dafür. Dürften wir jetzt den Film fertig sehen“
    Taehyung: „Hahaha, diesmal hat (D/n) ja gar keinen Jimin, auf den sie sich halb drauf legen kann“
    Lisa: „Braucht sie auch nicht, wir schauen ‚It‘s Okay to Be Not Okay‘
    Jungkook: „Nicht euer Ernst“
    Rosé: „Doch. Der ist gut!“
    Yoongi: „So gut dann auch wieder nicht. Außerdem brauchen wir keine Liebesfilme schauen. Wir leben mit (D/n) und Jimin zusammen“
    Jimin: „Willst du, dass ich dir eine runterhau?“
    Jungkook: „Wirst du gerade Gewalttätig, Hyung?“
    Jisoo: „Okay, dann verprügelt euch mal schön und lasst uns den Film schauen“
    Lisa: „Tschüss“

    Sie legten auf und lachten. „Ich würd es keinen Tag mit denen aushalten! Respekt (D/n)!“, bemerkte Rosé. Wir sahen den Film fertig und unterhielten uns dann noch ein bisschen, bis es an der Tür klopfte.

    Hi
    Ob ihr‘s glaubt oder nicht, das neue Kapitel ist da!😱 ich bin stolz auf mich haha. Also, danke, für 3000 Aufrufeeeeee!💜
    Und noch etwas, Schule ist seit gestern wieder am Start, zwar nur online, aber trotzdem schrecklich. Das bedeutet: in der Zeit, wo ich bis vor paar Tagen an der Ff geschrieben habe, lerne ich jetzt wieder. Das wiederum bedeutet, dass ich dann Abends/Nachts schreibe und irgendwann nachts hochlade. Also so, dass dann weiterhin hoffentlich jeden Tag was kommt, und falls nicht, sorryyy. Aber ich geb mein bestes!☺️

    36
    36. Kapitel

    Alle sahen sich erschrocken an. „Ehm, soll ich auf machen?“, fragte Rosé unsicher. Jennie nickte und Rosé ging zur Tür und öffnete sie langsam. „Oh mein Gott!“, rief sie. Lisa sprang auf: „Wer ist da?“ Als sie zur Tür kam, schlug sie sich nur auf die Stirn und kam zurück. Dann kamen sieben junge Männer rein. Jennie begrüßte sie dann: „Gut, dass ihr da seid. Wir wären ohne euch fast gestorben! UND ZIEHT EURE SCHUHE AUS!“ Sie gingen schnell zurück und zogen ihre Schuhe aus. Dann kam Jimin auf mich zu und umarmte mich. Yoongi kommentierte dann: „War schon echt wieder grenzwertig heute. Ihr Ärmsten habt euch bestimmt vier Stunden nicht gesehen“ „Jimin, das nennst du ‚mega krass sexy Kleid‘?“, fragte Tae. „Ich nenne das, meine Jogginghose und eines meiner Lieblings-T-Shirts“, antwortete Jennie ihm. Jisoo meinte dann: „Aber das Kleid, das Jimin meinte, das ist echt mega! Wo ist das her, (D/n)?“ „Celine“ Alle gleichzeitig fragten: „Du trägst Celine?“ „War ein Geschenk zum 18. Geburtstag. Sonst besitze ich keine so teuren Sachen!“, erklärte ich. Sie nickten verstehend. „Ich bin echt müde!“, sagte Yoongi. Hobi verdrehte die Augen: „Damit hätte jetzt niemand gerechnet! Aber, ich bin ehrlich gesagt auch müde. Fahren wir?“ Wir standen auf und verabschiedeten uns bei den Mädels. Ich holte noch kurz meine Klamotten aus dem Badezimmer, ließ Jennies Sachen aber an. Dann gingen Jimin und ich den Anderen hinterher. Im geliehenen Van schien Yoongi dann gar nicht mehr müde. Ganz im Gegenteil, er nervte mit seinem Gelaber. Darum nahm ich, so unhöflich es auch ist, meine AirPods aus meiner Handtasche und hörte Musik. Jimin, der neben mir saß, nahm sich dann einen Kopfhörer, da er es auch sehr anstrengend fand, seinem Kumpel zuzuhören. Irgendwann spürte ich dann seinen Kopf auf meiner Schulter und als ich zu ihm sah, bemerkte ich das er eingeschlafen war. Ich sah aus dem Fenster auf die beleuchtete Stadt. Es war sehr klar heute Nacht, warum man auch die Sterne sehen konnte. Und dann blieben wir stehen und alle nacheinander stiegen aus. Dadurch wachte Jimin auch wieder auf und wir folgten den Anderen nach oben. Oben vor den Zimmern machte Joon dann noch eine Ansage: „Wir treffe uns morgen um 9 Uhr hier und gehen dann zusammen frühstücken. Stellt euch einen Wecker, Anders wird des nichts...“ Alle nickten und wir verteilten uns auf unsere Zimmer. Jimin und ich gingen gleichzeitig in das große Badezimmer und putzen unsere Zähne. Nachdem ich mich abgeschminkt hatte, ging ich raus und Jimin musste noch schnell duschen. Als ich mich dann umgezogen hatte, blinkte mein Handy auf, welches ich dann endlich wieder laut stellte.
    Jennie:
    Wo seid ihr morgen denn so unterwegs? Dann kommen wir ‚zufällig’ vorbei und retten dich vor dem sicheren Tod 🤣
    (D/n):
    Haha, Joon hat noch nichts gesagt. Wir gehen um 9 Uhr frühstücken, mehr weiß ich nicht 😂 schreib euch dann spontan...
    Jennie:
    Alles klar, dann bis morgen und gute Nacht😴
    (D/n):
    Gute Nacht😌

    Ich legte mein Handy weg und legte mich hin. Eigentlich wollte ich noch auf Jimin warten, war dann aber so müde, dass mir doch die Augen zufielen. Ich hörte ihn dann noch: „(D/n)?“ flüstern. Ich reagierte nicht, warum er dann auch schlafen ging.

    „HALLO! AUFSTEHEN!“, schrie jemand durchs ganze Zimmer. Jimin und ich schreckten gleichzeitig hoch und schlugen dabei unsere Köpfe zusammen. Dann sahen wir uns total verwirrt an und vor uns standen alle sechs Jungs fertig angezogen. „Was wollt ihr denn jetzt?“, fragte Jimin. „War da nicht was mit 9 Uhr zusammen frühstücken?“, erinnerte Hobi uns. Yoongi fügte dann hinzu: „Sogar ICH hab das geschafft!“ „Wie zur Hölle seid ihr hier rein gekommen? Die Tür aufgebrochen oder was?“, fragte ich. Jungkook erklärte: „Ne, zweite Karte von der Rezeption geholt. Wir dachte euch ist irgendwas passiert“ Tae fiel dann ein: „Ach und (D/n), du hast die ein oder andere Nachricht von Jisoo und Jennie bekommen. Hast du was mit ihnen ausgemacht?” Ich griff nach meinem Handy, das auf dem Nachttisch lag. Es war 9:39 Uhr und ich hatte 69 Nachrichten von den beiden. „Das ist nicht so wichtig“, lenkte ich ab. Daraufhin warfen mir alle Sieben einen komischen Blick zu, beließen es aber dabei. „Jetzt macht euch schnell fertig. Wir stellen uns vor die Tür und in genau zehn Minuten kommen wir ohne Vorwarnung wieder rein. Also beeilt euch!“, drohte Joon. Wir nickten uns als sie das Zimmer verlassen hatten, machten wir uns schnell fertig. Ich ging nur kurz duschen, putze meine Zähne, machte mir einen Zopf und zog mir eine hellblauen Jeans mit einem dunkelgrauen Oberteil an. Ich war gerade fertig und holte mein Handy, da wurde die Tür aufgestoßen. Jimin kam jetzt auch aus dem Bad und wir gingen alle nach unten zum frühstücken.
    Am Buffet war, obwohl es schon spät war, noch viel los. Jin und Jungkook holten sich zusammen etwas und kamen mit jeweils drei vollen Tellern wieder. Joon ermahnte sie: „Jungs, etwas mehr Manieren bitte! Ihr blamiert uns, wenn ihr das ganze Buffet leer esst!“ „Aber da steht ‚All you can eat‘ Und ich kann ne ganze Menge essen!“, widersprach Jin ihm, auf ein Schild zeigen. Der Leader verdrehte die Augen und ging dann auch mit Hobi und Yoongi vor. Tae, Jimin und ich standen dann auch auf. Da ich nicht der größte Fan von amerikanischem Frühstück war, nahm ich mir nur einen Obstsalat und ein paar Pancakes. Die Anderen aßen etwas mehr, aber nicht so viel wie Jin und Jk.

    „Wie wär‘s, wenn wir jetzt zur Freiheits Statue laufen, wenn’s nicht zu weit ist, und ein paar Bilder machen?“, schlug Hobi bei einem seiner letzten Bissen vor. Wir stimmten ihm zu, dann sahen mich alle an. Ich starte ein Zeit lang zurück, fragte dann aber: „Was ist?“ Tae sagte etwas, was mir nicht viel weiterhalf: „Frag einfach“ Ich sah sie verwirrt an dann half Yoongi mir auf die Sprünge: „Du willst doch bestimmt, dass die anderen vier Hühner mitkommen. Also, Lisa hat zumindest gefragt, damit sie dich ‚retten‘ können“ „Achso, sagt das doch gleich. Aber wenn ihr keinen Bock auf sie habt, was ich nicht nachvollziehen könnte, dann schreib ich ihnen nicht“, bot ich an. „Anderer Vorschlag, weil du ein Mädchen bist, gehst du zu den anderen Mädchen, und weil wir Jungs sind, bleiben wir unter uns. Nicht das du nervst, aber die Vier finden es nicht gut, dass du ständig nur bei uns bist“, erklärte Jk. Doch Jimin widersprach schnell: „Nein, (D/n) geht nicht wieder alleine mit den Vieren. Wenn dann machen wir zu 2,4,6,12, Ja zu Zwölft, was“ „Die Idee find ich nicht gut!“, stellte Jin klar. Ich fragte: „Darf man fragen, warum ihr befreundet seid, wenn ihr euch eigentlich gegenseitig nur nervt?“ „Ganz einfach: das sind Frauen. Das heißt, die sind heute cool, morgen nervig und gestern waren sie zickig“, klärte Joon mich auf. Ich zuckte mit den Schultern: „Erstens, DAS STIMMT NICHT! Und zweitens, vielleicht sind sie heute ja cool“ „(D/n) ist heute empfindlich. Bist du dir sicher Jimin, dass du sie nicht doch zu Ihresgleichen lassen willst?“, fragte Yoongi. „Ich...“ Ich unterbrach meinen Freund: „Ich bin überhaupt nicht empfindlich! Ihr...“ Diesmal unterbrach Tae mich und begann zu lachen: „Alles gut, Jungs. Die hat einfach ihre Tage“ Alle lachten und sagten im Chor: „Achso“, aber Jimin fragte, ihn böse anschauend: „Und warum weißt DU, Kim Taehyung, das jetzt“ „Weil sie launisch ist“, gab der Andere zur Antwort. Jimin flüsterte mir zu: „Brauchst du was?“ „Halt mal! Ich hab nicht mal meine Tage! Und ich bin auch nicht launisch! Ich bin nur der Meinung, dass Frauen nicht als nervig oder zickig bezeichnet werden sollten!“, stellte ich in normaler Lautstärke klar, „und ich bin dafür, dass wir was zu Zwölft machen“ Namjoon verdrehte die Augen: „Na gut, aber sie dürfen kein Wort sagen!“ „Namjoon, denen ihre Blicke sind schon super nervig und manchmal noch schlimmer als Worte!“, bemerkte Jk. Hobi schlug dann vor: „Wie wär’s wenn sie Augenbinden mitbringen?“ Ich stand auf, um mir noch weiter dumme Ideen zu ersparen und rief Lisa an.
    Lisa: „Ach Hey, auch schon wach“
    (D/n): „Schon länger, aber haben bisschen verschlafen“
    Jennie: „Haben wir gemerkt“
    Rosé: „Also, was ist jetzt der Plan?“
    (D/n): „Also, alle waren gegen euch, aber ihr dürft kommen. Ihr sollt eigentlich Augenbinden mitnehmen und dürft nichts sagen, aber den Teil ignorieren wir einfach“
    Jisoo: „Alles klar, wo treffen wir uns?“
    (D/n): „Ehm... Wir holen euch vorm Hotel ab“
    Lisa: „Und wann?“
    (D/n): „Ungefähr halbe Stunde“
    Blackpink: „Oki, bis dann“
    (D/n): „Bis dann“

    Ich ging wieder zurück, wo es gerade um Videospiele ging. Gesprächsführung waren eindeutig die beiden Jüngsten, aber alle waren eifrig bei der Sache. Ich las Nachrichten auf meinem Handy, da es mich nicht wirklich interessierte. Ich spielte gerne, musste mich aber nicht so hochmotiviert darüber unterhalten. Doch dann hörte ich Jungkook auf einmal: „VERGESST ES! Kein Mädchen, okay (D/n) schon, aber kein Mädchen außer ihr betritt mein zu Hause! Der Grund ist egal. Aber auf gar keinen Fall kommen die zu spielen! Wenn doch, dann zieh ich aus! Wenn ihr mit anderen spielen wollt, soll TXT oder sonst wer kommen, jeder von mir aus, aber KEINE Girlgroup! Und auch sonst nichts weibliches!“ Ich richtete mich auf, was alle zu zusammenzucken brachte, da ich lange nichts gesagt hatte: „Zum spielen kommen? Die Idee finde ich mega!“ „Da stimm ich ihr zu, das wäre lustig!“, stimmte Jimin mir zu. Tae verdrehte die Augen: „Natürlich bist du ihrer Meinung, sie ist deine Freundin. In na Beziehung blabbert man sich ja sowieso ALLES nach!“ „Eifersüchtig, weil du keine Freundin hast, oder was?“, zog der Andere seinen Kumpel auf. „NEIN!“, widersprach dieser ihm schnell. Jimin grinste, drehte sich zu mir und küsste mich. Jungkook drehte sich schnell weg, spielte wie ein Baby und schrie: „Ihhhh, Eomma, Appa, sagt denen, sie sollen aufhören!“ Jin maulte: „Nichts Eomma und Appa! Seokjin und Namjoon!“ „Okay, Jk hört auf und Jimin hört auf und alle hören auf! Jetzt gehen wir hoch, machen uns fertig und treffen uns PÜNKTLICH um 11:45 bei der Rezeption!“, befahlt Joonie. Alle standen auf und wir gingen nach oben.
    Vor Hobis und Yoongis Zimmer diskutierten die drei dann noch, wer seine Kamera mitnehmen musste.
    Das war scheinbar Folter, denn sie stritten schon fast. Ich stand da neben und sah ihnen gelangweilt zu. Ich wollte was sagen, aber das bemerkten sie nicht einmal. Auf einmal spürte ich ein Augenpaar auf mir ruhen, warum ich mich im Gang umsah. Ein ungefähr fünfundzwanzig jähriger Mann vom Zimmer-Service stand vor einem Zimmer mit geöffneter Türe. Er faltete gerade Handtücher zusammen, aber starrte mich an. Ich drehte mich wieder um und sah in Jimins Augen. Yoongi und Hobi diskutieren inzwischen alleine, Jimin sah mit gerunzelter Stirn zwischen mir und dem Mann hin und her. Er schien nachzudenken. Doch dann fragte Yoongi: „Hallo Jimin! Also nimmst du sie jetzt?“ Jimin reagierte nicht. Hobi folgte seinem Blick und sah zu dem Amerikaner: „Hey Jimin, man killt nicht mit Blicken! Wenn du ein Problem hast, sag’s ihm!“ „Ich kann kein English, also kill ich mit Blicken“, erklärte er ihnen. Yoongi lachte: „Das scheint er aber gar nicht zu bemerken. Er hat etwas viel interessanteres im Blick. Aber komm, er schaut doch nur“
    „DAS INTERESSIERT MICH NICHT! Der soll sofort aufhören!“ Die beiden Jungs zuckten kurz zusammen. Ich blickte noch einmal über meine Schulter zu dem Mann, der mich immer noch angaffte. Und ich fühlte mich unwohl. Seine Augen wanderten an mir runter und wieder hoch. Ich drehte mich wieder um und flüsterte mit zittriger Stimme: „Chim Chim, bitte mach was...“ Das ließ er sich nicht zweimal sagen. „Ich nehm die Kamera!“, sagte er seinen Kollegen noch, woraufhin sie etwas verwirrt in ihr Zimmer gingen. Dann zog er mich sofort an sich ran und küsste mich. Als ich den Kuss nach einiger Zeit brach, sah ich das verwirrte Gesicht des Amerikaners. Jimin nahm grinsend meine Hand und als wir an ihm vorbeigingen meinte er mit sehr schlechten Englisch: „Tja, die gehört schon mir!“ Er öffnete das Zimmer mit der Schlüsselkarte und ich schloss hinter uns die Tür. „Du machst dich ganz schön unbeliebt unter Typen, weißt du das?“, fragte ich ihn und setzte mich mit meinem Handy in der Hand auf die Couch. Er lachte nur: „Was mir gehört darf niemand anschauen, der währenddessen solche Gedanken wie der hat! Ich könnte diese Typen dann immer umbringen. Gestern waren da auch ganz viele von der Sorte...“ Da klingelte sein Handy.
    Jimin: „Was ist?“
    Namjoon: „Hast du ihn verprügelt?“
    Jimin: „Wen?“
    Namjoon: „Den vom Flur. Hobi hat’s mir erzählt“
    Jimin: „Was ist das denn für ne Tratsche! Aber nein, ich hab ihn nicht verprügelt, nur ein bisschen... eifersüchtig gemacht. Aber alles gut und jetzt lass mich, ich muss mich fertig machen!“
    Namjoon: „Du schlägst niemanden, verstanden?“
    Jimin: „Niemals. Und jetzt TSCHÜSS!“
    Namjoon: „Ciao“

    „Upsi, ich hab den Mädels gesagt, dass wir sie jetzt abholen...“, fiel mir ein. „Naja, das klappt nicht. Aber wir beeilen uns!“
    Ich machte mir noch schnell ein dezentes Make-Up und glättete mir meine Haare. Um mein Outfit kümmerte ich mich nicht. Zwanzig Minuten später gingen wir dann auch schon zur Rezeption, wo bereits alle anderen warteten. Jin begrüßte uns: „Ach ihr seid auch schon fertig?“ „Wo hast du deine Kamera gelassen, Jimin?“, fragte Yoongi und zog eine Augenbraue hoch. „Die... hab ich nicht dabei... Vergessen“, gab der Angesprochene zu. „Ich renn schnell hoch und hol eine”, kündigte Jk an und war schon verschwunden. Namjoon sagte dann irgendwann während wir auf den Maknae warteten: „Jimin, wir müssen später dann mal unter vier Augen sprechen” „Okay... Um was geht’s?” Alle fünf sahen zu mir, warum Jimin es dann auch tat. „Warum redet ihr über mich, aber ich darf nicht dabei sein?”, fragte ich. Tae widersprach mir: „Was sagst du da? Es geht gar nicht um dich. Es geht um... um... um... es ist schwer es zu beschreiben. Aber es geht um... also um...” „Lass es einfach, sie ist nicht auf den Kopf gefallen! Und warum du nicht dabei sein kannst, dann ist Jimin... abgelenkt. Und da kommt Kook”, erklärte Yoongi. Jungkook reichte Jimin die Kamera und dann gingen wir nach draußen. Die Jungs zogen alle ihren Mundschutz vom Kinn übers Gesicht, um nicht erkannt zu werden. Ich unterhielt mich gerade mit Tae und Jungkook. Jimin lief bei Jin und sah böse zu den beiden Jungs neben mir. Ich tat so, als würde ich das nicht bemerken. Sie erzählten von einem Hund. Er hieß Yeontan, aber ich hatte nicht verstanden, wem genau er jetzt gehört. Darum fragte ich: „Also wartet mal, Jimin gehört der Hund, er hat ihn Tae’s Eltern geschenkt und wenn wir wieder zu Hause sind bringen Tae’s Eltern ihn zu uns?” „Nein, nein, nein! Eigentlich hab ich mir Tannie gekauft und er hat bei uns gewohnt. Aber da wir so selten daheim sind, hab ich ihm zu meinen Eltern gebracht. Und jetzt kommt er mal wieder zu uns. Alle lieben ihn, aber ich glaube Jimin etwas mehr als die Anderen”, erklärte Tae noch einmal. „Wollt ihr damit etwa sagen, dass ein Hund zu uns kommt?”, fragte ich und explodierte innerlich gerade vor Freude. Jk nickte: „Jo, aber sag um Gottes Willen nichts einer von Blackpink. Sonst ziehen die in der Zeit auch noch zu uns” Ich lachte, die Jungs fanden die Vorstellung aber scheinbar nicht lustig. Dann wurde ich plötzlich umarmt. Rosè. Alle Anderen umarmten mich auch und sprachen mit mir, meine Mitbewohner ignorierten sie. Joon sagte dann: „Ach Hi, auch schön euch zu sehen. Uns geht’s gut, und euch?” „Sorry, aber irgendeiner von euch hat uns verboten, zu sprechen...”, verteidigte Jisoo sich, „(D/n), kannst du die Deppen vielleicht ganz kurz fragen, wo wir jetzt hingehen” Ich sah sie mit einem Nicht-dein-Ernst-Blick an. Dann hörte ich Hobi schon neben mir: „(D/n), sag doch bitte den vier Zicken, dass wir zur Freiheitsstatuen gehen und Bilder machen” „(D/n), kannst du...” Ich unterbrach Lisa: „Was bin ich denn hier? Ihr sprecht die selbe Sprache, also sprecht gefälligst selber! Und, könnten wir bevor wir Bilder machen, noch was Essen gehen?” „Nein, wir können Nichts essen, weil wir vorhin frühstücken waren!”, erinnerte Yoongi mich. Ich verdrehte die Augen, sagte dann aber nichts mehr. Eigentlich wollte ich zu Jimin, der in diesem Moment aber von Joon an den Rand unserer Gruppe gezogen wurde. Also blieb ich doch bei den Mädels. Sie unterhielten sich über ihre Performance später. Jennie sah dann zu mir und schrie so laut, dass die Jungs es auch hören konnten: „(D/n) kommt dann später mit, oder. Backstage ist es immer super lustig und dann muss sie nicht alleine bleiben” Rosè stimmte ihr zu: „Ja, das ist eine gute Idee” Jimin nickte auch ganz begeistert. Alle warteten auf Joon Genehmigung. Dieser dachte nach und sagte schließlich: „Ja... okay” Ich freute mich und sah wie Jimin und Joon sich weiter unterhielten.
    Nach einiger Zeit waren wir dann auch endlich an einem Punkt, wo man die Statue gut sehen konnte. Hier war auch ungewöhnlicherweise nichts los. Die Jungs machten Fotos, aber Jimin und Joon redeten immer noch und standen abseits. Ich wollte zu ihnen gehen, wurde dann aber von Hobi und Yoongi zurückgezogen. Yoongi flüsterte: „Lass die mal” Ich sah verwirrt zu ihm hoch. Da ich keine Anstalten machte, mich umzudrehen, wurde dann aber von Jungkook an den Haaren weggezogen. Auf der Bortsteinkante saßen Lisa, Rosé, Jennie und Jisoo. Ich setzte mich neben sie und Jungkook bat mich: „Jetzt bleib bitte einfach hier sitzen!” Damit drehte er sich um und ging auf Tae zu, der gerade Jin fotografiertet. Jisoo fragte dann: „Ehm, was ist los?” Ich zuckte nur mit den Schultern und sah zu den immer noch diskutierenden Jungs. Inzwischen hatte auch Yoongi sich eingemischt. Jimin sah dann mit leeren Augen zu mir. Ich verstand einfach nicht, was los war. Ich sah auf den Boden und hoffte, dass mich irgendwann mal jemand aufklären würde. Und dann hörte ich endlich, dass sich jemand neben mir räusperte. Ich drehte meinen Kopf und sah Jimin. „Hey”, sagte er dann endlich. „Was ist los?”, fragte ich. „Also... es geht darum... das... das geht so nicht!” „Was?” „Gestern, beim Interview, war ich anders als sonst, in der Arbeit war ich anders als sonst. Und... das fällt auf. Ich hab mich schnell in dich verliebt. Aber das war einfach zu schnell. Das... wir sollten das beenden. Wir hatten jahrelang keinen Kontakt und haben uns nicht mal vermisst. Und dann sind wir ganz plötzlich zusammengekommen und... nein, das kann doch einfach nichts Ernstes sein” „Was meinst du?” „Ich meine. Ich meine... dass ich Schluss mache, weil das einfach keine richtigen Gefühle sein können und ich für etwas, was mir vielleicht nicht so wichtig ist, wie es mir im Augenblick vorkommt, meinen Job verlieren kann. Es tut mir leid...” Mit diesen Worten stand er auf und ließ mich alleine. Ich sah ihm hinterher und realisierte im ersten Moment gar nicht, was passiert war. Ich stand auf und sah niemanden mehr. Hier war vorhin schon nichts los gewesen, warum wir auch hier die Bilder machen wollten. Aber jetzt waren nicht mal mehr die Anderen da. Jimin war auch verschwunden. Ich setzte mich wieder hin und begann zu weinen. War das wirklich passiert? Bitte lass das einfach einen Albtraum sein.

    Heyyy
    Hier ist das neue Kapitel. Was ich aus den Kommentaren so rausgelesen habe, brauchen hier ein paar Leute ja ganz dringend neuen Lesestoff ;)
    Naja, würde mich freuen, wenn ihr mal eure Theorie zum Ende dieses Kapitels in einem Kommentar zusammenfassen könntet. Ob es euch gefällt ist halt wegen diesem Ende so ne Frage... aber morgen geht’s weiter, nicht unbedingt schöner aber lest einfach selbst...🙃
    Bye bye

    37
    37. Kapitel

    Ich weinte und es kam mir wie eine Ewigkeit vor. Aber dann spürte ich eine Hand auf meiner Schulter. „Hey, was ist denn los? Wo ist Jimin?”, fragte Rosè. Ich sah auf und alle zehn standen vor mir. Ich wischte mir die Tränen weg und sagte: „Was weiß ich, wo der ist“ Jungkook fragte vorsichtig: „Warum weinst du?” Ich antwortete nicht. Alle knieten sich vor mir hin und Hobi fragte noch einmal: „(D/n), warum weinst du?“ Ich atmete durch und sagte: „Weil Jimin gerade mit mir Schluss gemacht hat“ Lisa stand auf: „Was ein Arschloch! Wo ist er?“ Die Jungs sahen sich alle erschrocken an, dann stand die Hyung-Line auf und rannte los. „Jungs, falscher Zeitpunkt für Wettrennen!“, schrie Jennie ihnen nach, aber das hörten sie nicht mehr. Tae sagte: „(D/n), beruhig dich. Das... das muss ein ganz großes Missverständnis sein!“ „Wenn er mir sagt, dass er Schluss macht, weil er keine richtigen Gefühle für mich hat, kann ich das leider nicht falsch verstehen...” Auf einmal hörte man jemanden von einer Seitenstraße aus schreien. Ich glaube es war Yoongi der brüllte: „JIMIN! BIST DU BEHINDERT?“ Wir alle sahen uns um, aber es war immer noch niemand da. Ich weinte immer noch und verstand einfach überhaupt nichts mehr. Jungkook setzte sich neben mich und umarmte mich.
    In diesem Moment hörte man Jimin schreien: „JUNGKOOK!“ Ich sah zu meinem Ex-Freund. Seine Augen waren rot, als hätte er geweint. Hinter ihm waren Jin, Yoongi, Hobi und Jonnie. Tae stellte sich hin und fragte: „Was hat Jk jetzt falsch gemacht?“ „Warum fasst er (D/n) an?“, fragte Jimin und war wütend. Lisa hatte sich dann gar nicht mehr im Griff: „PARK JIMIN! Was bist du für ein Vollidiot? Es hat dich nicht zu interessieren, wer (D/n) anfasst, da du, bescheuert wie du bist, vorhin mit ihr Schluss gemacht hast! Was denkst du dir dabei? Denkst du überhaupt nach? Wie kann man denn sowas machen? Warum weißt du jetzt ganz plötzlich, dass das keine echten Gefühle sind? Warum hast du innerhalb von fünf Minuten so etwas dummes, unüberlegtes gemacht? Warum schaltest du nicht einmal deinen Kopf ein und denkst nach? Dir ist klar, dass du nicht einfach morgen wieder ankommen kannst und sie dann alles vergessen hat. Weil dumm ist sie nicht, anders als du!“ Ich sagte dann nur „Lisa...“, und wollte sie beruhigen. Aber das tat sie nicht. Jennie schrie ihn jetzt auch an: „Wie kann man eigentlich so sein? Vorhin war alles in bester Ordnung und jetzt... Jetzt machst du aus Gründen, die total hirnlos sind, einfach mit dem Mädchen Schluss, das dich etwas in Richtung erwachsen sein gebracht hat. Du Depp warst endlich, mit fünfundzwanzig Jahren, mal ein Mann! Und handelst jetzt doch wieder wie so ein dummes Kleinkind. Was ist los mit dir?“ „Du bist einfach unmöglich! Ist wirklich alles was du sagst nur eine Lüge? Anscheinend... Ich hoffe einfach, dass (D/n) einen Typen findet, der ein so tolles Mädchen, wie sie es ist, auch verdient! Du tust das nämlich nicht! Du hast nur an dich gedacht! Von Anfang an! Wenn du nicht weißt, was du fühlst, dann bring sie doch nicht dazu, sich in dich zu verlieben. Dann komm doch gar nicht mit ihr zusammen. Oder sag es, wenn du Angst um deinen Job hast, doch einfach Bang PD! Er ist ja nicht YG, also hätte es da einen Weg gegeben. Aber nein, du machst es so, wie es dir gerade am besten passt! Warum wirst du nicht erwachsen? Warum hast du nicht gesehen, dass du (D/n) was bedeutest und sagst ihr ins Gesicht, dass du dir nicht mal sicher bist, ob du sie liebst?“, regte Rosé sich auf. Jimin war stehengeblieben und seine Augen wurden feucht. Namjoon bemerkte das und sagte: „Lasst mal... Ihr kennt nicht die ganze Geschichte“ „Die interessiert mich auch gar nicht. Wir nehmen (D/n) jetzt erstmal mit und ihr schreit Jimin zusammen. Ich würde das ja nur zu gerne selbst tun, aber wie du meinst, Namjoon“, beschloss Jisoo. Sie und Rosé streckten mir die Hand hin. Ich nahm sie und wurde hoch gezogen. Dann bogen wir in die nächste Seitenstraße. Als ich noch einmal nach hinten sah, weinte Jimin. Ich verstand einfach immer noch nichts. Ich lief einfach, mit Tränen in den Augen, in der Mitte meiner wahrscheinlich besten Freundinnen, die sehr wütend waren, zu ihrer Hotelsuite.

    Ich ließ mich aufs Sofa fallen. Die vier setzten sich neben mich. Ich legte meinen Kopf auf Jisoos Schulter und fragte: „Muss ich das verstehen?“ „Keine Ahnung. Ich versteh‘s nicht...“, antwortete Jennie mir und stand auf. Sie holte eine Decke vom anderen Ende der Couch und deckte mich zu. „Schlaf bisschen... Dann ist es nicht ganz so scheiße...“, schlug Rosé mir vor. Ich nickte und schloss die Augen. Zum Glück war ich noch müde und konnte darum einschlafen.

    Ich träumte. Von Jimin. Ich erlebte einfach jeden Tag, von da an, wo wir uns im Park getroffen hatten noch einmal. Auch den Tod meiner Mum, den ich inzwischen verkraftet hatte. Im Traum jedoch, wo ich das alles noch einmal sah, war es grauenvoll. Ich war gerade an der Beerdigung meiner Mum und stand vor ihrem Grab, da wurde ich wachgerüttelt. Ich lag immer noch auf dem Sofa. Geweckt hatte mich scheinbar Yoongi. Er stand vor mir und etwas weiter entfernt saß Taehyung. Es war alles, bis auf die LED-Beleuchtung in der Decke dunkel. Der Rollo des großen Fensters war einen kleinen Spalt offen, warum ich sehen konnte, dass es Nacht war. Ich wischte mir mit dem Ärmel die Tränen von meinen Wangen. Dann flüsterte ich: „Was macht ihr hier?“ „Du musst nicht flüstern. Es sind alle wach und haben sich in den Zimmern verteilt. Wir haben unsere Performance gehabt, aber es war, wenn ich ganz ehrlich bin, scheiße. Ich hab noch nie jemanden so aggressiv ‚Lovesick Girls‘ singen hören und noch nie gesehen, dass jemand bei ‚Dynamite‘ fast heult, so wie Jimin. Die Mädels ignorieren Jimin. Und er... er ist auch echt fertig. Genau genommen ist das der Grund, warum wir um halb vier noch wach sind. Jimin, der gerade Depressionen bekommt, du, die im Schlaf weint und die vier Mädels, die sich dauerhaft über Jimins Egoismus beschweren“ „Warum ist Jimin traurig? Ich hab ihm nicht gesagt, dass ich ihn eigentlich gar nicht liebe“ „Später. Jetzt schlaf!“ „Ich kann nicht schlafen“ „Du kannst schlafen!“ Damit stand er auf und setzte sich wieder zu Tae. Ich drehte mich auf die Seite und dachte nach. Dann fielen mir aber doch wieder die Augen zu.

    Ich öffnete sie langsam wieder, als es schon hell war. Alle elf saßen in einem Kreis auf dem Boden. Ich setzte mich auf, warum alle sich zu mir drehten. Sie hatte Augenringe, weil sie vermutlich die ganze Nacht wach waren, Jimin hatte immer noch rote Augen und inzwischen auf einen roten Handabdruck, der wohl von einer Ohrfeige stammte. Jin fragte als allererstes: „Was hat du geträumt in den letzten Stunden?“ Ich versuchte mich zu erinnern, schaffte es aber nicht: „Gar nichts. Oder ich kann mich nicht dran erinnern... Warum?“ Joon seufzte: „Weil du ungefähr fünfzig Mal nach Jimin gerufen hast“ Ich sah auf den Boden. Wir schwiegen, dann stand Jennie auf und gab mir etwas vom Couchtisch: „Wir haben dir bisschen was vom Buffet mitgenommen. Hunger?“ „Nein, danke. Gerade nicht“ Sie sah mich besorgt an, beließ es dann aber dabei. Ich setzte mich auf und merkte, wie mir sofort übel wurde. „Wo ist gleich wieder euer Badezimmer?“, fragte ich. Rosé zeigte auf eine Türe neben einem der Schlafzimmer. Ich sprang auf, rannte rein und schlug die Tür hinter mir zu. Drinnen musste ich mich erstmal übergeben. Das war so eklig. Ich spülte und wusch mir mein blasses Gesicht. Dann ging ich wieder nach draußen. Niemand hatte sich bewegt und alle starrten mich verwirrt an. „Ist was?“, fragte ich. „Ich bring dich um, Jimin!“, kündigte Lisa an. Hobi fragte: „Geht’s dir gut?“ Ich nickte und setzte mich wieder aufs Sofa. Jisoo ließ nicht locker: „Wenn’s dir gut geht, warum musst du dich dann übergeben?“ „Ich weiß es nicht. Vielleicht bin ich zu schnell aufgestanden. Aber jetzt geht es mir gut!“ Jimin sagte dann auch zum ersten Mal seit gestern wieder etwas zu mir: „Du siehst aber nicht so aus, als würde es dir gut gehen“ „Habt ihr euch mal gesehen?“, fragte ich. Rosé setzte sich neben mich und umarmte mich. Als sie sich von mir löste bat sie mich: „Versprich mir, dass du nicht über diese eine Person nachdenken wirst. Du bist nicht Schuld. Hunger?“ „Jetzt geht ihr erstmal schlafen! Ihr seht aus wie Leichen“, verlangte ich. Das ließen sie sich zum Glück auch nicht zwei Mal sagen. Die vier eigentlichen Bewohner der Suite gingen in ein Zimmer. Die Hyung-Line ging in das andere Schlafzimmer. Jk, Tae und Jimin legten sich auf die Couch. Als alle schliefen, stand ich auf und holte mein Handy vom Esstisch. Dann setzte ich mich wieder hin und schaute mir einfach irgendein Live auf Instagram an, um etwas zu tun zu haben. Nach ungefähr einer Stunde, in der ich Among Us gespielt hatte, hörte ich Jimin „(D/n)“, flüstern. Erst dachte ich, das war Einbildung, hörte ihn dann aber noch einmal: „Bitte komm mal...“ Ich überlegte kurz, ging dann aber doch zu ihm. Scheinbar hatte er geweint, was ich nichtmal gemerkt hatte. Er setzte sich auf und ich setzte mich neben ihn. Ich sah nach vorne, Jimin sah aber mich an. Nach einiger Zeit flüstere er: „Du bist so wunderschön“ „Halt bitte einfach deine Fresse!“, bat ich ihn. Das tat er dann auch, sah aber weiterhin zu mir. Ich starrte dann zurück, was einfach ein wahnsinnig großer Fehler war. Ich hatte mich mal wieder irgendwo in seinen wunderschönen Augen verirrt. Ich ermahnte mich selbst, wieder wegzuschauen, bekam es aber nicht hin. Stattdessen ließ ich einfach zu, dass er mir näher kam. „Was-“, wollte ich noch fragen, da küsste mich Jimin auch schon. Das machte er nicht wirklich oder? Ich ohrfeigte mich gerade dafür, aber musst den Kuss einfach erwidern, brach ihn dann aber doch wieder. „Bitte lass den Scheiß!“, bat ich ihn wieder. „Ich vermiss dich so unendlich krass!“, flüsterte er. Warum hab ich nicht den Mumm dazu, einfach aufzustehen und zu gehen? Aber nein, ich ließ gerade zu, dass mein Ex-Freund sich neben mich legte und von hinten so sehr umarmte, dass kein Blatt zwischen uns gepasst hätte. Warum bin ich so schwach? Er wird denken, ich renn ihm hinterher und er kann immer wieder ankommen. Ganz innen drinnen, würde ich ja immer noch liebend gerne mit ihm zusammen sein, aber ich wusste, dass es einfach falsch wäre. Dennoch schlief ich in Jimins Armen ein und fühlte mich leider auch noch wohl bei ihm...

    „Hey! (D/n)!“ „Muss man das verstehen?“ „Wacht auf!“ „JIMIN!“ Ich schlug meine Augen auf und spürte Jimins Arme ganz fest um meine Taille geschlungen. „Lass sie los, Jimin!“, ermahnte Hobi ihn. Und endlich wachte er auch auf und ließ mich langsam los. Jennie zog mich dann vorsichtig hoch und fragte: „Was zur Hölle ist jetzt los?“ „Sorry, meine Schuld!“, entschuldigte Jimin sich und richtete sich auch auf. „Hast du’s ihr gesagt, oder was?“, fragte Jin. Ich sah sie verwirrt an: „Was gesagt?“ „Sieht nicht danach aus...“, bemerkte Jisoo. „Was ja meiner Meinung nach noch viel interessanter ist, dass sie nicht geweint haben. Zum ersten Mal seit über 24 Stunden“, stellte Jk fest. Jimin riss die Augen auf: „Ich bin schon seit über 24 Stunden Single?“ „Ja du Depp. Wärst du aber nicht, wenn du nachdenken würdest, bevor du sprichst“, erinnerte Joon ihn. Mein Handy klingelte, warum ich es holte und dann ranging.
    (D/n): „Hallo“
    Dad: „Ach Hallo, du lebst noch“
    (D/n): „Sorry...“
    Dad: „Ist alles okay?“
    (D/n): „Ja, was soll sein?“
    Dad: „Ist was mit Jimin?“
    (D/n): „Nein, nein... Mit Jimin ist alles in Ordnung...“
    Dad: „Was ist es dann?“
    (D/n): „Glaub mir, es ist nichts“
    Dad: „Kann ich Jimin mal sprechen?“
    (D/n): „Ehm, ich schau mal, ob ich ihn finde“

    Ich sah zu Jimin, der das Telefonat verfolgt hatte. Er nahm mir mein Handy ab und ging auf den Flur. „Du sagst deinem Vater, mit Jimin ist alles gut?“, fragte Rosé empört. Jungkook grinst und sagte: „Vielleicht ist ja alles wieder gut, aber sie wollen es nicht sagen“ „Ich sag’s ihm, wenn wir wieder zu Hause sind. Aber nicht jetzt übers Telefon!“, erklärte ich. Jennie schloss die Wohnzimmertür und Hobi fragte dann: „Was war das gerade mit Jimin?“ „Er hat mich geküsst...“, gab ich zu und sah auf den Boden. Tae schüttelte den Kopf: „Sag mal, kann der auch einmal in seinem Leben nachdenken? Und er hat dir nichts gesagt? Du musst jetzt alles erzählen, weil Jimin macht das nicht“ „Ich werde hier gar nichts sagen ohne meinen Anwalt! Ich versteh die Welt nicht mehr, PUNKT!“, antwortete ich genervt. „Okay, also bist du zu ihm hin, er hat die geküsst und ihr seid eingeschlafen. So versteh ich das. Seid ihr wieder zusammen oder was?“, hackte Yoongi nach. „Nein! Und... ach er labert einfach Müll. Gestern sagt er mir, dass er mich nicht mal liebt und vorhin erzählt er mir, wie krass er mich vermisst“, erzählte ich dann doch. „Okay, ich sprech noch einmal mit ihm. So wird das ja nichts...“, kündigte Joon an. Dann kam Jimin wieder rein und sah etwas eingeschüchtert aus. Er gab mir mein Handy wieder und ich sah, dass er schon aufgelegt hatte. „Was ist?“, fragte Yoongi ihn. „Naja... ich hab bisschen Ärger bekommen...“, sagte er. Ich verdrehte die Augen: „Warum? Was hat er gesagt?“ „Das er weiß, dass nicht alles okay ist und das ich aufpassen soll, was ich mach“, erzählte er. Lisa klopfte mir auf die Schulter: „Dein Dad ist mir sehr sympathisch!“ Ich ignorierte sie und sagte: „Er meint‘s nicht so!“ „Wisst ihr, dass ich euch zwei nicht ernst nehmen kann? Jimin, man kann in seinem Leben nicht sehr viel mehr falsch machen als du! Und (D/n), er ist ein Idiot! Er hat sich von dir getrennt, aus nem Grund, wo es einfach ne Lösung gegeben hätte. Und jetzt nimmst du ihn in Schutz? Ich versteh euch nicht“, stelle Hobi fest. Jimin und ich sagten gleichzeitig: „Ich auch nicht“ Alle um uns herum gaben sich eine Facepalm. „Ok, ich red nicht mehr mit dir, Jimin! Du weißt eh was du zu tun hast! Du hast 24 Stunden Zeit, wieder gut zu machen, was du verbockt hast!“ „Mal ganz kurz: wir haben den 31. Dezember. Gehen wir heute Nacht dann zum Times Square?“, fragte Jisoo in die Runde. Wir nickten alle. „Das war ein Wink, dass ihr jetzt gehen sollt, damit wir uns mal fertig machen können“, erklärte Rosè ihnen. Wir standen auf und gingen zur Tür. „(D/n), du kannst hier bleiben, wenn du willst”, bot Jisoo mir noch an. Ich winkte ab: „Schon Okay. Ich hab hier ja keine Klamotten und nichts. Wir sehen uns später” Sie lächelten mir zu und ich ging zwischen Hobi und Yoongi nach draußen. Es war kalt und ich war froh, als wir uns dann in die zwei, von innen warmen, Taxis aufteilten. Ich ging mit Joon, Jk und Tae in eins. Auf den Straßen war die Hölle los. Überall hörte man gehupe. Ich lehnte mich gegen Joon und fragte: „Was ist mit Jimin?” Er legte seinen Arm um mich und antwortete: „Riesengroßes Missverständnis. Aber er sagt’s dir selber, glaub mir! Mach dir keine Gedanken“ Ich sah aus dem Fenster. Wir fuhren ungefähr eine viertel Stunde, dann blieben wir stehen. Wir stiegen aus und gingen nach innen. Ich hielt Abstand von Jimin, was auch gut klappte, bis mir einfiel, dass wir im selben Zimmer waren. Ich atmete tief durch und ging dann rein. Als die Tür hinter mir zugefallen war, sah ich Jimin Oberkörperfrei vorm Badezimmer stehen. Ich riss mich zusammen, sah zur Seite und verlangte: „Geh ins Badezimmer!“ Er wollte schon gehen, blieb aber doch noch einmal stehen.

    38
    38. Kapitel

    Er drehte sich um und kam langsam auf mich zu. Ich sah einfach zur Seite und wusste nicht was ich machen sollte. Als er direkt vor mir stand fragte er: „Warum?“ „Falls ich dich daran erinnern darf, du hast Schluss gemacht! Nicht ich! Also lass es einfach!“ „Und ich weiß jetzt, was ich für ein Vollidiot war. Du verzeihst mir doch, oder?“ Ich schüttelte mit Tränen in den Augen den Kopf: „Nein! Du hast mich einfach alleine gelassen und mir gesagt, dass ich dir nicht wichtig bin. Sowas kann ich nicht einfach vergessen!“ Er legte seine rechte Hand auf meine Taille und die Andere auf meine Backe. Ich ging einen Schritt zurück „Fass mich nicht an, Park Jimin!“, schrie ich immer noch weinend, „Ich muss mal an die frische Luft“ Damit drehte ich mich um und rannte aus dem Zimmer.

    Ich lief in eine etwas ruhigere Straße und setzte mich dort auf eine Treppenstufe. Warum musste das denn alles passieren? Mein Handy klingelte. Erst dachte ich, es wäre Jimin, er war es aber nicht.
    Lisa: „Hellooo, wir wollten nur kurz fragen, was du anziehst“
    (D/n): „Sorry, weiß ich noch nicht. Was zieht ihr an?“
    Jennie: „Du hast geweint, oder?“
    (D/n): „Nein!“
    Rosé: „Was hat er jetzt schon wieder gemacht?“
    (D/n): „Es ist alles okay!“
    Jisoo: „Das hast du deinem Dad auch gesagt!“
    (D/n): „Es ist nichts!“
    Jennie: „Okay, wir rufen Jimin an!“
    (D/n): „I-”

    Ich wollte gerade widersprechen, da hatten sie schon aufgelegt. Ich überlegte kurz, ob ich wieder rein gehen sollte, entschied mich dann aber dagegen. Ich sah mich einfach um und wartete. Auf was wusste ich nicht. Wahrscheinlich einfach, bis ich mich wieder etwas beruhigt hatte.

    Mir wurde kalt, da ich keine Jacke mitgenommen hatte. Darum stand ich auf und wollt mich wieder auf den Rückweg machen. Da klingelte aber wieder mein Handy. Als ich sah, das es Jimin war, lehnte ich den Anruf ab. Kurz danach rief mich Joon dann an. Ich dachte, er wüsste vielleicht nicht, was passiert war.
    (D/n): „Hi Joon, was gibt’s“
    Namjoon: „Ich hab’s mitbekommen. Da ist jemand, der mal ganz dringend mit dir sprechen muss“
    (D/n): „Solange du mit ‚jemand‘ nicht Jimin meinst, geb diesen ‚jemanden‘ mir“
    Namjoon: „Ich meine Jimin! Und es ist wichtig!“
    (D/n): „Wenn ich mit ihm sprechen wollen würde, würde ich seine Anrufe wahrscheinlich nicht ablehnen“
    Namjoon: „Wehe du legst auf!“
    Jimin: „(D/n)?“
    (D/n): „NAMJOON! ICH SAGTE, ICH WILL NICHT MIT IHM SPRECHEN!“
    Jimin: „Bitte hör mir zu!“
    (D/n): „...sorry“

    Ich legte auf und packte mein Handy weg. Dann ging ich wieder rein. Es war einfach zu kalt draußen. Als ich das Treppenhaus betrat, wäre ich am liebsten wieder zurück gegangen und einfach draußen erfroren. Es kamen nämlich gerade Jungkook, Hobi und Jimin die Treppe runter. Erst wären sie fast an mir vorbei gerannt, aber dann bemerkte Jungkook mich doch. Er griff nach meinem Handgelenk und zog mich nach oben. Jimin und Hobi hatten das nicht mal bemerkt, sondern waren nach draußen gerannt. Der Maknae zog mich zu Jimin und mir ins Zimmer, wo die restlichen vier Jungs verteilt saßen. Als Namjoon mich sah sagte er: „Hör ihm zu!“ Hobi und Jimin kamen jetzt auch wieder hoch. Als sie den Raum betraten, standen die fünf Anderen auf, zogen Hobi mit raus und schlossen die Tür. Jimin setzte sich neben mich, warum ich sofort aufstand und mich mit verschränkten Armen etwas weiter von ihm wegstellte. „Das tut mir so unendlich leid“, entschuldigte er sich. Ich schüttelte den Kopf: „Spar‘s dir einfach! Ich hab’s schon verstanden!“ „Ich hab dich angelogen...“, sprach er weiter. Ich sagte gar nichts und wollte einfach nur weg. Er räusperte sich: „Ich hab nicht mit dir Schluss gemacht, weil du mir nicht wichtig bist! Namjoon hat mit mir gesprochen und gesagt, dass ich einfach den ganzen Tag mit dem Kopf woanders bin. Er hat mir nur gesagt, dass ich mich auch wieder auf die Arbeit konzentrieren sollte. Aber ich hab dann einfach, weil ich dumm bin, mit dir Schluss gemacht. Ich hab nur gesagt, dass ich dich nicht richtig lieben würde, damit du das einfach so akzeptierst. Aber das stimmt gar nicht. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie mich Yoongi zusammen geschrieen hat, als er das erfahren hat. Von den Mädels fang ich erst gar nicht an. Ich hab einfach innerhalb von ein paar Minuten entschieden, dass es einfacher wäre, mich von dir zu trennen und hab das eine Minute später schon wieder bereut. Ich verstehe, wenn du mich dafür hasst, wie egoistisch ich sein kann. Aber... bitte, bitte, bitte, geb mir noch eine einzige Chance! Bitte!” Ich dachte nach. „Und wer versichert mir, dass du morgen nicht wieder so einen Scheiß machst?”, fragte ich. „Ich, versprochen! ...also?” „Eine ganz kleine Chance bekommst du... Warum muss ich mich immer so leicht umstimmen lassen?” Er lachte und stand auf. „Aber, du bist ein Kindergartenkind! Wir waren kaum zusammen, da hast du Schluss gemacht. Dann waren wir kurz getrennt und sind jetzt wieder zusammen. Entscheide dich mal!”, bemerkte ich. „Naja, ich hab dann eben gesehen, dass es ohne dich doch nicht geht... Darf ich dich küssen?” „So traurig es ist, aber ich darf seit gerade eben schon wieder nicht mehr entscheiden, was du mit mir machen darfst und was nicht” Das genügte ihm als Antwort und er küsste mich. In dem Moment war ich einfach nur froh. Ich war mir bis vor zwei Minuten wirklich sicher, das wäre das schlimmste Jahr meines Lebens gewesen. War es auch, denn ich hatte meine Mum verloren. Aber ich hatte Jimin wieder und das machte mich unendlich glücklich. Als er den Kuss brach flüsterte er strahlend: „Ich liebe dich!“ „Ich dich auch!“ Dann fragte er verlegen: „Ah, könntest du vielleicht Lisa anrufen? Sie hat gesagt, dass sie mich erschießt und ich will eigentlich noch ein bisschen länger leben...“ Ich lachte und rief Lisa an. Sie ging zum Glück auch schnell ran.
    Lisa: „Okay, was hat er gemacht? Wir holen dich von überall ab! Du musst nur was sagen!“
    (D/n): „Beruhig dich, es ist alles gut!“
    Jennie: „Nichts ist gut! Jetzt nehm den Idioten nicht in Schutz!“
    (D/n): „Jennie, der ‚Idiot‘ ist seit wenigen Minuten wieder mein Freund“
    Rosé: „Warte, du meinst Freund so, dass ihr gesprochen habt und einfach wieder Freunde seid, oder?“
    (D/n): „Nicht ganz, ich bin wieder mit ihm zusammen...”
    Jisoo: „Waaaaas?”
    Rosè: „Das wird mir zu kompliziert”
    (D/n): „Was ich euch eigentlich sagen wollte, erschießt Jimin bitte nicht, sonst bin ich wieder Single”
    Lisa: „Okay. Darüber sprechen wir später noch mal... Aber, WAS ZIEHST DU JETZT AN?”
    (D/n): „Ich hab immer noch keine Ahnung. Was zieht ihr denn an?”
    Jennie: „Wir hätten jetzt Kleider angezogen. Aber wenn’s dir zu kalt ist-“
    (D/n): „Alles klar, man sieht sich später”
    Jennie: „Okeeee, bis dann”

    Als ich auflegte, war Jimin schon in der Dusche verschwunden. Ich öffnete den Kleiderschrank und war erst etwas überfordert, entschied mich dann aber doch für ein mintgrünes Blusenkleid, eine etwas dickere Lederjacke und schwarze Dr. Martens. Ich legte alles raus und wartete dann, bis ich duschen gehen konnte.

    Als Jimin fertig war ging ich schnell duschen und machte meine Haare mit dem Lockenstab. Bevor ich mir dann mein Outfit anzog, schminkte ich mich noch. Ich war gerade dabei meine Handtasche zu packen, da umarmte Jimin mich von hinten, machte mir einen Knutschfleck auf den Hals und flüsterte: „Meins” Ich verdrehte die Augen: „Danke, jetzt muss ich den auch noch über schminken!” Er lachte: „Gar nichts musst du über schminken. Kann ruhig jeder sehen, dass du mir gehörst!” Ich schüttelte den Kopf und meinte: „Wie du meinst...“ Als ich dann auch fertig war, gingen wir auf den Flur um auf die Anderen zu warten. Während wir warteten, hatte Jimin plötzlich eine Idee: „Wie wär’s, wenn wir so tun, als hätten wir uns übelst zerstritten?“ „Lustig, machen wir!“ Daraufhin gingen wir sofort ein paar Meter auseinander. Wenigen Minuten später kamen Yoongi und Hobi dann aus ihrem Zimmer. Ich sah auf den Boden. Dann wurde die nächste Türe geöffnet, von Jk und Tae. Tae fragte: „Ach komm, Jimin. Was hast du angestellt?“ Ich musste mir ein Lachen verkneifen. Sie beobachteten uns und flüsterten hin und wieder was. Dann dauerte es ihnen zu lange, warum sie bei den beiden noch fehlenden klopften. Jin öffnete die Tür und Joon kam hinter ihm raus: „Und Jimin, (D/n)? Was-“ Er verstummte, als er zu uns sah. „Och man... Warum denn nicht?“, fragte Jin enttäuscht. Ich sah Jimin aus dem Augenwinkel mit den Schultern zucken und dann los laufen. Wir liefen hinterher und irgendwann nahm Jimin meine Hand. Joon, Jin und Tae hatten das gemerkt und beobachteten uns mit gerunzelter Stirn. Von weitem hörte man dann Jisoo rufen: „Aw, also seit ihr wirklich wieder ein Paar!“ „Ne... sind sie nicht...“, antwortete Yoongi. Lisa sah mich wütend an: „Warum hast du mir verboten, ihn umzubringen?“ „Und warum haltet ihr Händchen?“, fragte Jennie skeptisch weiter. „Und warum hat (D/n) nur so schöne Kleider? Ich bin neidisch!“, sagte Rosé. Joon räusperte sich: „Mich würde jetzt auch mal interessieren, was los ist“ Ich schüttelte, gespielt traurig, den Kopf: „Ich bin schon wieder mit dem gleichen, dummen Typen wie vor zwei Tagen zusammen... Ich werd einfach nicht schlauer...“ Lisa klatschte: „Halleluja, du bist echt gestört! Aber hiermit schwöre ich: Wenn ihr euch noch einmal trennt, bring ich euch beide um!“ „Das wirst du nicht schaffen, denn bevor du mich umbringen könntest, hätte ich vor Trauer schon Selbstmord begannen“, widersprach Jimin ihr. Die Jungs lachten. „Na dann, das Jahr hat doch noch ein Happy End. Plan für heute wäre essen, Club, Time Square. Will jemand widersprechen?“ Wir alle schüttelten den Kopf. Ich schlug dann vor: „Wie wär’s, wenn wir Burger essen gehen?“ „Nein, wenn ich jetzt einen Burger esse, ist mein Make-up ruiniert!“, widersprach Jennie mir. Hobi verdrehte die Augen: „Dein Make-up interessiert hier aber kein Schwein! Und ich liebe Hamburger. Und Sprite. Also, sehr gute Idee!“ Die anderen überstimmen die junge Frau, warum sie dann doch zustimmte. Jk googelte dann Burger-Restaurants. Nach fünf Minuten hatte er was, und lief auf das nächste Taxi zu. Tae und Jimin folgten ihm, und da ich immer noch Jimins Hand hielt, zog er mich mit. Die restlichen acht teilten sich auf und die
    Mädchen gingen in ein Taxi, die restlichen Jungs in ein drittes. Als wir alle drinnen saßen sah der Fahrer die drei Jungs mit offenem Mund an und stotterte: „Oh mei-mein Gott! I-ihr seid doch B-BTS!” „Das hätte ich tatsächlich fast vergessen...”, sagte Jimin auf Koreanisch, so dass er
    es nicht verstehen konnte. Jungkook fragte dann, ebenfalls auf unserer Muttersprache: „Deine Freundin ist hier, das ist das Problem... Was machen wir jetzt? Cousine von, ich werde jetzt mal keinen Namen sagen’?” Der Taxifahrer sah sie immer noch ungläubig an. Tae wollte von mir wissen: „Kannst du Englisch? Wir nämlich nicht... Dann bist du einfach eine von Big Hit, fertig!” „Was soll ich sagen?”, fragte ich. Sie redeten wild durcheinander. Dann räusperte ich mich und sagte auf Englisch: „Hallo, ja das sind Mitglieder von BTS. Aus geschäftlichen Gründen sind sie zur Zeit in New York. Wenn ich Sie bitten dürfte, uns jetzt zur ‚5 Napkin Burger Hell‘s Kitchen‘ zu bringen?“ Der Fahrer nickte und fuhr dann los.

    Zehn Minuten später hielt er. Tae gab ihm noch Geld und dann stiegen wir aus. Draußen hörte man ganz viele Mädchen kreischen. Als ich mich umsah, bemerkte ich eine große Menschenmenge um Blackpink herum. Jin kam gerade mit den drei Rappern aus dem Taxi gesprungen und sie zogen uns alle schnell ins Restaurant. Hobi erklärte: „Wenn wir ihnen jetzt helfen, wird’s noch schlimmer. Das kriegen die schon hin, sonst rufen sie halt ihre Bodyguards an...“ „Unser Fahrer war übrigens auch Fan, also von uns. Er kannte uns zumindest...“, erwähnte Jk. Als Joon das hörte, sah er direkt zu mir und wollte etwas sagen, aber ich unterbrach ihn: „Alles gut, ich war gerade mal kurz Angestellte bei Big Hit“ Er atmete erleichtert durch. Ich schaute aus dem Fenster, zu der Ansammlung von BLINKs. „Sollten wir ihnen nicht vielleicht doch irgendwie helfen?“, fragte ich dann. „Doch, wir sollten auf jeden Fall hingehen und sagen: Platz, hier kommt BTS, lasst mal eben Backpink gehen. Und das ist übrigens Jimins Freundin!”, verarschte Tae mich. Ich verdrehte die Augen: „Ja sowas hatte ich ja auch nicht vor!” Da wurde die Tür aufgeschlagen und vier Mädchen kamen rein gerannt. Jin schrie durchs ganze Restaurant: „Seid ihr dumm? Jetzt finden die uns ja auch noch!“ Man hörte schon Gekreische, das immer näher kam. Lisa brüllte zurück: „Da rein!“ und zeigte auf ein Schild, auf dem ‚Privat‘ stand. Wir sahen sie unsicher an, rannten dann aber doch rein. Es war ein sehr kleiner Raum. Putzmittel waren hier verstaut. Als Jk, der als letzter rein kam, die Tür zu zog war es stockfinster. „Gibt es hier denn kein Licht?“, fragte Hobi. Dann schrie Jennie auf: „AUTSCH! Das war mein Fuß!“ Draußen war inzwischen ein großes Durcheinander. Wir bewegten uns nicht und die einzigen Geräusche, die wir machten, waren Atmen. „Hey, wer auch immer seine Hand gerade an meinem Arsch hat, möge sie bitte sofort wegbewegen!“, beschwerte Rosè sich plötzlich. Aus einer Ecke bewegte sich daraufhin etwas sehr hektisch. Wir wurden alle gegen die Person hinter uns geschubst. Joon flüsterte: „Yoongi, pass doch auf!“ Dann machte jemand eine Handytaschenlampe an. Es war Jimin. Jisoo fragte: „Nur interessehalber: hat jemand von euch Platzangst?“ Ich meinte: „Wenn, dann wäre derjenige inzwischen schon vor Angst gestorben...“ Wir standen zu zwölft auf etwa sechs Quadratmetern. „Hier ist es einfach zu heiß, da sterbe ich auch gleich, obwohl ich keine Platzangst habe“, sagte Rosé. Jk lachte: „Dass es so heiß ist, muss daran liegen, dass ich hier drinnen bin“ Wir sahen ihn alle genervt an, woraufhin er meinte: „Jemand muss doch irgendwas lustiges sagen, ich erstick nämlich auch gleich. Diese Mischung aus verschiedenen Parfüms ist schlimmer als die Temperatur. Und Jennie, ich rich dich und dein Chanel-Parfüm bis hier her, übertreib das nächste mal bitte nicht so!“

    „Wie lange müssen wir jetzt bitte noch warten? Mir fällt gerade auf, dass ich auch einfach draußen warten könnte, aber nein, ich musste ja mitrennen und jetzt ersticken wir hier alle zusammen“, beschwerte ich mich. „Schöner Tod. Du stirbst an der Seite deines Angebeteten. Will noch jemand was loswerden, bevor wir zu zwölft in einer Besenkammer verrecken?“, scherzte Jin. Lisa meldete sich: „Ich, ich! Ich möchte sagen, was mich gerade alles stört: Die Hitze, alle Parfüms, Jimins Handytaschenlampe, Jin und eigentlich auch alle anderen Jungs hier“ „Wir können auch rausgehen, dann könnt ihr ohne uns sterben“, bot Yoongi sarkastisch an. Dafür kassierte er eine Nackenschelle von Rosé, die neben ihm stand. Jennie seufzte: „Jimin, jetzt mach bitte diese verdammte Taschenlampe aus! Du blendest mich dauernd und es gibt eh nichts zu sehen“ Er schaltete sie aus und packte sein Handy weg. Tae regte sich auf: „Wow, und jetzt stehen wir wieder im dunklen“ Draußen war es immer noch laut. Ich setzte mich auf den Boden. „Warte, hat sich gerade jemand hingesetzt?“, fragte Joon. „Ja. Mir dauert das zu lange...“, erklärte ich. Es setzten sich alle gleichzeitig hin. Es war noch viel enger als davor. Ich lehnte mich nach hinten an das Regal. Niemand sagte was, bis Jennie fast schon schrie: „Ah, wer zur Hölle hat gerade seinen Arm um mich gelegt?“ „Fvck, falsches Mädchen!“, entschuldigte Jimin sich. Alle lachten dann spürte ich Jimins Arm auf meinen Schultern. Wir warteten. Und warteten. Und irgendwann knurrte mein Bauch. Ich sagte schnell: „Ich hab seit gestern früh nichts mehr gegessen...“ „Warum das denn, spinnst du?“, fragte Jimin. „Weil du mit mir Schluss gemacht hast. Da hatte ich dann andere Sorgen, als essen!“ „Und weil ich Vollidiot mit dir Schluss gemacht hab, isst du nichts mehr?“ „Ja!“ „Wow, dann bin ich dir also wirklich wichtig?“ „Ich dir wohl nicht?“ „Ne, du bist mir wichtiger als alles andere auf dieser Welt!“ „Falls ihr‘s vergessen habt, wir sind auch hier und hören zu!“, hörte man Yoongi aus seiner Ecke. Dann hörte man einen Schlag und Rosé sagte: „Du Vollidiot! Das war gerade sehr süß und du zerstörst den Moment!“ Yoongi verteidigte sich: „Ich sag wenigstens was, bevor die sich hier gleich noch abknutschen“ „YOONGI!“, riefen Jimin und ich gleichzeitig. „Das war nur vorsichtshalber! Und ich hab auch Hunger, also können wir jetzt bitte hier raus?“, drängelte er. Wir warteten darauf, dass irgendjemand was sagte. Und das tat Joon dann auch: „Warte noch fünf Minuten!“ Der Andere seufzte, diskutierte aber nicht weiter. Es wurde immer stiller draußen. Und nach ungefähr sieben Minuten standen die Ersten dann auf. Jimin stand auch auf und zog mich mit hoch. Als Alle standen, öffnete Jungkook vorsichtig die Tür. Wir folgten ihm. Ich konnte es kaum glauben, aber uns hatte tatsächlich keine Bedienung bemerkt. Wir setzten uns schnell an einen großen Tisch etwas abseits. Joon zog erstmal die Vorhänge etwas zu, damit man niemanden von ihnen von draußen erkennen konnte. Dann setzte wir uns hin. Es war kein BLINK mehr drinnen, zumindest schrie niemand. Wir suchten uns essen aus und bestellten. Und dann hielt Joon eine Predigt: „Okay, wenn wir später in den Club gehen, gelten folgende Regeln. Von uns sieben trinkt niemand auch nur einen Schluck Alkohol! Niemand, also wirklich keine von euch fünf, denkt, sie braucht uns nicht und verschwindet. Ihr könnt (D/n) fragen, die hat letztes Mal nicht so schöne Erfahrungen gemacht... Das heißt, ihr bleibt bei uns! Verstanden Lisa?“ „Warum denn jetzt ich? Und warum spielt ihr jetzt Beschützer? Ich bin keine fünf mehr!“, hinterfragte Lisa alles was er gesagt hatte. „Du, weil du nie auf das hörst, was ich sage. Und du wirst uns noch dankbar sein, dass wir Beschützer spielen. (D/n) haben wir fünf Minuten alleine gelassen und irgendsoein Typ hat sie schon begrabscht! Aber nicht das du mich falsch verstehst, um dich mach ich mir keine Sorgen, aber ich bin einfach sehr freundlich! Will noch jemand was sagen?“ Jungkook hob die Hand: „Ich finde die Idee mit dem nüchtern bleiben nicht so cool“ „Okay, an der wird aber nichts verändert!“, antwortete Jimin ihm. „Hey, hey, hey, wie wäre es, wenn wir zu elft auf die Neunzehnjährige aufpassen? Wir sind zum Teil älter als ihr, da brauchen wir euch nicht!“, schlug Jisoo vor. Ich verschränkte die Arme: „Halt, warum denn nur ich? So klein bin ich auch wieder nicht!“ „Weil es keinen von den sieben um uns geht, sondern Jimin Angst um dich hat und die Jungs ihm helfen, auf dich aufzupassen und sie das nicht so auffällig machen wollten, und darum auch auf uns aufgepasst hätten“, antwortete Rosé mir. „Wow, ihr seid echt schlau!“, kommentierte Yoongi. Ich sah mit gerunzelter Stirn die sieben Jungs an: „Ist das euer Ernst? Warum kann ich nicht ein paar Jahre älter sein?“ „Das würde nichts bringen. Wenn dann dürftest du nicht mehr so heiß ausschauen!“, meinte Tae. Jimin verschluckte sich an seiner Cola und sah ihn wütend an: „Was hast du gerade gesagt? Willst du damit sage, dass du MEINE Freundin heiß findest?“ Jin lehnte sich lachend zurück: „An diesem Punkt waren wir doch schonmal, oder?“ „Keine Angst, Jimin. Das sie DEINE Freundin ist, sieht man relativ gut an ihrem Hals...“, beruhigte Hobi ihn und zwinkerte mir zu. Da alle zu mir sahen, verdeckte ich den Knutschfleck schnell mit meinem Handrücken und tat so, als wüsste ich nicht was er meinte: „Hä?“ Jisoo, die neben mir saß, nahm meine Hand weg. Dann sagte sie: „Achsoo...“ Jetzt grinsten uns alle an. Jimin riss die Augen auf: „Wartet, ihr denkt gerade was ganz falsches!“ Joon lachte: „Ganz bestimmt!“ Tae lachte mit: „Wir können euch beruhigen. Man hat diesmal keinen Mucks gehört!“ Ich schüttelte den Kopf: „Nein, ihr denkt wirklich was falsches!“ Sie glaubten uns nicht und grinsten weiter. „Könnt ihr bitte aufhören uns so anzuschauen?“, bat mein Freund sie. Jisoo klatschte: „Ha Leute, wir hatten doch recht!“ „Nein, hattet ihr nicht!“, widersprach ich, „also bitte lasst den scheiß, verstanden?“ Jennie zuckte mit den Schultern: „Wir können auch nichts dafür, dass du mit dem perversten aus der ganzen Gruppe zusammen bist. Da denkt man halt an sowas“ Ich verdrehte die Augen und nahm mein Handy raus. Ich hatte einen verpassten Anruf. Schnell sah ich nach und der Anruf war von Yumi. Ich wusste nicht, ob es wirklich Yumi war oder vielleicht doch ihr Bruder, aber ich beschloss, Jimin nichts davon zu erzählen. Ich legte es wieder weg und dann fiel mir ein: „Hey, die Jungs wollten euch unbedingt noch zum zocken einladen. Wie wär‘s mit Samstagabend bei uns?“ Die vier nickten begeistert und die Jungs sahen mich böse an. Dann holte Jk sein Handy raus und rief jemanden an.
    Jungkook: „Hey Jungs“
    Beomgyu: „Hey, was ist los?“
    Jungkook: „Ganz dramatisch. Ich lass jetzt den wichtigen Mittelteil aus und mach es kurz: Wir zu acht, richtig chilling in New York, alles perfekt. Dann: Blackpink taucht auf und belästigt uns. Dann meinen die vier, sie könnten sich doch mit (D/n) anfreunden. Super nervig alles, aber okay. Aber jetzt, jetzt hat (D/n) sie zu uns zum zocken eingeladen! Dann sind FÜNF FRAUEN bei mir zu Hause!“
    Soobin: „Oke, und was sollen wir jetzt machen?“
    Jungkook: „Euren Hyungs einen Gefallen tun und kommen. Zu zwölft verkraftet man fünf Frauen besser, als zu siebt“
    Kai: „Na gut, aber (D/n) soll uns nicht umbringen... also wegen den Haaren“
    (D/n): „Verlass dich nicht drauf!“
    Taehyung: „Das wird sie schon nicht. Also kommt ihr Samstagabend auch?“
    Yeonjun: „Jo, wenn’s essen und was zum zocken gibt, sind wir immer dabei!“
    Yoongi: „Halt mal! Wir haben ein meist friedliches Leben zu siebt geführt. Dann kam (D/n). Und jetzt kommen noch einmal neun? Dann sind wir zu SIEBZEHNT!“
    Lisa: „Keine Angst, wir wollen ja nicht einziehen“
    (D/n): „Halt Yoongi, ich muss dich verbessern. Wir sind dann achtzehn. Yeontan kommt doch“
    Blackpink: „Tannie kommt?“
    Taehyung: „(D/n), wir sprechen noch einmal!“
    Jisoo: „Also ja!“
    Lisa: „Okay, wir wollen doch einziehen!“
    Taehyun: „Keine Angst, wenn bei euch dann fünf Mädchen wohnen, wollen wir nicht einziehen“
    Hoseok: „Ihr wärt mir lieber“
    Jimin: „Halt mal, ihr redet gerade von Lisa, Jennie, Rosé und Jisoo oder? Nicht von (D/n)“
    Namjoon: „Mit (D/n) hat niemand ein Problem, solange sie bei dir im Zimmer ist und das einzige Mädchen im Dorm bleibt!“
    Jimin: „Dann stimm ich euch zu! Ich bin dagegen, dass noch mehr Mädchen bei uns einziehen!“
    (D/n): „Ich fühle mich gemobbt!“
    Seokjin: „Okay, komm damit zurecht!“
    Jungkook: „Mir ging das zu schnell. Wer zieht jetzt wo ein und wer kommt am Samstag zum zocken?“
    Namjoon: „Es zieht niemand mehr ein außer Yeontan und die neun kommen zum zocken“
    TXT: „Alles klar“
    Rosé: „Find ich gemein, aber na gut“
    TXT: „Bis dann“
    Blackpink, BTS und (D/n): „Bis dann“

    39
    39. Kapitel

    Als Jk gerade sein Handy wieder weggepackt hatte, wurde unser Essen gebracht. Während wir aßen, sagte niemand was, da wir so Hunger hatten. Die Jungs hatten dann ihren ganzen Burger und die Pommes geschafft, die Mädels hatten ein paar Pommes übrig gelassen. Ich zeigte auf ihre Reste: „Darf ich das essen, oder wollt ihr noch?“ Sie schüttelten den Kopf und reichten mir ihre Teller. Als ich das aufgegessen hatte, war ich immer noch nicht satt. Darum fragte ich: „Kann mir vielleicht jemand noch einen Burger bestellen? Wenn ich mehr als ihr bestell, ist das peinlich!“
    „Du hast noch Hunger? Sonst ess ich immer am meisten. Aber gut, ich bestell dir noch was“, sagte Jin und hielt die nächste Bedienung an.

