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The eye of the storm- Sirius Black und du

Du bist Abbygail Pérez.
Du gehst nach Ravenclaw. In Hogwarts fühlst du dich zuhause. Doch die Welt um dich herum versinkt immer mehr in Dunkelheit, als Lord Voldeomort seine Anhänger um sich schart und ein Krieg auszubrechen droht. Bald findest du dich in einem Netz voller Lügen wieder und es wird immer schwieriger zwischen Freund und Feind zu unterscheiden. Mal abgesehen davon, dass die Liebe immer dort auftaucht, wo man sie am wenigsten erwartet

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Hi, hier erstmal ein kurzer Disclaimer. Die Geschichte spielt in den 70-Jahren, also der Rumtreiberzeit. Ich habe versucht, Mode, Bücher, Personen et
Hi, hier erstmal ein kurzer Disclaimer.
Die Geschichte spielt in den 70-Jahren, also der Rumtreiberzeit.
Ich habe versucht, Mode, Bücher, Personen etc. darauf abzustimmen. Wenn mal etwas nicht ganz stimmt, tut mir das leid, du kannst es aber gerne in die Kommentare schreiben. Außerdem ist diese Geschichte nichts für alle, die für eine kurze, sexy Lovestory hier sind. Es wird dauern, Höhen und Tiefen geben...

Immer noch hier? Dann ganz viel Spaß!

Du läufst über den Bahnsteig. Es ist warm und du schwitzt in deiner Schuluniform. Komisch, sie nach sechs Wochen wieder zu tragen.
Du schaust dich suchend um. Irgendwo hier muss doch…
Du entdeckst ein Mädchen mit langen roten Haaren und einem Gryffindorumhang. „Lily!“
Sie dreht sich um. „Abby!“
Du rennst die letzten Meter und fällst deiner Freundin um den Hals. „Wie geht’s Miss Vertrauensschülerin?“
Sie lacht und streicht sich eine Haarsträhne aus dem geröteten Gesicht.
„Gut… Froh, wieder hier zu sein.“
Du wirst ein bisschen ernster. „Ich auch. Zuhause war der Horror."
Lilys Reaktion ist eine Mischung aus Nicken und Schultern zucken. „Bei mir auch. Ich meine, Mum und Dad sind toll, wirklich. Aber Petunia…“, sie seufzt. „Egal, jetzt sind wir hier.“
Du folgst ihr in den Waggon. Euer Abteil ist vorsorglich reserviert. Sowohl von Lilys Koffer, als auch von Marlene McKinnon, die von ihrem Tagespropheten aufschaut. „Hey!“
„Hey!“, du umarmst auch Marlene und lässt dich dann neben Lily auf die Bank fallen.
„Und, wie wars bei dir?“
Marlene lächelt. „Toll. Ich war mit meinen Eltern in Portugal. Drei Wochen.“
Du grinst. "Hätten und treffen können, wenn du Bescheid gesagt hättest."
"Wart ihr in Spanien?"
Du nickst. „Meine Nana hatte Geburtstag. Die ganze Familie war da. Mit sämtlichen Onkeln, Tanten, Cousins, Cousinen, Großcousins…“, du verdrehst die Augen.
„War es nicht schön? Ich meine, wenn ich so viel Familie hätte, fände ich das wirklich cool“, Marlene fährt sich durch die weizenblonden Haare. Sie ist überdurchschnittlich hübsch. Oder überdurchschnittlich Schönheitsidealähnlich. Ihre, bis zum Bauchnabel gehenden, blonden Haare, harmonieren perfekt mit der immer gebräunten Haut und ihren azurblauen Augen. Die Jungs lieben sie alle. Aber du weißt, dass sie das mindestens genauso nervt, wie schmeichelt. Immer nur auf ihr Äußeres reduziert zu werden…
Du schüttelst den Kopf. „Was heißt schön! Ich kenne die meisten von denen gar nicht richtig. Meine Eltern haben sich drei Tage am Stück angeschrien, mussten vor den anderen dann aber auf perfekte Familie machen. Jeder vernünftige Mensch hätte sich an ihrer Stelle schon getrennt…“
Lily drückt deine Hand. „Tut mir leid.“
Du zuckst die Achseln und ringst dir ein Lächeln ab. „Schon ok“
Du willst über etwas anderes reden und wendest dich an Lily: „Musst du nicht eigentlich im Vertrauensschülerabteil sitzen?“
Sie verneint. „Ne, später ist noch eine Besprechung, Remus will mich abholen.“
Marlene zieht eine Augenbraue hoch, sagt jedoch nichts. Du dagegen kannst deinen Kommentar nicht für dich behalten. „Soso, Remus holt dich ab. Was wird nur James dazu sagen? Wie schade, dass er kein Vertrauensschüler geworden ist…“
„Halt die Klappe Abby“, Lily ist rot geworden.
„Ich sage nur die Wahrheit“, erwiderst du ungerührt. „Wetten, dass James später mitkommt, um ja sicherzugehen, dass zwischen euch nicht läuft!“
Lily schlägt dir leicht auf den Arm. „Sicher nicht!“


