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Mondpfotes Geschichte

Der graue Kater sah sie an. "Wie heißt du denn kleine? Woher kommst du?" "Ich" Mondpfote suchte in ihrem Kopf nach der Antwort, doch- da war nichts. In dem Teil ihres Gehirns, in dem ihre Erinnerung hätte sein müssen, herrschte nichts als gähnende Leere. "Ich weiß es nicht. Ich weiß gar nichts mehr".

Mondpfote ist die fleißige Heilerschülerin des AbendClans und kurz davor ihren richtigen Namen zu erhalten. Doch alles ändert sich, als ihr Lager von Streunern angegriffen wird. Nach einem Unfall erwacht Mondpfote auf einer Lichtung außerhalb des Territoriums und kann sich weder an ihren Namen, noch an sonst etwas erinnern und wird kurzerhand von dem Einzelläufer Zweig aufgenommen. Doch die Suche nach ihrem alten Ich lässt sie nicht los, und immer wieder plagen sie seltsame Wachträume. Wird Mondpfote es schaffen zum AbenClan zurückzufinden?

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    ((big)) Hierarchie der drei Clans((ebig)) ((big))AbendClan:((ebig)) Anführerin: Buchenstern, hellrote Kätzin mit bernsteinfarbenen Augen Zweiter Anf
    Hierarchie der drei Clans

    AbendClan:

    Anführerin: Buchenstern, hellrote Kätzin mit bernsteinfarbenen Augen
    Zweiter Anführer: Elsternschwinge, schwarz-weißer Kater, Mentor von Himmelpfote, blaugrauer Kater mit weißen Flecken und gelben Augen
    Heiler: Minzbusch, grau-weißer Kater, Mentor von Mondpfote, zierliche, silberne Kätzin mit grünen Augen
    Krieger:
    Sonnenfell, orange Kätzin mit blauen Augen, Mentorin von Primelpfote, rot-weiße Kätzin
    Funkelsee, rot getigerte Kätzin
    Rabenschweif, schwarzer Kater mit hellblauen Augen, Mentor von Schnupperpfote, cremefarbener Kater mit weißen Flecken
    Kleehalm, hellbraun getigerte Kätzin
    Goldnase, goldfarbene Kätzin mit grünen Augen
    Kiefernpelz, dunkelbrauner Kater, Mentor von Waldpfote
    Königinnen: Flammenweide, orange-gelbe Kätzin
    Älteste: Samenstreif, weißer Kater mit goldenen Punkten und gelben Augen
    Harzwolke, rotbraune Kätzin

    WiesenClan:

    Anführer: Grasstern, hellbrauner Kater
    Zweite Anführerin: Nadelstreif, dunkelbraun getigerte Kätzin, Mentorin von Nachtpfote, schwarzer Kater
    Heiler: Zirbenpelz, grauer Kater mit schwarzen Flecken, Mentor von Wacholderpfote, blaugraue Kätzin mit blauen Augen

    SeeClan:

    Anführer: Tropfenstern, grau getigerter Kater*
    Zweiter Anführer: Tümpelkralle, schneeweißer Kater
    Heilerin: Teichrose, schwarze Kätzin

    Eigentlich haben die drei Clans noch mehr Katzen, aber so viele konnte ich mir nicht ausdenken, also hab ich es gemacht wie in den echten Büchern und einen Teil weggelassen:)

    *Ich hab Tropfensterns Namen jetzt schon zweimal geändert, aber mir ist irgendwie jedesmal was besseres eingefallen. (Sorry wenn es jetzt verwirrend ist)

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    Territorien

    Das AbendClan-Territorium ist ein heller Mischwald mit einigen Lichtungen. Auf einer dieser Lichtungen, von Felsen und Büschen geschützt, hat der AbendClan sein Lager. Das Lager liegt Kartentechnisch eher oben.

    Das WiesenClan-Territorium liegt rechts vom AbendClan und ist eine riesige Wiese, mit vielen verschiedenen Pflanzen und gelegentlichen Felsplateaus. Zwischen den größten Felsen liegt das Lager.

