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Verflucht mit Hoffnung und Pech- erstes Jahr

Als Morag McDougal von Allison Selwyn aufgeklärt wird, freut sie sich wie noch nie auf Hogwarts. Sie hat schon vorher den Verdacht auf Magie und dass sie vielleicht nicht die Person ist, die sie zu sein scheint...

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    Morag fand es schwer sich in der neuen Umgebung einzufinden. Vor allem weil es in England war. Vor ein paar Tagen war sie noch in ihrem eigenem kleinen Zimmer gewesen, in der Schweiz. Sie wusste noch nicht so recht ob sie sich mit der Sprache zurechtfinden würde, also hatten ihre Eltern beschlossen sie in ein deutsches Internat zu stecken. Es waren bis dahin noch ein paar Monate, aber noch hatte sie keine Panik; die hatte sie nie. Morag dachte ohne recht zu wissen warum an ihre Hobbys, die sie wahrscheinlich sitzen lassen müsste. Langsam kam doch Panik an diesen Gedanken auf. Seufzend setzte sich Morag an ihrem weissen, leblosen Schreibtisch und kramte ein Blatt Papier aus der obersten Schublade heraus. Als nächstes holte sie aus einem Gestell einen Bleistift und setzte ihn fein aufs Papier und in wenigen Minuten entstand eine Hexe, nicht eine hässliche mit einer übergrossen Nase sondern eine kleine und sie hatte keinen Buckel sondern einen geraden Rücken und eine schöne Figur. Es dauerte eine Weile bis Morag die richtigen Farben gefunden hatte. Mit dem fertigem Bild war sie zufrieden. Die Hexe hatte dunkelblondes Haar und warme braune Augen. Dieses Bild würde Morag verstecken und im Internat über ihrem Bett hängen. Wenigstens konnte sie dieses Hobby behalten. Genauso wie lesen. Wo sie an lesen dachte... In Sekundenschnelle war Morag in Garten auf der Gartenbank mit einem Buch in der Hand. Die Bank war das was sie mochte. Sie war hinter dem Haus im Schatten und man konnte nicht diese stinklangweilige Strasse mit den komplett gleichen Häusern sehen. Ja, der Ligusterweg war langweilig. Ein wenig Trost spendete ihr allerdings ihre Hausnummer. Es war Nimmer sieben, die selbe Zahl wie ihr Geburtstagsdatum, na gut, nur der Tag. Morag schüttelte ihren Kopf und wandte sich wieder ihrem Buch zu. Sie hatte kaum fünf Minuten gelesen, als sie etwas hörte. Sie lief vor das Haus und schaute mit verschränkten Armen das Geschehen zu. Ein fetter Junge und ein paar Komplizen verprügelten einen vielleicht neunjährigen Jungen. Morag erkannte den fetten Jungen. Es war Dudley Dursley, das Engelchen des Schweins und der Vogelscheuche die ein paar Häuser weiter wohnten. Morag hatte die Vermutung dass noch jemand dort wohnte. Manchmal hatte sie Schwein jemand anschreien gehört. Es war klar das es nicht Dudley war. Die Tage gingen weiter. Morag hatte sich mit Schweinchen geprügelt weil sie sich über seinen Namen lustig gemacht hatte. Schweinchen war natürlich sauer geworden. Er kam langsam mit erhobenen Fäusten auf sie zu und bedrohte Morag die darauf nur spöttisch gelacht hatte. Als Polkiss ihren Arm packte, drehte sie ihren und hielt ihn fest, hängte ihren Fuss ihn seinen ein und brachte ihn zu Fall. Dursley war geschockt gewesen, Morag nutzte diese Gelegenheit und boxte ihn ins Gesicht. Zurück zum Haus stolzierend, überlegte sie sich was sie in ihrem Tagebuch schreiben sollte.

    12. Juni 1991 Liebes Tagebuch
    Nee das klingt doof. Ist aber auch egal. Heute Mittag, nach dem Abendessen habe ich mich mit Dudley Dursley geprügelt! Natürlich habe ich gewonnen. Polkiss wurde zu Boden geschleudert und Dursley selbst hat einen hübschen blauen Fleck. Das hat er verdient nachdem er so viele Kinder verprügelt hat. Alex Newell ist mir dankbar weil ich eine Stunde später eingegriffen habe als er verprügelt wurde. Man könnte meinen, Dursley habe keine Hobbys...