    Während ich dann meinen zweiten Burger aß, sahen mich alle ungläubig an. Rosé fragte: „Wie machst du das, dass du so viel isst aber nicht zunimmst?“ „Ich ess sonst nicht so viel. Und ich bin mir sicher, ich werde davon zunehmen!“, antwortete ich und aß auf. Als ich fertig war fragte ich in die Runde: „Und, wer will einen Nachtisch?“ Jk fiel die Kinnlade runter: „Du kannst noch einen Nachtisch essen? Ich hab halb soviel gegessen wie du und platz gleich!“
    „Und du bist dir sicher, dass du, wenn du noch was isst, nicht im Club kotzen musst?“, fragte Joon mich skeptisch. Ich schüttelte den Kopf: „Sicher bin ich mir ehrlich gesagt nicht. Ich hör lieber auf... Außerdem komm ich mir jetzt schlecht vor, weil ihr alle Sport macht und trotzdem weniger gegessen habt als ich“ Jimin dachte scheinbar versehentlich laut nach und murmelte: „Wir können ja später auch noch zusammen Sport machen...“ Alle hatten ihn verstanden und die zehn ersticken fast vor lachen. Alle Gäste drehten sich zu unserem Tisch. Jungkook lag inzwischen auf dem Boden und hielt sich den Bauch. Ich gab mir eine Facepalm und flehte Jimin an: „Denk doch bitte einfach leise!“ Als er registrierte, was er gesagt hatte meinte er schnell: „Also sowas wie Fußball oder Handball mein ich mit Sport!“ Lisa nickte: „Ja klar, was denn sonst“ Dann lachte sie weiter. Ich lehnte mich nach hinten, Jimin tat es mir gleich. Nach fünf Minuten beruhigten sich die Anderen dann auch langsam wieder. Als Jk dann auch wieder saß, sagte ich: „Kommt schon, so lustig war’s dann auch wieder nicht!” Joon erklärte dann: „Wir haben ja auch nicht darüber gelacht, was er gesagt hat, sondern darüber, dass er’s gesagt hat. Jimin, du bist so unglaublich dumm!” „Ihr habt mir gesagt, ich soll denken”, verteidigte sich Jimin. Alle zehn schrieen gleichzeitig: „ABER LEISE!“ Ich wechselte dann das Thema: „Wie wär’s, wenn wir dann langsam gehen?” „Jaja, schön ablenken. Aber gut. Ob ihr’s glaubt oder nicht, ich zahl heute für euch alle”, kündigte Hobi an. Lisa begann zu klatschen: „Wir hätten nichtmal Geld dabei, weil wir davon ausgehen, dass einer von euch zahlt. Aber dass du das bist, überrascht mich!” Als Hobi aufstand meinte er: „Ich hab’s mir gerade noch einmal überlegt. Ich zahl für alle, außer Lisa. Dann muss sie Abwasch machen und wir haben den restlichen Abend unsere Ruhe von ihr” Lisa zeigte ihm den Mittelfinger und drehte sich dann wieder zu uns. Jungkook seufzte: „Hatte ich eigentlich schon mal erwähnt, dass ich Lisa echt unsympathisch finde” „Das finde ich ja so perfekt! Das ist Freundschaft! Man braucht diese Freunde, denen man den ganzen Tag sagt, dass man sie hasst!”, erklärte sie ihm. Dann kam Hobi wieder: „Glück gehabt, er hatte kein Rückgeld. Ich war gezwungen für dich zu zahlen!” „So ein Mist aber auch. Sie hat uns gerade erzählt, wie sie sich schon auf den Abwasch freut!”, verarschte Jin sie. Dafür kassierte er eine Nackenschelle. Wir standen auf und gingen nach draußen. Jisoo schrie: „Auf geht’s!” Joon hielt sie zurück: „Ganz kurz das Angebot, falls irgendjemand andere Pläne für heute Abend hat, dürfen sich diejenigen auch verabschieden und alleine was machen...” Jennie freute sich: „Okay, dann verschwinden wir vier, bye” Yoongi rief ihnen hinterher: „Das Angebot galt aber nicht mal für euch sondern für zwei Andere” Alle schielten zu Jimin und mir und Yoongi und Joon nickten. Jimin schüttelte den Kopf: „Jetzt hört auf! Los Jisoo, renn vor, wir kommen alle mit!” Wir gingen los. Es war nicht so weit, warum wir laufen konnten. Ich wunderte mich, dass sich niemand unterhielt, also sah ich mich um. Immer noch grinsten alle Jimin und mich an. Er verdrehte die Augen und ich bat sie: „Könnt ihr das bitte lassen? Was ist euer Problem?” Rosè zwinkerte mir zu: „Niemand hat ein Problem! Ihr zwei seid einfach süß” Mein Freund wuschelte mir durch die Haare und sagte: „Natürlich sind wir das!” Ich schüttelte lachend meinen Kopf und sah wieder auf den Boden.
    Nach ungefähr einer viertel Stunde laufen, waren wir dann auch da. Dann fiel mir ein: „Halt mal, hier wird euch doch jeder zweite erkennen” Tae beruhigte mich: „Nö. 50% sind komplett besoffen und der Rest wird uns bei dem schlechtem Licht und in dem Gedrängel auch nicht erkennen” Jennie zeigte auf ein Schild und lachte: „An alle die kein Englisch können. Da steht: Männer 15$ Frauen freier Eintritt” „Gerechtigkeit?”, fragte Yoongi genervt, nahm dann aber auch Geld aus seiner Jackentasche. Wir gingen rein und brachten unsere Jacken weg. Es war laut und heiß. Als wir dann zwischen den ganzen Leuten waren schrie Lisa: „Ich geh was trinken, bye” Joon brüllte ihr hinterher: „Lisa, wir gehen alle zusammen, warte!” Aber sie war schon verschwunden. Rosè sagte: Okay, wir vier holen sie schnell!” Damit riss sie mich von Jimin weg und wir rannten so schnell wie nur möglich zur Bar. Dort bestellte Lisa gerade fünf Cocktails. Jennie lachte: „Das war ein Plan, (D/n). Jetzt sind wir die übervorsichtigen Jungs los” Ich lachte und wir nahmen uns die Cocktails vom Tresen. Als wir angestoßen hatten warnte Jisoo mich noch: „Aber trink nicht zu viel, wer weiß was Jimin sonst noch mit dir macht” „Apropos Jimin, ich glaub da kommen sie, schnell weg!”, rief Lisa und zog uns alle weiter in die Mitte. Lisa und Rosè schubsten einfach jeden in ihrem Weg auf die Seite, darum kamen wir auch sehr schnell voran. Kurze Zeit später waren wir dann auf der anderen Seite am Rand und unterhielten uns. Jennie und Jisoo holten uns zwischendurch dann auch noch einmal neue Drinks. Es war sehr lustig. Es verging ungefähr eine halbe Stunde dann fragte Lisa: „Wer geht mit tanzen” Alle drei nickten begeistert. Rosè sah, dass ich zögerte, griff dann aber nach meinem Handgelenk und zog mich mit in die Mitte. Ich rief: „Ich kann nicht tanzen!” „Egal”, riefen alle und hatten beste Laune. Es lief gerade noch irgendein Lied das ich nicht kannte, aber als das nächste anfing, fingen meine Freundinnen an zu kreischen. Sie sahen mein verwirrtes Gesicht und Jennie sagte dann: „Das ist von uns! Boombayah. Ich wusste gar nicht, dass die das hier spielen” Dann sang sie mit den Anderen mit. Ich wollte auch zu ihnen, da wurde ich aber am Handgelenk gepackt. „LISA!”, schrie ich noch, aber sie hörte mich nicht. Dann wurde mir der Mund zugehalten und ich wurde nach hinten gezogen. Ich versuchte nach hinten zu treten. Als wir dann am Rand waren, wurde die Hand von meinem Mund genommen. Ich drehte mich um und sah: „JIMIN! Hast du einen Knall?” „Wow, die vier passen ja ganz schön gut auf dich auf! Warum bist du weggerannt? Was hättest du gemacht, wenn das jetzt nicht ich gewesen wäre?”, antwortete er mir. „Ich bin nicht weggerannt, ich wurde weggezogen! Du kannst dir gar nicht vorstellen, was ich gerade für ne Angst hatte!” „Du kannst nicht mal anständig schlagen oder treten!” „Ja sorry, normalerweise lebe ich eher nach dem Motto, dass man alles mit Worten lösen kann” „Das wird dir hier nicht viel bringen. Ich weiß ja nicht, in was für Clubs du in Deutschland warst, aber hier und auch zu Hause juckt des eigentlich niemanden, was du sagst!” „Mach das bitte einfach nie wieder!” „Dann bleib bei mir!” „Jaja” „Versprech’s!” „Ich versprech’s!” Die anderen sechs Jungs kamen angerannt. Joon fragte mich: „Sind die betrunken?” „Nein. Also sie haben schon Alkohol getrunken, aber merkt man ihnen nicht an”, antwortete ich. Hobi seufzte: „Dann holen wir die mal lieber. Wenn die da ihren eigenen Song singen, merkt eventuell doch noch jemand, dass sie Blackpink sind“ Alle, außer Jimin und ich, gingen in die Mitte und suchten sie. Jimin lachte: „Dafür, dass sie laut ihres Vertrag eigentlich weder in einen Club kommen dürften oder überhaupt was trinken, geben die aber ganz schön Gas...” Ich sah ihn verwirrt an: „Hä?” „Sie sind ja bei YG Entertainment unter Vertrag und da haben die eben andere Regeln als wir... Sie dürfen auch keine Tattoos haben. Aber, hin und wieder ist es ihnen dann doch egal, was sie dürfen und was nicht... YG hat’s noch nie bemerkt” „Sie dürfen eigentlich keinen Alkohol trinken?” „Nö, auch nicht Autofahren, aus Sicherheitsgründen” „Okay...” „Ah (D/n), wir haben dich schon gesucht!”, rief Jennie. Yoongi lachte: „Ihr nennt es suchen, ich nenn es einfach nichts mitbekommen und weitermachen” „Fassen wir zusammen, ihr nehmt (D/n) mit und schaut dann nicht mal, wo sie ist. Ist das euer Ernst?”, fragte Jimin sie fassungslos. Rosé entschuldigte sich: „Ja sorry, wer rechnet auch damit, dass ihr eigener Freund sie entführt. Wir haben außerdem aufgepasst!“ „Könnt ihr bitte damit aufhören, über mich zu sprechen, als wäre ich ein kleines Kind?“, fragte ich genervt. Das ignorierten sie jedoch und diskutierten weiter, wer die ‚Verantwortung‘ für mich hat. Also bitte, ich bin neunzehn Jahre alt! Ich seufzte gelangweilt. Man verstand kein Wort mehr. Es war sowieso schon laut und dass alle elf durcheinander brüllten machte es nicht besser. Ich sah mir das einige Zeit lang an dann schrie ich: „HALLO! SEID IHR MEINE ELTERN? NEIN! BIN ICH FÜNF JAHRE ALT? NEIN! ALSO WARUM DISKUTIERT IHR HIER JETZT RUM?“ Alle verstummten und sahen zu mir. „Okay, da ich hier der älteste bin, beschließe ich, dass wir jetzt einfach zusammen bleiben! Ende!“, stellte Jin klar. Wir nickten und Lisa fragte: „Wollen wir dann alle zusammen was trinken gehen?“ Sie drehte sich um und wir alle folgten ihr. Es entschieden sich alle gegen Alkohol. Als wir warteten fiel mir dann ein: „Halt mal, wie viel Uhr haben wir?“ Da ich mein Handy in meiner Handtasche und diese in einem Spind hatte, konnte ich nicht selbst schauen.
    Jimin holte sein Handy aus seiner Hosentasche und laß vor: „22:24 Uhr. Noch eine Stunde und sechsunddreißig Minuten!“ „Wow (D/n)! In einer Stunde und sechsunddreißig Minuten bist du verlobt!“, staunte Jungkook. Jimin sah ihn verwirrt an: „Wer macht ihr denn einen Heiratsantrag?“ Tae lachte: „Na du“ „Wir sind seit ein paar Stunden zusammen, also beruhigt euch mal! Oder gehst du davon aus, (D/n)?“, fragte er und sah zu mir. Ich schüttelte lachend den Kopf: „Nein, davon bin ich nicht ausgegangen, keine Angst“ Jungkook setzte sich enttäuscht auf einen Barhocker: „Dann hätte ich ja gleich zu Hause bleiben können! Darauf hab ich den ganzen Abend gewartet!“ Jimin klopfte ihm auf die Schulter: „Und wenn ich ihr dann in ein paar Jahren einen Heiratsantrag mach, wirst du auch nicht dabei sein!“ Jennie meldete sich: „Wir vier gehen dann mit (D/n) Brautkleid kaufen“ „Und ich such die Torte aus“, beschloss Jin. „Und wir werden alle Trauzeugen. Oder sind zehn zu viele?“, wollte Hobi wissen. Tae schnipste mit den Fingern: „Beste Idee: Wir planen die Flitterwochen und sie werden bis fünf Minuten vor der Abreise nicht wissen, wo’s hingeht!“ Jimin seufzte: „Wir reden darüber einfach, wenn’s soweit ist, verstanden?” Sie nickten enttäuscht, hörten dann aber auf damit. Wir nahmen unsere Drinks und gingen dann in eine Ecke, in der ein paar Loungesessel waren. Kaum hatten wir uns auf den fünf Sitzgelegenheiten verteilt, begannen alle zu reden. Über Marken. Was der Auslöser war, hatte ich nicht genau mitbekommen, aber es musste Jennies Parfüm gewesen sein. Alle stritten sich über Marken und welche wohl besser wäre. Was ich raushörte war, dass Lisa für Celine war, Jisoo für Dior, Jennie für Chanel und Taehyung für Gucci war. Bei dem Rest verstand ich dass nicht so richtig. Jimin sah ihnen nur lächelnd zu, sagte aber nichts. Ich gab auf, zu verstehen, was ihr Problem war und lehnte mich gegen meinen Freund. Dieser legte seinen Arm um mich und gab mir einen Kuss auf die Stirn. Tatsächlich wäre ich fast eingeschlafen, riss mich dann aber doch zusammen. Aber wie konnte ich bei diesem Lärm denn überhaupt einnicken? Es war noch lauter, als wie wir gekommen waren.
    Ich war froh, als Hobi feststellte: „Schon viertel nach elf. Wollen wir langsam zum Time Square fahren?” Alle stimmten ihm zu und wir erhoben uns. Unsere leeren Gläser ließen wir auf dem kleinen Tisch stehen, und schauten, dass wir, noch bevor alle anderen das wollten, rauskamen. Als wir durch die große Glastüre gegangen waren, kam uns sehr kühle Luft entgegen. Wir holten uns schnell unsere Jacken und die Sachen, die wir in den Spinden verstaut hatten. Jennie uns Rosè gingen dann noch schnell auf die Toilette, mussten aber vorher fünf Minuten lang die Jungs überreden, dass sie zu zweit gehen durften. Diese waren nämlich der Meinung, wir sollten alle mit gehen. Während wir dann auf sie warteten, bekamen Jimin und ich gleichzeitig eine Nachricht. Ich holte mein Handy aus meiner Handtasche und sah, dass Yoongi mir ein Bild geschickt hatte. Als ich es öffnete, sah ich, dass er Jimin und mich vorhin wohl fotografiert hatte. Das hatte ich nicht mal mitbekommen. Jimin lachte und meinte nur: „Stalker” Dann kamen die zwei Mädchen auch schon wieder und wir gingen nach draußen und suchten nach einem Taxi, fanden aber keines. Darum mussten wir dann doch laufen. Aber nach der stickigen Luft, die wir stundenlang um uns hatten, war ein kleiner Spaziergang nicht schlecht. Man hörte hin und wieder ein paar Raketen, Leute schreien und haufenweise Autos. Irgendwann rief Joon dann: „Also, wir bleiben einigermaßen am Rand stehen und lassen unsere Masken auf. Schreit einfach nicht so rum, dann wir uns auch niemand bemerken. Letztes Jahr war das bisschen anders, aber dieses Jahr mischen wir uns einfach ganz normal unter die Leute und hoffen einfach, dass uns niemand erkennt!” Daraufhin holten alle eine Maske aus ihrer Jackentasche und dann gingen wir rein in die nächste Menschenmenge. Ich hatte keine Ahnung, wie viele Leute das waren und wollte es auch gar nicht wissen. „Hey Joon, Chaeyoung ist weg”, rief
    Lisa auf einmal. „Schrei unsere Namen halt noch lauter rum!”, regte Yoongi sich auf. Der Leader seufzte: „Warum ist die jetzt weg? Aber gut, fünf gehen sie suchen, der Rest geht in diese Ecke da” Er deutete auf ein kleines Geschäft, das inzwischen geschlossen hatte. Davor war eine Treppe und drum herum vergleichsweise nicht so viele Leute. Jennie beschloss schnell: „Wir drei, (D/n) und Jimin suchen sie schnell” Dann drehte sie sich schon um und wir folgten ihr. Jimin hielt meine Hand ganz fest und ich griff auch nach Lisas, damit wir uns hier in dem Gedrängel nicht verlieren konnten. „Park Chaeyoung!”, rief Jisoo. Jimin brüllte zu ihr vor: „Bist du behindert? Sei leise!” „JENNIE! HIER DRÜBEN!”, hörten wir die Vermisste rufen. Wir blieben stehen und sahen uns um. Sie stand bei den anderen Jungs. „OH GOTT, WIR DACHTE, FANS HABEN DICH GESEHEN!”, schrie Lisa zurück. „Sei leise! Sonst passiert das noch!”, ermahnte Jimin sie wieder und zog uns dann alle rüber zu den Anderen. Als wir dort waren erklärte Rosè: „Ich war ungefähr fünf Meter hinter euch...” Jimin verdrehte die Augen: „Aha Lisa, darum hast du also Alarm geschlagen. Weil sie fünf Meter hinter uns war!” „Sorry” „Sind jetzt alle da?”, fragte Joon und sah uns an. „Ne, ich fehl!”, antwortete Jk ihm. Yoongi zog ihm an den Haaren und antwortete dann: „Ja, es sind alle da” Der Leader klatschte: „Wow, toll dass das immer ganz ohne Probleme funktioniert!” „Wir haben Alkohol getrunken, dafür sind wir echt noch gut!”, versicherte Jisoo ihm. Hobi sagte dann: „Okay, okay, jetzt passt’s schon! Wir haben 23:53 Uhr!” „Und du bist dir ganz sicher, dass du (D/n) keinen Heiratsantrag machen willst?”, fragte Tae noch einmal. „Ja, bin ich! Außerdem, was rechnet ihr jetzt damit, dass ich das genau heute machen würde?“, versicherte Jimin ihm. Rosé erklärte: „Einfach weil das süß ist, wenn du das am 01.01. um 00:00 Uhr machen würdest! Das weiß sogar Jk, (D/n), was heiratest du da eigentlich?“ Wir schrieen beide: „WIR HEIRATEN NICHT!“ Jennie zuckte mit den Schultern: „Nen Versuch war’s wert...“ Die Anderen lachten. Warum mussten die so nerven? Und jetzt waren sie nicht mehr zu sechst, sondern zu zehnt. Wenn TXT dann auch noch mit macht, dann dreh ich wirklich durch! Und wer hat den Scheiß damals angefangen? Kim Namjoon. So ein Depp!

    Wir unterhielten uns dann noch, wurden aber von den von dreißig runterzuholendem Leuten um uns herum unterbrochen. Bei zwanzig stiegen wir mit ein. Zählen konnten alle auf Englisch. Tatsächlich sogar rückwärts. Als wir bei null angekommen waren, schossen Raketen in die Luft und man hörte gefühlt ganz New York: „Happy New Year!“, schreien. Wir schlossen uns in eine große Gruppenumarmung. Als wir dann wieder auseinander gingen, sah Jimin sich kurz um, zog seine Maske runter und küsste mich. „Widerliche Aussichten!“, bemerkte Yoongi. Rosé sah kurz zu mir und meinte dann: „Hast auch Gründe eifersüchtig zu sein, Yoongi. Dein Kumpel hat ne echt hübsche Freundin!“ „Ist das dein Ernst?“, fragte Yoongi und sah sie genervt an. Sie lachte nur und nickte. „Hey, bevor uns hier doch noch jemand bemerkt. Feuerwerk ist gleich rum, also das Große, zu wem gehen wir dann?“, fragte Joon. „Zu uns, wir haben mehr Platz“ Alle nickten, dann sahen wir uns noch das restliche Feuerwerk an. Es war wunderschön. Als es aus war, rannten wir dann auch los. Wenn wir noch länger warten würden, kämen wir hier nie wieder raus. Taxis waren inzwischen auch wieder frei. Wir teilten uns schnell auf und stiegen ein. Ich war mit Jimin, Hobi und Yoongi zusammen. Da es nicht weit war, sprachen wir kaum. Stattdessen sahen wir aus dem Fenster. Der Himmel war immer noch bunt und es wurden immer mehr Raketen. Hin und wieder zuckte ich zusammen, da es laut knallte.

    Zehn Minuten später stiegen wir dann vorm Hotel aus und rannten nach oben. „Erster!“, schrie Jk. Jennie schrie: „Kindergarten!“ Dann öffnete sie die Tür und wir gingen alle rein. Rosé ging direkt auf die Couch und meinte: „Ich bin so müde! Bis dann“ Wir sahen uns verwundert an, dann ging ich zu ihr. „Was los? ...Leute, die pennt!“, stellte ich fest.

    40
    40. Kapitel

    „Wie die ist innerhalb von zehn Sekunden eingepennt?“, fragte Hobi mich ungläubig. „Ich schwöre, sie schläft!“, bestätigte ich. Alle kamen und sahen die schlafende Rosé an. Joon seufzte und meinte: „Also, zwei Möglichkeiten. Die erste: Sie ist einfach richtig müde. Die zweite: Was habt ihr getrunken im Club?“ Die drei Mädchen rissen die Augen auf und sahen mich an. Dann zählte ich auf: „Das erste war ein Himbeer Mojito oder so, dann der andere war irgendwas mit Cola und Gin und dann noch den alkoholfreien mit euch zusammen“ „Und ihr habt auch geschaut, was die euch da zusammengebraut haben?“, fragte Yoongi. Ich sah zu den Mädels, die aber immer noch nicht sprachen. Darum antwortete ich: „Ne. Wir haben uns unterhalten. Aber, wir vier haben doch auch nichts“ „Es muss ja auch nicht in allen was drin gewesen sein. Aber, welcher Mensch schaut denn heutzutage nicht, was in den Cocktail für Mittelchen rein gemixt werden? Da müsst ihr aufpassen!“, erklärte Jin uns. Lisa sagte dann auch wieder was: „Ja sorry, Eomma. Haben wir halt nicht dran gedacht!“ Jin sah sie mit einem Todesblick an. Dann räusperte Jimin sich und stellte fest: „Ich mein ja nur, aber wenn ihr bei uns geblieben wärt, wäre das nicht passiert. Wir schauen nämlich, was wir da bekommen“ „Ja sehr schön, bringt uns dass jetzt irgendwas?“, fragte Jennie genervt. „Vielleicht ist sie ja auch einfach nur müde und hat gar nichts bekommen...“, dachte ich. Jisoo schüttelte den Kopf: „Sie würde sich niemals hier, wenn alle da sind, schlafen legen und außerdem wacht sie bei jedem Mucks auf und einschlafen kann sie auch nicht in Sekunden“ „Und was jetzt? Wir fliegen morgen Mittag heim“, fragte Jennie total verzweifelt. Tae provozierte sie: „Hat da wohl jemand die Regeln ignoriert und ist in den Club gegangen und hat Alkohol getrunken?“ „TAEHYUNG! Wenn du nichts wichtiges zu sagen hast, behalt‘s für dich!“, ermahnte Lisa ihn. Wir alle dachten nach. „Sie kann jetzt noch schlafen, bis ihr morgen los geht. Ihr könnt ja ihr Zeug packen. Dann weckt ihr sie auf brutalste Weise, lauft schnell zum Flughafen und sobald sie im Flieger ist, kann sie stundenlang weiterpennen“, schlug Hobi vor. Jisoo machte sich Sorgen: „Was wenn wir sie nicht wach bekommen? Was wenn YG davon mitbekommt? Was wenn wir gekündigt werden? Was wenn das unser Ende ist?“ Jk zog eine Augenbraue hoch und meinte: „Was wenn jetzt die Decke einstürzt? Nein, jetzt komm mal runter. Aber, Jimin hat recht. Wärt ihr bei uns geblieben, wäre das nicht der letzte Tag, an dem Blackpink existiert...“ „Mach ihnen keine Angst. Ich glaube, die verstehen gerade keinen Spaß...“, erklärte Jin ihm. Joon schlug vor: „Wir können ja auch hier bleiben heute Nacht und zu elft werden wir sie dann schon wach bekommen...“ Jimin riss die Augen auf: „Warte, was?“ Joon wiederholte: „Wir bleiben heute Nacht alle hier“ Jimin sah den Leader mit gerunzelter Stirn an, worauf dieser loslachen musste: „Das war ein Scherz, wir wissen ja alle, dass du andere Pläne hast. Wir kommen einfach morgen um 11 Uhr und helfen euch Chaeyoung zu wecken“ Jimin lachte verlegen: „Ne, also wegen mir können wir auch hier bleiben, gar kein Problem“ „Mhm... Denkt ihr, wir müssen uns jetzt ernsthafte Sorgen um sie machen?“, fragte Joon. Lisa sah ihn verwundert an: „Meinst du jetzt (D/n) oder Chaeyoung?“ „Hä, warum denn jetzt mich, er meint Chaeyoung“, sagte ich verwundert. Tae musste los lachen und erklärte dann: „Weil du mit Jimin zusammen bist, macht Lisa sich Sorgen um dich“ Lisa verteidigte sich: „Ja sorry, das arme Mädchen ist neunzehn!“ „Okay, sollten wir uns jetzt um Rosé Sorgen machen oder nicht“, lenkte ich ab. Yoongi zuckte mit den Schultern: „Was soll der groß passieren, wenn sie auf na Couch schläft? Ist ja nicht so, dass sie alleine auf der Straße liegt und der nächste Typ sie vergewaltigt. Glaubt mir, während man schläft, kann einem eigentlich gar nichts passieren! Klar hat sie wahrscheinlich K.-o.-Tropfen bekommen, aber sie ist ja hier“ Wir sahen ihn skeptisch an, aber er hatte recht. Darum beschloss Jisoo auch: „Okay, dann gehen wir doch einfach zu Jennie und mir ins Zimmer, damit wir sie nicht wecken“ Jin beruhigte sie: „Wir können auch hier bleiben. Wecken werden wir sie mit Sicherheit nicht, glaub mir“ Wir setzten uns auf den weißen Teppich vor der Couch in einen Kreis. Jennie fragte dann: „Wie lange bleibt ihr eigentlich noch hier?“ „Auch bis morgen. Ich denke, wir fliegen dann später Mittag, früher Nachmittag. Also ziemlich zeitgleich mit euch“, antwortete Hobi ihr. Sie nickte und ich fragte: „Mal so interessehalber, verreist ihr immer geschäftlich oder auch mal einfach so?“ Sie lachten. „Naja. Wir haben halt kaum Urlaub und den wollen wir dann meistens mit unseren Familien verbringen. Sonntag haben wir frei, aber was will man einem Tag schon groß machen, außer abschalten oder von zu Hause aus arbeiten. Also, nein, wir fahren nicht in den Urlaub“, erklärte Tae mir. „Wo warst du denn überall?“, fragte Lisa mich. Ich musste kurz nachdenken und zählte dann auf: „Also... In Japan, Deutschland, Spanien, Italien-” Jungkook unterbrach mich: „Warum hab ich den Eindruck, dass du europäische Länder sehr magst?“ „Wir waren oft in Europa, da meine Oma mütterlicherseits aus Deutschland kam. Darum konnte ich auch schon, bevor ich zum studieren dort, war etwas Deutsch. Meine Oma hat es mir zum Spaß immer mal wieder beigebracht, dass fanden meine Eltern aber sinnlos“ Sie sahen mich staunend an, dann nahm Yoongi sein Handy raus. Er öffnete Google-Maps um sich etwas orientieren zu können. Nach einiger Zeit legte er es weg und Jungkook fragte dann: „Habt ihr eigentlich mal über eure Zukunft gesprochen? Oder Kinder und sowas“ Jimin runzelte die Stirn: „Wie kommst du denn jetzt da drauf? Aber jein... Aber sie weiß, dass Tae seiner späteren Freundin, beziehungsweise Frau, antun will, dass sie 45 Monate ihres Lebens schwanger ist. Das sind umgerechnet 3 Jahre und 9 Monate oder 1350 Tage“ „Wow, seit wann kann Jimin Hyung so gut Kopfrechnen?“, staunte der Maknae. Dieser gab dann jedoch zu: „Taschenrechner...“ Jisoo fragte: „Sag mal Jimin, ist (D/n) mit Tae oder dir zusammen?“ Jimin sah wütend zu seinem Kumpel und meinte dann: „Meines Wissens nach mit mir! Warum?“ „Warum erzählst du ihr dann von seinen Kinderwünschen?“, fragte Jennie weiter. „Weil sie mir nicht geglaubt hat, dass wir Kinder mögen“ Yoongi stellte dann fest: „Aber er mag dich doch auch, (D/n)“ Ich verstand nicht, was er mir gerade sagen wollte. Er sah meine Verwirrung und erklärte dann: „Du bist doch selber fast noch ein Kind“ Alle, außer mir, mussten loslachen. Ich zuckte mit den Schultern: „Naja, ich bin wenigstens noch nicht alt und langweilig, so wie ihr alle“ Alle hielten inne, ließen sich noch einmal durch den Kopf gehen, was ich gesagt hatte und meinten dann alle gleichzeitig: „LAUF UM DEIN LEBEN!“ Das ließ ich mir nicht zweimal sagen. Ich sprang auf und rannte sockig aus dem Zimmer. Als ich vorm Aufzug stand, hörte ich dann auch schon jemanden auf mich zu rennen. Der Aufzug öffnete sich gerade noch rechtzeitig und ich stieg ein. Um einen Vorsprung zu haben, drückte ich auf -1. Ich dachte schon, ich hätte sie abgehängt, als sich die Tür öffnete wusste ich aber, dass ich mich getäuscht hatte. Alle zehn standen mit verschränkten Armen vorm Aufzug. „Oh oh, gar nicht gut...“, stellte ich fest und wollte gerade die Tür wieder zu machen, als sie ihre Hand reinhielten, warum die Tür sich wieder öffnete. Jimin grinste frech, kam rein und hob mich, als würde ich gar nichts wiegen, über seine Schulter. Hobi erzählte mir dann: „Die Mädels haben beim runtergehen erwähnt, dass es hier unten einen Pool gibt“ „Was? Nein! Nein! Jimin! Bitte nicht! Kommt schon, zehn gegen eine ist fies!“, beschwerte ich mich. Das ignorierten sie leider. Ich schlug mit den Fäusten gegen den Rücken meines Freundes, das störte ihn aber nicht. Wir gingen durch eine Glastür und weil es dahinter sehr viel wärmer war und die Luft feucht war, wusste ich, dass wir vorm Pool standen. Als sie stehen blieben, flehte ich Jimin noch einmal an: „Bitte, bitte, bitte! Mach das nicht! Bitte! Ich mach auch alles was du willst! Bitte!“ Joon erinnerte ihn dann: „Sie hat gesagt, du wärst alt und langweilig...“ „Sorry Baby, aber das hast du einfach verdient!“, sagte Jimin und warf mich ins Wasser. Es war zum Glück nicht kalt. Als ich wieder auftauchte, hatten alle wieder angefangen zu lachen. Dann hatte ich eine Idee. „Na super lustig, jetzt helft mir raus, Lisa und Jisoo, es ist arschkalt“, befahl ich ihnen. Sie gingen in die Hocke und streckten mir jeweils eine Hand hin. Aber anstatt mich daran hochzuziehen, zog ich sie mit rein, was sehr leicht ging, da sie ja auf dem Boden knieten. Sie schrieen kurz auf und es hörten wieder alle auf, zu lachen. Dafür fing ich jetzt an: „Haha, wer zuletzt lacht, lacht am besten!“ Als die Mädels wieder auftauchten fragte Lisa ungläubig: „Hat sie gerade nicht wirklich gemacht!“ „Bestraft sie!“, verlangte Jisoo. Ich ging zur Leiter und wollte raus, ging aber sofort wieder zurück und sah sie gelangweilt an. „Was ist?“, fragte Tae. „Ihr seid so dumm!“, sagte ich, aber das half ihnen nicht weiter. Darum erklärte ich: „Mein Kleid ist mal wieder durchsichtig! Ihr werdet auch nicht schlauer, oder?“ Jisoo schrie dann von hinten: „Scheiße! Meins auch!“ Als ich mich zu ihr umdrehte, sah ich, dass sie ein weißes Kleid anhatte. Bei Lisa, die ein dunkelviolettes trug, war nichts passiert. „Schmeißt mal Bademäntel her“, rief Lisa ihnen zu. Sie sahen sich um, dann lief Yoongi los und holte uns drei Bademäntel. Wir gingen schnell raus und zogen sie an. Als die ersten dann schon ins Treppenhaus gingen, stand ich noch weiter hinten bei Jimin. Und dann wollte ich mich noch an ihm rächen. Ich ging einen Schritt auf ihn zu und schubste ihn in den Pool. Alle drehten sich wieder um, als sie etwas platschen hörten. „Wo ist Jimin...“, fragte Jungkook, da Jimin noch unter Wasser war. Er tauchte wieder auf ich sagte: „Ups, den muss ich wohl ganz aus Versehen geschubst haben...“ „Lee (D/n)...!”, sagte er und versuchte ruhig zu bleiben. Ich lächelte ihn frech an und meinte: „Ja Schatzilein, was ist?” Er schwamm zur Leiter und kam raus. Dann holte er sich einen Bademantel und meinte: „So kommst du nicht davon...” Wir folgten den Anderen, die lachend an der Tür gewartet hatten, zum Aufzug. Die Gänge waren leer, da alle vermutlich noch unterwegs waren. Wir liefen den letzten langen Gang entlang und blieben dann vor der Tür stehen. Wir sahen zu den drei Mädels, die wiederum sich gegenseitig ansahen. Jisoo sagte dann: „Ich dachte ihr habt ne Karte mitgenommen” Die beiden Anderen schüttelten langsam den Kopf. „Jennie, du holst ne Neue!”, verlangte Lisa. Doch diese fragte: „Warum ich? Ihr kommt mit!” „In Bademantel mit verschmiertem Make-Up? Vergiss es!”, widersprach die Andere. Jennie verdrehte die Augen und ging dann wieder zurück zum Aufzug, um an die Rezeption zu kommen. Jungkook knackte mit den Fingern. Tae tat es ihm gleich. Lisa, Jisoo, Jimin und ich zitterten, da es mit nassen Klamotten sehr klar war. Der Rest lief einfach unruhig hin und her. Wir wurden alle ungeduldig und Jk fragte: „Wo bleibt die denn so lange?” „Vielleicht ist ihr was passiert...”, dachte ich. Jimin musste lachte: „(D/n), sie ist zur Rezeption gegangen. Was soll ihr passiert sein?” Ich zuckte mit den Schultern. „Verlaufen?”, schlug Joon vor. „Oder bei ihr haben die K.-o.-Tropfen jetzt auch angeschlagen...”, fiel Jisoo ein. Lisa setzte sich auf den Boden: „Oh Gott. Wir haben doch alle was bekommen. Jetzt wirken sie schon bei Chaeyoung und Jennie. Wer ist die Nächste? Wir sollten Jennie suchen gehen...” Jisoo und ich nickten und wollten schon los, da hielt Jimin mich fest. Die Anderen Jungs sahen uns skeptisch an. „Die Frage ist, was ihr für Tropfen bekommen habt. Ich meine, was ist denn mit Lisa los, das ist ja schon unheimlich...”, stellte Yoongi fest. „Vielleicht sowas wie LSD... Das beeinfluss Wahrnehmung, Fühlen und Denken. Gibt’s in Pulverform”, schlug Jk vor. Hobi sah ihn verwirrt an: „Ehm, warum kennst du dich mit Drogen so gut aus, junger Mann?” „Das finde ich unheimlich! Hör auf, Jungkook!“, bat Jisoo ihn. Lisa fragte aufgelöst: „Kann man davon sterben?“ „Ich denk mal, dass du das nicht regelmäßig nehmen wirst, also nein. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass mindestens du was in die Richtung bekommen hast...“, erklärte der jüngere ihr. „Ich fühl mich aber nichts so, als hätte ich was bekommen. Also wirklich!“, versicherte ich ihnen. Jisoo kam zu mir und meinte: „Was wenn Jennie tot ist und Rosé da drinnen gerade stirbt! Was wenn wir alle sterben?“ „Ehm, wer geht Jennie suchen?“, fragte Tae und sah kritisch zu den beiden Mädels, die sich jetzt auf den Boden gesetzt hatten und sich Sorgen machten, dass wir alle sterben würden. „Geht’s dir denn gut, Jimin?“, fragte Jin. Dieser sah ihn total verwirrt an: „Hä? Was laberst du?“ „Vielleicht war ja was im Pool...“, vermutete der Älteste. Ich runzelte die Stirn: „Was habt ihr denn für einen Verfolgungswahn? Verarscht ihr mich?“ Sie antworteten mir nicht. Das war alles sehr seltsam. Ich sah mich um und überlegte, wen ich nicht für auf Drogen hielt. Yoongi, Joon, Hobi, Jimin und Tae. Bei Jk war ich mir nicht ganz sicher, weil er so klug geklungen hat, als er von den Drogen erzählt hatte. Jennie war immer noch nicht da. Die andern zwei Mädels waren wie ausgetauscht. „Ich such Jennie...“, kündigte ich an und drehte mich um. Jimin rief: „Ich geh vorsichtshalber mit...“

    Wir liefen die Gänge ab und suchten die Sängerin. Irgendwann fragte Jimin mich: „Und du bist dir zu 100% sicher, dass du nichts bekommen hast?“ „Ja” „Wirklich?” „Mhm” „Ganz sicher?” „ Jimin!” „Ich will nur sicher gehen...” Überall sah es gleich aus. Wir liefen in unseren Bademänteln das ganze Hotel ab, aber fanden Jennie nicht. Dann klingelte ein Handy. „Du hast dein Handy dabei?”, fragte ich. „Wasserdicht. Sonst wär’s kaputt...”, erklärte er und nahm es aus seiner Hosentasche.
    Jimin: „Joon?”
    Namjoon: „Wo bleibt ihr?”
    Jimin: „Wir finden sie nicht”
    Jennie: „Ich bin hier”
    (D/n): „Jennie? Wo warst du so lange?”
    Jennie: „War komplizierter als gedacht... Und jetzt kommt schon und zieht euch was trockenes an!”

    Jimin legte auf und steckte sein Handy weg. Dann nahm er meine Hand und wir liefen so schnell wie möglich nach oben. Sie waren schon im Zimmer und wir gingen auch noch schnell rein. „(D/n)”, rief Jennie aus ihrem Zimmer. Ich drehte mich um und fing gerade noch die Klamotten, die sie mir zuwarf. „Danke Jennie! Ich gebe dir alle deine Klamotten am Samstag wieder!”, versprach ich ihr. Sie nickte und bot dann an: „Kannst auch schnell duschen gehen, wenn du willst” Ich nahm das Angebot an und ging aufs Badezimmer zu, als Tae noch meinte: „Jimin will doch bestimmt mit...” „Wir sind hier zu zwölft. Denk nach, bevor du was sagst!”, antwortete er ihm. „Also würdest du, wenn wir nicht da wären?”, fragte Tae weiter. Jimin seufzte: „Ich werde diese Frage nicht beantworten...”
    Ich schloss die Tür ab und zog mir meine nassen Klamotten aus. Neben dem Waschbecken stand ein Make-Up-Endferner, welchen ich dann auch verwendete. Dann ging ich schnell heiß duschen. Als ich fertig war, zog ich mir die Adidasjogginghose, das Top und eine Sweatshirtjacke von Jennie an. Dann trocknete ich mir meine Haare noch ein bisschen und ging wieder ins Wohnzimmer. Lisa kam gerade auch frisch geduscht aus dem anderen Badezimmer. Als ich mich umsah, viel mir auf, dass Rosè und Jisoo weg waren. „Jisoo wurde müde und hat sich schlafen gelegt und wir haben Rosé dann noch von der Couch geräumt”, erklärte Joon mir. Ich nickte verstehend und ging dann zu Jimin, der mit einer Decke auf dem Sofa saß. Seine Haare waren auch noch nass. Als ich mich neben ihn setzte, fiel mir auf, dass er keinen Pulli anhatte. „Ehm Jimin, wo ist dein Pulli hin?”, fragte ich. Er antwortete total gelassen: „Hat Jennie mir ausgezogen” Diese kam aus dem Badezimmer gerannt und schrie: „WAS? NEIN! (D/N), WÜRDE ICH NIE MACHEN!” Jimin begann zu lachen: „War ja auch nur ein Spaß! Ich hab ihn ausgezogen weil mich ein gewisses Mädchen ganz aus Versehen in den Pool geschubste hat und mir bisschen kalt war in dem nassen Pullover” „Achso...” Jennie ging wieder ins Badezimmer und schloss ab. Lisa und die sechs Jungs spielten Among Us. Jimin zog mich mit unter die Decke und umarmte mich ganz fest. Ich lehnte meinen Kopf an seine warme Brust und schloss die Augen. Ich spürte seinen warmen Atem auf meiner Stirn und wäre fast eingeschlafen, dann weckte Joon mich aber aus meinem Halbschlaf: „Hey Jimin, man schaut Frauen nicht in den Ausschnitt!“ „Mach ich ja auch nicht. Ich schau nur meiner Freundin in des Ausschnitt und das darf ich!“, antwortete er ihm. Ich atmete tief durch und sagte dann: „Seid leise, ich will schlafen!“ Sie lachten und Jimin flüsterte: „Dann schlaf“ Ich rutschte noch näher an meinen Freund und schlief dann ein.

    41
    41. Kapitel

    Ich öffnete langsam meine Augen. Es war ganz dunkel. Jemand, vermutlich Jimin, lag mit nur wenig Abstand neben mir. Ich drehte mich zu ihm und flüsterte: „Jimin?“ Er reagierte nicht. Ich wusste nicht, wo ich war, aber auf keinen Fall mehr in der Suite bei den Mädels. Ich stand auf und ging auf einen orange leuchtenden Lichtschalter zu. Nachdem ich ihn betätigt hatte, verstand ich, dass wir im Plaza-Hotel waren. Ich zog die Rollos nach oben und machte das Licht wieder aus. Dann suchte ich mein Handy und fand es auf einem Sessel. Es war 09:47 Uhr und der 1. Januar. Ich schrieb Joon, Kook und Hobi ob sie schon wach waren. Der einzige der antwortete war Hobi.
    Hobi:
    Morgen, Ja, bin vorhin aufgewacht. Yoongi pennt noch.
    (D/n):
    Wie lange wart ihr denn gestern noch wach?
    Hobi:
    Nach halb vier. Lisa ist komplett durchgedreht und Jennie wollte nicht mit ihr alleine bleiben.
    (D/n):
    Also hat sie wirklich was bekommen?
    Hobi:
    Denk schon. Ich hoffe es, weil dann würde sie wenigstens wieder bald die alte sein. Das gestern war noch schlimmer wie sonst!
    (D/n):
    Hahaha. Denkst du, wir sollten die Anderen wecken?
    Hobi:
    Hm. Denk schon, wir müssen noch packen und Chaeyoung wecken...
    (D/n):
    Okay, dann gehen ich noch Kook und Tae wecken, und du Jin und Joon
    Hobi:
    Alles klar

    Ich drehte mich zu dem noch schlafenden Jimin und strich ihm seine Haare aus dem Gesicht. Er sah so unheimlich süß aus. Ich küsste ihn und erschrak schon fast ein bisschen, als er seine Hände in meinen Nacken legte und den Kuss erwiderte. „Guten Morgen, Prinzessin“, flüsterte er und grinste mich an. „Gut geschlafen?“, fragte ich. Er nickte und meinte: „Aber zu kurz“ „Du kannst im Flieger schlafen, jetzt müssen wir packen“, sagte ich und wollte aufstehen, aber Jimin zog mich auf seinen Schoß, hob mich im Brautstyle hoch und lief dann auf den Kleiderschrank zu. „Jimin, wir müssen uns jetzt wirklich fertig machen...“, drängelte ich. Er sah mich stirnrunzelnd an und erklärte: „Ich packe jetzt. Und dich pack ich als erstes ein, damit ich dich auch ja nicht vergesse. Du bist nämlich das wichtigste was ich habe“ „Weißt du, dass du manchmal echt süß sein kannst?“ „Was heißt hier manchmal? Ich bin immer süß“ „Naja...“ „Nur zur Erinnerung. Ich konnte mich noch nicht für die Sache mit dem Pool gestern rächen. Sei lieber brav, oder deine Bestrafung wird schlimmer als sie eh schon ist!“ Er lächelte mich provokant an. „Jetzt hab ich Angst“, sagte ich und schmollte ihn an. „Dann sag mir jetzt lieber mal, dass ich immer süß bin“ „Jimin, du bist immer der süßeste Junge dieser Welt“ „Geht doch!“ Er ließ mich runter und wuschelte mir durch die Haare. Dann fiel mir ein: „Wir sollen noch Jk und Tae wecken“ Er zog sich einen Pulli an und ging dann zur Tür. Ich folgte ihm auf den Flur. Er klopfte bei den beiden und rief: „Hey! Aufstehen! Jetzt!“ Von innen hörte man Gemaule und dann Schritte. Jk öffnete die Tür. „Zieh dir was an!“, befahl Jimin ihm, als er sah, dass er Oberkörperfrei war. Dieser lachte nur: „Angst, dass deine Freundin mich heißer findet als dich?“ Jimin wurde wütend und wollte gerade etwas erwidern, aber ich sagte schnell: „Wir sollen euch eigentlich nur wecken. Macht euch fertig und pack eure Sachen“ Dann nahm ich Jimins Hand und zog ihn wieder in unser Zimmer. Nachdem ich die Tür geschlossen hatte erinnerte ich ihn: „Du wolltest dich nicht mehr so leicht provozieren lassen!“ „Dann soll er aufhören“ „Also bei Jungkook musst du dir jetzt wirklich keine Gedanken machen! Er findet‘s eben lustig dich zu nerven, aber reiß dich zusammen, dann verliert er den Spaß daran“ „Trotzdem geht er manchmal einfach zu weit!“ „Ignorier‘s einfach!“ „... Findest du ihn heißer als mich?“ „Jimin!“ „Ja sorry... Also?“ „Nein! Und jetzt hör auf dir wegen so nem überflüssigen Witz von dem dir solche Gedanken zu machen!“ „Jaja... bist du dir sicher?“ „Du willst doch einfach nur hören, dass ich dich heiß finde, stimmt’s?“ Er grinste: „Vielleicht“ „Jetzt pack schon deine Sachen und hör auf!“ Damit drehte ich mich um und zog meinen Koffer hinterm Schrank hervor. Er lachte und ging dann ins Bad, um dort alles zusammen zu räumen.

    Als er zehn Minuten später wieder raus kam und seine Klamotten zusammenlegte, fragte ich: „Was war dann gestern eigentlich noch mit den Mädels?“ „Jennie hatte nichts. Du auch nicht. Rosé war komplett weg. Jisoo haben wir ja auch dazu bekommen, sich schlafen zu legen. Und Lisa, die war anstrengend. Hat sich die ganze Nacht selbstbemitleidet und hat alles auf dieser Welt in Frage gestellt. Sie war sich eine Zeit lang sicher, dass sie nicht real ist... Keine Ahnung, was die bekommen hat...“, zählte er auf. „Die Arme...“ „Ne, mit der hab ich kein Mitleid. Die sollen froh sein, dass du nichts davon bekommen hast. Wenn die schon von uns wegrennen, sollten die auch bisschen auf dich aufpassen!” „Ich bin keine...” Er unterbrach mich: „Nur weil du neunzehn bist, heißt das nicht, dass nicht jemand nach dir schauen sollte. Und die Mädels haben gestern Abend ganz eindeutig bewiesen, dass sie keine Verantwortung übernehmen können...” „Aber...” Er unterbrach mich wieder: „Warum findest du es so schlimm, dass ich mir Sorgen um dich mache?” „Weiß ich nicht...” Er kam auf mich zu und umarmte mich: „Versprich mir bitte einfach, dass du bei mir bleibst” „Versprochen” Er wollte gerade etwas sagen, als mein Handy klingelte. Wir sahen uns verwundert an und ich ging ran.
    (D/n): „Hallo!”
    Jennie: „Ich bin’s. Ist Jimin bei dir? Wenn ja, mach laut”
    Jimin: „Was ist los?”
    Jennie: „Ich war gerade auf Insta und Twitter. Ganz schrecklich, es gibt einen neuen Hashtag!”
    Jimin: „Und der wäre?”
    Jennie: „#whoisJiminsgirlsfriend... Es gibt ein Bild, auf dem ihr euch küsst... Von gestern Nacht. Die Qualität ist schlecht, aber man erkennt Jimin...”

    Jimin schluckte und sagte nichts. Ich wusste auch nicht, was ich sagen sollte. Es war ja eigentlich klar, dass das nicht ewig gut gehen kann. Aber ich hatte schon gehofft, es wäre länger gewesen.
    Jennie: „Was macht ihr jetzt?”
    Jimin: „Ich hätte nie gedacht, dass ich sowas mal sagen werde, aber (D/n) muss bei euch im Jet mitfliegen. Sobald wir in Seoul sind, geh ich mit ihr zu Bang PD, ne andere Möglichkeit gibt’s nicht...”
    Jennie: „Ok, Jisoo und Lisa werden langsam wieder normal. Chaeyoung ist noch am pennen. Aber ich bekomm das schon hin und (D/n) hat ja keine Drogen bekommen, oder?”
    (D/n): „Nein, ich hab nichts bekommen. Ich helf dir mit den anderen”
    Jimin: „Wir kommen wie geplant um 11 Uhr und wecken Rosè, dann bleibt (D/n) einfach bei euch...”
    Jennie: „Jimin, jetzt mach dir keine Sorgen um sie! Wir fliegen in einem Privatjet nach Seoul, da kann gar nichts passieren!”
    Jimin: „Jaja... Ich hoffe Bang PD hat noch nichts mitbekommen”
    Jennie: „Hm, wäre komisch wenn nicht... Aber gut, bis später”
    (D/n): „Ciao”

    „Und schon wieder lass ich dich mit denen alleine!”, fiel Jimin auf und er schüttelte über sich selbst den Kopf. Ich lachte: „Ach komm schon, es kann wirklich nichts passieren” „Hm. Denkst du, die Jungs haben das schon mitbekommen?” „Wenn, dann wären sie doch bestimmt schon hier” „Stimmt. Ich hoffe, Bang PD hat heute einen guten Tag...” „Das wird schon...“, beruhigte ich ihn und packte fertig.

    Es war inzwischen 10:30. Wir waren fertig und warteten mit unserem Gepäck auf dem Gang vor den Zimmern und warteten auf die anderen. Hobi und Yoongi kamen zuerst raus. Der ältere sah so aus, als wäre er vor fünf Minuten aufgewacht. Aber im Flieger interessierte das ja sowieso niemanden. Hobi hingegen sah so aus, als würde er gleich zu einem Fotoshooting gehen. Yoongi hatte sehr schlechte Laune und darum versuchten wir auch gar nicht, mit ihm zu sprechen. Jin und Joon kamen dann auch bestens gelaunt aus ihrem Zimmer, was Yoongi nur noch mehr nervte. Jin begrüßte uns: „Wunderschönen guten Morgen alle zusammen!“ Daraufhin räusperte Hobi sich und zeigte auf seinen Zimmergenossen. Joon verdrehte die Augen. Dann wurde die letzte Tür aufgeschlagen und die beiden jüngsten riefen: „Los geht’s“ Wir setzten uns in Bewegung und checkten an der Rezeption aus. Dann suchten wir uns Taxis und fuhren zu dem Hotel der Mädels. Jennie öffnete die Tür und begrüßte uns mit: „Ich hab schon telefoniert. (D/n), du bist eine Freundin von mir und dein Flug fällt aus. Du musst dich also nicht verstecken“ Ich und Jimin nickten, der Rest sah uns verwirrt an. „Hä“, fragte Tae und sah sie verwirrt an. Ich erklärte dann: „Wir haben ihnen noch nichts gesagt...“ Jennie ging zur Seite damit sie rein konnten und Jin fragte: „Seid ihr schon wieder getrennt?“ „Bis jetzt noch nicht“, rief Lisa aus dem Wohnzimmer. Jimin riss die Augen auf: „Mach mir keine Angst!“ „Hä?“, fragte diesmal Hobi. Jisoo rief: „Wir sagen‘s ihnen. Ihr rennt lieber weg, bevor sie euch umbringen...“ Joon atmete tief durch: „Was-habt-ihr-gemacht?“ „Wir überhaupt nichts! Aber... Naja... eventuell wissen... ein paar ARMYs, dass ich ne Freundin hab?“, klärte Jimin sie auf. „Oh oh“, kommentierte Jk. „Wow, das könnte möglicherweise ein paar Problemchen bereiten... Was macht ihr jetzt?“, fragte Tae. Bevor Namjoon aus zusammenschreien konnte, was er gleich getan hätte, antwortete ich: „Ich flieg bei Jennie und den Anderen mit, damit mich niemand am Flughafen bei euch sieht. Sobald wir in Seoul sind, gehen Jimin und ich zu Bang PD...“ „Ihr habt tatsächlich auch mal einen einigermaßen intelligenten Plan“, lobte Joon uns. „Sorry, nicht jeder hat einen IQ von 148!“, erwiderte Jimin. „Wollen wir Rosé wecken?“, lenkte ich dann ab. Sie nickten und wir gingen ins Schlafzimmer. Jin fragte dann: „Ist das denn gut, wenn man sie aufweckt?” „Bessere Idee?”, wollte Jennie wissen. Er schüttelte den Kopf und wir versuchten sie aufzuwecken. Das klappte allerdings überhaupt nicht. „Ich hol Wasser”, kündigte Jin an und verschwand im Badezimmer. Kurze Zeit später kam er wieder mit zwei Zahnputzbechern voll mit Wasser. Er schüttete es ihr übers Gesicht. Rosè zuckte zusammen und rieb sich die Augen. „WACH AUF!”, schrie Lisa ihre Freundin an. Diese öffnete jetzt langsam ihre Augen. Bevor sie wieder einschlafen konnte, packten Jin und Joon sie und zogen sie auf die Beine. Sie konnte kaum ihr Gleichgewicht halten und sah uns im Halbschlaf an. „Haltet sie fest, sonst kippt sie noch um!”, bat ich sie. Die beiden verdrehten die Augen, stützen die Sängerin dann aber doch. Hobi staunte: „Also, wenn ihr die nach Seoul bekommt, ohne dass irgendwer was vom Club mitbekommt, bin ich einfach sprachlos!” „Das wird schon...”, versuchte ich Jennie zu beruhigen und sah Hobi warnend an.

    Wir räumten alle Koffer aus dem Zimmer und versuchten mit allem möglichen Rosè fitter aussehen zu lassen. Sie sah einfach immer noch total fertig aus und konnte kaum ihre Augen offen halten. „Okay, das bringt alles nichts. Schaut, dass ihr schnell in den Jet kommt, da kann sie weiterschlafen...”, beschloss Joon nach einiger Zeit. Jennie nickte und ging mit Rosè schon mal vor. Jisoo und Lisa waren immer noch nicht ganz sie selbst, aber man konnte vernünftig mit ihnen sprechen. Ich wollte gerade den anderen beiden nach unten folgen, da wurde ich aber noch einmal zurück gezogen. „Fahr dann einfach mit dem Taxi zum Dorm. Ich hab mein Handy bei mir, wenn was ist, rufst du sofort an!“, bat Jimin mich. Ich nickte, umarmte ihn, murmelte: „Bis später”, und ging dann mit Jisoo und Lisa runter. Die beiden hatten sich im Griff und hielten zum Glück einfach ihre Klappe. Draußen waren zwei Autos in die wir einsteigen und dann zum Flughafen gefahren wurden. Jennie hatte dem Fahrer von dem Auto, in das sie und Rosè einstiegen, gesagt, dass die Sängerin nur wenig Schlaf abbekommen hätte, was dieser ihr auch abkaufte. Ich wurde wie Lisa und Jisoo in das andere Auto gebracht. Die Bodyguards wussten Bescheid, dass ich da war, und es gab keine Probleme. Lisa laberte sehr viel Mist, Jisoo hielt weiterhin ihre Klappe. Der Fahrer sah uns hin und wieder komisch an, sagte aber nichts. Als wir geparkt hatten, stieg ich direkt aus, um nach Chaeyoung zu schauen. Sie sah aus, als würde sie gleich einpennen. Der Begriff 'totmüde' bekam für mich gerade eine ganz neue Bedeutung. Jennie zog sie raus und versuchte sie auf den Beinen zu halten. Ich half ihr. Um uns herum hatten sich schon viele Bodyguards versammelt. Mit kam das seltsam vor, für die Mädels war das aber nichts neues. So liefen wir dann über den ganzen Flughafen. Lisa und Jisoo, die nur Schrott laberten und Jennie und ich, die Rosè stützten, damit sie nicht umkippte. Natürlich sahen uns auch einige BLINKs, die aber schön auf Abstand blieben. Wir kamen relativ schnell an und stiegen ein. Ich sah mich um und fragte: „Haben eigentlich alle K-Pop Gruppen einen Privatjet?” Jennie lachte: „Gehört nicht uns, hat YG gemietet. Hin und wieder fliegen wir aber auch ganz normal im Flugzeug mit. Also, so normal wie es als Idol eben geht...” Ich nickte verstehend. Wir ließen Rosè über einem Sitzplatz los woraufhin sie nach hinten plumpste. Sie war innerhalb von Sekunden wieder eingeschlafen. „Schlaft ihr beiden doch auch noch ein bisschen”, schlug Jennie ihren anderen beiden Bandmitgliedern vor. Diese überlegten nicht lange und setzten sich auch auf einen der gemütlichen Sitze und schliefen schnell ein. Jennie lief auf einen kleinen Kühlschrank zu und holte zwei Flasche Sprite. Sie reichte mir eine und wir setzten uns nebeneinander, etwas weiter entfernt von den anderen, hin. Wir sahen einfach nach draußen und warteten. Auf einmal zeigte sie nach draußen: „Sieht so aus, als würden die Jungs kommen...”

    42
    42. Kapitel

    Ich sah in die Richtig, in die sie deutete, und sah das ganz viele Mädchen schreiend zum Ausgang rennen. Es dauerte nicht lange, dann sah man auch schon eine Gruppe kommen, die sich durch die Menschenansammlung durchquetsche. Es waren über zehn große, schwarz gekleidete Männer und in ihrer Mitte liefen sieben weiter Männer mit Caps, Sonnenbrillen und Maske. Ich sah ihnen so lange wie möglich hinterher, aber irgendwann waren sie aus unserer Sicht verschwunden. Was würde Bang PD wohl sagen? Was wenn Jimin sich von mir trennen muss. Was, wenn ich ausziehen muss und keinen Kontakt zu irgendeinem von den sieben haben darf? Als können Jennie Gedanken lesen, beruhigte sie mich: „Du weißt doch gar nicht, was er sagen wird. Vielleicht hat er ja gar kein Problem damit. Jetzt zerbreche dir darüber nicht den Kopf” Ich drehte mich zu ihr. Sie lächelte mich an und ich lächelte etwas gequält zurück. Ich sah wieder nach draußen. Es war wieder Normalität. Zwar immer noch ein riesiges Gedrängel aber keine schreienden Mädchen mehr. Da bemerkte ich, dass Jennie aufgestanden war. Ich sah mich um. Sie war hinten bei einem Rucksack und holte etwas heraus. Als sie wieder kam, hatte sie UNO-Karten dabei. „Spielen wir ein bisschen?”, fragte sie. Ich nickte und sie teilte die Karten aus. Wir spielten eine Runde, dann flogen wir los. Ich liebte dieses Gefühl beim starten. Dieses kribbeln im Bauch. Ich schaute nach draußen und sah zu, wie wir immer höher flogen. Nach wenigen Minuten drehte ich mich wieder zu meiner Freundin und wir spielten weiter. Fünfzehn Runden später wurde uns das ganze dann aber zu langweilig, warum wir beschlossen Netflix zu schauen. Wir waren uns einig und sahen darum 'Start-Up'. Wir hatten schon die Hälfte der Staffel geschafft, da wurde ich von hinten angetippt. Ich, und dadurch auch Jennie, zuckten zusammen. Als ich mich umdrehte stand dort Rosè. Jennie atmete erleichtert durch: „Ah, da hast du zum Glück ne kleine Dosis bekommen! Wie geht’s dir, Schlafmütze?” „Bin immer noch müde, aber nicht mehr so, wie gestern”, antwortete sie. Ich war etwas verwirrt, weil ich mir sicher war, in Seoul läge sie auch noch ein paar Tage flach. Aber so war es natürlich um einiges besser. „Ich schreib schnell Joon”, beschloss Jennie und nahm ihr Handy vom Tisch, „(D/n), bist du eigentlich in unserer Gruppe drinnen?” Ich sah sie verwirrt an und schüttelte langsam den Kopf. Sie nickte: „Okay, gleich bist du’s” Darauf hin blickte mein Handy auf und ich sah, dass ich in die Gruppe 'Schlimmer geht immer' hinzugefügt wurde. Dann schrie Jennie etwas rein.
    Jennie:
    So, ihr Stoffel bekommt es ja anscheinend nicht hin, (D/n) in die Gruppe hinzuzufügen, darum hab ich das mal gemacht. Und übrigens ist Chaeyoung wieder wach
    Jungkook:
    😮
    Taehyung:
    😮
    Seokjin:
    😮
    Hoseok:
    😮
    Jimin:
    😮
    Namjoon:
    😮
    Rosè:
    ...
    (D/n):
    Wo bin ich denn jetzt schon wieder gelandet?
    Taehyung:
    Bei uns😝
    Lisa:
    👏🏻👏🏻👏🏻👏🏻
    Jennie:
    Wahh, seit wann bist du wach?
    Lisa:
    Seit dem die Jungs meinten, sie müssen sechs mal die gleiche Nachricht verschicken. Aber warum eigentlich nur sechs mal? Wo ist denn unser Boss hin?
    Hoseok:
    Rate
    Jungkook:
    Ich will sagen🙋🏻‍♂️
    Jennie:
    Er pennt?
    Jungkook:
    Das wollte ich sagen😒
    Namjoon:
    🙄
    Jennie:
    Fliegt ihr schon?
    Taehyung:
    Ne, wir schwimmen👀
    Rosé:
    Achso
    Jungkook:
    Glaubt sie dir das gerade?
    Jimin:
    🤦🏻‍♂️
    Seokjin:
    🤦🏻‍♂️
    Hoseok:
    🤦🏻‍♂️
    Namjoon:
    AUFHÖREN!
    Jungkook:
    Sorry, Appa 🥺
    Jisoo:
    JETZT HALTET ALLE EURE VERDAMMTE FRESSE ANDERE WOLLEN SCHLAFEN UND DAS IST EH SUPER UNNÖTIG
    Taehyung:
    DANN SCHALTE DEIN HANDY AUF STUMM
    Yoongi:
    FRESSE!
    Jungkook:
    😥
    Jimin:
    Oh oh, Meow meow ist sauer😰
    Yoongi:
    Nein Mochi, ich bin NOCH nicht sauer, aber wenn ihr weiter so macht, bin ich das!
    Hoseok:
    Na dann 😄👍🏻
    Lisa:
    Ihr seid mit ihm im Jet, also, machen wir weiter!👌🏻
    Seokjin:
    🤯
    Jungkook:
    Ja, aber Jimin und ich sind auch hier. Also, alles gut😄
    Yoongi:
    ...🤨
    Jungkook:
    Wir sind beide stärker als du🤣
    Seokjin:
    Ach, dann ist ja wirklich alles in Ordnung
    Namjoon:
    Lasst es jetzt einfach
    Jimin:
    Warum?
    Jisoo:
    WEIL ES NERVT
    Taehyung:
    😯
    Jungkook:
    😯
    Jennie:
    Okay, jetzt reicht‘s auch wieder
    Jimin:
    Wer?
    Lisa:
    Vkook und du auch mit deinem ständigen ‚Warum‘ und ‚Wer‘!
    Jungkook:
    Ich bin Maknae, ich darf das!
    Lisa:
    Ich bin auch Maknae und nerv nicht
    (D/n):
    Wenn mans ganz genau nimmt, bin ich hier ja Maknae
    Seokjin:
    Pahahah, Kooks Gesicht müsstet ihr gerade sehen
    Jennie:
    Lisas auch 😂
    (D/n):
    😆😂
    Jungkook:
    Das ist nicht lustig. Aber, ich bin wenigstens noch Maknae von BTS😆
    Lisa:
    Und ich von BLACKPINK😆
    Taehyung:
    Und ich bin Jimins Soulmate
    Seokjin:
    Okay 👍🏻
    (D/n):
    Was macht ihr eigentlich?
    Jungkook:
    Jimin gut zureden, dass mit Bang PD alles gut laufen wird
    Jimin:
    LÜGNER!
    Namjoon:
    Tae und Kook machen ihm hier gerade voll Angst und wir drei versuchen ihn zu beruhigen und Yoongi pennt
    Seokjin:
    Und was macht ihr?
    Jisoo:
    Versuchen zu schlafen
    Jennie:
    (D/n) und ich haben Netflix geschaut, dann ist Rosé aufgewacht und dann haben wir euch geschrieben

    Lisa war wieder die alte. Das merkte man auch an der super Idee, die sie jetzt hatte. Sie nahm mein Handy und deutete, dass ich bei Jennie mit rein schauen sollte.
    Lisa:
    Heißer Typ!
    (D/n):
    Wo?
    Ich will sehen!

    Lisa klatschte sich vor lachen auf die Oberschenkel. Die Anderen fanden es dann auch lustig. „Lisa, gib mir mein Handy wieder!“, verlangte ich. Aber das interessierte sie nicht. Ich schaute bei Jennie wieder rein, was die Jungs geschrieben hatten.
    Hoseok:
    Ouh...
    Seokjin:
    Oh oh
    Lisa:
    Bei den Piloten vorne🥵
    Rosé:
    Omg!
    (D/n):
    Oha!
    Jennie:
    Hat der gerade zu dir geschaut, (D/n)?

    Ich schlug ihr auf den Oberarm, was sie aber nicht störte und sie machten weiter.
    Jimin:
    Wer?
    Rosé:
    Shhhh!
    Jungkook:
    Was?
    Hallo?
    HALLO?
    Jennie:
    Was?
    Jimin:
    WER?
    Lisa:
    Wer was?
    Jimin:
    (D/n)?
    (D/n)?
    (D/N)!
    (D/n):
    Hm?
    Jimin:
    Wer?
    (D/n):
    Was?
    Jimin:
    Was was?
    (D/n):

    Seokjin:
    Lmfao😂
    Namjoon:
    Jimin findet‘s aber nicht lustig...
    Jennie:

    Hoseok:
    Welcher Typ will Jimin wissen
    (D/n):
    Keine Ahnung wer das ist
    Lisa:
    Aber er sieht gut aus😍
    Jennie:
    Jaaaaaa
    Rosé:
    Er schaut schon wieder zu dir, (D/n)
    Jimin:
    Dann sagt ihm, er soll aufhören!
    Lisa:
    Warum?
    Jimin:
    Jetzt!
    Jennie:
    Shhhh, er kommt her!
    Yoongi:
    Ich hab’s dir gesagt Jimin...
    Jimin:
    Was?
    Halt!
    (D/n)!
    Sagt ihm, der soll gehen!
    Lisa!
    Jennie!
    Rosé!
    JISOO!

    „Leute hört auf, es reicht“, bat ich sie. „Ach komm, jetzt wird’s doch erst lustig!“, meinte Rosé und tippte in ihr Handy.
    Rosé:
    Omg
    Jennie:
    Wie attraktiv kann man eigentlich sein?
    (D/n):
    Auf jeden Fall nicht attraktiver als der...
    Taehyung:
    😳
    Hoseok:
    🤯
    Namjoon:
    Hey, Jimin ist auch hier, falls du das vergessen hast!
    (D/n):
    Na und
    Jungkook:
    😲
    Jimin:
    Wow
    Ganz dezent sauer gerade
    Yoongi:
    ‚Dezent‘. Der explodiert gleich!
    (D/n):
    Hä warum?
    Jimin:
    Keine Ahnung, vielleicht weil wir zusammen sind und du hier gerade erzählst, wie attraktiv irgendsoein Typ ist!
    Jennie:
    🙄
    Sie hat doch nichts gemacht
    Namjoon:
    Was? Nichts gemacht? Alles gut bei euch?
    Rosé:
    Sie hat nichts gemacht. Sie hat ihn ANGESEHEN und er hat zurück geschaut und ist her gekommen um Hallo zu sagen
    Hoseok:
    Und ganz nebenbei hat sie noch erwähnt, dass das wohl der attraktiveste Typ war, den sie je gesehen hat
    Lisa:
    Was heißt hier gesehen hat. Die starren sich hier die ganzen Zeit an
    Jimin:
    Wenn ihr dem jetzt nicht sofort sagt, er soll abhauen, bekommt ihr ein ganz großes Problem mit mir!
    Namjoon:
    Jetzt macht schon
    Hallo?
    Taehyung:
    Leute?
    Wo seid ihr?
    Seokjin:
    Hallo?
    Jungkook:
    Wo seid ihr?
    Hoseok:
    Jetzt sagt ihm, der soll verschwinden. Jimin hält’s nicht mehr lange aus!
    Yoongi:
    Hallo?
    Jimin:
    (D/n)?
    WO ZUR HÖLLE SEID IHR HIN?
    Namjoon:
    LISA!
    Jisoo:
    Fresse
    Jimin:
    Wo seid ihr?
    Jisoo:
    Immer noch in der Luft, irgendwo überm indischen Ozean
    Jimin:
    JISOO! Wo ist (D/n)?
    Jisoo:
    Die sitz neben Jennie und sieht nicht so begeistert aus.
    Jimin:
    Und wo sind die anderen.
    Jisoo:
    Lisa liegt am Boden und erstickt gleich vor lachen. Rosé lacht sich auch den Arsch ab und Jennie auch.
    Jimin:
    Wo ist der heiße Typ?
    Jisoo:
    Hier ist ein heißer Typ? Warum weckt mich niemand?
    Jimin:
    Warum schreiben die Anderen nicht mehr?
    Jisoo:
    Ich glaube (D/n) hat ihr Handy nicht bei sich und die Anderen können nicht, wegen lachen und so
    Jimin:
    Wie sie hat ihr Handy nicht bei sich? Sie hat bis vor fünf Minuten noch geschrieben
    Jisoo:
    Lisa hat zwei Handys... seit wann das?
    Jennie:
    JISOO! Sie hat doch schon immer zwei Handys...🙃
    Jisoo:
    Wartet... Ich muss den Chat lesen
    Achsooo, natürlich hat sie schon immer zwei Handys
    Namjoon:
    ...
    Jisoo:
    Omg, meint ihr den Typen?
    (D/n):
    Jaaaa😍🔥
    Jisoo:
    Wooooowwwwwww😳🔥
    Jimin:
    (D/n)?
    (D/n):
    Hm?
    Jimin:
    Willst du mich heiraten?

    Alle ließen ihr Handy fallen und hörten auf zu lachen. „Wie wär’s, wenn du dein Handy wieder übernimmst?“, fragte Lisa und reichte mir mein Handy. Ich schüttelte den Kopf:
    „Das könnt ihr jetzt machen! Viel Spaß!“ Sie seufzten und dachten nach.
    Jungkook:
    Was?
    Taehyung:
    Er hat (D/n) gefragt, nicht dich!
    Jungkook:
    Das hab ich mitbekommen
    Taehyung:
    Warum antwortest du dann?
    Namjoon:
    Hä Jimin, was machst du?
    (D/n):
    Lieber Jimin
    Seokjin:
    ?
    (D/n):
    Zu früh geschickt, noch einmal
    Lisa:
    Lieber Jimin.
    Leider fühle ich mich zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht bereit um zu heiraten. Fragen Sie in ein paar Jahren auf jeden Fall erneut!
    Yoongi:
    Hä? Lisa?
    Jennie:
    Du bist so dumm!👏🏻🙄
    Namjoon:
    Wer? Was?
    Lisa:
    Falsches Handy
    Jungkook:
    Wait
    🤦🏻‍♂️
    Taehyung:
    🤦🏻‍♂️
    (D/n):
    Ich geb (D/n) dann mal wieder ihr Handy, ciao😁
    Jimin:

    (D/n):
    LISA!
    Lisa:
    Hehe😈😂
    Jimin:
    Seit wann hast du ihr Handy?
    (D/n):
    Seit dem Lisa ‚heißer Typ‘ geschrieben hat.
    Ach und übrigens: Alle Männer sind hier 40+ und sonst sind nur Frauen da
    Jimin:
    Dein Glück!
    Jungkook:
    Seid ihr verlobt?😮
    Jimin:
    Das hab ich gesagt, damit der Typ, der gar nicht existiert, verschwindet und ich Aufmerksamkeit bekomm
    Taehyung:
    😑
    Jungkook:
    Also nicht?😥
    Jimin:
    Nein😂 Für wie unromantisch haltet ihr mich eigentlich? Im Idiotenchat einen Heiratsantrag machen🤣
    Jennie:
    Ah, zum Glück, wir dachten schon du meinst das ernst
    Seokjin:
    Was hätte (D/n) denn gesagt
    Lisa:
    Sie war, wie wir auch, geschockt😂
    Namjoon:
    Ich auch🤯
    Yoongi:
    Und ich erst🤯
    Jisoo:
    Ich bin schwanger
    Hoseok:
    Hättest du den in paar Tagen gebracht, hätten wir das vielleicht kurz geglaubt, aber gerade nicht😂
    Jisoo:
    Ach komm😓
    Jennie:
    Ach Sooyaaa, nicht weinen 😢
    Jisoo:
    Doch😭
    Okay, ich hab mich beruhigt
    Yoongi:
    Perfekt
    Jimin:
    Mir ist langweilig
    Jungkook:
    Mir auch
    Taehyung:
    Mir auch
    Namjoon:
    Anstatt das jetzt alle schreiben, dass ihnen langweilig ist, macht einen Vorschlag, was wir machen können.
    (D/n):
    Ich will was essen
    Rosé:
    Jisoo, holst du bitte das Essen aus dem Kühlschrank?
    Jisoo:
    Ich sitz neben dir, warum fragst du mich nicht einfach?
    Rosé:
    Damit die Jungs alles mitbekommen haha

    Jisoo stand auf, lief auf den kleinen Kühlschrank zu und holte fünf abgepackte Portionen Bibim Guksu. Wir griffen alle zu und sahen dann wieder auf unsere Handys.
    Taehyung:
    Seid ihr wieder da
    Jisoo:
    Yes
    Jungkook:
    Was machen wir jetzt?
    Yoongi:
    Schlafen
    Seokjin:
    Nein!
    Yoongi:
    Warum?
    Seokjin:
    Weil nein! Wir schlafen jetzt doch nicht!
    Yoongi:
    😑
    Jungkook:
    Jimin, das Mädchen, das hinter dir steht!🥵
    Jimin:
    😐
    (D/n):
    Jungkook😂👏🏻
    Jimin:
    Bist du dumm? Wenn die anderen das vor 10 Minuten gemacht haben, kauft dir das jetzt niemand ab
    Jungkook:
    Oh😅
    Hoseok:
    🤦🏻‍♂️
    Jungkook:
    Nochmal: WAS MACHEN WIR JETZT?
    Seokjin:
    SCHLAG DU DOCH WAS VOR!
    Jungkook:
    MAN KANN JA NICHT SO VIEL MACHEN, ABER WIE WÄRE ES MIT ‚WER BIN ICH‘
    Yoongi:
    ICH HAB NICHTS DAGEGEN
    Jennie:
    ICH AUCH NICHT, ABER WARUM SCHREIEN WIR?
    Taehyung:
    WARUM DENN NICHT?
    Lisa:
    LASSEN WIR DAS EINFACH UND SPIELEN WER BIN ICH
    Namjoon:
    Ja, so machen wir‘s
    Taehyung:
    Ich fang an
    Lisa:
    Bist du weiblich?
    Taehyung:
    Nein
    Hoseok:
    Bist du ein Mensch?
    Taehyung:
    Ja
    Namjoon:
    Bist du berühmt
    Taehyung:
    Ja
    Jennie:
    Bist du Asiate?
    Taehyung:
    Ja
    Jimin:
    Kennen wir dich persönlich?
    Taehyung:
    Ja
    (D/n):
    Bist du K-Pop Idol?
    Taehyung:
    Ja
    Jisoo:
    Bist du bei YG?
    Taehyung:
    Nein
    Jisoo:
    Bei JYP?
    Taehyung:
    Nein
    Jisoo:
    Big Hit?
    Taehyung:
    Ja
    Yoongi:
    Wow, wirklich kreativ! Bist du ein TXT Mitglied?
    Taehyung:
    Nein
    Hoseok:
    Bist du Vocalist?
    Taehyung:
    Nein
    Jimin:
    Bist du immer müde?
    Taehyung:
    Nein
    Rosé:
    Bist du Leader?
    Taehyung:
    Ja
    Rosé:
    Kim Namjoon
    Taehyung:
    Korrekt
    Namjoon:
    😑
    Rosè:
    Haha ich bin dran!

    Wir spielten noch drei Stunden, dann hatten wir aber fast keinen Akku mehr und an Powerbanks hatten wir natürlich auch nicht gedacht.
    (D/n):
    Leute, ich hab noch 10%, die heb ich mir lieber auf. Man sieht sich.
    Hoseok:
    Ja, wir haben auch fast keinen Akku mehr, bis dann.

    Wir legten unsere Handys weg und beschlossen, dass wir noch etwas schlafen sollten. Wir kämen in Seoul an, wenn es dort, auf Grund der Zeitumstellung, gerade hell wird und dann wären wir sehr müde den restlichen Tag. Darum verteilten wir uns und ich konnte dann, als alle anderen schon schliefen, auch einschlafen.

    Ich schlug meine Augen auf, als ich spürte, dass wir landeten. Die anderen vier schliefen noch. Ich trank noch den letzten Schluck aus meiner Sprite und kuschelte mich dann noch einmal in meine Decke. Es war viel kälter als vorhin. Nachdem wir gelandet waren, stand ich auf und weckte die Mädels. Sie maulten ein bisschen rum, standen dann aber auf. Sie hatte gerade ihre Masken aufgesetzt, da kamen auch schon acht Bodyguards rein. Wir nahmen unsere Handtaschen und gingen nach draußen, wo schon die ein oder anderen schreienden BLINKs standen. Ich sah auf den Boden und fühlte mich sehr fehl am Platz. Aber es wäre wesentlich schlimmer in so einer Situation mit den Jungs zu sein. Es hatten zum Glück auch kaum Fans Augen für mich. Die vier Idole winkten ihren Fans und bekamen immer mehr Schreie. Als wir dann endlich über den ganzen Flughafen gelaufen waren, stiegen wir in ein Taxi und fuhren zu dem Dorm, in dem die Mädels lebten. Sobald wir und unser Gepäck drinnen waren, verschwanden dann auch die Bodyguards wieder. Die Mädels hatten es hier sehr schön. Der Stil ihrer Einrichtung war dem der Jungs sehr ähnlich. Natürlich war der Dorm etwas kleiner, da sie ja nur zu viert waren. Wir gingen ins Wohnzimmer und setzten uns alle auf die Couch. Rosé holte mir schnell ein Ladekabel und schlug dann vor: „Ruf Jimin doch mal an und frag, ob die schon hier sind“ Ich nickte und rief ihn an.
    Jimin: „Hi, alles gut?“
    (D/n): „Ja, ich wollte nur fragen, wo ihr gerade seid. Wir sind schon bei den Mädels zu Hause“
    Jimin: „Wir müssten jeden Augenblick landen und dann sind wir in spätestens einer Stunde zu Hause. So lange kannst du ja noch im Hühnerstall bleiben“
    Lisa: „Hey, das haben wir gehört!“
    Jimin: „Ich hab ja auch nichts schlimmes gesagt“
    Rosé: „Sag nichts falsches mehr, sonst behalten wir deine Freundin noch bei uns!“
    Jimin: „Nein! In einer Dreiviertelstunde kann sie losfahren“
    (D/n): „Mach ich, bis später“
    Jimin: „Bis später“

    Ich legte auf und sah zu den Mädels. Sie sahen mich alle an und dachten nach. „Was ist?“, fragte ich dann. Lisa sagte: „Ich will Jimin richtig krass verarschen. Jemand ne Idee, wie wir das machen können?“ „Könnt ihr euch ja noch überlegen. Aber, habt ihr was zu essen hier?“, fragte ich weiter. Jisoo lachte: „Ja klar, komm mit“ Ich stand auf und folgte ihr in die Küche. Sie öffnete gerade den Kühlschrank, da sah ich die große Obstschale auf dem Esstisch stehen. Darum beschloss ich: „Ich esse bisschen Obst“ Ohne auf eine Antwort zu warten, nahm ich mir einen Apfel und eine Mandarine, dann gingen wir wieder ins Wohnzimmer. Ich setzte mich hin und dann fingen wir an, einfach den größten Schwachsinn dieser Welt zu diskutieren. Die Zeit verging sehr schnell. Um 10:03 Uhr stand ich dann auf, suchte meine Sachen zusammen und verabschiedete mich von den Vieren. Lisa rief mir noch hinterher: „Wenn die dich nerven, komm einfach vorbei“ Ich lachte und ging nach draußen. Ich musste ein paar Straßen entlanglaufen, fand dann aber ein Taxi, in das ich direkt einstieg. Nach einer zehn Minuten Fahrt stieg ich in der Nähe des Dorms aus. Ich hielt es nicht für klug, mich bis vor die Haustür fahren zu lassen, warum ich die letzten hundert Meter lief. Es war hier so viel kälter als in New York. Darum war ich auch froh, als ich endlich angekommen war und klingelte. Nur wenige Sekunden später wurde die Tür von innen aufgerissen und Jimin umarmte mich.