    Das SeeClan-Territorium liegt links vom AbendClan und ist ein Sumpf mit vielen kleinen Teichen und Bächen. in der Mitte des Sumpfes liegt eine kleine Baumgruppe, wo sich gut versteckt das Lager befindet.

    Der Versammlungsort:

    In der Mitte der drei Territorien liegt ein Kiefernwald, der Heiliger Wald genannt wird. In der Mitte befindet sich eine große Lichtung, auf der jeden Vollmond die große Versammlung stattfindet. Auf der Lichtung gibt es einen riesigen Baumstumpf, auf den sich die Anführer stellen. Im heiligen Wald darf niemand jagen, und betreten dürfen ihn außerhalb der Versammlungszeiten nur die Heiler, wenn sie Kräuter von dort brauchen.

    Der Treffpunkt der Heiler

    Natürlich muss es auch hier einen Ort geben, wo sich die Heiler bei Halbmond treffen. Dafür müssen sie in ein Wäldchen hinter dem WiesenClan-Territorium. Dort befindet sich ein kleiner Teich mit einem Wasserfall. Er wird Sternenteich genannt. Um mit dem SternenClan zu sprechen, müssen die Heiler nur kurz den Kopf unter den Wasserfall halten.

    Das war die Beschreibung der Territorien. Ich hoffe ihr könnt es euch einigermaßen gut vorstellen. Das erste Kapitel kommt bald, aber ich schreibe momentan noch an einer anderen Geschichte (würde mich freuen wenn ihr mal bei Wellenpfotes Geschichte vorbeischaut:)) und möchte die erstmal fertigmachen. Deshalb müsst ihr euch für den Anfang dieser Geschichte noch ein wenig gedulden (zum Zeitvertreib könnt ihr auch Mal beim Warrior Cats Filmfestival vorbeischauen ;)) ich hoffe ihr versteht das (Und ich hoffe ich komme hier nicht rüber als ob das eure einzige Unterhaltung wäre XD). LG Himbeerwolke ❤️🐈

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    Mondpfote betrat den Heilerbau. "Hier Minzbusch, ich habe noch mehr Ringelblume gefunden". "Sehr gut" miaute ihr Mentor. "Jetzt nach der Blattleere müssen wir unsere Vorräte unbedingt aufstocken!" "Ich gehe gleich noch einmal los und suche mehr" versprach Mondpfote. "Danke" sagte Minzbusch. "Du bist eine gute Schülerin. Ich habe übrigens mit Buchenstern über deine Zeremonie gesprochen." "Tatsächlich?" Fragte Mondpfote nervös. "Wir sind uns einig dass sie heute stattfinden soll". "Heute schon?" Mondpfote war so überrumpelt dass sie kurz vergaß zu atmen. "Das ist ja großartig! Endlich werde ich eine richtige Heilerkatze!" Endlich war Mondpfotes Traum in Erfüllung gegangen. Heute Nacht würde sie zum Sternenteich wandern und ihren vollständigen Namen erhalten! Ihr kam es vor als ob seit ihrer Schülerzeremonie erst wenige Herzschläge vergangen waren. Sie erinnerte sich noch genau an den Tag, an dem alles anders wurde. Damals waren Mondpfote und ihre Geschwister noch Junge gewesen. In einem unbeobachteten Moment hatten sie sich zu dritt aus dem Lager geschlichen um das Territorium zu erkunden. Sie waren dabei auf einen Busch mit Todesbeeren gestoßen und Himmeljunges hatte sie und ihre Schwester Primeljunges herausgefordert eine davon zu probieren. Mondpfote erinnerte sich noch genau daran, wie sich keine der beiden Kätzinnen getraut hatte, wie Himmeljunges sie als Feiglinge bezeichnete und selbst eine aß. Kurz darauf war er zusammengebrochen und Mondpfote war so unglaublich geschockt gewesen, dass sie nichts tun konnte. Primeljunges hingegen, hatte geistesgegenwärtig nach Hilfe gerufen und Minzbusch hatte sie gehört. Himmeljunges hatte es knapp überlebt, während Mondpfote nicht vergessen konnte wie hilflos sie gewesen war. An diesem Tag hatte sie sich geschworen Heilerin zu werden, damit sie nie wieder zusehen musste wie eine Katze litt. Und jetzt war sie kurz davor! "Ich kann es kaum erwarten!" Rief sie übermütig. Minzbusch schnurrte, doch bevor einer der beiden noch etwas sagen konnte, ertönte ein Schrei. "Alarm! Das Lager wird angegriffen!"