    Und er hatte keine, soviel stand fest. Aber am fünfzehnten sah sie Eulen auf Dursleys Haus. Und als sie die Eulen weiter beäugte, flog eine auf sie zu und landete auf dem Arm der verdutzten Morag. „Magie“, murmelte sie und streichelte ihr Gefieder. Sie hatte ihr ganzes Leben lang ab Magie geglaubt, aber das war der endgültige Beweis! Die Eule flog wieder auf das Hausdach der Dursleys und Sekunden später kam schon ein „Eulen!“ Geschrei das verdächtig nach Mr Dursley klang. Am Abend passierte allerdings das unglaubliche: es klingelte. Ok, das war nicht das unglaubliche. Das unglaubliche war auch nicht die junge Frau die an der Tür stand und wie eine Kopie der gezeichneten Hexe aussah.
    „Hallo, ich bin Allison Selwyn und du bist wohl Morag McDougal. Könntest du bitte deine Eltern holen?“
    „Klar“ Damit wandte Morag sich ab und lief ein paar Treppenstufen hoch. „Mama! Papa! Kommt!“ Kurze Zeit stampften ihre Eltern die Treppe runter und schauten Allison Selwyn verdutzt an.
    „Wer sind sie und was wollen sie?“, fing Mr McDougal vorsichtig an.
    „Ich bin Allison Selwyn und-“
    „-Sie ist eine Hexe“, fuhr Morag für sie fort.
    „Woher weisst du das?“, fragte Allison verdutzt und schaute auf sich runter.
    „Sind meine Kleider etwa noch nicht zu muggelhaft, oder...“
    „Magische Aura“, sagte Morag und fragte sich was muggelhaft wohl bedeuten möge. Es war nie in einem Wörterbuch vorgekommen und auch nie im Unterricht.
    „Kommen sie doch ins Wohnzimmer“, sagte Mrs McDougal und bot ihr einen Platz auf dem Sofa an.
    „Emmm... Ms Selwyn was wollen sie?“, versuchte es Mr McDougal.
    „Ja, ich bin hier um-“ Doch Allison wurde abermals unterbrochen, aber diesmal durch Diana, Morags 14-Jährige Schwester. Sie kam die Treppe runtergetappt. Sie trug einen hellblauen Morgenmantel der fast so flauschig war wie ihre pinken Pantoffeln.
    „Wer ist d-“ Als sie Allison sah, kehrte sie abrupt um und rannte die restlichen Stufen hinauf. Der restliche Abend verlief recht ordentlich. Alisson hatte nicht erwartet das Morag erwartet hatte das sie eine Hexe war, (aber das war ja offensichtlich nachdem man sein ganzes Leben lang Stifte schweben lassen gelassen hat) und dass sie die Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei besuchen würde, dass der Schulzug am ersten September 11:00 fahren würde (sie gab ihr ein Ticket) aber das sie vorher noch die Schulsachen benötigen würde („Morgen gehen wir auf Shoppingtour!“). Mr und Mrs McDougal gaben ihr das Gästezimmer (sie hatten einen kleinen Anbau), aber Morag hatte eine dringende Frage.
    „Allison, ich kann doch gar nicht richtig englisch!“
    „Oh ja, du hast einen schlechten Akzent, aber das Ministerium ist auf alles vorbereitet, sie haben das gewusst.“
    „Welches Ministerium?“
    „Ich erzähl dir morgen mehr darüber aber wie auch immer, sie wussten dass du kein englisch kannst und haben mir deshalb diesen Trank gegeben.“ Allison kramte eine Phiole mit blassviolettem Inhalt aus ihrer Lederhandtasche hervor und gab sie Morag.
    „Das ist‘n Englischredentrank oder wie auch immer der da heisst. Der ist wertvoll und wurde vom bestem Tränkemeister des Ministeriums gebraut. Trink ihn und du wirst sein ganzes Leben lang englisch sprechen können.“ Morag musterte den „Englischredentrank“ erst und zog dann den Korken raus. Sie hätte den Trank lieber nicht direkt in ihr Gesicht halten müssen, denn sofort kam giftgrüner Rauch auf und stieg ihr in die Nase und beschlug ihre Brille.
    „H-h-haaattt“, setzte sie zum Niesen an. Doch sie nieste nicht.
    „Los trink“, drängte Allison. Morag betrachtete die eklige Flüssigkeit die mittlerweile Blasen bildete, hielt diese an ihren Mund und schluckte. Er schmeckte seltsam. Ein wenig nach Alluminium, Metall und Magnesium. Es war zwar nicht lecker, aber unerträglich auch wieder mal nicht. Es machte irgendwas mit ihrer Zunge, es fühlte sich gut an.
    „Feddisch?“
    „Das fühlt sich gut an.“
    „Gut, dein hässlicher Akzent ist weg. Falls jemand mit dir deutsch redet, redest du auch deutsch, kapisch? So, es ist schon ein Uhr morgens, wir gehen morgen am morgen nach London.“