    43
    43. Kapitel

    Ich erschrak kurz, umarmte ihn dann aber auch. Dann zog er mich und meinen Koffer ins warme. Die Jungs hatten scheinbar alle Heizungen aufgedreht. Ich rief ein knappes „Hi“ ins Wohnzimmer, wo die anderen saßen, wurde dann aber von Jimin nach oben in sein Zimmer gezogen. Als er die Tür geschlossen hatte, fragte er: „Würdest du mit mir zusammen bleiben, wenn Bang PD es verbieten würde?“ Ich sah ihn verwirrt an und stammelte: „Also... Ehm... Darüber hab ich mir noch gar nicht so viele Gedanken gemacht...“ „Okay, dann sag einfach, dass du es tun würdest“ „Warum?“ „Weil ich dann weiß, dass egal was er jetzt sagt, du weiterhin mir gehörst“ „Du bist sehr besitzergreifend“ „Tut mir leid, aber du weißt was ich meine...“ „Du musst doch auch auf deine Karriere schauen...“ „Das krieg ich schon hin“ „Namjoon würde mich dann aber umbringen“ „Was Namjoon davon halten würde, ist mir relativ egal. Und umbringen wird er dich nicht, sonst wird er gekündigt“ „Also willst du, egal was Bang PD sagt, einfach so weitermachen wie bisher und ihn ignorieren?“ „Ja... Bitte sag ja“ Ich dachte nach. Ich wusste einfach nicht, was für Jimin besser wäre. Darum schlug ich vor: „Wie wär‘s, wenn wir einfach hingehen und schauen, was er sagt“ „Aber ich will nicht, dass du gehst, selbst wenn er’s will!“ „Wir schauen einfach was er sagt und beschließen das dann später, Okay?“ „Na gut...“ Wir gingen nach unten und zogen uns unsere Jacken und Schuhe an. Als wir beide „Tschüss“, schrieen, meinte Hoseok: „Wow, ihr wart ja lange hier“ Darauf sagten wir nichts und gingen nach draußen. Wir setzten uns ins Auto und dann fuhr Jimin los, zu Big Hit. Ich wurde plötzlich nervös. Mir wurde gerade erst klar, dass es sein könnte, dass ich später meine Sachen packen müsste und zu meinem Dad zurück musste. Das war nicht das Problem. Ich wäre gerne bei meinem Dad. Aber ich wäre eben einfach lieber bei Jimin. Selbst nach so kurzer Zeit, konnte ich mir mein Leben ohne ihn gar nicht mehr vorstellen. Er ist einfach immer da. Er und die anderen sind einfach gekommen, als ich sie wirklich gebraucht habe. Was, wenn das ab morgen einfach anders wäre und ich keine Zeit mehr mit ihm verbringen dürfte? Was wenn dann einfach alles vorbei ist? Würde ich dann wieder nach Deutschland fliegen? Würde ich einfach versuchen, Jimin zu vergessen? Würde er das tun? Nein, ich konnte ihn nicht vergessen. Ich war zweimal in meinem Leben verliebt und beide Male in Jimin. Diesen Jungen kann ich nie wieder vergessen. Dürfte ich dann wohl noch zu den anderen Jungs Kontakt haben? Sie waren auch, obwohl ich sie manchmal hasste, verdammt gute Freunde geworden. Würde ich den Kontakt zu Lisa, Chaeyoung, Jennie und Jisoo verlieren? Das wäre genau so schlimm. Ich kenne sie seit höchstens vier Tagen, aber sie sind einfach meine allerbesten Freundinnen geworden. Ich fand sie von unserer ersten Begegnung an sehr sympathisch. Jeder von den elf war einfach etwas ganz besonderes. Ihre Charaktere sind zwar komplett verschieden, aber jeder ist auf seine eigene Art und Weise eine Person, die ich nicht mehr verlieren will. „(D/n)?“, riss Jimin mich aus meinen Gedanken. Er hatte schon geparkt und sah mich unsicher an. Ich schnallte mich ab und stieg dann aus. Jimin ging zur Eingangstür und wartete auf mich. Als ich auch dort war, nahm er meine Hand und wir gingen rein. Wir standen in einem langen, weißen Gang. An den Wänden hangen Bilder von TXT und BTS. Überall waren Türen. Ich würde mich hier höchstwahrscheinlich verirren, aber Jimin lief zielstrebig in ein Treppenhaus und führte mich nach oben. Vor einer Tür blieb er dann stehen. Auf der Tür stand ‚Bang PD‘. Er atmete tief durch und sah mich an. Ich nickte worauf hin er an der Tür klopfte. Von innen hörte man ein „Ja?“. Er öffnete die Tür und riet mir noch: „Ich rede. Du sagst besser nur was, wenn er dich was fragt“ Und dann standen wir auch schon drinnen. Drinnen saß an einem Schreibtisch ein Mann, den ich auf Mitte vierzig geschätzt hätte. Er hatte nicht einmal aufgesehen, sondern war sehr vertieft über sämtlichen Formularen. Jimin räusperte sich: „Ehm, gerade unpassend?“ Der Mann sah auf und riss die Augen auf, als er mich sah. Ich sah zur Seite. „Setzt euch erstmal“, schlug er vor und legte seinen Stift beiseite. Als wir das getan hatten, fragte er: „Jimin, wer ist das?“ „M-meine Freundin...“, antwortete ihm dieser und sah auf den Boden. „Und ich dachte, die Bilder wären von einem Photoshop-Profi... Bist du ARMY?“ „Nein, EXO-L. Ich wusste bis vor kurzem nicht mal, dass BTS existiert“, erklärte ich. Er musste leicht lachen, als ich das sagte. Diese Reaktion war ich mittlerweile fast schon gewohnt. „So so, EXO-L. Und du warst das Mädchen, aus der Schule, dass wegen Todesfall in der Familie, bei den Jungs eingezogen ist?“, fragte er weiter. Ich nickte nur. Er musste wieder lachen und sah zu Jimin: „Also wolltest du, dass sie einzieht, weil sie dir von Anfang an gefallen hat?“ Dieser schüttelte schnell den Kopf: „Nein. Den Vorschlag, dass sie zu uns zieht, hat Jk gemacht, da wir sie ja schon aus der Schule kennen“ „Wie war dein Name gleich wieder?“, fragte er mich. „Lee (D/n)“, antwortete ich knapp, da ich Angst hatte, etwas falsches zu sagen. Er nickte und dachte nach: „Jetzt müssen wir uns noch überlegen, was wir den ARMYs erzählen“ Jimin sah verwundert auf: „Warte, also kann ich mit ihr zusammen bleiben?“ Bang PD sah ihn mindestens genau so verwirrt an: „Ja? Achso, hast du eigentlich einen Job?“ „Hä, ich arbeite hier, natürlich hab ich einen Job oder bin ich doch gekündigt? Nein, bitte nicht!“, antwortete Jimin und sah ihn panisch an. Der Mann musste wieder los lachen: „Ich meine nicht dich! Das du bei mir unter Vertrag bist, weiß ich tatsächlich noch und kündigen werde ich dich auch nicht, sonst gehen über 100 Millionen Fans auf mich los“ „Also, ich hab bis vor kurzem studiert, aber abgebrochen“, antwortete ich dann. Er sah kurz etwas auf seinen Unterlagen nach, zeigte auf mich und beschloss: „Wir sprechen uns noch einmal“ Ich nickte. „Ehm, was ist jetzt mit den ARMYs?“, fragte Jimin dann. „Ignorieren ist zu auffällig. Ich werde sagen, dass das Fake war. Ihr lasst euch einfach nicht mehr erwischen. Für immer kann man das mit Sicherheit nicht geheim halten, aber wir halten so lange wie irgendwie möglich unsere Klappe“ Wir nickten und standen auf. Wir wollten uns gerade verabschieden, da fragte er noch: „Wer weiß das eigentlich alles?“ Jimin zählte auf: „Natürlich die anderen Mitglieder, TXT, BLACKPINK, meine Eltern und ihr Dad“ Bang PD notierte sich das scheinbar und verabschiedete uns dann. Sobald wir um Auto saßen, strahlte Jimin mich an und meinte: „Davor hatte ich ernsthaft die ganze Zeit Angst? Das war ja mal voll Okay! Ich bin einfach beim besten Entertainment dieser Welt“ Ich lachte und stimmte ihm zu. Dann fragte ich: „Können wir noch kurz zu meinem Dad? Hab seit er bei uns war nichts mehr von ihm gehört, außer der Anruf, bei dem er dich zusammengeschissen hat“ Jimin fiel das Telefonat wieder ein, warum er kurz die Augen zusammen kniff. Dann nickte er aber: „Klar können wir das“ Er fuhr zur Wohnung meines Vaters und hielt auf dem großen Parkplatz. Dann stiegen wir aus und klingelten. Da er nicht mit Besuch rechnete, fragte er mit Hilfe der Sprechanlage: „Hallo, wer ist da?“ „Hallo, ich bin’s nur“, antwortete ich. Er machte sofort auf und wir gingen nach oben. Ich sah ihn schon in der geöffneten Wohnungstür stehen. Er runzelte verwundert die Stirn, als er Jimin hinter mir sah. Bevor er etwas dazu sagen konnte, umarmte ich ihn und wünschte ihm: „Gesundes Neues Jahr!“ „Dir auch, aber warum ist Jimin denn hier?“, fragte er immer noch total verwirrt. Ich tat so, als wäre nichts gewesen und stellte eine Gegenfrage: „Warum denn nicht?“ Er zuckte die Schultern und ich ging an ihm vorbei nach innen. Ich hörte, wie er Jimin zuflüsterte: „Sorry, dann hab ich das falsch verstanden! Vergiss einfach, was ich gesagt habe!“ Ich musste grinsen, wollte aber gar nicht wissen, was er ihm gesagt hatte. Jimin und mein Vater kamen dann auch rein. Ich ging in die Küche und machte Kaffee. Als ich dann auch ins Wohnzimmer kam unterhielten sich die beiden über New York, besser gesagt die Mädels. „Und woher kennt ihr die?“, fragte mein Vater Jimin. Dieser antwortete: „Sie sind auch K-Pop Idole“ Sie nahmen mir beide eine Tasse an und dann sah mein Dad zu mir: „Also sind in Zukunft alle deine Freunde Idole?“ Ich lachte: „Das ist wirklich Zufall! Und ich bin ja auch nicht mit ihnen befreundet, weil sie berühmt sind!“ Er nickte verstehend und unterhielt sich weiter mit meinem Freund. Ich lehnte mich nach hinten und sah ihnen lächelnd zu. Ich war wirklich froh, dass die zwei sich verstanden. Es wäre für mich wirklich schlimm, wenn nicht. Ich hatte das Gefühl, sie hatten schon fast vergessen, dass ich da war.

    Nach einiger Zeit, in der ich einfach über eigentlich alles nachgedacht hatte, sah ich, dass die beiden aufstanden. Jimin streckte mir seine Hand hin, welche ich dann auch nahm und verdutzt aufstand. Er führte mich zur Tür, wo wir uns wieder anzogen. Er verabschiedete sich von meinem Dad mit einem Handschlag und ich rief nur: „Ciao, bis bald” Er winkte mir und schloss dann die Tür. „Hatte ich mal erwähnt, dass du einen echt coolen Vater hast?”, fragte Jimin mich während wir runtergingen. Ich schüttelte lachend den Kopf.

    „Okay, jetzt musst du mal eben anfangen zu weinen”, meinte Jimin, als er vorm Dorm hielt. Ich runzelte die Stirn, darum erklärte er: „Wir gehen rein und sagen, du musst gehen” Ich musste wieder lachen und nickte. „Nicht lachen, weinen!“, wiederholte er. Ich riss mich zusammen, aber konnte gerade einfach nicht losweinen. Er seufzte: „So wird das nichts. Tief durchatmen und an den Tag denken, an dem wir nicht zusammen waren“ Ich schlug ihn leicht auf den Oberarm: „Welcher Freund will eigentlich seine Freundin zum weinen bringen?“ Er schlug vor: „Deal: Du machst jetzt mit. Wenn nicht, dann küss ich dich eine Woche lang nicht“ „Pff, hältst du sowieso nicht durch“ „Natürlich halt ich das durch! Also mach lieber mit!“ Ich seufzte und probierte dann los zu weinen. Und tatsächlich schaffte ich es, dass wenigstens meine Augen feucht wurden. „Na gut, das lassen wir so mal durchgehen. Aber streng dich weiterhin an!“, bat Jimin mich und wir stiegen aus. Er schloss die Tür auf und alle sechs kamen sofort zur Tür gerannt. Da ich fast loslachend musste, rannte ich an ihnen vorbei nach oben. Sie sahen mir verwirrt hinterher und fragten dann Jimin alle gleichzeitig: „Was ist passiert?“ Dieser versuchte möglichst ernst zu sagen: „Sie muss gehen“ Ich schlug meine Zimmertür oben so laut zu, dass die Jungs es hörten, schlich dann aber leise wieder in Treppenhaus, um ihnen zuhören zu können. Aber da gab es gar nichts zu hören. Niemand sagte mehr was. Nach einiger Zeit, hörte ich dann Jimin wieder: „Ich geh mal in mein Zimmer“ Dann ging er die Treppe hoch und zuckte zusammen, als er mich auf der obersten Stufe sitzen saß. Ich stand leise auf und wir gingen in sein Zimmer. Ich legte mich ins Bett und stellte fest: „Das gerade eben war ja ein interessanter Dialog“ Er lachte und legte sich neben mich: „Ich glaube, damit hätten sie nicht gerechnet... Naja, jetzt lassen wir sie einfach noch ein paar Stunden mit dem Gedanken, dass du bis heute Abend verschwindest, leben und sagen ihnen dann vielleicht wenn sie Glück haben, dass du doch bleibst“ Ich drehte mich auf die Seite und umarmte Jimin. Er sah mir lächelnd in die Augen und ich sah einfach zurück. Irgendwann merkte ich, dass ich langsam verschwommen sah und eine Träne meine Wange runterlief. Als Jimin das auffiel, verschwand sein Lächeln und er versuchte mich zu beruhigen: „Hey, warum weinst du? Es ist alles gut!“ Ich musste lachen: „Das sind Freudentränen du Depp, weil ich zur Zeit einfach glücklich bin!“ Er musste grinsen und küsste mich. „Jimin, also wenn du red-”, Hoseok verstummte, als er uns sah. Wir ließen uns sofort los und setzten uns auf. „Jimin!“, fragte Yoongi fassungslos. Dieser verdrehte nur die Augen: „Zum tausendsten Mal: BITTE KLOPFT DOCH EINFACH AN!“ Jin verteidigte sich und seine fünf Kumpels: „Sorry, aber wir dachten sie ist drüben“ „Was machst du, wenn Bang PD das rausbekommt?“, fragte Namjoon und sah ihn wütend an. „Bekommt er ja nicht, wenn ihr einfach eure Fresse haltet!“, stellte Jimin fest und stand auf. Jk lachte: „Du bist doch ein Vollidiot! Der kickt dich!“ „Komm jetzt mit, (D/n). Jimin weiß nicht, was er macht...“, sagte Tae und sah Jimin kopfschüttelnd an. Da ich keine Anstalten machte, mich zu erheben und rauszugehen, zog Namjoon mich hoch und die fünf anderen folgten ihm. Als wir in meinem Zimmer waren, schlossen sie die Tür und sahen mich wütend an. „Das Jimin so einen Scheiß macht, kann ich mir ja fast denken, aber warum machst du da denn mit?“, fragte Joon mich. Ich überlegte, ob ich einfach sagen sollte, dass wir sie verarscht hatten, ließ es dann aber doch. Stattdessen wendete ich meine ‚Schauspielkünste‘ an: „Ich kann ihn halt nicht einfach innerhalb von fünf Minuten vergessen!“ „Aber du kannst dich wenigstens zusammenreißen und einfach von ihm wegbleiben!“, bat Hoseok mich. Dann klopfte jemand an der Zimmertür. Wir drehten uns alle hin und sahen Jimin, der reinkam. Er lief an den Jungs vorbei, hob mich hoch, ging wieder zur Tür und schloss sie hinter sich wieder. „Nicht dein Ernst“, sagte ich. Er lachte: „Doch, was fällt denen denn ein, einfach meine Freundin mitzunehmen“ Er setzte mich auf sein Bett und wuschelte mir durch die Haare. Dann wurde die Tür wieder aufgeschlagen und unsere sechs total fassungslosen Mitbewohner kamen rein gestürmt. „Jimin! Lass den Scheiß! Das ist sonst das Ende von deiner Kariere!“, warnte Hobi ihn. Jimin wollte zu mir kommen, aber Jungkook hielt ihn fest. „Lass mich zu meiner Freundin!“, beschwerte dieser sich daraufhin. Aber Jk schüttelte den Kopf: „Bitte hör auf und akzeptier‘s einfach!“ „Leute, wir-”, wollte ich gerade erklären, dass wir sie nur verarscht haben, aber Jin unterbrach mich: „Es bringt nichts“ Jimin nervte es inzwischen auch, warum er schrie: „DAS WAR EIN SCHERZ, BANG PD HAT NICHT DAS GERINGSTE PROBLEM MIT IHR UND SIE DARF BLEIBEN, ALSO BERUHIGT EUCH!“

    44
    44. Kapitel

    Sie sahen uns genervt an. „Ach komm, nicht euer Ernst?“, fragte Tae uns. Ich nickte, woraufhin Jk Jimin dann auch losließ. Dieser setzte sich dann neben mich und musste lachen, als er die gelangweilten Gesichter der Anderen sah. „Jetzt kommt runter, wir müssen dann noch einkaufen fahren“, erinnerte uns Jin und wir gingen nach unten. „Ich hab Hunger“, erwähnte ich auf der Treppe. Yoongi drehte sich zu mir um: „Wie du hast Hunger? Wir haben alle seit gestern Abend in New York nichts gegessen und haben keinen Hunger. Du hast im Jet sogar noch was gegessen“ „Die Frage ist eher, warum ihr keinen Hunger habt. Auf Diet oder was?“, fragte ich. Jungkook lachte amüsiert: „Sowas wie ne Diet haben wir gar nicht nötig! Wir tanzen nämlich jeden Tag mehrere Stunden und gehen ins Gym“ „Anspielung darauf, dass ich fett bin?“, fragte ich empört. „Nein, bist du nicht! Du hast ne Andeutung gemacht, wir sollen ne Diet machen!“, verteidigte der Maknae sich wieder. „Das war keine Andeutung, dass ihr ne Diet machen sollt! Das war nur Verwunderung, warum ihr einfach keinen Hunger habt!”, widersprach ich ihm. „Klappe, sonst macht ihr beide ne Diet!”, drohte Joon uns. Wir setzten uns an den großen Esstisch und diktierten Jin, was wir alles kaufen wollten.

    „Okay, ich glaube, das war’s. Oder braucht noch jemand was?”, fragte Hobi in die Runde. Alle schüttelten langsam den Kopf, aber ich meldete mich: „Ich bräuchte noch sieben mal .......... neongelbe Haarfarbe” „Vergiss es! Los geht’s, zieht euch an”, befahl Joon. Na toll, da konnte ich ihnen doch nicht die Haare färben. Naja, irgendwann wird’s schon klappen. Wir standen auf und zogen uns unsere Jacken und Schuhe an. Dann beschloss ich aber: „Ich bleib hier“ Jimin sah mich verwirrt an und fragte: „Warum?“ „Weil Bang PD gesagt hat, dass wir uns nicht mehr zusammen erwischen lassen sollen. Und ich will nicht wissen, viele Fans euch sehn werden...“, erinnerte ich ihn. Die Jungs nickte und Joon stimmte mir zu: „Ja, da hast du recht. Bis dann“ Sie drehten sich um und gingen nach draußen. Ich ging wieder nach oben und legte mich in mein Bett. Der eigentliche Grund, warum ich nicht mit wollte, war, dass es mir nicht gut ging. Ich hatte starke Bauchschmerzen. Ich versuchte zu schlafen, in der Hoffnung, später wäre es wieder vorbei.

    Ich wurde von der Türklingel geweckt. Es war inzwischen Abend und ich hörte die Jungs unten reden. Ich setzte mich auf und sah auf mein Handy. 17:49 Uhr. Mein Schlafrhythmus ist jetzt bestimmt auch komplett zerstört. Aber was soll’s. Ich ging ins Treppenhaus und hörte Tae rufen: „Yoongi’s und Jk’s Eltern“ Alle hörten auf zu reden und dann rannten sie umher. Ich ging nach unten und fragte: „Was ist denn los?“ „Unsere Eltern! Hilf uns schnell aufzuräumen!“, bat Jungkook mich. Ich half ihnen schnell das Wohnzimmer und Esszimmer aufzuräumen und nach fünf Minuten öffnete Taehyung dann die Türe und rief: „Ach kommt mal her, Überraschungsbesuch!“ Die Jungs gingen alle zur Tür und begrüßten die vier Besucher. Doch kaum waren sie damit fertig, klingelte es erneut. Jimin‘s Eltern kamen mit zwei anderen Pärchen rein. Das mussten Joon‘s und Jin‘s Eltern sein. Tae kam zu mir und flüsterte: „Na super, da haben die sich mal wieder selbst eingeladen...“ Ich lachte, wusste aber nicht so recht, was ich machen sollte, da ich keinen von ihnen, außer Jimin‘s Eltern, jemals gesehen hatte. Na gut, vielleicht hatte ich sie vor Jahren mal auf Klassentreffen oder so gesehen, aber richtig kennen tu ich sie nicht. Mi-jeong kam dann auf mich zu und umarmte mich. Das führte dazu, dass sich alle Eltern zu mir drehten und mich verwirrt ansahen. Joon schlug dann vor: „Ich wette Tae‘s und Hobi‘s Eltern kommen auch noch. Wenn sie da sind, erklären wir das“ Genau in diesem Moment klingelte es und die vier letzten kamen rein. Wir gingen ins Wohnzimmer und setzten uns auf dem Boden und der Couch verteilt hin. Hobi meinte dann: „Okay, Joon, du sprichst“ Doch dieser fragte verwirrt: „Warum ich?“ Jk erinnerte ihn: „Du bist der Leader“ „Sie ist aber nicht meine Freundin“, widersprach dieser daraufhin und sah zu Jimin. Jimin verdrehte die Augen, sagte dann aber: „Also, das ist Lee (D/n). Sie war früher bei uns in der Parallelklasse, zwischenzeitlich auch in unserer Klasse, und lebt seit ungefähr einem Monat bei uns. Und seit Weihnachten bin ich mit ihr zusammen. Noch Fragen?” Alle grinsten mich komisch an und schüttelten den Kopf. Und mal wieder wollte ich einfach wo anders sein. Ich sah auf den Boden und tat so, als würde ich gar nicht merken, dass alle zu Jimin und mir sahen. Dann klingelte es. Yoongi meinte: „Wer auch immer es ist. Derjenige soll sich verpissen, wir sind voll!“ Daraufhin sah seine Mutter ihn böse an. Jk stand auf und rief: „Oh, es ist Bang PD. Darf ich ihn reinlassen oder soll er sich verpissen, Yoongi?“ Der Rapper wurde rot und antwortete dann etwas kleinlaut: „Ne ne, lass ihn rein...“ Jk öffnete die Tür und kam mit Bang PD ihm Schlepptau zurück. Yoongi begrüßte ihn: „Ah, so eine schöne Überraschung! Erst unsere Eltern und jetzt auch noch unser Manager! Könnte ein Abend besser verlaufen?“ Auf diese ironische Bemerkung hin, gab Joon ihm eine Nackenschelle. „Kim Namjoon, so hab ich dich aber nicht erzogen!“, schimpfte seine Mutter ihn daraufhin. Ich musste wirklich fast laut loslachen, konnte es mir dann aber doch verkneifen. Bang PD sah die Jungs irritiert an, kam dann aber zur Sache: „Jimin, wo hast du deine Freundin gelassen?“ „Die schläft oben, wieso?“, antwortete dieser. Ich räusperte mich: „Ehm, ich sitz neben dir“ Jimin zuckte zusammen und fragte: „Seit wann das denn?“ Taehyung lachte: „Sie hat uns doch vorhin schon bei aufräumen geholfen, du Depp!“ „Und das arme Mädchen lebt hier. Wie hältst du das denn aus mit den sieben Vollidioten?“, fragte Tae‘s Mutter. Jin schnipset: „Genau das hat Jisoo sie auch gefragt!“ „Aber eigentlich sind wir gar nicht so schlimm“, meinte Hobi. Bang PD lachte los: „Ne, ihr seid nicht so schlimm, ihr seid ne Katastrophe!“ Joon lenkte dann ab und fragte: „Warum bist du eigentlich hier?“ Er fragte mich: „(D/n), was hältst du von den Jungs von TXT?“ Ich musste husten und meinte: „Ich find sie total super. Die Deppen haben mir zu zwölft die Haare pink gefärbt, als sie hier waren“ „Naja, so dramatisch war‘s gar nicht. Es war kein Pink, sondern rosa. Und es war Kai‘s Idee. Und sie haben sich so gut verstanden, dass die fünf am Samstag schon wieder kommen“, widersprach Jin mir. „Es werden keine Haare mehr gefärbt! Aber (D/n), was würdest du davon halten, für einen von ihnen entscheiden zu dürfen, wie sie wann und wo aussehen?”, fragte Bang PD mich. Jk fiel die Kinnlade runter: „(D/n) als Stylistin von einem der TXT Mitglieder?” „Korrekt! Besser gesagt von Hueningkai”, bestätigte der Andere. Ich riss die Augen auf. Stylistin bei Big Hit. Dass man das so einfach werden kann, hätte ich nicht gedacht. Ich hatte mich aber auch noch nie mit diesem Job beschäftigt. „Falls ich da was zu sagen habe: Ich finde die Idee scheiße!”, bemerkte Jimin. Ich sah ihn verwundert an. Er schlug vor: „Sprechen wir oben mal kurz ohne das uns einundzwanzig Personen zuhören?“ Ich nickte und wir gingen nach oben. Sobald er die Tür geschlossen hatte, fragte ich: „Warum bist du dagegen?“ „Ganz einfach: Wenn du Kai‘s Stylistin bist, musst du TXT überall hin hinterher rennen! Und nicht nur in Seoul! Ganz Südkorea, Japan, Amerika und so weiter! Du hast keine festen Arbeitszeiten und musst immer da sein, wenn Kai dich gerade braucht. Was ist mit mir? Und ganz neben bei: Du bekommst nicht mal ein ordentliches Gehalt!“ „Du bist auch oft weg!“ „Du kannst immer mit!“ „Nein, wenn ich hier in Seoul einen festen Job hab, kann ich nicht dauernd überall mit!“ „Aber dann sehe ich doch gar nicht mehr“ „TXT siehst du doch auch oft und ich wohne ja weiterhin hier“ „Aber ich will das nicht!“ „Warum?“ „WEIL ICH EIFERSÜCHTIG BIN, WENN DU DAUERND BEI KAI RUMHÄNGST!“ „Das muss aber mal aufhören! Du hast außerdem auch Frauen als Stylistinen und ich mach nicht so ein Drama!” „Ja, aber ich hab nicht privat Kontakt zu denen!” „Na und? Wer kann mir das beweisen?” „Jetzt hör auf!” „Aber genau das ist es! Du traust mir einfach nicht!” „Das stimmt nicht! Ich trau dir, aber ich trau den ganzen Typen nicht!” „Ach halt doch die Klappe! Kai ist dein Kumpel!” „Aber du bist doch viel zu intelligent für so einen Job! Du wirst da voll verarscht! Musst immer erreichbar sein und verdient nichts! Du kannst nicht mal eben für ne Stunde dein Handy ausschalten! Was ist denn dann mit mir, Hmm? Ich brauch dich auch!” „Ich brauch eh wieder einen Job! Und zwar möglichst schnell!” „Okay, dann verbiete ich dir eben, Stylistin zu werden. Punkt!” „Geht’s noch? Das lass ich mir nicht vorschreiben! Auch nicht von dir!” „Doch! Ich will nicht, dass du mit Kai alleine bist, ohne mich!“ „Jimin, du hast doch so einen Knall! VERGISS ES!“ „Vergiss du es! Es gibt so unendlich viele Jobs! Ich lass dich jeden machen, aber nicht Stylistin von einem Mann!” „Aha, von na Frau dürfte ich also?” „Ja“ „Schau, es geht dir nicht mal darum, dass ich viel weg wäre! Du bist einfach eifersüchtig!” „Ja, geb ich zu! Aber wenn du’s sowieso schon weißt, dann provozier mich doch nicht ständig! Und außerdem würde ich dich sehr vermissen, das kannst du mir glauben! Und es geht mir auch darum, dass du einfach was besseres verdienst. Nen Job, mit festen Arbeitszeiten und fairer Bezahlung” „Und wo soll ich den so schnell auftreiben?“ „So eilig, dass du das nächste Angebot nehmen musst, haben wir‘s nicht! Falls du‘s vergessen hast, ich verdiene auch Geld! Da kannst du dir auch Zeit lassen und was anständiges suchen!“ „Ich finde aber den Gedanken, mich von nem Mann abhängig zu machen, nicht so cool!“ „So gesehen bist du das aber schon!“ „Ich könnte jeder Zeit zu meinem Dad ziehen, also bin ich’s nicht!“ „Dein Dad ist aber auch ein Mann und du wärst dann von ihm abhängig!“ „Ist das ein Vorwurf?“ „Nein, dass ist nur die Erklärung, warum dein Argument schwachsinnig ist!“ „Ist es nicht! Es ist was anderes, wenn man mit neunzehn Jahren von seinem Vater abhängig ist oder von seinem Freund, mit dem man seit nichtmal zwei Wochen zusammen ist!“ „Also nimmst du unsere Beziehung nicht mal richtig ernst?“ „Das hab ich nie gesagt!“ „Meinst du das?“ „NEIN!“ „Und warum hörst du dann nicht auf mich?“ „Warum sollte ich?“ „Weil ich Erfahrung mit den Jobs bei Big Hit hab“ „Aha. Und jetzt?“ „Könntest du einfach mal auf meinen Rat hören“ „Das war kein Rat! Du bist einfach eifersüchtig!“ „Das war natürlich ein Rat! Du wirst unterbezahlt ohne Ende und ich will nicht, dass die sowas mit dir machen!“ „Wenn er gesagt hätte, ich soll deine Stylistin werden, wäre dir das doch auch scheiß egal gewesen und du hättest ja gesagt!“ „Hat er aber nicht, darum brauchen wir gar nicht darüber diskutieren!“ „Also hab ich recht!” „Das ist gerade aber uninteressant! Fakt ist, dass du wegen mir jeden Job dieser Welt machen kannst, außer Stylistin“ „Ich habe in einem Restaurant gearbeitet und habe wegen dir gekündigt!” „Was heißt denn hier, wegen mir gekündigt? Der Typ hat dich belästigt und du hast dich dabei unwohl gefühlt! Was ich gesagt hab, hat ihn nicht interessiert. Was willst du denn machen, außer kündigen?” „Ja ja, dummes Beispiel!” „Ich will wirklich keine Probleme mit Kai bekommen, weil er ein guter Kumpel ist! Aber selbst wenn er nichts machen würde, würde ich ihn hassen! Also mach das nicht!” „Okay, dann werde ich Unterwäschen- und Dessous Model” „Du verarschst mich gerade, hoffe ich“ „Nein, mein ich ernst!” „Ehm, nein!” „Und warum das jetzt schon wieder nicht?” „Weil ich nicht will, dass im Internet Bilder von dir, halb nackt, sind!” „Dann hast du aber schon wieder gelogen! Du hast gesagt: Ich kann jeden Job dieser Welt machen, außer Stylistin! Und das war natürlich ein Witz” „Dann will ich diese Aussage verändern: Du kannst jeden Job dieser Welt machen, außer die, die etwas mit Freizügigkeit oder Typen zu tun haben!” „Und wo bleibt hier die Gerechtigkeit?” „Was?” „Fast alle deine Fans sind weiblich. Und da wäre noch etwas. Stichwort ‘No More Dream Musikvideo' und so’n Zeug” „Das kann man nicht vergleichen! Ich war wie alt? Sechzehn? Siebzehn? Und dass der Großteil der ARMYs weiblich sind, hab ich mir nicht ausgesucht!” „Und ich hab mir nicht ausgesucht, dass Kai ne Stylistin braucht!“ „(D/N), DIESES THEMA IST DURCH! Du sagst Bang PD, dass du kein Interesse an dem Job hast! Das ist keine Bitte, das ist bereits beschlossen! Und ich sag’s dir auch nicht noch einmal!” „Du bist kindisch!” „Was hat das mit kindisch zu tun, wenn ich nicht will, dass du ständig mit Kai alleine bist?” „Das du mir nicht traust!” „Mach ich wohl! Du weißt ja gar nicht, wie das ist! Einer von den sechs Jungs braucht nur normal neben dir zu sitzen und ich würde ihm am liebsten schon eine reinhauen!” „Aber warum?” „Weil du einfach verdammt gut aussiehst und die anderen das auch gecheckt haben!” „Das ist jetzt nicht dein Ernst! Du hast nicht allen Ernstes Angst, dass ich dich mit einem von denen betrügen würde!” „Ich hab Angst, dass du wegen einem von denen mit mir Schluss machst” „Okay, dann hör auf, dir solche Gedanken zu machen!” „Ich versuch’s, aber nur, wenn du nicht Kai’s Stylistin wirst und wenn du mich küsst und sagst, dass du mich liebst” „Sonst noch Wünsche?” „Wenn du so fragst, ne Nackenmassage wäre nett” „Die Nackenmassage kannst du vergessen, aber ich liebe dich!” Ich ging auf die Zehenspitzen und küsste meinen Freund. Er flüsterte: „Ich dich auch”, und grinste mich zufrieden an. Warum muss ich mich immer überreden lassen und kann nicht einfach machen, was ich will? Warum verzeih ich ihm immer alles, was er macht, so schnell? Es ist grässlich, er weiß genau, was er machen muss um zu bekommen was er will. Er hatte mich einfach unter Kontrolle.
    Wir gingen nach unten. Alle sahen Jimin böse an. Seine Mutter fragte dann: „Und, mit was hast du sie erpresst?” Er hob unschuldig die Hände und erklärte: „Ich hab sie nicht erpresst, ich hab nur die richtigen Knöpfe gedrückt” „Aber war da nicht noch was, mit Freundin anschreien?”, erinnerte Joon ihn. „Ja das... das hab ich vergessen...“, gab Jimin zu und sah auf den Boden. „Aber das du auf den achtzehnjährigen Kai eifersüchtig wärst, haben wir bitte falsch verstanden”, wollte Hobi wissen. „Ja, habt ihr”, log ich und setzte mich neben Joon auf den Boden. Der flüsterte mir zu: „Warum lässt du das mit dir machen?” „Weil ich nicht mit ihm streiten will“, murmelte ich zurück und nahm mir ein Glas Wasser vom Couchtisch. „Soll ich mit ihm reden?”, fragte er mich. Ich schüttelte den Kopf: „Ach was, der beruhigt sich schon wieder” Bang PD unterhielt sich gerade mit Jungkook über irgendein 'JJK1' Projekt. Jin schlug vor: „Ich geh was kochen” Da alle sieben Mütter sofort aufstanden, sah er seine Kumpels mit einem flehenden Blick an. Tae verdrehte die Augen, folgte ihnen dann aber in die Küche. Weil jetzt wieder Platz auf der Couch war, stand Yoongi sofort auf und legte sich hin. Alle unterhielten sich gerade irgendwie wild durcheinander, verstummten aber als Jk’s Handy klingelte. „Oh, das ist Kai”, sagte er. Als die Väter das hörten, unterhielten sie sich weiter. „Auf den hab ich gerade gar keinen Bock”, meinte Jimin, aber Kook hob schon ab.
    Jungkook: „Bevor du irgendwas sagst, dich hören alle sieben Väter, (D/n), Hobi, Yoongi, Namjoon, ein von dir genervter Jimin und Bang PD”
    Kai: „Was ist denn bei euch los?”
    Jungkook: „Weil wir so liebenswürdige Personen sind, will uns einfach immer jeder besuchen”
    Kai: „Und was hab ich Jimin getan”
    Jimin: „Noch nichts. Was wollt ihr?”
    Beomgyu: „Wir wollten fragen, welche Videospiele wir übermorgen mitbringen sollen”
    Jungkook: „Wir haben die ganze Nacht Zeit, also alle”
    Soobin: „Mega! Aber die vier Hühner kommen nicht wirklich, oder?”
    (D/n): „Doch!”
    Taehyun: „Okay, wir bringen K.-o.-Tropfen mit”
    Bang PD: „Wenn ihr mit vier Hühner Blackpink meint, bekommen die keine K.-o.-Tropfen, da bekomm ich ein großes Problem mit YG. Und überhaupt bekommt niemand irgendwas und Haare werden auch nicht mehr gefärbt”
    Beomgyu: „Seit wann ist denn Bang PD bei euch?”
    Yeonjun: „Schon die ganze Zeit, hat Jk Hyung doch gesagt!”
    Beomgyu: „Oh, Hallo”
    Kai: „Aber wir können doch gar nichts machen, wenn die da sind”
    Bang PD: „Doch, aber du hältst besser Abstand von (D/n)”
    Kai: „Wie soll ich das machen, wenn wir ihr die Haare lila färben?”
    Seokjin: „Hat gerade jemand was von lila Haaren gesagt?”
    Hoseok: „Ja, Kai”
    Taehyung: „TXT ist hier? Warm sagt mir das keiner?”
    Namjoon: „Am Telefon!”
    Jimin: „Wolltet ihr sonst noch was?”
    Yeonjun: „Warum bist du so gereizt?”
    Jungkook: „Wegen-“
    (D/n): „Nicht wichtig”
    Jimin: „Also?”
    Kai: „Nö, das war’s glaub ich”
    Bang PD: „Ihr kommt morgen übrigens alle dreizehn um 9 Uhr”
    Taehyun: „Dreizehn?”
    Jimin: „Er meint zwölf”
    Bang PD: „Ich meine dreizehn”
    Jimin: „Kai, ich glaub, du hast morgen frei”
    Hoseok: „Aha wir haben uns doch nicht verhört!”
    Bang PD: „Du hast recht Jimin. Ihr zwölf kommt morgen um 9 Uhr. Du bekommst frei”
    Jimin: „Ehrlich gesagt will ich gar nicht frei haben”
    Soobin: „Jetzt sagt bloß, ihr habt ein neues Mitglied!”
    Jungkook: „Wir haben ein neues Mitglied?”
    Namjoon: „Nein!”
    Bang PD: „Aber ich hab fast deine neue Stylistin gefunden”
    Kai: „Cool, wer?”
    Bang PD: „Also, da gibt es noch ein paar kleine Problemchen, aber wenn wir die noch gelöst bekommen, dann (D/n)”
    Taehyun: „Und die paar kleinen Problemchen wären?”
    Hoseok: „Es gibt ein großes Problem und das heißt Mochi”
    Namjoon: „Nein, das Problem ist klein”
    Yoongi: „Aber das Problem, das wir dem kleine Problem verdanken können, ist groß”
    Jimin: „Nicht so vorlaut, du bist nur ein paar Millimeter größer als ich!”
    Yoongi: „Trotzdem bin ich größer”
    Kai: „Jimin, was gibt’s für ein Problem?”
    Jimin: „Wo soll ich anfangen... Erstmal finde ich es eine Unverschämtheit, was Stylisten, die wirklich eigentlich immer arbeiten müssen, verdienen. Und wenn wir unterwegs sind und ihr wo anders und sie ständig bei euch ist, wann sehe ich sie dann noch? Und...ja, das wär’s”
    Bang PD: „Ein großer Teil der Südkoreanischen Bevölkern sind Stylisten und es haben sich bis jetzt so gut wie alle mit dem Gehalt und den Arbeitszeiten zufrieden gegeben”
    Jimin: „Okay, ich will aber nicht, dass meine Freundin für dumm verkauft wird. Schön, wenn der Großteil der Bevölkerung da mitspielt”
    Bang PD: „Unter welchen Umständen wärst du denn einverstanden?”
    Jimin: „Feste Arbeitszeiten, nur hier in Seoul oder BTS und TXT haben ihre Auftritte in den gleichen Städten, faires Gehalt und ganz vorsichtshalber bekommt sie noch Bodyguards”
    Taehyung: „Stylisten haben Bodyguards? Warum meine nicht?”
    Bang PD: „Nein Tae, haben sie nicht”
    Soobin: „Andere Frage: Warum braucht sie Bodyguards? Wenn wirklich was passieren sollte, ist Kai doch da”
    Yoongi: „Und Kai soll sich dann selbst verprügeln oder was?”
    Kai: „Jimin, das ist nicht dein Ernst!”
    Jimin: „Was?”
    Beomgyu: „Was was?”
    Jungkook: „Was was was?”
    (D/n): „Schluss!”
    Taehyun: „Was?”
    Namjoon: „Nichts was! Was ist das Problem?”
    Jungkook: „Ich glaube das Problem ist, dass Jimin Hyung niemandem traut, wenn’s um seine Freundin geht”
    Yoongi: „Ach wirklich, Jk? Das hast du aber gut bemerkt”
    Hoseok: „Wie wär’s wenn ihr einfach her kommt, dann können Jimin und Kai das klären”
    Yoongi: „Stop! Nein! Mein Haus ist voll!”
    Seokjin: „UNSER Haus! Und die bleiben ja auch nicht lange”
    Namjoon: „Habt ihr Zeit?”
    Soobin: „Ich weiß nicht, ob das klappt. Wir müssen noch ein paar Level schaffen...”
    Namjoon: „Bis in zwanzig Minuten!”

    Jungkook legte auf. Jin klopfte meinem Freund auf die Schulter und bat ihn: „Aber schlag ihn nicht, er hat nichts getan!” „Vielleicht sollte ja noch jemand dabei sein? Nur vorsichtshalber...”, meinte Taehyung. Ich meldete mich: „Ich könnte-“ „Alle außer dir”, unterbrach Joon mich. Jk schlug vor: „Ich, weil ich bin der einzige, der stärker ist als Jimin” „Hey, das soll aber gar keine Massenschlägerei werden!”, erinnerte Hobi ihn. „Was genau soll ich eigentlich mit Kai besprechen?”, wollte Jimin wissen. „Du sollst mit ihm reden und lernen, dass du ein paar Menschen auf diesem Planeten tatsächlich noch trauen kannst”, erklärte Yoongi. Und da klingelte es wieder an der Tür. „Das ging aber schnell”, stellte Jk fest und lief zur Tür. Als er sie öffnete, schrie er laut: „HILFE!”

    Hellooooooooo, also hier ist das neue Kapitel. Wenn ich morgen verpenn, sag ich meinem Lehrer, ihr seid Schuld xD. Ist gerade nämlich zwei Uhr nachts und ich absolute Ehrenfrau habe noch ein Kapitel geschrieben (Na gut, bin ja eigentlich selber Schuld wenn ich den ganzen Tag nur auf YouTube rumhäng aber egal). Naja, sorry, falls paar Fehler drinnen sind aber ich bin sau müde🙈 genieße jetzt meine vier Stunden Schlaf und man liest sich morgen/später💜😂

    45
    45. Kapitel

    Tae rannte auch zur Tür und schrie: „DAS GIBT’S DOCH GAR NICHT!” Ich ging auch zur Tür und sah: Lisa, Chaeyoung, Jennie und Jisoo. „Ah, gut das ihr hier seid, kommt rein”, begrüßte ich sie. Als sie das Wohnzimmer betraten brüllte Yoongi: „STOP! Wer kommt jetzt noch alles? (D/n), hast du denen geschrieben?” Jisoo schüttelte den Kopf: „Nein, wir wollten nur schauen, ob sie ich lebt. Aber was ist denn bei euch eigentlich los?” „TXT kommt auch jeden Moment”, sagte Hobi. Die Vier rissen die Augen auf und begrüßten alle Anwesenden. „Wenn TXT da ist, sind in diesem Haus 32 Personen!”, fiel Joon auf. Jennie nickte: „Hättet ihr Eintritt verlangt, wärt ihr reich” Lisa rümpfte die Nase: „Was stinkt hier eigentlich so verbrannt?” „Mist!”, schrie Jin und rannte in die Küche. Wir folgten ihm alle und sahen die sieben Frauen, die sich amüsiert unterhielten, und das Essen, das nebenbei verbrannte. „Bitte geht ins Wohnzimmer, Lisa und Rosé kochen jetzt”, forderte Tae sie auf. Sie gingen raus, unterhielten sich aber weiter. „Warte, warum wir?”, fragte Rosè verwirrt. „Wenn ihr hier seid, dann macht auch was!”, meinte Tae und drehte sich um. Lisa ließ sich das nicht gefallen und erwiderte: „Nicht meine Küche, die hier gleich in die Luft geht” „Warum müssen alle hier eigentlich immer wegen jeder Kleinigkeit diskutieren?”, fragte Joon genervt. Jisoo versuchte dann vernünftig zu sein und beschloss: „Okay, wir fünf kümmern uns ums Essen und ihr geht mal rüber und unterhaltet eure Eltern und euren Chef” Die Jungs nickten und gingen ins Wohnzimmer. Ich spülte die Pfannen mit dem verbrannten Essen ab und die Mädels fingen an etwas neues zu kochen. Nach ungefähr dreißig Minuten waren wir fertig. Ich holte Teller und Besteck und ging mit Rosé ins Wohnzimmer, um zu fragen, wer Hunger hatte. Bang PD war inzwischen gegangen. Yoongi schlief auf der Couch. Bei Jin, Hobi, Joon und Tae standen inzwischen auch Yeonjun, Taehyun und Beomgyu. Ich hatte gar nicht gemerkt, dass sie gekommen waren. Als Rosè die drei bemerkte, begrüßte sie sie: „Wunderschönen Abend, lange nicht mehr gesehen, aber nicht vermisst!“ Yeonjun ignorierte sie und fragte mich: „Hey, seit wann is‘n dein Freund so deprimiert?“ „Als ich ihn das letzte mal gesehen hab, war er gereizt aber nicht deprimiert. Wo ist der eigentlich?“, fragte ich. „Unseren unschuldigen Maknae beschimpfen“, erklärte
    Beomgyu, „Aber keine Angst, Soobin und Jk beschützen ihn“ Rosé musste lachen: „Wäre nicht schlecht, wenn Jimin sie zusammenschlägt, dann wären‘s drei Deppen weniger“ Die Jungs sahen sie böse an, was sie aber nicht störte. „Wollt ihr was essen?“, fragte ich. Sie nickten gierig. Ich drehte mich um und rief: „Okay, dann geht in die Küche und holt euch was“ Dann ging ich zu den vierzehn Elternteilen, die sich gerade ganz motiviert über Urlaub unterhielten. Ich räusperte mich und bot an: „Wir haben gekocht, wollen Sie etwas?“ Anstatt mir zu antworten standen sie lächelnd auf und gingen in die Küche. Ich war fast froh, dass ich jetzt nicht tausendmal hin und her laufen musste, sondern sie sich ihr Essen selbst holten. Jennie, Jisoo und Lisa kamen jetzt auch wieder aus der Küche. Ich fragte: „Wollen wir in mein Zimmer und dann später, wenn weniger los ist, was essen?“ Sie fanden die Idee gut und wir gingen nach oben. Als wir das Zimmer betraten, sagten alle: „Wow“ Sie sahen sich mit offenem Mund um. Ich lachte und sagte: „Habt ihr euch mal bei euch zu Hause um geschaut?” Sie bewegten sich immer noch nicht, warum ich sie alle etwas an schubste und mich dann aufs Bett setzte. Sie taten es mir gleich, brauchten einen Moment, um wieder aus ihrer Starre zu erwachen und dann fragte Rosè: „Was hat Kai Jimin eigentlich getan?“ Die anderen sahen uns fragend an. Ich räusperte und erklärte dann: „Nichts. Aber Bang PD wollte, dass ich eine seiner Stilistinnen werde. Jimin hat da paar Gründe genannt, warum er dagegen ist, aber eigentlich ist der richtige Grund, dass er eifersüchtig wäre. Ich mach’s jetzt jedenfalls nicht, weil ich nicht mit ihm streiten will. Aber Kai hat das mitbekommen und findet es glaub ich nicht so cool, dass Jimin ihm nicht traut. Und dann hat Hobi vorgeschlagen, die sollen kommen und das klären. Und ja... das machen sie gerade wahrscheinlich“ „Und du hast dir von Jimin vorschreiben lassen, dass du nicht Stylistin wirst?“, fragte Jennie ungläubig. Ich stellte klar: „Hätte ich mit Sicherheit nicht gemacht, wenn das seit ich fünf bin mein Traum gewesen wäre. Ich dachte, dass wäre nicht schlecht, aber wenn Jimin damit so gar nicht klar damit kommt, kann ich auch damit leben. Außerdem will ich studieren und brauche darum einen Teilzeitjob und was ich da so rausgehört hab, ist Stylistin ja nicht so ne Sache, die man so nebenbei macht“ „Was studierst du?“, wollte Lisa wissen. „Ich habe bis vor kurzem Innenarchitektur in Deutschland studiert. Aber inzwischen gar nichts mehr. Ich war im dritten Semester, also noch drei, dann hätte ich Bachelor-Abschluss. Und dann noch ungefähr vier, dann Master. Das Ding ist, dass ich jetzt einen Studienplatz hier, in Seoul, finden muss. Ich will erstens nicht mehr weg und zweitens lässt Jimin mich nicht jahrelang ins Ausland und erst recht nicht wieder ans andere Ende der Welt“ Sie nickten und Jisoo meinte: „Wir lassen dich auch nicht zurück ans andere Ende der Welt, auch nicht ins Nachbarland! Da wäre ich dann tatsächlich mal Jimins Meinung“ „Seitdem er mit dir zusammen ist, ist er sowieso... anders. Aber keineswegs im negativen Sinne! Sondern... ich weiß nicht wie ich’s beschreiben soll“, bemerkte Lisa. Die Anderen stimmen ihr zu. Ich zuckte mit den Schultern: „Ich hab keine Veränderung gemerkt, aber ich hab ihn auch mindestens fünf, wenn nicht mehr, Jahre nicht gesehen. Und seit dem hat er sich verändert, aber wäre ja auch komisch wenn nicht“ Sie lachten und Rosè meinte: „Hätte er sich seit dem nicht verändert, würde ich mir auch ernsthafte Sorgen um ihn machen. Ich lachte auch und nahm dann mein Handy raus. Ich öffnete YouTube und bat sie: „Sagt mal einen coolen Song von euch“ „Wir haben nur coole Songs“, stellte Jennie fest. „Das dachte ich mir schon fast, aber sagt mal einen, zum Beispiel euren Neusten oder so“, versuchte ich es noch einmal. Lisa schlug dann vor: „Lovesick Girls? Das ist das neuste Musikvideo“ Ich nickte und tippte das in die Suchzeile ein. „Ehm, was hast du vor?“, fragte Jisoo. „Mir einen Song von euch anhören“, klärte ich sie auf und klickte auf das oberste Video.
    Ich fand den Song echt cool, aber dieses Musikvideo, das war einfach zu krass. Ihre Outfits, ihr Make-Up, ihre Haare, die Locations, die Choreografie, einfach alles war perfekt. Aber gut, was hab ich erwartet. K-Pop und dann auch noch YG - Entertainment. Da passt natürlich einfach alles zusammen. Und was singen beziehungsweise rappen angeht, muss einfach sogar jeder Hater dieser Welt zugeben, dass sie’s einfach voll drauf haben. Was mir aber negativ auffiel, waren ihre Körper. Das hatte ich so noch gar nicht gemerkt, da sie meistens etwas weiter Klamotten trugen, aber sie waren verdammt dünn. Ich wusste natürlich nicht, ob sie das selber so wollten, aber eigentlich konnte ich es mir nicht vorstellen. Da steckten bestimmt strenge Dieten, brutale Workouts und hartes Tanztraining dahinter, was höchstwahrscheinlich etwas mit YG zu tun hatten. Klar-K-Pop Idole eben. Das hatte ich irgendwie total aus meinem Kopf verdrängt, aber das ganze hatte auch, vor allem für die Künstler, viele schlechte Seiten... Kurz überlegte ich, ob das das war, was die Männer heutzutage wollten. Ich überlegte, ob ich nicht zu ‚dick‘ war. Und vor allem überlegte ich, ob Jimin wirklich mit mir zusammen wäre, wenn die vier einen Freund haben dürften. Ich könnte mir gut vorstellen, dass er dann mit einer von diesen vier Schönheiten, die von außen einfach von oben bis unten perfekt waren, zusammen wäre. Wenn er die Wahl zwischen einer der Vier oder mit hätte, würde ich verstehen, dass er sich gegen mich entscheiden würde. Weil gegen soviel Talent, Schönheit und dann auch noch so ein starken Charakter, dagegen bin ich einfach nichts. Ich dachte weiter nach, wurde dann aber von einer Hand, die vor meinen Augen schnipste, aus meiner Starre erweckt. Ich gab mir einen kleinen Ruck und kehrte dann auch gedanklich wieder zurück, ins hier und jetzt. „Alles Okay?“, fragte Jisoo mich. Ich hielt es für keine Idee, mit den Vieren darüber zu sprechen, warum ich log: „Ja ja, alles bestens“ „Wie wär’s, wenn wir runter gehen und was essen?“, schlug Jennie vor. Wir nickten und gingen nach unten. Die Mädels nahmen sich alle was zu Essen, aber ich überlegte, ob ich wirklich etwas essen sollte. Ich atmete tief durch, ignorierte meinen großen Hunger und setzte mich dann zu ihnen an den Esstisch. Sie sahen mich verwundert an, warum ich erklärte: „Ich hab gerade keinen Hunger, ich ess dann später was“ Vielleicht war heute einfach ein guter Tag, mal anzufangen. Anzufangen mit weniger Essen und mehr Sport. Irgendwann musste ich es sowieso tun, und da ich in letzter Zeit viel gegessen hatte, hielt ich das für den richtigen Zeitpunkt. Es war hart ihnen mit Hunger beim Essen zuzusehen, aber ich hielt es aus. Nachdem sie endlich ihre Teller abgetragen hatten, gingen wir ins Wohnzimmer. Wir waren verwundert, als wir dort weder ein BTS noch ein TXT Mitglied fanden. Die Eltern hatten sich aufgeteilt und unterhielten sich nun in Dreier-Gruppen. Aber von den Jungs war keine Spur. Wir gingen in die Küche und ich meinte: „Ich ruf Jimin einfach mal an. Wären die hier, im Dorm, dann würden wir sie hören, glaubt mir“ Die anderen nickten und ich rief meinen Freund an.
    Jimin: „Hey, alles gut?“
    (D/n): „Ja schon, aber wo seid ihr?“
    Jimin: „Wir besprechen uns gerade... über etwas. Wir kommen gleich“
    (D/n): „Aber wo seid ihr denn?“
    Jimin: „... Ich bin gleich wieder da, okay?“
    (D/n): „Was ist denn los?“
    Jimin: „Nichts Wichtiges“
    (D/n): „Du bist aber... komisch“
    Jimin: „(D/n), bitte! Ich bin gleich wieder da!“
    (D/n): „Sagst du mir dann, was los ist?“
    Jimin: „...bis dann“
    (D/n): „Jimin, ich-”

    Er hatte schon aufgelegt. Ich sah die Mädels verwirrt an, aber sie sahen nur mindestens genau so verwirrt zurück. „Was war das?“, fragte Jennie. Ich zuckte mit den Schultern und setzte mich auf den Boden. Jisoo hatte dann die Idee: „Ich ruf mal Joon an“ Bevor wir irgendetwas dazu sagen konnten, hatte sie das schon getan.
    Namjoon: „Was ist denn?“
    Jisoo: „Bist du bei Jimin?“
    Namjoon: „Ja“
    Jisoo: „Und wo seid ihr?“
    Namjoon: „Bei den Anderen“
    Jisoo: „Nein, ernsthaft, wo seid ihr? Und warum bist du auch so komisch?“
    Namjoon: „Das ist gerade wirklich unpassend. Bitte lasst uns jetzt mal!“
    Jisoo: „Sagt ihr uns dann, was los war“
    Yoongi: „Nein! Jetzt leg auf, Joon“
    Jisoo: „Hey Hey Hey, nicht einfach aufle-„

    Wir sahen uns noch verwunderter als vorhin an. „Was stellen die schon wieder an?“, fragte Rosè verzweifelt. Wir zuckten mit den Schultern. „Weit können sie nicht weg sein, wollen wir schauen, ob wir sie finden? Zwölf so gestörte Typen kann man doch gar nicht übersehen“, schlug Jennie vor. Wir hatten nichts gegen die Idee und gingen wieder ins Wohnzimmer, um den vierzehn Erwachsenen zu sagen, dass wir alle kurz weg wären. Sie beschlossen dann, langsam Heim zu gehen und warnten uns vor, dass sie nicht mehr da wären, wenn wir wieder kämen. Wir nickten, verabschiedeten uns und zogen uns warme Sachen an. Nachdem wir die Türe zugezogen hatten, überlegten wir, wo wir hingehen sollten. Wir entschieden uns einfach gerade aus zu laufen, auf der beleuchteten Straße. Hier war nicht viel los. Es war sehr glatt und wir wären des Öfteren fast auf die Nase gefallen. Nach zehn Minuten bleiben wir an einer Kreuzung stehen und Jennie überlegte: „Und was, wenn sie schon wieder zurück sind?“ „Gehen wir wieder zum Dorm“, beschloss Rosè. Wir wollten uns gerade wieder umdrehen, da hörten wir aus einer Gasse jemanden brüllen: „NEIN!“ Dieses eine Wort genügte, ich hatte die Stimme sofort erkannt. Ich blieb wie versteinert stehen und flüsterte nur: „Siwon“ Die Mädels sahen mich mit gerunzelter Stirn an. Ich hatte ihnen nie von ihm erzählt und fasste nur kurz zusammen: „Hab ihn in der Arbeit kennengelernt, als Jimin und ich noch nicht zusammen waren. Ich wusste aber nicht, dass der von Anfang an etwas mehr, als nur Freundschaft im Sinn hat. Jimin und er sind... nicht so gut aufeinander zu sprechen. Jimin will ihn umbringen und er ihm das Leben zur Hölle machen“ „Das... ist... nicht von... Vorteil“, stellte Lisa fest. Dann liefen sie los, in die Richtung, aus der wir Siwon gehört hatten. Ich folgte ihnen und in einer Seitenstraße sahen wir sie stehen. Unsere zwölf Kumpels und ihnen gegenüber Siwon. Aber er war auch nicht alleine. Hinter ihm standen zwei Männer, die doppelt so groß wie ich zu sein schienen. Wir schauten vorsichtig um die Hausecke, konnten aber nichts verstehen. Wir beobachteten sie eine Zeit lang beim diskutieren. Ich hatte keine Ahnung, was das zu bedeuten hatte, aber es gefiel mir nicht. Die Anderen waren inzwischen nicht mehr so aufmerksam, aber ich war es. Langsam kam Siwon auf meinen Freund zu und blieb wenige Zentimeter vor ihm stehen. Jimin öffnete den Mund und wollte etwas sagen, aber da schlug der Andere ihn schon in auf Nase, so das er nach hinten umkippte und tritt ihn in den Bauch. Ich schrie: „JIM-”, dann wurde mir von hinten der Mund zugehalten und ich wurde um die Ecke gezogen. Alle vier deuteten mir leise zu sein und hielten mich fest. Ich merkte, wie mir Tränen die Wangen runterliefen, aber wusste, dass ich nichts machen konnte und Jimin mit seinen elf Kumpels bereits die beste Unterstützung an seiner Seite hatte. Nach einer Minute flüsterte Lisa: „Warum... ist es so still?“ „(D/N)?“, hörte ich Siwon rufen. Wir schlossen alle die Augen und hofften einfach nur, nicht bemerkt zu werden. „(D/N), ICH WEISS, DASS DU DA BIST! KOMM RAUS, ODER ICH TU JIMIN WEH!“ Die Mädels drückten mich gegen die Hauswand und schüttelten den Kopf. Ich atmete tief durch und versuchte ruhig zu bleiben. Das funktionierte auch einigermaßen, bis ich Jimin schmerzvoll schreien hörte. „Warum zur Hölle machen die elf anderen Deppen denn nichts“, fragte Jisoo uns verzweifelt. „Wenn die nichts machen, machen wir eben was“, beschloss ich und riss mich aus ihrem Griff los. „Nein nein nein nein nein!“, flüsterte Jisoo noch, aber ich hörte nicht auf sie. Stattdessen ging ich auf die Straße, wo mich alle auch sofort ansahen. Und jetzt verstand ich auch, warum niemand der elf etwas gemacht hatte. Die zwei großen Männer, die vorhin noch hinter Siwon standen hatten Pistolen auf sie gerichtet. Siwan stand hinter meinem Freund, der im Gesicht blutend am Boden lag. „WAS MACHST DU DENN HIER?“, brüllte Hobi verzweifelt. „Und wo sind die vier anderen?“, fragte Tae. Ich dachte bis jetzt, sie wären hinter mir, aber scheinbar waren sie das nicht. Und dann wurde mir klar, dass die vier, im Gegensatz zu mir, vielleicht noch sowas, wie einen Plan hatten...

    46
    46. Kapitel

    Ich brauchte einige Sekunden, begriff es dann aber so halbwegs und log darum: „Zu Hause. Ich hab mich raus geschlichen“ Soobin schüttelte den Kopf und meinte: „Ich hätte nie gedacht, dass ich das jemals sagen werde, aber da hatten sie mal ne gute Idee. Hättest du ruhig drauf hören können...“ Ich ignorierte ihn und sah zu Jimin. Er sah mich mit Tränen in den Augen an und wollte mir irgendwas sagen. Ich gab mir Mühe, es zu verstehen, schaffte es aber nicht. Als Siwon das bemerkte, trat er ihm in den Rücken. Jimin verzog sein Gesicht schmerzvoll und ich schrie: „SAG MAL GEHT‘S NOCH? HÖR AUF!“ Er lachte nur gehässig und meinte: „Ich hab euch gewarnt. Ich bekomm, was ich will und da ist es mir auch egal, wer mit wem zusammen und befreundet ist. Und jetzt komm her, (D/n)!“ Ich sah nur zwölf Jungs, die ganz vorsichtig ihren Kopf schüttelten. Das fiese war Jimin, der mit Schmerzen am Boden lag. Ich wollte, dass er so schnell wie irgendwie möglich von hier weg konnte. „Warum sollte ich?“, fragte ich. „Weil sonst einer deiner Freunde abgeknallt wird oder dein Freund einen Tritt bekommt“, antwortete er mir. Das war ein Argument und ich ging direkt auf Siwon zu und stellte mich zwischen ihn und Jimin, damit er ihn nicht mehr treten konnte. Ich wusste nicht, ob er wirklich so gestört wäre und einen der Jungs erschießen würde, aber testen wollte ich das nicht. Der 22-Jährige musste wieder lachen und lobte mich: „Gut so, du kannst doch ganz lieb sein“ Es gefiel mir nicht, wie nah ich bei ihm stand. Und noch weniger gefiel es mir, dass er mich an den Schultern packte und an sich ran zog. „FASS MICH NICHT AN!“, schrie ich so laut, dass alle Anwesenden einschließlich Siwon zusammen zuckten. Ich schubste ihn mit aller Kraft weg und verschränkte die Arme. „Nicht frech werden!“, warnte er mich. Ich reagierte nicht und blieb stehen. Ich musste mir meine Tränen so sehr unterdrücken, dass es fast weh tat, aber ich wusste, dass wenn ich jetzt los weinen würde, Siwon sich als Sieger sehen würde. Darum versuchte ich weiterhin möglichst stark und kalt zu wirken. Es geschah einige Sekunden nichts, aber dann sagte Siwon: „Und jetzt sieh gut her, Park Jimin“ Er kam wieder einen Schritt auf mich zu, hielt mich dieses Mal so fest, dass ich mich nicht losreißen konnte, und küsste mich. Ich versuchte mich irgendwie wegzudrücken schaffte es aber nicht. Jetzt konnte ich nicht mehr anders und begann zu weinen. Seit dem Club in Seoul hatte ich mich nicht mehr so unwohl gefühlt. Ich ließ das alles eine Zeit lang zu, merkte dann aber, dass ich nicht chancenlos war. Ich ballte meine Hand zu einer Faust und schlug Siwon in den Bauch. Es war nicht stark, aber er musste nach Luft schnappen und diese Gelegenheit nutze ich, ihn noch einmal, diesmal stärker, zu schlagen. Er ließ mich los und hielt sich den Bauch. Bevor ich aber irgendwas machen konnte, wurde ich von hinten an beiden Handgelenken von einem der Männer festgehalten. Er hielt mich fest, bis Siwon sich wieder aufgerichtet hatte und ihm deutete, wieder zu gehen. „Noch einmal, und du wirst es bereuen! DU SCHLÄGST MICHT NICHT, VERSTANDEN?“, befahl er mir. Ich reagierte nicht, warum er wieder auf mich zukam und mir eine Ohrfeige gab. Jimin murmelte: „Wenn du sie noch einmal berührst-” Siwon unterbrach ihn: „Du brauchst mir gar nichts zu sagen, du liegst am Boden und kannst dich nicht bewegen!“ Er wollte mich wieder küssen, aber da sprang Jimin auf und schlug ihn so lange, bis er nach hinten umkippte. Nachdem Jimin ihn noch ein paar Mal getreten hatte, blieb Siwon bewusstlos liegen. „Ah, ich wusste es! Wenn man Jimin Hyung richtig provoziert, dann kann er immer schlagen!“, freute Jk sich. Doch Jimin ließ sich wieder auf die Knie fallen. Ich ging zu ihm und kniete mich auch hin. Er nahm meine Hand und drückte sie auf seinen Bauch. Ich flüsterte immer noch weinend: „Es tut mir so Leid!“ Jin hatte nicht mitbekommen, dass Jimin starke Schmerzen hatte und rief: „Also, das wäre jetzt ja so ein richtig tolles Ende wie in so nem K-Drama, aber noch toller wär‘s, wenn ihr zwei jetzt noch eure elf allerbesten Kumpels vorm sicheren Tod retten könnt. Also, natürlich nur, wenn ich das Drehbuch mit gestalten darf“ Da rannten aus zwei verschiedenen Gassen jeweils zwei Mädchen und sprangen auf die zwei bewaffneten Männer. Diese hatten damit nicht gerechnet und ließen vor Schreck ihre Pistole fallen. Kai und Yoongi griffen sofort nach diesen und kamen dann wie die anderen neun Jungs auch zu Jimin und mir gelaufen. „Gern geschehen! War doch kein Ding, wir haben nur gerade unser Leben riskiert um euch Deppen zu retten, aber haben wir gerne gemacht!“, rief Lisa ihnen hinterher. „Warum hat das denn so lange gedauert?“, fragte Namjoon genervt. „Hallo! Etwas dankbarer bitte! Wir mussten auf den richtigen Moment warten!“, beschwerte Jennie sich. Dann sahen sie Jimin und verstummten alle. Tae ging vor ihm in die Hocke, klopfte ihm auf die Schulter und fragte: „Hey Soulmate, alles noch dran?“ Jimin nickte leicht. Namjoon sammelte sich kurz und verteilte dann zum Glück endlich Anweisungen: „Ehm okay. Blackpink bleibt hier, ruft die Polizei und kümmern sich hier um alles. Wir gehen zurück zum Dorm und rufen einen Arzt“ „Und mal wieder wünschte ich, wir könnten einfach wie normale Menschen ins Krankenhaus gehen, ohne dass es am nächsten Tag die neuen Schlagzeilen sind...“, meinte Yeonjun. Alle gaben ihm rechte. Yoongi und Kai gaben die Pistolen Rosé und Lisa, worüber die beiden sich total freuten. Jk und Kai halfen Jimin sich aufzurichten und gingen langsam mit ihm vor. Ich war froh, als Tae auf mich zukam, mich umarmte und flüsterte: „Es ist alles okay. Tut deine Backe noch weh?“ Ich schüttelte den Kopf. Es hatte nicht wehgetan, als Siwon mich geschlagen hatte. Es hatte viel mehr wehgetan, als er Jimin getreten hatte. Ich sah mich noch einmal nach hinten um. Die zwei großen Männer standen mit erhobenen Händen an einer Hauswand, vor ihnen die beiden bewaffneten Frauen. Jennie beobachtete Siwon, um sicherzustellen, dass er nicht unbemerkt aufwachte. Und Jisoo telefonierte. Tae und Beomgyu zogen mich weiter. Dieser Weg kam mir unendlich lange vor, aber 25 Minuten später, standen wir endlich vorm Dorm. Hobi wollte gerade aufsperren, wartete dann aber doch: „Oh nein, unsere Eltern sind doch hier” Alle rissen die Augen auf, aber ich beruhigte sie: „Sind gegangen, als wir euch suchen gegangen sind” Sie atmeten erleichtert durch und sperrten auf.

    Sie hatten es geschafft, Jimin nach oben, in sein Bett zu bringen. Jin versuchte gerade, ihren Arzt zu erreichen und die Anderen warteten unruhig im Wohnzimmer. Ich war bei Jimin. Er hatte meine Hand genommen und sah mich einfach an. Er hatte überall Kratzer und Nasenbluten. Irgendwann flüsterte er: „Hör auf zu weinen” „Ich bin fremdgegangen”, schluchzte ich. „Das gerade eben? (D/n), das nenn nicht mal ich fremdgehen!“ „Also bist du mir nicht böse?“ „Nein! Ich bin dir dankbar. Wärt ihr nicht gekommen, hätten wir das nicht unbedingt hinbekommen...“ „Aber du hast Schmerzen“ „Würde meine kleine Prinzessin mich jetzt anlächeln, hätte ich keine mehr“ Ich versuchte ein bisschen zu lächeln. Er fragte: „Kannst du mal schauen, was er alles angerichtet hat?“, fragte er. Ich zog vorsichtig seinen Pulli hoch und biss die Zähne zusammen: „Autsch, ganz schön blau“ „Das die blauen Flecken blau sind, konnte ich mir tatsächlich denken. Es geht mir um die Muskeln, alle noch da?“ Ich lachte und fragte: „Welche Muskeln?“ „Sei froh, dass ich mich nicht bewegen kann!“ Ich lachte und stand auf. „Hey, lass mich nicht alleine“, bat Jimin mich. „Ich geh nur kurz in Badezimmer“, sagte ich und setzte meinen Weg fort. Dort nahm ich mir ein frisches Handtusche und hielt es unters warme Wasser. Als ich in den Spiegel sah, bemerkte ich einen großen roten Handabdruck auf meiner rechten Backe. Er hatte mich also wirklich stark geschlagen, was ich gar nicht so empfand. Ich ging wieder zu Jimin und versuchte ihm das getrocknete Blut aus dem Gesicht zu wischen. „Seh ich sehr scheiße aus?“, fragte er. „Du siehst sehr... draufgängermäßig aus“, antwortete ich. Er lachte und schüttelte den Kopf.
    Da klopfte es. Jimin rief: „Herein“, und sobald die elf Jungs im Zimmer standen klatschte er. Sie sahen ihn verwirrt an. „Ihr habt doch tatsächlich gelernt, wie man klopft! Ich bin stolz auf euch“, erklärte Jimin. Sie mussten auch lachen und verbeugten sich. Dann riss Joon sich aber zusammen und sagte: „Arzt sollte innerhalb der nächsten zehn Minuten kommen“ „Ach, und da wäre noch was“, fiel Tae ein, „Wir haben Tannie in der Küche gefunden. Den haben wir jetzt auch noch an der Backe...“ Ich riss die Augen auf: „Und wo ist er jetzt?“ Sie zuckten mit den Schultern. Ich drehte mich zu Jimin und sagte: „Ich bin gleich wieder da“ „Hätten wir doch bloß nichts gesagt“, bereute Yoongi es. Jk rief mir hinterher: „Aber stieg nicht auf ihn drauf. Du bist zwar klein, aber er ist noch kleiner“ Ich ging nach unten und sah auf der Couch einen kleinen Pomeranian sitzen. Ich rannten auf ihn zu und streichelte ihn. „Awwwww, bist du süß“, sagte ich mit dieser Stimme, mit der man nur mit Babys oder eben Tieren spricht. Ich hob ihn hoch und ging wieder nach oben. Als ich Jimins Zimmer betrat und mich mit dem Hund neben Jimin aufs Bett legte meinte Beomgyu: „Jimin, deine Freundin ist verliebt“ Yeonjun stimmte ihm zu: „Sie braucht dich jetzt nicht mehr, sie hat jetzt den Hund“ Tannie leckte mir das Gesicht ab und Jimin schüttelte den Kopf: „Hey, du bist ja wirklich mein allerbester Kumpel und ich teile alles mit dir, aber nicht meine Freundin! Such dir ne eigene!“ Ich ignoriere ihn und meinte: „Taehyung, du hast den süßesten Hund den ich je gesehen hab!“ Jimin seufzte: „Und wie lange bleibt der?“ „Weiß ich nicht, schon paar Wochen“, antwortete Tae. Jimin verdrehte die Augen und die Anderen lachten. Dann klingelte es unten an der Tür. Jin ging runter und kam mit Bang PD und einem Mann, den ich nicht kannte, aber der höchstwahrscheinlich der Arzt war, wieder nach oben. „Hallo noch einmal, so schnell sieht man sich wieder. Was hast du denn gemacht, Jimin?“, begrüßte Bang PD uns. „Ich eigentlich nichts, außer ihn beleidigt, aber dann hab ich ein paar Tritte abbekommen“, erklärte Jimin. Bang PD hob Yeontan hoch, der vor ihm rumtänzelte, und streichelte ihn. Der Arzt kam auf Jimin zu und sah sich zuerst sein Gesicht an. „Schonmal ne gebrochene Nase gehabt?“, fragte er nach einigen Minuten. Jimin musste kurz nachdenken schüttelte dann aber den Kopf. „Hast’e Glück gehabt, das ist nur ne starke Prellung“ Der Manager atmete erleichtert durch. „Nur ins Gesicht geschlagen?”, fragte der Arzt weiter. Jimin schüttelte wieder den Kopf und sagte: „Auch Bauch und Rücken” „Stell dich mal hin”, bat der Andere ihn. Tae und Jk kamen sofort zu ihm und halfen ihm auf die Beine. Als er seinen Pulli hoch hob, sah ich, dass auch sein ganzer Rücken voller Blutergüsse war. Der Arzt ging ein paar mal um ihn rum und wollte dann wissen: „Wo tuts am meisten weh?“ Jimin zeigte ein Stückchen unter seine rechte Rippen. „Hmm, also mit tanzen wird’s jetzt ne Zeit lang nichts. Die Nase einfach wenn möglich nicht berühren. Die Blutergüsse sind bis auf zwei Stück nicht allzu dramatisch. Wenn man in einer Woche noch keine Besserung sieht, komm ich noch einmal. Ansonsten sollte das durch kühlen in fünf Tagen wieder gut sein“, erklärte er und deutete Jimin, dass er sich wieder hinlegen konnte. Das tat dieser auch schnell. Bang PD ließ Tannie wieder runter und verabschiedete sich: „Na dann, nichts tun ist ja wahrscheinlich nicht so schwer. Du kommst erst wieder, wenn das wieder vollständig weg ist! Und ihr elf, ihr kommt morgen ganz normal. Ich muss mir nur noch überlegen, was ich der Presse sag, warum Jimin krank ist...“ Joon und Hobi begleiteten die beiden dann noch nach unten. Ich beschloss dann: „Ich hol mal Kühlpads“, und ging nach unten. Ich stand gerade vor der Gefriertruhe und hörte die Jungs wieder die Treppe nach oben gehen, da klingelte es schon wieder.

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    47 Kapitel

    Oben wurde es sofort still. Ich ging zur Tür und machte auf. Dort standen meine vier Freundinnen und vier Polizisten. „Entschuldigen Sie die Störung, kennen Sie diese Frauen?“, fragte ein Polizist mich. Ich stammelte etwas verwirrt: „Ja, sie sind meine Freundinnen, was ist los?“ „Dürfen wir rein kommen?“, fragte ein Anderer. „Ja. Ehm, JUNGS, KOMMT MAL RUNTER!“, rief ich und trat zur Seite. Wir gingen ins Esszimmer. Dort erklärte mir dann endlich eine Polizistin, was passiert war: „Diese vier Frauen haben wir bewaffnet mit Schusswaffen in einer ruhigen Straße gefunden. Ein bewusster Mann und zwei weiter Männer waren auch dort. Die Damen sagten, dass ein gewisser Mr. Park verletzt wurde. Was können Sie mir dazu sagen? Die Vier sind sehr durcheinander und werden höchstwahrscheinlich von dem bewusstlosen Mann eine Anzeige bekommen“ Ich war verwirrt und sagte dann: „Also Park Jimin ist mein Freund. Er ist oben. Ein Arzt war gerade hier und hat sich seine Verletzungen angesehen. Er und unsere elf Kumpels haben wir mit den drei Männern gesehen. Sie... kommen nicht gut miteinander aus und Siwon, der Bewusstlose, hat Jimin geschlagen. Die anderen zwei Männer bedrohten unsere Freunde mit den Waffen. Jimin hat es letztendlich geschafft, Siwon bewusstlos zu schlagen. Die Vier haben die Männer entwaffnet. Sie waren noch dort um die Polizei zu rufen“ Die Tür wurde aufgeschlagen und alle außer Jimin und Yoongi starrten verwundert die Polizisten an. Diese ignorierten das und befragten mich weiter: „Warum kommen sie nicht miteinander aus? Was ist vorgefallen, dass mit Waffen gedroht wurde?“ „Das hat private Gründe“, antwortete ich, da ich keine Lust hatte, das jetzt alles zu erklären und ich auch nicht der Meinung war, dass das für irgendetwas entscheidend wäre. Sie sahen mich unsicher an. Dann fragte die Polizistin: „Können wir mit Mr. Park sprechen?“ Ich sah kurz zu den Jungs, die alle nickten, warum ich sagte: „Okay, kommen Sie mit“ Ich stand auf und ging die Treppe nach oben, gefolgt von den Polizisten, den zehn Jungs und vier Mädels. Ich klopfte an seiner Zimmertür und ging dann nach innen. Yoongi saß auf der Couch und sah mich, genau wie Jimin, irritiert an. Die Polizisten kamen rein und blieben mit etwas Anstand zum Bett stehen. Einer von ihnen fragte: „Mr. Park, richtig?“ Jimin nickte.
    Sie begannen zu erzählen und befragten ihn auch. Jimin gab ähnliche Antworten wie ich, erwähnte aber auch nicht, warum die beiden sich hassten. Er erklärte auch, dass er Siwon nur zu unserem Schutz bewusstlos geschlagen hatte und auch nicht angefangen hat, gewalttätig zu werden. Die Polizisten hatten sich Notizen gemacht und beschlossen dann: „Wir nehme Sie vier erstmal mit. Der junge Mann sollte auch noch befragt werden, sobald es ihm besser geht“ Sie griffen die Mädels schon ganz fies, dass sie sich nicht mehr losreißen konnten, dann stoppte ich sie aber: „Sie können sie nicht einfach mitnehmen. Das ist Blackpink. Vielleicht sollten sie da erstmal mit ihrem Manager drüber sprechen“ Sie ließen sofort wieder los und sahen sich erschrocken an. Dann stotterte einer von ihnen: „Okay, d-da wir kei-keinen Haftbe-Befehl haben, dürfen wir Sie nicht mitnehmen. Wir Ehm, kommen dann morgen zu YG - Entertainment und ehm klären das dort. Schönen Abend noch und Ihnen gute Besserung“ Sie drehten sich um und ich folgte ihnen noch, bis ich die Tür zu fallen hörte. Ich hörte Lisa sich von oben beschweren: „Also, ich hab in meinem Leben kein Wort mit dem gewechselt, aber ich hasse Siwon! Wir wären gerade fast verhaftet worden!“ Ich ging wieder nach oben und murmelte nur: „Tut mir Leid...“ Sie waren alle still und sahen mich an. Rosé fragte dann: „Was tut dir Leid?“ „Naja, das Alles. Hätte ich von Anfang an auf Jimin gehört, wäre nichts von all dem passiert“, fiel mir auf. Hobi schüttelte den Kopf: „Ach was, wir hätten doch auch jeder Zeit einfach sagen können, dass das euer Problem ist. Haben wir aber nicht. Unsere Entscheidung, unsere Verantwortung“ Die Anderen gaben ihm recht, und alle, die nicht hier wohnten, beschlossen nach Hause zu fahren. Yeonjun fragte dann noch, als sie schon unten waren: „Sollen wir Samstag dann kommen?” Wir sahen alle zu Jimin, der dann runter rief: „Ja klar, zocken geht immer” „Okay, dann gute Nacht”, wünschte Beomgyu noch, dann fiel die Tür zu. „Kommst du klar, Jimin?“, fragte Jin. „Ja und jetzt geht schlafen. Ihr habt nämlich nicht frei, wenn ich euch dran erinnern darf“, erinnerte er sie. „Gute Nacht“, sagten alle noch im Chor und gingen dann nach draußen. Ich legte Jimin das Kühlpad, dass er inzwischen auf den Nachttisch gelegt hatte, wieder auf den Bauch. Er zuckte kurz zusammen und bat mich dann: „Mach das bitte weg, das ist eiskalt“ „Soll‘s ja auch. Du musst ja möglichst schnell wieder fit sein“ „Da gibt es auch andere Wege“ „Zum Beispiel?” „Du könntest dich ganz lieb um mich kümmern” „Da ich daheim bin, hatte ich das sowieso vor. Aber du musst mir dann bitte bei meiner Bewerbung an der Uni helfen” Er nickte und fragte: „Aber nicht jetzt, oder?” „Morgen. Jetzt bekommst du erstmal, wenn du ganz lieb fragst, ne Nackenmassage” Er schob seine Unterlippe vor, schaute mich mit einem Hundeblick an und bettelte dann: „Biiiitteeeeeee” Ich lachte: „Okay” Er grinste, zog sich seinen Pulli aus und legte sich vorsichtig auf den Bauch. Als ich meine Hände auf seine Schultern legte, zuckte er zusammen. „Alles gut?”, fragte ich. „Ja, aber deine Hände sind eiskalt”, stellte er fest. Ich hatte ihm ja vorhin das Kühlpad auf seine blauen Flecken gedrückt, warum sie jetzt kalt waren. Ich stand auf und er sah mich verdutzt an. Ich erklärte: „Halt sie kurz unters warme Wasser” Ich ging ins Bad und kam wenige Sekunde später wieder zurück. Als ich ihn dann massierte, merkte ich, dass er im ganzen Nacken verspannt war. Das kam vermutlich entweder von zu viel Stress oder vom Training. In beiden Fällen war die Pause, die er in den nächsten Tagen hatte, sehr gut. Und noch dazu war ich nicht den ganzen Tag alleine. Irgendwann hörte ich Jimin wie eine Katze schnurren. Er war eingeschlafen. Ich deckte ihn zu und ging dann unter die Dusche. Als ich eine halbe Stunde später wieder ins Zimmer kam, lag er immer noch schlafend, wie ein Baby, da. Ich musste lachen und legte mich, mit etwas Anstand, da Ich Angst hatte ihm weh zu tun, hin. Ich dachte noch etwas über diesen super seltsamen, ereignisreichen Tag nach, schon bald fielen mir aber auch die Augen zu.