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    Erschrocken sprang Mondpfote auf und stürmte aus dem Heilerbau hinaus auf die Lichtung. Tatsächlich! Durch den mit Dornenranken verstärkten Felsentunnel strömten einige Streuner ins Lager und stürzten sich auf die AbendClan-Krieger. Mondpfote wollte eben zurücklaufen um die richtigen Kräuter zu suchen, da baute sich ein brauner Kater vor ihr auf und griff sie an. Erschrocken wich die silberne Kätzin aus und floh vor dem Streuner der ihr immer weiter folgte. Während sie rannte, kam Mondpfote eine Idee. Flink lief sie aus dem Lager, kletterte auf den nächstbesten Baum und kauerte sich ins Geäst. Wie sie erwartet hatte, war der Streuner zu groß und schwerfällig um hinaufzuklettern, versuchte es aber trotzdem. Um ihn endgültig abzuschütteln sprang Mondpfote leichtfüßig zur nächsten Baumkrone und dann zur übernächsten. Die Zweige verschwammen vor ihren Augen als sie immer schneller kletterte. Doch plötzlich rutschten ihre Pfoten ab und sie fiel. Vor Schreck konnte sie sich nicht drehen und knallte mit dem Kopf gegen eine Wurzel. Schmerz schoss durch ihren ganzen Körper und kurz konnte sie nicht aufstehen. Als es wieder ging, wollte Mondpfote zurück zum Lager laufen, doch ihre Pfoten machten sich selbständig und stolperten in die entgegengesetzte Richtung. So sehr sie auch versuchte ihre Schritte Richtung Lager zu lenken, es klappte einfach nicht. Mondpfote lief immer weiter, vorbei an der Grenze des AbendClans inn unbekanntes Territorium, immer geradeaus. Je weiter sie sich entfernte, desto wirrer wurden ihre Gedanken, bis Mondpfote nicht mehr wusste was sie tun sollte. Immer noch stolperte sie weiter geradeaus durch den Wald und ihre Gedanken wurden immer wirrer, bis ihr Verstand vollkommen aussetzte. Mondpfote spürte wie sie zusammenbrach, dann wurde alles schwarz.

    Als Mondpfote erwachte, sah sie ein graues Gesicht über sich. Es war ein Kater der sie besorgt musterte. "Was ist passiert?" Fragte Mondpfote. "Ich weiß es nicht" miaute der graue. "Ich habe dich eben erst gefunden, aber du hast eine ziemliche Beule am Kopf". Mondpfote sah sich um. Sie lag auf einer sonnenbeschienenen Lichtung irgendwo im Wald. Auf einer Seite wuchsen Büsche und Mondpfote sah einen kleinen Bach, der in einem Teich mündete. Es war wunderschön. "Wohnst du hier?" "Ja, das tue ich". Der graue Kater sah sie an. "Wie heißt du denn kleine? Woher kommst du?" "Ich..." Mondpfote suchte in ihrem Kopf nach der Antwort, doch- da war nichts. In dem Teil ihres Gehirns, in dem ihre Erinnerung hätte sein müssen, herrschte nichts als gähnende Leere. "Ich weiß es nicht. Ich weiß gar nichts mehr".

