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Der Crash-Eine Viktor Krum Lovestory

Das ist deine Lovestory in der Harry Potter Welt.

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    Du heißt Athena Lynch und bist im 6. Jahr in Hogwarts. Du bist in Ravenclaw, hast aber eigentlich in jedem Haus Freunde und dein bester Freund ist Cedric Diggory. Deine Eltern sind wie du hervorragende Quidditschspieler und du bist, obwohl du so jung bist, sogar Sucherin in der irischen Nationalmannschaft.

    „Und jetzt, begrüßen Sie bitte herzlich – die irische Quidditsch-Nationalmannschaft!“ rief Bagman. „Ich stelle vor – Connoly! Ryan! Troy! Mullet! Moran! Quigley! Uuuuuuuund – Lynch!“ Einzeln flogen wir alle aus unserer Kabine. Ich war so aufgeregt. Dies war wahrscheinlich das wichtigste Spiel meiner gesamten Karriere. Und dabei ging ich noch zur Schule! Die Menge brüllte als sie unsere Namen hörte. Ich fokussierte mich auf unsere Gegner: Im Gegensatz zu uns hatten sie nur einen herausragenden Spieler, während wir alles gut waren: Viktor Krum. Er war vorallem mein Gegner. Ein weiterer Grund aufgeregt zu sein. Ich hatte schon oft gegen professionelle Sucher gewonnen, aber noch nie gegen den zurzeitigen Weltmeister. Wir sahen uns beide an. Er war größer und kräftiger als ich, das hieß ich musste auf meine Wendigkeit und Schnelligkeit setzen. Jetzt kam der Schiedsrichter und die Partie startete. Sofort flog ich nach oben um den Überblick zu haben und blendete alles andere außer Krum aus. Nach den ersten zwei Toren schien Krum etwas gesehen zu haben und flog im Sturzflug auf den Boden zu. Ich setzte ihm sofort nach. Wir waren schon fast am Boden angekommen, als ich seinen Plan begriff. Er wollte mich reinrasseln lassen! Aber nicht mit mir! Ich flog ihm trotzdem noch hinterher und da ich wusste, was auf mich zukommen würde, schaffte ich das Manöver flüssiger als Krum, der damit gerechnet hatte mich ausschalten zu können und flog jetzt an der Spitze. Jetzt war er es, der mir folgte und das wusste ich auszunutzen. Ich flog mit Vollspeed auf die Tore der Bulgaren zu. Krum folgte mir, deutlich angestrengt, durch die hohe Geschwindigkeit und seine unvorteilhafte Größe. Jetzt hatte ich ihn! Ich raste weiter geradeaus. Er hatte meinen Plan immer noch nicht durchschaut. Die Torstangen waren direkt vor mir. Jetzt! gab ich mir selbst den Befehl und machte eine halbe Drehung um die erste Torstange und flog um die anderen im Slalom. Als ich bei der dritten Stange war hörte ich, wie er gegen die zweite Stange krachte und zu Boden fiel. Ja, mein Plan war aufgegangen. Ich sah mich um und sah, wie Viktor am Boden lag. Jetzt sah auch der Schiedsrichter ihn und setzte eine Pause an. Ich flog zu meinen Teamkameraden, die mich anerkennend ansahen. „Wie steht´s“ fragte ich. „70 zu 10 für uns“ antwortete Connolly „Klasse Zug, aber aber jetzt aufpassen, Dimitrow setzt gerade seine Treiber auf dich an.“ Ich nickte. „Das Spiel geht weiter!“ rief der Schiedsrichter. Krum war inzwischen wieder aufgestanden und sah mich mit einem bösen Blick an. Ich lachte nur. Er hatte schließlich damit angefangen. Die Partie wurde mit jeder Minute blutiger. Ständig musste ich Klatschern und auch bulgarischen Spielern ausweichen, die sich gefühlt nur noch auf mich fixiert hatten. Immer wieder täuschten Krum und ich an und wir holten uns beide weitere kleine Verletzungen. Plötzlich sah ich was in der Luft auf der anderen Seite des Spielfelds schimmern. Es war der Schnatz! Sofort machte ich mich auf den Weg dorthin. Doch Krum hatte mich bemerkt. Er flog neben mir und drängte mich immer weiter vom Schnatz weg. Aber ich musste den Schnatz fangen! Also versuchte ich weiter mich an ihm vorbeizudrängen, was aber nicht klappte. Ich wollte gerade zur Seite ausbrechen, als von der anderen Seite ein Treiber kam. Viktor und Vulkanow nickten sich zu und ich wusste, was sie machen würden. In der letzten Sekunde zog ich meinen Besen nach oben und die beiden schafften es nicht, mich einzukesseln. Doch plötzlich traf mich etwas am Hinterkopf und mir wurde schwarz vor Augen. Ein Klatscher, fiel mir ein, bevor ich ohnmächtig wurde und fiel.