Die nächsten Stunden verbringt ihr, herumalbernd in eurem Abteil. Du bist wirklich froh, nach Hogwarts zu fahren. Deine Freundinnen wiederzusehen. Du versuchst, nicht an Zuhause zu denken. So ganz gelingt es dir nicht.
Du kamst zur Welt, als deine Mutter gerade 19 geworden war. Eindeutig zu früh für sie. Seitdem versuchen deine Eltern irgendwie ihr Leben in den Griff zu bekommen. Dass sie nicht füreinander gemacht sind, sieht jeder, aber beide sind mit der Philosophie „Verheiratet ist verheiratet“ aufgewachsen. Also wohnen sie weiter zusammen, küssen sich, schauen zusammen fern und streiten sich anschließend darüber, wer das Schulbrot für deinen kleinen Bruder schmiert.
Du seufzt und verbannst sie aus deinen Gedanken. Das ist eins deiner Probleme, du denkst zu viel nach. Über dich und über andere Menschen. Über Unterhaltungen, Wörter, Gefühlsausdrücke…
Was auch immer. Um dich abzulenken, schaust du aus dem Fenster. Die grüne Landschaft Schottlands zieht vorbei. Seen und Wiesen, Berge und Täler.
Du stehst auf und kramst aus deiner Tasche ein Buch hervor. Der Gesang der Wale. Es ist ein Muggelroman, den du in den Ferien angefangen hast. Du liest hauptsächlich Muggelbücher, sie haben einfach mehr Auswahl.
(Das Buch gibt es übrigens in echt, ich fands ganz gut, ist aber WIRKLICH nichts für schwache Nerven xD) Marlene murmelt irgendwas, sie ist eingeschlafen.
Lily hat sich ihren Tagespropheten geschnappt und liest. Du schlägst dein Buch ebenfalls auf.

Du bist vollkommen in die Geschichte versunken, als es fest gegen die Abteiltür klopft. Du schreckst hoch. Ein Junge streckt den Kopf herein, hinter ihm kannst du drei weitere erkennen. Die Rumtreiber, komplett. Du musst dir ein Grinsen verkneifen. Wie recht du hattest.
„Hi, Lily, ich… ähm, wir müssen los“, Remus nestelt an seinem Umhang herum. Er tut dir fast leid. Er ist kein schlechter Kerl, nett, schlau und relativ ruhig. Lily lächelt. „Hi, ja klar. Ich packe nur schnell mein Zeug zusammen.“
Du lächelst Remus ebenfalls kurz zu und trittst Marlene unter dem Tisch unauffällig gegen das Schienbein. Sie wacht fast augenblicklich auf, reibt sich die Augen und erstarrt, als sie Remus in der Tür bemerkt. Ihr Blick schnellt zu dir herum.
Du lächelst ironisch. Marlene schenkt dir einen bösen Warum-muss-das-sein!-Blick, um anschließend in Richtung der Jungs zu lächeln. Sie lächeln alle zurück. Remus verlegen, Peter offensichtlich verknallt, James selbstbewusst und Sirius… anzüglich wäre wahrscheinlich das richtige Wort.
Du kannst ihn nicht leiden. Das Problem ist, dass er verdammt gut aussieht und intelligent ist. Und dass er das weiß.
„Gut geschlafen?“, schon dieser Tonfall…
Marlene wird rot und versucht es zu überspielen, indem sie dich ins Visier nimmt. „Bis eben schon“
„Oh sorry, ich dachte, du wolltest das hier nicht verpassen…“
„Was?“, Sirius sieht fast amüsiert aus, nicht so unglaublich gelangweilt, wie ansonsten. Du ziehst die Augenbrauen hoch. „Na, dass James Lily-“
„So, ich bin fertig!“, unterbricht Lily dich laut. Du grinst und stehst auf, um sie vorbeizulassen. Lily wirft dir einen bösen Blick zu. Du zuckst die Schultern und formst ein „Ich bin einfach ehrlich“, mit den Lippen. „Zu ehrlich“
„Ansichtssache“
„Bis später!“, Lily beendet eure stumme Unterhaltung und verlässt mit Remus und den restlichen Rumtreibern im Schlepptau das Abteil.
Du lehnst dich in deinem Sitz zurück und beobachtest Marlene, wie sie in ihrem Taschenspiegel eilig ihr Make-up überprüft.
„Du siehst toll aus, selbst verschlafen“
„Ja?“, sie klingt unsicher. Es ist eine Seite von ihr, die nicht viele zu Gesicht bekommen.
„Ja“, sagst du nachdrücklich. „Mr. Black würde mir da sicher zustimmen“
„Was soll das denn heißen!“
„Muss ich das wirklich erklären?“
Deine Freundin dreht sich eine Haarsträhne um den Finger. „Er ist wirklich süß. Aber, er könnte halt auch jede haben.“
„Tja, wenn er seine Intelligenz ausnahmsweise richtig einsetzt, wird er dich nehmen. Und wenn du deine Intelligenz richtig einsetzt, dann passt du bei ihm sehr, sehr gut auf.“
„Ich weiß…“, Marlene stützt die Ellenbogen auf dem Tisch ab. „Wechseln wir das Thema. Wann glaubst du, kommen Lily und James endlich zusammen?“
„Ich hoffe gar nicht, er ist unausstehlich. Denken… Mmh, wenn er sich weiterhin so viel Mühe gibt, noch dieses Schuljahr.“
„Wäre ja mal Zeit“
„Stimmt“, du nimmst das Lesezeichen aus deinem Buch und liest dort weiter, wo du aufgehört hast.