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    "das ist nicht gut" miaute der Kater. "Weiß du wirklich überhaupt nichts mehr?" "Nein" Mondpfote sah ihn ängstlich an. "Ich will mich aber erinnern! Ich will wissen wer ich früher war, ob ich Familie habe, Freunde, vielleicht einen Gefährten-". "Beruhige dich" sagte der graue. "Du bekommst dein Gedächtnis bestimmt wieder" er schnüffelte an Mondpfotes Pelz. ist er gerade zusammengezuckt? Nein, das habe ich mir bestimmt nur eingebildet. "ich heiße übrigens Zweig" miaute der Kater. "Ich bin ein Einzelläufer." "Ich wünschte ich wüsste wie ich heiße" meinte Mondpfote traurig. "Du brauchst auf jeden Fall einen Namen wenn du fürs erste hierbleiben willst" Zweig musterte sie. "Wie wäre es, wenn ich dich ab jetzt Sternenlicht nenne". "Sternenlicht" murmelte die silberne Kätzin. "Ja, das gefällt mir"

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    Sternenlicht lebte nun schon einen Mond bei Zweig und der Einzelläufer hatte ihr beigebracht zu jagen und zu Kämpfen. Auch hatte er ihr seine Freundin Tanne vorgestellt, eine schneeweiße Kätzin, die Junge von einem Einzelläufer erwartete der vor einiger Zeit dort vorbeigekommen war. Sternenlicht fand es etwas traurig dass die Jungen ihren Vater niemals kennenlernen würden, weshalb sie versprach Tanne mit ihnen zu helfen. Immer noch wollte sie herausfinden wer ihr früheres Ich gewesen war. Immer wieder plagten Sternenlicht so etwas wie Wachträume. Von einem Moment auf den anderen wusste sie auf einmal nicht mehr wo sie war und sah Szenen aus einem anderen Leben vor sich, an die Sternenlicht sich nicht erinnern konnte. Diese Momente dauerten oft nur ein paar Herzschläge, bevor sie sich jedesmal in ihrem Bau wiederfand, mit einem besorgten Zweig neben ihr. Sie wusste nicht, was dieses Wirrsehen, wie sie es nannte, zu bedeuten hatte, war sich aber sicher das es mit ihrem anderen Ich zu tun hatte. Sternenlicht würde einen Weg finden, sich zu erinnern. Es war nur eine Frage der Zeit.

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    Sternenlicht schreckte hoch und sah die Dunkelheit ihres Baues vor sich. Was hatte sie geweckt? ich glaube ich gehe spazieren. Einschlafen kann ich sowieso nicht mehr. Sternenlicht schlüpfte aus dem Bau und ging auf leisen Pfoten durch den Wald. Plötzlich hörte sie ein schmerzvolles Schreien. das war Tanne! Sternenlicht raste zu Tannes Höhle. Mit nur einem Blick verstand sie was los war: die Jungen kamen! "Halte durch Tanne!" So schnell sie konnte, suchte Sternenlicht einen stabilen Stock und sammelte auf dem Rückweg noch ein paar Himbeerblätter. Sie begriff selbst nicht woher ihr Wissen kam, wusste aber genau wie sie der weißen Kätzin helfen konnte. Wieder in der Höhle kauerte Sternenlicht sich neben Tanne und verabreichte ihr die Himbeerblätter. Anschließend gab sie ihr den Stock, damit sie auf etwas beißen konnte. "Pressen!" Befahl Sternenlicht. Tanne tat wie ihr geheißen und ein schildpattfarbenes etwas glitt auf den Boden. "Eine Kätzin" Sternenlicht schob das Junge zu der weißen Königin, dann befühlte sie ihren Bauch. "Eines noch, dann hast du es geschafft" beruhigte sie Tanne. Diese keuchte erstickt und der Stock splitterte, als ein schneeweißer Kater auf den Boden glitt. "Hier" Sternenlicht schob die beide Jungen noch dichter an Tanne, damit sie trinken konnten. "Vielen Dank!" Miaute Tanne erschöpft. "Wie sollen sie denn heißen?" Fragte Sternenlicht. "Die Schildpattfarbene heißt Blume. Den Kater sollst du benennen." "Wirklich?" "Natürlich. Ohne dich hätte ich es nicht geschafft" "dann soll er den Namen Schneeflocke tragen" erwiderte Sternenlicht. "Ein guter Name" flüsterte Tanne. "Ruh dich jetzt aus" hauchte Sternenlicht sanft. "Aber vorher iss diesen Borretsch. Er wird deinen Milchfluss anregen." "Woher weißt du das alles?" Staunte Tanne. "Keine Ahnung. Ich weiß es einfach". "Willst du über Nacht hierbleiben?" Fragte die weiße Königin. Sternenlicht bejahte, rollte sich im Nest neben Tanne und den Jungen zusammen und schlief sofort wieder ein.