    *Zeitsprung*
    Ich hörte jemanden neben dem Bett weinen. Das war Mama! Warum weinte sie? Und was war das für ein nerviges Geräusch im Hintergrund? Biep, Biep, Biep ging es die ganze Zeit. Langsam erinnerte ich mich an alles. Das Spiel, Krum, der Klatscher! Ich schlug die Augen auf. Mama lag mit dem Kopf am Ende des Bettes und weinte. Ich versuchte zu reden, doch aus meinem Hals kam nur ein kaum hörbares komisches Krächzen. Das hörte Mama trotzdem. Sofort hörte sie auf und blickte zu meinem Kopf. „Athena?“ fragte sie sprang auf und ging zu meinem Kopf. „Athena!“ rief sie glücklich, als sie meine offenen Augen sah. Sie umarmte mich. „Du lebst!“ sagte sie, jetzt weinte sie vor Freude. Dann drückte sie einen Knopf und eine Heilerin kam ins Zimmer. „Schön Sie wieder bei uns zu haben, Ms Lynch. Können Sie reden oder sich bewegen?“ Das war eine blöde Frage. Ich versuchte zu krächzen, aber schaffte es nicht. „Ok, dann anders. Zwinkern Sie bitte zweimal, wenn sie mich verstehen.“ Das ging schon besser. Also zwinkerte ich zweimal. „Können Sie sich erinnern, was passiert ist?“ fragte sie weiter. Einmal zwinkern heißt nein und zweimal heißt ja.“ Ich zwinkerte zweimal. „Das ist gut. Ich werde Sie jetzt mit ihrer Mutter alleine lassen. Falls irgendetwas ist, rufen Sie mich bitte, Mrs Lynch.“ Sie verließ den Raum. Meine Mutter sah mich freudestrahlend an. Ich rufe deinen Vater an, ok? Er ist gerade bei der Arbeit.“ Ich zwinkerte zweimal. Nach 20 Minuten kam mein Vater hereingerannt. Auch er weinte. „Mach mir bitte nie wieder solche Angst, ok?“ Ich zwinkerte einmal und meine Mutter übersetzte das als Nein. „Weißt du was passiert ist, nachdem diese ******* dich vom Besen gekickt haben?“ fragte Papa. Einmal zwinkern. „Krum hat den Schnatz gefangen, noch während du gefallen bist. Ihr habt aber trotzdem gewonnen. Bulgarien hatte 160 und ihr 170 Punkte. Niemand hat es geschafft, dich rechtzeitig aufzufangen und du bist auf den Boden geknallt. Alle dachten, dass du tot bist! Doch du hast noch geatmet und man hat dich sofort zu St. Mungos gebracht. Deine Chancen standen super schlecht. Warte, ich hab alle Zeitungsartikel aufgehoben. Soll ich sie vorlesen?“ Einmal zwinkern. „Hier zum Beispiel: Tragischer Unfall bei Quidditsch-Weltmeisterschaft: Bei dem Endspiel der Quidditsch-Weltmeisterschaft haben die Iren einen herben Verlust erlitten. Obwohl sie das Match mit 10 Punkten Vorprung gewonnen haben, hatten sie nichts zu feiern: Ihre erstklassige Sucherin Athena Lynch hatte nämlich kurz vor Spielende einen tragischen Unfall. Sie wurde bei der Jagd auf den Schnatz von einem Klatscher am Kopf getroffen und fiel unglücklich vom Besen, wobei das Team der Bulgaren eine große Mitschuld hat, vorallem die beiden Treiber Vulkanow und Volkow, sowie auch Viktor Krum. Zurzeit ist das Befinden der 17-Jährigen Schülerin unklar, man munkelt aber, dass sie entweder im Koma in St. Mungos liegt oder inzwischen verstorben ist.“ Er machte eine Pause und sah mich an: „Wusstest du, dass sie das Manöver, mit dem du Krum am Anfang ausgetrixt hast, Lynchmanöver genannt haben?“ Einmal blinken. Nein. Er lächelte. „Ich hab dich vermisst, weißt du? Ich hab mir geschworen nie wieder Quidditsch zu spielen, wenn du wieder aufwachst. Und das bist du.“ Er hatte was! Das konnte er doch nicht tun! Quidditsch war sein Leben, selbst nachdem er aufgehört hatte, es professionell zu spielen. Ich zwinkerte einmal um meine Empörung auszudrücken. Er lächelte nur. Dieses Zwinkern war so frustrierend. Normalerweise hätte ich ihm jetzt schon tausendmal gesagt, dass er das auf keinen Fall machen durften! Er erzählte mir noch eine Weile darüber, was in dem letztem Monat passiert war und ließ mir als er ging alle Zeitungen da. Am Tag darauf besuchte mich mein Team. Es war bei ihnen anscheinend Tradition geworden, mich nach jedem Mannschaftstraining am Freitag zu besuchen. Sie trauten ihren Augen nicht, als sie sahen, dass ich wieder wach war. Auch sie erzählten mir noch einmal, was alles passiert war und freuten sich riesig, dass ich lebte. Schnell hatte ich bei ihnen den Spitznamen Das-Mädchen-das lebt. Am Samstag kamen dann auch meine Freunde aus Hogwarts. Ich freute mich riesig, Cedric, Charlie, Fred und George, Tonks und Oliver wiederzusehen. Alle hatten das Versprechen ablegen müssen, niemandem etwas über meine Gesundheitslage zu verraten. Sie erzählten mir, wie schlecht es dem Ravenclaw Quidditsch Team ohne mich als Kapitän ging und von dem Trimagischem Turnier. Sie erzählten, dass Cedric und Harry Potter Teilnehmer waren. Cedric verstand meinen vorwurfsvollen Blick an ihn und lachte: „Keine Angst, ich schaffe das schon. Nachdem ich diesen Schreck mit dir überlebt habe, schaffe ich auch das.“ Doch auch dieser Tag verging. Am Sonntag war ich stark genug, um meine rechte Hand wieder ein bisschen bewegen zu können. Das freute meine Eltern, die mich heute wieder besuchten genau so sehr wie mich und mein Vater hatte mir meinen Zauberstab mitgebracht. Jetzt wartete ich gespannt, wer heute kommen würde. Es war Viktor Krum. Stumm ging er in mein Zimmer und setzte sich auf den Stuhl direkt neben dem Bett. Ich tat so als würde ich schlafen, weil ich mir nicht sicher war, wie er darauf regieren würde, mich wach zu sehen. Nach ca. 20 Minuten Stille fing er an zu reden. „Ich mag deinen Namen. Er passt so gut zu dir. Wie die Göttin der Weisheit und Kriegskunst hast du gegen mich gespielt und hättest gewonnen, wenn ich nicht so unfair gespielt hätte. Ich wette mit dir, dass du genau so Stolz wie sie bist!“ Ich hörte an seiner Stimme, dass er lächelte und hätte ich gekonnt, hätte ich mitgelächelt. Doch ich konnte nicht. Er redete weiter: „Dieses Manöver, das du am Anfang geflogen bist, das haben sie Lynchmanöver genannt. Das war so schlau, darauf wäre ich im Leben nicht gekommen. Letzte Woche haben sie die Trimagischen Champions gewählt und ich bin einer von ihnen. Ich weiß nicht wie ich das alles schaffen soll. Ich habe immer noch riesige Schuldgefühle wegen dir und obwohl mich alle für meine gute Fliegerei anbeten, entschuldige den selbstverliebten Ausdruck, will kaum jemand etwas mit mir zu tun haben, da ich schuld an deinem Unglück bin. Was auch stimmt. Du scheinst viele Freunde auf Hogwarts zu haben. Ich hab kaum echte Freunde. Die meisten wollen nur mit mir befreundet sein weil ich berühmt bin oder weil sie sich bei Karkaroff meinem Lehrer einschleimen wollen. Ich hasse Karkaroff. Die ganze Zeit ist er schmierig und behandelt mich, wie als wäre ich jemand besseres. Dabei bin ich einfach nur ich. Ich hasse es, wenn Leute auf mich starren und Fotos und Autogramme wollen. Am schlimmsten sind diese kreischenden Mädchen. War das bei dir auch so oder war Harry Potter besonderer als du?