    Als ich am nächsten Tag aufwachte, erschrak ich kurz, da es bereits taghell war. Ich griff nach meinem Handy und sah vorsichtshalber zwei mal auf die Uhrzeit. Aber ich hatte mich nicht verguckt. Es war wirklich 13:38 Uhr. Ich überlegte, ob ich Jimin wecken sollte, entschied mich dann aber dagegen. Ich ging schnell in mein Zimmer, um mir frische Sachen anzuziehen und machte mich im Bad fertig. Als ich wieder raus kam, war Jimin gerade aufgewacht. „Guten Morgen, Jiminie” Er streckte sich und grinste mich an. Ich fragte verwundert: „Was ist?” „Ich hab den Typen gestern zusammengehauen”, erinnerte er sich. Ich schüttelte lachend den Kopf. Dann fragte er: „Kannst du mir hoch helfen?” Ich kam auf ihn zu und zog ihn auf die Beine. Das war nicht unbedingt leicht, aber es ging. Er ging langsam ins Badezimmer. Ich rief noch: „Ich mach schnell Frühstück”, und ging dann nach unten. Ich öffnete den von oben bis unten voll gestopften Kühlschrank und entschied mich dann, Bimbap zu kochen. Ich ging dann noch einmal schnell in mein Zimmer, um meine Kopfhörer und mein Handy zu holen und hörte dann einfach ‘Map Of The Soul: Persona'. Gerade ging 'Mikrokosmus' los, da wurde ich von hinten umarmt. Ich zuckte kurz zusammen, pausierte die Musik und drehte mich um. Jimin fragte lachend: „Wer dachtest du denn, wer das ist?” „Du, aber ich bin erschrocken, weil ich dich nicht kommen gehört habe. Wie geht’s dir?” „Besser”, antwortete er und sah an mir vorbei. „Du lügst”, stellte ich fest. Er sah wieder zur Seite. Ich erklärte: „Immer wenn du lügst, kannst du mir nicht in die Augen schauen, das hab ich schon gemerkt. Willst du dich wieder hinlegen?” Er schüttelte den Kopf. Ich atmete tief durch: „Jimin, du musst hier niemandem was beweisen! Wenn du Schmerzen hast, rufen wir einfach-“ Er unterbrach mich: „Es geht schon. Wirklich” „Und warum lügst du schon wieder?” „Mach ich gar nicht!”, sagte er und sah mir wieder nicht in die Augen. „Park Jimin! Ich merk sowas!” Er sah mir in die Augen und murmelte: „Ich hab Schmerzen, aber nicht so schlimm, dass wir Bang PD oder sonst wen holen müssen” Ich sah ihn unsicher an und bat ihn dann: „Du sagst aber, wenn’s schlimmer wird! Versprochen?” Er nickte langsam. „Warum so zaghaft?“, fragte ich und zog eine Augenbraue hoch. Anstatt mir zu antworten, flüsterte er: „Spring“ Aber ich schüttelte den Kopf: „Ich tu dir weh“ „Machst du nicht, aber gut“ Er beugte sich zu mir runter und wollte mich küssen, da bellte etwas neben uns am Boden. Wir sahen beide zur Seite, wo Yeontan am Boden saß. Jimin seufzte: „Tannie, du bist echt nicht cool!“ Ich lachte und ging auf den Süßen zu. Ich hob ihn hoch und fragte ihn dann: „Haben die Jungs dir denn schon Frühstück gegeben?“ „Hey, halt, die Frage ist, ob ich schon Frühstück bekommen hab und die Antwort ist nein, also lass den Hund“, regte Jimin sich auf. Ich rief: „Du bekommst gleich was, jetzt warte doch mal kurz“, und ging dann ins Wohnzimmer. Ich nahm mein Handy aus meiner Hosentasche und rief Tae an.
    Taehyung: „Was ist?“
    (D/n): „Guten Morgen. Ja mir geht’s gut, und dir so?“
    Taehyung: „Komm, sag schnell was ist“
    (D/n): „Hat Tannie schon was zu essen bekommen?“
    Taehyung: „Oh, den haben wir vergessen. Ich bin des nicht mehr gewohnt, einen Hund daheim zu haben“
    (D/n): „Der Ärmste! Aber jetzt bekommt er was“
    Taehyung: „Bis dann“
    (D/n): „Ciao“

    Ich legte auf und schrie dann nach Jimin: „Jimiiiiin, wo ist denn das Hundefutter?“ Er antwortete genervt: „Im Keller“ Ich rannte schnell runter und kam eine Minute später wieder mit einem vollen Futternapf in der Hand nach oben. Ich stellte ihn im Wohnzimmer ab und ging dann wieder in die Küche. „Ouh, auch schon wieder da?“, fragte mein Freund. Ich ging vor ihm auf die Zehnspitzen, küsste ihn und lachte dann: „Jetzt sei doch nicht auf den Hund eifersüchtig!“ Ich lud uns beiden Essen auf die Teller und trug sie dann ins Esszimmer. Jimin folgte mir und setzte sich hin. Ich aß einige Bissen, dann fiel mir ein, dass ich eigentlich abnehmen wollte. Ich hörte langsam auf zu essen und fragte: „Chim Chim?“ Er hob den Kopf und sah mich an. „Findest du mich dick?“, fragte ich weiter. Er runzelte die Stirn, schluckte runter und wollte dann wissen: „Wer hat dir das denn jetzt eingeredet?“ „Niemand“ „Und wie kommst du dann auf sowas?“ Ich sah auf den Boden und murmelte: „Einfach so“ „Jetzt lügst du aber! Wer hat dir so einen Scheiß eingeredet?“ Ich sagte nichts, warum er nachhackte: „Wieso kommst du auf solche Gedanken, (D/n)?“ „Naja, also ich hab ein Musikvideo von den Mädels angeschaut“ „Von wem?“ „Jisoo, Jennie-” „Haben sie dir gesagt, dass du dick bist!“ „Nein!“ „Und warum denkst du dann über sowas nach?“ „Hast du dir die mal angeschaut? Die wiegen halb soviel wie ich“ „Seit wir zusammen sind, schau ich keine anderen Frauen mehr an. Und so leicht sind sie dann auch wieder nicht“ „Aber trotzdem haben sie einfach eine viel schönere Figur als ich!“ „Das ist das Problem mit diesem K-Pop Zeug! Alle denken, sie müssen genau so aussehen, wie die Idole. Aber hast du eine von den Vieren mal gefragt, wie die das so finden?“ „Ne“ „Ich auch nicht. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass sie gerne ein paar Kilo mehr wiegen würden und einfach mal was essen könnten, ohne davor zu schauen, wie viele Kalorien das hat!“ „Ja aber-” „Nichts aber! Du bist nicht dick! Weibliche Idole sind einfach nur dünner. Sehr dünn. Das heißt aber nicht, dass du jetzt auch nicht über 50 Kilo wiegen darfst! Ich bin ehrlich, die vier sind nicht hässlich, aber ich finde deine Figur um einiges attraktiver! Und ich bin ein Mann, dazu sogar noch dein Freund, also kannst du da ruhig auf mich hören“ „Hmm“ „(D/n), wann hast du das letzte mal was gegessen?“ „Gestern im Jet und jetzt halt“ „Und warum hast du kein Abendessen gegessen?“ „Weil wir davor das Musikvideo angeschaut haben“ „Und warum fragst du mich nicht, bevor du beschließt ne Diet zu machen?“ „Weil du, selbst wenn ich dick wäre, mir das nicht ins Gesicht sagen würdest“ „Also glaubst du mir nicht?“ „Keine Ahnung...“ „Jetzt ess, du hast keine Diet nötig! Vertrau mir! Außerdem, denkst du wirklich, dass wenn du keine gute Figur hättest, Siwon soviel Interesse an die hätte?“ „Er hat kein Interesse an mir, sondern will dich ärgern“ „(D/N)! VERTRAU MIR! DU BIST NICHT DICK! Und jetzt lass dich nicht mehr von K-Pop Idolen verunsichern!“ „Aber du würdest es mir doch sowieso nicht sagen“ „Naja, würde ich wahrscheinlich nicht, aber du bist es nicht! Schau dich doch mal auf der Straße um. Hat da jede zweite Frau so ne Figur wie eine Idol? Nein! Verlangt das jemand? Nein!“ „Aber-” „Komm her“ Ich stand auf und setzte mich auf seinen Schoß. Er umarmte mich und versuchte dann noch einmal mich zu überzeugen: „Du bist nicht dick, du bist wunderschön! Lass dir da von niemandem was anderes erzählen! Und ich will nichts mitbekommen, dass du auf irgendwelchen Dieten bist, verstanden? Das ist ungesund und du hast das nicht nötig. Und ich würde merken, wenn du abnimmst! Also versuch‘s erst gar nicht“ „Jaja“ Er lächelte mich zufrieden an, da er scheinbar der festen Überzeugung war, mich wieder umgestimmt zu haben. Das hatte er aber keineswegs. Ich stand auf und aß noch auf, wobei Jimin mir beruhigt zusah. Dann trug ich das benutzte Geschirr in die Küche und räumte es in die Spülmaschine.
    Ich kam mit zwei Kühlpads in der Hand ins Wohnzimmer, wo Jimin auf der Couch saß und an seinem Handy war. „Augen zu“, befahlt ich. Er tat verwirrt, was ich sagte. Ich setzte mich neben ihn, zog seinen Pulli hoch und drückte dann die beiden eiskalten Kühlpads auf seine blauen Flecken. „Ahhhhhhhh“, schrie er erschrocken auf. „Okay, und das lässt du jetzt so!“, verlangte ich. Er machte die Augen wieder auf und sah mich gequält an: „Ich dachte, du machst irgendwas süßes“ „Das ist sehr süß von mir! Ich will, dass es dir schnell wieder gut geht, also sei mir mal dankbar!“ Ich stand auf und ging nach oben, um meinen Laptop zu holen. Als ich wieder unten war fragte ich: „Okay, was kann ich in meine Bewerbung schreiben?“ „Sehr geehrter Damen und Herren, mein Name ist Lee (D/n) und ich bin 19 Jahre alt. Ich bin lustig, süß, talentiert, gut aussehend. Eben genau so wie mein Freund-” „Jimin, ich meins Ernst! Ich brauch einen Job und einen Studienplatz, also streng dich an!“ Er machte einen Schmollmund und fragte: „Musst du wirklich studieren UND arbeiten? Wenn du nur studierst, dann hättest du mehr Zeit für mich. Und wenn du nur arbeiten würdest auch“ „Ja, das muss sein!“ „Aber dann musst du ja ganz viel lernen und dann abends noch arbeiten und wirst immer müde sein, wenn du hier bist“ „Du hilfst mir beim lernen und ich schau, dass ich nicht immer müde bin, Okay?“ „Halt, wie soll ICH dir denn um Gottes Willen beim lernen helfen? Ich war nicht wirklich gut in der Schule“ „Du sollst nicht meine Prüfungen schreiben, du sollst mir beim lernen helfen“ „Okay, dann hilfst du mir in Zukunft auch beim Songs schreiben“ „Aber davon hab ich doch keine Ahnung“ „Ja, denkst du ich hab von Architektenzeug ne Ahnung“ „Jimin!“ Er lachte und meinte: „Es ist lustig, dich zu provozieren“ Ich schlug ihn leicht am Oberarm und versuchte mich dann zu konzentrieren. Irgendwann merkte mich, dass Jimin zu mir sah und schaute zu ihm. Er starrte mich grinsend an. „Jimin, lass das!“ „Warum?“, fragte er ohne seine Augen von mir anzuwenden. „Ich kann mich so wirklich nicht konzentrieren!“ „Dann konzentrier dich doch auf mich“, schlug er vor. „Weißt du, dass du echt nerven kannst? Was willst du, dass du mich in Ruhe lässt?“ „Ich lass dich nicht in Ruhe, da kannst du machen was du willst“ „Jimiiiiiiiin, bitte, ich will hier auch noch fertig werden!“ „Okay, ich lass dich aber nicht“ „Du bist so nervig“ Ich drehte ihm den Rücken zu und wollte mich wieder konzentrieren. Daraus wurde aber nichts, denn Jimin zog mich von hinten wieder an sich rann und legte seinen Kopf auf meine Schulter. „Ich tu dir wirklich noch weh...“, hatte ich Angst. Aber er beruhigte mich: „Und selbst wenn, ich bin doch selber Schuld, wenn ich dauernd an dir herumzupfen muss“ „Du musst jetzt an niemandem herumzupfen sondern schläfst ein bisschen und lässt mich mein Zeug machen“ „Warum?“ „Du kommst mir gerade wirklich vor wie ein Kleinkind“ „Ich will dir aber helfen“ „Dann bring anständige Vorschläge!“ „Hm. Und wie wär’s, wenn wir das später machen und jetzt zum Beispiel spazieren gehen?“ „Du spazieren? Ich glaub der Weg nach unten war genug Spaziergang für dich“ „Da hast du recht, aber ich will was mit dir zusammen machen“ Ich klappte meinen Laptop zu und Jimin ließ mich los. Ich setzte mich wieder neben ihm und fragte: „Erzähl erstmal, was jetzt eigentlich mit Kai ist, warum ihr euch mit Siwon getroffen habt und über was er sich so beschwert hat“ Jimin atmete tief durch und fing dann an zu erzählen: „Also ihr seid in die Küche zum kochen und TXT ist gekommen. Kai und ich sind dann in den Keller um zu sprechen und Jk und Soobin hatten Angst um ihn, warum sie mit sind. Ja... vielleicht hab ich etwas überreagiert und so... Sorry, aber ich war einfach eifersüchtig... Auf jeden Fall wollten wir dann wieder hoch ins Wohnzimmer aber im Gang lag dein Handy. Weil es geklingelt hat, haben wir draufgeschaut und es war eine Anonyme Nummer. Ich bin dann rangegangen und da war Siwon. Er hat gesagt, dass er sowieso mit mir reden wollte und ob wir uns eben treffen können. Ich hab zugesagt und das dann den restlichen Jungs erzählt. Die meinten eben auch, wir sind zu zwölf, er alleine, alles kein Ding. Dann sind wir kurz bevor ihr mit kochen fertig wart raus und haben uns mit Siwon getroffen. Die zwei anderen Typen waren glaub ich nur da, damit wir etwas mehr Respekt vor Siwon hatten. Er hat mich dann eben mit mega viel Scheiße vorgelabert und mich hat’s genervt. Darum hab ich ihm gesagt, dass er einfach leise sein soll und mich in Ruhe lassen soll. Und dann hat er mich geschlagen. Und dann seid ihr ja gekommen, beziehungsweise du“ Ich nickte verstehend. „Naja, sobald ich wieder anständig laufen kann, besorg dir erstmal ne neue Handynummer“, beschloss Jimin und legte seinen Kopf auf meine Schulter. „Und in Zukunft hör ich auch auf dich, wenn du sagst, ich soll mich von Typen fernhaften“, versprach ich. Er gab mir einen Kuss auf die Backe und legte seinen Arm um mich. Dann fiel mir ein: „Ich bin diese Nacht bei Yuna. Aber wenn’s dir lieber ist, kann ich’s auch absagen und wir treffen uns wann anders“ „Ach was, kannst ruhig gehen, sind ja nur Mädels“ Ich freute mich und bot dann an: „Soll ich dir einen Kaffe oder so machen?“ „Kakao?“ „Oke“ Ich stand auf und ging in die Küche. Da hüpfte Tannie inzwischen wieder rum. Der rannte dann jedoch in Wohnzimmer. Ich machte schnell zwei Tassen Kakao und ging dann wieder ins Wohnzimmer. Neben Jimin saß jetzt Yeontan, der sich gemütlichen ausgebreitet hatte und gekrault wurde. Ich ging dann auf die andere Seite von Jimin. Als ich fast ausgetrunken hatte flüsterte dich kaum hörbar: „Ich hab schon wieder Bauchschmerzen“ „Was meinst du mit ‚schon wieder‘?“, fragte er besorgt. „Hatte ich gestern Nachmittag auch“ Er nahm mir meine Tasse ab und stellte sie auf dem Couchtisch. Dann schlug er vor: „Schlaf ein bisschen“ Ich lehnte mich gegen ihn und bat ihn noch: „Sag bitte, wenn ich dir weh tu!“ Er antwortete nicht mehr und nach wenigen Minuten konnte ich dann auch noch einmal einschlafen.

    48
    48. Kapitel

    Als ich wieder aufwachte, saß Jimin immer noch neben mir. Am Boden spielten Tae und Yoongi mit Tannie und aus der Küche hörte man Jin mit Jk, die sich unterhielten. Ich richtete mich auf und streckte mich. „Ausgeschlafen?“, fragte Hobi aus einer Ecke. Ich hatte ihm gar nicht bemerkt. Ich nickte langsam als Antwort und stand dann auf. „Wie viel Uhr haben wir?“, fragte ich verschlafen. Jimin sah auf sein Handy und sagte: „17:57 Uhr“ Ich beschloss: „Okay, 19 Uhr muss ich bei Yuna sein, ich pack schnell und zieh mich um“ Mit diesen Worten drehte ich mich um und verschwand nach oben. Ich schmiss gerade einen Pulli und eine Jogginghose in meinem Rucksack, da klingelte mein Handy. Yuna.
    (D/n): „Hey, was gibt‘s?“
    Yuna: „Hey, also Jisoo hat gerade vorgeschlagen, in den Club zu gehen. Was hältst du davon?“
    (D/n): „Ja klar, warum nicht. Ich muss nur noch... meinen großen Bruder fragen, aber ich denk, der hat nichts dagegen“
    Yuna: „Okay, dann fährt mein Dad uns“
    (D/n): „Mhm, bis dann“
    Yuna: „Bis dann“

    Ich legte mein Handy weg und ging unter die Dusche. Als ich wieder raus kam, zog ich mir ein weißes Minikleid und eine schwarze Lederjacke an. Ich glättete mir noch meine Haare und schminkte mich. Als ich dann auch mit packen fertig war, ging ich nach unten. „Ehm, wo geht’s denn hin?“, fragte Tae. Ich drehte mich um und sah alle sieben auf der Couch sitzen und mich anstarren. „Yuna“, antwortete ich. „Und warum ziehst du dir dann keine normalen Sachen an?“, fragte Joon kritisch weiter. „Hatte ich vergessen zu sagen, wir haben spontan beschlossen, dass wir feiern gehen“, erwähnte ich. Jimin atmete tief durch und sagte dann nur: „Umziehen! Jetzt!” „Aber-”, wollte ich widersprechen, aber er unterbrach mich: „So gehst du nicht aus dem Haus!“ Ich ging wieder nach oben. Ich stand verzweifelt vor meinem Kleiderschrank, da kam Hobi rein. „Jimin hat gesagt, ich soll aufpassen, dass du dich anständig anziehst“, erklärte er. Er stellte sich neben mich und zog eine hellblaue Mom Jeans aus meinem Schrank. Dann noch ein schwarzes T-Shirt und meinte: „Die Jacke passt. Jetzt zieh dich um“ Er ging wieder, so schnell wie er gekommen war, nach draußen. Ich zog mich um und ging wieder nach unten. Als ich mir meine Jacke anzog, rief Jk: „Warte, wir müssen sie noch anrufen“ Ich sah ihn verwirrt an. „Die Bodyguards“, klärte Jin mich auf. Ich sah sie gelangweilt an: „Ihr verarscht mich gerade, oder?“ Sie schüttelte den Kopf. „Ihr ruft niemanden an. Ihre... großen Brüder kommen mit“, log ich. „Sie hat große Brüder?“, fragte Jimin empört. Ich nickte. Ich glaube, sie war Einzelkind, aber das konnte Jimin ja nicht überprüfen. Jimin schüttelte den Kopf: „Vergiss es, da schläfst du nicht!“ „Was?“, fragte ich verwirrt. „Du schläfst nicht dort“, wiederholte Jimin, „Jin holt dich ab“ Ich sah zu den Jungs, in der Hoffnung, sie würden etwas sagen, aber sie waren scheinbar alle Jimins Meinung. „Leute, das könnt ihr nicht machen! Wegen mir kann ja... Lisa und-” Jimin unterbrach mich wieder: „Die vier? War das ein ernstgemeinter Vorschlag?“ Ich nickte langsam. Alle sieben sahen mit genervt an und Hobi erklärte mir: „(D/n), die vier sind selber noch Kinder, wie sollen sie dann auf dich aufpassen? Das geht nicht. Sie können keine Verantwortung übernehmen, und das müssen wir nicht noch einmal testen“ Ich ließ mich aufs Sofa fallen und beschwerte mich: „Zum aller letzten Mal: ICH BIN KEIN KIND MEHR! Und... ach Jimiiiin, bitteeee“ Jimin atmete tief durch: „Du schreibst, wo du bist. Und wenn etwas ist, rufst du sofort an! Du schreibst dann, wenn wir dich holen sollen. Verstanden?” Ich nickte und stand auf. Jin stand auch auf,
    da er mich fahren sollte, und zog sich seine Jacke an. Statt meinem Rucksack, der mit Klamotten voll war, griff ich jetzt doch nach meiner Handtasche. Ich wollte gerade schon ‚Tschüss‘ schreien, da stellte Jimin aber fest: „Du hast das allerwichtigste vergessen“ Ich drehte mich noch einmal um und dachte nach. Nach einer Minute zuckte ich mit den Schultern. „Komm mal her“, bat er mich. Ich ging noch einmal ins Wohnzimmer, setzte mich neben ihn und dachte weiterhin nach, was ich vergessen hatte. Er ließ mich noch eine Minute nachdenken, half mir dann aber doch auf die Sprünge: „Bekomm ich keinen Kuss?“ Ich verdrehte die Augen und küsste ihn. Er wuschelte mir durch die Harre und grinste: „Jetzt darfst du gehen“ Ich drehte mich wieder um und ging zu Jin. Ich rief noch: „Bis dann“, und zog die Tür hinter mir zu. Der Sänger wartete schon im Auto. Ich stieg schnell ein, dann fuhr er los. Ich gab schnell Yunas Adresse ins Navi ein und lehnte mich dann nach hinten. Während er fuhr warnte er mich dann noch einmal: „Missbrauch nicht sein Vertrauen, hörst du? Und halt dich einfach von Problemen fern. Und wäre cool, wenn du dich nicht komplett betrinkst...” „Jaja Jin, ich mach nichts, glaub mir!”, beruhigte ich ihn. „Also, nicht länger als ein Uhr. Wenn Jimin dich anruft, geh ran, sonst dreht der wieder durch” Ich nickte, bedankte mich fürs fahren und stieg dann aus. Vor dem Hochhaus sah ich Sunmi stehen. „Heyy”, begrüßte ich sie. Sie kam auf mich zu und umarmte mich. Dann fragte sie: „Wo hast du denn dein Gepäck gelassen?” „Ich hab morgen einen Termin und mein Bruder holt mich darum später ab”, log ich. Sie nickte verstehend und klingelte dann. Die Tür wurde aufgemacht und wir gingen das Treppenhaus bis in 8. Stock nach oben. Dort standen Yuna und Jisoo in der Tür. Jisoo hatte sich sehr verändert, ganz anders wie Sunmi. Die beiden umarmten uns auch und dann gingen wir nach innen. Nachdem wir uns von Freude, alle wiederzusehen, wieder beruhigt hatten, setzten wir uns ins Wohnzimmer und Yuna machte ihr Handy an. Dann meinte sie: „Aber die sind schon echt knuffig” Ich nahm mir ein Glas Saft vom Tisch und sah dann auf ihren Handybildschirm. Als ich sah, über wen die drei schwärmten, verschluckte ich mich. Das war doch jetzt nicht wirklich ein Bild von meinen sieben Mitbewohnern. Sie sahen mich verwirrt an „Alles okay?”, fragte Sunmi. „Ja. Wer ist das?”, stellte ich mich unwissend. Sie sahen mich mit aufgerissenen Augen an: „Die sieben hübschesten, talentiertesten und lustigsten Jungs dieser Welt. Du wirst doch mal von BTS gehört haben, oder?”, fragte Jisoo. Ich schüttelte den Kopf und kam mir gerade sehr dumm vor, vor allem weil ich sie eigentlich ja kannte. Dann begannen sie mir die sieben vorzustellen. Was mir dabei auffiel war, dass die sieben bei ihren Fans sich wirklich nicht verstellten, sondern genau wie in ihrem Privatleben waren. Das freute mich gerade irgendwie. Nur Jimin war etwas anders. Meine vier Freundinnen hatten also recht, er hatte sich verändert. Nicht viel, aber er war einfach nicht zu 100% so, wie die drei ihn mir gerade vorstellten. Und dann begannen sie wieder über die sieben zu schwärmen. Yuna fragte dann irgendwann: „(D/n), wen findest du am süßesten?” Na toll. Sag alles, aber bloß nicht Jimin. Ich zeigte dann einfach auf Jk, weil er der jüngste war. Jisoo stimmte mir zu: „Kookie ist einfach zu süß!“ Sunmi widersprach ihr: „Ja schon, aber hast du mal Jin angeschaut? Einfach Worldwide Handsome. Und seine Stimme!“ „Leute, sie sind alle der Hammer! Aber habt ihr euch mal Jimin angeschaut? Einfach perfekt!“, diskutierte Yuna mit. Ich musste mir ein Grinsen verkneifen, spürte aber auch ein kleines bisschen Eifersucht. Die drei waren einfach ARMYs. Wenn ich das den Jungs erzählen würde, würden sie mich umbringen, weil ich mit ihnen über sie gesprochen hatte. Dann wechselte Yuna aber zum Glück das Thema: „Okay, einen von diesem sieben Traumtypen werden wir mit Sicherheit nicht abbekommen, aber lasst uns jetzt im Club mal nach Jungs auf unserem Level suchen“ Wir nickten und standen auf. Als wir dann wieder unten standen, kam ein Auto angefahren. Das war scheinbar Yunas Vater, denn sie lief darauf zu, wir hinterher. Als wir dann alle drinnen saßen und losfuhren, schaute ich kurz auf mein Handy. Jimin hatte mir tatsächlich schon geschrieben.
    Jimin:
    Alles okay?
    (D/n):
    Ja, wir fahren jetzt zum Club
    Jimin:
    Okay. Bitte pass auf dich auf!
    (D/n):
    Mach ich
    Jimin:
    Ich liebe dich❤️
    (D/n):
    Ich liebe dich auch❤️

    Ich steckte mein Handy wieder weg, versicherte mich aber davor noch einmal, dass es auf laut war. Die Mädels waren auch alle an ihrem Handy. Ich sah nach draußen. Es lag ein bisschen Schnee, der war allerdings nicht mehr weiß, sonder braun von den ganzen Abgasen. Nach zehn Minuten hielten wir dann vor einem Club, der gar nicht weit von dem Restaurant, in dem ich bis vor kurzem gearbeitet hatte, entfährt war. Wir stiegen aus und gingen dann nach drinnen. Wie auch in New York hatten Frauen freien Eintritt. Zum Glück. Hier war es aber ganz anders, als in den Diskotheken, in denen ich mit den Jungs war. Die Leute waren einfach komisch und es stank überall nach Alkohol. Aber richtig widerlich. Da hatte ich eigentlich schon keine Lust mehr, was zu trinken, aber um nicht die Außenseiterin zu sein, folgte ich ihnen durch das Gedrängel schwitzender Leute zur Bar. Diesmal schaute ich tatsächlich über den Tresen und achtete darauf, was da alles reingemischt wurde. Da das aber alles okay aussah, stieß ich dann mit den Anderen an und wir gingen etwas an den Rand. Yuna schlug vor: „Okay, wenn wir den ausgetrunken haben gehen wir einfach in die Mitte und hoffen dass wir von nem attraktivem Typen angetanzt werden. Das wird schon irgendwie klappen“ Ach du scheiße, Jimin bringt mich um. Ich meinte dann: „Okay, ich helf euch, hab aber selber keinen Bock, einen Typen kennenzulernen. Der letzte ist erst paar Wochen her...“ Was kreativeres war mir nicht eingefallen. Aber das hatte sie scheinbar überzeugt. Sie nickten und sahen sich dann um. Jisoo stellte dann fest: „Da sind schon ein paar süße dabei“ Die Anderen gaben ihr recht. Sie kippten sich schnell ihren letzten Schluck rein und standen dann auf. Ich war nicht so schnell im trinken, warum ich noch einmal nippte und dann meinen halb vollen Mojito stehen ließ. Mir gefiel das alles nicht, wie wir uns zwischen den ganzen besoffenen Leuten durchdrängelten. Aber ich hatte keine andere Wahl, als den einzigen, die ich hier kannte, zu folgen. Die drei waren in der Mitte voll am tanzen, ich blieb mit etwas Abstand zu ihnen und versuchte möglichst unauffällig zu sein. Ich hasste das einfach, diesen ganzen wildfremden Männern so nah zu sein und ständig ‚aus Versehen‘ berührt zu werden. Zum ersten Mal wünschte ich mir jetzt wirklich die übervorsichtigen Jungs hier her und ich schwor mir, nie wieder gegen ihre ‚Vorsichtsmaßnahmen’ etwas zu sagen. Nach fünf Songs ging ich dann zu meinen Freundinnen rüber und fragte: „Hey, noch was trinken?“ Ich wollte zwar nichts trinken aber noch weniger wollte ich weiterhin hier rumstehen. Sie hatten nichts gegen den Vorschlag und gingen wieder zur Bar. Wir bestellten uns ne zweite Runde Alkohol und hatten gerade einen Schluck genommen, da meinte Jisoo: „Ich geh schnell auf Klo“ Sie wollte schon loslaufen, da rief ich noch: „Warte, ich komm mit“ Das hatte mir mein Mum schon beigebracht, als ich noch der festen Überzeugung war, ich werde niemals feiern gehen: Niemanden alleine auf Klo gehen lassen. Das were ich nie wieder vergessen. Ich stellte meinen Drink auf der Bar ab und folgte der 20-Jährigen, die auf das Toilettenschild zu rannte. Als ich dort dann vor der Tür wartete, sah ich auf mein Handy. Es war bereits halb elf. Die Zeit war also doch wahnsinnig schnell vergangen. Es war wahnsinnig heiß und ich hatte Kopfschmerzen von dem Gestank, der lauten Musik und dem Alkohol. Jisoo kam wieder zurück. Sie hatte scheinbar keinerlei Probleme und fühlte sich gut. Auf jeden Fall rief sie hoch motiviert: „So, noch austrinken und dann wird die ganze Nacht getanzt!“ Ich folgte ihr wieder, aber war nicht mal halb so motiviert wie sie. Ich kippte mir dann meinen Cocktail rein, da ich einfach zu geizig war, ihn wieder stehen zu lassen. Laut den Regeln meiner Mum, wäre das mit Sicherheit auch verboten gewesen. Erst den Drink stehen lassen und dann noch trinken. Aber gut, wird schon schief gehen. Ich rannte wieder meinen drei Freundinnen hinterher. Ich kam mir vor wie eine Mutter von drei Kleinkindern. Aber gut, ich war scheinbar die einzige, die noch nicht komplett besoffen war. Das hätte ich mir aber vielleicht doch gewünscht. Dann wäre das hier alles nicht so komisch, sondern ich wäre einfach genauso wie alle anderen hier drauf. Ich blieb dann auch bei den Mädels und tanzte ein bisschen. Die Musik war nicht mal schlecht, aber das war das einzig positive an der Sache hier. „Oh mein Gott, schaut mal da rüber“, kreischte Sunmi plötzlich aufgeregt und zeigte in eine Ecke. Da stand Yuna in einer Ecke und knutschte mit irgendeinem Typen rum. Ich konnte wetten, sie hatte ihn noch nie gesehen, aber da beide nicht mal mehr gerade aus gehen konnten, war das ja auch egal. Kurz überlegte ich, sie weg zu holen, entschied mich dann aber dagegen, da das ja auch als sie noch nüchtern war ihr Ziel war. Ich merkte, dass ich gerade angetanzt wurde und ging darum ganz schnell an den Rand. Zum Glück hatte mich der Typ nicht verfolgt. Doch kaum war ich außerhalb der Menge wurde mir sehr schwindlig. Ich setzte mich auf den Boden, in der Hoffnung, das wäre gleich wieder rum. Da das nichts brachte, wollte ich an die frische Luft. Ich hatte aber nicht die Kraft, mich wieder aufzusetzen. Da griff jemand nach meiner Hand und zog mich hoch. Ich sah nichts mehr. Nur noch unscharfe Umrisse welche auch immer schwärzer wurden. Ich war mir aber sehr sicher, dass mich die Person rausführte. „Jimin?”, fragte ich. Er flüsterte: „Ja, ich bin’s nur” Ich war beruhigt. Als die Musik dann gar nicht mehr zu hören war flüsterte ich: „Ich seh und hör nichts” Er hob mich hoch und trug mich irgendwo hin. Von allem, was danach passierte, hatte ich nichts mitbekommen oder konnte mich einfach nicht erinnern.

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    49. Kapitel

    Ich blinzelte langsam. Es war dunkel. Ich sah nur die Lichtschalter neben der Tür orange leuchten. Ich lag neben Jimin. Ich hatte noch leichte Kopfschmerzen, aber ansonsten schien es mir wieder gut zu gehen. Als ich mich jedoch an ihn kuscheln wollte, merkte ich, dass das nicht mein Freund war. Mir stockte der Atem. Wer war das und was sollte ich jetzt machen? Ich drehte mich um und wollte aufstehen. Das spürte der Andere aber und knipste ein Nachtlicht an. Ich drehte mich vorsichtig um und hätte beinahe geschrieen, als ich sah, dass der Mann doch nicht fremd war. „Siwon?”, fragte ich geschockt. Er lachte: „Wer sonst” Ich sprang auf und bemerkte jetzt erst, dass ich komplett nackt war. Ich nahm schnell eine der vielen Decken und hielt sie vor mich. Ich brauchte einige Sekunden, um zu realisieren, was passiert war, aber dann schrie ich: „BIST DU KOMPLETT GESTÖRT? DU BIST SO EIN SCHWEIN!” „Dachtet ihr ernsthaft, ich belass es bei nem Kuss und lass mich dann auch noch ohne Nachspiel von Jimin schlagen?” „WO SIND MEINE KLAMOTTEN?” „Liegen da drüben” „UND MEIN HANDY?” „In der Küche” Ich rannte los, sammelte meine Sachen zusammen und schloss mich dann im Bad ein. Ich hatte 287 verpasste Anrufe und 936 Nachrichten. Nicht nur von meinen Mitbewohnern. Auch von den TXT und BP Mitgliedern. Ich setzte mich auf den Boden und begann zu weinen. Das konnte doch nicht wahr sein. Ich zog mich schnell an und rannte dann aus seiner Wohnung. Ich wusste einfach nicht was ich machen sollte. Ich wusste auch nicht so wirklich, wo ich war. Es war eine relativ normale Straße, so wie jede Zweite in Seoul eben aussah. Das half mir nicht wirklich dabei, mich zu orientieren. Das einzige, was ich wusste, war, dass ich nicht zu Jimin konnte. Ich gab in Google Maps die Adresse der Mädels ein und lief dann los. Es war kalt und ich hatte mich mit Abstand noch nie so schrecklich gefühlt. Der Weg hatte gefühlt kein Ende. Ich musste die ganze Zeit weinen und fühlte mich sehr unwohl. Was war das gerade? Aber irgendwann war ich dann doch angekommen. Ich atmete tief durch und klingelte. Lisa öffnete die Tür und telefonierte währenddessen: „Jimin, wir finden sie! Sie kann nicht verschwunden sein. Glaub- Ich ruf dich gleich zurück” Sie legte auf und sah mich an als wäre ich ein Alien. Als sie endlich aus ihrer Starre erwacht war, zog sie mich nach innen, umarmte mich und begann auch zu weinen: „Du kannst dir gar nicht vorstellen, was wir uns für Sorgen gemacht haben! Jimin rastet komplett aus. Wir haben dich überall gesucht, wo warst du?” „Versprich mir, dass du das unter keinen Umständen Jimin erzählst”, bat ich sie. Sie nickte. Ich atmete tief durch und flüsterte: „Siwon hat mich vergewaltigt” Sie löste sich aus unserer Umarmung und schüttelte den Kopf: „Das sagst du ihm sofort!” Die anderen drei Mädels kamen runtergerannt und erstarren auch, als sie mich sahen. „Wo um Gottes Willen warst du? Wir haben die ganze Stadt abgesucht!”, fragte Jennie. „Ich ruf Jimin an, und sag, dass sie hier ist”, beschloss Jisoo. Aber ich rief: „Nein” „(D/n), dein Freund dreht gerade voll durch, weil niemand weiß, wo du bist! Wir holen ihn jetzt!”, widersprach Rosè mir. Ich drehte mich zu Lisa, die aber auch zustimmte: „Das sagst du ihm dann, verstanden? Er findet es sowieso raus” „Kann ich bitte duschen, ich fühle mich widerlich”, lenkte ich ab. Lisa nickten, die Anderen sahen mich nur verwirrt an. Ich ging an ihnen vorbei nach oben und hörte nur noch Jisoo telefonieren: „Jimin, kommt her, sie ist da” Ich wollte mich gerade ausziehen, da klopfte es. Ich machte auf und Lisa kam mit Klamotten und einem Handtuch rein. „Sag’s ihm, verstanden?”, befahl sie mir noch einmal. Ich nickte und schloss die Tür wieder. Als ich unter der Dusche stand und mich so ordentlich wie nie zuvor wusch, hörte ich die Klingel. Ich beeilte mich, zog mir die Jogginghose und den Pulli an und kämmte mir die Haare durch. Unten unterhielten sich alle durcheinander. Was ich raushörte, waren auch die fünf anderen Jungs da. Als ich nach unten kam, verstummten alle sofort. Alle Jungs außer Jimin fragten gleichzeitig: „Wo warst du?” Jimin kam auf mich zu und umarmte mich. Dann fragte er auch: „Wo warst du?” Ich schielte zu Lisa die leicht nickte. Aber ich konnte das nicht. Anstatt die Wahrheit zu sagen, log ich: „Mein Handy war leer und ich war total besoffen. Heute morgen bin ich bei Sunmi aufgewacht” „Und warum hat dein Handy jetzt 50%?”, fragte Beomgyu skeptisch. „Hab’s bei ihr geladen”, redete ich mich raus. Lisa schüttelte den Kopf. „Was hast du mit deinem Handy gemacht, dass es um elf Uhr schon leer war und was hast du getrunken, dass du um elf schon so besoffen warst?”, fragte Yoongi weiter und kaufte mir das alles scheinbar nicht ab. Tae fragte: „Und wo waren Yunas große Brüder, die doch auf euch aufpassen wollten” „Waren die eigentlich hübsch?”, fragte Soobin. Ich schaute zu Lisa, doch sie hatte nicht vor, mir zu helfen. Ich dachte nach und erfand dann: „Mein Handy hatte zwischenzeitlich der DJ, als es da technische Probleme gab. Und ich war so besoffen, da ich, weil ich den Abend anscheinend 'gerettet' hab, umsonst trinke durfte. Da hab ich’s wohl bisschen übertrieben...” „Das letzte mal als ein DJ dein Handy hatte, haben wir das erste Mal gestritten”, erinnerte Jimin sich. „Ja, aber von dem DJ weiß ich keinen Namen und hab auch keine Handynummer”, beruhigte ich ihn. Das war in die falsche Richtung gegangen. Er dachte nach und fragte dann: „Kann ich dein Handy bitte mal haben?” Ich nickte und deutete auf den Couchtisch, wo es lag. Er nahm es, entsperrte es und scrollte dann in meinem Kakao-Talk herum. Jisoo fiel auf: „Als Ich Trainee war, hat YG auch immer mein Handy durchsucht“ Die drei Mädels sahen sie böse an woraufhin sie nur mit den Schultern zuckte. Auf einmal hörte Jimin auf zu scrollen und sah mich wütend an. „Leute, wir sind kurz drüben, was besprechen”, kündigte er an und zog mich mit in die Küche. Joon rief noch: „Schrei sie nicht an!” Ich wusste nicht, was er auf meinen Handy gefunden hatte. Er schloss die Küchentür und fragte wütend: „Seit wann hast du Siwon wieder freigegeben?” „Siwon? Hab ich nicht“ „Doch, hast du“ „Nein“ „Wer war‘s denn dann?“ „Woher soll ich das wissen“ „Wer kommt denn alles außer mir noch in dein Handy rein?“ „Niemand“ „Willst du mich verarschen?“ „Nein“ „Was?“ „Jimin, jetzt blockier ihn bitte und lösch ihn direkt“ „Damit du dann wieder irgendwie Kontakt mit ihm hast?“ „Ich hab keinen Kontakt mit ihm! Ich hab inzwischen schon des Öfteren gemerkt, dass der gestört ist“ „Und warum-” „Nichts warum! Ich weiß nicht, wer das war. Ich nicht“ Er sah mich unsicher an. Ich hoffte einfach, dass er mir diese halbe Wahrheit glaubte. Ich wusste zwar, dass das höchstwahrscheinlich Siwon selbst war, aber ich war es ja wirklich nicht. „Glaubst du wirklich ich hätte Kontakt zu ihm? Nachdem, was er mit dir gemacht hat?“ „Ja weiß ich doch nicht“ „Vertrau mir“, bat ich ihn und kam mir dabei wie die größte Verräterin dieser Welt vor. Jimin würde mich wahrscheinlich nicht umbringen, dafür würde Lisa es jetzt tun. Und sie hatte recht. Er hatte angefangen mir zu vertrauen und ich muss das so ausnutzen. Jetzt lüg ich sie alle auch noch an. Warum mach ich das? Seine Eifersucht war die ganze Zeit berechtigt gewesen. Ich hatte ihn betrogen. Ich hatte den wichtigsten Jungen meines ganzen Lebens betrogen und erzählte ihm hier gerade Märchen. Das ich was in meinen Drink bekommen hatte, war keine Entschuldigung. Man sollte seinen Freund einfach von anderen Männern unterscheiden können. Auch ohne ihn zu sehen. Jimin riss mich aus meinen Gedanken: „Findest du es übertrieben, wenn ich dich ab jetzt nicht mehr alleine feiern gehen lasse? Oder überhaupt sonst wohin?“ Ich schüttelte den Kopf: „Nein, finde ich nicht übertrieben“ Er umarmte mich und flüsterte: „Du kannst dir gar nicht vorstellen, was für Sorgen ich mir gemacht habe. Ich dachte, dir wäre sonst was passiert“ „Es ist nichts passiert...“, log ich und drückte meinen Kopf in seine Brust. „Fahren wir heim?“, fragte er. „Mhm“ Er ließ mich los und nahm meine Hand. Als wir wieder draußen waren, unterhielten sich wieder alle. Alle, außer Lisa. Sie sah mich kalt an. „Ehm, ich muss mal kurz mit Lisa sprechen“, sagte ich und Jimin ließ meine Hand los. Sie ging mit mir wieder in die Küche wo ich klarstellte: „Lisa, ich kann ihm das nicht sagen! Ich wollte wirklich, aber es geht nicht. Und es gibt kein schlimmeres Gefühl, wie deinen Freund so anzulügen! Aber was soll ich denn machen?“ „Definitiv nicht mit solchen Märchen ankommen. Ach ja, und Yoongi hat gemerkt, dass du lügst. Ich hab dir versprochen, das für mich zu behalten und werde dieses Versprechen auch nicht brechen. Aber er findet es raus. Und je länger du ihn anlügst, desto wütender wird er, wenn er’s raus kriegt. Sag‘s ihm jetzt, wo er einfach nur dankbar ist, dass du wieder heile da bist. Wenn du in na Woche damit ankommst, dann rastet er aus, in dem Fall dann sogar verständlich“ „Und wie soll ich ihm das bitte sagen?“ „So wie‘s ist“ „Ich hab ihn betrogen, das kann ich doch nicht einfach so sagen“ „Ich dachte, du wolltest das nicht“ „Ich hab nichts mitbekommen. Mir ging’s nicht gut und ich hab mich mich an den Rand hingesetzt. Da ist jemand gekommen und ich war der festen Überzeugung, er wäre Jimin gewesen. Aber ich habe nichts gesehen oder gehört. Und dann wurde alles schwarz...“ „Du kannst nichts dafür. Und darum wird Jimin auch nicht auf dich sauer sein, sondern auf Siwon. Aber wenn du ihm nichts sagst, dann... Willst du ihn jetzt wirklich anlügen“ „Nein“ „Dann sag’s ihm!“ „Aber-” „Stell dir vor, er hätte dich irgendwie betrogen. Was würdest du dazu sagen, wenn er dir was anderes erzählt und du dass dann irgendwann zufällig rausfindest?“ „Ich wäre unendlich enttäuscht und käme mir verarscht vor“ „Eben. Also, sag’s ihm heute noch“ „Ich versuch‘s“ Wir gingen wieder ins Wohnzimmer. Die Jungs standen dann auch auf. Wir zogen uns unsere Schuhe an und verabschiedeten uns voreinander. TXT stieg dann in einem Van und fuhr weg, wir in den Anderen. Während wir fuhren, merkte ich, dass Yoongi mich die ganze Zeit beobachtete. Ich sah zu ihm und er schaute mir so tief in die Augen, dass ich Angst hatte, er könnte aus ihnen lesen, dass ich gelogen hatte. Ich sah schnell wieder weg und dachte nach. Wie sollte ich Jimin das nur erzählen? Was, wenn er sich von mir trennt? Ich war einfach am verzweifeln und hatte Angst. Wovor ich auch Angst hatte, war Siwon zu begegnen. Was, wenn Jimin dabei wäre? Oder wäre es noch schlimmer, ihm alleine zu begegnen? Dann spürte ich plötzlich eine Hand auf meiner Schulter und zuckte so stark zusammen, dass ich mir den Kopf an der Fensterscheibe anstieß. Ich wimmerte leise auf und drehte mich dann um. Jimin hatte sein Hand wieder weggezogen und fragte besorgt: „Was ist denn los?” „Gar nichts”, antwortete ich und war sehr verschreckt. Ich wusste aber nicht, von was. Von Jimin’s Berührung oder meiner Reaktion. Ich versuchte mir das nicht anmerken zu lassen, und stieg auch aus. Die Anderen sechs Jungs waren bereits drinnen. Mein Freund folgte mir, nachdem er die Autotür zugestoßen hatte. Ich spürte seinen verwunderten Blick auf meinem Rücken, der mich zu durchbohren schien. Das versuchte ich zu ignorieren, zog mir meine Schuhe und Jacke aus und setzte mich dann aufs Sofa. Ich griff sofort nach meinem Laptop. „Was hast du vor?”, fragte Jin mich. „An meiner Bewerbung schreiben”, antwortete ich während ich mich anmeldete. Jungkook kam mit einer Bananenmich aus der Küche und wollte wissen: „Meinst du die Bewerbung, die wir gestern Abend, bevor du verschwunden bist, für dich geschrieben haben?” „Ja- warte was?” Ich sah verwirrt auf. Jimin ließ sich neben mich fallen und erklärte: „Wir haben, nachdem du gegangen bist, deine Bewerbung geschrieben. Ich hab mich schlecht gefühlt, weil ich dich am Nachmittag davon abgehalten hab” „Wirklich?”, fragte ich ungläubig. Sie nickten alle grinsend. Da fühlt man sich sowieso schon schlecht und genau dann müssen sie einmal was richtig süßes machen, damit man sich dann noch schlechter fühlt. Na hervorragend! Ich öffnete die Datei. Lebenslauf, Krankenversicherungsnachweis, sogar mein Zeugnis hatten sie eingescannt. „Sagt mal, habt ihr mich die ganze Schulzeit über gestalkt oder was?”, fragte ich, als ich rauf und runter scrollte. Sie lachten und Joon gab zu: „Wir haben bisschen mit deinem Vater telefoniert. Er hatte auch dein Zeugnis und alles” „Danke! Ich schulde euch was. Dann verschick ich’s noch schnell” „Das wird nicht mehr nötig sein...”, meinte Hoseok. Tae klärt mich auf: „Alles schon geschehen” „Okay... Geht’s euch gut? Muss ich mir Sorgen machen?”, fragte ich vorsichtig. Jimin stellte ein Gegenfrage: „Warum solltest du?” „Ihr habt was nettes gemacht! Und auch noch ordentlich!”, stellte ich fest. Sie lachten wieder und standen auf. Jimin nahm meine Hand und zog mich nach oben in sein Zimmer. Als wir uns hingesetzt hatten, versuchte ich ernsthaft mit ihm zu reden und fing an: „Jimin, ich muss dir noch was sagen...”

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    50. Kapitel

    Aber Jimin küsste mich und meinte: „Ach was, du musst mir nichts sagen”
    „Wie geht’s dir eigentlich?”, fragte ich und deutete auf seinen Bauch. Er winkte nur ab: „Ich spür schon gar nichts mehr. Ich bin einfach froh, dass du wieder hier bist” Ich lächelte ihn an: „Na wenigstens etwas” „Was heißt 'wenigstens etwas'? Gerade eben ist doch alles gut. Bang PD macht keine Probleme, deine Bewerbung läuft, Siwon ist im Krankenhaus, du bist hier... Was könnte besser sein?” „Jimin, es ist-“ „Nein, bitte sag’s mir wann anders. Ich hab gerade richtig gute Laune”, unterbrach er mich. „Weißt du überhaupt, um was es geht?” „Nein, aber ich will es nicht wissen. Nicht jetzt” „Aber-“ „(D/n), sag es mir einfach morgen, okay?” Ich nickte langsam. Mein Kopf sagte mir zwar, dass ich es ihm JETZT sagen musste, aber ich ignorierte das. Stattdessen versuchte ich alles, was mit Siwon passiert war, aus meinem Kopf zu verdrängen. Jimin hob mich auf seinen Schoß und legte seinen Kopf auf meine Schulter. Nach einigen Minuten flüsterte er: „Ich liebe dich einfach jeden Tag noch mehr” Ich merkte, dass ich rot wurde und sah darum schnell zur Seite. Er kicherte nur: „Ich hab gesehen, dass du ganz rot bist” Ich kniff die Augen zusammen und biss mir in die Backe. „Du bist so süß” „Jimin, bitte lass das” „Nö, warum sollte ich?” Ich hielt mir die Händ vors Gesicht, mein Freund zog sie allerdings weg und meinte lachend: „Du bist süß, wenn du rot bist” Ich schmollte und wollte aufstehen, aber Jimin hielt mich fest: „Ich lass dich nie mehr los!” Die Tür wurde aufgerissen. Jimin wollte sich gerade schon beschweren, warum Jk nicht angeklopft hatte, aber dieser laberte schon los: „Ich weiß, klopfen. Aber egal, warum hast du dein Handy unten, Bang PD ruft dich an” Jimin ließ mich los und nahm genervt sein Handy entgegen. Jk verschwand dann wieder so schnell, wie er gekommen war. Jimin meinte noch: „Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie ich dieses Ding hasse”, dann hob er ab. „Hallo... Ja... Wie?... Morgen früh?... Warum rufst du nicht Joon an?... Über was?... Rate mal, wer sich vor fünf Minuten noch gefreut hat, dass es keine Probleme gibt... Aber was soll ich jetzt machen?... Also kann sie nicht mit?... Zu TXT? Niemals!... Blackpink? Bitte nicht!... Aber warum denn nicht?... Und wie lange?... Was heißt 'etwas länger'?... Das geht nicht!... Warum denn nicht?... Jaja, aber warum denn schon morgen?... Ich sag’s den Jungs. Joon wird dich dann bestimmt noch einmal anrufen... Ja, bis morgen” Jimin legte auf und sah mich verwirrt an. „Was ist?”, fragte ich. „Wir fliegen morgen früh nach Tokio. Fanmeetings, Interviews und noch ne Folge 'Run' drehen. Der Hacken an der Sache ist, dass du nicht mit darfst. Die ARMYs lassen wohl nicht locker...”, erklärte er. „Und wie lange?”, fragte ich vorsichtig weiter. Er atmete nur tief durch und fasste dann zusammen: „Etwas länger, er hat was von zwei Wochen gesagt... Er hofft, dass sich das dann alles wieder beruhigt, was die Gerüchte angeht. Wir werden von dort aus arbeiten...“ Ich nickte verständnisvoll, verstand das alles aber eigentlich überhaupt nicht. „Wo gehst du hin? Ich hab Angst um dich, wenn du zwei Wochen hier alleine bist. Und außerdem langweilst du dich ja zu Tode...“ Ich zuckte mit den Schultern: „Ja wahrscheinlich Jisoo, Chaeyoung, Lisa und Jennie“ Er nickte und stand auf. Ich sah ihm hinterher. Von der Treppe aus hörte ich ihn dann rufen: „Jungs, kommt alle mal ins Wohnzimmer“ Ich stand auch auf und ging rüber in mein Zimmer, wo ich mich ins Bett schmiss. Warum? Wenn ich ihm das heute oder morgen noch sage, wird das nicht mehr geregelt, bis er weg muss. Ich will ihm das aber auch nicht sagen, wenn er in Japan ist. Also wann soll ich ihm das sagen? Ich kann doch jetzt nicht noch zwei Wochen lang so tun, als wäre nichts. Lisa bringt mich später sowieso um, wenn sie kommen und ich Jimin immer noch nichts gesagt hab. Und Jimin, er tut mir auch so unendlich Leid. Warum hat er sich nicht einfach ne ehrliche Freundin gesucht, sondern musste sich in mich verlieben? Ein Mädchen, dass ihn betrügt und danach auch noch belügt. Er verdient einfach etwas so viel besseres. „(D/N)?“, hörte ich Jimin im Gang rufen. Ich bemerkte Tränen auf meinen Wangen, die ich mir schnell mit dem Handrücken wegwischte und dann antwortete ich: „Ja, ich bin in meinem Zimmer“ Er kam rein, sah mich traurig an und setzte sich dann neben mich: „Es tut mir wirklich so unendlich Leid, aber ich hab keine Wahl... Du kannst dir nicht vorstellen, wie traurig es mich macht, das wir niemals einfach ganz normal in die Stadt gehen können und was essen und shoppen oder so. Ich würde gerne tausende Dinge mit dir machen, die wir wahrscheinlich niemals machen können, ohne von Fans verfolgt zu werden... Es tut mir so Leid” „Dafür musst du dich doch nicht entschuldigen! Und in zwei Wochen... dann bist du ja wieder da“, versuchte ich ihn und auch mich selbst aufzuheitern. Er lächelte leicht und bedankte sich: „Danke. Es hilft mir wirklich zu wissen, dass das für dich kein Weltuntergang ist. Hörst dich fast so an wie Hobi“ Er sah mich kurz an, stand dann auf und sagte nur: „Ich hab gestern was gefunden, als ich nach in deinem Schrank nach deinem Zeugnis gesucht habe“ Er ging rüber in sein Zimmer und kam kurze Zeit später wieder mit einem Buch in der Hand zurück. „Was ist das? Und woher hab ich das?“, fragte ich verwundert. Er hielt mir ein Fotobuch aus der Schule vors Gesicht. Wir hatten es nach dem Abschluss geschenkt bekommen. „Ich wusste gar nicht, dass ich das noch hab“, stellte ich fest. Er lachte und setzte sich neben mich. Schon als er die erste Seite aufschlug, bekam er einen Lachanfall. Das Bild musste in der zehnten Klasse entstanden sein. Es war auch eigentlich sehr schön, für ein Klassenfoto, aber ich stand neben Joon. Darum sah ich, da er damals einfach schon sehr groß war, winzig aus. Da Jimin sich gar nicht mehr einkriegte, meinte ich: „Jetzt tu halt nicht so, als wärst du riesig! Du bist auch klein!“ Er hielt inne und sah mich mit aufgerissenen Augen an: „Hast du gerade meine Größe beleidigt?“ Ich nickte: „Ja, aber du hast angefangen“ „Okay, dumm nur, dass ich stärker bin, als du“, antwortete er. Ich sah ihn verwirrt an, aber anstatt mir zu antworten, hob er mich hoch und trug mich runter, wo er rief: „Jin Hyung, ich brauch Eiswürfel. Ganz viele!“ „Warte, was? Nein! Jin, bitte nicht! Jimin, ich hab gar nichts gemacht! Nein, nein, nein, das ist nicht fair!“, beschwerte ich mich. Die Jungs lachen nur, Jin stand auf und ging in die Küche. Ich forderte sie auf: „Nicht lachen, helft mir!“ Da sie aufstanden und auf uns zukamen, dachte ich kurz, sie würde mir vielleicht wirklich helfen, aber stattdessen fragten sie nur: „Was hat sie denn gemacht?“ „Gesagt, ich wäre klein! Ich bin 1,74 Meter groß und fast so groß wie Yoongi“, erklärte Jimin. Die Jungs lachten und Joon meinte: „Du bist zwar wirklich klein, aber das mit den Eiswürfeln ist eine super Idee“ Jimin ließ mich runter aber Hobi und Tae hielten mich sofort fest. „Ich meins wirklich ernst, LASST DAS!“, bat ich sie noch einmal. Jimin grinste nur: „Das hättest du dir früher überlegen müssen...“ Und dann spürte ich auch schon einen eiskalten Schauer, der mir den Rücken runterlief. Ich kniff meine Augen zusammen und verkniff mir zu schreien. „Wisst ihr, wie widerlich sich das anfühlt?“ „Bin ich klein?“ „Ja, bist du. Aber ich hab nie gesagt, dass das schlimm ist”, antwortete ich. Er nahm noch einmal eine handvoll Eiswürfel und stopfte sie mir unter den Pulli. Dann nickte er zufrieden: „Okay, das sollte genug sein” Tae und Hobi ließen mich wieder los und alle sechs gingen lachend wieder ins Wohnzimmer, weiter zocken. Jimin lachte mit und trug mich wieder nach oben. Ich ging schnell ins Bad, wo ich mir meinen nassen Pulli auszog und meinen Rücken abtrocknete. Als ich Jimin in der Tür stehen bemerkte, schmollte ich und sagte gespielt beleidigt: „Das ist eiskalt!” Er kam nur auf mich zu, umarmte mich und stellte fest: „Du bist wirklich eiskalt, aber zum Glück hast du einen heißen Freund!” Ich sah ihn mit einem Nicht-Dein-Ernst-Blick an und schmiss das Handtuch in den Wäschekorb. „Du bist einfach unmöglich!“, meinte ich noch, bevor ich mich von ihm losriss und das Badezimmer verließ. Er folgte mir lachend und rief: „Und trotzdem liebst du mich“ „Sei dir da mal nicht so sicher“ „Wir haben unten noch ein paar Eiswürfel und wenn die ausgehen gibt es noch die Alternative kalte Dusche. Also pass lieber auf, was du sagst“, warnte er mich. „Ach Jimin, muss ich dir wirklich sagen, dass ich dich liebe?“ „Ja“ „Ich liebe dich und jetzt sei leise“ Ich ging auf seinen Schrank zu und nahm einen schwarzen Pulli. Als ich ihn gerade anziehen wollte, fragte Jimin: „Was machst du?“ „Ich ziehe mir einen Pulli an“, erklärte ich. „Du meinst, meinen Pulli“ „Ich kann auch in mein Zimmer gehen und mir von dort einen holen“ Er riss die Augen auf und schüttelte den Kopf: „Oh Gott, damit die Jungs dich noch sehen, oder was? Vergiss es“ Ich lachte und holte mein Handy vom Nachttisch. Yuna hatte mir geschrieben.
    Yuna:
    Hey, sorry wegen gestern. Jisoo und Sunmi haben dich nicht mehr gefunden und ich bin heute morgen im Technikraum aufgewacht. Wo warst du?

    Ich schaltete schnell mein Handy aus, damit Jimin die Nachricht nicht lesen konnte. Da hatte ich gerade versucht, dass einfach zu vergessen, dann kommt sie. Und dadurch, dass ich mein Handy so erschrocken ausgeschaltet hatte, sah mein Freund mich jetzt verwundert an. Anders wäre ihm das wahrscheinlich nicht mal aufgefallen. „Jetzt sag bloß, die haben dir schon geschrieben? Am Samstag“, fragte er und lächelte. Wen meint er? Als könne er Gedanken lesen ergänzte er: „Wegen deiner Bewerbung“ Ich schüttelte langsam den Kopf. Was bin ich eigentlich für ein gemeiner Mensch? Anstatt jetzt langsam mal was davon zu erzählen, log ich wieder: „Nur Laura aus Deutschland“ Da er sich wieder seinem Laptop zuwandte, öffnete ich schnell wieder die Nachricht und schrieb.
    (D/n):
    Hey, ist schon Okay... ich bin heute Nacht heimgekommen. Hab euch nicht mehr gefunden...“

    Warum erzähl ich eigentlich jedem was anderes? Da komm ich doch selber noch durcheinander... Ich legte mein Handy wieder weg und legte mich neben Jimin: „Was machst du?“, fragte ich und sah auf seinen Bildschirm. „Nachrichten lesen“, antwortete er und laß vertieft weiter. „DU ließt Nachrichten?“ „Nur die über mich“ Ich lachte und fragte dann: „Und, was gibt’s über dich so zu lesen?“ „Nichts. Aber über dich gibt’s dafür sehr viel Lesestoff. Kann es sein, dass du mit mir zusammen bist, weil du Fame willst? Oder weil du keinen Bock hast zu arbeiten und nur scharf auf mein Geld bist?“ Ich runzelte die Stirn: „Spinnst du? Natürlich nicht!“ „Davon gehen zur Zeit aber 99% der vielen Millionen ARMYs aus. Aber keine Angst, ich weiß natürlich, dass du nur mit mir zusammen bist, weil ich verdammt gut aussehe“ „Ganz bestimmt! Das ist ein Grund, ja, aber es gibt noch abertausend andere“ „Nenn einen“ „Ich fühl mich bei keinem Menschen dieser Welt wohler, als bei dir“ „Du bist spontan“ „Ich kann sogar noch einen zweiten raushauen, so spontan bin ich“ „Dann lass mal hören“ „Weil du ein Badezimmer hast“ Er seufzte: „Mir fällt gerade keine dumme Antwort drauf ein. Ich bin nicht so spontan“ „Stimmt, dass du berechenbar bist, ist auch ein Grund“ „Also ist das was positives?“ „Manchmal“ „Gibt’s auch negative Punkte?“ „Die Liste ist mindestens doppelt so lang, als sie mit den positiven“ „Lass mal einen Punkt hören“ „Dass du mich morgen alleine lässt“ „Ich hab auch einen negativen“ „Ich höre“ „Dass du nachtragend bist“ „Sagt der, der vorhin ein Problem mit dem DJ hatte“ „Und deine Spontanität ist auch echt negativ. Das überfordert mich!“ „Dein Problem. Dafür bin ich nicht eifersüchtig“ „Lügnerin“ „Nein, bin ich wirklich nicht“ „Doch“ „Nein“ „Doch“ „Beispiel?“ „ARMYs“ „Das... wo ist meine Spontanität hin?“ „Ich glaub, die hab ich mir kurz ausgeliehen“ „Gib sie mir zurück“ „Nö“ „Dieb“ „Ich zieh nicht deine Klamotten an“ „Ich hab angeboten, mir meine zu holen“ „Und ich hab nein gesagt. Aber du solltest öfter meine Pullis anziehen“ „Warum?“ „Weil du süß aussiehst“ „Nur wenn ich deine Pullis anhab?“ „Natürlich immer, aber dann besonders süß“ Er klappte seinen Laptop zu und legte ihn beiseite. Dann drehte er sich zu mir und sagte: „Als ich mich von dir getrennt hatte, das waren nicht mal zwei Tage, hab ich dich so unendlich dolle vermisst. Und da hab ich dich die ganze Zeit gesehen. Jetzt bist du zwei Wochen nicht bei dir und ich kann dich nicht mal sehen. Wie soll ich das aushalten?“ „Denkst du, mir geht’s besser?“ „Du könntest doch einfach heimlich-” „Nein, das vergisst du mal ganz schnell wieder! Wir machen es nur schlimmer“ „Dann darf ich dich aber jeden Tag anrufen. So oft, wie ich will“ „Darfst du“ „Ich muss jetzt noch einmal los“, meinte er und setzte sich auf. „Wohin“ „Dir ne neue Handynummer besorgen. Ich hab kein gutes Gefühl, wegen dem anderen Spacko...“ Ich nickte und ging in mein Zimmer. Dort suchte ich den ganzen Papierkram von meinem Handyvertrag. Das gab ich dann mit meinem Handy zusammen meinem Freund. Allerdings nicht, ohne davor die Nachricht von Yuna zu löschen. „Okay, ich bin gleich wieder da. Du fängst einfach schonmal an, deine Sachen zu packen“, schlug er vor. „Aber was, wenn ich nicht zu ihnen darf?“, fragte ich unsicher. Jimin lachte: „Glaub mir, dass ist das kleinste Problem! Schwerer wird’s, dich wieder von ihnen weg zu bekommen“ Ich lachte auch, küsste meinen Freund und ging dann wieder in mein Zimmer, um einen Koffer zu holen. Nachdem ich gefühlt meinen halben Kleiderschrank leergeräumt hatte, ging ich noch rüber in Jimins Zimmer und nahm mir fünf seiner Pullis in unterschiedlichen Farben. Als ich gerade wieder zurück wollte, fiel mir sein Parfüm auf, das in seinem Regal stand. Ich griff danach und setzte meinen Weg fort.
    Ich hatte alles, außer mein Make-Up und sonstige Gesichtspflegeprodukte, eingepackt und lag, an die Decke starrend, in meinem Bett. Ich musste mir wirklich überlegen, wie ich das mit Siwon Jimin nur sagen sollte. Ich hatte so unendlich große Angst davor. Was wäre, wenn er es erfahren würde, wenn er in Japan ist? Wie würde er reagieren? Er hatte ihn bewusstlos geschlagen, als er mich geküsst hatte, also was wird er machen, wenn ich ihm sag, dass er mit mir geschlafen hat und mir davor höchstwahrscheinlich noch was in den Cocktail geschüttet hat? „JIMINSSI!“, hörte ich Jk auf dem Gang rufen. Ich seufzte und schrie dann zurück: „KOMM HIER RÜBER“ Er machte die Tür auf und fragt mich verwundert: „Wo hast na Jimin gelassen?“ „Der holt mir ne neue Handynummer. Warum?“ „Yoongi wollte mit ihm reden, weil er dir nicht glau- ...weil er mit ihm reden wollte“ „Was glaubt mir Yoongi nicht?“ „Nichts“ Ich zog eine Augenbraue hoch und wiederholte: „Was glaubt Yoongi mir nicht? Ich bin nicht dumm, Jeon Jungkook!“ „Vergiss es einfach. Was habt ihr so gemacht?“, versuchte er das Thema zu wechseln. Aber ich stand auf und ging an ihm vorbei nach unten, wo ich genervt wissen wollte: „MIN YOONGI, WAS GLAUBST DU MIR NICHT?“ „SAG MAL JUNGKOOK, WAS KANNST DU EIGENTLICH? JIMIN WOLLTE ICH SPRECHEN, NICHT DIE!“, brüllte der Rapper zurück. Ich ließ mich auf die Couch fallen und erklärte: „Jimin ist aber nicht hier. Also, was ist das Problemchen?“ „Das du mir keine Märchen erzählen kannst“, antwortete er. Ich bekam etwas Angst, ließ es mir aber nicht anmerken. „(D/n), was war wirklich im Club los?“, fragte er mich ernst. Ich nahm all meine Schauspielkunst zusammen und sah ihn verwirrt an: „Hab ich doch schon erklärt. Ich-” „Okay, Jimin glaubt dir das vielleicht, aber ich nicht! Was war und jetzt sag endlich die verdammte Wahrheit. Jetzt ist Jimin ja auch nicht da...“ Sie sahen mich alle mit großen Augen an und hinter mir hörte ich Kook wieder die Treppe runter kommen. Ich wurde etwas nervös, ließ mir das aber nicht anmerken und log: „Das ist die Wahrheit“ „Okay, aber warum bist du dann so angespannt?“, hackte Jin nach. Ich verschränkte die Arme und widersprach: „Bin ich überhaupt nicht!“ Tae bot an: „Wir sagen Jimin auch nichts, wenn du‘s nicht willst“ Kurz spielte ich mit dem Gedanken, es ihnen wirklich zu sagen, entschied mich dann aber doch dagegen. Ich kann es ja nicht jedem außer ihm sagen. „Ich hab nicht gelogen! Glaubt mir“ Sie sahen mich immer noch kritisch an und Joonie bat mir an: „Okay, sag jetzt einfach nur, ob du gelogen hast, oder nicht. Wir werden Jimin nichts sagen und du musst auch nicht die Wahrheit sagen“ „Ihr nervt mich! Aber... vielleicht hab ich alles ein ganz ganz ganz ganz kleines bisschen... umgewandelt. Aber nur damit Jimin nicht... er hätte... überreagiert. Aber ich hab fast die Wahrheit gesagt!“, gab ich zu, aber selbst das war nicht die Wahrheit. Ich hatte das nicht ein bisschen umgewandelt, ich hatte einfach ne komplett neue Geschichte erfunden an der nichts mit der Wirklichkeit übereinstimmte. Aber das konnte ich ja schlecht so sagen. Da mich immer noch alle sechs anstarrten; sah ich auf den Boden. Der Maknae drehte meinen Kopf so, dass ich ihm in die Augen sehen musste und fragte dann: „Okay, und jetzt sag mal, was du alles ein ganz kleines bisschen umgewandelt hast“ „Ihr habt aber-”, wollte ich mich beschweren, dass sie es nicht dabei beließen, aber Yoongi unterbrach mich: „Vergiss, was Namjoon gesagt hat. Erzähl jetzt einfach die Geschichte ohne die kleinen Umwandlungen“ Ich schwieg. „Sonst erzählen wir deinem Freund, dass du gelogen hast!“, drohte Hobi. „Ihr habt versprochen, dass ihr ihm nichts sagt!“, erinnerte ich sie. Tae widersprach mir: „Joon Hyung hat das versprochen, wir fünf haben gar nichts versprochen“ „Na gut...“

    Weil ich gemein bin, hör ich einfach wieder an na spannenden Stelle auf 😂
    Bis morgeeeeen👋

    51
    51. Kapitel

    Ich atmete tief durch und fragte: „Und was genau wollt ihr wissen?“ „Alles“, antworteten sie gleichzeitig. „Okay, dann versprecht jetzt alle mal, dass ihr Jimin nichts sagt!“, verlangte ich. Sie nickten und sahen mich gespannt an. „Also... es gab keinen DJ, der mein Handy hatte, es gab keine gratis Drinks und ich hab auch bei keiner Sunmi geschlafen“, fing ich an. Jin unterbrach mich: „Also war nichts von dem, was du gesagt hast, wahr?“ Ich nickte langsam. „Ich sag nur ein einziges Wort, mehr nicht, verstanden?“, meinte ich, da ich einfach nicht alles erzählen wollte. „Solange das Wort auch wirklich was mit der Sache zu tun hat, lass hören“, stimmte Jk zu. „Siwon“, nuschelte ich sehr leise, in der Hoffnung, sie würden es nicht verstehen. Aber sie hatten es alle verstanden, standen auf und fragten wütend: „WAS HAT ER GEMACHT?“ „Ein Wort“, erinnerte ich sie. „Okay, wenn du‘s nicht Jimin sagst... Handy her, wir rufen ihn an!“, verlangte Tae. „Jungs, mein Handy ist bei Jimin!“, wiederholte ich. „Dann sag die Nummer...“, drängelte Yoongi. Ich runzelte die Stirn: „Seh ich so aus, als wüsste ich die auswendig. Und außerdem hat Jimin die Nummer komplett gelöscht“ „Okay, dann hol deinen Laptop. Wir wissen nämlich, dass der mit deinem Handy gekoppelt ist. Und dann rufen wir halt seine große Schwester an, mir egal“, meinte Hobi. Da ich nicht aufstand, rann Jk hoch und kam eine Minute mit meinem Laptop unterm Arm wieder runter. Nachdem ich ihn entsperrt hatte, scrollten sie durch meine Kontakte und tippten Yumis Nummer in Taes Handy, dass sie davor natürlich auf Anonyme Anrufe gestellt hatten.
    Yumi: „Hallo?“
    Taehyung: „Hallo. Ist Siwon bei dir?“
    Yumi: „Ehm, wer bist du?“
    Yoongi: „Das ist uninteressant. Weißt du, wo Siwon ist?“
    Yumi: „Ja, bei sich zu Hause“
    Seokjin: „Okay, dann sag die Nummer“
    Yumi: „Hat mein Bruder Schulden bei euch?“
    Hoseok: „Schlimmer. Also rück lieber schnell seine Nummer raus!“
    Yumi: „Okay... **** ******“
    Namjoon: „Danke und einen wunderschönen Samstag noch“

    Tae legte schnell wieder auf und Jk rief Siwon an, dessen Nummer er schon mitgeschrieben hatte. Er hob leider auch ab.
    Siwon: „Hallo?“
    Taehyung: „WAS IST DEIN PROBLEM?“
    Siwon: „Wer bist du?“
    Namjoon: „Erinnerst du dich noch an (D/n)?“
    Siwon: „Ah, Ich spreche hier mit BTS“
    Seokjin: „Korrekt! Was hast du mit (D/n) gemacht?“
    Siwon: „Frag sie doch“
    Yoongi: „Er hat aber dich gefragt, also antworte jetzt!“
    Siwon: „Sie hat euch also nichts gesagt, aber ihr beschuldigt direkt wieder mich?“
    Taehyung: „Sie hat genug gesagt“
    Siwon: „Und wo ist eigentlich Jimin?“
    Namjoon: „... unterwegs“
    Siwon: „Und (D/n)?“
    (D/n): „Hier“
    Siwon: „Du hast es ihm noch nicht gesagt, stimmt’s“
    (D/n): „Doch, er weiß Bescheid“
    Siwon: „Und, bringt er mich jetzt um?“
    (D/n): „Gut möglich, dass er das macht“
    Jungkook: „Was hast du gemacht, Siwon?“
    Siwon: „Sie hat ihren Drink stehen lassen und ich hab da dann wohl aus Versehen einen kleinen Tropfen Zaubermittelchen reingeschüttet. Als es ihr schlecht ging, hab ich sie dann nur mit zu mir nach Hause genommen. Den Rest könnt ihr euch selbst zusammenreimen“

    Ich begann zu wieder zu weinen. Alle sahen mich an und Hobi, der neben mir saß, umarmte mich.
    Yoongi: „Verlass dich drauf, dass er dich umbringt“
    Jungkook: „Und wenn er‘s nicht tut, machen wir‘s!“
    Jimin: „Was macht ihr?“

    Jimin stand im Flur und sah verwundert zu uns. Jk legte schnell auf und ich drehte mich weg, damit er nicht sehen konnte, dass ich weinte. „Hi Jimin“, sagten alle sechs gleichzeitig. Er fragte skeptisch: „Was ist los? Ach, Hobi, bitte fas meine Freundin nicht an, Okay?“ Hobi ließ mich los und ich versuchte, mir unbemerkt meine Tränen wegzuwischen. „Es ist ehm alles in bester Ordnung“, stammelte Jin. „Mit wem habt ihr telefoniert?“ „Wir haben nicht telefoniert“, log Tae. Er kam auf uns zu und als er meine roten Augen bemerkte wollte er wissen: „Warum hast du geweint?“ „Hab ich nicht. Ich hab nur ziemlich scharfes Buldak gegessen“, widersprach ich ihm. Er sah uns immer noch skeptisch an und meinte dann: „Ich bin nicht dumm, Leute! Was. Ist. Passiert?“ Da alle meine Mitbewohner zu mir sahen, tat Jimin es ihnen gleich. „(D/n)? Was ist? Bitte sag‘s mir einfach“ „I-I-ich kann nicht...“, stotterte ich. Er nickte, drehte sich um und rannte die Treppe hoch. „Jimin...“, rief ich ihm hinterher. Ich wollte aufstehen, aber Jin meinte: „Du hast mal gesagt, du bist kein Fangirl, das ihm hinterher rennt“ „JIN!“, maulte ich und setzte meinen Weg nach oben fort. Ich ging den Flur entlang und blieb vor Jimins Zimmer stehen. Man hörte keinen Mucks von drinnen. Ich zögerte kurz, klopfte dann aber. Er reagierte nicht. Ich ging rein und sah Jimin mit ausgestreckten Armen auf seinem Bett liegen. „Geh raus“, befahl er. Aber ich schloss die Tür hinter mir und widersprach: „Nein!“ „Ich will aber nicht mit der reden“ „Hör auf, du bist 25 Jahre alt, keine drei!“ „Was willst du?“ „Dir erklären, warum ich dir das nicht sagen kann“ Er setzte sich auf und sah aus seinem Fenster. Dann fragte er: „(D/n), du bist mir so unendlich wichtig. Aber wie stellst du dir denn vor, dass diese Beziehung funktioniert, wenn wir nach so kurzer Zeit nicht mal mehr miteinander reden können? Das kann so wirklich nichts werden“ „Jimin, nein! Bitte, ich... versuch‘s... Ich will ja auch, aber es ist einfach schwer“ „Dann versuch‘s, ich hör zu“ Ich setzte mich zitternd neben ihn und versuchte dann, alles zu erklären: „Okay... Aber versprich mir erst, dass du nicht ausrastest“ „Ich breche meine Versprechen sehr ungerne, darum mach ich das lieber nicht...“ „Man, das macht‘s nicht gerade leichter... Aber... Es ist... Ich kann das wirklich nicht. Es geht einfach nicht“ „Was um Himmels Willen hast du verbrochen, dass du es den sechs Deppen da unten sagen kannst aber mir, deinem Freund, nicht?“ „Die haben das zu sechst aus mir raus gequetscht. Eigentlich hab ich es ihnen ja nicht mal gesagt“ Er nickte und dachte nach. Dann drehte er sich zu mir, drückte mich nach hinten und hielt mich fest. „Und ich zwinge dich jetzt dazu, es mir zu sagen“, sagte er und sah mir tief in die Augen. „Lass mich bitte los“ Er schüttelte den Kopf. „Du tust mir weh“ „Ich lass dich sofort los, wenn du es mir gesagt hast! Und wenn du nichts sagst, rede ich nicht mehr mit dir“, wiederholte er und drückte mich tiefer in die Matratze. Ich versuchte seine Hände von meinen Schultern wegzureißen, war aber zu schwach. „Jetzt sag schon, ich will dir nicht noch länger weh tun“, bat er mich. Er war einfach wieder ein komplett anderer Mensch. Ich konnte es nicht glauben, aber dieser Mann hatte vorhin noch mit mir gelacht und war die ganze Zeit so süß und jetzt sah er mich so kalt an, dass ich schwören könnte, er hätte nicht die geringsten Gefühle für mich. Ich hatte inzwischen Tränen in den Augen, aber schwieg weiter. Nach ungefähr einer Minute ließ er mich los. „Okay, wenn du mir nichts sagst, frag ich eben die Jungs“, beschloss er und stand auf. Ich wollte ihn aufhalten und rief noch: „Jimin, bitte“, aber er hörte nicht und ging runter. Ich wusste nicht was ich machen sollte. Eigentlich könnte ich es ihm ja auch einfach sagen, aber es ging nicht. Es war wie eine Blockade im Kopf. Ich wusste zwar, dass die Jungs mir versprochen hatten, Jimin nichts zu sagen, aber ich konnte mir gut vorstellen, dass sie dieses Versprechen brechen würden. Ich ging rüber in mein Zimmer und wollte mich vor mein Fenster setzten, stand dann aber doch noch einmal auf, um die Tür abzuschließen. Nur falls Jimin auch auf mich wütend wäre, was ich zu 100% nachvollziehen könnte. Ich dachte noch einmal über alles nach, was Jimin gesagt hatte. Hatte er darüber nachgedacht, mit mir Schluss zu machen, oder wollte er mir nur ein bisschen Druck machen? Und wie sollte das jetzt überhaupt weitergehen, wenn er gleich Bescheid wüsste? Ich wollte es eigentlich gar nicht wissen... Auf einmal klopfte es an der Tür. Ich reagierte nicht. Nach ein paar Sekunde hörte ich Namjoons Stimme: „Sind nur wir, Jimin und Tae sind mit Tannie Gassi“ Da ich immer noch nicht reagierte, sagte Jk: „Wir haben ihm nichts gesagt. Und jetzt mach die Tür auf“ Ich sperrte auf und setzte mich wieder hin. Dann begann Hobi mit einer Predigt: „(D/n), sag es ihm verdammt noch einmal einfach! Er lässt jetzt eh nicht mehr locker! Also red mit ihm, wenn er wieder da ist!“ „Er redet aber nicht mehr mit mir“, sagte ich. „Okay, dann zwingen wir euch eben dazu, miteinander zu sprechen. Tae beruhigt ihn jetzt ein bisschen und dann geht ihr zwei eben die Sachen für heute Abend einkaufen!“, beschloss Jin. Ich wollte gerade protestieren, aber sie gingen schon wieder aus meinem Zimmer. „Ich darf aber nicht mit ihm raus! Hat Bang PD gesagt!“, widersprach ich. „Dann habt ihr offiziell die Erlaubnis Bang PD zu ignorieren, ausnahmsweise!“, rief Joon, dann waren sie wieder unten. Na hervorragend! Ich suchte schonmal einen schwarzen Bucket Hat und einen Mundschutz. Dann ging ich nach unten, was trinken. Jin kam in die Küche und fragte: „Hast du heute schon was gegessen?“ Ich schüttelte den Kopf: „Aber ich hab auch keinen Hunger“ „Wir haben 14 Uhr, du musst mal was essen!“ „Ich ess was, wenn wir wieder da sind“ Dann ging ich ins Wohnzimmer, wo ich mich neben Hobi und Jk setzte, die gerade eine Einkaufsliste schrieben. „Leute, wer soll 20 Tüten Chips essen? Und 35 Tafeln Schokolade?“, fragte ich kritisch. Sie zuckten mit den Schultern und Hobi meinte: „Lieber zu viel als zu wenig“ „Aber noch einmal, wenn uns jemand sieht, dann sind wir komplett am Arsch! Joon, das kann doch nicht dein Ernst sein“, versuchte ich noch einmal, mich irgendwie rauszureden. Er schlug vor: „Okay, dann sperren wir euch eben zusammen ein, bis du‘s ihm gesagt hast, ist mir auch egal“ Ich seufzte, diskutierte aber nicht weiter. Zehn Minuten später kamen die zwei dann auch wieder. Tannie rann direkt in Wohnzimmer und legte sich auf die Couch. „Ah Jimin, du kannst brauchst dich gar nicht ausziehen. Du musst noch für heute Abend einkaufen. Achso, und nehm (D/n) mit“, begrüßte Jin ihn und ging dann nach oben. Jk kam auf ihn zu, reichte ihm eine Maske und meinte dann nur: „Tschüss, bis später“ Tae zog seine Schuhe aus und setzte sich dann neben seinen Hund. Hobi schubste mich vom Sofa und winkte: „Tschüss, bis dann!“ Ich verdrehte die Augen und zog mir meine Schuhe an. Jimin hielt mir die Tür auf und folgte mir dann zum Auto. Wir schwiegen erst einige Minuten, dann räusperte Jimin sich aber und fragte: „Hab ich dir weh getan?“ „Geht schon“, antwortete ich knapp. „Wollte ich nicht...“, entschuldigte er sich. Einige Minuten später hielt er an einer roten Ampel und sah mich an: „Kannst du nicht wenigstens sagen, um was es geht?“ „Um... letzte Nacht“ „Doch was mit dem DJ, ich wusste es!“, regte er sich auf. Ich stellte schnell klar: „Kein DJ! Und jetzt schau auf den Verkehr, es ist grün!“ Er fuhr weiter und hielt vor einem Supermarkt. Nachdem wir uns unsere Masken aufgesetzt hatten und uns noch einmal umgeschaut hatten, steigen wir aus und liefen möglichst unauffällig rein. „Okay, wir teilen uns auf, das geht schneller und sicherer, falls mich jemand erkennt“, beschloss Jimin und zählte dann auf, was ich alles holen sollte. Er selbst ging dann in eine andere Ecke des großen Ladens. Als ich vor dem Gummibärchenregal stand, schielte ich zu meinem Freund. Er packte gerade Sprite in den Einkaufswagen. Als ich mich wieder wegdrehen wollte, fiel mir ein Mann auf, der nicht weit von ihm entfernt stand: Siwon.