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    "Sternenlicht, Spiel mit uns!" Blume rannte übermütig auf die silberne Kätzin zu. Fast zwei Monde waren seit der Geburt vergangen und Schneeflocke und Blume entwickelten sich prächtig. Jedoch wusste Sternenlicht immer noch nichts über ihr früheres Ich und das Wirrsehen plagte sie weiterhin. "Gerne" miaute sie. "Verschwinde, ekelhafte Streunerin!" Gespielt wütend landete Schneeflocke auf Sternenlichts Rücken. Als auch noch Blume dazukam ließ diese sich fallen. "Ich gebe auf! Ich bin so großartigen Kämpfern wie euch nicht gewachsen!" Die beiden Jungen kicherten und Sternenlicht rappelte sich wieder auf. Doch plötzlich erfüllte sie das altbekannte Kribbeln, wie immer, kurz vor dem Wirrsehen. Diesmal aber war es anders. Sternenlicht konnte ganz deutlich erkennen, wie sie durch den Wald stolperte, immer geradeaus. Ihr Versand schaltete sich ab und als Sternenlicht wieder zu sich kam, beugten sich Zweig und die Jungen besorgt über sie. "Geht es dir gut?" "Ja, mir-" Sternenlicht erstarrte als sie begriff. Es war ein Hinweis gewesen! Sie und Zweig hatten sich immer ausgemalt dass Sternenlicht sich irgendwo den Kopf angestoßen hatte, was zu ihrem Gedächtnisverlust geführt hatte. Wenn das die Erinnerung daran war, hieße das nicht das sie nur geradeaus in die entgegengesetzte Richtung gehen musste, um ihr altes Ich wiederzufinden? "Sternenlicht?" Zweigs Stimme riss sie aus ihren Gedanken. Schnell erzählte sie den drei Katzen von ihrem Verdacht. "Das könnte sogar funktionieren" miaute Zweig nachdenklich. "Aber es könnte gefährlich werden. Soll ich mitkommen?" "Nein" sagte Sternenlicht. "Das ist meine Reise. Es ist noch früh, ich werde sofort aufbrechen. "Was du gehst?" Piepste Schneeflocke. "Besuchst du uns?" "Das werde ich" miaute Sternenlicht. "Versprochen?" "Versprochen. Aber erstmal auf Wiedersehen."

    Nachdem Sternenlicht sich auch von Tanne verabschiedet hatte, brach sie in die Richtung auf, aus der sie laut Zweig gekommen war. Sie lief und lief, ohne zu wissen wonach sie suchte. ich werde mein Zuhause erkennen wenn ich es sehe. Ganz sicher.

    Kurz nach Sonnenhoch wollte Sternenlicht gerade eine Pause einlegen, als sie in der Ferne einen vertrauten schwachen Geruch ausmachte. Sie rannte darauf zu. Als Sternenlicht an der Stelle angekommen war, an der der Geruch am stärksten war, sog sie tief die Luft ein.
    AbendClan.
    Und mit diesem einen Wort strömten sämtlich Erinnerungen zurück in ihren Körper. Ihre Anführerin Buchenstern, die drei Clans, ihr Mentor Minzbusch, ihre Stellung als Heilerschülerin, ihr verstorbener Vater, ihre Mutter Funkelsee, ihr Bruder Himmelpfote, ihre Freunde und ihre geliebte Schwester Primelpfote. Alle noch so kleine Dinge strömten in ihren Kopf zurück und verankerten sich dort, als ob auch sie nie wieder weg wollten.
    Ich bin Mondpfote.