“ Nein, Harry Potter und ich waren an Berühmtheit auf einer Wellenlänge. Als die jüngste Sucherin aller Zeiten eines Quidditch-Nationalteams und Tochter von zwei fast genauso berühmten Quidditchspielern war Ruhm vorprogrammiert. Aber Harry und ich hatten nie ein Problem miteinander, im Gegenteil, durch Hermine, einer meiner Freundinnen halfen wir uns sogar gegenseitig in bestimmten Situationen. „Bei mir reden alle über Harry, besonders Karkaroff. Harry hier, Harry da. Ich hab ja nichts dagegen, mal nicht im Rampenlicht zu stehen, aber – ach keine Ahnung. Eigentlich scheint er mir aber nett. Und soweit ich weiß, mag er dich. Er hat auf jeden Fall wie alle anderen fast geweint, als Dumbledore verkündet hat, dass du wegen einer bekannten Angelegenheit nicht mehr zur Schule kommst. Auf jeden Fall tut er mir Leid wegen dem Stress mit seinem besten Freund. Aber da ist noch so ein anderes Mädchen dabei, ich glaube sie heißt Hermine. Ich mag sie. Sie erinnert mich an dich, obwohl ich dich nie kennengelernt habe. Ist schon witzig, oder?“ er lachte freudlos auf: „Ich, Viktor Krum, sitze an dem Bett einer Gegnerin, die mich sowieso nicht hört und heule mich bei ihr aus, anstatt bei meinen Freunden“ Er schnaubte bei dem letzten Wort verächtlich. „Ich kenne dich nicht einmal und trotzdem gibst du mir mehr Ruhe als das, was ich in meinem ganzen Leben bekommen hab. Bei dir kann ich ich selbst sein, ohne mich verurteilt zu fühlen.“ Er seufzte und stand auf. „Danke dafür, Athena. Ich hoffe so für dich, dass du das schaffst. Aber das wirst du, ok? Du bist eine Göttin. Du wirst das schaffen, bitte. Wenn nicht für mich, dann für deine Freunde und Familie und jeden anderen Menschen auf der Welt. Inzwischen gehen viele davon aus, dass du tot bist. Aber das bist du nicht. Du darfst nicht sterben. Ich muss jetzt gehen. Bis nächste Woche, meine Göttin“ Ich war komplett geflasht. Er tat mir unglaublich leid. Ich hatte wahre Freunde und liebende Eltern, er hatte niemanden. Und hatte er gerade gesagt, dass er bei dem Trimagischem Turnier mitmachte? Aber das Trimagische Turnier war in Hogwarts. Das war komplett seltsam. Andererseits konnte er auch sonst nicht Harry und Hermine treffen. Er war also in Hogwarts. Jetzt verstand ich auch, was er mit kreischenden Mädchen meinte: Leute wie Marietta oder Pansy warfen sich an jeden berühmten oder reichen Menschen heran. Diese Vorstellung war zu lustig. Ich kicherte. Warte mal, ich kicherte. Das hieß, meine Stimme würde widerkommen. Mit der neu gewonnenen Motivation schaffte ich es noch an diesem Abend, meine Hand so zu bewegen, dass ich meinen Zauberstab halten konnte und so mit unausgesprochenen Zaubern meine Zeitungen und Bücher wieder selbst zu halten. Am nächsten Tag konnte ich sogar meinen Hals schon wieder drehen! Ich und meine Freunde und Eltern freuten uns über jeden auch noch so winzigen Vorschritt, den ich in den nächsten Tagen machte. Jetzt war wieder Sonntag und ich wartete auf Viktor. Ich hatte überlegt, bis ich wieder Reden konnte so zu tun, als ob ich schlafen würde. Er kam gegen Nachmittag und wieder setzte er sich auf den Stuhl neben dem Bett und sagte nichts. Heute konnte ich aber spüren, wie er mich ansah. „Weißt du, ich habe dir eine Blume mitgebracht. Ich hab sie auf dem weg hierher gesehen und sie hat mich an dich erinnert. Ich glaube sie heißt Sonnenblume. Sie scheint wie du und neigt sich immer zur Sonne. Und überragt alles andere. Wie gern ich doch nur eine Sonnenblume wäre. Aber nein, ich bin eine verdammte Rose. Wunderschön und berühmt auf den ersten Blick, aber sie hat Stacheln und welkt und die Leute lassen sie fallen, sobald sie eine bessere Rose gesehen haben. Und dann liegt die ach so schöne Rose am Boden und wird von den Käfern gefressen. Das steht mir bevor. Aber dich wird man nie vergessen. Du bist etwas besonderes.“ Er stand auf, nahm sich ein Glas und steckte die Sonnenblume hinein. „Ich stelle sie dir hier auf den Nachttisch, dann bist du ihre Sonne.“ Er seufzte. „Die vom Tagesprophet haben mich vorgestern über dich interviewt. Mein ganzes Leben habe ich davon geträumt, irgendwann einmal von diesem Zeitungen interviewt zu werden. Aber doch nicht so. Und erst recht nicht darüber, dass ich schuld an deinem Tod habe. Ja, sie haben geschrieben, dass du tot bist. Schrecklich nicht wahr? Die ganze Schule weiß es. Deine Freunde halten anscheinend dicht. Auch wenn ich nicht mal eine Ahnung habe, wer deine Freunde sind. Hattest du eigentlich einen Freund? Ich bin mir sicher, du hattest einen. Wer könnte dir wiederstehen? Ich glaube es ist Cedric Diggory. Das müsste doch dein Typ sein. Oder eher diese rothaarigen Zwillinge?“ Während er weiterphilosophierte, überlegte ich. Nein, ich war vor meinem Unfall in keiner Beziehung gewesen. Es war nicht so, dass nicht genügend Auswahl gewesen wäre, aber ich hatte weder Zeit dafür noch Lust darauf, dann verlassen zu werden. So war es halt immer nur beim Rummachen geblieben. „Oder ist es McLaggen? Bitte sag mir nicht, dass so ein Arschloch dein Typ ist! Er spielt mit deinen Gefühlen! Wenn er dein Freund ist, würde ich…“ Er wurde stumm und schien zu realisieren, dass er gar nichts tun könnte. Nach einer Weile sagte er: „Ich hatte schon einige Freundinnen. Aber bei jeder war es das gleiche. ´Schatz kaufst du mir das? Schatz gehen wir zusammen in die Öffentlichkeit?´ Ich bin doch kein Tier, dass man jedem zeigt, so nach der Meinung, schaut mal wer so dumm war mir ins Netz zu gehen! Naja, ist ja auch egal. Ich muss jetzt leider wieder gehen, Göttin. Es war nett wieder mit dir geredet zu haben. Nächstes mal bist du wach, ok? Ich gebe dich nicht auf!“ Damit stand er auf und verließ mich. Und wieder tat er mir leid. Er war so einsam.