Als ihr am Bahnhof von Hogwarts ankommt, ist es draußen schon dunkel. Im Gegensatz zu heute Mittag ist dir kalt und du ziehst deine Jeansjacke enger um dich, als du aussteigst.
Der Himmel ist Wolkenverhangen, doch die Lichter vom Schloss leuchten einladend. Du siehst dich nach einer Kutsche um. Alle sind voll, Mist.
Marlene zieht dich am Ärmel. „Da, Lily hat uns was freigehalten!“
Du folgst der Richtung von Marlenes ausgestrecktem Zeigefinger und musst feststellen, dass Lily mit den Rumtreibern in einer Kutsche sitzt und euch eifrig zuwinkt. Du stöhnst, beeilst dich jedoch, zu ihnen zu kommen. Besser die Jungs, als laufen zu müssen. Marlene steigt vor dir ein und erwischt den Platz neben Remus. Du versuchst, dir nichts anmerken zu lassen, und ziehst dich am Türgriff nach oben.
Genau in diesem Augenblick setzt sich die Kutsche lautlos in Bewegung.
„Ah!“, du strauchelst. Eine starke Hand packt deinen Arm und zieht dich in die Kutsche. „Nicht fallen Abby“, Sirius Augen funkeln. Du versuchst dich an einem Lächeln, was mehr wie eine Grimasse ausfällt. „Danke“ Du rutschst auf den Platz neben ihm. Sein Arm ist an deinen gepresst und du kannst seinen Geruch nach Gewitter und feuchter Erde wahrnehmen.
Irgendwie ist dir warm. Bist du etwa nervös? Nein, ausgeschlossen. Mensch Abby, reiß dich zusammen, du hast keinen Grund, nervös zu sein!
Du richtest dich auf und konzentrierst dich auf das Gespräch der anderen. Remus, James und Sirius diskutieren darüber, ob Quidditch lebensgefährlich ist, Lily und Peter beteiligen sich ab und zu.
„Man kann bei allem sterben, selbst wenn du alleine an deinem Schreibtisch sitzt, kannst du dir aus Versehen die Feder in die Hand rammen und verbluten“, James.
„Das wäre dann aber sehr unwahrscheinlich“, Lily. „Aber möglich“, James grinst Lily so offensichtlich herausfordernd an, dass du dir das Lachen verkneifen musst.
„Wie dem auch sei“, Remus tut dir den Gefallen und kommt zum Thema zurück. „Theoretisch ist alles gefährlich, aber es geht ja darum wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, zu sterben“
James kontert irgendetwas, das du nicht mitbekommst, weil Sirius sich gefährlich nah zu dir herunterbeugt.
„Er sieht aus, wie ein Niffler, dem man einen Sack Galleonen unter die Nase hält.“ Deine Mundwinkel biegen sich verdächtig nach unten. Hey, Abby, Stopp! Nicht über Witze von Sirius Black lachen!
„Ich habe es bisher eher mit einem Kind, das Weihnachtsgeschenke bekommt verglichen, aber der Niffler ist auch sehr treffend“, erwiderst du, so ungerührt wie möglich. Sirius leises Lachen an deinem Ohr schickt kleine Schauer durch dich hindurch. „Tja, wenn Lily nur endlich mal über ihren Schatten springen würde…“
Du drehst dich so, dass du ihm in die Augen schauen kannst. Grau, wie ein Unwetter, dass sich am Himmel zusammenbraut.
„Ja… Und wie schade, dass James sich so oft wie ein Idiot verhält, dass es ihr schlicht unmöglich ist, ihn einfach zu küssen“
Sirius zieht feixend die Augenbrauen hoch. „Wow, du kannst ja kontern. Wusste ich gar nicht, gefällt mir“ Du verziehst die Augen zu schmalen Schlitzen. Was fällt diesem Arschloch eigentlich ein!
„Du weißt vieles nicht, auch wenn’s schwer zu glauben ist, Black.“
Sirius schenkt dir einen ungläubigen Hundeblick und dreht sich dann wieder zu den anderen.
Dass Marlene euch die ganze Zeit über beobachtet hat, bemerkst du nicht.

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