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    Mondpfote rannte durch den Wald, unendlich froh darüber dass sie sich erinnerte. Doch auf einmal witterte sie einen Geruch. Dachs! Als Mondpfote einen Blick durch das Gebüsch warf, sah sie zu ihrem Entsetzen Primelpfote, die gegen einen Dachs kämpfte. An ihrer Flanke fehlten Fellbüschel und ein Kratzer auf ihrem Rücken blutete. Mit einem wütenden Kreischen warf Mondpfote sich auf den Dachs, der so überrumpelt war dass er die Flucht ergriff. Mondpfote rannte zu ihrer Schwester. "Alles in Ordnung?" "Mondpfote! Du lebst!" "Ja, ich lebe. Wie geht es dir Primelpfote?" "Primelblüte.. Ich bin jetzt Kriegerin und Himmelpelz auch" "Glückwunsch!" Miaute Mondpfote. Sie erinnerte sich daran dass ihre Schwester vor ihrem Unfall verliebt gewesen war. "Und ist?" Primelblüte schien zu erraten was sie sagen wollte. "Ja. Schnuppersee und ich sind Gefährten." "Wie schön!" Freute sich Mondpfote. "Du musst mit ins Lager kommen! Jede Katze im Clan glaubt dass du tot bist. Funkelsee ist außer sich vor Trauer."
    Während sich die Schwestern auf den Weg ins Lager machten, überlegte Mondpfote was sie sagen sollte wo sie gewesen war. Klar, sie würde von ihrem Gedächtnisverlust erzählen, aber das Wirrsehen? Nein. Sie hatte außerdem den Namen Sternenlicht angenommen. War das nicht Lästerung am SternenClan? Mondpfote entschloss sich auch das wegzulassen.

    Als sie im Lager ankamen, waren alle in großer Aufruhr. Jede Katze begrüßte Mondpfote überschwänglich und Buchenstern berief eine Clan-Versammlung ein, damit Mondpfote ihre Geschichte erzählen konnte. Gleich danach nahm sie ihre Stellung als Heilerschülerin wieder auf und half Minzbusch beim Sortieren der Kräuter, was sie nicht verlernt hatte. Endlich bin ich Zuhause. Und irgendwann werde ich Zweig, Tanne und die Jungen wieder besuchen, und ihnen alles erzählen.

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    Mondpfote rannte fröhlich vor Minzbusch den Weg entlang und ließ sich vom Halbmond leiten. Heute Nacht würde sie endlich ihren richtigen Namen bekommen! Am Sternenteich angekommen, begrüßte sie ihre Freundin Wacholderpfote und erzählte ihr in kurzen Sätzen was passiert war. "Das ist ja unglaublich!" Staunte die Heilerschülerin des WiesenClans. Minzbusch kam angetrottet. "Ich verstehe dass ihr euch viel zu erzählen habt, aber wir sollten jetzt anfangen." Der WiesenClan-Heiler trat vor. "Wir fangen mit dir am, Wacholderpfote. Ich, Zirbenpelz, Heiler des WiesenClans, rufe meine Ahnen an, auf diese Schülerin herabzublicken. Sie hat hart gearbeitet um die Wege einer Heilerkatze zu erlernen. Wacholderpfote, versprichst du das Gesetz von uns Heilerkatzen zu achten, den Clan zu beschützen und jede Katze zu heilen, selbst wenn es dein Leben kostet?" "Ich verspreche es" Wacholderpfotes Stimme zitterte. "Dann gebe ich dir mit der Macht des SternrnClans deinen Heilernamen. Von heute an wirst du Wacholderduft heißen. Der SternenClan ehrt deine Klugheit und dein schnelles Handeln und wir heißen dich als vollwertige Heilerin willkommen." "Wacholderduft!" "Wacholderduft!" Fröhlich rief Mondpfote den Namen ihrer Freundin. Nun war sie an der Reihe.