    Auch die darauffolgende Woche trainierte ich hart und am Freitag schaffte ich es mithilfe jeder Menge Zaubertränke, einer sogar von Professor Snape persönlich gebraut, meine ersten Schritte zu gehen. Schnell machte ich weitere Vorschritte und am Sonntag konnte ich wieder vorsichtig rennen. Heftig, wie schnell das jetzt ging. Das einzige was ich immer noch nicht konnte war sprechen, weil die Zaubertränke auch meine Stimmbänder angegriffen haben. Jetzt saß ich also mit der neusten Ausgabe des Tagespropheten in der Hand auf dem Bett und sah sie durch als mir ein großes Bild von mir ins Auge fiel. Es muss direkt geschossen worden sein als ich zum Boden geknallt war. Daneben war ein Bild von Viktor, der an einen steinerner Mauer lehnte. Darunter war die Überschrift:
    Viktor Krum über Athena Lynch
    Nachdem man seit über 6 Wochen nichts mehr von der allbekannten Sucherin bekannt ist, geht man inzwischen davon aus, dass sie gestorben ist. Wir haben Viktor Krum gefragt, wie es ihm damit geht, ob er Schuldgefühle hat und vieles mehr.
    wissen sie wie es Athena Lynch geht? Man sagt, sie stehen in engem Kontakt mit ihrem Vater, Simon Lynch?
    Viktor Krum: „Ja ich weiß, wie es ihr geht, werde es ihnen aber nicht sagen.“
    Warum?
    Viktor Krum: „Verstehen sie etwas von Privatsphäre?“
    In Ordnung. Wie geht es ihnen damit, dass sie, sagen wir mal nicht mehr da ist?
    Viktor Krum: „Wie soll ich mich denn fühlen? Natürlich habe ich eine Mitschuld und das macht mich ziemlich fertig.“
    Sie streiten also nicht ab, dass sie die Schuld an ihrem Unfall haben?
    Viktor Krum: „Natürlich nicht. Das würde sie und ihr Andenken beleidigen.“
    Verstehe. Haben sie Schuldgefühle?
    Viktor Krum: „Auf jeden Fall.“
    Verständlich. Kannten sie Athena?
    Viktor Krum: „Nein, obwohl ich denke, dass sie ein wundervoller Mensch gewesen sein muss.“
    Aha. Was hat dieses „gewesen sein muss“ zu bedeuten. Ist sie nun tot oder nicht?
    Viktor Krum: „Wissen Sie was, ich verlasse Sie jetzt. Ich habe genug von ihren bescheuerten Fragen.“
    Ich lächelte. Viktor war anscheinend ziemlich genervt gewesen. Verständlich. Aber es regte mich auf, dass dieser Reporter Viktor wegen mir so auf die Pelle rückte. Man merkte doch schon an seinem ersten Satz, dass er nicht bereit war, darüber zu reden. Aber ich war dankbar dafür, dass er nichts über meinen Zustand gesagt hatte. Ich hatte nämlich geplant, nach den Herbstferien mit einem dicken „Surprise, Motherfucker!“ wieder in der Schule aufzutauchen. Das würde so witzig werden, da niemand außer meine besten Freunde von meinem Zustand wussten und wahrscheinlich alle dachten, dass ich tot bin. Dumbledore und ich hatten schon abgesprochen, dass ich sobald ich mich wieder gut fühlte gerne wieder nach Hogwarts kommen kann. Und ich sollte in den Herbstferien entlassen werden, das hieß es passte perfekt! Und das mit dem Reden würde ich in den zwei Wochen bis dahin schon noch schaffen.

    *Zeitsprung*
    Dumbledore hob den Arm: „Sind Sie sicher, dass sie es schaffen, wieder zu apparieren?“ Ich nickte. Obwohl meine Stimme immer noch nicht vollständig zurückgekehrt war, hatte ich beschlossen, wieder nach Hogwarts zu gehen. Mir war einfach zu langweilig und ich vermisste meine Freunde. Mit einer letzten Umarmung verabschiedete ich mich von meinen gerührten Eltern und hackte mich bei Dumbledore ein. Im nächsten Moment war ich in seinem Büro. „Ist alles gut bei ihnen, Miss Lynch?“ fragte der Schulleiter. Ich nickte, holte meinen Zauberstab heraus und schrieb in die Luft. „Alles in Ordnung. Sie kündigen mich heute Abend beim Abendessen an?“ stand in flammenden Buchstaben in der Luft. Er lächelte und antwortete: „Genau, sie können solange hier warten. Ihre ungesagten Zauber sind in übrigen sehr gut.“ Ich lächelte ihn an und schrieb „Danke“ in die Luft. „So, ich muss jetzt los zum Essen. Sie können sich hier ruhig umschauen.“ Nachdem er gegangen war fing ich an zu stöbern. Als eine Ravenclaw konnte ich den Büchern einfach nicht wiederstehen. Es gab hier noch spannedere Bücher als in der Bücherei. Nach kurzer Zeit wurde ich auf ein bestimmtes Buch aufmerksam. Zauberstablose Magie hieß es. Das war genau das, was ich brauchte. Schnell schnappte ich es mir und fing an zu lesen. Es war komplizierter als alles was ich je gelesen hatte. Aber ich musste es einfach lernen. So konnte ich sprechen, ohne die ganze Zeit den Zauberstab halten zu müssen. Also schrieb ich auf ein Blatt auf Dumbledores Schreibtisch, dass ich mir dieses Buch ausgeliehen hatte und packte es in meinen Koffer. Ein paar Minuten später kam ein Hauself, der sich mir als Dobby vorstellte und mich zu der Flügeltür von der großen Halle geleitete. Ich grinste und schrieb Dobby ein „Danke“ in die Luft. Ich atmete die Luft von Hogwarts ein und betrachtete die schwere Tür. Wie schön es war, wieder auf Hogwarts zu sein. Dann gab ich Moody, der mich mit seinem Glasauge durch die Tür sehen konnte, ein Zeichen. Er nickte Dumbledore zu und dieser stand auf. „Liebe Schüler, heute spreche ich aus zwei besonderen Anlässen zu euch. Der erste ist, dass wir ab morgen wieder arbeiten werden, worauf sich die meisten eher nicht freuen. Der zweite ist, dass ab heute eine Schülerin nach Hogwarts zurückgekehrt ist, die wir wahrscheinlich alle schmerzlichst vermisst haben. Die Rede ist von Athena Lynch.“ Ein Raunen ging durch die Halle. Überall hörte ich es flüstern: „Aber sie ist tot!