    Morag hatte lange nicht mehr so einen schönen Traum gehabt. Sie war eine Hexe mit grünen Augen und dunkelblonden Haaren. Sie hiess anders, konnte sich aber nicht erinnern wie. Und der Zauberstab... es war einfach mit ihm umzugehen...
    Als sie aus dem Bett schreckte, wusste sie dass das kein Traum war. Sobald sie Jeans und T-Shirt angezogen hatte, ihre komplette Morgenroutine beendet hatte und unter dem Bett gekrabbelt war um ihre Uhr zu holen ging sie runter und blickte direkt in Allison Selwyns braune Augen die sie voller wärme ansahen. Allison war gerade dabei Cornflakes zu essen. Gerade wurde Morag klar, woher sie ihr so bekannt vorkamen; sie hatte die gleichen.
    „Morgen Allison“, sagte sie und ging in die Küche um sich Schüssel und Löffel zu holen. Am Tisch schenkte sie sich Milch ein und häufte sich einen Berg von Loops auf. Sie aßen eine Weile still gegenüber bis beide fertig waren und Alisson das Wort ergriff.
    „Mach dich schon mal bereit- ich erledige das"
    „Ich will aber zuschauen!“
    „Ok“, antwortete sie und seufzte auf. Sie holte einen Holzstock aus der Tasche hervor den Morag nach ein paar Sekunden als Zauberstab erkannte. Mit einem Wink flog alles auf dem Tisch in die durch Zauberhand geöffneten Regale.
    „Cool, wie heisst der Zauberspruch?“
    „Er heisst Mobiliarbus, es wird aber noch eine Weile dauern bis du den kannst.“
    „Ok, dann merk ich ihn mir nur.“
    „Wir werden mit dem Auto gehen ok? Hab‘ zum Glück vor einer Weile meine Fahrprüfung abgelegt...“ Allison fuhr nicht besonders gut. Als sie losgefahren ist, fuhr sie rechts als Geisterfahrer und hatte vollkommen vergessen, dass Linksverkehr war. Morag konnte sie nicht darauf hinweisen da sie nicht an Linksverkehr gewohnt war, da sie ja in der Schweiz gewohnt hat. Erst als sie einen riesigen Bus auf sie zukommen sah, hatte sie es bemerkt. Darauf hatte Allison einen Gefährlichen Schlenker nach Links gemacht und dabei fast das Auto übersehen dass gerade aus einer anschliessenden Strasse rausfahren wollte. Auf der restlichen Fahrt erzählte Allison Morag über die magische Welt.
    „Also, das Zentrum der magischen Welt ist das Zaubereiministerium, da arbeite ich wie ich es dir gestern Abend erzählt hab‘. In der Abteilung für internationale magische Zusammenarbeit. Ich hab mich freiwillig gemeldet weil-“
    An dieser Stelle stockte sie, „-Ich Bock hatte.“
    „Wie alt bist du?“, fragte Morag um vom Thema abzulenken.
    „Neunzehn, ich musste aber ein Jahr lang Ausbildung machen. Ok, aber jetzt weiter: es gibt einen Zaubereiminister, Cornelius Fudge. Meine Kollegen und ich sind aber nicht sonderlich zufrieden mit ihm, dauernd bittet er Dumbledore um Hilfe.“
    „Wer ist das?“
    „Das ist der Schuldirektor von Hogwarts, deiner Schule.“
    „Ok, erzähl mir mehr von Hogwarts.“
    „Also in Hogwarts gibt es vier Häuser, Hufflepuff, Gryffindor, Ravenclaw und-“ Sie schnaubte kurz, „-Slytherin. Ich war in Hufflepuff.“
    „Wie wird man eingeteilt?“
    „Nach Charaktereigenschaften. Huffelpuffs sind loyal und nett, Gryffindors tapfer und mutig, Ravenclaws schlau und weise, Slytherins-“ Allison machte abermals eine Pause, „-böse“
    „Böse ist keine Charaktereigenschaft.“
    „Na gut, ehrgeizig und listig. Aber sie sind trotzdem böse!“
    „Ich will nach Ravenclaw, aber Slytherin würde auch gut zu mir passen.“
    „Kannst nicht. Es können nur reinblütige Schüler nach Slytherin.“ Nach ein paar Minuten waren sie angekommen. Allison parkte ihr Auto auf einem leeren Parkplatz und lief vor. Nach mehreren Minuten kamen sie vor einem schmuddeligen Pub zum stehen.
    „Hey, hier bin ich schon mal vorbeigelaufen, da war ich neun. Meine Schwestern wussten gar nicht wovon ich redete...“
    Als Morag den Pub betrat, war sie voller Neugierde auf das was sich hinten befand, denn Allison hatte ihr erzählt dass man in den Innenhof gehen sollte und dort hinter der Mauer die Winkelgasse ist. Aber der Schankraum war schon befriedigend. Ein seltsames Volk war hier; eine Frau deren Gesicht durch eine dunkelblaue Kapuze verdeckt wurde und das einzige was man sehen konnte ein paar violetter Augen war; drei Männer miteinander sassen und abgesehen von der Haarfarbe (rot, schwarz, grau) vollkommen gleich aussahen; eine kleine Gestalt dessen Füsse kaum den Boden berührten und so weiter. Mit neutraler Miene trat Allison mit der erstaunten Morag an die Bar. „He Tom“, sprach sie den verhutzelten Wirt an, der vorher hinter der Bar Gläser putzte und endlich aufsah.
    „Hallo Allison, wen hast du hier?“, fragte er überrascht und sah Morag an.
    „Das ist Morag McDougal.“
    „Hallo“, antwortete Morag locker.
    „Tja, wir gehen dann mal zur Winkelgasse“, sagte Allison und ging in den Hinterhof. Morag folgte ihr und konnte die Spannung ertragen. Das spannendste am Hof war die Mülltonne, aber Morag liess sich davon kaum beirren. Allison holte wieder ihre begehrten Zauberstab hervor und klopfte auf einen bestimmten Stein an der Mauer und sofort verdrehten sich die Steine und gaben einen Eingang frei: die Winkelgasse. Es waren so viele Leute da, dass Morag ernsthaft daran dachte, die halbe Welt sei hier.
    „Wo gehen wir als erstes?“, fragte sie und schaute auf Allison die ihr daraufhin einen Zettel aus ihrer Tasche gab.