    "Mondschweif!" "Mondschweif!" Voller Stolz probierte Mondschweif ihren neuen Namen in Gedanken immer wieder aus. Dann steckten alle Heiler den Kopf unter den Wasserfall um zum SternenClan zu gelangen.
    "Hallo Mondschweif" "Lichtkralle!" Erfreut schmiegte Mondschweif sich an ihren Vater. "Ich bin stolz auf dich, meine Tochter" miaute der SternenClan-Krieger. "Du hast deinen Weg zurückgefunden wo wir dir nicht helfen konnten. Ich habe immer an dich geglaubt." "Ich würde Zweig und die anderen gerne wiedersehen" erklärte Mondschweif. "Dann mach dich auf den Weg und suche sie. Auf Wiedersehen meine Süße" damit verschwand Lichtkralle und Mondschweif fand sich beim Sternenteich wieder. Er hat Recht. Ich werde mich auf den Weg machen und ihnen alles erzählen. Vielleicht wollen sie sich dem Clan sogar anschließen! Mit diesem freudigen Gedanken machte sie sich wenig spâter wieder auf den Heimweg.

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    Seit Mondschweifs Heilerzeremonie war ein Mond vergangen und sie hatte sich wieder an das Clan-Leben gewöhnt. Das Wirrsehen hatte seit ihrer Rückkehr aufgehört was Mondschweif beruhigte. Jedoch plante sie immer noch Zweig, Tanne und die Jungen zu besuchen, wie sie es versprochen hatte. Also fasste sie sich ein Herz und ging zu Buchenstern um sie um Erlaubnis zu bitten. Nachdem sie ihr Anliegen vorgetragen hatte musterte die Anführerin Mondschweif eine Weile. "Ich verstehe dass du die Katzen die dir geholfen haben gerne wiedersehen würdest. Und ich denke Minzbusch kann ein paar Tage ohne dich auskommen. Jetzt müssen wir nur noch klären wer mitkommt." Mondschweif sah ihre Anführerin dankbar an. "Können Primelblüte und Schnuppersee mitkommen?" Buchenstern nickte.

    Nachdem die AbendClan-Anführerin eine Versammlung einberufen hatte um alles zu erklären, machten sich die drei Katzen sogleich auf den Weg. Mondschweif schätzte dass sie etwa zwei Tage brauchen würden um bei Zweig anzukommen. Während sie liefen, sprachen sie oder dachten einfach nach. Mondschweif dachte viel an Zweig und ihr kam eine Idee. Inzwischen war sie sich sicher dass Zweig bei ihrer ersten Begegnung wirklich zusammengezuckt war als er ihren Geruch mitbekommen hatte. Damals müsste sie noch Clan-Geruch an sich gehabt haben. Hieße das dann dass Zweig die Clans kannte? Viel zu schnell ging die Sonne unter und die drei suchten sich einen Unterschlupf. Dann schliefen alle ein.

    Bei Sonnenhoch des nächsten Tages erkannte Mondschweif die Bäume wieder unter denen sie gejagt hatte. Freudig lief sie auf Zweigs Lichtung zu- und erstarrte.