“ „Sie ist seit den Sommerferien nicht mehr gesehen worden!“ … Mit einem Räuspern verschaffte der Schulleiter sich wieder Ruhe. „Nein, sie ist nicht tot. Aber das beweist sie euch am besten selbst.“ Die Flügeltüren öffneten sich und ich trat ein. Ich lächelte. Das war mein Moment. Dieser Verarscht-ich-lebe-noch-und-haue-dir-jetzt-eine-in-die-Fresse-Moment, den ich in Actionfilmen immer so liebte. „Athena“ riefen Cedric, Oliver, Fred und George gleichzeitig und wir rannten uns entgegen und umarmten uns. Selbst sie hatten schließlich nur gewusst, dass ich wach war und es mir besser ging. Nach einer Weile ließen sie mich los und erst jetzt realisierte ich, dass die ganze Halle sich um mich herumgedrängt hatte und applaudierte. Ich kam aus den ganzen Umarmungen gar nicht mehr heraus. Nur die Durmstrangs und Beauxbatos waren sitzen geblieben. Irgendwann räusperte sich Dumbledore und sagte: „Wie sie sehen geht es ihr einwandfrei. Jetzt sollten wir aber alle etwas essen.“ Ich setzte mich an meinen Stammplatz am Ravenclawtisch und wurde sofort von meinen Freunden in Beschlag genommen. „Geht es dir wirklich gut?“ „Wo warst du so lange?“ fragten sie und mir fiel ein, dass ich ihnen noch gar nicht gesagt hatte, dass ich immer noch nicht reden konnte. Also holte ich meinen Zauberstab heraus und verwandelte meinen Teller in einen Block und mein Messer in einen Stift und schrieb, dass ich noch nicht reden kann, aber sonst bei mir alles passt. Sie schienen das zu verstehen und stellten mir daraufhin nur noch ja oder nein Fragen. Einmal streiften Viktors Und mein Blick sich. Er saß am Tisch der Slytherins, umgeben von seinen Freunden. Ich lächelte ihn an, doch er sah nur ernst zu mir und sah dann sofort wieder weg.

    *Zeitsprung (Tag vor der 2. Aufgabe)*
    „Hey Athena, ich soll dir von Dumbledore ausrichten, dass du mit Ron zu ihm kommen sollst“ sagte Neville. Ich nickte und stand von meinem Sessel auf. Seit Tagen übte ich mit Cedric den Kopfblasenzauber für seine Aufgabe am See morgen. „Ich komme später wieder, Ced“ erschien flammend in der Luft. Inzwischen schaffte ich es nämlich, einfache Zaubersprüche zauberstablos auszuführen. „Weißt du, wo Ron ist?“ fragte ich Neville, der mir antwortete, dass dieser im anderen Teil der Bibliothek war. Mit einem „Danke“ ging ich ihn suchen und nach kurzer Zeit fand ich ihn, Harry und Hermine in Büchern lesend. „Habt ihr noch nichts gefunden?“ fragte ich sie mitfühlend. Sie schüttelten gestresst den Kopf. „Habt ihr schon einmal überlegt, nicht einen Zauberspruch, sondern Pflanzen zu nehmen? Neville müsste euch da helfen können.“ „Danke Athena, du bist genial“ Bedankte sich Hermine. „Aber wieso bist du überhaupt hier?“ „Ich soll Ron mit zu Dumbledore bringen. Wisst ihr, warum?“ fragte ich sie wieder. Alle schüttelten den Kopf und Ron stand auf. „Also, bis dann Leute, ich komme später wieder“ verabschiedete er sich. Bei Dumbledore angekommen warteten schon Gabrielle Delacour, die Schwester von Fleur und Cho Chang, Cedrics heimlicher Crush. Auch sie wussten nicht, warum sie hier waren. Dann kam Dumbledore herein und fragte uns, ob wir alle schon das E-Rätsel gehört hatten. Als alle außer ich verneinten, ließ er unsere Köpfe ins Wasser tauchen und wir hörten uns das Lied an. Jetzt fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Wir waren das, was die Champions sich am meisten ersehnten. Ron war Harrys bester Freund, Gabrielle war Fleurs Schwester, Cho war Cedrics Crush. Dann blieb für mich nur noch Viktor übrig. Aber wir hatten noch nie ein Wort gewechselt, außer sein Gerede an meinem Bett. Und hier ignorierte er mich völlig! Ich sah Dumbledore entgeistert an. „Ah wie ich sehe, haben sie des Rätsels Lösung. Sie fragen sich, wieso der Trimagische Pokal Sie ausgewählt hat? Das wonach sich das Herz des Champions um meisten sehnt.“ Jetzt tauchten auch die anderen wieder auf. „Wie Miss Lynch hier gerade eben schon festgestellt hat, sind sie alle hier die Personen, die die Champions am meisten auf dieser Welt vermissen würden. Wir werden sie deswegen als Köder benutzen und die Champions werden euch retten müssen. Aber keine Angst, ihnen kann nichts passieren. Wir werden ihnen einen Schlaftrunk geben und ihnen mehrere Zauber auferlegen, damit sie in einen komaähnlichen Zustand gelangen. Ich hoffe sie sind damit einverstanden?“ Er sah uns alle fragend an. „Aber was passiert, wenn uns die Champions nicht rechtzeitig herausholen?“ fragte Ron misstrauisch. „Sie werden, falls ein Champion es nicht schafft euch zu retten, nach der Zeit mit einem Zauber hochgezaubert, da wir jedem von ihnen einen Portschlüssel einstecken werden.“ Ich nickte und schrieb in die Luft: „Ich mach es.“ Dann stimmten auch die anderen zu und er erklärte uns noch einmal den Verlauf. Der Schlaftrunk würde nach der angegebenen Zeit seine Wirkung verlieren und der Atemzauber würde halten, bis Dumbledore ihn auflöste. In dieser Nacht schliefen wir vier in Dumbledores Büro, damit Cedric, Viktor, Harry und Fleur merkten, was ihnen genommen wurde. Am nächsten morgen gingen wir früh zum See und tranken den Trank, den Snape uns gab. Alle außer ich waren angespannt (Ron vorallem, weil Snape den Trank gebraut hatte). Aber ich vertraute auf Dumbledore und Snape und außerdem war es nicht das erste mal, dass ich solche Medikamente bekam. Deswegen war ich auch die, an der der Trank am spätesten anschlug.