    Ja, ich liebe diese Cuts. Morgen, um 15 Uhr geht’s weiter😁

    52
    52. Kapitel

    Das gibt’s doch gar nicht! Kann man mehr Pech haben? Es sah nicht so aus, als hätte einer von beiden den Anderen bemerkt. Da Siwon sich gerade einem Regal zuwandte, nutze ich diese Chance und rann schnell zu Jimin. Ich nahm seine Hand und zog ihn den Gang nach hinten. Er sah mich verwirrt an: „Was ist los?“ „Sag einfach kein Wort und dreh dich nicht um! Bitte!“, flehte ich ihn an. „Du zitterst“, fiel ihm auf. „Ich sagte, du sollst leise sein“, flüsterte ich. „Warum?“, fragte er in normaler Lautstärke und sah mich mit gerunzelter Stirn an. Ich antwortete nicht mehr und versuchte trotz meiner Angst ruhig weiter zu atmen. „ARMYs? Bang PD? Wer ist da?“, fragte er, diesmal aber auch leise. Ich schüttelte nur leicht den Kopf. Er wollte sich umdrehen, aber ich griff schnell nach seiner zweiten Hand und bat ihn noch einmal: „Bleib hier stehen! Bitte!“ Er sah die Panik in meinen Augen und blieb ruhig stehen. „Alles gut...“, flüsterte er nur und versuchte, mich zu beruhigen. Drei Minuten später, die sich aber wie Stunden angefühlt hatten, dachte ich, wir könnten wieder gehen, aber da wurde Jimin seine Kapuze runter gezogenen und jemand legte den Arm um ihn. „Hi Kumpel, ich hätte dich fast übersehen“, begrüßt Siwon ihn grinsend. Doch dieser lachte nur: „Willst du noch einmal gegen mich verlieren, oder was? Verpiss dich einfach, verstanden?“ Der andere klopfte ihm auf die Schulter und meinte: „Also, in meinen Augen sind wir quitt, ich wollte dir nur noch einmal die Chance geben, dich zu rächen“ „Für was?“ „Ach, es stört dich gar nicht, wenn andere Männer mit deiner Freundin schlafen? Merk ich mir“ Jimins Grinsen verschwand, dafür bildete sich jetzt ein breites auf Siwons Gesicht. „WAS?“, schrie Jimin etwas zu laut, denn dann hörte man im Gang neben uns ein Mädchen kreischen: „PARK JIMIN?“ Das führte dazu, dass ungefähr 15 weiter Kunden aufsahen. Wir sahen uns alle drei kurz an und dann geschah etwas sehr unerwartetes. Siwon riss mich von Jimin weg und zog mich ein paar Gänge weiter. „Fass mich nicht an!“, fauchte ich. „Soll ich dich lieber bei ihm stehen lassen, damit die Presse kommt?“, fragte er. „Jetzt tu doch nicht so, als würdest du helfen wollen!“ „Mach ich gerade aber. Ich hab andere Pläne, wie ihr eure Beziehung veröffentlicht müsst damit ihr beide gehatet werdet“ „Lass mich jetzt los!“ „Nein!“ „Doch!“ „Sei leise!“ „Was wenn nicht?“ „Dann küss ich dich!“ Ich sagte kein Wort mehr und drehte mich weg. „Wo hast du dein Handy?“, fragte er mich nach ein paar Minuten. „Zu Hause, warum?“ „Weil er, glaub ich, ein paar Bodyguards braucht, die ihn hier rausholen“ „Da kannst du ihm ja helfen. Musst nur ein paar Mädels zur Seite schubsen, das kannst du ja gut“ „Das mach ich mit Sicherheit nicht!“ „Hab ich dir eigentlich schon mal gesagt, sie sehr ich dich hasse?“ Er lachte: „Hat sich letzte Nacht aber anders angehört...“ „Halt die Fresse!“ Er packte mich am Arm und zog mich aus dem Laden in sein Auto. „Lass mich sofort gehen“, sagte ich so laut wie ich konnte, aber aufgrund meiner Angst, die ich immer noch hatte, hörte man das kaum. Nachdem er mich angeschnallt hatte und auf die Andere Seite ging, stieg ich schnell wieder aus und rann zurück in den Laden. Dort hatte sich um Jimin eine große Ansammlung von ARMYs gebildet, die alle rum kreischten. Siwon war nur noch wenige Meter von mir entfernt. Ich schaute mich panisch um und bemerkte dann ein Toilettenschild, auf welches ich dann zu rannte. Es war niemand drinnen. Ich ging schnell in die erste Kabine und wollte zusperren, aber Siwon war schon da und hielt die Tür auf. „Du hast es damit nur noch schlimmer gemacht!“, sagte er und grinste mich an. Er riss die Tür auf und kam rein. Da es so eng war, konnte ich nur einen Schritt zurück und stieß dann schon an der Wand an. „Komm keinen Schritt näher“, warnte ich ihn. „Was wenn doch? Dir kann niemand helfen. Jimin ist mit Fans beschäftigt und alle anderen sind nicht hier“ Ich begann zu weinen. Da er auf mich zukam, schrie ich: „HILFE!“, dann küsste er mich aber schon. Ich tritt gegen seine Schienbeine aber er ging nicht von mir weg. Stattdessen spürte ich, dass er mir meine Hose auf machte und runterzog. „Siwon! Lass mich sofort gehen!“, befahl ich. Er lachte gehässig und fragte: „Was willst du dagegen machen?“ „Ich kann jetzt nicht viel machen, aber Jimin, wenn ich ihm das sage!“ „Wenn er überhaupt noch was mit dir zu tun haben will. Du hast versucht ihm etwas sehr wichtiges zu verheimlichen. Wer weiß, ob er das einfach vergessen kann“ „Was ist eigentlich dein Ziel?“ „Hast du‘s schon vergessen? Ich hab ihm versprochen, sein Leben zu zerstören. Das mach ich! Ich trenne euch“ „Das schaffst du nicht! Niemals!“ Er schüttelte den Kopf und attackierte dann wieder meine Lippen. Aber dann riss jemand die Tür auf, kam reingerannt und zog Siwon von mir weg. Ich ließ mich immer noch weinend auf den Boden fallen. Dann sah ich auf und: „Jimin?“ Doch er reagierte nicht, sondernd drückte Siwon gegen eine Wand und fauchte wütend: „Du fasst sie nie wieder an, verstanden?“ Der Andere versuchte sich loszureißen, aber schaffte es nicht. „Ich zeig dich an! Die Mädels von Blackpink haben deinetwegen große Probleme. Aber jetzt hab ich Beweise, dass du es von Anfang an warst!“ Er zog ihn zu der Hintertür, durch die er auch rein gekommen war. Dort sprach er mit irgendeinem Mann, dann fiel die schwere Tür wieder zu. Ich zuckte zusammen und wusste nicht was ich machen sollte. Jetzt war ich alleine. Aber... ich war es doch nicht. Schritte kamen auf mich zu und jemand setzte sich neben mich. Als ich meine Kopf drehte, sah ich in Jimins traurige Augen. „Du bist hier?“, fragte ich. Er zog mich an sich und flüsterte: „Natürlich bin ich hier. Ich hab gesehen, dass du hier reingerannt bist und er dir gefolgt ist...“ Nachdem ich mich wieder etwas beruhigt hatte, fragte er: „Warum hast du mir das nicht gesagt? Ich hätte dir geholfen!“ „Ich hatte Angst...“ „Du sollst aber keine Angst haben, mir was zu sagen! Du kannst mit mir über alles reden, Okay?“ Ich nickte. Da klingelte sein Handy. „Das ist Tae“, sagte er und ging ran.
    Jimin: „Hi“
    Taehyung: „Alles gut bei euch?“
    Jimin: „Nein, aber ja“
    Hoseok: „Bitte sprech nicht in Rätseln“
    Jimin: „Wir haben Siwon getroffen...“
    Namjoon: „Wow, was ein Zufall... Was hast du mit ihm gemacht?“
    Jimin: „Meinen Bodyguards mitgegeben und die bringen ihn zur Polizei“
    Jungkook: „Echt jetzt?“
    Jimin: „Er wollte es noch einmal machen. Ich zeig den Typen einfach an, dann hat Blackpink auch keine Probleme mehr...“
    Seokjin: „Und wo ist (D/n)?“
    Jimin: „Bei mir. Wir sind in na halben Stunden zu Hause“

    Er legte auf und packte sein Handy weg. Dann half er mir auf die Beine und zog mir meine Hose wieder hoch. „Ich verspreche dir, dass dich nie wieder jemand gegen deinen Willen so anfassen wird! Und wenn doch, kommt er damit nicht so lange ungestraft davon wie Siwon“ Ich lächelte leicht und nahm dann seine Hand. Er führte mich durch die Hintertür auf den Parkplatz, aufs Auto zu. Als ich drinnen saß, beschloss Jimin: „Ich hol noch kurz die Sachen. Du wartest hier. Ach und... ich hab noch was gefunden“ Er drehte sich hinter zum Rücksitz und gab mir eine weiße Tüte. Ich schaute rein und als ich sah, was es war, gab ich sie ihm schnell zurück. „Jimin, ich will mich wirklich nicht bis an mein Lebensende verschulden!“, sagte ich. Aber er widersprach mir schnell: „Was heißt denn verschulden. Niemand verschuldet sich hier. Das nennt man auch Geschenk. Und ich brings nicht zurück, der Sprit ist mir zu teuer. Und selber verwenden darf ich‘s nicht“ Dann gab er mir die Tüte lachend zurück. „Aber ich fühle mich verschuldet, weil ich kein Geld hab um dir so teure Geschenk zu kaufen“ „Ich hab doch schon das schönste Geschenk dieser Welt. Dich“ „Aber-” „Jetzt nimm’s einfach“ „... Danke!“ Er stieg wieder aus und ging in den Laden. Ich holte aus der Tüte die Schachtel von dem Geschenk, dass Jimin mir gekauft hatte: Ein iPhone 12 Pro Max. Wie unnötig kann man sein Geld eigentlich ausgeben? Mein altes Handy hatte zwar einen großen Sprung, aber es ging noch einwandfrei. Da wäre ein neues wirklich nicht nötig gewesen und erst recht nicht das aller neuste iPhone. Da hätte es ein Samsung S4 Mini auch getan. Aber gut... Ich packte es wieder ein, da ich es mit meinem Talent bestimmt direkt kaputt gemacht hätte und wartete, bis Jimin wieder kam.

    15 Minuten später lud er die Sachen dann auch schon in den Kofferraum und ließ sich auf den Sitz fallen. „Was? Wir haben schon halb drei?“, fiel ihm auf, als er auf sein Handy sah. Ich nickte: „Sieht danach aus...“ „Hast du schon gepackt?“ „Ja“ „Okay... ich bring dich jetzt heim, damit du dein neues Handy zum laufen bringen kannst. Ich fahr dann noch schnell zur Polizei und schau, was mit Siwon ist“ „Soll ich nicht mit?“ „Ne, lieber nicht...“ „Okay“ Er fuhr los und ich schaute nach draußen. Es war zwar eiskalt aber die Sonne schien ein bisschen. Eigentlich richtig schönes Wetter. Als wir mitten in der Stadt im Stau standen, fiel mir eine Gruppe von zwölf Männern auf. „OH MEIN GOTT! KNEIF MICH!“, schrie ich. Jimin sah verwirrt zu mir und fragte: „Was ist?“ „DA LÄUFT EXO!“ Er lachte: „Wenn wir da schnell hingehen und sagen, du bist meine Cousine, dann darfst du bestimmt ein Foto mit denen machen“ Ich sah ihn mit großen Augen an und nickte, von der Idee begeistert. Er schüttelte den Kopf, hielt dann aber auf dem nächsten Parkplatz am Straßenrand. Wir stiegen aus und Jimin bat mich noch: „Bitte bekomm keinen Anfall, Okay?“ Ich nickte und atmete tief durch. Dann liefen wir schnellen Schrittes auf sie zu. Sehun ließ seinen Kaffeebecher fallen und rief: „Leute, da ist Jimin von BTS!“ Die elf anderen Mitglieder sahen sich sofort um und machten große Augen, als sie Jimin erblickten. Nachdem wir sie begrüßt hatten, fragte mein Freund: „Ehm, meine Cousine ist ein großer Fan von euch. Darf sie ein Foto mit euch machen?“ Sie nickten und Chen fragte dann: „Wir sind ein großer Fam von dir, dürfen wir dann auch ein Foto machen?“ Jimin nickte lachend. Nachdem wir dann Bilder gemacht hatten und uns gerade verabschieden wollten, meinte Tao noch: „Hübsche Cousine hast du übrigens“ „Mhm, da hast du recht...“, stimmt Jimin zu und schubste mich unbemerkt ein paar Zentimeter nach hinten, warum ich mir ein Lachen verkneifen musste. Wir verabschiedeten uns und gingen wieder zum Auto. Als wir beide drin saßen, laberte Jimin los: „Ich wusste gar nicht, dass die BTS Fans sind. Hast schon Glück, mit nem Idol zusammen zu sein, sonst hättest du jetzt bestimmt kein Bild. Aber was hat, Ich weiß nicht wie der heißt, sich eigentlich erlaubt?“ „Er heißt Tao. Und er hätte das bestimmt nicht gemacht, wenn er gewusst hätte, dass ich nicht deine Cousine sondern deine Freundin bin“, beruhigte ich ihn. „Das hoff ich mal für ihn...“

    Zwanzig Minuten später hielt Jimin vorm Dorm. Ich nahm schnell die Tüte mit meinem Handy, stieg aus und rief dann noch: „Aber schlag ihn bitte nicht“ „Wenn er anständig ist, bin ich das auch. Ansonsten kann ich für nichts garantieren...“ „Denk dran, morgen musst du nach Japan fliegen! Bang PD wird nicht begeistert sein, wenn du dich wieder geschlagen hast“ „Jaja“ Er fuhr weiter und ich klingelte. Die Jungs machten auf und waren überrascht, als sie nur mich, ohne Jimin sahen. Ich ging an ihnen vorbei nach innen, zog mir meine Schuhe aus und legte mich strahlend aufs Sofa. „Lass mich raten... Du bist verlobt?“, fragte Jk. Die Anderen sahen ihn verwirrt an. Ich antwortete: „Nein, aber ich habe EXO getroffen! Wir haben mit ihnen gesprochen! Und sie sind BTS Fans. Und sie sind total nett! Und-” „Okay Okay, wir haben’s verstanden, du findest die ganz toll. Aber sag das lieber nicht, wenn Jimin in der Nähe ist“, unterbrach Yoongi mich. „Wo ist der eigentlich?“, fragte Joon. „Wer?“, fragte ich. „Jimin! Dein Freund! 1,74 Meter groß, 25 Jahre alt, erinnerst du dich?“, verarschte Tae mich. Ich verdrehte die Augen: „Der ist bei der Polizei, wegen Siwon. Ich durfte aber nicht mit“ „Ich hab’s doch gesagt! Der zögert das Packen so lange raus, damit er morgen sagen kann, er kann nicht mitfliegen!“, meinte Hobi. Ich sah sie mit gerunzelter Stirn an. Jin erklärte: „Der will bestimmt hier bleiben. Und darum packt er einfach nicht und sagt dann morgen, dass er ‚leider‘ doch hier bleiben muss“ „Naja, dann wird das mit seinem Plan aber doch nichts. Ich pack sein Zeug schnell“, beschloss ich und ging nach oben.
    Als ich eine halbe Stunde später dann fertig war, war sein Kleiderschrank zwar fast leer, dafür aber zwei Koffer voll. Ich ging wieder nach unten, wo Jk, Tae, Tannie und Yoongi auf der Couch lagen. „Ich brauch auch ne Freundin, die mir meinen Koffer packt“, meinte Jk, als er mich bemerkte. Ich hob den kleinen Hund hoch, ignoriere den Maknae und fragte: „Taeeeeee, darf ich Tannie mitnehmen zu den Mädels?“ „Ich würde nein sagen, weil mir der Hund leid tut, wenn er zwei Wochen lang nur verrückte Frauen um sich rum hat, aber mich würde er nerven, darum ja“, genehmigte er. Ich lächelte begeistert und ging dann mit Yeontan auf dem Arm hoch in mein Zimmer. Von dort holte ich mein neues und altes Handy und ging wieder runter. „Was ist das?“, fragte Yoongi. „Das sind zwei Handys“, erklärte ich und setzte mich hin. „Woher hast du denn das Geld dir ein iPhone 12 zu kaufen, wenn man fragen darf? Bank Überfall oder was?“, fragte Hobi, als er aus der Küche kam. „Ich kann’s mir wirklich nicht leisten, aber mein Freund muss sein Geld ja so unnötig ausgeben...“, erklärte ich. Sie lachten und nickten verstehend. Ich schaltete mein neues Handy an und ließ alles übertragen, was ja, wie gewöhnlich, mehrere Stunden dauert. Dafür legte ich sie einfach in die Küche und ging zurück ins Wohnzimmer. „Stört‘s jemanden, wenn ich ein K-Drama schau?“, fragte ich in die Runde. Alle Anwesenden sagten gleichzeitig: „JA!“ „Okay, damit müsst ihr jetzt aber leben“, meinte ich und suchte, Crash Landing on You‘ auf Netflix. „Müssen wir uns jetzt wirklich eine Staffel super kitschige Romanze geben?“, fragte Yoongi mich genervt. Ich nickte: „Ja, müsst ihr“ Nach einer Folge machte ich auf Pause. Es war schon ziemlich viel Zeit vergangen und Jimin war immer noch nicht hier. Ich griff nach dem Handy vom schlafenden Yoongi und hielt es ihm vors Gesicht, so dass es sich entsperrte. Dann rief ich Jimin an.
    Jimin: „Ja?“
    (D/n): „Alles gut bei dir?“
    Jimin: „Ach du bist‘s. Ja, alles okay“
    (D/n): „Wann kommst du?“
    Jimin: „Ich hab gerade noch die vier Mädels angerufen, die sollen noch kommen. Aber ich bin bald fertig“
    (D/n): „Okay...“
    Jimin: „Bis dann“
    (D/n): „Mhm“

    Ich legte sein Handy wieder weg und wusste nicht so richtig was ich machen sollte. Jk ging es scheinbar ähnlich wie mir, denn er fragte: „Mir ist langweilig, will jemand Overwatch spielen?“ Tae, Jin und ich nickten hastig und gingen nach oben, in sein Zimmer. Da ich in diesem Spiel noch nie gut war, sah ich den dreien zu, was aber sehr unterhaltsam war. Als ich dann aber auf die Uhr sah und es schon halb fünf war, fragte ich: „Kann mir jemand bitte mal sein Handy leihen? Ich will Jimin anrufen“ Weiterhin voll aufs Spiel konzentriert entsperrte Jin sein Handy und gab es mir. Da er seine sechs Kumpel allerdings nicht mit den richtigen Namen, sondern Insidern wie: Bananamilk und Gucciboy eingespeichert hatte, fragte ich: „Wie hast du ihn eingespeichert?“ „Jamless” Ich runzelte irritiert die Stirn, sagte aber nichts dazu. Ich rief an, aber Jimin ging nicht ran. Ich gab ihm sein Handy zurück und ging dann runter. „NAMJOON!”, rief ich. Er saß auf der Couch und schaute zu mir. „Jimin ist seit ein und halb Stunden bei der Polizei und geht nicht mehr an sein Handy. Ist das normal?“, fragte ich. Er zuckte nur mit den Schultern: „Wahrscheinlich” Dann wendete er sich wieder seinem Laptop zu. Ich seufzte und schaute dann, ob ich mein Handy wieder nutzen konnte. Und tatsächlich, es war schon fertig. Schnell rief ich Lisa an.
    Lisa: „Hallo? Wer ist da?”
    (D/n): „(D/n), Ich hab ne neue Nummer. Bist du bei Jimin?”
    Lisa: „Wir waren bis vor na halben Stunde mit Jimin bei der Polizei. Aber er ist auch schon los gefahren. Ist er noch nicht zurück?”
    (D/n): „Nein... Und er geht auch nicht an sein Handy...”
    Lisa: „Hmm... Vielleicht-“
    (D/n): „Warte, ich glaub er ist da”
    Lisa: „Okay, dann bis später”
    (D/n): „Ja, bis gleich”

    Ich legte auf und ging dann zur Tür. Jimin erschrack, als ich ihn umarmte und küsste. Dann sagte er lächelnd: „An so ne Begrüßung könnte ich mich gewöhnen” „Wo warst du? Ich hab mir Sorgen gemacht” Er hielt eine Tüte hoch: „Ich hab Power-banks gekauft, für den Flug morgen“ Ich verdrehte die Augen und aus dem Wohnzimmer hörte man Joon lachen: „Ich hab doch gesagt, dass alles gut ist“ Wir gingen wieder zu den Anderen, wo Jimin erstmal jedem eine Power-Bank gab. Ich setzte mich hin und wollte gerade etwas sagen, da bekam ich eine Benachrichtigung auf mein Handy. Ich sah sofort drauf und schrie: „Juhu, mein LieblingsYouTuber hat was hochgeladen!“ „Und der wäre?“, wollte Jimin wissen. „Luca. Achso, er ist Deutscher“, fiel mir ein und ich sah das Video an. Tae, der mit Jin und Jk inzwischen auch wieder unten war, verschränkte die Arme und fragte: „Bin ich der Einzige, der nur Bahnhof versteht?“ „Nein“, sagten alle gleichzeitig.
    Als das Video zu Ende war, scrollte ich durch mein Empfehlungen. Dann fiel mir ein Video auf. „Was hat man denn unter ‚BTS FIRE, Boy In Luv and DOPE cute version‘ zu verstehen?“, fragte ich meine Mitbewohner. Sie rissen die Augen auf Yoongi sagte schnell: „Das heißt übersetzt soviel wie: Auf keinen Fall anschauen!“ Ich lachte und klickte drauf. Alle sieben schreien noch: „NEIN“, aber das ignorierte ich. „Ah, gar nicht gut...“, meinte Jin. Als ich das Video fertig geschaut hatte bekam ich den Lachanfall meines Lebens. Dann scrollte ich etwas in den Kommentaren und las vor: „Suga, deine Fans wollen wissen, wie die dich überredet haben, da mitzumachen?“ „Das weiß ich nicht...“, antwortete er. „Namjoon, kann es sein, dass du das bereust?“, las ich weiter in den Kommentaren. Er nickte. Ich legte mein Handy weg und fragte: „Jetzt aber ernsthaft. Wie kommt ihr auf sowas?“ „Das passiert, wenn wir um 3 Uhr Nacht unsere Performance planen und alle Vorschläge umsetzten wollen. Nein, keine Ahnung, wer diese Idee hatte“, antwortete Hobi mir. Ich lachte und Jimin lenkte schnell von Thema ab: „(D/n), wir müssen noch einmal kurz sprechen, bevor die Anderen kommen. Ich nickte und wir gingen nach oben, in sein Zimmer. „Wegen Siwon. Aber, wenn du‘s nicht hören willst, ist das auch okay...“, fing er an. Ich schüttelte den Kopf: „Ne, erzähl“ Er räusperte sich und erzählte dann: „Du warst nicht die Erste, dachte ich mir aber schon fast. Er hatte bis jetzt noch nicht die Chance, so weit, wie bei dir, zu gehen, und ist darum immer mit Verwarnungen davon gekommen. Ich weiß eigentlich eh schon, dass ich das machen werde, wollte aber noch einmal mit dir drüber sprechen. Blackpink hat noch Probleme mit YG und der mit der Polizei. Wenn wir Siwon anzeigen, sind die ihre Probleme los und wir ihn. Die Strafe dafür ist nämlich Freiheitsstrafe. Mindestens zwei Jahre“ Ich riss die Augen auf: „Was? Mindestens zwei Jahre Knast?“ Er nickte. „Und du willst ihn anzeigen?“, fragte ich. „Ja. Und wie gesagt, ich wollte mit dir mal drüber gesprochen habe, aber umstimmen kannst du mich nicht“ „Ja... Ich versteh dich schon, aber zwei Jahre... das ist schon lang“ „Dann hoffen wir mal, dass das genug Zeit für ihn ist, um sein Leben zu überdenken...“ „Und wann machst du das?“ „Erst wenn wir wieder zurück sind. Und darum bitte ich dich, und das ist wirklich mein voller Ernst, bleib bei den Mädels im Dorm. Ich bin in Tokio, da kann ich dir nicht helfen. Also bleib einfach im Dorm! Verstanden?“ Ich nickte hastig. Er seufzte: „Ich finde die Idee, dich hier zwei Wochen alleine zu lassen, ja gar nicht gut...“ „Ich bin nicht alleine“ „Auf die vier verlass ich mich da gar nicht“ „Aber auf mich kannst du dich verlassen. Ich werd im Dorm bleiben, versprochen“ „Na gut... Gehn wir runter?“ Ich nickte und drehte mich wieder um.
    Als wir unten waren fragte Hobi lachend: „Wen willst du in den nächsten zwei Wochen eigentlich den ganzen Tag angaffen, Jimin?“ „Das weiß ich auch noch nicht... Aber da gibt es bestimmt ein paar hübsche Frauen“, meinte dieser. Ich drehte mich um und sah ihn mit einem Todesblick an. Er lachte: „Meintest du nicht vorhin noch, du bist nicht eifersüchtig?“ „Bin ich auch nicht“, log ich und setzte mich auf die Couch. „Nö, gar nicht“, meinte Tae sarkastisch und legte sein Handy weg. „Wann kommen die Anderen eigentlich?“, lenkte ich ab. Alle zuckten nur mit den Schultern. Ich verdrehte die Augen, und wollte ihnen gerade schreiben, da klingelte es. Joon schnipste: „Doch, ich weiß es. Jetzt!“ Ich ging zur Tür um aufzumachen, aber da standen nicht Blackpink oder TXT, da stand Bang PD. „Oh, Hallo, kommen Sie rein“, begrüßte ich ihn verwundert. Er ging rein und lief ins Wohnzimmer. Jk war an seinem Handy und hatte noch nicht gemerkt, dass da nicht seine Freunde, sondern sein Chef stand und meinte: „Habt ihr was zu fressen dabei?“ Jin stieß ihn in die Seite und als er aufsah, erschrack er: „Ohhh, Ehm... Hallo“ „Was gibt‘s denn?“, wollte Hobi wissen. „Jimin, willst du mir was erzählen?“, fragte er und sah meinen Freund komisch an.

    53
    53. Kapitel

    Jimin meinte nur etwas verwundert: „Eh, ich glaube nicht...“ „Okay, und warum hast du Probleme mit der Polizei?“ „Ich? Nein, ich doch nicht! Ich war dort um jemanden anzuzeigen“, stellte er schnell klar. „Und wen?“, fragte Bang PD kritisch weiter. „Den, mit dem ich mich letztens geprügelt hab“ „Und warum?“ „Weil er meine Freundin vergewaltigt hat. Ist das ein Grund?“ „Oh... Ja, das ist ein Grund... Soll ich dir einen Anwalt besorgen?“ „Ne, passt schon. Aber ne Gehaltserhöhung wäre cool“ Wir sahen ihn verwundert an. Joon fragte dann die Frage, die wir uns alle stellten: „Wofür brauchst du denn jetzt ne Gehaltserhöhung?“ „Man kann doch mal fragen, vielleicht hätte ich ja eine bekommen“, antwortete Jimin. Bang PD schüttelte lachend den Kopf und meinte dann: „Dann geh ich mal wieder. Ihr wartet ja scheinbar auf die fünf anderen Jungs“ Jin fragte: „Woher weißt du das? Hast du uns etwa gestalkt?“ „Ne, aber euer Maknae hat nach Fressen gefragt“, erklärte der Andere und ging dann auf den Gang. „Bis morgen früh“, riefen die Jungs noch, dann fiel die Tür zu. „Jimin?“, sagte ich. Er sah mich unschuldig an aber ich fragte: „Warum hast du mich angelogen?“ „Hä“, meinte er nur und verstand nicht, was ich wollte. „Du hast gerade gesagt, dass du Siwon schon angezeigt hast, mir hast du aber gesagt, du machst es erst, wenn ihr wieder da seid“ „Ach das... Ich musste dich ja dazu bringen, nicht aus dem Haus zu gehen... Siwon ist ja leider nicht der einzige gestörte Typ. Nennen wir es Notlüge“ Ich verdrehte die Augen beließ es aber dabei. Dann klingelte es wieder. „Ich hab mich vor einer Minute hingesetzt, kann mal bitte jemand anders aufmachen?“, fragte ich genervt. Niemand bewegte sich. „Jungs, ich mein’s ernst!“, wiederholte ich. Da wieder niemand reagierte stand ich auf und machte die Tür auf. Dort standen Jisoo, Jennie, Chaeyoung und Lisa, alle mit einem Koffer. Sie umarmten mich und gingen nach innen, wo Lisa die Jungs mit: „Wo sollen wir schlafen?“, begrüßte. Alle sahen auf und Jin meinte: „Eh, ihr schlaft überhaupt nicht hier!“ Jennie widersprach: „Doch! Wir fahren nicht mehr mitten in der Nacht Taxi“ Jungkook lachte: „Ihr habt Angst? Ernsthaft?“ „Ah, du und Tae schlafen auf der Couch damit wir bei euch im Zimmer schlafen können? Wie nett, Dankeschön“, sagte Rosé und ging zur Treppe. „Was? Nein“, beschwerte Tae sich. „Zwei können bei mir im Zimmer schlafen, ich bin ja sowieso bei Jimin. Und von euch kann sich ja auch noch jemand ein Zimmer teilen, dann wäre das geregelt“, beschloss ich. „Okay, ich geh mit Jennie in Jk‘s Zimmer. Der hat einen PC, einen Fernseher und ne PlayStation“, meinte Jisoo begeistert. Joon regte sich dann auf: „Halt mal! Wir sind kein Hotel! Das könnt ihr ja mal sowas von vergessen!“ Die vier ignorierten ihn und gingen nach oben. Als Ich mich gerade wieder hingesetzt hatte, klingelte es schon wieder. „Nein! Ihr wollt mich doch verarschen! Ich mach nicht auf, ihr könnt euch auch alle bewegen“ Yoongi schubste mich vom Sofa und Tae meinte: „Hey, wenn du eh schon stehst, kannst du vielleicht schnell mal die Tür aufmachen“ „Ich hasse euch“, sagte ich bevor ich zum hundertsten Mal diese verdammte Tür aufmachte. „Sagt mal, warum wollen jetzt alle hier schlafen?“, begrüßte ich die fünf, als ich bemerkte, dass sie auch Gepäck dabei hatten. „Das mit dem Nachts heimgehen hat noch nie geklappt. Diesmal waren wir schlauer und haben ein paar Klamotten mitgenommen“, erklärte Beomgyu. Dann gingen sie nach innen. „Ihr dürft hier schlafen, aber die vier Frauen müssen gehen! Das macht mir Angst“, rief Jk so laut, dass die Vier oben es auch hören konnten. Ich bot an: „Ihr könnt ja im Kühlschrank schlafen, da stehen schon ein paar Flaschen. Auf fünf mehr oder weniger kommt’s da nicht mehr an“ Man hörte Lisa im ganzen Haus lachen: „Der war gut, (D/n)!“ „Sagt mal, was macht ihr da oben eigentlich?“, fragte Hobi. Da keine Antwort kam, gingen wir nach oben. Schon auf der Treppe hörte man alle vier mit ganz hoher Stimme sprechen. Als wir oben im Gang waren, sahen wir auch mit wem. Tae rann los und nahm seinen Hund auf den Arm. Dann maulte er: „Spinnt ihr? Ihr macht dem Ärmsten doch Angst mit eurem Gequietsche!“ „Dein Hund findet uns aber toll! Kann er bei uns im Zimmer schlafen?“, fragte Jennie. „Mit Sicherheit nicht!“, antwortete Taehyung und ließ Yeontan wieder auf den Boden. Ich fragte: „Kann er bei Jimin und mir schlafen?“ „Nein! Auf keinen Fall!“, widersprach Jimin mir. „Wie wär‘s, wenn er einfach draußen schläft?“, scherzte Kai. Jisoo, die scheinbar denkt, er hätte das ernst gemeint, runzelte die Stirn: „Schlaf du doch draußen“ „Lasst uns das doch später diskutieren. Habt ihr Hunger?“, wechselte Jin das Thema und ging nach unten. Wir alle folgten ihm und schrieen: „JA!“ Sobald wir unten waren und uns alle hingesetzt hatten meinte Jin: „Okay, (D/n), du wolltest doch das Essen holen, oder?“ Ich sagte ironisch: „Eigentlich hätte ich ja wirklich richtig Lust drauf, jetzt in die Kälte zu gehen und irgendwo Essen zu holen, aber mein Freund lässt mich ja leider nicht alleine aus dem Haus. Aber du könntest ja fahren“ „Okay, dann muss Jimin halt mitfahren“, ergänzte Yoongi. „Warum eigentlich (D/n)? Habt ihr nicht auch einen Führerschein?“, stellte Jimin ne Gegenfrage. „Weil... einfach so. Stimmen wir ab. Wer ist dafür, dass (D/n) fahren muss?“, fragte Tae in die Runde. Alle außer Jimin und mir hoben die Hand. „Wollt ihr mich verarschen? Wir waren vorhin schon einkaufen. Und ich hab drei mal die Tür aufgemacht. Und ich hab Jimins Koffer gepackt. Und-”, zählte ich auf, wurde aber von meinem Freund unterbrochen: „Du hast meinen Koffer gepackt? Danke!“ „Warum hast du überhaupt seinen Koffer gepackt?“, fragte Rosé verwundert. Mir fiel ein: „Stimmt, ihr wisst‘s Ja noch gar nicht. Morgen früh müssen die sieben nach Tokio fliegen. Ich muss hier bleiben und zieh darum zu euch“ „Mega!“, freuten sich alle vier. „Jetzt fahrt doch bitte endlich!“, flehte Jk uns an. „Ihr seid alle so faul!“, meinte ich, stand dann aber auf und zog mir meine Jacke an. Jimin seufzte: „(D/n)ieeeee, ich will nicht schon wieder los!“ „Beweg dich jetzt, sonst sitzen wir morgen früh noch hier und diskutieren“, sagte ich und ging nach draußen. Eine Minute später kam Jimin dann auch raus und wir stiegen ein. Ich legte meinen Kopf auf seine Schulter und fragte verzweifelt: „Warum nerven die sechs mich heute so?“ „Ich weiß es nicht...“
    10 Minuten später hielt er vor einem indischen Restaurant und wir stiegen aus. Wir bestellten verschiedene Sorten Curry und wollten uns hinsetzten um zu warten, da kam eine Bedienung und entschuldigte sich: „Heute ist sehr viel los. Die Bestellung dauert ungefähr eine Dreiviertelstunde...“ Jimin winkte nur ab und fragte mich, sobald sie weg war: „Wollen wir bisschen spazieren gehen? Ich hab Angst, dass mich jemand erkennt...“ Ich nickte und wir gingen wieder nach draußen. Als er den Arm um mich legte, flüsterte ich schnell: „Jimin, nicht in der Öffentlichkeit!“ Er schmollte: „Doch, ich hab dich doch nur noch heute“ Ich verdrehte die Augen, sagte dann aber nichts mehr dazu. Stattdessen fragte ich: „Denkst du, ich kann das nächste Mal wieder mit?“ „Das hoffe ich... Das wird einfach schrecklich!“ „Bist du immer zwei Wochen weg?“ „Meistens nur ein paar Tage. Dann wieder kurz in Seoul und dann wieder irgendwo anders. Das hat mich auch nie gestört, ganz im Gegenteil. Und ich fände es wahrscheinlich auch nicht schlimm, wenn du mit könntest. Aber ohne dich... Ich hoffe einfach nur, dass es bei diesem einen Mal bleibt...“ „Was soll ich machen, wenn ich studiere? Dann kann ich nicht jede Woche woanders hin“ „Ich weiß... Das ist einfach alles so schwierig. Aber wir kriegen das schon irgendwie hin“ „Ja... hoffe ich“ „(D/n), du bist 19 Jahre alt. Wir haben noch so viel Zeit für uns. Da sollten wir uns keinen Kopf machen, wegen drei Jahren Studium und ein paar Jahren hin und her reisen“ „Aber was ist, wenn ich nicht in Seoul studieren kann und wieder nach Deutschland muss?“ „Du bleibst hier und da finden wir auch was, glaub mir“ „Und was, wenn-” „Hör bitte auf, dir so viele Gedanken zu machen. Ich würde dich, wenn ich die Wahl hätte, keine Sekunde alleine lassen! Aber die Möglichkeit hab ich leider nicht. Und darum müssen wir das Beste draus machen“ „Dann erklär mir mal, was gut daran ist, wenn ich dich zwei Wochen nicht sehe?“ „Ganz einfach, dass du mich danach noch mehr liebst, als jetzt“ „Noch mehr? Das geht?“ „Hm, das müssen wir testen!“ „Ich werde dich so vermissen“ „Bitte hör auf mir das zu sagen, sonst fühl ich mich nur noch schlechter“ „Aber ich werde dich wirklich vermissen!“ „Sag das nicht noch einmal!“ „Ich-” Er blieb stehen, drehte sich zu mir und küsste mich. Als wir den Kuss wieder brachen, meinte er: „Du kannst auch einfach sagen, wenn du willst, dass ich dich küss. Du musst nicht erst dafür sorgen, dass ich mich schlecht fühl“ Ich lachte nur und ging weiter. Nach einer viertel Stunde hörte man einen lauten Donner, nur wenige Kilometer entfernt. Ich zuckte kurz zusammen und ging einen Schritt auf meinen Freund zu. „Wie wär‘s, wenn wir zurück laufen? Nicht, dass wir noch nass werden“, schlug er vor. Ich nickte, wir drehten um und liefen zurück. Leider kamen wir aber doch nicht am Auto an, bevor es zu regnen begann. Wir mussten ungefähr fünf Minuten durch den prasselnden Regen rennen und kamen total durchnässt an. Jimin machte schnell die Sitzheizung an und fragte: „Ist dir kalt?“ Ich winkte nur ab: „Geht schon“ Ich nahm mein Handy raus und laß Nachrichten, sah aber auf, als ich Jimins Blick auf mir spürte. „Wenn mir vor zehn Jahren erzählt hätte, wie mein Leben heute aussieht, hätte ich das nicht geglaubt“, sagte er. Ich fragte verwirrt: „Was meinst du? Dass du K-Pop Idol bist?“ „Das wir jemals zusammen kommen. Spätestens als ich zu BigHit bin, hab ich dich abgehagt“ „Dein Ernst? Hättest du Stoffel mal deinen Mund aufbekommen, könnten wir schon jahrelang zusammen sein. Du wusstest ja, dass ich auch in dich verliebt war“ „Ich hatte halt trotzdem Angst. Und ich bin froh darüber. Sonst hätte ich mich von dir trennen müssen, als ich Trainee geworden bin. Und dann wär‘s das gewesen...“ „Stimmt schon...“ „Wie lange werden wir wohl noch mit den Jungs in Dorm leben?“ Ich lachte: „Bis die mich raus schmeißen“ „Nein, das war wirklich ne 100% ernst gemeinte Frage. Wann werden wir uns ne Wohnung suchen?“ „Naja, das macht zurzeit einfach noch keinen Sinn“ „Meinst du, weil wir erst so kurz zusammen sind? Wenn es darum geht-” Ich unterbrach ihn: „Nein, das ist es nicht. Aber... wofür brauchen wir ne eigene Wohnung, wenn wir beide bis Nachmittags unterwegs sind, ich abends arbeite und du öfters mal nach was weiß ich wohin musst?“ „Ja... da hast du schon irgendwie recht. Aber- warte, mein Handy“ Er nahm sein Handy aus seiner Jackentasche und verdrehte die Augen, als er sah, dass es Hobi war.
    Jimin: „Was?“
    Kai: „Wo holt ihr denn Essen, wenn man fragen darf?“
    Jimin: „Beim Inder“
    Jennie: „Beim Inder oder in Indien?“
    Jimin: „Hä?“
    Taehyung: „Ihr seid seit na Stunde weg! Wir verhungern gleich“
    (D/n): „Ihr wolltet, dass wir fahren!“
    Hoseok: „Aber ihr seid schon auf dem Heimweg, oder?“
    Jimin: „Nein, wir warten im Auto“
    Beomgyu: „Und auf was?“
    (D/n): „Auf was wohl? Natürlich aufs Essen!“
    Jungkook: „Dann sagt dem Koch mal, er soll schneller kochen!“
    Jimin: „Tschüss“

    Jimin legte auf und meinte nur genervt: „Was wollen die eigentlich?“ Ich zuckte mit den Schultern und schlug dann vor: „Wollen wir mal schauen, ob das Essen schon fertig ist?“ Er nickte und wir stiegen aus. Selbst während der paar Schritten ins Restaurant wurden wir wieder komplett nass. Unsere Bestellung war gerade fertig geworden. Als ich dann die Tüten hielt und wartete, bis Jimin gezahlt hatte, fiel mir ein, dass ich den ganzen Tag noch nichts gegessen hatte. Dementsprechend hungrig war ich auch, dachte aber direkt wieder daran, dass ich abnehmen wollte und darum nicht zu viel essen durfte. Als ich Jimins Arm um meine Schultern spürte, reichte ich ihm zwei der Tüten, dann gingen wir nach draußen und stiegen wieder ins Auto.

    54
    54. Kapitel

    „Ach ihr seid auch schon wieder da?“, begrüßte Yeonjun uns aus dem Wohnzimmer, als sie die Haustür hörten. „Jetzt hört auf und nehmt uns lieber was ab!”, forderte Jimin sie auf. Kai und Joon kamen, um uns die vier Tüten mit Essen abzunehmen. Sobald wir im Wohnzimmer standen, fragte Jin: „Warum seid ihr denn so nass?” „Weil wir spazieren waren und es geregnet hat”, erklärte Jimin und setzte sich auf den Teppich. „Ihr solltet nicht spazieren gehen, sondern einfach nur Essen holen!”, erinnerte Soobin uns. Jisoo, die neben ihn saß, gab ihm eine Nackenschelle und Jennie meinte: „Awww, das ist ja romantisch! Im Regen spazieren” „Es ist nass und kalt! Jetzt erklär mir bitte mal, was daran romantisch sein soll”, widersprach ich ihr und lachte. „Soll ich ein Handtuch für deine Haare holen, (D/n)?“, bot Chaeyoung an. Ich schüttelte den Kopf und ging dann in die Küche, wo man gerade etwas zu Bruch gehen hörte. Aus dem Wohnzimmer schrie Jin: „SOFORT RAUS AUS DER KÜCHE, NAMJOON!“ Ich betrat den Raum, in dem ich sich einen vor lachend krümmenden Yeonjun und einen etwas peinlich berührten Joon vorfand. „Jetzt verschwinde lieber schnell“, befahl ich ihm und ging dann zu dem Anderen, der sich auch schon nach den Scherben bückte. „WARUM HÄLLST DU NICHT EINFACH ABSTAND VON ALLEM WAS ZERBRECHEN KANN?“, maulte der Älteste seinen Bandkollegen an. Yeonjun und ich lachten nur und kehrten die letzten Splitter mit einem Handbesen zusammen. Er grinste mich eine Zeit lang an. „Was?“, fragte ich und zog eine Augenbraue hoch. „Darf ich was fragen?“, fragte er und grinste mich immer noch mit seinen schneeweißen Zähnen an. „Kommt drauf an, was“, meinte ich unsicher. „Was magst du an Jimin?“, stellte er dann seine Frage. Ich seufzte genervt und stand auf. Er tat es mir gleich und sah mich, auf eine Antwort wartend, an. Die bekam er dann auch: „Alles“ Er lachte und flüsterte dann: „Du kannst dir nicht vorstellen, wie viel du ihm bedeutest. Und das mein ich ernst. Als ihr noch nicht zusammen wart, hat er mich jeden Tag angerufen und zum Teil zwei Stunde über dich voll gelabert. Anscheinend wollte er mit euren Mitbewohnern nicht so drüber reden, weil die euch von früh bis spät aufgezogen haben und die anderen vier sind seiner Meinung noch zu jung, was in meinen Augen kompletter Blödsinn ist. Und ich denk, dass er die Mädels nicht angerufen hat, kannst du dir bestimmt selber denken. Und darum ist das zwei Wochen lang an mir hängen geblieben. Und selbst jetzt ruft er mich noch oft an oder kommt in seiner Pause zu mir um anzugeben und vorzuschwärmen“ Ich merkte, das ich leicht rot wurde, warum ich mich umdrehte und einen Schmuck Wasser trank. Dann fragte ich skeptisch: „Warum flüsterst du?“ „Weil Jimin das bestimmt nicht lustig findet, dass ich dir das gesagt habe“, erklärte er immer noch leise sprechend. Ich lachte und schüttelte den Kopf. Da stieß jemand die Tür auf und blieb stehen. „Warum seid ihr hier zu zweit?“, fragte Jimin und sah uns kritisch an. „Weil ihr alle drüben seid“, antwortete ich und nahm eine Flasche Sprite aus dem Kühlschrank. „Und was macht ihr hier?“, fragte er weiter und sah zwischen uns hin und her. „Wir haben die Scherben weg gemacht und holen jetzt Getränke, damit wir essen können“, erklärte ich und nahm weiter Falschen verschiedenster Getränke raus und stellte sie auf die Kochinsel. Jimin nickte und kam dann auch zum Kühlschrank um mir zu helfen. Yeonjun hatte sich vier Flaschen genommen und wollte gerade ins Wohnzimmer, als mein Freund noch rief: „Willst du deinem absoluten Lieblingshyung einen klitzekleinen Gefallen tun?“ Er drehte sich um und nickte. „Okay, dann halt bitte einfach ein bisschen Abstand von meiner Freundin“, fuhr Jimin fort. Ich verdrehte die Augen und schlug ihn leicht auf den Oberarm. „Kein Probleme“, meinte Yeonjun lachend und ging aus der Küche. „Der Ärmste, hat nicht mal was gemacht und bekommt direkt ne Verwarnung“ „Sicher ist sicher! Nicht, dass du noch auf die Idee kommst, dir was jüngeres zu suchen“ „Träum weiter, so schnell bekommst du mich nicht mehr los!“ „Doch, morgen hab ich dich endlich los!“, verarschte er mich. Ich sah ihn böse an. Er lachte und wollte mich umarmen, aber ich verschränkte die Arme, machte einen Schmollmund und nuschelte: „Du bist doof“ Er wuschelte mir durch die Haare und verbesserte mich: „Nein, ich bin nicht doof, sondern Park Jimin“ Ich verdrehte die Augen und wollte gerade zu den Anderen, da fiel mir noch was ein. „Ehm... Jiminie?“ Er nickte und ich fing an: „Also ich naja... hab ja keinen Job und ehm... ich hab halt auch kein Geld und-” Er unterbrach mich: „Ja, du bekommst Geld“ Als er sah, dass ich erleichtert durchatmete, musste lachen: „Du bekommst, was du willst, aber du musst was sagen. Ich kann zwar wirklich fast alles, aber Gedanken lesen dann doch nicht“ Ich ging auf ihn zu und küsste ihn. „Warum kann man euch nicht wenigstens drei Minuten alleine lassen, ohne dass ihr euch direkt wieder auffresst!“, hörte ich Jin hinter mir. Jimin sah mich genervt an und ging dann an mir vorbei ins Wohnzimmer. Ich nahm noch die restlichen Flaschen und wollte auch zu den Anderen, aber Jin legte mir seine Hand auf die Schulter. Ich sah zu ihm und er wollte gerade etwas sagen, aber da rief Jimin: „Bitte mach’s mir doch nicht so schwer! Einfach nicht anfassen und ein klitzekleines bisschen Abstand halten. Das gilt übrigens für alle Jungs hier“ „Ay ay, Sir!“, riefen alle elf gleichzeitig und Jin ging einen Schritt nach hinten. Als er sich umdrehen und weggehen wollte, fragte ich: „Wolltest du was, Jin?“ „Ne, passt schon“, sagte er und setzte seinen Weg fort. Ich ging ins Wohnzimmer, stellte die Flaschen auf den Boden und wartete dann, bis nicht mehr alle um die Tüten mit dem Essen rum standen. Jimin, Joon, Yoongi, Jisoo und Soobin saßen auf der Couch, der Rest versuchte an den Tisch zu kommen. Es sah aus, wie im Löwengehege und ich hatte schon fast Angst, dass die elf sich gleich noch vor Futterneid verprügeln. „Hey, kommt mal wieder runter! Wenn ihr euch einfach nacheinander was nehmt, bekommen alle schneller was!“, beruhigte Namjoon sie, nachdem er einige Zeit zugesehen hatte. Lisa schubste alle Jungs weg und meinte: „Jisoo, (D/n), kommt her. Ladies first!“ Wir beide gingen lachend auf sie zu. Von den Jungs bekam sie nur genervte Blicke zugeworfen. „Hey, eigentlich hat YG uns vier auf Diet gesetzt! Wir dürfen morgens nur einen Apfel, mittags eine Hühnerbrust und abends eine Süßkartoffel essen. Da sind wir durchgehungert wie sonst was!“, verteidigte Rosè sich und ihre drei Bandkolleginnen. „Okay, das musst du aber nicht erzählen! Nicht, dass hier noch jemand auf dumme Gedanken kommt...“, ermahnte mein Freund sie. Ich drehte mich um und sah, dass er sie mit gerunzelter Stirn anschaute. Jennie stotterte dann: „Ja, also Dieten sind... nicht... so... gut. Ja“ Tae klatschte: „Wow, das klang überzeugend!“ „Sie sind... unnötig. Also bei den meisten zumindest“, ergänzte Jisoo unsicher. Hobi und Yoongi gaben sich eine Facepalm. „Hä, um wen geht’s gerade? (D/n), oder?“, fragte Beomgyu verwirrt. „Hab ich’s doch nötig?“, fragte ich. „NEIN!“, schrieen alle sechzehn gleichzeitig so laut, dass ich zusammenzuckte. „Haltet ihr vier dahinten einfach eure Fresse, wie wär’s damit?”, schlug Jin vor. Sie nickten nur und nahmen sich dann alle noch was zu essen. Ich zögerte kurz, spürte dann aber die Blicke aller Jungs auf meinem Rücken und griff darum auch in eine der Tüten. Die Jungs standen dann auch auf. Die Gelegenheit nutzen wir und schmissen uns so aufs Sofa, dass kein Platz mehr war. „Hey, das ist meine Couch! Runter hier!”, befahl Yoongi uns. Da wir uns nur weiter laut schmatzend unser Essen reinstopften, drehten sie sich kurz um und flüsterten. Als sie sich wieder uns zuwandten grinsten sie alle. „Warum schaut ihr so dumm?”, fragte Chaeyoung. Anstatt zu antworten, kam Yeonjun auf uns zu und nahm uns allen unsere Stäbchen und Aluschalen weg. „Hey, gib das wieder her!”, beschwerte ich mich. „Holt’s euch doch”, forderte Jk uns auf und nahm seinem Kumpel was ab. Dann rannen sie nach oben. „Ganz bestimmt nicht! Wir bewegen uns nicht!”, widersprach Jisoo. Yoongi seufztet: „Okay, wenn ihr euch nicht bewegt, dann bewegen wir euch halt” Wir sahen ihn verwirrt an, dann kamen aber schon Jimin, Beomgyu, Taehyun, Hobi und Tae auf uns zu. Bevor wir irgendwas dagegen machen konnten, hatten sie uns schon hochgehoben. „JUNG HOSEOK, NIMM SOFORT DEINE FINGER VON MIR WEG!”, schrie Jisoo. Sie reagierten nicht sondern trugen uns auf den Flur.
    Dort setzten sie uns auf den Boden, gaben uns unser Essen wieder und gingen zurück ins Wohnzimmer, wo sie sich auch die Couch setzten. „Ich glaub es hagt! Unser Essen wegnehmen, uns anfassen, und auf den Boden setzten und dann so tun, als wär nichts. Das lass ich mir nicht gefallen!“, regte Lisa sich auf. Sie stellte ihre Aluschale auf der untersten Treppenstufe ab und lief dann in die Küche. Wir sahen uns verwirrt an, taten es ihr dann aber gleich. Als wir dann auch die Küche betraten, sahen wir Lisa, die vorm Kühlschrank stand, und Eier rausnahm. „(D/n) und Jisoo, ihr geht schnell in den Keller und schaut, wo man das heiße Wasser abstellen kann. Dann müssen sie sich ihre Haare mit kaltem Wasser waschen. Und Chaeyoung und Jennie, ihr geht mit der Sprühsahne und dem Öl nach oben und tut das in die Shampooflaschen füllen“, verteilte der Maknae Anweisungen. Ich sah sie kritisch an: „Das ist alles ne super lustige Idee, aber ist das nicht etwas übertrieben“ Sie schüttelte nur den Kopf und meinte: „Die haben mir mal am Tag vor einem Musikvideoshooting die Haare ruiniert. Das war übertrieben. Aber das, das geht klar!“ Ich nickte und ging mit Jisoo in den Keller, wo wir im Technikraum mit Hilfe von YouTube-Videos versuchten, den Schalter mi dem warmen Wasser zu finden. Nach dem wir ihn betätigt hatten, hüpften wir kichernd wieder die Treppe nach oben. Kurz nach uns kamen dann auch Rosé und Jennie wieder in die Küche. Dort waren bereits zwölf Eier auf dem Herd bereitgelegt und Lisa wartete. Lisa beschloss: „Okay, Jisoo, du haust es Kai und Jin auf den Kopf. Dann Jennie, du übernimmst Jk und Tae. Taehyun, Solbin und Hobi macht Chaeyoung. (D/n), du machst Jimin und Yoongi. Ich mach dann noch... Wer ist noch übrig? Ach ja, Beomgyu, Yeonjun und Joonie. Okay?“ Wir nickten begeistert und schlichen dann hinter die Couch. Die Jungs waren alle an ihrem Handy, hörten Musik und redeten, warum sie uns auch nicht bemerkten. Lisa deutete mit ihren Fingern eins, zwei, drei - dann sprangen wir auf und schlugen ihnen die rohen Eier auf den Kopf. „Nicht euer Ernst... Was soll das?“, fragte Jk uns genervt. Wir lachten und gingen in die Küche, um uns die Hände zu waschen. Als wir wieder kamen, waren die Jungs schon aus dem Wohnzimmer verschwunden. Wir sahen auf den Gang, wo sie sich auf der Treppe fast die Köpfe einschlugen, da alle möglichst schnell duschen wollten. Wir sahen ihnen teuflisch grinsend zu, nahmen dann aber unser Essen und gingen in Wohnzimmer, wo Jisoo vorschlug: „Wie wär’s, wenn wir jetzt so einen richtig kitschigen Liebesfilm anschauen, dann sind die noch gereizter“ Wir nickten begeistert. „Wie wär’s mit Dirty Dancing? Der ist nicht krass kitschig, aber zum provozieren genug“, meinte Rosie. „Hört sich gut an“, stimmte ich zu und machte den Fernseher an.

    Bitte eine Runde Applaus! Ich habe ein Kapitel hochgeladen😅 hoffe es gefällt euch ;)

    55
    55 Kapitel

    Wir wunderten uns schon fast, da man von den Jungs ungefähr eine halbe Stunde lang gar nichts mehr hörte. Aber dann kamen sie doch genervt die Treppe runter. Sie kamen ins Wohnzimmer, stellten sich in einer Reihe auf und sahen uns an. „Was macht ihr?“, fragte Yeonjun nachdem sie uns eine Zeit lang beobachtet hatten, wir ihnen aber keine Aufmerksamkeit schenkten. Ohne den Blick vom Fernseher abzuwenden, antwortete Jennie mit vollem Mund: „Essen und einen Film schauen“ „Was schaut ihr euch da an?“, fragte Jin und runzelte die Stirn, als er auf den Fern sah. „Dirty Dancing”, antwortete ich. „Wer schaut sich sowas an? Und warum haben wir kein warmes Wasser? Und warum war da keine Ahnung was in unserem Shampoo?”, fragte Hobi weiter. Jimin beschloss: „(D/n) fliegt mit nach Japan. Ihr vier seid ein ganz schlechter Einfluss!” „Nö, sie bleibt hier. Und wir sind ein sehr guter Einfluss. Und überhaupt, wir sind ihre besten Freundinnen. Du bist nur ihr Freund”, widersprach Lisa. „Okay, aber wer kennt sie seit der fünften Klasse? Wer ist der Grund, dass ihr sie überhaupt kennengelernt habt?”, diskutierte Jimin mit der Rapperin. „Das ist ja alles schön und gut. Trotzdem würden wir nicht morgen ankommen und sagen 'Tschüss, schau wie du klar kommst'. Du dann schon eher” „Was? Niemals! Was denkst du von mir?” „Hast du schonmal!” „Das war mehr als dumm von mir und das hab ich eingesehen, aber den selben Fehler mach ich kein zweites Mal!” „Du würdest mir das aber nicht schriftlich geben, stimmt’s?” „Doch!” „Und warum hast du ihr dann immer noch keinen Heiratsantrag gemacht, wenn du dir da so sicher bist?” Die Jungs runzelten verwirrt die Stirn und Jimin sah zu mir. Ich schüttelte nur mindestens genau so verwirrt den Kopf. Was macht Lisa da gerade und was will sie damit erreichen? Jimin zögerte kurz und erklärte dann: „Was heißt hier 'immer noch nicht'?. Wir sind noch nicht mal einen Monat zusammen und sie ist neunzehn. Bang PD würde mich außerdem umbringen. Und ihr Dad auch... und meine Eltern auch“ „Wenn sie neunzehn ist, warum bist du dann überhaupt mit ihr zusammen?“ „Lisa, was-”, wollte ich fragen, aber sie unterbrach mich, in dem sie mir den Mund zuhielt. „Bist du dumm? Es ist ein Unterschied, ob ich mit ihr zusammen bin oder sie heirate!“ „Wo macht das einen Unterschied? Sie ist immer noch neunzehn, egal ob sie jetzt deine Freundin oder Frau ist“ „Hä? (D/n), hast du ihr was gesagt?“ Da ich immer noch nicht sprechen konnte schüttelte ich hastig den Kopf. „(D/n), natürlich hast du! Warum sagst du das nicht?“, mischte Jennie sich ein. Ich drehte mich zu ihr. Jetzt verstand ich gar nichts mehr. „Eben“, stimmte Jisoo zu. „Was hat sie gesagt?“, fragte Joon. „Dass sie sich wundert, warum Jimin ihr noch keinen Heiratsantrag gemacht hat“, antwortete Jennie. Chaeyoung schlug ihr leicht auch den Arm: „Da ging es um den Anderen Jimin. Weißt schon, der Cousin von Siwon. Der, mit dem sie seit drei Jahren zusammen ist“ Ich riss die Augen auf, biss Lisa in die Hand und fragte dann: „WAS? WER?“ Die Jungs lachten nur. „Also, das nächste mal, müsst ihr schon dafür sorgen, dass alle von euch eingeweiht sind...“, stellte Kai fest. „Niemand war eingeweiht. Lisa hat angefangen, wir fanden‘s lustig und haben improvisiert aber (D/n) hat es nicht gerafft“, erklärte Jisoo. „Hey Jungs, könnt ihr euch mal ganz kurz schlau machen, ob Siwon einen Cousin namens Jimin hat?“, bat mein Freund sie etwas skeptisch. Chaeyoung seufzte: „Jimin, das war ein spontaner Witz. Siwon hat, soweit wir wissen, keinen Cousin. Und selbst wenn, kennen wir ihn nicht“ „Wen ihr kennt, juckt mich aber relativ wenig“, meinte der Andere. Yoongi und Jk setzten sich neben uns und nahmen dann ihr Handy raus. Nach einigen Minuten meinte Yoongi: „Jimin, schau mal, was ich gefunden hab. Siwon folgt tatsächlich einem Jimin. Und der folgt (D/n) und die ihm auch. Und sie hat alle Bilder geliket“ „Was? Seit wann habt ihr eigentlich Instagram?“, fragte ich überrascht. „Wir haben schon immer Instagram. Aber versteckte Accounts. Nicht gewundert, als du ne Anfrage zum Folgen von sieben creepy Accounts bekommen hast?“, fragte Jin. Ich schüttelte den Kopf. Jk maulte dann: „Nicht ablenken! Wer ist Jimin?“ „I-Ich hab keine Ahnung. Wirklich!“, stotterte ich. Meine vier Freundinnen sahen mich ungläubig an. Dann nahmen sie Yoongi sein Handy aus der Hand und Jisoo gab ihm recht: „Da habt ihr doch tatsächlich recht... Wer ist das, (D/n)?“ Ich dachte scharf nach, aber mir viel nicht ein, was sie meinen könnten. Darum zuckte mich mit den Schultern und sah Jimin unschuldig an. Ich hatte fast etwas Angst. Er starrte mit gerunzelter Stirn zurück. Noch einige Minuten, die sich wie Stunden anfühlten, sahen mich alle sauer an. Dann plötzlich lachten sie alle los. Was? Da sie die Verwirrung in meinen Augen sahen, erklärte Tae mir dann: „Wir haben dich verarscht! Eigentlich wollten wir die vier anderen Hühner da verwirren, aber die haben es gecheckt“ Ich verschränkte die Arme und lehnte mich mit Schmollmund zurück: „Maaaannnn, das ist nicht lustig!“ „Du hättest dein Gesicht sehen sollen!“, meinte Yeonjun und kriegte sich gar nicht mehr ein. „Okay, Okay, ganz lustig, ich hab’s euch allen abgekauft, ihr seid hervorragende Schauspieler, aber was machen wir jetzt?“, lenkte ich ab. „Lass ne Flachwitzchallenge machen. Aber nicht mit Wasser, sonder Sprite oder Cola oder so“, schlug Soobin vor. „Jaaaa!“, stimmten alle Jungs zu. Aber ich widersprach: „Wow, tolle Idee! Wir spucken uns mit Sprite und Cola voll. Das ist jetzt bitte nicht euer Ernst“ „Doch“, meinte Jk. „Na gut, aber ich geh mich schnell abschminken, sonst ist das zu widerlich“, beschloss Chaeyoung. Ich dachte kurz nach, folgte ihr dann aber mit den anderen drei Mädels im Schlepptau nach oben.

    Als wir uns abgeschickt hatten und runtergehen wollten, fiel Jisoo noch ein: „Wie wär’s, wenn wir uns Pullis von den Jungs anziehen? War ja nicht unsere dumme Idee sich gegenseitig voll zu spotzen“ Wir nickten und gingen dann in Hobis Zimmer. „Der Typ hat Stil...“, stellte Jennie fest. Wir nahmen uns alle einen Pulli, zogen ihn über und gingen dann nach unten. „Genau den gleichen Hoodie hat Hobi Hyung auch“, meinte Tae auf Lisa zeigend. „Ach wirklich, was‘n Zufall!“, antwortete diese und zwinkerte uns zu. Nachdem wir uns im Kreis auf den Boden gesetzt hatten, fasste Beomgyu zusammen: „Okay, wir haben jetzt Cola geholt. Zwei nehmen dann immer einen Schluck und einer liest Witze vor. Wer am öftesten ausspuckt, der muss alle drei Dorms sauber machen. Noch Fragen?“ Wir schüttelten den Kopf. „Okay... Ehm... Soobin liest vor und Joonie und Kai sind dran“, beschloss Jin dann. Die beiden setzen sich gegenüber, nahmen einen Schluck Cola und schauten sich dann an. Alleine dabei mussten sie schon loslachen. Aber sie hielten es aus und behielten alles im Mund. Soobin googelte eine Zeit, dann musste er lachen. Sobald er sich wieder beruhigt hatte, fragte er: „Wie nennt man einen dicken Schriftsteller? - Kugelschreiber“ Wir lachten los, aber Kai und Joon hatten sich noch im Griff. „Okay, Nächster. Ehm... Er: Dreh dich mal im Kreis! Sie: (dreht sich) und jetzt? Er: Jetzt haben wir Flaschendrehen gespielt. ... Oder... Wie nennt man befreundete Gummibärchen? -Haribros“ Namjoon musste husten, hielt es aber noch aus. Beim nächsten Witz, mussten sie aber beide laut los lachen: „Sohn: Vati, was ist ein Alkoholiker? Vater: Siehst du die vier Bäume da? Ein Alkoholiker würde acht sehen. Sohn: Da sind aber nur zwei“ „IHHHHHHH, SPUCK DOCH NICHT SO WEIT, KAI!“, kreischte Jennie, die auch was abbekommen hatte. „Ich hab das Bedürfnis, mir das Gesicht zu waschen“, stellte dieser fest, nachdem er sich wieder beruhigt hatte und ging von dem Leader gefolgt ins Badezimmer.
    Wir spielten noch ungefähr eine Stunde, dann wurde es uns zu widerlich und die Witze gingen uns langsam aus. Namjoon hatte zwar verloren, sagte aber, dass er Leader wäre und darum das Recht hat, die Regeln zu ändern. Darum muss er jetzt doch nicht putzen. Jk schlug vor: „Wollen wir jetzt was zocken?“ Wir nickten und beschlossen dann, uns ein bisschen aufzuteilen. Lisa rief schon: „Wir fünf gehen zu Jk ins Zimmer, da stehen eh schon unsere Taschen“ Wir standen auf und gingen nach oben.
    „Okayyyyyyyyy, ehm... wollen wir wirklich zocken? Ich mein, find ich mega, aber-”, fing Jisoo an, wurde aber von Jennie unterbrochen: „Wollen wir einfach nichts tun? Uns hinlegen, Musik hören, reden?“ Da niemand etwas gegen den Vorschlag hatte, legten wir uns ins Bett und machten eine random Spotify Playlist mit aktuellen Songs an. „(D/n), wenn du dann zwei Wochen bei uns bist, hast du dann Lust, mit zum YG Entertainment zu kommen? Bisschen mittanzen und einfach raus kommen? Wir können dich ja nicht vierzehn Tage nur im Dorm lassen...“, begann Chaeyoung nach ein paar Minuten ein Gespräch. Ich nickte: „Klar, ich komm mit. Aber das mit dem tanzen lassen wir lieber...“ „Ach was. Wir haben gute Tanztrainer, die dir echt gut helfen können. Vielleicht entdeckst du ja ein neues Hobby...“, versuchte Lisa mich umzustimmen. „Ich denk drüber nach...“, beschloss ich. Dann spürte ich etwas in meiner Hosentasche vibrieren. Ich nahm mein Handy raus und sah eine Nachricht.
    Jimin:
    Was spielt ihr?
    (D/n):
    Nichts. Wir reden haha. Ihr?
    Jimin:
    Jump Force 😅
    (D/n):
    Haha okay
    Jimin:
    Über was redet ihr?
    (D/n):
    Sie haben gefragt, ob ich dann die nächsten zwei Wochen mit zum YG Entertainment will.
    Jimin:
    Und? Willst du?
    (D/n):
    ... wär’s okay?
    Jimin:
    Ja. Da kann nix passieren haha
    (D/n):
    Okay
    Jimin:
    ... führt ihr gerade ein wichtiges Gespräch?
    (D/n):
    Ne. Gerade schauen nur alle zu mir, weil ich am Handy bin😂
    Jimin:
    Haha
    Wollen wir in mein Zimmer?
    (D/n):
    Ja.
    Jimin:
    Oke
    Achso, aber sag des den Vieren nicht!
    (D/n):
    Warum?
    Jimin:
    Erklär ich dir gleich
    (D/n):
    Oke, ich komm

    „Mädels, ich muss mal eben wieder das warme Wasser anschalten. Ich komm dann wieder“, versprach ich. Ohne auf eine Antwort zu warten, stand ich auf und ging in Jimins Zimmer. Er war scheinbar noch im Wohnzimmer, kam aber gerade als ich die Tür schließen wollte, die Treppe hoch. Nachdem ich mich aufs Bett geschmissen hatte, fragte ich: „Was willst du machen?“ Er setzte sich hin und grinste: „Kuscheln. Oder willst du wieder zu den anderen?” Ich schüttelte den Kopf. Daraufhin legte er sich auch hin, zog mich an sich ran und gab mir einen Kuss auf die Stirn. „Ich will nicht, dass du gehst...”, flüsterte ich. „Und ich will dich nicht alleine lassen... Wie wär’s, wenn wir doch irgendwie versuchen, dich heimlich mitzunehmen?” „Auf gar keinen Fall. Was meinst du was Bang PD mit uns macht, oder Joon...“ „Stimmt schon. Aber... ich hasse das“ „Ich auch. Aber was sollen wir machen?“ „Wir können nicht viel machen“ „Genau...“ „... wollen wir einfach hier bleiben? Unten zocken die jetzt sowieso noch die halbe Nacht“ „Ja“ Er stand gerade auf und wollte ins Bad gehen, als auf beide Handys gleichzeitig eine Nachricht reinkam. Ich las vor, was Jennie mir geschrieben hatte.
    Jennie:
    Haha, ist Jimin bei dir?

    Jimin lachte und las vor, was Hobi ihm geschrieben hatte.
    Hoseok:
    Haha, ist (D/n) bei dir?

    Ich verdrehte die Augen und schrieb dann:
    (D/n):
    Ja
    Jennie:
    Kommt ihr noch einmal runter?
    (D/n):
    Wahrscheinlich nicht
    Ach und, kannst du das warme Wasser anmachen?😅
    Jennie:
    Okay, mach ich. Dann gute Nacht und bis morgen 😘
    (D/n):
    Guten Nacht und viel Spaß euch noch😘

    56
    56. Kapitel

    Jimin legte sein Handy wieder weg, und bot an: „Du kannst zuerst ins Bad“ Ich stand auf und ging rein. Nachdem ich mir die Zähne geputzt und mich ausgezogen hatte, ging ich noch schnell duschen. Ich war schon fast fertig, als mich plötzlich jemand von hinten umarmte. Ich zuckte zusammen, drehte mich um und sah einen grinsenden Jimin, der meinte: „Das hat man davon, wenn man die Tür nicht absperrt” „Vergessen...” Er drehte das Wasser aus, winkelte mich in ein Handtuch und trug mich ins Schlafzimmer. (Autor: Ihr wisst, was dann passiert ist. Sooorrrryyy, aber es ist halt Jimin🤣)

    Ich hörte um mich herum durcheinander Gerede. Langsam drehte ich mich auf den Rücken, streckte mich und öffnete die Augen ein kleines bisschen. Als ich sah, dass alle fünfzehn im Zimmer standen, schrie ich auf: „AHHHHHHH“ Sie zuckten zusammen und grinsten dann alle. „Guten Morgeeeen“, sagten sie alle gleichzeitig. „Raus jetzt! Aber ganz schnell!“, befahl Jimin ihnen genervt. Kai provozierte ihn dann: „Warum denn?“ Er wiederholte: „Verschwindet! Jetzt! Und du Kai, ich bin sieben Jahre älter als du, also behandel mich auch so“ „Jaja. Jetzt zieht euch schnell was an und kommt frühstücken“, bat Jin uns. Dann gingen sie lachend alle raus. Jimin seufzte und meinte: „Schlaf noch einmal, es ist erst 6 Uhr. Keine Ahnung, warum die uns jetzt wecken mussten...“ Ich dreht mich wieder auf die Seite und konnte, da ich noch sehr müde war, noch einmal einschlafen. Aber leider nur sehr kurz, dann hörte ich Jimins Stimme: „(D/n)? Wach auf, wir müssen gleich los” „Nur noch zehn Minuten“, bettelte ich verschlafen. Er widersprach mir: „Nein! Jetzt! In einer Stunde müssen wir hier schon verschwinden und du musst meines Wissens nach noch packen“ „Aber mir geht’s nicht gut. Und ich hab schon gepackt“ „Wie, dir geht’s nicht gut?“ „Mir ist schlecht“ „Sehr schlecht?“ „Geht schon“ „Soll ich dir was zu Trinken bringen?“ Ich nickte nur. Er ging raus und ich zog mir schnell einen Bademantel an. Mir war sehr schlecht, aber das wollte ich nicht unbedingt so sagen. Plötzlich spürte ich, wie etwas in mir hoch kam, warum ich ins Bad rann, die Tür zu stieß und mich übergeben musste. Als ich wieder raus kam, saß Jimin an der Bettkante und sah mich besorgt an. „Hab ich dir gestern irgendwie weh getan?“, fragte er, als ich auf ihn zuging. Ich schüttelte stirnrunzelnd den Kopf: „Nein“ „Aber warum sagst du mir denn nicht, wenn’s dir nicht gut geht?“ „Hab ich doch“ „Erst heute“ „Mir geht es ja auch erst seit heute schlecht, aber es ist schon besser“ „Erst seit heute? Das war in New York auch so! Und das ist ungefähr ne Woche her“ „Aber in der Zwischenzeit hatte ich nichts mehr“ „Trotzdem ist das nicht normal“ „Ach was... In New York waren wir getrennt, da ging’s mir allgemein scheiße. Und heute... ja ist das halt einfach mal so“ „Ich kann jetzt trotzdem nicht nach Tokio fliegen. Mit dir ist doch irgendwas...“ „Was redest du, natürlich kannst du nach Tokio. Mir geht’s auch schon wieder besser“ Er atmete tief durch, stand auf und beschloss: „Ich sprech kurz mit Joonie. Du legst dich noch einmal hin!“ Ich verdrehte die Augen und legte mich noch einmal ins Bett. Schlafen konnte ich jetzt nicht mehr, darum starrte ich einfach an die Decke. Unten hörte ich alle sich laut unterhalten. Ich stand auf und ging in mein Zimmer, um mal was anständiges anzuziehen. Also, wenn man Oversized Hoodie und Jooginghose überhaupt anständig nennen kann. Dann ging ich ins Bad, machte mir einen Dutt, nahm mein Handy und ging runter. „(D/n), hab ich dir nicht gesagt, du sollst liegen bleiben?“, fragte Jimin als er mich bemerkte. „Ehm, das hab ich überhört“, stotterte ich und setzte mich neben ihn auf die Couch. Ich nahm mir eine Tasse vom Couch Tisch und goss mir Kaffee ein. Sie sagten nichts, dann fragte Yoongi irgendwann: „Sei ehrlich, Jimin hat dir weh getan, oder?“ „Ne, wirklich nicht. Und jetzt geht’s mir auch schon wieder gut“ „Ganz bestimmt! Dir geht’s wieder gut. Das kauft dir hier niemand ab“, meinte Soobin. „Wirklich!“, wiederholte ich und log dabei nicht mal. Mir ging es wieder viel besser bis sogar bestens. Namjoon räusperte sich und sagte: „Jimin, ich versteh dich, aber du kannst nicht hier bleiben. Was erzählen wir den ARMYs wenn du einfach von heut auf morgen nichts mehr von dir hören lässt?“ Jimin dachte nach und sah dann zu den vier Mädels: „Ihr sagt mir sofort, wenn was mit ihr nicht ist, verstanden? Und hört nicht auf sie, wenn sie sagt, dass es eh nicht so schlimm ist. Und (D/n), du-“ Lisa unterbrach ihn: „Warte, ich muss mal einen Notizzettel holen. Nicht, dass wir noch was vergessen” „Ich mein‘s ernst!“ Jennie beruhigte ihn: „Jimin, was soll ihr passieren? Wir lassen sie nicht alleine aus dem Dorm und tagsüber ist sie mit uns beim YG Entertainment. Wenn’s ihr nicht gut geht, bekommen wir das mit und rufen dich an. Ach und was ich noch fragen wollte, Taehyung, wir bekommen Tannie, oder?“ Tae nickte nur. Jimin sah immer noch zu den Mädels und traute ihnen nicht so ganz. Das fiel auch Jk auf der dann meinte: „Yeonjun, ihr habt doch bestimmt Lust, zwischendurch mal die fünf zu besuchen und zu schauen, ob’s allen gut geht, oder?“ Der Angesprochene sah kurz zu seinen Bandkollegen und nickte dann. Joon klopfte Jimin auf die Schulter und beschloss dann: „Jetzt holt alle euer Gepäck und dann geht’s los“ Wir standen auf und gingen nach oben.
    Ich packte noch kurz meine Sachen im Bad zusammen und legte sie ganz oben in den Koffer. Dann zog ich meinen Koffer auf den Gang, ging dann aber noch einmal ins Zimmer. Dort war Jimin auch gerade fertig geworden. Ich ging auf ihn zu und umarmte ihn. „20160 Minuten“, sagte er. „Hä“ „Solange bin ich jetzt weg“ „Oh Gott, das halt ich nicht aus...“ „Ich auch nicht. Aber ich versprech dir, dass wir was ganz schönes machen, wenn wir wieder hier sind“ „Was?“ „Weiß ich noch nicht, aber es gibt viele Dinge, die ich mit dir machen will“ „Okay...“ Ich wollte ihn schon fast wieder los lassen, bemerkte dann aber, dass ich Tränen in den Augen hatte. Jimin fiel das auf und er bat mich: „Nein nein nein nein nein, bitte mach das nicht!” Aber ich konnte es nicht anders. Obwohl ich mir fest vorgenommen hatte, das nicht zu tun, musste ich los weinen. Jimin sagte etwas überfordert: „Bitte mach das nicht! Da bekomm ich ein schlechtes Gewissen. Das Erste, was ich mache, wenn wir im Hotel sind, ist dich anrufen. Versprochen!” Ich nickte und riss mich zusammen. Als wir uns wieder aus der Umarmung gelöst hatten, wischte er mir die Tränen aus dem Gesicht. „Und jetzt musst du noch lächeln, dann bist du nämlich am hübschesten” Ich lächelte etwas gequält und bekam einen Kuss auf die Stirn. „WIR WARTEN NUR AUF EUCH ZWEI! HABT IHR’S DANN AUCH MAL?”, hörte man Jk von unten schreien. Jimin nahm meine Hand und dann gingen wir auch mit unserem Gepäck runter. TXT war schon draußen und war damit beschäftigt, ihr Gepäck wieder in den Van zu packen. Die Mädels saßen alle, ihre Reisetasche am Schoß, auf dem Boden und waren am Handy. Hobi stopfet gerade noch ein paar Schule in seinen Koffer, die restlichen BTS-Mitglieder waren auch mit ihrem Handy beschäftigt. Jimin unterbrach dann die Stille: „Wie machen wir das jetzt? Die vier dürfen nicht Auto fahren und bei uns und denen da draußen ist kein Platz mehr” „Zu fünft passen sie doch in den SUV und deine Freundin darf auch fahren”, erinnerte Joon ihn. Dann standen die Mädels auch auf und wir gingen alle nach draußen. Jin schloss die Tür ab. Beomgyu rief: „Okay, euch viel Spaß in Tokio, und euch fünf besuchen wir die Tage mal. Man sieht sich” Die Anderen verabschiedeten sich auch noch kurz, dann fuhren sie weg. Als ich bemerkte, dass Tae und Yoongi anfingen, die Koffer in den Van zu laden, hielt ich Jimins Arm fest. Namjoon, der das gesehen hat, ermahnte mich direkt: „Lass ihn los, (D/n). Sonst bleibt er doch noch hier” Man hörte Tae’s Lachen: „Ach kommt schon, das sind keine zwei Jahre, keine zwei Monate, nur zwei Wochen. Das werdet ihr schon überleben” Jennie meinte: „Die schon, aber wir bestimmt nicht. Wir werden bei dem Gejammer von den beiden bestimmt sterben” Lisa kam auf mich zu, gab Rosè meinen Koffer und zog mich dann von Jimin weg, Richtung Auto und sagte: „Ganz kurz und schmerzlos” Sobald ich im Auto saß, meinte Jisoo dann auch schon: „Los geht’s!” Ich fuhr los, zu dem Dorm, in den ich die nächsten zwei Wochen leben würde.