    HOGWARTS-SCHULE FÜR HEXEREI UND ZAUBEREI

    Uniform

    Im ersten Jahr benötigen die Schüler:
    1. Drei Garnituren einfache Arbeitskleidung (schwarz)
    2. Einen einfachen Spitzhut (schwarz) für tagsüber.
    3. Ein paar Schutzhandschuhe (Drachenhaut o. Ä)
    4. Einen Winterumhang (schwarz, mit silbernen Schnallen)
    Bitte beachten Sie, dass alle Kleidungsstücke der Schüler mit Namensettiketen versehen sein müssen.

    Lehrbücher

    Alle Schüler sollten jeweils ein Exemplar der folgenden Werke besitzen:
    -Miranda Habicht: Lehrbuch der Zaubersprüche, Band 1
    -Bathilda Bagshot: Geschichte der Zauberei
    -Adalbert Schwahfel: Theorie der Magie
    -Emeric Wendel: Verwandlungen für Anfänger
    -Phillyda Spore: Tausend Zauberkräuter- und Pilze
    -Arsenius Bunsen: Zaubertränke und Zauberbräue
    -Newt Scamander: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind
    -Quirin Sumo: Dunkle Kräfte. Ein Kurs zur Selbstverteidigung

    Ferner wird benötigt:
    -1 Zauberstab
    -1 Kessel (Zinn, Normgrösse 2)
    -1 Sortiment Glas- oder Kristallfläschchen
    -1 Teleskop
    -1 Waage aus Messing

    Es ist den Schülern freigestellt, eine Eule ODER eine Katze ODER eine Kröte mitzubringen.

    DIE ELTERN SEIEN ERINNERT, DASS ERSTKLÄSSLER KEINE EIGENEN BESEN BESITZTEN DÜRFEN.