    Ich schlug meine Augen auf. Viktor hatte es also geschafft. Ich wollte ihm gerade gratulieren, als ich sah, dass ich noch unter Wasser war. Panisch sah ich um mich. Was war passiert und warum war ich schon wach, während die anderen noch friedlich schliefen? Warum hat der Trunk bei mir aufgehört zu wirken? Da wurde es mir klar: Ich hatte diesen Trank wegen meiner starken Schmerzen schon öfter in St. Mungo verabreicht bekommen und deshalb wirkte er bei mir nicht mehr so stark, wie er sollte. Aber was sollte ich jetzt machen? Ich war an einen Stamm in der Mitte eines Dorfes unter Wasser gefesselt und wusste weder, ob die Zauber, die mich atmen ließen, genau wie der Schlaftrank verschwinden würden, noch, ob ich es dann an die Oberfläche schaffen würde. Außerdem machten mir die Fesseln tierische Angst. Ich wusste, dass sie nur dafür da waren, dass wir nicht wegtrieben, aber im Zweifelsfall würden sie meinen Tod bedeuten. Außerdem bekam ich jetzt Platzangst. Ich spürte, wie das Wasser immer weiter drückte und meine Haare in eine Richtung zogen. Es umschwemmte mich und ich sah nicht einmal die Sonne. Wie viele Menschen schon genau das gefühlt und gesehen haben mussten, bevor sie ertrunken sind. Und das würde auch mein Schicksal sein. Ich versuchte verzweifelt, mich aus den Fesseln zu befreien, die gefühlt mit jedem Atemzug enger wurden. Ich wollte schreien, doch ich konnte nicht. Ich versuchte, mit einem unausgesprochenem Zauber das Dorf ein bisschen zu erleuchten, damit die Champions besser sehen konnten, aber ich war zu aufgeregt und durcheinander, um mich darauf konzentrieren zu können. Niemand würde uns hier unten retten können. Gerade als ich aufgegeben hatte, mich gegen die Fesseln zu wehren, kam Harry durch das Dorf geschwommen. Er schwamm sofort auf mich zu, als er sah, dass ich wach war und wollte mich befreien, doch plötzlich bedrohten diese Unterwassermenschen Harry und sagten ihm, dass er nur seine Person retten dürfe. Jetzt rastete ich komplett aus. Ich hatte solche Angst um mich und die anderen und vergaß, logisch zu denken. Ich schrie so fest ich konnte, schlug um mich und wünschte diesen scheußlichen Wassermenschen pure Schmerzen. Plötzlich krümmte sich einer der Wassermänner zusammen und schrie vor Schmerzen. Nach kurzer Zeit realisierte ich, dass ich das mit einem ungeprochenem Zauber sein musste. Aber statt aufzuhören machte ich aus Angst weiter, dass die anderen Wassermenschen jetzt uns angreifen würden. „Die anderen beschützen, die anderen beschützen, die anderen beschützen“ ratterte es in meinem Kopf, bis plötzlich ein Gesicht vor mir erschien. Viktors Gesicht. Die untere Hälfte seines Körpers sah aus wie ein Hai. Hatten diese Kreaturen ihn auch in einen Wassermann verwandelt? Ich versuchte ihn mit den Füßen zu treten, doch er wich mir einfach aus und schnitt mit einem Messer aus seiner Umhängetasche meine Fesseln durch. Noch immer trat ich um mich und versuchte, ihn mit aller Kraft wegzuschieben, aber er umarmte mich fest und schwamm mit mir nach oben. Die Regelmäßigkeit der Flossenschläge seines Schwanzes (nicht falsch denken😉) und seiner Muskeln, die ich unter dem T-Shirt spüren konnte, beruhigten mich langsam und ich hielt mich enger an ihm fest. Nach kurzer Zeit waren wir oben angekommen und die Menge begrüßte uns mit Jubelrufen. Viktor hob mich auf eine Plattform und holte mir eine Decke und heißen Tee. Ich kauerte mich zusammen, erschreckt darüber, was ich im See getan hatte. Ich hatte einen Menschen gefoltert. Und das absichtlich! „Du braucht dir nicht die Schuld für das geben, was du da unten getan hast.“ Viktor legte eine Decke um die Schultern, setzte sich neben mich und gab mir den Tee. „Aber-“ Schrieb ich auf einen Block, den Viktor mir gegeben hatte, doch er unterbrach mich. „Du hast eine Panikattacke gehabt. Du wusstest nicht was du da tust.“ Ich brach in Tränen aus. Es erschreckte mich, zu was ich fähig war. Egal ob ich Angst hatte oder nicht, man durfte nicht einfach unschuldige Lebewesen verletzen. Sie hatten mich ja nicht mal angegriffen. „Hey, es ist doch alles gut“ Sagte Viktor hilflos und umarmte mich vorsichtig. Ich vergrub meinen Kopf in seiner Schulter und schluchzte. Viktor streichelte mir leicht über meine Haare und ließ mich weinen. Nach einer Weile kam Dumbledore auf uns zu und bat mich, mit ihm zu reden. Ich willigte ein und er erzählte mir, wie leid es ihm tat, dass mir so etwas wiederfahren musste und dass er sich ausdrücklich dafür entschuldigte. Ich sah ihn verwirrt an. Dann schrieb ich „Aber- werde ich jetzt nicht bestraft? Ich meine, ich habe…“ Dumbledore schüttelte den Kopf. „Das haben alles wir zu verantworten. Und Dexter nimmt es dir nicht übel.“ „Dexter?“ schrieb ich. „Ja, der Wassermann, den du aus Versehen angegriffen hast. Ihm geht es gut, im übrigen. Willst du ihn sehen?“ fragte Dumbledore mich. Ich nickte, obwohl mir allein bei dem Gedanken daran ganz schlecht wurde. Aber ich musste das tun. Wenn ich es schon nicht rückgängig machen konnte, wollte ich mich wenigstens bei ihm entschuldigen. Also stand ich auf, nahm mir Viktors Hand und ging mit dem verwirrten Viktor zu Dumbledore, der inzwischen am Rand der Plattform kniete und sich in einer sonderbaren Sprache mit einem Wassermenschen unterhielt. Ich kniete mich neben ihn, schrieb etwas auf den Block und gab es Dumbledore, der es dem Wassermann laut vorließ. Jetzt erst fiel mir auf, wie schön alle Wassermänner und Frauen gewesen waren (Im übrigen kannst du dir die menschliche Hälfte von Dexter wie Finnick aus Tribute von Panem vorstellen). „Es tut mir furchtbar leid, was ich dir angetan habe. Ich weiß, dass das, was ich getan habe unverzeihlich ist und ich weiß selber nicht warum ich das gemacht habe, aber ich wollte mich bei dir entschuldigen. Ich hoffe, dass du meine Entschuldigung annehmen kannst.