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    57 Kapitel Es war sehr viel Verkehr. Darum brauchten wir auch fast eine halbe Stunde. Ich wäre am liebsten zurück zu Jimin gefahren. Er war noch nic
    57 Kapitel

    Es war sehr viel Verkehr. Darum brauchten wir auch fast eine halbe Stunde. Ich wäre am liebsten zurück zu Jimin gefahren. Er war noch nicht mal weg, aber ich vermisste ihn schon. Das fiel Chaeyoung auch auf, denn sie beruhigte mich: „(D/n), er ruft dich später an. Und bald ist er schon wieder zurück. Wir lenken dich schön ab. Also, denk jetzt an was anderes“ Ich nickte und versuchte, nicht an meinen Freund zu denken, was leider überhaupt nicht funktionierte. Dann waren wir aber doch endlich da. Wir stiegen aus und gingen nach innen. „Jetzt müssen wir uns noch überlegen, wo du schläfst...”, fiel Jennie ein. „Ich schlaf einfach mit Tannie auf der Couch“, beschloss ich. Sie nickten, dann holten wir unser Gepäck. Jisoo räumte mir ein paar Fächer in ihrem Kleiderschrank frei, in die ich meine Klamotten räumte. Als ich eine halbe Stunde später fertig war, lies ich mich neben Chaeyoung auf die Couch fallen und nahm mein Handy aus meiner Hosentasche. Aber da war noch etwas anderes drinnen. Ich griff noch einmal rein und spürte Geldscheine. Ich zog sie raus und riss die Augen auf. Das waren nicht wirklich 3 000 000₩. Rosie, die das bemerkt hatte, lachte: „Oh, da hat’s jemand aber ganz gut gemeint“ „Der hat doch einen Knall! Ich hab nach ein bisschen Geld gefragt! Nicht nach... Der bekommt später was zu hören...“ Sie musste wieder lachen und wand sich wieder ihrem Laptop zu. Ich scrollte durch meine Kontakte und beschloss dann: „Ich ruf mal kurz meinen Dad an“ Damit stand ich auf und verschwand in die Küche. Er hob auch schnell ab.
    Dad: „Hallo, wie geht’s dir?“
    (D/n): „Passt, und dir?“
    Dad: „Das klingt aber nicht sehr überzeugend. Was ist denn?“
    (D/n): „Nichts schlimmes. Jimin ist nur für die nächsten zwei Wochen in Tokio“
    Dad: „Tokio? Was macht er da?“
    (D/n): „Wegen BTS“
    Dad: „Hm. Und wo bist du? Und warum bist du nicht mit?“
    (D/n): „Ich bin bei Jennie, Lisa, Jisoo und Chaeyoung. Und ich konnte nicht mit, weil Bang PD Angst hat, dass die Fans was mitbekommen“
    Dad: „Versteh schon... Aber sonst ist nichts“
    (D/n): „Nö, sonst ist alles okay“
    Dad: „Zum Glück. Hast du eigentlich schon einen Studienplatz?“
    (D/n): „Woher weißt du, dass ich mich beworben habe“
    Dad: „Jimin hat mich angerufen und ich hab ihm bei der Bewerbung geholfen“
    (D/n): „Stimmt, hat er erwähnt“
    Dad: „Und?“
    (D/n): „Bis jetzt noch nichts. Wird diesmal aber eh schwieriger als letztes Mal. Ich muss was in Südkorea, am besten Seoul, finden...“
    Dad: „Ach mach dir keinen Kopf, da findest du schon was“

    Wir redeten noch sehr lange. So lange, dass Rosé irgendwann in die Küche kam und flüsterte: „Ist alles okay?“ Ich nickte, woraufhin sie wieder verschwand. Nach ungefähr zehn Minuten legte ich dann auch auf und stellte fest, dass wir fast eine Stunde telefoniert hatten. Zum Teil zwar über den unnötigsten Schrott dieser Welt, aber es war trotzdem schön, mal wieder so lange mit ihm zu sprechen. Ich ging wieder ins Wohnzimmer, wo inzwischen auch Jisso war und mit Kopfhörern etwas auf ihrem Tablet schaute. Als sie mich bemerkte, pausierte sie das Video und rief Jennie und Lisa runter. „Also, wie wär’s, wenn wir shoppen gehen? Unter der Woche werden wir dazu keine Motivation mehr haben, aber heute haben wir ja eh nichts zu tun“, schlug die Älteste dann vor. Wir stimmten ihr alle zu und ich fragte: „Können wir aber vielleicht noch kurz hier bleiben? Nur noch... ne Dreiviertelstunde?“ „Okay, wir fahren, sobald Jimin sein Lebenszeichen gegeben hat“, genehmigte Jennie und lachte. Ich stand auf und suchte mir schonmal etwas vernünftiges zum anziehen. Lisa erinnerte mich dann noch: „(D/n), zieh nur das an, was Jimin dir auch erlauben würde. Sonst bekommen wir den Anschiss!“ Ich verdrehte die Augen, zog dann aber eine schwarze Boot-Cut Jeans, eine gründe Strickjacke und ein weißes T-Shirt raus. Damit verschwand ich dann in ein Badezimmer, zog mich um und glättete mir die Haare. Als ich wieder raus kam, saßen alle vier schon fertig auf dem Sofa und warteten. Ich setzte mich zu ihnen und sah alle zwei Sekunden auf die Uhr. Es war 13 Uhr. Sie mussten eigentlich schon in Tokio sein... Ich merkte, wie meine Hände etwas zitterten, da ich sehr angespannt war. Nach fünf weiteren Minuten, klingelte dann endlich mein Handy. Ich brauchte nicht mal eine Sekunde um abzuheben.
    (D/n): „Hi, ist alles okay?“
    Jimin: „Ja, am Flughafen war‘s bisschen... schwierig heute aber wir sind jetzt im Hotel“
    (D/n): „Was meinst du mit ‚schwierig‘?“
    Jimin: „Viele ARMYs. Leider auch sehr viele aufdringliche“
    (D/n): „Ouh“
    Jimin: „Naja, wir haben’s geschafft. Was macht ihr so?“
    (D/n): „Bis jetzt haben wir noch nicht so viel gemacht. Jetzt wollten wir dann noch shoppen gehen. Ach, apropos shoppen, spinnst du eigentlich? Du kannst mir doch keine 3 000 000₩ geben!“
    Jimin: „Siehst du doch, dass ich das kann. Wenn’s nicht reicht, was ich mir gut vorstellen kann, leih dir was bei den anderen aus“
    (D/n): „Wenn’s nicht reicht? Das reicht ja für 2 Monate oder länger!“
    Jimin: „*lacht* Da wäre ich mir nicht so sicher...“
    (D/n): „Kannst du aber sein!“
    Jimin: „Wir werden sehen...“
    (D/n): „Was macht ihr jetzt dann? Wahrscheinlich auspacken, oder?“
    Jimin: „Ne, wir fliegen ja Samstag Nacht nach Los Angelas“
    (D/n): „... Hä, warum?“
    Jimin: „Hab ich nicht erwähnt, dass wir für die Grammys nominiert sind?“
    (D/n): „Ihr seid was?“
    Jimin: „Wir sind für die Grammys nominiert“
    (D/n): „... du verarschst mich gerade, oder?“
    Jimin: „Nein!“
    (D/n): „... warte“

    Ich drehte mich zu den Mädels und fragte: „Stimmt es, dass BTS für die Grammy nominiert ist? Also für die echten?“ Sie sahen sich verwirrt an und Jisoo bestätigte: „Ja, hast du das nicht mitbekommen?“ Ich schüttelte den Kopf und nahm wieder mein Handy.
    (D/n): „Das ist krank! Grammys! Wie viele K-Pop Gruppen performen schon bei den Grammys?“
    Jimin: „Ehm... Wir sind die ersten“
    (D/n): „Wow, dann hab ich euch ja doch etwas unterschätzt...“
    Er lachte amüsiert und ich versprach:
    (D/n): „Ich schau’s im Fern“
    Jimin: „Mach das“

    Ich spürte, wie Lisa an mir rüttelte und dann so laut sagte, dass Jimin es auch hören konnte: „Habt ihr‘s jetzt mal? Wir wollen los!“
    Jimin: „Okay, rufst du mich dann heute Abend an? Ich hab bis 22 Uhr Training, aber danach kann ich“
    (D/n): „Okay, bis später“
    Jimin: „Bis später“

    Ich legte auf und stand auf und rief: „Wer kommt mit nach Los Angeles?“ Chaeyoung seufzte: „Ich wusste es! Okay, wir kommen mit. Aber, du erklärst das YG und wir kommen nicht mit weil wir hinwollen, sondern weil du dein Schatzilein überraschen willst und der uns sonst umbringt, wenn wir dich alleine lassen“ Die anderen nickten und ich meinte gut gelaunt: „Perfekt! Ich buch schnell einen Flug“ „Und wann gehen wir shoppen?“, fragte Jisoo. „Du hast recht. Ich mach das sobald wir wieder hier sind“, verbesserte ich, griff nach meiner Jacke und dem Autoschlüssel und ging nach draußen. Die Vier kamen eine Minute später auch raus und dann fuhren wir los. Ich parkte in einer Tiefgarage. Als ich schon aussteigen wollte, zog Jisoo, die neben mir saß, mich noch einmal rein und Jennie reichte mir einen Bucket Hat und eine Maske. Lisa erklärte: „Es gibt immer noch ein Bild von dir und Jimin. Muss nicht jeder wissen, dass du auch noch mit Blackpink rumhängst“ Ich setzte die Sachen auf, dann stiegen wir alle aus. Wir fuhren mit dem Aufzug nach oben und liefen in die Fußgängerzone. Dort war sehr viel los, aber es war eigentlich unmöglich, die vier Sängerinnen zu erkennen. Sie hatten Kapuzen, Masken und Sonnenbrillen auf. Wenn dann, wären sie höchstens deshalb aufgefallen. Meines Wissens nach, blieben sie aber unerkannt. Nachdem wir einige Minuten gelaufen waren, bog Lisa in ein Mode-Geschäft. Wir folgten ihr alle. Drinnen teilten wir uns, aufgrund unserer unterschiedlichen Styles, auf. „(D/n)?“, hörte ich eine bekannte Stimme hinter mir. Ich drehte mich um und sah Yumi. „Oh, hi“, begrüßte ich sie. Sie sah mich anders an, als sonst. Wütend, enttäuscht. Die Ältere kam auf mich zu und fragte: „Was hast du gemacht? Warum ist Siwon im Knast?“ „Ich? Ich hab überhaupt nichts gemacht” „Und stimmt es, dass du mit Park Jimin zusammen bist? Also DEM Park Jimin?“ Ich war total überfordert. Was sollte ich jetzt sagen. Ich wusste, dass ich schon viel zu lange nachdachte, aber ich konnte nichts daran ändern. Ich stotterte langsam: „Eh... A-Also eh... Park Jimin? W-Wer ist das denn?“ Sie zog eine Augenbraue hoch und glaubte mir kein Wort. „Okay, ich mach dir ein Angebot. Du holst meinen Bruder da raus und ich werde vergessen, dass du mit einem der bekanntesten Sänger weltweit zusammen bist. Wenn du das nicht tust, wird sich das vermutlich rumsprechen. Du hast eine Woche“ Damit drehte sie sich um und verschwand. Ich brauchte einen Moment, um das alles zu verstehen, dann beschloss ich, meinen Freundinnen nichts davon zu sagen und heute Abend erstmal mit Jimin darüber zu sprechen. Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als mich jemand von hinten packte. Ich drehte mich um und sah erschrocken in Lisas Augen. „Wer war‘n das?“, fragte sie und musterte die Schuhe im Regal neben uns. „Ne... Freundin?“, log ich spontan. Sie nickte nur verstehend und schlug dann vor: „Eis?“ „Gute Idee“ Daraufhin gingen wir dann auch mit unseren Klamotten zur Kasse und zahlten. Die anderen drei warteten schon. Da ich es nicht gewohnt war, so viel Geld bei mir zu haben, hatte ich nur für 120 000₩ eingekauft. Nachdem wir dann alle versammelt waren, gingen wir auf das nächste Eiskaffee zu und kauften uns alle zwei Kugeln. „Sagt mal, was macht ihr denn eigentlich für ne Diet? Ihr esst alles, was ihr wollt und nehmt nebenbei ab?“, fragte ich als wir auf einer Bank saßen und zufrieden unser Eis schleckten. Sie sahen sich erschrocken an. Dann meinte Jisoo: „Also... das musst du morgen dann nicht unbedingt erzählen... Wir... haben das vergessen“ Ich lachte und versprach: „Niemand wird‘s erfahren“
    „Jisoo Unnie!“, hörten wir dann plötzlich jemanden hinter uns rufen. Daraufhin hoben alle Passanten den Kopf. Die vier Idole winkten nur etwas verlegen, standen dann auf und zogen mich weg. Chaeyoung flüsterte: „Weg hier, solange es noch geht...“ Wir liefen zügig ein Stück, bogen ein paar mal ab und gingen dann in einen Gemischtwarenladen. Dort stellten wir uns vor ein Regal und taten so, als würden wir einkaufen wollen. Nach fünf Minuten flüsterte Jennie aber: „Okay, ich denk, wir können wieder. Können wir bitte bei Chanel reinschauen?“ Rosé verdrehte die Augen, nickte aber: „War ja klar, aber na gut“ Wir gingen unbemerkt wieder raus und liefen schnellstmöglich zu Chanel.
    „Oh mein Gott! Schaut mal das! Oder das!“, freute Jennie sich und ran herum wie ein kleines Kind. Ich lief nur mit offenem Mund rum. Ich war noch nie hier drinnen gewesen, da es mir zu peinlich war, nichts zu kaufen. Außerdem wäre ich immer gestorben, all diese schönen Sachen zu sehen aber zu wissen, mir nichts davon leisten zu können. „(D/n), wie findest du die Handtasche?“, riss Jennie mich aus meinen Gedanken und deutete auf eine kleine, schwarze Schultertasche. Ich nickte und meinte: „Ja, die ist sehr schön“ „Okay, ich glaub, ich kauf sie“, beschloss die Sängerin, griff danach, zwinkerte ihren Bandkolleginen zu und ging zur Kasse. Ich sah ihr etwas neidisch hinterher. Schon cool, wenn man sich mal eben spontan ne Handtasche für 6 000 000 000₩ kaufen kann. Aber ich gönnte es ihr von ganzem Herzen.

    „Wer will Mittagessen?“, fragte Jisoo, als wir wieder, Jennie mit ihrer neuen Tasche, draußen waren. „ICH”, brüllten wir vier gleichzeitig. Es war zwar schon 16 Uhr, aber da wir heute, bis auf ein kleines Frühstück, noch nichts gegessen hatten, hatten wir großen Hunger. Wir liefen auf einen Stand zu und kauften uns allen einen Hot Dog, den wir dann auf den Treppenstufen vor einer Drogerie aßen. „Fahren wir dann heim oder gehen wir noch in ein zwei Läden?“, fragte ich bei einem meiner letzten Bissen. „Hm... Also morgen müssen wir um ca 7 Uhr losfahren damit wir pünktlich um halb acht beim YG Entertainment sind. Das heißt, bis spätestens sechs müssen wir alle aufstehen. Also sollten wir vor Mitternacht pennen gehen. Wir müssen noch eine Stunde Workout machen... Da haben wir noch ein bisschen Zeit. Lasst uns noch da rein gehen und Parfüm kaufen”, beschloss Jisoo und deutete auf den Laden hinter uns. Wir nickten von der Idee begeistert und standen auf. Nachdem wir dann unser letztes Stück Hot Dog verdrückt haben, gingen wir in die Drogerie, direkt auf die Parfüms zu. „Ahhhhh, die haben hier sogar ein Chanel Parfüm”, stellte Jennie fest und freute sich. Lisa kam zu mir und murmelte: „Gewöhn dich dran. Mit der kannst du nicht shoppen gehen, ohne das 500 Mal Chanel erwähnt wird...” Ich lachte und roch dann auch an ein paar ausgestellten Flakons. Nach ein paar Minuten legte Chaeyoung den Arm um meine Schultern und meinte: „Nimm 'Orange Blossom' von Jo Malone. Vertrau mir einfach” Ich sah sie etwas verwirrt an, worauf hin sie wiederholte: „Nimm’s! Glaub mir” „Hattest du das schonmal?”, fragte ich skeptisch. „Nö, aber Jimin mag’s”, erklärte sie dann. Ich verdrehte die Augen, sie forderte mich aber wieder auf: „Jetzt nimm’s schon!” „Jaja jetzt beruhig dich!” Sie lächelte zufrieden: „Na geht doch” Damit drehte sie sich wieder um und ich suchte das Parfüm. Ich braucht auch nicht lange, dann hatte ich es gefunden. Ich ging dann noch zu Jisoo, die vor einem Regal mit Dior Düften stand. „Ich hab halt noch drei angefangene zu Hause, aber das Pinke will ich schon soooo lange...”, sagte sie, als sie meine Anwesenheit bemerkte. „Okay, dann kaufs dir doch einfach”, schlug ich vor. Sie dachte kurz nach, nahm es dann aber und rief glücklich: „Okay Mädels, wegen mir können wir gehen” „Noch eine Minute“, bettelte Jennie und versuchte gestresst sich für ein Parfüm zu entscheiden. „Eh... okay, ich nehm das. Jetzt können wir gehen“, entschied sie nach wenigen Sekunden und lief zur Kasse, wir alle hinterher.
    Bis wir am Auto ankamen war es schon 17 Uhr. Es war viel los gewesen und die Sängerinnen wurden nicht gerade selten erkannt. Genauer gesagt hatten wir immer, als wir eine Schar Fans abgehängt hatten schon mit der nächsten zu kämpfen. Aber jetzt hatten wir es geschafft. Wir ließen uns ins Auto fallen und ich fuhr los.
    „Schau mal bitte, wer mir geschrieben hat“, bat ich Jisoo, die neben mir saß, als ich mein Handy in meiner Jackentasche vibrieren gespürt hatte. Sie griff rein sah auf mein Handy und antwortete: „Natürlich Jimin... Aber dem musst du jetzt nicht direkt schreiben. Der muss lernen, zu warten“ Damit packte sie mein Handy in ihre Handtasche. Ich verdrehte die Augen, konzentriere mich dann aber wieder aufs Fahren. Lisa machte irgendwann Musik an und wir fingen alle an, zu Twice Songs wie ‚I Can’t Stop Me‘ oder ‚Fancy‘ zu singen. Die lange Fahrt war darum trotz der vielen Staus, die sich in Seoul sehr schnell bildeten, erträglich gewesen. Als wir vor dem Dorm geparkt hatten und nach innen gegangen waren, beschloss Rosé: „Und jetzt ziehen wir uns alle um und machen dieses verdammte Workout“ Daraufhin gingen die vier nach oben in ihre Zimmer und ich ins Wohnzimmer. Erst jetzt hatte ich mal Zeit über alles nachzudenken, was in den letzten paar Stunden passiert war. BTS war für die Grammys nominiert. Für die Grammys! Es war mir wirklich peinlich, bis vor zwei Monaten noch nie was von der Boygroup gehört zu haben. Sie waren wirklich erfolgreich und das auch verdient. Sie hatten Talent. Alle. Und mein Musikgeschmack war es auch. Darum war es auch so schade, dass ich ihre Musik nicht schon früher gehört hatte. Ich dachte über all den Stress nach, den sie wohl hatten müssen. Jimin war sehr viel bei mir. Ich weiß nicht, wann er trainiert hatte, aber er hatte es. Er war nicht der Typ, der einfach nachlassen würde. Morgen würde ich an eigenem Körper spüren können, was alle meine Freunde seit Jahren ihre Routine nannten. Ich war mir sicher, dass ich morgen Abend sterben würde. Nur bei der Vorstellung wurde mir klar, wie anstrengend es sein musste. Und es war ganz eindeutig nicht selbstverständlich, dass Jimin trotzdem jeden Tag so viel Zeit mit mir verbracht hatte. Seit ich bei den Jungs wohne, hatten sie noch nie bis 22 Uhr trainiert. Für Jimin schien das aber nichts Neues zu sein. Er arbeitete so viel ich hatte jetzt Angst, seine komplette Kariere ruinieren zu können. Yumi wusste, dass wir zusammen waren. Und wenn Siwon in einer Woche noch im Gefängnis war, dann würde sie es verraten. Für mich hatte ich schon entschieden, was wir machen würden. So viel Angst ich auch davor hatte, was danach passieren würde, ich würde dafür sorgen, dass Siwon frei kommt. Plötzlich kam Jennie die Treppe runtergerannt und schrie: „(D/N)! (D/N), (D/N), DU HATTEST DIE GLEICHEN SCHUHE WIE AN SILVESTER AN!“ Ich sah sie verwirrt an: „Und jetzt?“ Sie gab mir ihr Handy und lies sich auf die Couch fallen. Dort war ein Post. Zwei Bilder. Das eine Bild, dass ich schon kannte, von Jimin und mir an Silvester und ein Anderes von heute, als wir unseren Hot Dog gegessen hatten und man, da Ich logischerweise meine Maske nicht auf hatte, klar und deutlich mein Gesicht erkennen konnte. „Das gibt es doch gar nicht. Auf dem Bild von Silvester sieht man fast nichts, so schlecht ist die Qualität. Warum wissen die denn jetzt, dass das beides die gleiche Person ist? Die Schuhe haben mehrere, nicht nur ich“ „Ich weiß es nicht. Vielleicht wurden wir auch von Sasaengs gestalkt. Was aber klar ist, dass wenn davon jetzt zu viel raus kommt, Bang PD das nicht mehr zulässt. Und dann habt ihr ein ganz großes Problem. Weil kein Entertainment setzt den Hype einer Gruppe, mit der sie so viel Geld machen, aufs Spiel, nur damit ein Mitglied glücklich ist...“ Ich nickte und gab ihr ihr Handy zurück. „Ich red später mit Jimin drüber. Aber wenn das so weitergeht, dann sind wir mit Sicherheit nicht mehr lange zusammen...”, stellte ich besorgt fest. Jemand klopfte mir auf die Schulter und ich hörte Lisas Stimme: „Du darfst dann zu uns ziehen” „Lisa!”, ermahnte die Ältere sie. „Was, dann weiß sie wenigstens, dass sie nicht obdachlos wäre. Das kann beruhigend sein” Jennie seufzte und beruhigte mich: „Ach, so weit wird’s bestimmt gar nicht kommen. Aber, überleg dir zweimal, ob es wirklich schlau wäre, nach Los Angeles zu fliegen...“ „Du hast recht... Wenn ihr in LA gesehen werdet, was ja gar nicht so unwahrscheinlich ist, und ich wieder bei euch bin, checken die das ja. Vorallem weil bestimmt die ganze Welt, außer mir, schon seit na halben Ewigkeit weiß, dass die Jungs für die Grammys nominiert sind“, gab ich ihr recht, „Wir bleiben hier“ Die beiden nickten beruhigt und dann kam Rosé mit einem Laptop auf dem Arm wieder runter. Sie befahl: „Okay, schiebt das Sofa zur Seite, dann geht’s los. JISOO UNNIE, KOMM JETZT!” Ich half dabei, Platz zu schaffen, zog mir auch noch schnell meine Jogginghose an und stellte mich dann neben Lisa. Sobald die Älteste dann auch da war, drückte Chaeyoung auf Play und wir machten ein einstündiges Ganzkörper-Workout. Die vier Mädels mussten sich gefühlt nicht mal anstrengen, während ich halb verreckte. Während sie selbst beim Sport gut aussahen, war mein Kopf knallrot und Schweiß lief mir die Stirn runter. Als wir endlich fertig waren, schmiss ich mich nach Luft schnappend auf den Boden. Sie mussten lachen und Jisoo motivierte mich: „In einer Woche machst du das ohne danach zu sterben” Ich nickte, stand langsam auf und ging direkt ins nächste Badezimmer um mich schnellstmöglich zu duschen. Ein Blick in den Spiegel verriet mir, dass mein Make-Up in meinem ganzen Gesicht war, aber nicht dort, wo es eigentlich sein sollte. Ich schminkte mich schnell ab und ging dann duschen. Sobald ich fertig war und mich angezogen hatte, schlich ich zur Garderobe um mein Handy aus Jisoos Tasche zu holen und schaute, was Jimin mir geschrieben hatte.
    Jimin:
    Ist alles gut bei dir? Ich weiß noch nicht, wie lange wir heute trainieren... Ich ruf dich sobald an, wie’s geht!
    (D/n):
    Ja, es ist alles okay. Mach dir keinen Stress, ich hab mein Handy ab jetzt bei mir, also ruf einfach an.

    Nachdem mir der zweite Hacken bestätigt hatte, dass die Nachricht angekommen war, ging ich ins Wohnzimmer. Jennie war mit Lisa in der Küche, Chaeyoung war scheinbar in ihrem Zimmer und Jisoo hatte sich mit Yeontan auf die Couch gekuschelt und war fast eingeschlafen. Ich setzte mich neben sie, wodurch beide aufschreckte und Jisoo sich hinsetzte. „Sorry, ich wollte dich nicht wecken”, entschuldigte ich mich. Sie winkte nur ab: „Passt schon. Ich wollte eh nicht schlafen” „Darf ich dich was fragen?”, fragte ich nach einer kurzen Stille. Sie sah zu mir und nickte. Darum stellte ich meine Frage: „Hattest du schon mal einen Freund?” Sie musste amüsiert lachen: „Mehr als einen. Genauer gesagt vier. Und ja, auch seit dem ich bei YG unter Vertrag bin” „Das geht so einfach?” „Es ist nicht wirklich schwer. Und glaub mir, außer die Idols von Big Hit fallen mir keine ein, die nicht heimlich daten. Aber BTS und TXT nehme das sehr ernst. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das bei denen jetzt auch los geht, Jimin hat ja schon den Anfang gemacht. Und Jin und Yoongi sind 28 Jahre alt. Da wird’s schon mal Zeit... Auf jeden Fall daten alle Idols, glaub mir. Gruppenmitglieder, Mitglieder anderer Gruppen, Schauspieler und auch Unbekannte. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass unsere Manager sich das denken können, aber es sie einfach nicht interessiert, solange die Fans nichts mit bekommen” „Ist SM da lockerer als andere? Chen ist ja sogar verheiratet und Vater“, fiel mir ein. „Das kannst du nicht wirklich vom Entertainment abhängig machen. Es kommt auf die Gruppe und das Mitglied drauf an. Aber selbst wenn sie total dagegen sind, kriegt man es hin, ne Beziehung zu führen, ohne dass das groß jemand mitbekommt“ „Okay, und welche Regeln nimmst du dann überhaupt ernst? Du trinkst, gehst feiern, datest, ignorierst Dieten...“ „Ich steh jeden Morgen von Montag bis Samstag um ca. 8 Uhr im Tanzraum und trainiere bis ich mein Tagesziel erreicht habe. Und was ich alles ignoriere, dass kannst du für dich behalten... Aber da bin ich nicht die einzige“ Ich lachte und verarschte sie: „Das wollte ich morgen aber deinem Manager erzählen“ Sie schlug mir leicht auf den Arm, dann rief Jennie aus der Küche: „Deckt mal den Tisch!“

    58
    58. Kapitel

    Wir seufzten, standen dann aber auf und trugen Besteck und Teller auf den Tisch. Jennie hatte in der Zwischenzeit ungefähr zehn mal nach Rosé gerufen. Die hatte aber immer noch nicht reagiert, warum Lisa nach oben ging, um sie zum Essen zu holen. „Die pennt schon...“, erklärte die Rapperin, als sie wieder nach unten kam. „Okay... Dann isst sie halt nichts“, beschloss Jisoo und setzte sich neben mich. Ich sah auf die große Uhr in der Küche und stellte geschockt fest: „Was, schon halb neun? Was haben wir denn den ganzen Tag gemacht?“ „Ehm... Gegessen, Geld ausgegeben und Sport. Ab morgen wird sich dein Alltag auf Tanzen, Tanzen, Singen, Sterben, Tanzen, Workout, Singen und noch einmal Tanzen beschränken. Freu dich drauf“, erklärte Lisa mir. Ich sah sie verzweifelt an: „Stop! Ich kann nicht Singen! Ich kann nicht tanzen! Und ich überlebe kein 5 Minuten Workout! Das könnt ihr vergessen!“ „Ach was, das wird schon“, motivierte Jennie mich. Ich sah sie unsicher an und aß weiter.
    Als wir fertig waren, kündigte Lisa an: „Ich verzeih mich dann mal in mein Zimmer. Gute Nacht“ Damit verschwand sie auch schon nach oben. Jennie machte noch die Spülmaschine an und beschloss dann auch: „Ich geh auch hoch. Morgen müssen wir früh aufstehen” „Du hast recht”, stimmte Jisoo ihr gähnend zu. „Dann gute Nacht“, sagte ich und ging auf auf die Couch zu, wo Tannie schon am schlafen war, zu. „Gute Nacht“, riefen die anderen beiden noch im Chor, dann waren sie verschwunden. Ich zog mich um und machte mich im Bad fertig, legte aber mein Handy keine Sekunde weg, um Jimin’s Anruf nicht zu verpassen. Um viertel nach neun merkte ich, dass ich langsam müde wurde, warum ich beschloss, etwas Fern zu schauen. Ich riss die Augen freudig auf, als ich sah, dass ‚Show me the Money‘ lief. Ich hatte das zwar nie aktiv verfolgt, aber hin und wieder eine Folge gesehen, die an sich auch echt cool war. Darum holte ich mir eine Packung Chips aus der Küche und sah gespannt auf den Bildschirm.

    Neben meinem Kopf spürte ich etwas kurz vibrieren. Ich öffnete langsam meine Augen und setzte mich schnell auf, als ich sah, dass ich eine Nachricht bekommen hatte. Der Fern lief immer noch, allerdings nichts gescheites, warum ich schnell ausschaltete. Dann öffnete ich die Nachricht.
    Jimin:
    Bist du noch wach?

    Ich war hell wach und schrieb schnell:
    (D/n):
    Ja
    Jimin:
    Warum? Wir haben 1 Uhr und du musst morgen früh aufstehen!
    (D/n):
    Weil du mich noch nicht angerufen hast.
    Jimin:
    (D/n), du musst wirklich schlafen!
    (D/n):
    Es ist wichtig!
    Jimin:
    Bestimmt nicht so wichtig, dass es nicht bis morgen warten kann
    (D/n):
    Doch!
    Jimin:
    Um was geht’s?
    (D/n):
    Siwon

    Ich wollte noch ‚Yumi‘ schreiben, aber da rief er mich schon an. Ich hob ab.
    Jimin: „Was ist mit Siwon?“
    (D/n): „Ich hab Yumi heute getroffen“
    Jimin: „Wer ist das?“
    (D/n): „Seine große Schwester. Die, aus dem Restaurant“
    Jimin: „Okay. Und?“
    (D/n): „Sie hat gesagt, dass sie uns eine Woche Zeit gibt, Siwon wieder aus dem Gefängnis zu holen und wenn wir das nicht machen, dann sagt sie allen ARMYs, dass du mit mir zusammen bist“
    Jimin: „Okay, soll sie‘s ihnen sagen. Die Frage ist nur, ob sie sich damit nicht ein Eigentor schießt. Weil wenn’s dann eh schon jeder weiß, werd ich auch sagen, was Siwon mit dir gemacht hat. Und dann hat er definitiv das größere Problem“
    (D/n): „Aber Jennie hat gesagt-”
    Jimin: „Egal was sie gesagt hat, du musst mir recht geben. Es wäre einfach dumm von ihr“
    (D/n): „Nicht zu 100%. Du hast schon recht, aber Jennie hat gesagt, dass wenn das raus, Big Hit nicht mehr so locker damit umgehen wird“
    Jimin: „Vielleicht haben die AFMYs ja auch gar kein Problem damit. Und selbst wenn, was will Big Hit dann groß machen? Wenn sie mich kicken, dann wären sie schon dumm. Weißt du nicht mehr, was Bang PD gesagt hat, als wir bei ihm waren“
    (D/n): „Kicken werden die dich auch nicht, aber die werden dafür Sorgen, dass wir nicht mehr zusammen sind“
    Jimin: „Und wenn sie’s mir verbieten. Denkst du wirklich, dass interessiert mich? Selbst wenn die jetzt ein Problem damit hätten, wären wir zusammen, glaub mir“
    (D/n): „Aber-”
    Jimin: „Nichts ‚aber‘. Du brauchst nicht versuchen, mich zu überreden, diesen Deppen wieder frei zu lassen. Egal was wer verpetzt oder verbietet, wir bleiben zusammen. Und um alles andere, brauchst du dir keine Gedanken zu machen. Das Regel ich schon“
    (D/n): „Denk noch einmal drüber nach. Wir können nem Haufen Ärger einfach aus dem Weg gehen...“
    Jimin: „Und dann hätten wir anderen Ärger. Warum verstehst du das nicht? Ich hasse ihn so sehr. Wenn er wieder frei wäre, wäre das erste, was ich tun würde, ihn zu verprügeln. Und dann haben wir wirklich ein ganz großes Problem! Lass du Yumi erzählen und ich hör mir an, was Bang PD dann zu sagen hat. Und dann ignorieren wir das einfach, okay?“
    (D/n): „Das wird doch niemals funktionieren! Ich werd ausziehen müssen und wir werden keinen Kontakt mehr haben dürfen. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass die dich auch kontrolliere werden“
    Jimin: „Wenn du ausziehst, dann nur mit mir. Also machst du das nicht. Notfalls verstecken wir dich im Kühlschrank“
    (D/n): „Hervorragender Plan. Ich zieh einfach in den Kühlschrank, neben den Kimchi“
    Jimin: „Perfekt. Dann ist mein absolutes Lieblingsessen direkt neben meinem zweitliebsten“
    (D/n): „JIMIN! Bleib ernst“
    Jimin: „Bin ich!“
    (D/n): „Schlaf bitte noch einmal drüber. Ich find deine Idee gar nicht gut...“
    Jimin: „Jaja, wenn’s dich glücklich macht“
    (D/n): „Hast du bis jetzt trainiert?“
    Jimin: „Nein, bin schon seit na halben Stunde hier. War schon duschen, weil ich mir sicher war, dass du eh schon schläfst“
    (D/n): „Hab ich auch, ich bin beim fernschauen eingeschlafen“
    Jimin: „Tut mir leid, ich wollte dich nicht wecken“
    (D/n): „Ich musste eh noch darüber mit dir sprechen“
    Jimin: „Sag bitte den anderen Vieren nicht, dass ich so spät noch angerufen hab. Sonst motzen die mich wieder an“
    (D/n): „Was meinst du mit ‚wieder‘?“
    Jimin: „Nicht so wichtig“
    (D/n): „Okay... Aber was schon lustig ist, ist dass du dauernd sagst, ich soll ihnen irgendwas nicht sagen, weil sie sonst motzen und sie sagen mir, ich soll dir bestimmte Dinge nicht sagen, weil sie sonst Stress mit dir bekommen“
    Jimin: „Was sollst du mir nicht sagen?“
    (D/n): „...eh nichts“
    Jimin: „Ich sprech noch einmal mit den vier Damen...“
    (D/n): „Nein, nein, es ist wirklich nichts dramatisches“
    Jimin: „Was ist es?“
    (D/n): „... eh... ich muss dann langsam auch auflegen“
    Jimin: „Okay, dann sag’s mir nicht, aber leg nicht auf! Ich kann noch nicht schlafen. Freust du dich auf morgen?“
    (D/n): „Schon aber... ich kann das alles gar nicht und-”
    Jimin: „Du kriegst das hin. Und überhaupt, du bist ja nicht dort um das fünfte Blackpink Mitglied zu werden, sondern zum Zeitvertreib“
    (D/n): „Trotzdem nervt es mich, wenn ich etwas nicht hinbekomm“
    Jimin: „Ich glaub an dich“
    (D/n): „Aber liebst du mich auch, wenn ich das niemals hinbekommen werde und fett werde?“
    Jimin: „Ich glaube zwar nicht, dass du fett wirst aber ja, dann liebe ich dich auch noch“
    (D/n): „Okay, dann mach ich mir schnell was zu Essen“
    Jimin: „Was? Habt ihr kein Abendessen gehabt?“
    (D/n): „Doch, aber ich hab Hunger“

    Damit ging ich in die Küche und machte den Kühlschrank auf. Ich suchte kurz etwas, sah dann aber Mochi. Ich nahm sie raus und ging wieder ins Wohnzimmer.
    Jimin: „Was isst du?“
    (D/n): „Mochi“

    Jimin musste loslachen, was mich verwirrte.
    (D/n): „Was gibt‘s da zu lachen?“
    Jimin: „Google mal ‚Mochi Person‘, dann weißt du’s“
    Ich googelte und musste auch loslachen, als Jimin als Ergebnis kam.
    (D/n): „Awww, mein kleiner Mochi!“
    Jimin: „Okay, reicht!“
    (D/n): „Hast du vor, dir die Haare mal wieder pink zu färben?“
    Jimin: „Kann sein“
    (D/n): „Find ich super“
    Jimin: „Eh, okay... Was ich noch vorschlagen wollte. Das hab ich auf YouTube vor ein paar Tagen gesehen. Und zwar, dass wir in der Gruppe schreiben aber so tun als würden wir denken, dass das unser privater Chat wäre. Und halt irgendein Thema und dann dazwischen dauernd noch schreiben ‚Okay, das dürfen aber nicht die Anderen mitbekommen‘ und so. Weißt du, was ich mein?“
    (D/n): „Jo, machen wir”
    Jimin: „Nicht jetzt...“

    59
    59. Kapitel

    Dann ging ich aber schon in unseren Gruppenchat mit den BTS und Blackpink Mitgliedern.
    (D/n):
    Jiminie?
    Jimin:
    Ja. Ich kann jetzt. Teln?
    (D/n):
    Ne sorry, sonst wachen die anderen noch auf
    Jimin:
    Achso, stimmt
    (D/n):
    Worüber wolltest du reden?
    Jimin:
    Weißt schon... Wegen der Sache mit meinem Vertrag und so
    (D/n):
    ... okay
    Jimin:
    Ich werd ihn kündigen
    (D/n):
    Wirklich jetzt?
    Jimin:
    Ja. Hab auch schon mit Bang PD gesprochen
    (D/n):
    Und mit den anderen?
    Jimin:
    Ne, die sollen des auch erstmal noch nicht mitbekommen...
    (D/n):
    Okay... Aber bist du dir wirklich sicher?
    Jimin:
    Ja! Ich bin 25 Jahre alt, wie lange soll ich den noch im Dorm wohnen?
    (D/n):
    Jin und Yoongi sind 28
    Jimin:
    Haben die ne Freundin, mit der sie zusammenziehen wollen?
    (D/n):

    Jimin:
    Eben
    Ich hab aber eine😘
    (D/n):
    🥰
    Und wann?
    Jimin:
    Ca. 1 Monat wenn alles klappt.
    (D/n):
    Ich dachte, du hast schon mit Bang PD gesprochen?
    Jimin:
    Aber noch nicht mit deinem Dad...😅
    (D/n):
    Achso, na das wird kein Problem
    Jimin:
    Hoffentlich...
    Rosé:
    Was geht hier denn ab? Mal auf die Uhr geschaut? Jimin, halt jetzt deine Fresse und lass deine Freundin schlafen. VERSTANDEN?

    Jimin und ich mussten lachen, aber auch leise sein, da Rosé ja wach war. Von oben hörte ich sie dann rufen: „(D/N), HANDY WEG!“ Jimin musste noch mehr lachen und ich ignorierte sie einfach.

    Jimin:
    Fvck!
    (D/n):
    😳
    Hoseok:
    Was ist hier denn los? Wir haben mitten in der Nacht, also was wollt ihr?
    Jimin:
    Gar nichts
    Yoongi:
    WELCHER MENSCH DACHTE DENN, ER/SIE KÖNNE UM HALB ZWEI HIER VOLLSPAMEN?
    JIMIN!
    (D/N)!
    Jungkook:
    Fresse! Ich will schlafen
    Namjoon:
    Jimin?
    Du kündigst?
    Taehyung:
    Was?
    Neeeeiiiiiiiiiinnnnnn
    Seokjin:
    Jimin?
    Jungkook:
    Hyung?
    Hoseok:
    Ein Lebenszeichen?
    Jennie:
    😩 ich will einfach nur schlafen
    Seokjin:
    JIMIN KÜNDIGT
    Lisa:
    Was? Never
    Jisoo:
    (D/n)? Müssen wir jetzt wirklich runter kommen?
    Namjoon:
    Jimin, wir kommen zu dir ins Zimmer, wenn du jetzt nicht sofort was schreibst
    Jimin:
    -_-
    (D/n):
    ^_^
    Jungkook:
    Ahhhh
    Ihr lebt?
    (D/n):
    .
    Namjoon:
    JIMIN? WARUM KÜNDIGST DU?
    Jimin:
    Weil...
    Ach, ihr wisst doch gar nicht, wie das ist...
    Yoongi:
    Wie was ist?
    Jimin:
    Ne Freundin zu haben
    Taehyung:
    Achso😒
    Yoongi:
    Alles klar
    Seokjin:
    Mhm
    Jimin:
    Als ob ihr jetzt beleidigt seid
    Yoongi Hyung hat doch gefragt
    Namjoon:
    Hätte man evtl etwas... freundlicher ausdrücken können
    Jimin:
    🙄
    Jungkook:
    Naja, wir könnten ja auch einfach die Erstbeste nehmen, nur um flexen zu können
    Jennie:
    War das gerade hate an (D/n)?
    Jeon Jungkook!
    Jungkook:
    Nein, an Jimin
    Ich wollte damit sagen, dass er nicht so tun muss, als wäre er der einzige, der die Wahl zwischen keine Ahnung wie vielen Millionen Mädchen hat
    Jimin:
    Was heißt hier ‚Erstbeste‘?😠
    Jungkook:
    ...
    Ich sag nichts
    Jimin:
    Sie ist nicht einfach irgendeine von Millionen, verstanden?
    Jungkook:
    Jaja, sorry
    Namjoon:
    Aber Jimin, dass kann doch nicht dein Ernst sein
    Jimin:
    Warum nicht?
    Namjoon:
    Weil...
    Taehyung:
    Verlass uns nicht😭
    Hoseok:
    Du solltest dir das wirklich noch einmal ganz gut überlegen... Und noch zwei oder drei mal...
    Jimin:
    Ich hab lange drüber nachgedacht
    Seokjin:
    So fühlt sich das also an, wenn das erste Kind geht 😭
    Yoongi:
    Ehm😐
    Namjoon:
    Bleibt doch bitte EINMAL ernst!
    Jimin! Wir brauchen dich!
    Stimmt’s?
    Jungkook:
    Ja
    Hoseok:
    Ja
    Seokjin:
    Ja
    Taehyung:
    Ja
    Yoongi:
    ... wahrscheinlich schon
    Jimin:
    Sorry... Aber ich hab mich entschieden.
    Lisa:
    Und das war das Ende von BTS
    Rosè:
    Du kannst sie doch jetzt nicht alleine lassen! Seit fast acht Jahren gibt es Bangtan
    Jimin:
    Wird‘s doch auch weiterhin geben
    Hoseok:
    (D/n), helf uns mal!
    (D/n):
    Eh, genau Jimin, denk gut drüber nach
    Seokjin:
    Na danke
    Taehyung:
    Namjoon, ich kündige
    Jungkook:
    Namjoon, sieht so aus als wärest du in Zukunft nicht nur Leader, sonder auch Maknae. Ich kündige auch
    Namjoon:
    Nein nein nein, Jungs
    Yoongi:
    Wir können doch einfach einen neuen Namen nehmen. Sowas wie ‚Alle, außer Jimin, der seine treuen Fans verlassen hat‘
    Seokjin:
    Okay, also dann AAJDSTFVH.
    Gewöhnungsbedürftig aber find ich cool
    Hoseok:
    ... über den Namen will ich dann glaub ich noch einmal abstimmen
    Jungkook:
    Jimin, wann bist du weg? Ich will den neuen Namen😍
    Jimin:
    😶
    Ihr bekommt mich leider nicht los...
    Taehyung:
    (D/n), man macht nicht mitten in der Nacht mit seinem Freund Schluss, der keine Ahnung wie viele Kilometer entfernt ist!
    (D/n):
    🤦‍♀️
    Jungkook:
    Das weiß sogar ich
    Jimin:
    Das war ein Scherz! Ich kündige meinen Vertrag natürlich nicht!
    Namjoon:
    Wie lustig😒
    (D/n):
    😂
    Hoseok:
    Maaannn
    Jisoo:
    ... und dafür habt ihr uns geweckt?
    (D/n):
    Sieht so aus
    Jennie:
    Glaub mir (D/n), die nächsten Nächte wirst du nicht viel Schlaf bekommen...
    (D/n):
    Neeeiiiiin, das war nicht meine Idee
    Jimin:
    Ihr lasst sie schlafen, verstanden!
    Rosè:
    Natürlich
    Lisa:
    *nicht
    Jisoo:
    😁
    (D/n):
    Ich jammer EUCH dann halt den ganzen Tag die Ohren voll🤷‍♀️
    Rosé:
    Wir beraten uns noch einmal
    Jisoo:
    Aber können wir jetzt bitte schlafen?
    Yoongi:
    Ich bitte darum
    Jimin:
    😾 Yoongi, ich wusste gar nicht, dass es dich auch als Emoji gibt
    Hoseok:
    Seit jetzt alle leise
    Jimin:
    Dich ja auch, Hobi ☀️
    Seokjin:
    JIMIN, bitte sein jetzt leise. Danke
    Jungkook:
    Nacht
    Rosé:
    (D/n), leg jetzt dein Handy weg und schlaf
    (D/n):
    Jaja gleich
    Lisa:
    Nichts gleich. JETZT
    Ich seh, dass du immer noch online bist.
    Jetzt geh offline
    Jisoo:
    Wartet, ich nehm ihr ihr Handy weg
    (D/n):
    NEIN!
    UNNIE🥺
    Jisoo:
    Dann schlaf
    (D/n):
    Okay, Nacht

    Ich ging schnell offline und flüsterte dann:
    (D/n): „Jimin?“
    Jimin: „Ja?“
    (D/n): „Können wir noch reden?“
    Jimin: „Okay, aber bitte sprech so leise, dass die vier dich nicht hören”
    (D/n): „Mach ich”
    Jimin: „Wie läuft es eigentlich mit deiner Bewerbung? Gibt’s was neues?”
    (D/n): „Ich hab länger nicht geschaut. Warte, ich hol kurz meinen Laptop”

    Ich schlich zu meinem Koffer und suchte meinen Laptop. Als ich ihn hatte, meldete ich mich an und checkte meine E-Mails.
    (D/n): „Ne, nichts...”
    Jimin: „Das ist ja doch schwerer als ich gedacht habe...”
    (D/n): „Denkst du, ich soll mir mal einen Teilzeitjob suchen?”
    Jimin: „Wofür?”
    (D/n): „Um Geld zu verdienen”
    Jimin: „Warum machst du dir da unnötig so einen Stress? Wenn du studierst, konzentrierst du dich darauf und jetzt erholst du dich einfach noch. Ich hab Geld und einen relativ sicheren Job“
    (D/n): „Da komm ich mir dumm vor... Ich leb seit fast zwei Monaten umsonst im gefühlt luxuriösesten Dorm ganz Südkoreas und mache den ganzen Tag über exakt gar nichts, während ihr den ganzen Tag arbeitet“
    Jimin: „Dir ist aber hoffentlich bewusst, dass ich selten so sparsamen Leuten wie dir begegnet bin. So viel Geld wie du in den letzten zwei Monaten gebraucht hast, brauchen andere an einem Tag“
    (D/n): „Trotzdem...“
    Jimin: „Du darfst dir was suchen, aber nur, wenn du unbedingt willst. Und nur, wenn du immer daheim bist, wenn ich daheim bin“
    (D/n): „Ich werd mich umhören“
    Jimin: „Okay”
    (D/n): „Darf ich dich was fragen?”
    Jimin: „Klar“
    (D/n): „Das ist wirklich nur aus Interesse. Und wenn du nicht drauf antworten kannst, ist das okay. Und ich kann auch-”
    Jimin: „Frag einfach”
    (D/n): „Wie lange wirst du noch bei Big Hit sein?”
    Jimin: „Bis zum letzten Tag, an dem es BTS gibt. Und wann der sein wird, weiß ich nicht. Aber seit dem wir zusammen sind, hab ich auch einen Grund, warum ich mich, obwohl das echt traurig wird, darauf freuen kann... Wie lange kannst du warten?”
    (D/n): „Lange”
    Jimin: „Hoffe ich... (D/n)ie, es ist 2 Uhr. Du musst jetzt wirklich schlafen”
    (D/n): „Okay”
    Jimin: „Wenn was ist, dann meld dich”
    (D/n): „Mach ich. Gute Nacht, Mochi”
    Jimin: „...Gute Nacht”

    60
    60. Kapitel

    Ich legte auf und schmiss mein Handy auf die andere Seite der Couch. Neben mir lag der immer noch der leise schnarchende Tannie. Er lag auf der Seite und seine Zunge hing ein bisschen aus seinem Mund. Bei diesem Anblick musste ich leicht schmunzeln. Doch dann musste ich wieder an Jimin denken. Ich vermisste ihn so sehr. Und er war noch nicht mal einen Tag weg... Obwohl ich wusste, dass ich schlafen musste, dachte ich noch einmal über das Gespräch nach. Jimin würde Siwon im Gefängnis lassen und das Rosiko eigenen, dass unsere Beziehung bald kein Geheimnis mehr ist. Ich fand die Idee nicht gut, wusste aber, dass ich nicht viel daran ändern könne und es einfach versuchen musste, zu akzeptieren. Auch wenn ich keine Ahnung hatte, wie oder ob es dann weiter gehen würde, hatte ich keine andere Wahl, als auf nächstes Wochenende zu warten und zu sehen, ob Yumi es wirklich so ernst meinte. Eines war mir klar. Ich konnte mich nicht mehr darauf verlassen, bei den Jungs wohnen zu dürfen und müsste mir möglichst schnell einen Job suchen. Während ich darüber nachdachte, wie ich einen finden könnte, fielen mir dann die Augen zu und ich schlief ein.

    Neben mir klingelte mein Wecker. Ich hörte Schritte um mich herum. Ohne die Augen zu öffnen suchte ich mein Handy um diesen nervigen Lärm zu beenden. Als ich es dann endlich gefunden hatte legte ich mich wieder hin. „Vergiss es, (D/n)! Wer die halbe Nacht mit seinem Freund telefoniert, der kann auch früh aufstehen!”, ermahnte Lisa mich. Ich seufzte genervt und war, da ich, für meine Verhältnisse, wenig geschlafen hatte, sehr schlecht gelaunt. Trotzdem öffnete ich langsam meine Augen. Es war widerlich hell, warum ich sie zusammenkneifen musste um keine Kopfschmerzen zu bekommen. „Kaffe?”, bot Jennie an. Ich nickte nur und gähnte. Plötzlich riss mir jemand die Decke weg, warum mir sofort kalt wurde. Ich setzte mich auf und ging, immer noch halb schlafend in Jisoos Zimmer, wo ich mir Jimins blauen Hoodie und eine Adidas-Leggings aus dem Kleiderschrank zog. Damit ging ich ins Bad und zog mich um. Nachdem ich mir einen Zopf gemacht hatte und mein Gesicht gewaschen war, ging ich in die Küche und trank schnell meinen Kaffee. „Was macht ihr heute dann so?”, fragte ich, da ich wirklich überhaupt keinen Plan hatte. „Chaeyoung wird den Tanz von ihrer neuen Single üben und wir 'Lovesick Girls' und so. Du kannst ja dann einfach ihren Part tanzen”, schlug Jennie vor. Ich nickte unsicher und trank meine Tasse leer. Lisa fragte: „Hast du ein T-Shirt drunter? Weil so wirst du verrecken” Ich schüttelte den Kopf, ging dann aber schon nach oben und zog mir ein weißes T-Shirt drunter. Als ich wieder in die Küche wollte, kamen mir aber alle vier schon entgegen. „Los geht’s. Das wird ne Überraschung, wenn Park Jimins Freundin heute bei YG ist”, freute Lisa sich. „Ah, vielleicht wäre es ne gute Idee, wenn du nicht erwähnst, dass du Kontakt zu irgendeinem BTS Mitglied hast. Wenn sich des da jetzt auch noch rumspricht, dann weiß das bald jeder...”, warnte Jennie mich. Ich gab ihr recht und fragte dann: „Was ist eigentlich mit Frühstück?” Rosè ging an mir vorbei zur Garderobe und rief noch: „Das hast du verpasst. Aber keine Angst, in fünf Stunden gibt’s schon Mittagessen” Ich jammerte etwas rum, zog mir dann aber auch meine Jacke und Schuhe an und folgte den Anderen nach draußen. Als alle im Auto saßen, fuhr ich unter Wegbeschreibung der vier Sängerinnen los. Es war vielleicht viertel nach sieben, aber es war schon so viel los. Es kam mir wirklich so vor, als würde diese Stadt nie schlafen, und so war es wahrscheinlich auch. Wir standen Minuten lang an roten Ampeln und überall bildeten sich Staus. Ich konnte mich aber auch an keine einzige Fahrt hier, in Seoul, erinnern, während der ich nicht mindestens einmal im Stau stand. Und ich war es, obwohl es in Deutschland nicht so schlimm gewesen war, schon wieder gewohnt. „Da darfst du nicht parken. Das ist für Tanzlehrer, fahr du da rüber“, befahl Jisoo mir. Ich folgte ihrer Anweisung und fuhr in eine Einfahrt. Links neben uns stand ein großes Gebäude. Es war mir mit Sicherheit schon öfters aufgefallen, aber ich wusste nie, was drinnen war, und es hatte mich auch nicht interessiert. Wir gingen schnell nach innen. Von innen war es dem Big Hit Entertainment sehr ähnlich. Ein langer weißer Flur, rechts und links viele Türen, Bilder von Blackpink und anderen Gruppen und ganz hinten Aufzüge. Da alle vier, ohne groß darüber nachzudenken, auf die Aufzüge zu gingen, fragte ich etwas unsicher: „Eh, und wo genau gehen wir jetzt hin?“ „In einen Besprechungsraum. Dort treffen wir uns mehrmals die Woche mit Managern, Tanzlehrern, Gesangscoaches und YG selbst. Einfach bisschen bla bla über alles mögliche was mit Blackpink zu tun hat“, erklärte Lisa mir. Ich nickte verstehend und fragte, während wir einstigen weiter: „Aber ich geh da nicht mit, oder?“ Rosé widersprach mir: „Doch Schätzchen, wir reden dort über aktuelle Dinge, und aktuell ist auch, dass du jetzt zwei Wochen lang von früh bis Abend hier bist und an unserem Alltag teilnimmst” Ich sah sie komplett überrumpelt an, Jennie zog mich dann aber auf den Gang, vor eine Tür. Lisa klopfte und ging danach rein. Ich sah vorsichtig hinein und erblickte drei Männer und vier Frauen, zwischen 30 und Ende 40. Wir verbeugte uns kurz zur Begrüßung und setzten uns dann an den großen Tisch. „Wen habt ihr denn da dabei?”, fragte einer der Männer, welcher wohl YG sein musste. „Eine Freundin... Sie wohnt für die nächsten zwei Wochen bei uns und wir meinten, sie könnte vielleicht ein bisschen bei uns mittrainieren?“, erklärte Jisoo und warf uns unsichere Blicke zu. Da mich alle eine Zeit lang ansahen, stotterte ich dann los: „Hallo, ich bin Lee (D/n), 19 Jahre alt und komme aus Seoul“ Ich sah zu Lisa, die mir zunickte, als Zeichen, dass das, was ich gesagt hatte, gut gewesen war. „Wie lange und woher kennt ihr euch?“, fragte der CEO weiter. Die vier räusperten sich und Rosé log: „Puhhh, schon ewig. Lisa war mit ihr in der Klasse ein paar Jahre. Und wir kennen sie auch schon ein paar Jahre“ Ich nickte nur zustimmend. „Ok, dann schau mal, ob du von den Vieren was lernen kannst... Chaeyoung, du trainierst dann noch einmal ‚On The Ground‘ und ihr trainiert alle Songs von ‚The Album‘. Langweilig sollte euch da nicht werden. Dann dürft ihr vier schonmal gehen und du bleibst hier, dann sag ich dir noch wann du wo performst“, befahl er und zeigte auf Roseanne. Wir standen wieder auf, verbeugten uns und gingen nach draußen. Ich folgte ihnen einfach. Sie gingen wieder zum Aufzog und wir fuhren noch mal zwei Etagen nach oben. Als die Tür wieder aufging standen dort zwei gut aussehende Männer. „Hi, lange nicht gesehen“, begrüßte Lisa sie. „Hi, habt ihr Chaeyoung ausgetauscht?“, fragte einer von ihnen verwirrt. Jisoo lachte: „Nö, die ist noch bei YG unten. Das ist (D/n), sie macht bei uns die nächsten zwei Wochen bisschen mit“ „Achso, ich bin Taeyang, und dass ist Seunghyun“, stellte der andere sich vor. Ich nickte und als Jennie mein immer noch verwirrtes Gesicht bemerkte erklärte sie mir: „Sie sind von Big Bang“ Ich gab ein ‚Ahhh‘ von mir, wusste jetzt aber auch nicht mehr, als dass sie zu irgendeiner K-Pop Gruppe, von der ich noch nie was gehört hatte, kamen. Seunghyun fragte dann: „Bist du Trainee?“ „Eh, nein, ich bin ne Freundin und ehm wohn seit gestern für zwei Wochen bei ihnen“, sagte ich vorsichtig, um nichts falsches zu sagen. Sie hackten zum Glück, anders als YG, nicht weiter nach, sondern Taeyang wechselte das Thema: „Ach, ihr seid doch gut mit BTS, oder? Habt ihr in letzter Zeit mal was von denen gehört?“ Wir schluckten und Lisa versuchte dann möglichst locker zu antworten: „Also wir haben mal geschrieben, aber sonst jetzt nicht so viel. Warum denn?“ „Naja, gibt ja ziemlich viele Gerüchte, dass Jimin irgendwie ne Freundin hätte oder so, und ich dachte, wenn es so wäre wüsstet ihr das bestimmt“, meinte der Andere. Die drei schüttelten hastig den Kopf und Jennie schoss los: „Ne, da wissen wir nichts“ „Ihr habt nicht nachgefragt? Ich mein, ihr hättet ja die Möglichkeit“, wollte Seunghyun wissen und sah sie ungläubig an. „Also... wir haben nachgefragt, aber er ist nicht so wirklich drauf eingegangen, sondern hat Thema gewechselt“, verbesserte Jisoo. Ich gab mir innerlich eine Facepalm. Warum? Wer auch immer diese Typen waren, sie mussten das nicht unbedingt erfahren. Ich kannte sie nicht und Jimin hatte scheinbar auch keinen Kontakt zu ihnen. Ich räusperte mich und stieß Jisoo leicht in die Seite woraufhin sie ergänzte: „Aber Park Jimin, ne Freundin? Das kann ich mir nicht vorstellen. Und überhaupt, uns würde er es sagen“ Taeyang wollte gerade was dazu sagen, als der Aufzug hinter uns wieder aufging und wir Rosés Stimme hörten: „Vielleicht hat sie ihr Handy vergessen. Aber ich weiß wo sie sind, ich geb sie dir gleich. Ach und sag Jungkook bitte, dass er etwas leiser schreien soll“ Als sie uns bemerkte, meinte sie auf ihr Handy zeigend: „Ah, hier bist du, (D/n). Ji-”

    61
    61. Kapitel

    Jennie unterbrach sie: „Jihe? Oh, von der haben wir ja schon ewig nichts mehr gehört“ Rosé sah sie irritiert an, als sie die beiden Männer sah nickte sie aber: „Ja genau, Jihe. (D/n), kannst du kurz mit ihr sprechen?“ Ich nickte, nahm ihr ihr Handy ab und ging ein Stück weg.
    (D/n): „Jimin?“
    Jimin: „Ehm... Seit wann bin ich Jihe?“
    (D/n): „Seitdem irgendwelche Big Bang Mitglieder daneben standen und wir versucht haben denen auszureden, dass du ne Freundin hast“
    Jimin: „BIG BANG? JUNGS, (D/N) HAT BIG BANG GESEHEN UND MIT IHNEN GESPROCHEN!“
    BTS: „WIRKLICH?“
    (D/n): „Ist es okay, dass ich noch nie zuvor was von denen gehört habe?“
    Jimin: „Das überrascht mich bei dir nicht... Aber glaub mir, die sind soooooooo cool! Aber wir sind natürlich zehnmal so cool“
    (D/n): „Warum hast du angerufen?“
    Jimin: „Weil ich wissen wollte, ob’s dir heute morgen gut ging“
    (D/n): „Ja! Sonst hätte ich mich gemeldet“
    Jimin: „Du und dich von selber melden wenn’s dir nicht gut geht? Lustig! Aber wirklich, war dir wieder schlecht?“
    (D/n): „Nein“
    Jimin: „Ich glaub dir jetzt mal...“
    (D/n): „Kannst du auch”
    Jimin: „Rufst du mich an, sobald du kannst? Ich... mach dann einfach ne Pause”
    (D/n): „Aber ich will euch nicht stören”
    Jimin: „Machst du nicht!”
    (D/n): „Okay, dann bis später”
    Jimin: „Tschüss”
    (D/n): „Ich liebe dich...”
    Jimin: „Ich dich auch”

    Ich legte auf, drehte mich um und merkte dass alle zu mir sahen. „Darf ich was fragen, was jetzt nicht böse gemeint ist oder so, nur interessehalber”, bat Seunghyun mich. Ich nickte, woraufhin er fragte: „Bist du lesbisch?” „Jihe ist meine Schwester”, redete ich mich schnell raus. „Achsooooo”, verstanden sie jetzt. Rosè sah mich, von meiner spontanen Antwort überrascht, erstaunt an. Ich gab ihr ihr Handy wieder und sah sie dann flehend an, in der Hoffnung, sie würden verstehen, dass ich nicht mehr lange bei den beiden Sängern stehen wollte. Sie verstand mich zu meinem Glück auch und fing dann an etwas zu drängeln: „Naja, wir sollten dann auch mal trainieren gehen, meint ihr nicht” Lisa gab ihr recht: „Ja, es gibt viel zu tun...” „Dann Ciao, man sieht sich ja bestimmt bald wieder”, verabschiedete Jennie sich. „Tschüss”, riefen wir alle im Chor und gingen dann weiter. Wir liefen den Gang bis ganz nach hinten und öffneten dann eine große, schwere Türe. Dahinter verbarg sich ein großer Raum mit Wandspiegel und Kaffeeautomaten. Drinnen saßen am Rand einige Leute, die alle mit ihren Handys beschäftigt waren. „Morgen alle zusammen“, rief Lisa zur Begrüßung und schmiss ihre Jacke an den Rand. Roseanne meinte dann: „Okay, ich verschwind dann mal und trainier unten. Man sieht sich“ Damit drehte sie sich auch schon wieder um. Ich machte langsam ein paar Schritte auf den Rand zu und wollte mich schon hinfallen lassen, als Jennie mich zurückzog: „Du machst mit!“ Ich sah sie flehend an, aber das brachte nichts. Sie zog mich mit in die Mitte. Nach einer Minute kam eine ungefähr 30 jährige Frau rein. Mir fiel wieder ein, dass sie vorhin auch im Besprechungsraum war. Darum wunderte sie sich auch nicht über mich, sondern begann ein paar Aufwärm-Übungen zu zeigen, die wir nachmachten. Danach war ich schon halb tot, aber dann ging es erst richtig los. „Okay... Lalisa, du versuchst (D/n) mal ein paar Schritte aus ‚Lovesick Girls' beizubringen, während ich Jisoo und Jennie mal zuschau“, beschloss die Trainerin. Lisa zog mich am Handgelenk ein paar Meter weg und erklärte dann: „‚Lovesick Girls‘ kennst du. Ich zeig dir das jetzt einfach von anfang an und du machst so viel wie möglich mit“ Und dann begann sie auch schon. Es fiel mir schwer, ihre Bewegungen zu kopieren, aber nachdem wir den ersten Part ungefähr zehnmal langsam getanzt hatten, hatte ich ihn langsam verinnerlicht. Aber ich konnte mich nicht lange über meinen Erfolg freuen, dann meinte Lisa schon hochmotiviert: „Weiter geht’s, Part 2“ Nach fünf Durchläufen tauschten Lisa und Jisoo dann, warum mir die Älteste jetzt etwas beibrachte. „Jisoo, ich sterbe gleich“, keuchte ich nach einer viertel Stunde. Aber sie beruhigte mich: „Keine Angst, dass denkst du nur. Sterben wirst du erst morgen, wenn du dann mit Muskelkater tanzen musst“ Ich ließ mich auf den Boden fallen, aber Jennie schrie sofort: „Hoch, (D/n)!“ Ich stand wieder auf, und bekam ein Glas Wasser von der Rapperin gereicht. Nach fünf weiteren fünf Minuten sagte ich dann: „Okay, weiter geht’s“

    So ging das noch den ganzen Tag und ich war mehr als geschockt, als wir uns an den Rand setzten, ich an mein Handy ging und sah, dass es schon nach 19 Uhr war. „Ich hab den ganzen Tag noch nichts gegessen”, rief ich und legte mich außer Atem hin. „Bitte sag das nicht Ji-... Jihe! Die bringt uns um. Aber komm jetzt schnell mit”, forderte Chaeyoung, die inzwischen auch zurück war, mich auf und ging auf die Tür zu. Ich richtete mich wieder auf und folgte ihr auf den Gang. Sie war inzwischen schon vor einem Automaten und holte etwas daraus. Sie kam wieder zurück und drückte mir einen Proteinriegel in die Hand. „Das macht satt, glaub mir” Ich ging zurück in den Tanzraum und aß den Riegel schnell auf. Nachdem ich was getrunken hatte, beschloss wir noch ein wenig Sport zu machen. „Pilates?”, schlug Rosè vor. Ich hatte das noch nie gemacht, war aber immer offen für neues. Die anderen drei stimmten ihr auch zu, warum wir mit dem Aufzug in den Keller fuhren.
    Dort gingen wir in eine Art Fitnessraum. „Okay, ich ruf sie kurz an”, kündigte Jennie an und ging ein paar Schritte weg. Ich wusste zwar nicht, wen sie meinte, aber nickte. Nach einem kurzen Gespräch, fasste sie zusammen: „Sie ist in fünf Minuten hier” Inzwischen konnte ich mir dann auch denken, dass sie wahrscheinlich eine Trainerin meinte. Wir warteten und tranken in der Zeit noch etwas. Dann kamen auch schon zwei junge Frauen rein. Sie schlossen die Tür hinter sich und wir machten eineinhalb Stunden Pilates. Auch wenn es nicht so aussah, es war verdammt anstrengend und als wir endlich fertig waren, waren meine ersten Worte seit dem wir begonnen hatten: „Ich bin tot!”

    62
    62. Kapitel

    Alle waren außer Atem, aber niemand war so fertig, wie ich. Jisoo kam auf mich zu, hielt mir die Hand hin und meinte zwinkernd: „Jetzt fahren wir heim, machen uns frisch und dann kannst du Jihe anrufen. Was hältst du davon?” Ich nickte begeistert und richtete mich auf: „Okay, los geht’s” Dann ging ich auch schon zur Tür und auf den Aufzug zu. Die vier kamen mir nachgerannt und wir fuhren hoch in den Tanzraum um noch unsere Sachen zu holen. 10 Minuten später saßen wir dann auch schon im Auto und fuhren nach Hause. Davor hielten wir aber noch bei einem Supermarkt und kauften ein paar Sachen, fürs Abendessen, ein. Die vier schickten mich in den Laden, damit es schneller gehen würde. Ich öffnete die Einkaufsliste auf meinem Handy und suchte alles schnell zusammen. Ich war schon auf dem Weg zur Kasse, überprüfte noch einmal, ob ich wirklich nichts vergessen hatte und lief, da ich nicht nach vorne schaute, in jemanden rein. „Sorry“, flüsterte ich und sah auf. Als ich sah, wer es war, hätte ich beinahe Geschrieen. Da stand doch nicht wirklich Tao. Der Mann hatte zwar eine Sonnenbrille auf, aber ich war mir sehr sicher, dass er das Ex-EXO-Mitglied war. „Oh, Hi“, begrüßte er mich lächelnd. „Hi“, sagte ich unsicher. Er half mir die Sachen, die ich fallen lassen hatte, wieder aufzuheben und wollte dann wissen: „Wie heißt du eigentlich?“ „Du... du erinnerst dich an mich?“, fragte ich und bekam fast einen Fangirlanfall, als er nickte. „Eh, ich heiße (D/n)“ „Ich bin Zitao, aber... das weißt du bestimmt“ „Ja, das weiß ich... Ich bin EXO-L seit dem Debut und war wirklich sehr traurig, als du gegangen bist...“ Er lächelte leicht und verschwand dann kurz in Gedanken. „Kommt jetzt vielleicht etwas komisch, aber... bekomm ich deine Handynummer?“, fragte er nach ungefähr einer Minute Schweigen. Ich sah ihn überrascht an und stotterte dann los: „Ja, k-klar, w-wenn dir das recht ist?“ Er nickte woraufhin ich ihm etwas überfordert meine Handynummer diktierte, die er direkt einspeicherte. Ich hätte gerade losschreien können, verkniff es mir aber. „Okay, ich schreib dir später. Vielleicht sieht man sich ja mal“, rief er noch und lief weiter. Ich atmete tief durch und musste etwas aufpassen, dass ich gleich keinen Herzinfarkt bekam. Als ich mich nach zwei Minuten wieder etwas beruhigt hatte, bezahlte ich und stieg schnell ins Auto, wo die anderen warteten. Dort ließ ich mir nichts von meiner Freude anmerken und fuhr auf schnellstem Weg zum Dorm.

    „Ich zieh mich kurz um, dann helfe ich dir“, rief ich Chaeyoung zu und rann schon die Treppe hoch, in Jisoo‘s Zimmer, um mir saubere Klamotten zu holen. Ich zog mich schnell um und wusch mir noch den Schweiß mit kaltem Wasser aus dem Gesicht. Dann lief ich wieder nach unten, in die Küche. Dort standen alle vier in einer Reihe und grinsten scheinheilig. „Was?“, fragte ich skeptisch. „Wir haben was für dich“, erklärte Jisoo und zeigte zu Jennie. Die holte eine große Tüte von der Küchenablage hinter sich. Ich nahm sie und packte sie am Boden aus. Als ich sah, was es war, nahm ich meine Hände weg und widersprach: „Das kann ich nicht annehmen!“ Sie lachten und Jennie meinte: „Denkst du wirklich, ich bin so asozial und frag dich noch, ob du sie schön findest und kauf sie mir dann für mich selbst?“ „Freust du dich?“, fragte Lisa. Ich nickte nur, stand auf und umarmte alle vier. „Dankeeeee“, flüsterte ich glücklich und sah mir die Chanel Handtasche noch einmal ganz genau an. „Okay, jetzt kocht aber was, ich sterb gleich vor Hunger“, bat Jisoo Rosé und mich. Wir nickten und fingen an, Japchae zu kochen. Wir waren schon fast fertig, da kam Lisa in die Küche und begann an der Sängerin rum zu zupfen. Diese fragte nur: „Was ist?“ „Komm mal bitte kurz mit“, forderte die Jüngere sie auf und zog Rosé aus der Küche. Ich sah ihnen verwirrt hinterher, begann dann aber schon Teller und Besteck aus den Schränken zu holen. Ungefähr fünf Minuten später, ich hatte inzwischen auch schon das Essen auf den Tisch gestellt, kamen alle vier rein und Rosé sah mich mit einem durchbohrenden Blick an. Wir setzten uns hin, begannen zu essen, aber niemand sagte etwas. Ich spürte nur immer noch den Blick der Sängerin auf mir, warum ich irgendwann fragte: „Eh, ist was?“ „Nö“, antwortete diese nur und sah weg. „War dann heute noch bei irgendjemandem was besonderes?“, fragte Jisoo in die Runde. Wir schüttelten alle den Kopf. Es war wieder eine Zeit lang still, dann fragte Lisa: „Wie eifersüchtig und misstrauisch ist Jimin in letzter Zeit eigentlich?“ Ich sah sie von der Frage etwas überfordert an, meinte dann aber: „Ich glaub, es legt sich. War schon wesentlich schlimmer“ Sie sah kurz zu Jennie und diese bat mich dann: „(D/n), machst du dann bitte die Spülmaschine? Wir haben gleich ein wichtiges Telefonat. ... mit YG“ „Ja, klar. Ich ruf, sobald ich fertig bin, dann Jimin an, also hört ihr dann nicht so viel von mir“, warnte ich sie vor und aß meinen letzten Bissen. Lisa stand auf: „Ja, dann... müssen wir jetzt ganz schnell YG anrufen, kommt ihr?“ Die anderen drei erbebten sich auch und gingen alle mit einem gequälten Lächeln aus der Küche. Was war das? Sie hatten sich komisch verhalten. Ich dachte nach, mir viel aber kein Grund ein. Letztendlich erklärte ich mir das so, dass sie vielleicht einfach wegen dem Telefonat angespannt waren, da es scheinbar wichtig sein musste. Ich räumte schnell die Spülmaschine ein und ging dann ins Wohnzimmer, wo mein Handy auf dem Couchtisch lag. Von oben hörte ich vier Stimmen, verstand aber nicht, was sie sagten. Ich schloss mein Handy noch an ein Ladekabel, und sah dann eine Nachricht.
    ?:
    Hi (D/n), Zitao hier. Weißt du noch, wer ich bin?😅

    Ich speicherte die Nummer schnell ein und antwortete dann.
    (D/n):
    Hi, natürlich weiß ich noch, wer du bist.😂 Wie geht’s dir so?