    Schade, dachte Morag als sie den letzten Satz las.
    „Was sollen wir als erstes holen?“, fragte Allison, die ebenfalls mitgelesen hatte.
    „Ich weiss nicht...“, sagte Morag mit gespielter Dummheit.
    „Vielleicht Geld? Gibt es Zaubergeld?“
    „Ja- (Morag seufzte) Galleonen, Sickel und Knuts; 39 Knuts sind ein Sickel, 17 Sickel sind eine Galleone und eine Galleone ist eine Galleone.“
    „Gibt es nicht einfach Geldscheine?“, maulte Morag. „Muss man wirklich das ganze Geld rumschleppen?“
    „Nee, man kann auch Verkleinerungs-Zauber anwenden oder so, das Gold bekommen wir übrigens in Gringotts, der einzigen Zauberbank.“
    „Eine einzige Bank für die gesamte magische Bevölkerung?“
    „Ja, das ist auch die einzige Einkaufsstrasse der Zauberer.“
    „Toll“, meinte sie sarkastisch. Ihre Gedanken waren klar: da es auf der ganzen Welt Zauberer und Hexen gab, musste diese Einkaufsstrasse riesig sein. Schon hundert Meter davor sah man dieses weisse Gebäude mit den schrägen Balken. Allison schritt selbstsicher die Stufen hinauf, Morag wieder einmal neugierig. Drinnen erwartete sie eine grosse Halle mit Kobolden hinter Schaltern; an der Decke war ein Kronleuchter. Allison ging zum siebten Schalter der linken Seite zu und redete mit dem Kobold.
    „Hi Rognok. Wir möchten zum Verlies 737 von -Chrmm- Morag McDougal.“ Rognok tippte noch weiter, sah aber auf als sie sich erneut räusperte.
    „Und wo ist Morag McDougal?“
    „Hier“, sagte sie zeigte damit auf Morag. Rognok ging langsam und gemütlich vom Schalter und in einer Tür am Ende der Halle, aber vorher gab er Allison einen Schlüssel, die diesen an Morag weitergab. Der nächste Gang war weniger schön und nach einer Spritztour („Das ist besser als jede Achterbahn!“) sah Morag endlich ihr Verlies. Fast der ganze Boden war verteillt mit Galleonen-Sickel- und Knuts.
    „Füll deine Taschen, alles gehört dir“, sagte Allison augenzwinkernd.
    „Ich bin reich“, hauchte Morag glücklich und ging auf die Knie um ihre leeren Hosen- und Jackentaschen zu füllen. Ihre Taschen waren fast voll, als ihr etwas ins Auge sprang: ein Armband aus Gold, verziert mit Dreiecken. Sie steckte es ebenfalls in ihre Tasche und stand auf. Nach ihrem Trip im Verlies gingen sie zu Flourish & Blotts um die Schulbücher zu holen. Morag musste praktisch von den Büchern weggezogen werden. Zusätzlich zu den Schulbüchern kaufte sie noch Eine Geschichte von Hogwarts. Viele Sachen besorgten sie sich bei Albions Allerlei, wie den Kessel und das Teleskop. In Eylops‘ wählte sie einen rötliche Kauz aus, den sie Tryx nannte. Mit Tryx‘ im Eulenkäfig machten sie sich auf den Weg zu Madam Malkin‘s. Es verlief recht ordentlich, abgesehen von der Tatsache, dass Malkins Katze den Käfig ansprang und Tryx deswegen völlig aus dem Häuschen war. Als nächstes war Ollivanders dran. Es mussten mehrere Stäbe getestet haben bis er den richtigen fand. Beim „richtigen“ fing das Glöckchen an zu bimmeln.
    „Ahorn, Drachenherzfaser, 12 3/4 Zoll, Elastisch, sehr starker Stab und besonders gut für Verwandlungen.“ Natürlich hatte Morag etwas mit dem besagten Glöckchen zu tun.
    Mobiliarbus!
    Das Glöckchen musste von verschiedenen Ecken des Ladens wieder aufgesammelt werden, dennoch war Morag stolz auf ihren Stab. Im tropfendem Kessel, dem Pub, assen sie Mittag-Abendessen (sie hatten kein Mittagessen gehabt): die berühmte Soup Soup Soup. Nein, nur Allison ass die Soup Soup Soup, Morag ass lieber Kürbissuppe.
    „Wieso habe ich denn mein eigenes Verlies?“, fiel Morag noch ein.
    „Ouh-“ Allison stockte.
    „Jeder muggelstämmiger Schüler kriegt sein eigenes Verlies, weisst du, du bist nicht reich!“
    „Schade.“ Morag wusste dass Allison log; es waren sicher nicht in allen Verliesen Dreiecksreife drin.
    „Allison, was ist eigentlich jetzt mit diesem Harry Potter?“ Allison, die in die Genüsse der kreativen Soup Soup Soup vertieft war, horchte auf.
    „Also, Du-weisst-schon-wer hat seine Eltern umgebracht und wollte ihn töten, hat es aber nicht geschafft. Und von diesem Augenblick an, ist Du-weisst-schon-wer verschwunden; wir haben nie wieder etwas von ihm gehört.“
    „Wer ist Du-weisst-schon-wer?“
    Diese ganze Story war richtig interessant...
    „Lord V-o-l-d-e-m-o-r-t“, sagte sie ängstlich.
    „Vol-“
    „Sag seinen Namen nicht! Na ja, auf jeden Fall war er ein sehr mächtiger dunkler Zauberer, hat Anhänger un sich geschart und diese ganze Zeit war die Hölle.“
    „Arme Leute“, sagte Morag ernst.
    „Ja, überall gab es Morde...“ Allison senkte den Kopf. „Du kannst ihn auch Er-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf oder dunkler Lord nennen.“