“ „Dir muss es nicht leidtun. Du hattest nicht die Absicht, irgendjemandem weh zu tun, das beweist du im Augenblick. Und keine Angst, wir Wassermänner sind zäh und halten einiges mehr aus als die Landmänner. Und bitte, hör auf zu weinen. Das sehen weder dein Freund noch ich gern.“ Er lächelte mich an. „Freund?“ fragte Viktor hinter uns. Ich musste lächeln und schrieb dann auf, dass wir nur Bekannte waren, die nie zuvor richtig miteinander geredet hatten. Dexter lachte als er das las und sah Viktor mit hochgezogenen Augenbrauen an. „Dann würde ich das aber schnell ändern“ sagte er zu ihm. „Und du Athena, Kriegsgöttin, kannst jederzeit zu mir kommen, falls du einmal Probleme hast.“ Er sah dabei Viktor an, der Dexters Blick zornig erwiederte. „Betrachte uns als Bekannte.“ Sagte Dexter grinsend zu mir und verschwand im Wasser, aber erst nachdem er noch einmal eine Pirouette gedreht hatte. Dumbledore gluckste „Jaja, Dexter ist eben ein Meermann. Ich lasse sie zwei jetzt alleine, ich muss zu den anderen Richtern. Auch genau, es wird niemand erfahren, was unter Wasser geschehen ist, falls sie das nicht anders wollen.“ Ich nickte erleichtert. Die Presse war bei meiner plötzlichen Rückkehr sowieso schon ausgeflippt, ich brauchte nicht auch noch Artikel darüber, dass ich einen Meermann gefoltert hatte und dieser danach mit mir flirtete. Damit drehte Dumbledore sich um und zwischen mir und Viktor entstand eine peinliche Stille. Nach einer gefühlten Ewigkeit, in der wir uns beide einfach nur angestarrt hatten, ergriff ich die Initiative und nachdem ich auf den Block geschrieben hatte, dass ich meine Freunde, Cedric und Harry suchte, und den Zettel Viktor gegeben hatte, ging ich und ließ ihn allein zurück. Als erstes fand ich Harry, der sich sofort anspannte, als er mich sah. Es war ja auch irgendwie logisch. Ich hatte vor seinen Augen mit meinen bloßen Gedanken einen Wassermann gefoltert. Aber anscheinend sah er mir an, wie traurig ich darüber war und kam sofort auf mich zu und umarmte mich. „Es ist nie etwas passiert, ok?“ sagte er, als er mich losließ und wieder nickte ich erleichtert. „Danke in übrigen für deinen Ratschlag, wie du gesehen hast, hat Hermine dann irgendwann etwas über dieses Kraut gefunden.“ Ich nickte. Dann verabschiedete ich mich von ihm und ging zu Cedric. Er stürmte mir entgegen. „Alles gut, Athena?“ fragte er mich und sah mich besorgt an. „Ich wollte dich auch mitnehmen, aber dann war Krum auch schon da.“ „Alles in Ordnung“ schrieb ich in die Luft und Cedric umarmte mich. Dann fragte er schelmisch: „Sag mal, was läuft da eigentlich zwischen dir und Krum? Ich meine, erst haut er dich vom Besen, dann besucht er dich während du im Koma liegst und jetzt traut er sich als einziger, dich zu retten, obwohl ihr die letzten Wochen kein einziges Wort miteinander gewechselt habt. Ganz zu schweigen davon, dass man dich als die Person ausgewählt hat, die er am meisten vermissen würde.“ Ich sah ihn verwundert an. Erst Dexter und dann auch noch Cedric? „Ich habe keine Ahnung“ schrieb ich ehrlich in die Luft und um ihn abzulenken ergänzte ich noch: „Weißt du jetzt endlich, wie du Cho auf den Ball einladen willst?“ Während er von seinem zugegeben ziemlich romantischen Plan erzählte, wie er sie zum Weihnachtsball einladen wollte sah ich mich um. Dumbledore, Karkaroff und die anderen berieten noch immer, wen sie zum Sieger erklärten und Viktor stand in einer Gruppe von Durmstrangs und schien mich und Cedric zu beobachten. Aber ich ignorierte ihn und alberte weiter mit Cedric herum.

    *Zeitsprung (Kurz vor Weihnachtsball)
    „Was machst du hier?“ hörte ich eine Stimme hinter mir, die ich sofort erkannte. „Trainieren“ schrieb ich verbissen in die Luft und nahm meinen Besen in die Hand. „Aber das sind wirklich nicht die besten Bedingungen zum Fliegen.“ „Lass mich in Ruhe“ Ich hatte keine Lust auf Viktors ständige Versuche, mit mir zu reden. Seit der zweiten Aufgabe verfolgte er mich und versuchte zwanghaft mich vor allem möglichem zu beschützen. Aber ich war kein kleines Mädchen das beschützt werden musste. Ich konnte sehr wohl auf mich alleine aufpassen und gerade vom Fliegen und Quidditsch hatte ich viel Ahnung. Also schwang ich mich auf den Besen und flog los. Seit meinem Nervenzusammenbruch trainierte ich wieder meine Flugfähigkeiten und Taktik, denn das war zurzeit das einzige, was mir wirklich halt gab. Nicht einmal die Zwillinge konnten mich zum Lachen bringen und der einzige mit dem ich immer mal wieder redete, war Cedric, der verstand, was mein Problem war. Als ich schon fast über den halben See geflogen war, holte Viktor mich ein. Er hatte bei dem Wind, der mich fast davonwehte, eindeutig einen Vorteil. „Bitte, lass uns darüber reden, was passiert ist. Niemand verurteilt dich deswegen!“ schrie er zu mir rüber, aber ich hatte keine Lust zu reden. Und vorallem nicht mit ihm, der mich überhaupt erst in diese Situation gebracht hatte. Ich machte meinen Schlenker und landete auf einer kleinen kahlen Insel mitten im See. Viktor versuchte mir zu folgen, doch ich ließ Feuer aufsteigen und da er nicht wollte, dass sein Besen Feuer fing, blieb er in sicherer Entfernung. Plötzlich bewegte sich die Insel. Viktor riss die Augen auf uns zeigte hinter mich, doch ich war viel zu beschäftigt, stehen zu bleiben. Auf einmal umschlang mich etwas an der Hüfte und hob mich in die Luft. Es war ein rieseiger Tentakel. Wo kam der denn her! Ich drehte mich um und sah, was ich schon befürchtet hatte. Es war ein Riesenkrake, der mich mit seinen roten Augen gierig ansah. Das wars dann also. Diesmal würde ich mich nicht gegen den Tod wehren. Als er mich weiter zu seinem Mund hob, schloss ich die Augen. Tschüss, Welt. Doch plötzlich stieß der Krake ein Schrei aus und ließ mich ins Wasser fallen. Sofort schwamm ich weg, aber das Wasser war zu kalt. Nach einer Minute wurden meine Arme steif und ich begann langsam zu sinken. Nach einer weiteren Minute wurde ich mal wieder ohnmächtig.