    Dann rief ich Jimin an. Und zu meiner Verwunderung ging er auch sehr schnell ran.
    Jimin: „Hi“
    (D/n): „Hi. Hast du gerade Zeit?“
    Jimin: „Mhm, wir machen gerade Pause“
    (D/n): „Also musst du noch bisschen länger trainieren“
    Jimin: „Vermutlich. Wie war’s bei dir?“
    (D/n): „Ich weiß nicht, was schwerer ist. Das tanzen selbst oder das Merken der Choreografie. Ich bekomm das nicht hin“
    Jimin: „Nach einem Tag verlangt noch niemand, dass du die Choreo im Schlaf kannst. Und du musst auch nicht perfekt tanzen, sondern einfach 150% geben“
    (D/n): „Und ich dachte, es wäre anstrengend, aus einem Buch zu lesen und mir Notizen zu machen“
    Jimin: „Das ist auch anstrengend und macht dazu nicht mal Spaß“
    (D/n): „Tanzen macht auch keinen Spaß. Ich kann mich nicht mehr bewegen!“
    Jimin: „Glaub mir, dir wird’s auch noch Spaß machen. Und der Muskelkater ist ja nur am Anfang, wenn sich dein Körper dran gewöhnt wird’s besser“
    (D/n): „Mein Körper wird aber gar nicht die Zeit haben, sich daran zu gewöhnen“
    Jimin: „Doch, doch. Ich fahr dich höchstpersönlich ins Tanztraining. Du kannst nämlich vergessen, dass du den ganzen Tag nur noch lernst“
    (D/n): „Na da musst du dir ein gutes Argument einfallen lassen, mit dem du mich dahin bekommst“
    Jimin: „Ich hab eines“
    (D/n): „Und das wäre?“
    Jimin: „Ich werde nicht über reagieren und höre dir zu“
    (D/n): „...okay“
    Jimin: „Willst du mir was sagen?“
    (D/n): „... glaub nicht“
    Jimin: „Überleg mal, was mich immer richtig aggressiv macht“
    (D/n): „... hilf mir mal kurz auf die Sprünge“
    Jimin: „Andere Typen. Und jetzt, denk noch einmal nach, was ich meinen könnte“
    (D/n): „Boa... Sorry Jimin, keine Ahnung“
    Jimin: „Du bist doch EXO-L. Und du hast doch mit denen ein Bild gemacht. Und Zitao, der war etwas... ich würde ihm empfehlen, einfach etwas Abstand von dir zu halten. Gut, er weiß nicht, dass du einen Freund hast, aber du weißt es. Also, warum gibst du ihm deine Nummer, wenn du ganz genau weißt, dass ich bei sowas durchdreh?“
    (D/n): „... woher weißt du-”
    Jimin: „Dachtest du, ich merk das nicht?“
    (D/n): „Naja, also-”
    Jimin: „Warum sagst du mir das nicht?“
    (D/n): „Weil du immer überreagierst. Aber woher weißt du das jetzt?”
    Jimin: „Wem hast du’s denn gesagt“
    (D/n): „Niemandem“
    Jimin: „Die anderen vier haben‘s mir gesagt“
    (D/n): „Okay, und woher wissen die das und warum-”
    Jimin: „Sie haben seine Nachricht gesehen“
    (D/n): „Toll, dass auch mal mit mir gesprochen wird, bevor du direkt wieder verrückt gemacht wirst“
    Jimin: „Sie haben es mir gesagt, weil sie sich Sorgen gemacht haben und nicht wussten, wer das ist. Das ist doch der Sänger, oder“
    (D/n): „...ja“
    Jimin: „Und wann hast du dem deine Nummer gegeben“
    (D/n): „Vorhin war ich alleine was einkaufen, damit es schneller geht. Da hab ich ihn getroffen. Und er hat gefragt, ob er meine Nummer bekommt“
    Jimin: „Mhm... Wir haben uns schon was überlegt“
    (D/n): „Und was?“
    Jimin: „Ihr trefft euch, aber du nimmst mindestens eine von den Mädels mit. Und dann verklickert ihr dem, dass du einen Freund hast. Wenn ihr dann Freunde seit, hab ich nichts dagegen. Aber-”
    (D/n): „Hältst du es für eine gute Idee, da jetzt mit dem nächsten Idol aufzukreuzen? Woher soll ich denn jetzt schon wieder Blackpink privat kennen?“
    Jimin: „Sag einfach, du warst mal Trainee bei YG oder so“
    (D/n): „Okay“
    Jimin: „Dann wäre das geklärt. Aber noch was-”
    (D/n): „Mehr hab ich aber gar nicht gemacht“
    Jimin: „Doch, du hast meinen Koffer gepackt und meinen Lieblingspulli daheim gelassen“
    (D/n): „Jimin, woher soll ich denn wissen, welcher dein Lieblingspulli ist?”
    Jimin: „Der graue!”
    (D/n): „Ach der. Warte, ich glaube den hab ich eingepackt”
    Jimin: „Nein, hast du nicht. Sonst hätt ich ihn ja”
    (D/n): „In meinen Koffer”
    Jimin: „Das Nächste Mal, wenn du Koffer packst, will ich den!”
    (D/n): „Jaja”
    Jimin: „Und Tae will wisse, wie’s Tannie geht”
    (D/n): „Bestens. Gerade ist er oben bei Jisoo, glaub ich”
    Jimin: „Hast du gehört? Alles bestens”
    (D/n): „Denkst du eigentlich, ihr könntet einen Grammy gewinnen?”
    Jimin: „Also... Ich sag’s mal so, ich glaube, wir haben ne Chance. Ich glaube, wir können gewinnen”
    (D/n): „Ich hoffe es... Verdient hättet ihr’s”
    Jimin: „Wird da wohl jemand zum Fangirl?”
    (D/n): „Aber normal, kein kreischendes Fangirl”
    Jimin: „Das nehmen sie sich alle vor. Dann sehen sie mich und sagen 'einmal Jim-in, nie mehr Jim-out'. Bei dir dauert’s auch nimmer lange”
    (D/n): „Du bist also der Meinung, ich werde bald einen Celebrity-crush auf meinen eigenen Freund haben?”
    Jimin: „Ja, kann gut sein. Aber solange du nur einen Celebrity-crush auf mich hast, und nicht auf die Anderen, ist ja alles gut”
    (D/n): „Überleg noch einmal, was du gerade gesagt hast. Das macht nämlich keinen Sinn. Wie soll ich einen Crush auf dich haben, wenn ich mit dir zusammen bin?”
    Jimin: „Das macht Sinn! Alles was ich sag macht Sinn. Aber ich kann dir schonmal versprechen, da du meine Freundin bist, bekommst du ne Freikarte”
    (D/n): „Oh, so großzügig heute”
    Jimin: „Wie immer halt. Ob du’s glaubst oder nicht, du bekommst sogar ne Freikarte für jedes Konzert der nächsten Worldtour. Und du darfst im Privatjet mitfliegen. Und jetzt kommt’s, du darfst sogar umsonst in mein Hotelzimmer”
    (D/n): „... echt jetzt?”
    Jimin: „Hä, ja!”
    (D/n): „ICH BEKOMME FREIKARTEN FÜR JEDES KONZERT DER GANZEN TOUR?”
    Jimin: „Wo wäre die Logik, wenn ich dir die Karten kauf für ein Konzert von der Gruppe, in der ich Mitglied bin?”
    (D/n): „Woher weißt du, dass ich sie nicht selbst kaufen würde?”
    Jimin: „Ich glaube nicht, dass du dir um die zwanzig Tickes für ungefähr 650000₩ leisten kannst. Und selbst wenn wäre es rausgeschmissenes Geld”
    (D/n): „Was verlangt ihr für ne Konzertkarte? Ich glaub ich hab mich verhört”
    Jimin: „Ne, hast du nicht. 650000₩. Hab aber nicht ich festgelegt“
    (D/n): „ARMYs müssen ja reich sein...“
    Jimin: „Wie gesagt, hab ich nicht entschieden“
    (D/n): „Das ist schon krass...“
    Jimin: „Ja... Aber wir sind’s halt wert“
    (D/n): „Najaaa, also das ist schon sehr viel... für ein drei Stunden Konzert, aber-”
    Jimin: „Es ist nicht irgendein Konzert. Es ist ein BTS Konzert“
    (D/n): „Jaja, Mochi“
    Jimin: „(D/n)!“
    (D/n): „Mochi!“
    Jimin: „Nein!“
    (D/n): „Doch!“
    Jimin: „Ahhhh, warum hab ich dir das nur gesagt?“
    (D/n): „Weiß ich nicht, Mochi“
    Jimin: „Ich meins ernst, lass das! Es reicht, wenn mich ARMYs so nennen“
    (D/n): „Warst du nicht vorhin noch der festen Überzeugung, ich werde Fangirl?“
    Jimin: „Okay, aber warst du nicht der festen Überzeugung, du bleibst normal?“
    (D/n): „Bin ich, Mochi!“
    Jimin: „Lee (D/n)! Noch einmal und dann-”
    (D/n): „Mochiiiiii“
    Jimin: „Warum provozierst du mich mit Absicht?“
    (D/n): „Weil-”
    Namjoon: „WAS SICH LIEBT, DAS NECKT SICH“
    Jimin: „Ich hab euch doch gesagt, ich komm, sobald ich mit (D/n) gesprochen hab“
    Seokjin: „Ach echt? Haben wir wohl nicht gehört“
    Hoseok: „(D/n), sag Jimin mal, dass er nachts länger als drei Stunden schlafen soll“
    (D/n): „Spinnst du, Jimin?“
    Jimin: „Danke, Hobi!“
    (D/n): „Aber mir sagen ich muss schlafen und dann selber-”
    Jimin: „Es war nur gestern“
    (D/n): „Und warum?“
    Jimin: „Weil ich nicht schlafen konnte und die Zeit sinnvoll nutzen wollte, indem ich noch ein bisschen trainiere...“
    Taehyung: „(D/n), er hat auch-”
    Jimin: „TAEHYUNG!“
    Jungkook: „Er wollte sagen, dass-”
    Jimin: „Nein, Jungs! Das sagt ihr nicht“
    Namjoon: „Warum? Ist doch nicht schlimm“
    Jimin: „Weil-”
    (D/n): „Jetzt sagt doch einfach“
    Yoongi: „Er hat heute Morgen geweint“
    Jimin: „...Das ist jetzt nicht dein Ernst. Wenn ich sag-”
    (D/n): „Warum?“
    Hoseok: „Er hat ein schlechtes Gewissen, weil er dich alleine gelassen hat“
    Jungkook: „Und weil er Angst hat, dass die was passiert“
    Taehyung: „Und ich hab Angst um meinen armen kleinen Hund! Jimin, deine Freundin ist unter Frauen. Yeontan ist gezwungen bei fünf Hühnern zu leben! Ich leide mit ihm“
    Namjoon: „Ehm... Ich bin sicher Tannie geht’s blendend, nicht war (D/n)?“
    (D/n): „Ja, hab ich Jimin vorhin schon gesagt“
    Seokjin: „Und wie geht’s dir“
    (D/n): „Bis auf Muskelkater gut“
    Yoongi: „Haben wir doch gesagt! Du machst dir unnötig Sorgen“
    Jimin: „Jaja...“
    ?: „Kommt ihr dann auch irgendwann wieder?“
    BTS: „Jaaa“
    Seokjin: „Das war n Tanzlehrer, wir müssen
    Jungkook: „Tschöö“
    (D/n): „Viel Spaß noch...“
    Yoongi: „Ich beneide dich. Ich will auch schlafen!“
    Namjoon: „Ciao (D/n)“

    Ich legte auf und mummelte mich in eine Decke. Oben hörte ich jemanden duschen. Und dann lachte plötzlich jemand los. Es musste Lisa sein, die anscheinend YouTube oder so schaute. Und ich musste nachdenken.
    Warum hatte Jimin letzte Nacht nicht geschlafen und heute Morgen geweint? Und warum war es den sechs so wichtig, dass ich das mitbekomme? Was, wenn es ihm nicht gut geht?

    Wie ich so über Jimin nachdachte, wurde mir wieder bewusst, wie sehr ich ihn vermisste. Ich genoss die Zeit mit den Mädels, aber die Tatsache, dass ich immer noch 12 Tage ohne meinen Freund überstehen musste, tat weh. Ich begann zu weinen. Nach einigen Minuten beschloss ich, nach oben zu gehen. Dort klopfte ich bei Jisoo und ging nach ihrer Aufforderung nach innen. Sie saß auf ihrem Bett, neben ihr der schlafende Yeontan. Als sie mich sah, legte sie ihr Tablet beiseite und fragte: „Hey Süße, was los? Komm mal her“ Ich kam auf sie zu und setzte mich neben sie. „Hast du mit Jimin gesprochen? Falls es wegen diesem Zitao ist, wir haben es ihm nur gesagt, weil wir uns Sorgen um dich gemacht haben. Und falls er überreagiert hat, dann hat er das aus dem selben Grund. Er meint’s wirklich nicht so“, schoss sie los. Aber ich schüttelte nur den Kopf und erzählte ihr schluchzend, was los war. „(D/n), Jimin ist ein sehr emotionaler Mensch. Es muss nicht heißen, dass es ihm schlecht geht. Dass er Angst um dich hat ist normal. Und das mit den drei Stunden schlafen... Er bekommt auch ordentlich Druck gemacht und will die ARMYs nicht enttäuschen. Sie performen bei den Grammys! Aber er ist das wenig schlafen gewöhnt, glaub mir. Denk nicht so viel darüber nach“, beruhigte sie mich. „Ich vermiss ihn so sehr“, flüsterte ich immer noch mit Tränen in den Augen. Sie umarmte mich und schlug vor: „Schlaf ein bisschen. Dann musst du nicht dran denken. Kannst auch hier bleiben“ Damit legte ich mich hin und konnte nach einigen Minuten auch einschlafen.

    Am nächsten Morgen wurde ich von Jennie wach gerüttelt. „Gut geschlafen?“, fragte sie lächelnd, als sie bemerkte, dass ich halbwegs wach war. Ich nickte und streckte mich. Jisoo saß am Fußende und war auch schon fertig umgezogen. Ich griff nach meinem Handy und riss die Augen auf, als ich sah, dass ich 36 neue Nachrichten aus der Gruppe ‚Schlimmer geht immer‘ hatte. „Was ist denn los?“, fragte ich verwirrt. „Eh... Nichts schlimmes“, meinte Jisoo ertappt. Ich öffnete den Chat schnell.
    Jisoo:
    JIMIN
    Lisa:
    ES IST ECHT WICHTIG
    Jimin:
    Was ist?
    Jennie:
    Ah, zum Glück
    Rosé:
    (D/n) hat 40 Grad Fieber
    Jimin:
    Was?
    Namjoon:
    Wirklich jetzt?
    Lisa:
    Ja, sonst würden wir ja nicht mitten in der Nacht schreiben
    Jennie:
    Was sollen wir machen?
    Jisoo:
    Jimin?
    Namjoon?
    Namjoon:
    Wir sind keine Ärzte!
    Rosé:
    Jimin hat gesagt, wir sollen schreiben, wenn was ist
    Jimin:
    Ich muss nachdenken
    Okay, ihr bringt sie zu Arzt. Aber so, dass das niemand mitbekommt. Und ich versuch bis morgen Vormittag zu kommen.
    Jisoo:
    Okay, beeil dich
    Jimin:
    Bin unterwegs
    Rosé:
    STOP
    Lisa:
    😂😂😂😂😂😂😂😂
    Taehyung:
    Was?
    Jennie:
    Das war ein Witz 😂😂😂😂
    Jimin:
    Spinnt ihr eigentlich komplett?
    Das ist doch nicht lustig
    Wo ist (D/n)?
    Jisoo:
    Die schläft seelenruhig in meinem Bett😂
    Jimin:
    Und ihr geht’s gut?
    Jisoo:
    Hatte vorhin einen kleinen Mental-Breakdown, aber sonst schon
    Namjoon:
    Leute, sowas ist wirklich nicht lustig!
    Hoseok:
    Man kann’s übertreiben...
    Rosé:
    Soooorrrryyyyy, aber uns war langweilig 😂
    Jimin:
    Macht das nicht noch einmal!
    Lisa:
    Kein Angst, kommt nicht mehr vor
    Jennie:
    Seit ihr noch trainieren
    Yoongi:
    Sind gerade am gehen
    Lisa:
    Okay, dann gute Nacht
    Jungkook:
    Gute Nacht

    „Ach kommt schon, warum macht ihr so einen scheiß?“, fragte ich genervt. Sie lachten verlegen: „Uns war langweilig...“ Ich sah noch einmal auf mein Handy und dann fiel mir auf: „Das war ja um 3 Uhr. Dann hat Jimin ja wieder fast gar nicht geschlafen. Und ihr, warum seid ihr so lange wach?“ „Wir wollten nicht schlafen und die Jungs durften nicht“, erklärte Jennie. Ich nickte verstehend und ging ins Badezimmer um mich fertig zumachen.

    „Let‘s gooooo“, rief ich halbwegs motiviert, nahm mir noch einen Apfel und zog mir dann meine Jacke an. Alle vier kamen nacheinander aus dem Wohnzimmer und folgten mir nach draußen. Dann konnten wir losfahren. Als wir ankamen und ich parkte, hatte ich endgültig keine Motivation mehr. Eigentlich war ich sehr diszipliniert, wäre in diesem Fall aber ohne die Mädels einfach wieder heimgefahren. Ich hatte gestern den ganzen Tag über trainiert. Ich konnte mir gerade mal den ersten Teil der Choreo merken, das Ganze sah aber noch schrecklich aus. Kondition hatte ich auch nicht, und genau so wenig einen Körper, der mir das Tanztraining hätte erleichtern können. Ich war zwar nicht dick, aber ich hatte gefühlt keinen einzigen Muskel. Ich war absolute Anfängerin was Tanzen und Fitness anging und trainierte mit vier K-Pop Idolen. Eine dümmere Idee zu starten gibt es wahrscheinlich gar nicht, aber ich wusste, dass ich nicht wirklich eine andere Wahl hatte.
    Wir fuhren also wieder, diesmal zu fünft, nach oben und gingen in den Tanzraum.

    63
    63. Kapitel

    Es war noch anstrengender als gestern. Ich war unendlich froh, als unsere Tanzlehrerinnen endlich beschlossen, dass es genug für heute war. Ich lies mich nur noch auf den Boden fallen und blieb liegen. Das, was ich gerade eben tat, konnte man nicht mehr schwitzen nennen. Was auch immer es war, ich wollte so schnell wie irgendwie möglich duschen gehen. Nach ungefähr zehn Minuten hatte sich meine Atmung wieder einigermaßen normalisiert, warum ich mich aufrichtete und fragte: „Können wir gehen?“ Die vier sagen sich kurz an, nickten dann aber alle langsam. Ich nahm meine allerletzten Kräfte zusammen und erhob mich von dem Boden, auf dem ich jetzt auch hätte schlafen können. Wir gingen an den Rand, nahmen unsere Jacken und Taschen, riefen ein 'Bis morgen' und die Runde und verschwanden auf den Flur. Es war um einiges kühler, was mir in diesem Moment eigentlich gut tat, trotzdem hatte ich Angst, mich zu erkälten, warum ich schnell meine Jacke überzog. Wir liefen schon auf die Tür zu, dir auf den Parkplatz führte, da kam YG uns entgegen. Er hielt uns auf und winkte uns in sein Büro. Wir sahen uns verwirrt an, bevor wir ihm nach innen folgten. Ich betete innerlich, dass es nicht lange dauern würde.
    Als wir alle in einer Reihe standen, gegenüber von Yang Hyun-suk’s Schreibtisch, überlegte ich, ob es nicht höflicher gewesen wäre vor der Tür zu warten oder zumindest zu fragen, ob ich mit dürfe. Aber an meinem unhöflichen Verhalten konnte ich jetzt leider auch nichts mehr verändern. Der CEO riss mich mit einem Räuspern aus meinen Gedanken, dann begann er zu sprechen: „Chaeyoung, ab Donnerstag wird das 'Gone' Musikvideo gedreht. Morgen bist du am Set und lässt dir das alles schonmal schön erklären. Lalisa, du trainierst die Woche noch einmal ordentlich die Choreo von Lilifilm #4, damit wir das dann auch möglichst bald drehen können. Jisoo und Jennie machen vormittags ihren ganz normalen Plan und begleiten mich nachmittags auf ein paar Meetings. Ehhh... (D/n) begleitet Chaeyoung” Ich bekam innerlich gerade einen Schrei-Anfall vor Freude. Wenn ich Rosè begleiten würde, hieße dass, morgen hätte ich kein Tanztraining. So cool das Ganze auch aussah, zwei Tage hintereinander waren für mich definitiv erstmal genug. Keine Ahnung wie man sowas von Beruf machen kann... Als Hobby könnte ich mir einmal die Woche so eine Stunde tanzen jedoch gut vorstellen. Aber dieses von früh bis Abend, das war einfach nichts für mich.
    YG besprach mit Lisa noch irgendwas von einem ‚Lilifilm‘ was auch immer das war. Dann durften wir endlich nach Hause gehen.

    Rosé sperrte die Tür auf und wir betraten alle den Dorm. Bevor ich irgendetwas anderes machte, stolperte ich erschöpft die Treppe hoch und ging ins Badezimmer. Ich hatte Angst, aufgrund meines verschwitzten Make-Ups, Pickel zu bekommen, warum ich mir ordentlichster das Gesicht wusch. Danach ging ich noch unter die Dusche. 10 Minuten später war ich dann schon dabei, mir meine langen, glatten, schwarzen Haare zu föhnen. Ich hatte Hunger wie ein Tier und war todmüde. Darum war ich auch sehr froh, als Lisa bis ich unten war schon etwas gekocht hatte. Meine Freude verschwand allerdings, als ich nur eine große Schüssel Salat sah. „Reis? Fisch? Fleisch? Irgendwas?“, fragte ich hoffnungsvoll. Sie schüttelte den Kopf: „Salat, Tomate, Ei, Avocado-” Chaeyoung kam in die Küche gestürmt und unterbrach sie fassungslos: „Avocado? Warum? Du weißt, dass ich die hasse!“ Die beiden begannen zu diskutieren. Lisa versuchte die Ältere zu überzeugen, dass Avocados sehr gesund seien und diese versuchte dem Maknae zu erklären, dass sie auch so genug gesunde Sachen essen würde. Ich stand daneben und beobachtete sie genervt. Jisoo und Jennie kamen dann auch irgendwann und sahen sich irritiert an, als sie ihre zwei Bandmitgleider über Avocados streiten sahen. Letztendlich schlug die Älteste vor: „Dann machen wir es jetzt halt so wie im Kindergarten. Rosie, du lässt einfach die Avocado übrig und fertig! Problem gelöst, also hört jetzt auf!“ Damit war dann auch Ruhe und wir setzten uns hin um zu essen.
    Wir unterhielten uns nicht. Scheinbar waren die vier auch müde. Wir sahen einfach zu, dass wir uns möglichst schnell unser Essen reinschoben, damit wir uns hinlegen konnten. Ein Blick auf die Küchenuhr verriet mir, dass es halb acht war. Ich dachte an Jimin, der wahrscheinlich noch lange Training haben würde. „Denkt ihr, ich nerv Jimin, wenn ich ihn jetzt anruf?“, fragte ich unsicher in die Runde. Alle schüttelten hastig den Kopf, Jennie schluckte runter und widersprach meinen Gedanken: „Auf keinen Fall! Ruf ihn an. Nerven wirst DU ihn bestimmt nicht. Aber versuch ihn etwas von dem Stress, den er dort gerade hat abzulenken...“ Ich nickte, schob mir meinen letzten Bissen rein und trug meinen Teller ab. Dann suchte ich mein Handy, ließ mich auf die Couch fallen und rief meinen Freund an. Jedoch ging zu meiner Überraschung direkt die Mobilbox ran. Verwirrt legte ich auf und rief rüber zu den anderen: „Er hat sein Handy aus...“ Es kam keine Antwort. Oder doch, nach einem kurzen Schweigen beruhigte Lisa mich: „Das hat bestimmt Bang PD ihm gesagt, damit er sich aufs Training konzentriert. Ruf ihn doch morgen früh an und schlaf jetzt“ Ich dachte über ihren Vofschlag nach, hielt es dann aber auch für eine gute Idee, warum ich alle Lichter, bis auf die LED-Beleuchtung ausschaltete und mich hinlegte. Ich hörte irgendwann noch Jisoo neben mir flüstern: (D/n), schläfst du?“, antwortete aber nicht mehr.

    Mir war unglaublich kalt. Darum war ich aufgewacht. Im Dorm hörte man keinen Mucks. Ich sah auf mein Handy, welches neben der Uhrzeit von 2:14 Uhr auch noch anzeigte, dass ich eine Nachricht von Jimin hatte. Ich öffnete sie schnell und las.
    Jimin:
    Tut mir echt leid! Mein Handy war leer und ich bin gerade erst im Hotel angekommen. Ich ruf dich morgen früh an. Gute Nacht.

    Er hatte erst um kurz vor zwei geschrieben, warum er wahrscheinlich noch wach war. Kurz spielte ich mit dem Gedanken, ihn anzurufen, entschied mich dann aber doch dagegen, da Jimin jetzt wirklich schlafen musste. Stattdessen stand ich auf, schlich zu einer Kommode und holte mir eine zweite Decke heraus. In zwei Decken eingemummelt wurde mir dann auch wieder schön warm. Ich war im Halbschlaf, als ich hinter mir Schritte hörte und einen Schatten sah, der in die Küche lief. Ich flüsterte nur: „Wer ist da?“ Es kam keine Antwort. Verwirrt stand ich auf und ging in die Küche. Auch hier war niemand. Ich bekam Angst. Wer war das?

    64
    64. Kapitel

    Je länger ich darüber nachdachte, was das gerade war, desto mehr Angst machte es mir auch. Mein Herz begann schneller zu klopfen. „JISOO!“, schrie ich schließlich, immer noch komplett erstarrt. Ich hörte, wie sich jemand auf den Gang schlich und wenige Sekunden später kamen dann auch Lisa und Jisoo zu mir. „Du siehst aus, als hättest du einen Geist gesehen“, scherzte Jisoo und schaltete das Licht an. „Ist jemand von euch vor einer Minute durchs Wohnzimmer in die Küche?“, fragte ich mit zitternder Stimme. Die beiden schauten sich an und schüttelten den Kopf. „Schauen wir doch mal nach Chaeyoung und Jennie“, schlug Lisa vor.
    Die beiden saßen auch wach in ihren Betten, bestätigten aber, dass sie ihr Zimmer nicht verlassen hatten. Lisa erstarrte plötzlich auch und flüsterte nur noch: „Leute, ich hab euch doch gesagt, es gibt einen Geist!“
    Alle sahen sich erschrocken an, ich verstand nicht, was sie meinten. Rosie klärte mich darum auf: „Lisa hat gesagt, sie hat mal einen Geist im Dorm gesehen. Sie war in Jisoos Zimmer und hat die Tür angelehnt gelassen. Dann ist jemand Richtung Wohnzimmer gegangen und sie dachte, ich wäre es. Ich war allerdings in meinem Zimmer. Danach hat sie Schlafprobleme bekommen“ „Das war schonmal?“, fragte ich geschockt. Lisa begann langsam zu nicken.
    „Ich dachte wirklich, du hättest dir das eingebildet, aber jetzt hab ich auch Angst...“, gab Jisoo zu. „Wie wäre es, wenn wir einfach mal den Dorm absuchen? Oder vielleicht war es auch nur Tannie?“, überlegte Jennie. Ich schüttelte den Kopf: „Tannies Schatten sieht nicht so aus. Und seine Schritte sind nicht so... laut. Aber suchen wir alles ab, aber nur zusammen“ Sie nickten langsam, dann schlichen wir wieder in die Küche, machten das Licht an und suchten alle Schränke ab. Aber hier war nichts.
    Nachdem wir 10 Minuten später unter Todesangst die ganze WG abgesucht hatten, setzten wir uns ins Wohnzimmer. „Ich hab jetzt auch Angst“, unterbrach Jennie die Stille. Rosie stimmte ihr schluckend zu: „Ich auch...“ Wie sahen uns mit weit offenen Augen im ganzen Wohnzimmer um, als würden wir damit rechnen, dass gleich alle Horrorfilm-Charatere hier auftauchen würden. Auf der einen Seite fand ich mein Verhalten gerade total albern, auf der Anderen wusste ich aber, was ich gesehen und gehört hatte. Wir schwiegen alle noch eine Zeit lang, dann nahm ich mein Handy raus. Es war inzwischen 2:34 Uhr. Ich überlegte einen Moment, klickte dann aber doch auf Jimins Kontakt und rief ihn an, in der Hoffnung, er wäre noch wach. Und tatsächlich hob er ab.
    ?*gähnend*: „Hm? Was los?“
    Blackpink und (D/n): „Hobi?“
    Hoseok: „Was ist? Warum schlaft ihr nicht?“
    Lisa: „(D/n) hat auch den Geist gesehen. Ich hab mir das nicht eingebildet!“
    Hoseok: „... Mädels wirklich, hört auf mit dem Scheiß, es gibt keine Geister! Und wenn, dann gehen sie auch nicht im Blackpink Dorm spazieren!“
    (D/n): „Aber ich hab den Schatten gesehen. Er ist in die Küche gegangen“
    Hoseok: „Und wer war dort?“
    Blackpink: „Niemand!“
    Hoseok: „Und was soll ich jetzt machen? Ihr seid zu fünft und macht euch gerade wegen einem Geist in die Hose? Kommt schon, Leute!“
    Jisoo: „Ich hab es bei Lisa damals doch auch nicht geglaubt aber (D/n) wusste nichts von dem Geist und jetzt hat sie auch einen gesehen! Das ist doch komisch...“
    Hoseok: „Schlaft jetzt und wenn ihr nicht mehr so müde seit, werdet ihr auch sehen, dass ihr euch da was einbildet“
    Jennie: „Aber-“

    Sie wurde unterbrochen, von einem klirrenden Geräusch aus der Küche. Wir kreischten alle auf.
    Hoseok: „KÖNNT IHR BITTE LEISER SEIN“
    Rosé: „Hast du das gehört? Das war der Geist!“
    Hoseok: „Hört sich so an, als wollte er sich gerade Müsli machen. Vielleicht gebt ihr ihm schnell ne neue Schüssel und helft die Scherben aufzukehren“
    Jisoo: „Hoseok, es ist echt nicht lustig! Was war das denn deiner Meinung nach?“
    Hoseok: „Schaut nach. Ich bleib dran und wenn ihr sterbt bezahl ich eure Beerdigungen“
    Jennie: „Du machst mir Angst“
    Hoseok: „Jetzt schaut nach, dann weder ihr bestimmt ne logische Erklärung finden“
    Wir tapsten auf Zehnspitzen in die Küche, wo eine zerbrochene Tasse am Boden lag. Als wir um die Kücheninsel herum gingen fanden wir:
    Blackpink und (D/n): „Tannie?“
    Hoseok: „... ihr habt Angst vor Yeontan?“
    (D/n): „Nein, nein, nein! Du musst mir glauben! Das vorhin war nicht Tannie“
    Hoseok: „Okay, dann war‘s ein Luftzug“
    Blackpink und (D/n): „Ein Luftzug!“
    Lisa: „Jetzt glaub uns doch! Ich hab einen gesehen, jetzt sie. Warte nur, bald kommt er zu euch in den Dorm! Mal schauen, wie du dann mit dem ‚Luftzug‘ klarkommst!“
    Hoseok: „Ich würde euch vielleicht glauben, wenn ihr uns nicht gestern damit verarscht hättet, dass (D/n) 40 Grad Fieber hat, wenn ihr nicht so übermüdet wärt und wenn ihr keine Mädchen wärt“
    Rosé: „Hobi, wir haben gerade Todesangst und du glaubst uns nicht“
    Hoseok: „Also euch im Quintett wird eh niemand entführen, der würde euch bitten, wieder zu gehen weil ihr zu fünft echt nervig seid. Umbringen wird euch auch niemand, da bevor er sich euch nähern kann schon sein Trommelfell geplatzt wäre. Den Geist gibt es nicht. Tannie wird euch auch nichts tun. Also warum habt ihr Angst?“
    Lisa: „Das stimmt alles überhaupt nicht! Hier, in diesem Raum, könnte ein Geist sein!“
    Hoseok: „Dann fahrt halt zu uns. (D/n) hat einen Schlüssel“
    Jisoo: „Und was wenn er uns folgt?“
    Hoseok: „Jetzt hört bitte auf!“
    (D/n): „Aber wirklich, was wenn er uns verfolgt?“
    Hoseok: „Dann geht halt zu Beomgyu und so“
    Jennie: „Aber die schlafen doch gerade bestimmt“
    Hoseok: „Ich hab auch geschlafen“
    Jennie: „Ok, dann packen wir jetzt schnell ein paar Klamotten. Aber niemand wird alleine gelassen“
    Hoseok: „Was in meinen Augen viel wichtiger ist, haltet (D/n) ein bisschen von den fünf fern“
    Blackpink und (D/n): „Was willst du jetzt?“
    Hoseok: „Ich will keine Probleme mit meinem Zimmergenossen. Und ich hab ja schließlich den Vorschlag gemacht also halt einfach Abstand!“
    (D/n): „Okay, beruhig dich! Und jetzt leg nicht auf, falls der Geist wieder kommt müssen wir einen Zeugen haben“
    Hoseok: „... jetzt packt schnell eure Sachen“
    Lisa: „Jisoo Unnie, du gehst vor“
    Jisoo: „Warum denn ich?“
    Lisa: „Du bist die älteste“
    Jisoo: „Ich bin aber dafür, dass die zweitjüngste zuerst geht“
    Lisa: „Alle, außer mir!“
    Rosé: „Und mir“
    (D/n): „Und mir“
    Jennie: „Ich geh auch nicht“
    Jisoo: „Okay, ich aber auch nicht“
    Hoseok: „Was ist denn mit euch passiert? (D/n), du hast keinen Geist gesehen! Und ihr vier braucht euch auch keine Sorgen zu machen! Du warst einfach nur ein bisschen müde. Also geht jetzt schlafen und morgen früh lacht ihr euch über eure Angst tot“
    Jennie: „Du bist so ein Depp! Sie hat sich das nicht eingebildet! Und außerdem, wo ist Jimin?“
    Hoseok: „Ich hab ihm Beruhigungstabletten gegeben, weil er mich genervt hat“
    Lisa: „Nicht dein Ernst“
    Hoseok: „Wir teilen uns ein Zimmer und er hat die ganze Zeit nur über (D/n) gesprochen und was ihr alles passieren kann. Und jetzt hört auf und legt euch wieder hin!“
    Jisoo: „Aber-”
    Hoseok: „Gute Nacht!“

    „Hat dieser Volltrottel gerade aufgelegt!“, fragte Chaeyoung empört und zugleich ängstlich. Wir nickten nur. Dann nahm Jisoo ihr Handy vom Tisch und tippte irgendwas herum. Nach wenigen Minuten, in denen wir uns nicht getraut hatten, uns zu bewegen, vibrierten dann unsere vier Handys. Als wir es entsperrten und in die Kakao App gingen, sahen wir, dass Jisoo eine Gruppe mit dem Namen ‚Business‘ erstellt hatte und neben uns noch alle BTS und TXT Mitglieder hinzugefügt hatte. Dann schrieb die Sängerin auch schon was rein.

    Jisoo:
    HILFE!
    JUNGS!
    HALLO!
    BITTE!
    Hoseok:
    Nicht ernsthaft
    Warum nennst du die Gruppe bitte ‚Business‘?
    Jisoo:
    Das ist Nebensache!
    Aber wir sterben gerade!
    Wirklich!
    Ignoriert mich nicht!
    Hey!
    Ihr seid so gemein!
    Yoongi:
    JISOO, SCHAU AUF DIE UHR! HALT EINFACH DEINE FRESSE UND LASS UNS SCHLAFEN!
    Jennie:
    ES IST EIN NOTFALL
    (D/N) HAT DEN GEIST GESEHEN, HOBI GLAUBT UNS NICHT ABER WIR VERRECKEN VOR ANGST!
    Seokjin:
    UND WAS SOLLEN WIR JETZT MACHEN?
    Lisa:
    UNS RETTEN
    Taehyung:
    Euch retten? Ich bin doch nicht gestört
    (D/n):
    Wir meinen‘s Ernst!
    Taehyung:
    Wir auch!
    (D/n):
    Wir ernster!
    Taehyung:
    Und wir am ernstesten!
    Soobin:
    Was‘n jetzt los
    Jungkook:
    Die Mädels verrecken gerade 🥰🥳
    Beomgyu:
    Da lohnt es sich doch endlich mal wieder, ne Flasche Sekt auszumachen🥳
    Jungkook:
    *Bananenmilch
    Hoseok:
    **Sprite
    Lisa:
    Wir würden euch wirklich nicht nerven, wenn es nicht übertrieben wichtig wäre
    Kai:
    Der war gut 😂
    Gute Nacht jetzt
    (D/n):
    Das habt ihr von euren ganzen Horrorfilmen
    Hoseok:
    Jetzt schiebt sie’s auf die Filme
    Soobin:
    Unmöglich dieses Mädchen
    Jungkook:
    Wenn ich bemerken darf. Du hast gar nichts von irgendwelchen Filmen mitbekommen!
    Yoongi:
    Eben
    (D/n):
    Aber...
    Namjoon:
    Was, (D/n)?
    (D/n):
    Ich hab Angst
    Lisa:
    Ich auch
    Jisoo:
    Same
    Rosé:
    Ja
    Jennie:
    Ich auch
    Taehyun:
    Das ist schön für euch
    Jennie:
    Könnt ihr uns nicht einmal in eurem Leben helfen?
    Yeonjun:
    Sollen wir den ‚Geist‘ verprügeln oder was?😂
    Lisa:
    🖕
    Namjoon:
    LALISA MANOBAN!
    Lisa:
    KIM NAMJOON!
    Yoongi:
    FRESSE!
    ALLE!
    IHR HABT KEINEN GEIST GESEHEN
    Jennie:
    😒
    Jisoo:
    Jimin, du glaubst uns doch, oder?
    ...
    Oder?
    Jungkook:
    Hyung?🥺
    Taehyung:
    Soulmate?🥺
    Kai:
    Jimin Hyung ist auf unserer Seite, da bin ich mir sicher!
    Er findet euch auch unsympathisch
    Jennie:
    Genau, darum ist er ja auch mit (D/n) zusammen. Weil er sie unsympathisch findet🤦🏻‍♀️
    Namjoon:
    Seit wann gehört (D/n) zu euch?
    Rosé:
    Schon immer
    Seokjin:
    Hey! Stop it! Ihr kennt sie nur dank uns!
    Lisa:
    BTS ist jetzt wohl ne Girlgroup geworden oder was? Nein! Darum gehört sie zu Blackpink
    (D/n):
    Eh...
    Jimin:
    HEY, SIE GEHÖRT ZU MIR!
    Jungkook:
    Er lebt!😮
    Hoseok:
    Bis vor paar Sekunden war er am
    pennen, aber jetzt...
    Lasst uns hoffen, die Beruhigungstabletten wirken noch😶
    Jimin:
    WAS IST HIER LOS?
    Jisoo:
    Wir (deine Freundin eingeschlossen) haben Todesangst, weil (D/n) den Geist gesehen hat. Und deine ‚Kumpels‘ geben dir Beruhigungsmittel und glauben uns nicht. Das ist los!
    Taehyung:
    Hyung, du bist auf unserer Seite, oder? Den Geist gibt es nicht
    Lisa:
    Nein! Jimin, du musst uns glauben! Selbst in dem Typen, der sich selbst Hope nennt, haben wir alle Hoffnungen aufgegeben, also bitte, GLAUB UNS!
    Kai:
    Mädels, es gibt wirklich keinen Geist. Jetzt schlaft einfach weiter
    Jennie:
    Das geht nicht so einfach, du Volltrottel!
    Namjoon:
    Jetzt beruhigt euch doch alle mal und seid leise!
    Jennie:
    JIMIN!
    Jimin:
    Ja
    Jisoo:
    ...
    Jimin:
    ...
    Jungkook:
    ...
    Yoongi:
    😑
    Taehyung:
    😁
    (D/n):
    ?
    Beomgyu:
    ...!
    Seokjin:
    🤓
    Namjoon:
    🤨
    Rosé:
    🖕
    Soobin:
    😘🖕
    Seokjin:
    GEHT‘S NOCH IHR ZWEI? UNTER UNS SIND MINDERJÄHRIGE!
    Jungkook:
    1. wer?
    2. was ist an ‚🖕‘ so schlimm. Es ist halt die Wahrheit, wir lügen wenigstens nicht
    Seokjin:
    Kai, Taehyun und (D/n)
    Kai:
    Ich bin 18
    (D/n):
    Ich bin 19
    Taehyun:
    Ich auch
    Seokjin:
    Ach, wie die Zeit doch rennt
    Yoongi:
    ...
    Jennie:
    JETZT HÖRT MIT DIESEN SCHEIS PUNKTEN AUF UND RETTET UNS
    Lisa:
    JIMIIIIIIIIIIIIIIN
    Jimin:
    Wer hat den Geist gleich wieder gesehen?
    Rosé:
    (D/n)
    Jimin:
    Ja doch, ich glaub euch
    Namjoon:
    ...🤦‍♂️
    Yoongi:
    Eine Runde Applaus bitte
    Jisoo:
    DANKE JIMIN!
    Jennie:
    Jetzt mach irgendwas, damit wir keine Angst mehr haben
    Jimin:
    Atmet tief durch und denkt an mich, dann geht’s euch gleich wieder gut
    Jungkook:
    Ich wusste es, auf Jimin kann man sich immer verlassen
    Rosé:
    Ihr seid doch alle gleich! But no joke: WIR HABEN ANGST! Warum macht ihr euch nicht wenigstens ein bisschen Sorgen?
    Namjoon:
    Weil es keine wissenschaftliche Bestätigung gibt, dass Geister existieren und wenn doch, dann wird der euch ganz bestimmt nichts tun.
    (D/n):
    Uns interessiert gerade aber herzlich wenig, was wissenschaftlich bestätigt wurde und was nicht. Wir, Lisa Unnie und ich, wissen was wir gesehen haben und was nicht. Tatsache ist, dass wir jetzt Angst haben, verstanden?
    Yoongi:
    Alles klar Mrs. Park, aber was sollen wir Ihrer Meinung nach jetzt machen?
    (D/n):
    ... lass das, einfach unnötig!
    Aber ihr könntet... herkommen🥺🥺
    Taehyung:
    Wir kommen jetzt ganz sicher nicht nach Seoul, nur weil Mrs Park Angst hat... vor nem Geist
    (D/n):
    Ach komm, das nervt!
    Und nicht nur ich, sondern wir alle haben Angst
    Jennie:
    Aber ganz kurz mal. Park (D/n) hört sich gut an.

    Ich sah zu meiner Rechten, wo meine vier Freundinnen etwas kicherten. Ich boxte Jennie leicht in die Seite, was sie aber nur noch mehr zum Lachen brachte. Inzwischen spürte ich mein Handy schon wieder pausenlos vibrieren, da die Jungs fleißig am Schreiben waren.

    Yeonjun:
    In ein, zwei Jahren... dann machen wir keine Witze mehr drüber...🤩
    Jimin:
    W-was! Ein, Zwei Jahre! Vergesst‘s!
    Beomgyu:
    Da reden wir dann in ein, zwei Jahren drüber, okay?😉
    Jimin:
    Gar nix Okay
    Jisoo:
    (D/n) findet‘s auch nicht lustig 😂
    Boaaa, sie hat gerade Jennie geschlagen, und die hat jetzt Nasenbluten und ist bewusstlos
    Lisa:
    Ja übertreib halt noch mehr🤦🏻‍♀️
    (D/n):
    Jetzt seid alle leise, wir haben einen Geist hier und ihr labert nur Müll
    Kai:
    Natürlich wieder von den interessanten Themen ablenken, ne
    Seokjin:
    Nicht mit uns, Mrs Park😏
    Jungkook:
    😏
    Rosé:
    Bitte lasst diesen Emojy, ich finde ihn verstörend
    Taehyun:
    Lmfao 🤣
    😏😏😏😏
    Lasst uns Chaeyoung Noona verstören
    Soobin:
    Bin dabei
    😏😏😏😏
    Hoseok:
    LEUTE!
    Wir haben wichtigeres zu tun
    Taehyun:
    Und was?
    Yoongi:
    Schlafen!
    Hoseok:
    NEIN
    Beomgyu:
    Achsooooooo
    Also, (D/n) und Jimin...
    ...
    Ihr könntet jetzt sowas wie ‚anwesend‘ schreiben
    Lisa:
    Ah, das wird nix...😐
    Namjoon:
    Keine Angst, wir bekommen das hin
    Jisoo:
    Was?
    Wir wurden in nichts eingeweiht!
    Taehyung:
    Niemand ist in irgendwas eingeweiht, Spontanität ist gefragt😌
    (D/n):
    Naja, der Geist ist jetzt bestimmt schon weitergezogen, ich geh dann mal pennen.
    Viel Spaß euch noch.
    Jimin:
    Ja ich muss jetzt dann auch noch ein bisschen schlafen, bis morgen
    Yoongi:
    Nönönönönö! Jetzt bin ich schon wach also bleibt hier.
    -Jimin hat die Gruppe verlassen-
    -Du hast die Gruppe verlassen-

    -Lisa hat dich hinzugefügt-
    -Jungkook hat Jimin hinzugefügt-
    Hoseok:
    Nicht so schnell, ihr zwei!

    Ich wollte gerade mein Handy ausmachen, um mir ihr Generve ersparen zu können, aber da bekam ich eine Nachricht. Als ich sah, dass die von Yumi war, riss ich die Augen auf und las sie schnell.
    Yumi:
    Denk dran. BTS wird wohl kaum einen Grammy gewinnen, wenn wenige Stunden davor ein so großer Skandal aufgedeckt wird... SORGT DAFÜR, DASS SIWON FREI KOMMT!

    Ohne zu lesen, was die anderen alles geschrieben hatten, schrieb ich nur schnell
    (D/n):
    Ach du scheiße!
    Jimin, wir müssen ganz dringend reden!
    Jimin:
    😳
    Kai:
    Woooooooooowwwwwww
    Soobin:
    Ouuuuhhh😉
    Namjoon:
    Dann redet mal😏
    (D/n):
    ...eh worüber habt ihr gesprochen
    Jisoo:
    Das weißt du ganz genau🤭
    (D/n):
    Wartet, ich les mir des gleich durch. Jimin, geh ran!
    Jimin:
    Warte, was?

    Ich rief meinen Freund an und lief währenddessen in die Küche, damit die Anderen nichts mitbekamen. Er hob ab und sagte schnell:
    Jimin: „Wirklich, du musst mich verstehen! Du bist 19 und ich Idol! Das geht noch nicht“
    (D/n): „Was willst du? Es geht um Yumi!“
    Jimin: „Hä“
    (D/n): „Siwon muss aus dem Gefängnis! Sie hat gesagt, sie verrät‘s kurz vor den Grammys, dann habt ihr keine Chance mehr einen zu gewinnen“
    Jimin: „Okay, dann gewinnen wir nächstes Jahr einen“
    (D/n): „Es geht um die ganze Gruppe! Die ganze Gruppe hat nach sowas keine Chance mehr einen Grammy zu gewinnen und denen wird das nicht so egal sein“
    Jimin: „Mir ist es auch nicht egal, aber schlimmer wäre es, wieder 24/7 Angst um dich haben zu müssen, darum lass ihn, wo er ist“
    (D/n): „Ich mach alles was du willst, aber ich will nicht, dass ihr wegen dem keine Chance habt!“
    Jimin: „Dann sperr ich dich für dein restliches Leben lang ein“
    (D/n): „Siwon wäre aber nicht mal lebenslänglich im Gefängnis“
    Jimin: „Aber wenn er ein paar Jahre da drinnen wäre, dann würde er eventuell zur Vernunft kommen. Wenn er morgen wieder entlassen wird, macht er da weiter, wo er aufgehört hat“
    (D/n): „Wenn ich das Namjoon erzähl, der wird definitiv nicht deiner Meinung sein“
    Jimin: „Zu schade, dass du mit mir und nicht mit Namjoon zusammen bist und er darum relativ wenig zu melden hat“
    (D/n): „Was heißt relativ wenig zu melden! Es geht um BTS! Ihr habt die Möglichkeit einen Grammy zu gewinnen und Geschichte zu schreiben, und du lässt sie dir von zwei so Deppen vermasseln?“
    Jimin: „Du hast den ganzen Mist mit ihm angefangen“
    (D/n): „Woher sollte ich denn wissen, was da noch kommen wird?“
    Jimin: „Ich hab dem Typen von Anfang an nicht getraut, aber du hörst ja nicht“
    (D/n): „Du traust generell keinem Typen“
    Jimin: „Und du traust jedem. Was ist da jetzt besser?“
    (D/n): „Ja... also...“
    Jimin: „Was also? (D/n), geb auf!“
    (D/n): „Mach ich immer, jetzt geb du mal auf“
    Jimin: „Wenn es raus kommt hab ich den Stress mit Bang PD, die ARMYs werden auf mich sauer sein, genauso wie die anderen Mitglieder mir die Schuld geben werden. Also mach du dir keine Gedanken und lass mich das klären“
    (D/n): „Du lügst! Mich werden die ARMYs haten!”
    Jimin: „Ist das dein Ernst? Du hast Angst davor, gehatet zu werden?“
    (D/n): „Nein! Also...”
    Jimin: „Du willst Siwon freilassen, damit nichts rauskommt und du nicht gehatet wirst. Warum kommt das gerade egoistisch rüber?”
    (D/n): „Bist du nicht derjenige, der Dinge beschließt, die die Ganze Gruppe betreffen, es den anderen aber verheimlicht?”
    Jimin: „Was soll ich deiner Meinung nach denn machen? Hingehen, Hellseher spielen und voraussagen, dass wir keinen Grammy gewinnen werden?”
    (D/n): „Nein, aber vielleicht wenigstens mal Bang PD sagen, was wir für ein Problem haben”
    Jimin: „Bang PD? Dein Ernst? Denkst du wirklich, der wird auf einen Grammy verzichten? Nein. Denkst du, der wird da noch groß mit Siwon oder Yumi rum diskutieren? Nein. Big Hit ist doch kein Wohltätigkeitsubternehmen. Der sorgt dafür, dass Siwon frei kommt. Oder noch schlimmer, wenn er mitbekommt, dass wir Probleme haben, sind wir eventuell nicht mehr lange zusammen!”
    (D/n): „Ok, dumme Idee. Was ist mit Namjoon?”
    Jimin: „... nein. Wenn es wirklich rauskommt, tun wir so, als hätten wir nie ne Vorwarnung bekommen. Und den Rest regel ich dann schon”
    (D/n): „Aber-“
    Jimin: „Nichts mehr 'aber’. Ich werde darüber nicht länger diskutieren”
    (D/n): „Man”
    Jimin: „Was ist jetzt mit eurem Geist?“
    (D/n): „Ich bin aufgewacht und jemand ist durchs Wohnzimmer, wo ich schlaf, in die Küche. Ich hab dann ‚wer ist da‘ gerufen, weil ich dachte, dass es eine von den Mädels war, aber es kam keine Antwort. Als ich in die Küche gegangen bin, um nachzuschauen, war dort niemand“
    Jimin: „Du bist gerade aufgewacht. Da hast du dir das halt im Halbschlaf eingebildet...“
    (D/n): „ICH HAB ES MIR NICHT EINGEBILDET! Außerdem hat Lisa doch auch schonmal einen gesehen. Und das wir uns beide das gleiche einbilden, ist schon extrem unwahrscheinlich“
    Jimin: „Aber es ist möglich. Wenn es Geister wirklich gibt, was ich mir sogar vorstellen kann, dann werden sie mit Sicherheit nicht kleine Mädchen erschrecken“
    (D/n): „Ich hasse es, jünger als du zu sein“
    Jimin: „Du kannst nichts dran ändern“

    Er sagte noch etwas aber ich hörte schon gar nicht mehr zu. Ich spürte, dass mich jemand beobachtete und flüsterte nur.
    (D/n): „Jimin... hinter mir steht jemand“
    Jimin: „Vielleicht möchte der Geist sich entschuldigen“
    (D/n): „Ich mein‘s ernst!“

    Plötzlich spürte ich zwei Hände auf meinen Schultern und drehte mich kreischend um. Dort standen die vier Mädels, grinsten mich an und fragten alle gleichzeitig: „Wann?“
    Jimin: „(D/n)? Geht’s dir gut?“
    (D/n): „Ja. Das waren nur die Mädels“
    Jimin: „Was wollt ihr?“
    Jennie: „Na mit dem Hochzeitsplanungen beginnen“
    (D/n): „Wer heiratet“
    Jimin: „Bevor du geschrieben hast, dass wir telefonieren müssen, haben sie gefragt, wann wir endlich heiraten und jetzt denken sie wahrscheinlich, dass wir verlobt sind“
    (D/n): „Niemand ist verlobt!“
    Lisa: „Maaaaaannnnn“

    Damit drehten sie sich schlecht gelaunt wieder um und gingen zurück ins Wohnzimmer.
    Jimin: „Also die Geister sind die Mädels. Jetzt versteh ich, warum du Angst hattest“
    (D/n): „Dein Ernst? Warum glaubst du mir nicht?“
    Jimin: „Leg dich jetzt bitte einfach wieder schlafen, wir haben immer noch mitten in der Nacht“
    (D/n): „Jaja... gute Nacht“
    Jimin: „Gute Nacht“

    Damit legte er auf. Ich ging ins Wohnzimmer, wo meine Freundinnen an ihren Handys waren und vermutlich mit den Jungs schrieben. Als ich mich neben sie fallen lies, zuckten alle zusammen. „Bin nur ich“, beruhigte ich sie, bevor ich mich hinlegte. Eigentlich versuchte ich wirklich einzuschlafen, dass war aber aufgrund der im Sekundentakt vibrierenden Handys nicht möglich. Darum streckte ich meinen Arm aus und nahm mir mein Handy von Couchtisch um wenigstens mitlesen zu können.

    Rosé:
    Okay Leute, sie sind angeblich nicht verlobt
    Hoseok:
    Hahaha wer‘s glaubt
    Beomgyu:
    😂
    Jimin:
    Wie oft muss ich euch das noch erklären
    Namjoon:
    Was willst du uns denn erklären?
    Jimin:
    DASS SIE 19 JAHRE ALT IST UND WIR SEIT EINEM KNAPPEN MONAT ZUSAMMEN SIND!
    Die ARMYs wären nicht so nervig wie ihr, wenn sie’s wüssten🙄
    Jungkook:
    Sei dir da nicht so sicher.
    Aber wir müssen doch irgendjemandem shippen
    Jimin:
    Wir sind doch zusammen, da braucht ihr uns doch nicht mehr shippen
    Jisoo:
    Aber ihr seid nicht verheiratet😓
    Jimin:
    Muss ich das jetzt wirklich zum 1000. Mal sagen?
    Taehyun:
    NEIN!
    Wir haben es verstanden
    Also, eigentlich nicht, aber ja
    Soobin:
    Was er damit sagen will: eure Argumente sind Schrott ☺️
    Also...
    Jimin:
    Okay, dann erklärt ihr halt Bang PD, dass ich ein 19 jähriges Mädel,
    zu dem ich Jahre lang keinen Kontakt mehr hatte, heirate🙃
    Yeonjun:
    Warum sagt (D/n) nichts dazu?
    Jimin:
    Weil ich ihr gesagt hab, sie soll schlafen
    Jennie:
    Sie schläft aber nicht, sie ist am Handy
    (D/n):
    Petze
    Jennie:
    🤣
    Jimin:
    Jetzt schlaf
    (D/n):
    Eh nein. Ich bin jetzt ganz sicher nicht die einzige, die pennen geht
    Jungkook:
    Du bist aber die jüngste!
    (D/n):
    Kai?
    Jungkook:
    Ja, der ist seit heute 20
    (D/n):
    🥲
    Yoongi:
    Jetzt wo du doch eh noch wach bist, wann heiratet ihr?
    (D/n):
    Eh... in na halben Stunde😁
    Beomgyu:
    Wir meinen es gerade ernst!
    (D/n):
    Beruhigt euch mal
    Jimin:
    Bitte!
    Seokjin:
    Ah Leute, ich weiß, was Jimin genau meint.
    Er wird gehatet, wenn raus kommt, dass er ein Kind heiratet
    (D/n):
    Warum zur Hölle kann ich nicht einfach zwei, drei Jahre älter sein?
    Seokjin:
    😂😂😂
    Jimin:
    Jetzt lasst‘s bitte wirklich
    Lisa:
    Nope😌
    Erst wenn hier richtige Argumente gegeben werden
    (D/n):
    Ich fliege in einem Monat zurück nach Deutschland
    Jimin:
    Du machst was?
    (D/n):
    Studieren
    In Deutschland
    Jennie:
    NEEEEEIIIIIIINNN😭
    Namjoon:
    Das kannst du ja mal sowas von vergessen, du bleibst hier!
    Hoseok:
    Das kannst du nicht bringen!
    Yeonjun:
    Wirklich nicht!
    (D/n):
    Und was soll ich dann eurer Meinung nach Laura sagen?
    Taehyung:
    Ist doch scheiß egal was du irgendeiner Laura sagst, was ist mit Jimin?
    Deinem Freund!
    (D/n):
    Laura ist aber wirklich ne gute Freundin
    Kai:
    Jetzt tu halt nicht so, als hättest du hier keine Freunde
    Jisoo:
    Eben, du hast doch vier Freundinnen😥
    Und einen Freund
    Und 11... keine Ahnung, was das ist
    Jimin:
    Wenn ich fragen darf, wann hast du das beschlossen?
    (D/n):
    Ich hab vor 4 Tagen ein Angebot von meiner alten Uni bekommen
    Jimin:
    Und wann hattest du vor, mir das mal zu sagen?
    (D/n):
    Bald
    Hoseok:
    Sei froh, dass du gerade über 1000 Kilometer von Jimin entfernt bist!
    Rosé:
    Keine Angst, Jimin. Sie macht keinen Schritt aus dieser Stadt! Da passen wir auf
    Hoseok:
    Er wird dir darauf nicht antworten
    Der ist voll am Ende
    (D/n):
    Jimin!
    Leute!
    Das war ein Witz
    Damit ihr eure Fresse haltet
    Seokjin:
    😑
    Yoongi:
    Echt nicht lustig
    Yeonjun:
    Puh, und ich dachte, ich muss wieder Psychologe für Jimin spielen
    Seokjin:
    Also was jetzt
    (D/n):
    Ich habe immer noch keine Antwort auf meine Bewerbung bekommen, ich fliege nicht nach Deutschland oder sonst wo hin, ich bleib in Seoul.
    Jungkook:
    Das empfehl ich dir
    Jimin:
    Ehm, Jisoo, Jennie, Chaeyoung und Lisa, ihr legt nur ganz vorsichtshalber ein Auge auf sie
    Jennie:
    Machen wir so oder so
    Lisa:
    Wir wollen keinen Stress mit dir 😅
    (D/n):
    Wie schon gesagt, es war sowieso nur
    ein Witz!
    Jimin:
    Vorsichtshalber!
    Jungkook:
    OVeRpRoteCtIvE bOYfrIeNd
    Jimin:
    sInGLe
    Jungkook:
    You can’t stop me loving myself
    Jisoo:
    I‘m Jisoo, I‘m okay
    Seokjin:
    I‘m pig, oink oink
    Taehyung:
    Wahhhh, ich hab vergessen, dass die Mädels noch hier sind
    Rosé:
    Blackpink in you AreaaaaaaaaaaA
    (D/n):
    Ich, mal wieder kein Plan von nix 🥲
    Yoongi:
    Das ist nichts Neues 😅
    Lisa:
    Hey, wie wär’s wenn wir durchmachen
    Hoseok:
    Ich hab ganz genau 10 Minuten geschlafen, also nein
    (D/n):
    Hey, wir haben immer noch einen Geist hier also lenkt uns wenigstens ab, wenn ihr schon nicht kommt
    Namjoon:
    ES GIBT KEINEN GEIST
    (D/n):
    Doch!
    Also, wer ist für durchmachen, der hebt die Hand.
    🤚🏻
    Lisa:
    🤚🏻
    Jennie:
    🤚🏻
    Jisoo:
    🤚🏻
    Rosé:
    🤚🏻🤚🏻
    Meine Stimme zählt doppelt
    Hoseok:
    👎🏻👎🏻👎🏻
    Meine dreifach
    Jungkook:
    🤚🏻👎🏻
    Ich bin 50:50
    Beomgyu:
    🤚🏻🤚🏻🤚🏻👎🏻
    75% meiner Stimme geb ich für Ja, 25% für nein
    (D/n):
    Könnt ihr nicht wie normale Menschen abstimmen?
    Seokjin:
    Nö, wir sind nämlich keine normalen Menschen
    Wir sind Idole😎
    (D/n):
    Ich fühle mich ausgeschlossen
    Jungkook:
    Außenseiteeeeeeeer
    (D/n):
    Und gemoppt
    😭
    Soobin:
    Eine Runde Mitleid bitte für Park (D/n)
    Jimin:
    LEE
    (D/n):
    Na gut, was wollen wir die restliche Nacht machen?
    Yeonjun:
    Hey, wir haben nicht abgestimmt
    (D/n):
    Könnt ihr ja nicht, ihr seid ja Idole 🙄
    Yoongi:
    Keine Vorurteile!
    Taehyun:
    Wir wollen Gerechtigkeit!
    Jisoo:
    Nur gut aussehende Idols bekommen Gerechtigkeit, sorry Jungs
    Rosé:
    Das trifft wohl nicht auf euch zu🙃
    Seokjin:
    Stop stop stop, es gibt Gründe, warum mein Spitzname WWH ist, okay?
    Jennie:
    Ich bin YG‘s Princess, dass hat auch Gründe
    Seokjin:
    Ich bin Pink-Princess, dass ist besser
    Jimin:
    Ihr seid beide hässlich, okay?
    Namjoon:
    Danke 🙏🏻
    Jennie:
    Was hast du gesagt Jimin, ich hab da glaub ich was falsches verstanden
    Seokjin:
    Ich glaube er meinte, du bist hässlich und ich hab meinen Titel verdiene💅🏻
    Jennie:
    Ich hab das aber andersrum verstanden
    Seokjin:
    Dann setzt ne Brille auf und les noch einmal nach
    Taehyun:
    Okay, diskutiert ihr das privat aus, was machen wir währenddessen?
    Lisa:
    Ehhhhhhhhhhhhhhhhmmmmmmmmm
    Jennie:
    Also...
    (D/n)... Jimin... wir sind doch alle hier erwachsene Menschen
    Jimin:
    Ja klar sind wir das
    Ach Jennie, wo wir schon dabei sind, wie läufts denn eigentlich mit Jiyong?😏
    (D/n):
    Wer‘s das?😏
    Jimin:
    Ihr Freund😏
    (D/n):
    Du hast einen Freund?
    Lisa:
    Ja, wusstest du das nicht
    Yoongi:
    (D/n) und was wissen? Lustig 😂
    Namjoon:
    Falls du eine Zusammenfassung brauchst:
    Kwon Jiyong, 32 Jahre alt, Rapper von Big Bang, Stage Name ist G-Dragon und er ist der ‚King of K-Pop‘
    (D/n):
    Ehm, Big Bang. Daraus sind doch auch die zwei Typen von gestern, die dachten, ich bin lesbisch, oder
    Beomgyu:
    Was?😂😂
    Rosé:
    Jimin wollte mit (D/n) sprechen, Seunghyun und Taehyang standen aber daneben und darum haben wir Jimins Namen zu Jihe geändert. Weil (D/n) dann gesagt hat ‚Ich liebe dich‘ dachten die zwei, dass sie lesbisch wäre
    Hoseok:
    😂😂😂😂😂😂
    Jimin:
    Wie’s aus sieht, ist Jennie gestorben😂
    Jisoo:
    Jimin, die beiden müssen nicht heiraten☺️
    Jimin:
    Und warum nicht?🤨
    Jisoo:
    Weil sie beide bei YG sind. Du bist bei Big Hit und (D/n) ist gar nicht berühmt
    Kai:
    *noch nicht
    Warte mal noch paar Wochen, dann ist sie berühmter als Jimin selbst
    (D/n):
    Ahhh, bitte nicht
    Namjoon:
    Das muss dir wirklich klar sein, (D/n). Wer mit nem Mitglied der berühmtesten Boyband weltweit zusammen ist, der wird höchstwahrscheinlich auch berühmt
    Soobin:
    Und gehatet
    Rosé:
    Jetzt macht ihr keine Angst! Wenn wir einfach alle unsere Fresse halten und sie die Öffentlichkeit meidet, dann wird es schwer herauszufinden, wer genau sie ist. Und dann kann nicht sie gehatet werden, sondern dann ist es halt Jimin‘s Freundin die ein Teil der ARMYs fertig machen werden.
    Jisoo:
    Und außerdem muss sie ja auch keine Hate-Kommentare lesen. Die melden wir einfach alle nacheinander
    (D/n):
    Ich versteck mich dann schonmal im Keller und deinstallieren Instagram, Snapchat, Twitter und Tik Tok
    Hoseok:
    Mit 19 Jahren braucht man wirklich keine 4 Social Media Plattformen auf dem Handy
    (D/n):
    😶
    Jimin:
    Wenn einfach alle ihre Fresse halten, dann kommt das so schnell nicht raus
    Namjoon:
    Jetzt red‘s dir doch nicht so schön.
    Es wäre ein Weltwunder, wenn das in einem Monat noch nicht langsam raus kommt
    Jennie:
    Bei Jiyong und mir hat‘s ein Jahr geklappt, mit dem geheim halten
    Yeonjun:
    Ja ihr seid ja auch beide Idole, da weiß man schon, wie man sowas geheim halten kann. (D/n) hat keinen Plan und Jimin auch nicht viel
    Jungkook:
    Ungünstige Vorraussetzungen🤔
    Rosé:
    Solange Jimin kein Bild mit (D/n) auf weverse postet, wird das so schnell niemand bemerken. Man muss sich ja auch nicht unbedingt in der Öffentlichkeit küssen, nicht war ihr zwei🙃
    Jimin:
    Genau
    (D/n):
    Ja
    Taehyun:
    Nur noch einmal vorsichtshalber, wer weiß es jetzt alles?
    Jimin:
    Alle in dieser Gruppe, unsere Eltern, Bang PD, Siwon, seine Schwester... ja das war’s
    Namjoon:
    Ich finde es gar nicht gut, dass dieser Siwon und seine Schwester das wissen
    Jimin:
    Ich auch nicht, aber als ihm das gesagt habe, hat es noch nicht mal gestimmt. Das war nur, weil ich eifersüchtig war
    Hoseok:
    Naja, hätte damals aber auch wirklich noch kein Mensch gedacht, dass ihr früher oder später zusammen kommt. Kam wirklich extrem überraschend
    Jimin:
    Was hätte ich deiner Meinung nach machen sollen?
    Hoseok:
    Gar nichts
    Jimin:
    😑
    (D/n):
    Daran kann jetzt eh niemand mehr was ändern
    Was mich gerade interessieren würde ist Jennies Freund
    Jennie:
    😶
    Alsoooooooooooo
    (D/n):
    ....😁
    Jennie:
    Ja, wir sind halt zusammen. 😌 Und ja mehr werd ich jetzt auch gar nicht dazu sagen
    Jisoo:
    Darf ich was dazu sagen
    Alsooooooo, Jennies Idol war schon früher Jiyong. Als sie dann Trainee war, hat sie 2012 ein Musikvideo mit ihm drehen dürfen. Und jetzt sind sie zusammen
    Taehyung:
    Also fast so wie bei dir und Jimin
    Jimin:
    Das kann man überhaupt nicht vergleichen
    (D/n):
    Warte... du bist pragmatisch mit deinem Idol zusammen
    Beomgyu:
    Du doch auch😂😂😂😂😂
    (D/n):
    Nein, ich bin kein Army
    Jennie:
    Ja, kann man so sagen
    (D/n):
    Ohaaa, wie cool
    Kai:
    Sie ist mit Park Jimin zusammen und findet es gerade ernsthaft krass, dass Jennie mit Jiyong zusammen ist😂
    (D/n):
    Ja sorry😅
    Yoongi:
    Um dich jetzt noch krasser zu schocken: Dein Freundeskreis besteht aus Idolen
    Rosé:
    😂
    (D/n):
    Schon krass... schade, dass keine eurer Gruppe gute Musik macht
    Jimin:
    Excuses meeeee!
    Yeonjun:
    Ich hab mich gerade glaub ich verhört
    (D/n):
    😂😂😂
    Lisa:
    Darf ich ihr eine runterhauen
    Yoongi:
    Ich bitte darum
    (D/n):
    Eh neeeeeiiiiiinnnn🥺
    Seokjin:
    Jungs, ich geh davon aus, sie meinte BP und TXT. Unsere Musik ist einfach der absolute Oberhammer😀
    Jungkook:
    Eben, es gibt nix besseres als BTS
    ... und Ariana Grande
    ... und IU
    Lisa:
    Stoooopppppp! Eure Musik ist nicht schlecht, ABER habt ihr mal ‚The Album‘ gehört? Da kann 'Dynamite' Einpacken
    Taehyung:
    Wait a minute, hat 'Dynamite' nicht den Rekord von 'Kill this love' gebrochen?😆
    Rosé:
    Das war Glück! Und außerdem bin ich mir sehr sicher, dass 50% der views von euch waren!
    Soobin:
    Wenn ich jetzt mal was dazu sagen darf. Wir haben vielleicht noch keine Rekorde gebrochen, aber wenigstens hat unser Fandom richtigen Geschmack!
    Hoseok:
    ARMY HAT GESCHMACK💜💜💜💜
    Jennie:
    BLINKS MEHR 🖤💗🖤💗
    Kai:
    ABER MOAS NOCH MEHR❤️💛💙
    (D/n):
    UND EXO-LS DEN BESTEN🤍🤍🤍🤍
    Jungkook:
    Und Arianators
    Namjoon:
    Man, frag doch einfach Ariana ob du Musik mit ihr machen kannst. Ja, ihre Songs sind cool, aber wir müssen denen hier gerade klar machen, dass BTS, wo du btw Mitglied bist, die beste Gruppe weltweit ist also sei leise mit Ariana Grande!
    Soobin:
    Was einen treuen Maknae ihr doch habt, Namjoon
    Yeonjun:
    Unserer ist cooler
    Kai:
    😎
    Jennie:
    Lisa ist aber viel cooler als Kai
    Lisa:
    I know💅🏻
    Jimin:
    (D/n), kannst du singen?
    Namjoon:
    Was willst du jetzt, wir sind in einer wichtigen Diskussion
    Jimin:
    Ich habe nicht dich gefragt
    (D/n):
    Natürlich nicht 😂
    Namjoon:
    Boa, diese Maknae-Line kann man so was von vergessen!
    Taehyung:
    Heeeyy! Ich bin auch noch da
    Jimin:
    Warum kannst du nicht singen?
    Namjoon:
    Ja, sorry, hab dich vergessen
    Beomgyu:
    Waa, hört auf mit diesen Privatunterhaltungen
    Jisoo:
    Ich bin mir sicher, sie kann singen
    Taehyung:
    Wie kann man mich denn vergessen? Ich bin Kim Taehyung!
    (D/n):
    Kann ich wirklich nicht
    Beomgyu:
    😑
    Rosé:
    Keine Angst Jimin, wir finden das morgen raus 🧐
    Namjoon:
    Ja und jetzt? Ich bin Kim Namjoon, ich hab ich die Erlaubnis dich zu vergessen
    Jimin:
    Okay, schreibt mir dann
    Jungkook:
    Can you stay up all night
    Seokjin:
    JEON JUNGKOOK!
    Jungkook:
    I‘ve been drinking coffee
    Yoongi:
    And I’ve been eating healthy
    Hoseok:
    Niemand singt jetzt hier
    Seokjin:
    Wir haben hier Minderjährige! Also passt auf, dass der Chat Jugendfrei bleibt!
    Taehyung:
    Pfff Okay, dann vergess halt die Maknae line, haste halt nur noch einen Vocalist 😒
    Taehyun:
    Ich Blick gar nix mehr 😃
    Namjoon:
    😒
    Jungkook:
    Was ist eigentlich eurer Lieblingssong von Ariana?
    Jimin:
    Was willst du jetzt?😂
    Jungkook:
    Ist die Frage wirklich so kompliziert ausgedrückt?
    (D/n):
    Kann bitte jemand mit auf Klo kommen?
    Jungkook:
    Also ich finde alle sind der absolute Hammer!
    Yeonjun:
    (D/n)?😳
    Yoongi:
    Wtf
    (D/n):
    Ich meins ernst, ich hab Angst
    Jennie:
    Okay, wir kommen mit
    Namjoon:
    Warte was
    Lisa:
    Schreibt mal kurz nichts, sonst müssen wir soviel nachlesen
    Hoseok:
    Ihr geht jetzt nicht allen Ernstes zu fünft auf Klo
    (D/n):
    WIR HABEN HIER IMMER NOCH EINEN GEIST
    Namjoon:
    HABT IHR NICHT
    Jimin:
    🤦🏻‍♂️
    Jisoo:
    Bis gleich

    Ich hatte gerade meine kuschlige Decke zur Seite gelegt und stand auf, da schlug Lisa vor: „Wie wär’s wenn wir uns nur ganz vorsichtshalber Messer und ein Nudelholz holen?“ Wir hielten dass für eine gute Idee und schlichen mit Handytaschenlampe in die Küche, wo wir uns mit sämtlichen Küchenutensilien bewaffneten. Als wir vorm Badezimmer standen beschloss Jennie: „Okay, Lisa und Chaeyoung halten hier wache und wir kommen mit, damit nichts passiert“ Wir nickten und die beiden ältesten gingen mit mir ins Badezimmer. Jisoo knipste unsicher das Licht an und sah sich ängstlich um. „Okay, ich beeil mich“, rief ich und ging schnell in die separate Toilette. Von außen hörte ich dann Stimmen.
    Jennie: „Okay Leute, es ist alles unter Kontrolle“
    Jisoo: „Park Chaeyoung, Lalisa Manoban, ist bei euch alles okay“
    Lisa: „Alles unauffällig“
    Rosé: „Wir schaffen das, Mädels!“
    Kai: „Warum habt ihr uns jetzt angerufen?“
    Lisa: „Falls der Geist zurück kommt und uns was tut, brauchen wir Zeugen“
    Yoongi: „Ach du scheiße, ihr braucht ernsthafte Hilfe...“
    Rosé: „Geht es Lee (D/n) soweit gut?“
    Jisoo: „Ich denke schon“
    Jennie: „Wir hatten einen Denkfehler... Wie wollen wir uns mit Messern vor einem Geist verteidigen?“
    Jennie: „Wir nutzen die Messer als Ablenkung und fliehen zu Fluchtpunkt A“
    Lisa: „... wo ist der?“
    Jennie: „Ehhh... unter Soobins Schreibtisch“
    Rosé: „Dafür haben wir nicht genug Zeit...“
    Jennie: „Okay, dann Fluchtpunkt B. Der ist in einem der Küchenschränke“
    Rosé: „Hört sich gut an“
    Jimin: „Aber sonst geht’s euch gut?“
    Jisoo: „Uns ja. Aber von (D/n) haben wir seit 1:28 Minuten nichts mehr gehört...“
    Lisa: „Oh Gott, was wenn der Geist bei ihr ist“
    (D/n): „Nö, mir geht’s auch gut. Ich komme, kann ich raus?“
    Jennie: „Der Weg von der Toilette zur Couch ist sicher und ohne Gefahren bestreitbar“

    Damit öffnete ich die Türe und wir rannte alle kreischend zurück ins Wohnzimmer und verstecken uns unter den Denken. Nach circa einer Minute, in der wir nur Stille hörten, flüsterte Rosé: „Okay, ich glaube, wir sind sicher“
    Jisoo: „Jungs, wenn jetzt etwas passiert, dann kommt sofort und ruft die Polizei“
    Jungkook: „Machen wir“
    Lisa: „Telefonieren wir lieber, da bekommt ihr auf jeden Fall mit, wenn uns was passiert“
    Jimin: „Lisa, EUCH. WIRD. NICHTS. PASSIEREN!“
    Lisa: „VORSICHTSHALBER“
    Yeonjun: „Nur so INTERESSEHALBER, was wollt ihr jetzt noch bis morgen früh machen?“
    Rosé: „Omg Leute, ich hab ne Theorie!“
    Namjoon: „Für was?“
    Rosé: „Wie heißt der... Ah, Siwon ist im Gefängnis. Er hat Selbstmord begannen-”
    Jimin: „Nein, soviel Glück haben wir nicht...“
    Rosé: „Jetzt lass mich ausreden! Er hat Selbstmord begannen und jetzt ist sein Geist hier...“
    Yoongi: „Deine Fantasie ist beeindruckend. Ich mein, allein die Sicherheit, dass er als Geist weiterlebt, die muss ja sehr groß gewesen sein, dass er wirklich Selbstmord begannen hat. Er ist also aus dem Gefängnis raus und kann jetzt machen, was er will. Der Typ ist intelligent. Langsam wird er mir echt sympathisch, so nach seinem Tod...”
    Jimin: „Jetzt bekomm ich auch Angst”
    Namjoon: „Meine Fresse, euer Ernst? Er hat keinen Selbstmord begannen und es gibt keinen Geist! Also beruhigt euch jetzt mal wieder”
    (D/n): „Ich habe den Geist doch gehört und mit eigenen Augen seinen Schatten gesehen”
    Jimin: „Hatte der Ähnlichkeit mit Siwon?”
    Namjoon: „Jimin!”
    Jimin: „Ja sorry... also?”
    (D/n): „So genau weiß ich des jetzt auch wieder nicht”
    Jimin: „Kann mal eben jemand her rausfindende, on Siwon noch lebt?”
    Hoseok: „Vielen herzlichen Dank, Chaeyoung!”
    Rosè: „Das ist eine wirklich logische Theorie, die mich gerade dezent beunruhigt”
    Jimin: „Mich auch”
    Taehyung: „Mich nicht”
    Jennie: „Du bist aber auch nicht in unserer Situation!”
    (D/n): „Diese Theorie halte jetzt selbst ich für sehr sehr sehr un-“
    Jennie: „Sag sowas nicht, sie ergibt Sinn!”
    (D/n): „Er bringt sich nicht um, was hätte er davon?”
    Seokjin: „(D/n) hat recht! Ihr beruhigt euch jetzt mal wieder und Chaeyoung hört auf so komische Theorien aufzustellen. Ich bin mir noch nicht mal sicher, ob sie wirklich einen Geist gesehen hat, aber wo ich mir ganz sicher bin ist, dass der Geist definitiv nicht Siwon wäre”
    Jimin: „Ich brauch ne Bestätigung mit nem Beweis”
    Yoongi: „Sonst noch Wünsche?”
    Jungkook: „Oh ja Hyung, ich hätte gerne ne Bananenmilch”
    (D/n): „Und ich ein Oreo McFlurry”
    Lisa: „Wir sind gerade in einer sehr gefährlichen Situation, also hört auf an Essen zu denken!”
    (D/n): „Ich hab aber gerade echt Hunger!”
    Chaeyoung: „Ich auch bisschen”
    Taehyun: „Es ist viertel nach drei, was wollt ihr jetzt essen?”
    (D/n): „Da gibt es so etwas, das nennt sich McDrive und meines Wissens nach hat das 24 Stunden geöffnet”
    Jimin: „Okay, du kannst aber vergessen, dass du mitten in der Nacht ins McDrive fährst”
    Jennie: „Keine Angst, wir fahren mit”
    Jimin: „Und was ändert das jetzt an der Tatsache, dass wir nach drei Uhr nachts haben und ihr nichts mehr draußen zu suchen habt?”
    Jisoo: „Wir leben in Seoul! Hier ist immer was los”
    Jimin: „Könnt ihr nicht einfach ohne sie fahren? ... aber lasst sie ja nicht alleine”
    Rosé: „Und wir sollen laufen oder was? Falls du es immer noch nicht weißt, wir dürfen nicht Auto fahren!”
    Jimin: „Okay Jungs, zieht euch an und fahrt den Mädels was zum Essen vorbei”
    Hoseok: „Träum weiter”
    Jimin: „Ich mein nicht euch! Ich mein Soobin und seine Truppe”
    Soobin: „Nein! Wir liegen im Bett und fahren jetzt nirgendwohin”
    Kai: „Habt ihr nichts mehr zu essen? Oder könnt bis morgen früh warten?”
    (D/n): „Wir haben was da, aber mitten in der Nacht kochen macht nicht so Spaß. Und NEIN, niemand kann bis morgen früh warten”
    Yeonjun: „Wir bringen euch was, aber nur wenn ihr uns dann schlafen lasst”
    Lisa: „Nur wenn ihr hier schlaft”
    Beomgyu: „Und wo sollen wir schlafen?”
    Lisa: „Der Boden sieht sehr gemütlich aus”
    Taehyun: „Vergiss es!”
    Jisoo: „Okay okay, (D/n) kann bei mir schlafen, dann könnt ihr auf die Couch”
    Yeonjun: „...Was sollen wir kaufen?”
    (D/n): „Das, was am schnellsten geht. Und viel”
    Kai: „Okay, wir beeilen uns”

    Hey
    Ich wollte kurz etwas zu diesem und auch dem nächsten Kapitel sagen.
    Die Gruppen haten sich etwas untereinander. Allerdings war es für mich sehr schwer Argumente zu finden, die gegen sie sprechen. Ich wollte nur noch einmal klarstellen, dass ich zwar ARMY bin aber auch viele andere K-Pop Gruppen stane (z.B. BP und TXT). Ich habe keine Problem mit einer Gruppe oder einem bestimmten Mitglied! Also einfach mit Humor nehmen ;)

    65
    65. Kapitel

    Jennie: „Ihr dürft noch nicht auflegen”
    Yoongi: „Ich will doch einfach nur schlafen!”
    Rosè: „Darfst du aber nicht”
    Yoongi: „Ok, Mach ich aber”
    Lisa: „Nein nein nein nein nein bitte nicht”
    (D/n): „Nur noch bis die fünf hier sind”
    Yoongi: „Vergesst’s!”
    Jisoo: „Bitteeeeeeeee”
    Namjoon: „Jaja, jetzt hört auf”
    Jungkook: „Was macht ihr morgen?”
    Rosè: „Ich und (D/n) sind am Gone MV Set. Lisa trainiert die Choreo vom neuen Lilifilm und Jennie und Jisoo sind nachmittags mit YG unterwegs. Ihr so?”
    Hoseok: „Dynamite, Dynamite, Dynamite. Ich kann’s langsam wirklich nicht mehr hören, aber es muss halt einfach perfekt werden”
    Taehyung: „Und Jimin wollte ein VLIVE machen”
    Jimin: „Genau, das wollte ich noch sagen. Bitte ruft mich nicht an oder schreibt oder so. Wirklich. Im Live ist sowas sehr ungünstig. (D/n), ich ruf dich dann an, sobald ich fertig bin”
    (D/n): „Okay”
    Jimin: „Ach Namjoon”
    Namjoon: „Ja”
    Jimin: „Wenn wir nach LA fliegen... da fliegen wir doch über Korea. Da könnten wir doch eigentlich mal so für ein Stündchen Pause in Seoul machen, oder?”
    Namjoon: „Für ein Stündchen? Du weißt doch, was am Flughafen los ist, wenn wir da sind. Und wenn wir innerhalb von einer Stunde zweimal da aufkreuzen kommt das eventuell etwas komisch...”
    Yoongi: „Jimin, wir haben Dienstag. Bzw Mittwoch Morgen. 11 Tage wirst du das jetzt wohl noch überleben!”
    Hoseok: „Er schon, ich aber nicht!”
    Namjoon: „Was willst du jetzt”
    Hoseok: „Geht ihr doch mit dem in ein Zimmer. Dann seht ihr, was ich mein”
    Namjoon: „In LA machen wir es anders. Die Maknae-Line geht zu dritt in ein Zimmer und wir teilen uns dann wieder auf”
    Jungkook: „Jimin ist zu klein, mit dem teil ich mir kein Zimmer”
    Jimin: „.Und du bist mir zu jung”
    Taehyung: „Dann wird das mit dem Dreier Zimmer wohl nix, sorry Namjoon”
    Namjoon: „Das wird was, sonst müsst ihr auf der Straße schlafen. Und Jimin, (D/n) ist vier Jahre jünger als Jk und darf auch in deinem Zimmer schlafen, also such dir bessere Argumente”
    Rosè: „Ich war ja auch der Meinung, Jimin ist klein. Aber Leute, wenn Jimin klein ist, was ist denn dann (D/n)?”
    Jungkook: „Ein Zwerg”
    (D/n): „Ich muss also nicht nur älter, sondern auch größer werden. So ein Stress”
    Jimin: „Ich wollte nur noch einmal erwähnen, dass Yoongi Hyung EINEN Zentimeter größer ist als ich. EINEN! Das ist alles nicht fair!”
    Yoongi: „Aber ich bin trotzdem EINEN Zentimeter größer”
    Jennie: „Ihr habt Probleme”
    Jimin: „Das ist ein echtes Problem!”
    Jungkook: „Shorty”
    Jimin: „Ich werde gemobbt”
    Seokjin: „Mein herzliches Beileid, Shorty”
    Yoongi: „Wartet kurz, war da nicht was in der Schule... Ddochi”
    (D/n): „Das weiß sogar ich noch“
    Jimin: „Ich bin 25... Das ist etwas unpassend!”
    (D/n): „Ach was, das geht klar”
    Hoseok: „Finde ich auch”
    Jisoo: „Ich war auf na anderen Schule”
    Taehyung: „Shorty sah aus wie ein Welpe, darum haben wir ihn Ddochi genannt”
    Lisa: „Also so wie in 'House of ARMY'?”
    Jungkook: „Ungefähr”
    (D/n): „Was ist 'House of ARMY'?”
    Rosè: „Ein Kurzfilm. Sehr Unterhaltsam. Namjoon und Hobi sind als Frauen verkleidet, Jimin als Hund, Taehyung ist viel besser als Taehyung, Jungkook ist Vater, Jin ist ne Banane und Uhr und Yoongi will Idol werden”
    (D/n): „Ich hol kurz meinen Laptop, das muss ich mir geben”
    Lisa: „Musst du unbedingt. Und falls du es nicht weißt, in einer älteren Run! BTS Folge, da war Yoongi als Mädchen verkleidet”
    (D/n): „Na da muss ich mir ja einiges Anschauen”
    Namjoon: „Naja, eigentlich ist das gar nichts sooooo besonderes“
    Hoseok: „Absolut nicht sehenswert“
    (D/n): „Glaub ich schon“
    Jimin: „Ich wusste, wir werden all das eines Tages bereuen...“
    Lisa: „Also wir waren ja von Anfang an richtig cool. Mal ‚Boombayah‘ gehört? Falls ihr‘s noch nicht wisst, dass war unser Debut-Song! Ich will ja nichts sagen aber-”
    Yoongi: „Wir haben es verstanden! Aber schreibt ihr eure Songs denn alle selbst? Falls ihr‘s noch nicht wisst, alle BTS Songs haben wir zum Teil mitgeschrieben und produziert! Jungkook ist sogar Director von ein paar Musikvideos! In unserer Gruppe wird noch auf Kreativität und Vorallem Talent gesetzt“
    Jennie: „Geht’s noch? Unsere Gruppe besteht zu 100% aus Talent! Wir führen alle einen Instagram Account und Lisa und Jennie machen YouTube. Da braucht man auch Kreativität!“
    Taehyung: „Und was bringt es K-Pop Idolen ihre Kreativität auf Instagram und YouTube zu präsentieren? Und so ganz nebenbei, wir haben auch alle Instagram!“
    Jisoo: „Ihr mit euren Secret-Accounts auf denen ihr nicht mal 50 Follower habt. Es ist nichts kreativ an Euren Accounts!“
    Jungkook: „Aber wir sind weder YouTuber noch Influencer. Also, was brauchen wir so krasse Accounts? Wir sind Sänger und arbeiten an unseren eigenen Songs. Und so ganz nebenbei... Tanzen können wir auch besser“
    Lisa: „Besser tanzen? Nein!“
    Hoseok: „Doch!“
    Lisa: „Wärt ihr hier, wird ich jetzt ja ein Tanzbattel verlangen“
    Namjoon: „Machen wir, wenn wir wieder da sind auch!“
    Jennie: „Okay, Main-Dancer von Blackpink, also Lisa, gegen Main-Dancer von BTS, also Ddochi und Hobi“
    (D/n): „Ist das nicht ungerecht, wenn-”
    Rosé: „Lili ist besser als alle sieben zusammen, also keine Sorge“
    Lisa: „Ich mach mit, aber nicht wenn TXT wieder Richter sind. Ihr bezahlt die doch dafür, dass sie immer euch gewinnen lassen, oder?“
    Jimin: „Wir bezahlen niemanden, wir sind einfach besser. Aber wegen mir kann auch Mr. President Richter sein“
    Rosé: „Nein, ganz sicher nicht! Ich schlage (D/n) vor“
    (D/n): „Ich hab nicht den geringsten Plan von Tanzen“
    Jisoo: „Du musst nur sagen, wer besser tanzen kann. Das kriegt du hin“
    (D/n): „....eh okay....“
    Jennie: „Das können wir nicht machen. Ich weiß jetzt schon, dass Jimin sie erpressen wird und sie die Jungs gewinnen lässt“
    Jimin: „Nein! Ich glaub eher, ihr nutzt jetzt die restliche Zeit, in der sie bei euch ist, um sie dazu zu überreden, euch gewinnen zu lassen“
    Lisa: „Sowas würden wir nie machen!“
    Taehyung: „Doch, genau so seid ihr! Dann muss (D/n) ab jetzt bis zum Battel isoliert werden, so dass ihr nichts manipulieren könnt“
    (D/n): „Eh nein! Ich werde jetzt sicherlich nicht 11 Tage lang isoliert“
    Seokjin: „Das sind wichtige Sicherheitsmaßnahmen!“
    (D/n): „Vergesst es!“
    Namjoon: „Okay. Dann machen wir das eben jetzt. Niemand wird für irgendwas bezahlt, verstanden? Wir haben jetzt drei Minuten Zeit um uns für Ddochi, Hobi und Lisa ein Video rauszusuchen und dann muss (D/n) sagen, wer besser tanzt“
    Jennie: „Deal. Drei Minuten!“

    Wir legten auf und ich setzte mich auf die andere Seite des Sofas. Die Mädels waren vermutlich auf YouTube und diskutierten wild durcheinander. Ich beschloss in dieser Zeit Soobin zu fragen, wie lange sie noch brauchten. Er antwortete mir nur wenige Sekunden später, dass sie in 20 Minuten da seien. Dann winkten mich die Mädels auch schon wieder zurück und schrieben in die Gruppe.
    Jennie:
    Okay, wir haben’s
    Jungkook:
    Wir auch
    Jisoo:
    Also von Lisa
    LILI‘s FILM [The Movie]
    Yoongi:
    Bei Hobi ‚Boy meets Evil' Dance Practice Und Jimin von den MAMA‘s 2014
    Rosé:
    Wait a minute
    MAMA‘s 2014... da war was...
    Ich weiß es wieder
    LEUTE, WIR WOLLEN NICHT RAUSFINDEN, WER
    HIER DAS KRASSESTE SIXPACK HAT, SONDERN WER AM BESTEN TANZT!
    Taehyung:
    Es hat aber niemand ne Regel aufgestellt, die untersagt, dass wir das Video nicht nehmen dürfen
    Jennie:
    Okay Planänderung.
    Für Lisa LILI‘s FILM #3
    Hoseok:
    Ihr dürft eure Auswahl nicht verändern
    Lisa:
    Es hat niemand ne Regel aufgestellt, die dass untersagt☺️
    Namjoon:
    ... was jetzt
    Rosé:
    LILI‘s FILM #3
    Kai:
    Was ist jetzt hier schon wieder los?
    Jisoo:
    Dance Battle😁
    Beomgyu:
    Wer ist denn Richter?
    Namjoon:
    (D/n)
    Yeonjun:
    Ach darum für Jimin MAMA‘s 2014 😂
    Hoseok:
    Wir sind halt intelligent 😝
    (D/n):
    ... warum wissen alle direkt was unter ‚MAMA‘s 2014‘ zu verstehen ist?
    Jungkook:
    Sie weiß safe nicht mal, dass dieses Video existiert🤣
    (D/n):
    Ahh, ihr macht mir Angst
    Jennie:
    Jimin, du bekommst gleich Ärger😂
    Jimin:
    Ich war nie dafür, dass wir das Video nehmen😑
    Taehyung:
    Überstimmt 😂
    Namjoon:
    Okay (D/n), du musst dir jetzt einfach nur die drei Videos anschauen und sagen, wer die besseren Tänzer bzw. die bessere Tänzerin in der Gruppe hat
    (D/n):
    Okay, ich bin dann kurz auf YouTube

    Ich öffnete YouTube und suchte zuerst Hobis Tanz (https://m.YouTube.com/watch? v=0XwpjlBPiic). Und während ich ihn so anschaute, wurde mir noch einmal mehr bewusst, warum er Main-Dancer war. Er hat‘s drauf. Woher auch immer man die Motivation nimmt, sich gefühlt alle Knochen zu brechen, er hat sie. Was für mich im Moment nur sehr schlecht vorstellbar war, war die Tatsache, dass er währenddessen noch singen oder rappen und Vorallem atmen musste... Aber scheinbar war das irgendwie möglich.
    Als nächstes suchte ich Jimins Tanz. Als ich das Thumbnail sah, riss ich die Augen auf. Kurz überlegte ich, klickte dann aber doch (https://m.YouTube.com/watch? v=qNFSdpFN6e4). Zuerst musst dich leicht lachen, als ich die damals noch sehr jungen Mitglieder sah. Namjoons damalige Frisur konnte mich einfach immer wieder zum Schmunzeln bringen. Es passierte einige Sekunden nichts und alle liefen nur rum. Aber dann...
    Ich schaltete mein Handy aus und legte es auf den Couchtisch. Die Mädels, die mir noch gegenüber saßen, mussten lachen. „Ach (D/n), was hast du dir da denn für einen Typen rausgesucht...“, fragte Lisa immer noch lachend. Ich nahm mein Handy wieder und schrieb.
    (D/n):
    Park Jimin
    Jimin:
    Hm
    (D/n):
    Was sollte das?
    Taehyung:
    Eifersüchtig?
    (D/n):
    Ich? Träum weiter!
    Beomgyu:
    Wer’s glaubt😂
    Jennie:
    Jimin, du bist aber echt kein cooler Freund
    Jimin:
    Hey, das war 2014! Vor sieben Jahren!
    Aber Jiyong war glaub ich öfter als ich Oberkörperfrei auf der Bühne oder in MVs
    Jennie:
    ... glaub ich nicht
    Namjoon:
    Der Plan hinter dem Video war nicht, dass Jimin einen Anschiss bekommt, sondern dass wir das Battel gewinnen
    (D/n):
    Da ist euer Plan nicht aufgegangen, die Mädels haben in meinen Augen ganz eindeutig gewonnen
    Kai:
    Warum das denn?
    Jisoo:
    Because she‘s Lisa
    Kai:
    😑
    Rosé:
    Jetzt hört ihr mal auf zu schreiben sondern fahr lieber schneller
    Yoongi:
    Genau, ich will schlafen
    Kai:
    Jaja wir beeilen uns!