    Allison fuhr mit einem voll beladenem Auto durch die Strassen, diesmal nicht als Geisterfahrer. „Ich würde dir gerne Briefe schreiben, Allison“, sagte Morag, als sie angekommen waren. „Tryx weiss wo sie mich finden kann“, erwiderte Alisson und streichelte ihn.
    Der restliche Monat war der spannendste überhaupt. Morag verkroch sich ins Zimmer, lernte dort die Schulbücher auswendig und übte mit einem Holzstock Zaubersprüche. Gelegentlich gingen sie zu Ausflügen in den Zoo oder in die Stadt. Die Bücher der Zauberer waren spannender geschrieben als die der Muggel und sie fragte sich, worum die Romane in der Magischen Gemeinschaft gingen. Als Morag alle Schulbücher fertig gelesen hatte, ging sie noch einmal in der Winkelgasse, um Bücher zu kaufen, aber diesmal mit ihrer Familie. Sie hatte sich auch mit einer Freundin getroffen, log aber und sagte dass sie in ein Internat gehen würde. Der erste September kam und Morag fand sich plötzlich auf dem Bahnsteig neun wieder. „Ich werde euch Briefe schreiben“, war das letzte Wort dass sie sagte, als sie auf die Wand zurannte und verschwand. Das war ziemlich schwierig, da sie einen Koffer, einen Rucksack, und noch einen Koffer mitgenommen hatte (sie bestand darauf, ihre Staffelei und all ihr Zeichenmaterial mitzunehmen). Der Bahnsteig neundreiviertel war ziemlich leer, was kein Wunder war, da es erst halb elf war. Morag hievte alle ihre Sachen in den Zug und suchte sich ein Abteil. Als die Koffer in die Gepäckablage verstaut waren, las sie Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind. Es hatte zwar nicht sehr lange gedauert es zu lesen, aber
    es war immer wieder spannend. Morag begann sich langsam zu fragen, was genau in den vereinigten Staaten passiert ist. Eine halbe Stunde später war es nach elf Uhr öffnete sich die Abteiltür und ein dunkelhaariger, pummeliger und vor allem trauriger Junge stand dort.
    „Hallo, darf ich mich hier setzen?“, fragte er schüchtern. Morag bot ihm einen Platz gegenüber von ihr an und setzte sich dankbar.
    „Ich bin Neville Longbottom“, stellte er sich vor.
    „Ich bin Morag McDougal“, erwiderte Morag. Es herrschte ein beschämtes Schweigen, indem sie ihn etwas fragte.
    „Was ist passiert, Neville?“ Sie legte ihr Buch, dass sie immer noch in der Hand hatte, in den Rucksack. Neville wollte etwas sagen, wurde aber durch das knallen der Abteiltür unterbrochen. Ein Mädchen mit buschigen braunen Haaren stand dort. Sie hatte bereits ihre Schuluniform an und Morag wusste sofort, dass sie intelligent war, was sie freute.
    „Ich bin Hermine Granger. Darf ich mich zu euch setzen?“
    „Natürlich“, antwortete Morag und Hermine setzte sich neben Neville.
    „Ich bin Morag McDougal und das ist Neville Longbottom“ Sie musterte Hermine, was sie allerdings nicht bemerkte. Sie sahen sich ziemlich ähnlich, abgesehen davon dass Morag dunklere und längere Haare hatte und sie eine Brille hatte.
    „So Neville, fahre bitte fort, weshalb bist du traurig?“
    „Ich habe meine Kröte verloren, Trevor. Meine Omi war davon nicht so begeistert.“, sagte er beschämt und blickte zu Boden. „Ach was, ich such sie.“ Damit ging er aus dem Abteil.
    „Weisst du schon, in welches Haus du kommst?“, kam es aus Hermine.
    „Hmm, ich denke auf jeden Fall Ravenclaw, weil ich ziemlich schlau bin. Gryffindor wäre auch nicht schlecht. Hufflepuff eher nicht, weil ich nicht sonderlich nett bin, mein Herz ist auch nicht wirklich warm. Slytherin auf gar keinen Fall, ich bin zwar ehrgeizig, aber Slytherins sind böse. Und ich bin eh muggelstämmig...“
    „Ich auch!“
    „Wer hat dich in der Winkelgasse begleitet?“ Erst zögerte Hermine, doch langsam erinnerte sie sich an den Namen.
    „So ein Gary Perkins. Und bei dir?“
    „Allison Selwyn. Sie ist richtig nett und war in Hufflepuff.“
    „Kannst du schon zaubern?“ Dieser plötzliche Themenwechsel irritierte Morag ein wenig, aber sie zog sofort ihren Zauberstab aus ihrem Rucksack. Sie sah auf und sah, dass Hermine ihren Zauberstab ebenfalls gezogen hatte. Doch sie wurden abermals durch das Knallen der Abteiltür unterbrochen.
    „Na meine Lieben, wollt ihr etwas zu naschen?“ Die Imbisshexe mit ihrem Süssigkeitenwagen stand dort und lächelte sie an. Die beiden zögerten nicht und kramten sofort nach Geld. Sie kannten die Gefahren leider nicht und nahmen von fast jedem etwas. Für Neville bezahlten sie auch und legten seine Naschereien auf seinem Sitz.
    „Also ich kann wie du wahrscheinlich auch, nur theoretisch. Da wir aber nicht mehr in der Muggelwelt sind, können wir ja probieren. Und so probierten sie. Als erstes übten sie den Reparo. Als sie denn konnten, wurden sie von Neville unterbrochen, der sich schniefend auf seinen Sitz fallen liess.
    „Ähmm... Neville, du sitzt auf den Süssigkeiten die wir dir gekauft haben.“, wies Morag ihn darauf hin.
    „Danke“, murmelte Neville und wurde leicht rot.
    „Ach Neville, ich gehe noch einmal mit dir“, sagte Hermine die gesehen hatte dass er seine Kröte nicht dabei hatte und sie zogen los. Da sie weg waren, fiel Morag ein, dass sie sich noch umziehen musste. Die Schuluniform war wirklich bequem. Als sie zurückkamen, erzählte Hermine von ihrer Begegnung mit Harry Potter. Morag hatte schon mehrmals in ihren Büchern von ihm gelesen, und er tat ihr richtig leid. Erst seine Eltern verlieren und dann noch der ganze Ruhm. Meine Güte, er war erst elf.
    „Er sass da, mit einem Typen namens Ron Weasley."
    „Die Weasleys haben alle rote Haare und sind arm“, sagte Neville.