    „Athena! Bitte, Athena, atme endlich“ hörte ich. Ich machte die Augen auf. Viktor hatte sich über mich gebeugt und sein geöffneter Mund war gerade einmal 3 Centimeter entfernt. Erleichtert atmete er aus, als er sah, dass ich meine Augen aufmachte. Ich hustete und spuckte alles Wasser aus. Voll in sein Gesicht. Doch das schien ihm nichts auszumachen. Er setzte mich auf und stützte meinen Rücken, während ich immer noch mit Husten und atmen beschäftigt war. „Du musst deine Klamotten ausziehen“ sagte er und ich sah ihn entgeistert an. „Deine Lungen, du bekommst eine Lungenentzündung, wenn du nicht sofort warme Klamotten anziehst“ Ich nickte schwach. Das, was er sagte war einleuchtend, also begann ich meinen Umhang auszuziehen. Auch er fing an seine Uniform auszuziehen und gab mir dann seinen warmen Pelzmantel. Ich kuschelte mich sofort darin ein. „Erschrecke mich nie wieder so“ seufzte Viktor erleichtert, als er sah, dass ich wieder belebter wurde. „Habe ich nicht vor“ krächzte ich. Viktor drehte sofort seinen Kopf zu mir und selbst ich war mehr wie überrascht. „Rede ich gerade“ fragte ich staunend Viktor, der nickte. Ich lachte und schrie dann „Ich kann wieder sprechen“. Ich freute mich riesig. „Hast du gehört, Viktor, ich kann wieder sprechen“ sagte ich zu meinem sprachlosen Retter. „Danke“ sagte ich und lächelte ihn an. „Wofür?“ fragte er mich perplex. „Dafür, dass du vorhin mein Leben gerettet hast. Und im See auch.“ Sagte ich, noch immer mit einem breiten Grinsen im Gesicht. „Warte mal, kann ich vielleicht auch schon wieder singen? Dann kann ich wieder in den Chor von Professor Flitwick gehen. Was soll ich singen? Wie wäre es mit
    What doesn´t kill you makes you stronger,
    stand a little taller,
    it doesn´t mean I´m lonely when I´m alone,
    What doesn´t kill you makes a fighter
    footsteps even lighter
    Doesn´t mean I´m over cause you gone“
    (Kelly Clarkson- Stronger) „Es funktioniert!“ rief ich vollkommen glücklich, nachdem ich verschnauft hatte. Ich sprang auf und lief auf den lächelnden Viktor zu, der mich beobachtet hatte. „Danke“ sagte ich, bevor ich ihn an seinem Kragen zu mir herunterzog und ihn verlangend küsste. Er ging sofort auf den Kuss ein und drückte mich gegen einen Baumstamm. Nach mehreren Minuten hörten wir außer Atem auf. „Heißt das, wir gehen zusammen auf den Weihnachtsball?“ fragte er. „Ja“ sagte ich lächelnd und ging hinauf zum Schloss.

    *Zeitsprung (Weihnachtsball)*
    „Alles Gut, Hermine, du siehst super aus“ Zusammen mit der ziemlich aufgeregten Hermine stand ich oben am Geländer. Sie war so aufgeregt, da sie mit Arian, einem anderen Durmstrang, ausging, um Ron eifersüchtig zu machen. Aber auch ich war aufgeregt. Mehrere Stunden hatten wir beide uns für heute fertig gemacht. Selbst meine Haare hatte ich kunstvoll hochgesteckt. Ich lächelte Hermine aufmunternd zu und sie ging die Treppe herunter, wo sie Arian in Empfang nahm, während Harry und Ron böse schauten. Dann war ich dran. Vorsichtig, um mein langes rotes Kleid, dass perfekt auf Viktors Mantel abgestimmt war, nicht zu zerstören, ging ich die Treppe hinunter. Alle drehten sich um, als sie mich sahen und Viktor sah mich stolz an und gab mir einen Kuss, als ich bei ihm ankam. „Du siehst wunderschön aus, meine Göttin“ sagte er, als ich mich bei ihm einhakte.

    *Zeitsprung (15 Jahre später) *
    „Und begrüßen sie mit uns zu der diesjährigen Weltmeisterschaft: Kapitän der irischen Nationalmannschaft Athena Krum“ wurde ich angekündigt. Während die Leute jubelten, winkte ich unserer 2-Jähriger Tochter zu. „Und hier ihre bulgarischen Gegner: Loskowitz, Lewski, Zograf, Volkow, Iwanowa, Strarkov und Viktor Krum!“ Mein Mann und seine Leute flogen aus der Kabine. Ich grinste ihm zu. Er grinste zurück.

    Hey, ich hoffe dir hat diese Story gefallen. Sorry, dass ich manchmal die chronologische Reinfolge verändert habe (der Weihnachtsball findet vor der 2. Aufgabe statt, …) und mich auch nicht immer unbedingt ans Buch gehalten habe (Viktor hat im Buch seinen Kopf und nicht seine Beine in einen Hai verwandelt, …). Ich würde mich riesig über Feedback in den Kommentaren freuen.

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