    Wir mussten noch ganz genau 17 Minuten, in denen wir mit meinen Mitbewohnern über das unnötigste Zeug dieser Welt diskutiert hatten, warten, dann klingelte es endlich.
    Rosé:
    Okay, die sind da.
    Gute Nacht noch
    Seokjin:
    Na endlich
    Jungkook:
    Gute Nacht

    Ich und Jennie schlichen zur Tür und öffneten sie. „Und, ist euer Geist noch da?“, fragte der Älteste und ging ins Wohnzimmer, wo er sich gerade auf die Couch setzten wollte, als Jisoo schrie: „Schuhe aus! Alle fünf!“
    Sie verdrehten die Augen, gingen aber zurück, um sich ihr Schuhe auszuziehen. Dann gab Taehyun uns zwei McDonalds Tüten, aus denen wir uns Burger und Pommes nahmen. Die Jungs bekamen bei Zusehen auch Hunger, warum sie ein paar Pommes mitaßen. Nach einer halben Stunde war dann alles restlos verputzt und wir wollten schlafen gehen. Da wir Alle noch Angst hatten, schliefen Jennie und Lisa bei Chaeng und ich bei Jisoo. Die Jungs verteilten sich dann auf Lisas Zimmer und der Couch. „Wenn wir schreien, müsst ihr kommen“, erinnerte Jennie sie noch einmal. Beomgyu musste lachen, nickte aber, dann schalteten sie alle Lichter aus und es wurde still. An Jisoos Atmung, die immer langsamer und gleichmäßiger wurde, konnte ich feststellen, dass sie schon eingeschlafen war. Ich drehte mich noch ein paar mal um. Ich musste einfach über so viel nachdenken. Yumi und Siwon. Jimin. Die Grammys. All das schwirret durch meinen Kopf. Und plötzlich, da kam mir eine Idee.

    66
    66. Kapitel

    Jimin ist in Tokio. Er wird vor dem Grammys auch nicht mehr nach Seoul kommen. Wenn ich Siwon freilasse, dann verrät Yumi nichts, die Jungs haben wieder einen Chance auf den Grammy und ihr harte Arbeit hat sich gelohnt. Jimin würde das erstmal nicht mitbekommen. Ich ging das alles noch einmal durch, hielt es dann aber für eine gute Idee, Siwon so schnell wie möglich aus dem Knast zu holen. Ja, ich hatte Angst vor all dem Hate, wenn unsere Beziehung in die Öffentlichkeit käme. Ich bin wahnsinnig schwach. Ich will es immer allen recht machen, was in diesem Fall aber einfach nicht möglich wäre. Ich höre einfach zu viel auf andere Leute und hab was das angeht, viel zu wenig Selbstbewusstsein. Wenn ich es umgehen könnte, von Millionen von Menschen nach meinem Freund beurteilt zu werden, dann nutze ich diese Chance. Für BTS ist es definitiv auch besser, wenn nicht wenige Sunden vor ihrer Performance ein ‚Skandal‘ aufgedeckt wird. Ich verstand zwar nicht wirklich, was ein Skandal daran war, eine Beziehung zu führen, im K-Pop war das aber eben so. Ich persönlich habe mich sehr gefreut, als Chen geheiratet hatte u d Vater wurde, aber da gab es auch andere Meinungen. Trotzdem wollte ich die Hoffnung nicht aufgeben, dass es vielleicht irgendwann soweit sein wird, dass Idols von Beziehungen berichten können und Unterstützung von allen ihren Fans dafür bekommen. Vielleicht wird dieser Tag kommen. Vielleicht wird auch ein Tag für Jimin und mich kommen, an dem wir uns nicht mehr verstecken müssen. Aber bis dahin, werde ich versuchen dafür zu sorgen, dass keine Yumi einfach alles verrät. Darum musste ich so bald wie möglich zur Polizei und mich informieren.
    Mit diesem Beschluss konnte ich dann auch endlich wieder einschlafen.

    Ich wurde wieder wach. Komisch war, dass aber gar kein Wecker zu hören war, der mich hätte wecken sollen. Und ich fühlte mich sehr ausgeschlafen, dafür, dass wir so wenig Schlaf hatten. Ich stand langsam auf, streckte mich und Griff mach meinem Handy. Ich war etwas auf Instagram, wunderte mich dann aber, warum so gut wie jeder, der in Korea lebte, schon Bilder von Frühstück in seiner Story hatte. Und dann fiel mir auf, dass wir mittlerweile 11:27 hatten. Ich schmiss mein Handy weg, rannte auf den Gang und schrie: „LEUTE, WIR HABEN ALLE VERSCHLAFEN!“
    Ich wartete ein paar Sekunden, aber man hörte von nirgendwo einen Mucks. Ich ging ins Wohnzimmer, zog den Rollo hoch und zog den Jungs alle Decken und Kissen weg. „Boa lass des“, beschwerte Yeonjun sich im Halbschlaf. „Nein, wir haben verschlafen, steht auf!“, wiederholte ich before ich in Rosé‘s Zimmer rannte. Lisa lag halb wach in Bett, sah mich genervt an und meinte: „Mach mal nicht so einen Stress“ „Doch, wir haben über 5 Stunden verschlafen“, erklärte ich, bevor ich auch ihre Decke wegzog. Sie riss die Augen auf und sprang auf, wodurch sie auch Jennie und Chaeyoung weckte. Ich stürmte wieder raus und lief, auf dem Weg zurück in Jisoos Zimmer, in Beomgyu rein. „PASS AUF, WO DU LÄUFST“, maulten wir uns beide gleichzeitig an. Dann stürmte ich in weiter, zog Jisoo ihre Decke weg und rüttelte sie wach. Als sie das Durcheinander auf dem Gang bemerkte, fragte sie verschlafen: „Was‘n jetzt los?“ „Wir haben ein paar Stunden verschlafen, sonst nichts“, erklärte ich. Sie schrack auf, rannte ins Bad und schloss die Tür hinter sich ab. „Unnie, das kannst du nicht machen! Ich muss auch rein!“, rief ich, aber sie reagierte nicht. Draußen hörte ich Soobin und Lisa streiten, vermutlich auch um ein Badezimmer. Ich beschloss mich schnell anzuziehen und mich danach im Bad fertig zumachen. Darauß wurde leider nicht wirklich was, denn genau als Jisoo fertig war, rief Rosé: „(D/n), wir müssen los! Die Jungs bringen die anderen zu YG!“ Ich rannte noch ins Bad, kämmte meine Haare, wusch mir mit etwas Wasser mein Gesicht und suchte mir aus einer Handtasche noch einen Kaugummi. Dann lief ich auch schon zu Chaeng, die bereits im Auto saß. Als wir losfuhren, reichte ich ihr mein Handy und bat sie: „Ruf Jimin mal bitte an, nicht, dass die auch verpennt haben“ „...aber sein VLive?“, erinnerte sie mich, da ich nicht reagierte rief sie aber doch an.
    Jimin: „Hi, was los?“
    Rosé: „Ich bin‘s. Ich soll nur fragen, ob ihr wach seid“
    Jimin: „...es ist 12 Uhr. Wir sind schon etwas länger wach“
    Rosé: „Wir haben bis vor na halben Stunde alle noch gepennt“
    Jimin: „Ach kommt schon, nicht euer Ernst“
    Rosé: „Doch, YG wird und umbringen“
    Jimin: „Sorg bitte dafür, dass (D/n) am Leben bleibt. Wir können aber wirklich nichts dafür. Ihr habt euch den Scheiß mit dem Geist eingebildet“
    Rosé: „Wir haben uns das nicht-“
    Jimin: „Jaja, jetzt fang nicht wieder mit der Diskussion an. Beeilt euch lieber“
    Rosé: „Bis dann“
    Jimin: „Bis dann“

    „Und die hätten uns nicht wecken können?“, regte ich mich auf. „Nicht mein Freund“, erinnerte die Sängerin mich und reichte mir mein Handy wieder. Ich atmete kurz durch und versuchte etwas runter zu kommen. Dann fragte ich: „Okay, wo genau müssen wir jetzt hin?“ Sie scrollte etwas auf ihrem Handy herum und tippte dann eine Adresse ins Navi.
    Da wir beide extrem angespannt waren, redeten wir nicht mehr. Chaeng bereitete sich gerade wahrscheinlich geistlich auf den Zusammenschiss ihres Lebens vor. War aber auch klar, dass wir ausgerechnet heute verschlafen mussten. Ich hatte etwas Hoffnung, dass YG das vielleicht gar nicht mitbekommt. Aber da gab es bestimmt auch ein paar Deppen, die immer petzen mussten. Die gibt es doch wirklich überall. Und dann sah ich sie auch schon. Fünf Männer, die vor dem Gebäude standen, in dem Rosè und ich seit mittlerweile vier Stunden sein sollten. Ich fuhr auf einen kleinen Parkplatz, dann stiegen wir aus. „Sag nichts, ich regel das schon”, murmelte die Sängerin noch, bevor auch schon einer der Männer rief: „Kein Stress, wir warten erst seit vier Stunden und 4 Minuten” „Tut uns total leid. Ich-“, ein anderer unterbrach sie: „YG hat’s eh schon mitbekommen. Er will euch vier Bzw fünf später sehen. Es hat aber niemand gepetzt. Jetzt kommt aber mit, wir haben ein bisschen Zeitdruck!”
    Wir schluckten und liefen nach innen. Dort waren noch um die 15 weitere Leute. Ich ging etwas planlos an den Rand, Rosé wurde direkt umzingelt und mehrere Männer versuchten ihr etwas zu erklären. Ich musste etwas schmunzeln, da sie mit der Situation scheinbar auch ein wenig überfordert war. Als ich mich dann auf eine Bank gesetzt hatte, hatte ich auch mal Zeit mich umzuschauen. Es standen schon überall Kameras herum. Ich wusste nichts von Blackpink, war mir nach den wenigen Musikvideos die ich gesehen hatte aber ziemlich sicher, sie würden mit Greenscreen arbeiten. Danach sah es aber nicht aus. Es war ein großer Raum, mit gelben Wänden, mit Fenstern und vielen Pflanzen. Eine Couch und Sessel gaben ein sehr gemütliches Feeling. Es waren auch sämtliche Scheinwerfer an, die Sonnenlicht imitierten, welches es im Januar hier noch nicht wirklich gab. Ich zuckte zusammen, als jemand neben mir die Türe aufzog und zwei Frauen mit Eimern voller blauer und weißer Blumen reinkamen. Inzwischen waren Chaeyoung und die Staff-Mitglieder schon in einen anderen Raum gegangen. Aber hier waren immer noch viele Andere. Zum Teil waren es Dekorateure, die den eh schon schönen Raum noch etwas aufpäppten, oder auch Stylistinen, die sämtliche Schuhe, Kleider und Make-Up Produkte von A nach B trugen. Ich kam mir in Mitten von diesem super durchorganisierten Projekt etwas fehl am Platz vor. Darum stand ich auf und ging vor die Tür. Es war sehr kalt. Ich schaute mich etwas um und sah dann eine Bushaltestelle. Darauf lief ich zu und setzte mich in dem windgeschützten Häuschen auf die Bank. Ich überlegte, was ich jetzt machen könnte, hatte aber keine Idee. Nach ein paar Minuten, in denen ich nur auf einen schwarzen Van gestarrt hatte, dachte ich an Jimin. Und jetzt wusste ich auch warum. Ich hatte tatsächlich die Hoffnung gehabt, das wäre der Van von den Jungs und die ganze Zeit gehofft, sie würden aussteigen. Aber stattdessen kamen Jennie, Jisoo, Lisa und YG daraus. Die drei Frauen sahen etwas eingeschüchtert aus, der Mann war auf 180. Ich dachte, sie hätten mich gesehen, so war es aber scheinbar nicht. Sie liefen auf das Gebäude zu, in dem Rosé und die vielen Mitarbeiter waren. Kurz überlegte ich, zu ihnen zu gehen, hielt es aber für eine schlechte Idee. Nach einer Minute in der ich angespannt gewartet hatte, kamen die vier mit Chaeyoung und einem Mann, der auf mich deutete wieder raus. YG nickte nur, als er mich erblickte, und winkte mich dann zu ihnen. Wir gingen dann durch einen Hintereingang und standen in der Umkleidekabine. Der CEO räusperte sich und begann dann: „Also, was ist eure Entschuldigung dafür, dass ihr alle Stunden zu spät wart? Und was habt ihr dazu zu sagen, dass Jennie, Lisa und Jisoo von TXT Mitgliedern gebracht wurden? Ohne dass ich weiß, dass ihr Kontakt habt“ Die vier sahen sich ängstlich untereinander an. Ich überlegte kurz und sagte dann mit zittriger Stimme. „Ich habe vorgeschlagen, dass die Jungs sie fahren. Ich bin seit längerer Zeit gut mit den fünf befreundet und wusste, dass sie so früh noch zu Hause sind. Da wir so spät dran waren, habe ich sie gebeten, die drei mitzunehmen“ Er sah mich kritisch an: „Aha. Befreundet mit Blackpink, mit TXT, morgen erzählt sie mir, dass sie mit einem BTS Mitgleid verheiratet ist“ Die Idole mussten husten, ich riss die Augen auf und boxte der ältesten unauffällig in die Seite. „Das erklärt aber immer noch nicht, warum ihr so spät dran wart“, bohrte YG nach. Jennie stotterte los: „N-nun Ja... Also... BTS performt ja bei den Grammys... und... wir haben ein bisschen mit ihnen darüber geredet... und es ist spät geworden... u-und dann haben wir verschlafen“ Hatte sie gerade ernsthaft BTS erwähnt? Die Aussage war zwar nicht die Wahrheit gewesen, aber sie war der Wahrheit viel zu ähnlich. „Aha. Bei den Grammys werdet ihr jedenfalls nie performen, wenn ihr verpennt anstatt zu trainieren. Jennie, Jisoo, wir fahren jetzt weiter. Lisa, dich lass ich zurück fahren. Chaeyoung bereitet sich auf morgen vor und (D/n) hilft ihr. Ihr müsst heute dann länger bleiben, weil wir sowas wie einen Zeitplan haben, der komplett auseinander fällt, wenn wir heut einfach 4 Stunden streichen. Das wars meinerseits“ Damit drehte er sich um. Unsere Freundinnen flüsterten noch ein: „Nochmal gut gegangen“, bevor sie auch verschwanden. Chaeyoung ließ sich auf einen Stuhl fallen und fragte verzweifelt: „Warum muss der immer alles mitbekommen? Und warum musste Jennie so ehrlich sein?“ „Es ist doch alles gut gegangen. Vergess das einfach und konzentrier dich auf dein Musikvideo“, versuchte ich sie zu motivieren. Sie lächelte leicht und meinte: „Es ist schon echt krass. Du sagst ein, zwei Sätze, und man hat wieder einen klaren Kopf” Ich lachte, winkte ab und fragte: „Ist es okay, wenn ich verschwinde?” Sie runzelte die Stirn und fragte: „Wohin willst du denn?” „In den Dorm von den Jungs”, erklärte ich. „Frag deinen Freund, ich will an nichts Schuld sein”, rief sie und ging wieder nach draußen. Ich seufzte, wartete einen Moment und ging dann auch nach draußen, auf unser Auto zu. Drinnen schaltete ich die Heizung an und rief Jimin an. Ich wartete und wartete. Sein Handy war an, denn es ‚tutete‘ (kp, ob es dafür einen Fachbegriff gibt haha) ganz normal. Doch dann... er hatte mich weggedrückt. Ich war kurz davor noch einmal anzurufen, entschied mich dann aber dafür, ihm zu schreiben.
    (D/n):
    Was ist los?

    Er las die Nachricht, antwortete aber nicht.
    (D/n):
    Ich soll nur fragen, ob ich zum Dorm fahren darf. Ist das ok?
    Jimin:
    NICHT ALLEINE!
    (D/n):
    Ahh, du lebst ja noch
    Und mit wem soll ich deiner Meinung nach, wenn alle arbeiten müssen?

    Na toll, er las wieder und ignorierte mich. Plötzlich rief Namjoon mich an.
    (D/n): „Was ist mit Jimin?“
    Namjoon: „(D/n), er hat es dir gestern gesagt!“
    (D/n): „Hä“
    Namjoon: „Er ist live! Also hör bitte auf ihm zu schreiben!“
    (D/n): „Ach du scheiße, dass hab ich voll vergessen“
    Namjoon: „Er meldet sich später bestimmt bei dir, aber hör jetzt auf“
    (D/n): „Jaja sorry. Kannst du mir eventuell schnell die Erlaubnis erteilen, alleine zum Dorm zu fahren?“
    Namjoon: „Ja Okay, du darfst. Aber nur dahin und vergiss nicht abzusperren”
    (D/n): „Perfekt! Ciao“
    Namjoon: „Tschöö“

    Wie dumm bin ich? Er hatte es mir gestern extra noch gesagt und ich vergess es! Hoffentlich ist das niemandem so krass aufgefallen. Ich fuhr los, zum Dorm. Dort sah alles sehr komisch aus. Die Rollos waren unten, der Van weg und als ich aufsperrte, hörte ich von innen nicht eine der sieben vertrauten Stimmen meiner Mitbewohner. Es war alles still.

    Der eigentliche Grund, warum ich hier war, war dass ich neue Klamotten brauchte. Durch das Tanztraining, während dem ich ordentlich ins schwitzen kam, musste ich mehrmals frische Sachen anziehen. Das hatte ich beim Kofferpacken nicht bedacht, warum fast alle meine Klamotten schon dreckig waren. Ich lief schnell hoch in mein Zimmer und nahm mir zwei Stapel T-Shirts und Sporthosen. Auf dem Weg zurück nach unten schaute ich noch einmal in alle Zimmer. Den Anblick, dass alles aufgeräumt war, war ich gar nicht gewohnt. Nirgendwo lag etwas rum. Als ich zuletzt in Jimins Zimmer ging, lag jedoch ein Blatt Papier auf seinem Bett. Es war ein Rezept vom Arzt. Ich sah aufs Datum und stellte fest, dass es erst von letzter Woche war. Ich überflog es ein bisschen, dann blieb mein Blick jedoch an etwas hängen. Das konnte nicht stimmen. Das war einfach nicht wahr.

    67
    67. Kapitel

    Aber hier stand es. Der Arzt hatte Jimin Antidepressiva verschrieben. Ich war einfach komplett überfordert und wusste nicht, was ich machen sollte. Ich nahm das Rezept mit und rann die Treppe runter zu meiner Handtasche, aus der ich mein Handy nahm und Namjoon anrief.
    Namjoon: „Was ist denn jetzt schon wieder?“
    (D/n): „Namjoon, was ist mit Jimin?“
    Namjoon: „Wie oft denn noch, ER IST AUF VLIVE UND KOMMUNIZIERT MIT SEINEN FANS! Und jetzt sag bitte nicht, du bist eifersüchtig“
    (D/n): „Man, ich weiß, dass er Live ist. Aber... weißt du, dass er letzte Woche beim Arzt war?“
    Namjoon: „Er hat’s dir endlich erzählt?“
    (D/n): „Er erzählt mir gar nichts! Ich hab ein Rezept vom Arzt für Antidepressiva bei ihm im Zimmer gefunden“
    Namjoon: „Ich hab ihm gesagt, dass du’s rausfindest. Aber-”
    (D/n): „Dass ich was rausfinde?“
    Namjoon: „...Jimin hat Depressionen“
    (D/n): „Nein... Warum hat er mir denn nichts gesagt?“
    Namjoon: „Es weiß fast niemand“
    (D/n): „Wer weiß es denn alles?“
    Namjoon: „Jimin ist zu Yoongi gegangen, weil er auch mal depressiv war. Aber um einiges schlimmer. Und Yoongi hat’s mir gesagt. Und ich hab’s Bang PD gesagt. Aber mehr wissen es glaub ich nicht. Das war übrigens auch der Grund, warum ihr keinerlei Probleme mit Big Hit wegen eurer Beziehung bekommen habt. Weil-”
    (D/n): „Wie lang geht das denn bitte schon so?“
    Namjoon: „Als wir an unserem letzten Album gearbeitet haben. Da hat’s angefangen. Vermutlich wegen dem ganzen Stress...“
    (D/n): „... ich hab das nie gemerkt“
    Namjoon: „Wie hättest du‘s auch merken sollen? Die anderen Mitglieder haben es nicht mal gemerkt, und die leben seit 8 Jahren mit ihm unter einem Dach. Nicht mal seine Eltern haben was gemerkt. ARMYs haben da auch gar nichts von mitbekommen. Er hat sich nicht krass verändert. Aber... es ist halt so“
    (D/n): „Darum hat er nicht geschlafen...“
    Namjoon: „Ja. Das mit dir tut ihm gut. Es war viel besser, aber kaum sind wir mal paar Tage weg, ist alles wie vorher“
    (D/n): „Aber Hobi hat doch was gemerkt“
    Namjoon: „Er hat gemerkt, dass es Jimin nicht gut geht. Aber denkst du direkt, dass jemand Depressionen hat, nur wenn er mal ne Nacht nicht schläft?“
    (D/n): „Ne“
    Namjoon: „Eben. Hobi und auch die anderen vier haben keine Ahnung und das soll auch so bleiben“
    (D/n): „Jaja“
    Namjoon: „Am besten tust du einfach auch so, als ob du nichts wüsstest“
    (D/n): „So tun, als ob ich nichts wüsste?“
    Namjoon: „Wenn er wollen würde, dass du es weißt, hätte er es wahrscheinlich nicht drei Monate verheimlicht“
    (D/n): „Wie soll ich denn so tun, als ob ich nichts wüsste? Er ist mein Freund“
    Namjoon: „Du kannst ihn auch anrufen und sagen: ‚Hey, ich weiß, dass du Depressionen hast‘. Aber ob das so gut ist...“
    (D/n): „So natürlich nicht! Aber... Ach sag ihm bitte er soll mich anrufen, wenn er fertig ist“
    Namjoon: „Mach ich. Aber sag bloß nichts den Mädels!“
    (D/n): „Ich bin nicht dumm!“
    Namjoon: „Jaja bis dann“
    (D/n): „Bye“

    Ich hatte in diesem fünf Minuten Gespräch gefühlt mehr über Jimin gelernt, als in der ganzen Zeit, in der ich ihn kannte. Ich dachte, ich würde ihn kennen. Aber jetzt wurde mir klar, dass es noch so viel an ihm gab, was ich noch nicht kannte. Ich war einfach mit allem überfordert. Warum musste das alles so sein? Meine Mum, Siwon, die Grammys und jetzt auch noch das. Und ganz nebenbei hatte ich kein Studium, wie ich es meinen Eltern im Alter von 5 Jahren schon versprochen hatte. Ich hätte niemals gedacht, dass eine Beziehung so viele Probleme mit sich bringt. Aber gut, ich musste mich ja auch in ein K-Pop Idol verlieben... Recht viel konnte und wollte ich nicht an seinem Job ändern. Darum musste ich einfach versuchen, ihm irgendwie zu helfen. Keine Ahnung, wie ich das machen sollte, aber es musst einen Weg geben...

    Ich ging wieder nach oben und legte mich in mein Bett. An die Decke starrend, wartete ich einfach darauf, dass Jimin mich anrief. Aber das tat er nicht. Eine halbe Stunde verging, aber er hatte sich immer noch nicht gemeldet. Dass er immer noch in seinem Live war, konnte ich mir nicht vorstellen. Doch trotzdem öffnete ich VLive kurz und versuchte ein Live zu finden. Aber es war schon beendet. Vor 23 Minuten. Ich seufzte, schmiss mein Handy auf den Teppich und versuchte mir irgendwie zu erklären, warum er mich nicht anrief. Aber dann, endlich, klingelte mein Handy. Ich sprang auf, hob es auf und ging ran.
    (D/n): „Hey“
    Jimin: „Hey. Sorry aber ich kann echt nicht mehr machen, als dir zu sagen, dass-”
    (D/n): „Tut mir leid, ich hab’s vergessen...“
    Jimin: „Nicht schlimm. Ich hab gesagt, es war Jonnie also, niemand hat was gemerkt“
    (D/n): „Hast du gerade Zeit?“
    Jimin: „Ja, es ist jetzt eh Mittagspause“
    (D/n): „Okay. Willst du mir vielleicht irgendwas sagen?“
    Jimin: „... ich liebe dich“
    (D/n): „Ich dich auch aber das war nicht, worauf ich hinaus wollte“
    Jimin: „Du bist hübsch“
    (D/n): „Danke, aber das mein ich auch nicht“
    Jimin: „... geb mir mal ein Stichwort“
    (D/n): „Warst du letzte Woche nicht beim Arzt?“
    Jimin: „Ja, doch. War ich. Ehhh, müssen wir immer machen, bevor wir so lange verreisen und so... Sicherheit“
    (D/n): „Das glaub ich dir nicht“
    Jimin: „Aber es ist die Wahrheit“
    (D/n): „Jimin, ich kenn die Wahrheit“
    Jimin: „... tust du nicht“
    (D/n): „Doch“
    Jimin: „KIM NAMJOON-”
    (D/n): „Nein, er hat mir nichts gesagt“
    Jimin: „War’s Yoongi?“
    (D/n): „Nein“
    Jimin: „Bang PD?“
    (D/n): „Nein“
    Jimin: „Wer denn dann?“
    (D/n): „Du hast das Rezept fürs Antidepressiva auf deinem Bett liegen lassen und ich hab’s gefunden“
    Jimin: „Aish, ich bin so dumm“
    (D/n): „Warum wolltest du nicht, dass ich‘s weiß?“
    Jimin: „Weil... ich Angst hatte. Ich sprech nicht gern drüber“
    (D/n): „Aber du hättest es machen sollen“
    Jimin: „Ich weiß... wie geht’s jetzt weiter?“
    (D/n): „Was meinst du damit?“
    Jimin: „Naja, wird das irgendwelche Auswirkungen auf unsere Beziehung haben?”
    (D/n): „Nein! Also, hoffe ich...”
    Jimin: „Zum Glück”
    (D/n): „So einfach kriegst du mich nicht los”
    Jimin: „Das will ich auch gar nicht. Aber... sag es wirklich niemandem”
    (D/n): „Keine Angst, mach ich nicht”
    Jimin: „Danke”
    (D/n): „Gibt es sonst noch irgendetwas, was du mir seit drei Monaten verheimlichst?”
    Jimin: „Nö”
    (D/n): „ 'Nö' im Sinne von 'ja, aber muss sie nicht wissen' oder 'nein, sonst nichts'”
    Jimin: „Im Sinne von 'nein, sonst nichts'”
    (D/n): „Okay”
    Jimin: „(D/n)?"
    (D/n): „Hmm?”
    Jimin: „Komm bitte her“
    (D/n): „Du weißt, dass ich nicht darf“
    Jimin: „Es kommt doch am Sonntag eh alles raus. Da macht das jetzt auch keinen Unterschied mehr”
    (D/n): „Ich kann nicht kommen”
    Jimin: „Vielleicht überrede ich Bang PD ja noch, dass wir von LA aus direkt nach Seoul fliegen und nicht noch einmal ne Woche hierher zurück kommen, dann muss ich dich nicht so lange alleine lassen...”
    (D/n): „Und wenn’s nicht klappt, dann werd ich’s auch überleben. Also kein Stress”
    Jimin: „Ich weiß, dass du am Dienstag Geburtstag hast”
    (D/n): „Was? Woher denn?”
    Jimin: „Dein Dad hat’s mal erwähnt”
    (D/n): „Achsooo”
    Jimin: „Genau, und ich verspreche dir, dass ich’s irgendwie hinbekomm, dass wir nach Seoul kommen”
    (D/n): „Na da bin ich gespannt”
    Jimin: „Hat YG mitbekommen, dass ihr so spät wart?”
    (D/n): „Mhm. Dummerweise hat er auch gesehen, dass Lisa, Jennie und Jisoo von den Jungs gebracht wurden. Und als ich ihm gesagt hab, dass das meine Idee war, weil ich schon länger mit ihnen befreundet bin und er meinte ernsthaft: 'Mit Blackpink befreundet, mit TXT, morgen find ich raus, sie ist mit einem BTS Mitglied verheiratet”
    Jimin: „Hahaha, ich will sein Gesicht sehen, wenn er mitbekommt, dass wir zusammen sind. Wenn wir ein Foto von seinem Gesichtsausdruck machen würden, das würde so viral gehen”
    (D/n): „Du kannst auch einfach ein Foto von na geschälten Karotte posten und es geht viral. Einfach nur weil du es gepostet hast”
    Jimin: „Stimmt”
    (D/n): „Aber hey, das ist echt nicht witzig. Ich brauch normale Freunde. Wirklich”
    Jimin: „Wenn du willst, kann ich dich noch paar anderen Idols vorstellen”
    (D/n): „Bloß nicht”
    Jimin: „Aha, und was ist mit Zitao?”
    (D/n): „Das ist ne Ausnahme. Aber der hat sich immer noch nicht gemeldet...”
    Jimin: „Muss ja extrem beschäftigt sein”
    (D/n): „Versteh ich. Ich mein, Schauspieler und Rapper und Model. Er kann einfach alles”
    Jimin: „Kannst du bitte aufhören, ihn so zu vergöttern?”
    (D/n): „Ich vergöttert ihn nicht. Aber er ist einfach-“
    Jimin: „Ich bin viel besser als er!”
    (D/n): „Euch kann man überhaupt nicht vergleichen!”
    Jimin: „Weißt du, Rachel McAdams. Die kann man vergöttern”
    (D/n): „Heyyyyyy“
    Jimin: „Ich mein, sie ist Schauspielerin und sieht super aus”
    (D/n): „Du bist unmöglich! Sie ist Amerikanerin, Blond und über 40! Das komplette Gegenteil von mir!”
    Jimin: „Na und? Ich mein, sie ist so toll, da ändern Kleinigkeiten wie Alter nichts dran”
    (D/n): „Pfff, du kannst nicht mal Englisch”
    Jimin: „Für sie würd ich’s lernen”
    (D/n): „Jimiiiiiiiiin! Du bist so doof”
    Jimin: „Du hast angefangen!”
    (D/n): „Na und?”
    Jimin: „Hör du mit deinem Zitao auf, verstanden?”
    (D/n): „Jaja, aber er ist echt toll!”
    Jimin: „(D/n)!”
    (D/n): „Okay okay”
    Jimin: „Sei mal kurz leise, ich glaub, jemand bringt mir Essen”

    Es war ein paar Sekunden still, dann hörte ich jemanden die Tür öffnen. An der Stimme erkannte ich dann aber, dass es kein Staff-Mitglied war.

    Yoongi: „Was willst du essen?”
    (D/n): „Oh, Hi Yoongi”
    Yoongi: „Wahhh, Hilfe, wo ist die jetzt”
    Jimin: „Am Telefon!”
    Yoongi: „Achso. Namjoon und ich fahren zu McDonalds also was willst du?”
    Jimin: „Ist mir egal, aber bitte viel”
    Yoongi: „Alles klar, (D/n), für dich auch was?”
    (D/n): „Sehr lustig”
    Yoongi: „Ich weiß”
    Jimin: „Hyung, wer ist cooler? Zitao oder ich?”
    Yoongi: „Ich weiß nicht, wer Zitao ist, aber ich bin mir sicher, er ist cooler als du”
    Jimin: „For real?”
    Yoongi: „Yes”
    Jimin: „Danke für nichts”
    Yoongi: „Will da wohl jemand sein Essen selber holen?”
    Jimin: „Nein nein nein, so war das nicht gemeint”
    Yoongi: „So hab ich es aber aufgefasst. Bestell bei Joonie, von mir bekommst du nichts”
    Jimin: „Ugh. Bin gleich wieder da, (D/n)”

    Ich wartete, bis er raus gegangen war, dann fragte ich direkt:

    (D/n): „Yoongi, wie lange hattest du Depressionen”
    Yoongi: „Ehm... warum fragst du das jetzt?”
    (D/n): „Nur so“
    Yoongi: „Hat‘s was mit Jimin zu tun?“
    (D/n): „Ja“
    Yoongi: „Ouh. Ehh. Also, man kann nicht sagen, dass es von einen Tag auf den nächsten einfach für immer verschwindet. Es gibt Zeiten, da geht’s einem dann gut, und dann gibt’s auch mal wieder ne Zeit, wo’s wieder schwierig ist. Aber glaub mir, man bekommt das in den Griff“
    (D/n): „Okay...“
    Yoongi: „Mach dir deshalb wirklich keine Sorgen. Jimin kommt relativ gut damit klar“
    (D/n): „Ich vertrau dir da jetzt einfach mal“
    Yoongi: „Kannst du auch“
    (D/n): „Wenn nicht, dann hast du ein großes Problem mit mir“
    Yoongi: „Jetzt hab ich Angst“
    (D/n): „Solltest du auch haben“
    Yoongi: „Tu mir einen Gefallen. Behandel Jimin genau so wie immer. Nicht anders. Verstanden?“
    (D/n): „Mhm“
    Yoongi: „Sonst bekommst du ein Problem mit mir. Es gibt nämlich nichts ätzenderes, als wenn man wie ein Kleinkind oder keine Ahnung was behandelt wird“
    (D/n): „So werde ich seit mittlerweile drei Monaten von euch allen behandelt...“
    Yoongi: „Der feiner Unterschied ist, dass Jimin ein erwachsener Mann ist und du eben wirklich noch ein Kleinkind bist“
    (D/n): „Ich spüre gerade einen Drang, dir eine rein zu hauen“
    Yoongi: „Zu schade, dass das nicht geht“
    (D/n): „Das holen wir nach“
    Yoongi: „Ahh, bitte nicht“
    (D/n): „Doch doch, das verspreche ich dir?“
    Jimin: „Was?“
    Yoongi: „Wahhh, hättest du dich noch leiser anschleichen können?“
    Jimin: „Ja, aber worum geht’s?“
    (D/n): „Yoongi hat gesagt, dass ich ein Kleinkind bin“
    Jimin: „Und was ist daran so schlimm? Es ist eben die Wahrheit“
    (D/n): „Ihr seid so doof. Wann werdet ihr damit aufhören?“
    Jimin: „Nie. Weil egal wie alt du bist, wir werden immer älter sein“
    (D/n): „Ich werde mich mit Kai verbünden“
    Yoongi: „Mach das. Eh, ich verschwinde dann mal wieder und bring dir gleich dein Essen vorbei“
    Jimin: „Okay... Wo waren wir“
    (D/n): „Tao“
    Jimin: „Okay, dann wechseln wir jetzt das Thema“
    (D/n): „Ja, ich brauch einen Job“
    Jimin: „Ist dir wirklich so langweilig?“
    (D/n): „Nein, ich könnte den ganzen Tag nur schlafen und essen. Aber das mach ich nicht, darum brauche ich einen Job. Dann mach ich was nützliches. Ideen?“
    Jimin: „Ja, komm zu Big Hit“
    (D/n): „So viel Stress muss es dann auch nicht sein...“
    Jimin: „(D/n), wir hatten das Thema schon so oft. Du brauchst keinen Job! Jetzt bald wirst du bestimmt studieren, dann hast du keine Zeit für mich, wenn du auch noch arbeitest. Wenn’s dir ums Geld geht, du hast zufälligerweise einen Freund, der Million-”
    (D/n): „Hey, sag das nicht. Da fühl ich mich so arm“
    Jimin: „Die Frage ist, ob du arm bist oder ich einfach nur reich bin“
    (D/n): „Das zweite hört sich besser an“
    Jimin: „Okay. Du hast einen reichen Freund. Darum hast du es überhaupt nicht nötig dich ab zu stressen sondern konzentrierst dich aufs lernen und arbeitest erst, wenn du deinen Abschluss zu 100% fertig hast“
    (D/n): „Aber ich hasse es Menschen nach Geld zu Fragen“
    Jimin: „Okay, dann bekommst du eben eine Karte für mein Konto wenn ich wieder da bin“
    (D/n): „Spinnst du? Du kannst mir doch keine Bankkarte für ein Konto mit keine Ahnung wie viel Won geben. Die verlier ich!“
    Jimin: „Hahaha, dann musst du mich doch immer nach Geld fragen“
    (D/n): „Boaaa, dass ist so grässlich“
    Jimin: „So schlimm ist es nicht“
    (D/n): „Es nervt trotzdem. Vor ein zwei Tagen haben mir die Mädels einfach so ne Chanel Handtasche geschenkt. Ich mein… ich müsste auf sowas Jahre lang sparen und das wäre der Tag meines Lebens wo ich mir so ne teure Handtasche kaufen könnte und die kommen einfach so an und-”
    Jimin: „Hast du dich bedankt?“
    (D/n): „Wahhh, die Frage hätte von meiner Mum kommen können. Aber natürlich hab ich mich bedankt“
    Jimin: „Gut erzogenes Kind“
    (D/n): „Fresse“
    Jimin: „Doch nicht gut erzogen“
    (D/n): „Hey, ich bin sehr anständig!“
    Jimin: „Meistens“
    (D/n): „Immer“
    Jimin: „Najaaa… Oft genug“
    (D/n): „Eben“
    Jimin: „Hast du heute schon was gegessen?“
    (D/n): „Das hab ich eventuell ein bisschen vergessen, aber ich nehm dann was mit, wenn ich wieder zu Chaeyoung Unnie fahr. Die hatte auch kein Frühstück“
    Jimin: „Essen vergessen. Wie kann denn sowas passieren?“
    (D/n): „Man verschläft, ist mega im Stress, wird von YG zusammengeschissen und dann erfährt man, dass der Freund depressiv ist. Da kann man sowas wie Frühstück schonmal vergessen“
    Jimin: „Du sagst es wirklich niemandem, verstanden?“
    (D/n): „Doch, ich schreib das jetzt in meine Insta Bio, neben ‚Park Jimins Freundin‘“
    Jimin: „Wie lustig“
    (D/n): „Schon ne“
    Jimin: „Absolut“
    (D/n): „Jimiiiiiiin“
    Jimin: „Jaaaa“
    (D/n): „Ich fahr jetzt mal los“
    Jimin: „Okay, fahr vorsichtig und ich meld mich morgen bei dir“
    (D/n): „Mhm, aber wirklich“
    Jimin: „Versprochen“
    (D/n): „Oki, bis morgen“
    Jimin: „Bis Morgen“

    Ich legte auf, sprang von meinem Bett auf und ging nach unten. Nachdem ich noch einmal geprüft hatte, ob alle Lichter aus und Fenster zu waren, nahm ich meine Handtasche und Klamotten und schloss wieder ab. Im Auto suchte ich aber nicht nach dem nächsten Restaurant. Ich suchte nach der Polizei.

    Sorry, dass ihr so lange warten musstet, aber hier ist (eeeendliiiiiiiiich) das nächste Kapi. Viel Spaß beim Lesen ;)

    68
    68. Kapitel

    Früher wusste ich natürlich, wo die Polizei war, aber das hatte ich doch tatsächlich vergessen. Ich prägte mir den Weg kurz ein und fuhr dann los. Auf dem Weg hörte ich Jimins Solos. Manchmal fiel mir das gar nicht auf, aber als ich ‚Promise‘ hörte, bemerkte ich wieder, dass mein Freund einfach die schönste Stimme der Welt hatte. Ich sollte es wirklich mehr schätzen, diese Stimme einfach jeden Tag hören zu können. Nicht jeder konnte von sich behaupten, mit Jimin, sogar ganz BTS, zusammen zu leben. Wo ich so drüber nachdachte, war das schon krank. Ich vergaß wirklich oft, dass meine Mitbewohner, Mitglieder der bekanntesten Boygroup der Welt waren. Man merkte es ihnen im Privatleben aber auch keineswegs an. Sie waren nicht abgehoben oder sonst irgendwas. Einfach ganz normale Menschen. Fast. Normale Menschen sahen nicht so aus und bestanden nicht zu 100% aus Talent…

    Ich fuhr auf den Parkplatz und ging rein. Keine Ahnung, wie ich denen jetzt erklären sollte, dass ich Siwon, der seit ein paar Tagen im Knast war, jetzt doch wieder befreien wollte und das Ganze ohne irgendwelche Papiere. Die hatte natürlich Jimin… An der Info war nur ein Polizist, der gerade mit einem Mann sprach. Ich stellte mich an und wartete. Aber irgendwann viel mir auf, dass ich die Stimme des Mannes kannte. Ich musste scharf nachdenken, dann drehte er sich aber auch schon um und sah mich überrascht an. Mein Dad! Warum muss der denn jetzt hier sein? „(D/n), was machst du denn hier?“, fragte er verwundert. „Eh… Ausweiskontrolle“, log ich spontan. Mein Vater nickt und meinte nur: „Aha… Wieder unvorsichtig gefahren?“ Ich nickte auch leicht und fragte: „Und was machst du hier?“ „Ich? Also eh… Naja ich musste einen Strafzettel bezahlen“, stotterte er. Ich lachte: „Aha. Also wieder versucht umsonst zu parken?“ Er nickte. „Wie geht’s dir? Wie geht’s Jimin?“, fragte er dann und lenkte ab. „Gut. Ich hab vorhin mit Jimin telefoniert, er hat halt Stress aber ansonsten geht’s ihm auch gut“, erzählte ich und ließ dabei bewusst Jimins Depression aus. Dann fügte ich noch an: „Und wie geht’s dir? Alles gut?“ „Ja, passt. Ich komm auch mit dem Haushalt immer besser klar. Es wird wirklich alles jeden Tag besser. Wegen deinem Geburtstag-” „Eh, da ruf ich dich heute Abend noch einmal an. Jimin wollte noch fragen, ob er kommen kann und ja… ich ruf dich heute Abend oder morgen Vormittag einfach mal an“, unterbrach ich ihn. „Okay… Dann zeig mal deinen Ausweis vor und bis später“, verabschiedete er sich. Ich sagte auch nur noch: „Ja, bis dann“, dann ging ich an die Info. Allerdings sehr langsam, um sicher zu gehen, dass mein Vater auch wirklich schon draußen war. „Hallo, was kann ich für Sie tun?“, fragte mich der Polizist, als ich nur noch wenige Schritte von ihm entfernt war. „Hallo, ich bin hier wegen Bae Siwon. Er ist letzte Woche ins Gefängnis gekommen wegen Vergewaltigung“ Er tippte kurz etwas in seinen Computer, dann meinte er: „Sie wollen ihn besuchen?“ Ich schüttelte hastig den Kopf: „Nein! Ich meine, nein, ich möchte mich für seine Freilassung einsetzen. Ihn ins Gefängnis zu schicken war etwas übertrieben“ Ich bekam einen seltsamen Blick zugeworfen, darauf folgte die Erklärung: „Sie brauchen sich da wirklich keine Gedanken zu machen. Ein paar Jahre Gefängnis ist für seine Taten eine gute Strafe“ „Gibt es denn keine Möglichkeit, ihn in den nächsten paar Tagen rauszuholen?“, fragte ich verzweifelt. Es folgte wieder Stille. Zwischendurch hörte man die Tastatur, dann wieder die tiefe Stimme des schon etwas älteren Polizisten: „Also… Dafür müssten Gerichtsverhandlungen abgeschlossen werden, an denen mindestens zwei der Opfer, Bae Siwon und ein Park Jimin, der bei den Verhandlungen für die Verhaftung dabei war, teilnehmen“ Ich seufzte wieder und musste mir eine Ausrede einfallen lassen: „Park Jimin ist zurzeit in Tokio. Er kann nicht hier her. Er hat mich gebeten dafür zu sorgen, Siwon freizulassen. Sie waren Freunde und beide bereuen, was sie getan haben“ Konnte man noch mehr lügen? Aber die Lüge scheint etwas gebracht zu haben, denn der Mann meinte nachdem er wieder einige Sekunden gelesen hatte: „Okay, eine schriftliche Bestätigung von Park Jimin, mindestens zwei der Opfer und Bae Siwon“ „Wann? Diese Woche noch?“, fragte ich schnell. „Nein. Wir sind voll mit Verhandlungen. Eventuell könnte ich was für Ende nächster Woche-”, ich unterbrach ihn: „Es ist wirklich eilig. Bitte bitte, es muss morgen gehen“ Ich musste noch ein paar mal betteln, dann gab er nach: „Okay Okay, morgen, 15:00 Uhr. Ansonsten wird’s nichts“ „Vielen vielen Dank! Das passt“, bedankte ich mich und verbeugte mich kurz. Dann fragte ich noch: „Kann ich Siwon vielleicht kurz sprechen?“ Der Polizist nickte und deutete auf eine Sitzbank am Rand. Dort setzte ich mich hin. Nach wenigen Minuten kam dann ein sehr muskulöser Mann, der mich aufforderte ihm zu folgen. Wir gingen nach draußen und stiegen in einen Streifenwagen ein. Das Gesicht des Mannes erinnerte mich an Jimin, warum ich scheinbar ein bisschen zu oft zu ihm sah. Denn nach einiger Zeit fragte der Fremde: „Hab ich was im Gesicht?“ Ich erwachte aus meiner Starre und beruhigte ihn: „Was? Eh nein, Sie erinnern mich nur an jemanden“ Dabei beließ er es dann auch. Er war überhaupt sehr still. Ich wusste nicht, ob er das von seinem Job aus sein musste, oder ob das einfach seine Persönlichkeit war. Wie auch immer es war, während der kompletten 25 Minuten fahrt aus Seoul hinaus, sprachen der Mitte 20-Jährige und ich kein Wort mehr. Dann hielt er auf einem Parkplatz vor einem großen, umzäuntem Backsteingebäude. Wir stiegen aus und liefen an den Security’s vorbei, nach innen. Es war schrecklich. Alles grau. Das einzige Licht in dem ducklen Treppenhaus kam durch die vergitterten Fenster. Ich folgte dem Polizisten die knacksende Edelstahltreppe nach oben. Oben war ein neuer, langer Gang mit rechts und links vielen Türen und Polizisten. „078“, sagte der Mann der mich gefahren hatte nur und ging wieder nach unten. Ich ging etwas überfordert los. 070, 075, 076, 077… 078. Ich stand vor einer der vielen Schiebetüren. Außen stand sein Name: Bae Siwon. Ich sah zu meiner rechten, wo gerade ein Polizist dabei war die Türe aufzusperren. Als sie offen war, huschte ich schnell rein. Es war ein sehr kleiner Raum, mit hohen Wänden. Ganz oben waren ein paar Fenster, aber sowohl innen als auch außen waren Gitter davor. Auf dem grauen Betonboden stand ein sehr einfaches Bett, ein Tisch mit Stuhl, ein Sessel und ein kleiner Fernseher. Eine Tür rechts führte vermutlich in ein kleines Badezimmer. Auf dem Bett saß Siwon, einfach an die Wand starrend. „Siwon, ich-”, ich verstummte. Als er meine Stimme hörte, zuckte er zusammen und drehte sich zu mir. Er sah unverändert aus, bis auf seine ungestylten Haare. „Ohne deinen Freund aka. Bodyguard?“, fragte er und zog eine Augenbraue hoch. Ich verdrehte die Augen: „Jimin weiß nicht, dass ich hier bin“ „Was würde er dazu sagen, wenn er es wüsste?“ „Das geht dich überhaupt nichts an“ Er musste lachen: „Aha, du darfst eigentlich gar nicht kommen, stimmt’s?“ „Und wenn schon, er wird’s nicht mitbekommen. Ich hol dich hier raus. Aber lass uns einfach in Ruhe“ „Wie willst du das Anstellen?“ „Ich brauch einen Namen von nem Mädel, das du vergewaltigt hast. Wenn wir beide für deine Freiheit aussagen, dann bist du hier weg“ „Und woher diese plötzliche neue Einstellung?“ „Siwon, halt einfach deine Fresse und sei froh. Und jetzt gib mir einen verdammten Namen!“ Er dachte nach und meinte dann: „Waren viele, kann mich nicht mehr an die Namen erinnern“ „Okay, ich sitz nicht im Knast“ „Und ich hab keinen Freund, der Probleme bekommt, wenn die ganze Welt mitbekommt, dass ich mit ihm zusammen bin“ Warum? Warum kann er nicht einfach dankbar sein, einen Namen sagen und mich in Ruhe lassen? „Mein Fresse, was willst du eigentlich?“, fragte ich genervt. „Vieles. Fangen wir mal so an, ich lass euch in Ruhe und sag Yumi, sie soll dichthalten, wenn ihr dafür sorgt, dass ich frei komm und mir bisschen Geld überweißt?“ „Wie viel willst du?“ „Wie wär’s mit 600.000.000₩?“ „Spinnst du? Vergiss es!“ „Okay, dann vergiss du es auch“ „Siwon, du weißt nicht, was Jimin mit mir machen würde, wenn er wissen würde, was ich hier mach. Also tu mir einen verdammten Gefallen. Nenn mir einen Namen, halt dicht und lass uns in Ruhe“ „Sind das nicht drei Sachen?“ „Si-won!“ „Jaja, komm runter“ „Also?“ Er hielt kurz Inne und nuschelte dann: „…Kim Yejin“ „Danke“, meinte ich noch, bevor ich mich umdrehte und wieder nach draußen verschwand. Dort ging ich zügig ins Treppenhaus, die Treppe runter und wieder nach außen. Dort wartete auch schon der Polizist, der mich hergefahren hatte, in seinem Auto. Ich stieg ein. Wieder sprach er kein Wort mit mir auf der Fahrt.

    Es war inzwischen 15 Uhr. Ich saß in meinem Auto und wartete vor dem Lielingsrestaurant meines Vaters auf das Essen, dass ich für Chaeyoung und mich bestellt hatte. Warum auch immer war mir nicht ganz gut. Vermutlich wegen dem ganzen Durcheinander, dass heute war. Mir war einfach schlecht. Auf der einen Seite hatte ich Hunger wie sonst was, auf der anderen Seite hätte ich mich aber nur bei dem Gedanken an Essen übergeben können. In der Hoffnung, es würde besser werden, ging ich nach 15 Minuten rein und kam mit einer Tüte Sushi wieder raus.

    „Wo um alles in der Welt warst du so lange?“, fragte Rosé mich, als ich mich durch den Hintereingang reinschlich. „Im Dorm von den Jungs und Essen holen“, antwortete ich und hob die Tüte an. Sie bat mich in einem ungewohnt strengem Ton: „Schreib mir das nächste mal bitte einfach zwischendurch mal, wenn du so lange weg bist. Ich dachte schon, ich muss Jimin heute noch beichten, dass wir dich verloren haben“ Dann drehte sie sich um und wir gingen ins Lager. Dort räumte die Sängerin einen Tisch frei und wir aßen. Ich hörte jedoch ungewöhnlicher Weiße, nach 2 Sushi Rollen schon auf. „Was ist?“, fragte Rosé und sah mich verwundert an. Ich winkte ab: „Nichts, mir ist nicht nur so nach Essen“ „… ist was mit Jimin?“ „Nein. Mir ist einfach nicht so gut. Aber nicht so dramatisch“ „Okay, dann ruf Jimin an und sag ihm das so“ „Ich sagte, dass es nicht dramatisch ist“ „Okay, dann sag ihm das“ „Ich ruh mich einfach ne halbe Stunde aus, dann ist das wieder gut“ Sie sah mich kritisch an, nickte dann aber. Ich ging in die Umkleiden und legte mich auf eine Bank am Rand. Die Tatsache, dass alle paar Minuten Stylistinen rein kamen, sich laut unterhielten und wieder rausstürmten, hielt mich nicht davon ab, tief und fest einzuschlafen.

    69
    69 Kapitel

    Ich riss die Augen auf. Ich lag immer noch auf der Bank. Inzwischen waren nicht mehr die Stimmen der Staff-Mitglieder zu hören, sondern Rosies: „Wir passen doch alle vier auf! Sie isst, schläft, trinkt… Ich hab keine Ahnung, was das ist!“ Jemand am Telefon sprach, ich hatte aber keine Idee, wer es sein könnte. „Und das war das erste Mal in New York? Davor nie?“, fragte Chaeng. New York? Sie hatte doch bitte nicht Jimin angerufen! „Jimin, ich hab keine Ahnung! Sie hatte echt viel Pech, seit sie wieder in Korea ist. Vielleicht hat das damit was zu tun?“ Na toll! Ich setzte mich auf und deutete ihr, aufzulegen. Sie bemerkte es gar nicht. „Nein, ich rede nicht von dir! Ich rede von ihrer Mum und dem Scheiß mit diesem Siwon“ Ich versuchte Jimin zu verstehen, schaffte es aber nicht. „Natürlich spielt sie’s runter. Sie will ja nicht, dass ich’s dir sag. Aber ich fang echt an, mir Sorgen zu machen. Sie ist 19 und ihr geht’s regelmäßig schlecht. Das kann doch gar nicht normal sein“ Ich stand auf und tippte ihr auf die Schulter. Sie drehte sich um und meinte: „Sie ist wach. Sag du‘s ihr doch bitte selber, auf mich hört sie nicht“ Dann drückte sie mir ihr Handy in die Hand. Ich sah sie wütend an und ließ mich auf einen Stuhl fallen.

    Jimin: „(D/n)?“
    (D/n): „Hm?“
    Jimin: „Wie geht’s dir?“
    (D/n): „Ja, eigentlich echt gut“
    Jimin: „Okay, und wer garantiert mir das?“
    (D/n): „Mir war ein bisschen schlecht, dass-”
    Jimin: „Dir ist in letzter Zeit auffällig oft schlecht, findest du nicht?“
    (D/n): „Ach was, so oft dann auch wieder nicht“
    Jimin: „Wie wär’s wenn du einfach mal zum Arzt gehst, nur um sicher zu gehen, dass es dir gut geht“
    (D/n): „Ne, das ist echt nicht notwendig. Es ist jetzt auch nichts mehr, also-“
    Jimin: „Geh doch bitte einfach“
    (D/n): „Das muss doch nicht sein“
    Jimin: „Doch. Wenn der sagt, es ist alles gut, dann ist es ja okay, aber geh doch mal lieber auf Nummer sicher!“
    (D/n): „Hm…“
    Jimin: „Okay, dann macht Chaeyoung dir halt einen Termin“
    (D/n): „Warum machst du dir immer so viele Sorgen?“
    Jimin: „Weil ich nicht will, dass dir was passiert“
    (D/n): „Mir passiert nichts!“
    Jimin: „Trotzdem! Solange ich nicht selber nach dir schauen kann, müssen Chaeng, Jisoo, Jennie und Lisa das machen. Und du hörst auf sie, okay?“
    (D/n): „Bin ich deine 19-Jährige Freundin oder deine 3-Jährige Tochter?“
    Jimin: „(D/N)!“
    (D/n): „Jaja. Aber wann kommst du endlich wieder?”
    Jimin: „Ich bin nicht mal eine Woche weg. Also musst du es schon noch ein bisschen länger ohne mich, den absolut besten Freund weltweit, aushalten. Aber wenn du Glück hast, kommen wir am Montag”
    (D/n): „Hast du schon gefragt?”
    Jimin: „Ich hab’s mal angedeutet. Kann natürlich sein, dass Yumi uns am Sonntag einen Strich durch die Rechnung macht, aber ansonsten sieht’s gut aus”
    (D/n): „Wegen Yumi musst du dir keine Sorgen machen”
    Jimin: „Hä? Wie meinst du das?”
    (D/n): „Sie wird nichts sagen”
    Jimin: „Warum so sicher?“
    (D/n): „Einfach so“
    Jimin: „…okay. Wie auch immer, ich komm so bald wie möglich. Und du geht’s morgen zum Arzt und hörst auf die Mädels, Okay?“
    (D/n): „Mhm“
    Jimin: „Warum bist du jetzt beleidigt?“
    (D/n): „Ich bin nicht beleidigt!“
    Jimin: „Doch!“
    (D/n): „Nein! Du nervst mich einfach“
    Jimin: „Was hab ich jetzt bitte gemacht?“
    (D/n): „Ja keine Ahnung“
    Jimin: „Ich hab auch gar nichts gemacht, du bist einfach extremst empfindlich“
    (D/n): „Das stimmt überhaupt nicht!“
    Jimin: „Doch“
    Rosé: „Jimin, lass sie“
    Jimin: „Warte ich hab gar nicht-”
    Rosé: „Du sollst sie lassen! Ich red gleich mal mit ihr“
    Jimin: „Hm. Ich versteh ihr Problem-”
    Rosé: „Bis später!“

    Dann nahm sie mir ihr Handy aus den Händen und legte auf. „(D/n), du gibst mir jetzt dein Handy!“, befahl sie mir. „Warum?“ „Gib her, ich muss nur was schauen. Ich geb’s dir gleich wieder!“ Etwas zögerlich zog ich mein Handy aus der Hosentasche, entsperrte es mit Face-ID und reichte es der Ältern. Sie suchte etwas und erstarrte dann für einige Sekunden. Dann hob sie ihren Kopf an und sah mich geschockt an. „Was ist?“, fragte ich verwirrt. Sie machte mein Handy aus, steckte es in ihre Handtasche, lief auf die Tür zu und rief: „Komm mit, wir müssen zur nächsten Drogerie” Ich hatte immer noch nichts verstanden, rannte ihr aber hinterher. „Was ist denn los?”, fragte ich wieder, aber sie ignorierte mich. Wir stiegen ein und Rosè trug mir nur noch einmal auf: „Fahr zu irgendeiner Drogerie”, dann nahm sie ihr Handy raus und schrieb irgendjemandem. Ich machte einfach, was sie mir sagte, und fuhr in Richtung eines großen Einkaufzentrums.

    „Du bleibst hier schnell sitzen, ich kauf was. Und dann fahren wir… in den BTS-Dorm”, erklärte sie noch. Dann zog sie eine Mütze und eine Maske auf und lief zügig rein. Ich wartete. Langsam wurde ich wirklich nervös. Chaeng war sehr geschockt, als sie auf mein Handy gesehen hatte. Keine Ahnung, was sie gesehen haben konnte. Aber es war mit Sicherheit nichts gutes. Jetzt machte sie auch noch so ein riesen Ding daraus und lies mich hier unwissend sitzend. Ohne mein Handy, mit dem ich mich hätte ablenken können. Dafür hatte ich jetzt Zeit, über das Telefonat mit Jimin nachzudenken. Ich weiß nicht was ich hatte, aber ich war echt scheiße. Er hatte nichts gemacht und ich musste rumzicken. Komplett grundlos. Sobald ich mein Handy hatte, wollte ich mich bei ihm entschuldigen. Es war einfach nicht okay, seinem Freund aus dem nichts zu sagen, dass er nerve, obwohl er das eigentlich überhaupt nichts getan hatte. Ganz im Gegenteil, dass er sich Sorgen um mich machte, war ja sogar echt süß.
    Es begann schon wieder zu regnen. Einfach ein grauslicher Tag. Ich könnte meine Laune vorhin eigentlich einfach auf dieses Wetter schieben, dass wäre aber eine sehr schwache Entschuldigung… Durch den inzwischen starken Regen kam dann nach ungefähr 10 weiteren Minuten Chaeyoung angerannt. Sobald sie saß, bat ich sie: „Gib mir mein Handy, ich will mich bei Jimin entschuldigen” Sie lächelte, schloss irgendeine App und reichte es mir dann. Da er wahrscheinlich wieder mitten im Training war, schrieb ich ihm.
    (D/n):
    Hey, tut mir echt leid, was ich vorhin gesagt hab. Ich weiß nicht, was mit mir los war. Aber du nervst mich nicht!

    Zu meiner Verwunderung las er die Nachricht wenige Sekunden später und schrieb:
    Jimin:
    Schon okay.
    Aber Chaeng hat dir eingeredet, dass du mir schreiben sollst, oder?
    (D/n):
    Nein! Sie hat mir nichts eingeredet. Sie hat noch gar nicht mit mir geredet.
    Jimin:
    Mhm
    (D/n):
    Bist du sauer?
    Jimin:
    Ne. Ich muss jetzt wieder trainieren

    Natürlich war er sauer. „Das wird schon wieder“, beruhigte Rosé mich leicht lächelnd. Ich nickte und fuhr los, zum Dorm.

    70
    70. Kapitel

    Zum zweiten Mal heute sperrte ich diese Tür auf. Ich hatte immer noch keine Ahnung, was sich in der kleinen Einkaufstasche in Chaengs Hand verbarg. Und noch weniger wusste ich, warum sie jetzt hier her wollte. Wir zogen uns unsere nassen Jacken und Schuhe aus, drehten die Heizung im Wohnzimmer auf und setzten uns auf die Couch. Rosie räusperte sich, dann fing sie an zu sprechen: „Dir ist verdächtig oft schlecht. Vorhin, als du mit Jimin telefoniert hast, hattest du extremste Stimmungsschwankungen, die du übrigens unbedingt in den Griff bekommen musst. Ich hab eine Idee, was das alles sein könnte“ Sie nahm mein Handy aus ihrer Handtasche und öffnete eine App. Dann drehte sie es um und ich sah die Startseite meiner Flo-App. Ich hatte ewig nicht mehr in diese App geschaut. Aber ich war überfällig. Lange überfällig. Sechs Wochen…

    Ich war nicht mehr in der Lage irgendwas zu sagen oder mich zu bewegen. Ich konnte nur noch weinen. Rosé setzte sich neben mich und umarmte mich: „Hey, nicht weinen. Das muss nichts heißen! Ich hab Tests gekauft, dann schauen wir einfach mal“ Ich wischte meine Tränen und wahrscheinlich auch 50% meiner Mascara in ihr T-Shirt. Sie löste die Umarmung wieder und nahm einen Test aus der Tüte. Sie war dabei ihn aufzumachen, aber ich meinte: „Lass lieber, ich will’s gar nicht wissen“ „Okay, ich aber“ Sie las in der Bedienungsanleitung und schickte mich dann mit dem Test auf Toilette.

    Wir warteten. Seit mittlerweile 2 Minuten.
    Das waren wahrscheinlich die längsten 10 Minuten meines Lebens, aber auch sie waren irgendwann rum. Chaengs Timer klingelte. Ich atmete tief durch und drehte den Test um. „DAS DARF NICHT SEIN!“, schrie ich, als ich zwei Striche sah. Meine Freundin umarmte mich wieder, war mit der Situation aber auch sehr überfordert. „Mein Dad bringt mich um. Und Jimin, ich will gar nicht wissen, was der mit mir macht“, schluchzte ich. „Jimin macht dir gar nichts, sonst kriegt er ein Problem mit mir. Der ist genau so schuld“ „Trotzdem bin ich die mit dem Baby im Bauch. Wenn Jimin mich rausschmeißt, dann war’s das. Zu meinem Vater kann ich dann jedenfalls nicht mehr” „Jimin schmeißt dich nicht raus! Und wenn, dann darfst du zu deinem Vater. Und wenn das nicht geht, dann bleibst du bei uns!“ „Ich hab so Angst“ „Musst du nicht“ „Bitte sag das niemandem. Auch nicht Jimin“ „Wann willst du’s ihm sagen?“ „Am liebsten gar nicht. Aber dann noch lieber, wenn er wieder hier ist. Aber er ist sauer auf mich und-” „Wenn du ihm sagst, dass du schwanger bist, wird er doch hoffentlich erwachsen sein und nicht rumheulen, dass du ihm gesagt hast, dass er nervt. Soviel Reife sollte man dann schon haben, wenn man im nächsten Dreiviertel Jahr Vater wird“ „Das kann einfach nicht sein. Das geht nicht! Dieser Test muss falsch sein…“ „Das glaub ich in dem Fall nicht… Herzlichen Glückwunsch übrigens“ „Nicht dein Ernst“ „Daran ändern kann man wahrscheinlich nicht viel. Also versuchs zu akzeptieren…Und ich kann dir gleich noch was positives versprechen. Undzwar sorg ich dafür, dass du vom Tanztraining erlöst wirst“ „Tanztraining wäre mir in dem Fall tatsächlich lieber…“ „Es ist echt nicht so schlimm“ „Doch, es ist ein Weltuntergang. Wir sind seit 2 Monaten zusammen, ich bin nicht mal zwanzig, meine Mum ist vor nem viertel Jahr gestorben, Jimin ist K-Pop Idol. Könnte es einen unpassenderen Zeitpunkt geben?“ „Ihr seid selber Schuld“ „Und wenn ich einfach wieder nach Deutschland zieh, Jimin und allen sag ich studiere, das Baby zur Adoption freigebe und wieder her komme, als wäre nichts gewesen“ „Ich versteh ja, dass du gerade überfordert bist, aber jetzt reiß dich mal zusammen! Du gibst es auf keinen Fall zur Adoption frei, da hab ich ein paar wesentlich bessere Ideen“ „Aber ich schaff das nicht“ „Doch, das kriegst du hin. Brauchst du irgendwas?“ „Ja, halt mir Jimin vom Hals. Wenn ich auf eins gar keinen Bock hab, dann jeden Tag mit Jimin zu telefonieren und ihm zu verheimlichen, dass er Vater wird“ „Okay, ich sorg dafür, dass er dich in Ruhe lässt“ In diesem Moment vibrierte mein Handy. Jimin. „Na wenn man vom Teufel spricht“, meinte Chaeng und laß auf dem Homescreen, was er geschrieben hatte. „Mir tut‘s auch leid. Aber du warst schon echt empfindlich“, las sie vor. Dann schlug sie vor: „Okay, du öffnest seine Nachrichten nicht mehr. Und ich schreib ihm morgen mal, dass du dein Handy nicht findest oder so, sonst dreht der wieder halb durch“ Ich nickte und bat sie noch einmal: „Aber wirklich: Kein Wort zu irgendwem, auch nicht zu den anderen Mädels“ „Versprochen. Du musst aber bedenken, dass du das möglichst bald erzählen musst. In ein zwei Monaten wird man das nämlich vermutlich sehen“ „Ach du scheiße, das hab ich ja komplett vergessen. Ich bekomm einen dicken Bauch! Was, wenn Jimin deshalb mit mir Schluss macht?“ „Meine Fresse, er wird mit Sicherheit nicht mit dir Schluss machen, weil du einen Babybauch bekommst. Ist nämlich bisschen schwer keinen zu kriegen, wenn man ein Baby drinnen hat! Und so schlau ist Jimin auch“ „Und wenn nicht?“ „Jetzt hör auf! Das ist das aller kleinste Problem!“ „Jaja“ „Es ist schon spät. Wir vernichten hier jetzt die Verpackung, dass die auch ja niemand findet. Den Test nimmst du mit und dann fahren wir nach Hause“

    Wir zerschnitten die Schachtel und die Anleitung in tausende kleine Schnipsel, dann schmissen wir sie in den Müll, den wir danach direkt in die Tonne warfen. Die Chance, dass irgendjemand was merkte, existierte eigentlich gar nicht. Dann fuhren wir zum Dorm von den Mädels, wo die anderen auch schon auf uns warteten. „Wo wart ihr denn so lange?“, begrüßte Jennie uns. Rosé log: „Ich hab ne Lidschatten-Palette runtergeworfen und schnell neugekauft, dass da morgen niemand Ärger bekommt“ Die anderen nickten verstehen, dann kündigte Jisoo an: „Wir essen heute dann nichts. Es ist schon so spät, dass würde das komplette Intervall-Fasten zerstören. „Ich koch (D/n) noch schnell was. Sie muss bei unseren scheiß Diäten echt nicht mitmachen“, meinte Chaeyoung und zog mich in die Küche. Dort sagte sie: „Du kannst vergessen, dass du kein Abendessen isst“, und begann schon den halben Kühlschrank leer zu räumen.

    Es war inzwischen 23 Uhr. Draußen war der Regen mittlerweile zu einem starken Gewitter geworden. Andauernd wurde es im Raum durch Blitze hell oder man hörte Donner. So sehr ich es auch wollte, ich konnte nicht schlafen. Aber das war auch gut, denn so konnte ich nachdenken. Ich war schwanger. Und zwar nicht seit gestern. Ich würde mich über diese Nachricht freuen, aber nicht in meiner momentanen Lebenssituation. Ein Baby passte gerade nicht rein. Weder für mich, noch für Jimin. Wenn er mich damit alleine lassen würde, dann wäre ich sowieso so gut wie tot. Auch wenn ich das immer verhindern wollte, ich war von Jimin abhängig. Ich hatte kein Geld, keine eigene Wohnung, keinen Job und gar nichts. Bei meinem Dad konnte ich mir das Betteln auch sparen. Aus dieser Situation, an der ich ganz alleine Schuld war, würde er mich nicht rausholen. Auch nicht können. Er ist nicht reich. Vielleicht könnte ich noch dort wohnen, aber ein Baby war ohne Jimin alleine aus finanziellen Gründen unmöglich.

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