    „Armer Ron“, murmelte Morag.
    „Ich muss auf die Toilette“, sagte Hermine und verschwand.
    „Neville, ich würde gerne wissen warum du mit deiner Oma gekommen bist“, fragte Morag und lächelte ihn freundlich an. Jedenfalls dachte sie dass es freundlich war. Aber in ihrem Kopf kamen noch einmal die Gedanken. Waren Nevilles Eltern etwa tot? Oder waren sie verschwunden? Waren sie auf einen Auftrag in einem anderem Land? Neville starrte sie fassungslos an. Anscheinend hatte ihm niemand jemals diese Frage gestellt. Sie wusste, dass es einer dieser Gründe war.
    „Neville, du kannst es mir sagen. Wenn du nicht willst, musst du es auch nicht tun. Nun- wenn du es loswerden willst oder so, ich bin für dich da.“ Neville nickte, und sie unterhielten sich wieder um normale Sachen und assen die Süssigkeiten. Morag wollte sich gerade eine von Bertie Bott‘s Bohnen nehmen, als Neville sie warnte.
    „Pass auf Morag! Die gibt es in jeder Geschmacksrichtung, sei vorsichtig.“ Morag nickte und roch erst mal an der Bohne, bevor sie sich diese in den Mund schob, nur um dann zu würgen-
    sie schmeckte nach altem Schuh.
    „Ich bin doch kein Hund“, beklagte sie sich.
    „War es Hundekuchen?“, fragte er und konnte sein Lachen gerade so zurückhalten.
    „Es schmeckte nach einem altem, verschimmelten, dreckigen, infizierten, verseuchter, beschmutzter, mit Schlamm und Matsche überzogenem Schuh.“
    „Du Opfer“, sagte er und nahm sich selbst eine.
    „Hmmmm... Vanille-Erdbeer-Schokolade Eis. Hmmm...“, sagte er und gab Genusslaute von sich. In diesem Augenblick sprang die Tür auf und Hermine liess sich in ihrem Sitz fallen.
    „Ich hab noch gesehen, wie Draco Malfoy die anderen genervt hat. Dann bin ich zu Harry Potter und Ron Weasley ins Abteil gegangen und hab sie darauf hingewiesen, keine Gewalt zu benutzen.“ Morag und Neville verdrehten die Augen. Das war so typisch für Hermine.
    „Wir haben die Süßigkeiten probiert, hier nimm mal eine von Bertie Botts‘ Bohnen.“ Damit wedelte sie mit Hermines Packung. Ein paar Stunden später, alle hatten das Gefühl, doppelt so viel zu wiegen als sonst, stiegen sie beim Bahnhof von Hogsmeade aus. Dort wurden sie erstmal von einem -er war zu gross um ein normaler Mann zu sein und zu klein für einen Riesen, sagen wir mal Halbriese- empfungen, der sich als Hagrid vorstelle. Er wies sie an, sich zu viert in einem Boot zu setzen. Morag wollte mit Hermine und Neville gehen, wurde aber von einem grossem Kerl grob zur Seite geschubst. Sie fiel hin und dachte sich wie bescheuert Leite sein konnten. Es ging doch nicht darum, wer als erstes da war. Fluchend setzte sich auf, als ihr eine Hand hingehalten wurde- Morag nahm die Hand und zog sich hoch. Sie schaute in das Gesicht des Typen -er war ein wenig grösser als sie- und war kurz sprachlos. „Danke“, murmelte sie und wandte sich wieder den Booten zu ohne zu wissen wer ihr geholfen hatte. Es waren nur noch ein paar Erstklässler da und sie teilte sich schliesslich ein Boot mit Anthony Goldstein, sie nahm mal an dass es sich um ihn handelte, mit Hannah Abbott und mit Michael Corner. Sie musste zugeben... so ein majestätisches Schloss hatte sie nie gesehen, und erst recht nicht von einem wackeligem Boot aus. Das einzige Blöde war, dass das Boot einen plötzlich einen Ruck nach vorne gemacht hatte, ohne Vorahnung. Mit weit aufgerissenen Mündern beobachteten sie dann die ganze restliche Bootsfahrt den Riesenkranken. Als sie ausgelaugt im Bootshaus ankamen, liess sie etwas aufstöhnen: Treppen. Gefühlte Millionen Treppenstufen später, standen sie endlich in der Eingangshalle, wo eine strenge aussehende Lehrerin sie Hagrid abnahm. Morag hatte endlich zu Hermine gefunden.
    „Sicher eine ganz chillige Lehrerin“, meinte sie sarkastisch. Hermine schien das nicht zu bemerken und sie hing gebannt an den Lippen der Lehrerin die etwas über die Häuser erzählte.
    „Sie ist sicher eine tolle Lehrerin“, sagte sie, worauf Morag schnaubte. Als die McGonagall weg war, um „etwas zu holen“, begann dieser Malfoy laut etwas zu sagen.
    „Also sind die Gerüchte war? Harry Potter ist ab jetzt in Hogwarts?“ Der Junge, den Morag sofort als Harry Potter registrierte, lehnte aber sein Angebot ab, sich mit ihm anzufreunden. Die grosse Halle war unglaublich. Morag wurde wieder von jemanden geschubst, diesmal sah sie, das es Crabbe war, wie Malfoy ihn vorgestellt hatte. Sie stand auf und nachdem sie ihren Umhang gerichtet hatte, waren die anderen ihr ein paar Meter voraus.
    Wieder neben Anthony Goldstein, sah sie hinauf: die Decke war wunderschön. Sie lächelte ein paar Ravenclaws beschämt zu und erschrak, als sie nach vorbeischaute und den halb zerfallenden Hut sah.
    „Prüfung, pffff“, murmelte sie. „Habe es mir schwieriger vorgestellt“, murmelte Anthony zurück.
    „Abbott, Hannah.“ Hannah, das nette Mädchen stolperte nach vorne.
    „Hufflepuff!“ Ein paar Schüler später kam Hermine dran. Es dauerte eine Weile und Morag wusste, dass sie entweder nach Ravenclaw oder Gryffindor kommen würde. Das zweiter war der Fall. Innerlich stöhnte Morag auf. Anthony Goldstein wurde Ravenclaw, was Morag erfreute. Neville wurde Gryffindor, was Morag sehr überraschte. Irgendwann mal kam sie endlich dran.
    „McDougal, Morag“, dröhnte McGonagall. Morag ging nach vor und setzte sich auf den dreibeinigen Stuhl, aber nicht bevor sie sich die Lippen befeuchtet hatte. Sofort rutschte der Hut über ihre Augen und sie sah nur noch braun.