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    Zweig lag im Sterben. Das sah man auf den ersten Blick. Mondschweif rannte zu ihm, ihr war egal was passiert war, wenn sie nur noch einmal mit ihm reden könnte... "Zweig? Ich bin hier" "Sternenlicht" hauchte der graue Kater. "Mondschweif" verbesserte sie. "Ich heiße Mondschweif" "ein guter Name" flüsterte Zweig. "Er passt zu dir" "es ist mein Clan-Name" erklärte Mondschweif. "Ich bin Heilerin" "ein Clan-Name also" krächzte Zweig. "Dann hätte ich Recht? Du kennst die Clans?" "Ja, das tue ich" Zweigs Stimme war brüchig. "Es wird Zeit das du es erfährst. Vor langer Zeit war ich Heilerschüler des SeeClans. Ich wollte immer das der Streit zwischen den Clans für immer beendet wird, doch irgendwann sah ich ein dass das niemals passieren würde. Vor lauter Enttäuschung verließ ich die Clans und begann ein neues Leben als Einzelläufer, wo ich dann Tanne kennengelernt habe. Außer ihr hatte ich keine Freunde, bis du aufgetaucht bist. Ich habe mich um dich gekümmert als wärst du meine Tochter. Inzwischen bereue ich dass ich die Clans verlassen habe und ich wäre gern Heiler gewesen ich kannte schon alle Kräuter..." "Zweig" hauchte Mondschweif. Und auf einmal wusste sie was zu tun war. Sie hob die Stimme. "Ich, Mondschweif, Heilerin des AbendClans, rufe meine Ahnen an, auf diese Katze hinabzublicken. Er kennt eure edlen Gesetze und die Kräuter des Waldes. Heißt ihn bei euch als vollständigen Heiler willkommen." Zweig riss die Augen auf, als er begriff. "Nun gebe ich dir mit der Macht des SternenClans deinen Namen. Von nun an heißt du Zweignase. Der SternenClan ehrt dein Wissen und deine Fürsorge und der SternenClan wird dich als vollwertigen Heiler willkommen heißen" "danke" hauchte Zweignase, dann war er tot. Traurig schmiegte Mondschweif sich an ihn. Tanne betrat mit ihren Jungen die Lichtung. "Oh nein! Was ist passiert?" "Ich weiß es nicht" miaute Mondschweif. "Aber jetzt ist er tot." Tanne sah sie an. "Ich bin froh dass du wieder da bist Sternenlicht. "Mondschweif" verbesserte die silberne Kätzin. "Das klingt schön!" Piepste Schneeflocke. Primelblüte Misch e dich ein. "Warte mal. Wieso haben die dich beide Sternenlicht genannt?" "Naja" sagte Mondschweif. "Als ich mein Gedächtnis verloren habe, habe ich für kurze Zeit den Namen Sternenlicht angenommen, weil ich meinen richtigen Namen vergessen hatte. Ich hab euch nichts erzählt weil... naja, der Name Sternenlicht ist-" "nicht gerade das was das Gesetz der Krieger vorschreibt" beendete Schnuppersee ihren Satz. "Schon klar"

    Bis Sonnenuntergang hatte Mondschweif ihrer Schwester endlich alles erzählt und umgekehrt auch Tanne und den Jungen das Clan-Leben erklärt. Während der späteren Jagd und dem darauffolgenden Essen war die weiße Kätzin ungewöhnlich still. Dann platzte sie heraus. "Ich will mich dem AbendClan anschließen!" Mondschweif sah sie überrumpelt an. "Wirklich?" "Natürlich nur wenn ihr nichts dagegen habt" miaute Tanne schnell. "Du bist eine gute Jägerin, kannst hervorragend Kämpfen und deine Jungen sind kräftig und gesund" miaute Mondschweif. "Buchenstern hat bestimmt nichts dagegen"

    Am nächsten Morgen brachen die sechs Katzen wieder zum AbenClan auf. Dem alten und neuen Zuhause der Freunde.

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    Epilog oder wie auch immer man es nennt wenn man das Ende in Worten erklärt...

    Ich weiß, die Überschrift ist bescheuert. Aber ich hab irgendwie keinen Lust den Epilog wieder aus Mondschweifs Sicht zu schreiben. Also erkläre ich es euch kurz. Tanne und ihre Jungen wurden im Clan aufgenommen und bekamen (später) die Namen Tannensee Blumennase und Schneeflockenfall. Minzbusch ist leider an grünem Husten gestorben und Schneeflockenfall wurde Mondschweifs Schüler. Primelblüte hat ihren ersten Wurf bekommen und Himmelpelz ist mit Waldrose zusammen. Zwischen den Clans herrscht erstmal Frieden und alle bewundern Mondschweif. Ende 🐈🐈❤️❤️

    Oha, ich merke gerade wie schlecht dieses Kapitel eigentlich ist 😅😅😅😅😅😅😅😅😅

    Übrigens ist die Geschichte viel kürzer geworden als ich geplant hatte das ging alles irgendwie voll schnell. Ich hoffe jedenfalls euch gefällt die Geschichte, lasst gerne einen Kommentar da wie es euch gefallen hat. Also ich höre jetzt mal auf zu schreiben das hier wird nicht besser 😅
    LG Himbeerwolke ❤️🐈

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