    Hmmm, was mir als erstes auffällt, ist die Intelligenz, ja du bist ein wirklich schlaues Mädchen, ein eindeutiger Fall für Ravenclaw, wenn du auch nicht andere Eigenschaften hättest, und du hast sie.

    Also, ich wusste ja dass ich nach Ravenclaw komme.

    Nicht so schnell, Jarvinia. Du bist zwar schlau, aber diese Intelligenz hast du vor allem durch Ehrgeiz bekommen.

    Ja, woher weisst du das? Wieso nennst du mich Jarvinia? Ich bin ehrgeizig, aber dass ist Slytherin und muggelstämmige wie ich können ja nicht dorthin! Ich will es auch nicht...

    Ok, dann können wir Slytherin streichen. Du hättest dich aber gut dort eingefunden.

    Hufflepuff wäre für mich eher nicht das passende Haus. Ich bin nicht sonderlich nett.

    Doch das bist du, Jarvy. Du bist loyal und um einiges netter als so manche Kinder in deinem Alter, aber wenn du nicht willst...

    Da bleiben ja noch Ravenclaw und eher als Alternative, Gryffindor.

    Das wird schwer. Du bist sehr mutig, aber auch sehr schlau. Du gehst wenn nötig als erstes.

    Und so versuchte der sprechende Hut zu entscheiden, in welches Haus Morag kommen sollte.

    Schluss jetzt! Ich geh nach... „Ravenclaw!“

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